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in 2010 with funding from
Research Library, The Getty Research Institute
http://www.archive.org/details/johmichaelisfaus00faus
JOH. MICHAELINFAUSTIT: Med.Do&.
Academ. Leopoldindmperialis Theophili,
NDORA
Explicata& Figutis Jlluftrara,
"if, bie
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Sin Suͤldner Sean, /
die welchem die alten und ue —— un ommene NMetall/durch Gewalt d
euers verbeſſert / und allerhand ſchaͤdliche und cheylſame Kranckheiten innerlich ſerli
5 f h durch deren Wuͤrckt / vertrieben E 9 Me aͤuſſerlich /
leſer Edition wird annoch / nebſt vielen Kupffern id uͤber goo. Phlloſophiſchen Anmerckungen / ein ei
komenes Lexicon Alchymifticum Novam, tb ein í e TOU Rerum & Verborum, bepgefügef.
FURBHURIH ENDO gi Dope qe P t Pepe qe qe qp FTIR EI
RED * * Scan d'furt lo v eipsim / Er Be
P Verlegts Johan Zieger/ 1706. e
SWALD. VOGELIUS
BELGA !
Portetenim utin hoc
(tudio Doctrina E.x-
perimentum pracedat, &
aon contra, & ut Exem-
;xlum Rhafis, Avicennz &
diorum Philofophorum
(equamur , qui nobis fcri-
pto prodiderunt, hzc ipfis
ognita fuifle ante Experi-
mentum, cum Cogitatio-
. neSubtili, Vchementi
& Longa.
X z BASI-
BASILIUS IN CURRU
SRIUMEMALE ANTI-
| Himperite noftra hu-
jus Artis homo, nolı-
to ita temere judicare; at-
‚que ea damnare, quz ne-
que tuis animi fenfibus ,
nequz ftudiorum ac do-
&rinz cognitione per-
cepifti.
Borrede/
"Byerrebe/
Joh. Michael Fauſten / D.
Geneigter Leſer!
"Ti e D bald gegenwärtige Pan-
Ele dora,durcSebaftianum
js Henric Petri An 1588, tt
AY Dafelgedruckt und denen
2° Kiebhabernder Alchymi-
Hifchen Kunſt iff recommendiret wor⸗
Xr/fo bald ſeynd auch alle Exemplaria
chleunig aufgekaufft / und von denſelben
tac) Ihrer Würde æſtimiret und wohl
erwahret worden: theils weilen vor
undert und mehr Jahren die Chymiſche
ind Alchywiſtiſche Bücher nicht in fo
iroffer enge wie heut zu Sag / und
war ín unjerer Teutſchen Mutter⸗
Sprach ſeynd zu ot geweſen/ ies
' aber
Borrede/
aber und zwar vornemlich / weilen ma
etivas abfonderliches auß denen benge
fügten Siguren/die bey andern entwede
nicht in folcher Menge / ober doch nich
fo deutlich und nachdenklich erfehen un
wahrgenommen, Dann cg baben bí
Liebhaber Davor gehalten/man fónte vii
deichter durch dergleichen Abbildungen
‚ohne ferneren Umſchweiff und viel Bü
cher fefen/zu otefer an fich felbft ſchwere
und tieff verborgenen Kunſt gelangen.
Endlichen und zum dritten’ hat au
der bey Unſerem Auchore bepgcorudfta
Schlüffel das Buch beliebt und rar ge
macht/ als in welchem der Philofopho
rum dunckele Wort / durch ihre eigene
Erläuterung auf mancherley Weiſe ex-
plicirt und außgelegt werden: Wie ich
dann ſelbſt geſtehen muß / daß wann ich
auff meinen Reyſen bey gelaͤhrten ei
ten nad) dieſer Pandora gefragt / haben
dieſelbe entweder nichts davon gewuſt/
maſſen
Top. Michael Sauften / D.
affa ich von einem vornehmen Profef-
(ore Medicinz, welchem doch fonften
in qualibet Facultate die Bücher fatt-
am befanbt waren/ vor ısen Jahren
ine folche Antwort erbalten/oder dafern
(b ja das Gluͤck gehabt Linferen Au-
horem in wohl beftellten Bibliotheten
u (eben / ift meifien theils der Schluͤſſel
der die Synonima davon abgeriffen ges
weſen / und vermuthlich von den Liebha⸗
ern aparte, als ein abſonderlicher
Schaß wohl verwahret und aufbehals
en worden : i] |
— Quid non mortalia pe&tora cogis
Auri Sacra Fames ! |
Und eas mag diellrfach ſeyn / warum
ich erivehnte Pandora fe rat gemacher/
aß wann icb dieſelbe niche felbften in cia
hier Auction Dn. Fellerr, p.m. inLeipzig /
heur genug an mich erfaufft bátte/ zu
erjelben ſchwerlich würde gelanger ſeyn.
Nachdem nun felbe fleiflig —
un
Vorrede /
und eor eines der herzlichften Wercklein
fo jemahls in diefer Materie gefchrieber
worden / ſo nüßlich als werth geachtet/
nach denen Grundſetzen der allgemeine
Liebe / auch andern Liebhabern dieſer Ed
len Kunſt bekandt und gemein zu machen:
als bin ich endlich bey mir ſchluͤſſig wor
den/ gedachte Pandoram vor die Han
au aehmen / und nicht nur bem geneigte
Leſer diefeg Curieufen Buchs mit dem
Schluͤſſel durch öffenrlihen Oruck gan
trenlich und ohne einigen Neid und Miß⸗
gunſt (als welche man in dieſer theuren
GOttes⸗Gabe wie den Teuffel ſelbſt flie⸗
bei muß) vor Augen zu legen / foie
dern auch demſelben Concordantian
inLapide, mie mehr als achthundert
Philofophifichen Kern⸗Spruͤchen / und
alfo in einer Summa, die gane Alchy-
miftifche Kunſt / wann anderft die in un⸗
ferer Mineralogia angeführte Raifon-
nements mit diefer conferirt und gegen
; einander
Joh. Michael Fauſten D.
inander gebalten werden (wie wir uns
'ann inſonderheit befliſſen / daß nicht ein
iniges Dictum welches in Unſerer Mi-
eralogia iſt angefuͤhret worden / in ges
enwaͤrtiger Pandora wiederholet wuͤr⸗
e / ja darbey die Synonima mit mehr
Hs vierhundert Woͤrtern oermebret/
nd dieſelbe durch unferen Fleiß indag
Alphabet gebracht haben / alſo daß dies
ir Schluͤſſel vor ein volliommenes Di-
Itionarium Alchemifticum, welches
‚ber ſechzehenhundert Alchemiftifcbe
Börter in fid begreiffe/ villeicht des
Martını Rulandi und anderer Lexica
chemise an unterfhiedlichen Drehen
Ibertrifft^ dem Liebhaber diefer Kunft/
Jienen und nußen mag ) auf eine abſon⸗
erliche und fehr angenehme Manier/
leich als in einem furGen Begriff vor⸗
eligzumachen. Da zugleich ber duns
le Author völlig more Philofopho-
lim explicirt und erfläret wird; Licet
"enim
Borrede/
enim fagt Albert.Magnus in ifta ma.
teria videntur Philofophi ad literam
fore difcordes, tamen concordandc
fimul eos dicunt in Summa. Quam-
visenimunum loquantur, fecundum
diverfitatem rationis tamen, & fe-
cundum diverfos modos, & fecun.
dum cotum diverfa figna & Lapidi:
Operationes, nominaverunt ipfum
Lapidem diverfis nominibus, mod
Mafculum, modo Foeminam, mod
fimul conjuncta Rebis, & tunc unan
tem modo diverfas res, fecundur
hanc rationem poflunt folvi omni:
argumenta & auctoritates divctf:
Magiftrorum de hacMaterialoquen
dum, ad unum terminum vıarun
hujusLapidis, poftea dicendarum
cum non fit nifi una via fcilicecMer
curius, five Naturalis five Artificiali
five extra&usex corporibus & maxi
me perfectís,quia in iftis eft Mercut
fubftant
Joh. Michael Sauften’ D.
abftantia ſubtiliſſima & pura, habilis —
d fixionemPhilofophorum, plus-
juam aliquisMercurius in toto mun-
o,utin fine latiusper Autoritatesap- -
arebit,& tamen ad quemlibet ter-
unum viarum poftea dicendarum
offunt Authoritates Philofophorum
ptime exponi & idem fignificare &
demmodo. Quia plures vix funt.
z poffunt effe ad unum intentum.
tib Senior: Operatio fecundum in-
lectum literarum eft difsipatio di.
iuarum.Diegiguren betreffen/fo mug -
|» àtvar gefiehen/ daß wahr fene/ was
Marearita Novella pag. 45. fpricht x.
nt Libri hac de Scientia fcripu fub
igura, quorum pars major obfcura
ultum ac fententiis connexa,ut non -
fi a (uis compofitoribus pofsit in-
digi :. Dahin bann auch gehöree
hs Egidius Cap. X;pag.28. Scientia
ftra eft pars Cabalx, quz receptio
| X X intcr-.
——
. Borredev.
interpretatur per Colloquium. Nar
Philof. de ea tra&antes tantis /Enig
- matibus, Tropicis, fcirpis, Gryph
atq; Problemaubus involvunt, quo
. xantum docet pythagoras fuo fie
tio,quantum ipfi fcripturis fuis. Yu
endlichen tas Libavius pag.65. Q:
omnia /Enigmata excutere volu
rit, artem potius perdet quam acqu
rct, Impoflibile eft enim omniu.
Allegorias explicare certo:cum me
do huc, modo illuc refpexerint Ai
thores, & per fe applicatio fitam
gua. Immittelſt habe ich bey Erfläru
ver Siguren/ und Sfufifegung des ga
Ken Textes des ComitisBernhardı®
mahnung / welche ich auch hiermit de
geneigten Leſer/ nebenſt meiner Arbeit
Durchlefung dieſes Compendii A
- chymiftici Novi five Pandorz E
licatæ & Figuris Jlluftratze, will
(ficit recommendiret Haben Di
M
Roh. Michael Fauſten/ D.
Acht genommen: Attenteconfideran-
lum efbin quo coveniant maxime
Autores. lbi namque later veritas,
3üz unica tantum & fimplex eft, -
"iipfebfe mich fchlüßlich in eineg Jeden
geneigtes und gütiges Wohlmwollen/und
Iveil mit dieſer Arbeit (fo viel die mühfa:
ine Praxis zulaſſen wollen/) nichts an-
berg intendirt/alg der Curieufen Welt
hbfonderlich denen Liebhabern dieſer
Kunſt zu Dienen/fo Hoffe um fo oit mebr
Ion allem Tadel ſuͤchtigen Splitterrich⸗
Jen befreyet zu ſeyn / wiewohl mir aud)
ſonſt nicht unbekandt / wie ſchlechte Titul
Me Alchymiſterey⸗Verſtaͤndige / ohne
Pelche man doch in der Medicin ohn⸗
höglich fortfommen fan / (welches
I.B.D. zu erweifen mit naͤchſtem foll
argethan werden/) Deutiaeg Ta—
dcs meiſtentheils zu erhalten pflegen:
ſoch will ich mich nach dem Exempel an»
Prer hocheſabruer om ante
Í DOMINO M (2 bic
Borrede/ Sob. Mich. Saufter/ D
eil daran nicht febre / ſondern zu meine
Soulagement mich der Worte des gd
fehrten Bafilii Valentini Præfat: ab
fruíz Planetarum Generationis, fvel
che der berühmte Jacobus T'ollius feine
Sapientix Infanienti vorangeſetzet hat
bedienen / und felbige zum Beſchluß bie
her zu ſetzen fein Bedencken tragen:
Multi hunc Libellum dementia
arguent, plurimi omnino infanizar
ceflent ; Pauciffimi erunt, quibu
DeusIngenium, Prudentiam, Artem
que largietur adverfarios omnes hu
jus ope fuperandi,
Franckfurt am Mayn
M DCC VI —
michael Sauf
Sob md ads ft
EE S IE 6 IE AE EGE EAE i6 6
BASDSQSSSARSRTPRRRABST
Vorrede/
Hieronymi Reufneti.
Yen Ehrenveften und Hochgelehrten
yeren/ MARTINO RULANDO, der Artzney
octoren / Pfalsgräffifchen Medico , nnb Phyfico zu
kauingen an Der Donaw / meinem infonders großs
| günftigen Herrn und Förderer.
EET a 5orenbefter und Hochgelehr⸗
AEN ter Herr D.Rulande, die Loͤbhli⸗
I y xe che Kunſt ber9(enep/teirb fbr
p fein und artlich von vielen für-
et trefflichen Leufen/Soror Sapien-
tie, ein Schwefter bet Weiß⸗
it genennet. Dann gleichwie die Weiß⸗
it des Menfchen Gemütb im Zaum bált/
mit einer nicht wie ein unvernuͤnfftig wild
jiet oder Sau lebe: Alfo pflegt Die Artz⸗
j des Menfchen Körper mit gebührender
Jet und Remedien dahin zu halten / damit
nicht kranck NP ied zu Beth iege/ und
3 endlichen
Cortebe/ - |
endlichen wit groſſem Schmertzen den Difyr
teen Zods Apfel eher beiffen muß / danıfı
er fein gefeßtes Ziel erreiche. Und weanip
piece geſchiehet/ kan Eeiner dem Menſchlip
ben Geſchlecht Dienftlich feyn. Dann foil
fan einem wohl zu Muth ſeyn / wie fan
einer ſtudieren/ wie Fan einer auff gemeih
nen Nutzen / im Geiftlichen und Weltlichei
Stand dencken / wann er fein qute Stun
bat / ver Kranckheit halben € Ln
.. Derivegen find Die vechten Dogmatich
Medici , allzeit in groſſem Anſehen bey Sin
fter und andern Dotentaten geweſen. Soup
daß fie kondten Land une Leut weißlich ul
gieten | haben fie müflen geſund fepup
. Melches ihnen nicht: wiederfahren haͤhp
können / ohne gelebrter Aertzte Rath um
. 9Betftanp / denen GOtt folhe Gnad un
TP | durch vid Muͤh unb Arbeit oc
(ben. Y l
Was aber jetziger Zeit für Mißbraͤuch
amd Berrügeren täglichen in dieſer Kum
fürfalle | ift gnugíaut am Tage Dank
man findet febr viel verlauffeneLotters- Bl
. ben] Kottſchierknecht und Bader) die imme
zu mit ihrem verfälfcheten ſtinckende
Teriacks und vermaledeyten Salben vou qi
E i
\
mtt
Hieronymi Reufneri,
tt Stadt zu der andern laufen / unb
Went gemeinen Poͤfel nicht allein Beutel
lino Kiften raumen / fondern auch umb
Web und Leben bringen / fürnemlichen
ann fie fich unterſtehen Haſenſcharten /
Hruͤch Stein/ Gewachs zu fchneiden
nb zu heylen. Das beiflet recht expe-
Émenta per mortes agere, Es muͤſſen
Ke Salben und Balfamen -probiert
‚Welche | ob ihnen fehon Indicationes cu-
Mndi , quz ab unica morborum Caufa
Mbntnente & pendent, & fumuntur,
ans und gar unbefanbt/ Pod) den
Jraucken / Pillulen / Traͤncke Latwer⸗
en / auch wol Vitrum Antimonii fimpli.
ter fufum, neque veré ab impuritati-
Bis feparatum , oder Turpetum minera-
ub. mit geoffer Gefahr und gewaltigen
Mewegungen und Perturbation , einges
Abn. — Sft gar nichts in ihrem närri,
Men Kopff daran gelegen / ob. fie ſchon
licht bie Ingredientia Receptarum verſte⸗
An: Bie eiumabl ein foscher hübſcher
| | ((4 Shift
Vorrede ⸗
Meiſter in bie Apotheck kam / dnb da e
batte gelefen in einem alten Buch Recip
Pulver. Serpentar. fragete ] nach gepülver
ten Schlangen. |
Was ſage ich aber viel von dieſen
Gé pfleget wohl o(ff der Hencker / Schin
der oder ein altes Weib hinter dem Rachel:
Ofen einen grofen DOC TOR in di
Schule zu führen/und ibm aufi ſeinem Tite
CT zu berauben / und zu fchande eer den Leu
ten zu machen. |
Hiefes Hummels ⸗Geſindlein befchrei
ben febr fein die alf Rythmi , fd alfi
lauten: I j
Eft impoftorum Dux Doctor, fignifer |
Unitor,
Fumiger exczcans, fera per Cauteria
rodens, E
Elotor madidus , ſudans Mediaftinus, i
Uftor I"
Martius, immitis Sedtor, fidensg; Chi- - li,
miftes, | i
Sordefcens Rafor, trux Exoreifta, Mi- | h
nifter l.
Perfidus, infulfus Lignator, apiftus l.
Apelles, AE
Interpres Graecus, Lictor rudis, atg$ |
recoctis | N
Hieronymi Reufnert,
n Pharmaca proflituens brodüs , tOts
quendo Cremator
. ;Bellua, vociferans emplaftraque plum-
bea Stentor, - |
. Ordine vicenus , Vene truncator
| ABYME lie HAT
Item diefe Verſen:
Jactant ſe Medicos, quis vis Idiota, Sa-
cerdos
Judzus, Monachus, Hiftrio, Ton-
ſor, Anus:
Ambubaiarum collegia, Pharmaco- _
polæ, | |
Raftticole, Molitor, Piftor, Aga-
v' fo, Faber. ,
Als ſolches ber gewaltige und hoch⸗
Iberftánbíge Mann Theophraftus Paracel-
"Mus gefehen |. bat er aus groſſem Eiffer,
unb Lieb gegen feinen Teutſchen Veram
li Magiam erfinden ? per quam aduando, .
Vel uniendo virtutes natutales , mirabi-
lia efficimus opera in natura, & quafi
hundum niaritamus , üt Pius Mirandüs
"anus fcribit: queque in rerum füperna-
wuralium cognitionem nos ducit, — Der⸗
Meicben Magi (ich verfiehe aber. nicht
: XX5 Teuffels⸗
li
Borrede/
Zeuffelsbanner / oder andere Schwarks
kuͤnſtler) find die Weiſen geweſen fo zu
dem net gebohrnen Kindlein gegen Beth
Ichem kommen: Item die Cabaliſten bey
den Hebreein / Die Philoſophi bey den
Griechen / Die Gomnofopbiften bey den
Indianern. * |
Damit man aber die Derfen nicht
für die Sau würffe / bat der gute Theos
phraſtus ein neue Magifehe Art zu ſchrei⸗
ben erfunden / welche nicht. ein jeder Lands
fahrer) oder Bartfcherer / ober Apotheckers⸗
necht / fondern allein Filii Sapientie & veri
Magi in ihre Köpffe bringen inögen: wie ct
(ic) dann felbft in feinem Manuali de La-
pide Philofophorum, &in lib, Vexationum
entfchuldiget. D
Das ift die Urſach / darumb er viel
per allegorias, &nigmata & figuras varias
abgemahles Dat. Darumb bat er auch
fo gar wunderbaͤhrliche Cabaliftifche und
Magifche Namen erdacht : welche vies
len zanberifch ſeyn duncken / als daß er die
verborgene Krafft oder Tugend der Nas
ur / aus welchen alles erwwachfen | genaͤh⸗
tct nnb gemehret wird [ liaftcos nennet:
Item Ares daß einem Jeden feine fondere
. * Vid, Fam. Fraterni. R. C. pag.8. Natur]
Hieronymi Reuíneri.
Matur / Form und Geftaft zueignet / dar
mit es von denen anderen Fanntlich ums
Mterfcheiben fep / als an den Krautertt
ſallein zu feben | da ein jedes fein before
dere Wurtzel / Bluft | Stengel und
Blätter Hat : Diefer macht er vier Ges
ſchlecht. Der erſte oder eingeſetzte Ilia⸗
Miter ift der Zweck des Lebens / oder der
Mmenfclid) lebhaffte Balſam. Der am
Wber oder bereitet Iliaſter iſt das Zuge
Mricht und angeftellte Ziel des Lebens /.-
der Ichbendige Balfam / ben wir aus
den Elementen / oder Elementifchen Din»
"een haben. Der dritte (ff das End des
Mebens / und der rechte Balfam | den
Mgvir ex quinta rerum eſſentia fchöpffen.
Der vierdte oder groſſe Iliaſter ift die
ill Berzuckung des Gemuͤths / fo ber Menſch
in die andere Melt gezucket wird. Alſo
bringt er auch Derfür Archeum, bae iff
Meine Krafft die alle Ding aus dem Liafte
IN (eft autem Theophrafto Iliaftes prima rerum
Momnium materia, ex Mercurio, Sale, & Sut
phure, tanquam ex trib, principiis conftans,
quz analyfi Spagirica deprehenduntur: )
fürbringet und ſcheidet. Alſo bat ec. in
dem Microcofmo einen Balſamum, Quin-
Er tam
Vorrede — |
tam Effentiam, Mumiam, Mannaim , Ar."
canum, Elixir, Mercurium: welches ali] "
les nichts anders ift] dann ein inwen⸗
diger Behalter aller Körper vor Faͤulung
und Zubrechung | ein temperirt Ding 7
ein refolvierts Salt | oder ein Saltz des
Saffts| Sal liquoris in homine , dag!
vor Faͤulung behütet. Alſo heiffet er den
Mercurium przeipitatum, Diateflälelton :| h
Item die hohlen Gefchwär und Fiſteln |
Dubelech: Item / ein Artzney aus weiß |
fen Corallen und Agftein) Dubelcoleph z |
Cte / ein Kropff] Chœras, botium. |!
nb dergleichen Sachen gar viel mehr /
die man nicht fo leicht faffen kan / ale
wann cà GBalenifche Recept waren.
Bißweilen hat er mit fonderm Fleiß
(wie auch det Geber gethan ) die rb» |"
nung in operando umbgefehrt: fürnem⸗
fich wann er Arcana Naturz myfteria han» |
delt | unb ein Meifter- Stuck rradtiert [ /
pa aufigezogen wird von den natürli⸗
. eben Dingen [ ohne Scheidung und ohne N!
Elementiſche SSereitung / durch Zufaß / in
welche ſolche Materien gezogen unb bate |
inn behalten wird. Solches ſiehet man
augenſcheinlich in Archidoxis, in Metas ||
morphofi, |
HieronymiReufneri.
morphofi, de Philofophorum tinctura, de
M Vexationibns, de Preparationibus, und in
andern Büchern mehr
Damit aber die Magi & Filij Sapien-
tie dieſer hohen Künften möchten theilhaf⸗
ig werden ] und pen Menſchen darmit
dienen: haben fie nicht mit groffen Un;
Moſten aui der Inſel Succotra / Aloen/
Paradißholtz / Rhabarbar / Zimmetrin⸗
Pen / Cardamoͤmlin / Halchonium / Eınas
ragden / Hyacinth / und dergleichen Dia»
nlterien bringen laſſen: ſondern ſeynd auff
moie Berge geſtiegen/ und für lange / unge⸗
harten, ünliebliche Recept / Kraͤuter ge⸗
Mucht: für die Schreib» ‚Feder ein Koh»
en⸗Zang in die Fauſt genommen / und
‚apffer gebrennet / Diff fie die rechte Mu-
miam Balfamitam zu allen Kranekheiten
gefunden haben. —
Solches hat fie warlich viel Muh
mb Arbeit gekoftet + haben nicht viel
reu au(f weichen Küffen ſitzen: iſt
erowegen fein Wunder / daß die Magi.
mb Philefophi ihrem Vatter Paracelfo
mn Schreiben nachgefolgt / nnd bie Magi-
eria & Arcana Magicé & Allegerice ,
aif mancherley Formen den Nachkom⸗
men
Vorrede/ |
men fürgeleat 7 Damit nun die Sleifialh
die geru mit den Kohlen und Alenbical)
umbgehen / diefen Schats möchten erlanlı
a | 3i
; Alſo muß man auch biefe gegen]
wätfige Pandoram Francifci Epimerhel),
verſtehen: fo wohl die zgnimarifche um
Magifche Bildnuͤſſen und frembbe Mör
fe: welche alle den Filis Sapientiz Di
fand fep : fo fic) nicht laffen abſchre
(fert Adarnech, Anfaha, Catrobil, Canze
Zingifur, &c, |
Demnach aber diefe Kunſt jetsiat
Zeit beiten gehen muß / und von wegen,
de8 Theophrafti ( welchen die Philofophfj,
billich / Lumen Nature nennen ) in gro]
fem Beracht faft bey Jedermann ift?
als babe ich auff des Typographi $5egcbly
ren und Rath / diefer Pandore, (o unter
ihrer ſchoͤnen Geſtalt viel zu Affen macht
die ibr nicht wiffen recht entgegen zu ge
ben / einen andern trewen Epimerheum));
ſuchen muͤſſen/ Der mit ihr alfo zu Datos
Dein würfte / damit der Jafum dag Aure
um vellus befommen möchte.
Unter allen aber | Achtbahe ur
Hochgelehrter Herr D. Rulande, — y
Hieronymi Reufneri.
Meer großguͤnſtiger Herr und Förderer |
Wbab ich feinem bequemeren finden koͤn—
inen / als eben den Herrn: dieweil ct
laud) noch etwas von dieſer Kunft halt.
ann was der Herr mir ale ich vor
pen Jahr zu Laningen gewefen / für
Igroſſe Wolthaten erzeiget/ kan ich nicht
Manuafam rühmen { viel weniger dafuͤr
dancken. Darzu bat mich auch nct
wenig angetrieben die groſſe Freundſchafft
"Mo ich zwiſchen dem Herrn und dem achtba⸗
Iren und Hochgelebrten Herren / Nicolao |
WReuínero, beyder Nechten Doctoren/ und
der Schulen Rectorn / meinen hochgelieb»
ten Herren Vettern gefpübrf und augen--
Mfcheinlich gemerekt. |
W ^ Gelangt derhalben an den Herrn Do⸗
Uctoren mein fleiffiges und emſiges Bitten]
Er wolle diefe ſchoͤne Jungfrau Pandoram
Mannftiglichen und freundlichen annebmen/
Mund ihrer Epimetheus feyn : damit fie
nicht in die Mörder-Gruben zu Diefer Zeit]
Moa faft kein Glaub mehr / auch ben ver:
ud-tauten Sreunden ift/ falle. Bitte auch
ferner zum böchfien vom Herrn / Er tob
de mich und meine Srudia Medica fpeiter/
wie big anhero / fordern. Ü
V | ORO
Hur ee ET tn EEE
Dorrede/ Hieron.Reufneri.
Wo diefes der Hert (foie ich dann gag
fein Ziveiffel trage) tbun wird / foll Ei
mich die Zeit meines Lebens ihm verpflichi
finden, Mill hiermit den Heren im Gott
lichen Schuß freulich entproblen haben. — |
In Bafel den 1.Sept.
An. M.D.Lxxxvrır:
| Hieronymus Reufnerus —
Leorinus D.Med.
PANDORA.
as Buch) genannt/
koͤſtlichſte Gabe
GOttes / gemacht
F durch Francilcum E-
3 IV) AR pim&theuin, (2)
(a) In hoc complé:ur Pretiofum Dei
loónum, quod eſt fuper ó.nne Mundi fciéa-
irüm Arcanum, & incomparabilis Thefaurus
héf:urórum. Quia, qui habet i(tud Dei Do
um, Muüdi habet Dominium ! quoniam
1 inem Divitiarum pervenit, & Narurz vin-
ilum confregit. Non tàmen ex eo quod
ipet poteflatem convertendi emnıa Corpora |
operfecta in puriffimutn Solem & Lunam :
4 magis ex eö, quod Hominem & quodls-
t Anımal frafervas in sonfervassont Jans.
14777
Rofariam,
(23) Nach ſolchem epffiigen und fleiſſigen
ahforfchen aber habe fie (Die in as
och⸗
PANDORA,
Hocherleuchte Leute und erfahrne Philo top i
unb Welt⸗weiſe Heyden) endlich diß er 4
funbiget und erlernet/ toit nemlich nichtd
in diefer Welt zu finden/ das den zergäang yj.
lichen $eib vom Tod erretten oder befreyen
fóute ( a(8 welcher unfern erfien <e jJ!
dam und Coá zur Straff auferlegt vd
ve; Der fich auch von allen ihren Nach
kom̃en nimmermehr ſcheiden lieſſe /) allein
diß einige Ding / fo an ibm ſelbſten von
Naturen zerftöhrlich und von GOtt der ul.
Menſchen zu Gutem verordnet/ bafi es DU i 3
CBerberbuna hinweg nehme / alle unvoll 4
Fommene Cörper wieder heylen Eónte/ Dag h
Alte reiniget/ und dag Furse Leben / an |
in den alten Patriarchen erlängern tbàti "
Solchen munderbahren und geheimen ^
Dingen dann fromme erfabrne Philofophi b.
mit Fleiß nachgetracht / bif fie folches qe
funden/und deffelben nüglichen Gebrauch 1
damit fie fich die Zeit ihres Lebens rufis] h:
get/ unterhalten / erlernet und bekommen
haben ; welches hohe Gcheimnuß und h
Wunderding vor ihnen alle Heilige Pal, [.
triarchen auch wahrhafftig gewußt und gi D |
habt / und ohne Zweifel Adam dem aróftet] ^
Vatter im Anfang eon GOTT fetten
wird geoffenbahret und gewieſen worder "
ſeyn / welches hernach alle Alt⸗Vaͤtter vo
ihm ererbt / und aus deſſelben Kraͤfften ibr
Leibsgeſundheit und langes Leben / aud h
groſſen Reichthum Darburch erlangt E» 9
il
Oder Edelſt Gab GOttes.
ommen haben. Solches Sörtliche Ding — -
ala Sunberbing/ haben eorermclote Hey⸗
Ben (al8 fie dieſes auch erlangt / für eine
„nderbahre abe GOttes / und für Die. als
Irhoͤchſte und geheimlichite Kunft erfenz
„get und gehalten/) Doch Darneben gefes
Ben / daß ſolche durch GOttes Sürfehung
am wenigen Theil der Menfchen geoffens
ahret / und dem gröffern Theil diefer Welt
"tborgen fey / und bleiben werde / darum
* auch Dicfelbe jederzeit / fo viel fie gekoͤñt /
groſſer Gcheim gehalten. Damit aber
fiche gleichwohl nach ihrem Abgang / nicht
ar wieder verlefchen unb vergeflen/ fonz
‚rn auf die Nachkommen ferners geerbt
"fo erhalten würde 7 haben fie Diefelbige
ren Büchern einverleibet/ und ihren ges
Luen Schülern viel herzliche Inftrudtionen
dio Lehren von folchen Schrifften mitges
titet und hinterlaffen / aber bif alles mie
verbluͤmbten Worten vermaͤntelt und
Krborgen/ daß nod) wenig heutiges Tage
Tren gefunden werden / die einen ſatten
An welches aber ohne fonderbahres Dez
ncken von ihnen nicht arfcheben / Damit
E jeniae / fo dieſe Weißheit ſuchen / GOtt
Er peffen Hand alles ftebet) deſto che das
In anruffen/zund warn ihnen ſolches ges
jenbabret/ibme die &hr allein darfur ges
| "Ei; und dancken ſollen / zu Deme auch?
A5 nisot die edlen Perlen dardurch / vo dıe
| Wa. Saͤu
|
E
M
PANDORA, |
Saͤu gefchütter und geworffen wuͤrden
Dann wann ſolches der gottloſen Bel!
eroͤffnet fie wegen ihres Geitzes anders)
a als bif einige allein begehren unt
leglich allen Fleiß und Arbeit fallen laſſen,
barburd) dann ein zerruͤttetes und wuͤſtee
Weſen folgen würde, | "W
Waſſirſtein der Weiſen
(222) Syd dieſe Wiſſenſchafft iſt eine Sat
des Allerhoͤchſten und wo es nit 6t
einem durch hohen Verſtand / oder eine
bekennet / daß er fie von einem guten Freund
empfangen hab / dann der Fan leichtlich
Schreiben / bem die Natur ſelbſt dictirtt
Es ift ein Sprichwört: Erfundenen Din
gen ift leichtlich zuguthun: Eine jede. Kunfl
und Wiffenfchafft ift dem Meifter, gut
feicht / aber einem anfabenbén Schuͤhle
nicht alfo/ und zu Erforſchung biefer Wiſ
fenfchaffe (ange Zeit erfordert wird / 6ié
Geſchirr und groſſe Unfoften, und täglicht
Arbeit’ mit groffem Nachdencken / mie
toobl einem Wiſſenden alles leicht tft. un)
Beichluf!
.— Qt Edelſt Gab 60 ttes.
| Befchluß fagen tvir / daß dieſe Kunſt eine
# Gab ftp allem des Allerhoͤchſten GOttes /
3 nachiwelcher Erfanntnuß man ihn bitten
| E daß er qud) darzu feinen Seegen otro
jeyhen wolle dann ohne örtliche Seegen
ff fie gang unnuͤtzlich.
| " - dd Michael Sendivogius.
Welche begehren der Philoſo⸗
phiſchen Kunſt des groͤſſeren Wiſ⸗
ein wahre Erkanntnuß zu ha⸗
be (b)
„(b) Erentmwegen halten wir nichte
| 9) von denjenigen’ bie folche von
„SOTT berrübrenoe Kunft für falſch bts
ruͤchtigen / und für unredlich anzäpffen und
anſtechen / von welcher die beruͤhmteſte phi-
lefophi alle / faſt aller Dinge Wiſſenſchafft /
wie vor Zeiten von des Polycleri Kunſtbild
bie Bildſchnitzer Die Form und Das Mus
fter ihrer Kunft berzanehmen pfleaten,
Maſſen es bann auch eine überauß ungere
reimte Sach wäre / fo man fich molte Dies
fen Argwohn laffen einnehmen Db bát.
ten Die hochwerthe und febr. anfehnliche
alte Philofophi, bevgrab in Diefer Außuͤbung
derer natürlichen Dingen? etwas falfches
Der Nachwelt zum Gedaͤchtnuͤß hinterlaß
fenz welche jederzeit ihre gröfte Mähe und
Arbeit Darauf gewendet / darmit fie der
Warheit gant Ralf nachforfcheten ; ob
U 3 ie
W
ii
idi
hit
PANDORA |
fie fehon unfere febr beglaubte/ und die
fes erhabenen göttlichen ABefens nicht er],
fliegen haben. Wer worte nun (e8 wär :
dann Cad) / daß er ein lofer Zoilus unii
Schmaͤhewurm wäre/) biefe Kunft nich
lobwuͤrdig rühmen ? Und derofelben mi
fonderbarer Gewogenbeit zugerhan ſeyn
Don welcher alle und jede Künfte ve
Platner / Gold und Meſſingſchlager / auc
der Blechſchmid / ſeynd herkommen
gleich ſowoln von derſelben ſo mancher
ley Farben / die fid) zur Mablerey: Kun
vielfältig bequemen / ihren Urſprung ge
nommen. Des Muͤntzpraͤgens zuge
fchmweigen : Geſchweige auch der Medica
rum dittillir - Kunſt / ba fie die Krafft uni
Tugend / fo man das fünffte Weſen nen
net/ heraußzuziehen pflegen. Was foll ic
fagen von denjenigen merallinen Stücken
aus welchen die Menfchen mit Dounert
und blitzen groffen Hall und Knall zuer
regen fich bemühen’ wann fie nur diefel
ben wider die Seinde des Ehriftfichen Glau
beng gebraucheten. So ift. über diß alleé
die Wiſſenſchafft von diefem Stein fel
hoch und herrlich / Daß darinnen bey nahe
bie gange Natur / ja alle Ding in ber gait
gen Welt / als mie in einem hellen Spie
gel’ augenfcheintich gefehen werden. ^ -
eMarfilins Ficinus
Die
Oder f£odft Gab GOttes.
4. Die folrn fleiſig diß Buch durch
hauen. (c) |
Mic) «s C5 feynd unzählich vic Bücher
ij IE welche von diefer Sunft banolen/
Mperder aber nicht viele finden/ Darinnen
euch pie Warheit fo weit offenbahret / wel⸗
ches ich barum thun wollen dieweil ich
Mfelbft mit vielen geredet / welche vermeynt
haben fie verftehen ver Philoſophen Bis
her gaͤr wohl / aber vermercket / daß fie
ifibiefelben: Schrifften viel ſubtiler gedeutet
Mhabeny als es die Natur / welche ſchlecht
iftverforderte. Ja es bat fie in ihrem bos
when Verſtand beduncken wollen meine Re⸗
den ſeyen viel zu gering und unmuͤglich.
ms ift offt mahls beſchehen / daß iib mans
eben die Kunſt von Wort zu Wort vorge⸗
il fagt/ aber fie habens gar nicht faſſen koͤn⸗
Ili ie und nicht geglaubet/ / daß Waſſer in
Munſerm Meer fepe s: und wolten Doch für
I9 bilofopben gehalten werden. Wann
ukfie dann meine Wort mündlich nicht bae
üben verfichen Eönnen / fo förchte ich nicht
Cwie andere Philofophen gethan haben, )
daß e8 einer fo leicht verfichen werde / es iſt
reine Gab GOttes / (age id / das ift zwar
Mmicht ohne/ warn zu Diefer Chymiſtiſchen
RKunſt ein fubtil ſpitzfindig Gemütb erfors:
[bert wurde / und es ein ſolch Ding redrey
daß es oer gemeinen Leuth Augen ſehen
koͤnten: daß ich Ew geſchickt genusfum
] | |
4 befuns
7
TANDOR A;
befunden und erfannt babe/ dergleichen:
Sachen gu ergrünben. Euch aber fage ich
daß ihr ſchlecht und nichrgu febr Flug ſehet
biß ihr das Geheimnuͤß erfindet/ / wann tb
daifelbe babet / muß Die Weißheit noth
wendig folgen’ alsdann wird es euch à
viel Buͤcher zu ſchreiben / welches Den
piel leichter ſeyn wird / der in dem Cen'ro il
und cin Ding ſihet / als dem ber auſſen her
um gehet / und nichts als das Hoͤren· Sa
gen hat. Aller Ding zweyte Materi hab.
ihr gang Deutlich beſchrieben aber ich gil
euch Diefe Meynung / bafi wann ihr zu bI,
ftm Seheimnuß Fommen wollet / ihr wiſſet
bag zuforderſt GOtt zu bitten und dei,
Nechſte zu lieben fepe / unde ndlich wolle
ihr euch nicht ſo zu gar ſubtile Sache
einbilden / von denen bie Natur nichidl
weißt: fondern bleibet / bleibet/ fage icbzug'
bem fchlechten Weg der Natur / dann ihr ind
der Einfalt bif Ding leichter greifſen dann
folches ın der Subrilisät fehen koͤnnet tb
borffet in meinen Schrifften nicht allezei
anden Buchftaben hangen / ſondern imf: fe
erweger die Natur / und was peren möge
Itcb.Gbe ihr euch aber zum Werck richterzt
bedencket fleiſſig mag ibr ſuchet und wa
Und
Oder Edelſt Gab GOttes. »
|" Lino ce oft durchleſen. (2)
| —— gehoͤret Fleiß / Mühe
S2 yap Arbeit darzu / uno em fleiſſiges
J
die dieſe Ding Durch Gleichnuß beſchrieben
| j : ben/dak man ſolchem Feiß agchdicht und
liadytet/ und ſolche Gleichnuͤß verſuchen
ehren / bann eins auff das ander weyſt.
Raimundus Lulliug
a3 '*;!
J dup i «
V
13:613) Dann welcher die Bücher gufefen / Do nz
Taul umo trág fon wird /der Fan nicht bereit man ob=
und fertig feyn / Die Ding zu prepariren/ ywihen /
Hoch wolund leichtfich ber Practic gewoh⸗ will man
nen > Dann welches Gemuͤth nicht mill in it T
den Ubungen ebunp abfdmeigen/ bcr toirp "1 16a
jm Werckund Vollbringung aimmermehr
map gründliche mögen. —
" ram (ooo Richards Anglicus.
So werden fie einen, gluͤcklichen
Wunſch erlangen. Hoͤret diß ihr
Soͤhn une Kinder der alten Philo⸗
ſophen / mid verlangt als mit lau⸗
iter; heller und bober &timm / aig
fid) immer mag zufchreyen ; dann
ich fotum den fürnebinen. Standt
der Menſchlichen Dingen zu oͤffnen⸗
und Den. allez heimlichſten Schatz
Ne "s aller
1e
Türgern und der Natur bequemern Xeg
'PANDORA, ^7
aller Heimlichkeiten der gantzu
Belt / nicht erdichtlich noch küche |
lich / oder tpottlih. (e) ^... ]
(«) ANS dieſes Geheimniß bat der i
einen eigen Schatz; Undes
drey Ding hierinnen fürnehmlich zu bedeh
cken / und zu betrachten: Die Bereinigung,
und Standhafftigkeit des Arciflen 7 "
Handarbeit / und die Srenheit der Cd
nun(ft/ und diefe drey Ding bedörffk,
Reichthum / Weißheit und Arbeit. |
Anonym lentes Teſtamen,
iuo "Dienein,
Sondern au das allergewiſſe |
und Menſchlichſte will ich denſelb |
offenbahr machen (a) — ^
(4) N deme ich nua Dag allgemeine MI
S gifterium der Welt weiſen / (welche)
der höchite GOtt denen fterblichen Mel |
fchen aus lauter Gnaden verlieben :) eit
Artzney wieder alle Kranckheiten unl
Mangel will angreiffen z mill ichs in eine
leichtlich berühren / mit einer folchen Auf)
richtigfeit; daß folche Gabe GOttes ve
mir niemand der Nachwelt deutlicher Fun
getban: Denn toas ich ohne Betrug gele
net / theile ich ohne Miggunft andern mil)
Dornemlich aber muft du von deinen]
Verſtand gänglıch abfchaffen alle far
site
|. Oder f£odlft Gab G ttes.
IMyeiten der Sophiften / ihre Fi&iones uno
her: ationes , Sublima iones, Congelationes ,
Amalgamationes, Pracipitationes Mercurio-
' um, Antimoniorum , Salium, Tartarorum,
ptr Kräuter und Thiere Diftillirungen und
gubereitungen zc. Denen folche Sophi—⸗
ten und irrige $cute ergeben fiad: fondern
Nhurch der Linien Fürgeften und ficherften
Weg der Natur fortgehen.
n 4 2D. Huginus A Barma, oder Dienheim,
a Derbalben fo gebef euch in ein
olchen Fleiß uno Ernſt zu hoͤren und
ji holen / als id) euch ein Meiſter⸗
haffı ber Lehr herein bringen will:
"emlid der Dingen /dieich mit mei⸗
Jaea eigenen Augen gefehen. (b )
4b)$5( €5 vor meinen Theil (durch bie
mn var Gnade GOttes gegen mich
Ummucdige und undanckbare Creatur)weiß /
Maß die Kunſt wahr ſey / und nicht allein
Mieſes / ſondern Daß fie auch ſehr leichte ſey /
and wundere mich / daß ſo viel Leute daruͤ⸗
iler fo lange vergebens fic bemuͤhet haben.
Allein Das bin ich verfichert / Daß es eine
Nabe (Bottes ift/ penn es Iteget nicht an
Itlemanocs YOcllen ober lauffen’ fon:
wern D Dctes Zrbarmen, In Anfe
hung deſſen erfühne ich mich zu der Ehre
qerores ubelennen / daß ich die Kunſt ir
u
|
11
EE!
PANDORA,
be/ unb habe bit Operationes unb Arbeite
Der Natur in diefen fo verborgenen Giebein.
nuͤſſen vor meinen Augen bey dieſem gegen].
mwärtigen Schreiben / welche ich ſtuͤndlig
ſehe mit Verwunderung über oie unendl
che Glori in Beſchauung einer fo groſſe
Herzlichkeig in den Creaturen / welches
frauet mir / den Anfchauer gleichfam en
zucken wird / zu ſehen / paf ein fo verächtlich
Kind / als unſer Mercurius auffwaͤchſet $T
einem fo ſtarcken Helden / den die Welt nich
erlangen fan, !
Ks Cyrenaus Philaletbat
bb) ft derohalben nicht ein Traum
mößiger Leute nod) Betrug: fonberneing,
Dem wiffenden leichte Kunst, Die ungeitigenf
Metalle in rechtes Gold zu verwandeln, di
jenigen aber die es nicht gläuben wollen / wi
ich nicht mit alten Exempeln des Gebri, Ar.
noldi de Villa Nova, Rarmundi, Lullii, Ald
berti, M. Rogeri Baconis und andern über],
weiſen: fondern ibn mit gar neuen / jd].
auch täglıchen fpeciminibus Die Warheit ga
tigetlich Darthun ; daß es mol ein unver
ſchaͤmter Menfch feyn müfte / ber aus Un,
verſtand oder Boßheit fo gewiſſe teltzbeq
Fandte notoria Exempla laͤugnen / in 3tveifal
fel ziehen oder calumniren molte. Unſer
Zeit H«rmes Trismegi(tas , Keyſer Rudol-
phos Il. Mochlöblichen Gedächtniß / hat
piefe rechte Keyſerliche Kunſt nicht M
gelie
Oder Edelſt Gab GOttes.
eliebet: Denn €». M. nicht öffters deren
ipecimina nur geſehen / fonbern dud) enb-
ch felbft eine Tinctur erlanget die man
iuff die 40000, Dukaten geſchaͤtzet. Es
flegten Ihr. Majeit- biefelbe bißweilen in
iner Coubern breiten Blechbüchfen zu tra
m mit rótbem Sammer übergogen v. ifi
ber von dem Caͤmmerling Suiten / der
*
ieichwohl N.N. in des Rutzken Haufe
efunden unb Ihr Keyſ. Maj. Matthias
(8 recht maͤßigem Erben uͤberantwortet.
Der dieſe Tinctur geſehen / berichtet
nich? daß fie grau Aſchenfarbe / und ſehr
)roer geweſen fco: von Auffrichtung mit
E "ed ingreffeá voie ın ber. Kunſt
rauch iit.
Mathaͤus Erbinaͤus von Brandau.
(bbb) Als id hun'den Grund dieſer Kunſt
he / da fing ich an der beſten Tinctur eine zu
rbeiten / Doch gehen ſie alle auß einer Wur⸗
el/ voit ichs jum Ende gebrácbt / fand td)
nfchöne Roͤthe / hoͤher algeiti Scharlach /
nd einen Schatz der mehr und mehr Fan
wgmentiröt werden, Hiervon weitläuffti-
ier zu ſeyn / ıftnicht oiefe8 Orths / meil die
Warheit hierdurch gaugfam erwiefen.
Anserus, Macrocoſm.
(bbbb) Franciſ. Picusein®rafe vonMiran-
dula
5
‚ters / ein febr frommer unftraffli
kaum eines Pfefferförnleing ſchwer / eine
j PANDORA,; :
dula als ein trefflicher hochverftändiger Pe
und Philofopbus lib,s. c. 2. von Gold «
fein Gewahi gefchrieben : Vor wenig o
kurtzen Jahren ift. Nicolaus Mirandulan
ein Prieſter Barfüfter Ordens/ hohes 2
Mann / mir febr wol befandt/ mit To
abgangen / Derfelb/ wie ihrer viel beeugdg
koͤnnen bat zu Bononien Silber / und
Carpi feines Gold auß Kupffer gemach
Bey unfern Lehzeiten ift einer geweſen / Na
mens Apollinarıs, Prediger Ordens / to
cher das beſte und wahres Gold gemach
Zu Rom liſet man dem jenigen zur G
daͤchtniß und Ehren eine Grab⸗Schriff
welcher auß Bley Gold gemacht. 3
wenig Jahren iſt einer zu Venedig gew
ſen / welcher auß einem geringen Ding
ziemlichen groſſen Klumpen Goldes au
gemeinem Queckſilber gemacht. Welche
mehr Exempel begehrt / der leſe den Comi
tem Mirandalanum und Robertum Vallen
fem. Der Kunft Gewißheit Fan ich felbe
Zeugniß geben / daß ichs zu Wien in De
fterreich von einem Engelönder 7 Namen
Alexander Sidonius gefebem, Was id
hier zu Regenſpurg vom Johanne Baptifls
Macroczphalo gefeben / ift die Kunſt mat
gar gewiß gemefen / mir aber auf feiner
Difeurs vorkommen / paf er folche Tin-
eur yon einem andern Philofoptio w
! Und om⸗
Oder Edelſt Gab GOttes.
ommen / und er die Kunſt ſelber nicht ge⸗
ipuft. Alſo geſchicht es noch jetzige Stund /
aß mancher eine Prob von einem guten
Freund bekomt / und ihm dadurch einen
Namen machet: Aber dieſes waͤhret fo
‚ang / als das Geſchenck / mann nichts
'br Davon vorhanden verlifchet alsbaid
jit Reputation , welches ich felbft bey bos
en Stands Derfonen erfahren / welcher
Kunft mit Merzehrung deß Puloers und
Mangel der Sünftler zugleich auffgangcu.
dieruͤber werden noch viel su zweiffeln an-
fangen und fprechen: Manus noftrz funt
jculate , credunt quod vident: Unſere
Haͤnde haben Augen fie glauben nur was
le greiffen. Uber das finder man gar wenig
Me.e8 gefehen und gemacht.
| Ä Incertus, Macrocoſm.
Und mit meinen eigenen Hans
te actaftef bab. (c)
289 Ch hätte bem ganken Procekin dies
G c fem ractát(ein befchrieben/ diewei⸗
naber derſelbe fambtiver Muluplicanon
1 deß Lulli: und andern Philoſophiſchen
Büchern begriffen / fo habe ich mich bemuͤ⸗
bet / allein von oer erften unb andern Mas
Fri zu handeln 7 wie treulich von mir be-
Ibeben / und glaube nicht’ daß ein lebe
Jiger Menſch folches ftattlicher alg ich ges
pan habe / fintemahl ichs nicht auf den
ummen Büchern / fondern auff. meiner
! | Hand⸗
35
16
ben Befchluß / beyneben immer zubede
PANDORA, X
Handarbeit und eigenen Erfahrung c
DaB GOtt dir Ditftó Geheimnuͤß nicht oH
featubren wolle Dem wolleſt nun
ernjtem Gebet anliegen / und dieſes Bu
zum oͤfftern durchlaͤuffen fonderlich ab
(en / was der Natur muͤglich 7 und
Clement Thun und Wuͤrckung / welch
unter ihnen das Mornebtitfte ſeye / info
berheit in Der Karefa&ion dee Waſſers od
Lu ffts.
Michael Sendivogis
Des will ich euch etwas rechter
gewiſſere / und vertrautere Kun
ſchafft beweiſen: (d)
By nachdeme diefe jeßt erzeh
| Philofophi von diefem hohen M
gifterio toarbafftig unb ohne falfch geſchr
ben, aud ihren Beweiß / auf dem recht
rund und DBrunnquell der 9?atur 9
fchöpffet und gelernet. haben / ſo mere
hergegen/ bif dato wiederum wiel falſe
Pfeudophilofophi und Betrieger gefunbet
die fich folcher Kunft Wiſſenſchafft faͤlſe
(id) berähmen / uud — —
Oder Edelſt Gab OD ttes.
ſolcher zu lehren fich unterfangen - und ber
| ebgecacbten Philoſophen Schriften zum
Deckel ihres Betrugs fülfchlich mißbraus
qi
j ben die £eutb nur damit offen / ihnen das
aul auffperrenz und einen blauen SOunft
mol auch Die jenigen/oie fich von ihnen aufs
ſetzen faffen / folgende Warnung wohl bes
]tradten und zu &emütb führen folten.
| Ihr Alch ymiſten mich verffebt;
| ^jnoem Griechiſchen Alphaberh
Fein Buchſtab febr/gletcb alfo
| &tebt fonften auch nochanderswo /
Gedencket fters an folcben fein,
Betrieget nit mit falſchem € bein
Durch euer Runfi fo manchen Hann
Fuͤrwahr ihr werdt ſonſt ſterben
dran.
| [rem,
Vor Boldmachern unb Alchimiſten /
Die das Geld diſtillen auf Beuel
und A iften /
Wann man anders nicht will in
| Schaden
Darzu im Spore und Reuthum ba⸗
det.
| Solge denen die da feynd gerecht/
Auffricht ig fromm, einfälcg und
ſchlecht.
icht ruhmraͤthig / und doch was
können’
Mit
à *
——
für die Augen machen / melche dann fo.
7
1$
Mic folchen kanſt du qute Bat
als dann der andern ein Centne
"PANDORA,
Ípinnen !
Ja / wo finder man aber dieſe?
Suchs/ gleichwohl fie feind eb
Und nicht m: wohl gerathen beue
Auch gibt an ſolch'n eit Guintle
Ichwer
. . Warferitein ver Weiſen
(do) Viel Saboranten aber fürn Str
für Weitzen / etliche alle bende / viel q
werffen hinweg / was die Philoſophi
lieb haben / etliche fangen an / unb bor
wieder auf / welches auß ihrer Waucke
muͤthigkeit herkommt; Sie ſuchen ei
ſchwere Kunſt und leichte Arbeit. De
Beſte werfſen fie hinweg: Das ürgfte fdqii
fie; aber toit dieſe Wiſſenſchafft rinper Bo |
rco verborgen wird / alſo tbirD ud) Die INA)
tert im Anfang weggemorffen, Wir fa
gen aber / daß dieſe Kunfl nichts ande
ftue /dann der Elementen Kräfte gfeichli
vermiſcht der Wärme / Truͤckne / Käl
und Seuchte: Eine natürliche Gleichhei
eine Dermifibung des Manns und We
bes den eben das Weib gehohren ba
Das ıft eine Zufammenfügung des Seu
ers/ und Wurtzel⸗Saffts der Metallen.
Michael Sendivogi
Dan
— Over Edelſt Gab o cial 19
| Dann die betriegenden Aufzehler
und Aufzieher / die nach vicem Xo
fen unb groffen Arbeiten nichte
ſchaffen / dann daß fie zulegt in Aro
beitſeligkeit kommen / darum fo will
ch Flärlich und offentlich mit euch
reden / daß (8 die €rfabrnen und
die Unerfahrnen mogen verfieben
[auf diefer Meiſterſchafft. Es wırd
mich auch niemand billíd) mögen
eren oder hinterreden. (e)
Og sum aber die Altın Philoſohi⸗
unb aud) die Neuen / folche Kunſt
| yurch Sieichnuß und durch felgame (Ste
Huren und Gemaͤhle verdunckelt und aes
Nchrieben haben’ und folche niemand bes
Wohlen’ dann den Kindern der Werkkeit?
IR efe fürnebme Urfach fest Dant Philofo. HanılPhia
bbs in Seniore, auf daß Der /. dem biefé lofophus,
Weißheit und Kunſt mitgetheilt worden /
Ott pem Allmaͤchtigen mehr danckbar
waͤre / und ihm allein fob; Wei und
Eb: zueignete. Dann er (ff ein GOtt
falles Suten/ Der auch ſolche Kunſt eröff
net wann er will / und ſolche hindert / mel
bt te ſolche aug Geitz facken,
| Daher auch Rats in dem Buch fagt/ — Rafis
velches bep Den Philof sphen genennt wird / Buch/ Lu
Lumen Luminun: ‚mann wir alic pitfe Ding heu Lue
$5 2 wol .ninuim,
Ns d PANDO R A,
wolten erklaͤren und eröffnen mie fie N
.* . btr Warbeit find/ fo würde die AReifl
heitfein State oder Raum mehr baba
alsdann fo würde Der Unweiſe mit dei
Weiſen verglichen. werben. 4
Man fiefet auch am Ende des Sud
welches genennt wird Turba Philofophdf
rum, mo nicht, alle Nahmen Diefer Kun
verdunckelt und gemehret würden, fo mal
den auch die Knaben foiche Weißheit un]
Statut verlachken und verfpotten / Dabit
wir folche nicht hoch achten und gemem
Schafft mit ihnen haben wouͤrden / Tender
dieſe Börtliche Kunft fdimáben und vag
fpotten’ und lagen / ſie fep eia Loͤgenwerch
eine Deicheifferey und Betrug. T
Rıckardas Anglicu]
ægyptio (ee) Wir leſen von den Egyptern un
rum Hiero- Ihren Vebren / bof fie in ibren Joeili
ziyphica gen. und unmirfenilichen Büchern
ihre Geheimnuͤſſen mit etlichen Figure
der Thieren verborgen unb verduncke
haben / alg nemlich dag Zeichen der Na
! tur/fo ich mich nicht ire; iſt Durch ein
Weyhen angezeigt und bedeutet worden"
der Drach/der fich in einen Circkel kroͤm
met / und in feinen Schwantz beiffet/ bat
bedeutet bey ihnen das umlauffend Jahr
Iſt ihm nicht alfo? Etliche Menſchen fom
fleiffiger Art und Natur feynd/ mit ib:
ven Dingen/ Die fihreiben ihr Ding mit ei‘
nem
|| Ode Edelſt Gab GOttes. 2
‚nem befonderen Zeichen auff daß nicht ein
weglicher Schufter oder Bauer esaleſen fan.
| Ah Rıchardas Anglicus,
eee) Der allerhöchfte Schöpffer hat dem
IMenfchen alle narsrliche Dinge wollen
ffenbaren/ barum bat er ung vornem-
„uch gemicfen/ dag auch bie himmliſche
Ding natürlich gemacht find / daß auf
iefen defto befiev feine unendliche und
nerforfchliche Macht und Weißheit ere
ant werde: Welches alles die Philofo-
»hen in dem Liecht der Natur a(8 in einem
Spiegel zu fehen haben: Darum haben
Heviefe Wiſſenſchafft Gicht auf Begierd
Silber und Goldes / ſondern der Natur
Frfünbigung; ja viel mehr Des Schöpf-
fer8 Macht felbften) fo bod) gehalten und
|o wenig und genau/ und niemahls dann
In Figuren / Ratherſchen / und Gleichnuͤſſen /
ardurch die Natur ent decket wird / den
Anwuͤrdigen nicht offenbahret wuͤrden:
velches du ſelbſt / wo Du dich recht erken⸗
hen koͤnteſt und keinen harten Verſtand
ͤtteſt / leichtlich verftchen koͤnteſt/ ver du
jac der Gleichnuͤß der groſſen Welt / ja
| Dem Ebenbild Gottes geſchaffen biſt.
| Michael Sendsvogins.
‚ (cete). Derentwegen fo du ber Kunſt
nachzufolgen gemilliget / fo folge ihr im
nen Dingen / darinnen fie wurcken / laffe
| 253 dich
allen Betrug und. Verdunck
PANDORA,'
bid aud) nicht hinderen / daß unfe
Schrifften bißweilen feheinen einand
entgegen. zu ſeyn / bann alfo ift eg vc
noͤthen auf dag man die Kunſt nidg
verachte.
Michael Sendivogins,
Dann c8 haben die alten Phil
foph: fo verdundelt und vertotr
darvon geichrieben/ Daß fic ni
allein nicht verſtanden werden / fo
ber aud) gang und gar nichts Da
zu dienen’ das auß folcher Lirfad)
welche diefe koͤſtliche Kunſt wolte
erfahren und erfundigen / entw
ders befriegen und betrogen wur
den/ oder ficb von ihrem ‚Sürne
men bari verlaufen / — abfictcig
und weir darvon abirreten. Yd]
foil euch aber chindan gefbanl
1
|
lung) eigentlich die warhaffti f
Erfahrung gang und gar für di
Augen fielen / mit Zujegung de
Meynungen der Philoſophem
dann Allerbaſt zu dem rechten Fuͤr
nehmen dienet / auf daß diß Ding
von dem gehandeit wird / offenbar:
liche
| Oder Edelſt Gab GOttes. 2
cher und klarlicher verſtanden |
herde. (2) QUU TUR
h |
I) e Siereciten noch treue und feiffige
| Naboruten und Schüler Diefer |
eheimen philoſophiſchen Kunſt / bie gern
Tmen richtigen und gewiften Weg ohne
locitere Umſchweiff gu ſolcher reyſen umo
hndwandern molten/ vieler rien gefun
len werden / Ind aber durch erſt befagte
Haphitifche heitlofe Buben’ Durd) ibt grofs
t$ Geplerr und nichtiges Fuͤrgeben / eine
heils fo percarbirt und irre gemacht were
»n/ daß mancher fhier nicht weiß/ob er
In fotcher biarer fib oder für ſich gehen
ll'otie ; alfo habe ich von Diefer $unft/aud)
Mas weniged/ jedoch gründliches und
Iwarbaffiiges an Tag zu geben und zu tr^
ffren nicht unferlaffen wollen: und ob
db wohl mich viel zu gering uno auch uns
würdig’ von ſolchem Geheimnauͤß zu bans
lem oder gu fihreiben/ billich erkenne. jedoch
limtil i durch Gottes Bnade ohne Juibm
zu melden’ fo weit gelangt / dahin ıhrer
Imenig/ ja eie ungenlich taufend/ fo weit
nicht kommen / uno auch das Pfund / wel⸗
Tb: mir als einem Unwuͤrdigen von Dem
Aulmaͤchtigen Lehen Der gaddig verlie⸗
hen morben/ ben mir mit vergraben bleibt:
So will ich allın dieſen Liebhabern auß
P 4 treu
PANDORA,
lerrichtigften Weg fuͤrweiſen / uno ztigen
ob vielleicht darmit durch Gottes Verlei⸗
hung etlichen bie Augen eimal eroͤffnet/
von ihrem falſchen gefaſten Wahn gemies
ſen / und auß der Irre auf die rechte Bahn
geholffen / und dann ferners auch Gottes
Wunderwerck dardurch offenbarlicher ges
macht werden moͤchte.
Waſſerſtein der Weiſen.
(aa) Magni Philofopbi quibus hoc ſe-
cretum ac Magifterium fuit revelatum, conyu-
ratı fuerunt horribili maledidione Dei, ut
nulli hominum hoc opus divinum modo
aliquo declararent, nc hoc fecretum ad ma-
nus pravorum hominum deveniret, — Sed)
ego non curo talium malediäionem: qva*
rei&ud fecretum non revelo hominibus nc-]
quam, fed revelo Ecclefix Dei, & perfedtis
Chriftianis, & Deum timentibus, ut fuccur-
rant pauperibus, & przcipué Evang:licis, |
Ecc!c'is & viduas, pupillos, & orphanos vi- |
ſitent in necsffitalibus & tribulationibus. |
feannes de Rupeſciſſa Frater ordınum |
Minorum. |
Ders |
Dover Edelſt Gab GOttes. — 1
i. Derbalben fo thun wir fund
ham aller erften / daß affe die, fo
zufferhalb der Natur wirden/ Ber |
rieger find’ und in einem unziem⸗
lichen Ding bandien und arbe
"ei. (b)
1b) ee nun will ein warhaffter Philo-
|. V fophus ſeyn / der muß vie gange
Matur recht erkennen / erkeñet er mohl
nie Natur / fo iſt alles ein Ding/ eine
Wurtzel ein Weſen / bem man nichts
yaf zufeken/ als daß man ibm be liber»
Itüffige benehme / verbleibt einmahl vor
Me darbey / daß ein jegliches genus feinen
igenen Saamen habe / und nicht verbeſ⸗
ert möge to*oen / als durch die übere 5,
aͤſſige Beſtaͤndigkeit des Golds und
Silbers.
— —
Incertus; Macrocoſm.
| (55) Derhalben ein Erfahrner dieſer
Run’ foll und muß wiſſen die Krafft
Her Natur / und foll ihr gang befiändigs
ich anbangen: dann mer dag nicht tbut/
«per tiro nichts fem Lebenlang in unfer
[Runft und Meifterfchafft außrichten s
dann alle die, die aufferbalb oer 9tatur
arbeiten bit fepab Betrieger /unb Lands⸗
Heſcheiſſer / und Eönnen nimmermehr nichts
außrichten: Welches aber der Natur ſey /
Án. Ds habe
A TEE he
»
verſtehen wilt / wirſtu Feine mehr auf Er
nuͤß befchrieben haben/ daß man ſolchem
man ihr mit groſſem Fleiß nachgehet
und Operation unſerer Kunſt für ein Cie
Piincipia Naturalia in unferer Kunft fco |
und fleiffig nahkommen / und Feines für
fo wirſtu sin gang hoher und fuͤttreffli⸗
PANDORA,
habe ich dir Droben genugfam in ben Cas
piteln befihrieben / adn du dannnichte
Den finden werden. Derbalben gebor
Fleiß / Muͤhe und Arbeit darzu / und et
fleiſſigs Stadiren in ven Buͤchern Der
Philsſophen tie dieſe Ding durch Gleich—
Fleiß nachdichtet und trachtet / und folche
Sleichann verſuchtn lehrenzdann eins auf
das ander meilt/ dann Die Natur iff. an
ihr ſelbſt begnuͤget unb auch in einem
jeglichen Diag/ welches ber Natur bes
barf zu feiner Bollfommenbeit : bant
Die Jtatur warhafftig uab fleiſſig iſt / fo
wo man aber folches verachtet/ und mill
nad gutem Wahn arbeiten / oer. wird
J9aab und Gut / und alle feine Zeit / Alterz
unnuͤtzlich uao elendigfich verzehren’ und
zu legt gar su Grund geben.
Derhalben foll ſich Feinerin Diefe Kunſt
ein, laſſen erfey Dana ein guter Phyficus,
der die Ding der Natur erforfihen und era]
tvegen Fünne’ was ein jegliches lemen
genſchafft und 9taiur ba5/ und was Die
das ander fegen odet brauchen: aladann
cher
Ode Edelſt Gab Otto. 7
eer Phiiolophus in unferer Kunſt ſeyn. |
Derhalben / mein allerliebſter Bruder / iſt c8
genug euch / so ihr wiſſet die Natur aufs
ſerhalb zu regieren undfegen / dann Die
MNatur iff gnugſam inwendig in cem Coͤr⸗
I per zu arbeiten? und ihr Anfang ift eine
gantz aute Ordnung / und eines richtigen
Wegs / Der da möcht erdicht werden/
|! toie Da offenbar ift in Erfchaffung einer
jeglichen Creatur. Derhalben die Eins
btráncfung/ sublimirung und Bratung fell
ſeyn die Meifterfchafft der Philofophen,
bas ift/ deren die ba arbeiten. in Diefer
Meiſterſchafft: dann ore Natur / die Mei⸗
ſterſchafft iſt / nicht uͤberſchreit / ſondern
fie folgt allzeit der rechten natuͤrlichen
Orodnung nach / es fepe dann Sach / die
MNatur werd etwan Dadurch verhindert /
(f Da£ ſie hren natuͤrlichen Gang nicht haben
móg/ dann fie bat ihre gewiſſe und beſtim⸗
te Zeit / in welcher unfer Stein ſchwanger
ſwird und geboren / und zu laboriren /
dann manu bu Die Terra ſchwanger ge-
macht baft 7 fo gebiere fie einen Sohn⸗
denſelbigen folt du neh ren / biß er leiden
wird koͤnnen das Feur / und alsdann wir⸗
fu damit tingiren und färben koͤnnen was
du tollen wirft
Raimundus Lullius,
Wf. (bbb) Dann ohne Nachfolaung der
Matur / iſts unmöglichy paf fie der Philo-
ü ſophen
38 PANDORA, |
| fophen Gbeimaüffen zum vollkomme—
nen Werck führen. Gleich moie Der Philos
| phas von foichen fagt/ und fpricht/ Diefe
ie oſne Heben zu der Praäic, wie Der Cft. zum
Spitoropsie Futter / ber nicht weiß / worzu er fein Maul
jur Practie darſtrecket obn alleine 7 fo fern ihn Die
komnn / ge· Aufferliche Sinn ohne Berftand / durchs
rm Geſicht und Geſchmack zum Butter fuͤh⸗
Futter. ven. Alfo auch dieſe Eſel ſuchen obn Die
wahre Unfäng und fruchtbare Scadia und
Ubung / auch ohne Erkantnuͤß Der Statue
ren/ oie Werck der Natur zu oollbringenz
und das aller geheimſte Secret der gantzen
natürlichen Philofophie, und bag befte
Rs der Werck / welches oen Menfchen mit Sitten‘
Phrlolopnie tert; mit Wolthaten reichlich begabt/
dem Armen hilfft und menfchlichen Coͤr⸗
per gefund erhält: Dann es gibt ihm
Geſundheit. |
Richardus Anglıens,
(bbbb) Zange alsdann an und lerne
erſtlich wie GOtt der Dreyeinigeim Ans
fanr bie allgemeine Natur verorbnet/]
mer diefelbe fey/ mas fie oermóge und koͤn⸗
ne / auch toie diefelbe in alen Dingen noch!
täglich unfichtbar würde und allein in
dem Willen GOttes beftehbe + und ihre
Wohnung habe’ dann ohne wahre Er⸗
kaͤntnuͤß Der Natur fold Werck febr miß⸗
fid) und gefährlich dir an ufahen ſeyn
wil. Der Natur Qualitäs und Eigene‘
ſchafft
Oder fEodft 65b GOttes.
ſchafft aber iſt daß fie einig, mahr/
ſhlecht / und in. ihrem Weſen vollfoms
"men/ und auch ein verborgener Geift in
ihr verborgen und verfehloffen fe. Wil⸗
"fu nun folche erkennen / fo muflu auch
"Leben alfoy wie bie Natur ift 7 al& wars
befftig/ fchlecht / gedultig und befländigr
ſchaͤdlich ‚in Summa tín widergebohre
ner und neuer Menfch fepn.
Waſſerſtein der Werfen.
. Weiter fo wird von einem Men
ſchen nichts andere gebohren/dann
dein Menich/ von einem. bier cin
Thier / und jegfid) gleichs bringt
ſein aleihs berfür / darum mag
nicht etwas eigens an ihm hat / das
mag nicht etwas frembdes nach ſei⸗
nem Gefaͤllen oder Gleichnuß ba»
ben. Diß ſagen wir darum daß
memand im fen Geld kommet:
hres Verſtaͤnds betrogen werden/
md zu Armut fouinien/ dieſelbigen
faud) nieht andere verfuͤhren / und aut
Armuth und Arcbeitfeiigfeit bringen
dand treiben, Ich ratbe aber /baf
Ich niemandt in dieſe Kunſt einlafle
| iu
ja Gottesfuͤrchtig unb bem Nechiienun
dann etliche die von Langſamkeit
"9
30
Thorheit eingeführt bat. Ce)
PANDORA;
gu finden: bann fie ihrer viel zu
Mirren gemacht / und in grofe
() «T Ofcius ein König Albaniz ſpricht ift
i.Wper Turba Philofophorum aljoi
Wiſſe / von Menfchen wird nichts oe
bohren als ein Menfch/ von Nogelnnichtd
als Voͤgel / von Beſtien nichts als Bez
fiien / und daß fid) Die Natur nicht vers
wandelt / dann in ihres gleichen / und
fein.ander Ding. Magifer Johannes d
Mena fagt in feinem Teſtament. Ein j&
ber Baum bringtfeine Frucht; Ein Birma
baum Birne’ ein Nußbaum Nuͤſſe: Alſo
Metall soultiplicirt Metall / und kein ander)
Ding. Diſes bezeugt auch der Lenior
wann er ſpricht: Der Stein der Werfen?
welchen fie alle Ding genennet baben/ bat
infich alles deffen er aus dem Korper auß)
pem Golde/ aus den Waſſern / aug den
Seiltern / aus den Seelen und aug de
Tincturen bedörfftig iff.
Incertus, Macrotoſm.
(cc) Sciet autem fılins meus, quod ho-
mo ho:ninem , equus equum , vulpcs valsd
pen gignat , ex pifce fit pifcis, ita fimile ful]
fimile gignit, — Rationi | omm atqae adeg,
naturz repugnaret , quod ex uilis ſpecie bus
peregrinis, cruore, pillis, ovis, aut cochleisy|
meralum
Oder Edelſt Gab GOttes. s
Inetallum poffet Geri : nihil enim tale ineſt:
3uanro minus ex huj ismodi rebus medicına
sonfici poteft, quz metalla imp: tfeGa redu-
seret in Solem aut Lunam: profe&o rationi
Jamnino repugnat, aique etiam 1mpoffibile
& : ac demirar aliquem ad tales errores mi-
Boervenire pofle, Si vim nature caperet,
xofe&o in tales. rerrores minime inci- ,
regt, ltaque mi fili, fcies nofces cojus
eneris resfit, aut quid ei infit, priusquam
Mares, Ita non errabis,
(MA AM. Joann Iſaacus Hollandus,
T (ecc) Erwehie du aber folche Ding / fo
Tritt der Tr atur überein kommen / nimm die
ofen laffe Die Dornen liegen / wann _
Hu wilt Metall machen + fo fepe. Metall
Trein Sundament ; Dann von einem Hund
viro nichts anders erzielet al8 ein Juni
Urn einem Merally ein Metall. Dann
das wiſſe einmahl / wann du nicht ang
"Den Metall feinen Wurtzel⸗Safft auff
as beite ſcheideſt wirft du Nichte aude
ichten : Ohne Weitzen Koͤrner / erndeft du
yergebeng deinen Örund.
| ( Mıchael Sendivogius,
C6 bedarff tiefe Erfindung nicht
Joieler Dingen / fondern nur emes
Dinges. (4)
RT / daß die Philoſophi von
T oun einigen Ding Durch eine
Gt»
viel bobes unb nidriges Stande Sperfont
tracoten/bcíto geheimer bleiben moͤgen / abe
Das ander dient mehr zu verfuͤhren die Und
Joloporum ober Tireur gefchrieben haben
PANDOR-A,
Sürfichtigfeit mancherfen geſchrieben habe
Damit die Narren / fe nur nach Geld frage
uno trachten / und untreue boffártige Mer
fchen irr gemacht toriden/und alfo bie hohe
QiebeimmiB der Natur ( alsdie natürlich
Kraͤfften / Die richten ades auf ) darnac
fie haben und Pönnen auch in feinem an
bern / nbn alicin in einem eintzigen Ding
C ift alles in allem ) cie Warheit fagen
wuͤrdigen. Darum fag ich oir mit kurtze
Worten die lautere Warhett / daß mann fif
in der Concordang von ıhrem Lapide Phifl
io iff in rerum natura warhafftig und geh
tvif. |
Beneditlus Figulus
(23) Durchdie Vorarbeit wird bag ei
nige Ding oder Die einige materia in fulphu|
& Mercu:ium reducirf / und alfo aub denk
einigen Ding given gemacht / unb pergr]
ftalt ber Metallifche Saamen auß den]
einigen Ding oermittelft der Vorarbeit pe
sedudtionem zuwegen gebracht. |
Cochem.
(aaa) Es iſt nur ein einiges Ding / well!
ches einige Ding alleın der bloß Mercuriuß
‚Oder Edelſt Gab Gottes. 33
Imd Natur aller Metall / undmird def
halben genannt Der Stein der Weiſen /
md wiewol er der einige ‚Schläfftl
ber Metall iff / (o bat er doch von ibm
elbftnicht macht zu färben allein / er werz
be dann vorhin gefärbt oder tingierf
Initder AnimaSolisvelLunz,
Radix Chymis,
V. (2222) Dann oer Stein iſt nur ein Ding /
Hin Subftanz, und Wurtzel und eine 92a
jt/ wie Hermes meldet. (Sange derohals
en an im Namen GOttes / und erfenne Die
W»rung von oer Wurtzei feiner Matery, weil
Wr in derfelben/ und von derfelben ift/ und
Wicbté gehet ein/und kommet gu dem ſelben
as nicht davon ausgangen/ und herkom⸗
Nicolas Flamellus,
| Es fordert aud) nicht groſſen
3) ^y amis chim vili pretio teftahtibus
li: (C oisiofophi ad artis complementum.
ofüt perveniri. (dicis enim Arnald, pretium
farum medicinarum hujusartis non excede- r a5id: ma.
B quinquaginta argenteos. Er alius: Ex_reriam vi-
‚geofz nofirz artis non excedunt pretium lem effc.
jjrorum aureorum in prima fui emtione)
f tamen
a2 - ,
PLC PANDORA,
Cum multis tamen cum neceffario contingat operanterr
— fzpius errare (ectum enim non nifi errort
perveniri, difcernitur, uc ait Baccen, in Turba, Ei
Alphil, Qui non errat, non pervenit ,
qui non corrumpit, non emendat, & qui nor
triftatur, non lztatur) pauper iterato inci
pere & opus ízpe repetere. non poxeít,
prout neceffe cít. j
| Theobaldus de Hogbelande
Dann es ift nur ein Stein’ ein
Artzney / ein Geſchirr / ein Regi
ment und eine Ordnung. (e)
Ogs Drengehende Frag: Wie wird
Ant wort: Ich ſage bir / daß er Lapi
oder Stein genennt wird / daß iſt ſei
Nahm / bann mir nicht zugelaſſen / wei
ter von dieſem Stein zureden / noch zuer⸗
oͤffnen irgends einem Menfchen-
Rıcharans Anglicus.
(cc) Geber: Es iſt nur in Ding /
eine Medicin, ein Stein / in deme die gan-F
tze Meifterfchafft beftehet und vollbracht
wird; und ſolches fürnemlich darum /
dieweil es ein Subje&um & Inftramentum
omnium virtutum, naturalium & transnatu-
ralium,ben einigen wahren GOtt / feinem!
und aller Creaturen Schöpffer / Fontem.
omnis
mnis virtutis ac poteftatis. Item Da pri-
um Eos creatum materiale, Chaos uni-
weıfale, oder allgemeine erfte Materiam Diez
Uer groffen Materialifchen Welt / be$Sub-
Ted allgemeinen / natuͤrlichen leiblichen
Hebahrer/ und dann den Schönffer der
neuen Creatur 7 den allgemeinen einigen
Heiland und Mittler zwifchen GOtt und
Den Menfchen / Ehriftum IJEſum das
zubjectum der allein einigen allgemeinen
Himmliſchen Artzney / natürlicher weife
Montraferifch Damit fürgebildet und be»
euget.
rumentis thue ich nachfolgend dieſen we⸗
imigen Bericht. Die Philofophi fagen/
Anſer Stein fep ein eingige Materia, und
fordere ein eingiges Geſchirr / und einen
ingigen Dfen fo bat man zufchlieffen/ e$
Jaüffe warhafftig nicht anders fen / ich
'[b(t babe vergleichen Sublimir - Calcinir-
der Reverberir- Defeu / faule Heinken/
der andere vielfaltige Furnos..nicht beo
hoͤrfft t8 feynd die Fünftlichen Geſchirr
nbonnótben/ fonderlich bep Denen / fo
pe Warheit haben / ein eingiges Gilag/
„ner Nm feas der eines Ey
Radix Chymie, |
(ec) Von den nothwendigen -In-
aͤſerns ober thönerne Sefchirr in Geſtalt
2 S08
| (Doe Edelſt Gab Gottes. 3
36
- e8 iff zum Anfang gar genug. Pit.
gis, Salis Armöniaci, &c. Die Menftrua Phi
ſcher Spiritaum gebraucht haben? Ich hal
PANDORA,
ift$ smar/das cte jenigen / ſo Da anderer Öes
ftalt dieſen Weg wanoten / ihnen ander
Geſchirr unb Defen erdencken / meil ihr
Vorhaben ſeltzam / muͤſſen fie auch ſeltza⸗
me inbrumenta haben; Aber zufragen
fennd fie 7 mann der Spiritus Mercurii,
Vi&rioli; Solis, Roris Majalis, Vini, Sulphue
lofophorur geweſen / was müffen doch tool
die lieben Nlteny weil der Brauch der Glaͤ⸗
fer noch nicht vorhanden gemefen/ für In-
ftrumenta zu folcher Coagulation corrofivi-
te wohl barfür/ daß ıhre irrdene Häfen
folche fubtife Spiritus wohl ebe/ als fie ger
meinet 7 würden an fid) gezogen und
fchleunig coaguliret habeny aber bey diefer
Ermegung mag ein jeglicher wohl abneh⸗
men/ Daß ihr Aqua Solvens ein trocknes
Waſſer ober Spiritus muß gemefen ſeyn/
denn foniten wär es unmöglich gefallen/
paf die gedachte Liebe Alten aus Stange
(ung der Stäffer oder feften In&rumentett)
hätten die gemeldten Spiritus coag«lirett)
oder erhalten Fönnen / hätten auch allef
Philofophi ſehr gröblich geirret / Die jez]
mals eines krockenen Menftrui gepacbt/]
wann eine andere Refolution vorhandensf
Und obgleich darwider auch etwas moͤch⸗
te auf bit Bahn gebracht werden/ fohalt]
ich doch meinem Beduͤncken nad / ich
wer⸗
| Oder Edelſt (54b Gottes.
werde meiner Experientz und den gerech—
Iren Schrifften ber. Weiſen weiters trauen
doͤrffen / als etwa eines andern Imagination,
Zu deme haben mehr erwehnte liebe alte
wahre Philoſophi nicht fo viel Sum-
ptus gehabt folch fchöne Fünftliche Defen
Hund herrliche Laboratoria, mie man jetzt
Pfleget / zubauen 7 fonbern fie haben fid
lene Deffleins an einem ftillen Dit bes
Müffea- und demielben abgemartet, Die
Menge vielee Defen zeiget vielfältige La-
bores und unterfchiedliche Sachen ans oa
Ibingegen alle Schrifften einhällig con-
tordiren/daß invieler Dinge Weſen unfere
Kunſt nicht beftehe/ inmaffen Hermes Dare
yon deutlich redet Darfffich deßwegen fein
Tanfahender Schüler umb viel Oefen und
BLaboratoria bekuͤmmern / ein eingige8 De
felein ^ darinn er feine Gradus führen
Hans ift gar genug/ das fe&c ez an einen
Ort/ ba man fid) Feuersgefahr halber
richt zubefchweren/ auf daß der Teuftel/
As ein gehäffiger Feind nicht einen Laͤr⸗
mem über den andern mache / demfelben
üge er eine / fülle fie mit Sand ober
Aſchen / und fein Glaͤßlein darein / nehme
^8 nit cbe auß / biß er ſehe Die gantze maf-
am in elne ſchoͤne blutrothe Farbe bere
handlet / welches ein Zeichen feiner
Fende iſt.
8: Heinrich von Batsdorff.
€ 3 Super
M
PANDORA,
(ccec) Super omne mirum eft, quod une
igne uno vafe fit Deftiliarie, Sublimatio
Mortificatio,; Calcinatio, Dealbatio, Kubi-
ficatio. Fufio cum falutionibus & coagu
ationibus, |
Radix C hymi :
(cccce) In epere nofro,inquit,Geber,nor
egemus nifiuno vafe, una fornace,unaquedif |
pofitiene. Quod intellige, infit, pot prz-
pirationem primi lapidis, Promptum efl
cuivisnoffe per hzc verba (in opere noftro)
tempus vernum, & fecundam operis Cby.
mici partem defignari, Ubi unicum va$
erit, unus furnus & una difpofitio. Qua
hzc omnia vidimus in byeme noftra non
fuiffe fimplicia & una: Imo verö fubinde,
& paffim admonuimus oportere corpora id
diverfis vaſis pr¶ri, folvi & coagulari.
Lucas Rodargirns,
(cececc) Chymia Naturg operationibus
adzquata e(t ratione. organorum vel. vafo
rum. Nota:una via, una res, una diípofitio;
unus adus, unum vasad complementum;
Magitterii. |
Cato, Chemycus Tractatus.
(cccecec) Damit ich endlich des ver-
drießlichen Leſers halben Diefe8 gantze Werck
und langwirige Arbeit an ein en Klumpen
werffe / fo beſtaͤtige id aum
€
+ Oder fEordft Gab Gottes.
NUberfluß / daß es nun fey cin einiger & tein/
"Magnefia genannt / cine einige Materia wel⸗
he pit er(te Materia aller Metallen: Eine eis
nige Bereitung / welche durch ein einiges
Feuer gefchicht/ in einem Ofen / welcher
Fnenennet wird Athanor. Was nun Die
einige Przparation ift/ fo geftehe und beken⸗
Unt ichrund/daßes ift (olutio & coagulatio.
Die Materia iff vor. der Fermentation wars
hafftig Catholicagder allgemein; nach. ber,
Fermentation aber fpecifica oder befonderft.
Wegen der Materie muß der 2efer guten
Fleiß brauchen/daß er niemalsintoöte und
unvermögende Metall arbeiterweil darauß
nichts Fan werden/fo wenig als aus einem
Tabgehauenen verdorretem Baum Aepffel
Tover Birn wachfen Eönnen.
: ducertus; Macrocoſm.
(ceccecec) Noch ftehet von bem Seuer
zu handlen. Das erfte Seuer/ oder der
rften Operation. ift ein Feuer eines Grads
beftändig/ welches Die Materı umbgiebet:
Das Ander ift ein natürlich Feuer / mel
hes Die Materi digerirt/ und figirt. Sch
fage dir die Warheit / daß ich das Regi⸗
ment des Feuers offenbahret habe / wann
du die Natur verſteheſt. Noch ſtehet
om Gefaͤß zu reden. Es muß ein Gefäß
der Natur ſeyn / und ift genug an Zweyen.
Des erſten Wercks Gefaͤß muß rund ges
macht werden / aber in dem andern Werck
| o A4 etwas
39
. SSaum begehreft / muft du deß Baume
PAND OR A,m »)
etwas weniger / ein Glaß wie ein bib
oder Cp: oor allem aber wiſſe / daß ou
Natur nur ein einig Feuer habe / was fi
unterſchiedlicher Ding wuͤrcket Das nag
cher die Entlegenheit ober Ungleichheit dei
Dre. Deßsgleichen iff nur ein einig
Gefaͤß der Natur / wir aber brauchen Kürz
tze halben zwey / auch einerley Md, abe
auf zweyen Subitaofen/ toilt Du num Dei
Gemüth richten ein Ding zu ſchaffen / fo
bedencke zuvor bie erfchaffene Ding/ Fanfl
bu Dieje/jo Dir vor Augen liegenzeicht oer:
fieben / viel weniger wirft du verſtehen / was
wiſſen / baB pu nichts erfchaffen Eanit
banit folcheg (tebet allein GOtt zu.
Michael Sendivog iu⸗
(ccceccccc) Es iſt ein einiges Ding / eiag
ne Kunft / eine Operation und Arbeit,
Wann bu alfo teilt ein Metall machen/
must du Metall zufeken / wo Du aber einen
Saamen zufegen. Es iff. mie gemeldet /
eine eingige Operation , aufferbalb deren
Feine ift / bie toarbafftig fepe; Derobalben
irren alle Die jenige/ fo Da fürgeben / e8 ſeye
neben viefem einigen Weg / und natuͤr⸗
licher Materi ein warhafftiges Particular,
bana man hat feinen Zweyg / dann von dem
Stammendeß Baums. Es ift ohnmuͤg⸗
lich und thoͤricht / Daß einer che will E
oer f£odft Gab Gottes.
ft machen / dann ein Baum: Es iſt leich⸗
erden Stein ſelbſt machen / dann vas at
er fiplechrefte Particular , das nüglich und
der Prob'dein natürlichen gleich fepe.
Y * "Michael Sendivogius.
Und wiſſe / daß es ein wahrhaffti⸗
Fe / und die warhaftigſte Kunſt if. (2)
Y ew 9laa es fuͤrwahr ein groſſer Greuel
IR. er, daß die Unverfländige tolle
tut permeinen / die Philofophi / welche
ans fürtrefflich an Ehren gemefen / haben
n8 / als ihren nachfommen Luͤgenwerck
nnd eitel Falſchheit gefchrieben und gelers
£t: Welche / fo man ihre Böächer lieffet
nd fd)autt / gan hohen Fleiß angekehrt
aben / bie Warheit zuergränden und zuers
Horfcheninder gangen Natur :ob fie gleich»
Hohl zu unferm heilfamen Glauben und
MPoheit nicht Fommen find und von Goͤtt⸗
Woher Wefenheit und Drenfaltigkeit nichts
ip emuft oder'gefchrieben haben / voolt man.
it deßhalben defto ärger halten / eon tot
en ihrer Bücher / fo fie gefchrieben haben.
Wer voolt nicht billid Diefe Göttliche Kunft
och (oben und preifen? Es wird ſolches
Parlich niemands nicht tbun/ dann gro»
ipt tolle Eſelskoͤpff/ die Fein Judicium von
en Dingen und Verſtand haben.
N Richardus Anglicus.
C 5 (dd) ano
4
3
42
Kuͤnſtler wahr und recht. Eine Natur iſt /
PAND'/OXNA; ^91
(44) Wofern jemand an ber Gewißhei
Dieter Sunft zweiffeln molte/ fo lefe er di
picifältigen Der alten Philoſophen mit T
ſachen und Erfahrung begründeten Bü
eher / denen als Slaubwürdigen / in ih
re: Runft nicht zu mistrauen ift. SOCII
dann venfelben nicht glaubet / fo ift mit eig
nem folchen als einem der die Principia utl
Hauptgrände wiederſpricht / nicht zudifpafl
tiren Dann die Tauben und Stummen koͤn
nen nicht reden. Ich hab gefagt / die Kunfi
fen watharfftig Denn mas folten alle ande:
re Ding in der Belt für einen Boris von
den Metalſen haben / woher wollen wi
doch diefe allein von deß Schöpfferg allg
meinem Vermehrungs ⸗Secegen / in dene
wir ibaen Feinen Saamen geftändig fe
wollen / unbillicher Weife außfchlieffen?
Da bod) die heilige Schrift begeuget / daß
ein folcher Seegen allen erfshaffenen Din
gen von Anfang eingepflanger und mit
getheilet worden. Haben fie aber eine
Saamen mer toofte fo thöricht ſeyn / daß ev]
nicht glauben Fönte/daß fie in ihrem Saa⸗
men folten vermehret werden / in ihrer)
Natur ift die Ehymiftifche Kunft wahr 7
wahr ift auch die Natur / aber felten ber!
f (t auch eine Kunſt / aber vielerley fünfte
ét. |
«Doer Edelſt Gab Gottes.
| Auch fo hatten die Philoſophi
Vid nie gefliffen / fo viel unb man:
herley Gattungen und Ordnun⸗
Sen der Farben außzutrucken /
vann fie es nit geſehen und ans
Feruͤhrt oder getafter hätten / bar
bun (o wiederaͤfferen wir DIE / (e)
E) NU emention vero, quam par eft, ca.
'j lore fpiritualis hæc natura, malleo
uaſi mortis percuffa, de a&ivo fit paffivum,
die fpirituali fit corporale, nempe przcipi-
fatum rubrum inutile , quia in debito fuo.
lore coler fit corvinz nigredinis, qui li-
jetater, at fumme optandus color eft. Ru-
fpedo tamen in operis veri initio eſt confpi-
ua, eaque infignis ; hzc tamen cum humo-
N isdebica copia concurrit, monitratque cce-
jam cum terra concubuiffe, ignemque natu-
ih concepiff? , idecquetotum vitri concavum
ifureo tingetur colore ; at color hicnon dura-
it ; at viridem brevi gignet , tum nigrum
jatra tempus exiguum expecta, & patiens fi
ueris, votum videbis. — Saltem feftina lente, |
fX tamen ignem fat validum continua, inter-
Sue Scyllam & charybdin, ut nauclerus peri-
jBus, navem taam dirige, fi INdiæ utriusque
Ppes lucrari cupias. Interdum infulas quafi
xiguas , fpicas ac umbellas difcoloratas
mittentes in undis & ad latera. confpicies,
uæ brevi diffolventur , alizque aſſurgent.
4 erra
4:
»
^ fibi icat, interdum aves aut beftias reptilia
PANDORA,
Terra enim ge erminandi Bi aliquid fempe
* te in vitro confpicere imaginabere co
loresque vifu jucundos ac momenti levi
Totum eit , ut ignem debitum jagiter conti
nuss , omniaque hzc in colore nigerrima
pulvere diícontinuo ante dies quinquagint |
finientur. _ Sin minus, aut Mcrcarium tuom
aut regimen , aut materi dieofiionem call
pabis, ni forte vitrum moveris aut agitaveris
quad opus facile protrahiet, aut ettam finali
ter perdet, Wu
35 VEM Philalerha, |
(er) Uber wie gemeldet man foll bai
Glaß nicht eröffnen / fordern mit der bey
Den Purrefation fortfahren / fo fängt Diff
Gitrinbraun « Del an in ein andere Art zu
gehen/ und gemwinnet oben em Haͤutlein
welches alsdann zu Boden faͤllt / und bald
ein anders wieder kommt / und abermahls
zu Boden fällt + gleich einem gelblechten
fubrilen Sand / und diß gefebicht alſon
lang/biß das Del zu einem Pulver worden
und in einen gelblechten Sand gangen
net ba8 gelbe Pulver graulicht zu meroenz]
unb je länger je mebr zu Der Schwaͤrtz fidi].
neigen/ biß [c&ítcf gar ſchwartz wird unb]
fich als das Jiabenbaup: erzeigt / melde |
ana
kann ein gutes Zeichen ift / und zu End
er warhafften Zerſtoͤrung / und ein An;
dang der rechten Tinetur. Daher fpricht
"ie Turba Philofophorum : Hic foluta funt
‚Jorpora per putrefa&ionem, & efficiuntur ter-
Jinigra: & cum videbis materiam denigratam,
I aude,quia principium eft operis, & eft nigrum
libi,& caput corvi, qui sn nodis & dici clarita-
I: ne alis volat.Und weiter:lſta eft Terra nigra
I tenebrofa, de qua loquuntur Philofophi di-
lentes : Efto ergo affidaus in operatione in
I mnibus' (tatibus fuis patienter continuando
eco&ionem, quousque cgrediatur Tip&u-
ja fuperaquamin colore nigro, & cum vide-
s nigredinem illiaque immicere, fcias to-
fum corpus liquefa&um effe, & tunc opor-
»rignem lenem continuare , donec conce-
ferit nebulam, quam parittenebrofam,
E Auswelchen Worten Far erſolget / daß
bie Schwaͤttze in diefem Werck anfänglich
fad der Calcination erfcheinen muß 7 wel⸗
Ie bann bernacber auch nicht bleiblich/ fone
Philoſophi ertícbtet haben / Daß biefe
Ecdhwaͤrtze frye.ein Raab / melcher ohne
i(Ggel ſo wohl in der Nacht helle/ alain
er Klarheit veß Tags fliege 7 Durch die
acht und ben Tag ung zuverſtehen gebend
je Veraͤnderung / welche fich in ver
Echwaͤrtze zutraͤgt. So dann nun bie
Schwärke auch in ein anders verwandelt
erden foli / 1 nicht mit geringem Fleiß
|
!
|
Kem in eine andere Art gehet. Daher die
: a NOE
aj
46
^ burd) Diefen zquabilem calorem das xal.
"SL BANN DAAD RA, |
hie zu erforfchen 7 worinn doch die Ver
Anderung gefchehenmuß. Darum foll hie
betrachtet merden der Philoſophiſche
Spruch/indem gefagt wird : Quod calor
agens in humidum generat nigredinem, &
agens in ficcum generat albedinem, Gt
daun nun oie fd)mar&e Materia oder Ra⸗
benfopff/ oder Nigrumnigrius nigro, oder
mie mana nennen wil / gewefen iſt zuvor
ein Afchenfarb Terra dieſe ein gelblicht
Pulver / diß Pulver ein Citrinbraun Oel / das
Oel ein Waſſer / welches Waſſerdann das era
ſte in Der Refolution Mercurii Solaris erſchie⸗
nen iſt und zum erſten in das Citrinbraun
Oel verwandelt worden / das Citrinbraun
Oel alsdann in ein gelblichts Pulver / das
gelblicht Pulver in ein Aſchenfarbe Ter
ram, alsdann in eine ſchwartze Terram, E
fo folgt daß diefe ſchwartze Terra auch
verwandelt werden muß in eine Seife
Dan diemeil eine zquabilis und gleicher p
Calor der Putrefa&ion dieſes Wercks ift / m
welcher vom Anfang bißzum End / unb imn
einem Gradu gehalten wird: Sodannnunf
V in terram nigram oder caput corvi igt4
bracht worden iſt wird auch ohne Zweifel
diefe Terra nigra Durd) eundem zynabilemf}
Calorem in eine weiffe verändert werden:
ie dann fonft auch in andern calcinatio⸗
nibus zu fehen iff / und bie Pra&ica Diefeg
Wercks augenfcheinlich mitbringt, v
aber
Oder Edelſt Gab GOttes.
Aber die Weiſe ſich vollkoͤmmlich erzeigt /
Arfcheinen mancherley Farben / die ſich
Spunderbarlich verändern / munderba:lich
Finander folgen / gleid)fam mie Sternlein/
elche bald nergehen/ und andere an deren
Statt Fomen: Daher ſpricht Hermes: Hic na-
s e& Draco, domus cjus tenebrz funt, &
iens colores: Multis fiquidem modis de co-
Lore in colorem movebitur , donec ad fir-
[famam deveniat albedinem, Aus welchem
Spruch leichtlich su ſehen daß zwiſchen
ber Schwärg und Weiſſe mancherlen Gate
Ken fich erzeigen muͤſſen / welche einem
Mauenfchwang ober mancherley Farben
Sternlein / Die verlefchen und miederum
oſtra mortificar (fo t den lebendigen Qum
plis bricht unb ibm feine Corporaliſche feeye
nerliche Bewegung ftillet/uno in eim Vre⸗
Slsirt: ) Uluminat (nemlich mo esinein Gió
Finbraun Del vermandelt worden / und die
uenden Metallen Darein geftoffen in gut
Ieranfmutiret werden / fo erleuchtef dieſes
Kalifch N7.foc8 die andere Farben der Mer
Allen vertilget und ihnen ein höherg mits
eilt) Mundificar : fo es Die Unſauberkeit
r Metallen hinnimmt und Die Neinig>
At deß © einpflanget : Vivificat (dieweil
41 Ding dardurch erweckt werden Die
| jut or
Jigredo fuas alas comedens & diverfosemit- —
47
48
folgetim Spruch:) Eräpparere facit co
PANDORA, '-
zuvor nicht erfannt gemefen/ nemlich wi
lores 'nigros primo in morcihicatione corpo
ris, cum in terram convertitur: & poltmall!
dum apparent multi colores & varii ante ded.
albattonem, q. orum omnium finis eft deal
bao, Darauß dann zu verſtehen man!
die vollkommene Weiffe erſch enen ſey dal
pte vielfaͤltige Farben ihr End haben und!
daß die Waſſe eine Hauptfarbe in diefen
Werck fen. Darum fie dann weiter vor
difer Weiſſe alfo. ſchreiben nachdem (i
fich erzeigt: Et hic nafcitur nobis Filius, 9’
efficitur albifimus , & vocabitur nomen eju
Elixir; Dealbatio enim operisinitium eft, to
tius corporis fundamentum & fermentumd
Was auch für Farben nach ver. Weiſſe
fich erzeigen / folgt hernacher indiefen ihret
Worten: Nec deinde in diverfoscolutesv
riantur, przterquam in rubeum,in quo ultimu
eft ais. Darum dieſe zwey Farben / die wei
und die rothe / deß gantzen Wercks Cni
ſind / rechte Elixiria und Tiocterz , Di
weiſſe auff roti / bit rotbeauff votb. li
Benedictus Figulu
(eee) Die Tage der Farben wird nie
mand gewiß befchreiben / beam nach den
Der materia wenig / gehen fie geſchwinde
oder mehr 7 fo. geben fie lanafamer |
gemeiniglich aber von der erften Schwaͤn
ges bißaufdie Weiſſe baftou ſechs Monat
| 901
Oder Edelſt Gab Gottes,
von der Weiſſe bi zu der hoͤchſten Pur⸗
dur Farbe auch fo viel. Endlich wenn
„die Granaten arbe eine Weile gewaͤhret /
gib das ſtaͤrckeſte des Sandes / baf die
[materia fich wie auffoerfiet/ unb vor Trus
Eenheit von einander fallen will / duch bae
edelſte Theil fich in die Mitten zufammen
Isiebet / mie ein halber Monden. Ninm
Fdiefes befonders heraus / von der andern
nichts nüßen materia, thue é8 in ein Cra-
‚eibel , gib gradatim /\ bif zum höchfien/fo
wird fich nod) eine ſchwartze verbrandte ma.
eria finden / fcheide Das rotbe gute baz
[pon / denn es ijt Sulphar ©) lis mukiplica-
UM Matthaͤus Erbinaͤus von
d 1 Brandau.
A i
Daß affe die/ fo aufferhalb ber
Natur wircken unb arbeiten/ ſelbſt
4
Sulpkur fas
lis multipli-
catum:
Petrogen und aud) Betrieger
jin». (2)
DE habe fiber Leſer jekige «esti
| Traetaͤtlein den Kındern der Kunſt
J;ugefallen gifchrieben/ auf daß ^ ehe fie
Jat der Hand das Werck angreiffen / fie
Hie Wuͤrckung der Natur erfennen lernen /
vie nemlich dieſelb in ihrer Wurckung alle
Ding herfuͤr bringe, darmit fie nicht ohne
Schluͤſſel zur Thuͤr eingehen / oder mit
EG. 5 3 A einem
9
so
einem Durchſchlag Waſſer ſchoͤpffen.
Daan vergeblich arbeitet der / wer ohne
Erfantnuß der Natur bie Arbeit in Dies
fer heiligen und warhafften Kunft angreifftz
Der ſtecket in aatsrlicher Finſternuß / Des
me die Sonne nicht ſcheinet / der lieget im
dicken Schatten oeme Nachts der Mond
nit ſcheinet. Die Materia hat ein each
Liecht / welches mir mit unferen Augen
nicht feben/ ber Schatten bey ratur iſt
shíern Augen ein Corpus / mann aber eis.
nen das Liecht ber Natur befcheinet / des
me wird alfo bald der Trebel von den Au⸗
gen hinweg genommen / unb fan ohne
Derbindernuß alsdann den Puncten une
ſers Magnets feben / toit. er mit beyden
Centris der Strahlen/ nemlich der Sons
nen und der Erden correfpondire : Deng
fo weit erftrecker fich das Liecht ber 90a]
tur und eröffnei®oas Sinnerliche. - T
Michael Sendivogius,
'
|
Derhalben fo fepe euere Libung]
in der Natur / und ín fleifligerf
Dienftbarfeit. (b) "
) ¶ Sermit laß bir begnuͤgen / Sequere]
VJ Naturam, folvando Corpus & ceoagu·
lando Spiritus, &c. "v LT N
: Nodus Sophicus Enodatus.
(bb) Vene]
(Doer Edelſt Gab GOttes
/ (bb) Venerabili utimini Natura, cut
&liena nolite introducere, nec aquam fortem,
| nec falem, nec pulverem, quia Natura non
emendatur. nifi in fua Natura, & noftrum
acetum acerrimum continet omnja nécef-
itia in fe, air,
Er. /
| (bbb) Du Haft ohne Zweiffel geleſen /
daß unfere Magi, Philoſophi und Reges
Ifehseiben und ruſſen / der Natur nach / hiere
Muß wiſſe / daß der / fo in dieſer Kunſt ct»
mas will foribringen / erſtlich wohl wiſſe
md verſtehe aller Metallen Urſprung⸗
Beburt / Unterſcheid / Freundſchafft und
Feindſechafft / unb vernimm weiter / alle
detalla wachſen auf einer Wurtzel und ihr
t anfängliche Materi iff einerley / untere
beiden fich aber allein in oem; daß einá
„Leiner Denn Das ander/ auch mehr gekocht
and digeritt i(t. ANM
(0 «perta ArcawArcani eotrificiefiimi,
| (bbbb) Wir haben zwar diefe Medicin
Dict mit unferen Händen gemacht/ fon-
Xtra von einem guren Freund fülche bes
l'ommen/ aber tarbafftig / zu deren Erlan⸗
ung wir den Sucher genugfam unter»
ichtet: Welchen aber unfere Schrifften
Jlicht gefallen moͤgen / andere leichtere Scri-
»enten leſen alles mit oer Natur Möge
MUT lich»
Johann de Rupeſeiſſa.
4
$3
alle WWarheit ift. einfältig.
mem feeligen, erbaltlichen/ und mis
| neralifchen Ding. (c)
rd oe offt erwehnte hohe / edle Kunſt
PANDORA, ^
lichkeit conferiren/ und nichts wieder die
Tratur verfuchen / auch nicht glauben; ob.
ſchon in. der Weiſen Bücher geſchrieben
ſtuͤnde daß Feuer nicht brenne / denn es
ift wieder Die Natur. Wann aber ges]:
fehrieben ſtehet das euer habe Mache
aAußzutrucknen und zu märmen / ſolches
weil es natürlicher Weiſe gefchiehet / iſt
- bá ^d
zeit mit rechtem Verſtand über ein. / iff
Auch nichts ſchweres in ber Natur / und
5. Michael Sendivogimn, | |
Dann unfer Stein iſt von ei⸗ |
|
N
3 J
haben Die Philofophi in ihrem
Schriften vorund nach Der Perfe&tion],
nicht hoch genug erheben/ und mit herrli⸗
ja den himmliſch⸗gebenedeyten und geſe⸗
tigten / auch den allgemeinen drteyet⸗
tige Univerfal Stein der Weiſen genensf.
ner haben. Die Urſach aber/ —— fiel
Oder Edelſt Gab GOttes.
ſolchen eben einen Stein genenner undver- ⸗
gi en / it dieſe unter anderen fürnemlich/
Dieweil die Materia deſſelben wm Anfang /
als eine Minera auß der Erden warhafftig
in Stein iſt / darnach dieweil es hart
und trucken iſt daß da wie ein Stein zer⸗
offen und zerrieben/fonderlich aber wann
t$ in feine Drep Theil (fo die Natur jelbft
Prufammen gefegt) zertheilet / er als dann
Sielbit- in Diefelben wieder fammentlid)
Hantz und gar/ und zu einemim euer bes
kändig wohl Flüffıgen Stein Natur ges
Maͤß / Fünftlich digerirt werden muß. ——,
Waſſerſtein der WVeifen. &
| (ec) Darum ift zu wiſſen / daß der Stein
Her Philofophen in 3. Grad getheilet ift/
emlich in Den Vegetabilifchen/ Minerali- -
Ehen und Animalifshen Stein. Den
"NVegetabilifen haben Die Philofophi ei»
entlich diefes erfte Theil genennt/ wel⸗
her dverSteinift des erftenGrads/von wel⸗
1 hem Petrus de Villa nova, des Arnoldi
WBruder ju Ende feines Rofarii alfo faget:
Der Anfang unfer8 Steing iff Das Ar-
"Erentum vivam, oper feine Schweflichkeit /
Felche wir haben müflen auf feiner aros
Mencörperlichen Sublang/ efe daß er koͤnne
"fum andern Grund fihreiten. Iſt alſo
Mer Anfang unſers Steing/ Daß der Mer-
NE urius, fo an dem Baum maͤchſt / zufams
Jaen gefe&t und fublimirt werde / durch Er⸗
leushterung , Denn er ift. der flüchtige
| 33 Zweig
..858
34
Broeig / welcher fi, nicht nähren nod]
hen / daß es ift ber
|
|
zunehmen ober toacbfen fan ohne den firen
aum / fo ihn erhält/ wie die Bruſt Da: i
Leben bem Kinde- SDannenbero erfcheint/f,
daß bieftr Stein vegerabilifch iſt / atgeftul
fff Gieift/ fo auß Demi],
Zweige des Weinſtocks waͤchſt / welche;
im erſten Werck zugeſetzet wird m M,
weißmachen ben Coͤrper / gleichwie im Tra
etat / der gruͤne Baum geneñt geſaget wird/
in welchen nach dem Text der Alchymif,
gar begreifflich gegeben ift Die Pra&ic Diefed],
vegetabilifchen Steins / denjenigen/ weicht
mit Witz Dit Warheit verſtehen koͤnnen
welche auf gewiſſen vernuͤnfftigen und
billichen Urſachen ich allhier nicht babe fed
Aonymi Perbuns Dimiſſum
Dienheim.
(ccc) Wofern bu nun begehreſt zu bad
ben eine gute Vermehrung in febr ftarekenf
Eigenfchafftenund mineralifchen Kräften:
durch bie Wuͤrckung des andern Graddf,
und Vermittlung der Natur / fo nimm Did],
reinen Coͤrper / und vereinige mit denſel
ben den obgedachten Mercurium nach dem
Gewichte / das den meiften diefer Kunfl |
befandt ift. BL
afnanymi berbum DinuffumA,
(ccce) Da |
|. Oder Edelſt GGab Ottes.
7 (ecc) Der Stein der Weiſen iff eine
JSubften$ oder Weſen auf dem minerali-
ſchen Sefchlechtes das Allervollfommenfte
‚ala ſeyn mag / in fid) habend eine gang
Joolfommene Mermifhung der Elemen-
n. i
] Dab er ein Weſen feo auß Dem mi-
Vneralifchen Geſchlechte Das iff bad genus
feiner Beſchreibung / alle Mineralien und
Metallen findSubltargen in der vornehm⸗
ten Dronungder Natur. Daß er aber
Fine fo- volfommene Subftang iſt / als es
yn magı Das iftfein wahrer Unterfcheid.
"Dile Metallen und Mineralien haben ihre
TAnbollfommenbrit an fich/ wegen ihrer
Ulnreinigfeit und unvollfommenen Kor
hung / wie auch wegen Mangel der Sim
gen des Goldes / welches fir/ rein und
)elifommen tingiret ift unter allen Metal⸗
m. Es hat aber nur fo viel als e$ für
Ich bebarff/ und nichts für die andern:
Daß e8 alfo folcher Seftaft alle Vollkom⸗
Taenbeit hat/ die Dem Metallifchen Ge⸗
hlecht muͤglich iff: fintemal in demfels
Ten/ tie bu inmeiner folgenden Gr
Ihlung ſehen wirft / man finden
Fommenheit der Gxeftaft befchaffen daß
3 ben andern die Figirung/ Tinckur ugb
Veinigfeit mittbeifen fan / welches das
3old nicht zuthun vermag/ meil es "
tur uab Fixitaͤt / bie wenig überftá(fig iftz
an eine Subfkan oder —— Voll⸗
35
«ó
bal es / ob e$ gleich Diefelben bátte/ Dem
fo viel hat / al8 e8 vor fib benoͤthiget
auch. nicht bie nothwendige Coubtilbeit
noch den andern fie nicht Eönte mittbei
len noch in Die Coͤrper eingehen / und ſi
Durchöringen. —
Ofen feiner 92atur mache den Schlu
on feinen Wuͤrckungen / nemlich daß ey
das Vermögen habe / unb Die Kraffe DUI:
unvollkommenen Metallen volfommend
und bie Francken und brefthafften Leibe
gefand zu machen. Dann. weil es ei
Weſen ift. von dem mineralfchen Ge
Schlechtes der eine gang vollfoinmene Bar
mifchung der Elementen ig fid) hat fl
bat er auffer Zweiffel die Tugend die Mei)
fallen zur CollFommenbet. zu bringen
welche andern nicht unvollkommen ſind
als wegen ihrer Unreinigkeit und nicht ge
nugſamen Kochung / die da herruͤhren
aus einer unvolifommenen DBermifchungg
ber erſten Elementarifchen Qualitaͤien
gleicher Seftalt die Sefundheit Den Leben
Den foieder zu geben welche nur kranch
find megen der Unreeptmäfligfeit ihre
Complexion, "e m
Iſt demnach der Stein feiner Natulf
nach eine gewaltige Medicio und Artzney
beydes Den Metallen und den Lebenden,
Welches dann augenfcheinlich ermeifer. feill
ne Mortrefflichfeit unter denen 3Dingen/fügi
auf der Erden finds dann fo die a. \
Oder Edelſt Gab GOttes.
Dite End⸗ Urſache ein Zeichen der Vortreff⸗
ichkeit iſt / ſo wird der Stein / der die voll⸗
omenjie Endslifache bat unfer denen
\
Behibasite ſeyn. Der Menfch iftein Für
eje: Welt und ich ſetze va alle erſchaf⸗
ient Weſen bemuͤhet find ibm zu dienen /
imb nach ihrer Art ſaͤmptlich bereit ibm
dye End⸗Urſache. Weil dem nun alfo ift/
ips (jt das groͤſſeſte Out des Menſchen die
Allerediefte End⸗Urſache der Ereaturen hier⸗
eden / nun iſt kein groͤſſer Gluͤck / deſſen
Mefaͤhig iſt / manu (d ihn auſſer dem
Stande der Guaden betrachte / als bie
Wefunoheit und der Neichthum. Don
iefenbeyden/ alsvon zweyen Brunnen
iita her alle Güter / vie er. begehren
mag. Der Neichthum giebt ibm Mittel
Fllen feinen Wönfchen ein Genuͤgen zu
Hun / mit demſelben Fan er Fauffen bobe
lemter und Ehre fein Gemuͤth zu vers
$nügen. Er Fanalle Ergöglichkeiten har
m/ Damit bie Sinne fid) ergögen ihre
fEippetit und ‘Begierde zu füllen; So
Iſet ibn. die Geſundheit fehmeckfen alle
Wolluͤſte / fo weit fie ſich erſtrecken Pons
Men; und deßwegen hat ſchließlichen der
Mtein / welcher dem Menfchen das eine
end andere gibt/ bie alleredlefte End⸗Urs
he / mad) feiner Vortrefflichkeit und
Mollkommenheit zu rechnen.
| Johann ang.
ds Darum
HlOB nacdiüdjen Dingen bae aller hoch⸗
Jutes zu tun; indem fie ihn betrachtenals —
57
3!
J— "farum fo fey eines Willens f
ſie ergeigen mir auch alles Liebes, und wadlı
Zahl bu auch einer bift/ erzeiget mir/ / ohn
PANDORA,
den Were der Natur/ baf bi |
nicht jet diß / Jet das zu verfu
hen fürnehmeft, (d) Ne
(4) A Lchym. Wer da? Wer rufft mici
Ag
atur: Du Narr / mas Fähefifi
bu beur und fern mit meinem Sohn ange
|
— Sarum erzeigeft du ihm ſolche Schmach
Weßhalben peinigeſt du ihn alſo / ber Dil
bod) alles Guts su erweiſen geſinnet itio
wo du es alleinig nur verſtehen wolteſt
Alchym, Welcher Teuffel ſchilt mich
Einen ſolchen Mann und Philefopbum lf;
Natur. O bu Narr wie ein gro(fer Phi
kofophifcher Dreck und Unflat biſtu toi:
ein aber wigige Bank ! Sch kenne di
Philofophos, und ale wahre Weiſen / did
liebe ich werde auch von ihnen geliebet
P
I
|
N
mir zuthun nicht möglich iſt belffen fü]
mir. Aber ihr Alchymiften / auß bereap
allen meinen Willen und 2Bifferyalle Wish
Dermärtigfeit : deßwegen Modes 1
euch jederzeit das Widerſpiel. Iht ver. li
meinet / ihr Fönnet gar mohl meine Soͤh⸗ k
ne tractirens jedoch ift all euer Arbeit umallı
fonft/ und wann ihr die Sach. gründlich
bedencken wolt / fo führen fie euch bey]
der Naſen herumby und ihr [ie — [
emahl
Dover Edelſt ab COfttes, ge
mahl fie euch / wenn e$ ihnen gefállet/
1 Narren machen, und koͤnnen. Alchym,
gift erlogenv ich bin auchein Philofophus,
d weiß / bag ich mohlarbeiten fan. So
in ich nicht nur bey einem einigen Fuͤr⸗
Ten geweſt / als ein antehnlicher gemaltie
erbhiloſophus welehes auch meinem Weib
ol bewuſt / item ich hab auch alle weil noch
tt geſchrieben Buch in Haͤnden / fo etli⸗
Fe buabect Jahr in einer alten Mauren
rborgen gefteft ift / barum will ich bey
einem Eyd noch mohlden Stein gu bereie
Ba tvi(jen. Uber ba ift mir eine Offenbah⸗
Ang / im Traum färfommen. O meine
räume fehlen mir nicht/ gelt Weib ou.
Weifts? Natur. du bift eben ein Gefell/
Wie deines gleichen alle/ Die Anfangs alles
Kiffen wollen, und vermennen/ fie haben
Wt Sunft gar gefreffen/ am Ende iſt e$
Y chts Alchym. Es babsis bod) andere
Munſtlich / auf dir / Natur / gemacht. Na⸗
It Dag iſt wahr / aber allein die jenigen /
me mich gekannt haben / deren gar Wie
ont: Der mich nun Fennet/ der peinige
Meine Söhn und Kinder nicht 7 er thut
Mir auch Fein Ubels / fondern/ was mir ge-
ig und dienftlichift/damitvermehret er
We prede £ und heilet meiner Kinder
toc. ps ;
| ‚Michael Sindivogias.
| | ‚(dd) ,Et Alphil, Qui non ertat, Den per- Cum mulcis
tJ | ] ve
nit;
éco
erroribus
ad agtem
perveniri,
venit, & qui non corrumpit non émend
PANDORA Vf
&|qui non triftarır non lztatur, pauper it p
ratQ incipere & opus fzpe repetere no)
poteít, prout nece(le et, Sic enim Audio:
lib. de perfe&o magift. Cum de hujus rt
experientia nemo poffit effe fecurus, tibl
fuadeo, ut adione incœpta ab ipfa non cell
fes, Si prima vice non re&e fuerisoperacusll
fecundo, tertio, & etiam amplius, (i opus fuel:
sit, teitefa, quoufque quod appetis perfecti
fime deprehendas. Neque te ab hac re lal
bor manuuin, rerumve impenfa amovea
quia cum inſtantia vinces, & de manuund
labore mercedem, & lucrum de rerun ;
fumptibus rehabebis, Et An&or viz uni]
verf, oportet artificem cum multis. label
rbus & erroribus ad perfectionem pervelle
nire,vix enim hoc opus excellentiffimum ag,
finem fine impedimento perduci, —
x Theobaldus de Hoghelande, i
(ddd) Jetzund bab ich gelebrt DA
ein Erforfcher ber Natur / tvarbafft].
(fedt / gedultig und beftändig fep.
fole / ber feine Gedancken und Ge
muͤth nur auff ein Ding allen
richte cc E
| Michael Sendivogins
Dann unfere Runft wird in viel)
der Dingen nicht vollbracht (c) T
(986131 (oldjem einigen Ding von dent!
Fhilofophis ihr Magnefia , und Sa]!
turn!
rg Gab Gottes.
us genannt / als in feinem eigenen Ges
-fonderbahren Subjedto Univerfali
t unfehlbar Mercurius & Lapis Philofo-
^ um Univerlalis, der Weiſen allgemeis
einige / natörliche / höchfte Artzney.
ub diefem foll und mußfie allein gefucht
genommen werden / und fonften auf
finem anderen : Sintemahl e$ alfo quali-
t/ daß esfonften feines Sleichen in ber
sen weiten groffen Welt nicht bat; und
D: im diefem iſt / ift in keinem anderen /
die Philofophi,
1 ái Radix M
] Und mit was weiß unb in was
de permengt werden / ſo íff cé
LU dE nur ein he und
jerley / C£)
wahre Materiam, ſo befinden wir
M 9Garbeit / daß dieſelbe nur eine einige
ungeachtet ſie mit viel tauſend Legion
Jamen genennet wird / welche nicht al⸗
An auf bem Erdboden / ſondern auch in
, "after und £ufft zufinden find / dieweil
UM ficb felbit v ap re ——
i| D fic) felb(t gebieret. annenberó
|
Lu der weiß von feiner Krafft und T
ull
Kalt feine Namen gevielfaltiget
| N Doserascn wir nun im Grupde die
J mer den. Stein nen⸗
et
62
woͤrde ein Stein fein Name fp. — T
— Stam vielen Dingen gegeben / und einch
Warheit recht finben / wie afes eines un
men und loben gefünnet. Wiefienun d.
PANDORA; |]
ckung nichts / bann wer Piefefbige veil
ber nennet ihn nicht. Say etliche wolf:
ar fagen / er hab Peinen eigenen Namen !
intemalen ber. Alphidius alfo fpricht : Y,
der Stein einem eigenen Namen hätte /
Insertus, 7Maecrotofm,
FE) Habe folches nur erzeblen foll
and wollen / daß ein Ziebbaberbiefer Rund,
fih nicht fell laffen irc machen daß € |
Ding vielerley Nahmen zugeeignet weil!
den / dardurch man Die rechte material
defto beſſer fam erfenden/ bie ganse opel.
ra:ion/ vollk oͤmmlicher verftchen und oll
einig/ was Dit Philofophi für ein Sreutl
hierinne gefucht / wie fie Damit geſpiele
daß fie es nicht gnugfam betrachten / vüll!
ben der materiz — Namen geben
alſo geben fie der Veraͤnderung deß Grad
halber noch mehr Namen. ®
t | ducertuss Macrocofml'
( (££) Wie bod) unb febr notbmenbi]:
an der Crl'antnu Der prima, alias mateti l
fccundz , diefes geheimen Philofophifchell
Steins / den jenigen bie folshe zu erlangt
begehren / gelegen fep : Haben ermel
Philoſophi diefelbs auch nieht gaugfam ei
innert]
| Oder Edelſt Sad Gottes.
Jern / und in acht zu haben / vermahnen
nnen/ welche Materia Doch nur ein eins
Pes Ding ift 7 Darauf diefer Stein einig
U
1 »
f fon mit taufend Namen benennet7
ß zugerichtet werden, Defjen Qualität,
Et und Eigenſchafft 7 fie auch wunder⸗
Erlich befchrieben und ungefaͤhrlich sc.
U MWaflerftein der Weiſen.
| l "fEf f) Vidi Mineralogianoftra, tnb mar
ib Erfte Anmerckung über das fiebende
Hpitel deß erſten Theile: ARE:
ÜCEFEFE) Ego veritatem vobis dfco : quia
pil aliud hujus artis operstores in errorem
ruft , nifi varietas, & norninum muititu-
Sed ſi quis re&é cognoverit, quod hzc
iimina non funt, nifi colores in conjundione
llparentes , in hojus magifterii via non devia-
‚8. Et dicit Lilium? Noftri lapidis tat fune
Mina, quod res vel rerum notabilia, Et
1 (inus: Philofophi namque milibus mü-
n legionum nominibus ipfum nune
diaverunt, unde homines in eo'errare fece-
it; & adeum pervenire non potuerunt,
Ergo cum hoc in ipfius cognitione non
Mufficiens , attribuerunt ei nomina aliarum
Li momnium , utper tales fimilitudines , fa-
‚Bntes devenire poffint in cogoitionem ipfi-
„4 Propterea ;gitur omnia ejus nomina
"Moa (unt apud Philofophos, & nota folis
| n ba, i
Tu.
allen / obn alle frembden zuſatz / ob.
65
64
. vis enirn materia exqualapis,, fit tantum ua:
. &ipfe lapis tantum unus , tamen fecund 1 ;
&ione apparent , & ortum ejus , & conjur f:
emendirt oder verbeſſert / Dann fi
(e Ere elo [t I |
- er(t[id daß er eben diefelbe Materiam nef
pe gebrauchet. Fürs ander / daB all ſey
Dingen, die Natur eines Dings augimer h
PANDORA
eis: quia intelligunt quid fignificant, Quar i
diverfos colorés & varietates , quz io ded T
Gionem in magiſterio diverſam, nomina im
ponunt adlibtum. — — d E. !
i Sean — Margarita "Preciofo
: * Bar ae : E
Dann die Natur wird nich)
|
|
P
1
M 9
ihrer Natur. (2)
:ur begehret nachzufolgen / esſey
welcher Arthes wolle / der muß nothroendi
ibm allezeit zwey Dinge für Augen fteHer
me / derer die Natur zu eben demſelbenE i
Thun und Were bep Anordnung porgd |
nommenes Dinges entweder eben fo fel N
oder doch demfelben gar gleich, Def‘
eine Natur freuet fich der andern / um i
* Satur wird Dusch die andere verbe
tit. ;
N
|
i
|
|
| EN
(ee) Diener ein jegliche Befferung di!
Ti
d
Edvardus Kell (
titt unb mebret/ fo wird in vielen Schrift
ten der Philofophen bie 9tatur dur,
Kunft gebeſſert / uͤber hhre Bewegung / i
1
JY
| Qo Bodft Gab GOttes. e
Wit in eer erfien Forma gehabt bat. Und
eweil Fein Ding arbeiten kan es ftp vant
urch Mittel per Natur / fintemalbte Std
Dur verborgentlich / heimlich und inwen⸗
Pig in der Stuaft wircket / durch Dienſt
End Huͤlff der Kunſt: Co folgt barauf/
dß die Verbeſſerung der Natur ſehe ein
Augmentation und Mehrung der Krafft /
Ind die Arbeit der Kunſt / ein Verbeſſerung
Ns EVE oon
E. Dann die Jtatur vollbringt ibréa Grad / gua die
Den fie natuͤrlich vollbringen Fans und fan Kunſt die
Dienfelbigen rad nit unterlaffenvesfey dafi Natur.
Daß die Natur verhindert wird durch eine uͤbertrifft.
Werhindernuß der Kunſt / dann wiewohl bie
Kunſi die Natur nit verſteigt / nodo ein neue
MNatur machen Fönte/durch ſchlechte lrbeit/
Bedoc) uͤberſteigt ſie die Natur fo ſern / daß
Je dieſelbige eigentlich Fan fubril machen:
| ‚Darum fagt mái / Ars imitatür naturam,
Die Kunft folgt nach der Natur. Nicht
aß fie cin Patur machete / ſondern vapfie
| Diefelbige Natur fu&tifiert: zu dem / fuhet
ipie Kunſt da / allda zu vollfuͤhren / da die
Matur hat abgelaſſen / unb entdecket offene
garlic) die ſubtile Natur / die im Ding
Angeſchloſſen ift : Die Natur generirt wol
Die Metallen / abet Tincturen Fan (ie nicht
eneriren / 05 fie wol verbörgentlich voͤllige
fixinetur in ihr hat. Daher fpricht eua
Philoſophus / die Natur bat in ihr / das
Mie bedarff / und fit wird nicht vallfübrt/ fie
| | € werde
|
fg”
merbe bann bewegt Durch Kunſt unb ope
Johannis Andres in den Sue]
'£buungen des Spiegels/ überdie T
. Aubricavonden Salfiben 7
Wiß / bag die Kunft der Aldi
men ift ein Gab des Heiligen Seid:
fles / und wiß daß wir in unfernp
Tagen gehabt haben een Mei
fer. (b) — — | Y
- (h) Allhier findet wieder nicht ſtatt Det]
fpisfündige &ínmurff / da fie erbe]!
fprechen: Omne bonum et communicatif!
| vumíui, Def Guten foll ein jeder theilhaffalt
tig werden / und wann ber Philbſophiſche
Stein fo hochgeruͤhmte Tugenden härteAlt
fo wäre ja febr nöthig / daß er gemeinen
Nutz zum beiten gang offenbar gemacht
„mürde. Aber man muß unterfcheidend)
die Gaben / fo GOtt ihm allein zu fpenbidni
ren vorbehalten als eim fonderbare Cr]:
feuchtung deß Heil. Geiſtes und Gnaden⸗
geſchenck und andern zeitlichen / leiblichen"
und vergänglichen Gaben und Tugenden /
M ein Menfch dem andern fan mitthei⸗
en.
MI
n n
"
EU
Incertus; Macrocoſm.
(hh) Darum wer zu diefem hohen und r
unauß⸗
Oder Edelſt Gab Gottes.
naußſprechlichen Geheimnuͤß gelangen
der kommen will / der fol wiſſen / daß
che Kunft nicht in Gewalt des Mens
Dites fep/ und beruhe/ und nicht Das
hoͤllen oder Verlangen, fondern das Gr;
Sarmen des Allmächtigen darzu belffé und
Vrdere / darum du denn zuforderſt Sottegs
Archtig ſeyn / bein Hertz allein zu GOtt er⸗
eben / unb mit einem techfen inbruͤnſtigen
End glaubigen Gebet / ihn um ſolche Gab
pua / bana fie allein von ihm gege⸗
em werden und herkommen muß. Wann
Fun auff-folches GOtt ber Allinächtige
der aller Herken ein Erfündigsr ift.) bey
it ein rechtfehaflenes / getreues und uns
etruͤgliches Gemuͤth ſiehet und findet’ daß
Zu nemíich folches zu keinem andern End/
Kann allein zu feinem Lob unb Ehr / zu er⸗
iprfcben und zu erlernen begebret/fo wird er
ich obn allen Zweiffel / feiner Verheiſſung
Bad erboren/ und Durch feinen Heiligen
Beiſt alfo führen uno (reiten / vaß bu Durch
Nittel zu einem Anfang fünlich Fommen
nd gelangen wirft, Darauff bu nimmer⸗
Fehr haͤtteſt gedencken doͤrffen / alfo daß du
deinem Dersen fpübren und ſehen wirſt /
fbit der gnädige GOtt dein Gebet erhöret/
nd zu einem gluͤcklichen Eingang bir al
Bereit gletcbfam eine&roffnung gerhanzund
erwiefen babe. — — ODE CUP T
ip Waſſerſtein der Weifen.
€ i (hb)
E5en/ fondern in dem gnábigen Willen
67
63
rung gethan werden. (a)
PANDOR A, J
(hhh) Nennen ben Lapidem auch eit
Geiſt der Warheit/foder Welt verborgen]
undohne Einfprechung deß Heiligen Gerd
ſtes ober Unterricht deren / die ibi]
kennen / nicht ergreiffen oder erlangf
werden fan : Der bod) in einem jede
Ding und an jeder Statt nach feine].
Macht: Um
Waſſerſtein der Weiſe nl.
Arnoldüm de Villa Novaindem Röl.
mifchen Rathhauß / ein oberfteil:
Arget und Theologum ; von well
chem (d) gefchrieben bab / von de
|
DBehaltung oder Achthabung de
Vaſtungen / ein Capitel Conialium]
welcher auch ein groffer Alchimi f
war / eins rütlin Golds / toelde qi.
gehellet in alle oder jede Berval h
AM
|
——
O A Roaldus Vilanovanus. Philofophi
infignis & Medicus excellens, & ficu
tus literarum acceffiflet humaniorum , eua!
» antiquis conferendus: fuit natione Gallus;] "'
teſtatur Sympliorianus Campegius, Nat"
et enim in Provincia Narbonenfi, in oppid “:
quodam , appellato Villa Nova, circa ann]?
Chrifti 1300. eo fere tempore , quo Petr"
Aponenlis, dicus Conciliator, & Kal Nin
Oder Edelſt Gab Gottes.
us Lullius claruerunt, —. Reliquit multa ope.
iin Theologia & Philofophia, pluraautem
narte Medica, In Alchimia tantus fuit Ar-
fex, ut. Raimundi Lullii inea artc Magifter
xftiterit , & laminas quoque fecerit aureas,
on cedentes perfe&iffimo auro. — Secreta
IDfius ztatem feré. nemo penetraverit. Unde
E RegeSiciliz Friderico in magno habitus eft
Wonore :"a quod, cum ad Rom, Pontificem
nandum effet miffus, in eo tandem itinere
iem obiit, & Genuz fuit fepultus. Ope-
I Arnaldi Chimica, quz ad noftram ztatem
1orum; Lumen novum; Flos Florum : &
sculumAlchimiz,
Intertus.
E Lind ich rath / daß fid) Feiner ein;
Uſſe in diefe Sunft/ er fchicke fich
ann / er wölle machen groflen
jioften./ es ift gar ein ſchwer kuͤm⸗
erlid) Ding. (5)
2) $ Ufficienter locuples fit, nec enim ſuſſi-
A Jcitingeniolum effe, do&um , indu-
'jum & opera naturz non ignorare, fi pau-
prtare premente hanc fcientiam. cogetur
»ftponere aliis minus nobilibus fe&andis, ut
„Hopem vitam fuftentet, & de viäu & ami-
Jiu fecurus fit, Unde Lullius: Hxc ars
[m € 3 divitias
Enim naturz adeó rimatus eft, ut altius poft.
ervenere, hzc feréfunt; Rofarius Philofo-
79
| dit, imó veriffime afferendo, ars ipía & ej N
"E
PANDORTA, 72
divitias requirit, fapientiam & libros, ‚Ei
Philofophus ; Impoflibile eft indigentem phi
lofophari, | ENT E
Theobaldus de Hoghelande, D |
I)
w
(bb) Hujus enim artis inquifitio, & ve].
ritas, & experientia, aliarum rerum omnium
inquifitione fortior, difficilior, & occultiord
& loagioris temporise(fe videtur. Quia non
folàm hzc operatio per viam natur. proce
inquifitio, & regimenoperationis cum com
plemento fupra naturam exiftit per modum
miraculi; quoniam divinis operibus fupr:
naturam exiftentibus, hujus artis Aaem, (il^
milatur omnino, ficut dixit Hermes, Undd
Barleus in libro qui dicitur Turba philofa]l
phorum, artis iftius difficultatem infinuans]"
fic ait; Quod enim quaritis, non eft parvi!
pretii heu vebis, vos qozritisthefaurum Dell
maximum & remunerationem, nonne Ícitis
quod pro minimo hujus mundi propofitg]l
mundani fsinvicem neci dant ? Quid igit
agerent pro bac excellentiffima oblationil
feré impoffibili? regimen enim ejus ma
jus ef, quam quód ratione percipiatur
ubi infpiratione divina, |
«Margarita Preciolal,
(bbb) (lab it Warheit / bic Alten Beil
fen haben alfo gefchrieben/ und fchreibeil
ſtets noch, daffelbige. Als nemtich: Da
€
—
|
p Dder ZIEHE DAD Gottes.
S gefunden wird in dem Mifthauffeny wie
Morienus fagt ; und megen Der geringen
Einfoften/ ſchreiben fie ale vollko mment⸗
Pi; 9Mfo^af was bie Zeit und Koften
trifft Artephius und Flamellus fagen/ es
/ nut ein Spielder Kinder: und ein
Rinder⸗Spiel. quo
Denen antworteich / daß es oer
Mercurius alfo iff.
Jedoch trauet mir/ ob. fon die weiſen
eute alfo ſchreiben / und es tvabrift / fo
Buß Ded) noch etwas zu ihrer Meynung
Bengefeket werden / wieder Author des
ovi Luminis wol angemercfet hat; Daß
emlich diefe Kunft leichte fep bem jenie
ttv der ſie verſiehet / wie Artephius Flär-
Sch redete Dem aber / Der Diefelbige
Bit weiß / ift nichts/ das fo bart zu
Iyn fcheinenfan. Der Weife/faat Sen-
ivogiusfinbet eg in einem Miſthauf⸗
En / aber der YJarr Fan es aud)
icht glauben / daß im Golde ift.
ls. Cyrenaus Philaletha,
E (bbbb) Vorwarnung an den gün-
igen guchergigen Runftliebenden
eſer von Achtung der Alchymi.
In Sorten Babes Mlictel.
| Ald Anno Mundi 3981, vag ift ungefähr,
€ 4 lid
=
4 71
PANDORA, 2: I
fi) zwantzig Jahr nach Gbiifli Geburt
die herrliche Kuͤnſt des Glaß machens auf
kommen / daß man mit ſchlechter Tempe 1
ratur des Sands / Grieß / Afıyen und eth
licher Metalliſcher harter Saͤfft / ure 4j
Krafft des Feuers / dag Glaß bat Rif
gieſſeg / biegig/ gelenckicht und ziehig w
ſonſt cin weich Metall zu allerhand 9tuf
und Zierlichkeit koͤnnen zu bereiten: da
der Roͤmiſch Keyſer Tiberius sugefahren
und bat Die Officin oder Werckſtatt folche
ehrlichen, zierlichen und nüglichen Kunſ
verbotten und abgefchafft / ja auch / wi
Iſiodorus fehreibe / den Meifter foldye J
Geſchicklichkeit umbs Leben bringen! tajen]
Uad daffelbig allein auf bitfer Fuͤrwen
bung/ darmit nemlich nicht Durch. Stuff]
kommnuß diefer Sunit/ das fchöne durch
ftia belle Glaß / das bleiche Gold mil
der Weil vertringe/ und in ein unwe t|
oder Altinachtung bringe / unb alfo bit
Durch endlich das Colb feinengBertb uiti
Abſchatzung verliere ^. und alle Commen
cien / Handthierung / Kauffmannshaͤnde l1
und Gewerb bernieber lege. A
Welches eine foliederliche nichtswuͤrd lh
‚ge Urſach von einem fo hohen Potentatell):
iſt daß man wohl fagen möcht / er ha
fie nicht als ein Tibertug / fondern (mil
man ihn feiner gemöhnlichen Trunckenhei "N
halben zu fcheiten pflegte) als ein Bıibk))
rius / auf einem Trinckglaß a "i n
|
|
A
h
N
|
1
Oder Edelft Gab Gottes,
ſchoͤpffet: Als ihn nemlich der Wein
n Glaß dermaſſen ſchoͤn angelacht / Daß
E ihın zu Lieb / und feinem Hirn zu Leyd⸗
im * ein Aberwitz getruncken gebabt.
Oder weils ihm ergangen/ mite Dem / oen
elchem Dad Epigramma lautet:
Als Winhold ne | auf einem
D af
| afe
E Lino darvon alſo eranchen wası
Daß er des andern Tags ward
J ſchwach
Faßt er sum Glaß ein Zorn und
prach:
P ent ſpuͤr ich / es fey nidbtgar ohn
P Dap erwas Giffts in Glaͤſern
| wohn/ |
| ZTYabm drauffdas Glaß / und
i war[fe ss hauffen /
Und tbátbi: fort aug Baͤchern
T fauffen.:c.
© Gleicher Geftalt auch er/ ber Kenfer Ti⸗
Iperius/nicbt allein den Zorn über das Glaß/
Jondern auch den Glaßmacher ergebilaffen.
E Durch welche feines gegen. gedachtem
Runftfer geübte Greulichkeit er recht ers
Eeit(em/ daß er (inmaffen fein eigener
Mrzceptor feine Natur befchrieben) kein
lutum fapientiz, darvon pie Alchymiſten
fuot genug zufchreiben und zufagen mife
das iſt / ein fepmen mit Blut gewuͤrcket
Siege geweſen.
\Es Ehen
| w/fondern ein Lutum fanguine maceratum? —
73
74
n Eben auf folche Weiß thun auch. bii j
Natur ſo nah nach tbun; daß fit]
jenigen welche auf Sorg / daß nicht et
wan Durch Die Chymiſche Zubereitung den
Metallen / durch Erforſchung des Benedi. í
&i Lapidis Philofophorum, Durch bae Ne,
bid unb allerhand Tinctyren und Secret],
des Golds / das natürlic Gold mit QAM,
Weil in ein Urachtung ermachfe / oot,
bie Bergwerck in einen Abgang gerathen
poer jederman einsmals zu Reichthum
Fomme/ oder Die Medicin zu leicht und
gemein werde ; entweder mit Händen,
und Fuͤſſen abwehren / bap die Chimiſche
Kun nirgends Platz finde / noch aufkom⸗
me: oder fid) befieiſſen/ wo fie ſchon eine],
reiſſen wolte / fie aufs aͤuſſerſt zuſchaͤnden
und zu vernichtigen / damit nur kein ehr⸗
lich Gemuͤth / auß Forcht der Schand ſich
darauff begebe: Oder dieweil fie. zu vers
drieſſig / traͤg und faul und ungenug⸗
fam ihres Alters halben darzu fepn/ ſchoͤne
Wort dahin anlegen / anderen dieſe kuͤnſt⸗
liche Arbeit zuerleiden. n
Sind aber diefe nicht auch rechte (e&t
Tiberii / die auf eiferiger Liebe gum naa],
taͤrlichen Gold und ihrer gerohnten Artz
ney / barum gleich andere Sünft / die - e
ber Natur nachzufpielen gedencken/ ja der |
|
| |
T
p
|
N
felber dräber ſich verwundern mieu à
geſtehen / daß fie in vielen Heilungen und
Artzneyungen einen naͤhern Weg grum j
I Oder Edelſt Gab Gottes.
In baben/ nicht defto weniger verwerffen /
End Das Lutum fapientiz mit dem Luto
Femnio ſich nicht in einer Apothecker · Buͤch⸗
It vertragen moͤchte / zc.
Siehe da die ſchoͤne Hochwichtige Be⸗
enden. dieſer eiffrigen Handhaber unb
AcerataConſuetudine, welche meinen / es fepe
rein eintziger Weg gen dfom / und es koͤn⸗
nnicht zweyerley Kuͤnſte uͤbereinerley fob -
Round Materiben einander und zuſam̃en
ftehen. So Dod) ben den Kunftfinnigiten
doͤlckern den Egnptiern / Chalpdern,
| ra
. 7$
| 76
ſchreibens / dann ſie gehet uns täglich ü
- Händen und vor Augen um : Aber Dig
rn
Arabern und Aſſyriern / ſtaͤts beyderley
nemlich die natuͤrlichen Sachen hoch ge 4
acht / und auch bie Tratursgemäffe Künf
nicht weniger fepn geacht geroefen. Die f
Natarlichkeit bebatff zwar nicht viel b t |
N
T
|
i
Naturmaͤſſigkeit die Natur eter guet N
ſtrecken / die bat ihrer ichtigfeit und Ber],
ſchwaͤrlichkeit halben viel Dächer gebracht il
Die zum Theyl auß CBergunft oder auß f
Neid hinderhalten werden. Á
Dann diefe Kunftzerftörer thun eben vit]
der närrifch Thrann Diocletianug: De
nad) bem er langtvierige Krieg. wider die
Egyptier geführt gule&t gemennt / er koͤn⸗
ne ihrer nicht ehe recht mächtig werden / u 5|
fis mehr Dämmen / als wann er alle ihre) Ih
Buͤcher / die von Fünftlicher SSereitung
des Golds befagten lief aufffudyen / uni
fie in feine Dände brádte : Dann alfo
mennte er/Fönne er ihnen an Vorrath große
fer Reichthum / die fie Durch ihre Kun
fid) zufammeln ruͤhmten / Abftrickung]
und Dindernäßehutvund. ihnen dermaſſen
die Federn befchroten/ daß fie Peine Nervos,
noch geldſteurliche Zufäßund Kraͤffte mehr)
wieder die Mömer zu Friegen hätten. —
Aber teie dem Diocletiano feine N |
fchläg gefeblet / alfo fehlets nach beutig&])
Tags vielen diefer Kunft neidigen / papal
wie faft fie gera oie Ld N
di
M
n
im
Al
hil
Mi
9
'
J
1
der Edelſt Gab: Gottes,
Sucher untergetrudit wuͤnſchten / ihnen
h zu leyd diejelbigen A Tag zu Tag je
jer und mehr and Liecht Fommen.
Allein wird noch Diefer Fehler und
Pangel darbey gefpüret / daß etliche diefer
Beheimnäß Erfahrene / nicht minder dann
ie obgedachte neidige Haͤſſer / auff eine
Iyndere Weiß / auch dergleichen fürtitigt
Fiberios geben, Dann in dem fie Die Fuͤr⸗
iprg tragen / es möchte dieſes Myftery zu
Semein unb jederman befantlich merden?
nb alfo männıglich zu überflüffiger Reiche
num gedeyen / fo verführee fie ihr Fürs
Sißnuch inein Vergunſt / daß fie fid) ber
eiſſen / dieſe Kunſt auffs aller verborge⸗
fbit ein verdecktes Eſſen Den Leuten fürzue
| ragen | und gleichfam Sphyngis "oder
aͤhtersweiß aufzugsben Welchen
TR dbtersfchreibern man billich dieſes Lied
cciniren / porfingen unb vorgeigen folte.
Entweder [chreib/ daß man verfich)
Pder / des Schreibensmüfliggeb:
4 Se era daß man nichs
oll wi
So Pad das Papier wol unb ſchi⸗
en.
Ja ſprechen fie: Man ſchreibts allein
Iren Kindern der Weißheit. Das meynt
$05 ja auch: Und darum/ mann du fchon
, wfé verſtaͤndlichſt ER toirbd Doch
niemand /
ſt / unverftánolichft / undeutlichſt / und .
77
*
von Goͤttlicher Mildigkeit gleich ſam darzı
EM
ts
hierinn etliche zuſammen getruckt ori Ih
‘PANDORA CCM
niemand / bana der zu Diefer Kunſt geneigt
geartet / genaturt/ gefchickt/ begierig / ung
geweihet iſt / erfolgen und affrquiren : A id h
wird viel tráge ingenia allein ote Muͤhſam/
Feit darvon abſchroͤcken. Dann man tiefe:
nirgends / daß oie fonimergeylen Haͤ sl
fchrecken in India Gold folten zuſammen
tragen : Sondern dieſer GleiB befindeil)
fid) allein bey ben Winterfcheuen embſigen
Aumeiſen. Wilt du ein Nachoͤhme
und Foͤlger der Natur ſeyn und heiffen
fo folge aud) im ſchreiben der Natur / utr
ſchreib verſtaͤndlich Es wirds dannoch nu
faͤſſen der da mag. Sonſt wo vu bit])
fremdeſten und weitgeſuchteſten Woͤrte
snb Gleichnuͤſſen fuͤrgruͤbelſt und brauchſt
bringſt ou bey den Guthertzigen die Na
tuͤrgeſchickte Kunſt viel mehr im böfenk,
Verdacht / dann in eine Großachtung: Und
bey den Neidern viet mehr ju fpott/ danıllı
4u einer Verwunderung. EM C
Soerbalben billich diefe Authores / de
^
r
als Kichardus Anglicus Raitmundudh,
Lullus / Rönig Geber auß Hifpanien iQ
hochzuhalten und zu ehren find , daß fill;
alle Vergunſt und obaußgefuͤhrte Tiberidhn,
fche Fuͤrwitz hindan gefé&t / dieſe Geheim
nuͤſſen / ſo hnen von Görtlicher Guͤte (da
her alle gute Gaben entſprieſſen) offenba
geweſen / deutlich / verſtaͤndlich / treulich = lh
, gut
J
J
Oder Edelſt Gab Gottes.
atber&iglid) männiglichen / fo zu diefer
unft &uft trägt haben zum Unterricht in
schrifften mitgetheilet. Deßgleichen find
sch diefe alles Dancks und Ruhms wuͤr⸗
8/ die folche beralten hinterlaffene / und
i enttotoer unachtfamen uno liederli-
tn / oder neidigen und mißgoͤnſtigen Leu
1 auffgehaltene unb verftcchte Bücher
jlich je mehr und mehr zufammen fuchen/
heben und endlich zu nutz aller Poſteri⸗
und Nachkommenſchafft in öffentlichen
Such zukommen verfchaffen / und alſo eiu
meinnußlich Werck darauß machen.
Wie dann dieſer einer zu unferer Zeit
dd) ver Hochgelehrt Her? Doctor Dein»
| 3 A Medieus zu Nuͤrnberg⸗
U der aug feinen mit groſſer Muͤh fleſſ⸗
fi sufammen geleſenen Colſectaneis, nun
-
D fingulares Medicós Trz&ausgutioillig
in Truck gegeben: Auch íe&mal ges
waͤrtige nicht toeniger fürtrefflicbe Ges
tollen : fondern Diefelbige dem mete
ED gleichfalls Hochgelehrten Herrn Mi-
|i Toxırz, Medico/ 2c. in Truck zu
Ichicken übergeben und vertrauet. Als
Mr dafjeibig von wegen feines unvorfes
Fen toͤdtlichen Abſchads auf dieſer Welt⸗
Éotr etwas laͤnger bann man verhofft/
olieben: Hat mam doch jetmal / als
A n mehr Musß uno weil es zu trucken be⸗
fem:
Be .zeitlang ber viel herrliche / nutzliche
Bmnußreiche Tractat / nicht hinderhal⸗
78
$o
am
Ding erichaffen hat daß das’ [P
PANDORA |
Fommen/fichder Gebühr erinnert /unb d
Verheiſſens hiemit exolviren wollen; be
fend/ e8 werde allen wahrer Medicin un
gen zu groffem dienjtlichen Gefallen gt
reichen. 2€. |
2
Kiebárdi Angli | !
Es find etliche Philoſophi gi
weſen / ſprechende / daß dig CIL
ringe oder nachguͤltige Runf wär
bor ihren Ehren / mit Urlaub / ſcw
ic) euch bey dem Schöpffer Di
Himmels und der Erden/ dat
ihr fuchen nicht iſt eines Flein
tver(bé. Cc)
C) e Ahero Fonimet voci und rotbint
' = Practicke / welche fo ſchlecht ul
leicht t / daß fie ein Weib neben oM
Mocken oder Spinnen ungehindert verri
ten Fan / oder als wann fie der Henn
im Winter Ever unterleget/ fie außzubr
ten / und diefelben nicht waͤſchet. Dal
man waͤſchet die Eyer nicht / warn im
fie zum ausbruͤten unterlegen will’ ſonden
toit fie ſeyn / alfo unteríeget man fie dert
nen: Und tbut nichts anders’ als daß m
fie täglich ummendet und unter der Bry
Dennen umbfehret / die jungen Dünidl
dei
Oder Edelſt Gab Gottes:
efto eher ‘su haben. Hiemit ich alles
gnugíam erklaͤret.
"a Hzc ars eft cara, & levis & brevis &
juoque rata. Non nifi vas unum , labot
anus; coctio & una,
, j Radix Chymia,
| Darum muß vonnoͤthen ſeyn /
DaB das wirckende und das Ic
pue / fenen im. Mio ein
hen ; dann 9 ſie in einem
Seſchlecht zuſammen kommen / (o
haben fie bod) unter ihnen ein uns
erſcheidene Gegenſetzung / als zus
ompt zmifchen ver Materi und
ferm? (d)
' 4) Vue Minetalogia noftra; und war bit
lh Capiti deserften Theil,
! Danndie Materi leidet die Wir⸗
pung/ die Sorm aber wircket / ihr
| F ſelbſt
Nicolai Elaihellus,
zwoͤlffte Aumerckung über das vier⸗
L4
$2
gleichmachend / darum beaebrt n
fe habent d’flereutiam diſtinctam, ut differund
Coͤrper den Geiſt / daß er zu feinen]
GS UPEANIDI ORAS 5503]
ſelbſt die Materi vergleichende ob
türlíd) die Materi der Form / w ji
aud) ein Weib begehrt des Man €
und das fd)nob des guten. (a)
(2) e aber alle wirckende Kra
pem Männlein wird zugeeignel
Die Leidende aber dem Weiblein / fo mer
den bemeldte Elementa wegen ihres Wi
ckens und Leidens / Männliche und Weil
liche genennet.
"m
Edoardui Kellans» j |
(a3) Quantumcunque diverfificantut 3]
mina cjus ,tamen femper una fola tes e(t; i
deeadem re, Non enim introducituf i
Naturam quod in ea non eft de fua natur;
Quare oportet. effe neceffarium, ut agens &4
pa: iens fint in genere res una & eadem
in fpecie autem alrera & diverfa, fecundum
Mercurium diverfificatur mulier à viro, qui |
licet in uno genere conveniant, tamen inte]
materia & forma. |
| Rofarium.
Alſo efaſſet auch froͤlicher be]
Vollkommenheit komme. (5)
| (Doer Edelſt Gab Gottes.
feib in andern Leib / Darum fo ftebet die
Kunf allein auf der Seel De8 Leſbs und
des Geiſtes/ verſtehe Sulphuris und Me-cu-
ii, dann die Stel Sulphuris iftgin Weſen
des Leibs / uro darum / welcher nicht Fan
ptr weiß außzuziehen / Die Seel von dem
feib oder Corpore Solis pber Lunz, und
hachmals diefelbige wieder Fan geben in
E der Górper 7 ber irret aller»
dings. Und das gefchicht auf Diefe Weiß.
| ie Seel des Cörperg Solis vel Lunæ,
vnd außgezogen durch das Mittel des
Beiſts Mercurii, und alfo wird der Geiſt
Mercurii geftliget / und die Seel wird mit
oem Geijt gleichförmig vereiniget/ twelche
Einigung Der Seel und des Geiſtes nache
male das Corpus, fcilicet Veneris vel Jovis,
Fu ibi nimmt/ undempfähet darvon dag
tbe ptr Vollkommenheit / und alsdenn
v werden Corporaimperfedta, auferweckt
on ihrer Unvollfommenbeit zu der Wolle
Kommenheitz uno geſchicht nur mit une
| um Stein.
Do Radix Cie
€» du nun erfenneft die natuͤrli⸗
Ser machen dein Werck: dann id)
an e$ in feine ander Weiß / fo id
| le nen⸗
z;
en Gift. wuͤrcket nicht in
einem andern Geift. / nod) Fein
hen Wurtzeln wirſtu bag und bef
14
verhaſſet wird. Denn tie bie 2lufjátsigt
dit bie hochtheure Medicin.
Stein’ dervon Trucknem und Feuchte | |
; aufammentempernt wird / aber - "n
-PANDORA .
nenne unfern Stein 1 augtruda
noch mit einen andern Name
nennen. Aber durch die Befcheef
bung feiner Wurgeln / nehme
wir ihn aneinem Theil, und dal
darum / daßder Stein marlíd) gl
nennet wird. (c) |
() (Do Erfäntnüß ber wahren "t |
(ofophifchenMateria ift in der Ch
mifchen Scieng nihts fruchtbarliches au
geringe ne ifl/ und HEN: von sich |
meit von Gefunden abgefondert were
alſo ift auch unftre Materia eon Dir Med
ein weit abgeſchieden. 4
Die Philoſophiſche Materia prima i
ein Dopptltearn.itcr und gewaffneter Satu,
nos, und ín Warheit ein doppelter Mereig
rius, fo feinen eigenen E&chwefel bep. fir
bat. Hiervon nun werden alle Meralf
gebohren und generiret/ denn darınne fl
E
Johann de Monte Sryden
(cc) Und alfo ift Mercurius unfi
Qo Edelſt Gab GOttes.
Mercurius in keinem nicht / dann er nichts
augt zu dieſer Arbeit ^ dann unfer Mercu-
us ift fir und ber Wilde in Kraͤhmen iſt
düchtig/ / derhalben fo gehe fein muͤſſig /
unb nimm allem unſern eignen Mercurium
a alles Menfchliches und Geſchlachts /
Ding ihren Uıfprung und Wachsthumb
yerhaben/ und alle Blumen ihren Seruch
nd Farben/ das ift. trucfen und feucbt/
nit Soleund Luna vermengt/ auf den 4.
Elemente gleich temperirt / daß da Durch al-
t welliche Ding gefpeißt werden’ und bag
Ding erhebt fic) Durch einen Dunft/in den
pilden und zähmen Bergen/ durch Die
viro Feuchtigkeit / auß Der ScucbtigFeit
vird Sulphur und Mercurius und auf oe,
ten zwey wird Metailınach feiner fauters
sol und Luna Schein / den nimmt dag
‚Erdreich an fid) und verbaut. Den/ al8
ber Menfch die Speiß / und das Subti⸗
't/ von deren zweyen Scheinen / gibt die
Erd denen Dingen zu efje / gleich wie
ote Amme ihre. Milch den Kindern / alfo
werden die Metal in der Erden’ vonZei⸗
en zu Zeiten ernehlet/ biß fie zu ihrem
»oüfommenen Alter Fommen / alfo ge⸗
chicht auch in unſerer Kunſt / die wird von
rucknem und feuchtem zuſammen geſetzt /
md durch Wärme zuſammen verbunden/
weiche Materia yon einem Dunſt Durch die
| 53 Waͤr⸗
Waͤrmung der Sonnen / auß dem Dunſt
eit / und Foͤrderung der Metallen / iſt |
8;
36
nothwendiges Ding zufeiner felbf
6) ex (Lapis Philofophorum) boc
PANDORA; —
Waͤrme gezielet und in eine Feuchtigkei
dag (jt ein Sulphur verwandelt in welche
MWaffer und Seur unfer Stein gefund
wird / fonft nirgends / denn die Dünf|
nehmen mit fich auf die allerfubtifefte &
den / daß allerſubtileſte Feuer / Das aller furi
tiiſte Waſſer / und die aller ſubtileſtedufſt zu?
ift alſo ben aller ſubtilſten Elementen glei
temperirt/ daAdiß wird Prima Materia gd
nant/alsein Anfang eines jeglichen Dingen!
unb Die Materia wird abgefcheiden ale cit
Erd und Waffer / und die zwey werdet
durch temperirte Wärme wieder zufan]
men vereiniget. A "^
€ ín jedes Ding/das er von ihn
ſelbſthat und in ibm ein jede
Vollkommenheit. (5)
in einem jeden Ding unb an jede
Start mad). feiner Macht. (vide fupr
pag. 5.) aber indiefem einigen allein gan!
vollfommlich gefunden werde, |
Waſſekerſtein der Werfen
Sp iff nn zu verfichenauß "
geloffenen Worten / daß unfel)
Steu
*
Oder Edelſt Gab Gottes.
ET auß den vier Elemen»
5)e3 1 gleicher meife/ haben die Philofos
oh ihren Stein eben in Diefe Theile.
‚etheilet: Nemlich im einen Eörper/in ei⸗
jm Geiſt / und in eine Seele. Der Spi-
tusoder Geiftzift ein geben der Seel der
SeelLeben aber iff der Geiſt. Her wiederum
eſe zwey find Das Leben des Coͤrpers.
Der Geiſt iſt ein Knopff der Seelen und
8 Coͤrpers mit melchen fie zufammen
bunden werden in dem Gorper/ unb
‚gleich ein bimmtifd)er Weg / Der Die
‚Rraffe der Serien durch ba$ gane Cor-
jus außbreitet, TN E
| Qu magft auch ſolches alfo_verftchen/
qnn bie Philofophifagen daß ihr Stein
emacht wird / auß einem Górper/ Seele/
Briftrserftebe die Element des Coͤrpers/
ab N/ den 2ufft/ba8 A uud das Ervreich;
Y odd Viſt ein Geiſt / darzu derLufft un
as Feuer / auf bafi ich grob darvon rede / iſt
im mittler ünb przparirer Geift bag Erd⸗
eich aber heiffen voir feinen Seift / fone
sern ett Corpus, welches per andern Gite
cM Mutter ift/ darein fie gepflange
mo
' (bb) Dann Ariftoteles,De mocritus und
Ale andere Saniore beftattige und fagen
54 weiß.
Richards Aaglicus.
88
zuvor in ihr erfte Materiam, Darum y ji
: cor und Sulphuris, in fich begreifft. 9
PANDORA; ^W
weißlich daß man bie Form des Meta
les nicht ändern Fan, man bringe fie dan
vor alien eint Redu&ion in primam :matelyl
riam gefchehen. Was aber beiffet in m
teriam primam jt reduciren / ift c8 nich
wie viel Philofophi davon urtbeilen; DIE
4 Elementa, fondern das Ding / darauß eíl
Geſtalt gemachte - i([ / davon et
wag mwächfet und zunimmt. Hiervon
fchreibet Geber in feiner Summa/ welche
fonft vor allen vor ein Sophiften gehalt
ten wird/ febr deutlich und warhafftig@®
in dem eralfofpricht: Ich babe nun
mehr alles perferuriret/un» febr viel erſah
ten/babe aber nichts in igne befleng gef
‚ben dann allein Die vifcofam humidiraremlli
welche eine Wurtzel aller Metallen
Was nun Die vifcofa hnmiditatis humidita
ſey / darauf alle Metall generiret werden
and welches ihr Saamen ift/ fo ift e$ mill
nichten Der Mercurius, und Sulphur, il
fie in ihrer Natur find: Sondern Dit]
Erd mit Waſſer vermifcht. Hierauß wird
nunoffenbahrz daß die prima materia aller]
Metallen fei ber Mercurius in feinem S
phure, daß ift/diefläbrige Aufdaͤmpffung /
welche beyde Naturen / nemlich des Mer-
alfo Der Mercurips Die Materia, Der Sulphur
bie Krafft oder Tugend. Ober/. der Sul:
pburift dag Obertheil unfichtbar/ namege
Der
‚Oder Edelſt Gab Gottes.
Der Mercurius aber ift das Untertheil/ bes
ändiger/ fichtbar. Auß dieſer beyder
Yufammenfügung und Wuͤrckung ento
pringt der Hochgepriefene Mercurius dupli-
atus Philofophorum, welcher von unzeh⸗
iden lang gefucht/und von menigen ges
unden worden. !
1 | Incertut; Macrocoſm.
NE
(bbb) Nach Befchreibung der 4. les
nenten’fchreiten wir zu den dreyen Anfäns
en aller Dingen / welche folgender Seftalt/
uf den Elementen entfpringen. Nach⸗
em die Natur von GOtt dem Allmaͤch⸗
igen Schöpffer aller Dingen das Lebens
Recht ber piefer WeltMonarchy empfans
yenvhat fie Angefangen die Ort und Laͤnde
inem jedwedern nach feiner Dignitdt. unb
Börde außzutbeilen/ und bat vor allen
ingen / die 4. Elementen zu Fürften Dies
tr Belt gefeger/und auf daß des Aller-
Jöchften Wille vollbracht werde (nach pef?
en Willen die Natur mußhandlen) Daß
o9
yeorbnet/ bat oerotvegen Das (Seuer anges
Jangen in Dem £ufft su wuͤrcken / unb hat
ven Schtwefelherfärgebracht. Der Lufft
yandelt mit bem Waſſer / und bracht das
Holtz das Waſſer aber mit der Erden / und
gencriyfe Den Mercurium, Da aber Die
Erd nichts hattee / barein fie wöärckete/
prachte fie auch nichts berfür / ſondern
S s dag
i
t eines in das ander unaufhoͤrlich wircke /
$5.
PANDORA, "
bag Faͤrgebrachte bliebe in ihtrund ſeynt
deßhalben mur prep Anfang erwachſen
pie Erd aber tft ihre Murter uno Saͤ "
amm worden, OM
| Michael Sendivogim fl
(bbbb) Aber bu muft zuvor die Ele
mentain ihrem Miſt digeriren dann ohn
Die Putrefa&ion fan der Spiritus nicht vom
Corpore fepa:irt werden, / und fie allem
iſts die da fubtil und flüchtig machtl
wann ۈ aber gnugfam digeriret ift / da
Mauß fepariren kan fo mag das fepariräk
te Defto beſſer gereiniget we,den/ und bad]
Argentum vivum mird im feiner Geſtall,
mie Flar Wafler; Derhalben tbeife ven
Stein in zwey abfonderliche Theil der aM
Elementen / nemlich inflächtig und fill"
das Flüchtige iſt Waſſer und Lufft und
das Fixe Erde und Geurr/ davon nur Cel
de und Waffer / aber nicht Feuer und
éufft mit Augen gefehen werden. "T
Michael Sendivogius.
—
|
1
|
Li
)
(bbbbb) tem ber Lapis fey einer wun⸗
ders und fonderbahren Geburt und Geſtalt
habe eine unerfentfiche und unergründliel)
che Natur uud Eigenſchafft / fey alſo we⸗
der heiß nod) trucken wie dag Feuer / und
nicht Falt noch feuchtzwie dag Waflerz]
auch weder Falt noch truckenmie das Erde!
reich fondern aller Elementen eine gen
| fipid
| Oder Edelſt Gab Gottes.
hickliche vollkommene Vergleichnuͤß / ſey
einer Element nicht Fan angegriffen wer⸗
enz welcher mit allen feinen Eigenfchaffe
n gleich wie der Himmel über Die vier
lement und 4. Qualitäten af ein un⸗
iftörliches und quinta effentia in allem
BEN leichen.
b. 3 Waſſerſtein oer MWeifen.
f (bbbbbb) Gleich wie die Natur in Got-
;8 Willen beſtehet / und GOtt Diefelbe ers
haffen / ober einer jeden Ginbilbung eins
Ibiten einen Samen gemacht / das ift / ihr
Bollen in den Elementen / dieſe iſt zwar
ur ein einige / und bringet bod) gang uns
Erfchiedene Sachen herfür / fie wuͤrcket
ser nichts / ohne ihr Sperma, was dag
»erma mwill/ das märcket die Natur bann
It ift gleich mie eines Werckmeiſters In⸗
rument oder Werckzeug. 3Deninaj fo
das Serma eines jeowedern Dingg dem
uͤnſtler beffer und nü6Gtr. als die Natur
Albften. Dann aug der tatur Fanftu obs
| das Sperma fo viel machen unb auß⸗
Ihten ^ als ein Soldfchmidt auf Bold
Iper Silber ohne Feuer’ ober ein Bauers⸗
ann ohne Saamen. Wann man das
wMiben/ e feye gleich zum Böfen oder
m Guten/ fie wuͤrcket in dem Spermate,
| | wie
®
V
j
Id) eines unzerſtoͤrlichen Leibes ber von.
"tleibet hat alfo bat auch die S'tatur. ir
Jerwa bat/ fowird fid) bie Natur bald
9i
9
wie GOtt indes Menſchẽ freyen Willen /
in das Centrum der Erden / allda es dige
»PANDORA ‚ll
biefedift ein groß Werck / daß die Naturde
Spermati gehorfamet/ nit gezwungen / fo |
dern für (id) felbften/ gleich voie auch Ge
alles zugibt / mag der Menfch auch mu
par nicht geswungener weiſe / ſonde
auf eigenem Willen. Darum bat er de
Menfchen einen freyen Willen gegeben
t$ (eje zum Guten ober Böfen Co
nun das SpermaeinElixic eines jedmedendf
Dings / oder fein fuͤnfftes Weſen / od
ſein vollkommenſte Decoction und Dig |
ition, oder ein Balfam des & chmeftel@
welches eben fo viel ift als Da8 humidud
radicale in metallis. Es Fónte zwar 909
Diefem Spermate piel geredet werden/ wi
fehen aber nurauf Dad propofitum um
Vorhaben in der Ehimifchen Kunft. Bit
Elementa zeugen ein Sperma, auß dei
Willen Gottes und imagination oder Einf
bildung der Natur. Dann gleich wie ef
nes Mannes Sperma fein Centrum hal
potr feines Samens Gefäßin ven Wieren
alío tverffe auch die vier Element durc
ihren immerwaͤhrenden motum. «ein jede]
nach feiner Qualität und Art) ein Spermf
rirt/und durch den Motum außgemorffell
wird: Das Centrum.der Erden aber / if
ein lehrer Ort / allda nichts ruhen Fan
in Dad «xcentrum (daß ich alfo. rede) ode
in des Cen Bort und enffern Umlauff
ergieſ
|
!
Oder Edelſt ab (itte.
örgieffen Dit vier Elementa ihre Qualitaͤ⸗
gleich wie ein Mann ſeinen Samen
die Murter eines Weibes / in melcher
lh t$ vom Samen bleiber/ fondern nad).
n oie Murter ihren gebührenden Thei
imngenommen toufft fie das Übrige auf.
leichermaſſen gehet es it Det. Centro Det
Erden auch zu/ daß Die magnetifche Krafft
nes Orts ein Dingan fichziehe / fo ihr
| inet etwas zu gebaͤhren daß Ubrige
ird außgemorffen zu femen und anderer
H berflüffigkeit: Dann alle Ding haben
j derfelben Quellen ihren Urfprung und
i iro nichtsin dieſer Welt gezeuget / ale
IB dieſer Quellen. Als zum Erempel:
s fepe auf einem Tifch ein Gefehirr mit
Waſſer / welches man indie Mitte des Sie
hes fee und legerings herumb allerhand
Ding / allerhand Farben / item Saltz zc.
di Jin jedtveders befonder / mann man als»
j| ann folch Waſſer in die Mitte außgeußt /
fiehet man daſſelb Waſſer fich auff ale
nSeiten außrheilen und melcher Theil
eſſelben die rotbe Farb anrührer/ derſelb
yird rotb/ welcher in das Salß rinnet/
er wird von demſelben gefatten/ und als
Mort an. Dann das Waſſer aͤndert nicht
jt Ort / welche e8 erreicher / fondern Die
thendern Das Waſſer. Ebener maſſen
uß dem Cenrro Der Fiden fommet Das
perma oder Saamen / welches die vice
element in dag Cenuam ergoſſen haben
|
M
|
Y
|
j
f:
i "
ug
N
h
.
"n
5
24
» PANDORA, J
in unterſchiedliche Orth und wird
Ding nach der Natur feines Orths
naturet; fommt eg an ein Ort von reine⸗
Waſſer und Erden’ fo wird das Dit
auch rein. Aller Dinge ift nur einer
Saamen óber Sperma und gebieret daſſe
unterfehiedliche Ding: Dann alfo QW
ſchicht es wann das Sperma in dag Ce
trum Dringet/ ſo wird gebohren mas da
auß bat geboren werden follenrabe ame
es nunmehr in den Ort Fomen iſt / uñ em
pfangẽ hat veraͤndet es ſeineßorm nichtmeld
fo bald ein Baum alsein Metall / ſo bald ei
Kraut / als ein Stein / und einer Föftlich
als der anderinach dem der Drthrein 00
unrein/ Darauf gebohren werden. 2D
aber die Elementa ihr Sperma gebaͤhren
darvon müffen mir jegund reden/ undb
fchteht daffelbe auf folgende Weiſe. Di
Elementen feind Viere / zwey Schwert
und zwey Leichte / zwey truckene unb $t
feuchte / aber eines ſehr trucfen/ und eine
ſehr feucht / ſeynd maͤnnlichs und Weib
lichs Geſchlechts. Ein jedweders au
dieſen iſt von ſich ſelbſten ſehr geneigt
ſolche Ding / die ihme gleich ſeynd / in ſe
ner Sphzra oper Kreyſe berfürbringen/ un!
alfo bat eg der Allerhöchfte geordnel
Diefe Bier ruhen nicht fondern treibe
immer zu eines Das andere und läßt is |
m
| Ote Edelft Gab Gottes.
dweders für (id) fein fubtiles oder Sublis
ibgfeit gehen / und Fommen in dem Eins
uo zufammen. Aber im Eentro ift der
‚schzus, mag ju Qeutfch der Anfaͤn⸗
Per gegeben merden / der Natur Knecht /
elcher ſolche Spermata vermiſchend auß⸗
uͤfft wie aber daſſelb zugehe wird (a
em Beſchluß dieſer zwoͤlff Tractaͤtlein
zu ſehen ſeyn.
Michael re,
1 i Buena: d
| ey ſagen ſie auch / bie Reichen/
das iſt / die vollkommne Coͤrper ha⸗
Den/ das ift / bie unter oder unvollfon.
it Eörper oder Metallen nicht: Es iff
er Diefegebärende Natur viel vollkoͤmm⸗
Über / und im Feuer viel beftändiger im
Hold und Silber / weder in den andern
| Richardus Anglicus.
; o) Dahero fprechen fie auch: ba die
j ^$ Die gebdbrenpe Natur des *
k un
! ire Metallen habens nicht : Es iſt aber
LL
—MRM
-
96
| (d) C Um ergo fili tibi dixerimus , quod
liustantummodo materia,quod ex ipía folum-]
PANDORA, .
unb des Silberg viel vollfömmlicher / ti
im (euer beftänpiger / weder in denen a
dern Metallen. | ]
Marqſilius Ficim
(ccc) Undob wohl unfer Stein in alli
fieben Planeten einerley ift/ wie die Phil
bienet er uns Doch am beſten wenn i sg
turnus mit feinem Kreife überzogen hat / al
welcher den Gold⸗Geiſt in fid verfchlu
gen hält / _Flärer Fönnen wir pir unfer@
Stein nicht befchreiben. — ;
Michael Sendivogin
unb wird allentbalben gefur
den. (d)
talibus materiis omnes mundi res uf
am accipiant formam fubitantialem, acciden
talem, & fpiritualem , propter hoc dicimus
qued in omni loco noitrum lapidem rcperi
es, cum deilla omnes res mundi fuerunt prof
creatz , hoc cognito, vide quam materia cufl
pis effe philofophus, quia ab omni re, vell
aliquibus eorum tu extsahes primam materi J
am, etiamde potentia in a&tum, de fa&o&]
a&ualiter, ut jam tibi revslavimus, quod de il.
mode |
1 Oder Edelſt Gab GOttes.
!lyodo funt in veritate, magnitudine & poten-
nt procreatz. |
Hr | Raimundus. Lullins,
| (dd) Es gebendie Philofopbi por; daß
Ir Lapis allenthalben anzutreffen ſey auf
"Dem Bergen und in Thalen / auch in Loͤ⸗
übern und holen Selfen des Erdreichs. Aus
eſer Propofition, welche ihrer viel unrecht
Mrftanden / bin ich der gänslichen S92et
mg fenen alle Sy: ribumen entiprungenv
MB auf un8 / als dero lieben Alten ihre
Machfommen / die ıhren Stein geſucht
m auch in dergleichen unnuͤtzen und uns
Ichtigen Dingen mehr / fid) gank vergebs
W/ arm/ müb und matt / ja gar zu tebt ges
beitet: Diefe Propoßtion aber follft du
fo verſtehen: Gleichwie bie himmlifche
mmitihren Strahlen: Alſo iſt auch Dies
"I unfere irrdiſche Sonn / das Gold / als
Jntbalben im gan&m Glas, Das ift/ ia
Ir fieinen Welt / mit ihren Striemen ;
"Maff den Bergen / das ift/ oben an Haupt
P$ Alembits / wie im Himmel aifoaud)
den Hölen der Erden / das ift 7 ın deg
Biafes Grund / als in dem Erdreich.
N | | |». etar[iius Ficinus,
0
n
aben im Blut / im Eyern/ im Menfchene
Sonn / in ber groſſen Welt / ift allenthals —
dd) Man finde ein But getheilt in
| dreyi |
i 6 Iſt
97
98.
Der biemag fen auff gantzer Erdt
YOor
DerEan reich er die und dort
$m; (e)
PANDORA,
Iſt doch nur eins / das glaub m
rey
Bin Ding das die Doc nicht bed
Ihm auch darum niche faft 4
ſtellt /
|
Hats vor Augen / offt bey der janit]
lino doch vor Blindheit fo[cbs nid
Pant/ |
Ja wird bey den dies nicht verfi
So gering geacbt daB fie orül
gehn
Welches doch“ v der sea
YOertb
|
|
Ders kennt und a. das Mit Er
Waſſerſtein der weifel] |
Und vergleicht fid) allen Dit
\
N
' 1
Oen Exempel aber aufzuführen/fgl, |
teft Du erftlich Deinem Mercurium
nicht mafchen/ fondern ihn nehmen/ i [
mit feinesgleichen/ welches bas Feuer if I}
in die Afchen/ fo das Stroh ift/ feßen/
ein einiges Glaß / fo das teft ift ohne
dere Dingen in einem tügticben Ofen / d
das Hauß ifi: So wird von dannen N |
T
! di
oer f£odff Gab Gottes.
uf gehen ein jung Huͤnlein / ſo durch fein
Sut dich hetien wird 7 von aller Kranck⸗
Brit und eon feinem Fleiſch Dich zur Spei⸗
E fáttigen Bird : von feinen Federn wird
qi bid) brfleioen/ und für ver Kälte bewab⸗
Nicolaus Flamellus
fee) Hier ift gu mercken 7 daß mad be
An anterfchiedlichen Veraͤnderungen oder
WBervandiungen in Der digeftion einer eis
gen Matert unterfchiedene 9?amen von
An Philofophen feyn gegeben worden:
ch nach unterfchiedenen Compleriönen:
liche haben es genennet Ságlab/ fo da
Magulirt oder Dick machet: andere /
chwefel: ihrer oief 7 Atſenic; erliche
‚och, andre’ Alaun und (arbe die alle
AMrper illuminirt : etliche andre haben es
8 Ey der Philoſophen gebeiffen ; denn
Wt unfer Ep zuſammengeſetzt tft von drey-
Sahen / nemlich eon der Schale’
aWeiſſen / uñ vom Dotterralſo tft unfer
licaliſch Ey zuſammen geſetzt von écib/
Feel und Geiſt; wiewohl die Warheit zu
Jen / unfer Stein alles ein Ding ift fo
Eh nach Leib / und Gift? als nad) der
len. — Ober nach tinterfchredenen Urs
ym und Meinungen bet Dhilofophen/
Poird es bald eine / bald eine Andre Sa,
s, indem er fpricht ; dab die Materi im⸗
| Qa mere
in genennet, Und diefeshat Plato gemeiz
160
» Gefundheit und Reichthum diefer Welt i
PANDORA, gj
merfort flieſſe menn die orm ihren (ud.
nicht anhält. Alfo ift zDrepfaltig£eit il.
Einigkeit / unb Einigkeit in Dreyfalti
keit / denn alldafeyn £eib / Seele und Seil
Das ift aud) Sulphur, Mercurius und AUS
fenicum , denn der von fich blafenig
Schwefel / das iſt der da von fid wirfll
oder ftöfft / feinen Rauch durch den Ark
nic, ber rotircfet / indem er den Mercuriurd
zuſammen verbindet. | NH
. «Anonyma Derbum Dimiſſun
Y Dienbeim, |
(eee) Hiermit aber fage ich alfo am (ell.
ten Endes paf Ddiefes Die -gange Kunft un
das ganke Fundament aller Philofoph
fchen Dede ift/ darinnen ſteckt und geſuch
wird bag jenige/ fo vielbegehren/und gro
fe Mühe / Fleiß und Unkoſten fid) nid)
dauren laſſen / nemlid) zu bekomme
Weißheit und Derftand / langes Alter
AR Worten begriffen / als Exempel
weiſe: o"
Erſtlich fot bu wiſſen / daß ich bir po].
den Animalibus eit fold) Exempel anzeige)
will / welches ſchlecht unb einfáttig für Ar
gen; aber in der Wachfinnung fcharff und
weitfinnig. Eine denne legtein Ep]
daſſelbige Ey / wird Durch die Waͤ
me in ein Form und Coagulation - oDt]
Härte gebracbt/ Durch weitere Waͤrme B
; | " (
MO. fap
I Ode Edelſt Gab G0 ttes.
jet das €p in eine Sáu(ung/ da wird caf.
elbe corrumpirt , Durch folche purrifadion
Jyimmt das Ey ein neu genus an daß eia
E u Leben wiederum in ihm erwecket /
ind cin junges Hönlein daraus gebohren
Foird / und mann das Huͤnlein vollfom-
nen/ fo fchlieffen fid) die Schalen des Ey»
Wauff / reiſſen und geben fich von einans
er / daß dag Huͤnlein daraus Friechen Fan;
‚Wiefelbige Geburt / wann fie in ihr reiffes
Iter Fommt 7 vermehrer fie fid) meiter/
md bringet aber ihr Geſchlecht zu ferner
Fer Vermehrung. Alſo bilfft immer eine
Natur ihres gleichen förvern/und augmen-
h irt (ic) meiter / in infinitum,
Alſo auch mit bem Menfchen sc.
IE. Der Vegerabilifeye Sam ift. nun mehr
Much greifflich und fichtbar gemacht wor⸗
Men / welcher eon jedem Gefchlechte Des
IMfrauts oder Srüchte gefondert/.. und
en die Erde zur Vermehrung — fort
mepflanget wird / / welcher Gau
Mauß/ und dann durch mitfelmäffige
Fruͤchte geſpeiſet wird / bißfolcher vegeta-
Alliſche Same wiederum durch bequeme
Darme Lufft feine gleichmäflige Art zur
Wollkommenbeit gebracht bat.
Jb Bon ven Metallen und Minerafien bes
Wichte ich dich alfo / etc.
65 Aſſo
A —
102,
Iche tft himmlifch, das Elementaliſche geiſt
N
PANDORA *
Alſo nun fage ich dieſes sum Fuͤrbilt
des erſten Samens der drey anfahende
Dingen / daß per ci fte Anfang des Se J
mens Metallen zu gebaͤhren / ia ber Eid t /
gewuͤrcket wird/ Durd) Die imprefion uml
influeng Syderifcher Eigenfchafft, die ge )
bet von bem Obern indas Untere als ill
Bauch der Erden/ und wuͤrcket für un
für Wärme darinnen mit 6.8 der EI
menten / bann fie muͤſſen beyde zuſammen
ſeyn / das Syderiſche gibt die Einbildung
daß die Erde zu der Empfaͤngnuͤß gefcbic
und fchmanger wird, die Elementa uch
rea und fpeifen folche Srucbt/ und —
fie fort durch ſtetige warme Eigenſchafft bi
zu ber Vollkom̃enheit / das irrdiſche Wefer
gibt dazu die Form: Alfo wird anfang
lich der metailifche und mineralifche Sa
men gewuͤrcket nemlich auß einer Syde
riſchen Embildung / Elementariſchen Wird
cung und irröifchen Form / das Spderil
lich / und das Irrdiſche irrdiſch oder leiblich
die drey nun machen auß ihrem Centre
das erfie Weſen des Metallifchen Sa
mens / welches dennoch die Bbilofophil
weiter ergründet baben/ paf auf dieſem
Weſen eine Form ber metallifchen Materia
worden / begreifflich eon regen zuſam⸗
men geſetzt ^ als einem merallifchen!
Schwefel bimmlifchy einem merallifchen
Mercurio geiftlich/ und einem metallifchen]
Gab |
^| Oder Edelſt Gab Gottes.
li attse leiblich welches Dusch Auffchlief-
ifag. ber Metallen gefunden wirds bann
(di
&
‚am Dutch, Mineralia serbrodjen unb auf-
ſchloſſen werden / Dann Die Mineralia find
een des Gebluͤts / ber Eigenfchafft/ und
Natur / fo Die Metallen aud) find/ als
urba fie nod) nicbt genug gegeitiget find
J
ii
JM
Metallen erfandt werden / dieweil in ih⸗
n der Geiſt eben fo mächtig metalliſch be-
I den wird/ als in den vollfommenen
N ittallen. : :
uu Bafilsus Valentinns,
IM. .
! Und iff zufammen gefent aug
"b/ Seel und Geift. (t) -
"v Bg femirz, Sie die Philsfophi has
ben aber gefagt/ daß unfer Stein fen
MB einem Coͤrper / Seel und Geift/ und
Iben damit die Warheit gefaget / bann
8 unvollkommene Corpus haben fie bem
tbe verglichen um des willen / daß es
mach ift/ und das Waſſer haben fie eis
an Geiſt genannt / und ut in Warheit
Wh Oft: denn er giebt Den unvollfoms
"nen Górper/ ber an fich felbft toot. ift/
s Leben; Das eg zuvor nicht — batte/
Nip bringet «8. in eine andere Goeftalt:
lio Ferment haben s Die Seel genennt7 /
E C. * | —
| weil
Metallen und Mineralia máffen wies
der Coagulation, und mögen für unreifz
103
164
fur erfordert bat / und fen Same ur
weil fie dem unvollfommenen Coͤrper/ u
der an fiib felbften toot ift / pag eb
gibt; welcheses vorhin nicht batte/ unb:
feiner Natur erhebt unb verwandelt. —'
: | Edoardus Kella
CH) Ein Seel ein Geiſt / ein Leib (9
gehen Durch Die Copulation, in eit
Mercurium, in einen Salphar, und in €
Sal / dieſe drey zufammen gefest gebt
ein Perfe& und vollfommene Corpus’
ſey auch vases molle/ unb wie es die 9?
G Ott angeoromet ift.
Bafılius Valentins
(fff) Die Philofophi aber. fagen bil
meilen oon ginem Ding allein : als 1
Mercurio, oder Azoth ftecket alles was d
Weiſen fucben/ fie reden auch von drey
als Sale, Sulphure, Mercurio, zum meii
aber daßes ft Corpus, Anima & Spirit
Diefer gedenckeſtu gar nicht. Ich muB b
lachen 7 (jagt er) daß ou Die. Termin
Philofophicos noch nicht verfteheft/ od
willſt mich vielleicht verſuchen / och mi
ich dich deſſen auch entheben wenn |
von einem Ding reden / fo iſts Sal Meta
lorum, Lapis Philoſophorum, von zweyt
Dingen rede ich allhier / das iſt Corpus utt
anima, Das Dritte iff copula amboru
nemlich der Spiritus; den Fanftu sin fi
e
bh
e»
2 Y
BEEN C ?
[Doer Edelſt Gab GOttes.
V tt bod) in beyden verborgen / und
hwebet aí8 dann auf dem Waſſer wie
in im Moyle Genef, r.Iefen magft.
La: e/fprta edrca,9der der kleine
" P» Bauer,
(ER) Alfo haſtu auch in diefen dreyen
Infängen in jeder natürlichen Compofi-
jon einen Leib / Geiſt / und Seel verbor⸗
en / welche brep fo fie gefceheiden 7 unb
et / wieder vereiniget werden, muͤſſen fie
ibuffer alie Zweifel in Tachfolgnng ber
'Uetur eine überauß reine Frucht bringen.
Dieweil obwohl die Seel von dem alere
"ibbelften Dit genommen ift/ Fan fie body
'abin fie begebret/nicbt gelargen/alsdurch
ien Geiſt welchen das Hauß unb Eig
er Seelen ift/ welche fo dufie an ihr ge⸗
Mauͤhrendes Orth wilt nieder bringen/fo it
Monnoͤthen / gaß von aller Sänden wol fc)
ewaſchen / auch der Ort wohlgereiniget/
arinnen fie Fönnen verkläret und nicht
nebr gefcheiden werden. Jetzund haſtu
ber dreyen Anfaͤng Urſprung / auß welchen
bu in Nachfolgung der Natur der Wei⸗
En Mercuriom, und ihre erfte Materi muft
nachen unb diefe Anfäng der Dingen/
Monderlich Der Metallen zu deinem
Intent bringen? meil ed ohn diefe An⸗
uverbringen / weil auch die Natur felbft
hne dieſe nichts macht / noch herfuͤrbringt.
| 6 5 Dies
2 dug bir unmöglich ift etwas durch Kunft
Ber
"PANDORA, |
Spei find inallen Dingen’ und of
ne Diefe ifi nichts in der Welt. Wir
| auch nicbt$ natürlicher Weiſe fen. |
Michael ‚Serdivogk
&|
(fib) Wann ich dirs nenn und ſag
y ÉL.
Die zugehörigen eed: all drey⸗
Ey warum wiltu Dann viel klagen?
Schaut / traut / die Wahrheit thu ich
| agen. d
Ein Graͤßlein genannt Bere i
Muſtu chun baben/ ſchaut / bit
Ott orum!
Such eins in drey und drey in eim
Kommt fern wol tauſend in geheim
Leib/ Seel ue Geift folds nem
n ſie/ J
€alg/e dywefel uno auch Mercu
ry ii
Cbue aber/ trau — das Graͤßle
—
Trifoli genannt — allein
Chu tu den wer " such Belang
f$
6o biſtu warlich ein weile Marl |
Wafkrfein der Weiſen
lino verfehrt fic auß einer 9104]
fur in die ander Natur / bíg auff
das Rest feiner Vollkom̃enheit CX
(8) und |
| eoe Edelſt Gab Gottes,
32: verohalben ſagt Ilermes!
i Verkehre und verwandele Die
Baturen/ fo wirft du finden’ mag du fu-
ef. Und das iſt wahr: Denn in unfer
.Runft un Geheimnuͤß machen wir erft auf
un m groben Dinge ein dünnes und gar
lbtiles/ das iſt von Dem Leibe machen
Mir Waſſer: Und varnach vondemfeuche
in a Dinge ein trocines/ nemlich von dem
aſſer eine Erde und alfo verkehren
Aib verwandeln tvir Die 9?aturen:: Denn
"Mf Dem leiblichen machen mir eingeifllis
MDing/ unb von dem geiftlichen ein
Üblichee. Und dieſes «ft/ mag eben bet»
fig efagtı unfer Werck iſt eine Verkeh⸗
ti Ig und Veränderung Der £eiber von eis
N ein anderWeſen und von einem
iuge in ein anders / von der Schwach:
"lit in Dic Macht und Staͤrcke/ von der
ibbbeit und Diekheit in die Weiche und
Maxtbeit/ von der Leiblichkeit zur Geiſtlich⸗
t / gleicher Maſſen als wie in dem Sa-
Mn des Mannes in der Mutter ver Staus
ME Durch ihre natürliche CGereinigung eine
befebrung und Verwandelung gefchicht
"e$ Dinges in Das andere / biß ein volle
mmener Menſch formiret und gebildet
Kıd/ deſſen Wurtzel und Anfang er gemt»
h ift/ und fid) weder von ibm veräns
| t/ nod) von feiner Wurtzel eine Theis
‚Ang geſchi cht. Denn mie Ariſtoceles fagr*
‚ale le Gebübiung gefchicht von Dingen’ »
m
107
103
"die Philofophi: Laſſet nichts fre
ten iſt / durch Die conktipationift eben toit de
nehren; Die £ufft und das Feuer thu
PANDORA, |
in der Natur darzu gebóren/ welches wald
iſt aud) in der Gebaäͤhrung der Metall
felber. Um diefer Urfachen willen fag
and was nicht darzu gehöfee darzu Fome
Denn ſolches wurde alles verderben unb 308
Hören. Darum fpricht der König Art
paf man es mit nichts anders zuſamm
fügen ſolle als mit feinem edlen Schw
fel/ der feines gleichen ift/ weil derfelbe 9
ihm herkoͤmmt: Hernach machen wir Di
dag’ was oben iſt / eben fo ift als das / foi
unten iſt / und alfo auch im Gxgentbeit it
alles verkehret ficbin eine Erde: Und um
viefer Urfachen willen ſpricht Her me
Bas oben iff durch Die Sublimation, iff.ebt
toit das / was unten ift/ Durch bic eral
ſteigung ober &rniebrigung : Und adu
was oben ift Durch bie Auffteigung ob
Emporhebung/ Wunderdinge auf eint
Dinge zugubereiten. Das Waſſer u
die Erde haben den unterm Dre inne / t
Lufft und das Feuer fleigen empor: Dei
Waſſer und bie Erde empfangen und &
Allermaffen als Senior fagt: |
Elementen inunferm Steingereiniget mer
ben: Denn in demfelbigen ift Das fir
Waſſer
Oder Edelſt Gab Gottes.
Waſſer / die £ufft/ bie flilleift ^ bie Erde
ter und das Seuerumgiebt es aller. 7m
Wilder Widsreinanderftreitung in demſel⸗
gen kommen fie überein/nemlich dieſe vier
Maturen find in demſelben und werden —
NErduna alle gebohren. Iſt demnach ofa
nbahr auß den vorgemeldten Dingen’
MB unfer Stein aug Den vier Elementen
ji hftehe. Die Philofophi haben aud) ges
Mat; daß unfer Stein auß.den vier Eie⸗
Mientenfey/ Die beiugter maſſen ta fich bes
eiffen / Leib / Seele und Geiſt. Und fie fa-
lm Daf dieſe drey Dinge einertep Natur
Myr unb von einer Materie und. Weſen mit
"Aem Waſſer / und einer IBuriel: Davon
warlich die Warheit fagen: Denn uns
"Er gankes Seheimnüß und Werck wird
ikunfern Waſſer gemacht / Und eon dem⸗
Milben und durch daſſelbe find alie nothwen⸗
Ege Dinge : Denn es löfer den Leib auf;
"bt zwar Durch gemeine und zewöhnliche
ufloͤſung / wie die unmifjenden darfür bal
! Ey baf (ie in ein Wolcken⸗Wo ffer zerflieſ⸗
An fondern durch eine wahre Philoſophi⸗
Ehe Auflöfung/ nemlich / pof fie fic in
li un&uofifcb und leimichtes 1562 Waſſer
"Eerfebren/ von meldem anfangs Die ger
eldten Leiber herkommen und erfchaffen
Merden . 4
— 14 Nicolaus Flamellus
Sie haben auch geſagt / daß unfer
' NE Stein
109
110
OPANDORA;y d
Stein ft aus einen Ding/ unb:
wahr: Dann untere gange Meifte
ſchafft geſchiehet / — 4
O3 58 das Univerfal, als ber Köchl
Schatz per irrdifihen Weißheitzu
aller drey anfahenden Dinge / if ein ein
ges Ding / und wird ineinem einigen Sf
ge zugleich funden und herauß gezogen
welches alle Metallen y cinem einigen me
chen fan. Und ift der wahre Spiritus Me
curii und Anima Selphuris, ſamt dem geifl
lichen Salge zugleich vereiniger/ befckloffe
untereinem Dimmel/ und wohnhafftigi
einem 2eibe/ und ift. Der Drache und Dt
Adler / esift der König und der Löner &
ift der Geift und Der Leichnam fo den Leich
nam des Goldes färben mug zu einer Me
dicia, damit er überflüffige Macht über
koͤmmt / andere feine Mit⸗Geſellen zu f "
ben. !
; SS afilius Valentinu
^d
—
di
(hh) Ferner wird geſagt / unfer Steit
wird gemadt auf einem einigen Ding]
(i.e. Bold) und allein mit einer Meifteril
fchafft und Regierung’ dann unfer Waſſen
der Philofophorum [fet auf die Corporal
SolisvelLunz, dann unfer Waſſer leben
dig ift (ie) Alcaheit, und batin ibm alle)
Ding Nothduͤrfftigkeit. |
[Doer Edelſt Gab Gottes.
tl Mit
Mit unſerm Waller. (5
) ew mit ſtimmet auch ein Turba Phi-
B <Diolophorum totum megiftérium no-
T um lit cum aqua noftra, Ex ea & de ea
"Mint omnia neceflaria Nam ipfa folvie
N pora folutione vera, ut convertäntur in
uam, ex qua ab initio fuerunt. Et Ar.
| ldus de villanova: Aqua philofophorum
N nevolé & naturaliter diffolvit metalla, cum
bus non ingrato neque contrario vinculo
N Mligatur, Ethanc aquam Philofophi vo-
nr. Nubem vivificantem mundum inferio »
N MN a . . NIS
m & per hzcomnia intelliguntterram folia-
f
vit Hermes 'Qvum. — Mundus inferior eit
!Mhis combuftus, ad quem !reducunt animam
à noratam aitScnior de Chimia, Wie aber
m dieſes Philofophifche Waſſer oder
Euer is e. aqua Mercurii præparirt und bes
Iitet. werdes haben bie Ppilofophi verbots
Any aber Raimundus Luilius hat in feinen
Maͤchern verborgener weife am allerbeften
‚von gefchricben. fut Fan
; * | Nodus Sophicus Enodains,
"E (11) Item e8 fep dem äuffeilichen com-
Mpralifchen Anfehen / Figur Sorm und
"Weftalt nach ein Stein / und doch Fein
Stein / fondern vergleicht fid) mehr einem
ilti ffen Gummi oder Wafferinenneng ded
nh Bafler des groffen Meers / ein IK ⸗
| Ib
Hi
mquz eftaurum Philofophorum quod vo-
Mi
12
PANDORA, .
ftt des Lebens / ja bag allerreineft gefegn
fte Waſſer 7 unb ftp Doch auch fein 2 af
der Wolcken / oder eines gemeinen Bra
nenquells / fondern ein Dickes / bleibend
und ſaltziges / aud) nach unterfchteolich
Betrachtung ein trockenes / fo-die Haͤm
nicht naB macht / oder ein fd:mugigi
Waſſer / das von ſaltziger GettigFeit Der &
ben entſpringt. 4
Waſſerſtein der Weiſe
Dann daſſelb Waſſer (ff bdi
Sperma und Saam aller Meta—
len / und alle Metall werden auffg
loͤſt in daffelbe / wie angezeigt if/ Ch]
(M Onf, Siegfried / antwortete DJ
von der Eiden/ feine Propofiti
nes find einerley. Ich babe ja nicht geſag
Daß Die Materia lapidis nicht in denen 9N |
tallen gefünben werde fondern daß DU]
fperma materiæ gar ſchwerlich aus ibt | [
Fönnegebracht / und fie vermoͤgend and
re Metalle zu tingiren gemacht roerbt)|
Ale Metalle und mineralia haben einerle
fperma metallicum bey fich / e8 iftaber int |
|
rem tiefer und fefter verborgen und tj
ftecft » aid in dem andern / bevoraug DI
bereit&. Durch das Feuer gegangen / un
ihre Kräffte exfpirirt haben / die pie phile
fophi deswegen auch toot und crftorbt]"
heifier
«I
| Oder fEod[t Gab Gottes.
iffe / wie zu feben in Dem Philal:tha , alg
jw Die Tauben Diane zu Einbringung des
Miercurii zu gebrauchen erinnert / Daß et
ME che: Die Tauben Diane bleiben todt
Maͤck / teil fie vor ihrer Züfan >) ıfegung
Jd tobt gemwefen find. | Andere Philofo-
wi geben vor/ fie haben bie materiam lapi-
ye in allen Metallen gefucht und aud) ge⸗
nden. Es werden aber keinesweges die
Auer etlitten / fondern die ihnen bekann⸗
Fund mit ſolchen Namen bezeichnete mi-
rm / deren erſtes Weſen ihnen noch bep?
| np (ft / von ihnen verflanden / und den⸗
Md) befennen fie / das in 2Lufistebung
IB. bier iff dieſes Wort / wo anders der.
| min einer materia feicbter als in Der an,
„on vorfommenfey. |
I Eckharts entlauffener Chymicnn,
(kk) Und iſt derowegen Die endfiche
tpnung / bap zum allererfien der Mercu-
; ebü alie frembde Ding werde relolvi-
A unb auffgeläfet in ein geiftlicheg fpiri-
Mifches Waſſer / welches Dann von oet
und ein feurig brennendes Waſſer / oder
| c lac Virginis ,, Vebenum tingens, ros
| ftis , acetuio acerrimum , und mit vielen
Mein Namen genennet wird 7 mit wel⸗
J. do^ DN eu
Peck foll erfanget werden ) Der materia, _
Apiofopben ote erfte materia Metallorum, -
Mb ein Lune Gafft/ Aquz vitz &c. eflen- -
andenwein / Ignis comburens aqua ful- -.
15
ua
. Wärme wiederum in Waſſer refolvin
. wieder dahin gebracht/ daß ed toerbe/tull
Naturalifimum et unumquodque Eodt
. modo folvi quo colligatum e&, Unde4
. moldus de Villa nova ait: corporis ſoluti
‚Natura incompleta & volatilis eft , propreil,
. ut natura mutet & copvertat , tantum eo Jj
| fo lebet der Leib / wann er gant verzeh
PANDORA, - 5
chen Waſſer / oder materia prima, Die SY
allen wiederum refolvirt , und qauffgelö
werden / von ihren harten/ flarrend gefri
nen Banden / in ihre erſte und gleiche
tur / nae das Waſſer Mercurii ſelbſt
ihren Buͤchern das Exempel vom geft
nen Eyß und Wafler Durch Sleichniß ve
gefchrieben / die da fagen/ das gefron
Eyß / werde im Waffer durch Mitteli
dieweil e8 vor feiner coagulation auch W
fer ſey. Darum fagen fie / von was D
gen ein Ding feinenerften Anfang habe,
daſſelbe und mit demfelben wird es qui
ches esim Anfang geweſen ift/Omnium enl
equz folvendis natura una eft, nifi quod 1]
tura corporis completa & fixa, Aqua will
diget, quod eft fuz naturæ. Quod enim
vit & folvitur unius funt generis & Natura]
. . Nodus Sophicus Enodai
(kkk) Solang der Saamen im Leib:
wird / fo ftirbt Der Leib / fo werden
alle Corpora , mann ſie den Saamena
Oder Edelſt Gab Gottes.
| l fen / geſchwaͤchet. Es bejeuger auch
ui 1
e Erfahrung / daß die Leute/ welche oie
ib su viel nac)bángen / blöder: wie auch
Wb die Stämme / welche zu viel Frucht
gen / bald unfruchtbar werden. So
dennoch / tote oftmals gemeldet / ver
aamen ein Unfichtbar Ding / Das Sper-
1 aber ift fichtbar/ unbift faft eine leben»
je Seele und wird in feinen todten
itr erftorbenen Dingen gefunden. Man
h / und auch mit Bewalt. Weilen wir
ler allhie allein von deſſelben Krafft hand⸗
Nſo ſage id)? daß nichts ohne Saamen
hohren werde: Aus Krafft des Saa⸗
Mens kommt alles / und follen die Sti: cr bet
Bunft wiſſen / daß in abgehauenen Baͤu⸗
Wn vergeblich ein Saamen geſucht wird’
Mr allein in den grünen zu finden. |
E. 4 Mıchael Sendivogius.
E (kkkk) Ach fofag mit dann / was iſt das
ein Mercurius? Natur: Wiſſe / daß id)
en einigen fag ich/ einen aug ſieben / der
"Nr allererſte iſt der auch alles in allem ift/
"NitS/fag ich / iſt er Der Doch eineiniger war?
jüfommen und gang. In ibm fepn vier
Mlement/ und ift er felbften doch kein
Mliement. Er iftein Gift / und hatdoch
Wen Leib. Er ift ein Mann und vertrif
id Weibes Gotatt/ oder / er ift männlicher
| D. und
Janget ihn auff zweherley weile ı lieb⸗
Wir einen einigen Sohn dergleichen hab /
diſt doch nichts: Darnach ift fein Zahl
es DE ET —————
» u -
x6
ſer. 00
Waſſer verkehren : Sondern durch eit
PANDORA; p
unb Weiblicher Art das ift / ———
die oder Zwiſpelkind / er iſt ein Knab uf
fuͤhret gleichwohl maͤnnliche Waffen / er J
ein Thier / und bat bod) Fluͤgel als ein DE
gel / er ift ein Gifft / und heilet doch 0
Außſatz / er tft bag Leben / unb tödet DO
alles. Erift ein Königs doch befiger t
anderer fein Königreich. Er fleugt fam
dem Feuer hinweg. Er ift ein Waffe
unb ne&et doch nicht: Gr iff ein M |
und mird doch geſaͤet. Er iff ein £u
unb leber Doch im Waſſer. P A
Michael Sending |
| Senn ber unvollkommen Ch
per iit verfebrt in das erſt 29g
(1) Ann unfer ganáté Secretum in
Cose machet fid) mit unfert
Waſſer / con deme / und Durch welches c
le Dinge nothivendigfennd ; Dann eg di
folviret / und entfcheidet die Leiber / nid
Durch eine gemeine diffolurion, toit pie Ll
toiffenben glauben/ und davor halten / D
nemblich Die zergehende Wolcken fid:
ches und zufammenflebendes Waſſer / be
welchem fie 5m Anfang der befagten fü
I Oder Edel Gab GOttes.
Mor fepnd procreiret worden. Dahero fagt
berates : Das Leben aller Dinge ift das
Waſſer: Dann dieſes Waffer machet eis
ET difloluton.be8 f'eib8 und des Geiſts /
nd gibt;cinem tobren Ding bae Leben.
t —— Flamellus.
machet in Der Mortification erfcheinen
mer ſchwartze Farben / wann fie durch die
jäule in Erden —* pong et»
qe e ín die Erden gefäet ej ahnen, einmahl
ßeftirbet und getootet worden /viele Fruͤch⸗
)Be bringet/ nemlich viel Koͤrnlein. Soes
t der nicht mordificit it^ fo bleibt eg gang
MNucolans Flamelas,
lit mit unferm Waſſer / (m)
| zwar Die fünffte Anmerckung über
Mas fünfte Capitel des erſten Theils.
f^ 5 3 Rein
uUnd diß Waſſer zuſammen ge⸗
VM. Mineralogia fupr. citat, und
117
ij
. comple&itur, eque quz nos refplendefcil
Göttliche Waffer des Sulph. & Merc. dt
PON DOR; 3
Rein unb ffar. (a) |
(2) H 4Ec via breviffimsa ia arte et Re
&io, fi corpora clarificentur, at
in aquam refplendentem redigantur , quæ li
aquailla ex qua primüm originem dux
quz aqua in fe fpiritum , animam; & conl
facit, inquit Geber. | |
| AM, foan Jſaacus Hola
Alle Dingreinigende/ (b)
(5e 98 alles wird vollbracht / din
9: Guͤtigkeit unfers Mercuria
ſchen Waſſers denn damit wird folt
das Corpus ‚dag Waſſer ift reinigend / i
fammenfägend / ſolvierend / weiß / ul
roth machend / Ariftoteles inquit, daß
Waſſer ift Merc. und ift die gebracht
Erde / in welcher Hermes heißt fähen fein
Saamen / dag Sol oder Luna, als Seni
fpricht-/ fie wollen herauß ziehen / €
€
bem Sol unb Lunz, cie baift Feur + bif
und wärmend Saͤhen mit ibrem Feur / 06
ifl Merc. und daift Waſſer / Dasdann nic
naß macht / welchen Merc. fie geehretz 9
líebet/ genoffen/ und gebraucht haben bi
an ihr End, denn fie feine Tugend habe
erkannt. | 1
Doc begreift unb hältesin ihm
Me notbtvenbíaen Ding. (c)
#S ift gewiß/ daßalle Dinge damit
A follen serftóbret werden / woraus.
^ gangen (inb / und worin fie toiber geben
Allen? nemlid) Mercurium / Sulphur
Ohne die brep geheimen euer / koͤnnen
fit Philofophi unb Chymici inalle Ewigkeit
Bingen.
Das eine Feuer hat eine Symparhiam
Ditdem Metallifchen Feuer / diefeg zuͤndet
"m Metallifchen Sulphur au / und vers
nllifchen Leibe. |
Das dritte Feuer ift ein Falt Metallifch
euer / einem Mercurio faft zu vergleichen/
Tenned Durchtwandert das Metall als ein
zeiſt / befördert das Symparbetifche Feus
daß e Das totum durchdringen / und
ie Animam an allen Enden ent;ünben Fan/
nacht das Metall poros, und fchleußt auff
site und [e&te Schluͤſſel in &umma/
a8 iff Dad Fundament des gantzen Wer⸗
Bes, ift für bad Menftruum Univerfale, ja
lr Die materiam primam felbft zu halten.
| Johann de Moste Snyders,
I Oder Edelſt Gab GOttes.
int irreducirliche ſolution zu wege brine
Das erſte Feuer muß das Metallin Stuß
lebret Da8 Elementum ignis in dem Me⸗
und zu / iftder Anfang unb das Ende / der
DA Und
Up
Ihe
von welchem und. mit wel her
ſchafft ©) '
. tium, ac garrulirate ſua plurimos feducent
Wm. Absque perfedto corpore , zrenolt«
das Wafler der Wolcken / ſondern
tion oder Entlöfung (e)
(Ogg Edom. koͤnen denn Gold und Si
werden «Durch. die Solution? eficht:
Pphiloſophiſch Gold und Silber find od
PANDORA, dq
Und diß if theuer und vol
vollbracht wird unfer E
— ergo turpes u-
garrulitates, impudenter entier
nenpe auto, nunquam ulla tinQhura habei
po:elt , eſtque lapis noter ex uno later
vilis, immaturus , volatilis, x altero pef
Gus , pretiofus & fixus. Quz dux inc |
funt corpus, aurum, & fpiritüs , nempe ar
gentum | ViVüm. -
eMommus —E—
Dann es ſolviert das Corput
mit gemeiner foloierung oder entlo
fung / wie ba fürgeben die untviffen
den / die dag Corpus verfebren (t
mit wahrer Philofophilcher eg í
ber nicht wieder lebendig gemacht
geben ſelber / unb bedörffen Feines —
aber
Bachens / find auch umfonft zu befommens
xr die fo der gemeine Mann bat/ find
Beuerz tobt / und bleiben toot. Alch ymiſt:
jurc) vag Mittel erlanger man daffelbe
Wi lich felbit/ durch ficb felbit / ohne alle
iabboe Dinge; denn die Aufflöfung des
Achymiſt: Wird denn das Corpus alles
WWaſſer? Geſicht: Gà wird zwar als
TB folviret/ aber der Wird traͤgt auch den
Kren Sohnder Saamen in feinem £eibe/
Is ift der Sıfch ohne Sraden/ der im
yr.: Seind denn andere Waſſer nicht
opbifcbe Waſſer ifi fein Wolcken⸗Waſ⸗
oder einesgemeinen Brunnguells/ fone
Men ein Salkiges Waſſer und weiſſes
ummi / ei bleibendes Waſſer / das bey
nem Górper bleibt 7 wenn e8 Damit
‚einiget und feine Zeit gekocht wird /
M fau es darnach nicht mehr Davon
Kicheiden werden / auch ift dieſes Waſ⸗
| oie mefentliche Lebens⸗Krafft der Na⸗
«fi gesogen / und nun vom Artifters
ein lauter Waſſer refolviret wird / wel⸗
r8 Fein ander Waſſer in dieſer Weltthun
Wa. Alchym.: Kan diefes Wafferauchs
11 J) 5 tallis'
[oer Edelſt Gab Gottes.
old ? (Deficbe: Durch bie. Solution. '
Ichimyft: Wie gehet die zu? Geſicht:
hoͤrvers geſchiehet in feinemeigenen Blut. ^ —
] |
hitofophifchen Meer ſchwimmet. As
Wicb alfo befihafen? Befiche : das Phi⸗
rt 4 toelche der Magnet des Goldes
Fucht bringen? Seficht : Weil eder Mes
121
122
b Org mit pem Geruch ibm gleich nk
dynfam. Alchym. toic muß man dam
. . nachmalstrocken. Alchym, Bleibt es in
fer und die geblátterte Erde / den Gift 5s |
: aufgelófet/ und in ihr erfteg Weſen ge
«0 fecretum totius artis, will ich dir im dDiefe
andern Theil gröndlich befchreiben / Be
. bal
A re
wenn er late / alle ——
verfahren? Geſicht. Nicht anders de
eontinuirlich kochen / erſtlich feucht un
mer beyſammen? Geſicht; in der Vo
arbeit muſt du Leib / Seel und Geiſt vo
ped s t unb wieder sufammey
fügen/ wenn aber Sonn und GNond gU
ſtu nicht ſehen / bena er ſchwebet all
zeit auf dem Waſſer.
| Michael Sendivogi |
(ee) Diefer Schtäffe ift unfer Phile
fophifches Mercurial · Waſſer / Dardurch al
erſtarrte / fixe und unfixe Leiber der Metal
len und Mineralien radicaliter unb Phyſit
bracht werden Diefed Mercurial · Waſſer
welches alle Philoſophi ſehr geheim uni
verſchwiegen gehalten haben. Tanquan
1]
N Oder Edelſt Gab GOttes.
Daß erklaͤren ale andere vor mir gethan has
"ErER,
m
i d | Nodas Sopkicus Enodatus, |
4 Sn melher das Corpus verkeh⸗
Jet wird in das erfie Waſſer auß
elchem gefchiehet und wird Die
wabwajchung. (f)
| 2 RR verſteheſt du Daß du ohne die
M volurion nichts verrichten kanſt / deñ
eil der Saturnus das Mercurialiſche
Waſſer Anfangs mit feiner Kälte zuſam⸗
inen gezogen’ daß es in feinen Banden er⸗
larret/ und gefrobrenift/ fo muß es durch
Maͤſſige Waͤrme in ſieh felbft putrefciren/
fino wieder in das anfaͤngliche Waſſer auff
eloͤſet werden / Damit der unfichtbare uns
egreiffliche tingirende Spiritus, ſo ba ift dag
Fautere Feuer des Goldes / unb im allerin⸗
NRerſten des coagulirten Saltzes verſchloſ⸗
Ten und gefangenift / herauß gewendet /
| generation gleichfalls fubtil gemacht/ und
‚ont ihm in eine unaufflößliche Vereini⸗
‚gung gebracht werben möge.
4 | Michael Sendivogima,
N
" 2
, „der Coͤrper aufgelöfer wird durch einen
schaffen Seift / mit dem er vermiſchet
| | F wird
nd feines Coͤrpers Grobheit Durch Die
(fF Und demnach ift zu wiſſen / daß ein
123
| 124
dieſer Geiſt fublimirt ift/ heiſſt er das Wa
. Rillation, 2(6ivafd)ung und Sublimation, #
‚in einem congelirten metallifchen Coͤrp
. Keint Spiritus gefehen werden / fo muß da
he/ und in feine Matricem im fein Sperm
PANDORA, /.;
wird/und bem ohneallen Zweifel er gleicht
und geiftlich gemacht wird. Und man
fer Das jich felbft wäfcht und reinigt wi
zuvor aefagt ift/ indem e8 aufſteiget mi
feinem aller fubtileften Weſen / und verläßg
feine verderbende Theile. Und dieſes Au
fteigen haben bie Philofophi genennet DA
Anonymi Verbum Dimiſſun
Dlienhbeim.
Eben daſſelbe Waffer transſon
miret und vergeſtaltet die Coͤrpe
in ein Aeſchen. (g)
aye Materia (tr meine unff
Subje&am, unferGr& / Magnas
fiam, welche noch ein Mercurius Vulg: 4
nennen ifi^) muß Anfangsunfers Werck
wohl und aufs hoͤchſte gereiniget / alsdan
aufgeſchloſſen und zerbrochen (finteme
Corpus erſtlich ſolvirt unb feine Pori ge
net werden / in unſerm Waſſer / Damit d
digerirte Saamen / ex Centro terræ außg
oder Mercurium gebracht werde / ‚und D
Statut tvircfen Fönner) auch serftóbret U
zu Afchen werden / denn welcher Meiſt
fein Aſchen bat/ ver fan auch Fein J
mad
—
[Doc Edelſt Gab Gottes,
fi n unfer Xerck nichtleibhaftig, und fim:
\ g gemacht werden. In fale enia: meralli
Émentum terrz latet acignis: qug vocan -
| i1 'etiam lapidea feu fixa Elementa. ‚ind
]* 0 fagt auch ver Philófophus Gratianus ;
uf cinem jeglichen Ding Fan werden eine
| ſchen auf verfelbigen Afchen/da mird ein
j Paltz quB demſelbigen wird ein Waſſer/
fercurivs, und quf btmfelbigen Mercurio
Burd) Derwandlung unferá Wercks/
Whitos Gold. Derhalben wer das Salk
nd feine Solvirung Fenntzund coagoliren /
nd offt dikilliven / und darnach wieder
aguliren kan / davon die Salia gar fü mer:
An derſelbige weiß des Tartari Philofophici
Deimlichkeit. Darum ſetze den gantzen
rund auf das Saltz und acht des ane
Den Dings gar nichts denn allein im
' J iſt bie fuͤrnehmſte Heimlichkeit / das
pie alten Meifter verborgen haben aufs
4 da fprieht Avicenna,
» : Nodus Saphıcns Enodatus.
li
i
b Dann bit Ordnung zwiſchen der
| PBróffe des Feuers zeigt an das
nittelmäflige Experiment oder
Erfahrung. Chen‘ |
1 PA der Philofophifchen Operätion
4 aber mug DIE Natur das Feuer ere
T
wecken /
hen zu unſerer Kunſt / denn ohne Saltz
nd auß demſelbigen Waſſer wird ein
\ 126
"weiß wird alle Unreinigfeit und Unflat a
PANDOR, ds
tvotd'e/ welhesderöchöpfter heimlichin €
nes jeden Dinge Ceutto eingefchloffeng
Dieſes Feuers Eeweckung gefchicht auch da
durch Wollen per Natur / bißweilen dur
das Wollen eines verſtaͤndigern Kunſtlert
fo die Natur regiret dann narürlich@
ler Dingen durch das Feuer gereinige
Ein jedes zuſammen gefegtes Ding wir)
im Seuer aufgelößt: Wie das Waſſ
‚alle unvollfommene Ding bie nicht fi
ſeynd / waſchet undreiniget / / alſo werde
alle fire Ding durch dag Feuer gereinigt
und vollfommen gemacht. Gleichwie da
Waffer asaufgelößte Ding vereiniget / a
fo feheidet das euer alle Zufammenf®
kung/und was feiner Natur und Eigen
fchaffeift / reiniger es aufbas befte umm
vermehret es nicht zwar in Der Viele / fo
dern in Krafft und Tugend. Diefes EU
lement eürcfet rounberbarlid) und heim
lich in andern Elementen/und inalle Ding d
bann mie die Seel aufi dem | allerveineftel
if/alfo. ift Dit vegerabilifd. aug dem Ele
mentalifd)em / welches von der Natu
gemeiftert wird. Diefes Element wäı
dtt in das Eentralifche Mittel eines jf
ben Dings/ die Natur gibt Bewegung
Die Bewegung treibt den Su(ft/beréufft da
2 dag Feuer aber feheidet / reiniget
ochet / färbet unb zeitiget einen jeden Se
men/ und wirfit dag Zeitige auß / ei
EJ
I Oct Edelſt Gab GOttes.
ill Saat in reine oper unreine/ vieloder wenig
Maͤtter: Und nach Oelegenbeit des Orts
And der Mutter werden vielerley Ding in
ilit Erden barfürgebracbt / daß nemlich fo
el Ort / ſo viel auch Mutter feyen. ——
[1 Michael Sendsvogims,
I Dann inder Solution oder Ents
Jenfft / in ver Sublimation oder
Erhoͤhung / ftát/ inder Joͤthung
der Rothmachung / ſtarck. (1)
nällıg in der Congulation temperirt / und
Er der Weißmachung (tát / und in des
hen Girapen unwiſſend ſeyn wirft und irs
Den fo- wirft Du deine verlohrne Arbeit bee
, Radix Chymia,
‚I (ii) Ex his ergo patet, quod ignis jugiter
lebet effe zqualis ufque ad finem operis. Si
Nuten quandoque jubeatur intenfior fieri , aut
j| donem caloris fcilicet temporis, Quatito enim
ires diutius in zquabili calore durat , tanto per
Warme trucfne oder feuchte Dit/unb Baͤr⸗
fbfung wird das Feuer allweg
Rothmachung ftarc£ / wann bu aberin fol- '
major, non eit referendum tamen ad inten- -
uis actionem magis de una naturaad aliam.
i] : alte⸗
137
1$ PANDORA "4
.— 8lteratur & mutatur. Et ideo quz primo "
liquida , poftmodum erit ficca, & quz pri
.— fux nigra, velalba, poftmodum fuit citrim
Berubea,&c M. ride
Lanrentins Ventura benen
(ii) In humore collocetur,
& fer vore coloretur,
gnis in temperie.
Humore dicto nunc firmelur.
— Be ad latus declinetur,
firmo [uftentaculo,
Sic mittatur matrix flare,
gemmam dictam maturare,
ín bumoris boculo.
"Per bumores tunc rigatur,
ne lapis noſter corrumpatur,
æſtus violentia.
Lentus quippe color datur,
f«da [onde amputatur
aqua lutalentia, }
Laurentius Pentura Venetu
Mann du aber in diefen unmifl
fentlichen irren wirft / fo wirft d
deinen ‚Kahl und den Arbeit offte
mahlen bemeinen / darum ift oon
nobten / daß du fleiffig und embfigd
bem Wertfanhalteft/ (k) UM
021 Tem Pandulphus ; F, vidéte quod igni
fit bene levisad rem dealbandam ; done
es coa⸗
Doc ffodft Gab Gottes,
Boagulatur. — Et in. vía univerlali dicitur: St
canis cílet nimis magnus, Spiritus Humidus
Isolaret; & frangeretut vas, &Spiritusfub-
dis exiret, Secundo ignis lentus débet efle
wontinuus, & nec ad horam ceſſare.
Taurentius bhentura Venetus;
Dann der Künft wird vom Ders
dandt aebolffen / und dem Ders
Fandt von der Kunf zu afeicher
Intiß: (a)
Welt zwey fürnemliche und fürtref
dt Werck und Urfechen feynd/nemlich die
datur und die Menſchliche Kunſt. Die
latur ‚gebiert täglich etwas / unb fepert
cht / die menfchliche Kunſt / mann fit fibef
e Gleichnuͤſſen deren Ding / ſo von der
tatur gebohren werden / fd verſuchet fie
iple wunderbarliche Weg und Steg / daß
"ber Natur Fußſtapfſen / und allen ih⸗
Min Wercennashfolge. Wiewohi es fid)
Maaͤſt ſehen / daß die Spitzfindigkeit des
Lenſchen in jeglichen natürlichen Dingen
ſchts außrichten Fónte/fo fuchet man dans
| ch / und bie tägliche Erfahrung gibts / daß
Ne Menſchliche Kunſt bißweilen die Natur
rdert und ziert / und ſolchs / fo nod) nicht
atn ber Natur vollkoͤmmlich vollbracht iſt
orden / die Menſeh liche Kunſt außmachet /
aj Und.
ey fot erſtlich wiſſen / daß in der
19
Ar
and zum End führet. Welches man (aX
Fan ín ben Metallifchen Eörpern. A |
"B
DA NAD'OR A,.
derlich am allermeiften feben und ſpuͤhn
Daß die menfchliche Kunft in vielen Ding,
die natüsliche Ding überwindet, höher ug
fuͤrtrefflicher ift. |
Richardus Anglich
(aa) Vide Mineralogia fupr. citat, U
zwar Die oterte Anmerckung über bag vi
zehende Gapitel dep erften Theile.
(aaa) Die Sorcht deß HErrn ift i
Weißheit Anfang / e8 beiffet/ bete; nidi
befto weniger aber bete unbarbeite, 65
gibt zwar ven Derftand /bu muft ibu ai
wiſſen zu gebrauchen : Dann wie e8
Geſchenck Gottes iff / guter Verſta
und gute Selegenheit / alfo ift egeine Sralli
ver Suͤnden gute Gelegenheit uͤberſehen
Michael. Sendivogill
(2222) Wir haben fchonerliche mahlı
fagt / daß auß den brepen. Anfängen ©
Ding diefer Welt erben / und herfot
men / aber etliche reinigen roir von iul
Zufäsen / wann fie gereiniget/ fügen t
fie sufammen / mit Zuthuung was De
geböret ^ und Erfüllung was mangelt
undder Natur nachfolgend kochen roll
biß zu End der bócbften Bollfommenh
Welches die Natur wegen zufälliger
gen nicht verrichten Eönnen/ und wo fie f
| au.
Oder Edelſt Gab Gottes.
wWffgehöret / da faͤnget jetzt die Kunſt an.
Perentwegen ſo du der Kunſt nadızufols
en gereilliget/ fo folgeihrin denen Dins
Bicht hindern / daß unfere Schriften bif
| Wilen fcheinen einander entgegen zu feyn/
Dann alfo iftes vonnoͤthen auff vaß mau
ie pon nicht verachte.
Y Michael Sendivogins,
à iff oít einig Erfüllung acht / das
—LM
inder alles fahren laſſende. Dar⸗
dim fagt der Dhilofophus : Es foß
m bic Sunfitvircter willen. (b)
i b) Erhalben Fönteft bu langes Leben
I sohlvolbringenin der Gluͤckſelig⸗
| it/ ann du Diefen unferen Stein übers
ommen koͤnteſt / 105 gefchweige die grofle
N berfchmenckliche Reichthum / Die bir vom
Om herflieffen würden / gang vollkoͤmm⸗
(Md) und reichlich. Dann du haft an ihm
Pn recht warhes Aurum potabile,und V Vi»
Ee. ann du dieſes Steins ein wenig
immelt und thuſt ihn in ein. Mtafvafier /
ber incinen anderen guten farcfeng Dein
"nb folvireft es Darin, ſo haſt Du eine Ar-
EE Daß
"Bm; darinnen fie wircket: Laſſe dich auch
Eonderlich aber hab auch allein
Richards —
"t
152
mögen die Geſtalt der Metallen verändern]
ober edu der Metallen nich
mogen verwandelt werden: Dan:
let/ ín ein ANT bann fie vorhin
waren / werden fie wohl verwand
let / und darum welches eines Seg
bredung oder Zerſtoͤhrung ift/ bad
(fi des andern Gebarung / doch ctt
liches in mächtigen Dingen / etli
ches in natuͤrlichen Oingen (c) ©
(4) Di Re bit Sucher der Kunſt der Al
chymi follen wiffen / daß fie nich
alleın fie werden vormahls gersandelt WA
ihr erſt Weſen / welches erfte Weſen nicht
anders iſt dann Mercurius. Ind wie
wohl bey vielen Künitlern foldye Wie
derbringung Der Metall in Mércuriund
Unmögfeit geacht wird / fo gedenck doch di
&»ugticfeit/ daß die Metallen in ber Erde
worden ſeyn auß Mercurio und Schw t]
ftl / und alldieweil Dann Mercurius ift eit
Urfprung aller Metallen fo ift müglich/vall
die Metallendarmit wieder werben brach.
in Mercurium. . Dann von tvelchem Ding
ein Ding ein Urfprung hat in das N
Pder Edelſt Gab GOttes.
m allermuͤglichſten wieder zu Fonts
N t :
A Incertus,
IE (cc) Dann inbembie gb itofopbi ſahen /
Maß alle vegetabilifche / und animalifche/
foie auch Die andere Dinge ein jedes vom
einem Geift fich vermehre/ und feines gleis
hen berfürbringe; unddaß die Impfung /
Werſetzung und Sortpflangung/ in dieſer
ntern QBelt Durch den Zufft gefchehe / der
"nit geraumer Zeit / ein jebmeperts Ding
Perweſend zu machen / augenfcheinlich bars
hut; und daß die Natur mit eines ans
Adern Bewegungen fich ändere: da ift uns
feribnen diefe Frage entftanden: War⸗
"Ent eben die (Species) eigentliche Art indes
nen Metallen ihres gleichen nicht Fönne
41 ytpffangen ? ba Doch au einem Peltzreiß⸗
'Mitin ibrer viel zufammen wachfen/und auß
Meinem Saam⸗Koͤrnlein faſt unzaͤhliche Koͤr⸗
ner ſich oermebreten ? Hierauf ift durch eis
"Enen goͤttlichen Außſpruch beſchloſſen more
Ben: Daß derſelbige Geiſt / von einer ets
Was groͤbern Materi enthalten werde wel⸗
Eher fo er beym Geuerfüblimirt/ über fid)
MM etrieben/ gefchiedens unb alfo fecernirt/
E afeixcr angefchaffenen natürlichen Stelle
'Eanterbatten wuͤrde ;fo fónte erals eine Sa⸗
renreiche Krafft / auffer allem falfchen Be⸗
Rrug / ſeines gleichen erzeugen. Hierauß
haben Die Philofoabi Diefe Grbanskın ger
| 3; ſchoͤpfft /
133
Metallen erfter Lirfprung wäre Der Me |
liſchen Einfluffes bedienet und gebrauf
der Kunſt aufgeábet und vollfommen gl
macht / toad von der Natur übrig gelaſſey
PANDORA, +8
ſchoͤpfft fie wolten den untern Coͤrpen
des allervollfommenften Körpers Liech
und Glantz beyrund einbringen indem fi
pen Griff erfunden / daß der Merallifchil,
G rper Unterfcheid allein bey gröfferer um
geringerer Zeitigung ſtunde / und daß alle
eurius getocfen/ mit welchen fie den m
tallifchen Mercurium des Goldes herauf
gezogen/haben fie dad Gold wiederum 19^
feiner erſten anfänglichen Natur gebracht
AU piemeilen dann folche WWiederbri
gung leicht / und obl müglich ift/ fll
iff von Denen Philofophis dieſer Schluß
gemacht worden: Daß die Verwand
lung in den Merallen / lebe un
muͤglich feye. Lind wann folche vbral
Philoſopyhi dasGold zu feiner erſten Natug
reducirt batten/fo haben fie ſich des him
chet / Damit eg nicht wiederum zum Metal
wuͤrde / mwelcherley e8 vorher war: Dar
nach reinigten fie feine Natur / da fie dag
Uniaubere von dem Meinen abfonderte
Nachdem ſolches verrichtet/ haben fie da
felbige Ding den wandelbahren Stei
der Weiſen genennet; um deffen Zurich
fung ſeynd mancherley Operationes 094
unterfchiedlichen Philofophis erfunden wor
den: And würde aud) Das jenige voll
worden |
| Oder Edelſt Gab Gottes.
Men; alldieweilen bie Natur felber jes
j erzeit zu dero ſelbſteigener Vollkommen⸗
4 tit ggg gufwillig und wohl ges
Jeigti
i B
à | Marfilius Ficinus,
Dañ die Kunſt folgt nad) der Na⸗
| rune wird in etlichen verbejjert/
"no übertrifft die Natur/ wie auch
aer Natur eines Kranden geholf
"en wird durch Hulff und Fleiß /
\ ver Xergten. Derbalben fo braus
hen die ehrwiirdigen Natur (4)
Srembbe8/ will nichts haben / als
oa8 ihres gleichen iſt / Läft fich durch Kunſt
jii höher zwingen’ als Daf eín8 dem an
Mm Die Hand bietet / und wird Durch
Frunft von der Natur hervorgebracht /
elches ſonſt die Patur ohne Kunſt haͤt⸗
fe rberpegergelafien.
Incertus; ARTE Me
; )
' "
!
ja dunſt nichts anders / weder ein Gehuͤlf⸗
inder Natur: Wie ſolches in vielen
Wercken der Kunſt mag geſehen werden /
ya die Natur erftficb das Hofe berfür
[9n eine Aſchen.
sj 4 zum
Di
]» ID srmines die Natur leidet nichts
(a) Derhalbenift in unſerm Werck / die
ringe, darnach macht das Feuer auß dem
135
16
wärs fo vermöchte die FJunſt keines Wegs
. foloir ein Corpus / was du für eines roilf
PANDORA H
Zum dritgen mache die Kunſt auß def
Aſchen das Glaß. Und dieſes muB magi
alfo verſtehen wannin ver Aſchen / die eub ^
fie Materia das Glaß nicht verborgen
Glaß barauB zumachen/ wann nicht Dit
Natur barifien moda. Rich, eAnglis
(ddd) Demnach fo wachfealle Dinge alf
wie oben gemeldt/ nemlich auf dem Waſſe
deñ auf deflelben ſuhtilſten Dämpffen enti
ſtehen die fubtileften und leichteften Ding
ge/aber auf defjelben Oele fchmwerere und
mehr guͤltigere auß dem Saltz endlich
folche Ding / melche meit Schöner fepntl
dann die vorigen Dieweilen aber DIE
Natur nnterweilen verhindert wird / Daf
ie (o barte Ding nicht berfür bringen
an / fintemalallder Dampf Feiſte und
Saltz unterteeilen befudelt mordenz und
ich mit Den Drteren der Erden vermi—
chen/ fo hat ung die Erfahrung gelehret
Das Meine vom Unreinen zufcheiden
Mann du Derentiwegen begehreft / ba
bie 9tatur wuͤrcklich gebeffert werde / fog
und was der Natur von anderer Art gus
gegangen’ dag fondere Davon ab/ — reimigi
ed/ und thue rein und rein/ gefscht und!
gekocht/ rohe und robe zuſammen / nad
bt mGewicht der ratur un nicht der Mate⸗
ti: Dann du foft wiſſen / daß das Lens!
traliſche falnitri niche mehr von der Erden
Arte
| HH x
Oder f£odft Gab GOttes.
immt/ dann fo eiel es bedarff/ fie fepe
Win oder unreim, 2iber mit der Sertigkeit
3 Waflers iff es anders befchaffens
Mn folche Fan man nimmermehr rein
HMaben/ die Kunſt reiniget folche Durch Dops
Wite Hitz / uto vereiniget fie wiederum.
Be. ;< Michael Send ivogius,
(dddd) Der Philoſophiſche Stein /ober
Minckur / ift nichts anders Dann Gold⸗
elches auf den höchften Grad digerirf
ird; dann das gemeine Gold ift wie ein
aut ohne Saamen / wann es zeitig wird /
bringet có feinen Saamen / alfo auch
Hold’ mann eg zeitiget/ gibt ed einen
Saamenober Tinetur. Es möchte jt
"anb frage / warum pas Gold oder ander
5
netall Feinen Samen machen / barauff
iBbt man diefe Urſach / Dieweil es nicht zei⸗
9 totrben Fan/ wegen Deg groben Luffts /
Eh an etlichen Orten / daB man pur
Hold findet/ welches die tatur hat vollen⸗
Een wollen ift aber eom groben Lufft vers
Andert worden. Als zum Erempel:
Bir fehenzdaß die Pommerantzen Baͤu⸗
dit mar in unferen Sanden auch aufffoms
End deren. Orten wo fie fonften von Na⸗
FE irmwachfen fo tragen fie Srücbte/ weil
qt genugfame Waͤrme haben / aber in Dies
En falten Diten gar nicht; dann wann fie
E 9 QURE zei⸗
|
Wi bat nicht Wärmegenug/ unb begiebet
fxen/ gleichwie andere Baͤume / in Italia
7
| 1$
nige verrichtet /_ toa8 die Natur nicht g
PANDORA, Ah
zeitigen follen/ fo bleiben fie ſtecken tom
len fie von der Kälte überfallen werden"
f0/ daß man diefer Drtem der Natur nad
nimmermehr Frucht von ihnen bab
Ean/ ob man gleichtwohl unterweilen DI^
ratur lieblich und gefchicktich zu huͤ
kommt / unb ber gefkalt bie Kunft das jl
Fönnet bürte, Eben alfo gehet «8 au
zuin ven Metallen das Gold Fan Fruch
und Saamen geben / indemees fioe.
mehret/ Durch Sefchicklichfeit eines Sunfff.
reichen Meifters/ der der Natur auf un
fort sube(ffen weiß. Aber wann eres um
terfiehen toolte ohne bie Natur zuverrid
ten/fo wÄrde er fehlen. Dann nicht alleil
in diefer Kunſt fondern in andern Dinge
allen Fönnen wir mweitersnichts thun / al
daß wir der Natur zu huͤlff kommen / un
diefes durch Fein ander Mittel bang
durchs (euer oder Wärme.
| Michael Sendiv ogiu
Dann fie wird nicht emendirt
noch acbeffert/ dann allein in ihre
ratur. (a)
(3) £58 Ann wann ein fremde ärgere Na
tureingeführet wird / fo folgt DU
Kunſt nicht für (id) ffracf8 der Natu
€
nad) ohne Mitiel fondern Die drgero
orm
Atemden Naturen vergifften biefelbige
[i atur / und wird nicht von Stund an auß⸗
macht / daß man vermeynt gemacht zu
nem Ding arbeitet / befleiſſt ſich das Aergere
brecben/ und einzureiſſen / uno ein jeg⸗
iba beſſers in einem Ding wirckend / be⸗
"(iet ſich / das Aergſte zu vollbringen.
nf wird es die Natur naͤrriſch beſſeren
Jollen nad) Kunſt.
"n Richardum e/dnelicus,
ffeifibi apponatur, Ratim cotrumpitur,& non
t €x co qued quaritur, |
Roſarium,
| Sn welche ihr nichts frembbeé
iler einführen; und Fein Pulver
— Sof
erden: Dann einjeglich aͤrgers / bae ineis
! ortum ex eo. Quoniam fi aliquid extra- |
| mo irgend anders Dings ; ? dann
139 |
' Bb barum muß der Sünffler der Natur Kuͤnftler
B: follen der
à weiches Natur er nachfolgen tvill/ —
te Zn E 3
149
PANDORA, E
(b Dickes befinde fid) auch an bl
'S? aamen aller Gewaͤchs welch
indie Erben gefüet/ daſſelbſt er durch DA:
Natur Nahrung und der Saamen waͤrn
erhalten / und zu ſeiner Zeit berauf getrill
ben wird / daß e$ grüne und fid) vermehn
Alſo beoq f auch dieſes Philofophifd
Werck Feines Dinge Dermifchung/ befoll
dern aus feinen einenen Metallifchen Sal
men / der Philoſophiſchen Erden’ fo dur
Kunſt bereitet und hinzu gefeßet worden
geiget eseinen Stein’ welcher ſich unau
hörlich vermehret/ wofern er mit ſeinem
enen Menftruo und gleich genaturt
Seuchtigkeit ernehret / und durch der P
loſophiſchen Sonnen Waͤrme auf DM
Lufft in die Wirckung getrieben und erg
Incertus; Macrocoſm.
(bb) Der Autor des uralten Nittel
Kriegs (agt + Bey dem Allmächtige
GOtt und bey meiner Seelen Seelig
keit / zeuge ich euch/ baf all ihr 2icbbabi
dieſer Berrlichen Kunft aug getreuem (X
müth und Mitleyden bed (aagen Sucheng
daß unfer ganzes Werck nur auf einen
Dinge entfpringt / und in ihm felbft vo!
bracht wird/ und nicht mehr bebar(f/ den!
der Auffiöfung und Wiederhaͤrtung / un
folhes muB gefchehen ohn alle frembd
Dinge Gleichwie eig Eyß / bapin el
Iber f£odft Gab Görtes:
Ier trocfenen über bas euer gefe&et / und
Wiber Waͤrme zu Waſſer wird: Alfo auch
Whit unſerm Stein/und bedarff nicht mehr
tn der Hülffe durch des Kuͤnſtlers Hand?
lMirbeit und des nätürlichen (Seuér8/ danıt
Mon ibth felöft vermag er folchesnicht/ wenn
IM gleich ewig ein Erpreich lege / barum
; "i man ibm bel(fen / aber nicht atfó /
ahnen ihm wolte frembde und wieder—⸗
Maͤrtige Dinge jufe&en / ſondern alfo / wie
"ing GOtt dag Korn auff dem Felde gibt/
6 wir mäffenes mahlenund backen / da⸗
"Wit ed zu Brod werde : alfo auch hier/
WIE bat ung diefes &r& Gefchaffen daß
Mir allein nehmen / Den groben Leib sers
Wären / inwendig das Gute herauß Flau«
een die Uberflüffigfeit hinweg tbun / und
ad dem Gifft eine Artzney machen.
a Michael Sendivogius.
= Dann fo etwas aufferlihg ihm
geſetzt wird/ fo wird er von ſtund⸗
un gerbrochen oder zerſtoͤhret / und
Did aus ihm nicht das) fo aefucht
wir. Daher tbu ich fund / daß
(un die gleichen Ding/ (c)
| gym ift bie Wohlkhat unfers
E €«-3A3Bafjrá/ Daß c8 nicbt allein un⸗
JE fü Leib reducirer , Öffnet und erweichet /
( pen es coaguliret ihn Aush wieder je
| q e
14i
ar
ein rein Werck Funden / darum thu
PANDOR A, |
der fermencalifchen Krafft Diefer ſaͤmtlicht
influeng des Goldes / daß esmit Dem£eibel
neuer ewig oereinig ter deib gufammen toir
Alſo daß / ob ſchon unfer Waſſer / wen
es erſt genommen wird / flüchtig iſt / fol
es Doc) deſſen ungeachtet hernach den £ei
zu erſt gemacht / daß er Fein Leib iſt fout
pera ein Geiſt / in welcher Geiftlichma
chung die Krafft oper die Tinctur vermef
tet wird; nach dieſem macht der &eibburc
Die Congelarion Diefen / daß er; nicht meh
ein Geift ift / fondern ein Leib’ wodure
bie Fixität mächtig befördert wird / aff
das fie bepoe alles ‘Seuer außftehen Fönnen
Denn e$ ift nicht nur eine fcheinbare
fondern eine reale Vereinigung / fo real
daß der Geiſt und der Leib i einander at
ben / jebtoeDer des andern dimenfione
Durchdringet / indem der Geift mit der
Leibe / unb der Leib mit Dem Geifte eim
wird/ die Sorm bie Materieinder Einig
Feit verfchlinget ^ alfo daß alles eine war
bafftige &inctur wird. "1
Cyrenaus Philal etha
Im Anfang zu kochen find / ofr
der Händen Zerreibung / biß daß
fie alle Buffer werden, Du bail
ich zu willen den ſtudierenden / fü
fib eíl darauff begeben ( Di
| ine
vv
! Oder Edelſt Gab Gottes.
Hoͤſtlicheſt Ergheimlichkeit / daß fie
Wi nicht umfonft bemuben /) daß
| I Tem nichts anders
| 32H Oc Magifterium nihil aliud e& quàm
1 * ?^cequere Mercurium & Sulphur, do-
fiec unum fiat Argentum vivum , quod de»
Fendit fulphurà combuftione, fi fuerit vas be-
Rie claufum , ita quod Mercurius non poffit
vanelcere , nec fulphur poffit comburi,
F Roſarium.
I (a) Was nun eigentlich dieſe Materia
Pep/ beftettigeid) auß fattem Grunde mit
Alen beruffenen Philofophis , daß egi fep
Dxr Mercurius und Sulphur. Dann alle
Feuchtigkeit / melche genenner wird I.
Jano auß Geiſt oder euer 7 welches ge-
"aennet wird A. Diefe zwey find gegrüns
"Dt auff das Vitriolifche Saltz / das ift
‚nein foiche Materiam geordnet 7 welche die
Natur zur Gebehrung der Metallen aufs
4 in und noͤthigſt erfordert, Weil
aber Fein einige Maeria fich felber perte-
ipee. oder zum End der Generation deß
(materia bringt noch vielmweniger tbr in
| entro verſchloſſene Formam berauf gibt / es
bey dan daß fie Durch ihr eigen agens oder
|! novens bewogen / digerirc , ingerit
d oder
143 :
14
daß in Der Operation Alchymiz eben oerfem
. zubefihreiben; dann Fein lebendiger Menſch
PANDORA, .
oder conveftiit werde / mug mänfchlieffel®;
Daß der 9, fo Da (ff Materia, Durch fein i
gen movens fólte digeriret und informir®
erden / zu dem End der Natur das Prijs
cipium movens iſt H welcher Dem Sof
feiner eigenen Minera beygefügt/ / macht
zu digeriren / und zur Generation brqueiä
zu machen, daß endlich ein Metall oder vie
mehr Durch erfüllete Akteration Gold da
auf werden máffe/ Daher dann zu befinden
be digerivende Sulph; genónimemn merdt
und even derfelbe 9 welchen ote Natur ge
brauchet / und gilt nicht vieler Phantaſey
die ihnen einbildet / wann ſie nur einen
haben / es ſey gleich außgezogen aug wall
Metall oder mineral es ſeyn maa / fo fe
es ſchon zum Handel gerecht. Nein / da
Mittel Def Lapidis Philoſophorum ift $$
Philofophorum, Dadurch die Tinctur ode
Saurteig der Metallen gemacht wird. —. |
dncértus, Macrocoſm
(aaa) C8 ift unvonnoͤthen / der Wenfen
Queckſilber und die Materti deß Schmefelt
bat er jemab(en gefönt / ober wird es ine
fünfftige Flärer und heller befchreiben/ alt
fie von den alten Weiſen gefcbeben / unt.
beſchrieben iſt er wolle bann ein Sluch der
Kunſt ſeyn Dann fie wird fo gemein und
offt genant / daß man ihrer nicht. achtet· E
i u '
k
] Over Edelſt Gab Gottes:
Dam Eehren fic) die Nachgruͤbler zu viel fub:
Fileren Sachen’ und bleiben nicht in der
Finfalt ber ratur. Gleichwohl fagen mir
icht / daß Der Weiſen Mercurius etwas ger
Weiſen ihren Schweffel und Merctrium
I chafften: Dann ber Weiſen Mercurius wird
«i Erden nicht. gefunden / fonbern wird
| | Zufammenfägung des Schmefels und
PMercurii Durch Kunft zu wegen gebracht. Er
'otht nicht ang Tag Licht / dann er ift nae
kend / ift aber von Der Natur wunderbar
Pid) eingewickelt. Schließlich fagen wir
viederholende / Schweffel und Mercurius
eye das Ertz unſers Queckſilbers (rob
ermiſcht) welches Queckſilber Fan und
ermag bie Metallen auffſchlieſſen / toͤdten /
md lebendig mächen / welche Macht es
| mpfangen hat von feinem eſſigten Schwef⸗
el feiner eigenen Natur. 00
D Michael Sendivogins.
V
'
p
' j (2223) Vid, Minerälogia fur. citat, linb
Pd bie fünfte Anmerckung über dad
A Sitájfit Capitel des andern Theile
i (én Schmwefel/ bi daß fie werden
1 in Duedfilber / der Schwefel be:
[Wbitmet es vor Verbrennung
[meines fepe / und offentfid genannt wer⸗
Jt ſondern von Der Materi, darauf die
Dann kochen das Quedfilbét unb
145
46
es mag auch der Schwefel nimmer)
ſchlieſſen den Mundt Bes Geſchirrs
in dem Geſchirr ii. Ch)
So das Geſchirr wol befcbfoffer
ift / alſo / daß pas Quedfilbec nich!
mag vergehen noch verſchweinen
mehr verbrennt noch verderbt wer
den. Dann in dem Duedfilber iſ
unfer aller klareſt Waſſer / und wi
feben durch das Beyſpiel im gemei
nen Waſſer / Daß allcé das’ fo bd
mit gekocht wird, nimmermebt
verbrennt wird, biß dafjelbig Ding
wie doch das Feuer ſtarck ſeye / unt
ſo das Waſſer verzehrt oder einge
fetten iſt fo wird das ſo in dem Ge
fir iſt / verbrennt und earum
haben die Philoſophi geheiſſen be
auff daß das erkannt geſegnet Waſ
fer nicht außruͤche / ſondern beſchir
mete vor der Verbrennung / Daft
beobachtet werden / eben alfo mul,
Dag Sigillum Hermetis (durch zuſchmel
gung des Giefaffed ) wol auffgeorucft unt,
feite verpitfchieret ſeyn⸗ At
| chant de Monte ‚Snyder
(bb) Rur
*
| Oder Edelſt Gab GOttes.
(bb) Rurfus ne fpititus evanelcant, vafa ef-
fefideliter obturanda, |
US - Lullius,
; (bbb) Dahn wieein Saame / man et
ndas Erdreich gefeget / und im Anfang
Du viel Waſſer / Regenoder Naͤſſe bat, Feine
sucht bringen Fan ( fondern tie Des Bau⸗
Wrmanns Saat ertrinden tbut ) alfo ift e$
‚uch mit Diefem ebener mafjen befchaffen.
Bann nun folches auch verrichtet / fo fi»
4 ilir und verlutir das Gap auffs fleiſſigſte
"1/ damit das eingefeßte Compofitum nicht
Lerraudje oder hinweg flichen tbue: (ez
ees bann in deinen dargugehörigen fen’
IWib ihme eines Grads hoch / gar ein fine
28 und fletes auch lufftiges und Dämpffiz
28 Feuers deſſen Wärme gleich als wann
In Haͤnne über ihren Eyern fi6t/ zu ver
„chen ift. aeg
4 mi Waſſerſtein der Weiſen.
uas Waſſer aber mit denen
Dingen gefegt/ bat gewehret / bag
das Feuer nicht verbrannte /-
Is Feuers Flamm darob geligt/je
„Lehr das Waſſer zu innereſt ver⸗
brgen wird / daß es von bed Feuers
md find dieſe Ding worden/je mehr
Aitz nicht verlegt werde. Das Waller,
147
148
aber alle Erfunpiger oder Erforf
(b) [ £s ignis hutniditatis naturälis fiv ,
Innerliche nicht übertreffen darf. Dad
PANDORA,
aber nimmer die in feinen aud am
und des Feuers Flamm vertreibt
oder verſtoßts von ihnen. Ich heilt
ſcher im Anfang machen. (4)
az Mineralog. fupr, citat, und zwe
.Y Die dreyzehende Anmerckung uͤbe
dag vierdte Capitel des erſten Theile:
Ein teídt fanfft Feuer bif eit)
Friedung gefhicher zwiſchen dem
Waſſer und dem Feuer/(b) 9
radicalis et confervativus, Sie wol!
(tn ein ignem febrilem haben/ & caloremi
lum , quo fubftrata ova fua gallina aut pullum
fovet. end m
) FFValcbtus,
Qi Zu unferer Arbeit wird ein zwiefa
ches Feuer erfordert / ein innerliches umd
Aufferliches. Diefe vergleichen ſich alf
miteinander > Daß das Aeufferliche/ Dad
Sinnerliche ift ein ztberifcher Safft / ode
mercurialifcher Ne&ar , welcher die Mares
vie in dem Gefäß lebendig macbet / erhaͤlt
esnähret/ und zum Bölligen Zweck As
oft
-— -—
I Oder Edelſt Gab Gottes.
Bollfommenheit bringet. Daffelbige
Wird nicht bemeget/ als eon dem Aleufs
Wrlichen; welches wenn ed fauler und lange
Tamerift; wird das Innerliche ruhen/ und
Achts hervor Fommen ; wie zu feben in
enen zur Winters⸗Zeit in der Erden lies
enden Saamen/ welche darum nicht aufs
nachfen Éónnen / weil deren innerliche
Vaͤrme / die äufferliche Joige der Sonnen
Vidt erwecket. Wenn aber dafjelbe (Seuer
ar zuſtarck (epn wird; fo zerbricht entweder
Das Sefäß ; ober Die Materie wird ver-
Brenner. Gleichwie denen/in den Hundes
agen ber Erden anvertrauten Saamen zu
eſchehen pfleget ; oder den Eyern / wel⸗
X / wenn fie tnit gröfferem euer gefocht
erden; wenn fie aber in kinder Hitze er
Falten werden/ die Küchlein heraus Foms
Ten/ dieweil Die Geſtalten der Formen
Fyieauch der Gift? der im Mittelpunct
T tB Eyes gar fubtil gleichfami eingewickelt
ehalten wird / wenn eine recht natürliche
‚Bärm darzu kommt / fid; gleich hervor
Jut: wenn aber eme äufferliche gar zu
efftige Hitze argu ſchlaͤgt / geben fie leicht
14 Örunde. jr
Vertritt affe bag aufferliche (euer / ald
-—
ee a
Bell ber Sonnen in der groſſen Welt /
nd verricht aufgleiche Weiß feine Wuͤr⸗
Jungen. Derohalben erwecket fiedie me
| | | | 3 bot:
me Bewegung Def gangen Werckes die -
alıfchen Spiritus, weiche n ber Erden bere
149
150
ignem vero temperatum corpus fit fuave &
borgen / und betoegt fie. Welche / ſoſ
bewegt werden/ fofchlieft das Weib ihre
Mann auff/ und mird von ihm mieder gu
ſchwaͤngert. Deffen Anzeigen ift. dieſe
finſtere Aleph, welches die Alten Dad tcd
ben-Haupt genennet. Wenn hernac—
Das Weib ſtaͤrcker wird / fo ſcheuet fie fic
nicht / mit dem Mann zu ringen / ur
felbiten bringt die Natur eine ſchneeweiſſ
SR ofen herfürz welche endlich m Ringel
blumen Sarb fich verändert/ zu letzt ſic
in einen unfterblichen Amaranthen oer
wandelt, — | ! 1
D. Huginus à Barma
— Dienheim, |
(bbb). Sed: cum ignis multi fint. gradus
videndum nunc eft, quantus efe debet, ar
magnus an debilis, — "d quod tamem re!
Ípondendum eft quod primo ignis debel
effe lentus. Unde Lilium inquit: Sciasquod
abíque calore nihil unquam generatur, elt
quod calorintenfus perire facit, & quod bal-
neum fiigidum fogat compofitum. Per
conveniens, Namigne levi humiditas cor-|
gumpens extrabitur, —
Laurentius Ventura Venetus
| AES
(bbbb). Unde in libro Saturni. dicitur;
In hoc funt multi decepti laborantes ;: quia.
: facia
‚Oder Edelſt Gab Gottes.
acta diffolutione coagulant, deinde calcinant
T:um fortiori ignis calore: & fic faciunt iu
ɻmni deco&ione, quod eftcontraGeberum,
aut ponittotam artem in fo!a fublimatione:
"Eher quam purifima pars dividitur, &c. quod
yon fit nifi per lentum ignem, qui apud
'hilofophos dicitur calor folis, quia et fuavis
Whrcalor illius, ^ Exenim calor folis non eft
kiolentus,fed temperatus: calorautem ignis
ſt fortior, quam calor folis, ' Propter quod
lixerunt Philofophi, (uaviter coque & lento
zne, Ignis enim fortis deítruit opus & dif-
lucit, & unam fub&antiam generat, Et ut
licit Geber: Lentus ignis humiditatis natu-
'alis.Gve radicalis eft confervativus, & fufionis
P ributivus: vehementior autem humiditatis
ft confumtivus. Flis ergo cognius, adhuc
eſtat dabium,quantus calor folis huic operi e(t
heeellarius & fufficiens: quia in lento ficut
X ia forti, plures poffunt intelligi gradus.
iftenim lentior lento, (icut in forti, fortior
orti, Ideo difficilius inter omnia arti ne-
flaria e& regimen ignis. Dicitur enim in
ibro Saturni? Scias quod qui operantur in
lus quam in alia re, quia nefciunt tempe-
antiamignis, Mulienim fciunt rem, fed
"jusregimen ignorant, Difce ergoregimen
- olis: quiaibi lager perfc&io. Potes hocre-
imen addifcere ex duobus, recurrendo ad
pat: ignis autem lentus ad fanitatem per-
ac fcientia, funt decepti in regimine ignis -
pen ;
I. d $4 | na.
E
paturam & ad fcripturam, Primo ergo m: N
&erBonus,fed Sufhcit co: tinuum,& lentum ca
PANDORA, j
tura fit imaginatio tua, Nam facit natu
fuam concodionem plane & continue pei
ealorem folis in vifceribus texrz, quouſqu
ex fpiritibus vaporis mineralibus generan,
rur metalía ; fic tu quoque rege opus tuum
& invenies perſectam fcientiam, Non. tal?
men poflumus in hoc naturam quantum a
. . . 2 fate e M.
omnia imitari; nec oportet, ut dixit magij
lorem, fecundum operationem debitam, ai
noftrum opus adhibere, ficut naturaad fuum
quamyis non codem gradu caloris. T
Laurentius Ventura enemy
(bbbbb) Item, fícias, quód una, folano
facit, quod & plures operantur : pluribus au
tem rebus non indiges, niíiuna fola re
& illa fola res in unoquoque operum
noftrorum in, aliam vertitur. naturam)
Floc enim regimine Spiritus incorporatur
& corpus vertitur infpiritum, — Conferva er:
govas, ne compofitum fugiat, & fumigel
& habebis intentum. : 3
| edrnoldus de villa Nova,
Und nach dem du ficbeft aud das
Aquam fixam oder gehefft Waſſer/
obit etwas Aufffteigung/ fo darffftu
nit ſorgen wie bas géher fepe c8 iff
Auf rogentia mit paciam / bif oct
| Geiſt
I Oder Edelſt Gab Gottes,
"Melt und das Corpus ein Ding
perden/ alfo. daß die cörperlichen
gerden uncorperlid)e/ und die un:
Örperliche corperlid) + Zu legt
aer Mittlen / darum foift dag Waſ⸗
'rbaé Ding / ſo da weiß machet und
dth machet / das Waſſer bas va toͤ⸗
tt imb lebendig macht / iſt daz Waſ⸗
Fer ſo da verbrennt / und weiß ober
bon machet / iſt das Waſſer das da
Aſſolvirt / oder aufloͤßt / und cons
eliert oder befaflet/ iſt das Waf
Serdas da faulet / unb darnach her⸗
Sir ſproſſen macht / neue und mane
Pbericy Ding. (2)
| 4) or derwegen alfo / wie bit zerſtoͤr⸗
d liche Elementen in jedem Ding fal
a8 amdere. übertrifft/ / dieweil alsdann
Dourd, vie erfte Scheidung, die Faulung
Scheidung, Des reinen pon dem unteinen/
Sand mann alsdannein neue Zuſammenſe⸗
ung erfolgt/ ſo gewinnt es durch Krafft
es Feuers ein neue unb viel edlere Geſtalt
Ms gu vor. Dann in feinem erſten Stand
"t bie Zerſtoͤrung geweſen / auß grober
Vermiſchung/ (o. ui als, durch *
— C n
—
Pen und geſcheiden werden / wenn eines
eſchicht / Durch. bie Faulung aber Die.
$5 lung,
n
154
SPANDORA,
“ fung purgirt und verbeffert wird/ tel [
doré nicbt Fan gefchehen/ als durch geſan
te Huͤlff aller 4. Elementen’ melche in ei
ner jeden Compoſition ſeyn: Denn wen
das Gomponirte fallen foll/ fältes Durd
das Element ped Waſſers und mann [ilf
alfo verroirret liegen/ (o fommet dag Feur
welches wuͤrcklich in jedem iſt mit de
Erden und Luffe überein/ und uͤberwinden
demnach mit gemeiner Hand das Waffen,
welches fie digeriren/ kochen und enblid
gang einſieden / dann auff folche weiß Eomt
die Natur „der tatur. zu bull. Denn
wenn Das Centralifche verborgene Feuer
fo im Leben gefangen mar / übertoin
det / fo wuͤrcket es das welches ihm näher
verwand und reiner iſt (wie es denn an
ihm ſelbſt am allerreineſten ift). und reine
get ſich mit ihm: alſo uͤberwind c8 feinem
Gegentheil / und ſcheidet das Reine von
dem Unreinen / und wird eine neue Form
gebohren / wenn man ibr weiter fort hilfft /
fo viel herrlicher als Die vorige aud) biß⸗
totilen durch hohen Verftand. eines ſpitz⸗
findigen Künftlerg werden die Dinge gar
uniterblich gemacht/ fonderlich in der Mes’
tallifchen Monarchen | alfo. werden alle’
Ding allein durch das euer und deſſen
Megierung gemacht und zu vollkomme⸗
nen Weſen gebracht wann, Du mich ver“ |
Banden haft. Michael Sendivogins
"
Darum
I Qo Edelſt Gab 66 tts.
Darum Tieder Sohn (o tearne
it ch dich hiebey/ daß aff dein Ach⸗
Jung (epe in oer decoction und Abs
: schung des IBaflers / und Daß
ich nicht. verdrieſſe / wiit da anderſt
indern eitelen Dingen / dann nur
Allein dig Waſſers / koche es lang:
Fam mithin füllende / biß dab es
Derwandelt werde / von einer Farb
nein vollkommene Farb / und bur
i daß du im Anfang nicht vere
Diod fein grünc/ und vollhring
E Xin Were nicht. ſchnell/ und fig)
aß dein Thür fepe wohl und teft
eſchloſſen / daß der / ſo darinn
nicht möge außfliegen und fo
| ort verícibet/ ſo wirſt du es
fo finden zu vollender Außma⸗
^ bung oder Außwirckung / (b).
' ies — haben viel von dem
Vaporifchen F euer geſchrieben / wel⸗
| hes fie ignem fapientiz genannt/ Darneben
^ ermeldtregfey. Fein materiglifch, oder &
mentariſch/ fondern ein Eſſentialiſch
^ Ber übernatürlich Feuer / welches auch
ohl ein Goͤttlichs Feuer genennet wird/
das
€ Frucht Haben’ und forge keiner
renneſt ſeine Blumen oder Bluſt /
155
71.
- ces fermer nach einander ohne einige wei
bie Wartung Des Feuer s) von ihmſelbſten
PANDORA .
das ift Aqua Mercurii, welches mit den
gemeinen Feuer durch Ha und Kunfl
angereiget wırd/ thue e8 Anfangs fittiglidif,
mit einander digeriren und Fochens Dod
gib fleiffig achtung daß bey Leib fid) nicht
darpon fublimirez ober wie Die Philoſoph
parobiliren/ das XVeib den Mann muy
überheege/ ober der Mann oem Weib
gewaltig merbe/ welches dann feinen Pro
tere darzugehörige Arbeit (aufgenommen
allem verrichten thut. |
Waſſerſtein der Weiſen
Die Natur thut ihr Wirckung
nach und nach. (s) | "
gast jenigen welche die Natur ers
aränden tollen; müffen befchafe
fen ſeyn voie die Natur felbft tft / nemlich
warhafft / ſchlecht / gedultig/ beftändig ze.
und welches das vornembſt iſt / Gotts⸗
fuͤrchtig und dem Naͤchſten ohnſchaͤdlich.
Nachmalen ſollen fie mit Fleiſe erwegen /
ob ihr Vorhaben mit der Natur zutreffe
oder übereinftimme/ ob e8 möglich. ſeye /
unb. außfichtbaren und fcheinlichen Exem⸗
peln lernen auf toelchen Dingen nemlich
Diefe8 oder jenes werde oder berfommé/
welcher Geſtalt / auch in was für einem r^
^
— ——
‚I Ober Edelſt Gab Gottes.
MB die Natur wuͤrcke ober arbeite. Dann
„Bann Duetmas fdilecbt machen milt/ mie
Michael Sendivogins,
B. ?
| sS will aber bag bu aud) alfo
hueſt/ (d)
ife Drlicbender fefer GOtt wird dir
Nder Natur Thür eröffnen / dadurch
u fehen mögeft wie der 9tatur Weg fü
blecht/. gerad / unb einfältigfeye. er
here Dich’ baf die Natur gar einfältig
- 9t ^ und in nichts mehr fid) erfreue als
n ber Einfalt: und glaube mir / yia
EN icher
157
158
| reportans. nifilaborem, ac rérüm & tempori: |
von welchem Ding gebohren wer⸗
‚licher ein Ding in der Natur iſt / je (tie
"ters fehlechter / unb eimfáltiger tft es auch
fiatemablalle Wahr heit einfaͤltig ift / bo.
der Allmaͤchtige Schöpffer aller Dinger
bat nichts ſchweres in der Natur gepflan
tzet wiltdu Deromwegen ein Nachfolgerde F
Natur ſeyn / fo rathe ich dir daß bu au
ben einfültigen Wegen ver 92atur verbfe
beſt⸗ ſo wirſt du alles gute finden. ^g
eMichael Sendivogin |
Fa vielmehr daß dein Einbild
joy: nad) der Natur / (e) |
(e) N]: ergo operändum nifi de iſta mi |
teria nobili , quia res non fiunt nifi
fecundum earum naturam : nullus sgitur
queratä natura quod in eà non et, quoniam, |
perditionem. Medicina igitur hac noftra,
non.in vifceribüus terrz praeparatur, fed atte
& operatione perficit: , co quod à didis la-
pi idibus nihil fit utile fine pr¶tione & |
regimine,
A Rosarium eAbireviariii 1
Und dadannen nach der Natur)
ben Die Korper ín ben Eingerveiden |
dit Erden und: dig blide dir durch
(Doct Edelſt Gab Gottes:
je wahre Einbildung / und nicht
Arch ein fantaſtiſche / und fibe auch
Sgleichen auf welcher / oder mit
yas Hitz ihre Deco ction oder Ab»
hung geichehe/oböie fireng fene/
der fenfft und milt / unb alio res
Pier bein Werck / fo wirft du finden
n vollfommene fcientiam oder
viſſenheit und Kunſt. (e)
Ygiquis in had arte introductus ejus fciret
| = naturam, prolixitatem utique coquen-
| faftinerer, doncc propofitum nutu Dei cx-
t aneret, *
VValcbius,
er Hand: Dann mit feinen guten
vercken oder Wirdungen macht
Soth zu dem rothen. (a)
EJ) A Tque ira poteris feimper 2. vitra reti:
4 nere ad multiplicandum, unum ad al»
J 3m, alterum ad rubrum, — Sed utraque ſu-
y
y. ^s enim ruber ignem vehementiorem habe-
| n debet, quam albus. — Sed idcm opificium
Jd Verum aliud difcrimen eft in aqua pa-
4 VoU MOS tadifi
B
Zdas weiß zudem weiſſen und das —
^r unam fornacem flare non debent, La: _
59
160
géreinigét und abgetodet / dam
PANDORA, |
radiſũ educenda, Aqua paradifi ad album
Luna eduGia et: ac aqua paradifi qua rub
lapis perfuüditür, ex Sole educenda eft. Alic
qui idem opificium eit, Sed finguli fupi
fingulas fornaces (tare debent, quia non ec}
dem modo àccendunwir, Ita dile&us met
femper duobus vitris inultiplicare poterit a
album & ad rubrum, ad finem usque vit
ejus: accommoda quz inde proveniun| |
conferre poterit in gloriam Dei; atque a
opem pauptribus ferendam. |
M. foann Iſaacus Hollandu
Darum (o ift nothwendig / dal
unfer Stein aufgogen erde oot
der Natur zweyer Gorpern/ el
daß von ihm werdeein erfüllt ode
vollkommen Elefir. Dann es if
nothwendig bap Elerir/ mehr ſey
das Gold oder Silber / von deß
wegen / daß es mehr bat zu ver)
febren/ gang und gar von DEI
verfleinerten. Vollkommung in
Gold dir Philoſophen / oder Sil
ber. Daß aber dieſelben gar
nicht moͤgen / bann fo fie von ihrer
Vollkommenheit einandern ge—
ben / ſo werden dann ſie —
om:
IT AU c 9 cT oH.
Oder Edelſt Gab Gottes.
kommen / barum daß fie nicht
mögen tingíeren ober farben/ dann
eben fo viel fie fid) erftreden: dann
fein Ding machet weiß, dann al
lin nad) ſeiner Weiſſe / und fein
Ding machet rotb/ dann allein
nah feiner Rothe. Cd)
J |
il EUM etiam effet lapidis cotnpoſitio⸗
nem tentare , etiam fi ex auro vel ar⸗
„gento folo eundem elicere poflemus, nilieä-
dem mágis depurari poffent, & fubtiliari pet
‚artem. Quamvis enim in gradu nature hac
i ! metallorum perfe&io fufficiat, tamen fi eli-
Uxiris fublimitatem & excellentiam refpiciá-
mus, longiusaurum eliziris puritate & diges
y *Éione recedere videbimus, quam imperf. cta
jjmetallaab auro, Quodvel iade colligete li-
| ‚cr, quia imperfe&ta metalläinuna hora vel
' fninori temporis fpatio inaurum per Elixi:
I| Isis adminiftrationem tranfire poffunt, aurum
| lautem non nifilongo & prolixo tempore in
[elixir, Alioqui fi mundities & perfe&io il-
lies fuffic.-t, caperemus id ut natura nobis
dedit. Uode Arnald, in Soliloquio. Ne«
! ceſſarium eſt quod. elisır magis fit depura-
^ tum & digeftum quam aurum & argenrami,
N eo quod ipfam debet convertere à perfe-
| &ione diminutà corfora in aurum & ar-
j gentum, quod ipfa £:cere nequeimt, eo quod
| wen poffint tingere, nifi in quautum fe ex-
T teils
i6t
162
Gebri locus ficat,nifi fecundum fuam rubedinem. Ni
explicatur
DciInveftig.
períe. c. 10.
PANDORA
tendunt: quoniam nulla res dealbat nifi fe |
cundüm fuam albedinem, ncc nulla res rubi Jl
obfat auctoritas Gebri alio loco dicentis
Corpora perfecta non indigere præparatio
ne, cum perfecta fint, fed tantum ur magi.
fubtilientur, | Quia Geber refpexit prepara
tionem primam, quaindigent imperfecta anl]
te eorum folutionem, qua non indigent per
fe&a,cum humiditatem fuperfluam nigram 87
comburentem ac terream fzculentiam im
mundam & groffam exteriorem non habean
ficut imperfe&a: Sed tamen poft ſolutio
nem non minuseorum calces & Mercuriua d
znundarideboere, quam imperfe&orum, Phi]
fophi fatisattedantur, |
Anonymns
Und darum fo follen hierzt
unfere Werck gefcheben in unſern
Stem / daß fein Faͤrbung gebeifer!
werde in ihm / mehr dann in feine
Natur. (a) |
(s ET ſcias quod quantumcunque plu.
folvitur cum fua anima, - vel Spirit!"
non fixo, hys er tanto magis multi:
plicantur non folum in quantitate, fed etia.
in virture, tin&ura, & fubtilitate, & in proje
&ione, majus pondus coníequenter transfot. |
mabit. | |
N
| Ow f£odft Gab GO ttes.
Ne mireris qualiter unum infirmum me-
allum, quod non habet pondus perfe&i me-
tall, quomodo per medicinam reducitur ad
verum poádus, cum modicum quid ibid«m
ponitur de medicina, & ita modieum, ut per
"TPondus illius modici non poffit fuppleri de-
fe&us ponderis metalli, habito relpectu ad
quantitatem medicing proje&z: & hocideo
et, ut dicunt omnes philofophi, & fit per
pieta em medicinz, quz ex natura ſua cum
gatjtin&uram, dat pondus tin&urz five in al-
‚120, fiveinrubeo : quod non facit medicina.
„ ophiltica, quie tantum dattin&uram, & non
Incertus
tách der Werfen Anzug/ Red’ oder
Beſchreibung zufammen geſetzt
auß lauteren Spetien/ ein Condi⸗
mentoder Einmachung. (b)
|
(b) | Ta bis re&ificandurh ei, qui vere Elixit,
| aut quintam eflentiam (t facturus, in
| quacunque materiä id fuerit, five in fpeciebus,
M radicibus, fäcchäro, delle, & id genus
Dis.
— — —
"
"! (it Antidorum oder Wider⸗
m» da (Die
M
M. Joan Yaacns Hallandni,
163
m
' 164.
PANDORA, |
og Waſſer ift der gifftigen
^J Schlangen Tyrusgleich/ und mi
ihm wird ver gewaltige Theriae bereitet,”
Apotheckern aefucht worden / es mird
aber von der Zeit an warn e8 jum Eli
firgemacht morden / niemand dadurch
vergifft werden. j |
Diefes Waffer wird von ben Philoſo
phis ıhr Gifft genennet/und ift in Der That,
ein recht ſtarcker Gifſt / nemlid) bem Leibe
des Goldes / mit welchem es vermiſchet
wird. Was aber den menſchlichen Lei
anlanget / habe ich niemals weder ſelben
verfuchet / nod) einen andern gegeben.
Hlaube auch. nichts baBes jemand von ibi T.
tie getban hat. | =.
Was aber die Medicin anlanget/ fc
durch daffelbigeund auß Demfelbigen aec T.
macht worden/ fo ift c8 gewiß / Dag es Dil],
höchfte Artzney von allen in der Welt iſt
Dennes ift cer wahre Daum des Ne
bens/ roelcher aller Derjenigen Verlan
gen ins gemein vergnuͤget / Die ihn in ſeine
Art haben. Denn nebenjt feiner. heilen:
den Krafft/ die es auf eine wunderbar‘
miraculöfe Art an ibm hatı fan es biß zu
unfern Anfangen / darauß wir beſtehen
durchdringen / welches Feine andere mine)
talifche Artzney thun Fan. Ob fchon Pa
racelfus,feine Reftzurantia und Kenovantiz
body.
| Oder Edelſt Gab GOttes.
hoch ruhmet (die wir gewuſt haben / als
wir feinen geheimen Alcakelt erlanget / von
welchem / fo ich lebe ein beſonder Tra⸗
ctaͤtlein ſchreiben will) jedoch iſt es nicht /
weder feine Harmatina, noch feine Ar /
cana, noch feine Elixiria, noch feine-
Efengen noch eines von feinen Se
Ene welches in Warheit alle edele
Artzneyen ſind / welche biß zu der Wurtzel
des Lebens fo reichen koͤnnen / als dieſes
bun kan und wird. Denn dieſes verrich⸗
tet alles / nur allein / daß es nicht wieder die
beſtimmte Zeit von GOtt vermag, denn
fonften wo diefer Schluß nicht waͤre / Fön-
te es einen Menfchen wircklich uniterblich
‚machen; Denn c8 erneuert Die Fugend/
"halt das Alter zuruͤcke / und bringer Die als
lerbeſte und vollfommenfie Geſundheit zu
wege / und bermebret die Kräffte wunder⸗
der erneuern’ fondern es wird auch dem
haarichten Haupt eine junggefchaffene Far⸗
be wieder geben/ welche Haar ın vielen
"Sahren ja nimmer nicht wieder grau
werden / wenn man deſſen Gebrauchvöllig
weitz / und es auch aad) Gebuͤhr gebrauchet.
Heierauff haben die Philoſophi in Anſe⸗
bung feiner wunderbahren Krafft / und
"nachdem es zur Artzney gemacht worden /
der Gleichheit nac geſchloſſen / bafi es zus
vor das alligroͤſcte SER geweſen⸗
N 3 ie
di
Ü
I
‚barlich. Ja c8 wird nicht allein bie Duas _
re bey denen/ welchen (ic aufigefallen/ wie⸗
165
166
PANDORA, |
fie haben eine Regel: Ex fummo venenel.
Jumına Medicina, qu$ dem hoͤchſten Gift,
wird die höchfte Artzney bereitet/ welches
wie ich glaube/ nicht alle Wege den Stich
haͤlt / alſo will ich hier Defhalben nicht di”
ſputiren. Wer aber gedencket / daß / wei
es ein ſo toͤdtlich Gifft / es bey den Apothe
cera ober Materialiſten zu kauffen ſey dei
irret; Denn wenn es zu erſt gekaufſ
wird / bekenne ich / iſt es ein rechter Gifft
aber die böfe Art / wie ich begreiffen Far]
und weiß/ wird gänglich hinweg genom
mens che unb bevor e8 zum Mercurio Phi
lofophorum wird. J
Es fep aber in ſeiner Rohigkeit toas €
wolle / fo bin ich Doch gewiß daß c8 in
feiner Bollfommenbeit alfo nicht if. Dei
wer c8 alsdann annehmen wird/mird nicht
allein feinen Schaden davon haben / fo
Dem befinden’ das e8 bie höchfte Artznet
ſey mwelcheinder ganken Welt nid)tibre
gleichenhat. — |
Denn alsdann ift es der abre The
ríae/ unb (afjet in feiner Wuͤrckung Wun
der ſehen intem esmianchen au dem To:
bt sum £eben wieder bringst. cob
zus daß du eg mit feinem Corrcfie perm
ſcheſt / ſondern nimm eg rein und (cene
dig lauffend / wenn Du dadurch Gewinn er“
fanaen milft. |
Es ift weder des Galeni noch des Hippo:
eiiis Theriac (weicher zwar / werner ra
tet
„Ober Edelſt Gab Gottes.
;trtitet wird / von groffer Tugend ift) mit
„dm zu vergleichen: Dennerftlich toͤdtet es
le Sifft aller und jeder Seuchen und
Kranckheiten. Alto daß diejenigen Franck
yeiten/ welche die Anfchauer derfelben bes
Nuͤrtzt machen/ von dieſem Elixir mit Vera
vunderung überwältiget werden. Deñ
Feſetzt ein Menfch Deriegt mit Zeichen ber
u ftirbet/ alfo; baB er iegt in feinen leß-
‚en Zügen lieget (und da feine Zeit nicht
„yahin ift/ denn vor einen folchen if Leis
„eErrettung) foihm nur ein Tropffen
on diefem Elixir eingegeben wird / affo/
4988 er es hinunter ſchlucket / ſo wird er fich
„alsbald erboblen; und in kurtzer Zeit zu
einer vorigen Gefunbbeit gelangen. Daß
18 aber alfofore bie Wurgel des Lebens er⸗
eiche / will ich beroetfen : Geſetzt / es fen
Jiner mit einer vecbt verzehrenden Kranck⸗
icit unvergleichlich aegemattet/ und. fol-
t wegen Mangel der Geiſter gleich e&t aug
ver Welt fcheiden/ doch alfo Daß feine be:
fimmte Zeit noch nicht vergangen / fo er
ur in feinen legten Zügen fo viel Krafft
„och bat/ daß er nur einen Tropffen von
í d erholen und toieber lebendig tverben/
, BD wird in wenigen Tagen zweymahl
aͤrcker in Vergleichunge werden/ als er
4007 geweſen. Gefekt/ einer (en gar eis
er ſchwachen Conftitution, und kraͤnck⸗
„rund alle Tage übel auff / uͤberauß
T $4 Krafft⸗
ieſem Elixir einnehmen kan fo wird er
i 167
un
163
Krafftloß und matt/ menn er von die]
en Elixir einnimmet/ wird es in Furge
Zeit feine Conftitution. son rund au
ndern / alſo daß er weit ſtaͤrcker als irgen
ein ander Menfch ing gemein ift / fen
wird. |
Ein edler Philofophus (toietoob[ ic
faum glaube/ daß er ein Adeptus tft). be
unlängftein klein Tractätlein von Steberr
Stein⸗Kranckheit und von der Peſt ge]
fchrieben/ und daſelbſt fagt er im einer
Diefer Tractaͤtlein DaB. Der Verluſt b
Kraͤffte / welche durch Beyſchlaff und 2
perlaffen gefchicht / umwiederbringlicd
ſey. Es ift wahr / und ich glaube; bap (i
recht edle Artzneyen bat/ uno es ift Jan
mer / daß erdiefeg GiebeimniB fein Alter 3
erhalten nicht gehabt. Dennich befenngl
im ernſt / daß von allen Tractaten 7 (4
jemahls geleſen / dieſe am allermeijte
Philoſophiſch find: aber bey biefer B
frafftigung iſt augenfcheinlich zu fehen
daßer son dieſem Geheimniß nichts 9i
enn ob (don durch übermäffige
Beyſchlaff / Schwindſucht / Berblutun
oder Aderlaffen ober auff irgend eine and
ve Weife ein Meaſch geſchwaͤchet worden
mag er dach Durch dieſes Cliyir nicht allet:
zu volfommener Geſundheit 7 fonderf
auch zu folchen Kräften wieder gebrad f
merden/alg er nimmer quoor gehabt: SH
(
Oder Edelſt Gab Gottes.
es kan aud) ein Manns⸗oder Weibs⸗Per⸗
Wfon/ fo mit erblicher Schwachheit behaff⸗
et iſt zu mehr als gemeiner Staͤrcke durch
den Gebrauch unſerer Artzeney verwandelt
Mwerden. Oder es fan auch ein Menfchr
der wegen Arbeits Krankheit und hohen
Dahren des Grades Thuͤre nahe kommen
Wift/ wenn man ihn nur eintropffelt / Doch
durch veffen Gebrauch feine Haar / feine
Zaͤhne und feine Kräfte wieder befoms
men a!fo daß er viel burtiger und fiärcfer
Wwerden wird / als er in feiner Sfugend ge»
weſen / und mag nod) viel Jahr lebens / fo
fern die Zeit des Schlufke des Almäche
tigen noch nicht kommen iſt. |
(b. Denn bie Mineralien find unter allen
Mublunarifchen feibern die allervolifommenz
fen’ und der befte Theil Derfelbigen find
die Metallen / welche: wenn ſie volkommen
Mind / beſchuͤtzen fig fid) immerdar ſelber
nor aller Furcht der Verderbung. Nun
tingiret Der Geiſt der Metallen: wenn er zu
‚Heiner taufenofältigen Dollfommenheit
erhoͤhet iſt pie unnollEonimenen Metallen,
IMgu einer unverderblichen Reinigkeit: Aber
i alábenn muß dieſer Geiſt in einem Leihe ge⸗
macht werden nach. Dem Außſpruch des
Hermes: Seine Kraſſe iſt gantz / wenn fie
in ^ie Erde verwandelt wird.
"Es mag aber dieſe uͤber die Natur erhoͤ⸗
(btt Tinctur in ein Del oder vielmehr zu
‚einem reinen Liquor auffgeloͤſet werden⸗
25 wel⸗
169
170
PANDORA,
welcher alsdenn nicht eigendlich zu den Me⸗
tallen dienlich fondern nur Medicinalifch
ift. Denn eriftoon der Natur deg Lichter
unb deßhalben vereiniget er fich gar bald
mit unfer8 Lebens Formalen Principio, wie‘
eine Flamme in die andere gebet. "1
Ja und noch über diefes/ mag es auch
ũber die Natur des Menſchen ja auch
uͤher einen jeden betaſtlichen Coͤrper erhoͤ⸗
het werden / daß er zu einem ſehr glaͤntzenden
immerwaͤhrenden Licht werde / welches ich
geſehen / wiewohl nicht ſelber wircklich ge⸗
macht habe. Alles dieſes geſchicht Durch
Die göttitche Krafft unſers Waſſers / welches
gedachter Maſſen zubereitet werden maf /
Durch Cohfbirenund diſtilliren denn unſer
Waſſer iff ein lebendiges Waſſer / und‘
nicht corrofivifehz mie etliche unfere Büs
cher Übeldeuten und außlegen. |
Diefes num find die umftändfichen Eis!
genſchafften unfers Waſſers / es ift. rein /
klar / und ſehr hell, es ift lebendig / und ſehr
fluͤſſſg ohne Befeuchtung ober Netzung c
es iſt das einige Jtu&/bringenbe Subje&um, 3
Bas wir zu unſer Kuͤnſt erwehlen koͤnnen |]
und e$ mag ſonſten was es auch ſeyn
mag/ in die Hand genommen werden?‘
das ift alles betrieglich. |
C jyrenams Philalecba.
|
y
(cc) Alchym. Herr / man. faat'7 der
Schwefel fip eine Arkeney : Stimm.
3a
| Oder Edelſt Gab GOttes.
3a erift ſelbſt oer Art / und welche ihn
| qu$ den Banden erlevigen/denen gibt cr
4 zur Danckfagung fein eigenes Blur zu eis
ner Artzney. Alch. Herr / wenn einer die
om. as fagt ihr mein Herr / tft ſie dann
in Gt? Stimm : Haft pu nicht gehoͤ⸗
et daß eine groffe Flamm Feuer cine Fleine
serzehr:t/eg fepno viel Philoſophi geweſen /
Ye aug fremder Lehr die Kunſt erfahren / die
xt Krafft dieſer Artzney nicht fc tieff nach»
innet / ja fe fräfftiger und fubriler die Ark:
aep gttoefen/ je gefunder haben fie diefelb
ehalten / fodochein Sranıco. Grän der
Metallen durchdringet / wie vielmehr Den
Nenſchlichen Seib. Alchym: Herz/ wie
p Iu man fie denn brauchen · Die Stimm:
Mil haben fie gebrauchen follen / daß ſie die
Natörliche Warm mir Stärkung ernebe
et und nicht verzehret. Alchym: Herr /
ch fan dieſe Artzney machen. Stimm:
So biſt du gluͤckſeelig / wenn buts weiſt /
ann ſie iſt deß Schwefels Blut / feine ins
‚eifte Krafft / und Truͤckne / fo bag Queck⸗
illber ia Gold verkehret / und auch alle Me-
| aleaund menfchliche Leiber gefund machet.
dl Michael Sendévogius,
"m Cin
yl
vr
— — —
T
PANDORA;
Ein Artzney und Reinigung alle)
Coͤrpern / ſo da zu reinigen unb ad)
pergeitailten find / oder gehoͤren
095 wahr Lunificum ; das iſt / S5
bermachig / und Solficum; das iſt
Goldmachig. (d) |
(4) RI itud elixir completum convert
4—7omniaalia corpora ad fuum genus ; (4f.
cum fiz di&um pulverem praparaveris, pre
jice foperalia corpora, vel fuper Mercuriu !
ad oculum , & fic habebis Solem vel Lunar,
quantam volucris ipfe , meliorem quam er},
usum de minerz,
Rofariuns Abbreviaru |
ie fáDet eu oie Tafel oc]
groͤſſeren Willens.
Erſtlich wird gehabt / in unferenf
arünen Loͤwen / die wahre Mater
und welcher Farb es ſey / (a)
(2 gg Rn Loͤw wird Dd Sabje&ul fi
und Die prima materia Lapidis Phile Ph
_
fophici genennet/ und das darum / weilen Pr
vegerabilifch ift/ und eine grüne rachfent Ir
Krafft infich bat. pu
Walchius
||
(a2) Es haben ihrer viel den in
Oder Edelſt Gab Gottes.
hen Steiwim Vitriol oder Kupffer-XBaf:
er gefucht / aber durch ihre Hatoiffenbeit
ind fiegänslich betrogen und außgelachet
borden; Dann der gemeine Virriol wird
onen Philofophis nur Scheldungs weiß /
erunberichten grüne Löwe genannt / aber
eſer unfer gráne Loͤw / hat feinen Urfprung
ipn bem Metalliichen Kupfferifchen Cor-
ere genommen. Ob gleich aus dem!Vitrio-
Romano ein Del gegogen werden Fan/
delches am Geruch lieblicher und am
Sefchmack annehmlicher als Fein Bal⸗
am ift / wann feine Tin&ur mit Sp. vini;
us dem calcinirten Vitrio! gezogen wird;
s tvollen aber die Philoſophi / und gebies
"eben folle / toormít man Die transmutatio-
'em merallorum machen wolle; derowe⸗
‚en fo lehren fie / daß ſolches ex corpori-
mus folle gemacht werden / nicht aus den
piritibus , al$ Aug Vitriol, Schweffel / Ar-
A Venus Fitriolata,
& (aaa) Nullum corpus immundum ( ex-
epto vno ) quod vulgariter à Philofophis
i|Scatur Leo viridis, quod eft mediumcon-
i. PR tin&uras ‚inter folem & lunam cum
erfedtione, intratmagifterium noftrum,
—
Georgius Ripleus.
Und wird genennt adrop oder
* toc oder duenech. (b) |
Mos | (b) Der
I
"mr daß dasjenige aus Metallifcher Krafft
"P
173
174
-Dieft maflam eingejtecket / vertwahret u
: PANDORA,
(b) ees frg gegen Auffgang bU.
Sonnen liegend / daraus Diefi
alter Geſell und altes Muͤtterlein geherzul”
das erfterohe tubjedum , cruda, confufa ve
mixta aliqua mareria, chaos , &c. welch
alles in ſich haben ſoll was der Arcfex i
Dereitung des groflen Steing ver urbal
ten Weiſen zu fud)en begehret/ unb auf
zuarbeıten vorhabens iſt. Solches fubjed
&um findet man zu jederzeit in den Bergen
in Thalen / und in den tieffen Stellen de
Ersgruben / und allenthalben / auch we
bey oen Materialiften und Apoteckern j
verkauffen/ um ein gering Geld / wiltdue
nicht kauffen / fo bereite es jelber / dahe
Maria faget: Unum comparari , alterur
inveniri in monticulis; Welches nun alle
Welt vor Augen und darzu an allen Orte
fihbar gefunden wird.
In dieſes Berges Kluͤfften zu unter
bat GOtt / mas ihme bie erſte Creatio
der Welt oon dem ſpiritu vitali, von der ir
ſpiration deſſelben in allerley Creature
uͤberblieben allen denſelbigen Ipiritum i
fo tieff verfchloflen uno den Philofoph
denfelben zuerheben / außsufertigen und jj.
gebrauchen / alleine binterlafjen / darum
denn auch em fehmahjler und enger 2C.
darzu gebet und offen ſtehet. Auff dieſe
Berg hieß dich dort ſteigen Nicolaus Fi:
mellus ein fehr erfabrner a un
"Ju
'
| ow Edelſt Gab Gottes.
Kräuter «Kenner 7 fagende.: Steig auff
den Berg das ou mögeft eine vegerabilifches
faturnifche und Fünigliche / deßgleich en
auch mineralifche Wurtzel gder Kraut ſe⸗
hen / Trifolinm aud) tool Lunaria Mondes
Kraut genaavt/ocn Safft und Kern nimm
Inur allein und wirff Die Huͤlſen weg. Li-
jlius Der Philofophus faget: Es ſey ein Kraut
"das heift Adrop oder Duncch / welches
funden werde in dem Berg Balto in den
„oeronenfifchen Gelbe / von melchen foiche
Je rtzney wird. — Bahlius Valentinus in feinen
jehenden Schlüffel / nennet den Dre des
GBebirges Filictrum. |
Is: Nodus Sophicus Enodatas.
4, (bb) Undoiß haben die Philofophi auch
„vol von den Bauern gelernet / welche
leichſam mit einftimmen/ fagenbe : Daß
j jieíe metallifche Form oder mineralifche
Wurgelmüffe von ihrer Unart/ die fie von
jifftigen Dünften empfangen / mehlich
„jelcbeiden/ unb alsdann ber weiſſe mercus
ali aliſche Lilien⸗Safft daraus gebreſſet wer⸗
it en / der ift fehr gart und flüchtig / derent⸗
il otgen in feinen Oberntheil zu fuchen und
Mil ame ift azoc ober gluten Aquilae.
un Nodus Sopkicus Enodatus,
à
PT
1
D
Xn
"| (bbb) Wie fie nut haben der Materiz
k Nzebliche Namen geben / alſo geben ſie
or Veranderung deß Grads halber noch
A mehr
1
n 176
mehr Namen. Cm erften Grad wird be
ben fie wollen andeuten / daß er wachſt
nen fices Miſt. Wanns Waſſer ift /
PANDORA;
Stein genennet 7 Adrop Philoſophiſc
Bley / Antimonium , &c. Sim anden
Grad Philoſophiſch Waſſer / Philoſoph
ſcher Mercurius, &c. Im dritten Grad
Sal Alkali, Armoniacum noftrum , welche
auch Cinis de cinere und Sulphur de fulphu
re bennent wird. Daß bie Alten geſagt
der Stein fen Dreper(ep : 9t[8 auß Krau
tern / Thieren und Metallen / damirh
ſterbe lebe / genehret und gekochet toerbi
In Summa / nad) dem Eft-à fingiren fi
allerley Namen. Was fofoirt / nenne
fie Sal Armonisc, Wanns gefaͤulet iſt / ne
kens Arm und Reich allenthalben. Wan
weiß iſt / heiſt es Arſenicum, Lac virgini
und alle weiſſe Namen. Wanns roth if
heiſt es blutroth / Schwefel und dergle
chen Farben. Sit es ſcharff / nenn
mans vitriol, Alaun’ Salpeter / xe Sj
der Stein im Waffer foloirt / nenn
mans ein weiß lauffend Waſſer. Wa
ſubtller uab weiſſer wird / heiſſet man t
gut: Wanns roth it, heiſt es Feue
Dannenhero ſagt der Philofophus Minoi
Hann einer gefragt wuͤrde / warum
roth waͤre worden / ehe es weiſſe Farb haͤ
te empfangen / fo ſolte man antwortet
daß es zweymal Schwartz / und zweym
Aſchenfarb verwandlet werde / auch zwe
| Oder Edelſt Gab Gottes.
nal rothe Farb an fich nehme / und matt
V 8aber zweyhmal die rothe Sarbempfangen/
vie rotber Wein unb Menfchenblut/nems
Wich mad) der Patrefa&ion ober faul werden’ ..
llo haben ed bít Aire den Drachen genen.
Ti jet. 84
ll à P ] » ui»
T4.
rg DEIN
i) (bbbb) Diefes muß wegen beB begieriz
en Leſers noch mehr erläutert werden / weil
ey ven verſtaͤndigſten Philoſophis Die ma-
iria vera: mit unterfchtedfichen tamen ge
Mennet / und in Der That und arbeit eines
ty alg Aqua vitz, Fons vite, Lac virginià
" quila volitans, Rebis, Mercurius Philofo-
norum ,' Vitriolum , - Sulphut Philofopho-
qm, Menfchenforh/ Kinder Urin, Kalck/
i 5b; Seel / Geiſt / Tinctur, Medicin,
IL otb/ Weiß / Grün / Hetmäphrodit,
tl ( otl , : Elixit ; Avis Hertnetis j. Dvenech,
nuraco, Ele&rum , Leo viridis, Kubeus und
Wirglricben ungehliche Stamen mehr / welche
did) alle zunennen verdrieffen-thut.
d Incertus Maserocofm,
an!
mel recht verſtanden / aber es ſchwebt Dir
nEhberme trübe Woſcken für Deinen Augen,
4 ift das feimfte Gold / aber nicht das n
41
chen Archeum ohne einige Gehuͤlffe ver
J 24908. Kunfl
S
L|
Pu dncertui? — Macrocoſm.
m (bbbbh) Mereurius. Du haft gum
an Schmeltz ⸗Ofen fein wird / jonvem -
8 Dit Natur felbiten durch ihren Volca⸗
ay?
17$
Kunft fugiet bat / auff ihre Weiß / 5d
auß wird gezogen derfelbe Doppelte Me
- €uríud/ wenn du Denfelben haft / fo difpi
tire mie Deinem Abt und fprich : Aiolli
- ein net Corpus. (c). -
(Oo Rr imercfe fleiffig / T i Get
- 88 ftecket bierinnen bie erfte Solution: u
Auffloͤſung des rohen Eoͤrpers / zu mel
ohne Mühe und Arbeit niemand wird
weite Meer wil / der mug zuvor Durch
in feinem eigenen Blute oder Spiritu, eil
nen Waſſer oder fudore, qui fit de prof
-PANDOR%,
L3
ignis tibi fufhiciunt,
Michael Sendivagim.
3m andern unb dritten / wi |
gehabt / wie bie Gorper foloie:
ober entloft werden in Queckſilb
der Dpilofopben s das ift / ín ox
Waſſer unfere Nereupts und oil
Achtung auff feine Mede / dei
langen Fönnen. Denn wer in dag gro
ec Waſſerfluͤß hindurch Eommen / m
Feine Aufflöfung anders gefchehen ſoll / d
sun natura. J
Nodus Sopbicus Enod. al
(ec): Quando lap:s hofter ef in vele.
fito , & materia fentit Solem noftrum , ‚a
continenti folyitur in aquam , ita quodkf
e EN / € n
| I Oder Edelſt Gab Gottes.
uod mareria-nottra afcendit per fumum &
ſtea videntes iftam materíam defcende:e
int incordibus eorum, fecunda fublimatio,
"em videntes talem afcenfionem & defcen-
Jonem fe convertere in.aquam , dixerunt
lus, Et hzc videntes infpiffari, & ad tet-
lim nigram converti, & ifta infpiffatio fta-
flat in principio fuper aquam, & fic dimit-
pndo paulatim inipiflando videte terram
übmergi in aquam, & ftare. in fundo fub
qua, quz terra erat nigra & fzculenta , x»
jimarunt in cordibus eorum quod i(ta ope-
Mio vocaretur putrefactio; quise quintus
odus. tern adhuc pauló plusvidentts ter-
nigram & fzculentam (lando fub aqua
‚ocarunt ablutionem. — Unde quidem dicit
i Aorienus : ſcias quod torum mägifterium
on eſt aliud quam extractio aqui à tetra, &
Jj um hoc fextus modus, qui eſt coagulatio,
s P Adhuc plus videntes, totum ftare fubtus a-
jg uam, & crelcere, & aquam diminui pro-
eadir in altum uíque ad caput vafis, & po».
ea defcendit ad profundum vafis. Er fcias |
lentum , & Philofophi videntes iftam mate-
‚Jam alcendere & defcendere, fecerunt con⸗
allium inter fe quomodo nominarent itas
perationes , & fuit opinio eorum , illud -
ilfuod afcendit nominetur prima fublimatio,
1 fundum, & vertebat fe fa aquam , xima. -
'uod ibi effet diftillatio, qu& e& tertius mo-
fet longum tempus dimittere in fole aoſtro
olorem nigrum & fatorem malum quem
m. Mai pie
179
^. 380
'omnes quod hac erat creatio. perfeGta, &
. deficcatar, &in terram vertitur tota materio
«ebat fe ad folam fubftantiam quod non flue
bat; imò ftabat ftria, videntes hoc, dixe
coagulate & habebitis totam operationem 8
.. majorem .deco&ionem , dealbatam perfe
^ PANDORA,.
pter deco&ionem temperatam ,. dixeru
fic erat principium novum, — Unde Philofo
phus dixit , quod aqua cum terra ceratur &
imbibitur, & per temperatam decoctionen
Unde dicit Philofophus ; quod hzc eft vi
cjus integra , fi verfa fuerit in terram, & hi!
eít feptimus modus. Item adhuc vidente
uod tota materia fiebat terra, & quod r: du
runt quod hoc totum erat ; propterea quo
Plato dixit? Solvite lapidem noftrum, & coa!
gulate poftea, id ek, vertite in terram, 8
hoc cum magna cautela , & habes quafi to)
tum magiíterium, & hice(t oQavus modu
appellatus, Unde quidem dixit Plato ; Ac
cipite lapidem noftrum in tabulas tenues, &
ponite in vale noftro firmiter claufo, & a
fate igne leni donec confringatur, Poíte|
coquite ad colerem Solis donec coaguletur
Etícias quod totum magiſterium nihilaliud ef
quam facere folutionem perfedam,& coagu
Jationem, Unde dixit Philofophus, Solvite 8
artem, Et adhuc plus videntes nofttam ma’
teríam coagulatam , & infpiffatam proptel
ctè, & deficcatam , cujus albedo erat fupei
omnes albedines, z(timabant materiam effe
calcinatam. Et dixernnt intra fe, quomo:
T | > wd
' A
Eder Edelſt Gab GOttes.
dam, videntes hoc totum, dixerunt quod ef.
y ] . . * d p^ ^ "
et perfecta calcinatio, ideo vocárunt iftum
modum calcinationem, qui eft,..... modus,
adjun&ione füblimati fpiritus, totiens lucra-
jjum enim corpus tuum allevias , in tantum
melius valebit. Et fic pofles projicere fuper
gentem & centum fuper mille, & mille ſu-
ver decem millia, & decem millia fuper
entum mille millia,& mille millia fuper infini-
a millia, Vide ergo quz diximus quoniam
lid. componenduin fulphur album & rubeum
ifficiat, ,
| "Albertus Magnus.
| Sym vierdten wird gehabt die Pu-
)Jfopben / die nie ift gejehen wor⸗
aunt Sulphur , der Schivefel. Im
"'ünfren wird gehabt / wie ver groß
?t oder mehrer Theil biefes Waſ⸗
‚8 worden ift ein ſchwartz Erdte
Sich / und trußechtig/ von welchen
«lle Philofoppireden. Sm fechften
rd gehabt /wie dig ſchwartz rote
— —
$5. oen
N:
(do nominabimus. itum nobilifimum mo- -
„Nam quoties fublimas aliquod corpus.cum
ipere in proje&ione mille partes, In quan-
pmnia funt neceffaria laude, Hoc quidem -
retadtion , ober Faͤulung der Phi⸗
"ibt im Anfang ftund auff oder ob —
T Rd
18r.
Geſchirrs Im firbenden wird g
- Oleum Philofophorum. Im achte
in oer fchmerge/und fid) berecibet m
unb —* Farb " einen in d |
PANDORA, |
prm Waffer/ und nad une na
hinunter gefahren ift in Boden de
babt/ wie dig Erdtrich auffentlöfti
in 2Gaffer wiederuminder S arb bc
Dig / und bann fo wird es genenn
wird gehabt /mieder Trac wordei
feinem Mercurio / und fid) felbft geti
Schwertze. Im zehenden wird ge
habt / wie die ſchwartzen Nebel / DU
giengen. Im eilfften wird gehabt
wie diefe Afchen worden ift alla
weiſſeſt wie ein Marmol aligende
und das T bas Elerir au beni m "
e
Oder Edelſt Gab Gottes.
smolfften wird gehabt / wie dieſe
nende röthe / wie ein Rubin / und
j iſt das Elexir zu der. Rothe,
das ganze Werck / fo life de pate
fmpatem(a) o0
1) Ec tzdeat attificem huic libro fzpius
'.. * Nftudere, & ex eo verum intelle&um
lcreté gerere, perpetuzque memoriz com-
oy mendare , poftea operari, |
. „Non enim folum per libros ipfam conve-
"nit indagare , quia qui per libros ipfam fo-
lum fequitur, tardiffime eam inveniet, éo
,quod libri iftius feientiz non funt fcripti ad
doctrinam ipfius , (icut libri aliarum fcientia-
Ícientiz , quia fcripti funt fübocculte, & di-
jverfis znigmatibus , metaphorice & figura-
cognoícatur & tradatur, quod hzc fcientia
ef vera & omnino certa : unde nullus Phi-
'lofophorum unquam hane fcientiam fcripfit,
"Wt e(t, fed tantum alliciunt artifices ad ip-
fam indagandam & inquirendam : quidam
autem ipforum minus clare, quidam magis
,' 9€culte, sunquam autem magis manifefte,.
dncertus,
T 00804. 07 Ge
f
fen / und die Frucht ift Afchen. Im _
weiſſe ift verkehrt in ein durchfchei- -
1b wann du wilt wohl verfiehen
Vextraherei Et extra&um in corde fuo fe-
irum, fed funt tantum quantum figurz ipſus
te, . Et hoc totum ne per ipfos vere fciatur, |
183
bab diefe Ding alle geleben / bi
daß er mir Gnad verleibe, bi]
| tone End gu ſehen. (b)
gottlícbe Werck gemacht fep wor
€) Asse: e died Aliffmi, & &
.PANDOR A,
So tvírftu fepen cousberbabrli
che Ding m unferen Zagen. ; Id
auf den Löwen: Ich bitte GOtt
C) IN Une autem hzc verba i in tuo animi
fige : fcilicet ,. quod- ea combat
fiat fanguis fimul ad latera. vafis, Leo au
tem viridis (emperin medio manét , quous:
qne cx toto fit interfectus. Quapropter nl
hil aliud tibi commendo Fili : ni(i ı aquam no
flram , & zs noftrum coquere, donec pau
latim comburendo interficiatur ; quousque
ejus color mutetur ; & à fua nigredie p
Yer,
Arneldas de * Nova,
Yon dem Arüoldo de Villa Nod |
obn welchen (db nicht alaub/baf tig
den: und wann ers nicht geſehen
und getafterhätte / fo Hätte erg
nich: koͤnnen fihreiben/ (iod) abmah⸗
len fo půnctlich
aifi Deus per I Big bonum vel)
ami^|
nicum revelaverit.difhcile cognofcitur, Nam
jon omnes Gebri, nonomines Lullij effe pof-
jamus, 'Erlieet Lullius Vir fobtilis ingenii
y lit, timen (iab Arnoldo artem rion. acce-
liffet, ceite (milis fuiffet aliis qui illam cum
lifficultate inquirunt, fiquidem & Arnoldus
; ? amico uM confitetur,
amd nothivendige Ding gefagt in
een Werft; dann es find etliche
"ffe fid) nicht ziemen den Menfchen
Afageu/ ‚doc habichs geichrieben
nd abgcinab!et biB zum End/oder
rfuͤllung/ 5 ichs N geſe⸗
en me a
hancar tem per firnilitudines&allegos
i. deferiberent, una riaditur paffim
!Itio univerfalis , ne infipientibus, indodis, &
hpiis patcfieret, & ne indigni incontemtu
türz tanto theſauro patirentur, particula-
ducit auctor viæ vnivetſalis: Ne cognof-
e & dubitatione. homin um animi coerce-
tur, multo plures fefe nexibus indiſſolubi.
B Eg ren SL. , libus
Oder Edelſt Gab Gottes.
. Michael Mayer,
ni bna hab nicht affe erſcheinende
)f^QUi4 autem. moverit Tv da ut
n vero invenio caulas duodecim :. primam
tut & fciatur qvod hac fcientia fit vera & .
(nnino certa. Er profe cto niſi ea incertitu- .
18$
186
libus hujus artis intricarent, avari prafertii
"Ut attribuerent illam Deo gloriofo, ut rey
factot hoc lapide habito illicita ageret,
lofophorum Deum: timentes, nontam fübli
. quosDeus docuit librum velatum componer;
, & fapientum tra&tatus. in eo fcribere, Sexta!
* bent vellem enodare, nullus ultra prudent
locus * sum inhpi piens fspienti gquarete
PA NDOR A, |
& atrogantes,quique dominandi .libidine &
]luant, Secundam allegat Hamuel in Senior.
la:et illam cui vellet, & prohiberetà. quo ve
ler, Hinc Geber, Ars noftra in potentia. d
vina fervatur & cui vult elargitur, & fubtrahi
Et Morienes, Scirete convenit, quod 1
gitterium nihilaliud eft. ni fecretum & a
canum Dei Gloriofi. Tertia. defcribitur 28
Hermete, ne mali potentes fiant ad pecc
ta perpetranda. Età Rofino, ne quis mal
ad fuum effet detrimentum, Quarr; inven
tur apud eundem Hermetem, ne videlic
Philofophi cogerentur teddere ratioriem
lorum, quz mali inique agerent hujus am
fiducia. Quintam tradit Pythagoras in Tu
ba. Hoc Deus à populo calavit, ne mund
devaftaretur. Er Alphidius, Quidam P
me & pretiofum hoc arcanum habueru
imó opus fuum manifete fcribere volu
runt, fed expavelcebant hocagere, eo quc
mundum deleret, & plantandi, ferendi &
randi opüs periret, | Petierunt ergo à Dei
utexhoc mundo fe extraheret impunito
reddit R.hafis, Si omnia, inquit, prout fe j
| Oder Edelſt Gab GOttes.
ü | pauper diviti, nec fub,circulo lunari quis»
"iam mortelium in+diarum defleret angu-
las, Seprimadari potett, ut .anusquifque
! ipiens cum fumma dfligentia & maximo (la-
U caram habea, & abfcondat, & immörta-
"As gratias agat Deo creatori, Sic enim Au-
LM Diagoli naturz & fil. phil. Multum ob-
\figamur Philofophis, qui hanc fcientiam tali-
"Ser nobis tradiderunt, ut eam acquirende
"autos atque fubüles, imó & Dco magis de-
Motos redderent, Octava, quod timerent
"Fnaledi&iones &anathemata veterum. Sic e-
"Sim Mireris: Philofophi hoc celaverunt,
"Dt nulo modo narrare ‘przfamferunt, qui
"pEceptis, malediGionibus, & anathemati-
"ationibusid prohibucre, hoc itaque paten-
iſſima demon&ratione exponere proutcrea-
"Buratitneo. Et Jo, Rupefciffa, Philofophi
ibus magißerium fuit revelatum conjurati
^ unt horribili maledi&ione Dei, ne ulli homi-
"ium hoc divinum opus apertis verbis decla-
"Parent, ne ad manus pravorum devehiret,
Mt Lullius. fflad .fecretum | nulli hominum
Warnalirevelare expedit, quia mal«di&us erit
et tanti fecreti manifeftationem, quia ne-
7 nin! revelare licet nifi foli Deo. Ipfe enim
i^ ^ui vult, & quibus intereft revelari, illis re-
C'*elabit, Nona invenitur in fine Turba.
ir Jbificait, Nifi nomina multiplicarentur in
t hac arte, fapientiam noftram pueri. deride-
"ent, Decima traditur ibidem, SiReges
llo fcientiam invenerit, magis eam diligat,
| 197
188
pauperes devenire, Undecimam docet Mur
» düsin eadem Turba, S1. vendirores han
PANDOR A
& principes eam fcirent,non permitterent.
mineram agnofcerent non venderent eai
tam vili pretio, Duodecima eſt invidi:
Unde Rofiaüus, Dei judicium eft hoc fecre
tum invenientes invidiam invenire. Idem, Ne
mo inveniens hoc arcanum caret invidia, nam
fa&um vellet, qued nemo alius fciret, No;
quod invideant bonis & fapientibus, ver
igoaris & vitiofis, ut inquic Hermes, ^
Geber, Si hanc fcientiam palliavimus no
miretur do&rinz filius, non enim illi. palli
vimus, fed malis & improbis ; eam tali fer
mone tradidimus, quem latere infipienten
neceflario accidet,& eodem ad iilius inventio
pis perquifitionem prudentes allicio, Alio
.quin nifi rationibus & juftis de caufis Philo
fophi deterrentur, licenter & aperté opus la:
pidis defcriberent, cum fapientis proprium
fit docere poffe & velle, prout. ex Alphidi |
fupra allegato patet &c. 4
Theobaldus de —— 7
Ich weiß daß das Werck vo
Nothwendigkeit komme zu cine
ſolchen Natur. (b) |
(ET jam fcias, Fili, qubd —— rubeus
tibiapparuerit poft nigredinem, pro-
ne. hoc non utes; dummodo vas fii bene
claa-
| Oder Edelſt Gab Gottes.
iam perveniat naturam, Hoc eft argentum
Tivum occident.;le, quod pratulitfe auro, &
Fit: quia efl pater mirabilium omniuw,
„N | Arnoldus de Vılla Nova,
I Und ich weiß daß nie gefehen ift
Jporben ein fold) Werck / alfo abge:
Nahlet und Befrhrieben/ unb mit
Iinen Autoritäten oder uhrheblis
iben Sprüchen beiwährt. (c)
afe daß fic) bie Alten beflieſſen /
u AD vic Bereitung des Steins zu be»
Hreiben / unter De" Weiſe Der diflillation.
ila Weine und feines Gieifte8/ welche in
ir Arbeit einander faſt gleichförmig/dann
tlich haben fie gefebrt/ aug. dem Wein
machen feinen fpiritum. ohne frembde
legma zu überfommen / Der dann nod)
hut zu Tag bep ben gemeinen Artiſten
irrechte und wahre geheime foiritus und
Meift des Weines fepn und heiffen muß/
ill Doch mit der Warheit dar zuthun / uñ mit
ſchwinder Proba Fan ‚bereißlich darge⸗
acht werden / daß folcher vermeinter Wein⸗
Arift nod) viel unſichtbare Waͤſſerig keit
Jempfindlicher weiſe/ welche nichts ans:
'$ als fein vegetabilifcher Mercurins iſt /
ſich hat; dann oct feurige Geiſt des
—— Weins
Jaulum ; quia de-neceffitate oportet, ur ad
Intit illud: & illud quod occidit vivere fa--
189
198
Weins iſt dasrechte (euer. und Seele be
Weiß / die Arbeit und Practica unter pit
mifle und gar lerne von einem Mei
- yidetur hac talis compofitio lapidis in $i]
DORA
Weins. Nun hat ein jeder ſulphur feiner
anfaͤnglichen Mercurium in ſich verborgen
wiewohl die vegetabilia nach ihrer bI |
bit animalia quc) nach ihrer Art/ alſo auch
Dit mineralia nach ihrer Eigeniſchafft.
Bafilius Valentınms
(c:) Sonden ed iſt mur Parabol
fer Bereitung etlicher maffen begriffen un
angezeigt worden; Gleichwie aber jetz
vom Wein gelehret worden / alfo fan auch
gleicher Geſtalt durch einen gantz kurtze
Weg unfer Gold (nicht das gemeine, for
bern das je&t nemlich angezeiget/) aufgeld
fet/ zertrennet / geſcheiden und in feinen er
ſten Anfang gebracht werden. Vid. Min
ralogia fup. citat, und 4tvar Die vierdte A
merdung über das Ander Capitel Def
€rften Theile. RE
Dann es iff gar unmöglich 4
wiſſen / es ſeye dann daß man ef
-
fter ders einen febre. (d).
(4) Gt codem modo dicimos,inbocog 1
divino, quianec ex parte naturz tai d
tüm, necartis miniftrantis, juvintis naturat
L3
Oder Edelſt Gab GOttes.
Wirleveret: fed potius in diviaa potentia re⸗
Wrvari videtur hoc, mediante cognitione .
Buhcis: ergo quàmdifficile quam occultum, .
(Bram mirabile; quàm arduum ef exittiman-
um , hunc punctum artificemattingere pof- —
*? Dehoc autem mirabile verbum. dixit .
ocrates, fcil quod. virtus fupra virtutes; exi-
lens, éft resimpoffibiles redigere ad poifibi--
Wem facilitatem pr&clare, Rectè ergo dicen:
iffum, hoc opus efle divinum, & fécretum di-
yia informat fupra noftrum íntelle&um, & ul-.
ifa noftram cognitioriem, . quali fupra natu-
m: fic in hoc opere accidere videtur, -
W.apidem , noftrum & cegnofcunt, fed neſci⸗
‚em, nihil valeret , nifi etiam fcirent opera-
ionem cjus, Operatio autem non poteft
«iri, nifiper maximum donum Dei , vel per
5 voluntate divina derivatur. | Acad
mmn Laurentius Ventura,
«ip eractátiein fo viel natürlichellifachen eina
Mfübrt / daß cin begieriger und gotisfuürch⸗
i leben koͤnne / mag ich durch Goͤttlichen
Iberis fieri poffe, ut. fuper. ignem perpetuo. —
iBinum, & fupra.batutam: & ficut forwati-
: B Margarita Preciofa,
J| (dd) Et in libro Saturni : Multi habent-
ot ejus virtutem, Et fi fcirent ejus virtu--
lo&tinam peritiffimi magiftti, Et totum id
| (aao) Ich babe bey neben in dieſen zwoͤlff
Ager Leſer deſto leichter alles das jenige ver⸗
T "r7 QU.
191
92
der Natur / dieſe Kunſt zu ish fi
| OO eem RR dubito: qui Celf "
"cam & humidam, ex Phi lofoph arum: tibri
ca multo onere affiduoque labore diffi ulte
| preciofi ifimus Mercurius. vite acquiratur|
..'Modó veró Deo favente | propius ſcopum at.
tigi, de quo Kex Geber in.fua funnätelta
| poris prolongatione excufamür, nam tante
labore nunc. non opus eft , & his molefii:
PANDOR A;
Stegen mit meinen Augen gefehen / um
mit meinen Händen ohne eınigen Falfı
oder Berrug gemacht habe / Dann es ohr
möglich ohne: Liecht und Erkantnu
tiederfahre dann einem. durch. örtlich
Offenbahrung / oder.eineg- getreuen Freun
des —
Und weiß daß 1l i der at
lengſt Weg⸗ ——
do veſtra duplicem viam fcilicet: fic
animadvertetit, & edidicerit, cam. in via fic!
folvendo & coagulando,i in prima operatione
tur, Unica eit perfe&a via qua relevam ug
à tantis laboribus & oneribus folurionum!&
coagulationum, "In via humida à tàm mo.
lettis laboribus. & in prima operatione tem;
carere. poffumus. NB. fcd ne quid nimis,
— |
(ee) u
| ©Oder Edelſt Gab Gottes.
(ee) Zulegt mercke Daß oie Philoſophi
ween 2Gegegebabt + Den naffen Weg /
Welchen ich gebraucht habe / Darnach den
Frocknen Weg: Damit muft du auch philo-
lophicé handeln / daß Du Den Mercurium
‚Philofophorum wol purgiereſt / unb Mer-
irium durch Mercurium macheſt / dein Sal
hilofophicum und fermentum, vel Sulphur
BPhilofophorum , zuſetzeſt und procedireft
nit Dem / wie vorgemelot/ fo haft bu der
Reifen Magnet / hoc eft Mercurium Pbi-
Fofophorum: Zum dritten dad es Herme-
is Oder Sulphur Philofopborum, —
li. Baſilius Valentinus.
Lo (eee) Diß fang ichnun von Grund
meines Hertzens durch den Wald bitu
urch / daß es allenthalben erfchalltes und
ie Berg mir die legte Wort repetirten biß
1d) endlich eine (cbóne grüne Heyden ere
then: Dahin ich mich aufi dem Wald be»
jeben. Auff diefer Heyden ftunden drey
obe fihöne Cedern Baͤum welche umb
brer breiten toillen/ einen herzlichen und
twünfchten Schatten gegeben / deſſen ich
mich höchlich erfreuet : dann ob ich wol
10d) nicht weit gangen/ machte mich ood)
208 grofje Verlangen fchier muͤde / deßwe⸗
41 Jt ic) oen. Bäumen zugeeylet / darunter
- Doinju Fame / erfihe ich ein Täfelein / fo an
in wenig zu ruben. Wie ich aber näher -
‚em einen Daum gehefftet auff welches’
9t bà
193
194
"PANDORA,
da ichs nachmahlen geleſen nachfolgende
Wort / mit sierlichen Buchftaben gefchrie‘
ſchrieben getvefen : | t
Hofpesfalve: fiquid tibi forfitan de nupti
is Regis auditum, — Verba hzc perpendell
Quatuor viarum optiones per nostibi fpon-] |
Jus offert,per quas omnes, modó non in deviat! ;
delabaris ad Regiam. ejus aulam pervenire
poſſis. Prima brevis e(t, fed periculofa, &
quztein varios fcopulos deducit, ex quibu
vix te expedire licebit, Altera longior , quz
eircumducet te, non abducet , plana ea eſt
& facilis, fi te Magnetis auxilio , neque ad
dextrum , neque finifirum | abduci. patieris;
Tertia veré Regia eft, quz per varias Regie}
no&ridelicias & ſpectecula viam tibi reddet
jucundam, — Sed quod vix millefimo hade
nus obtigit, Per quartamnemini hominu
licebit ad Regiam pervenire , utpote, quæ
coníumens, & nonnificorporibus incorru
ptibilibus convenienseft, Elige nunc ex tri-
bus quam velis, & in ea conftans permane, d
Scito autem quamcunque ingreilus fueris , ab
immutabili Fato tibi ita deftinatum , nec nifi
«um maximo vitz periculo regredi fas effe, 8i
Hæc funt qua te ícivife voluimus ; fedi
heus cave ignores ,- quante cum periculoff
te huic viz commiferis : nam te vel mi-
nimi deli&i contra Regis noflrilegesno&i ob-
noxium : quzfo dum adhuc licet per eandemid
viam, quá acceffifti; domumte confer quàm
citiſſimẽ. 4
Co]
=
— Oder Edelſt Gab Gottes.
- Go bald id) nun dieſe Schrift gelefen/
war mir fchon alle Freud dahin / unb ber
‚ich zuvor frölich gefungen fieng nun an ins
Hniglich zu weinen : bann id) fahe gleichwol
halle drey Weg / vor mir/ und wuſte aud)
"daß mirnach der Zeit erlaubt todre/ mir
einen Weg zuermehlen. - Noch beforget
t'íf)/ da ich auff den Steinigen und Fel⸗
Kfigen ABeg Fäme möchte ich jaͤmmerlich
wu tobt fallen: Oder da mir der lange Weg
wurde / koͤnte ich entweders durch Abweg
dverirren / oder ſonſten auff der weiten
ANeiß bleiben: So dorffte ich auch nieht
hoffen / daß unter taufent ich eben ber ſeyn
Mfoltes der ven Königlichen Weg ermehlte.
ie Den vierten fabe ich ‚gleichwohl vor mir /
le aber er war mit Feuer und Dampff ders
unmaften umbgeben / daß ich bey weitem
nicht hinzu nahen doͤrffte. Bedachte mich
uafo bi und ber / ob Ich wieder umFebren/
"sper der Wege einen für mich nehmen fole
a Meine Unwuͤrdigkeit bedacht ich mol/
‚Daber mic) tröfter allegeit ber Traumy da ich
auf oem Thurn eriediget worden/ und
leorffte mich Doch nicht Fecklich auff einen
Ádi&raum verlaffen/ deßwegen ich mich bann:
al o fang bin und wieder befonnen/ bip mir
ao gro(jer Mattigfeit wegen der Hun⸗
jeh er und Durft in Bauch Fommen. — Dee
xdbotgen ich bald mein Brot herfuͤrgezogen /
amd auffaefdnitten) melcheseine Schnee
Ieiffe Taub / fo auffdem Saum gefeffen
Pa deren
195
196
"PAND ORA,
deren ich nicht wahr genommen / erſehen⸗
und deßwegen eilleic)t ihrer Gewohnheit
nach herab gemacht / und ju mir gar heimlich
fich begeben / deren ich dann mein Speiß
gern mitgetheilt: Die e8 auch angenomal!
men, und alfo durch ihr ſchoͤne / mich wieder
ein wenig erquickt-: So bald es aber iig
Reind ein ſchwartzer Rab erfehen / ift exu
gleich auff bie Taub zugefchoffen / und!
gleichwol meiner nicht begehrt / fonberm
der Tauben das ihre nehmen wollen / Die
fid) anders nicht bann mit fliehen erebreng)
Fönnen. Seindt deßmegen mit einanden
Mittagmwerts zu geflogen / melcheg mi
bann dermaflen erzürnet und betruͤbt vafitii
ich auß Unbedacht den [ofen Naben nach
eylt / und alfo wieder meinen Willen / fa
einer Ackerlaͤnge weit / in. der verzeichneten
eg einengeloffen/ und alfo ven Raben
vertrieben’ Die Tauben aber erlöft. AU
fererft mercket ich was ich unbefonnen geät
handelt / und daß ich allbereit auff einen Weg
kommen / darvonich nicht wieder ( bep gt,
fahr groſſer Straff) weichen doͤrffte. Und
wiewohl ich mich noch etlicher maſſen haͤt
te troͤſten koͤnnen / war mir doch das aller
meiſt / daß id) mein Saͤcklein und rob
bey oem Baum gelaſſen und es nimmen
holen funote. ‘Dann fo bald ich mich
umbfehret/ war mir ein fo groffer Wind
fo ſtarck zu wieder / daß er mich leichtlich
fellet / gieng ich dann zu bem Weg EC
C
|. Oder f£ocdl(i Gab Gottes.
Mo mercket ich gan& unb gar nichts: Darauf
ſich leichtlich ſchlieſſen Fönnen / e8 würde
ihmir dag Leben Foften/ da ich mich folte
wieder den Wind legen. Nahm deßwegen
mein Creutz gedultig auff mich/ macht mich
ipauff die Fuͤß / und gedachte/ weil e8 je ſeyn
mufte/ mölle ich dahin arbeiten / daß ich
vor Tracht Eönte dahin Fonemen, Wie
Wwohl fid) nun manch fcheinlicher Abweg
nherzeiget / wiſchet ich Doch allmegmit mei:
mem Compafs berauf/ unb wolte von der
Mittaglini um kein Schrittnicht weichen/
Awiewol per Weg manchmal fo rauch und
ungebant gemefen / DaB ich nicht wenig
ibob ibm gezweiftele 7 auff folchem Weg ge-
dacht ich ftetigs an die Taube und Naben/
Bund Fund esdochnicht erfpeculieren: Biß
alich entlich auffeinem hohen Bergemfchön
MPortal vonmeitemerfehen/ dem ich dann
ungeacht e8 mir weit / weit ab dem Weg
var / zugeeilt / weil allbereit die Sonn ſich
unter bie Berg verborgen / und ich ſonſten
bey weitem noch kein bleibende Stadt er⸗
ſehen koͤnnen / und das zwar ſchreib ich al⸗
ein GOtt zu / der mich wol haͤtte koͤnnen
"Ruff ſolchem Weg fort gehen laſſen / und
mir die Augen verhalten moͤgen / daB id)
Jolche Port hätte Eónnen Äbergaffen: Der
Meylte ich nun tie gefagt 7 heftig zu / Die
ipid) dann noch bep folcher Tag⸗Zeit erreis
d N3 chet /
M
|
[
I
|
\
197
198
PANDORA-
cet / daß ich fie dannoch nach aller 9?otf.
durff befeben Fönnen. Bi
€briftiani Rofencreus/ Chymifche
Hochzeit. |"
Derhalben fo find Gedult und!
fecil nothwendig in unfer. Meiſter
(rbafft / Vale falix. Biß gluͤckhaff
fig. Ct)
(DNJO^ accedat autem ad ipfam inda-
gandam artifex groflo ingenio, & du4f.
to repletus , nec avarus, nec fumptibusf
parcens , vel expenfis , nec vir duplex,
omnino variabilis à propofito , nec nie
mis feftinus, nec infirmus, jaut jimpo-f
tens. manib.ıs vel oculis, aut nimis antiquut
nec ità pauper , ut habere poffit unde banc
fumptuofam fcientiam indagare poffit : fed
potius fit doctrine filius, vir fubtilifimo in⸗
genio decoratus , fufhcienter locuples, lar»
gus, fanus, firmus in propofito , patiens &
mitis, temperatus, & fufficienter (uis mem-
bris & organis bene difpofitus & ordina-
aus, N
Incertus,
(Ff). Patientia & mora funt neceflaria, ut
ex prolixitate coquendi. vincat/aqua pugnam
ignis levi decadione, I
Benedictus.
(Doer Edelſt Gab Gottes:
|- €s find etliche tolle Thoren und
Blinde / die da ſagen fie fonnen ma»
hen] daS Aurum potabile/ Oder
trinck lich Gold von oder aug dem
gemeinen Gold / und glauben auch /
iau heilen alle Kranckheiten. (2)
| (2) AU man nun das rechte Subjetum,
RE vel veras radices auri potabilis ges
funden / welche auf vorgemeldtem Diſcurs
ichtlich zu erkennen ſeynd / und man in⸗
gen werden foll Daß nicht zur præparation
und folutioaauri potabilis Da corpus auri,
continet verum illud medicinale Elementum
Tgnis, omnia vincens & penetrans, darzu
jenommenmerdenfoll / aufdaß bie pri»
orbialifdye effentiz & virtutes folis, cum
volore & odore fich in Der D peration ergei-
jenund vonihme geben mögen / unb bero
ifo verfichere ſeynd / mag der Artifi wol⸗
jemutb ad reliqua ſchreiten und ber Phis
oſophiſchen folution, als ein qualifieirter
Jo&tinz fiiius tn Gottes Nahmen treulich
uſetzen / wie mit troͤſtlicher Verſicherung /
itin (abor uñ expens werde ihme tauſendfalt
"Demunerirt mit allem Nutzen wieder iu
Daufe kommen.
Avonymus.
NA (a) Alſo
daß esfaftgur und allerbeft ſeye /
Tonbtrn dag primum Ens auri, quod & in fe
199
20€
^ PANDORA,
(a2) Alfo wirdwonden Ehnmiften / ind
Wiedergebaͤhrung der Metall unrecht
procedirt/jie folviren Die metallifchen Coͤr
per/ es (tpe Mecurius, Gold/ Saturnus
oder Luna/ und corrodiren daffelb mi
agnaforten/undanderen untüchtigen Sa
den; die zur Kunft nicht gebören / mile
fchens nachmalen zufammen unb! fochenh
mit einander/bedencken aber nicht/ / daß auß
einem zerftäckten menfchlichen Leib Fei
Menſch gezeuget wirds dieweil Der Geftalt
pes Menſchen Berderbung und des Saa
mens Zerfiöhrung vorhergangen, Kin
jedwedes Ding wırd wieMann und Weib
germehrer/ wie ich in dem Tractat vo
weyerley Materi gemeldet habe: Die
oder bringet nichts herfuͤr fondern mann
fie beyde gebührlich zufammen gethe
werden/ fo bringets ein neue Form ode
Geftalt berfür : So müffen demnach
Spermata oder Saamen/ und nicht Córpemi
ein lebendigen Mann und ein lebendiged
Weib / biefe thue jufammen/ daß fie unter
einander felbften einSpermaeinbilden/ / daß
(ie die Srucht ihrer Natur herfuͤrbringen
Dann Fein fterblicher Menfch auf Erde
darff ihme einbilden/ daß er die erfteund
primam Materiam machen fóngen : Die
erfte Materi des Menfchen ift. Erde und
Tan Fein Menſch auß derfelben einen [^ |
| Od« Edelſt Gab Gottes.
je machen GOtt allein Fan daffelbige:
N ber auf der zweyten Materi / welche allbes
seit erfchaffen iſt wann diefelbe in einen ges
Ih oͤrigen Orth gethan wird / kan gar leicht
urch Wuͤrckung ver Natur / das jenige ge⸗
iget werden / welcher Natur ber. Saa⸗
en iſt. Der Kuͤnſtler machet hier nichts/
lein daß er wiſſe das ſubtile von dem
i » igen ober groben abzufondern und in
ni 1 Sefchirr zuhun / dann das ift in acht
ilumebmen/ wie ein Ding angefangen wird /
fo wird es auch geendet: Aus einem
erden zwey / unb auf zweyen eins / und
ili tmeiter.
N)
: ü
: unt find aud) etliche Aertzte / ote
die Ducaten laflen fieden in
| li Baffer, fagende /daß diß das al
jrbeft fepe zubeilen/ fo es doch gat
5 Widerſpiel ift 7 mit Urlaub
lor ihren Ehren zufagen: Es ift
m nicht Aurum porabile, noch
iud bag big Wafler gut feye zu
heilen bann weder das gemein
i ‚Bold nod) ander Metall find gut
uheilen / fondern vielmehr boB/
Remlich zu trinken. Ich fag aber
ol -— (8 — iſt Aertz⸗
neyen
Michael Sendivogins.
201
202
(worinn der lebende webende Geiſt / unten
PANDORA,: |
neyen zu Fauffen/ und den Aertzte
zubezahlen. Es iff aud) wahrl!
daß es gutift/ haben einen STapff
oder Schuͤſſel Vol Ducaten/ und
denfelben zeigen einem Krancken
dann es iſt faſt nug und qut Sol
zu (eben. Aber das wahre Aucun
porabile, oder tríncflíd) Hold if
nicht fichtbarlich / fondern frafftig
glich und maͤchtiglich: Welches din
aroffer Argney iſt dieda hinmed
tbut und vertreibt affe Uberfluͤſſig
feiten; als wohl der menſchliche
Leiben und Coͤrpern als der Me
tallın. (b)
(b) x As Gold allein ift in Feuer / Luft
af und Erden/ unverweßlich
immerdar: und kan; vermöge biefer. (ei
ner Unverweßlichkeit / alle des Leibes (Sau
lungen verhuͤten / oie Grundfeuchtigfei
der Waͤrme wohnt) erneuren / vermehren
unb alſo / darinn / den Lebens⸗Balſam er-
halten. |
Nicht aber/ toit e$ annoch infeinen fe
(ten Metallifchen Banden verftricket liege,
fondern / mann ed durch Kunftz obnt
Gewalt / gar fanfit udo gelinde Davon L.
| | ul
|o *
Oder Edelſt Gab GO ttes.
Höfer : das iſt: Trincklich gemacht worden⸗
Alſo / daB es denen kraͤncklichen Gliedern
ipolligen Nahrungs-Safft geben’ und das
Iben zugleich auch vie nöthige Lebens⸗
Waͤrm (Calidum ingenitum) unterhalten
ran.
Derohalben / tas fónte wohl allen Ges
Dreſten / oder dem gán&lidyen 2lbgange bite
Mrten) Principien / worauß der Todt ohn⸗
hlbar erfolgt / mehrers beykommen oder
Ibheiffen: Als eben ber jenige Primateria-
Wifcbe Unverbrennliche Rothe (auf gleiche
Maͤſſig derogleichen Amgnefia Philotopho-
fum drey Principiis, in ein einiges Weſen
Pder Maflam, zuſammengeſetzte Erden⸗
quaſi Arida) Kloß; Wenn / ſage ich / er
n ſein inneres Saltz (quafi Corpus) und
Anverbrennlichen Mercurialifehen Sulphur
"ber Sulphurifchen Mercurium. (als den Spi-
"Wirum, worinn bit rafft der feurigen See⸗
"t obnt) auffgefchloffen / und eine fire
arificirte Artzney oder Elipir/denenKunft
jeleßen nach / zubereitee und gebracht
"Toorden. 4
1 | Fridrich Geißler.
| (bb) In Summa fo eine Kranckheit
Medicin diefelbige in einem Tags fo eine
Sranckheit gewährt hat ein Jahr / fo cue
qf Diefe obgemeldte Mebicin fole im
T^ zwoͤlff
T.
/
|J
|
Wtr (vom, Hermes fdjon vorlängft alfo &a-
ittodret hatein Monat lang / ſo cuviret dieſe
26
3
264
tall in das warhafftigſte Gold.
PANDORA.,
zwoͤlff Tagen / fo es aber gar einelangı
rige Kranckheit iſt / es teg für eine toa8 (f,
woll / fo curirt ſolche Medicin — Dicfelbigi
in einem Monat / unb iff Fein Medicin
ſuchen die über dieſe mag ſeyn in der gag
gen Welt: dann mer dıefe Medicin ba
der bat einen unüberfomlicóen Scha
dem Fein Schatz ber gan&en Welt vergl
chen fan werden / oder mag. | d
Raimundus Lulli
1
(3) SIe zehende Srag: Was bat dief
Stan für Krafft Tugend und GE
genfchaffe? Antwort : Diefer Stel
Fan rein und fauber machen alle Metall
fche Eörper/fo von der Natur unvollfon
men verlaffen ſeyn toorben/ von allem IT
rem Auffas/ auff daß ſie ewig beſtaͤnd
ſey / biß zu dem letzten Gericht und Pr
birung : Darzu fo heilet er bie Menfchl
che Eörper von allen Kranckheiten / biß
dem natuͤrlichen Tod.
Richardus eAnglicm
Und zugleicher Weiß / wie es rein
get die befleckten Metall / von alfci
Außſatz und Bloͤdigkeit: Alſo au
"oer Edelſt Gab Gottes.
die Menichlichen Leib / und dasift
Jun gewiß / unb aller gewiſſeſt / und
| nerd | daß oif ift bic Meynung
illcr Philoſophen (b).
?
BIST cá. feind noch wohl etliche unb
5 noch dazu von Dodorn und Hoch⸗
Itfabrten / Die da gänslich glauben’ uns
Wr digerirfer rother Knecht / müffe durch
as Mercurial - Waſſer auf dem gemeinen
Theuren Solde gebracht werden / welchen
Verthum der hocherfahrne Author deß urs
[ten SRitters Kriegs vorlängft gezeiger
ait dieſenWorten / Die er fub perfonalapi-
isforicbt: Es find etliche fo weit mit mir
Tommen/ daß fie mir meinen tingirenden
eiſt haben Eönnen außziehen / unb haben
en zu andern Metallen und mineralien
Termifchet/ und mit vielen Arbeiten dahin
"ebracbt/ Daß ich was wenigers von mei»
en virtutibus und Krafft von mír gegeben/
en Metallen fo mir etwas zugethan und
"erano waren. Hätten fib aber die
Ruͤnſtler nach meinen eigenen QBeibe ums
"Eefeben / und mich damit vereinige/ fo hät-
ich tauſentmal mehr ungiren Fönnen.
k | e Michael Sendivogins,
a X ;
ie Aberdiefelben und ihres gleihen/
le da ver(ieben von bem gemeinen
I Gold /
20
Ld
?
206
ben metallifchen Saamen / melcher in eis
PANDORA,
Gold / die find blind / und meh
bann blind, und Betrieger : Dani,
fo das gemeine Gold von feine
volltommne einem anderen gebe/ft
bliebe es bod) darnach unvollfo
men (e)
hy find auch alle metalla in ihre
innerften Gold/ und daffelbe Golf
ift noch nicht finire, fondern ift in feine
machfenden Krafft noch unverruckt / abe
wegen der überfläffigen zufälligen Unrei
nigfeit verhindert. — Syn diefem Pag wird
erfordert die Kunft daß fie der Nat
belffe mt Reinigung / Vermiſchung uni
Waͤrme : Dann bieríun ift der recte
mahre / wefentliche Same/ gleich wie Dat
Korn in der Aeher und Stengel/ baffelt
muß zuvor getroſchen / gereiniget / uni
folgende in einen darzu bereiteten Acker at
füet werden / wo eg anders foll Frucht
bringen / und in biefem allem muß de
Könftler eben fo wol der Natur folgen dg
wo eranderft feine Intention will erlangen
Doch muß er fleiffig Achtung geben auf
nem Metall viel reicher und näher ale I
dem andern / daß erihm den beften erweh
fe. Wird mannun weiter fragen" / welchee
dann engentlich ber Metall Samen fey/ fe
muB man wiſſen / daß es das Sal ſey / alt
Prima
Oder Edelſt Gab Gottes.
rimz materiz materia,gezugen aus dem (es
1ent Waſſer / und ing Centrum der Erven
Irſchloſſen aldarecht außg ekochet / biß daß
1 ungertrennlich mif. einander vereiniget /
fib zu einem bicfen / zaͤhen und fchlöpfferis
m Waffer worden. Diß Waſſer nun iſt
rt Samen’ Davon alie Mireralia ihren
rfprung haben/ biefer ift von GOtt felbft
Wr 9?atur eingepflangt / und wird von
hilofophis in gemein Mercurius vivus ges
| a net. Incertus; Macroco[m.
Alec) Dann diefes ift wahr unb gewißr
i bas Gold einmahl ins Feuer gebracht
ma gefd)mol&en wird / benummt manibm
ipn ſtund an feinen fpirituslifchen Sulphur
(Rd der: Mercurius toirb verbrands welches
De Suoler tool follen mercten.
ae n j Incertus, Macrocofms
IM +
(cec) Es möchte auch auff dag Gold
Mögen tmerden fo verficbet mans aber
dMtrecbt/ dann es ſeynd noch höhere ge»
Maffene Ereaturen denn das Gold/ dem
nun nachzufuchen/ fo finder fid) die
Barheit / was GOtt in die Natur gelegt
At / daß ber Menfch nicht crtennen will,
‚am fchreibe e8 ihnen dann gar für die
Mſen / ift demnach nicht zubegreiffen 7
An wegen feiner groffen Blindheit und
‚Merfantnußfeiner felbiten.
J «Michael Sendivogius.
A Sanct
|
207
208
| Es ift aber bie Materi des Steine
G) pr S ergo materia lapidis aqua grofl |
das da fol und wachft in unfet
‚PANDORA |
Sanct Thomas von Aquina
ein grob / oder dick Waſſer / fol
ckend / oder es (ft ein Hitz / obere
Kaͤlte / big bekallende. (d)
Lagens autem eft calor vel frigus coi
gelans illam aquam & ad effentiam lapidis
a&um deducens. Et credas virtuofion
lapides qui procedunt ab animalibus qua
alios, T à ^
Thomas de e»fauino. —
Und bu (olt glauben/ daß. bis
die tofilícherm Stein feyen/ die he
für fommen von den Thieren/ bald
die andern. Du magft aber bo
fein gefchlecht Stein bereiten’ / oh
das Gruͤn duͤnnech und dag dumm
mineris oder Ergadern. (a)
QM Agifter, Fili, fcias, quod as Phil
fophorum eft aurum iplorum. Un
Ariftoteles ait, inlibro fuo? — Aurum n
ftrum, non aurum vulgi : quia illa viridik
quz eft in eo corpore, e(t tota perfe&io ejt
Quia illa viriditas, per noftrum magilteriu
cito vertitur in aurum veriffimum, Et:
c
mu _. - MR n
|. Oder Edelſt Gab GOttes.
10C experti fumus : & fi vis probare, tibi re-
Apulam dabimus, Accipe ergo zs uftum bene,
& perfe&e rubificatum : & imbibe ipfum
Jtum öleo duencch , feptem vicibus, quan-
im bibere poterit, femper affando & redu-
Teendo : poflea fac ipfum defcendere : def-
sendet enim aurum purum: ejus viride fiet
Wuübeum : ficut crana clarum, Et fcias,
uod tanta rubedo defcendit cum ipfo ,. quod
Winger argentum in aliqua quentitate , verif-
Wimo colore, Et totum hoc probavimus
Me his, quz operantur operationes magnas,
quod ef: viride de auro, & ejus ſulphure, &
10cin libre de feptuaginta invenies. Vide
jüid dicat LumenLuminum, & notà : Nul-
um tamen genus Lapidum poteris præpata-
Me, absque duenec viridi & liqnido : quod
*
delicet nafcitur in mineris noſtteis.
Acrnoldus de villa nova;
0 Pag. A;
| 209
Pag. A. repo d
A. Der Gold⸗Berg. |
B. Der Silber - Derg. | |
12.3.4.5.6. Die fechs unvollEommene Metall.
C. 541, das Sale / Der Mann / oer Vatter.
D. Mer:urius, der Mercurius / die Stau Oder Ode
Weib / die Mutter. — A
x. Unfere Artzney ifi allein zufammen gefeg
auß der Natur fcil, lubjecti.
F.Melcber Vatter ifi ein Magd / die Mutter em
pfaht nit: das iſt / der Mcrcurius oder dieMut
ttt generirt hier das Saltz oder oen Vatter / ha
alſo die Mutter gebohren den Vatter ohn
empfahen / und der Vatter iſt worden wie ein
Magd. 2 ?
G.Kumm myuG:liebte daß wir einander um bd
fabino uno gebährend einen Cobne dernih
verglicht wirs oen Eitern. Das iſt / ourcb obs
Conjunétion , Mercuri uno Salis als Elter
wird gebobrenein Edler &obn/nemlicb Qa -
weiſſe Elixir welches an Wuͤrdigkeit uͤbertri n
feinen Vatter und (cine Mutter / das ift alum -
Mercurius. E
H. Ylim wabr ich kumm su oir und bin bere F
zu empfaben ein jolcben Sohn deften alybe F
nicht if in Der Welt. Das Elixir ifi erſtlich eü
herrliche Medicin/ welche oen Menſchen gı I
fund uno feölich macht auch in derfelben eı
halt / hernach alle Metall in Silber und Go
verwandelt / Dep wegen Ean beffer Miet
vor die Xemurb auf der Welt gefunden wir}
1. Und wird geborẽ in zweyen Berge mit Bo
befetit: daß iſt aug Hold und Gilber Berge‘
K.&o nm jelbig deſſen Haupt rote iſt / die Aug jl
ſchwartz die Süß weiß / iſt die Meiſterſchaf
Das ifl/aug dem Mercurio welcher bell u
klar | auf Dem Sulpbure welcher dund
gelb und ſchwartz / und auf dem Saltz welch
nach Der Calcination weiß, beſtehet Die con!
Meiſterſchafft / oder das weiſe und rothek
L. Des Geſchirr oder Gefäß | in weichen Me
curius und Sal zuſammen gufüge
De .
,
—— (Dort Edelſt Gab GOttes.
Philoſophus / Sohn beſchaue die
allerhoͤchſten Gebirg / die da fino zu
der rechten / und zu der lincken / und
ſteig daſelbſt hinauf / da unſer tein
gefunden wird / und in dem Berg der
da tregt jedes uno allerley Geſchlecht
und Gattung der Farben und ſpe⸗
ide / deßgleichen aud) Ertza
dern. (6)
(b) [ Deo dixerunt, vade bili ad monte In.
& Adie, & ad fuas cavernas, & accipe «x
1: eis lapides honoratos, fcilicet corpora qua
!! liquefiunt in aqua permanente ,. cum ci fue-
'|rint adjuncta, Autor, Montes Indiz funt
"Sol &Luna, Et hzc aqua cum egrefla fue-
«| tit de illis montibus & liquefacta fzpius cum
4| fuis corporibus , altifimum opus operatur.
Jubeo ergo vos capere átgentum vivum,
'LI quod e& virtutis ſœmineæ, fcilicet Lunz, Et
* ipfum coquite cum corpore, fci!, Solis do-
nec fiat aqua fluens, Coquite ergo mafcu-
5 lum fimul & vaporem ejus , quousque utrum
'congel:tur, Soror cftpaífiva, fcilicet Mer
"curis, Frater a&:«us,. Conjungite citrinum
j| 'rubei filium, fcilicez Solem cum forore fva;
id et, Mercurio Lunari, qui communirer ar=
tem generant, - Hojesmodi enim perfe&io
wb3peris cum aqua fulphuris forore & fratre
* onficitur, Ergo qui querit veram facere
" din&uram , non quz:at fine Sole, & cjus
| $92 pnr,
-— — — —
]
1
hel
Bir;
"
16. 27
2n.
len Ir
qur ig^
| - quid dicam , quod qui £ne Sole operatur nil
gi. Sol enim offa mortuorum in lepul-|
^. €hrisattenuat, & augmentat tincturam albe»
.— generatum, Per hos duos montes, Sol &
PANDORA, |
umbra, id cft, Mercurio noftro, videlicet!
lunari, Nolo tamen eaufa invidiz preterire, |
dinis & Mute d
Petrus de Silento,
. (bb) Nondum faris ditum fuit, quomo- | |
do Pater noter generetur inter mafculum &
foeminam , & inter duos montes, ideo Mo-
rieni Secretum tibi declarabo, qui in epilto-
la ad Arronem Philofophum inquit, corpo-
raà monticulis defumpta efle corpus album 4
& clarum , nulli putrefaGtioniaut commotio-
ni fubié ded, , inter mafculum & fceminam ]
Luna fuper verticem noſtrum exaltata intelli: 4
guntur, quz per fiam inAuentiam nobis hic |
infraaurum & argentum generant, qua am-
bo inMccurio noftro infunt, Per mafculum
& foeminam , activum & paffivum intelli.
gunt, que fünt in Mercurio Adivo & in|
terra noltra paſſiva. |
|
uidon Magnus de Mont.
Malchamech der Philoſophus
Der Stein) der da in dieſem Werd
nothivendig ift / der ift von einem
geferleten Ding / den wirft du fin]
9
aM
— icr Edelſt Gab Got tco.
den allenthalben in der Ebne / Ber⸗
‚gen und Waſſern / (ce) |
eor igitur Lapidem Ph, defiderat, il-
| Xe lum adipifci poteft, quia pauperi &
diviti communis et & proftat, Eft autemin
© hac arte fecretum in quo multi errant, unde
;dubium aliud oritur, prater illud quod Pa-
trem no(trum rem effe dixi pauperi & divi-
^ti communem : Quaro igitur nunc an dif-
jcrimen fic inter Patrem id eft materiam, &
| Elixir completum, Refpondeo quod ita,
quia Pater nofter nihil aliud et quàm Mer-
curius , qui ef noftrum aurum & argentum,
noftra Tin&ura, rubrum & album, quem
> Mercurium quilibet potett, X Elixir autem ei
diſſimile et: Nam ficuti Mercurius nofter ita
| figi poffet fuper fua terra , aut fuper illa quz
à monticulis defumpta, ut folus Elixir
ommune effec: Sic quoque fuper terra au-
(iti & argenti figipofler, quz non communia
| Munt nec pauperi acquifitu facilia.
bi^ Utautem. principium rei rectè intelli-
t gas, fciendum ef , Lapidem noftrum rem
' communem & unicam effz, cum tamen ante
( Elixitis perfecti præparationem diverfz res,
ex quibus eft przparandam, requirantur,
‚Ainc Raymundus dicit , Terram fuam pro-
- priam non totaliter aut femper naturalem ef-
' fe: Quod Guido re& intelligit , dum Epi-
- Icopum rem eodem redire docet, qualem-
do TUN 3 ^ une
a — HONOR
23
nominat , & pro more loquendi uſi-
mine naturam meralli intelligit, Mercuri-
PANDOR A,
cunque etiam terramfumat ; hsc camen con»
ditione , ut fit fixa & pura , dum ait, non |
opus effe utquis fit multum follicitus de ter-
r2 cujus ſabſtantiæ debeat c(fc, Cum qua |
fententia Alphidius confentit , dicens ; Fe-'|
ces ex quibus aquam tuam extraxifii nullius |
funt valoris, ideo iliasabjicere & Mercurium |
tuum cum alia terra. fubtiliori milcere po-
teris,
Ut autem hic Pavperi omne dubium exi⸗
mam, & ei indicem, quænam terra fit opti-
ma & ipfi utíliffima, quz ipfi propior & pro-
pinquior , ut Aquilam fuam elevare ejusque.
alas volatui dare queat , Ariſtoteles au⸗
diendus crit, qui terram nomine propria |
tato , extremum ovi eſſe dicit, quo no-
um fcilicet cum fno Sulphure per Naturam,
bene proportionato. Ovi verö tres funt|
partes, Rubrum, Album, & Teita, de qui- 4
bus unum tantum nobis opus e(t videlicet |]
Teíta , quz ef finis feu. pars. ultima ovi, 1
quam Natura perfectam fecit , que monti
fimilis eft, & inter mafculum & foeminam ge-
nerata? quz quando optime calcinata fuerit, |
omnium albiffima, fubulifima, & in igne
con(tanu/fima terra eric, & diutius in igne:
durabit quàm omnes aliz terrz , Tincturam
etiam fuícipiet , ut cum illa ——— aris im |
metalli Naturam transmutstionem in(tituere |
poflis, cui rei fidem non adhibent qui in bac |
arte
.
Oder Edelſt Gab Gottes.
Fire laborant , {ed 11 qui rem iiis experti
| " & probaverunt,
| Guidon Magnus de Monte,
: (e) In diefer cit Ding iſt
| E. ae * ondern Fleiß
| E Farb ift Bnet grün rotb und
un wei
! Ub wall a
Welches doch nicht nent / wiege
Lo lest und fdovebr.
Sein Nam woltich 1000. nemen.
— thun ſolches nicht ken⸗
nen.
| Die weil es febeint fo gar gering
And ift doch das koͤſtlichſte Ding
| Der fo[cbes kan in Mitten frey
' Xuflofen / uno darnach auch Darbey
— ‚Im dritten zuſchlieſſen wiederum
jd Det bat das Recht Subjedum.
nh Waſſerſtein oer Weiſen.
lo (ccc) Anigma, |
di efes Giteins Befeblecbe ift allents
N’ balb
| Sein Empfängnäße def bicbt in der
ei Gcburtb bat er auff Erden
' Bein Leben find er e —
1
Seite
216
‚aus Fleiſch und auf. Blut toil
koͤſtlich ift er dem / der dag weiſt (od
BAUNDIOR A:
Sein Sterben verricht er in der Zeit
Nachdem erlangt er die Seeligkeit
Waſſerſtein der Werfen
(ecec) Darzu fo fagen wir / bafi ihr la
p's fen in allen Dingen / das ift/ in alle
Metallen / welche ihrer 9tatur und iy
genfchafft feind. |
Reiter fagen fie unfer Stein ift in al
fen Dingen, das iſt / die Natur : unb bit
weil die Natur diegange Welt iſt / wie dro
ben weitleufftig angezeiget. ^
Auch bat folder Stein in fid) alle Na
men / derhalben wird auch dieſer eti
viel Tramen haben. |
Item wird gefaat/ daß er inallen Din
gen fen : wiewohl er in einem Ding 0%
mehrift/dannineinem andern Ding : 3D
weil die Philoſophi altein oie begehren
Natur iios érforoern. CUM
Richardus Angles 1
Ihn * die Reichen und bi
Armen / und ift auch der aller mo]
feiteft und aller theuret. Er wahl]
ei 7
(3) —— in occ: Et Vitel —— 4
us, fubriliffimus ; ac fragrantiffunt T
füecus, & purum oleum latet , cnjus extr T.
&io
| Oder Edelſt Gab GOttes.
&ionis modus calcinatione vel de&illatione
haud quaquam venit arripiendus. | Etenim
viriditate fua privari minimé debet; qua qui^
dem ftatim atque fpoliatum erit, arcano pari-
ter & viribus fuis carere neceflum et. No-
um, verum ctiam ipfa vcgetabilia, fimilia-
U que virorem exirigfecus demonftrantia , ru-
beum fanguinis infar oleum in fe continere,
quod arcanum corum eft,
Paracelfica Chemia,
ese er
(dd) Inde patet pharmacopororum deftil-
àtiones irritas, atque vanas effe momenti-
que nullius, quia fangvinem vegetabiliumeli-
| €erenon norunt, ipfa natara fagaciffima nos
«docens, vegetabilium aquas omniumin citri-
num colorem vertit,& inde poftmodum in ru-
bieundiſſimum inftar fangvinis, arte ſubmini-
frante, Tardius id quandoque fieri, caufa
| eft potiífima dettillatorum ignorantum nimia
przcipitao , qua viriditas abfumitur, Na-
‚turam fuis propriis viribuscorroborare non
didicerunt quibus nobilis ille viror per
feipfum in ruborem debet reáificari, Exem-
pk fitvinum qucd album eft prius, per feip-
Áum in citrinum colorem dige&um, . cujus
" botri, virens color in rubeum fub. czruleo
latentem vertitur. . fucceflu temporis... De-
perdita igitur vegetabilium & mineralium vi-
/ riditate per ignaviam artificum, eſſentia pari-
| Aer & fpiritus olei baifamique arcanorum no.
iu ^ —— 2: - Wt.
dm cft utique hoc loco mineralia ne-
217
2$
"BANDORA;2
biliffimi perierit, De hoc fanguine philo-
fophico loquitur alibi Paracelfus, ubi de ge-
neratione fui pigmzi homuaculı in gigantem, |
alio loco de fangvine & fpermare nutrinien- |
ti corporis mifericordiz , &c. VI
Paracelfica Chemia
D du geſegnete Grune⸗ die du
gebiereſt alle Ding: «@) 1
(2) Du geſegnete gruͤne (Dune)
in allerley Sarben/ bte du gebieh⸗
reſt alle Ding / O Du verwirrete und wi
fte Materia/ fein unanſehnlich und verach 1
tet Ding / o confufa materia, wie lieblich
find deine Thraͤnen / und ſuͤffe deine Zaͤh⸗
ren/2c. X) Blindheit / über alle Blind⸗
heit / der bid) edles Kleinod um ein ſchnoͤdes
und geringes Geld noch darzu verkaufen
toolte. Sch balte/ gewiß darvor / ſprach
Mercurius, daß bu dieſes biß anhero we⸗
nig wirſt wargenommen und betrachtet
haben mie die Satur. bekleidet worden?
von den Schöpffer aller Ding: Laß dich
derhalben ihre geringe Geftalt nicht irri
machen/ denn eben um des XBillen irre
felben eufferliche geringe Seftalt fie gemec d
niglich betreuget: Sondern verwunde T
dich vielmehr mit Dem Philofopho Fich
der da ſchreyet: D Natur diefeg =
ges
Oder Edelſt Gab Gottes.
37 wie wandelt fie dad Corpus in einen
piritum O wie gar wunderliche Natur /
vit kommt fie und wird allen erfcheinen
"mb überwinden alle Dings zc.
er Nodus Sophicns Enodatus,
V (sa) O benedi&a viriditas, que cunctas
"'sgeneras; neque ullæ arbores aut fruétus
bparent fine viriditate, — Quare Philofophi
m germini, & aquz fuz, cauffa putrefa-
ionis & purificationis comparaverunt: &
ritatem dixerunt: quia cum fua aqua pu-
iatur: &à fuanigredine abluitur; & al-
‚lm reddi: ipfum, poftea rubeum.
Ó Arnoldus de Villa Nova,
O du geſegnete Statur/ unb. ges
Ianet iff Deine Wirckung: dann
‚on dem unvollkommen machſtu
‚bfommens. (b) |
j Syr somit: Sch erfenne und befenne
Adaß ihr (Natur) eine Mutter und
i&tgierevin fepb der groffen Welt / fo für
an Menfchendie Fleine Welt erfchaffen
N Sshrfend hoch arfe&t in das primum
Yobile, auff daß ihr miteuren Händen her⸗
u) waltzet und mit pen Fuͤſſen tranfmuri-
I eie &lement/ und folcbe8/ t8 gefchehe
QiPitb ober Widerwärtigfeit 7 biß in das
XMerfte Der Erden: Welches alles. ihr
\ thut /
219
220
PANDORA,
thut / auff befehlich eures Herrens: bit
ihr. ohne Auffbören generiret / und fo hohl
Wirckung verrichtet/ Durch eure bobt
intelligentias und unzerftöcliche Subſtan⸗
gen der Himmel Sternen und Planeten
Dahero jo reine Ding formiret werden
daß ihr billich Durch. und Durch für ein!
Mutter und Meifterin aufzurufen unt
zu fieben ſeyd. Ich befenner daß nicht—
lebendiges ohne Seele lebet/unb daß bat
jenige/ (o da ift und eine EGeng hat von
euch unb euer. Krafft/ vermöge von Gott
empfangener Gewalt und Didnung ber”
fommet. . Sch erfenne/ daß ihr bie gan
fe Maffam regieret/ und Die Materi der
ſement alle unter eurem Befelch führe
dann von ihnen nehmer ihr die erfie@ME
teriund auf den Himmeln bie Forman
wiewohl diefe Materi anfänglich unaleic
untereinander vermenget í(t/ biß daß fr I
qualifieiret und von euch fpecificirt I
wird, Alsdann nimmet fie fubftantiali
fche und hernach aud) fichtbarliche acci:
dentalifche Formaman. Ihr ſeyd fe we
ſe / daß ihr alle eure Werck durch himml
ſche Krafft un eure hochwirckliche Formas (^
vollkommen und in fo guter Ordnung ber.
richtet / daß fie Fein Menſch toͤdten far
Ich ſehe daß euch GOtt alſo begabet / da
er euch alles was Menfchen beduͤrffer
unter eure Hände gegeben bat/oter &ird
dus hat er Durcheuch werden laſſen ur d
Tr u nn
»—-
IJMEF -
Oder Edelſt Gab Gottes,
fer welchen de; Erſte nur allein das Effe
und Wefen hat / als da feyn die Gefteine
md Metall: Der Andere / fepn Die vege-
jtabilia/ die da haben Das Weſen unb
Bachfen: Der Dritte hat. die Eimpfinds
ſlchkeit / als wilde Thier / Vögel undF iſche /
welche alfo dreyerley Art ſeyn: Der Vier⸗
‚te ift der edelfte und unter den andern der
‚vollfommenfte/ als es dann GOtt gefallen
‚hat: inwelchem ver Menſch ſtehet / in dem
dieandren drey8radus vollzogen werden.
1: Waſſerſtein der Werfen.
| (bb) Denn die Natur alle Ding erhält,
, emebrt unb mebret : Derbalben bat die
Natur aller Ding Namen : fie ift ein Thier
‚von Natur | ein Stein/ ein Holtz / und
jale Górper fodu ſieheſt feynd von der
‚Natur Dann die Statur ift ein Band
j berClement/ und ein Krafft zuſammen
| sumifepen in einem jeglichen natürlichen
‚Ding biefer Welt feine Elementalifche
‚ Kraft. Dann all Ding auf den vier
; Elementen geboren find/ durch welcher
Vermiſchung die tatur einem jeglichen
natürlichen Ding feine Form und Geſtalt
eingedruckt und eingepflangt hat auff
‚dab ein jeglichd Ding von dem andern
koͤnnt erkennt werden / und ein Unter⸗
ſcheid haben.
i Die Natur iff nicht einer Farb Natur /
ſonder ift theilhafftig aller Farben / fie -
| au
N
221
^21
Y. I f
^» PANDORA, _
auch Eein wuͤrckende Urſach / eines gleyte
oder Qualität/ fondern ein fruchtbare 9:7
bärerin aller Elementen und Qual”
täten. M
Richardus Anglicn |
Derbalbenfo nimm nicht anb
felbige 9tatur/ dann die rein/ faul
ber/ holdſelig / lieblich / irrdiſch
ſchlecht und gerecht: So du abe
anders thuſt / ſo iſt es gar nich
nutz. (c)
(c) DEP dem hun alfo ift/ möcht ein
| fragen’ was Doch Die Natur fer
fo antworte du / daß GOtt die Natur fer
und die Natur GOtt. Das foltu alf.
verſtehn auB Gott wird gebohren etiwag
das ihm nahend iſt / iff derbalben die M
tur ein unſichtbarlichs Feuer / von welcher
phus Epheſinus auch zuſtimmet: Iſt ibl
nicht alſo / daß der Geiſt des Herren / we
‚cher iſt ein breunend Liebe der wuͤrd g
tragen über die Waſſer / welchem er ei
brennende Krafft eingegoffen unb — |
pflantzet hat Dann wir fehen in der E
í |
[I
IE
Dover Edelſt Bad Gottes.
daß nichts nicht acbobren Fan werden ofa
Matärliche His uno Wärme. —— —
| ie Richardus Anglicus
(ed) Auff Das ich aber wieder zu meis
nen Vorhaben Fomme/ fo hab verheiffeny
y ich in diefem erften Tractat was die
Natur ſeye außlegen wollen / darmit nicht
ten waren Wegabführe. So if demnach
| ie Statur/ einig / wahr / ſchlecht / unb voll-
ommen in ihrem Weſen / welche GOtt
| or allerzeit erſchaffen umb in dieſelbig einen
Geiſt verſchloſſen hat. Man ſolle aber
wiſſen / daß der Natur Termin und u
Gott ift/ wie er auch der Natur Anfang
y ift fintemahl Fein Ding fíd andersmo
‚endetzals in dem / darinnen c8 anfänget.
TNI? bab gefegt daß einige Natur ftpe/
‚durch welche GOtt alles madbet/ nicht
daß Sort ohne dieſelb nichts wircken Eon
‚ne (dann er bat die Natur gemacht / ift
auch allmächtig) fondern alfo bat es ihm
gefallen und er bat esalfo gemacht : alle
, Ding fommen außderfelbigen einigen Nas
tur her / und iſt nichts in der gantzen Welt
auſſerhalb derſelben Natur. Dann obs
gleich unterweilen Mißgeburten herfuͤr
T ommen/ fo ift Dod) folches nicht Def
‚Natur ſondern entroeder De? Kuͤnſtlers /
, ‚Dörr des Orts Echuldrydiefe Natut iſt im
vier Deuter unterfchieden / in welchen fie
\ | T alles
Jen vergeblicher Wahn uns von ben ſchlech⸗
223
224
sogleich in der Erden Feine böfe Ort ſeyn
PANDOR AT
Alles das jenige wuͤrcket fo mol was 9
fcben wırd als was im Dunckeln iſt / ſi
temal die Dinge vielmehr im Dunckle
ſind / als fie warhafftıg erfcheinen folte
Sie verändert ſich in dem Mann um
Weib: unb wird dem Mercurio vergl
chen’ weilen ſie fich an unterfchiedliche
Ort leget/ und nachdem die Ort Der &
pc gut oder böB/die Dinge herfür bringe]
wie (8 ung bedüncket. Aber nur vi
Qualitaͤten ſeynd und dieſe ſeynd in à
len Dingen’ und ſeynd nicht concord
rend oder einſtimmig / ſondern eine über]
trifft immer zu Die ander / die Natur aber I”
nicht fichtbar/ ob fie gleich ſichtbarlich ted
cket / dann fie iſt ein flucbtiger Seiftrder i
den Sörpern fein Ampt verrichtet/ bat ft
nen Sitz und Stelle / in dem Wille
Gottes / ung ift fie diefes Orts zu nid)
andersnuß/ als daB wir ihre Stelle un
Dre wiſſen / welche ihr am meiften eigne
unb bequenitid) ſeynd / das iſt Das to T
wiſſen ei Dingmit dem andern Ding 4
vereinigen /nach der Natur / barmit nid”
irgend ein Menfch mit Holtz / oder ein Rin
oderander Vieh / mır einem Metall oe!
einiget werde / ſonder ein jeder in feinesgle Fi
eher: Arbeite und wuͤrcke / ſo wird alsdan
die Natur Dad ibrige auch tbun.
Michael Sendivogin |
38
Gder Edelſt Gab Gottes.
Elementen Sraturen/ dieſelben von
| den Buch der Erden foͤrmlich hinzu
gefuͤhr f. (d)
[o VE Richardus: Angliens p. 47. lub,
Du bat gefragt wie viel wahre
Narben feyen/ unb ich will dirs
"vat gern fagen, So wiß daß
drey Pech vollkommne | Farben
] bi aug welchen alle andere Far⸗
fe ift ſchwartz: bie ander ift weiß?
i) im dritte rotb. Es find ticl ande-
hr te Farben / aber von denfelben iſt
nichts zu achfen/ noch zuforgen
| dann fie offtermalen Mrebin vor
N ‚dem weiſſen. (e)
—8 Qs Se es nun ein ne mit
pj D den vielfältigen tamen / dadurch
TI ‚eine Materia wird bepcutet: Alfo verhält e8
ſich auch mit der Bereitung / da es fich auf
j ergtigtesSarben bal» forbald anderft ergeiget/
| jberen fürnemóften Sarben doch nur 3. find
in dieſem Werck / als ſchwartz / weiß unb
— —
Foth / ungeachtet ber vielfältigen darzwi⸗
kommenden En welche von kei⸗
ner
—
PR Wir wollen gehn fuchen ber vic —
enihren Anfang nehmen: de Er⸗
22)
1216
PANDORA, “2.
ner Importanz , und Deren man nicht gro
darff achten.
Incertus, | eMacrocofm
(ze) Und ift ju wiſſen / daß unfer Steii
in feiner Kochungin alle Farben der Wel
verwandelt wird / unter Denen Doch drei
bic fürnehmften ſeyn auf welche man ach
haben foll und nicht auff die andern/ nem
lich die Schmärge / fo die erfte iſt / de
Schlöfel und Anfang deß Wercks; del
andern Artund Erden (ft die weiſſe / welch
die andere ift ; und Die rotbe die Dritte
und dannenhero mird gefagt / daß da
Ding / deſſen Kopff roth / die Fuͤſſe weiß
und die Augen ſchwartz ſeyn / die gau
Kunſt iſt. !^
"Anonymi Verbum Dimijfum
Dienheim.
(cec) Noris, mi fili, unum colorem ſeſei
alium mutare ; funt. multi ac varii colores]
quorum ratio non cft habenda: tres vero fun
colores, quifefe in opere debent oftendere |.
primus niger, alter albus, poftremus ruber
ac inter quemque colorem, colores varii fef.
eftendunt, imo plures quam cogitari pol:
fint, corum vero colorum nullam ratiouer)
habe; funt fpiritus volatiles nondum fixi; at
que hi funt venenofi : quamdiu varios illo
colores vides, cave tibi ab eorum aere, ete
nim te necaret. Duo colores illi qui pti.
mo
uw 2 » . i | / | ’
Oder Edelſt Gab Gottes.
mi lefe oftendunt,. igni pufillo fufcitantur,
und.m ignem paulatim augendo,
| 4M, ]oann Iſaacus Hollandus.
Daſelbſt geſchihet ein. zufam-
men Fuͤgung zweyer Coͤrpern / und
ft nothwendig in unſerer Meiſter⸗
Wbaft/ unb wann einer derſelben
Loͤrpern allein were / in unſerem
Stein / ſo gebe er nimmer etlicher
veiß eine Tinctur oder Faͤrbung /
"mo darum ſo iſt nothwendig die zus
ammenfügung diefer zweyer / wel
he zwey / fo fie sufammen gefügf
„md angenommen find inder Zus
ammenfuͤgung des Steins/ der iſt
ingeſchwaͤngert in dem Bauch bes
Winds/ und iſt das / das der Phi⸗
oſophus ſagt a) ——
gg dir gänzlich in dieſem Geheim⸗
VLniß der Philoſophiſchen Conjan-
tion zu helffen / (o til ich alle unſere
Bean infonderheit anführen. Wir
aben inſonderheit drey Conjun&tiones ,
p pelche demjenigen alle befandt ſeyn muͤſ⸗
„, / der. dieſes Magiiterium zu volführen
il fbendet, —— "VU e) ,
Die erſte i(t oie grobe / Die zuvor beruͤh⸗
Q2
MM
En
dn i
ELI
ret
Vn
Su
229
— mennet nad) bem Vers:
- ift das Gold wirckend / und der Mercurij
„BANDORA, ‚us
ttt babe; Es íft bit Amalgamation de
Goldrs mit unferm Mercurio , welch
teil die Dermifchung von zweyen Dir
‚gen gefchicht / die zweyſache Conjundic
genennet wird/ und Díefe Zufammenfesun
wird nun Rebis, das iſt stver Dinge g
Res Rebis eft bina confe&a.
^ 9jn diefer Dermifchung find 2. Matt
ren/ die eine mehr wirckend / welche ift 0%
Mercurius, Die 2. mehr leidend meld
Gold ift: ala mercke / daß die Wi
«ung des Mercurii uͤber das Gold gA
ſchicht / weil die bewegende Krafft bi
Goldes verſiegelt iſt / das iſt fein Schw
felligt in Gefaͤngniß verfchloffen / fe
ſten / wenn bie Solution geſchehen / alsdar
mehr leidend / alsdann iſt Mercurius gleic,
fam der weibliche Saame / welcher tol
er roher und zarter iſt / fo wird er durch Def
Feuer geſchwinder in Wirckung gebrach
welches das Gold / als Der männlich,
Came nicht füblet/ bis er durch bug.
Mercuriora durchdrungen wird / und al
Dann wird es gegtoungen feinen Saamıf
berfür zu geben. Denn der formale AI
fang befindet fíd) meiftentbei8 in de
Golde / und der materialifche fürnemlich j
dem Waſſer; in dem einen / weil er DIC
von Conftitution ift/ ifi der formale x |
| dem
Oder Edelſt Gab Gottes.
erfiegelt / in dem andern ber Fleiner ift / ift
Onegen Dem Leibe zu rechnen / mehr in Frey⸗
fbet/ und alfo folglich geſchwinder wir⸗
end. Diefe zwey máfjen alsdann nach
Trechter Erheifchung der Natur vermifchet
werden/ als anderswo weitlaͤufftig erıns
nert und ausgeführet worden. Wo du
darauff acht gehabt wirft. du bie. Erſtre⸗
fung und volle Breite Diefer.Conjundtion
Srfennen.
Dieſes iff eine Hands Arbeit / unb bie
Me&te Hand» Arbeit / fo du nechſt ber. / da
"o
Wiege(t wird / baft/ ehe und bevor bu dem
| rften Grad des Magifterii erreichet.
Die andere Art wird Die Dreyfacheges
ennet / welche Dreyer Dinge Zuſammen⸗
288 Seiftes / daß fie nicht wider einander
(reiten 7 welche Drenheit bu zur Einig-
it bringen muft.
Die nechſte Conjun&ion, fo in der Orbe
tung fofgetg iſt wenn Du Pergeftalt dein
Seuer verwaltet und regieret 7 Daß Deine
»piritus fo auffiteigen und circuliren / biß fie
(u$ Dem firen Leibe feine meiſt gefochte
Frafft ober fubtile Seele außgezogen / wel⸗
he ſchweffelicht ift / ober von groffer Feu⸗
igkeit. Alsdann wird bie Seele und der
eiſt auffikeigen / und fid mit dem Leibe
„ereinigen / alsdann wird die Erde im
Staub verwandelt werden / nado Anlei⸗
4 | 95 tung
18 in Das Glaß gethan/ und Darinaen vers .
etzung ift/ als des Leibes Der Seele / und |
219
252
- Gift eins gemacht und incorporiret mi
mehr und mehr gefchickt wird das Geuer
rIANDOR A,
fund des edlen Sendivogii , da fie ſech
worden. |
Denn gleichwie bie Seele des. Geifte
Band ſeyn mußr alfemuß der Leib die Set
(c mit fid) verbinden / laß bir dieſe Lectio
nicht aug deinem Gemuͤth Fommen, — —
Alſo wird nunvermictelft der Seele De}
bem Leibe. Denn teil Die Seele Durd
den Git von dem Leibe ausgezogen wor
den / fo verlanget fie narärlicher Weiſ
mie ihm wiederum vireiniget zu werden
und fo lange fie darvon iftzuftfie vom Hau
ſe / und gleichfam in einer Pilgrimſchaff
Der 2eib oerfanget auch natürlicher Weil!
nach feiner Seele / und wil Diefelbige mii
Gemalt an fich ziehen als wieder Magnet”
ftein dag €pfen an (id) ziehet 5 Denn wiſ
fet / daß bie Seele nicht auffiteiget / fons
dern fie führet bey ihr einen fermentalifchen
iu vertragen / und folgendlich zu Der Bi
| (ut
o eines Leibes fid) zu ziehen ; Mercke
Jtefe8 ;
Die dritte und auch bie fe&te Art unter
Jallen weiche Die vier Elemente zufammen
t&et/ bap fie bleiben heiffen etliche ble
Nofophi pie vierfache/ und infonderheik
"IGuido de Montaror, befjea Name weit
.-
Nlichften zu dieſer Zeit.
"Uber doch hält piefe Conjundion nicht
die Fluͤchtigkeit des zuſammen gefe&ten zus
näcke / ob esfchondermaffen vereinigetift/
Haß die Theile mit einander auff und nies
Hurch die Seele/ ver Geift und der Leib
"yereinigetfind/ fo führe Doch der Gift zu
"Ueeilen mit fich in ber Höhe ; und der
"Leib przcipitiret zu Zeiten den Geiſt / weil
je pie Secle feft zufammen hält / bif cab»
"I idy nicbt allein diefe Theile fondern auch
Jie Elementalifchen Eigenfchafften derſelbi⸗
t yet fo ſtarck vermiſchet werden / Daß das
ine in wircken nicht mehr als Das andere
n Wiederſtehen tbut / Durch weiche Mits
! el fieaicbt allein vereiniget werden ein an-
D —
? Seuer zu bleiben.
Dieſes ift die [ete und edleſte Con-
N ionétion in welcher alle Geheimniſſe Diefer
qu Welt ihre Vollendung haben: Dies
er wird von ben Weiſen ihre vierfache
^ »otjundion geheiffen/ darinnen der Qua-
h P4 drat
und breit bekandt iſt und zwar am ruͤhm⸗
Doer $1 folgen / ſondern auch figiret fir in dem
EU
— m. mn — — —
:-PANDOR-A, i
drat in einem Circkel gebracht wird/ in wel
cher weder Anfang noch Ende ift.
Cyrenans Philaleth.
(a2) Unde notandum ef diligentiffime
quod iftorum duorum corporum conjundie
ctt neceflaria in hac arte ad utrumque, vide
licet adalbum, & ad rübeum, que fit eo.
dem modo quo fupradi&um eft, Et ho
propter duas rationes : quarum ifta eít un:
quiz aarum cum fit nobilius inter metalla, 8
magis perfedum & fixum, & compactum;
tamen diflolvatur in aquam límpidiffimamy
ut et di&um, & partes ejus minutiffime fe;
parcntur , erit fpiritualis & evolans ab igne
tanquam Mercurius, quod eft mirum, Et ho
eft ratione ſuæ bonæ alrerationis, & tuni
habettin&uram fiae numero, & ifta tin&ur:
vocatur, Sperma mafculinum rubeum & cali:
dum ; & cum fic eft difolutum & fubtiliatum
& factum fpirituale cum fpititu quinta eſſen
tiz, tunc dicitur fpiritus tingens fortis, quem
quzrimus, . Sivero argentumdiffolvatur in’
aquam limpidam, nihilominus remanet hxum
ficut prius, nullam vel paucam habens tinctu-
ram recipiendam & fixandam in tempera:
mento calidi & frigidi: & vocatur Sperm:
femineum, album & frigidum : & hze eft
aquaalba velviridis predida: & fic conve
niens eft ipforum duorum conjundio f
cienda, ut didumeft. Item e(t alia ratio)
quia cam aurum per fe, & argentum —
int
oer. Edelſt Gab GOttes.
fncdifficilis fufjionís & liquefa&ionis, tamen
infimul conjunguntur, facile fluunt, & liqui-
funt, Hoc fciunt aurifabri facientes folidatu-
sadaurum. Unde fi inlapide noftro. effet
dintum akterum ipforum, nunquam aliquam
ib&uram daret: &íi daret tin&uram,^ non
iigeret nifi in quantum ipfa effet, eo quod
n eſſet receptacolum tindurz. Et noftrum
lale lecretum eit habere Medicinam, quz
quat ante Mercurij vivi fugam, Ergo con-
in&tio (torum duorum eft neceflaria,& ideo
ajungenda funt co modo, quo fuperius eft
‚tum:
Incertas. :
Es hat ihn getragen der Wind
à feinen Bauch / fo ift. offenbahr/
hif ber Wind ift der Lufft/undder
"amt ift bas geben / und das geben
j men : das iſt Del und Waſ⸗
j 3 s fo iftunfer Stein nichts ans
ders dann ein Vapor un&uofus Oder
^unft/ welcher in Lufft generirt wird/
rporalifchen Waſſer geftiegen / fich in
,U tunde der fphzrz gehalten; So fteigt
If wieder durch einen Thau in Das unterft/
‚ange e8 nun auf-und abfteiget / wird
‚Bileglich wie ein Ehriftallinifch Waffer/
| | 9; dann
Iſcher einzehlich in Die Höhe von bem —-
ES
2334
ab / bif cé unten alles bleibt/ und das
PANDORA,
dann e$ fleigt in feiner fphera aufus
todd Hermes fagt: Portavit jllum vent
quiageneratio geniti noftri fic in Aére,
Daícens in a&te fapienter nafcitor,
Alibi ; Aícendit enim à terra in ccelt
iterumqne defcendit in terram, conquire
vim fuperiorum & inferiorum,
Radix Chymias
(bb) Allbier wird der begierige fefera
ſehen / und von mir wollen informirt fc
toad bann der hochgepriefene Mercuri
Philofopherum ftp? Denfelben gebe i
fürglich unb runo zur Antwort / daß
nichts anders fen als ein coagulircer Lu
und trucken Waffer in unſerm Meer »
borgen/ toit Hermes davon jagt: Por
vitillud ventus in ventre, dag ift:
Wind bat ibn in feinem Bauch getrag
2730 aber dieſer Mercurius am leichte
und nechften zu finden’ Davon fan man
fen in ven Büchern Mons Magnefiz
nennet da des Bleyes gedacht toit
Hiervon haben etliche unter den Alten fi
viel gehalten, / wie man biefe Verß lifets
Artusefl bominis qui conflat. fex Elemer
| tis:
Cui P.fi jungas & in M. S. ver
no[cas,
Hoc efl as noslrum, Lapis eff. & Philo
phorum, Di
Oder Edelſt Gab Gottes.
án; id Das ift:
"Ein Glied an jedem Menſchen iſt /
| Don ſechs Buchflaben zu der Srift:
Wann darzu tbuft ein P. voran
|^: Mnpieoetfit vom ind das S. bins
E. an
4, An feine Stell ein M. thuſt fenen
So moͤchteſt dich nicht ſeliger
TIN ſchaͤtzen. |
Denn dir dadurch das Erz und
at Stein’
Der Weiſen wird erkläret ſeyn.
In dieſem Paß find einig allePhilofo-
daß ſie einhellig beſtaͤttigen Daß das
leh oder Saturnus in feinem inwendi⸗
in gut Gofo ſey / und ibm anderſt nichts
angelt / als daß man ihm benehme feine
blägigfeit. Darum muß man ibn rei»
en / und fein inwendiges herauß Fehren/
8 iſt / man mußihnin feine rechte Roͤ /
? bringen. Denn das Gotb Läffer fid)
Nteichtlich nicht arbeiten als Bley / und
Fan ibm vielleichter feinen Mercu⸗
Im außsiehen. Incertus,
(bbb) Nota in gratiam filierum artis:
ſi ex aere reducatur in terram non perfici-
Hopus Limus nofter inaere primum fux
Brefis rudimentum accepit, Et ventus por-
fit eum in ventre fuo. — Ventus autem ille
fi Etefiarum flatus, aeris habitaculum . de-
it, iride prafente fub tempus aurorz pr&-
„ratur, Cato Chemicus,
J | (bbbb) Ser:
235 |
EEE 4 EEE TEENS I —
En 20
—. c ———"— p m _
E =»
236
ftt wird. 5 Nicolaus Flamellu
(bbb) Sie um dieſe Deſtillati
wohl außzulegen / ſagt er / daß der Wi
ihn in feinem Bauche getragen / nemli
wann das Waſſer Durch Den Alembicı
deſtilliret / da eg er[tficb Durch einen rauch
neblichten Wind aufſteiget und. herm
im Grunde des Gefäffes wieder zu 2
Ach ber erhoͤcht bin tiber alle Gi
dei der IBelt/ bab. gefehen vierA
geſicht babenb einen Vater / un
welchen eingiftin den Bergen: d
ander im Lufft: das Dritte in F
fen: das vierbt in den bolen or
Holinen. (c) |
(c) O Um endlichen Abfcheide hierauf |
rr du allerding vernehmen + Da
folt aufziehen die himmlifche Waager 1
Widder Stier/ Krebs C corpion/. 1
Steinbock. Der ander Seite der Wageſ
du auflegen den Zwilling/ Schuͤtz / W
ſermann / Fiſch und Sungfrau : denn D
ſchaffe / daß ber Goldreiche Loͤw der ur
frauen in den Schoß fpringe / fo tei
folch Theil der Wage überhand nehmt
und dem andern Theil in der Schw
uͤberlegen ſeyn laß denn die zwölff &
chen des Himmels mit demfichen Geſt
in einen ‚Segenfchein gerathen fo wi)
nach Erfüllung aller Welt Se
eno
-— —
Oder Edelſt Gab Gottes.
dliche Conjun&ion unb Zuſammenfuͤ⸗
Hung geſchehen daß das Groͤſte zum Ge⸗
Angiten/ uno das Geringſte zum Aller⸗
Foͤſten kommen wird.
Wenn da ſtuͤnd der gantzen W
Natur / —
Nur bloß allein in einer Figur⸗
Und koͤnnt durch Kunſt Dictas
a" ders werdn
i Wein Wunder findeman dann
u... auf Krdn/
| lino die Natur nicht su beweifen/
'"D Dafür coc GOtt Kt hoch zu
Bn n. |opreen oc oc
| Baſilius Walentinus,
fec) Anlangend‘ nun unfere Conjen-
ion fo ift ein zweyfacher Modus zu con-
Hagiren’ nemlich der eine feucht und Dec
der £ructen/aucd) bat die ones. Theil ih⸗
SWaſſers / uñ ihrWeib nenne / oder auch
fobl zwey gegen ſieben und gleich wie ber
„Game zugleich und auf einmal in die Ma-
x gelaffen/ und felbige barauff in puncto
Irſchloſſen wird / biß zur Geburth Der
rucht. Alſo auch mit unferm Werck /
ii fegen wir zufammen zwey ZBaffer/ dem
Echwefel des Goldes und feines Mereu⸗
e 1/ animam & corpus. Sonn unb Mond/
ann und Weib / zween Samen’ zwey
enta viva quB dieſem wird ein lebendi⸗
ni Aophotum. Mc i
dr Mercurius/ und darauf Der Lapis Phi-
Nach
— Q——————
Zn an
Tr De m Be u Dee nn —
— — —— TI Te ni I A 2 ELI M
L|
— — — I
— nn —
compoſitus, ita & lapis: & ita eſt ex homit
PANDORM
Nachdem die Erd iſt recht bete
Ein Leib der Feine &eelebat?
Drum mercke wohl bab diß
t
4
Es wird Mercurius gebrach
^jn feine Mutter drauf er kom̃e
Wirff ihn darein / fo baftu Srol
men / |
So wirdder Sam die Erb f
Die Erd den Sam coagulire
Michael Sendivogis
.. (cec) Mercurius vocaturin initio oper
aqua: deinde apparente ' nigredine, ter
deinde &lublimatus, aer: deinde rubificat
(debetautem aer per fe coqui donec rubea
igais:deinde füblimatus cum corpore aliq:
luminari, fermentum:deinde folus additus tc
& compofite materiz, fpiritus, Et fict
cumaqua,aere & igne, corpus eít, fermei
tum, anima,ultima irrigatio, folius Merc
rii Spiritus, |
Exercitatio in Turba
(eccc) Ut homo ex quatuor elementis €
&tu esejus minera, fcilicet per operationem;
& dere extrahitur, fcilicet per divifiouem
i
Oder Edelſt Gab Gottes.
jn teinfeparabiliter maact, fcilicet per (a-
W:ntiam. AUR: Rofinus,
‚Ceccee) n unferm Stein / durch mich
ib lang für mir gemacht 7 find befchloß
An alle Elementa / alle mineralifche und
Mrtatliícbe Geſtalten / ja alle qualitates und
igenfchafften ver gangen Welt / denn in
Am muß gefunden werden die allergroͤſſeſte
Id gemaltigfie Hitz. Denn durch fein
ipffc8 innerliches Feuer wird der kalte Leib
“48 Saturni erwärmet / und. durch folche
„Kıtzöndung in das allerbefte Gold vers
dert. Es muß in ihm auch gefunden
den bie allergröffefte Kälte / dieweil
ird) feinen Zufaß gemildert wird der His
‚sie rab Venus, und lebendige Mercurius
eıgulirt wird/ und gleicher malfen Durch
fae Erftarrung zu gutem beftändigen
ld werden muß / die Urfach deſſelbigen
‚M/ daß alle ſolche Eigenfchafften unferer
Sateria des groffen Steing durch Die Na—
"dr eingego(fen ift. Welche Eigenfchaffe
; Durch.die gradus ignis. ausgefocht und
titiget werten muͤſſen / bif fie die aller;
Hhſte Bollfommenheit erlangt haben /
Aches ehe nicht gefchicht / e$ habe dann
Berg Aetnain Sicilien ausgebrannt/
B» gar Feine Kälte mehr auff dem gedichs
ft hohen gebirge Hype:-boreum gefunden
TIED 7 melchen Dre man auch Fili&um nen
| ‚mag,
Bafilius Falentinus,
Con. ..
239
|a | 205 PANDORA,'0
^. Das Salt; J
B. De Mercurius. | à
C. Dae flächtige ift fir w
zum Elixir worden. —
'DDDB, Die vier Elementa
E, Das exin
^ Oder Edelſt Gab GOttes.
241
Coypnjunctio. Solutio. Fixatio. |
' fie fahet an die Solution der
[n | nir wird unfer Queck⸗
Über. (a) — |
v»+
24?
P.A.NID’OR A, nu
NASE durch Die lange deco&ion uf
(táte Wärme wird es in feinem au
und niederfteigen immer ein toenig Dich
(NB. e$ folvirt und coagulirt ſich) dag ab
nicht fo bald gefchicht / Damm es muß v.
—
gantze Coͤrper ſich zuvor ſatt auffloͤſen / uͤb
fichin die Hoͤhe fteigen / und in feinem Ci
c£el feinen Lauff vollbringen ; Derohalbt
darffſt dich nicht faffe irren / fo e$ nid
bald geícbidbt / dann die Natur eilet nich
un» gefchicht Dod) letztlich wird, am
6rduner. Und ob es waͤre Dag noch ctt
eom Mercurio überblieben /. verzehrt |
ihne doch letztlich / daß er (pirituafifch) wir
dann die ganke Kunft ift. ferner nichte
dann daß fich der Stein folvir und co
gulir , das geſchicht allein durch bie putref
fa&ion , dadurch er Spiritualifch wird. |
Radix Chym
Unfer Steiniftein unaußtiletti
Corpus; das da toͤdet und lebend!
madt. (a) 1
ap Materi ik der Sigm
I Stern bie tvarbafftige Medici
der Weiſen / unb unfer Stein / rotbul
meiffe Tinetur. Sie ift ein König f
SReicbtbum und Tugend / ſie bat viel Srtu
und Geinb ‚die nach ihrem Leben (tellen
fiechen : Sie miro überall mit allem SU
! tod
| Oder Edelſt Gab Gottes.
obf behäterund bewahret / auch behalten.
| Die wird mit Vegetabilibus ,. Mineralen
Ind Metall verfchloffen / eerfaffet und
| — J—— damit ihr ja nichts Leyds
hiderfahren moͤge: Sie toͤdtet und wuͤr⸗
Her ihre eigene Kinder und Blutsfreund/
io verfchluckt unb verfchlinget fie / unb
nachet fie wiederum lebendig : Sie vers
obrt fid) mit ihnen in ein andere beffere
1
tatur : fie iſt ſichtbarlich und unſicht⸗
q Dann fit ift feurtd) unb Waſſerig / kald und
lich / begreifflich, und unbegreifflich :
'" arm /fie erhöher und niedriget:ficfomme
" yn einem reinen Samen: Cie ift eine klei⸗
Ve SDtateri / waͤchſt aber und gebet auff mit
dónen Farben / als wie ein andere Blum.
|. Benedictus Figulns,
i Sihe daß nichts wiederwartiges
agange mit unſerem Stein / und
jg nun in allein. (b)
"ge ift marlich durch ber Philofo-
phen Schrifften am Tag / daß
"E |: Warheit diefes Steins befichet in tie
H meinigen Dinge / und das nur ein einis
8 Ding iſt / bem man nichts fremdes qus
" gen foll. — Darum fo i ift bie Tinctur Der
Mhilefophen in dem Stein / gleich wie
Re j Hertz im Menſchen / und ift ein Sim-
n ^ oder von Corpus, pag Feinen
A
1
£5 ai Man
243.
144
. mon convenit rei nifi propinquius fit ei d
"foi natura. Cui fi quid apponatur extran
- &us , qui in Naturz & artis cura non ex
PANDORA; '
Mangel hat ober Ende / unb ift das Ges
aus Generaliffimum, das (fl / ein Geſchlech
aller Gefchlecht / und ein Form aller For⸗
men / dann es, iff Das erfte und das legte
in den Planeten ober Metallen. Derhale
ben muft du erwehlen dieſes dag Homo*
eneum, und einer ftarcfen] gleicbfórmigett
Bufammenfegung ift. ET
Radix Chymid|
(bb) Weßwegen die Weltweifen fai
gen / laffet nicht darza kommen einige
frembdes Ding / es fep gleich ‘Pulver
Waſſer / oder mas anders’ dann wann!
niges frembdes Ding barju kommet fl
wird es cerrumpiret / und gank und ga.
serdorben.
—.
Nicolaus Flamelln l
(bbb) Expedit eriam ut elementa lapidi
fint ejusdem generis , & non diverfi, alia.
actionem & paffionem mutuam invicem no
haberent. Quoniam unum non tingeret all
ud, quibus afienum non introducitur , qui
um inficitur opus , nec fiet ex ipfo quo
-qu&ritur ab opifice, fed alius fequetur effi
fiit, Quandoquidem non fit aliqua gener.
tie vera, uifiex convenientibus in natura, |
Avscenna _
e —
Oder Edelſt Gab Gottes.
Fuůg zu unferen Knecht feiner
bielriechenden Schweſter / fo wer⸗
den fie zwiſchen ihnen ſelbſt ein
Kunſt gebaͤhren. Ce)
| OD PU: Solution iff / daß bu den
| Gabricum der Beia zur Ehe gebeft/
Zumd wann er bey ihr ligt/fo ftirbt er bald /
mdmwirdin ihr Natur verkehrt. Herna⸗
her wann viel Tag voruͤber ſind / fo ſteigt
?r auf die Beiam, und verwandelt ſie in fei-
Pat Górper oder feíb. Und ob wohl@ab-
Ericus toertber ift dann Beia, fo tvi(jcn wir
doch / daß ohne fie Fein Geburt gefchicht/
darum daß fid) Feine Geburth ſchicket / als
Fallinaufi Mann und Weih. Derhalben
Lo thueunfern rotben Knecht zu feiner wol⸗
iechenden Schweſter / fo werden ſie unter⸗
inander Gold gebaͤhren. Dann mann das
chneeweiſſe Weib dem rothen Mann ver⸗
xvyrathet iſt / fo umfahen fie einander von
ertzen / und alſo umfahende / wird das
Weib geſchwaͤngert unb werden Durch
ch ſelbſt ſolvirt / und Durch ſich ſelbſt volls
onmmen gemacht / und Die da zwey toas
en / werden ein Leib.
J Radix Chymia,
E.
| (cc) Dann Die Natur erfreuet. fichz
" mann die Männlein nehmen unb bepratben
Die Weiblein / und geſchicht Dardurch eia
" 23 —
245
140
Geheration, jedoch ohne unbtqueme Hin:
Schweſter Beia/ welche eine Tochter iff
Naͤchdem aber Der Gabric bey der Beya
oPANDORA,
zuthung / ober Dermifchung fremboer und
ungleicher Staturen. So gib nun unt
vermaͤhle deinen vor allen Deinen Kinderm
febr geliebten Sohne Gabric mit feinen
Falter Natur / liebreich und zart, abri
ift bas Maͤnnlein / und die Beya ift. bag
Meiblein/ melde den befagten Sabric vers
befjert/ weil er oon ihr berfommen. Und
obwohl Gabrie viel bi&iger ift als Beya⸗
fo kan er Doch. obne die Beya nicht generiren.
gelegen / ſtirbet eralfobald;Dan Beya fteiz
get auf den Gabric / verſchlieſſet ibn in ihrer
Bauch / dergeſtalt / daß man im geringſten
nichts von ihme ſehen Fan. Mit einer fo
groſſen und heffrigen Liebe bat fie den Ga-
brie ümfangen/daß fieihn gang und gar
verſchlungen / inihre Natur eerfebret/ und
zertheilet hat inunterfchiedfiche Theile. —
Nicolaus Flamellus, |
(ccc) Dahero faget Merculinus: Die
Conjun&io zeiget nur an / umb bedeuf Die]
Rermifchung und Gebährung/ denn die
Samen vermifchen fic) wie Milch / welches
man ſehen kan mann die Vermiſchung
vollkommen iſt. Zum andern iſt die Em⸗
pfaͤngnuͤß / wann die Erde in ein ſchwar⸗
fcd Pulver ſich diffolviret/ und ein mes
nig von Mercurio bey ſich zubehalten anfaͤn⸗
get.
Oder Edelſt Gab GC ttes.
^: gtt/ alß dann wuͤrcket das Männlein in baa
Weiblein / daß iſt Azoc wircket in die Gre
"De. Dahero ſagt Arisleus in lib, de Turba:
Die Maͤnnlein sufammen gebábren nichts /
ſo empfangen auch nicht "die Weiblein /
i, qvann fie allein bleiben Dann Die Geneca-
tion muß geſchehen Durch Maͤnnlein und
Weiblein / nicht anders als wie in andern
n gefe&ten Dingen. —
in
Nicolaus Flamellns;
Seinem rotben Bräutigam vermaͤh⸗
let wird fo umfaben fie alsdann
‚einander, und alfo umfangen wer⸗
den fie aufammen oerfiridt/ und
p burd) einander entlößt/unddurd
einander; conficírt oder zufammen
gemiſcht / und mie fie vorhin zwey
waren / alſo werden fie mit Leib
ein .(d) |
— atm Wafler/ wird
hj. «on den Philoſophis ptt Tochter
? Platonis genannt die da Mache unb Gier
— — —
An Die weiſe / reine / garte/ unbefleckte
Jungfrau / Bega, ohne welche Feine Gebaͤ⸗
zung oder Vermiſchung geſchehen Fan.
Darum fo haben pie Philofophi diefe jar»
bia & 4 | te/
Dann ſo ein ſchoͤn weiß Weib -
malt bat über alle Schaͤtze. Sie wird auch
247
qunnite
PANDORA,
te / rene Sungfrauden Gabrico vermaͤhlet
damit fie Frucht zeugeten / uno da fie Gabri
cus befchlaffen/ iſt er geſtorben / Dit Beg:
bat ihm von wegen groſſer Lieb verſchluck
und verzehret / wie ſolches ariſteus in (tinet
Geſchicht der Turba Philofophorum : bt
wuget. Und toit Bernhardus in feiner
"ra&icà foricht ; Der Brunnen’ b.e.Foa-
tana (ft bem König/wie eine Mutter denm
fie ihn zu fid zeugt / und ertoͤdtet ihn / und
bringet ihn zum Tod. Aber er ber König
ſtehet wie derumb auff/ durch fie/ unb. vera
einiget ſich alſo feſt daß ibn Fein Menſch
permunden mag/ barum fo fagen Die Phi;
lofophi ob (chon Gabricus vor Der Welt
koͤſtlichet toertber/ tbturer ift dann B: ga.
fo fan er doch allein feine Frucht bringe
dieſe Jungfrau und gebenedeytes Waſſer
haben die Philsfophi in ihren Dächern
mit vielen taufend unzehlichen Namen ge⸗
Nodus Sopbicus Enodatty
. (dd) Alfo iſt der Anfang diefer Kunft
ein eingigeg Weſen auß zweyen Subftans
tzen / einer beftandigen und unbeſtaͤndigen /
da eines der Saamen / das ander die
Mutter bleibet. Eines der rothe fire
Knecht das ander dag weiſſe Serb.
Eines der Mercurius / Das ander der
Sulphur. |
P |
dacertus. —
Oder Edelſt Gab Gottes,
Hie werden ganglich folviert oder
Tentlöft die Coͤrper in unfer Quede
Silber / und wird. ein Waſſer das da
fir oder hasft bleibt / ober heiſt / ein
Augs: S bran. (e)
| 9632 gleich wie inder Erſchaffung
Q^ der Welt erſtlich alles Waſſer ger
weſen / und der Geiſt GOttes Darüber
geſchwebt / alſo iſt der Anfang dieſes
iere unb feiner folution ; ber theilt fid
Ihatfo auffe und abwerts / biß fo fang es fei»
ihnen Górptr gant unb gar ſolvirt bate im eim
Opurchfichtig Waſſer / als ein Chriſtall.
sata Radix Cbymie,
T. (ec) Erftlich muft du dieſelbe offtermelte
Malteriam ober Primdlar , fo ott Philofo-
phi qud) Das hoͤchſte Gut ber tatur gencae
et / vorallen Dingen diffolviren nnd auf⸗
oͤſen. Es von feiner equcGtüt- unb terre-
Ttrisäb Cdann c8 anfangs "tin. (irsdifches
chweres Corpus, ein rauhes / zehes / ſchlei⸗
iges und nebelwaſſeriges Corpus anzufes
Jenift ) purificiren und reinigen / auch ftir
sen duncklen dickneblichten Schatten mit
velchem e$ obumbirt, ihme abnehmen, ba»
t hit alfo nach fofdyem Durch fernere Sublima-
1 iea, ibm fein Her und innerliche Seel /
D: Qs fo in
245
|
[|
e
PANDORA.
foin ibm verbergen; und auß ibm bibibi
und genommen / und in einlieblich Weſe
gebracht werden.
Waſſerſtein der weiſe
— Nehmet doch in adt; meine Bruͤ
der / was der Hortulanus ſagt / daß daſſe
be Waſſer / welches wir auch ein Compof
tum Nennen / zwo vornehme Theile habt
ber eine Theilz fo in die Hoͤhe fteigrt
wird genennet Das Unfixe; der ande
Theil / fo unten bleibet / beiffet das Sig
S beil/-teld)e beyde Theile fonften Erd
und ren genennet werden. ee
! : evdatonius dà; Abbatia.
a. Das Sal. J
B. Der Mercurinss.
CC, Das Bad. NT
DDDD. Die vier XÉlementa,
E, 3 Anders worden
| Ot Edelſt Gab GOttes. 5
hi * v Solutio. p utrefa&tio, - |
| *Dertvatibel / oder terfepr die
Raturen der vier Elementen / und
as bu ſucheſt / das finbeft / " Tas
| uren
a
pos das Waſſer und nachfolglich f.
machen wir von oder auß demtroc
ſche truckene Element iff der Laton , Stie
furen verkehren / ift ein Leib m
dien den Geiſt / in unfer Meifte
ſchafft. Zum erften machen toi
voneinem groben oder dicken da
ran oder bünn/ unb von den co
nen Das feucht / und barnad) |
machen wir aug dem Waſſer ci
corpus? alfo daß die rörperliche
werden uncorperííd) / und die un
cörperlichen coͤrperlich / und volglic
ſo machen wir das / ſo das unte
iſt / nach dem ſo das Ober iſt / un
alſo herwiderum / (£)
ment unſers Steins / nemlich die ſchwa
ke Erde dag Raben⸗Haupt / von ander
per dunckele Schatten genannt / auff we
che Erde / als einem Stamm alle das at
bere feinen Sirund hat. Und dieſes ird
ſchwartze Hefen / unfer Metall / unſer Mei
curius, geheiſſen. Und alſo if bum
Wegnehmung der verbrennlichen Feuch
Oder Edelſt Gab Gottes.
Pes Gebri Auffage bie Veraͤnderung der
(Complexion, al$ Der Kalten und Feuchten/
«n die Duͤrre / Choleriſche; und der Fluͤſſi⸗
‚en indie Dicke nach bem Artephio, ges
leben. Iſt alfo der Philcfophorum Meyz
jung am Tage / wenn fie fagen/ daß die
Arbeit unfers Steins nichts anders (eo als
Kine Veränderung ber Naturen/ und ums
brung der Elementen Sieheſt bu der
älben/ daB durch diefe Einverleibung das
Feuchte trocken, das flüchtige fit / das
Seiftliche geiblich das flüffige dicke / das
Waſſer Geuer / die Lufft Erde, und alfo
emißlich ihre ivabre Natur verändert/und
Nicolaus Flamelluss
? (ff) Hernach machen wir’ daß das je⸗
ige was oben ift/ fen gleich dem jenigen/
as unten iſt / das it / Daß der Spiritus ftt)
jemacht ein Corpus, und 006 Corpus, Spi-
E wie gemeldet worden am Anfang
Tinferes Wercks / welches erſcheinet / und
rkennet wird / in ber Erhoͤhung ober Sub-
mation ; Dann das ienige / was unten iſt /
"piro gleich Deme was oben iſt und im
| Wiederfpiel, alfo daß fic alles verfehret
n Erden. Welcher Urfachen halber fpricht
dermes: Daß mas oben ift durch Erbes
N wnguno Aufffteigung / ift gfeich dem jenis
yen mas unten ift/ durch die Einiedrigung
| ung
25
nn.
u
X
DoOo
unb Abſteigung / und daß / mas unten/il
iff durch Merhaͤrtung / als wie daß jenige
ſo oben iſt durch Auffſteigung und Er
bung / um zu przpariren aus einem Ding
vielfältige und wunderbarliche Sachen
Das Waſſer und die Erden / haben in fid
ben unteren Ort / bie £ufft und dag Feue
fteigen in die Höhe / das Waſſer und di
Erdenempfangen uno ernehren: Die Luff
und das Feuer machen die Adion umi
Wirckung conjungiren / undeigenen zu
Und diefe 4. treffen und kommen übereit
mit unferem Stein: alfo daß Senior (a
get’ daß die 4. Element purificirt fepn it
unferem Stein ; Dann in pemfelbigen if;
das beftändige Waſſer / oie ftille Lufſt
die faft gemachte Erde und das Feur un
giebet/ und umringet alles. — In einem fok
chen Streitz muß man fagen/ daß in ih⸗
me ſeyn / und Durch ihn generirt worden/
diefe vier 9taturen. So ifi dann ganf
gewiß unb augenfcheinlich / daß unftt
fey/ welche ( wie gefagt worden) in fid) bal
te Leib / Seel / und Gift: Sollen aud
daß dieſe Dinge einer Natur fenn/eimer Ma-
tery und tvefenbeit/ mit einem Waſſer und
einer Wurtzel: So fagen fie bann gewiß⸗
lich die Weohrheit. Nicolans Flamellus,
( £ff)Rcc,
Oder Edelſt Gab Gottes.
(ff Kec Des Luffts zehen — Sb
bendiges Gold ober lebendigen Silbers
Lin Theil: Dieſes alles thue in ein Ges
hire/ Fodje zu forderſt dieſen Lufft / daß
43 9boffer werde / und hernach nicht
I Baffer/ wann du das nicht weiſſeſt / urd
sanft den Lufft nicht kochen fo wirſt cu
hne allen Zweiffel fehlen/ dann dieſes iſt
ser alten Philofophorum materia/ dann ou
ruft das nehmen was ifi/ und Dod) nicht
eſehen wird, big es dem Künftler gefaͤl⸗
«$9. Es iſt das Waſſer unſers Thaves /
Fuß deme der Philofophorum Salpeter
ul zogen wird / durch welchen alle Ding
achfen und gemehret werden: Seine
gphatrix iſt / das Centrum/ Solis oder Lu-
2 / fo wohl ver Dimmilifchen als der Irr⸗
ſchen und darmit id) e$ deutlicher fage/
bi iftunfer Magnet dene ich hiebevor Cha-
ibs genennet babe: Der £ufft gebieree
n Magneten der Magnet aber gebieret
der machet erfcheinen unfern $ufft: Ich
ibt Dir beiliglic allie die Warheit offens
„uhhrety bitte GOtt / daß er zu Deinem
Dorhaben Gläckgeben wolle. Alſo wir⸗
|a allhie ein warhafftige Außlegung haben
ir Wort Hermetis / da er meldet / fein
ater fepe Sol, feine Mutter aber Luna,
iuto bag der Wind folches in feinem Leib
„tragen habe: nemlich dag Sal alkali wel⸗
te8 bie Philofophi Sal acumo niveum und
‚\gerabile genennet baben/ indem Leib der
EC | Ma:
255
— —
—
— — —
IE hen ut Rm car
. 176
PANDOHRA
Magnefis verborgen. “Die Operation i|
alfo befchaffen / Daß du den congelirti
£ufft fotoiteft; und tm demſelben oen jeher
den Theil Goldes fofoireft/ dieſes Ggillir
und arbeite mit unferm Feuer / bi per uff
Pulver werde / wann du der Welt Sal
baft/ vicl Sarben erfcheinen. M
Michael Sendivogiu
(ff) Den Samen der Mineralien’ ode
Merall erfchaffet die Natur im innerjfer
ber Erden darum gíaubet man nicht da)
ein folcher Samen jemalen gemefen ode
ſeye / weilen er unfictbar ift. Aber es if
kein Wunder daß die Unwiſſenden zmeiff
len’ da fie 00d) das jenige/ was für Auge
ift/ nicht ergreiffen/ moie viel weniger dan
dieſes welches unfichtbat verborgen iff
Aber e$ iſt gemiß/ daß Da8/ was oben ift
nichtsanders ſeye ald dag mag unten iſt
und binmiederum: mas oben gebohren
wird / das wird eben außder Duelle geboh
sen/ toie das fo unten in dem innerfttt
der Erden, o
or Michael Sendivogini
Lind eigentlich ſo ift das gang
Werd und Regiment nichts dan
ein bleibend Waſſer / das alle di
Ding in ibm bat Deren wir bedorf
fen. (9) |
(dir
| Oder Edelſt Gab GOttes.
fe) D Ardanius, wiflefihr Kinder / Das
* die Philoſophilofft nehmen’ das
bleibende und lebendige Waſſer / fo werne
Inch euch hebet nicht an in diefer Kunſt / biß
n demlebendigen Waſſer mer aber. die
Krafft nicht Fennet/ noch weiß feine Bes
itung/ oder der Regiment/ der thu oie
Dand davon üb, denn obne das bleibende
Woaſſer / mag in dieſer Kunſt gar nichts
jefchehen/ Denn feine Macht) und Kraft
Ir ein geiftlich Bluts das bie Philofophi
‚aben genannt das lebendige Waſſer / btt
ehrt daſſelb inein Corpus / und in tinet
. Apiritums fo findet ibr Durch Die Gnad
L9S3Dttes/ gewandelt Seift im Blut dag
IE Spiritus in Corpore. V "
| Gloria Mandi.
| (gg) Orfolus jedoch fie fprechen vonals
4n Dingen’ oder von vielen Dingen / fo
18 Doch nicht mehr denn ein Dina? alg
a8 6 Waſſer/ aqua permanens,
,' mb das ift unfer Cffig. |
ee ON Gloria Mundi,
(ggg) Siretus, in unfer Kunft gebet viel
dings dasiftallein unſer Erd / unfer aqua,
nſer terra, ſchwartz weiß, und roth / zu
Jadben/ mit vielen Farben / die fich dar
nen offenbabren/ alle Ding gefchehen
Lar) unfer bleibend/ und lebendig Woſ⸗
T/ warum / die warhafften Philoſophiha⸗
las N ben
—
(ang ihr erkennet / die Macht und Krafft
27
mehr / ift allgumahl mehr nicht / denn €i
ihm bat en Seel, und ein Zuffd
PANDORA
Gen Feinander Ding gebraucht/ dann aq
vi. darinnen ſteckt Das gan& heimli
Werck ineigner Natur / durch viel Bere
als kochen / warm machen / diftilliren/ bri
ten/ fublimirm/ truͤcknen / feuchtensfchwar
weiß, undrothmachen/ bif und noch di
Werck und Regiment’ zc. 4
| dre Gloria Mund
Der *Dbilofopbue: Es ift cbe
eins unb einerley Ding/ welches f.
undein Kalch / und die vier EI
ment/ tiber Die es herrſchet un]
ift ihm nicht von notben/ von def
anderen Elementen/ die da nit]
bekommen in feiner Itatur, (h) |
"
(b) mit wir von unferer/ ber Phile
«2 fopben/ alten/ einigen/ rechten].
anfehnlichen/ geringen Materi / unfer]
Sermon anfahen/ fo bat GOtt der Al
mächtig in diefelbige/ fonderliche / bob]
überftüffige/ kraͤfftige unaußfprechlich
verborgene/ groffe Arcana und Geheimf
nöß gefáct und gepflan&et. Dann fie al]
fe Ereaturen unb Naturen zwifchen Jim]
mel und Erden mit ihrer eigenen Statu]
uͤbertrifft in fich vermag und Fan buf.
Materi. Und das ift auch der recht]
| Schluͤſſe
Vs
| Oder Edelſt Gab Gsttes.
Schluͤſſel aller Vegetabilium umb Minera-
dum, wie das fie von unſern Vorfahren /
ls Moriene, Ariſtotele, Raymundo Lullin,
imp andern vielen geheiſſen und genennet
vorden Lapis Philofophorum, oder der
Weiſen Stein. — .
Wo du nun bie Sinfternüf eon deinen
Mugen abtbuft/ uud mich recht verftebeft/
Vo wirſt duin diefem meinem nachfolgens
sen Capitel / die. warhafftige unfere
Kinige Materiam / ſo tvabr als GOtt iſt /
‚and ich ſelig ſeyn will / klaͤrlich geoffen-
ahret finden. Derhalben fep unverdroſ⸗
en / undlefe mit Fleiß wegen des groſſen
Nitleidens / als der ichs auf Han
* Ebriftlid)em Hertzen mit zu theilen nicht
Anteríaffen hab mögen. Und tbue Dir hie⸗
Ib nit zu wiffen/daß unfere Materi ein einis
28 Wefen/ gleichwie alleg/ das unauß⸗
prechlich ift/ melee für der Erfehöpffung
dimmels und Erden’ unfichtbarlich/ uns
egreifflich in einer folchen geringen Sub»
lan&/ fo gu achten nichts/ verborgen ges
’ pefenift. Alſo iff und vermag diß dieſe
| infere Materiy daß denn wahr ift/ wie
‚ann. auch andere Philofophi darvon
hreiben: Das Anfehen ift gering’ aber
‚ie. verborgene Satur / die alles wuͤr⸗
et / das inihr iſt / welche aufwaͤchſt / mie
t m groffer Berg / und grünen auß ihr aller-
tip Farben’ und Gefchlecht/ denn fie bat in
"t alle Yegetabilia, xv und Meralla
au D Eu mie
259
266
PAONIDIO RzÀ; 5 509
mitibrer Krafft und Eigenfchafft/ auch
der &ompleyion. Gleich alsbalden dur
ihre putrcfaction nimmt fie eine andere E
ftalt an ſich / unddurch die Philofophift
Materi wirdihre herrliche Natur erhöf
unb herauß gebracht. Derwegen ift 1]
freundlich gegen alle Naturen und nim
fie gern an ſich vermifcht und verbind
fid) mitihnen/ dann fie iſt auß derſelb
allein coagu(irt/ und allein gekocht dur
Diefelbige Materia/ derwegen wirds
nannt ein Stein/ und Fein Stein / dieſe
Da$ Lac Virginis, fie ift ber grüne Loͤw
richtet ut zweyen / und in dreyen aud) d
vieren: Sie ift in einer runben Kugel un}
fchloffen / und mit einer Adamantiſch
Mauerumgeben; Sie ift. Tieblich ber
lich / ſchoͤn ihrer Kraft! Macht TI
gend und Gewalt / iſt auff der gantze
Welt ín allen Landen / bey allen Menfchet
in Haͤuſern / auf Erden unb uriter der EI
deny fie übertrifft alle Edelgeſtein e8 bul
bens atich alle Geiſtliche undWeltliche / hi
bes und niedriges Standes reich un]
arm / jung und alt / klein und groß / ſie wit |
gefunden bey Ehriften und Hehden /
wird geliebet und verachtet / fie ift. übera
gersefen. » Sie iſt ein Kriegemann un]
Übermwinder : Sie iſt Der rechte Catuli]
nus toegen ihres Zorns: Mercuriue
wegen ihrer Geſchwindigkeit: Sonar,
wegen ihrer Streitbarfeie:" Venus / sl
/
4; oer Edelſt Gab Gottes.
"Jenibrer Srölichkeit : Jupiter / wegen
hrer Demäthigfeit: Luna/ tvegen ihrer
JSjerecbtigfeit: Sol, wegen ihrer. Beftän-
nigkeit und Schönheit. Sie iſt ein gue
mer Sührer und Verfuͤhrer / ein reicher unb
" milbter/ bolofeliger/ ein rechter Do&or un
Artzt infeiner Natur. Sie ift zu finden /
«bie man fie haben teill/ gut uud boͤß.
‚Diefes alles/ und noch viel mehr iftin ihr
'erborgen. Sie ift Der rechte auff» und
ufchlieffer 7 unb ein Durchdringer aller
Dinge fie iftin dreyen / und im vierten
hut fie fic erfreuen und bringe Die Dre»
iederum in eins / verfieheft pu Das nicbt/
macheſt bu Feines. Sie ift Diefelbige/
arvon die Philofophi fo vielund mancher
y 9tamen gaben. Jf |
tt Sie wird in Drepem Stücken zertheilet /
nd werden wieder zu einem Stuͤck,
Stein / Ding / ober Materi / und ſeynd
ihr die allerhoͤchſte drey Ding / als
lercurius, Sulphur, Saltz ober Terra,
| Beneditins Figulus,
| Hie werden gefoloieref oder ent,
A die Corperin Onecfilber : das
1/ in das Waller unfers Mercu⸗
le (a) :
Armit bu es aber noch beffer faſſen
mögeftz fo bore / ei für ie
| 3 e.
261
262%
mein Mercurius löfer wener Gold nodi!
Silber auff/ daß es nicht son ihnen Für
‚ber löfet Goldand Silber auff und wir
| Eörper weiß / bif zu Ehriftallifcher lat
Plberunterfchieden. So du es noch ni
PANDORA, 4
terfcheid feye/gmifchen unferm Dueckfilbenl
und bem gemeinen Mercurio. Der gi"
ne gefchieden werden / aber unfer Queckſi
in Ewigkeit nicht mehr von ihnen geſchi
den / als wann Waſſer unter Waffergı
goffen wird. Der gemeine Mercurius he
einen verbremnlichen böfen Schwefel D
ihn ſchwaͤrtzet: unfer Queckfilber bat ei
nen unperbrennlichen böfen Schwefel DUI.
ibn ſchwaͤrtzet: Unfer Queckſilber bat € i
nen unverbrennlichen firen / guten/ ſchnee
weiſſen / und rotben Schwefel. Der gel"
meine Mercurius ift falt/ und feucht un] "
fer iff warm und feucht. Der gemein]?
Mercurius ſchwaͤrtzet und befudelt DI"
€órptr / unfer Queckſilber machet Di
|
Schwefel /unfer Queckfilber wirds vermil] |
teift der Wärme / in einen fehneeweiffe]
und guten firen und flüffigen req] ‘
verkehrt. Der gemeine Mercurius jemeh
er gefocht wird / je flüffiger er wird: unſt \
Dueckfilber jemebr e8 geFocbt wird/ jet I
der es wird. Auf biefen Umftänden null ^
Fanft du leichtlich betrachten voie weit Dt] '
gemeine Mereuriusvonder Weiſen Due i |
ver
|
|
j
Ih
heit der gemeine Mercuriug wird przcip
+
eire zu einem gelben Pulver und bóftl
Serfteheft / fo warte nicht / e8 wird dir e$
Bin lebendiger Menſch Flärlicher fagen/ als
ir geredt haben.
n. e Michael Sendivogins,
‚Und wird ein bleibend Waffer,
Hie wird entloft bae Gold bet
Philoſophen / daß es in fein erfte
tt) wider cíngefübret wer⸗
ec
UA M8 ido bilofopbifd) Gold nen⸗
$ *Ont/ ver(tebe eine folche Sach / wel⸗
Je niemanden vor Gold Fönne verfaufft
‚Serben / teil es in feiner Generation quff
an& andere Maag vom Mercurio Durchs
»ittert ift. "Johann Lang.
if (bb) Alfo feet nun unfer Gehenniß
s der Erden her; Es iſt Erde / tas wir
nfangs zu unferm Grund nehmen/ auch
uß unfer Waſſer zu Erde werden / und
päflen beyde zufammen einen Leimen mar
„sen/ den mir mit gufer Weile baden müf-
In / bif alles zu einem herrlich gemachten
eiſt wird / deffen Beſtaͤndigkeit die Zeit /
Y fonft alles verzehret nimmer bewegen
dito; fie find durch volfommene Vereini⸗
j ung dermaffen gemiß zufammen gefuͤget /
JT3B iedtveder Clement bie andern brep in
1 verbirget.
a. R 4 Timm
J Oder Edelſt Gab Gottes.
165
264
groſſem Werth / zeige es dem Giolbfcbmib/]
PANDOR
Nimm Dann das OE wer |
Gold zu heiffen beliebenz es ift aber nil
Gold und tft doch in Warheit Giofp 7. 4 n
ift Metallijch und Fommt doch von einmlli
Mineral ber 2 welches die Kunft durch be i
Satur Hölffe erneuert / und einem Tho
ren cia heßliches Geſicht zeiget / doch einen
Sohn der Kunſt loͤblich ſcheinet es ift fter
weiß / und zart in feiner Jugend / unl
biclen Leuten kommt e8 gering unb ſchlech
für; ja die meiften Leute halten cg für ein]
nichts werthes Ding. 1
Davon wird gemacht ein. Ding von]
fo wird er ſchweren eg. ſey Gold / aber ft
bet su / verkaufft eg nicht / to ihr weil
ſeyd / e8ift ber Grund mannigfaltiger&te
heimniffe / bie Weiſen halten es vor ein fürs
nehmſtes Geheimniß / dergleichen iff. í
Gold das au den Bergegegrabe wird / aber
toit e? ju erlangen wird gar ſparſam gemel⸗
det bafi ihr verſtehen möchtet / ob. ſchon
eine jedwede Zeile deutlich geſchrieben waͤ⸗
tt / fo moͤchte doch euere Arbeit, darinnen
euch offt fehlen.
|
Cyrenem Philalerhau|
(bbb Erftlich wird das irrdifche zuge⸗
füb:te Corpus. Solis Durchauß folviert, zer⸗
malmet / zerſtoͤret / und erfäulet/ auch al⸗
(er feiner habenden Kraͤfften beraubet ( ala]
ba cà bann anfänglich/ eine Dunckele ud
(Dort Edelſt Gab Gottes.
ch gar eine ſchwartze Farb verurſachet /
elches Die Philofophi Capat corvi , oder
r Raben⸗Haupt genannt / und gemeinige
hin 4o. Tagen geſchehen thut / alſo daß
stlich in ſolchem feine anima auch außge zo⸗
in undihm benommen: und tn bie Hoͤhe
Kführet / auch gan& und gar gefchieden
Wirb: darvon c8 cine Zeitlang ohne alle
Fafft gan& erftorben am Boden des Glas
P wie ein. Afchen liegen blieben. s
Waſſerſtein der Weiſen
Ks | Fuͤll⸗
265
66. - UP NDORX,
Süllong der pbilofopben. —
Solutio, Putrefa&io,
^, Das auffgelöfte Waſſe
Prima Materia,
Oder Edelſt Gab Gottes, 267
Durchſcheinende / und leuchtende
Schwertze. Das Haupt des Raps
‚en / daſſelbig gleichertoeife faul
u werden ıft nothwendig. Welche
der welcherley Farbe nad) ber
Vehwerse erfcheinen wird / ift lobe
d in der Schaar der *Dbilofo:
"ben. (o)
Gwißlich wer dieſe Schwaͤrtze im
Anfang feines Wercks nicht ſiehet /
as für alle andere Farben waͤhrender
"eit des Steins ibm auch erſcheinen / der
itt weit ab von cem rechten Wege der
Neifterfchafft / und fan fie weiter in bite
m Chaos nicht volfübren, Denn mer
cht Putrificiret / ber arbeitet nicht recht /
- amablen ohne die Putrefadtion nichts zer⸗
oͤret noch gebohren wird / aud) verfolge
sh der Stein Fein Vegetabilifch Leben zu
achſen / und fich ferners zuvermehren / eme
fangen Fan. Und ich fage dir nochmahls
: der Warheit / wenn Du gleich ín den
AE
‘arhafftigen Materien arbeiteſt / fo bu int
ll 3nfang/ nach Dem bu bie zugerichtete Ma-
irien (confediones) in das Philoſophi⸗
he &p gefeget / in toeniger Zeitz wenn fie
^u ferne ertodrmet und angereiget / bie
18 ſchwartze Sxaben- Haupt von der aller:
hwaͤrtzeſten Schwaͤrtze nicht fehen a
' o
DE
268
ſo muft bu von neuen wieder anfange
maffen diefer Irrthum nicht wieder erſta
tct noch verbeflert werden Fan. N |
| |o os Nicolam Flamuet
(ec) Die Farbe aber/fo bu eigentlich babe
muft/ foil gang vollkommen ſchwartz feyn
gleich mie viefe Drachen / unb folches in?
in Diefer Kunft e$ wenig gu bedeuten habe]
die Schwaͤrtze gu haben / geftalt nichte
leichters iſt als bitfelbe zu erlangen / zu]
liſchen Coͤrpern hervor fomme / die eine]
lange Zeit baure/ unb fich nicht verliere
als im fünfften Monat / nach welcher T
alsdann bie erwünfchte Weiſe erfolget.
So du Diefelbe erhaͤlteſt fo haft bu ‚viel!
aber noch nicht alleg.
|
Nicolaus Flamellat, |
T
(ccc) Der
| Doct Edelſt Gab Gottes.
(etc) Der Hermaphröditifche Gift aber
aͤhret Die animam in feinen Bauch 7 und
yringt diefelbe in ben qualificirten Leib /
aempeindas gereinigte Metallifche Saltz⸗
Ditftà wird nebenft feinem Schwefel auff-
Peſchloſſen / unb in eiu braͤunrothes Oleum
foliit; Hierauß wird per Naben: Kopff
h boren / Das ift das erſte Zeichen, und
Dfitgt gemeiniglich was Wunders zu er⸗
Holgen/ wann die Sonn und Mond vers
Sinflere werden? denn wird ber Groß—
naͤchtige gebohren / weicher das geiftliche
ip. weltliche Recht in feinen Haͤnden
übrtt zc, Diefes Zeichen bedeutet Die
i conception und Conjundion des Aſtrali⸗
chen Samens 7 hernacher aber ergreifft
as Saltz feiner Wuͤrckung dag Solvers,
nd den Samen oer Sulphur an / bringt
Abige in feine Natur / das tjt in einen
jr zuckenen harten Leib fo hernacher Durch
y ebührliche Handreichung Des Vulcani in
* mt bód)meifer und endlich röthe fire Me-
1 icin fan gebracht toerben. Aida
1 fohannde Monte Suyders,
Hie find gefegt die Coͤrper indie
utrefaction oder ‚Faulung / unb
yerden gemächt zu. einem ſchwar⸗
en Erdreich / und dann fo wirſt du
hen die Materi ſchwartz yd
" | ral
269
179
freu bid) bann es if ein Anfan
Der Wuͤrckung. (a)
@)E Stove hæc putrefa&io ejus, ac inte
eaperfedam ejus nigredinem cor |
fpicies, qua confpe&a, gaude: nam fube
nigredine albedo latet, ac certum indiciun |]
eft, materiam initio rite conjun&iam ac un) |
tam fuiffe, | OC UE
M, Joann Iſaacus Hollandi
(2) Wiffe daß bie PutrefaGion 9 |
Durchfäulung/ fo fie wohl und vollkoͤn
ich gefchicht/ als nemlich 42. Tage, waͤ
aber beffer ein menig länger in der Potre
fici mg; jelänger/ je buffer, dann hiedure d]
wird Fein Schade zugefügt 7 und De
Górper loͤſet fico fein auf/ welches alle
muß gefchehen mit fanffter Wärme fd
gibt er fich in der Dikillation und ſcheide
der Element’ und im ganzen Werck deſt
f Johannes de Pad d
(a2) Bedeuten berotoegen bie Farbe
(o durch die Zerbeiffung und Aufloͤſun
unferer vollkommenen Coͤrper entftanden
bie Verfaulung und Gebährung’ welch
Auflöfung von der Aufferlichen Waͤrn
herruͤhret/ geholffen von der Pontifche T:
Senrigkeitzund mmunderfamen fauren un p
| ſcharſſe
. Oder Edel Gab GOttes.
charffen Tugend des Giffts unfers Mers
"
urii / der alles / was er findet / undihm wies
erſtehet in einen reinen Staub / ober viel⸗
‚mehr in ein unbegreiffliches Pulver brin⸗
yet undauflöfet. Wenn deromegen ‚die
bvirckende Wärme über und wieder Die zaͤ⸗
yeund ölichte Metallifche Srundfeuchtig.
Tit; ihre Wirckungauf gemeldte Weite
xrrichtet / gebieret fiein dem Subjedo die
ESchwaͤrtze / denn eben zur felben Seit Io:
Fee fich bit Materia auf/ wird zerſtoͤret /
vird ſchwartz und empfänget um zu ge
ähren: Denn eine jegliche Zerftöhrung
^ft eine Gebährung/ foll deromegen dieſe
Schwaͤrtze allezeit gewuͤnſchet und bes
' tebret werden. |
Demnach ift Diefelbe das ſchwartze Se⸗
el mie welchem des Thefei Schiff ſieg⸗
Haft auß Creta wieder Fommen/ fo eine
U lefach, feines Datern Todes gereefen:
Isa alfo mug ber CBater fterben damit quf
Wer Afchen diefes Phoenix ein anderer toit»
er gebobren werde unb der Sohn ein
Königfen, - |
—
Nicolaus Flamellus.
"| (2222) Allhier mus der Leſer der Arbeit
alber informirt werden / weil darinnen
st le Authores febr tiederwärtig find / daß
er eine außführlich befchreibet die Difpo-
| Hon, welche vor der wahren Putrefs&tioa
qt rgebet/ deſſen Zeichen ift uode
mn Denn
— —
271
272
fel / und dieſer ift in unſer Kunſt Materie hs
Dennin aller Arbeit ſchwaͤrtzet der Schw
als die digerirende Kraͤfft / welche nothwen
pig ſchwaͤrzet. Darauß erſcheinet / da
zu dieſer Putrefa&ion und wahrer Auf
fchlieffung dieſes Wercks fo wohl war
als trucken / fo wohl Falt als feucht erfor
pert wird: Und dieſes deuten die Philofo
phinicbt unbillich damit an / wann fie (el
ren die widerwaͤrtigen Qualitäten der C
lementen zuſammenju fügen und fprechen
Der Drache ſtirbet nicht / als mit feinet
Bruder und Schwelle: Soll nun bd
Zeichen der Putrefa&ion erfcheinen 7 / ſo
noͤthig / das man die aͤuſſerliche bewegen
de Wärme habe: Dann wie die Ward
in den Mineren der Erden Fochet/ vermill
telft der Wärme: Alſo nimmt die Phile
fophifche Materia ihre Krafft zu a'cecirtla
und conferviren von dergleichen Fünf,
chen Wäre / welche alles nothdürfftt
alfo möge oder koͤndte verrichten. SF,
che Wärme aber muß nicht gewaltſa
ſeyn / fondern fanfft und gelinde) tocfdedyg
fein die fubtilen Theile Fan erhitzen / eb
ben uno vermifchen/ biß das. ganke ze,
brachen, und in eine Schwärge verkeh/
ret werde. Dann mo nicht alle ſubtileſ "
Theil werden zu der Putrefa&ion gebrachtf
(o faneine8 von dem andern. nicht 9. !
ſchieden ſeyn. Dannenhero Die. wahre ;
Philofophi einbellig fagen: Putrefadio e
tii
Oder Edelſt Gab Gottes.
heſaurus rei. Und anderſtwo: Non tz-
deat te putrefactionis. Denn mie die Zer⸗
brechung iſt alfo die Gebaͤhrung / und
hließlich alſo die Volkommenheit. Was
man nun durch Kunſt wuͤrcket / Dadurch
yerbringet man nichtsanders/ ale das man
das Meine eom Unreinen / den ſchwaͤrtzen⸗
vom ſchmirbigen Schwefel vom klaren weis
ftn Queckſilber ſcheidet.
Incertus
Derhalben fo verbrenn unfer
Ertz mit einem leichten ſanfften
Feür wie ein Eyerbruͤterin / big
aß fein Leib geordnet wird/ und
ie Tinctur/ oder Faͤrbung aug
Hogen werde; du ſolt aber die nicht
ar eins mals außziehen / fonder
iin wenig) und ein wenig/ foll her:
Fuß gehen jedes Tags) bif daß
sin langer Zeit erfüllt oder voll⸗
racht werde. (b) fi
| 5) ' Je Fäulung des Coͤrpers ift ber
| Anfang des Wercks und Dit ges
"Tichts nicht auf in linpem Roſtmiſt / id
* Mercurio: !
i dia ait linoer SGárme auf daß das
Radix Chymie,
e. (bb) Die
173
242
Goldes duppelte Zerlöfung bringt erft der
gar Ungeitige wuͤrcket nach feiner Natur. a
fle Hitze die innerlide XBärme oer S008].
PAND OR A,
(bb) Die mare Putrefa&ion aber tvilf
eine ruhige Schwärke haben und de
Loͤwens verbeſſertes Weſen und Leben
wieder. D
Johann Zang
(bbb) Manmuß aber fonderfiche Ach
tung geben auff des Feuers Regierung
dieſelbe muß ftetig in fuo gradu verbleiben
und niemals ftille halten : Dann deficiea-
te calore naturali muß der Tod folgen, unt
entftehet eine ungeitige Geburth und bat /
obaun de Monte Ynydersl,
(bbbb) Im Anfang des Wercks fol],
bag erfte Grab nicht höher ſeyn bann Di,
Wärme einer figenben Joennen/ aud) mul,
pu in per Mitten des Ofens ein Loch mag.
chen / das du auff und geheb wieder uma],
chen kanſt / daß du allein. in cem unter h
-Dafen fühlen. kanſt / wie ſchwinde oot
ſanffte die Waͤrme fey/ erſtlich ſo du DaF,
Hafen anruͤhreſt DaB bu an der ſanffte
Wärme ein Wohlgefallenan deiner Dani.
fühleft und empfindeſt unb mercke mapu.
ich fage/ den groffen Schaden zuverhättif,,
imgansen Werck / dag ift/ bap du für all 1
len Dingen mit Geſchwindigkeit Day
Seurnicht zugroß macheſt / wo bu aber papi.
Feuer wirſt sugroB machen und eie auff
terit
Oder Edelſt Gab GO ttes.
Materien mit Ungeſchwindigkeit wird
ibertreffen und uͤberwinden / (o würde ber
Jeichnam in fid). ziehen den Seifl/ und
oer Beift wird in dem Leichnam verhalten,
md durch Ctárde der Aufferften Hige
Wird er fi zum Theil (ublimiren uno
önderlich im Ende fo fid ber Coͤrper in
Beiſt tbut verkehren‘ darum fey fleiſſig
ibas (tur. zu regieren’ oder dein Werck
virſt du zu nichte machen.
; uzohaun de Padua,
© (bbbbb) Sod unfer Ergmit linbem
lin&ut herauß gezogen wird. Sie wird
"ber nicht alle auff einmal herauß gezogen /
andern fie gebet alle Tag ein wenig und
ber ein wenig herauß / bi e$ nach) langer
Seit vollendet wird / unb was folvirt wird /
Mag fteigt über fid) continué in dag tempe-
Firte Balneum , bif es in ein ungreiflich®
Waſſer folvirı werde/ und die gange Tin-
ptur in der Farb der Schwärge berauf ge⸗
e / welches ein Zeichen der Solution iff.
Dann wann die Wärme in der Seuchte
Nuͤrcket / ſo gebübrt fieerftlich ein Schwaͤr⸗
Nez wann ſie aber in dem trockenen wuͤr⸗
Netz fo gebübrt fieeine Weiſſe / unb inder
seiffen / ift die gelbe unb rotbe Garb vere
€2 ^" Sd
Feuer / bif fein Górper zerſtoͤrt und die
Radix Chymie, —
275
178
PANDORA;
wißlich Mods unb bín nid
liegend / und wiſſen daß das Haup
der Kunſt ift der Rapp / welcher i
der Schwaͤrtze der Nacht und Klar
heit des Tags ohne Fluͤgel fleugt
Dann auf der Bitterkeit fo er ín jer
ner Kaͤlen hat / oder darin íft / wird.
die Ferbung genommen / von ſeinen
wahren Coͤrper die Roͤthe und in):
feinen Rücken wird genommen bad
einiglauter offer. (o) |
()GCitote. ergo tumoris inquifitores , 8] ^
fapientiz filii, quod vultur fuper mon]
tem exiltens , clamat voce magna : Ego fum] "
albus nigri, & rubeus albi , & eitrinus rubei, r
& certé veridicus fum, — Et fcitote, quod ca
put artis e(t corvus, qui in nigredine nodis]
& claritate diei volat fioe alis. Ex amaritu
dine i in gutture exiftente, coloratio accipitur] .
à fuo verö corpore rubor exiit , & de " r
dorfo mera aqua —
Bra hs
(cc) Ac quamvis hic tantum unius cor-]
Vi fiat mentio : tamea tres in hoc Philofo.
*
Oder Edelſt Gab Gottes.
?'horum monte tibi occurrent, Niger, qui
aput eft attis: albus , qui medium, & rubeus,
jui finem rerum omnium imponit, ^ Ultimus
Enim appetitus naturz eft in rubedine no-
Era... Neque mireris , quod tot colorum
lifferentias five varietates in. corvis ftatua-
Enus, licet non nifi nigrivulgófint noti. Fa-
eor equidem, nigros elle vulgariffimos :poft
Bios tamen non raró his meis oculis vidi etiam
bos, in aulis principsm & Regum, ut Dref-
Eizin Mifnia in Ele&orisimperialis horto , &
' libi, Tandem veró rariffimi funt rubei cor-
Ti, quorum non nifi duos memini me vidiffe
"a magna ifta regis nofri Chriftianifhmi ca-
jea, quz extru&a habetur in liorto regie
ipud pagum quendam , quem fontem bel-
(m, vulgó Fonteinebleau vocant : quan-
uam & hi non omninó rubei , fed variegati
"abris plumis tantum erant, Teti vero ru-
ei, ut dixi, rariffimé fe dant in confpe&um
'ominum, nec; ut ingenué fateat veritatem,
‚me ha&enus, nifi forte me infcio „ confpe-
(Ai fuerunt unquam, — Eos tamen veriffime
Fuftere, teſtimonio virorum fide digniffimo-
;jm non lolum probare poffum; fed id etiam
"E &itat ipfa ratio. Hi igitur tres corvi , ut
P antea przmonui , tibi premonfrabunt
am voce five clamore füo, Sed voccs il-
tum tàm fubtiles & delicatz funt , ut non
Jinfibus externis, fed internis potius & men-
libus veré percipiantar; De his lege Pfi9.
"bifcriptum et: Non funt loquelz , neque
S 3 fermo-
277
278
. fermones , quorum non audiantur voces. Ti
auff weiß / oder roth / eermittelft peri
PANDOR A4,
omnem terram exivit fonus eorum, & infi
nes orbis terræ verbaeorum, Primus equi
dem ex amaritudine in gutture fuo exiſtente
rauca & inconcinna voce fua aditum tibi pel
rabit adalbum. — Hic veró fuaviori edito vo
eis fono promovebit te ad fummum & ulti
mum rubeum, qui angelico fuo & ſuaviſſi
mo cantu , omnes canoras avicularum , luf
einiarum, & cygnorum voces facile fuper
ante, te amice excipiet , & harmonia dulci
fima te ad laudem ac gloriam DEI canen,
dum excitabit, przcangando : Mirabilis Dey
us in operibus fuis: & tu reípondebis : Plerff
funt cceli & terra majeftaus gloriz ejus, —
poquam gratias egeris fummo , maximo, &
emnipotenti DEO in pace reverteris ad tuo
ac € fomnis refufcitato Dracone forte pericu
lum fit in mora, já
—
— ee xu
— — — —
a
Anonymas,
—
(cec ) Wann die unterſchiedlichen um
vollkommenen Farben / die in dieſem fab]
je&o ſind / herauß gezogen worden / bißd
erſcheinen ſieheſt das Raben⸗Haupt / we
ches das Kennzeichen ift einer vollkomme
Corruption, Bann die Kunſt begehtef
anzuzänden eine ware Sinctur entwede
le / welche weil fie Lufft und (euer ift/ fà!
bet in weiß und rotb / indem Das Xbeill
Lufft und das Rothe Seuer bat. 9
I Oder Edelſt ab Gottes.
$3 Weiſſe und unter per
Weiſſen vie Köthe if / bann du
Pant nicht zueinem eufferften ohne Mittel
Belangen / noch an einen febr hohen Ort
pmmen/ ehe man ju oen unterften Fommt.
Betrachte berbalben / vorinnen Die Ders
Werbung beftehe / vertreib die fremboen
Jarben durch Die unterfchiedliche Altera-
Fon und Vermifchung der Elementen laß
De feibe tragen wegen ber Angeigung deß
Lode8/ welcher dir cin gewiſſes Zeichen.
«pn wird deß herannahenden Lebens / vers
erbe kuͤhnlich Damit Du zeugeſt; Diefe
lrbeit ift nicht alfo gefährlich / gib nur
Idytung / daß bu bie Materie nicht alfo
reng mitbeiner Lantze des Feuers treibeft/
Jer&ig oder mehr Tage werden Did) ven
| | in,
pe — Johann £Zang.
ie. (ccce) Die Urfache, tarum ich Dir dies
beydeSamen in Drachen Geftalt mah-
Sn laffen ift dieſe meil ihr Geftand ſehr
208 üt/ und ihren Giffte gleicher: auch
Se Außdampffungen/ fo in bem Glaſe in
Sichöhe fteigen, dunckel / ſchwartz / Him⸗
elblau und gelbig ſeyn / gleich mie dieſe
yde Drachen ſeyn abgemahlet / Deren
Vrbe und ihrer aufgeloͤſeten Cörper-
OI Macht
—w-
2793
+80
Dige Dinge umbringen / und zu toͤdten ver
Gefaͤſſe zerbricht / ſondern er urtheilet num
Macht fogifftigift/ daß warhafftig fei
groͤſſer Gifft gefunden wird jumablen c
Durch feine Krafft und Seftanck alle leben,
mag. Der Philofophugs aber empfinde
nimmer biefen Geſtanck / wo er nicht fein
Durch Das Geſicht / und aug der Verfaͤn
[ung/ (feiner zufammen gefegten Dingen
ber übrenben. Deränderung der Garbeng
daB es alfo fen. N
Nicolaus Flamellus - |
Derbalben verftand es / unt
nimm an oder empfahe die Gat
Gortes/ unb verberge es vor al
lea Unmeifen : dann von Dean
Cauernen oder Hölinen der Metal
len ift cà verborgen / tell
Stein iff Ergäderiich und Iced
em (bon glängende Farb / — ein]
uͤberhoher Berg, uno cin weit breill
Meer. (d) | í
0».
( 3) [Nielligite ergo & donum Dei accipite; |
& ab omnibus infipientibus celate. D. |
cavernis. metallorum occultus eft, qui lapis,
eſt venerabilis, colore fplendidus, mens fai;
blimis, & mare patens. Ecce vobis expolus
Deo gratias agite, qui. hanc fcientiam ‚vos
docuit: Gratos enim diligit, —- Fre⸗
der Edelſt Gab GC ttes. -
Frequenter admonet author fuos. difcipu-
s,ut hoc fingulare Dei donum debita. re»
rentia agnofcant, & omnes fatues ac infi-
entes ab eodem abigant, & excludant.
Unarrat prztereä lapidis quafdam proprie-
tes, eumque occultum | nominat, hoc eft,
iueis cognitam: venerabilem, hoc et, in
mmo precio habendum : colore. fplendi-
tum, hog eft rubicundiffimum. Ef enim
bedo ulimz perfe&ionis certifimum fi-
Insm. Mentem fublimem, id cf, fpiritum
i blimatum & exaltatum, Mare patens, id
| aquam mercurialem perennem, fixam, &
IN igne permanentem. Has omnes proprie-
(tes in fe continet lapis, quas ante ipfius
infe&ionem, nemo tam exa&é fcire potcft :
id tum demum erumpunt, cum przparatus
(fit : non fecusac inarbore pyro ignora-
" quales protrufura fit fru&us, donec tan-
em oculis tuis manifeftó videris, ipfam pro-
fa.nec alterius generis frudus, Quia igitur
15 & proprietates in lapide cognovit, illas
Mis difcipulis, ad quos nondum pervenit
"eperientia, ut & hinc aliquid utilitatis &
“olumenti percipiant. Non autem pro
fleli hac inftitutione fibi, fed Dee vultglo-
^nm & laudem tribui, Deo, inquit, gra-
Rs agite, qui hanc fcientiam. vos docuit,
IN
| e; au.
i
|
q
xiffe pyra,non poma, non pruna, non ce»
iermes proprio experimento omnesiflas vi-
«oque docendo, liberaliter communicat -
;' lermes. plantat: Paracelfus rigat: Deus _
^281
155
PANDORA;". „9
antem dat benedi&ionem & | incrementum,
Huic igitur foli grates immortales perlolven
dz (unt pro omnibus rebus, Gratos enin
diligit: Eftquegratiarum atio ad plus dan
dum invitatio, |
Anonymus,
(dd) Thue derhalben mie ich dir fage
wenn du diefen Schag bekommen toilt
welchen auch die wahren Phyfici und alteı
Philofophi gehabt haben. Es ift eit
Schatz folcher Tugend und Hoheit / Den
gleichen Fein Menfch zwiſchen Himme
und Erden durch Kunft erlangen mag
(3 iftein mittel Ding zwifchen dem Mer
curio und Metallo/ welches ich nehme
paraug& durch deine Kunft unb mein
Weißheit ein folches herrliches Weſenge
fertiget wird. Es iſt das feine/und erat:
tabilifche Gold und Wurselhafftig!
Beuchtigkeit: Es ift die bodbfte Medt
cin/ wie Salomon fie befchreibet Eccleſiaſt
v, 38. GOtt hat ſie beſchaffen: Don der
Frden wird fie genommen, und der — totifi
Mann verachtet ſie nicht. Gott bat fie gefeßt
unter meine Geheimnüffen/ und gib
fie den Weiſen und Derftändigen. Wie
fool fie viele Oracores/ und Die fihin
Theologia und Philoſophi groffe Do:
&ores zu fenn achten’ gan& und gar vtri
lachen. In gleichen verachten und ver
fpotten Die Medici Die Alchymiam, Aber
He erfennen mich (Natur) nicht/ pe |
au
I Oder Edelſt Gab Gottes.
ch von der Kunft nıchts erfahren/ tie
Bricenna und Villä Arvanus/ und viel ans
Me Wurhel und edle Medicin zu erfenmen/
Helhealle Kranckheiten heilet. Gluͤckſee⸗
3 ift ber Menſch / welchem GOtt die Zeit
j ie
|
hm fo haben fie fid) bod) in ihren alten
Hagen darmit beiuftiget. Mer folcheg
eichthumy von einer Ung/ ja cinem
ran kan er (tátigé reich und gefund fepn.
nb fid) an GOtt und der Natur begnife
"in. Es iff eine Hertzens Staͤrck⸗ und
Sieht dann güldene Tinckur.
Loo s Weefferffein der Weifen.
Add) Ounſers Him̃el / O unſers Waſſers
unſers Mereurii » O unſers Salntiers
rim Meer der Welt iſt / O unfer vc
vtabilt^ O unfer firen auch flüchtigen
Echwefels / 0 des toden Coͤrpers ober fe-
xs unferá Meers: Ein Waſſer welches
ie Hände nicht netzet ohne welches Fein
N , Menfch
4
hb bag Leben gibt/ zu biefem hoben We⸗
zukommen’ unangefehen, daß ev mda
alt feyn. Dann Geber fagt: Wiemof _
Philoſophi / fo es gehabt alt gemefen
M/ der befiget alle Gáter und arofe -
Doch muß endlich Die&reatur fterben/ -
283
|
l
ilg
, gebohren wird im Der gangen Welt. Undd
rt sale. ey.
"^. PANDORA, e
Menfch feben fan/unb ohne welches nich
fino die Zunahmen / des Voͤgeleins Jer
tis / welches nimmer rubet) verachter iftum
ſeiner Doch niemanden cntratben Fan: U
jo. haft ein Ding melches Föftlicher ift "
bie ganke Welt / geoffenbahret / oon b
me td) gänklich fage daß es nichts ande
feye dann vafer pactifch Waſſer / melchk
in der Sonnen und Mond congelirt, UM
quB der Sonnen und Mond mit unftri
Chalybe grzogen wird/ durch Philoſoph
ſche Kunft / auf wunderbarliche 28e]
ER einen verfländigen Sohn der Sunt
"Michael Sendsvogin
Zwar / fo es fich er ſtlich fchiverg
ober ſchwartz wird / fo (agen mir
es (eoe der Schluüflel des Wercks
pann es geſchihet nicht ohne ſchwer
ge: dann daſelb ífi die Tinctur ode
Ferbung die wir ſuchen / melde fofi
in jedem Corper tingieren oder fer
bei / vie zwar etwan verborgen if
geweſen in ihrem Erg / zu gleicher)
foci als die Seel in dem 39 i
lichen Leib. d c M
(e) Rum behuͤt es wol / baf es nich
Im verlohren werde / und M yp
‚Oder Edelſt Gab Gottes.
sehite fir Ding unfix: So heifics dann
zendfich ſolvirt / unb gar fchier wuͤrcket
Hitz ſchwartz / und das ift feine Sáu
g / unb ift eine intoenbige Solution,
Avon die Philoföphifchreiben-Und iftein
Wchläffel dieſer gantzen Kunft: Es mag
Mh nicht gebähren noch zerftöret werden’
| babe dann die (Sáulüng / da ift tas
Fiſſe Körnlein geftsrben / und bringet
Indertfältige Srucht und darvon fleigt
Maus der Erden in Himmel, und von
am Himmel wieder indie Erden : Und das
Iblich ift / bas wird geiftlich im fublimi-
Mn / und dag geiftlich wird feiblic im Ab-
Agen / und hat Krafft deß öberften Ele⸗
d Natur laͤſſet Feine ftatt leer dar zwiſchen /
b das ift feme Diſtillirung und Cubli
"Benediflus F igulus.
bin bie Schwaͤrhe / dann fie ift oie Tindur,
„Dir fuchen/ mit deren wir cin jegliches
ik! | dits: Ding
385
pen M pe a aec ie d der ri e ero
— eg — -
286
perliche in uncörperliche / und die uncé
perliche in cörperliche verkehrt werden 7
PANDORA *
Ding oder Corpus tingiven ; Und bii
Tinctur it in ihrem Erg verborgen gíet
wie die Seele im Leib dei Menfchen. Di
wegen / wannunfer Erg nicht jerftórt/ €
mächlich gerrieben / eingeträneft / uno ffe
fig gefocht wird / bif es von feiner grà
aufgezogen’ und in cin Dünnen unbedre
fichen Geiſt gefehrt wird / fo ift die 9)
beit vergebens; Dann mo nicht die Ci
wird das Werck nicht vollbracht. í
balben fo fepe fleiffig in Der Operation,
deco&tion, bif Die gange Tinctur bera
auff cas Waſſer gehe / inder geftalt ein
zeifehmolgenen ſchwartzen Bechs / u
wenn bu ſolche Schwaͤrtze auff Dem 2c
fer erfcheinen fieheft/ fo wiſſe daß alba
je&t bag Corpus folviert , oder aufgelöf
und fluͤſſig worden ift; und wann Das Co
pus in ein fchwargen Staub folvirr, und
fein Waffereingehet / und gang und gd
zueinem Waſſer wird / fo roiffez baB tg
Waſſer das ander Waffer auffnimmt]
als fein eigene Natur. Und wann bi
halben nicht ein jegliches in Waſſer ve
kehrt wird / fo Fönnen fie nicht zur Vo
fommenbeit fommen / und in diefer Be
miſchung / Kochung und Zerreibung b
gantzen Wercks bedarffit du Feines ande!
Waſſers als allein des Aquz permanent
defien Krafft ift ein geiſtliches Blut of.
wi
Oder Edelſt Gab GOttes.
Alches nichts wird / und dieſer Geiſt wird
Jein Corpus verwandelt / dann der Coͤr⸗
Wr incorporirt ben Geiſt / und der Seift
kehrt den Coͤrper in ein Geift / wieBlur/
inu alles / mag ein Geift bat / das hat
dad) Blut. Derohalben fo muß man dies
be Schwärse/ Die auff ihrem Waſſer cre
Jeinet / mit einem linden Seur kochen / bif
fiin ihrem Waſſer unterfincket/ fo empfäht
banni ein Wafler bag ander Waffer/
frieben werden
| Radix Chymie.
- Darum allerliebfter Sohn / fo
/b indem Werck bift / ſo fibe daß
b. zum erſten babeft die ſchwartze
urb/dann fo wirft bu gewiß fepn/
DE du putrefaciereft und feuleſt /
Ino im rechten weg fuͤrfahreſt. (f)
| Je muß ich das oerfteben ? Alfo :
jc MD indem erften unſers Wercks erfcheis
| bit Schwärge/ welche Schwärk miro
glichen bem h/ als das Bley / melches
Danunflächtig und ſchwartz iſt / für ans
‚on allen Nietallen. Alſs wird auch bie
Evartze Farben verglichen der Schwaͤr⸗
des Bleyes / das ift Die erfie Sarbe
„md Anfang des Wercks.
, / N Johannes de Padua,
fit von einander nicht mehr mögenge
1 Gedult
^
»
Er
I
288
demate tubeo coronatus appareat.
PANDOR A^
Gedult und tveil fie niotbroenbtli
in unferer Meiflerfchafft/ eilen i$
auf dem Theil des Teuffels / in di
fee Meiſterſchafft. ( — — —
3 ujus artis invefligatores non Ja
OH: ad ilichtenn pervenire bf |
E
prolixo animo, & regimine continuo, qui e
go libenter patientia fruitur in hanc dilpd#
fitionem introeat , qui verò citius cupit pe
venire, in libris noftris non infpiciat, qm
niam magnam inferunt injuriam antequa,
àle&oribus intelligantur femel, vcl bi
vel tet, 1
Nam quilibet arbores "inferens non fpc
rat fru&us hinc, nifipoft tempus, Ac fem.
nafeminans non fperat metere, ni(i po
meffes advenientes, qualiter igitur vultis hi
bere: hoc, le&o femel libro, vc! prim
tantum experto regimine? Idco vos non:
deat procedere operando ad fccundam &
tertiam partem regiminis, Ita quod rex Dia
Guilielmus Tecenenfi |
(a3) Przftatautem uttam pufillum ignén
addas,ut furfum non füblimet, quamvistem
pus longius fit, tua. nihil refert, certumincet
toprzfer. Nam magno calore opus tuüfi
perdere potes, verum igni pufillo nunqUan
A
Ode Edelſt Gab Gottes.
€ cave ne tantum ignem ei adhibeas, ut
abrum colorem pro albo acquiras.
^o Me oan Iſaacus Hollandus,
Mon Vobis dico quod fuRineatis patien-
jt, quia. forte moratur, & feltinantia qui-
Dem ex parte diaboli cft. Ergo qui patien-
am non habet, ab opere manum fufpen-
Fat: quia impedit eum fefinantem cre=
julitas, [!*;
| Rofarium
Ba Haupt FS. Rappen.
Putrefadio,
wars worden
| 1 Das aufg eloͤßte Waſſer iſt
T O du
289
290
BANDORA |
D da gefegnete ratur / und ge
fegnet ift deine Würfung ; dann
von oder aug den Unvollfommnen
machſtu das Vollkommen / mit foge
rer Putrefaction / Faͤulung / oder
Faulmachung / welche iſt ſchwartz
baͤhren und herfuͤr ſproſſen neue
und mancherley Ding / mit deiner
Gruͤne macheſt du vielerley Far
ben erſcheinen. (b)
(5) b a putre factio eft quodaminodo fe:
paratio & infpiffatio rerum, & deni-
gratio appellatur, qua completz res fiunt
mortuz ;ficut homo infuo tumulo, quia po*
ftea poít infpirationem anime, & Spiritus in
eis facta m revivifcunt; & ut didum eft per!
operationes predictas in lapide- philofophi-|
co cGuvertüntur, quæ nifi fic putrefactæ
fuiffet, id eft, mortuz, nihil valuiffent, nec
fru&um aliquem attuliffent, nifi quantum ip⸗
fx (flent, Incertus, | d
(bb) Chymia eft adequate Naturæ ope-
rationibus. Natura, ex quo quid vult ge-
uerare, vertit in limum; Philofophia adepta;
putrefacit, & in limum fuam materiam vertit, |
Nota:Limus eft principium corruptionis, &
rüdimentum generationis. Cato Chem. |
pt —
Oder Edelſt Gab Gottes,
Kit und vorgeben; daß alle Ding grün
ſeyen; meilnman fagt/ daB alles/ was
Borünet; machte und fi. zufammenfüge:
Ind eben die grünende Krafft nennéten fie
Edie Natur. Aber Ariftoteles ſpricht alfo:
Wenn man bie natürliche Bewegung
Wuͤrckung) nicht wiſſe fo Fönne man
Bauch die Natur nicht wiſſe / dieweil fie fluͤch⸗
tig und unbeſtandigiſt / undin einer immer⸗
Waͤrender Bewegung „ver Gebaͤhrung /
Vermehrung / und Veraͤnderung / welche
dermaleinſten am letzten / und der Welr fix
und ſtandhafftig ſeyn wrd.
1 a Härlılins Ficinut,
U fbbbb) Hierzwiſchen aber werden im
Glaß oder Faß mancherley Zeichen und
V Garben/ darauf dan wol achtung zu ge
"ben/unb man fich auch darnach zu richten
hat / erfcheinen : wann man nun folche
nach einander ſiehet / fo ift e8 eine gute An⸗
geigung/ daß cà zu einem Alücklichen Außs
‚gang formen - eroe. Erftlich erzeigen
ſich Körner gleich wie Fiſch⸗ Augen banni
‚ein Circkel um die Maäteri/ fo gleichlam
rothlecht / dann einmal meißlicht/ ferner
wird es grün und gelb gleich einem Pfaw⸗
"Eenfdtoar&/ bernach auf das allerfchönfte
Weiß / endlich aav Seer unb Blutroth
| Waſſerſtein der Weiſen
va. Dur
4 (bbb) Daher etliche tieffinnige.fpindte
291
292
bif ift die Saffrangelbe und truͤß⸗
Zerſtoͤhrung (c).
PANDORA,T |
Durchſcheinende Schwärge/
aͤchtige Erde von deren alle Phi⸗
loſophi ſagen und ftebet auf oder
ob vem 29affer. Das / ſo auff der
Materiift, find bundle Mebei/ und
find &eift/ ober Rauch. Dieſe Erd /
fo auf oder ob dem Waſſer ift, wird
Herabfteigen von dem anderen Ge
fbirr in Boden des Geſchirrs/
und werden geboren drey Wurm.
Noch viel Philoſophi / die dafaben
die Materi Dich tverben/ und in Ers
den verfehrt werden / und dieſe
Dickwerdung fund im Auffgang
auf dem Waͤſſer. Alſo lieſſen fie
es nach und nach dick werden / da
ſahen fie die Erden unterfahren im
Waſſer/ und ficben an dem Boden
des Geſchirrs unter den Waſſer/
welche Erd Saffrangelb ſchwartz
und truͤßaͤchtig war / da ſagten ſie
daß diß were die vollbrachte oder
vollkommene Zerbrechung oder
| "
(c) N Ottra ergo putrefadtio non eft fordi-
A.N da, nec immunda, fed conjunctio!
Aqua
- Oder Edelſt Gab Gottes.
Aquæ ef cum terra per minima, donec totum
:orpus fiatunum, !
Es fleußt nicht am Glaß wie ander
Waſſer fo man circuliretz bat faft die Na⸗
(rur eines Oels / vannes foloirt fich nicht
wierein ander Corpus zu Waſſer / darum
|
i
Jans ſchwer auffzutreiben venn dag
Waſſer macht Die folution/ die Zufft Die
sublimation, pa Feur Die liquefadion,und
Pie. coagulation pie Erden/ alfo daß die
Pier Elementa ihre Wuͤrcklichkeit allein
urch mittel der Wärme sollbringen/ und
in jedes sum Ende feiner generation fif
let: Alfo wird der Cörperdurch fic. fel
"er gebrochen/ voie bann gefagt ift. Ex
olvirt fich felber/ fublimirt fich ſelber / toͤdet
fid) ſelber / und macht fich felber wieder fee
Mendig. Dieſe Würcfung gefchiehet ob»
wre Auffhörung. Id e, in Aquanoftra fiunt
Lomnes modi, ſeilicet fublimatio, dittillatio,
'ritio non fit manibus, fed fortiffima deco-
Xione. Verum eíl quod dixi, Nam totum
Loc magilterium ex re una & viauna conftat,
|) MWelches alles tbut die Natur allein
Durch Mittelihrer Waͤrm / welche bie na
ürliche Element fort treibt; und ſcheidet
Je in ihre Meränderung, dann fie kommen
Ucht von einander / alſo daß Die Scheidung
uichts anberdift/ als eine Beraͤnderung
| au
T t
wird e8 vapor uncuofus genennt/ welcher
In bie ander: Auß i Waſſer wird Lufft/
Jii ES
293
CTS
PX NDOR A,
auß dem ufft Feuer/ auß dem Feuer wie
detum Erden.
Ariſtoteſes, Cum habueris Aquam e;
Aere, Acremex igne, & ignem exterra, tun
habebis plenam artem,( Bernardus hoc «gu
menrum tra&at per 2. librum.)
Dann bie Elementa werden nicht ge
ſcheiden wie bie Narren meinen/ fonden
um der Veraͤnderung willen nennet mani
eine Scheidung/ auch füget fie die 9tatt
felber ohne Zwitracht miederum zufam:
men’ daß alſo hie ta dieſem Cörper Geif
unb Seel gefheiden werden in der Veraͤn
derung/ und fügen fid aud) felber wie
per zufammen dann die Seel rubet i
Spiritu als in ihrem Stul und elit
pa fie hin gehört: i
Dixerunt enim Philofophi quod Lapis na
fter eft ex Corpore, Anima & Spiritu, &ve
rum dicunt,
Die Geuchtigkeit von dem Girift itat
[té Waſſer / Unicatantum Aqua per totum
und die Feuchtigkeit von der Seeleniſta
(t8 Oel / vapor un&uofüs eft Lapis no&erg
Dann die Seele ift ein Band des Geiſtes
gleich wie der Coͤrper ift ein Band der Ser
fen/ folches Band iſt nichts als ein DA |
der Natur |
Tota Operatio noftra non eftaliud niſi à
tractio Aquæ à terca, & hujus Aque ſupe
Terram dimifio, donec Terra puireſeat
hecenimterracum aqua putreht & e j
atu!
| Oder f£od(t Gab GOttes.
Wicatur, quz cum mundificata fuerit, auxilio
livinitatis totum magifterium dirigitur.
Wiquas.. Dann gleich wie in der Erſchaf⸗
ung der Welt erftlich alles Waſſer geroes
en/ und der Geift GOttes daräber ge
Ahwebt / alfo ift der Anfang diefes Wercks
Und feiner folution; Der theilt fich alſo auffe
Und Abmwerts/ bif fo lang eg feinen Core
t gank und gar folviert hat / in ein durchs
chtig Waſſer / alg ein Chriſtall; |
T | Radix. Ghymie,
(ec) Beſih berobafben daß bu ohn tine
erlaß Das vaporofifch Feuer wohl regiereft/
Mowird erftlich auff dem Waſſer ein Haͤut⸗
ein / das wird von Tag zu Tag gröffer
fimo dicker / fallt als ein fubtiler gelber
Fand zu grund / je mehr je beffer/ bif fo
ang fich alles gefeßt: Laß ſtehen fo wird
8 tn pie Länge grauy fchtwarg und trucken
das ift caput corvi ) procedir mit dem
Feuer fort/ biß c8 letzlich rein / Flar unb
eiß wird/ Dod) ebe oie rechte Weiffe komt /
Doirft du wunderlich allerley Garben im Glaß
Then inwendig von ver Materia auffahren/
eich wie kleine Sternleiny verlieren fish
nd Fommen immer andere wieder. |
Bi. Radix Chynaig,
V. (ce)91ae$ erlicherZeitfängt das Wafer
n ſich mehr einzudicken un zu coaguliren
& 4 und
Y Alibi; Spiritus Domini ferebatar fuper
295
| 496
| unb wird wie Das feharkefte Mech, endfi
wird es ein Corpus und Erde / melche Dii
Philoſophen / und mad) daß P
Waſſer / barnad) regier «8
PANDORA,
Mißguͤnſtigen die ftinckende Erde genenn
haben / zumahl alsdann wegen der vollkon
menen Säulung(melche natuͤrlich ift) i |
wie alle andere Erden ſtincket / und einen G
natuͤrlicher Feuchtigkeit annoch beſchwer |
ten Knochen erfuͤllete Todten⸗Graͤbe
Diefe Erde iff vom Hermere Die gebláttel
fe Erde geheiffen / aber fein eigendlich
und wahrer tame iff Laton oder Es, w
ches hernach weiß gemacht werden foi
Die alten weiſen Cabaliſten / haben dieſe
ihren Veraͤnderungen (Metamorphofibu
befchrieben unter den Sigur des Cocblangi
Martis , fo Die Gefärten Ded Cadmi $t
ſchlungen / welcher bicftlbe Schlange bt
naf getödtet / unb mit einer Lantzen m
ber einen Eichenbaum durchſtochen / D
fen Eichenbaum nim wohl in acht. — |
A NTtOLAR Fiamellns,
p
Das Feuer werde angezindt (d
Ofen / nad Citt und Brauch DE
gange Materi gar entlóft werdel
fanfftem ‚Feuer / biß der gröfli
ober pie A beiloerfebrt werde :
Pa. Tagen. Allerliebſter Sonn /
Jiß daß dieſe Kunſt oder Wiſſen⸗
yeit nichts iſt dann ein vollkommne
hs sum e8 nicht fo ein gering
B NI Ding’ wie etliche ihnen traumen
Ba. m / vermeinend/ weil die Philoſophi /
Bolches einem Sinperfpiel und Weiber Aro
Dit verglichensfie daffelbig auch fo ſchlecht⸗
Bid) acbten / welches aber die nicht alfo
emeinet / fondern bie Nach⸗Arbeit in dies
Bum Werck / fo an ibm felbfi gar gering
md leicht / dardurch verftanden, uno fol
Bitreüroigrt / und mit Erfantnäß deſſelben
Oneutet haben.
|: Waſſerſtein der Werfen.
A )syynfer Dueckfilber ift folder Tugend;
A bafi ed an ibm felbften / obn einige
Zuthuung / eines fremden SDingt8 / c8
vird auffgelöft unb zugefchloffen durch
phi
Oder Edelſt Gab GOttes.
| oder Einblaſung GOt-⸗
he nur den jenigen die von GOtt darzu
f»rgabet affo fchlecht und geringlich anges
puatürfdpe Kochung. ber die Philofor —
l M | | Ts
97
|
i
l
PANDORA
ybi fekenihm / wegen Abfärkung der Zeil
fein wohl gefochten umo zeirigen Cd mef
zu / und arbeiten alfo. Wilt du derh
ben unferem Nach folgen / fo ratben toil
ehe dann du dieſe Kunft angreiffeft / da
du vor allen Dingen lerneft / deine Zum
im Zaum halten / darnach die Natur Di
Erg und Metallen erforfcheft / voie auc
der Erdgemächfen / dann in jedem Din
mirit ou unfern Mercurinm finden’ ung
auf allen Dingen Fan der Weiſen Mera
- gius gezogen werden / gleichwohl in einer
Ding viel naher dann im andern. Wiß
auch warhafftig / daß dieſe Wiſſenſchaf
nicht Ungluͤck / oder ungefährlichen Gl
findung / ſondern in vollfommener. E
Fantnüg beſtehe / und ift nur oicfe einkig
Materi inper gangen Welt / durch welch!
unb auff twelcher der Weiſen Stein Fan gi
macht werden. Gr ift zwar in allen Dingen
aber in feiner Außziehung oder Extradtiic
würdeeinem bas Leben zu kurtz. Doch of
ne Erkantnůß der natürlichen Dingen / ſot
derlich in Dem Mineraliſchen Reich wir
du gleich ſeyn wie ein Blinder / der au
Gewohnheit den Weg findet, Diefe
ficht die Kunſt zwar ohngefärd / und obe
wol bißteilen und offten durch ohngefärt
bie rechte Materi unfers Queckjilbers ur
ter die Hand befommt fo hört er auff/tvo (A
folt anfangen’ und verleurt alfo Durch obra
gefärd was er ohngefährd gefunden n
a
Oder Edelſt Gab Gottes.
onn er weiß nit/ worauffer feine Meinung
Maͤnden foll. Ja diefe Wiſſenſchafft ift ein
Pabdeß Alerhoͤchſten / und wo esGott nicht
nem Durch hohen Verſtand / oder einen
Jeund offenbaret/ wird fie ſchwerlich er»
ande dann wir ſeynd nicht alle Geber / oder
Wie Lullius.
\ |
j
4) B
aee
»
1 And alfo zeigen wir dir an/
«dir die Wort der Philoſophen /
nd nad? dem wir felber gefeben
"ap anaerübrt oder gerafter haben/
UN
ofen fief haben wir allein vif
Jig Ding erfennt.. vollfommen
m / zu dem: weillen und roten/
nd haben Fein ander Ding mogen
Nnden.in dein die Vollkommenheit
Der Volbringung ftünde/ ſo biel
„ulder wahren Veraͤnderung / oder
erwandlung ber Corpern oder
«iplifommnen Bereitung gehört /
WB ganzem zerbrochen/ und gang:
h überal geſchwertzt. Derhal⸗
Mu fo eif emoͤſig in der Wirckung/
: | allen fbren Ständen / gedultig-
ab vollfübrenbe Die Abkochung /
MB daß herauß acbet Die Tinetur/
i^ oder
||
Michael Sendivogius, —
Wut. grofen ‚Arbeiten / uno mie
198
(ed) e Thoren / wann fie vomWaſ
SB AND iO, RAS n 9E
ober Serbung auff das Waffe |
ein fohivargen ‚Sarb/ und fo ou fi
heit ein Schwäarge über diß Waſſe
formen und zutringen / [p wiß d
das ganz Corpus zerlajfen ift/un
dann fo muß ein leicht fanfft Feut
darüber gleichlich enthalten werdet
biB es empfabet ein Nebel / deng
bohren hat die Finſtere: Dann di
Philoſophen Meynung und Fü
nehmen iſt daß das Korpus /
jetzt entloft ift ineinfhwars Du
ver / infein Wafler eingange/ ur
werde alles gar ein Ding.
unt fo nimmet an und empfab
darnach ein Waller das ander Wi
fer / als fein eigene 9iatur :- ur
darum / wann nicht ein jedes 0
ehrt tvirb/ und fid) verwandelt
ein Waſſer / ſo wirft du in fein
Weg zu der Vollkommenheit ob
Vollbringung fommen. (c)
hoͤren fo vermeinen fie / e8 ſey
Waſſer ber Wolcken ; mann fie aber
Ding einen Verftandt hätten / fo toti
fie ja / daß e8 ein Aqua permanens ,
ENSE ovis di N |
[oer Edelſt GabGottes. zu
W^ ein beftändiges oder bleibendes Waſ⸗
I; welches Waſſer ohne feinen aufgelöße
llt Górper/ mit dem e$ auffgeföft und ein
Wing worden ift / nicht beitändig over
Hibend feyn Fan: und dieſes Waſſer nene
, 1 bit Philofophi ein Waſſer Des Goldes /
F feurige8 Gifft / und mit vielen Na⸗
Un wird es genennet.
UM EICH isa
Das ftvarg und truͤßechtigErd⸗
Mich der Philojophen. (a)
N. |
Wb A Ltera v ero pars remanet inferius fixa:
y,
j |
Radix Chymia,
4
***& hzc vocatur terra nutrix, fax,
gnefia, & melius aliis nominibus nomina-
‚ Dicitur etiam corpus moie ‚ in quo
il eft vitz , quia ablata e(t anfma fua, Hzc
liem terra non eft abjicienda : quia in fz-
jus elt quod queris. — Et ex hac terra pri-
uff) pars eft nutrienda ; propter quod multi
Fepti funt, qui diu laborant, & nihil faci-
it l1 quia extrareas terras addunt in fublima-
Une, Etiliud quod fuperius afcendit , fe-
Ps fublimant, ac fzces fubtus remaaentes
hjiciunt , ignorantes tandem quid fir pro-
mp>lapisnofter. Nos autem non volumus
illod partes , quae elevantur in fublimatione,
mEnaneant feparatz ab his quz inferius funt : T
M volumus eas iterum in ünum conveni-
&c. Quia poft primam purficaionem
per folutionem completur, non iaveni-
1 aar
|
|
plus purificatur , fubtiliatur , fortificatur ji Mr
- fo inferius defcendit, & continue immor
PANDORA,. f
tur quicquam fuperfluum, nec diminutum ff
no&rol:pide. Exhis igitur patet , quod B
extractione animz à terra anima contra)
crefcit in qualitate, virtute & colore,
citur enim ultimo albiffima ut nix: terra vi
tur in quantitaté , a6 debilitat in virtu
Unde manet deformis & mortua ; nec vit
ficatur nifireddatur animafua, Quod qua
do fit, anima fluit in fpiritum; fuum corp
& aufert omnem cjus nigredinem, ac immu
didam, | Laurentius Vena
Das Haupt des Rappens.
Putrefa&io,
$ (-—
A, Das auffgelöfte IDaffi
wud zu einem Leib, —
Oder Edelſt Gab GOttes.
d OS werden Würm under welchen
Hier den andern friffet oder vers
Plingt. Die zerbrechung oder
Arſtoͤrung eines / iff ein Geberung
Aeanberm (5) — |
Meyf£ieà Fleiſch / es fen Menfchliches
IModer aus Thieren / Fan Feine fernes
Vermehrung unb Fortpflangung brins
Y e8 gefchehe denn Anfangs Durch oie
Julung / auch der Same deg Ackers / und
,IR8 fo den Vegetabliſchen untertoorffen
Li
Tio zugethan / Fan ju Feiner Vermehrung
rden duc) Biel Thiereund Gewuͤrme in
Leben erwecket / allein aus der bloffen
ule ihrelebende Krafft und Wuͤrckung
mieigen / welches billig in ein Wunder
t39Buneber der Natur mag erfännt wers
3 Doch hatfolchesdie Natur jugelafe
|/ diemeil ihr folche lebendige CGermebz
ig unb Erweckung ihres Lebens am meis
ven Element durch fpiritualifden
imen dero Geftalt erwecket wird.
‚Diefeg mit Gyempeln qu beweiſen / weiß
| Weib des Dorffmanns am beſten / denn
i Feine Henne zur Haußhaltung sic»
Dt / e8 gefchehe denn Durch die Faͤulung
| neu Daraus das Huͤnlein gebohren
Go
in der Erden gefunden und durch die
: 39$ .
304
dern iſt.
wachſen.
PANDOR A,
So das Brod m Honig fommt / (if^
wachfen Ameifen Darinaew/ welches audi!
ein fonderlich miracuum natutæ für an
Der Bauersmann fiehet aud) / baf aug
ſtinckendem Fleiſch Maden machfen / ig
Menfchen / Roß / und anderer S bien
Leiber / wie bann aud) in Nuͤſſen / Apfel
Birn und dergleichen’ Spinnen’ Wuͤ
mt/ und tvas eg mehr ift: Lind wer fc
die vielerley Art und Sefihlecht eer ABM
‚mer ergeblen / fo aus der bloffen Faͤulun
> Bafılins Falentim
(bb) Parac, Tom. 6. derefulcit. rer. J
Die Purrefadtio iſt einer ſolchen Wuͤrckum
ba fie die alte Natur verzehret und tranfll
nen / und alle tode Ding uͤberkommen Mi
der ein neu Leben darinnen / verändert 6
Eorrofivifche Saltz » Beift / von ihr
Schaͤrffe / machts milde und füffe / nmm
transmerirt Die Farben / und fcheidet DA
purum ab impuro, Das purum über (ilf.
Dad impurum ynter fich / cin jedes untl
* Virus Polaca
(bbb Spril
I Doct Edeiſt Gab GOttes.
N (bbb) Sprachihn(den Neptunun ) derent⸗
gen mit dieſen Worten an/ Hert (dj
P bie Philoſophiſche Schrifften geleſen/
Mice ſagen / daß alle Gebaͤhrung beſchehe
rc Mann und Weib / und babe ich
Ih bíe Frucht des Sonnen Baums dl?
ji gefehen vom Saturno in unſern Mer
run legen’ ich glaube Auch bir/ als
Mn Herrendiefes Meers / daß bu folches
Webl wiſſeſt / ich. bitter antworte mir auff
Mine Grade, Er fprah : Es ift. abr.
ilit Sohn / álle Gebaͤhtung befchicht (ri
qnit und Weib / aber wegen Unterfcheid
u den eich ift ber Natur fomwitd cin
| Tufts biet auff andere Weiſe geboh⸗
«Bi als ein Wurm; dann obfchon dee
dur Augen, Geſicht / Gehör) und and
ubt Aufferliche Sinne habe / ſo Fommen fie
wb aug Putrefaction ber/ und iftihr Ort —
er Erde/ darinnnen fie faulen 7 ib£
neiblein. Alſo auch im Philoſophi⸗
Werck ift bie Mutter dieſes Dings /
up
Ba fo offrmahl wiederhofees Srpaffcr/
‚Bauch auB demſelben Heböhren wird /
1 B tiro durch Putrefa&tion ie die Wuͤrm
Böhten. Därutti haben ed die Philofor
ein Phonix und Salamander detiene
T Denn wann 68. auf Empfängnäß
‚er Gorper herkaͤme / fo märe e8 ein
ce dem Tod untermworffen / diemeis
u td aber nur fid) wieder lebendig ma;
It/-nad) Zerftöhrung des erſten Górptre/
ap U fé
|.
306
PANDORA,
fofchirmert herfär ein ander unzerſtoͤrlich
€órper: Sintemalen der Tod aller Dill
ge nichts anders ift/al8 eine Abfonderung
eines ing von dem andern / und DI"
chicht e8 alfo in Diefem Phoenix, daß lf
ic) mit dem Leben von dem zerftörtichi
Edrper für fich felbften fcheidet. A—
| «Michael Sendivogins,
Itzund ift bicje Erde am Bode
des Selchirrs / und wird gankl
den diſſolvirt oder entbloͤßt in €
Waſſer wie vorhin. Nie wird a,
frast/ in wie viel 3eít der Stein @
Schwärge verkehrt werde / un!
welches iſt das Zeichen der wahr"
Solution desSteins? Gib ich dI.
Antwort: So die Schwärge e
fehienen ift im erfien mal fo iſt
«in Zeichen ber Durrefaction/ od
Entlöfung des Steins. Want
aber die Schwarge gar. verbleic
und vergebet/ das iſt eingehend
ganglichen Sautung des Stein
und feiner Entlöfung. jm
wird gefragt / ob die ſwartz
Nabel waren an dem vorgefagtl
Stein ;. dur 40. E" |
-o MW
-—
| Oder Edelſt Gab Gottes.
pni atworte ih alfo? Etwan mehr
Evan minder / dieſe Endernng ge⸗
I viele der 9(rgnep/ und wird
i 1d) nach Fleiß gewircket/ darum
de gröffer Viele /_mebr Zeits er»
N fbtrt/ die kleiner giri: ‚minder j
atte (e)
d
LT Uectiub. odo d patebi nis
I AZ gredo ;& qualiter amovenda eft. ni
J li, Rec, Prima die appatebit nigredo
iU laperficietsritum; & quædam nebula ni⸗
4 Gilla multum ingeniose eft amovenda
i ges munda lapidea vel vittea, vafe
difcooperto, fepara nigredinem qua
[n id Philofophös vocatur veftis tenebrofa,
bi io m cooperto vafeignis continuetur quoufe
AW t iterum nigredo appareat, | .Et illa ni-
i" /doiterum amóvcatur & in’ váfe vitreo -
ndé fervetur cum füpradicta, & hoc fiat
fequenter donec nil nigredinis appa-
tin fuperficie, & lapis semaneat clatus &
: indus, quoniam veré tunceft aqua mundi-
lta térra fua, & tanc habentur duo ele«
, — fcilicet terra & aqua.
wif Quzritur, Per quod tempüs debet effe im
n iredine, & quod eít fignum vere. folu-
b his lapidis, Rec, Cum nigredo apparue-
pes vice, fignum eft putrefadtionis &
à
|
Ji
jebet aber von ungleiche wegen
uà far
307
|
!
|
30 $
ſchieden / und durch bie Subiimrung
"PANDORA,
fslodonis lapidis, Cum autem nigredä
totaliter evanuerit,et fignum roris putref
&ionis lapidis & folutionis ejus, ^ Duraf
autem nebulz nigtz in prædicto lapide 4
diebus, aliquando plus, vel minus, =
quantitatis, medicine, & etiani ex induft id
opificis. · Unde major quantitas majus ten
pus requirit, etiam minus, Sapientia. aute
operantis iot arem feparationis nigred |
nis.
Aroldusde lila Noua,
lee) Wann bit Schwärkerecht ttgit |
wird / fo bleibt fie nicht (anger als 40.36
Darum wann du fieheft die Natur;
einem Waſſer werden/ und im Lufft (uil
miren/ fo find (ie su einem Dunſt orbi
Dann wann fie alle von bem Górperg
Geiſt verkehrt / ihme gleich / und find be
de lüfftige Seifter worden / bie da di
tvarté in Lufft fteigem/uab eshat ein Dur
Din andern Dunſt / wann fie beede imb
Coction zufanmen gefügt ſeynd und af
der Sublimation mit einander verbund!
werden’ auffgenommen. |
Radix Chym d
*
| Oder f£orlft Gab Gottes.
Weißheit der Wirckung hilfft der
1 ARS Fuͤnderung ber Schwaͤr⸗
EX E
B) Sarum bubid) dann nach folchem
we «in allem zurichten und zu entfcheis
yin wirft haben Fönnen/dann der Artiſt tbut
ger zu nichts anderſt dann Daß er nur
det pflantzet und begeuft. GOtt aber iſt
len Der pag Gedeyen darzu giebet.
D X
Item es wird gefragt/ tie viel
eits waren werde diefe Faͤulung
amb Reinigung der Erden: Ant
Morte ich viertzig Tag uno etwan
yr / etwan minder / nach der
6.(e)
UEM.
^ RR Ann nun alles alfo beyſammen /
j | (o ſetze es in balneum zu putreſciren
Tag / in welcher Zeit man dag Blaß
ht bemegen ſolle / biß Diefe ermelote
ug füruber fepnb / nach 40. Tagen
ED bie Schtoärge erſcheinen das Raa⸗
haupt genannt darauf viel mittlere Gare
auch wohl falfche/ dann zwiſchen fol-
en unb der wahren Weiſe / wird qud) eine
oͤthe erſcheinẽ/ letzlich abcz wirſtu Den wei⸗
? M s fen
|
TES.
y
.
T
I
d Waſſerſtein der Werfen,
392
fa = COUPRNDORAS SM
| fen Schwefel ſehen / welcher wann bafi
Beineum etwas beffers geſchuͤret / affici
gen wird / tote Die Sifchaugen / und mir
jich neben an deg Slafes Wänden anb à :
gen: alsdann baflu cineterram. in
Schweffels Natur verfehrtz und haft. ve
falphur naturz, 158 D
| | Samuel Nertonns,|
| | 3 4
Das Hauptdes Rappen - 3
Puucfadig; . ..
M
^. Das C orpusiftfolvirt un
3u einem fetten Waſſer 908].
. Oleumgiebracbtyoorocn WIR
— 600) Mercurius Duplimatus
| tt'annt. dae
Oder Edelſt 6ab Gottes.
Y Oleum Dbilofopborun: Das
Pel ber *Dbilofopben. Dasgang
Ichwartz Geſchirr verfebrt fich in ein
denig roth. Hie iſt gebohren der
wu Sohn des Schwargen / und
piro werden aller weiſſeſt / und
in Nam wird geheiſſen Elixir.
di ſchwartze und trüßechtige
Erd iſt verkehrt in das Ouecckſil⸗
er wie vor / und entloͤßt: In Farb
es Oels / alsdann heißt es Del
tt Dbilefopben. (a)
"€ oleum à Deo pretiofum, cui in re-
im natura nihil (imileinvenitur? Poffem
iücis verbis diffinitionem ejus veram pro-
D»Rere, & dicere ut fupra, Oleaginitatem
Fine nihil aliud effe qoam humidum radica-
jmetallorum, purum & incombuttibile, im
ilo effenia & forma metallica potiffimum
infitit: fed quoniam non defunt philofo-
[iorum inhacarte excellentium definitiones
\2,eas potiffimum in medium adducam,non-
Wul diverfas propter. olei diffimilitudinem,
hnquidem in re, fed propter corporum, €
IKibus educitur varietarem, & inprimis ve-
irabilis Raym,Lullii, qui oleum definit fub-
'atiam corporis peraquam depuratam, ,&
[rtatam in ventreventt, Dicit fubftantiam
E u 4 quia
Uzautem hxc et oleaginitas aut
ju
quiaeft merum.argentum vivum maturunf
. Corporis videlicet Solaris, Solem enim | fiy:
, aurum per excellentiam quandam corpus melt:
ait item Lullius, quod à corporibus perfäf
N
souP ANO ORA.
& fufficienter à natura in mineris excoctum
tallicum vocat, quia reliqua omnia meta
necdum perfeGionemillam adepta. funt, a
quam tamen per naturım peryenire poflun
Hzc ſubſtantia przparatur & depuratur pol
aquam Philofophorum, & tandem portati
jn ventre venti, id e(t deftillationibns crebr| N
furfum elevatur & levigatur, reduciturgug
ad venti, hoe eſt, ad aeris & fpiritus naturam:
Cujus interpretationis au&or eft Albertus ex&
plicans illud Hermetis; Portavit eum venti
inventrefuo, Argentum enim vivum, 1
&is extrahitur per diffolutionem, deftillatic
nem, fublimationem & fubtiliationem,dicit
oleum incombutibile, anima & aer, & fple
dor corporum, quia corporibus metallic
mortuis & impertc&is vitam tribuit immo
talem, & eailluminat, Definitio tamen €
generalis, tam corpori Solari & Luna
quam calci etiam metallorum imperfec
xum, quz etiam inarte corpus dicitur, 42
commodari poteft, Secundam olei defir
tionem ex codem Raym. Lullio, ni fallo
adfert Innominatus,dicitque Oleum nihil ©
liud efle, quam limofitatem omnium meti:
lorum, natantem faper menftruum polt dil:
lutionem ipforum, Limofitatem vocat
mum five terram metallorum, non quide
groff
Oder Edelſt Gab Gottes.
rofam & fœeulentam ſed ejus partem fübti»
Biorem, quz cum gravioribus partibus mifta
ut ante fuam eduGionem, eflqueinflar luti
Bujusdum vel coeni, pars enim Mercurii ma-
Borin ea quam terrz, utin lib, Lucis Mer;
iuriorum afferit Lullius ; & idcirco extracta
Bier menfiruum,qood aquam & phlegma ibi-
Diem vocat, menft:st fimilitudinem quodam-
odo refcrt, nifi quod aerez magis & ignez
Bit naturz quocirea non mirum ett, fi aqux
ußeu phlegmati innatet, cum leviora graviori-
Mus naturaliter fupertent, | Unde Rhafis:
| Imne oleum congregatur fupra fuam aquam.
De hac olei natura acıea Arnold, de Vilfa
iQva: Olei perfedifigna funt, gotta fpiffiot,
Mblcolor, intenfior, & levitas aerea, itaquod
iplum aquznofttz mifcueris, natabit füpe-
iius, EtLullius. Si mifcueris ipfum aquz,
üpernatabit, & congelabitur ad modum te-
wifimz pelliculz diverforum colorum, Item
oan, Rupefciffa : . Pofita calce, mediante ca-
nire elevabitur quzdam pellicula in modum
Snlei, Tertiam oleidefinitionem adducit Al-
nafar Arabs, afferens, Oleum nihil aliud
‚fe quam aquam mutatam in aerem validaim-
poreiione aliarum qualitatum, per conjun-
# tionem abillis fufceptarum. Per alias qua-
ie itates innuit calidum & ficeum, quz inigne
(X terra latent;à quibus ſæpius elevata & de-
wo conjunda aqua qualitatem calidam af-
| pit & in acris naturam tranfit, fitque. calida
© k humida, de olei natura, Us Ex
l
E 3
jamit. frigiditatemque fibi naturalem depo-
Hn
| 314
PANDORA,
. Ex quibus definitionibus colligimus, Off
leum Philofophorum nihil aliud effe. quang
aquan, non quidem fonts aut pluj
viz, qnx à metallorum natura aliena eft, fef
Mercurialem | maxime un&uofam, crebrg
deRillationibus levigatam, & ad aeris quo
dammodo naturam reda&am, in qua calı@
dum radicale feu formale metallorum deli)
tefcit, corum materiam mundatam exco
quens in verum argentum & aurum, adju
vante tamen naturam & in:ernum calorem
movente & excitante, igne artificiali extring
fecus adhibito. Aut, calcis metalli cujufdi
que humiditatem radicalem multum gluting
fam, calidam, & fubtilem, (quz verum eft au
ri argentique femen) per Mercurium folu:
tam & levigatam, itaut nullam amplius ug ]
&uofitatem, aut aliquam. humiditatem. eva
porabilem, nec phlegmaticam in fe conti"
neat, quz quidem fentiri poffit, cum impof
fibile fit alioqui calcem omnino à fuis viri
bus, que in humido unduofo conſiſtunt
Eyacuare; | E
Adonymus.
Es wird aber bas Gold geſol
virt und entlogt/ / auff daß es wie
der in fein erſte Materi eingefuͤhre +
fotrbt: das iſt daß es warlich
werde Schwäffel und Queckſilber
bann wir mögenalsdann — "a
| Oder Edelſt Gab Gottes.
"Silber maden/ unb. Gold’ ſo es
"Derfenrt/ ober verwandelt iff in
‚ddr Materi earum (o fofl es nun
Mewaͤſchen und abgefocht werden)
apaf es warlich feye Schwaͤffel und
dOuecdflber : dann nad) dem
MPhilo ſophen / find die die wahr und
Fecht Materi aller Metallen. (b)
: ous foltu wiffen / daß allerhand
a, V9 Steinvon Sulphür tvárn / und von
Miuͤchtigen Mercur. gegiegelt werden / auch
age Sonn und Monds daß man fie aber
micht qu Metallbringen kan / ift ihrer Grob⸗
„weit bulb /aud) wiſſet das alle waͤchs⸗
Ache Ding/als £aub unb Graß / von Sulph.
md Merc. gezieglet werden, durch Wär
meNung ver Solis und Lunz, denn Conn
a amd Mond ift Mere. in der Materia / als
"ait und feucht’ dann in. der Erden iſt das
d Feur verborgen / und ift heiß, unb tru⸗
(ten / und tn dem Seur da toobnetbie Lufft/
í indiſt Faltzund feucbt/ / derhalben ſieht
lE nan 2. Haupt⸗Theil als feucht und trus
fen, dasift Erd, Wind / Waſſer / darins
hen wird der Mercurius suíammen ger
ne ießt/ Der trucfen und feucht iſt / der Merc.
i pulphur in der Materia und alle Ding ha⸗
pepe ibr Wachsthum / von Trucknem und
Be; Feuch⸗
pie Sona iſt heiß und trucken / der Mond
315
‚316
feuchten’ und dag trucem und f
r :
.. (bb) Die erfte Materi der Metallen
PANDORA. 1
|
wird von Der Waͤrm a( der Sonn bewo
gen/ daß c8 fich biftillirt / und fubliemiergg!
werde’ unb alle Ding werden muß / eiuf
jegliche nad) feinem Geſchlecht / und alfgl!
ift Merc, &c, T
TAL, Gloria Mundi
E i
(ít zweyerley / aber eine ohne die andere!
vollendet Feine Merall. Die erfte und
pornehmfte ift die feuchte / mit Wärme
ber Lufft vermifchet / viefe haben oie Phi
fofophen Mercurium genennet 7 welche
Durch bie Strahlen der Sonnen und
Monde im Philofophifchen Meer vegierel
toirb. Die andere ift der Erden trucken
Waͤrme 7 welche fie Schmefel genenneffl!
haben / dieweilen aber alle rechten Phile
fophen diefe am meiften verborgen babett
wollen wir dieſelbige etroag beller erklaͤren
zumahlen das Gewicht / als ohne deſſe
Wiſſenſchafft alles verderbet wird. Da
bero auch kommet / daß ihren viel auf ei
nem Ding’ welches an ihme felbften gut
eine Mißgeburt erlangen, dann etlichedad I
gane Corpus für die Materi/ ober Saal
men / oder Ipermate nehmen / etliche eit Y
Stuͤck / und dieſe alle weichen ab von den
Weg. Als zum Exempel / tann eine
eines Manns Fuß und eines Weibes Hand
zuſamnen nehmen und außfolcher Ver]
| mifehung T
m
J Oder Edelſt Gab GOttes.
Muiſchung einen Menfchen zu tvegen brins
Ben tvolte/ fo währe e8 ein ohnmöglich
Ding / dann in einen jedwedern Cörper
Bit ein Gentrum/ und ein Ort / oder wie
fpes Saamens oder Spermatig Puncten/
uber allezeit ben 2860. Theil machet want
8 ſchon nur ein Weißen Körnlein wäre.
anb diefes Fan anders nicht fern, Dann
Micht Das gantze Körnlein ober Gorous zu⸗
wmttien verwandelt wird / fondern es iff
Inden Eörper nut wie eiit Nothwendiges
Maͤncklein welches von feinem Coͤrper vers
MWohret wird’ vor aller übermäfliger Hitze /
Naͤtte ic. Haft ou Öhren und Vernunfft /
us merde allbié auff / fo wirſt bu ficher
nn / nicht allein von denen/ welche den
dt und Stelle / t8 Sperrnatis nicht wiſ⸗
m7 unb bas gange Körnlein zum Saas
en machen vollen / fondern auch eor Des
(dum allen / welche mit eiteler Solvirung
wit Metallen umgehen’ tmb die Metall
‚ärchauß ſolvieren wollen / darmit fie bere
ur ach auf Deren Bermifchungeinen Metal
na den. Bo aber dieſe / auff das / teie
Natur procedirt und fortfähret Ach⸗
‚ug geben’ fo würden fie fehen / DaB es
4T tit anders darmit zugehet. Dann Fein
„n 2etall iff fo rein / Daß nicht auch feine
„a teinigkeit hätte / doch eines mehr oder
‚uniger/ als das andere / aber bu freu“
‚uhrkiger Lefer / wirft den erften Puncten
4t Natur fleiffig in acht nehmen / bo
!
!
37
318
"
2o PADZNHSOC RA;src i]
oben gemeldet/fo. haft bu genug: Doch gebe
ich bir dieſe Warnung daß du in den ge
meinen Metallen folchen Puncten nicht
fucheft in denen es nicht fe: Dann dieſt
Metall / infonderheit das Gold / Des ge].
meinen Manns / feind tod, unftre abe
feind lebendig / und haben einen dpiritum
biefe muß man in alleweg nebmen. Dann
du ſolleſt wiſſen / daß das Leben der M 4
tall / ift bae Feuer / weilen ſie noch in ib"
ren Mineren und Ertzgruben ſeynd / ibi
tob in gleichem auch dag Feuer nemlich pef
ſchmeltzens. Aber die erfie Materi dem‘
Metall ift. eine. Feuchtigkeit mit warme
Lufft vermiſchet undift ein (orm und aeg
(tait / toie ein fett Waſſer / das an ein jed
weder Ding / esfeye rein oder unr ein fid
anhänger / doch in einem Dit haͤfftiger ale!
in dem andern/ welches daher Fommeh l
daß bie Erde an einem Ort mebr offen
luck und porofa(oaBift mit mebreren£ufft
gaͤngen ) ift / unb eine. ftärckere an ſich
ziehende Krafft bat / al&an eínem andern
Sie fé mmt unter. weilen für (icb felbftemm
an das Liecht / mit etwas bekleidet oorr
nemlich an denen Orten, da fienichts hal
woran zuhafften/ wird alfo erfant/meiler
alle Ding auf orepen Urfprungen und all;
gemeinen Anfängen ihren Urfprung haben‘
aber inder Materi der Merall nur außer
ner cinigen/ ohne; conjun&ion , dag etii,
Hd qug "|
3,3 |
Oder Edelſt Gab 60 ttes.
Jußgenommen / oderihren Schattennems
bà h den Schwefel. |
| Michael Sendivogins, |
(bbb) Es find abet der Dingen Anfaͤng /
Unnderlich der Metallen / nach ver alten
1 ilofophen Meinung / zween: Schwefel
nd Queskfilber : nach den jüngeren aber
rt9/ Saltz / Schwefel / und Queckſilber:
| diefe Anfäng aber entfpringen. auf den
er Elementen / von deren Wurtzel wir
fonderg den ‚Anfang machen muͤſſen Al⸗
[ole pie Syünger dieſer heiligen Wiſ⸗
‚onfchafft mercken-/- daß vier. Elementen
T ipt em Centro und Mittelpuncten eim ame
ied in fich halte / von bem es die les
" entifche ratur empfanget / und bif
yin bie bier Säulen der Welt / fo in der
rs Schaffung der Welt von der Goͤttlichen
Seßheit auß dem vermiſchten chaos ges
yeıden toorben/ welche auch dieſes Welt⸗
u / Durch. ihre wiederwärtige Wire
ung 7 in Gleichheit / und ber Proportion
Alten, und durch inflyeng ver Himmli⸗
4 Kraͤfften / alle Ding unter / und
ber Erden herfürbringen.
"i D | "Michael Sendivogins,
N
iy indoor nun ái ein Weib nez
^ de und fie — man
)
4
»
b: und daß ein jedes dieſer vieren im -
i$
SEPANDORA, 700
die Geſtalten der Gebaͤhrung toͤdtet
und lebendig machen / und. ein
Liecht einführen oder eingeben f
und die Angeficht reinigen von der
Shmwärge und von Finſternuß
der wird var groſſer Wuͤrdigken
feyn. Dann uns unſeren bekroͤnten
Konig / unferen tótben Sohnen
im: zuſammenfuͤgenden in [eire
Feuer/ noch nicht flechtenden emg.
pfienge / und ein Sohn debüre zu
ſammen gefuͤgt: dann feine Wol
den / fo auff Ihren waren / Febreil,
wieder in ihren Corper / als wie fi
außgangen waren. Cc) E.
(6) A Qua cum mifcetur æri ipfum inten
? us dealbat? Hzc dealbatio dicitur
quibusdam impragratio , quia teria. dealbaff"
tur, Dominante namque aqua terra ctel
cit, & multiplicatur; & augmentatio nov"
prolis inde generatur; Recipe q.od ag"
fundum vafis defcendit , & ablue iftad cur
igne calido , quousque auferatur ejus nigref
do, & recedat ejusdem fpiffirudo , & fac a
eo evolare additiones humiditatum, dont
deveniat calx nimis alba, in qua tion eritm
€ula, Tunc enimterra adrecipiendam a
main eft habilis & parata. Jungite :
um
i
hi
Oder Edelſt Gab Gottes.
^
umido, id ed , terram nigram cum aqua fua,
| 1 pue donec dealbetur, Illa albeao di-
\ i Rofarium,
|a Der halben (o beharr oder Boll
Etre über ibn sin temperirt Bad/
iff er in Waſſer ſolviert oder ente
Wipft werde / untaſtbar oder unbe
ührlich / unb gang herauß gange
"Mie Tinetur / oder Ferbung m.
Ser Farb der Schwerge/ welchs ein
E ift ber &olutíon oder En
) T Eciam quoque fignum puteo.
; aod tamen non tactu fed vifu probandum e(t,
‚Dt hoc et, ut fit totum ut oleum. nigtum,
ds fanguis fubrubeus ? ita quod totum vel
jajor pars materiz fit uniformiter nigra, &
Pe dicit Theoph. Effodiaur ergo fepul-
D. illi draconi & KEN illie mulie£
| (dd) Dann nicht allein” in Diefer Kunſt /
ndern inandern Dingen allen Fönnen mir
" eiters nichts thun / als daß mir der Natur
| & zu
nis complerz eft pulvis fine tactud
Ban fir difcontinua, fed una pars ab alıa. Et
Lauremius Pentura.
8 Wu
3 «4.
53
322
ſchehen fan / ſintemal in einem con
PANDORA, "9
zu Huͤlff Fommen / unb Diefes durch Feit
ander Mittel/ dann Durchs Feuer oden
Wärme Weilen aber viefes nicht ge
' — Fee
y» ,
gelirten metallifchen Eörper feine piri:
fug gefehen werden / fo muß Dag Corpus
erftlich folvirt / und feine Pori geöffnet wer⸗
den / barmít die Natur wuͤrcken koͤnne.
Was aber daſſelb für eine folution fepn fole
ber digeriste Samen aufgeben und in fe
matricem gebracht werde : Das mwafleı
aber ift unfer Waſſer / himmlifch / wel⸗
ches die Hände nicht ncGet / nicht. gemei«
nes / Sondern faſt Regen⸗-Waſſer: Der
Leib iſt Gold ſo den Saamen gibt. Un—
ſer Luna iſt (nicht das gemeine Silber)
laſſe / und daſſelb gedoppelt: Hernachet
wird es von der Milch der Erden oder ih
ser Fettigkeit genehret / welche in Den = 43
- r
pem
Piert ober bemabret ? Und affo wird gebob«
en daſſelbe Kind der zweyten Geburt.
Michael Sendivogius.
E
E. poe edieda der Philoſophen. |
Coagulatio,
A
j. | Das Corpus ift zur Firitat
y uno zur Feinigkeit gebracht
m" Worden.
| j "Das finfer Haug. Dann fo
pf ird bct trad feine Fluͤgel Md a
b
325
324
—
PANDOR A,
ben berauf ? bann er wird in viel
weiß und viel malen bewegt werd
den/ von oder auf einer Farb / in
Die ander Farb / biß er zu ftäter
weiſſe fommt. Ariſter ber Philo⸗
ſophus / das aller ſterckeſt Thier / ſoll
nicht geſpeiſt werden / dann dieweil
es Durſt und Hunger hat / und
wiß daß nad) dreyen Tagen nichts
bat. (c) I
(0p X iftolapide exit Draco, qui comes
dit caudam fuam, Ex ipfo ením nu-
bes afcendunt, & defcendunt nubes ac plus
vim, Dicitur enim avis volans , quia ad
modur avis in altum , id eft in caelum eva
lat: & tameu iterum in terram propter nu« d
trimentum defcendit, Unde nutrix emni-
um eftterra, | Et Hermespater ait, Maſcu
lus retinet volantem , & volans eft femina
quz babet alas integras, & volans vult
volare cum alis; fed alia qux non habet ala
retinet volantem & prohibet eam à volatu, &
ipfam facit ſecum federe , & tunc colligatz re-
tentz funt, & in carcerem, &c, nifi denuo perd
artem folvantur, Vocatur ctiam fpiritus, pro-
pterfübtilitatem fuz naturz, Afcendit enim!
per medium vaporis fubtilis, quamvis poftea d
frigido aére percuffus infpiffetur in aquam, |
Tandem virtus aérea in ipfa manet, pene- 4
trans corpora & fubülians: Unde in Turba F
legi.
ii u
Te í 3 bia
I Oder Edelſt Gab GOttes.
Hegitur. Nota quod fpiritus e aqua, quz ex-
Pirahit animam à corpore , & anima illa ef
Btin&ura foluta, &c.
Lanrentius Ventura,
I} (ee) Dicitur autem cerpus fic denigra-
m effe mortuum. | Unde gallinarius dixit;
f Hanc autem nigri folutionem corporis quo-
que mortui folutionem vocamus , & com-
Emuniter fit in quadraginta diebus: quare ne-
effe eft ipfum abluere ut mundum fat, &
rivificare poftea , ut vitam & virtutem recu-
neret, Quiadicit Rofarıus : Converte lapi-
lem de bono in melius & nonin pejus. in
‚Wonelius convertitur, quando fit. Elixir com-
f»ofitum, In peius autem, quando corrum-
Abitur ; quia tunc damnum eft & non lucrum,
|cerrumpitur ergo lapis non ut mortuus ma-
pieat fed ut ad meliorem naturam, & majorem.
P irtutem per digeftionem perveniat. Et ideo
gi iciturin tra&atu Miferula. In primoopere
Eipparet nigredo , fed corpora ambe ablu-
intur per aquam fuperius alcendentem per
ablimationem, & iterum defcendentem per
Seltillationem clarificantur & vivificantur,
1 olea erunt albiffima ad modum marmoris
d rlucentis & falis albiffimi, Et tunc de o-
d mibus corporibus facit lunam: hoc eft au-
Am quando nupferit, id eft, quando in vafe
0 commixti fuerint per minima, & ia
‚Nam naturam coiverint per ignis exficcatio-
[m: tunc enim generabunt &lium , qui
| tam parentejam fuam pravalebit. qe
e
| 316
|
‚ lierum opus & ludus puerorum, fcilicet po;
przparationem : quia Thelon & Azothtik
Ber,
LAU.
NV AN SES qe
Sol & Luna per fenontingunt, filius auter
hic plenus eft tin&uris, Et inhoc eft comple
mentum primioperis, Quod opus eít m
fufficiunt: Ex his itaque apparet totus pro
ceflus’ albedinis : fed tamen ut clarius ord
& caufz cum eftedtibus in hac operationed
ſtinctius au&ori patefiant , diffufius eft hi
fcribendum, , 27
| Laurentius Ventur
(eee) Duo funt elementa , lapidea , fic
fcilicet, terra & ignis: & duo aquatica, fci
licet aer & aqua: corpus vero calcinatu
eftaqueo privatumhumore. Cum ergoar
dum fitiat libenter; aqueum bibet, _
Rofarium,
(eeec) Vide fupra B, Figulum, p. 1$.
feqq. j | 1
| Oder Edelſt Gab Gottes.
Coagulatio & Dealbatio.
í -X"
—
en
Die flüchtigen Geifter vere
| nrfacben ote mancherley Far⸗
| 4 e.
ben ; Hie iſt gebohren der Track /
er Tod und die Finſternuſſen / und
hlentz und Schein der Sonnen
euhet der S rad / ber ba Köcher
‚halt / ober darauff acht bat /
me: X4 ut
N
1
|
qw
we.
unſer foder Gohn wird kommen
. genen oder heimlichen Ding weil
und der König wird fonimeu auf
dem Feur / und wird fich ber BER"
mablung freuen / und die Derbo
den erfcheinen/ und Die Jungfraͤn
ich Milch wird weiß werden/ um
unfer Sohn jetzund lebendig gr
madt/ wird im ‚Feuer ein Kriege
und tiber Die Tincturen und ($68
bungen fürauß gehend. Das fig.
fer Hrußs Hie wird gángli g$
reiniget / das ſchwartze Gelchirk
uno frheinet allenthalben voll
Blumen mancherley Farben / vo
ber ſchwaͤrtze und wird weiß Mi
Milch, Hermes der Philofophut
Nim das ſchwaͤrtzer ſchwartz: bam
viel und mancherley Farben werde
in ihm ericheinen / und die Jum
frauen Milch wird weiß merden
und unfer Sohn ifi jegumd lebendi
werden im ‚Feuer ein Krieger um
für die Xincturen / oder Ferbunge
auffgehend. (E)
(£) ET hzc prima decodio contin
anda eft tamdiu, quousque Drac
vivit.
I. Ooer Edelſt Sab Gottes.
wihcerur, & fiat lapis criftallinus, fundens,
gens & congelans Mercurium , lac mutans
Pæcumque metalla in veram lunam, Et
ns philofophus ait ; Lapis albus dicitur
irum album, & eft tanquam oieum album;
WF nix, &c. Quando ergo fic eft perfcétus,
eo ut fluat veluti cera absque fumo & ftri-
Dre : tunc proprie lac virginis dicitur , fe-
ndsm Gallin. Et in lib, Satur legitur 3
Brit ficut lac incerans, liquefcens , penetrans
modum aquz fixe fuper ignis pugnam;
f cadit numerus ejus fuper mille, — Dicitur
flamaqua vitz, quiz illuminat omne fordi-
Bim , ut apparet ibidem, Dicitur ctiam
Mya perennis, ac mulis aliis nominibus
‚Berficitur in putrefa&ione in 36. diebus, fe-
imdum alios in 70. fecundum alios in 89.
Circa,
| Laurentius Feniura,
I Bittere Wolcken eigen auff/
T & wahre Zinetur oder ‚Serbung/
$ x 5 die
"tib die Raͤgen auff das Erdreich:
erden / iſt dag rein Waſſer / und
329
|
- tilgetsdann das ift der weiß Schw
| (4) P Rima eft quz furfum afcendit, & hf
| PANDORA |
die ba auß denen ben Schaftena
fel/ver allein das Erg weiß madii
mit dem Geift behalten wird / de |
er nicht fleucht. (a) |
eit aqua quz eft humida & limpie
Et quamvis afcendat per modum vaporis, t
men frigidiori aére repercuffus , iterum vel
ti aqua condenfatur , & defcendit ad hum
&andum terram. Et hzc etiam eft anim
quz totum lapidem vivificat , & fe habet ri
Ípectu olei : & à quibusdam dicitur Fum
albus ; à quibusdam veroacetum acerrimum
quz in colore niveo afcendit , & ett vali
acuta, Et aqua hzc habet fecum animan
id et tin&uram folutam , & in fpíritu depi
ratam , ex corporibus exttaßtam,
Laurentius. Pentur
(42) Oportet autem terram prius fepeli
in petia panni /Ezyptti , poftea oporter cat
didari compofitum , ut fiat fulphur tingens (f
permanens — Deinde rubeum fieri, &c. ll
alius quidam air, )
Tum vera operis primordia nofcese
(Corpore cum fufcomapnefianigra videtur,
Propter quod ait Mundus : I&a duo vafi a]
pienter imponite, & femper ac humilité
Deum orate, ut huac noftrum lapidem: i;
deat
Ä " sin - opere. commixtum , tünc —
ilatim extrahentes animam , ac inſpicite fi
lius Gt lapis niger. — Quia fi ita ctt, opti-
Wr rexiftis : fin autein , regite ipfam albo
uo'e , quod cft maximum arcanum, do-
fat nigredine cocpertus. Es his ergp
„Ampletz patrefactionis, folutionis, com.
"Mixtionis , impragnatiopis,
: AMireris,
! % a) Scitote quod cum Mercurius dea
lar: fit fülphur albom —— in-
mbuRibile , continens in fe venenum.
Jud Iplendori marmori cft fimile, quod
vidi Ethelia vocant, & auripigmentum , &
JM&uram : quia folum fulphur zs dealbar,
»
eratione fuerit dealbatum , hoc tamen
J& fugitivum nifi à fulphure rubro reti-
Hamuel in Turba,
Ein geifticher Mann bat dieſe
Bort gehabt in einem Geſicht/
1th die Dffenbahrung unfers
Errn JEſu Cbrifti/ die find von
Wemanb je gebort/ noch in feinen
Nuͤchern funden worden/ nemlich:
|’ u felt wiſſen daß der Half des
di Geſchirꝛs
\
et quod nigredo eit principale fignum -
a
33%
—— ——
Geſchirrs / iſt das Haupt oce X
pen/ den du foben wirſt / und wil
gebohren ein Taub / barnad)
bac Ends hiemit find glückhe
tig ()
(b) Uinquaginta diebus primis fit |
put corvi, & inde in centum qu
quaginta fiet columba, & 1fo. aliis fiet ı
beus; lento utere igne ufque ad albe
Rem,
Menachns et Seturnin
-
ET
RER
| Oder Edelſt Gab GOttes.
Aeſchen aller Aeſchen.
Coagulation & Dealbatio.
—
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u V DIO.
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N A IT t
Ls
Imbibitionesiebendig gemacht
vorden 3s gebaͤhren den
vwveiſſen Sohn.
—
ie wird begriffen die gange
Meifterfchafft: nemlich das Weiß
das Roth / mit diefen wenig
orten. Ich / der diß Wercklein
ammen geſetzt und gemacht bab
0 diefe Ding alle geiehen big bie
(? ih bie GOtt daß. Run:
E n
geſtiegen zu ihrem Corpus/ vo
'PANDORA, 4
Gnad verleihe/ das End zu ſehen
Diele ſchwartze Nebet find binag
bannen fie außgangen ſind um
éft eine Zuſammenfuͤgung geſcheh
zwiſchen dem Erdreich und beg
—35— und iſt Aeſchen worden. (d
yo Die De fo durch die Su
(mation auffaeftiegen ift in E
Geſtalt des Schnees/ das ift, Aſch
von Afchen : Dit ift von dem Erdreich au
gezogen und gefublimirt/ und hoch geehl
Die fecesaber/fo nach der Sublimati
bleiben / die feinzu verachten und zuſch h
ten. Derhalben fo wirff fie hinweg / dar
(ie ſeyn ein Haͤfoder fex. Wannnun u
fer Stein aufgeſtiegen iſt / in die Hohe M
ptr Geſtallt eines wei ſen Schnees / folk
ion mit groſſem Fleiß und Craft zufall
men / auff daß er nicht verfliege Durch DIE
Wind oder Rauch: dann du haſt cing
groſſen Schatz befommen/ nemlich €
reife gefolterte terram, die coaguli
dann was zu coaguliren iſt und rein
003 Silber und den meiffen Sulphur, WR
das ift das / darvon Arikoteles meldung
thut / das (prit er / ift beffer dann @
Achimiſten mit ber Vernunfft begreiffe lr
oder faflen mögen: dann das n pa
Ode Edelſt Gab GO:tes.
/ Lunam.
Raimmudus Li lius.
N iba wahr daß die Natur fein
Mt egung hat: — bann durch die
p3bircdung / derhalben / jo du
"pin wohl miſſeſt / fo tbut dag
Jaſſer und Feur dir fein anug:
Bm fie das Corpus abmwäfchen/
Mnigen/ und erwehren / oder ec
fen/ und fein Zrindele / hinneh⸗
fn: danndas 29affer/ fo in dem
Lh t tvobnet/erlanget das roreíd)
"das Eifen ben Magnet. (d)
Ann Azor, das iftbas Waffers
EI) und das Feuer / das ift die Wäre
Modes Feuers wafchen und reinigen La-
Bim das ift Das unfauber Corpus oder
reich und nehmen hinweg von ihm
| Schwaͤrtz und Unſauberkeit: dann
Mdereitung gefchicht: alweg mit oem
Mfr. Derhalben wiedie Hellheit und
Wibeit. deines Waſſers ift; alfo wird
it. bie Klarheit und Hellheit deines Erd:
s ſeyn wie du ſie getraͤnckt und ge⸗
Et haſt / und je mehr dein. terra abge⸗
| : en unb gereinigt wird mit dem
Eſſer je AE dein terra oder Medicin
E. wird
Baus fie machen koͤnnen wann ſie wol⸗
335
336
het es inunfer Meiſterſchafft auch zu bat
PANDORA, af
teirb. Nimm des cin Exempel / bu ſieh
wann es regnet/ auff unfer Erdreich /
barnad) wieder trucken toirb Durch J
Wärme Der Sonnen’ fo ifl8 viel rociffll
dann eg zu vor was / ehe der Regen Drau '
Eommen war. Alſo zu gleicher Weiß g |
je mehr es auff dag Erdreich regnet wu
wieder trucken wird / je weiſſer fie toii |
Alſo ie mehr du unfirs putrcficirten. utl
gereinigten Waſſers auff Dein rerram fchü
teft/ je weiſſer fie wird und Eräfftiger/ Do
nach die Tinctur anzunehmen. A
Raimundus Lum fi
Derhaiben Wiederäffere T |
dieſe Ordnung daruͤber vier tué
len / und zu letzt calciniers durch ſe
Gewonheit / die da hefftet und Ca
cinirt / dann ſo haſt nun dieſen alle
foftlihften Stein mit gnugſam
2ubienung geregiert. (Ce) A
(9) Ade Mineralogis fopra Citat, " |
zwar die zweyte Anmerckung Ulf
das Achte Capitel des Erſten Theile
Calcinare oder Calcíniren 7
nichts anders dann außtroͤckn
und in Aeſchen verkehren / bern
Oder Edelſt Gab Gottes.
m folls verbrennt werden ohne
orcht / biß daß es Aefchen wer
/ welches fo €8 Aefchen worden
/fo Haft bu es wohl vermifdt/
efelbe Aeſchen nun/ ſoltu nicht
rachten / oder nichts ſchaͤtzen / fon»
r gib ibren wiederum den
ffi [0 (i außgeworffen
] it.
Kan Erohalbeni wann wir ſehen den
/ A äctigen Schwefel verbrennlich
sehren/ daR ein Materia liegen bleibt
t ein Kalck / fo wirddie Arbeit ein Gal:
ation genennet / Dadurch alle verbrennlia
und IchwärkendeSchwäflichfeit wird
Heſchafft: Wann aber Die Seuchtigkeit/
[de das gauge zufammen haͤlt / durchs
uer wird über fid) getrieben in die Vor⸗
V nennet mans deſtilliren: Bleibt der
I dahinden / calciniren. Wann ich
Ardie Warheit will bekennen / und von
gradibus Der Operation ſchreiben / fo bez
ge ich mit allen. warhafftigen Philoſo⸗
"piá/oaf es gar gnug (ft am ſublimiren / de⸗
ff ien und calciniren. Denn mam muß
Fſen / gleich tote dieſer aller gleiche und
ge Würckung/ alſo ift aud) gleiche
"ub einige Arc zu würden’ ungeachtet/
J 3 einges
337
- m nn —Ó—— AM — E e a € "vs
" — nn m
338
| eintztliche Namen hieruͤber gegeben fe t
den. N :4
fte Difeurfeg / von unfern Magnetifche
| fo einen jeden unter ihnen zugeeignet wi
PANDORA;
^ i
Ancertug.
££) Und wir machen einen un&uofi
ſchen / ſchwartzen / weiſſen und rothenKald
run (citet mich Die gute Gelegenheit Dit
Kalcken zu handlen: wiſſet / daß wir Dey
mahl in unſerm Werck calciniren / deſſe
allgemeines Principium iſt / daß unſere Ka
ce nicht verbrandt ſondern anctuolſiſch
Pulver werden / denn in demſelben veredel
wir Die Sulphura, welche der Grund find di
radicalifchen Feuchtigkeit Die Raimunde
Dele und Salben neuner: alfo find dem
nach unfere Kalcke einerley der Art nad
und findnur an ber Farb unb maturité
unterfchieden. Unſer erfter Kalk d
ſchwartz / des allerſchwaͤrtzeſten und mil
genennet Gaturnug/unfer ander Stalc id
tvtiB/ von dem aller weiſten und tiro g d
nennet Luna, unfer Dritte roth unpi
rotb von bem allerrötheften und toirbg
nenuet Sol, !
Oder unſer Grund wird von brep Gr
den vollbracht. UD A
Diefe Kalcke find die Umgänge fo viel T
Ciculationen/ und haben fo viel Grad’
pen. Unſere erſte Cinculation mifchet 0
Elemente unter einander / Die andere:
nci
euere bie Lufft / und bie dritte dea das
euer / und alsdann ift unſer Stein vous
umen.
Weich und gefchmeidig al Roche) ſon⸗
Wenn unſere Kalcke alfo gradairet find/
: nb fit unterfchi: den eon alim Kalıfenin
er Welt / erſtlich / indem fie ohne alle
it Qno Anlegung gemacht werden. Zum
"bern von,ihrer äberauß groffen Subuli-
1 der Theile (denn fie find ſubtiler als
! Sonnen-Stäublein) welche mit einer
Oärtsefflichen Feuchtigkeit vereiniget find/
m welcher Willen üefjett fie zu Beſtuͤr⸗
' ung Der anfihauenden toie ein geſchmol⸗
tlm Wachs: Dererite gefchicht in: dem
afe durch die Fortſetzung der Waͤrme /
ndalſo auch der ander. als die noch
Itb idt zu ihren Periodum der Vollkommen⸗
eit kommen ſind / und der ander und erit.
"auf dem Bleche eines heiſſen Metalls /
t ber quf einen gefloſſenen Metall/ over
W aff Mercurio der fo warm gemacht ifi/
: 9 er ietzt davon fliehen will.
Bey einem recht langen Proceff, wie bie
" Yhilofophi fehreiben/ nehmen mir eim
"Ns
eit mögenunfere Kalcke nicht tuͤchtig ge⸗
" at werden etwas beiländig zu tinet
Sen t (e&te Salcfe/ wie fie bie Suit
i9 e ahrung der Natur —
e
Ni
"Món
ahr oder mehr Zeit / Denn in weniger
339
ft Feine gemeine Sache / die wir erwarten
liche Tag auff ee eT |
(d b 00(.
PANDORA "WOW
in diefem Dinge ſind / alſo find fie eine merck
liche Zeit in ihrer Bereitung; Der erſte / nem
lich der weiſſe in fuͤnff Monat / und ber ro.
the in zehende halb Monat / und einen Mo
nat wenden wir an zu Der Vorbereitun
unferer Materialien und drey Monat gt
ben Sermentirungen und Cémbibirungem
alfo daß unfer ganges Werck fid über eit
ganges jahr erftrecket. Denn warlich/ ei
fondern eine euer beftändige Tinctur
welche unvergänglichy und unverderblie
ift/ die man in einer Purgen Zeit nicht ge
waͤrtig feyn an; jedoch mag ein Fleiffige
Arbeiter dieſes Wercks feine Arbeit forden
ber zurücke (een einen Monat zween ode
drey / nachdem er mit Zubereitung feine
Materien genau umgebet/ und fein Feue
regieret Defjen genaue Regierung! 0d ]
Werck befordere oder hindert/ meift alle
in allen. dod. »
Cyrenaus Philaleth |
(ff) Vid. Mineralagia fupr, Citat. un |
ser bie dritte Anmerckung über da)
chte Sapiteldes Crflen Theile. — ^. T
Darum) das gang Waſſer aud.
erfbopfft/ und in Erden verfehri]:
werde in feinem Sefchirr durch
D Oder Edelſt Gab Gottes.
oder faul gemachet/ fo lang big ibm
t die koͤſtlich weiſſe ‚Farb oben für
EE but
* werden alle Schmergen der Welt
deinen; fo die Feuchtigkeit auge
Arocknet ift/ das fo von ibm auß
angen iſt / das ‚Feur wieder daruͤ⸗
| xrbif es behäfft wird und werd
nicht geſuͤndert von ihm / durch
Hase: das iff / Diefe
| Schwärge / fogefündert. iſt von
‚em Coͤrper / werde wieder geführt
ber / oder auf fein Corpus / von
annen fie außgengen ift / unb
| m bc ein Corpus. (g)
: Dg io dem / wann mut oie groffe
"3e verſchwindet oder außges
| Ju
WStret/verlieren (id) die vielen Farben / und
het an bie Materia weiß zu werden und
IB mähret fo lang / biß es auff den bes
mmten natörlichen Grab kommt. Mit
Wfer Arbeit muß man gar nicht tilen/
durch wiel Kuͤnſtler mit ben Hunden
inde Srucht gebracht: Sondern oer
T nfftigbetracbten/-je herrlicher ein Ding
jtaud) Zeit in der Wachfung erfordert/
Ad was dabald wird / vergehet bald.
Tas Incertus
d
d 233 - Koch’
j
!
Mturet/ je vollfommener es ift/. je mehr
341
341
decoquere & digerere, & tamen unum hoc
OPAND OR: A; y 20) X]
Rocyreib/Wiveräffer/ unb. vers
drieffe Dich nicht qu Wideräfferen
wie wol das gange dere ferr J—
langiſt: dann es geſchiehet unb ge⸗
het durch lange Kochung zu. (b) 3
h
|
(b); Uate fcias regimen noftrum effe :
toto Opere unum liniare, hoc eft
reguuea multa alia infe complectitur, q i
joi fab nominum diverfitate celarut & &
Pin varías operationes deferipferunt. |...
REIN — * bien
ob) Manndu num Dr terram D h
G orpu alfo rein purgiert/ und durch Di
€alcinatíon beg Feuers acfüubert hai :]
und darzu im erft Element aud) gepur
giert/ von aller Unreinigfeit Ae
haſt durch die Diftillirungs mte. drobe
bemeldt/ uto genugfam' angezeigt. iſt cd
numum Daffelbig X7 und ſchuͤtt eingemi jn |
Gewicht auff das weiß@roreichruft reibet
wohl utter einander lindiglich / fo. fan
imb fo viel Dig dag Erdreich feines We
ferg in fich getruncken mird haben d
funffeigften Theil bann. man muß be
Erdreich zumerften ſpeiſſen und ern
mit einem wenig Wafler/ und bara
enger je mehr orauff gieſſen / als wie w
andenjungen Kindern ſehen / fo fie gth
i
Oder Edelſt Gab Gottes.
en werden / ſo eſſen fie und trincken nicht
piel aber je groͤſſer fie werden / je mehr fie
fen und trinctem. Alſo hat es in unfer
Meifterfchafft im ber Eintraͤnckung des
Waſſers auch ein Geſtalt. Derbalben
foltu Die terram mit groffem Ernjt und
Fleiß offt reiben undfie imbibiren / von
jiemachen weiß Die Erden / Doch verbut
aß du das Erdreich nicht imbibirft bann
t mit groffen Ernſt / tuit einer langen Con:
Irition nach der Traͤnckung des Erdreichs /
| NOS foltu das Gewicht allweg mercken /
uuffdaß du die groſſe Tinctur / oper bie uͤb⸗
ige Feuchte bas Werck in der Bereitung
erderbe / uñ fo lang dudie Materi Fochft mie
der Bratung / ſo viel ſoll der Feucht zu diſſol⸗
Hoa 3 4 piren
2Zzzx
e
cy
7
-
=
£^
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bad
=
e
> .
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S
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2
e
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—
Gc
—
A
344
PANDORAaA |
fuiren zugethan werden’ und mit bein im⸗
bibiren / diſſ oluir fo viel / ſo viel in der Brar A
tung mangelt. Raimundus Luli A
| Elixir Album. m
Die vecifje Roß n
^. Die Dolltommepbei dep |
pen lixirs auff alle drey
Reich als Animalifchy/ Ves
biuſch / Mise f | »
—
Drergeftaltende die unvollkommuen
Ding / indas reineft/ leutereft Sil⸗
ber / ir bann das von der Cri
dern i | |
Ue ffba zu wiffen iſt daß das Werck
der Schwärk vollendet / und daß
an Fommen muß zur Arbeit ber Weiſ⸗
ung/ welches eine Roſe iff / von biefem
Ihybcalifchen Rofenrauch / welcher von
Dielen begehrt. / gefuchet und _ erwartet
Ebirb: nichts deſto toeniger/ tote vor geſa⸗
Wtifl/ cbe Daß ote vollkommene Weiſſe
jomiet / fo erfcheinen alle Farben ber
«Belt im Wercke / auf welche man nicht
St haben darff / fondern nur bie einige
Veiſſe / die man ertoarten foll mit ber hoͤch⸗
tn Beſtaͤndigkeit. |
T ednonymi Verbum. Dimifum,
Dienheim,
(ii) Derhalben fo folle der vierdte
heil von bem liquore des meifen luminis,
u dreyen Theilen liqueris fulphuris albi,
us dem Mercurio vermiſchet / unb mite
mnander in ein Gag gethan werden, ſowol
erlutiret / halte es darnach in der Aſchen /
atlinder Wärme und trockene es bif zur
eſtaͤndigen Seife : Dann werden abere
als mancherley Sarben erfcheinen/ und
| 95 letzt⸗
NA
k ' N
| Oder Edelſt Gab Gottes.
Ich bin das Clerir zu den weiſſen
345
346
festlich bit weiſe / vana (oit der Stein fer
— tig/ nemlich das Elixir, fo da alie unvolle
kommene Merallen in Luna tingiret 7 und
das weife Elixir verkeh tef.
| id das rotb femme au einer
kehrt taufent Theil Quecfilbers inf
oss BA NDIO RA, u.
aljo toiro der Stein fermencirer / und ii u
Samuel Norton,
MERE mich weiß gemachet Bat
18 mache mich roth. Das Weiß
Burselherführ. (a)
SE A ſulphuriſchen unverbrandtli⸗ |
chen Siren rorhen Lilien 7 Saft
wirft. du im Untertheil zu fuchen nicht um
terlaſſ tn ( fode ergo foveam ad genuam wie}
jener Phil. ſagt) und wird genannt Laton
oder Leo rubeus: Darum die weiſſ Blum]
per rothen natürlicher Weiſe vorher laufft/
^d
ja bie rotbe in oer Weiſſen ber borgen ftedti d
Nodus Sophicus émodatus d
See Dings ein Theil / ve |
das allerleuterfte klareſt Silber q |
(ox H- Mineralogia fupra citata ,
zwar Die zweyte ———
das fee Sapitel peg erften Theile.
Oder Edelſt Gab GOttes.
| Radix Chymie.
I
| ⁊/
| ® ag geichiehet in bem weiſſen / das
eſchiehet in bem rothen. (e )
Yes weiſe ift mit bem rothen zu
procediven / fonften gebet fie nime
| wermehr in Fein Corpus, Terra eft mater
| E lementorum , de- Terra procedunt & ad
efram revertuntur, ld ef Fixie in terram
Spirale ji Menu |
bbs Br il
W itu nun deine Medicin vollend auff
Froth bringen, fo bate feinem andern Weg /
Sodann vag es in Der. ftäten Wärme beg
ers länger werde erhalten / bif e8 fich
bon der MWeiffein Citrig Farb veränvert/
a jbaun kanſt bu es nicht verderben / noch
| in en / allein. habe Gedult / bi e$ brauns
roth werde / wie Bocks⸗Blut / eile nicht /
P warte oer. Zeit / bif e$ Preſilg roth wird⸗
| Dder toi ein fdóner Rubin / nicht zu dun⸗
ckel / ſo haſt du Die rothe Medicin. „ Als⸗
ann ſage Git deinem HErren / durch
B en lieben Sohn Lob und Sand / der
Dich fo reichlich begabet.
Dieſe Tinctur probier auff eint ſilbern
^ léaracti/ fleuſt fie ohne Rauch unb ſchmeltzt
wie ein Wache oil ft fie gerecht; wo nicbt/
muß fie länger im Feuer gehalten werden.
j Darnach wann diefe Tinctur alfo rm
E UE tig/
— Sen
-Morigenus - ‚der Philoiophus 2
347
348
- teirff auff 1000. Theil Lunz in fug CNB, |
P ANDO RA,
fig/ fonim deren einen Theil / und Calcie
Solis 1000. Theil / vermifchs und tbuc in
allermaffen wie bu mit ber meiffen gethan
haft/ fo wird auf jedem Theilder erftbereis
teten Medicia 1000, theil / welches Dant.
auchnoch Medicin ift undgarbrüdhig. So I
nim nun von Diefer Medicin ein Theil / und
Die Medicin foll in Wachs getruckt werden,
fag eine halbe Stund wohl miteinander |
flieſſen und. wanns alfo wohl geflofjen/ d
fo greiffe mic einem Thrat hinein / verfuchs d
auff oem Amboß / welcher fein rein fepe 5 |
So es noch obngefchmeidig were / fo ſetze
ihme noch mehr Lunam zus fo lang du fies
heft Daß ſichs gefchmeiiger erzeigt ( man |
ſichs laͤſt laminiren / dann Fanft du auch
fehen toie viel bu auff Mercurium haben T
muft.) Alsdann haft bu gut Gold / dad T.
ein Grat höher iſt als natürlich Gold / nem⸗
lich as. karat.
ft
I \
Radix Chymis,.
- Machen weiß die Latonen / unb
behalten die Bücher binber fich/ daß:
euere Herzen nicht zerbrochen oder
zerſtoͤret werden: bann unfer Ding
ift leicht / und bedarff eines leichten:
gehulffen. (4) | |
;
(2 Ders⸗
——— — nn —— — ——— —
Oder Edelſt Gab Gottes.
(VEN Erswegen/ fo bu Die materiam
rai Farin haft/ fo extrabir daraus
| ba8 Saltz / und re&ificir e$ wol / und laf
|
[
es ſchieſſen / daß es Vitriol wird / gang ſuͤſ⸗
fe ohne corrofiv ober Schaͤrffe des Saitzes /
fo haft du Vittiolum philofophorum oder
| Oleum philofophorum . daraus mach fer
ner ein Mercurial- Waſſer / fo haft du eine
kuͤnſtliche Arbeit verrichtet : das heiſt denn
| Azoth Philoſophorum, twelcher den latonem
| TN aber noch nicht abluit bat: denn
\ Azot
1. fophi vor zwey oder Drep tauſend Jahren
IL gefagt : Denn das Philoſophiſche Gata
oder Eaton muß mit feiner eigenen Feuch⸗
tigkeit / feinem eigenen Mercurial-Baffer
werden gereiniget / folvirt, difilire , und
I feinen Magneten an ſich sieben und bey ibme
bleiben. Dasift bann Der Mercurius Phi-
lofophorum ‚soDer Mercurius duplicatus, und
‚find zween Spiritus, oder Spiritus und aqua
falis merallornm, Das Waſſer wird Den
geheiffen Succus Lunarig , aqua fulphu-
N ris, aqus permanens, aqua: beacdiQta. Die-
j
(Lamb Deines ferments , oder Sulphuris Solis
^in Theil unb fege ed iti das Ovum Philo-
‚ophorum wol verlutirt in den Achanor ‚in
30$ vaporifche und Doch trockene Seuer/
V'egíer es / biß die Schwärges / Weiſſe und
Rbothe erfcheine / fo wirft Duden Lopiaem
‚Ser Weiſen bekommen / und diefer edlen,
" theuren
abluirt Latonem, wie die alten Philo- |
fte Waffers nimm ddbt ober sehen Theil |
349
\
350
zum vorhanden? erforfchen / aud) werden]!
PAND ORA, —
theuren und gebenedeyten Medicin und
Tinctur genieſſen auch Wunder Damit
wuͤrcken. X
Bafilius Falentinus, d
(dd) Hier haſt du alfo den kurtzen Ein⸗
halt deß Philoſophiſchen Wercks / was
Dir etwa noch mangelt / wolleſt bu auf bey d
alten Philoſophen Schrifften und Spra⸗
chen / die da gantz warhafftig find / und
deren cin gut Theil in Turba Philoſopho⸗
dir erliche ber neuen Philofophen Sractaig:
ten/ als da find : Waſſerſtein der Wey⸗
fen / Gloria Mundi , Bernhardi Trevif2ni , d
Flamelli , Dion, Zachor, und Hollandi Gas
chen / und andere ein ziemliches erttárems]
vor aÜen aber mujt du den Grund und
Würsel der Natur mit Fleiß erforſchen / ſo
du auf deß Hocherleuchteten Jacob Böh.
mens Philefophi Teutonici Buͤchern auff8] '
gruͤndlichſte faffen mögft / in meichen Dit] ^
gange Natur und ibrecireulation bloß und
nactenp ſtehet und vondir ergriffen wer⸗
den Fans e$ fepe dann / daß dir aug fon
—
AA
En, —
Oder Edelſt Gab Gottes,
hoͤchſte vermahnet / Die Perlen der Weiß⸗
Sheit und Erkantnuͤß für den Unmwärdigen
u verbergen / wie dann auch ein jeder ders
elben fid) um eine fonderliche Decke bemuͤ⸗
t folche Geheimnuͤſſe einzuwicklen / und
geimlichzu halten: ze.
B Michael Sendivogius.
(ddd) Ad hanc autem noftram artem
penitas affequendam labor & ftudium exigu-
Pam , fumptus , & inftrnmenta pauca & exi-
© zua requiruntur , poteft enim ars hzc vel
Vaeris duodecim addilei, & o&idui fpatio in
ꝓpus ac effectum deduci cum proprium in fe
»rincipium habeat,licet in aliis artibus velfex
eptemve annorum curriculum requiratut,quo
t lleeffe&um confequantur, Nonnulli tamen
rel triginta, vel quadraginta annorum fpatia.
iHmagnis fumptibus confecerunt, finem hujus
ib magifterii nunquam affequuti:A rtifices autem
uibus finis cognitus & perípectus et, ab-
Wicondere & tegere fumma ope hec artificium
onanmntur, quod quidem mundi hujus affecle
virari ſolent. Verüm hzc omniain Dei mi-
ericordia pcfita funt, & ad opus hac no-
(ftrum tantummodo | Azoth & ignis requiii-
4| ur, quod nihil aliud cít , quàm lavare , co-
quere; folvere, putri&care & fixare: hæcque
41 omnia à paupere pariter ac egeno, & divite
yPorzflari pofüint , nec etiam opus eft, ut me
4 nori confervandz caufa lireris hoc artifi-
4| rium tradatur , fed vel ipfa viva vocis tradi.
i Mibi. tone
3
35%
. tione cognofci poffunt, Ego verö planius. ;
‚PANDORA
& dilucidius hzcce tibi declarare nequeo, ob 4.
vim quorundam injuſtam, fed hoc faltem di-
co & przcipio : ad hoc artificium | adhibe JJ,
aquam lunarem , five aquam argenti in qua 1,
radii folis conjuncti funt : Hzcquc operatia.
veré mulieribus , ut veteres dicebant, cone 1
venit , licettot ac tanta voluminade eaä vá* d;
riis confcripta babeantur , tantusque nume« j
rus plebejorum jnxta ac magnatum magpif f,
fumptibus & laboribus inve&tigent, vano. "
fcilicet & fruftraneo labore, natura enim re |,
pagulum intus obduxit, | "m
| Aurelia.
Sp bu nun lieber Sohn Philo⸗
ſophiſch wirckeſt und handelſt / und
das End / oder Ziel / zu derſelben
und rechter Zeit erreichſt und erlan⸗
geſt / fo wirft du felig feyn / fo du,
daffelbig ſchnell oder gäblingen fr]
heſt 7 ſo wird bir ein eriunbir, f
rung’ Forcht und Schrecken brgege |!
nen.Ce) | e
(c) ——— recht geſagt werden/ |
VpaB pre Tinctur per Zweck der fixas | |.
tion waͤre Damit fie wegen des flete | |,
Feuers / eine verbleibliche und immermäb« | |
rende Cibaltung den Coͤrpern denen fíe |
beyge⸗
- Oder Edelſt Gab GOttes.
beygefuͤgt wird zumegen bringe. Der
"modus aber zu Diefen grad Der fixacon zu⸗
"gelangen / in welchen die Vollkommen⸗
heit Des gangen Wercks beſteht / ift Fein
"anderer 7 al8 daß die leichten und flüchtis
gen ing / mit Verfland in dem Feuer
‚erhalten werden / damit fie folches deſto
eher gemohnen/ biß fie endlich ein ſtarckes
Feuer erdulten Finnen. Und dieſer Urfach
wegen / commendiren bie guten Authores
|gar offt ihren difeipuln bie Gedult/ von
welcher fie fagen/ daß fie zum Theil von
Teuffel herfomme.
| | Samuel Norton,
9 (ee) Ich bab Dir lieber Bruder ein
warhafftig Sinn unb Meynung eines
gang warhafften Gliyir gegeben und ges
ſchrieben mit einer vollfömmlichen Ned
Fund Meynung / durch welches ihr zu Dies
ſem hohen / tbeuren Schatz Fommen koͤnt /
Hahn allen zweiffel. Derhalben fo ſteht dir
etzt zumal nichts anderg zu/ dann daß bu
Femfig und fleiffig feift in der Arbeit / mit
zroſſem Ernſt und Sinn / und vermerch
? vol die Ordnung und die Krafft und Sus
NFend der Natur / was fie aufrichten mög
En unferm Werck / dann was wider die Na⸗
"Fur gearbeit ift und wird / das ift Betrieges
"en und Befcheifferey / der wird nimmer
uff ein grünes Zweig kommen mit feiner
| ! 3 Arbeit /
GOtt / wie hingegen das eilen theils vom
353
34
fchafft auch fein natärliche Ordnung / Na⸗
MS uu
PANDORA;-
Arbeit / dann unfer Menfterfchafft fid.
nicht an ein Tag oder drey / auch nıcht im!
einem Monat vollbringen laſt / fondern e8 I
muß die Natur ihr Werck sueollbringen/ /
fein gewiß und beftimpte Zeit haben/ Dante d
indem Erdrich nicht in einem Tag ein Me⸗
tall gebohren wird / fordern fie muß viel
Ssahr haben / alfo muß unfere Meifters d.
tur und Eigenfchafft haben / dann wir
durch unfer Kunft auffeinen Tag außriche I
ten/ welches die Natur in etlichen Jahren
nicht vollbringen mag / bann unfer geden⸗
cea der Arbeit nicht mit Schlaffen ges’
ſchicht fondern mit der Kunft / mit große
ftm Grnft / Mäheund Arbeit wird fie voll⸗
bracht. Derhalben magft bu laboriren /
auffwas für em Weg dumilt. Wann du
diefem meinem treuen Math nicht folgen]
toilt / fo Fan ich Dir gar feinen anderen mebr | |
befchreiben nod) anzeigen magft bu dich
derhalben meitersmit deinen Sophifticatio-
nibus behelffen was du aber für Nutz dar⸗
von wirithaden / Darffft ou nicht mit mirl] N
theilen / es gefchicht Fein Ding tm bui/] N
fondern c8 muß fein Zeit und Weil baben/| I
alsdann nach langer Muͤhe und Arbeit]
folgt darnach groffe unzähliche Freud / und
ein folche Freud und Frucht / die über alle
Freud und Frucht ift. "
|
P
"Raimundus Zullins, il
- Oder Edelſt Gab Gottes.
| Biffendaß der 3olis, oder Sons
nenluſt oder Blum ift / der Stein
' ton dem Stein/ derhalben fo bras
‚ten ihn / durch die Tag / big daß
‚er werd mie ein ſchoͤnglaͤntzender
‚Marmol/ und wiß / daß wann dag
alſo gefchiehet ? daß eg die grofte
‚ergbeimlichfeit ift: dann der Stein
iſt dem vermiſcht. @)
| Be erfcheinet / nennen wir Den wei⸗
fen Stein / das weiſe Gold / den vollen
Mond / das calcinirte reife Silber / dag
weiſe fruchtbare Erdreich / fo gereinigt/
Fund cıleinire iſt den weiſen Kalch / und
Saltz der Metallen/ ein calcinirfeg corpus,
auch mit vielenandern Namen tiruliren toit
bolche obgemelte mweife Sarb. Uber dag
eiftfieauch einelebendige Erde / ein lebens
piger und tocifer Schwefel mann bie Seel
vieder in ben Leib gebracht wird / und was
paran hinterlich ift/ abgetban und wegge⸗
aumet ift. |
'Marflius Ficinus,
T lbiffima ad modum marmoris relucentis &
Lis albifimi, Er tunc de omnibus corpo-
1 busfacit Lunam & Ignotusait: Fortifica ig-
2 nem
| (2) a Weiſe / fo nach der Schwaͤr⸗
aa) Et tractatus miſerula dicit: Erunt
355
356
ſeyn in den folutionibus , fublimationibus
und coagulationibus oder affationibus dei⸗
PANDORA,
nem in calcinatioae , quousque terra egree |
diatur alba ex ignis fortitudine, Et ideo fz- |
pius tere terram cum aqua fua ; & iterato |
calcina quousque aquz & ignis lotione ob- |
Ícuritas penitus recedat: pol purificationem 7
autem rubefcit , po(tea citrinefeit. Imo ut |]
ait Galiinar, fzpius albcícit , & ſæpius citri-
nefcit, ac fzpius nigreſcit. Ec fecundum ali- |]
um philofophorum , fzpius rubefcit , & fz- il
pius citrinefeit; ac ſæpius liquefit & fzpius
coagulatur ante veram albedinem, imo om- f.
nes colores mundi priusapparent : & ultimo id
sequitur vera albedo, At Ignotus fubjunxit, |
quz tunc veraeít, quando veluti oculi pi» |
fcium in eo elacefcunt ; & tunc e(t in redi- F
tudine lapis congelatus, Cum videris albe-
dinem omnibus füpra eminentem ( idem.
Gallin. inquit) omnes colores mundi ante f.
apparentes , omnes tamen terminantur in |
unum colorem , fcil. aibedinem perfeGam, |
quz c£ ad fimilitudinem marmoris corufcan- |
is. Hzcautem continuatur in uno vafe & |
uno igae in fimo equino calido & humido, |
donec folvatur fzpius, & iterum congeletur |
ac :nfpiffetur in maffam clariffimam & albi |
coloris , quz infrigido induratur ad modum
picis, vel gummz dura,
Laurentius Ventura,
(aaa) Derhalben folt du nicht faul
ner |
Oder Edelſt Gab Gottes.
‚ner Mediein / dann mit Diefen Dingen
wird dein Medicin deſto beffer digeriert /
- vnb deſto beffer gefigirt / und wird nod) des
ſto beffer gearbeit,
Raimundus Lullius.
B. |
| _ (4222) In btt conco&ion umferé Saltzek
wird die aͤuſſerliche Wärme der Vorarbeit
genennet / Elxatio, und gefchiehet imFeuch
ten; Die Wärme aber oer. Nacharbeit“
efchiehet imtrocfenen: und wird genannf
eflaio , welch zweyerley Feuer von den
| 5 alſo befchrieben wird: Wir
muͤſſen den Stein ſieden und braten. Es
muß aber mit unſerm gebenedeyten Werck
nad) der Conftitution der vier Theile des
Jahrs befchaffen feyn. |
| e Michael Sendivogins.
OC
Jetzund Haft Pu du allerlieb⸗
"ter gelernet das Weiß machen /
auniftzu fagen von dem Rothen:
ber Doch wann du nicht von erit
veiß macheit / fo mag das wahr
ann feiner mag fommen von den
Erſten zu. den Dritten/es gefchehe
ann durch das Ander / du machſt
uch nicht von den Schwartzen zu⸗
'Lieben/ zu den Gelben / bann allcın
| a A. durch)
TRotbnicht geicheben oder werden: -
337.
5?
. lerceineften Schwarzen ift zufams |
mach totb das Weiß / fo Daft du |
— hibus,illa ad genc(in Micracolmi Maris &
PAN DOR A, |
durch das Weiß / darum daß das |
Gelb von vielem Werfen / und al!
men gefegt/ derhalben jo meigge/ 0» |
ber mad) weiß / das Schwarg/ und |
bie Meifterfehafft. (5)
(b) (omm et adzquata naturz opeta- |
Neztionibus, Natura colorat per gradus |]
Et inCynofbato colorando rubedo colo«|
rum complementum ek: Alchemia & pet |
colores diverfos dueit faum Magifteriam, d.
Nota, In magno opere 4. colores principa- I
fes, Niger, albus flavus, ruber. latenuos d.
nales funt cauda pavonis, colla columbae.
rum, anatum,& Iris, 11, Ett adaequata natu 1
ra operationibus, Natura babet. fuum ge- T
nerationis tempus, Obferva genefin Mi-
crocoími, Ars Chemica & fuum tempus pu-
trefa&ionis, coágulationis, ablutionis, && f
Nota, ZEsyptus & Perfia, vel Afia, Africa,
America, Europa, Utopia Mori. 12, Adæ-
qsata operationibus natorz, Natura in
genefin veg-tabilis non recipit materiam af
nimalispropinquam, Ars Chemicanthil pe-
regrini fuo operi! admifcet, Nota Mixtio-
nem fpecierum prohibet Deus in Scriptura,
Omnia funtfidi invicem homogenea in artt;
fpagyrica, 13. Adzquata Naturz operatio-f :
Fe
TP. X ,
Oder Edelſt Gab Gottes.
Feminz copulamrequirit, Ars fpagyrica ha»
‚bet in fuo opere utriufque fexus fimula.
chrum & iconem. Nota. Gabritius & Bejz,
(,134- Adzquata Naturz operationibus. Na-
tura non facit faltum, Ars Chemica non fa«
cit faklum, ^ Nota r. Niger 2, Al.
|bus, 3. Flavus. 4. Ruber, Hi colores fe
invicem fubfequantür neque alter alterum
ptæcedat. Czterum opustriftem habet exi-
‚tum. 15, AdzquataNaturz operationibus,
= Natura babet in operibus fuis perficiendis
& abfolvendis ut plurimum | determinatum
itempus, quo finiuntur, Ars Chemiz & o-
pus faum magnum certatempus menfura me-
(titur, 16. Adzquata Naturz operationibus.
t ‚Natura habet fuum fatum phyficum. — lllud
videtur fitum in numero, pondere & men-
‚dura, juxta didum Salomonis, Ars Herme-
tica etiam habet íuam legem Adraftzam,
€ontra quam operator non peccabit, & il-
“la etiam numerum pondus & menfuram re-
fpici, Numerum ratione vaforum, ratione
| dierum, ratione graduum, 2. Pondus, ra-
(tione materie &c. Menfuram ratione Chry-
fidis, Ifidis. Typhonis, Vulcani &c, plura an-
t nedterem, fed preitat claudere fontem, — —
[ 4 Cato Chemicus,
—
—
Am
(bb) Dahero brachte einer dieſe pro-
pofition quf die Bahn: Sch bin um drey
' &ireul gangen/ und bab am Firmament
- bit) Connengefében / bie hatten Dien
1 à 4 Anger
|
|
3j?
360 |
feno von Natur die Gufferflen (Sarben/ 1
PANDORA,
Angefichterinemlich: ein ſchwartzes / ein
weiſſes/ und ein rothes. Sie haben
ud) dieſe Schwaͤrtz aller. ſchwartzen
Dinger / ihre Namen gegeben; nachdem I
alle Farben fo man mit Menſchen⸗Ver⸗
ſtand begreiffen kan / zuerſcheinen pflegen /
welche endlich zu einer recht weiſen Farb /
gleichſam zum Mittelpunct und Haupt⸗
ſtuͤck gebracht werden. In ber Weiſſen
ſeynd alle Farben und hierauß werden die
andern auch gefaͤrbet. Weiß und ſchwartz
und am weiteſten von einander; auf viel⸗
und mafigfaltiger Bermifchung unter eine d
ander /und Eingleichung derfelben/glaus I
ben wirz Daß die Mittelfarben berrähren, I
So feynd etliche der Meinung/ daß mena
weiß und ſchwartze vermenot werden? |
fo werde einerothe Garb darauß. E |
eSNarfilius Ficinut,
(bbb) Nunc reftat. videre caufam. quare |].
dixi fuperius iflam operationem continere in
fe quatuorannitempora, & feptem Planeta?
rum impreifiones, nec non duodecim figno-
rum figuras, & qualiterifta intelligi debent, |
Dicit quippe author pr&fens, quod prima in- |
ceprioiftius operis et hyems, quandocun* |
qucincipitur, & affignat rationem compara- -
tionis, Hoc autem opus, videlicet fpecierum |.
contritio feu tritaratioà philofophis vocatur |
Hyems, per fimilitudinem, & ficut viderue |
| quod |
| Oder Edelſt Gab Gottes.
| quod hyemsomni ſructu & virtuté naturali
agente deftituitur, ita iftud opus contritio-
| numadhuc videtur effe, & eft dekiturum o*
"| mui operatione agente «lixirii, quia adhuc
nihil et commixiumde predidis, & ita pa-
- tet, quod ia hyeme femper incipitur, & omni
! tempore eft. hyems elixirii, & poteft operari,
! Tempore hyemiscompleto & terminato in
fpecicbus didis tritis, ftatim incipituropus de
compofitione & admixtione dictarum fpecie-
/ rum per manus Artificis, & dicitur opus veris,
! quia ficut res naturales in vere infimul natu-
raliter uniuntur ad fru&ificandum, ita una -
!| quzque res, ex qua elixir generatur vel com-
| poniturin hoc opere . unitur ad fru&ifican-
|. dum vel generandum lapidem philofophi-
| «um, Er fic patet quod opus veris in elıxire
|. finita hyeme ftatim fücipit, & omni tempo-
| t€ poteft fieri. Deinde fequitur æſtas, & e
| quando aqua aſcendit ab iſtis fpeciebus,& fic-
| ut fuccus arborum & planttarum afeendit in
! ipfis, & faciteasvirefcere, & ficut plantz ac
X herbz producunt flores inzflate: fic etiam
fflorefcit opusnoftrum, & facit flores, quos
| flares defignat rubedo vel rubificatio alembi-
ci in fine compofitionis aqux fepe dictæ, &
| hzc aqua: compofitio vel-completio vocatur
hh 2: 46 DEC Xo
. Deinde ftatim folvuntür aliz fpécies,vide-
licet fermentum album & rubeum,terra rubea
& Mercurius, in ıpfa aqua, Et hic incipit
ET
—_
gi et
quartumtempus auni, & vocatur autumnus, =
Ld
368
362
:PANDORA,.
& quando ille aquz,in quibus noftre fpeeies
funtfolutz, conjonguntur, tuuc dicitur ma—
trimonium velconceptus vel rerum conceptiq
& vocatur hac opus’autumni, co qued ficat
inautumno fru&us nature ad maturationem
& perfe&ionem perveniunt : ita & hzc aqua
hoc opusconceptionis & matrimoniiad per-
fe&tionem dedacit,& hoc graria Dei glotio.
fi & füblimis, & potentis fpiritus quinız eſ.
fentiz, quz latet in hac aqua. —J
| Magıfler Ortholanns,
‚Die tótbe Roſe. Elixir Rubrum. @
L '
D
A, Der rothe Roͤnig / oder das
rothe Elixirvol kommen |
| Oder Edelſt Gab GOttes.
Zu gleicherweiß als das. Jahr
"IBetbeilt wird in vier Theil/ alſo
iud unſer geſegnet Werck / das erſte
heil / (ft der kalt und feucht Win⸗
wer/und Regenlich. Das ander/
«per Glaͤntz / warm und feucht/ und
Auͤhende. Das dritt derSommer/
"hin trocken und warm Zeit und rot.
Das vierot/ iE ber Herbft/ Falt und
rocken / die Zeit ein zufanımlen die
ung regier die tingírenben / oder
färbenden Naturen / biB daß fie
heitige und reiffe Frucht. bringen /
aahdem Verß ober Spruch / der
Winter ift babin/ ber Schlagregen
ff vergangen’ und abgemichen:
unferm Erdreich / zu der set des
Hlängen. Aber auf der weiſſen
Roſen haben wir geruhet/ bann fie
bringen) ober fagen/ jegliche Coͤr⸗
per kuͤmmerlich zuverfehren ſeyn /
in wahr Silber. Darum ſo du
ſiheſt dieſe Weiſſe erſcheinen / in al:
len fuͤrauffgehend dann bif ac
wiß / bag in dieſer Weiſſe cin
| | Rothe
Fruͤcht. Mit dieſer folder Ord⸗
dann die Blumen ſind erſchienen in
363
364
wie Wachs / oder Quedfilber. (2) T
der calcinirten Mon / nimm du geſchlage⸗
Rothe verborgen it. Alsdann
fo ift nicht vonnothen/auß zu aie».
ben dieſelb Weiſſe / fonder/fo lang!
fochen/ big es gang und gar roti
werde, Ich bin das Elixir zu
bem Rothen vergeftaltende ale
unvollfommene Corper/ in dag
reineſt / klarſte Gold beffer dann
das von derErtzader. Lilius Phi⸗
loſophus: im End wird die Dered
auß geben ber Konig mit feinem)
Carbundel aufferbalb außflieffend ]:
Oy Elixir auf Roth wird chen ge⸗ |
I macht wie das Clip. auf Mont.
dann für ein jegliches Weiß und an flatt N:
ne Blech von Sonn für das aqua Mercurii, d
ein Waſſer / melches zuvor ge⸗
macht. if mit. Dem Feuer des Steins;
bann in das roth Werck foll nichts einge⸗
hen / dann was roth iſt / als wie in den
weiſſen Werck nichts feinfoll^ dann ba8 T:
Weiß iſt / aber ber Weiſſen Bereitung der |.
Medicin wird zugerhan ber rotbe Sub d
phur der jeßt fir und calcinirt ift mit drey⸗
mal fo viel feines preparirten Ferments ⸗
mit einer groffen Suürfichtigfeit/ einer voll⸗
Fommlichen Adminiſtration / und mit eis |
ner feinen Ordnung oer Solution / un |
mi
I Oder Edelſt Gab GOttes.
mit bent vielfältigen fublimiren. Diefe
Ordnung und Regiment foltu allewegen
IGtbun/ fo offt/ biß das fo nod) nicht fir iſt /
mitoem (Siren gefigiert werde, Das fol
piren und figirenthun mir aber barum/ fo
Lofft baB wir den Theil des Ferments / fo
m zugefügt iff worden’ und noch nicht
tur dft/ mit dem gefigirten Theil auch fie
amb beftändig machen, uno thun in allen
Dingen in der rothrn Medicin / tvie du
Boroben.mit der weiſſen Medicin getban
Daſt / bann e$ ift ein Weg zu arbeiten in
em Kochen und im Weiſſen / und mir
blimiren die Materia fo offt/ auff daß das
‚8 noch nicht fix ift/ nicht mehr auffttige/
Ban auch fir bleibe in ver Sublimas
on / und nichts mehr auffſteige und wann
Lait ibm orco Theil feines rotben Waſſers
pn / fo fublimir end nach dem an:
Lern mitGleig/ bip e8 mit dem andern
uch bernipen bleibt und fir wird / alsdann
Bachsohneinen Rauch / alfo daß e8 mit
mbeftändig bleibe/ und durchdringe und
uff taufenbLunz, oderauf Mercurium / der
tt Salgeffig gepurgirt ift/ dann vermwans
! Mt esin gut beftändig warhafftig Gold /
elches da beffer und viel höher iſt / dem
di A
T
imt ſteiff tingiere. Diefes toirffein Theil‘
«s
)
6;
398
— befcit & rubore decorat, croceum facit &]-
PANDORA,
548 natürlich Gold / welches bie Natur in
Erdreich formirt uud macht / bann dag
Sol oder Luna ‚fo aufi dem Elixir und puls
ver gemacht wird / ift viel höher und uͤber⸗
frefflicher/ dann alles natürfid) Sonn ung
Mond in aller feiner 9?atur und Eigen,
fchafit/ welches die Philoſophi auch beken
nen/ und fagen alfo/ daßunfer Sonn oder
Silber nicht fep gemein Sonn oder Mon
fondernes werdihnen Durch unfer Kunfl
ein Zuſatz gethan dardurch fie befto beſtaͤn.
Diger fenn mögen in X7 und mehr tingiren
und außrichten koͤnnen / und ift auch su vie⸗
Ion Dingen nuß unb aut/ unb treibet aufi
ale Schwachheiten des menfchlichen Gon
pere. 4
Raimundus Zullas, |
(a2) Album item & rubeum ex radice]:
una nullo alterius generis interveniente pul- d
lulat. Nam feipfum diffolvit & copulat, al«
nigrum, feipfum defponfat & concipit,quo«
usque operis finem acceleret, n
(123) Biß nach vergangener Zeit / wann
bein Werck ein groͤſſeres Feuer und letzte
Hitz gehen die Seelund Geiſt / mit feinemf |
am Boden liegenden Leib / wiederum voll |
koͤmmlich in eine ungertrenn(id)e und und |
auflögliche Einigfeit vereiniget mort |
teca
Oder Edelſt Gab Gottes.
velche Vereinigung dann wegen groſſer
maußſprechlicher Vewunderung / auch ob:
WBeſtuͤrtzung / Forcht und Schrecken nicht
“wohl Fan geſehen oder betrachtet werden’
Slsdannein neu auferwecktes lebendiges vols
ommenes unb glorificirtes Corpus gefehen
Waſſerſtein der Weiſen.
Dann ſo ein Theil geworffen
Tauff tauſend Theil Dueckfilbers/fo
Syaben wir gefehen und empfanden/
aß es daſſelb coaguliert und bid
nacht undroth. (b) -
94 Steins Augmentation oder Mul-
Eplication, fo muß man wohl in acht neh⸗
faem/ daß dieſelbe auff zweyerley Weſſe
oͤnne geſchehen und zugehen. Erſtlich
urch die Solution und widerholte Coagu-
tion ‚und dieſe Vermehrung wird geſchaͤ⸗
rt nach der Tugend in der Guͤte. Die
Inder Durch Die Fermentarion , und dieſes
ſchicht in der Mänge: Dochift die Vers
qr nebrung Durch Die Fermentacon geſchwin⸗
|
it ergueriangea. Darum / was aufgeſchloſ⸗
ſen /
T
\
am
set
nun die ficcitas, oder Truckene deß Sulphu] |
PANDORA, 73
fen / nicht fo bald wuͤrcket / mo es nich
durch fein Ferment beftändig gemachı 4
wird. Dann e8 gerad hiemit betcbaffer
wie mit einem Sauerteig / ba ein kleine
Stück den gansen Teig und alles Brod
burcbfduret: Eben alfo macht es auch DOT
Phitofophifche Stein / derfelber wann €
gebührlicher Weiſe / mie ferners gelebt
wird werden/ auff unvollkommene Metal
la getvorffen / fo verwandelt er diefelb'
verwunderlich in gutes Gold / und glei
chet bemfelben in allem. | Begehret mal
ferners unterrichtet qu werden / Der Multi
plication halben / wie fie gefchehe / umi
woher fie komme / fo muß man wiſſen ba!
bey den Philofophis, toie auch in allen vor
gen Laboribus viel widerwärtige Meinun
gen ſind / welche alle zu erzehlen fo mo
verdrieß · als unmüglich / unb mehrerg ver
toirren/ als lebren. Wannich aber / wi
bißhero inallem gefchehen / mich der gefitb
ten Kürge und lauter Warheit will be]
Aura das lebendige Gold ift / und nid
von auffen ; fondern von feinem inne].
Sulphure genommen wird/ welche in mol-f
tiplicatione , al8 ein “Dunft vom principi
movente muß gefangen werden. Weil
yis Mercurii, das principium coagulans iffi
fo muß nochwendig darauf folgen’ va bii
humiditas Mercurii , das principium refolf |
vens] .
I Cort Edelſt Gab GOttes.
Wvens und multiplicationis, durch welches
alles das Corpus mag aufgefchloffen/ und
hernach mit folchem multiplicirer toerben/
Möder zur extraction deß principii moventis&
!
oagulantis, DAS ift / Tiocturæ pbttanima
ilfffolis, fo da ift ein Theil deß Lapidis Philo.
Ffophici fommen möge Will man fer
Mers begebren unferrichtet zu werden / mas
die Eigenthuͤmlichkeit dieſes Steins ſey / ſo
muß man wiffen/ daß er die unvollkom⸗
mene Metall zur Gleichheit deß Goldg
B bringe auf 100. Theil. Ferner 100, auf1060.
i durch Multiplication deß fubtilen informi-
Fenden Geiſtes / in dem Die Proje&ion ges
ſchicht. Fragt man / welche doch unter
eberzehlten beiden Multiplicationen Die nuͤtz⸗
Achſie und beſte / fo befindet fich in der Ver⸗
munfft und Erfahrung / daß bie ín ver
fermentation richtiger und gewiſſer iff.
Denn wir ſpuͤhren in allen andern Din⸗
gen / daß derſelbe / was in feinem Ferment
Fbeftüttiget / viel vollkommener und beſſer
ffe. Wird nun dieſes wol vorgenommen
und angeftellet / fo gibt es Das Werck ſel⸗
ers das in der erften Projedion , ein Theil
hundert fan tingiven / in der andern faua
ent und alfo fort anaufgeftiegen / flets
"Terbóbet/ fo weit man mill ^ twelches frepe
ich ein vnaußfprechliche Gab GOttes /
velches ein Unmwiffender mit feiner blinden
Vernunfft nicht leichtlich wird begreifen
BIonnüe 0. p Iucertus, Macrocofms
J — (bb) Zum
-—
o "EMO EHEN Lm
363
370
PANDORA;
(bb) Zum andern/ was ben leibliche
und natörlichen 91u6/ fo von folchem zu
haben ferrübret/ voie nemlich Durch fei
Zinetur alle unvolfommene Metalle
perfe&, und zu Flarem dichten Gold im
mutirt , und verändert werden Fónnen
will id) hiebevor gethaner Vertroͤſtung
nach / daſſelbige jetzt auch kuͤrtzlich vermeß⸗
den und anzeigen. Solcher offterwehn⸗
ter Stein oder Elixir / manner zudem ef-
fc& (o weit gebracht/ und ferner zu erft ge» d
meldtem Gebrauch dienen / und tingiren
folle: fo muß verfelbigenoch weiter fermen- |
tirt unb augmentirf werden dann er fons]
fien mit feiner Tinctur wegen feiner Subs ]
tiligkeit / Feine fügliche proje&ion in den
andern unvollfommenen Metalien und
Corporibos nicht wohl haben mag. Dt d
romegen man dann erftlich einen Theil der I
offtermelten Medicin nehmen foll/ zu dies I
fem Theil / follen drey Theil am Gewicht |
durchleutert worden’ auch hernach dinneſt
fo möglich gefehlagen iſt genommenzunD |
zufammen in ein Schmelgtiegel gethanz |
und ing (Seuer gefegt erden / viefelben
wol fchmelsen und flieffen laſſen / inmaſ⸗
fen einemjeden Artiften mie folches mohl
Kenne, zuvor wohl mwißlich fein werden. |
aun nun folchesgefchehen/ fomwirdales |
bann Das eingeftste Cempcátum qud) zu
einer
-
ET Edelſt Gab Gottes.
Hin itr (auteren und Fräfftigen Tinctur und.
Fan man hernach mit einem folchen Theil
I Tincturaufffchlechteund geringe Metallen
aufend € beil tiogiren und zu pur lauterm
Bold machen. Merck aber fendber. die
IMetallen der Materien verwand / und je
J'tiner fi fie feind / je leichter es aud) folche
anaimbt / und bie Multiplication deſto hös
| er und erfprießlicher fid) erztigen tbut.
eim alles unreineg und ungefchicftes /
1 4$ ſich allhie befindet abgefcheiden und
als em Schlacken hinweg. geworffen
ain.
| Waſſerſtein der Meilen,
Sant Thoman madté imo
verkehrt e$ indas allerklareſt Gold:
$
' jlängent wie die fare Sonn’ unb
win bem euer / tringende / und ber
*. paltenbe. Dann die Farb der Ro:
" he ird erſchaffen auf der Erfuͤl⸗
und der Abreumung : bann dag
"Blut wird nicht geböhren in den
Wenſchen / wann es nicht vorhin
JJ
—
feiſſig und wol abgedeuet und fe
„ Ber werde / in. der Laber : Alſo
4: Auch wir / nad) der Natur febén ein
T veiſſen Harn / wiſſende / bas wir
1 J4a2s Wenig
mir einer fron befrónt / fon.
rd
375.
wieder an dag Bett / unb (o wir”
- alleindurch die Abfochung die weiß"
‚ne / oder Gruͤnigkeit hinnehme / |
Roth die Rothe. Derhalben mit!
trockenem Feur/und trockner Calci⸗
PANDORA
wenig gefchlaffen haben / liegen tele t
Harn natürlich gelb : Alſo mag
fe zu der Rothe fomimen / mit Be⸗
barrung des ftaten Feuers / wird)
unfer weiß Erg / fo es fleiſſig geko⸗
chet wird / gar wol und allerbeft rof |
gemacht / daher bebalt diefen Verß
oder Spruch / daß die. Roß nicht
weiß werde/fonder mit Hecht leuchte/ /
fo werde es allein warm / und als⸗
dann ruhe es inder Warme / biß
daß es den lang gebe und Die gru⸗
die Weiß gebührt die Weiſſe/ die
nierung werde es abkochet / biß es
roth werde wie Zinober / demſelben
ſolt du von dem andern gantz und
gar fein Waſſer aufflegen / noch kein
ander Ding / biß das roth zu erfuͤl⸗
lung / oder Vollkommenheit ge⸗
(a) Ge⸗
Oder Edelſt Gab Gottes.)
| gy £fice /. du folteft nicht eher bit
i Handarbeit vorgenommen haben /
du bátteft bann zuvor durch embfiges Bes
ten und fleiffiges Leſen einen Grund geles
N mentreffen welches nur ein einiges Ding
IN Aft / nemlich der Weiſen Saltz / Schwefel
Wi und Queckſilber. Alchym. Wie Fan
j^ ba8 Cafe / Schwefel und Queckfilberein
y Ding ſeyn / cs find ja drey Dinge? Ges
ul fidot : Tun fiehet man deine Thorheit
und dab du noch nichts verſteheſt / die
5 haben ein einiges Ding / das bat
| Corpus, Animam & Spiritum ‚dag nemen fie
1 'Gal/O rft und Queckfilber / die alle
jj rep in einem fubje&o find/ und Dag Sub-
" | je&um ift ibr Saltz / Alchym: Wo be-
kompt man ſolches Salg? Geficbt: Sym
VW finftern Serder der Metallen / damit
i| | Fanft bu Wunderwercke ausrichten / und
ik alle Farben der Welt ju fehen bekommen /
it auch alle geringe Metallen im Giolbtingi-
„ ten / wann es zuvor fir ift. Alchym: Dar
d be ich Doch vorlängft folche Arbeiten mit
den Metallen vorgehabt / aber deßgleichen
I nicht erlangen fónnen ? Geſicht: Du
N haft ed inden tobten Metallen gefucht,
iE e Michael Sendsvogius,
ii
, Don der Dielfältigung ober
Mehrung fcbweig ich /
für ein beflers.
1^ 910 5 Lilius
get / und begriffen / worinn fie alle zuſam⸗
8*5
pA
Werck gaͤntzlich begreifft / daru
Jahren. (b)
PANDORA,-
Lilius der Philoſophus: Und ft»
das durch längere Abfochungrofit
gemacht wird / daß es die ‚Farb Ded
Ned cé evigwären madyet. Gao
ei Kraut / bas beift Adrop/ ode
pineb/ Oder Azone/ von melden),
en ſolche Artzney wird / und wirt
funden in bem Berg Balto in dent
Veronenſiſchen Seb : dann es. ir
aller fieben Zagen Zahl / alle
wird otc tiberal Gantzheit vecht mí
der a d
nef, Diese Ding wiederäfere offe
termalen / alio offter das benfola/
durch das Spurium oder vaͤng "
der ſiebnen bleibt wiederum DIET
Dronung der Zagen: das iſt / der |
| |
€ ) gp ich unter vielen nur einen und
fchier Den gemeinften 9? amen / als
à zo:h examinire, fo befinden wir / daß die
Thılofophi fo viel Nationen derſelben / fo.
mancherley Deutungen dieſes Nahmens
aufgefprochen. Denn Azoth nach dee
Cjubianer Meynung / ift fo eich al& Gold.
Nach ber Cumaner Mipnung iſt Azorhfo
$icl ato Silber. N cu —
r Oder Edelſt Gab GOttes.
"inb Macedonifchen ift e Enfen. Nach der
"riechen ift e$ Mercurius. Tach der Hebraͤer
dfied Zinn. Nach der Tartarenund Aras
bern iff e8 Bley. Nach ber Lateiner/ unb
fonderlich ber Roͤmer Hoganubis. In
(umma / der Tbeophraftus mennet | (eie
nervornemften Artzneyen cine alfo : Ders
meinen etliche / und nicht unrecht / es feg
| Lapis Philofophicus gemwefen.
Incertus,
— (bb) Darum/ wo er sufuchen / haben
! bit Philofophi gar heimlich gehalten/ daß
"unter viel hundert Faum einer Dargu kom⸗
men fan. Wird aber angezeigt durcheine
| verborgene Mevde, Eritlich iff das Erde
reich gefchaffen ohne Thal, Berg Stein/
1 Ertz eben unb feift geroefen / unb durch der
" Sonnen Hise erfilich verwandelt worden
! in mancherley Art Farben, &r&/ Metall/
) aud) in die Art und Wurtzel der ſieben
Metallen. Erftlich ift durch die ftetíae Hi⸗
Keder Sonnen / eine ſchwellhitzige duͤnſti⸗
geWaͤrme worden/melche die gange Erden
durchaus im Abgrund durchgangen mif
(| fampt ben Qualitáten oder 4. Elementẽ: Und
| weildie Erde bep ihr ihreangebohrne waͤſſe⸗
; tige geuchtigkeit gehabt, bat fich der Color
damit vermiſcht / und daraus ein fumus nebu-
loſusworden / oder ein vapor der 4. Elemen⸗
ten in der Terra verſchloſſen. Zuletzt fo bat er
ſich ſo faſt vermehret hin und wieder / nach⸗
21d 4 pens
875
376
, unà wirdein einige Gezahl genennt und ge
PANDORA
bfttt ein jeder Vapor nur über ſich begehret
und alfodie Erde hin und wieder geworſ
fen und alfo Berge und Bühelgemachet
Cyn folchen Bergen ift folche Dänftigkeit
am temperirften und am beften vermiſch
worden durch die Zeitzund darinn am beftet
verſchloſſen: Aber in ebener Erden da haben
Sich folche Dünfte nicht fo ſtarck und vit
zufammen gebáufftt/ barumin ebener Er
be nicht fo viel gutes Cr6e8 gefunden wird
denn das Erdreich Der Berge ift ſonder
lich fehleimig 7 lettigt und feift in ihre
Tiefe. Derfelbige Dunſt / der mit fubtt
ler/ reiner. Erden vermifchet ift / darauf
wird die tatur bed Mercurii Philofopho
rum, wann aber nun Ditftd Compofitun
von feiner überflüffigfeit gereiniget unt
gekochet wirdz fo wird daraus ein fubtil
3guea ficca fubftantia generirt, und dieſes i
Mercurius Philofophorum, | |
Phenix Atropisus de Morte Redux,
(bbb) So mercke nun aufmeine Rede / ſo
toil ic) dir eroͤffnen Die Gezahl / damit bu vom
dem einigen Zahl / biß in den zehnfaltigen
Zahl / und den ſiebenfaltigen in dem zwey⸗
faltigen Zahl verſtehen moͤgeſt / dann in
dieſen Zahlen iſt bie ganke Kunſt und!
Wiſſenſchafft verborgen. Zum erften ift
die Wurtzel im Anfang des Wercks Eins /
— —
zehlet. Aus dieſem einem werden ipe
4o o Wi
I Oder Edelſt Gab Gottes.
ind gezogen vier Element / welche iff und
wird genennt die vierfaltige Gezahl. Nun
weiter folche getheilete Element wiederum
der Erden 4ugefe&t / aus bem folget und
pringt der zweyfaltige Zahl / verſtehe / wel-
liber iff der Saame Des Weibes und Mans
ned. Alſo haft bu jetzund den ficbenfalti-
Itbuft / das macht 7. So wolft du mercken /
Mo du dein Werck verbracht baft/ in dem
Sieben⸗Zahl / und der Dermifchung bes
der Saamen zufammen verheget feynd/ fo
beginne eg durch feine Natur forthin ohn
fit / fiafterumb grob/ und eine unorbentliz
che Vermiſchung / aber je&unb in den fite
benfaltigen Zahl ftäreft e8 ſich felber in fei»
ner wuͤrckenden Natur / bif zur Bollfom-
‚menheit / und gereicht durch biefen ſieben⸗
faltigen Gezahl wunderlich ven höchften und
gebenedeyten dreyfaltigen Gezahl / welcher
Zahl mit ihren Ingrif erreichet ven zehenfal⸗
tigen Gezahl / aber daß du es wol und voll⸗
kommlich moͤgeſt verſtehen / toil ich dir num
den dreyfaltigen Gezahl auch erklaͤren / wel⸗
cher Durch den zweyfaltigeu Zahl erreicht /
und in der CDoüfommceubeit geendet wird
LE sehnfaltigen Gezahl.
Naun ſeynd diey (Sabrt und Staffel ba.
durch das Werck auffſteigt bif zum Ende
aller Wirckung / jedoch till ich Dir zuvor
erklaͤren rarum der dreyfaltige Zahl im
EA | Uns An.
bus +
|
|
|
(gem 2abl/ dann fo bu r. 4. 2, zuſammen
alle 2atbuns Dann im Anfang war es wuͤ⸗
- 877
27$
Zahl wird genannt / Der erfte Zahl iſ
. Durch die Lufft daher bracht / zu Anneh⸗
P'AMWD OR AÀ, 7%
Anfangdes Wercks angeben / unb feine”
Zahl nicht erreichen mag / biß fo lange de®
zmwenfaltige Zahl erftanden und erſchienen
auch feine Wirckung vollbracht und geemy
der hat/ Dann der zweyfaltige; ift diß Di
Urſach / Die 3. Graden / ober Der dreyfaltig
Schwartz / der ander Weiß / Der dritt
Roth / der vierfaltige Zahl aber bringe
und treibet fort alle Zahl, Nun iſt di
Schwaͤrtz ein Anfang dieſes Wercks / unt
wird fuͤrbracht durch das Element bet
Waſſers / welches ſchwartz iſt von den
dreyfaltigen Gezahl ein Zahl: das ander
(ft die Weiſſe / ſo im mittel unſer Arbeit eimer d
vollkommenen Weiſunge erſcheinet unb ge⸗
winnt ihren Fortgang / und wird Durch die
Lufft daher bracht zulüchmung ihrer Weiſ⸗
ſe / welche Weiſſe iſt auch eine gezahl / bant
unter der ſchwartz iſt die Weiſſe verborgen.
Die dritte Zahl aͤber / welche iſt die Roͤ
the / hat weiter einen Fortgang / und wird
mung ihrer Weiſſe / welche Weiſſe iſt auch
eine Zahl dann unter Schwaͤrtz ift bit].
Weiſſe verborgen. Die dritte Zahl aber /
welche iſt die Rothe / bat weiter ein Fort⸗
gang den dreyfaltigen Zahl zuvorbringen /
und muß auch mit ſolchem Grad der Roͤ⸗
theftill halten, biß fo (ange ber dreyfaltige
Zayl / welchesift des Mannes und Wei⸗
bes Saamen / kommen und ——
er⸗
Oder Edelſt Gab Gottes.
yrfür Durch Die Verbringung der vorges
agten Glement/ zwiſchen der Weiſſe und
der vollfommenen Roͤthe dir fallenden
Tinetoren / Das iſt / zwiſchen / Dem Mittel
des Weſcks / und Ende des gebenedeyten
Philoſophiſchen Steins. So aber oie
Roͤthe / welche iſt das End / auch erſchei⸗
net/ fo macht fie voll den dreyfaltigen
Zahl / folche Roͤthe / fo fie vollkommen iſt /
oringt fie mit ſich Den zehnfaltigen wieder⸗
m in das einige Zahl / und leuchtet mie
Me Sonne am Fumament des Himmels/
olde Roͤthe wird fortbracht / und ente
pringt vom Feur / welches Feuer ift dag
dritte Giement.
Mab du ſolt auch wiffen/ ohne bie Kles
nent/ als Feur / Lufft und Wafler / mag
xin Werck nicht zum Ende gebracht wer⸗
en / auch fo dir Die drey Öraden nicht ers
cheinen; Als nemlich die Schwartze bie
*ómut im Anfangs die Weiſſe / Die dir ers
cheinet im Mittel / bie oollfommene Roͤ⸗
her die da mit kraͤfftiger Wuͤrckung vers
racht am Ende der verbrachten Tinctur/
virſt du nicht viel außrichten. Welche du
"um alle wohl verſtehen ſolſt / daß dieſer
Zahl aug einem einigen Ding entſpringt
nd hervor koͤmmet / und bringt immer ci-
zes bas ander fort / und Fan diefer Zahl
on pem einigen entfprungen Feines ohne
as anderefenn / biß berfür fómmt der fie:
enfaltig Zahl / welcher aa
— —
HT.
379
380
JCP'ANDOR'A,»:
herrlichen dreyfaltigen Zahl, mit bem zeh
faltigen Zahl im bem einen, o.
Huch toill ich bir den gehnfaltigen Sal
erklaͤren DaB du magft verſtehen / mie:
durch die Wuͤrckung des zweyfaltig—
Zahls wiederum in dem einen erreic
wird / der zweyfaltigen Zahl / welch
feynd die zwey Saamen / wie ich Dir ba
zuvor gefagt babe/ macht gank und vol
brinaet den fiebenfaltigen Zahl ;
merct/ daß ber fiebenfaltige Zahlift Da
Hauptftück diefer (öblichen Kunft ; bang
in diefer fiebenfaltigen möffen alle Zah
bracht werden / alsdann bringt er DAF
Weick durch Srafft feiner Natur / zue
nem guten und frölichen Ende. |
Sonun der sebnfaltige Zahl durch de
Siebenfaltigen ift berfür Fommen / fo ſte
gendie Zahlnicht höher / bann fo bu zeh |
leſt / 1.2.3.4.5. 6.7.8. 9.10. Fanft Du mig
der Zahl nicht weiter ſteigen dann fo DII
wilt gehlen 20. 39. 100. 1000. fo mujt DI
voieberanbeben andem einem/ dann man 1
pu fort zehlen toit / fo fprichft ou Eilff / alſ
verftehe auch muſt bu ja wiederum al
dem einen anbeben/ undfeß s, zu r. ah
eilffe / wilt ou zehlen zwoͤlff / und fofor
an / und wann du miederum auff ıc
Fómmft/ wilt du deines willens der Zahl:
höher fteigen / muft du allmege mieder at
pem einen anheben / unb alſo fteiget Dil
Zahl durch die Ein allwege zehnmaͤhl T
V
=
Oder Eedelſt Gab Gottes. 38
ir. Demnach wie bod) bu immer mit der
abt auffiteigeft / bleibt e3 Doc) alftoege in
hifi Einen/ mit bem zehnfaltigen Gesabl 7
arum wiſſe / daß ton dem Einen fleigen alle
ezahl in ben. Siebenfaltigen und bana
on bein Siebenfaltigen wird vollbracht
ht gehnfaltige, Gezahl / alfo ſeynd alle Ge⸗
wiederum in, den. Einen geſtiegen /
| n du aber von biefem Einen Multiplici-
n brine Gezahl / fo muſt du folchen ein?
Itigea Gezahl Repetiren / fo fteigeft du
ie Deinem einigen Gezahl / welches iſt die
Albrachte Tiactor. fohoch bu wilt.
Haſt bu nun mol verſtanden / mas ich
Ir gefags habe / baB wann bu dein Werck
ingeft / biB zu dem zweyfaltigen Zahl 7
elches Die gange Macht der Siebenfaltis
!n/ welches geichicht / und bat der Urs
ung von bem Einen / durch den vierfal⸗
ym vollbracht / fo baft bu wol gearbeitet.
ann id) mill bir. jagen /. mann Du ven
berfaltigea Sabl mit feinen Sufammehifti
in und beyde Gaamen alfo vermiſcht
ip vollbracht haft / foift dein Werck Erafi^
fj in Diefer Geftalt/ daß die Natur an».
Ibt und für fid) fel6ff beginnet zuarbeiten/
inu toas die Natur gefordert / ift ihr
1) Nothdurfft sugefügt und proportio-
vet und oereiniget worden / bann zuvor
taren alle Dinge wuͤſte / aber jegund iſt
era. in bem zweyfaltigen oder ſieben⸗
tigen Zahl der Natur zugefügt nad) dee
|. Qi
A
!
A
^ |]
|
392
Wollkommenheit fid) suftdrdem. U
wuͤrcket bie Natur durch füch felbft bif zu
Zahl in dem ficbenfattigen Zahl / bie (00)
den fiebenfaltigen / mit Erreichung de
PANDORA, .
ti
barum / gleich wie GOtt der Allmaͤcht
9t rubet / als den firbenden Tag / da all
feine Schöpffung vollbracht ward, uni
ein jeglich Ding nach ferner Natur wäh,
ckend / unterftuab zu regieren / biß zu fel
ner CBollfommenbeu ; alfo auch in def
fiebenfaltigen Zahl / fo der ooffenbet / ff
Bollfommenheit / barum lerne die af
wohl verfiehen/ dann ote gange Geben
nuͤß dieſer Kunſt ift darinnen begiiffe
dann ſo deutlich id) Dir darinnen imagin
ret habe / daß ich dirs nicht wohl teutſche
ſagen fan. — — Ur pg
Ja es ift mir deutlichen genug gefadt
aber mich wundert ſehr / daß von einen
liche Runft fic) herſtreckende tote kan ich
denzehnfaltigen Zahl erreichen dann auf
Sieben fan ich nicht Zehen machen ? DIA
tvill ich dir Deutlich fagen/ damit du DIS
gau&e Zahl verfteheft/ dann du haft gehd
vet / wie ich dir Den fiehenfaltigen Zahl er
Eläret babe Dadurch Das ganke Sole
vollendet wird / und habe acht auff mein?
Wort: Wanndu nun tvilft diß herrlich 4
Werck anfahen / von einem Zahl burd d
Drenfaltigen ben gebnfaltigen Zahl / fo heh
an und zehle von dem t. biß auff 10. alfı
I.2.33. 4.5. 6.7.8.9.10. wol an: Nun hebſt d
— NN
Mas (Pm |
|. Oder Edelſt Gab Gottes.
jitaneinem / welches ift unſer Wurtzel / bie
nun ein Zahl. Zum anbern/ fo baftou
qyübon Dit vier Clement / daß fennd 4.
4 L. Zum dritten entfprieffen alle pie
«u$ biefen vier Zahlen / fampt der Crben
Sahl / Dag cine iſt des Weibes Gaamen/
ag andere des Mannes Coaamen / dann
Aft bepde Samen feynd die Sortbrin:
ang ber Vollkommenheit aller wunder:
up Dingen biefer Kunft. run nim
ielelbige Zahl sufammen / I, 4. UND 2. Die
nit 7. noch fehlen bir noch bren Zahl /
eis Schwartz / Weiß unb Kothy et.
s ſeynd Farben des Wercks/ wiewo ſie
irm Anfang ehr haben / bann die beyde
Eamen / welches ift Der zwenfaltige allen
„ger Außgäng / welches it die Möthe,Ean
‚Bat herfür Formen / dann durch bem
bepfaltigen Zahl / welche da feine Bir
Beiffe und Nöthe/dann durchihn Fómmt
Ffaͤr bie Frucht ber manmit Froͤligkeit
Endet zu empfahen. Wiervohl‘ unfer
| Sed durch Diefe drey Sarben verftanben
JUP getheilet wird in Drep Theil ^ bod)
And Goͤttlicher Warheit nicht mehr/dann
do Werck betreffende den zweyfaltigen
c /
&bl des Mannes unb Weibes Saamens
Da ift das Werck ber Grauen und dee
Sanne$/ wiewol des GIBeibeg Saamen
Knderbarlich, durch natürliche Geheim⸗
|
| | wie
e
E
ng macht / vollbringe zwifchen der j
nj von bem Manne genommen moib, -
333
334
wie ich dir nachfolgends folche Geheimnie
Radix noftra. 1. Fin Einfaͤltig er bí N
| ich! 4|
Vir & mulier. 3. Ein Zweyfaͤltige
PANDORA
will offenbahren. M.
Atfo haft ou num bem dreyfaltige,
Gesahlı welches ift eine Staffel des A
fanges / treffend ing Mittel / und reich
biß ans Ende, So Du nun Diefen Dre
faitigen Zahl thuft zu den Siebeufaltige
fo bringt es / und machet den $ebnfaltur
gen Gezahl / dann mierefe/ fo bie vollkon
mene Möthe erſcheinen fo macht es gag
pen dreyfaltigen Zahl. Alſo haft Du oor
bracht den gebnfaltigen Zahl / und all
haft vu allegabl wiederum in das Ein
Wolan ich will oir das gantz
Werck dur 6. 3abL/in6. —
| Weiſe fagen. E i
4. Elementa, o, Ein Dierfältiger zer
bricht mich / |
bind mib/ | .
(ior. | 4. Ein Dreyfaͤltige
macht frölich midi]
Finisarııs, ^ $.fÉin Zehnfälciget
umfanget mich I
Lapis, 6. Zin einfaͤltig un]
| froͤlich binichy |]
Alſo ewig bleib — |
—
EM ; , :
Gder Edelſt Gab GOttes.
Die Verß perſtehe alſo: das erſte be⸗
heut unſer Wurtzel. Das ander bedeut
de vier Element / dann durch vie Element
mird.die erſte Zahl des Coͤrpers zubrochen /
atheilet und verändert. Das dritte bes
Heut ben Mann und das Weib’ bann
Die werden in einer Einigfeit zuſammen ges
Bbunben/ und verſtirbt / und durchfie wird
die Vollkommenheit zu Kräfftengebracht.
Der vierdte bebeut Das Ende und dievolls
doradyte Tin&ur, weiches iſt Die Roͤthe.
Hiper. fünffte bedeut / fo bie vollendete Tin-
Buren bereit ift/ foreichenalle Zahl in den
he J zahl weſche bie andern alle
Pamfübet. Der fechite iſt bie einfältige
und undberwindfiche Tinduren/ bann fie
Sserjungt und froͤlich auch ewig bleibend/
mdbeftändig/ dann solche Tin&ur ers
teuer alle unbolifómmene Metallen / und
ringet fie in Die Geftalt feiner Natur.
—J—— Johann de Padua.
L'-(bbbb) C2 ift nicht ohn/ daß faſt alle
Philoſophi vom Mercurio fingen unb fa»
te wiefie hierinn eimflimmen/ da fie
prechen: ER in Mercurio, quod quzrune
apientes: Das iſt / mas Die Weiſen fu:
hen / findet man im Mercurio. Was
ii hun Dig für ein Mercurius, davon märe
quedé pag mau es Cabaliftifch verſtuͤnde
J amb tofifte/ daß 3. eins waͤre / daß z. koͤn⸗
en 4. ſeyn / Item, paf 7. eins fen.
| ! Incertus.
^ E.
quus $56 (obbbb) Waũ
28g
336
ſolche erftlich &. oder 7. Tage in einer ge
ſchirr oder Faß / gleich einem Phiol ode
PANDORA,
(bbbbb) Warn du nun alfo bey
Waſſer und Gold ungleiche Theil (
nicht allein der Qualität /_ fondern au?)
der Qualität nach / groſſer Ungleichhe
ſeynd / bant: das erſte mann es präparirt
leicht/ lind / fubtif und reich iſt das at
der aber gar ſchwer / veft und hart iſt)
eine ſolvir Schalen zufammen gemach
und gleichfam zu einem trockenen lique
oder amalgama gemachtfeynd: So la
Lum
linden Wärme flehen/ daß e nur laulich
zu fpühren iſt / und alsdann ferner von de]
zu vor gehalten 3. Theilen Waſſers wich
berum ein Theil genommen folches inei
tundes unverbräuchliches Gläfen SER
Ey: feße ben temperirten liquorem mittel
darein/ laß es abermals 6. oder 7. Tag
alfo ftehen/ fowird der Corpus Solisalge
mach Durch das Waſſer diflolvirt und auf
gelöfet: Da alsdann die Conjundio)
diefer beyden angebet/ und allda eines KT,
demandernfo fieblid) und fein/ wie €p T
in einem warmen Waſſer m vermifch I
Welches die Philofophi auff mancherfe 1
Arth angedeutet/ und einer Geſpons un
einem Bräutigam verglichen haben. Wan
nun: ein folded geſchehen fo nehme ale
dann das erfte auffgebaltene dritte The
folgends auch. darzu / doch nicht zu einen”
oder aufieinen Tag/ fondern " picbit
chiedli
— —
wur,
ſchiedlichen 7. mahlen/ dann das einge⸗
este Gorpug fonften gat zu. feucht und
Wiberfd)roemibt aud) leglich gar verderbt
Werden möchte. —. | 0 0.
1. Waſſerſtein der Weiſen.
Die groͤſte Heimlichkeit der
Kunſt / von weiß und weg zuſcherpf⸗
"has Lunariam / mic den Cheilen oet
V. 'Dégetabiltim/ oder geſundbe⸗
haltlichen Dingen:
"Wubbefalfenbén oder erhaltlis
Shen Dingen/in gleichem Gewicht /
W'fgfeit! fo diefelbig aufborct/ fo
:! tard das Feur/ fo werden die Geiſt
»erauß gehn, und werde das Seur
„ Mo geregiert wie in. der Machung
T E IQ d M | des
— (oct Edelſt Gab GOttes.
337
LN
unb faft zerwunden / dieſelb Ma⸗
geſagten Waſſer. Ce)
PANDORA -
des Aquz fortis; Darnach thu
das diftillirt Waſſer dannen / und
das ift ein ſehr ſtinckende Materi /
terí tbu in ein circulir Geſchirr /
und ſetz es gar wohl verſieglet in
einBalneum Mariz, darinn laß cé
bif die Irrdiſchheit am Boden fü
gen/ das Waſſer aber klar und
nad ſchuͤtt gar hoͤfflich und fittlid |
das lauter ſchoͤn Waffer darab
daß fich die Oruͤſen nicht tamil.
vermiſche / unb bif Waſſer behallf,
in einer wohl vermachten Gut,
tern. So nimm nun in ean Na
men JEſu diß allerflaret Wall
ſer / und zerſtoß ein Theil '
und ben halben Theil C. und biffoL
piers/ oder entloß bíe in dem vor T.
il |
a Ltctum opus eft in Sole purgato cum
: A cendi ftro,quod RA
ti, per tempus longum in quo utrumg; deco |
quitur, mediante Venere, ufque dum pario.
viria und fubftan:ia — qui et Lu
bark:
Oder Edelſt Gab 6D ttes,
j| mariz fuccus. Hic abje&is fcecibus eft eapi-
Wendus, et enim. nondum lapis, at fulphur
i norum verum, qui demum eum Mercu-
rio noftro, íangvine fuo appropriato,deco-
‚quendus eft in lapidem ignis, fumme penes
l| grantem ac tingentem, n
E — eduonymus Philaletha.
M. | |
" (cc) Andere fchreiben’ daß eine fonders
Mie Seuchtigfeit Durd) — teunberticbe
Handgriffinden Mineralibus gu fuchen/ fo
Das Gold ohne Getvaft refofoirt/ alfo wird
unterſchiedlich von diverfis Authoribus mit
‚Bielen Namen diffolvirte Waſſer genannt,
4818 aqua Mercurialis, Lunaria, Spiritus Mer-
curii aqua Mineralis, Aqua Fortis, aqua Vi-
ittioli, Aqua Regis, acetum Philofophorum,
/Mercurius Mineralis, Sal vegetabile, Spritus
v ini |
Incertus,
Leinwad wohl zw feg es acht Tage lang
an einen feuchten Ort / gu putrikiciren/ umb
über acht Tage gib ibm mieder von
deiner Sungfrau Milch fo viel/ unb core
, tinuire es aljo Toonacht Tagen zu acht
h Tagen / big paj ee nicht mehr im fid) trino
"i | à Sb 3 du
—
389
522
ſtehen
friſche Eyer oder Rogen / Die folt Du von
cke / laß es dfe wohl verftopfft an bem Ort
yn/ big daß du eing Cryſtaline Erde
wirt fehen oben ſchw mmen /_ gleichwie
den Fecibus hinweg hung thue egin ti
Strauffens&y/ ſo obl verlutirt un
pe: Eletorz in ein ziemlich Aſchen⸗Feuer / aul
Daß eg fihfixire/ ſtaͤrcke das Feuers - um
continue es / biß Daß es eine Eitrin. Far
bt annimmt : _bernacher ſtaͤrcke Dat
Feuer wieder / hiß ſie / die Erden / roth wird
toit Drachen⸗Blut / alsdann tbue wiede
darauff deines rothen / daß ſie gantz bei
deckt werde / und coagulıre es durch Die Ciel
eularion, daß es werde toit ein Del/ herna
eher dürre ober druͤckne es zu Pulver / uni]
wuͤrſſe ein Theil diefes Pulvers auf 4a
Theil / fein geſchmoltzen Silher / mit einen
Theil fein Gold / und es wird fid) alles ii
fein Gold verändern. eg a
Wilt Du es höher haben an der arbe"
ſo hoch es immer feyn kan / fo nimm eil
Theil oon deinem Elixir, fo in Dem Ey iA)
thue e8 inein Urinal, thue auch von Deinen
x darauff/der mit fo viel ftarcken Corrofiv d
(Aquafor,) von Ditriol-Salpeter gU
machet/ componirt fey/ laß das N7. in ef
nem linden AN evaporiren/fo wird Die Cit |
etur von Diefen beyden in Deinem Elixir ble
ben / und wird egaugmentiren in Quantitat
& Colore Elixiris, und mann Du ed. zul
öfftermahl tbuft/ daß es werde mie cin De
ET. 3x NE
Ju
un
WOtF Edelſt Gab Gottes.
Mund bu ein Silber⸗Blech oder Lawinam
blaͤend darinnen ableſcheſt wird e$ inwen⸗
dig und außwendig gefärbt ſeyn / fo bu e$
tt fchmelgeft mit einem zehenden TheilGolds /
ſo P wirdes Gold auf allen Proben gerecht.
Phænix eAtropicus de Morie Redux,
Und fiehe bag du nicht mehr
M tloͤſeſt dann das Waflerergreife
À ‚fen ober fajfen moge: bann ſo bie
| eces oder Truͤſen am Boden blei⸗
‚ben: das ift/ ſo du viel D. und C,
'arcin thaͤteſt / daß es in dieſem
Waller nicht möcht entlößt wer⸗
iben/ fo das Ding gang zerfiort und
"berbont/ welche entlöfung / (o die
1 3efbeben ift/ fo fea es gar zu diſtil⸗
"liren/ und tvann ce gänzlich alles
diftitliee ift/mít fanfftem Feur / dann
d folget hernach ein Waſſer zweyer
iPraturen/ doch ſollen fie alle in ein
@ fitr empfangen werden/ unb
im Anfang werde ein fanfft Feur /
und werde langſam nach und nach
qme und ug und zu
bt werde dag Feur des dritten
Bradg zu gedienet / nemfíd) durch
die Aeſchen/ p Feur aber des
| | b 4. aque
391
39%
RAN DORT,
aquz fortis wird gaͤntzlich wieder
folthen und alſo wirdes feyn. (d) Y
(i)gy £.cbym. mag iſt das für eine 9r
| Mi Erden? Geſicht: Jod
ftunicbt vernommen / baf im Philofoph!
fchen Meer eine Fleine Inſul erfchrinerg.
Diefelbige Erde muftu germalmen unb veut
ſchlieſſen fo wird fie im Sefängniß fid) fei
ber für Durst zerbrechen und werden aff
ein Dickes Waſſer mit Del eermenget/ ball
ift die terra foliata Die muſtu hernach i rech
tem Gewicht miffen mit bem Waſſer $08
vereinigen. Alchym. Was für ein GW
wicht? Geſicht: Pondus aquz eíto pi
rale, terrz vero foliatz fingularc. 2l co yr
£5 HErr peine Neden find mir nach vong
Anfang her buncfel. Geſicht. Ich brau
ehe Feine andere Reden und Samen / ag
wie fie die Philofophi erfunden / genenne
und bejchrieben/ und Die Männer Dict
Schaar / die du bier ſieheſt find in ihren
Leben Bhilofophi / undauch tbeil bee
fchende Könige / regirende Fuͤrſten ua
gewaltige Kegenten gemefen/ bie ſich nich
gefchämet durch eigener Hand Arbeit DR
ratur zu erforfchen, und habendavon DIR
Warheit gefchrieben/ deren Bücher foltug
mit Fleiß (efen/uno fie nicht mehr verla
ſtern / fondern ihre weiſe fehren in ach
nehmen’ und Dich aller Sophiſterey undde F
trieglichen Alchymiſten entfchlagen / ]
: wu
(€ Ser Edelſt Gab GOttes.
endlich den verborgenen Natur⸗
Spi » erlangen. .
' s Michael Sendivegius,
Jyegetabile oder —— falgi,
i ben du weiſt / w rdalſo gemacht:
Nimm Mercurium / und fublis
i nier (bn mit d.undp. toic € itt unb
iBeimonbeit if | dann wir ihn in
a8 alerkfläreit gefund bebalteno
Wer nehrend Waſſer / von dem wir
ben geſagt haben / fo wird es das
Befen und Naturen des Waſſers
An fid) nehmen / darnach diſtillir das
Waſſer darvon / und fublimier oder
oͤhe ihn wieder / das bu drey oder
Siermal sum minſten. Hierum beſie⸗
edas apitel von wieder Lebendig⸗
achung des Mercurii im Ende
| nes Büdleins Raimundi/ :c. in
4t Dractica des Geflamenté unb
ffners / derhalben die Materi/ Die
js ait 9. fei n jm. iij. e. unb
rft baben ein aufflofeno Waſſer.
h h nd ſolcher Weiß verftebe ale Bil
T xt Raimundiin diefem Theil, Ce)
"eu. mein lieber Kefer 7 folche
Baganten und Landberrieger iue
55 itu
393
394 |
‚gie heile alle Kranckheiten fo lang
rig find/ von Melden Die Jeu
verzweifflet ober verzagtfind/ nr
ben wie ein Adler/ und nod) fur
tzig Jahr leben und langer/ als
PAN DORA,
flu fernen Fennen / unb wit allem SU
permeíoen/ und Dich mit ihnen nicht ei
laſſen denn fiedir nur den Beutel (etg
machen; Sondern ſo du wilt ein rech
Filius Doctrinæ ſeyn / muftu die warbaftn
unb alten Philoſophos fleiſſig und bedach
ſam leſen / als da find Die Turba, Ar
phius, Morienus, Hortulanus. Comes TE,
vifanus, Arnoldus Villanovanus, Frater I
fiiius Valentinus und dergleichen / dieſe Eel
nea bir gnug feyn / Dein Ziel zu erreichu
fullias aber Zivicenna und Geber find
ihren Reden gar zu bund und weit uM.
Törpeifend [dr einen anfabenben Soll
er. !
"- d
Nicolaus Flarselint
Geber fagt/ bag das rothe
macht den Menfchen jung fv.
liche Dbilofophi gethan babe
die des gebraucht Haben. breptmaltr
inder Wochen / in der gröffe ein
Saͤnffkoͤrnleins es ift ein Stall.
das heiſt Saturnus de canalibus. (IF
"Oder Edelſt Gab Gottes,
) D C fo zu gleicher weiß bat bicfe Medis
Mein gleiche Krafft und Tugend über
fe andere 9fr&eney/ zu curiren cm jegliche
Wrandbeit und Schmachheit des Menfche
hen Coͤrpere / ſie fepoon Kalte oder pon
Wi) und iſt fo einer heimlichen und rout
Srbarlichen Natur / Das nicht genugfam
1 incon "M iff: Sie behält die
ſundheit / ſtaͤrckt die Schwachheit des
ſlers / und erquickt und erfriſchet es / und
Macht junggeſchaffen cà treibet auß einem
Menfchlichen Coͤrper ein jegliche Kranckheit/
Hefe treibt das Gifft vom Hertzen / umb
ibt das Marck den Schenckeln unb Bey⸗
nwieder / welches man ſonſt nennt humi-
mm radicale, unb ſo ſich etwas geſetzt hat
Ind die Lungen / Bruſt / oder in bas Hertz /
(A treibt dieſe Medicin ſolchs gewaltiglich
Moweg / fie erhält und. blut hefftig / unb
Mbaͤlt bey der Geſundheit den gantzen
enſchlichen Coͤrper / biß auf feine Zeit/_fo
Y GOtt dem Allmächtigen auffate
BE Ik
| 4 | Raimundus Lullius,
di
il (ER) Et adhuc di&a medicina aliud ha-
qp et poffe: nam re&ificat omne aliud ani-
"al & vivificat omnes plantas in tempore
N "ris per ſaum magnum & mirabilem calo-
M In nam fide ipfa grani milii quantitatem
waqua diffolvas, & de illa aqua ponas in
i cuituftipitis unius vitis, quantum PE
tefta
]
r
39)
$96
^ hs ^. A ih va
:PANDORA, ^8
teſta avellanæ artificialiter, nafcentur flonfli
& folia, & fra&iGcabit & portabit racemis
maturos in meníe Maij, Et fie deomni alli
planta, quæ res quando facta ct, ad mili
culam reputabitur , & contra nature curíuifll
quia taleshujus rei potentiam ignorant, M.
credunt, quod taliaper incantationem han,
Fili hzc res non eft nificalor naturalis inf
xus in fua humiditate radicali, Et ideo nj
tura per luum inflin&um appctit multum effi
in profundiori totius. elementatz rei, & fM.
aperit & multiplica: naturalem calorem coli,
poris, & in centro. ejus intravit, quia omi.
corpori eft communis, & habet pofle rei
candi partes omnes, quz portant virtutenäß,
& illas fizandi in illis, per modum quem à,
ximus in tractatu lapidatii, & facit vitruill
malleabile, & plura alia mirabilia magna po
detofa facit in tribus naturis, fcilicet, mim,
rali, vegetabili & animali, "
| | Ramundus Lulli
bi
[
(£££) Und nachdem von oiefer Sut,
teürcflid)er Tugend unb) tul; etel unb mar
cherley geſchrieben / und Durch andere "a |
läufftiger an Tag gegeben worden / t [:
nemlich Diefer Stein’ wann er prápatt di.
und plusquam perfe& gemacht worden /
hoͤchſte Medicina unter allen Arkenenen fe),
mit welchemnicht allein ale Kranckheite
ivit Die feyn mögen/als Podagra und Auf,
fo curi;t uud geheiler werden / f. IR
07
I Oder Edelſt Gab Gottes.
Mid) toann er von alten verlebten Leuten
Wbraucbt / Diefelben toieber verjuͤngert /
Hd zu ibrer verlohrenen Krafft und ſtaͤr⸗
W perbilfft/ auch eie halb S obten wieder
Anicken und zum Leben bringen Fönne:
Po tilt id) Doch ſolches an dieſem Orth in
einem Tractatu / weilen ich Fein Medi⸗
E / anſtehen und erreichen laſſen / damit e$
Icht das Anſe hen haben möge) als wann
# denfelben mit folchem hohen Lob/ ihrer
"Ecultet, einen Eingriff zu tbun mich unter»
hen wolte: Sondern wer folchen durch
Miottes Gnaden hat / unb den zu gebraus
Sen totiB/ und fein auch geneuft / Deme
lich dag Judicium und feinen Ruhm ſel⸗
fe hiermit beimgeftelt haben. Es foli
"Mer gleichwol von feinen andern Qualis
ten und nusbarlichem Gebrauch /auch
Iglicher und augenfcheinlicher Erfahrung
(erem ich felbft Durch GottesODerleibung
lnbin) ein wenig vermeldet und angezei⸗
ft werden.
o e Weflerfkein der Weifen.
— Mens autem Arnaldi deVilla no-
Nfuit talis: Defene lapis Philofophicus fà.
| juvenem, id eft; abjecto omni fcoriofo &
Jputo,ipfelapis revocat in puris poten-
Mm adadum, & emendat humanz com-
pxionis lapfum, reducendo ipfum verfus
| Teenam nature fuz, & fic feptuage-
P o. fari-z
»
m Theil genoffen und theilhafftig tvore-
307
395.
. Barius luxuriat,fibique vifum eR fe efleia (Bj
PANDORA, n
fputatione omnia faciendi, qua fecit dum el
annorum quinquaginta, vel forfan quad
ginta, Quantum vero ád ſecundam parte
videlicet quod lapis Philofophicus oma)
expellit zgritudinem? dico hoc effe veru
ni(i forfan in chronicis hereditariis, cujui
modi eftarticularis ino:bus;à paterno feri
relitus, leprá, & hujusmodi paffiones, qii
«onceptioüis tempore in patentum femid
bus remanferunt: Namtalium infirmitatt
radix difficulter aut forfan nullo modo |
tirpabilis eft, | Verum inaliis morbis chro
cisvel acutis, quz ex malo regimine fup
venerunt, vel ex complexionis lapfuad lb
nam vel ad aliam differentiam, ipfe lapis lj
tione anaticitatis & puritatis fuz nihil pe
mittit fcoriofitatis & immuunditiz latere zu)
tà fe; quia totum ejiciat & expellat, &
puris adum provocat fufpenfam, adeo qu
filapis Philofophicus eflet res vegétabigb
transmutaretur utique. infubflantiam hum
ni corporis, & fic. homo tali cibo nutriti
fieret perpetuus: ficut videmus, quod — cal
pora metallica zgra & corruptibilia dep)
rantur pet lapidem, & traasmutantur in y
tum aurum quod eit íncorruptibile, Bii |
4M, Odomarut
,
Saturnus von den Kanelen Cr
der Roͤhren von weichen ſolch
Artzeney wird. (2) — (a) Nach
| Over Ziel Gab Gottes. 399
1) re Dffenbahrung Diefer bepber
4 Irrweg will auß Chriftlicher At- T s Sur
ij&ion ich fortfabren/unb ben Dritten, Da; Wesbum
din viel gelegen entdecken’ alleineich tver; 7?
»dardurchnicht geringeund ſchlechte deure
mendiren / fondern den fürnehmften in die
Mugen greiffen/ in deme fie ihnen einbil⸗
am werden/ ob wolte ich fieirre machen/
MD von ber rechten Warheit in den fin
m ungeheuren Wald der Unwiſſenheit
führen / dahin doch meine Intention
oghe zielet / diewellen / möfern ich Diefer
"Wntreu übermiefen/ und die bey dem fefteti
iMöchloß ber glückfeligen Jungfrauen an⸗
übtmmeribe Diener noch mehrers / als fotu
sengenugfamgefchicht / in Verführung
Arhten wolte / ich den Namen eines Ders
ihrer davon tragen wuͤrde / ſondern einig
MD allein getrieben, / die Warheit zu bee
iuge und einen jeden von feinen falfchen
edancken und übelgebahnten Wegen ab⸗
endig zumachen / auff daß er übrige
Anuse Verſchwendung erfparen/ binge
mit fcharffen Augen / bie Roſe von
Hricho erkennen / und ihres Geruchs
inttilbafftig werden möge: Dom
Solcher Irrweg ift der gute alte Sa⸗
rnus / welchen ich um anfehnliches Al⸗
f$/ groſſen Dignitaͤt und trefflicher
nacht hätte verſchonen ſollen / allein weil
ji (pla Chr nicht lieb/ hab ich ibn als
" eſchoͤpff GOttes qud) herbey bre
Ki | m
|| 4 |
Er
5
2
bu
MM
h
Mu
409.
nus der Anfang oder Der Gebaͤhrer aD.
|. 5B ANDORA, . 5g
und wie cc inunb an fid) gebifbet praͤſe
ten wollen, Mb she t 9 MG
Und obwohl unzehlig viel Authores tili
Philofophi ihn einen Vater aller Metal
nennen/hat er fid) deffen niemals überhi
ben / fondern jeglichem feine Menmun
gerne vergoͤnnet und zu Danckbarkeit
ver viele nicht: Kupffer oder Silber in Go
cansmutiret/ ſondern ihre fehöne gelbe une
braune Haar mit feinem alten grauen Kit
uͤberzogen / auf. ſchwartz weiß gemacht / u¶
mit feinen Spatel in Verfertigung DIR
Grabes mit hinwegnehmung Sorgen uk
Bekuͤmmerniß ihnen zu guter Ruhe
holffen / manchem überiebenden auch, I
nen fehweren Beutel dermafen von SIM
fern minuitet/ unb den Schimmel aba
mwafchen / bag er ihme ferner zutragie
nicht beſchwerlich am Halſe hencket. J.
Wie viel coo. leben anietzo noch / die
anders nicht vermeinen / ob fen der Catull
j
]
er
Metallen: Sein Sal fey bag Penetriren
feichtflüffige Wachs / dadurch die gefta
denen Coͤrper wieder ju ermweichen: SC
Oleum fey dag unverbrennliche Del ol)
rothe Philofophifche Sulphur ? Wie y h
haben fich von den frefflichen Farben d
fe alten Kinderfreffers- verführen [affe à
Seind nicht alle Farben im Saul
judemonfriren/ fo die Philoſophi in hilf
gradibus befchrieben ? In Der dan i
V |
&
* 3E
I^ / oer. f£ocfi Gab Gottes.
wird, er ſchwartz als ein Nabe, deßglei⸗
Then mitälleriey ſhoͤnen Blumen als ein
rh Dfauenjchwang, auB ihme ift. die aller
4 hoͤnſte Weiſſe und anmuthigſte Roͤthe
ringen, allerlepfchöne Gefteine 1 SXu-
Smaragd Hyacinth und Chryfos
th feund aug ibm zu machen.
Ein lieblicheg Sal Vi&riol, Sachafum Sa-
i genennt/ wird. auß ihm gebracht/
E nach auf felbigemein hoch rothes Del
filli, Iſt nicht bewuſt / daß auß dem
‚Haturno mit leichter Mühe ein natürlicher
ti fercuriusCurrens ju weg zu bringen? ‘a
J' t icht der SpiritusSaturni. eines Der aller»
N Mien Gifſt? Sind nicht alle Bücher
\ oll/.bie da bezeugen’ daß außdruͤcklichen
un Gaturno die ganke Eficacia zuzueig⸗
nto ? Iſt jemals ein Peg gervefen/ Der
iA,
Mer edlen Jungfrauen gezeiget / ſo iſts die⸗
a und haben die gelehrteſten Poflcflores
d ieſes arcani fein ander Mittel ber. War⸗
ähnlicher finden unb dag gan&e Mei-
' itr ſtuͤckabzubilden erdencken koͤnnen / ale
"en Durch den Saturnum.
ı Darmit aber bep ben Filis Hermetis
nicht das Anſehen hab / als weren fie Lüge
T unb S Sophiften / haben fie an ihre
üttel angeheneft/ indemefie die öffent“
he Bermahnung gethan baB ihr Sacur-
ifften ein: gemaltig Centnerſchweren
* gemener / pons erh lien i⸗
e
js Rationes nüher das fchöne. Hauß
peo
| 402
‚Saturnidor das ware Subje&um des Un
beréinfültigen/ irrenden Durch folgend,
den guten alten Saturnum dergeſtalt zu
derſelben gewaltig wegen Mangel bed Ph
faſt verzweiffelte / fiel ich bald aufm Spiri d
| ſchen Didi eingedenck; daß unfer Steir
PANDORA;
fche fey/ aber der Teuffel/ als ein Feind bg
Warheit / bat unter diereine Milch — fem
ſtinckende Seich vermifcht/in deme alle DM
jenigen / fo folche in fich geſoffen dadur:
fo bethöret morden/daß fie zu entgeg@l,
allen Philoſophiſchen Diis, die Mineral,
verfals &atuiret/ bif daher defendiret/ un
ihnen nicht außreden laffen wollen.
wahr esaber ift/ und daßfie ein bof
lehres Stroh dreſchen das will ich um
a
Erempel Flärlicher demonſtriren. |
Anfangs bab ich felbft der Turbz und,
Ändern Philofophis Glauben geben/ und,
fen Minera umfabe / und in Erlangum,
[ofopbifd)en Menftrui zu ſpeculiren Demy.
bet toar/ denn weil ſolches mit unzehligen
Namen genennet wurde, ich aber als en]
anfahender Schiiler bad. rechte zutreffarf.
tum terrz, bald aufm acetum bald auftt j
Mercurium, bald auf bie aq. fort, unb fant
mit trauren und Schaden ineinem fo viel
als in dem andern: ^
Endlichen wurde id) des Philoſophi
ſich vonfich felbftSolvire. Dahero gleich⸗
ſam vor Freuden entzuckt / ſetzte i) bie |
Ing |
| Ode: Edel Gab Gottes.
Nineram wohl verfchloffen in linde dige-
tion, in Hoffnung ver alte folte von fid)
Pelbſt anfahen zuſchwitzen / feine innerliche
yodpberübmte Blumen herfär laffen/ und
Inirals einem treuen Nachfolger der Her⸗
unetifchen Schriften Gehorſam leiften/
Jibtr es war vergebens, das Waſſer Satur-
imarviel ju hart gefröhren / molte fich
„on meiner Hige nicht auftetien laſſen / und
hoͤnte ich weder Sieger nod) Schnee von
Im bekommen / daß ich mid) entichloffes
"hem Alten mit gröffeın Ernſt durch des
J'uleani Beyſtand zusufprechen. See
ehr ich nun zuſchuͤrte je weniger erlans
"ett id)/ und fahe/ daß meine Arbeit gang
ch ümfonftangerenbet tear. — ho
T Obat Durch diefe Arbeit: ich simlich
Webrennet und auffacbalten/ Ponte ich Doch
Des altenlahmen Schleichers nicht vergef>
Fnfonderlich weil Theophrafus in libro
N "exationum ihn gewaltig recommandiret/
Lb auch gleich damahln eines vornehmen
hiloſophi aug Niederland A. N. e&licbe
"X ebrime Schriften erlangete/ durch wel-
je ich in meiner Opinion confirmiref tours
"tl. weiler/ als der die Tinctur warhaff—
g folte gehabt haben/ mit einem Difcurs
wieſe / Daß die Anima Saturni Bie ‚rechte
| jur oder prima Metallorum Materia fey/
"nd. baf bie Tin&urauf den Metallen ges
^ pmmen werden müffe nad) Theophratti
im m o ef
—
N
mif
Neynung / der da fagt: Auß / durch und
d ; etc 2 ; .
b.
49)
|
404
te / der Allerhöchfte hätte mich meiner Bil
nig ergluͤen meinet/ e8 würde noch f
PANDORA
mit ben Metallen wird unfer Stein bi
reitet zc. Daß auch Die Anima Saturni. de
mit fo viel Tramen genennete Mercuriv
Philofophorum ſey / und bas trofet
Waſſer ber Weiſen / in welchem Gold un
Silber im Waſſer zerfchleichen thäten un
was dergleichen fchöne -DauptiFandamengl
ta mehr eingeführet wurden. -
Nach deme ich aber vorher in alten Prage
cefs- Büchern dergleichen Labores auch ge
fundensunter andern des Bruder George
auß Armenien Werck / welcher eine Po
bilicät durch Hälffe gedachter Anime bei
feinem freunde gefehen subaben hochbi
teuerte/ war (dj noch embfiger dieſe Ami
mam durch Mittel eines fondern Waſſer
zu przparire/ Die Dann gar Fiebliches UR
ſchmacks / weiß als der Schnee um
wie Wachs / und febr penerrirend fich e
wieſe / die vermifchte ich mit Dem fermengn
to Solis, unb ließfie per gradus. ein hal
Jahr ffeben ; barbe fabe ich daß mein
Materia ſchwartz wurde / eg erfchienen iti
Glaſe / unb nicht in der Materia, viel [HET
ne Sarben; e8 wurde die Materia toelfom
und leglich roth als eine Menninge / a
ich von Hergen erfreuet/ und darfuͤr hiel
|
N
N
N
tt getodbret/ und mir den Thefaurum The
faurorum inmeine Hände befcheret/ eulet
zur Prob / ließ auf ein Silberblech ein mil
Ruf
| ‚Oder Edelſt Gab Gottes.
üffig ſeyn als zu vorn / und gleich tingi-
" aber eben wie der Viciriol Anfangs
r jebas Phlegma ihme entgangen fluͤſſig
ie ein Waſſer / hernach ſo fireng al$ ein
Hf wird / alfo iff mir da ebenfals be⸗⸗
NT ich in Det proje&ion mit der ollerftáre
i ften Hitze fie faft nicht in Fluß bringen
leichfehr feine Transmutation vorhan⸗
Ben’ ſondern es war meine Tinctur ein
| 5 hlacken toorben/ und mein fermentunt
eſſtens im Rauch aufgangen.
mn mich. folches Betrübet/ ift leicht zu
achten/ ich mufte mich aber patientiren/
Fheilich der Natur nicht gefnlget / und
urch Die gerechten Schriften Der Philo⸗
» dhem/ Die mich ein beflerg lebreten/flGger
Horden. Gnug were es gemefen / daß
* bem alten bincfenben Orunfer mit Dies
V meinem procedere vergebens tradtiret
ͤtte / allein es mufte auch ein Mercurius
furens mit Jodlffe des gemeinen Mercu-
| i auß ihme gemacht/ unb miteden fer-
dhento Solis & Lunz coaguliret feyn. Er
| pu mit Boodafche Calciniret wieder re-
| h acitet und abgetrieben merden/ Daf der
Mmtner ein paar Marc Silber geben
dite aber tie ſichs am Ende funbe/
nd was er gab / bab ich am beften.erfah-
am ich meiters nicht glauben Fan
, mag / daß i ihme/er werde Calcinire
Ce3 und
»
In
egnet/meine Anima Saturni war fo (t eng /
Dnte/ und in Deme es geſchahe / mar.
40$
406
P d
und digeriret tote er wolle/ einige erfprießs
. lie 9iu&barfeit nach De8 Bafilii Mey⸗
det / bater doch felbft nur ein Bein bafi
PANDORA
mung zubringen fep. Wohl fiehet man/
meil Die Practica nicht angehen will / daß
Bafihus einen andern Saturnum. denn Dite)
fen muß gemeine haben. In Summa
Saturnus Comm, hat weder in feinem
Schmaltz noch Saltz etwas / wie andere‘
mehrers bezeugen / deſſen man ſich zw
ruͤhmen / ob mangleich groſſe ſilberplantzſchẽ
unb ftarcfe einbringen von ihm auffchneiaf
er einen Kruͤppel gleich herein kreucht / wie
folte er einen andern wag er mangelt /
geben und mittheilen Fönnen / eg ift eir
Glaß und Oleum ein Fumus und fucus, und
macht (id auff der Gapellen unficbtbar/ d
unb hat Feine Gewalt / fo rotb e8 auch F
immer feyn fans daß ed den Mercuriumf
in groffes Neichthum ſetze fondern eg T.
przcipiciret nur Den Mercurium, zeucht
ibm ein frembdes (laubigeó Kleid / und F
Fein metalifch Corpus an / und fäft ihn]
mit einer gelbrothen langen Naſen darvon
zotten. Das rechte mahre gebenebepte |
Olcum Saturni iſt viel ein anders auß Det
Philofophorum Saturno bereitet einer eine
gehenden firen /_unverbrennlichen Eigen⸗
ſchafft dag fire Sal Solis & Lunzmuß res
folvirt ſeyn ba anderg der Mercurius Dda d
durch fichend gemacht werden fol.
Sybr armen Alchymiſten / wo bleiben eue |
Oder Edelſt Gab Gottes.
t Promisfiones? Was nuͤtzen euch Die
‚perführifche Procel-Bücher ? Es tauret
N ui euer/ daß ihr das Anfehen des alten
| Saturni euch fo verführen laffet ; bey mir
iſts Fein Wunder / Der ich Fein berühmter
dochgelehrter Profeſſor dieſer Kunſt ge⸗
weſen / niemals in Dem Bedeckſaal der
! Natur Gebeimnüf/ wie ibr/ bif aufs ins
Nnerſte gegucfet/ mich aud) inder Schul ber
berühmten Fraternitet Rofez Crucis nicht
auf den hoͤheſten Staffel geſetzt fondern
! meine Haͤnde habe ich lieber mit den Koh⸗
ser biſudeln / und der Scientz gewiß werden /
als daB ic) an den Ort / da der Himmel
! auf br Erden lieget / mich begeben / der
I hochgeehrten Roſen Creutzer Archiv erſtei⸗
li gen derſelben Arcana erfotſchen / unb al»
es ohne Verhaͤngnuͤß GOttes gu offene
" xgbren mich bemühen tollen. Kinmal
ſt bad alte Sprichwort gewiß : Dem
i Befehrtem ift gut prebigen; babet ihr
I Dhren/-fo werdet ihr biefe meine Rede su
Dersen faſſen / und Fánfftige8 von falfcher
gebildeten Opinion euch außzumirren
iffen. Es maggefchehen fepn/ daß tie
em Philofopho das Wort Saturnus tnt»
| vri fovon einem Sophiften mie eis
Ne Mucke eon der Schmwalben aufgefans
Nenmorden / welches ibm das Gehirn
Jam rid bafer auff geratbe
=
— MCI
- E
*
ohl darvon gelallet 7 und den armen
enden ——— Teuffel in gn
[
N ‘4 piel
Pd
i
407
408
€ piel gebracht, daß man ihn tie da
ihm milcket/ und endlich des Feuffels But
der edlen Jungfrauen Geblöt gantz nah
lauter Verfuͤhrung und Nichtigkeit.De
PANDORA
Künglein tractiret / roth und ruͤn beili |:
pet gelbeund ſchwartze Stiefeln anziehet
feinen alten grauen Bart bald gelb / baſ
weiß machet / offt dag Lac Virginis au
ter aug ibm außrähret, Aber ich boff
man werde auf meiner bifbero gehabter
Tra&tation wohl verftanden baben/ daß ei
mit feinem. krancken Saturno außgerich
fet ſey ob wohl des alten Saturni Gebluͤ
verwandt’ ift das Ubrige Doch nichts a
gleich wie Marsund Venus leicht zeritd
tet/ und nichts gufs außrichten/ alfo Fatal
auch der gemeine Saturnus fich 90r Dir gef
ringfien Corruption nicht ſchuͤtzen / vie
minder ein anders Corpus jut plusquamper
fe&ion führen und bringen. Wie ed nq
übrigen zuverſtehen daß der Satumue
das erfie Metall ſey in der generation, und
hernach Durch Die Länge ber Zeit / Zinn
Kupffer / Silber und Gold drauß werde
laf ich bie jenigen judiciren/ bie mitihrem
fiharffen Geficbte in der Natur beimkif
chen Werckſtadt durch das fele Geſtei
ne gefehen/ und folches alles erfahren
haben. Sch halte darſuͤr / wann die Prin T
cipia Saturni in Det Conjundion nicht mil
dem femine Lunz vel Solis zugleich verff
miſcht / und in iplo pun&o yon der Matris T
| «rp
i
. oet Edelſt Gab Gottes.
ee concipiret morden/’ mag Saturnus in
5 Metall vom Archzo nimmer
gebracht werden. Zu bezeugen iſt
ij wei der Satumus zu Villach nicht
ur
ram Hark reich am Silber iſt / daß billig
fragen/ wie folches zugehe meil das
4 E zu Dillach eben foalt/ alg das
im Hartz / jenes zu Villach ın einer wärs
nem Landſchafft als dag zu Goßlar uno
Beerfel/ tea Doch bie elufffirigung Dt
Ln Bei: su einem höhern Grad vers
fas gen: Cs ft des Samens Schuld / und
den unreinen Zufällen zugufchreiben;
Häget Darmit Die Senerationem meral-
lorum Durch und durch Öber einen Leiften/
Üdergeftalt/ daß moraußMars und Venus
neftanden / auf demfelbe Fomme aud)
1 Das Gold / und fte) in radice eines und
N gleich/ daher auch möglich , wofern
dergleichen geringe Metalla purificiyet und
di geriret wuͤrden daß auf ihnen ein gutes
Gold werden Fönte. Allein man febleteis
Ir t8 groffen Baurenſchuchs; ein Haſe iff
ine Kuhe ob er gleich vier Fuͤſſe hats
8 zu Zeiten Milch giebet; die mindern
de ſo viel Gewalts und Per-
Egion nieht / daß aufi ihnen bit Univerfal-
inaur einig gemacht werden Fönte / ob
aleich der Samen in ihnen zu ſeyn (doch
: " „geringer Quaneität)nicht verneinet wird.
4 es Der
has
4
X
in Sefode vom Silber bált/ hingegen
inbere? Da miro mancher fehlieffen und
499
40
PANDOR X
Der Feine Bauer ſagt gar feb: huͤbſch: Da
zwar auß jeglichem Metall eine Tin&u
zubringen/ vod) nur nad) jedes feine!
Samens Geſchlechte / welche bernad) fi
kraͤfftig daß die Tin&ur Saturni dag Cor
pus Solis fónne in Saturnum (verftehe idt
Den Colorem) transmutiren/ welches nich:
allein zuglauben/ fondern auch gu de
monſtriren iſt wie vorher im Difcurs d
transmutatione Martis in Venerem, Ange
deutet tvorben. P
Hier muß man auff ber Philoſopho
rum verborgene Reden acht haben / wat
fie eigentlich aemeinet/ wenn fie gefageti
Daß auf jeglichem Metallein Tinctur 3
wege zubringen fep/ nemlich eine Sinctur
folches weſens nach Deme der Same bes
Schaffen‘ dann was man fäet / wird man
ernden/ weil aud) Theophraftus babet
will’ daß man nicht sum Kupffer oder
Bleybaum / fondern zum Gofbbaum und)
feiner Wurtzel gehen foll/ daraußein jeder
leicht das rechte Fermentum abnehmen
unb zumercken hat. Es möchte einer ent⸗
gegen ſetzen die vortrefflichen Di&a des
Flamelli, Sendivogii und Theophraſti, ſo
allzumahl ven Saturnum vor ihren Patro-|
num achten / und weder Golds ober feine
Samens gebenc'en/ Daß Daher Der Sarur- |
nus gewiß nicht vergebens von ihnen ges
nennet worden/ wenn fie fagene Nicht |
per Gemeine fen eg. Aber ich Wie Dr
nie
, WOtt Edelſt Bad Gottes.
Antwort biß zum legten Theil / daein
Mehrers Davon tractiret werden wird /
mewenden / dahin ich den guͤnſtigen Les
her verwiefen haben till. Einmal: ifts
ewiß / daB der Philoſophiſche Schlöfe
p einig und allein von des Saturni Ges
ipit muß genommen werden / welches
won den Philofophis das Bleybad ges
wiennet toirb. In dem e8 vom Saturno,
was ift; vom Hertzen des Bleyes bera
ommelz und nicht vom gemeinen:
Dann bie Philofophifche Anima iff
eig ein andere / als etwa Bleyweiß /
dr Gumma ift viel ein anders/ als das
‚acharum Saturni, ihre Butter und Del
JS
" ber Gur iſt gegen beme / auf gemeinem
jBltp/ wie ber Tag gegen die Nacht
warechnen. In Ermegung dieſer Erklaͤ⸗
ung wollen fid die anfahenden Schůuͤ⸗
Ir eor Dem gemeinen Saturno huͤten / ob
gleich Der Wegweiſer ift zu der edlen
youngfraufdof; ift er Doch brum nicht
‚pen bie edle Jungfrau feíbft; zu Ehren
' iuf ich dem Saturno befennen/ daß er
poft. GOtt mich zur Erkaͤntnuͤß feiner
Leben Bafen gefábret hat / GOtt gebe
nad/ daß ein jeder mad) mir ven
hnurſtracken Weg finden / unb auf Fin⸗
ernuͤß ans Liecht Eommen möge. — —
Heinrich von Battsdorff.
iE 1
!T
n -
Darum / cin jedes geichs mehren
an
a
Aid
ANDORRA,“
fein gleichesvein jede geftalt freuet fia
ihrer geſtalt / ein jedes Geſchlecht freu
et ſich ſeines Geſchlechts beatum fi
merek / daß alle Kranckheiten fo fid
ton der Scheitel des Haupts an
big an die Solen der Fuͤſſen erbe
ben / fo eine ifteines Monats alt
oder fo lang gewähret, daß bíe f
einem Zag: Hat fie aber ein Jah
gewähret/ dag die in zwoͤlff Tagen
bat fie lange Zeit gewähret / da
fie in einem Monat geheilt und a0!
und gemacht werden: dann gleic
wie es heilt die befleckten Meta
von aller Blodigfeit / alſo auch di
Menfchlichen Korper / berbalbe
fo wird unfer gefegneter Stein/bi
[i ein Xpriar / alsmwol / de
Menſchlichen Corpern / als aud
der Metallen genennt: von melchel
Hermes ein Koͤnig der Griechen umi
Datter der Philoſophen / ſagt
Bann du von unſer Elixir / jede
Tags und fieben Tag nacheinande
nimmeſt in der Gewicht dreyer Ca
robiarum, fd werden dir die graue
Haar auffallen am Rp
IKT f£odft Gab Gottes.
der en ſtatt wachſen / und alſo wirſt
ipu auf einem alten ein Juͤngling
at inb (tard. (b)
Pom heutiges Tages aller Philoſo⸗
ji ^0 $pben Datter ber Hermes unb bet
nreiche Geber / fampt dem tiefffinnigen
ih * imundo Lullio wieder aufferſtehen foltens
o ) reárbem fie nicht für Philofophen + fon
Iber für. Schäfer von den Cbpmiften ger
Nalten werden. Dann fie wurden von fo
ithief Diſtillirung / Eirculierung / Calcini⸗
; ing / und anderen ungählichen der Arti⸗
‚ten Arbeiten nichts willen : Welche doch
1 ger Zeit Die Leut auß ihren Büchern
i: nden unb erdacht haben. ; Allein eines
‚nangelt uns / daß mir toiffen folten/ was
t Itgetónt unb gemacht baben / nemlich den
Whllofophifchen Stein, ober natürliche
incur: S ymmitteló num mir diefer nach⸗
Fachten / erfinden toir andere Cadjen/unb
j häre Fein SiGunber / wann die Sortpflanz
1 mg der Menfchen nicht fo gewöhnlich
aͤre / und die 9?atur darinnen ihr Recht
Fhcht fo fteiff erhielter daß darinnen auch
Flaͤhlet würde. |
11 | «Michael Sendivopins,
enach felget der Anfang
Werd 8.
‚ Damit daß ihrs deſto klarer vere
m moͤget / (o wollen wir eud das
wahr
43
4M
A Stund, und in welchem ag ul
Daß genommen tveroc/ der Philo
PANDORA, "B
Wahr fürnehmen zeigen? in welch
in welchem Monat / ber Anfai
unferer Meifterfchafft geichehen fü
Und babep fagen wir / daß wit
cher ihm anderft tbut/ daß derfelbf 1
gewißlich irret unb weicher abe]
handelt / nachdem als wir gebiete
der wird gemißlich die wahre Sut
erfahren. Derbalben fo fagen will
pbí(d) Stein/ mit feiner gants
Subfiang/ unb taf außgeleſen we⸗
de auf demfelben Stein / die affi
reineſt und ſubtileſt fubftang / ut
werde getban in ein Philoſophiſ
Geſchirr / und werde verfieglet def
Mund des Geſchirrs nach Dot
ſophiſchem Sitten / Brauch un
Gewonheit / und werde geſetzt
den Boden der Philoſophen zu
tergang dee Sonnen / vig ab
alles ſoll Indie, junc, geſchehen um.
werde diß Werck angefangen / ve
der mitte des Chriſtmonats / biß
mitte des Jenners / unter dem ZU
chen des Steinbocks / alsdann moder
. Oder Edel Gab GOttes.
x das Philoſophiſch Feuer anges
uͤndt /und werde das Werck gere-
Mert nad) Sitt und Sewohnheit der
Dhilofophen / burd) dag gang Sci»
ben/ und fife daß in dem gangen
Feichen / die gang materi bíe ba
yolatilis, Oder gefluͤck war / fip wer⸗
eo
Um Beſchluß bierauff fage ich bit
NA warbafftiglich / daßeine Arbeit auf
Wer andern gehen muß / denn unfere Das
ra muß Anfangs unfers Wercks wei
‚aD auffs höchite gereiniget/ alsdenn auf»
fchlöffen und zerbrochen 7 auch jerftoret/
A zu Staub unb Afchen werden:
‘Denn das alles gefchehen 7 fo bereite dar-
JW einen fliegenden Geift 7 weiß als der
Schnee und noch einen fliegenden Geift/
‚uth als ein Blut / diefelbe bepoe Seifter
„drhaben den dritten in fid undift Doch
, Atti einiger Gift / und find die drey
j eifter / fo das Leben erhalten und ver
Ihren / die füg zufammen / gib
|ühem 7 mas ihnen an Speiß und
Hanck von Natur vonnoͤthen / und erhals
it im Ehebett der Waͤrme bif zu ber
IFommenen Gieburt/ fo wirft du ſehen
M» erfabren / was dir ber Schöpffer und
Wi: Natur zu tviffett vergönnet / und tviffe/
md ich meinem Munde fo weit Feine Of⸗
N fenbab:
415
-416
PANDORA, .
fenbahrung mehr gethan babe / und SH
bat mehr Wirkung und Wunder C
Satur einverleibet/ weder viel Tauſer
Menfchen folches glauben Fönnen; 907
aber ift ein Siegel vorgedrucket / auff ix
bet mögen / fo danatürlich vom Schoͤp
fer zugelaffen/ aber uͤbernatuͤrlich von De
Unmeifen gehalten werden. Denn DE
natürliche hat feinen eriten Anfang vol
übernatürlichen / unb ift Doch alles nich
sufammen/ denn eitel natürliches zu befit
den. ital «oro
Bafılins Valent.
(cc) Maxime cavendum, ne fpiritus , ge |
corpus exficcat, à corpore exficeatur , Bi]
volatilis : nam fi volaverit à corpore, cot]
pus perfe&um efle non poteá : ideo etia
requiritur , vas effe figillaum figillo Hey ]
metis, 2 4]
| Clangor,
( ccc) Alſo aud) in ber Meiſterſcha
des Feuͤers muß Ordnung gehalten toit.
den / auff daß der feuchte Liquor nicht F
ſchnell vertrockne / aud der Weiſen Er
reich nicht zu bald zerfchmelge / und au
geläft werde fonft vürbeft Du aus gelu
pen Sifchen indeinem Wafler Scorpig
gebähren ; fordern roit Du deiner ArbiE
vedgter Pfleger ſeyn / fonimm das gerttli
Waſſ
4
Iz Oder Edelſt Gab Gottes.
y Waſſer / barauff ber Geiſt anfangs ſchwe⸗
! ete und beſchleuß für ihme die Thore der
| SBeftumg! denn die himmlifche Städt wird
| von pem an. von irrdifchen Feinden befaa
mt cel unddein Himmel muß Durch
Bollwerck UR auren fefte Ders
abrung haben auff daß nicht mebrbena
ineiniger Eingang mit guter Dormache
ftellee wird / als dann wann ſolches alles
ollbracht / fo zünde an das Licht der
in Weißheit/und füche Damit den verlohrnen
p unb laß Leuchtung geben, fo
[ oonnótben / denn du folt wiſſen / daß
,Di Friegende Thiere und Gewuͤrm ihre
MM in der Falten feuchien Erden
ben von wegen ihrer Qualität ; Dem
Menfchen aber ift feine Wohnung auf dem
: Erdreich, in einer Cemperirten und vermifchs
= Eigenfchafft verordnet; Die Englifchen
ifter aber 7 dieweil diefelben feinen irrdi⸗
n/ fonoern Englifchen deib haben’ und
‚feinem fündlichen Fleiſch + wie der Menſch⸗
unterworffen / find in einen höhern Grad
| "n enet / Daf fie Feuer und Kälte beydes
Han obern und untern Region obn einig
ernůß ertragen fónnen.
Bafilsus Paleniinui*
f cé y. Fios Lapidis nón cómbutátür,
lile. fi Íperma generätivum una confümitur i
aec Ípes cóncipieodi; bec gebcrandi, pec
X amplius aderit ulla,
nU - PH Polakinss
Dd (cc Es
\\ N
Ni
|
zh
— —
S
1%
T
17.
A1
zum meiften zwey oon mórben: befigle
welche mit dem Freyfe Saturni übergogel |
— unb Geift nicht Geift zumachen als dat
|^—PANDORA; -
— (ceccc) Es iff mie oben gemeldet / mu
ein Gefaͤß von Anfang biBgu End / ode
chen ein beharrlich (Seuer in beyden Arbet
fen/ morüber die Irrenden Den zehende
und cilfften Tractar leſen mögen/ wuͤrde
bu aber in der Dritten Materi arbeitet]
fo ift es gefehlt. Mit verfelben gehel
die jenige um/ welche aufferhalb dieſt
unfers einigen Saltzes welches Mere
rius iſt / in Kraͤutern / Thieren Steine’
Mineralien arbeiten aufer Sole und Lui] |
Und wer zum erwuͤnſchten Ende zu gi
langen begehret/ ber muß wiſſen Die Ve |
mwandlung der Element/ leichtes: fchwel |
1
N
wird er in feinem äufferlichen Ding arbeit
das Feuer iſt Regiment / was da beſchicht /fit |
ches beſchicht durchs Feur wie genugſa
hebevoren / und auch jetzund an ftatt DE |
Beſchluß gefagt ift.
e Michael Sendivo: 2 | |
. Darum fo fepe die Hit derme
ſen Daß dudie Hand mogeft bo
ten zwiſchen den Seiten od
Wenden des Ofens/ in ſolch
Waͤrme ſtunde es bi ou fibeft iE
Materi ſchwartz ärger 1
at
Be =: Y
|. Oder Edelſt Gab Gottes.
daſſelbig zu lang verziehen will
fo mebre bas euer ein wenig /
und dann fó du fibeff die Mater
ſchwartz werden / fo freu, Did):
dann es ii ein Anfang Der Ab»
übeuung. Alsdann (o beſtaͤtige
das Feur / biß Daß alle Farben
hinuͤber gangen find’ und wann
u aud) fiebeft die Materi ein we:
ig weiß werden’ fo mehre ihm
ibas Feur unempfindlich / big có
Mfonmt zu vollkommener 29efie/
bann fo (ff (6 anug uno (ft erfüllt:
"Aber das Feur werd gar lanafamte
lich gemehret/ und das nad) dem
y bu ſieheſt die Materi erhebt wer⸗
den zuder Weile, (d) ——
Aogggtus bu nun erſtlich ſieheſt / daß
Woor DerDiffolvirung und Schwärs
89 fiehet toad fublimirt. unb aufſteigt /
dder aber gleichſam wie. ein rothes Del
u (mwelches bann gar ein böfes Zeichen ift)
‚oben auff der Materien ſchwimmen tbut:
Nemlich daß von Diefer oberzehlten Maͤn⸗
‚gel oder Irrthum einer oder mehr fid)
(NN gu trügt/ oder geſpuͤhret würde: fo Fans
Mu aledann ba gange eingeſetzte Com-
jj Pefitum, wiederuub auß dem Gag neh⸗
Mes. Dd a men/
= ©
E
nicht mehr zu ſtarck gemacht werden / wan
PANDORA, |
men / daffeldige wiederum von neuem
viren und mit vorgedachtem aqua Merc].
ii (melches diePhiöfephi aud) Lac Virg
nis ober Der prima materie ihr Milch
Blut und Schtoeiß/ item ben unzerſtoͤ—
lichen fontem oder aquam vite, das Wo
fer Ded Lebens welches Doch auch od.
gröften Gift in fid) hält, genennet h
ber) imbibiren/ befeuchten und kraͤfft
machen als dann wiederum Fochen/ /
fang big fish nichts mehr lublimirt od
über fich begibt/ und die Congelarion od
Fixation an dem Werck fid) vollfomlt
in maffen vor biefem angedeutet toorbel
umd recht ergeigen thut. u
i Waſſerſtein der Weiſe
(dd) Des Feuers halben muß: ich auf |
deutlicher fehreiben / daß zweyerley erfo|
dert mwirdials das eufferliche und inerlid
unb vermag eines obn Dem andern nicht
es muf pas natürlic)e dag ander anzuͤnd
und würckend machen/ und muß das aui
fer^ das innerliche nicht übertreffen. un
wie der Bernhardus recht fagt: es mug el |
gleiches digerirenbe8 ſtetes Feuer feynnid |
zu maltig undhigig. Doch fan das Fe
ein Pferſichblut⸗Farb erſcheinet / welch
Die Philofophi verſtanden wann fie geſag
Comburite zs noftrum cum igne fortifimi
Was nun bas innerliche verborgene Feuf
iſt davon fagt Geber alfo: Qui Sulpht |
cor
ums e .
| Oder Edelſt Gab Gottes.
pommiſcete & corporibus amicari . noverit,
| am niet unum de fecretis naturz maximum,
Bas von Der Zeitzu balten/ in melcher
i il Meinungen als Authores : Doch ift
n tft$ Die gewiſſeſte: DaB in einem 95202
at werde P rolloradt bit Patrefa&ion, im
trm Die folution, calcination und Subli-
ation , und ift nur ein einige Arbeit. Sm
‚ erfcheinetg wie ein Negenbogen. Im 4.
ird DAB agens ein patiens, unb erſcheimet
* weiſe Sarbe. Dieſe Farbe waͤhret über
‚Monat. Nach diſem kan mit dem Feu⸗
wr nicht leichtlich mehr geirret werden / doch
J j man anhalten biß auff die Vollkom⸗
heit / alsdann Hint cin durchſichti⸗
Mi Naubiniſche Farbe.
fi Incertus, Macrocofm :
iBeber itt feiticr C umma / ant
# XVL Capite / von oett natürli-
aos chen Anfängen.
4 Dann es ift zu merden / daß
, ahdem der Stein gereiniget und
(ifommlíd) gefaubert ift/ von ab
in zerbrechenden oder zerſtoͤren⸗
Sing / und barnad) fermen
niert. ober geheblet ift / daß du nicht
sedarf ft das Geſchirr zuandern/
^i daflelbig zu offnen/ jondern
n bag es GOtt bebrite/ daß es
bs; nicht
diefe gantze Arbeit wird vollbtacht / find fo
421
4*5
PANDOR A;
nicht zerbrochen werde / umb voro
deſſelben wegen haben die "Dbilofor
’
(ONTOn tzdeat te prolixitas repetition.
i contritionis, & fublimationis, Z#
chimia enim eft aGio naturalis , quz fat
habet motum & tempus determinatum , à
ut quzdam majori, & quedam minori tes
poris fpatio terminentur. In 40, dict N
completur opusad album: Et in nanagi!
disbustotidemque noctibus completur o[8 |
ed rubeum, quando Artifex bene labois
Sie in 140. dicbus abíolvitur opus, — 4
quando tamen fixatur in majori vel mi
tei*
n Oder Edelſt Gab Gottes,
" ore , juxta induftriam operantis & juxta
ilighantitatem mineralium. Clangor Buccinæ.
i ONU Hierfolte ich aud von der Zeitz fo
rzu gehoͤrig mann unb wie lang zu jeg
(nam A&u, „folche Perrichtung gefchehe/
mas außführlicher anmelden / welches
ber allhier mit feinem Gewiſſen Termin
Nicht wohl befchrieben werden fan. Dann
üt gemeldte fpbilofopbi mit denfelben auch
is ar ungleicher Meynung feindt. Sinte⸗
i: jahl mir auf ihren Schrifften zu ſehen im»
reiner langfamer als Der ander den <fte-
"um erlanger. Es iſt aber vorhin crine
* trt / und vermeldet worden / daß in ſol⸗
em allem auff die Natur (wie ſich dieſel⸗
m ein andern Dingen erzeige) gute Achtung
nigegeben werde. Warn man nun folches
j| fbut- und daffelbig fleiffig obfervirt auch in
N at lem darneben / daß rechte Mittel hält fo
man ehe mit (oícbem werck zur perfc&ion
: ‚gelangen. Dochhabe acht daß Dunicht gar
en genau rechneft/ ober mit vorgemelt / gar
darüber kommeſt: Dann ſo das gefchehe/
weine Mißgeburt erheben würdeft/ darein
* durch ſein vermeintes eilen / oder
/ Mnfinbigyrit/ auf feinem verhofften Elixir
; ein Nixir erfangt und befommen ha.
Waſſerſtein der Weifen,
Und Din bacau kommſt /fo [ob
(i
je
m Herren Ehriftum. (£)
m DB dann das Werck mit GOttes
Huͤlff alſo zu einem gluͤckſeeligen
Dd 4 End
T3
gangen / fonderlichen auf den kunſtreich
Zirobern und Aſſyriern / wie die Turk
PANDORA "[
End gebracht / und ber Weiſen ihr Cold
Phoenix oper Wunder Bogel geſehen /
Philofophifche Ey / unb der Stein di |
Weiſen auff geſchloſſen / zu bereitet un
verfertiget werden fan. 4
Waſſerſtein oer Weiſen
Alchymia. (8) | |
68 ſeynd viel Koͤnige ^ Fuͤrſten
Graffen / hohe Potentaten und gE
febrte 7 beyde Geiftliche und weltlich
mit diefer Philofophifchen Alchimy umbE
ſten Dölckern der Egyptiern / Chaldaͤerr
Philofophorum auch ihre eigene Buͤche
und Schriften felber vermelden und auff
weiſen. Seynd doch gu le&t alle zu einer
Termin fommen ; nemlichen dem fange)
leben / von Philoſophis zum höchften bit
gehrt / Deren Bücher bey den Liebhaber
. 4
Wr -
Oder Edel Gab BOtres.
v b wir Teutfchen haben durch GOttes
Bnade Der förtrefflichen hohen Männer
us yinberlaffene nößliche Schrifftenund Buͤ⸗
Wber von Der Magia und Alchimia , der Tas
Mürlichen Dingen viel empfangen und noch
T glisenbeious gegeben erben inofienem
ruck bon altenunb neuen Liebhabern pie»
Kunſt / und uns für Die Augen geftellet/
eor mir ung erftben/ erfennen lernen
= dnachdencken / die Handarbeit anlegen/
m mir der Natur Muͤgligkeit er⸗
Incertus.
M mo "Ohne Zwenffel aber wird ber
ein oder Elixir allein von euch ( ber Staa
|
n
ob ohne Huͤlffe eines Weiſen und NS
Bercks COerfidnoigen. Menſchen.
alt Ariftoteles , wo der Phyácus il sg
varfünbiger auffbáre / ba fange der Medi-
dac ) gehet / welches eim jeder Philofophus
mind Medicus in acht nehmen foll/ dann fo
uiam Die Kunſt Aichimiam recht fübret/ (o
Mird fie Die Natur berfür bringen. Und
“2 daß man allhier nicht fähle/ fo ift alleg
mins jenige / was bie ratur gebieret und
I Mirfür bringet / eine in die Alchimiam ges
rige Mareri. In maffen ihr Natura.
itid) mit Leib uno Leben zu dienen bes
n D; gehre
den. Alte und Neue / mie fie find.
ur) gemacht ohne Scheidung der Ele⸗
it / jedoch nicht ohne euer NEUER
ii san. Derhalben fängt auch die Alchi-
ni iia an / wo ſie der Natur und ihrer Scientz
4
416
fág alío / daß fie ohne Zuthuung einig
PANDOR A; ||
gehre beffer wiſſet als id). Es ift auch pi
wiſſen / Daß die Alchymia drey Ding vol
richtet: eins Daß fie ein Merall vollkon
men unb lebendig machet / und fein
Get dauet oder digeriret/ und wird dab
an nichts verlohren: Wie dann ſolch
bit Erfahrung lehret. Zumandern Fed)
und digeriret fie die Materi in Pleinem g
andern Dingsden Leib und Seit in ein
verkehret. Derwegen folle man von neu
nichts darzu thun / auch geſchiehet Feif
Mixtio, wann nicht Die Anfaͤnge der Nat⸗
ſolche adminſtriren und verſchafſen: dat
was fie hierzu gebaͤhret undunshinterläd
das nimmt die Kunſt gum Werd. ZU
Dritten probirt fie / daß realiter und wirkt |
fich Feine Separation der vier Element]
gefchehe in dem argento vivo und foll , 8.)
man das hone rotbe Gold nennet 7 /
Stein zu machen. Dann folches zu @
dencken (ft ein groffer Syrrtbum / ber €i]
fen Alchimiz und grändlichen Philofoplg ]
gantz zu wieder. Don euchder Nature
beich nun fo viel gelernet + daß bie ull]
der Alchtmia eine warhafftige fcienf iſt uD
fage/ daß das bobrotbe Bold’ fo mani
Sonne nennet/ Def. teint oder Elite |
wahrer Vatter ſey auff dem fo gro
Schatz außgehet: Welcher erwärmen ep
ferirt / hgirt / digeriret unb tingiret DUM]r
Kunſt ohne diminution und einige corr
mc
UL
|. Oder sÉod(t Gab Gottes.
tion, bafftibige Gold’ fo ber Vatter ift 7
on bem Der Sohn fo ireffiidy entfprieffet.
n. Waſſerſtein der Weifen
| Hielehr ich Dich ein huͤbſche Lehr /
md wahr ‚Sundament / wie mam
yfommien fol zu einem End des
Stein der PC / es fey auff
Gold / oder auff Sylber den man
nennt ein Tinctur / oder Medicin /
oder Gli rir / und wird in mancher
den weiß und Form unterflanden
und gefucht zu machen. (h)
(AD informandum fuper hac re filium
Wr 4 *artis opus e& magna Tcientia, fcilicet
||revelaione , veloftenfibili doGrina , ut
| pfit noftri magifterii pra&icam intrare , &
jnindiget forti ac magnatheorica, quz vires
qÜitevelct per velle naturz, — Et fi es negligens
wiperlegere, & perfcrutari comtentum in no-
les libris, eæcus ibis ad pra&icam ficut igno-
(rans, Et ideo fili debes preweditari , cui
um debes manum apponere ad operandum.
‚Et debes fcire , quot , & quz requiruntur
‚gipkincipaliter innoftro magißterio vel propin-
f nitate fuzoperationis, Et idcirco fili tibi
4j Neo, pe tria requiruntur , fcilicet, Inge-
jy um fa tile , naturale, non fophifticum ma-
,, m operatio, & liberum arbitrium , & hoc
E L- requi *
ul
LK
udi
E
. dominz naturz, In quo cf neceffarium
requirit fapientiam , divitias, & libros, $
pientiam , ad fciendumfacere, Divitias, a
habendum poteftatem faciendi, Libros, a
intelle&aum aperiendum diverfum, qui eſt i
multis gentibus, .Q;oniam hoc , quo
unus comprehendit per do&rinam unius
punquam poterit comprehendi per doctri
nam unius nunquam poterit comprehendi
niliper dofrinam alterius. Et fic doctrin
unius aperiet do&rinam alterius , fortaifi
datam per figuram, & fecundum rationer
plus vel minus valentem, Sed hic tibi no
manifeftabimus in clara voce principale ce
latum , ad intrandum fecreta fecretorum na
tucz, Unde tu videbis multa pulchra mira
bilia, quz in fecretis naturz funt repofita, &
quafi miracula reputabuntur per fecretu
quod incipias ad Intrandum per itum ma
dum, | | |
Raimundus Lulliu
Doc fo find man unter hunder
faum einen / der da kommen fan gl
picem Stein. (1). "
OLLI autem Lapis non omnibus fe
| pauciffimis tantum datur, quia Deut].
ordinat omnia ne fibi vel aliis noceanr. Sep
enim malis daretur, multum nocere poffent;|
omnibus bonis , non utique omnes tanto mul
were bene uterentur. Ideo dixit Calid ; Se”
Cr
| .9oer Edelſt Gab Gottes.
|etet 1m Dei gloriofi maximé eft foror Philo.
Jphiz, Infpiratum autem eft à Deo Prophe-
Vtisfuis , & certis ele&is credentibus in eum.
Et Hermes : Hujus artis fcientiam ab unius
"rantum Dei habes infpiratione, Et Morie-
Inus : Intentio omnis hominis hanc divinam
ientiam quzrentis , aliud arbitrari non de-
bet , nifi donum Dei altiffimi & magni , qui
| is lervis eam oftendit: cujus nomenfamper
"it benedictum, |
Laurentius Ventura,
pu
; Dam die Meifter. der Philoſo⸗
| 3b / haben den Stein unddie Kunft
iefegt mit verborgenen Worten /
md haben acfegt Ding die man zu
iefem Stein nehmen foll / oder zu
eſer Tinctur/ oder Medicin. (i)
"DmsfEficbt: Du thuftihnengroß Un⸗
u recht / denndenen Du flucheft und
Setrug nachredeſt / find Die feelige Maͤn⸗
tr; welche niemahls Lügen geſchrieben /
ndern die lautere Warheit hinterlaffen/ies
och in verborgenen Reden / damit es nicht
An jeder Unwaͤrdiger verſtunde / und pde
Durch in der Welt groß Unheil anrichtete/
,! ffóroégen bu ihre Schrifften nicht folteft
ach cem Buchitaben / fondern mach der
i Bird'ung der Natur gedeutet / auch nicht
pur Handarhbeit eorgenommen m
ge ü
r
430
men treffea/ welches nur ein einiges Dig.
PANDORA |
bu hötteft dann zu vor Durch embfigeg BT
ten unb fleiffiges Lefen einen Grund gel
get/ und begriffen worin fie alle sufark
und Queckſilber. -
|» @Michael Sendivogi
Und haben doch dieſelben Dig
nicht gemennt / fondern nur d
Gleichnuͤß darbey zu verftehen/ di
ben von deßwegen daß nicht ein jet
Simder foll mit diefen Dingen u
geben. (1) —
(o E Pepe muß ſich der unerfah '
x9 ?efet gank nicht ärgern an DIR
toeitläufftigen Proceß / als wann bien
iſt nemlic der Reifen Saltz / Schwell
tion felber/ welches vielmehr den unt
fenden deucht und Böhmifche Do!
find/ in dem fie diefer verborgenen Kılll
Eigenfchafft nicht wiffen / melche the
offenbar / theils verbiämter Weiſe re
auß obengedachten hochwichtigen
chen / teil die Perlen/ nach oer Codi
ug follen vor die Säu geroorffen tile
qu EI
Incerins Macrocoff |
Oder Edelſt Gab GOttes.
1 @onder allen der / dem GOtt
| Gnab erzeigt und geben
i / bann dieſe ar beiffet eine
i" (gti nun bitfe Kunft $or unfern
Augenfaft Goͤttlich / ja übernatürs
e | und mehrers ein abfonderlicher
Segen unb Gabe; welche ibm der Allwei ⸗
te und Belährtefte mit feinem Fleiß und
ke nicht nehmen und geben Fan
No olches GOtt nicht auß mildreicher
iip üte eröffnet. Welches Hermes beken⸗
JRt/wam er foricht: Ich kan keinem dann
Vitder Eıfindung halber Sanct fagen.
Solches beweiſet Alvidius mit dieſen Wors
jm toiffe ^ daß GOtt diefes den Nach⸗
Imlingen Adams behalten / und fuͤrnem⸗
den GOtt vertrauenden Armen: Hier⸗
ſtimmet Geber in feiner Summa Perfe-
* enr ffo ſprechend Unfer Kunſt uno
pens in ber Kraft GOites ber
em / Der es gibt / wem er teil. Und
trPhilofophus Plato in Times ver mahner/
un in ai Dingn/ ſo wohl in den
als groſſen und vornemſten Gott
i
enitand anrufen folte. Geber Senior
hliche ke mehr bezeugen?
t Kunſt anders nichts i(t/ als ein
| — Eingeben und vortreffliches
e ".- ho⸗
n femen mibreiden Segen /-Dáiff und
491.
PANDORA |
hohes Seheimnuß beB bodygelobten SL
tes / roelcher fie mittbeilet und entzeug
wem er will. $a ^ M
Jneertus «Macrocofmus, |,
Hierum GOtt der Almachtl
Heredt bat indem H.Evangelio:M iu
ti funt vocati , pauci vero ele&i, DE
(ft fo vielgeredt: Biel find berufft
bemetvigen geben / wenig find ab
außerwoͤhlt: alfoift aud) hie in d#
fer. Kunſt / viel find berüfft : bas (d
bit mit ber. Sunft umgeben / um
wenig find außerwoͤhlt: das ift/ /
zueinem End piefer Sunft moͤg
fommen/ (n) | HE
(gay en frommen wird nur di |
| vit 4
Durch die Goͤttliche Gnad und Gu⸗
Gegeben / die mit keinem Geld
25esablen mag die gantze Welt/
Darvon oer gemeine Hauff zumah
Gar nichts (oll wiſſen uͤberal |
Der Pöfel Gottioß und verruch
. Den edlen Stein vergebens fct
Wer diefen bat in Ruhe und Salt
Der wohnet ficher wo er will/ "Tl
Rein Sall noch Ungluͤck ihn anfick
Bein Dieb noch Rauber / forcht
nicht wer
. Oder Edelſt Gab Gottes.
| enit eind der/jez 3u Der C tuno
üiDenen foldbe Gabe wird vergund
a: —— p feinen Händen
e/
| W. - Sibes nur diefem ‚der ibm mef ile.
E | Warflerjtein der Weiſen.
— Und iſt das Urſach / ſie woͤllen
nicht mercken die Buͤcher der Phi—
lo ran recht verfteben (o)
—B ine endlich alſo:
(«mann ihr auß Diefen meinen
iR; c Sfi und Warnungen euch nicht
"po ſehen tollet / daß ihr gleichwohl micb/
hi
f. TR baf fie ihr Vernunfft
nicht brauchen wollen / oder. viel
leicht Gottes Will ift/ daß: fie ihr
‚ar wuͤrdig ſind und wann fie
dann alfo zu diefer Kump nicht kom⸗
inm mogen: fo fprécben fie bie
im Betrügnüß. cp)
" * Ee (p) To-
Kunſt fepe nicht gerecht? und ſeye
Mi
454
- bus elixir, & dicitur primum opus. Secu
PANDORA
(p) To opus magiíterii magai lapid
Philofophici, & oeculti duas hab
ion
partes operationis. Prima eft de operat
da pars e(t de operatione lapidis, & dicit
fecundum opus, quod aliter &in alio va
ft: & terminata prima operatione elixi
incipit iftud aliud quod eft fecundum, «
operatione lapidis, Quidam philofophi I
libris fuis primo tradiderunt fecundum opu
fcilicet operationem lapidis, poftca primu
opus, quod eft de elixir, Et quidam moc
loquantur. de uno opere, modo de reliqt
fcienterintricando fe, & fuam intentione |
obfcure perfequentes, & obfcurius exponer |
tes, ut inquifitores fatuos & dure ingen
vel groffo exitentes deciperent, hancque
merito famefam.fcientiam penitus occult
rént, & prudentes ad eam allicerent, & €
manifeltarent, Nos autem rectum ordine
in hac operatione lapidis, prout propriis c
gitis probavimus, & tetigimus, & oculis v
dimus, tenebimus inhoc libro, Prius eni
neceffarium, quod res elixentur: hoc ett, ig
elixir cenvertantur , antequam in ope
tionem lapidis intendatur, aliter ad inventi
nem & operationem magni & veri lapic
nullatenusquis attinget. Vocaverunt aute
quandoque Philofophi in libris fuis Et
lapidem, & lapidem elixir, non facient
differensiam nominum inter digo i
| atu
Oder Edelſt Gab Gottes.
f tt s exczcarent, & tamen dixerunt ves
ritatem, N
d : ; ver | Ba
4 TA find die nehmen Schwäs
! i Arfenicum/ und Queckſilber /
geſublimirt iſt mit Salg / A⸗
9 Vitriol / und desgleichen /
und brennen / und ſolviren / und
"e aguliren / in. manderteo 26697
m. des Willen, daß ibr Zweiff⸗
‚ur d defto groͤſſer werde und Lit»
) ibrer Verzweifflung iſt/ fie
jeden nicht baf die Mieifter fores
pd n/ uter Runft if heimlich gefegt/
i Db it verborgnen Worten / alſo / daß
nicht die Oing gemeint haben /
ie fie genennt haben, ale id) oor»
efprochen,fonder dad: an "€
i aß geben, (9)
hr ©)
i |
|
"1
DUE in omnibus veruim dixit,
quamvis obfcuri fint: id fa&um eft;
ubt,nos intelligerent; ac ut notitia horum
3 fis ihcognira permäneret; |
| Deinceps | ſciet filius meus; Veteres imul -
N "18 capita pofaiffe, ı «t ignotantes exitimarent
mal ttem noftram magna cum difficultare exct-
eignerantes qui de numero flieruip nori ,
Mn
D: €eaz | ceri
LI
436
meo aperiam quomodo Veteres ac Sapit |
mit Salg / folt niht vert
PANDORA,
eeri.; atque in unoquoque capite mt
ac varia opera poluere, multis nominibg Jl
qualia funt; Redu&io, Solutio, Lotio, Sub#)
matio, Deftillaio, Coagulatio, Inceratg?
Calcinatio, Fixatio, arque ita deinceps, £X
fupra commemorestum eft, Ac nunc fi
tesea nomina in opere adinvenere, — L7
M. feann Iſaccus Hoſan
Und in dem / als fie aefproditl
haben: Nimm Schwaͤfel und
fenic / und Queckſilber gefublimf
hen alſo dieſe Ding / fondern
Gleichnuͤß / bey dem Crea
foltu verftehen Gold « dann ı
der Schwäfelift higiger und trem
ner Natur, alioift auch das on]
Bey bem Arfenic folt du ver
bendas Silber: dann als der 49]
fenic ift Falter und trockner Natt
alfpiftauch das Silber/ bey DM
gefubtimirten Dueckfilber mit d
Saltz / Alaun / Vitriol / und Defg
chen, ſoltu alſo verſtehen bag mm
Toll nehmen Queckſilber zu DM!
Gold / und zu dem Silber / und il
dag mit einander fublimiren/ wall
Oder Edelſt Gab Gottes.
| das alfo geſchihet / und dudiefe Ding
^m it einander fublimirefi / fo folt
leu wiſſen daß das Queckſilber die
Natur bat/oaf ce dann pae Gold
‚un Silber folvirt/ das bod) die
Goldſchmidt fönnen/ fo fie verguͤl⸗
den wollen, und frißtfie zu Pul⸗
i per ohne allen Sufag die da frems
Di p barum [o haben die Meiſter
as Queckſilber genennt Saltz / und
ib Vitriol / und Alaun / als die
Drey Natur haben zu verzehren,
IrinDing ín Waffer ober Dulver (c).
ii Erohalben, wann Du ín der Philo-
fophorum Büchern liefeft / nimm
Wise of eo fo verftehe folches jeder
zeit von dieſem Stein ober oon deſſen ab!
N (iframes und abgefonderten Theilen :
als mann man fagt ttt Arlenicum verjtehe
das Feuer des Coteing: vor dem
ie waͤfel verſtehe du den Lufft aud) zu
"fo » eilen dag Seuer ; vorSalArmoniac, wel⸗
dis er nicht aufgelößtidie Erden: unb oorAr-
Jmoniac ohne Zuſatz / die Lufft: vor ben Mers
N rium verſtehe du das Waſſer / oder auch
1 Mercurium allein: folches nimm wohl
a Acht unb mercks: vor Den Mercurium
ublimatum verſtehe das Waſſer / welches
onfenen Sal fublimiret worden/ und
€t; ſoll
| E 3]
437
438
fol zu einem Saltz wiederum coagulind?
werben 7 welches genennet wird Salpete
und Schmwäfel des Baconis welches alle"
Mercurium coagulirf / denn es if fein, &
meiner Schwefel. Wann pu feiner bei
ben Philofophis (iefeft nimm be Mercurium]
fo büte dich wor £ouedf(ilber: . Soimmy
Schwaͤfel / fo laß Arfenicum und gemeinen 4
Schmwäfel fahren: nimm Philoſophiſch
Bley / fo gehe ber Meng müffig/ / vor dee
—
Kupfer: wor die Sonn Gold, vor Dell
Mond’ Silber. In 2l6mafdung huͤt
Dich vor Salken 7 corroßvifchen uni
fcharffen Waffernz Die nicht von Strat]
{en zugerichter merben/ in Der Sublimirung
mitche nichts ficmbo mit bem Lapide. - 13
Benediötus Figulugq
Alfo bat das Suedfilber Bi
Natur / das Gold und Süber 3t
verfehren inDulver und Waſſel
obue alle frembde Zufag/ und II
das Urſach: dann alle Metall bac]
babenibren Lirfprung / unb fom]
men und mwachien oon dem Oueck
filber/ und heiſſet ihr erfte Mater]
ri oder Sperm. (£) — AM
Cf) c Amit wiraber reteberum zu unſe
Co) remcnorbabé arlangem (agente mJ
das Queckſilber fige bie efte Materi "
| Oder Edel Gab G ttes.
18 Wercks / und warhafftignichts anders
vas ihm auch zu gefe&t miro / ifi von ihm
Michael Sendivogius.
| Ding eua das verborgen iſt /
uf j btme Men wunderbarliche Weiſe) ein
Feuchtigkeit wird / welche das Gold ohne
Sewalt oder getoͤſere ſolvirt / ja ſo lieblich
And natuͤrlich wie das Eyß durch warmes
Waſſer zerſchmeltzt. Wann ihr das ge⸗
doc fo babtibr pag Ding/ auf Deme
ipad Gold von Natur gebohren wird. Und
hbgleich alle Ding und alleMetall auf
ypemfe (ben yerfommen/ fo ift Dod) keins fo
wohl mit ibme verwandt/ als das Gold /
aan an andern.Dingen hanget Unreinigs
eit / aber an dem Gold Feine/ Darumb tft
TN wie feine Mutter.
[nie - Michael Sendivogint,
! qm ) Kofinus ba er das Gold einfüh-
''tt/ zu bifputiren mit dem Mercurio / res
Peter alfo : Mercuri / wiltu mit mir
t lititen? Sch bin der Herr / ein Stein/
| ber das Feuer fan aufwarten. Da anto
Ih der Mercurius: Du fageft wahr /
ber ich babe Dich gezeuget / uno du haft
| om Urfprung von mir/ uno ein Theil von
| hie machet viel Deiner Theile lebendig:
omn du biſt geikig qr. mich gurechnen;
!
p* | denn
$49 -
440
"PANDORA, ^ "EF
denn fo jemand mich wird ſetzen zu meine
Bruder ober meiner Schweſter Der voit
feben und fic) freuen 7 und ich werde DM!
genug ſeyn. | | Ó
Sm Buch ber drey Woͤrter cap. I9
age bermegen / DaB im Mercurio
Wercke der Planeten ſind und ihre Gul
bildungen an ihren Orten.
Arittoteles in feinem Tractätlein: DIN
erfte Arth der Zubereitung ift ^ daß d
Stein werde eim Mercurius / denn derfell
ift der erſte Coͤrper der da wircket im bx
groben Dingen/ und macbet fie, wie er iſt
. Eben derfelbe Furg hernach: Und DEN
tum/ wenn mir fonft Feine andere Wo
that vom Mercurio bátten/ als daß er d
Górper fubtil mache’ und nach feiner VRR
L4. feft er ung Doch gnug ſeyn.
Senior. So iſt nun unfer Stein e
gefroren Waſſer / dasift / ein gefrore
Mercurius im Golbe und Silber / um
prie: pem Feuer / wenn er. truck
Clangor Buccinæ erzehlet diefes :
ſtecket im Mercurio / was die Weifen (00)
chen. Der Mercurius — jerftóbret da
geblätterte Bold gant diefer folirt /
meichet 7 und nimmbt die Seele oot
Coͤrper. ‘WW
Im Buch von der Ehnmifchen Kunſ
Daher haben die Philofophi gedacht / tv!
fic oen unterjten Coͤrpern Das Wet *
Oder Edelſt Gab Gottes.
Blank des vollkoͤmmlichſten Coͤrpers
Moͤchten einfuͤhren/ weil fie befunden, daß
Mie metallifchen Coͤrper allein nach einer
|roffern oder geringen Abfochung unter
dd) unterfchieden ſeyn unb daß der Mer⸗
urius aller Metallen erfter- Urſprung ges
Meſen ſey mit welchem Mereurio fie dag
netallifche Gold außgesogen haben’ und
Nadurdy Das Gold zu feiner erften Natur
t
nieder gebracht.
ill Corre&io fatuorum, Merefe daß der ro»
wt Mercurius die Coͤrper diſſolviret und
ſringt fie wieder in ihre Materiam oder
ratur.
M Sstem, Aber ber rohe Mercurius / fo
WaB Flarem Waſſer von Anfang gemacht
Horden/ der begehret allegeit das Stobt-
I gerreiffen/ uno erftlich mag feiner Nas
am mecbften iſt / nemlich Gold und
Puber.
Item. Aber mit Argento vivo, das ro»
dy. Wt/ Faner ſolches thun / nemlich Dictas
ten zu ſchlieſſen und aufthun / damit ein
Ins nahe Ding feiner Natur eine Huͤlf⸗
Die. - |
;Stem. Weil aber ber Mercurius/ das
Ol Argentum vivum eine Wurtzel ift/ in
(it $unft der Alchymiz/ denn auf ibm/
pardbibu/ und in ihm find-alle Dtetalla/
! ie bit Phitofophi fagen: Dermegen fol»
| jCunp muß feyn/ daß in. Der Sun(t der
chimiaͤ die Metallen erſtlich wieder zum
Eis €t; Mercus
44t
44
ſchen kommen vom Adam / und vo®
All maͤchtig Gott den Menſchen
PANDORA; .
Mercurio gemacht werden’ das ifE/ su eli
nem Queckfilber / daher aller. Metall
Materia und Saamen iſt. |
; &Edoardus Kelles
Zu gleicher weiß / daß alle tell
Eva / unb derfelben erſten und a
ler nachkommen Menfchen/ die at
Erden find/ (br erfie Materi um
Sperm iſt die Erd/ — bargon DL
ſchuff / barum alle Dienfchen wi
der zu Erden werden muͤſſen. CO M
Cg tio muro Adam auf Crben/ / Wa
ſer / Sufft und (Seuer/ und Ser
Gift unb Leib endlich auf Mercuri
Sulphureund Sole, erwecket / zuſammen
bauet und gebohrn. J
Ex Adamo generatur Eva,
e(t Quinta ejus Eſſentiæ. E
Alſo auf Eva das erfic Weib z uno
aller Mutter/ ifl eben deſſen tbeilbati
meilfie aug Adamo gebohren und (t ale
Eva von Adamo herfommen unb gtbautd
Das merckt ja wohl / unb daß ich wied
auf die Patrefaction und Faulung komm
fo foll ber ſuchende Kunſt— eier M
L] ur
Oder Edelſt Gab Gottes.
uge ver Philoſophi wiſſen / daß gleicher
eſtalt Fein metalliſcher Same wircken⸗
fen bann ſolcher Metalliſcher Same zus
I in; und durch fich felbiten allein ohn
Mnigen Zufag und vermifchung zu Der
lfommenen Säule gebracht,
| ine Fitus Polakins,
1 Deßhalb der natürlich Meiſter
| mannt Mecheororum 5 Uudent
‚'ühees, fophifticé dicentes? Sciant
ftifices Alchymiz, Species rerum
]
letallicarum permutari non poffe,
I
allen die Artiſten / das find Die nach
ArKunft anderit dann die Natur
Erdreich wirckt/ machen wollen
Kolb ober Silber/ oder ander
! a eing in das ander verkeh⸗
In/ ſollen wiſſen die ſpecies der
etallen nicht mögen verkehren
Kin das ander / alſo / daß fie
‚angen die ſpecies des Silbers ver»
Hren / in die Specien:das iſt / Eigen⸗
uſchafft des Golds / oder Eigen⸗
'afft des Kupffers / Bleys / ai
nr? oder
I!
sch fid) in feinen Weg vermehren kan /
riſtoteles fpricht indem 4. Bud.
ft. fo viel gefprohen: Wiſſen
443
444
:PANDOR A
oder Eiſen / in die Eigenfchafft b
Golds ober Silbers. (o)
(3) wm imo. Buch von me
herley wunderbar: Sache am ꝛ.
ſchreidet / vom Jano Lacinio, paf der diſp
ändert werden / unb braucher folgen
Schluß Keen : Etlihe Metalen fi
lauter und wohl gekochet ale das Sc
uad Silber : Etliche find gekochet / at
unrein, a8 das Erg unb Cien, — Gli
find nicht gekocht und unrein / als d
Bley. Es magaber das Unrein gel
tert/ und was ungefocht gekochet werd
Darum mag und Fan man auß bem E
Eiſen und Bley / Gold und Silber may
chen baB aber ſolche Kochung und Laͤu
rung geſchehen moͤge / beweiſet erauß
ftotele 4. 1. Mcteororum von der Kochup
poer Zeitigung. An der Reinigung zw—
fit niemand/ weil eg Feuers Eigen |
(ft von einander fepariren oder ſcheid
Über das find fchier alle Philoſophi /
jenen Hermetiſch ober Peripathedfd)
cher Meinungs daß. alle Metall
Schroefel und Queekfilber ihren Urſpr
nehmen. Was nun einander ín dem.
fprung gleich/ Fanund mag auch eines
das ander verwandeltwerden/ und Die
um fo viel mehr / daß bie forgfältige 97
m
" —
Oder Edelſt Gab GO ttes.
lur allzeit zum vollfommenen — arbeitet/
Imb nicht bacon abläffers fie werde dann
hothorinelich Daran gehindert. Was
un bie Natur Hindernuͤß halber unvolls
ommen muͤſſen laffen Fan ja durch &unft
iino unabiafligen Sleiß dahin gebracht
werden / Theils daß es ——
wiomme/ Theils daß fein Lauff und Voll⸗
Hommenheit/ ja natürliche Bewegung
Welbft möge vollbracht werden, Denn die
Natur flärckee und erhoͤhet nicht allein
as Gold / fonberm machet ed auch / wie
an mit vielen Erempeln Fönte ertveifen.
Damit Diefes Plarlicher merde ermiefen/
man mau von gröflern zu den mwenigern
Schlieffen / daß folche Veraͤnderungen
‚nicht allein in vegetabilifchen und mineras
iafchen/ pas ift/ in Sewächfenumd Ertzen /
ondern ín animalifchen und Thierifchen
Angehen. Daß ich den Anfang mache/
1008 allbier zu Regenſpurg gefchehen mit
Wwey Wachteln/ verhält fid) die Hiftoria
lo: (in Canonicus oder Thum - Herr
ielt in feiner Stuben zwey Wachteln / die
effen um / und batte jede ein filbern
Schaͤllelein am Halß / dieſelbe verfchlieffen
Ich in ein Luͤcken bey dem Handfaß / uno
(lieben. alfo verſitzen wie ſtarck man auch
efſforſchet / und ihnen nachgeſuchet. Wie
an nad) (anger Zeit die Stub bat wol⸗
ntaͤffeln und den Boden aufgehoben/
pos zwo groffe Krotten mit fils
| bern
l
445
446
-"Staturfünoiger/ paf auf. einer geſotten
Endtenbruͤhe / fo auf die Erden unter Dg
‚ches in ben Wolcken worden, und noil
altes Eifen wegfuͤhren / melche fie in Zi
in ein Waſſer geworffen / davon e8 dur
legen. hat mans im Ofen außgegluͤ
darauß gut beftändig Kupfer mwordl
1 di
PANDORA J
bern Schaͤllelen welches vor die Wal
teln find gemefen. Es fehreiben auch tlg
freyen Dimmel geſchuͤttet Krotten mil
den. Auß einem erwärgeten junge
Stier werden "Bienen. Auß — Celi
Weſpen. Auß Roſſen / Käfer U
Maulthier / Heuſchrecken. Auß ogg
Staub wachſen Froͤſch. Auß einer gu
ſaltzenen Unſauberkeit wie auch auß u
ſaltzenem Speichel wachſen Mäufe AU
einem Bafililco, Sceorpionen. Was og
Avicenna fihreibetvon einem Kalb / w
halb lebenvig hinab mit dem Regen gefal
len / das laffen wir an feinen Dre geil"
[et ſeyn / weil er und der Plinius bigroeifl
die Apt gar zumeit werfen — 555
Solte ich von Gewaͤchſen ſchreibe
würde e$ viel zumeitläufftig: Will
ſagen / daßich zu Sraneffurt an der Di
geſehen bey der Sarthauß ein Waſſ
wann man Holtz oder fonft ein Nußſch
hinein geworfſen // daßes zu Stein tomm
den. In meiner Jugend / wie ich bin”
Wien gewefen/ babe ich öffters geſehe
freſſen / wann es ein Zeit lang darinn ı
uf
re
|;
12
| Doer Edelſt Gab GOttes.
jn Suttenberg ſchmeltzet man Marchas
i und machen auf Eiſen Kupffer/
selches nicht allem beſſer an ber Güte/
andern läßt fid auch befier bámmern.
diervon roeitläufftiger zu tractiren it nicht
Feines Vorhabens / weil die arbeit gu
Seflättigen an 2. oder 3. Erempeln genug
ph Muß weiter Fommen zum Goldma⸗
Jen uno erweifen/ daß folcheg viel muͤg⸗
er / und fchlieffen/ tva$ in höheren und
handten. “Dann Die Natur machet durch
qt Sodung und Laͤuterung auß bem
Pechwefel und Queckſilber Gold und Sit-
"t welches die Rünftler nachahmen / und
ir Gold und Silber auf. vem 9 o. und
re Philofophorum begehrten zu machen,
ft nun ein einige dererminirte Materia. in
Me 9tatur/ diefelbe fchlecht und einfältig/
muß man ja auch in ber Kunit nicht
yn einem auf das ander fallen Mifturen
Hachen/ widerwaͤrtige operationes anftels
dA und munderbahre Defen. darzu ge⸗
inc darvon der Alchimiften Buͤcher
al daß nicht Wunder / ein jeder Uncken⸗
denner twäre zu Diefer Runft Warheit ges
Vgt / durch, unaufbórlicbe. Arbeit und
AtiB/ wo nicht mebrer$ Darzu gehörte
la blofie Wiſſenſchafft. TS
how. ncertus.
(uv) Ehen
yoffern muͤglich das fau viel mehr und
er gefchehen in wenigern und näher vers
447
(D
445
ihrem Urfprung nichts anders waren’ du
in allerhand Pflangen/ Baͤumen /
bereortaufedb Zweige, ja unzahlba |
PANDORA
— (uu) Eben deßgleichen feynd ale M
tall verändert in Mercurium, meiln ſie
Mercurius. fo ich nachgehendgdarthun mol us
Sin bem mir dann alfo prafuppanirt ul
Jeſetzt werden wir leichtlich auffiöfen £0.
nen des Ariftotelis Argument, ‚fagenikt,
Inlibro 4. de Meteoris. Ale Könftl
follen wiſſen daB bit Species oder
falten der Metallen ſich nicht könnt
verändern’ wann fie nicht zu ihrer erſt
Materi wiederum ſeynd reducirt, UND UM,
bracht worden/ tie aber Die Widerbr
gung und Suite derfelben in ilg,
er(te Materi fid) verhalte / wird bald b |
nad) gefagt/ und erklaͤret werden. - :
Vermehrung / und nicht die Deränderußg,
derfelben ift leicht. Daun ein jedes DI
fo wächfet, und auß oer Erden ferie]
häuffet und vermehret ſich mie erfchel :
Thieren; Dann ein Körnlein bringet h |
für taufenp; von einem Baum Fomnill
und auß einem Menfchen iff das ga
menfchliche Sefchlecht erfchaffen roort lg
ann nun Deme alfo/ daß alle DI |
fid) vermehren unb zunehmen! Dur
Geſtalt fo Fan fic) ebenfals Das DIE
vermehren/ und zunehmen / nnb j!
ohne Unterfcheid. Ariitoteles machel
ntquzition und fraget ob. es nentid t |
- Oder Edelſt Gab Gottes,
fehehe, mit. eigenen Or; anis, ober natis
lidjen und kunſtlichen Mintrungen. SE
es nunalfo / Daß alle Metall herkom⸗
Rund machfen in Der Erden: o ifi
| s
Li
|
jfommen fepe eine ungeblbabre; und gleiche
animmermehrendeZunehmung und Vers
mehrung/ aber Diefes Fan anders nicht
fen’ als alltinig / weil e volfommen iff
antzes Derfommenift / pie auffcicbtige
WEBeÍttveifen/ ju bem nicht anders möglich
AME qu gelangen als durch dag eigene in-
herponirte Mittel ober Ding: Dann eg
AE feine Bewegung von einem Ende in
Mittel. Ich hab gefehen Die Eigen»
Haft Diefes Mittels, o;
qi9mgeé/ welches allzeit in fih hält Die
u MD Mercorius, auf Denen von einem fo
ohl als bem andern, ift zubereitet / und
Jibllenbet worden der Elixir Des mittelbah⸗
SM Dinges’ welches natürlicher Meike
qooblorroduet: auch aufrichtiger und fol»
ignáber. Wohlan dann vielgeliebter Le⸗
nimm wohl im acht Daß du Feine Faͤh⸗
| Fbtgebeft; dann das jenige/ mag der.
| Renfeh wird u Ya haben / deff lben
es wohl müglichy daß in ihnen auch volle |
un dem Mond / ober Ordnung der Me⸗
allen / deren bie Rolkommenhet / und
ume warhaffte Artzney / dag Elxir der
489 andere’ als alleinig Durch ibr eigen
oder mittelbabren -
xXrrema und Ende fo da frpnb Schwefel
Sehr pur ficirt ift/ beffer gekochet und
wid
"449
‚40
^ surduobusfundamentis, Primo quoniam did
horum fundamentorum cogit artem han
. PANDOR A.
wird er wiederum einſchneiden; ſo
bann gang offeababr und außdräcklich/ w
. ed'umb diefen Stein fepe / unb wag fi
Mittel oeffelbigen ; bann nichts frembbi
ift argu gefüget : fonbern alleinig die übe
fluͤſſige Dinge feind Daroon genommdy
soorden. Und nichts fómbt überein m
unferer Kunſt / als das / mas nahe ift/ um
von feiner Natur. Nicolaus Flamell
C(uau) Multi opinantur , artem Alch
miz non cfle artem veram: ad quod mover
cit Ariitoteles in libro 4. Meteoror. Scia—
artifices Alchemiz , — fpecies merallekuf,
transmutari non poffe. Secundo , quia vl.
dent omnes laborantes in hac a*te , non n
fophifticas facere wansmutationes, & nem
nem veras; quapropter exiftimant & credun
quod cum à nullo fieri vident, veré & realite
à nullo quoque fieri. pofle. Sed neutrui
pretiofiffimam & excgllentiífimam non ef
veram. Non valet etenim primum adverſ
rioramfunda mentum , quoniam bene verut
et, ut dicit philofophus Alphidius , ac K
fatius major ; Quod fpecies rerum non trat
mutantur, fed bene individua quorundar
fpecierum ad invicem transmutari poflun
Ex patet hoc ad ocnlum, przfertim in bis quj
habeat fymbolum ad invicem inuna vel du
bus qualitatibus, ut conflar in elementis , à
fic exterra fit lapis, & ex ligno cinis; & €
-
€ « P
F or Edeiſt Gab Gottes
» ere & lapidibusvitrum ,&c. Sic quoque
idit in merallis : quoniam omnia metalla
ommunicant in una materia , quz eft ar-
lentum vivum cum fuofulphure, Etfolum
Vifferunt metalla per majorem vel per mino-
jen digellionem, que fit per fulphuris
lai muaturationem , mediante decodio-
* E& enim fulphur forma me-
florum, & prafertim auri ; non quidem
Hılphur vulgi , fed alteratum‘, ut dicit Magi-
er Bonus philofophus, Ex his diis colli-
L. litur, quod (i per artem potcft fieri medici-
a, que habeat in fe virtutem & proprieta-
u m predidi fülphuris mineralis alterati, talis
Nedicina ab arte fata, poterit metalla imper-
; da, & argentum vivum ad perfc&orum.
ituram transformare. Propter quodJoan-
i ts Scotus & multi alii philofophi dicunt , &
ipncedunt effe verum , quod met:lla transe
Tt jur ti non poflunt quocunque modo vel in-
jnio, nifi prius reducacturad fuam primam
I iteriam, Pruna autem materia omnium me⸗
| i orum e&t argentum vivum & fulphur, non
t (idem i in natura fua, fed alterata id e& , con-
‚Wtla in vaporem, : Et(ic prima materia me-
torum eft pavor humidus undtuofus , utri-.
jJ ique naturam , fcilicer. fulphuris & argemi
ii infecontinens. Exhis ergo neccflario
nur, quod fi per artem poteft. extrahi
,l usmodi vapor uné&uofus ex bis rebus in
—1 —* & reperitur conſimilis illi, quiin.
Iiheris tétrg generat metalla, poterit confici
UE burla
à (AS 2. medi"
45t
452
& fupra argentum vivum projedta produc
.. dum e(t, quod hzc medicina ex quibusda
- und welcher Metall tatur mit der ande
‚andern zu verzehren / dann eg ijt fchier De
- fefben Waſſer / und fchier ihr Mutter. €
einig Ding / dag humidum radicale , ner
lid) Solis und Lunz , toieberftebet ihme
P.A.N:D OR A}
P
medicina, quz fimplicia corpora imperfe&
in verum & perfe&um corpus metallicu
longius perfe&um omni naturali, Sed (ciel?
facilius & uberius, ex aliis vero difficilius Bl
jmperfe&ius extrahitut , fite fint ipfa metalli
five aliz quzlibet res, Sed hoc fieri non pe
tet , nifi tales res prius per putrefadtion
corrumpantur , & per debitam deco&ion
ac longam digeftionem , aliam nobiliore
formam acquirant, Laurentius Fentungo
(uuuu) Es Finnen die Chymiften ddl
Enfen in Kupffer oder vene. em. ohne DM
Solem verwandeln / fie wiſſen auch at
Jove Mercurium zu machen / man find
auch Die aud Saturno Lunam mache
mann fie aber Durch diefe Mutationes D
Solis ratur rouften zu adminittriren /1
würden fie fürtoabr ein Ding finden vor
ches Föftlicher dann alle Schäße. Da
um fage ich / daB man nicht uaroiffet
fepe / was für Metall zufammen gehörik
ratur überein ftimme / Darum mwirde
Metall gegeben / welches die Krafft hatt
und wird durch daffelb verbeffere / bari
ich «8 aber entdecke / es wird Chalybs ( 5 |
iM / fonften Stahel ) genennet / wann dag
a t8 feinen Saamen gehen / und wird
ymady/ (chier biß auff den Todt / fo eme
ängt der Chalybs , und gebühret einen
Sohn / der herrlicher iſt als der Datter / wañ
jen in fein Matricem gethan wird / ſo rei⸗
wiget es dieſelbige und machet fie tauſent⸗
T T f gefehickter die herrlichften Fruͤchten
5 Es iſt noch ein andererCha-
s, Der dieſem verglichen wird / för (id
fte von der Natur erfchaffen/ welcher
d ug $ den Strahlen ber Sonnen / Durch.
^ à inderbarliche Krafft und Tugend dag
nige heraus bringen Fan/ welches fo viel
N unjeré Wercks ift.
Michael Sendivogi "f,
Geſtallt eines Metalles mag eec
hr werden in die ander Geſtallt
al jes andern Metalles/ das verftte
A
A tallt des Goldes / darwieder rede
T lr natürlich Meiſter 9(viftoteles
M bt/ dann alle Metall baben ein
nen.
"T of3 (x) Dier
SR
© er et Edelſt Gab Gottes.
old eilffmal mit ihme ſich vermiſchet (o.
a ach der Saamen deß allbereit gebobrs
Y Wienfben gefucht haben / und melches Der.
Und das iſt wahr / nur allein
alſo / die Geſtallt des Silbers
409 wohl verfehrt werden ín dee
n — — und Sperm darvon ſie
453
^ n——
454
ſolt bu demnach wiſſen dab das We
aus einerley Saamen und in emer Mutt
P ANDO Ra, m
(x) 6 Syerburd) ftoffe ich vorerzehltesnich
&um/ fondern beftätfige / daß de
Anfang der Metallen ingemein ein virrioß
hfch falghafftig SGaffer / melches vor
Sulphure jegliches Gefchlechts / geſchwaͤ
gert und folgends ineine Metall nad bet
der Sulphur (ft / verwandelt wird.
| Incertus «Macrocof
(xx) Nunmüffen mir zu der Praxi um
Handarbeit greiffen / wie nemlich Die MA
tall vermifchet werden follen / und until
ihnen für eine Cor: efpoadenf fepe. SH
bem Man nicht zu wieder fepe / fie werde
gebohren/ und hat nichts gemangelt als
Digettion, und daß Die matrix reiner rod
gervelen in Blut und Sal. Alfo wird Lu
eben auf dem Saamen und eben aus D
Monds. Michael Senaivogi
(xxx) Daßichnun ben richtigſten w
gehe und den Anfang mache von der MER
tería/ fo fe&t ich alle Weitlaͤufftigkeit t
Namen halber auffdie Seiten und E
flärtige mit den wißigften /. erfahrneſte
warhafftigfien Philofophis , daß dieſeſ
nur cin einige ftp / unb halte folches IE
wahr. Dann Das gant DRAG I
un!
| Ode Edelſt Gab Gottes.
durch das Philofophifche Wafferzunddaffels
Hbe (ft der wahre Saamen alle Metallen,und
ipalle Metallen werden darin auffgeſchloſſen.
Wer diefes recht begreifft / Der dringt füch
mit nichten in bergeblicbe Koften/ dann er
Herſtehet den Anfang ber toabren Natur /
md erkennet derfelben Fortgang. —
e Incertus eV acroco[m,
I (xxx) Cd) babe erft gemeldet / daß alle
Ding auf einer Hüffigen Lufftoder Dunſt
Sachen / twelchen die Element durch im».
nermährende Bewegung in das innerfie
er Erden oiftilliren / wann nun der Na⸗
Fur Archzus folches empfangen / fo fubli-
Wnirtt er folchen Durch die poros ober Lufft⸗
seine Borfichtigfeit auB / alfó daß wegen
Onterfcheid der :Derter auch bie Ding fo
Derfür Fommenungleich und unterfckeiden
Ind. Esvermeinen etliche Saturnas habe
Imenandern Saamen als Sal, mie aud)
imjedes Metall einen befondern/ aber fols
1 té ift alleg eitel / es ift nur ein einiger Sa
en / e8 findet fic eben Daß im Saturno,
as im Gold / eben in Luna mas in Mar-
| &e, Aber der Dit Der Erden iſt anders
hdungfeich geweſen / tvann bu mich nicht
P heit : Ob fehon bie Natur ehe in Eu-
^ dannin Gold auffgehöret bat und affo
ch von andern. Dann mann man auf
P Cento der Erden derfelbige vapor
Mas | $f4 oder
Möhren und theilet ihn jedem Dre duch -
455
nn. *
456
kommt daß heutiges Tages Berg⸗Werck
son PON: DO, RA, «9.
oder Dunft fublimiret wird / fo tringet eu
Durch Ort / melche entioeber trocken ode
warm. Bo er nun durch. Wärme untli
reine Derter Fommet / da die Fettigkeit de
S.lphurs an den Wänden bánget /. fo ac
eommod rt derfelbige Dunst oder Dampf
(den die Philofophi Mercurium Philofopho
rum nennen) und vereiniget fich mit derſel
ben Fettigkeit / moelche er hernach mit ſich
fublimirt/ und wird alsdann ein unctuofi i
tät oder feifte / verläft den Namen einee
vapors oder Dunſts / und nimmt an Den
Trameneiner Fertigfeit / welche / wann (i00
hernach im fublimiren an böhern Ort fom
met/ Die Der vorhergehende. Vapor. allbe
seit gereiniget bat / wo die Erd fubtil/ rein
und feucht ift; fo crfüllet fie ihre pores,
ocreiniget fich darmit und wird alfo Gold.
Wann aber.diefelbe fcifte an unreine Falte
Dit Éommet/ fo wird Saturnus darauß/ iE
aber (olde Erde rein’ unb mit Sulph
vermifcht / fo gebiert. es Kupffer ze. Dann
jemehr ein Dir gereiniget ij / je ſchoͤner
werden die Metall. Dann c8 ift zu mere
cen; daß derfelb Vapor immerdar auf dem
Centro , in die fuperficien und Dber Stell
le außdämpffet ^ im umgehen oder fort
mweichendie Dit reiniget. Daberoes auch
De
an Denen Orten gefunden werden / allda
vor taufend Fahren Feine gemefen. Dann!
Durch fein fortwandern / machet es ime]
mro
* |
Be Edelſt Gab Gottes, .
erdar das rohe unreine fubtiler nach und
ch je einwenig mit fich hinweg führende.
| n dieſes ift bie rei ératio Und circulatio der
latur/ und fublimit fo lang / immer zu
was neues herfuͤr bringende/ biß der
dit gan wel durch reiniget wird / und je.
intr derſeld wird / je edlere Sachen
inget er auch herfuͤr. Der Winters.
—* wann eine kalte Lufft die Erde zu
Emmen zeucht / ſo gefieuret (oder geſtehet)
chderfiibige fette Dampff / welcher bere
Sach zum angehenden Fruͤhling fid) unter
den und Woͤſſer vermenget / und gibt
ne Magnetiam , Die einen Mercurium des
té / bre felbften gleich / an fid) zeucht /
| Aelher das Leben gibt allen Dingen / durch
| e Strahlen der Sonnen / Monds und
Wöternen: Und bringetalfo Graß / Blu⸗
IM atur feyere nicht einen Augenblick. Die
Metall aber machfen dergeftalt/ die Erde
i id Durch fangreitrige Diillation gereinie
i nu wann bernad) die Settigfeit hinzu
mint / fo werden fie generirt / anderer
teftalt werden fie nicht gebobren / wie ete
i dencken eitele Meinung ift.
[' 2
a
" Ir Tu baPhilofophorum gefchrieben (tebe/
ji etr poem Der Philofophi-
M "Ww Sf: ſche
Den / und dergleichen herfär. Dann b die
"ec! die ber Philoſophen Schriften uns
Michael Sendsvogins.
J xx) Darum befinden wir / daß in |
47
1458
Merwandlung aber Fan nicht gefcheher
PANDORaA;'
fe Stein’ ift. ein Merällifche e
fotíd)e ba Das Wefen und fubitanız p
Metallen verkehrer; Die Derfehrung od
dann durch feines gleichen / fo von alk
Philotophis , ſchon vor längiten cinbelli
lich ift ausgerufen mworven. “Derhalbe
ift noͤthig daß der Philofophifche Steit
auß XO Materi gezeuget werde.
Incertus, .—
Das ift das Duedfilber. Dat |
um fomogen ale Metall wiederung
mol zu Quedfilber gebracht weil
den/ und ein geſtallt ín die ande
verfebrt/ gemeprt. Du folt abe
fviffen / wilt du machen Gold / f
foit du nichts anders nehmendanf
Gold mit feiner Sperm; das iſt
mit Mercurium. Wilt du abe.
machen Silber / fo folt du abe
nichts nehmen bani Silber mi
feiner Sperm : Das ift/ mit feinet
Duedfilder 2 Dann von einen]
Menfchen mag nichts anders goi
bohren werden uno fommen dal 1!
ein Menſch / von einem Loͤwe
nichts anders dann ein Loͤw / um
aljo ein jeglich Thier kommt ut ,
wir]
|
‚Oder Edelſt Gab EOttes.
quo gebobren von feinem gleí»
Sarum fo bab id) dir ge
: 9timm Gold zu Gold) Sil⸗
^ Silber / unb mer diefe
Lehr / wie man zu
yieier Kunſt fommen mag, Wer
afan todten Das Queckſilber mit
Leichnam : das iſt / mit bem
Forpus; ſcilicet Sol & Luna: Nem⸗
d) Hold und Silber. Lind nach
Lem & opt víeber Icbendig machen:
as iſt das Queckſilber / und ift es
old oder Silber zugefügt wird /
Poftirbt er/ unb er aljo damit ge
dt wird / fo ftírbt die Seel des
Holdes mit dem Geift/ unb verei-
piget fich mit ihm / bag es fid nim
dx fcheidet » und aud) die
"lx el nimmermehbr von den
I? it. (2)
1 j Olch extrahire J3er& / Seel und
11 [ Geiſt / muft du ferner mit feinem
genen Saltz (welches vorberährter Mas
n
E
ju
, qm
"n
mb i in feinem innern Bluthroth / nad)
tr Zubereitung aber / weiß / bell / Aa
4 bh / daß der Mercurius alfo dent
| (ti aud fonderlich inferirt/ undan feiner
459
469
PANDORA, |
klar unb durchfcheinend i(t/ unb dann vo
den Philofophis Sal fapientiz genenne
wird) miederum oiftilliren/ aud) congeli
ren / daß es abermahl ein einiges Ding
werde: Alfo daß durch folchen deinen bi
hergehabten Proceß ( melches bie CBoratlg
beit genennet) erftlich nur dag Deine von
tauben feparirt / und dag fichtbar) unficht
bar/ unb dann hernach das Unfichebat
toieder fichtbar und begreifflich ‚gemacht
haft welches alsdann nicht mehr fe
ſchwer / rauhe und unfreundlich 7 wie in
Anfang / fonbera auff das (eicbtefte aud
wohl geſchmackten Geruchs / beneben aud
fcharffauf der Zungen zu pruͤfen / auch
fubtiler Durchdringender und luͤfftiger Arth
ift/ alfo ba es von der Lufft frey Hände
von ſich ſelbſt (ſo es Doch an ibm felbft fi
darinnen ift) fich binregt fchwingen und
verſchwinden thát/ geſehen und gefpüre
wird / Darum eg die Weyſen Aquam mer
curialem ober Mercurium Solis, aud) ihren
Mercurium genennet haben. In welcher
angedeuten Geſtalt / folch fubje&um ohne
ferner pr=paration Die alfo / mann du eg gu
Der Medicin brauchen wolteſt / allein nod
menig behälfflich / fondern wielmehr ein
fchedlich Gifft ſeyn würde. Deromegen
wann du feiner reichen Baden und fäligen
Nutzen genieffen wilt / muft du alsdan
weiters procediren und fortfahren s
n | urch
Oder Edelſt Gab Gottes.
erner zu handlen wiſſen.
* Waſſerſtein der Weiſen.
Zu gleicherweiß als der Waſſer
chuͤtt zu Waſſer / der ſcheid fid)
ins vom anderen. (b)
pee. ift ein Araber geweſen / ber
fagt in feiner _Summa Perfc&ione:
jus allen Sachen ift nur ein Ding zuers
hlen / welches tff. bleicher Farb⸗ hat ein
etallifch Seftalt/ Elar und ftöfig/ ift in
ner ?atur warm und feudbt/ wáffericbt
ID Doch brennend / ift ein lebendiges Del/
10 (ebbaffte Tindur , ein mineralifcher
tein / und ein Waſſer deß Lebens mun-
eri Tugend. An einem andern
tt fagter : Sm Grund der Natur deß
rcuri ift ber Sulphur, derg wol Focht und
"userirt durch lange Verzehrung ber Zeit
"Adern Der mineren. _Morienes ift ein
og gemefen/ welcher gar vernuͤnff⸗
| Daß diefes Wercks Wurgel
0 bos auff Erwehlung der Materien
"ube / welche nemlich die befte zu foto
M Magifterio feyn möge. Sintemalen
T erfen Minera mancherley Sefchlecht und
[ It ind begrcifi Serner fagt er / bap
Morſichtigkeit gute Vernunfft / beftäne
T us Bes und Außwartung follen
urch ander fonderbare Mittel und Arbeit
y von
‚461
er anne
, ,
—u———9——— — — E dii m
463
PANDORA, PE
ton einem jeden Sünftler gebrauchet to
den. Und mer biefer Kunft nachforfche:
bermuß auch darneben vie andern / infoi
derheit aber Dit Diale&icam wiffen und v
fiehen ; Dann bit Philofophi haben al
bier nichts/ als nur mit verblämbten um
figurlichen „Worten geredet. Bachon
ein Engelländer getvefen der bat febr vt
nünfftig gerachen / man foll ein materia.
ertoeblen/ darinn der Mercurius rein / kla |
weis und roth ju. CSollfommenbeit nof.
nicht gebracht / fondern gleichmäffig ut
nach rechter Proportion vermiſchet / gebü
licher Weiß mit dergleichen Schwefel / ug
in eine harte Maffam zuſammen geronne®
damit man durch Fleiß und Vernunff
vnb unfer Fünftliches euer zu feiner i
nerften Reinigung möge gelangen.
auf alsdann ein folches Werck loud
welches meit befler und vollfommlicher
als das natürliche. Lullius iff ein Span
geweſen / der fchreibet / DaB Der gemei
Mercurius nicht Fan nod) mag feun «
Mercurius Philofophorum , er werde à
bereitet / mie er immer möge. - Dann if
gemeine Fan im Feuer nicht erhalten toe
den / Dann Durch einen andern corpora
(dien / welcher bigig ^ trucken und beſt
gekocht / derohalben muß man es ref
verſtehen / daß der Philofophifche Merde-
rius beftändiger und bifiger Natur ale t
gemeing. Und folches Daher / daß der @
n
Oder Edelſt Gab Gottes.
. Mercurius verwandelt mit dem an⸗
1/ und beyde miteinander ſo nahe und
verbunden / das fit fo wenig alg cim
a fer oom andern mag. gefhieden foe
/ dena fo wol gefält cá der Natur.
Incertus.
V.
dV
di]
j er,
a
Und alfo todt der Geiſt den
eichnam und zeucht ihm aus fein
Seel / und wird der Geiſt wider le
N m dig gemacht / das geſchihet ban
tb Sublimirung / und bleibt der
onam liegen. alé ein Aeſch / und
E: Dann fol man dem
ten geidinam den Geift /
die Seel wieder eingief
"/ fo erftehet der Leichnam mit
a ) wider lebendig / und e!fo (of
tt enit uno die Seel wider ín benz
ichnam fterben/ ale die Meifter
"reden: Qui mecum oritur, mecum.
ritu. Mer mit mir ift auffer⸗
mi
* 1 iben/ derfoll mit mírfterbenzCc)
4)I "Ácilioribus clarioribusque verbis do»
; i - ceri nullo modo pofles, cum in Hxc,
jm in expofiione Hlermetis artificii brevi
"''mone contenti , quo docet in hac. vita;
ie > i ' | : cadu-
2n n Geiſt und mit der Ced / und
463
464
quam itam, qua docetor corporum nature
"Wm in unionem adductio, Non (ané mei
. exenplar dari potuit humanz refurre&tio
- C€àgdo : oportet o:nuíno ut corpus moria:
PANDORA ^
caduca nullam artem potius expetendam e
lium à biaario fuo feparatio , & per tern,
qam ab ito documento, Siqvidem init
auctor corpora na:uralia rerum infenfatargr
à fuis fpiriribus divifa, repurgataque, ruis
illis in refurre&ionem, id eit, prrf Kon
conjungi poffe, Veluti corpora humana m
te feparantur a fuis fpiritibus animabusve
poftmodum nutu folius Dei, per melio
priore conjundionem refurgant in villi
eternam. Haud alíter etiam dacetartihildli
corruptione corporum infenfatorum ( d
mors dicitur Chemi(tica) feparare fpiricufit
auimas eorum, in fui ternarii ad unitatisle
du&ionem , hoc eft, ad potiorem viram,
non perpetuam , exccllentiorem tamen
quai à natura prios habebant, Infenfıra
quidem vivunt in feipfis occu to motu, «
po'tquan ad unroncm pervenerunt, m:
feitiffine vitam hanc per fuas operatione,
aliena corpora pa efaciunt ‚ut & illa vi
faciant finc fui corruptione, donec ulii
corum naturz iücorrüptz terminus ad
Becr. 5; |
Incertus, _
(cc) Et quia notra adminiflratio
potet fieri, nifi occidendo , & poltea viv
& de
| 3 Oder Edelſt Gab Gottes.
ea vivificetur, Et fic complebitur to-
- arcanum. Difcipulus. Amantifime
Biepier, quis eft ille , qui fciat interficere,
«eis vivificare ? Magilter. Fili, hoc to-
jm per putrefa&ionem perficitur? quia cor-
q
ui M
u
Y bb; jungam Exemplum, Materia dite modo
poteft deftrui, quin fub aliqua remaneatfor--
na, Unde deftruGia una lonis, immedia-
&introducitur alia ad hanc operationem, vel
d: liam difpofi ia, Et hoc totum per folu-
| | an perficitur, Igitur oportet primóà dil-
) i Mie. fecundö putrefacere : tertió abluere,
ecce totum magifterium,
i| P Arnoldns de lilla Nova,
"o "nb wann das alſo beſchihet / ſo
jaft du dann den rechten Stein der
[ Dbilofopben: dasift / Tinctur oder
zb Biroicin / der ein Theil are Mes
‚ion hundert Theil Queckſilber
der Kupffer verwandien mag in
fein Gold oder Silber. (4)
Pape biefer hoch unb nunmehro efte
erwehnten Kunft / obér. tieff bee
mifi Stein der Weyſen / mann ber
d optatum finem gebracht/ haben die Phi⸗
„of Ophen von feinem £ob / Tugend und
"otafft / auch unauffprechlichen sage
B ch V amugfam ioa und herrlich artus
n
T
rupti io unius e(t generatio alterius : & tibi -
8 pri 1
495
dieſes für die allerhöchfte und gröfte Gluͤck
dieſen Stein bat / ber hat alles / und b
Geſundheit und alles Gluͤck: Dief
- er beet ale Kranckheit/ er gibt den (rom
boͤſen aber / die ihn nicht brauchen / 8
Sftarren verborgen ift: Sin Summa di
Letzte und HDöchite fo unter bem JDimmia
Dann jemebr er mukipliciret wird / je mti
. Angitet er ; nemlich alſo: Wann ;' 2
pL X i
PANDORA; =
preifen koͤnnen. Dann erftlich Haben fi
ſeligkeit auff diefer Erden geachtet und g
ruͤhmet / ohne welches Auch niemand in bil
fer Welt zu $olifommenbeit fommen oot
langen mag. Dann Morienes fagt / mi
darff feines andern Huͤlff. Dann in ibi
ift alle zeitliche Gluͤckſeligkeit 7 Teiblick
Stein gibt dem Menfchen alle Wohlfaht
men zeitliche Cbr und langes £tben 7 DUXI
etoige Straffe: Und in folchemallem ſey
probiert / vollkommen und uübetrieglii
erfunden’ barum ihn Hermes und Arift
teles den wahren ohne Lügen / den gewiſſ
deß aller gewiſſeſten den geheimen al
Geheimnuß eine Göttliche Krafft / die
^
gefeben toerben mag / und ein wunderba
ver Defchluß / und End alles Philofopl
fchen Wercks / genenner haben. A
| Waſſerſtein der Weiſe
- (da) Alſo dieſer Philoſophiſche Stei
wann er auff feinen rechten Taig wird ge
worffen / machet es alle zu folchem Ste
nukiplicirr, fotingirt, er 100. Theil das
andermahl 1060. Theil und fo fortan, da?
"Durch er genennet wird / ein Schag dem
nichts abgehet ein Stein der fich felbft
ſchwaͤngert / fich felber gebiert / und wie
n anim Sprichwort faget : Cornu copiz :
Mit bem Silber Fan eben folche Arbeit vor⸗
‚genommen werden/ nur Allein / Daß mamn
aum Silber im Anfang daffelbe ju finire
D: in Antimönium oder Cement bevarff:
‚Sondern man treibt Das Silber 1. 2. oder
ij. mal aus der Cappellen / auffs höchfte/
macht es fein/ und fchlägt e8 zu einer runs
Qm Platten, Es kommen die Farben
auch wieder: Sonſten erfolgts in allem /
mit einem wie mit Dem andern. Dieſer
| ‚Multiplicationen iſt nicht eines fondern vie⸗
WMerlep / und wird angeſtellet nach Ver⸗
unfft und Erfahrung vef Kuͤnſtlers / ba
er eine es zu einem rothen Pulver / der
Fandes in ein hartbruͤchige Mäflam bringt /
Shieran ift nichts gelegen wann das Were
Tan ibm felber richtig.
v
A Hie hatein End ein Gedicht und
Fahr Fundament / mit: furgen
"orten begriffen/ ohn alle 25e
ſt der Philoſophen / die genannt
| | 6393: (ft
4 -
| "e.
—4 EIN —*
a
j
(|
|
— Oder Edelſt Gab (Gottes, 167
ng8 10. Theiltingitt/ und wird einmahl
duceritts oe Macro,
© zriffenheitder Wenfen Meifter der
i
i
u
|
1
i
f
F
dnibren Büchern’ als unfer Vatter
ne verfündiget ibr £ob. Solches
-p/A N-D-O!R/ A 2555
(ft Alchymia /. die allein heilig find
Hermes / Zurba / Pythagoras’
Erimidus / Dlato / Pandophilus /
$ucae/ Demetricus / Arißleus /
Locuſtes / Eximemus / Socrates /
Simon / Mundus / Dardanius/
Belus / Theophilus / Dantin |
Galienus / Lullius / Avicenna / Bo⸗
nellus / Benitus / Moyſes / Mo
rienus / Arnoldus de nova Billa,”
die alle gleich ſagen in ihren 907
chern / und aff oie Kunſt bewahrt
haben. Darum niemand fei
zweiffel Haben foff : Dann dieſ
Kunſt gerecht anihrfelberift. (e) 7
CORO nente: / Kunftliebender £6
(tr! 3803 der roeife Mann Sy
rad) im 44. Gap. faget Laſſet ung [obe
Dit berüomten Leute: iie haben weißlie
gerathen / und ehrliche Namen unb hen
liche Schriften hinter fich gelaffen: ST
find cud) reich geweſt / und haben groſ
Güter gehabt / undihr Lob wird nicht un)
tergehen; Sie find im Frieden begraben
aber ihr Name febet emiglich ; Die Leu)
seben von ihrer Weißheit / unb die Ms S
[0
nic |
/
nicht unfüglich von den wahren Philofo-
phis, Chymicis geredet werden / maflen
; Diefelben ja weißlich geredet / ehrliche Nah-
men und herrliche Schrifften hinter fich
gelaſſen haben: Sie find auch reich ge»
a und haben groffe Güter gehabt /
| unb ihr Lob wird nicht untergehen. Sie
! find im Srieden begraben aber ihr Name
jr lebet ewiglich. Die Leute reden von ıhrer
Weißheit / und bie Gemeine eerfünbiget
| ibr£ob.
Incertus Kelleus,
(ze) Sin maſſen du fehen Fanft in dem
FRomant de Meung / welcher nicht ad-
n E + und bie Sophiften reprobirt, ale
y fothut auch Villanovanas, und Raymandus
!Morienus Romanus, Hermes, den man eis
nen Vatter nennet / und welchem Fein an-
derer gleichet / Item Geber und andere / fo
von dieſer Seientz geſchrieben / und daß bie
Kunſt warhafftig ſey / im Werck erfunden
Waſſerſtein der Weyſen.
KFunſt / ift natuͤrlich Gold und dag
Waſſer Mercurialis. C£)
098; DO
Die geroiffeften beften Ding dieſer
469
479
faliter informata , in welchem die vier Ele
zwey unfichtbarez in zweyen ſichtbaren
—A⏑⏑——————
(f) Us Subje&am oder Materia ex qua
| I dem äufferlichen anfehen nad)
nur ein Ding/ & Gmplex: Die wird num
geſagt / Daß es innerlich zweyfach ſey / ver
Philofophen Rebis , oder Res bina, gezwey⸗
fe Ding und doppelter Mercurius. Item
Trina, oder Triuna, der Philofophen ges
drittes ex Sale, Mercurio & Sulphure, vel
Corpore, Spiritu & Anjma conftans, Qua-
drina, Iht Gevierdteg/ in qua Terra,
Aqua, ^ér,lgnis, Quinta Efentia univer-
ment / Erd, Waſſer / 2ufft und Feuer /
verborgen find / mit der Natur allgemeie
nem Seuersfünckiein / ober fünften 2t
fen informiret und begabet/ & fic res com-
pofita, j
| Radix Chymie,
diefer Infel) von mir und bem Saturmel-
eröffnet worden / daß eg Fein —J /
Ba 30. s fon:
d: Ode Ebelſt Gab GOttes.
dern bit lautere Warheit fepe / weiche
5 t Erfahrung / als die einige Meiſterin
e ler Dinger durch Goͤttlichen Beyſtand
eu Mon fan,
E
1 Die sufammen- emiſchet / die ver⸗
hren aͤlle Metallen in fein gut lau⸗
IK;
(t Sol, dag ewig befiendig tit / das
fuchung / brannteft du es tauſent
| Michael Sendivegiur.
|
M
M ich nicht vertvanbelt in feiner Ders
e jufanmmen gefegt / wann die vereie
| s ge t werden / verfebren alle Dies
allen in fein lauter Silber / das
dig beitändig iſt und auf feiner
Verſuchung flenbet :das/ das fag
ir b wahr bey dem Himmelifchen
Eſus Cpriftus ! und ob du mehr
; ue
d u verdirbeſt / (&)
Li | Ogyem aber die Philofophi von der
1
; betrachten, was für cine Conjundion fit
JH memen / denn wie folches cine Red⸗Art
U die of gebrauchet wird / alfo ift fie fehr
J weiffelhafft ig zuverſtehen. Die eine Con-
" He Gga ches
gl Jahr / daſſelbig Waſſer mit Silber
cheſt / ſo iſt GOtt mein Zeuge / daß
Conjun&ion reden / iſt warlich wol
ion, en fie reden / ift grob / wel⸗
471
fen. 9tunift Einträchtigkeit/ Freundſcha
PANDORA ^
ches eigentlich bie Amalgamation ift^ um
ift die erſte Arbeit nach der Zubereitung
" Mercurii.
geheimere / Darinnen der Menfch gan
nichts arbeitet / fondern ftebet nurund fi
het ver Wirckung der Natur zu. Und bi
Arbeit gefchicht ohne einige 2inlegung Di
Hände / und recht lebhafft wenn D
Materien zubereitet und tächtig gemad
worden. .Diefes Werck wird derowegt
ein göttliches Werck genennet.
Diefe Conjun&ion ift weit, innerlich
al Die grobes denn dieſes i(L eine Operatic
per minima, oder innerlichfte/ alfo/daßd
Efleng des einen in Die Effen& des andeı
eingeber/alfo,daß nur ein Weſen ober Sul
Stang daraus gemacht wird. |
Diefe machet ein Temperament oder f
thane Vermiſchung / fo man durch Feit
Kunſt zumege bringen Fan/ denn ebenw
Waſſer mit Waſſer vermifchee / nicht g
fchieden werden kan / alfo ift es nun a
mit diefen Principiis oder Anfangen befche
unb Berföhnung gemacht/ bean unti
das Hitzige und Trockene/ baa Kalte ur
Beuchte umfahenund nun werden Waſſ
und Geyer einander vertragen Fönnen.
| Cyrenans Philaletl
t ^ |
Oder Edel Gab GODttes. 473
Dein Gag fol vein fepn/fo ſoll
Hein Wafler fieben mal klarer
Wepn/ unb warn du das Waſſer
bertoanoleft/ als fid) gebürt/ fo ver;
reibt es alle Liberflüffigfeit/ auch
Wit derjelben Erden behalten du
ven fliegenden Vogel macheft du
! ichtig Die beſtaͤndig Erden. (b)
Nd gleich wie Dit Separation ber
Dymo ou aller. unftr Operationen
itr alfo íft der Schlüffel zu derfelbigen
^ ní t wahrer Mercurius, der recht/und wie —
"05$ gebübret zubereitet und proportioni-
wird. Nun iſt die Proportion deines
Waſſers in. Anſehung feines innerlichen
ngefesten Schwefels / welcher durch den
Ahilofophum hinzugefeßt mid, Welches
chicht durch die aufeinander folgende
! ‚Dler / die Durch unfern Philoſophiſchen
Wrlenicum gemacht werden/ derer Zahl
"ben feyn foll. Indem die Sinfternäß
iſchwindet und das Liecht nach vielen
‚lagregen erfcheinet/ vor der Flucht eines
weden Adlers wenn unfer Waſſeral⸗
J
i
UN
|
^ gefdydrffet wird / tvirb es Durch bie
Waͤrffung gereiniget/ und alddann wird
mächtig den £eib zu ſolviren / melches
lit. weniger oder groffer Zahl gefchicht/
Hermit fieben oder neunen amallerbeften.
Mos 695 | Site
J | | |
i
AA
Jaſtrument oder Werckzeug welch
chet faulen/ bie Farben verändert und
Seele / unb bít Seele iit. eer Lei
PANDORA,
Diefes gefchärffte Waſſer iſt aud
das Gold zu faulen betoeget / meld
Fein ander Agens in ber Welt thun fe
denn Durch daffelbige wird der Leib ger
bens fanfft und weich gemacht / deſſen p
ri geöffnet / und der unfichtbare Schn
fel in Freyheit geſetzet welcher den dub m
letzt ſchwartz wie ein geſchmoltzen Pech.
M quet ia iu — Eprenem Philaleti
Tem er fpricht aud) unfer &
ec bie fipert bec. &ufft zuſamme
unfer Waſſer erleuchter/ bie Se
madetiebenbig/ bas Del mac
fiijfig/ unfer Stein it Erde / un
Erd tff Feur / unfer Seur íft Ruf
unfer Lufft ift 2Gaffer / unſer W
fecift Geiſt unfer Seift if |
nam/ unb der Leichnam iff Er
in der Erde tft Feur Diezweny C
ment in Waſſer / in ufft die à
dern zwey Element. Ci) a
() X7 Id. Mineralogia fup. Citat, ,
V,
war bie fünffte Anmerefung t
das fechite Gapitel Ded erften Theile,
Alle Philo ſophen haben geſpro⸗
und was fluͤſſig ſeye / das ſey
PR affer / und was tiber fid) ſtei⸗
um fene ihr Lufft und mas
j ^ 1/ barbep ift zu mercken das
aalis fe» ihr 2ufft / und in der:
1 Yr Coagulation ſeye der Ka
\ ae
iger 1 und mancherley Stabmen/ daune
bt 1 rahmen des flüchtigen, alles das
Mi | (t wird verftanden/ mag Die Philofos
"nao ihrem Verſtand tauffen aquam
Mr m ‚ aquam Mercurialem, Spiritum Mer-
Aareficcum, A vem Hermetis, Spiri-
p mr
‚Ineertur,
2E Th der Metallen in ihrer
| "
1 Dort Edelſi Gab Got&s.
n/ wasbisig lene / das fep ihr
ulirt/ bae fepe ihr Erd. unb |
"i edas Feur / und Aqua Mer-.
lílation fepe das Waffer/und
lie Sets mehr juerfäufen ^ fo muß
> nan fid) nicht ärgern an den viele
), Mereurium, Fumum, Acetum acer- -
inirerflem mundi, Azoth und der
l J Weiß der Regierung und
475
-476
tur hat von Anfang diefes Geſetz bei
CANDORaA, "3
(HER Sefer dreyfache Mercurius m
A Summum univerfäle, ift bei
(te Samen aller Metallen vote aud)
zweyen generum, welcher fich allgem
coagulirt/ und Durch bie fetige Wuͤrckt
der Waͤrme / die in ben mineris perbor|
fiegt/ hart wird / und [o baloen er zur $
Fommenen Keinigfeit kommet nimm
eine Tinetur an fich. Er wird aber
unterfchiedliche Species oder Arten o
getheilet und bekomme unterfchiedf
Sormen und Farben / nach dem fic
AXyrt/ und Dit dabey liegende Materi
bert/ indem fie in den Bauch der Ei
metalla, min-ralia und lapides, und if
perficie oder Släche derſelben Baum/
aller Drten Gewaͤchs herfür bringt/ m
bem fie durch der Sonnen Strahlen:
bendig gemacht wird/ ohne welche fit
fien unfruchtbar bliebe. Dann Die
tigt/baf bie Sonne bie Materiamfte
erwärmen’ und erhalten folle / un
die Drenfache Krafft derfelben/ nemlid
animalifihe vegetab. und mineralifche
aufhörlich ad effe&um, (sur Würd
Feit)folle beivegt werden. Und pieft
zwar die Urfach‘ marum Hermes vf
ben/die Sonne wäre derfelben Date
4 Yder Edelſt Gab Gottes.
|
aßliche oder zerſchmeltzliche
ina natuͤrlich gewirckt auf dem
chwaͤfels Darum daß (8 des
| jur kſilbers eigenfchafft ift/ dag es
agulirt/ oder zufammen gemah⸗
» wird auf dem Dunft des
9 paͤfels. (m)
| J
) DD: ergo de generatione mi-
9 neralium : dixerunt autem quidara
«od natura mineralium omnium e(t argen-
P ivum cum fulphure, & dixerunt quod
gu ac live radix ipforum mineralium eftar-
IE" vivum falphure, Pr&paremus ergo
i icem, donec perveniamus ad ramos, Ka
i t ilius operationis eft, quod ipforum
fideráverunt naturas corporum minera-
i s E o nam,in profundo fi re-
|
tales opiniones: dicimus igitur, quod da-
"W quod argentum vivum, & fulphur finc
pna naturalia. corporum mineralium ante
Bigelitionem fuam, tamen poft congela-
em, & argentum vivum, & fulphur, im-
1 DL bile e(t ex ipfis corporibus mineralibus
M
fum alteravit in fuam naturam, cujus
: Sie Natur der Dingen. bat affe
jn N ttfilber mit der Subſtantz ſeines
ent ſecteta naturæ, nunquam incidiſſent
nam congelans fuum congelandum |
"impu et de compofitigne faponis, fi e-
| aim /
477
m
- €x planta, fcilicet ovum ipfius poftquam
1 |
"nc
PANDORA, ©
nim accipiatur aqua extra&a à cineribus
oleum cum quibusdam aliis, & decoqu:
deco&ione certa, generatur ex iis fapo, &
acciperetur unumquodque per fe, & de
queretur donec congelaretur, & poftea lal
taret quis ex ipfis faponem componere 1
poffet: fulphurautem in primo erat ac
natura ejus frigida, ac humida, & pofteac
vería eft in aerem, cujus natura eft calid:
humida: po& modum vero in ignem;cujus |
tura eft ealida, & ficca: — poftmodum v
cum ipfo ignetemperavit fe aqua, &
compofitio mafeuli & faminz: & dici
ergoquod dato quod natura, five radix
neralium fit argentum vivum cum ſulph
non tamen-debemus accipere ipſum, ex
funt corpora mineralia, fed magis debe
ipfum accipere quod eft ex ipſis corpori
mineralibus, cujus exemplum eít manife
in plantis? Scimus enim quod genet]
plante eft ex aqua cum fubtili terreo,
prediximus, & tamen fi accipere
aquam & terram, nunquam generareilit)
plantam, non ergo accipimus illud ex |
e(t planta, fed illud ex quo animal, quod
mus quod illud. ovum generatur ex
fubtili cum mixtione ipfius aquz, com
damus ipfum terrz, donec illud quod
diminutum compleator, Et dicimus eli
quod generatio metallorum in ventre
ft hoc modo, cum fol agat in ifta inferre]
—— De E 5
Oder Edelſt Gab Gottes.
yer calidixatem fuam calefacit terrzm ,& re-
mar et parsipfius calöris in interioribus ter-
b cum afcenderit fol fuper terram, & in-
I
alorem fibí ſimilem naturaliter oportet. af-
iendere una cum parte caloris novitet* gene-
"ati, cum occurrerit ſibi aliqua parsaquz fol-
Vitiplam, & convertit in vaporem, qui qui-
lem vapor movetur alcendendo donec cur-
Fatfuper iplum calor proportionabilis: cum
"Tero defcenderit fol verfusoccidentem, di-
| »iuitur calor proportionabilis, donec con-
d"
z
nfetur vapor, & defcendat ditillando.
i lc : M Atecxius.
Dann natuͤrlich ein jedes tro⸗
Mens trinckt aug fein Feuchtes / der⸗
Salbender Dunft des Schwaͤfels
Was Queckſilber eigentlih coagus
| A rt auf feiner irrdifchen Subftang/
QiIbtil uno lufftig) und abgedeut
weder erften Miſchung im verein»
are mít Wirckung ber Hig/ die eve
"
"Peerbebt/ abfocbt / und verdeut/ /
FB fie haben ein Schoäfeliche
"raft zufammen zu wahlen und
Ai Caguliren den Mercurium/
EQueckſilber in feiner erfien Wur⸗
sm if zufammen gefent auß
Ma ||
d!
% \
E! *
jt, quod calor fir in terra abſconditus
tr Erden’ gar viel (ubtif/
— * Schwaͤ⸗
473
480.
bíf es werde ein Subftang/ nie
. auf inRauc/ fo esift unverbren:
- die Wärme gefublimiert merk
„PA NDO.RA..@B]
Schwaͤfelich mit einem flare
Waſſer ftärcklih darzu gemiſch
rubenoe auf der oberen Ebne/
ift auch gleihburtig in feiner 9
fur; dann entweders bleibt es gi
und gang in dem Feur gebefft 7 |
ber das gang allesvon ibm fleu
lid) und luͤfftig / das iſt ein Zeid
der Vollkommenheit / und daru
fo darnach das vorgeſagt in D.
Schwaͤfelich Erdreich herab laufſ
fd ſteigt das Gewaͤrmt / und d
warm worden obſich: dannd
ift derſelbigen Natur / daß es but
aber zwar auch durch ſolche Sub
mirung wird es gar zu viel germ.
niget / und abkocht / und verdicket /
wird in ein weiſſen oder rot
Schwaͤfel nad) und nad befallZH
welcher Schmefelofft un vielmal
diſſolvirt und auffentloͤßt oder
er auch. coagulírt durch ein art
Queckſilber / und deffelbigen e
Oder Edelſt Gab GOttes
ung und Einwaͤchſung / und
Birdung der Hitz biB daß es
un in taufend Tahren nicht lange
zer Wirckung der Natur nach
— in ein vollkommen Me
T Mon und befallet wird. (n)
|
|
|
'
| u
‚TOs dicimus quod. argentum vivam
- vulgare,non poteít efle argentum vi-
| " ra | m Phliofophorum, quocunque artificio
| i» aretur, quía vulgare non potet inigne
neti, nifi per aliud argentum vivum cor-
Looreum, quod fi fitcalidum & ficcum, & ma-
lj js . digeftum, Propterea dico noftrum
1305 byfi icum magis fixz effe calidiorisque natu-
uev uleari, Etideo, quia argentum vivum
N ii rum corporale, eft converfum in argen:
[um vivum currens non tingens digitos, &
nando commixtum eft vulgari junguntur &
d mplexantur fe vinculo amoris, absque eo
6 uod nunquam feparentür ab in vicem, velu-
WE N qua mixta cum aqua, quia ita ek nature
Mi pe dtum, Argentum vero vivum noſtrum
ul iteditur & commifcetur aGualitet. alteri
"i lgari, deficcando fuam humiditatem phleg:
Mat cam, & tollendo frigiditatem ex cerpo-
Wi E 'higrans tanquam carbonem, quod po*
(Los in a pulverem convertit,
in E: * 'Raimandnus Lullius.
m prs in fofi Weiß iit
4
432
. Ding/ die Elementen erfchaffen/ unb «
COMSANDORA) 7/0
det auch eben die Natur in miner
lifchen Geſchirren die Metall. C
(04s n ‚jeder Sucher dieſer Kun
| foll vor allen Dingen mit reiffe
Bedacht der vier Elementen Erſchaffun
Wuͤrckung und Kräfften mit feinem Pr
cef eyaminiren : Dann fo er diefer
ſprung und Natur nicht weiß / wird er
Erkaͤntnuͤß der vig nicht Fommel
wird auch die toabre Mater des Stel
nimmer erfennen/ viel weniger wird F
ein gute End erreichen / weilein jedes Cn }
äber feinem Anfang auBgebet. EI
wohl weiß / waser anfünget 7 der wi
aud) wohl mas er enden wird. Da
der Urfprung der Elementen ft ein Chat
auß melchem GOtt der Schöffer al
ſcheiden bat/ welches Gottes Werck
fein if; Auß den Elementen aber brind
bie Natur herfür die Anfang der Din
unb das gehöret/ nach dem Willen GEF
tes allein Der Tratur zu. Nachmalen q
den Anfängen machet die Natur M
ren und Ertze und alle Ding’ auf to
cher auch der Künftler/ in 9tacbfolgu
per Natur / viel wunderbarliches verm
weil die Natur auß diefem anfang)
als da ſeynd / Saltz / Schwaͤfel/ u
Queckſilber / die Ertze / Metallen / und
—
| oe Edelſt Gab Gottes.
en nicht fchlechtlich auß den Elementen
hin 3) E em Dutch bie Anfäng wel⸗
Hein Mittel feynd / zwiſchen den Ele
: ten und Metallen "Derhalben fo e$
t Natur nicht thut / viel weniger wird
bie Kunft vermögen’ unb muß nicht
[ minem Exempel / fondern in allen
te die mittelere Difpo-
n it por gehalten werden.
i. «Michael Sendivogius,
Li TT in diefen Wercken
toMfolgnad der Natur / welcher du
r der da willein Argney macen/
" "s " Jo(ffommunj piriLInvoilfom
Ann der 'irrtnbe Leſer noch nicht
" fan begreiffen, worauß die mars
Am fitige. Enderung der Metallen ihren Urs
^ bungbabe/ fo mercke er nochmals; daß
N | ft pnmuß der metallifche C amen wel⸗
1 lr "Sulphur unb Mercurius s ift. Kan man
! En folchen metallifchen Samen auf der
" maeranicbt baben/ fo muß man Die betbt
ah eaefte Metall / Gold und Silber wies
b IM ad primam materiam bringen’ tie
uid t jtber Phitofophusohne weitläufftiges
"i Snnt moiro wiſſen und unmäglich ei⸗
n\ieden hieruber zu inkormiren. Damit
t ba £3
| he i0 Dinge herfürbringet : und mir —-
483
- metallorum materiam ein Vereinigtes 0D
zehlung Die Materiamveram nicht Fenne
# I ANDORRA M
es an gnugfamer Erläuterung nicht ma!
gele / will icb$ noch Deutlicher nennen/d«
pie wahre Philofophi oder Weiſe / war
fie der Metallen Samen oder prima
dickes Wafler genennet/ nach der heit
und truckne Sulphur oder männlich/ na)
ber Salt und GeuchtMercurium oder Akt
liche. HicRhodus, hicfala, Wer dieß
nicht Fan begreiffen / uund auf Elärlicher G3
ber gedencke nicht anders / als der Die?
ftand und Die Augen feyen ibm gehalt«,
daß er bey hellem Tag im Sinftern mig.
tappen. — ZBie. nun die Erkaͤntnuͤß —
Materiz febr. ſchwer wegen vielfältigf
ber Natur / alſo ift die Arbeit viel fehr
rer in bem die Dhilofophi mancher
Proceß / vielerley Art Feuer / ſeltzame E
ſchirr / und langwuͤrige Zeit in Bereitug
deſſelben gebrauchen. So aber bie Ark
fruchtbarlich foll verfahren’ máffen YEN.
der tatur folgen/ welche ftet8 auf QUIT.
befferung/ e8 hindere e8 dann ver Bufid
undnicht Werböferung arbeitet/ und.
man debitam Materiam hat / welche
feinem andern Metall vermifchet/ auch IF.
in Fein Teuer Fommen / damit ihm ||
wachfende Krafft nicht benommenz 1
man Durch Gottes Seegen san erwuͤn
ten Effeà zu hoffen. — Ed
| ' Ancertus.
(pp) HD
Be
EG,
. Oder f£odft Gab Gottes.
(pp) Hierzwiſchen foltu aber auchnoth«
wendig darbey fleiſſig erinnert fenn / daß
ipu gute Achtung gebeft auf die Werck/
wie nemlich Die Natur mit der Zeit fich
inihrer Operation verhalte / daß du Dich
berfelben in allen Dingen in diefem deinem
Raboriren auch nachrichten thuft: Wann
| du folches weift/ fo nehme als dann den
Shbgemeldten präparirten Waſſer Mater
rien zwey Theile/ zc.
E: Waſſerſtein der Weifen.
N (ppp) Es haben viel tveiffer und gelehre
Der Seut vor viel hundert Sahren / ja bor
ner Sündflur/ ale Hermes bezeuget/ viel
Thon Zubereitung des Steing ver Weiſen
Wyefehrieben, ufi ung darvon fo vielSchriffs
| PEU daß, wannnicht oie Na⸗
Eur fole Sachen alle Tag wuͤrckte / mel?
hewohl zu glauben ſeynd / bey nahe keiner
ehr glauben wuͤrde / daß eine Natur ſey /
"Pup Urſachen / daß vor alters nicht fo viel
ute geweſen / welche neue Ding erfun«
wen: Und zwar fo haben auch unſere
Vorfahren pie lieben Alten nichts anders
Etrachtet / als bie Natur und was der
ratur möglich/ unb o6 fie fihon bey
em Einfältigen und fchlechten Weg und
Ruff Der Natur geblieben’ fo haben fie
ch folche Sachen erfunden / welche wir
;
|
d
u. er Ding habenı ſchwerlich unferem Ge⸗
Lu Db3 Mur)
biger Qeit/ pie wir doch fo groffe Anzahl.
2.485.
496
nem Diefes nun befchicht barum / Die
ler Dingen in der Welt / ſchlecht und e
welche garnicht/ ober doch fchmerlich i
trachten / worauf c$ ung auch Danach 9
michtachter/ umb allegeit ein anders f
bann aller zerläßlichen oder el)
$PANDORA X —
mütb bátéen einbilden oder erdencken For
weilen ung die Natur / und Gebährung al
ächtlich ſcheinet babero wir dann auch mi
un(erm Gemuͤth unb Verſtand nicht nac
denen Dingen’ welche ung befannt / fot
dein nad) andern und folchen Facher
das Werck zurichtenfeynd/ tichten ur
linget/ daß mir leichter fubtile Ding toC d
che die Philoſophi felbfien. nicht gen
haben / erfinnen und erdencken/ dann DEF
toir zum wahren Sauffder Tratur und Der d
Derftand ver Weiſen gelangen folte
Go iftaud) der Menfchen Natur fo E
ſchaffen / daß fie das jenige/ was fie wei
chet / viel mehr aber Der Menfchen Sin
deme bie Natur unterworffen. 2
Michael Seudivogi
Daß das Queckſilber ift ein |:
Materi aller Metallen.
Dann Ariftöteles ſagt baf b]
Queckſilber fepe ein Element ode
Materi aller zerläßlichen Dinge)
on)
|
KH
|
I DO Edelſt BAD Gottes.
Ifihmelglihen Ding die ba zer
| J meltzen / werden darein verkehrt:
> wird auch mit ihnen vermiſcht:
bann e$ ft vonihrer Cubftang. (a)
| RT Ch bin nun eia gedenck / was mir
in Sophiftifcher Berführer ben
man für einen groffen Philoſophum hiels
| tt/ einsmals fagte/ daß man für bierecbte
Materi nichts anders nehmen doͤrffte als
(rein Queckfilber gang rohe unb daſſelbige
Don weyen wohl zuſammen gefügten
würde ein herrliches und machete eines
asanderin Der Zufammenfügung volls
ommen / wenn ich ihme / fagt er/ alfo
Maͤte / würde ichdas Elixir erlangen, zu
—*
Don einander ſcheiden und ein jedes fons
"erbar reinigen fiedarnach wiederum zus
- ammenfügen/ das groffe mit dem Eleinen
inigen / und das fubtile in dag Grobe
ringen alfo würde der Philoſophẽ Stein
| pma, Aber ich weiß nun mehr/ Daß
Lotefe Santafien Betriegerey ſeyn: daß fol-
ben geuten am Merftand mangelt / und
„aß fie fid) felbften und andere damit be
itgen / fie ſeyen gleich Philoſophi oder
Webici/fo verftehen fie hierinnen nichte.
Mir ift wohl eingedenck / daß ihr gefagt
Ji
!
"uw Dba ſten
fſleiſſig mit oem Gold vermiſchen: dann
derſt aber muͤſte man Die vier Element
abt / daß es ME alleine als vem Hoͤch ⸗
497
438.
vernejinen vermoͤchte. Denn er ift allein :
per Crfibaffer / unb alles auten herfuͤt
ſchen / mie eg. ihme gut beduͤncket. De
ihn gemacht wäre. Derhalben wollen alli
PAUND.OR UA ot
fien suftebet 4 auß den Elementen ettvaà
suerfchaffen : Dann er bat bie Natur bera
für gebracht. Er weiß nach der Quantitaͤt
Die Element zu vermifchen / und die Quali-
tät recht zur proportioniren/ bie Element
recht zufammen zupereinigen und zuvermi—
ift Fein Menſch ber folches zu thun ober gi
bringer/ in oer Welt ift fein Ding fo obit
ruhmräthige Alchimiſtiſche Soppiften (til
fchweigen/und nicht verhoffen zu fambten
da fie nichtsjehen : Die Durch ihre falſch
ealcinationes , fublimationes, difillatione
die Spiritus im Rauch wegjagen/ und Durd o
ihre fophittifche coagulationes und congela I}
tiones , den gemeinen Mann bereden/ j
auch bey denen / fo das Werck gemacht
fuͤrgeben Daß deß Queckſilbers und Golde
Element rechtſchaffen geſcheiden ſeyn
Welches doch alles im Ende nichts fl
Dannesift wahr paf alle Ding unterber d
Himmel vor den vier Elementen gemad; od
ſeyn / und rechte Quantität haben / at
nach ihrer Art durch die Natur in redyte
proportion vermiſchet feyn : Doch nich
daß fie alleeigentlich folten vereiniget / for
dernin Tugend unterfchieden feyn : Sjmfot
derheit aber Def. Philoſophiſchen Steit
Materia. Waſſerſtein der —9— "HT.
aa) UU
Oder Edelſt Gab Gottes.
(a2) Und obfehon der Metallen Leib aug
im Mercurio gefchaffen ift / welches von
em Mercurio der Philofophorum zu verſte⸗
en / ſo ſoll man doch denen kein Gehoͤr
geben / welche verneinen / Daß ber gemeine
Mercurius der Saamen ber. Metall ſeye /
und nehmen alſo einCorpus anſtatt des Sa⸗
c und bebencfen nicht / daß auch ber
ni d) habe. Der Irrthum diefer aller
tb auß folgendem Exempel erfcheinen.
2 [Spin (ic) iftes/ daß bie Menfchen in
) einen Saamen haben / in deme fie fich
ermehren; Des Menfchen Corpus iftMer-
jeurius , aber ber Saamen ift verborgen im
re Leib / unb in Anſehung des gangen Leibes /
in ſehr geringer Theil deſſelben an Ge⸗
vicht. Wann einer nun einen Menſchen
I" generiren will/ fo muß nicht Mercurius,
welcher ein Corpus i(t/ fondern Saamen /
mn gufammen geronnener Vapor Waſſers
enommen terden.
l. à Michael — pie Ye
S LEM
j ! AberdieCörper baben cin Unter:
J js tio in ihrer zufammenfegung von
: ‚em Ouedfilber; ſolcher weiß/ nad)
em esrein/oder unrein/ oder um
| ‚auf der (ft / con bem unreinen irrdi⸗
" she ER / oder Sub wendigen Schwaͤ⸗
v UC ) ?
5b $ (b) Prin
II
uM pi ; WM
|
gemein befant Mercurius feinen Saamen
49 |
490
ſupta capitulo fecundo di&um cft ) in var
warhafftig und wuͤrcklich gepflanget z u
PANDORA,. . "vr
(b) P Rincipia metallica tripliei ftatu diffe.
- runt, aut funt remotiffima, veluti ter.
rz cum aqua mixtura , vel remota prout vi.
triolum, aut funt immediata, ficut argentum
vivum & fulphur, Ex his duobus pofterio.
ribus, fecundum puritatem amborum , ve
impuritatem alterius , aut utriusque , nobil
vel minus, aut prorfusignobile, natura cala ri
fubterraneo, vix annorum millibus generare
dicitur metallum, Eofit, ut quanto diutur
niori fub obedientia cceleftium influxuum mi
neralia fuerint , tanto firmiori validiorigu
potentia , virtutes acquifiviffe cœleſtes effica
eifimas , inter ea qua corporcas vires h
bent reftaurare confervareque , non imme
ritc putentur, & eo nobilius, quo metallic
forma fua materia minus fuerit oppreffa, Mi
tallorum forma generalis zqualis et omnibu
at propter materiz variam difpofitionem (
prorumpit formas Ipecificas. d
Gerardus. *Dar
$3
Lh f 3
(bb) Der Saamen ber Metall ift in
C—
—
feine Generirung ober Wachſung gehet
ſo zu. Die vier Element in der erften Op
ration und Wuͤrckung der Natur tbpffl
durch den Archzum ber Natur ind
Centrum der Erden einen Seit V
por ober Dunft Waffers / welcher EN
fall Saamen ift/ und wird Mercurius?
| nani |
J
— en -
— —
„ge Edelſt Gab G Ottes.
ant / wegen feiner Stöffigkeit / und daß
ch mit einem jedrwedern Ding vercinis
m / nicht wegen feines Weſens wird dem
Sul lphor verglichen wegen feiner ınnerlichen
Märmerund nach der Corgelirung ifts das
Humidum radicale , weſcheẽs man zu teutfch
ir ſolche Seuchtigfeit nennen Fönte/ fo
on Anfang ver Natur eingepflanget.
| 1» «Michael Sendivogius.
jm
d Dann fo das Queckſilber rein ift/
or yird das coagulirt und zufame
nen gewahlen von der Krafft des
o fen unb nicht brennenden
Schwaͤfels / und das iit bae befte
Ding’ das da nehmen mögen / die
49 die Alchimey wircken / daß fie
Sverkehren in Silber x warn aber
j er&ómif rein und "allerbeft iſt /
it einer rothe ſchoͤn und in ihm iſt
|; de Krafft der Feurigkeit einfach und
|
n Thé t Ding feyn / das da nehmen
am die Alchymiften / daß fie
y! Arauß Gold mahen: Dann bae
i 'rfebrt ibn i in God: Wann aber
| [181 ueckſilber ift einer guten fub»
ang / und der Schwaͤfel nicht rein/
Fennendyo verkehrt es ibnin en
oder
E
E
dt brennend / fo wird es das al -
49.
!
492
defzcatiffimoque argento vivo, optima co
. mixtione purum atque rutilum concrefc
^ PANDORA, . dA
oder Ku pffer : Wann aber d
Duediilber boͤß / löcherechr und ^
rein irrdiſch iſt und ber Schwäfe
nicht rein / fo wird darauß Eyſen
Das Zinn aber bedunckt mid) / bab
gut Quedfilber : Der Schwaͤf
aber boß und nicht wohl vermiſch
Das Bley aber grob Queckſilber
bof und ſchwer / oder gewichtig
der Schwaͤfel d boͤß / und eine
böfen Kuſts / und flindfenden G
ſchmacks uno ſchwach barum toit
er nicht tool coagulire oder beke
ES ru fuiph bro , fplendi
C rum ex fuiphure raoro , Iplendidt
IA iribus — er
Argentumtinnulum eft, dulce fonans, :
fpleodidum , ex candido & prztenui , |
paulum unguinofo fulphure , nec fatis cog 4
& argento vivo fubtili ac defzcato , non &
ne commixtis concretum. Stannum ex te
fulphure ac Subeili , & argento vivo p
pingui & denfo male mixtis compaum |
peritur, hoc etiam nomine ftridulum, CH
argento nafcitur, mixtisque venis conf A
Plumbi duo genera nigrum atque candid
pretiofiffimü candidum. Nigri duplex eſtori
aut enim [ua provenit vena, aut cum gen
[i
Over f£odft Gab GOttes.
fanno nafcitur. Utrumque exunguinofo,bitu -
inofoque fulphure & ejusdem qualitatis ar-
toto vivo conftat. Quod judicare facile , ubi
hi cand ente licio in virulentum fumum abiit, ndl-
la reli&a calce, Depurgatum in aurum &
gun vertere, ipfo experimento didici-
' pe - Tunditur primum emolliturque liquis
Bons: in calice chytræ feuteftula , indi-
B... conjicitur in ampullam vitream, ut
"dis fpoliatum evadit nitidum, Datur & de-
ud nde licio , ac fi quid eft impuri reliquum, ig-
us exolefcit, argento cum auro refiduis.Sed
hdícifcendum aliquatenus argentum. vivum
(pto ratione matetiz, Huic metallorum foli in-
‚tementum concedit Galenus: Quod, ut Pli -
ius auctor eft, derelictum fertiliusrevivifcit Æs
| i -ferrum ejusdem pene compofitionis funt:
ilii quod hoc minus habet argeati vivi,fulphu-
isplus & unguinofioris atque ideo duriffimum
| ixque flexibile.Hoc folum etiam difficulter li-
a
! Qu
Du
1 jl bens argenti vivi, Sulphur aurem ipfius
à 'oxime- accedit ad maturitatem , paulum-
jue abeft à debita decodione , quod ipfum
im js corufcum efficit.
d: oannes Chryf ppus Fanianus,
u Uu (e) Veritas in arte chemica, pér manua-
; jm pra&icam & pyromantiam , feparatione
atium à à fuo toto fata, quzritut , ande ſtu⸗
m „Alchemiftarum cft.
| Gerardus Dorn.
eg
f megmati fuo infpergatur : ità fuis flrigmene. |
ſcit. Æ minus eft cateris fafile,minusetiam
49
ud
fen Buch Merheororum / welchen
C OPUAONOD OO Ros 90
Diß find die Wort Ariſtoteli
von Wort qu Wort / indem vierd
natürlichen Philoſopho in allen Din
gen zu glauben iſt / und nicht bet
Fablen Faced, nod) aud) den Lüge
nen.(d) à
A
(d) eve folerti indagine univerfarum re
(oO Worum artificia philefophia compereri
fedulitate , tum Chariffime fili, exquilition
fagacia Alchemiz attis magifterium adinve
nit: quod eatenus reliquarum rerum præpo
let argumentis , quatenus ipfum de fesretic
ribus naturz abditis reperitur, Ratio enit
fufficit hujus artís operandarum rerum appa
rentes & manifeflas virtutes vel naturas tac
tum cognofcere, Nihil enim in arte hac pel
ficeret nifi earundem interiores vel occult;
naturasabsque errore quis cogaofceret, A
enim hzc de Philofophia e(t occulta, & e|
deilla parte Philofophiz , que Meteora nut)
cupatut, Loquitur eoim ars hzcnon foluj ed
de clevatione & depreffione elementorum, |
etiam elementatorum, | n
ediflotcles de "Perfetlo Moasgiſteri
So meit von den Wercken dern
fur/und gang außwendig find/ u |
barum welcher in den £ugenen j^: |
J
os Edelſt Gab Gottes.
simlichfeit der Philofophen
Arbeit/ mit [ampt der Zeit. ()
S fen nun deine eigentliche in-
ses: Deiner Mutter Der Statut
I hufolgen / darbey Did) Die Ration ers
ten | uno die Philofophia deine Fuͤhrerin
m kan · Wenn du ibm alfo tbuft / fo
jl Mich Dich vergereiffern/ daß du die Ma:
mbdtonmn/ und zu rechtem Ende ge⸗
"amgentvirf. Sie geſtehet nicht viel: fies
t. Nim in iM ich arbeite : mercfe
18 Aritotelesin 3. & 4, Meteorotum fagt:
itbit Phyicam, und liefe das Buch de
ion: & corruptione. Iem,de Cœ-
& mundo , darinnen du die Materi
| k Borea. Dann wo Du bits
Wwicht erfenneft / wirft du gemwißlich alle
f Serlieren. Beſiehe deßwegen / den
rum Magnum de mineralibus, welcher
Werck gemacht hat. Wann bit
ín bie Augen auffgethan fepn / fo wirft
“in den Mineris meine Geheimnuͤſſen fins
er und fehen / daß alle Stein aug den
Tom Wachfen.
(o o Weflerflein der Weiſen.
ME - |
!
hi
us
r^
—J
— BS or A
— allen Unfoften/ Mübe .
| E ir daß du meine Anfänge recht trefs
495.
496
Daß der aufwendig Schwa⸗
felift ein unvollEomine der Metalle
Ihr ganse Warbheitift aug ocn QGoRY
‚ten des jeptgemelren *Dbilofopbí IE:
nehmen / und zuerlernen / von bI.
ein zweyfache Schwäfelheit in b
Tieffe des einbefchloffenen Queck⸗
bers in den Anfang feiner Bern
— eufaubeben/ift mit feinem ennt
Kuͤnſten müglih : Dann die t
"ber Galcinírung des Feuers at
| bicroriroio Schwaͤſelheit gang )
(28i
Ew
^PANDO SA;
uno ein Urſach der Unvoll- -
Merdendie Wort / und verzeic
nen die Heimlichfeiten : Dann b
ganze 29iffenbeit und Kunft un
wegen daß offenbahrlich gelato
oder verlaffen wird barburd) / oT
C'orpern iff / die eine zwar ín d
hung ftir auffgehen: bie ander ab
außwendig ihrer Natur zerbruchlig
oder zerſtoͤrlich: bann die wird
Arbeit hingenommen / oder auff qi
hebt. Die ander binzunehmen od
brennliche Schwäfelheit wird
vonden Corpern außgetilget: Al
garnicht. (£)
1
Im
L 1"
|
IE
l
(Doer Edelſt ab GOttes.
(0028 tbut man anders / fo.er nur in
W dieſem Werck nach Kunſt verfaͤh⸗
f oder procedirt, als daß man Dad reine
vom unreinen / den unfaubern und flinckens
den Schwefel von der reineften uno klaͤre⸗
Ofen fabitang deß Schwefels ſcheide. Weil
un in aller Materia/ ſowol oer Kunſt als
tur / ligt der kochende zertrennliche
Schwefel unb derſelhe oie Vollkommen ⸗
yet verhindert/ fo haben die Alte ^ unfere
WBorfahren / von einem feculo zum diti
| yeteib darvon fcheiden. Deromegen ha⸗
en fie unauffhoͤrlich zu arbeiten angefan⸗
lm und befunden / bag durch Feuers
Macht der lüchtige verbrennficbe Schwe⸗
wuͤrde abgefchafft/ und dahinden bliebe
(Eine Materia in Kalcks geftalt/ welche Ar⸗
«tit ſie Calcination genennet Dardurch alle
yMyrbrennlicbe und ſchwaͤrtzende Schweflig⸗
j itbenommen wird. Gerner/ wann Die
d Mammen haltende Feuchtigkeit durchs
Mans getaufft / veftilliren. Wann aber
i ebinterbliebene Kalck durch ftärcker euer
Entſcheydung der Unreinigkeiten und
J ‚fändigen Schweffels über fid) wird ge
jeben / haben fie e8 genennet fublimiven.
T
IN
N J
aj! sum
UN S
3
P
}
xem auffe höchfte ſich bemábet/ mie fie doch
möchten eine Kunft erfinden / barburcb fie
Holche Hinderungen Eönten abſchaffen / und
tuer über fid) getrieben tvorben / bat.
"AyterauB erfcheinet/ e8 toerbe Dif Wer
1 aMichtet wie es woll / fofommt es doch
497
49$
Queckſilber baltet/ unb befcbirme
: in oer Erden behalten: wann er aber!
"P ANDORRA
zum gleichförmigen Ende / nemlich / bal
verdaͤmpffe ober verſchwinde die fluͤchtig
Schweflichkeit / aber das beſtaͤndige uni
irrdiſche Durch fublimiren werde geſchieden
Incertus Macrocoſ.
| Dann fie ift von ihrer Vollkom
menheit / und das darum / daß c
vor Verbrennung das / ſo ſeine
Natur iſt / und das anderaber mi,
derſpeut dem Feuer / außlegende / da
es ihn vergifft/ barum fo iſt da
freundlich ſeiner Natur verſoͤ⸗
lich. (g) 1 J
Gg Ete iſt nun die Crbe mit den Hin
4 meln umgeben/ unb gegieret / um
nimmt von demfelben bie Influentz u
befte Subftang/ barum auch eine jei
Sbpzra ihre Tugend von (id) zugebe
unb biß in das Centrum zudringen begel
zet/durch folche "Bewegung unb Nik
werden inder Erden auffteigende Dünf
Heboren/ die prime Compalfi:ionis fey
Der Dunft ift kalt und feuchte, auf de F
er fich wieder nieder ſchlage und mil
ein Gewuͤrck gehet/ fo mag er auch wol"
feucht und warn ſeyn. Was darvon us d
Oder Eod ft Gab Gottes.
bifd) unp in der Erven befchloffen bleiber/
Das bringe ich durch Länge der Zeit in
I
Schwefel, der DAB agens,und in ein ar-
genium vivum; fo Dad patiens ift. Als bana
Uu dieſes die andere mixtion von Der erftem
Compofition. Das ganke aber iff geso-
| y 1 auB oen bier Elementen / bie ichin eie
at nachfam brinde/ wie ich Dir zu vorn ges
agt bab. Welches ich bir barum fo offt
b perbobíe / auffdaß du nicht irreft/ und
Sich nicht su frühe in Die Pra&icam gebeft:
Nacı der Faͤulung geichicht bie generation
' urch oit innerliche unverbrennliche Waͤr⸗
Wnt/ bie Kältedes Argenti vivi darmit ju
^ thitzen/ welches fo viel leidet, daB es.
ait ftinem Sulphure eines wird / Dif alles
JE in einem Geſchirr begriffen / das Feuer /
ie Lufft / und das Waſſer / die ich nehme
j (brem irrdifchen Gefaͤß / unb laffe fie ſeyn
, einem einsigen Ofen / als dann Foche/
ſſolvire und fublimire ich fie ohne Ham⸗
'er/Zangen oder Feilen ohne Kohlen/
jampff/ euer, oder Marien Bad, und
ine der Sophiften Defen. Denn ich has
| mein himmlifches Seuer/ welches erwe⸗
dut das Elimentalifche/ ‚nach bem ale die
Lateri eine gebuͤhrliche Formam begehret.
*fo giehe ichnun mein Argenuum vivum
c $ den vier Elementen und ihrer Mater
il | bitftm folge nad) zu gleich und alg
| ht beydes eine waͤre / fein Sulphur; fo es
mach fanfft und nach feinem Apperit
Sia el⸗
"d
"
^
| 499 i
| foo
. warm unb. das Truckene feucht un&d-
—
Coͤrper nicht / bod) haben fie
rum ſo mögen wir fagen / daß fü
PA NDORA —: |
erwaͤrmet. Als dann wird bae K
ſiſch I
Waſſerſtein der Weiſ J
Dann das wahre Silber hanı |
dem Queckfilber mehr an/ und 181
freundet fib. auch eemfelben map]
nad) demfelben als das Golf!
barnad) dasSilber / darum BI
wird berau& gelaffen oder verfaßt
den/daß esmehr theilhafftig
chet ſein Natur aber die ande
Gleichnuß / oder Mitgeſtaltug
zu oder gegen ihm: dann fie habil.
íníbnen den außimwendigen / unt
nenuno ſtinckenden Schwäfel, t
minder reine Naturen tbeilbaftgt:
mache: dann fie find zerbruͤchlic
fiinefend und verbrennlich/ und DET
vondeßivegen/ daß ihr Schwaͤ
in was weiß und weg es präpari
oder zubereitet wird / durch Kun
wirckung / ſo wird er allweg verbre i
und verbrennt die Schwaͤrtze für
ſtehet in allem Werck / barum »
»
Á
| Oder Edelſt Gab Gottes.
AWicenna: Er gebet nichtin unfer
Reiſterſchafft: dann er iſt nicht von
wr Subſtantz des Queckſilbers /
och von feiner Vollkommenheit /
Neweiler daffelbig allweg vergifftet/
‚hwärgt/und zeriöhrer. Darum
dmwird zugelaflen/ Daß das Queck⸗
|
erm, und ein Heilung der Der
seennungen/ Darum daß die Coͤper
| "i e / unb Natur mebr theilhafftig
NL und befigen. (h)
| »D: adhzrentia veró ipforum admetal-
IN 4 a, judicemus etiam per fenfum : ful-
‚Naurenim facilé adhzret ferro & ari com-
‚Narendo ipfa : commifcetur autem argento
meile, quod habet partes aliquas fulphuris
jjj enris, id eft, non hxi lbi commistas,
Je per artificium facilé feparatur. — Plum.
J autem miſcetur facilè: quia multas pat«
N fülphuris non fixi habet fibi: commixtas.
(anno autem non ficfacilé propter multi-
irtdinem argenti vivi fuperanrem quantita-
jim. falphuris : & quia fuum fulphur eft oc-
, hum profundum, fed auro nullo modo ad-
|nveniung, fed funt natur diveríz: (ed
T 3 J ( 3 argen»
x
"ailber (epe ein Vollkom̃ung der Coͤr⸗
under verbrennt rverben/bíe feiner -
| rer, neque ingreditur ipfum: quia non -
50
502
PANDORA,
argentum vivum facilime cum auro comm.
cetur propter fimilitudinem in fubftanti
Poft aurum autem a:gento, & poft argentu
ftanno & plumbo, & hoc propter argentu
vivum indigeftum ineis, Et ideotam |
tó funduntur? imo quafi facilius adhz
eis propter hoc. Pott ipfa autem , zs ct
difficultate recipit ipfum propter nimiU
fulphur ejus. Ultimà autem ferrum, in
ferro non nifi per aitificium adhæreb
& iteram adhzret plumbo, — magis prop
indigetionem, quam propter quantita
mulutudinem argenti vivi, — Habet en
plumbum multum de fulphure, cut in |
refolutionem per famum perpenditur.
Margarita 'Prectt
Darbey fo er ſcheint nun daß
Aute oder mehrere viele des ut
ilbere fepe eine Urfach der Vollkon
menheit in den Corperen/ und ab
bie mehre oder viele des Schwaͤfe
feyeein Urfach der Zerbrechung |
derzerfiohrung. Daruͤm fo me
den etliche Coͤrper mehr/etliche ab
minder verbrennet/ durch dieE
langerung / oder Mehrung bi
Feuers / alsdie ſo da mehr des ve
brennlichen Schwaͤfels viele babel
weiche aber minder / Die werde
aud) minder verbrennt; bann etas
Gen
Ode Edelſt Gab Gottes.
Schwaͤfel hat in ihm zwo Urſa⸗
der Serbrecbung oder Zer-
hrung/ ein reine entzuͤndtliche
8 Jftans/ und cin irrdiſche X tue
„igkeit; bann durch die erfte ſtehet
d nicht/und macht nicht ftebenz
Hann er verbrennt allweg und wird
yebrennt/ und gibt Schwärtze in
ſem jeden Werck: durch die ana
aber / hat er weder Gieſſung noch
T 1gang bann (oer fir/odergehefft
fo wehrt er die Gieſſung / und
"erfeib wird. nimmermebr. aebefft/
"t werdedann vorbin calciníertz
iiber aber caícíntert wird mag ct
J urch kein Kunſt gegoſſen werden:
"m ann er gang uno gar in einirrdi»
| be Subſtantz gebracht wird. Cı).
^ E ergo fulphur cum fit proprium
coagulamenrum argenti vivi effe diver-
—J & fixum, vel volatile, parum vel
; |ultum, autzquale, fed argentum vivum,
| m femper fit album, & albedo fit ficut e-
I 1
Ohlores: Ideo argentum. vivum recipiet à
i * omnium colorum diverſitates, & ex
a :omne metallum diverfo colore colora-
^ & generantur alia diverfa, ut eft Marca-
1$ Magncfia, Antimonium & Thutia. Po-
um
I
ntumcolorum,in quo variantur omnes -
4 | ra EE 2 teft.
$9z
$04 COUPAWDORA5$S
teft fimiliter argentum vivum fixum effe, ı
volatile, & param vel multum, aut zqual
Similiter ex parte ininerz poteft effe diver:
tas; quia mundaaut immunda, five corrupt
& caloris exafperantis, aut temperati, fecu
dum magis & minus, Ex his ergo arguim
unumquodque metallorum, fecundum adl;
rentiam fulphuris exterioris & argenti ad i
-dum facilem veldifficilem, participare paru
vel multum de utriusque illorum fubltanti
. fut folum uniusipforum; quia nihilaliuda.
haret metallis, nifi fülphur& argentum
yum, &quz funt ex ipfis, cum fint. ejufde
naturz, nifi forte artificiofe valde, Di
autem adharentiam quz eft per mixtione
propter convenientiam in fübftantivo; qi
omnis mixtio fit. ratione fimilitudinis,
acquiritur in digeftione à natura, quam:
prius fuerint diverfa; propterea metall
cum metallo, & nitrum cum nitro, & fibi
milibus mifcentur, Floc autem non cum
lo, nifi fortélaboriofe, Secundum hunc ij
tur modum judicandum eft in metallis ;
eorum enim ad invicem mixtionem, de
efie plus vel unum folum, fecundum fenfu
cum illa duo fola fint principia. metallorü
Sunt enim hacperfeda principia, ex quil
funt hzc, ut dicit Philofophus r4, Metapk
fico : Unde in quarto Metaphylicorum in
ne capituli de Corporibus mineralium di
fic; Etidco mifcetur argentum vivum ct
- illis corporibus; quia ett de illorum fubit:
| Oder Edelſt Gab GOttes.
y &c. Et reticuit de fulphure; quia non (ic
leur de illorum fubítantia. Dicimus ergo,
od fulphur fixum tardat fofionem & Pp -
ionem in metallis; & ipfam impedit, &
AN
—0— -
jus quantitas non fuperat quantitatem ar-.
genti vivi, fed quafizquatur: | ideo folum
tdat fü(ionem in eo: & quia in ferro quan-
s ejus multum fuperar quantitatem argen"
t ‚&ipfum i inquinat & impedit fufio:
m feni; : ideo ferrum non funditur, Ex-
rientia autem hoc nobis gonítret : ı quia
im volumus facere ſalphur fixum, oportet
x illud prius calcinemus: calcinatum au-
5 nullam dat fufionem: Ergo ubicunque
om )mponatur, de fe illam impedit : : ‚Salptut
an tem non fixum accelerat fufiones? cujas
Kagaum e&; quia Arfenicum quod eft de
I »fulphuris, ferzum ignitum | fundit,
uod autem Arfenicum fitde natura fulphu-
d iie. dicit Geber & Alchimidz omnes, & ex-
Jpetientia fimiliter hzc demonftrat; quia
offoresminerarim examinantargentum, &
ys ad i ignem, ut ea purificent ab immundiciis,
C alcendit tunc fumus fulphureus, citrinus-
Ja odorefulphuris : qui fi colligatur feorfim
; ic in vaíc fublimationis ponatur, afcendit &
| ; d tet fpondilibus vafis in fubftantia Real-
=
— 0, ur... - -
$ — d > E 9
7]
—
ha 55,
iod fit de auripigmento, de [ua minera ex-
90, & hanc experientiam manibus pro-
J | 5 priis
* ubi ejus quantitas multum füperat
juantitatem argenti vivi, Quia ergo in ære
aris, & et omnino idem Realgar cum co,
J05
|
|
jo6
' prifs fecimus, & oculis noftris vidimus, Qi ;
Paß allein Das Queckſilber
PANDORA ^
ergo in bismineris invenitur (ic. fubtanf
auripigmenti mixta, ideo judicamus ipium E-
hoc, & odore, & fubitantıa foi habere nat
ran lulphuris, & ex prediis judicam&.
in zre effeutrumquefulphur; quia fundit |
fe cum difficultate. Similiter dicimus, quil.
fulphur. fixam eft. caufa duritiei metallorug
ficut patet ia. zre & ferro, — Et cft eti
caufa fixionis metallorum, ut patet ex ef
fed fulphur non &xum eft cauía fufionis fi
igaitione ; & caufa mollitiei, & caufa
landi ab igne: ficut patet in Jove & Sat
no. Argentum autem vivum five fixam,
ve non, eltcaufa metallice fuhanis, fed:
xum eſt caufa duritiei, & caufa fufionis
caufa ignitionis cum liqucfa&ione, ut pal
in zre, auro. & argento. Funderstur eti
ferrum, ratione fui argenti vivi fixi, qui
habet ;fed fulphur fixum ipfum valde fupe
& imp edit, noa fixum autem eit caufa iri
tiei,& volatilitatis ab igne,& fuſionis fine ig
tione, ficut in Satarno & Jove, Ita ei
ambo corpora femidigefta funt, & per cı
gulationem modicum remota à natura arg
vivi, Ex quibus patet, quod quacun
corpora tarde funduntur, citö ceagulantu
é conrra, Margarita Precioſa.
eis DollEommung oer tTietallei
DE aber begeguet in dem 3
"ul
Oder Edelſt Gab Bottes.
fi beri nicht: bann das wird ge
beit obn Verkehrung in Erdeny
"unb wird zu gleicher weiß figiert
? ber gehefft mit Verkehrung deſſel⸗
bigen in irrdiſche Natur durch Ei
ang zu reiner Figierung / die da ae
d Mebetburd) die Dracipitation 0:
Abſtuͤrtzung wird e$ gebefft und
n Erden verwandiet /durch nad»
mmendeSublimiierung/ mit geaͤf⸗
"at ten Malenz es wird auch gebeft
f N hermaß und wird nicht vertebrt
nein Irrdiſchheit / ja es giebt viel
Hl ehr ein merallifche Gieſſung / und
— ^n 6 darum/ daß es ein zaͤhe / ſchlei⸗
erige und dicke Subſtantz hat /
ſches Zeichen iſt/ ſein Zerreibung
Einträndung / unb Verml⸗
à mit ug feines Ge⸗
lechts berbalben wird offenbar»
i eco fein 3ábíafeit unb
Thleimerige in ihm / vontvegen feis
„re merdlihen Anhangung? Aber
in Dicke wird heiter geſpuͤhrt /
18.68 viel Einaͤug /oder Eintroͤpff
t / von wegen der Schwere feis
unmaͤſſigen Gewichtes: dann
m Gold fuͤrwigt / dieweil es in
ſei⸗
jM
A
m
ur
d
fi
if
)
5
J
507
o8.
Theil / unb laft fid nit zertheilen
bann e$ entweders mit ſeiner
‚außmeicht/ oder aber mir derſelben
matura argenti vivi, quod absque ipfo nul.
PANDORA- ;
feiner Natur iſt: es ift. aber einer
gar ſtarcken Zuſammenſetzung
und einer gleichförmigen Natur
Dann có wird nicht geſondert wm
gaͤntzlichen Gubftans vom Feut
im Feur bleibt ſtehen. (a)
(a) eh auto fecundum torum maxime
adhzret propter maximam copiam ar.
genti viviquz eftinipfo,& fui ultimam perfe |
Cionem,& complementum, con:entum à na:
tura: imó ipfum eft totum argentum vivun
absque fulphure extrinfeco. Ex habitis erge
exprefsé collige,quod argentum vivum fixum
fufibile eft caufa totalis perfe&ionis, & iplum
non fixum e& diminutum à perfe&ione ; Sul!
phur autem five fixum,five volatile corruptio)
nis eft caufa,& imperfe&ionis, dum remane,
in metallo. Magarita Preciofa
(aa) Propterea dixit Geber cap. di’
a
73
lum metallorum pote deaurari : | fulphu!
autem in his omnibus penitus ab auro ef,
diffimile, Veridice ergo pater, quanta con,
formitas, quanta fimilitudo, quanta identita:
fit argenti vivi adunumquodque metallorum
& écontra, & fiquis neget, hic indige
fenfu vifus, quemadmodum qui negat nives
efle albam, Cum igitur per ingreffum |
commixtionem hujus lapidis, cum meralli 4
|
- Oder Edelſt Gab Gottes. —
in conflatione debeant, metalla in aurum
|! perfici :exprefle patet [olum argentum vivum
‚elle peifecivum hujus operis, fine alicujus
! fülpburis aut alterius rei commixtione, Pro-
jptet quod dixit Geber cep. de Procreatione
Lauri: Quzcunque ergo alterare volueris,
(ad exemplum ipfius altera, Unde Kafis in
| 706. Przceptis fcil. in lib. Utilitatis: Mercurius
left radix omnis rei, & ipfe folus eft przpa-
!'randus, & erit ex eo tin&ura bona, &im-
preſſio vehemens, & fortitudo,
Margarita "Preciofa,
" "Daher wird aclaffen / daß das
Queckſilber möge figirt / oder ge
keit Berzehrung/ und ohn jein Ders
kehrung in Erden / darum wird
AUrſach ber Vollkommenheit: ban
*$ allein zu Bolbringung der Fixi⸗
‚ung anug tbut in jedem Grad /
taemlid) mif ber Sluhung / und ohn
ie Gluͤhung: dann cé ift offenbabr
»a6 gu waͤhrt Anhangung/ uno
erde feiner Miſchung / wann etti
he weiß feine Theil verbiaeret
‚perdenz (o laßt es fid durch
as Feuer nicht weiter zerbre—
„den bocr zerftort werden / noch
we ur) Eingang eines wuͤtigen oder
2 NU ; rauch⸗
| i
hefft werden / ohne feine Seuchtige
vc d
nothhalber gemercfet in ibn bie -
jo9
jio
PANDORA,
rauchechtigen flammens / und aiu
daſſelb leidet er den Rauch nich
weiter erhebt werden: dann es et
leidet noch ertraͤgt nicht die Duͤnn
machung fein ſelbſt / von wegen f&
ner Side / und monaelbare de
Berbrennung / bic ba fonft burd
die Schwäfelpeit / bic cé nicht bata
vollbracht wird: DIE iſt nun gnug
ſamlich droben bewaähret / daß de
Schwaͤfel / welcherley Geſchlecht
der iſt / der Vollkommenheit Zer
brechung und Zerſtoͤrung ſeye
dann ſo er ſix / oder gehefft iſt fi
verhinderet er die rechte Gieſſung
als erſcheint an dem Eyſen: bani
ſo es nicht gegoſſen wird, / ſo wird er
kennt / daß es gehefften Schwefe
ín ihm hat: wann er aber nicht ge
hefft iſt fo fuͤrkkommt er die Gieſ
fung / von dem Feuer wird er zer
brochen und zerftöret und außge
raucht / als ericheiner in dem Blet
und in andern bloden Coͤrpern unt].
darum fo ift oer Schwäfel nicht eor
Der Wahrheit unferer Kunſt nod d
von ihrer Vollkommenheit: bann ety
verhindert die Vollkommung ir]
allen ihren Wercken (o) (501 |
Oder Edelſt Gab Gottes.
| iv (E Diches bejeuget aud) Geber,
bu wann erfpricht : Wir babenalleg
[ Ihren durch anfehnliche Urſachen / aber
haben nicht Eönnen finden ein bleiben-
t$ oder haltendes Ding auf dem Feuer/
un inn allein Die vilcoßfche Feuchtigkeit / wel⸗
(he ift die wahre Wursel aller Metall.
denn alleandere Feuchtigkeiten verzehren
ich Durch Das (Seuer / und feheider fich ein
„element vom andern / ale das Waſſer
urchs Feuer / pag uͤbrige verbleibt wie ein
Erden im Grund deß Geſchirrs / davon
chder Laͤnge der Geber redet / da cr fole
“ende mit Diefen außtrucklichen Wor—
m befehleuft : Diefen würdigen Stein
(m machen bedarff mannichtsanderg/ denn
jlein Mercurialifche fubftang / durch Kunft
ol gereiniget/ penetrirend / färbend / ber
Andig im Feuer.
P
U; (bb) ltr dieſe Wort hebt der Mercu-
(usan zu lachen unb fagt zu dem Alchyr
| ten / teas braebrft ou ? wag plageft bu
jid) / Herz Altkumiſta? ? Alcb. Oho/
) It bu nennefi mich jegt einen Joeran/ wann
I. 5 bi den Eyſen ruͤhr / und das lebendige
N effezeder ben Garaus mache. Gelt ich hak
f t tin Niſt eingelegt. Warte nod ein weil /
wirſt mir bald mein Liedleian ſingen und
nget an ſcharff zu ihm gu recen/ als waͤ⸗
ji errori. Biſt du / fagt er / ber Phi⸗
P A Iojo-
jn
vi
II,
i
Incertus „Macrosofm.
EN
gi
bab ich in ver Warheit gefunden mas i |
PANDOR A,
(ofophen Mercurius : Mercutius, — D
Mercurius algbeförchtet er (id) / / ſprach:
Herr / id) bin Der Mercurius, Alchyn
Warum haft du mir bann nicht mol!
unferthänig fepn ? und bab Dich nicht Ij
machen fónnen ? | Mercurius : groß
mächtiger Herr / ich bitte; verzeyh es m
Armen/ dann ich hab nicht gewuft DE]
ihr fo ein groſſer gewaltiger Philofopk)
ſeyd. Alchym. Sa haft du dag nicht a
meinem Saboriren Fönnen abaebmen/ / d
weil ich alfo Phiſolophiſch mit bir umgas)
gen bin? Mercurius ; Es ift alfo / gro
maͤchtiger Jo err/ jedoch roolt id) midi ba
bergen vor oiefem meinem großmächtig
Herren. Alchym. darüber ſprach
Alchym. mit freudigem Herten : N
geſucht / und fagt abermabl mit erſchroͤck
eher Stimm zu dem Mercurio: Eya / nu
tvolan/ je&o fey mir gehorfam und unti
dienſtlich /-fonften wirds bir übel gebe
Mercurius: gar gern/ nein Here / wann mil
nur müglich ift / dann warlich ich bin fem
gar ſchwach? Alchym. a8 miljtu dich nal
entfchuldigen? Mercurius nein mein Di
fondern ich bin gar Frafftloß und ma
Alchymiſt. Was iff dir dann angeleg
oder dir ſchaͤdlich ? Mercurius. Der Alch
miſt ferner ůberlegen und ſchaͤdlich. Alch
miſt. Was ſpotteſt du nur meiner? Me
euriuse Ah lieber Herr / nein / behuͤte mil
N GO
m, { - E A x 2:
d Oder Edelſt Gab Gottes.
GoOtt / ich rede allein von Alchymiſten / ibt
aber ſeyd ein Philofophus, 9llcbym. — O
recht / recht geredt / ich bins aber / was
hat dir der Alchym. leyds gethan ? Mercu-
rius, O mein Herr / groß uͤbels hat er mir
Mugefügt/ bann er bat mich armen / mit vie⸗
Men widerwaͤrtigen Sachen vermiſchet /
tbeßmegen ich zu meinen Kraͤfften nicht
‚kommen Fan, und bin halb geftorben. Denn
ier bat mid) biß auff den Tod gemartert,
Alchym. O dir ift wohl recht gefchehen/
ibenn du bift ungehorfam. Mercurius, Kei⸗
me Philofopho bin ich jemals ungehor⸗
ſem geweſt / ſondern auß Eigenſchafft mei⸗
mer Natur verlache und. verſpotte ich Die
Yunmeifen Narren, Alchym. Was bálteft
duvon mir ?. Mercurius: O Herr/ ihr ſeyd
iin herzlicher färtrefflicher Manny ein groß
Prleuchter Philofophus , mit eurem. Anfe-
uen übertrefftihr den Hermetem. Alchym.
na wöhlrecht aefagt / ich bin ein gelebrter
Mann aber Doch will ich mich felkernicht
öhmen. Mein eigen Frau ſagt offt zu
ymir/ ich fen gar ein geſchickter Philofophus,
o viel hat diß Weib an mir erfehen. Mer- -
(purius, Das glaub ich mohl/ denn alfo
nuͤſſen die Philofopi ſeyn / daß fie vor titt»
ver Weißheit und Wit zu Narren werden.
| Miebyni. wolan / fofage mir/ mas foll ich
‚mir bir anfangen / wie muß ich auf bir den
! Dhilofophifchen Stein bereiten ? Mercu-
AER
| |
‚us, O mein Here 9) bilofopbe / tad weiß
| SE ic
$14
Alchym. du muft mic fagen / mie ich
‚mich mit deinen fchönen Arbeiten befcomque
Mercurius : Ich Bin Mercurius , ob i
ein anderer. Damit ift des Mercnrius DU,
p
ich nich / ihr feyd ein Philofophus, ich BI,
ein Knecht der Philofophen / was fie aur
mir machen wollen’ das ftebet ihnen fre
ich feifte ihnen Gehorſam fo viel ich Fami
bir umgehenfoll / und ob ich auf. Birjddi
fphilofopbifden Stein bereiten koͤnn
Mercurius : Wenn du eg mweift / fo wir
bir gtratben/ toeift ou es nicht fo febleigr
tir/ von mir wirß du nichts lernen’ rera
bu e$ vorhin nicht Fanft / mein Herz Ph
loſophe. Alchym. mie redeft du alfo mi)
mirgleichfam als mit einer fchlechten Des.
fon/ weiſſeſt bu nicht 7 daß ich bep grag
fen Sürften und Derren gearbeitet bab/ url.
bey ihnen ein mikiger Philofophus getoefill
Mereurius: das glaub ich Dir wol, mem
Herr / und barum fage ich noch recht beg
üch finde noch von bem Unflat / damit
fet baft. Alchym. So fage mir bod ,
bif bu der Mercurius der Philofophe
aber Der. Mercurius Der p etooben fen T
das muft bu toiffen. Alchym· Sag mimi
ob bu ber sechte Mercurius ſeyeſt / oder
ein anderer fepe ? Mercurius? Sch bin DOWN
Queckſilber ober Mercurius, doch ift noch.
Michael Sendivogin A^
9:
Aber das Queckſilber íft in allen
inn Werden und Wirkungen
ntlich gar aller vollkommeneſte
nn e$ iſt oer. Verbrennung wis
l"rbeitung / und der Gfeffung Vol
» gung: dann fo cé gebefft wird/
MT Mh Zinetur ober Serbung der
aötbe / und überflüfliger Wider
ypda eines glängenden ſchei⸗
6 / und weicht nicht ab von den
miſchten / biß daß es iſt. Esift
d — und den Metal⸗
—— / unb ein Mittel zus
N
1
Am mmen zufügen die Tincturenoder
rbungen: dann es wird durch
üermeinſten oder kleinſten Ding
5 mit ihnen / und in der
ffe hangt es ihnen natuͤrlich an:
Dd) mit dem Sole und Luna wird
eichtlicher vermifdt / von wegen
, 6 ibm begegnet fein reine Natur
- ilbafftig zumachen. Aber bod)
es nicht untergefenekt tn. ihm /
nn allein Sol. Auß welchem bu
in tol magft abnehmen eine groß
i: ]
us
E
Oder Edelſt Gab Gottes.
er nn céiftoon ihrer Natur: Aber
^fbrimiis / das * Mercuri⸗
ji
$16
er unb leidet es nit / von wegen bd
PANDORA -
us an fid) nimmt / dag feiner nd
turi(t/ bae [rembbaber wider ſpeu
er ſich ſeiner Natur mehr freůt / dan
einer außwendigen / darauß —
ſcheint / Daß die Coͤrper einergr@
ſeren Vollkommenheit ſeyen /
mehr des Mercurii in ihnen haltet
minderen Vollkommenheit (epdd
So werde nun bochgelobt / oM
Werckmeiſter aller Dingen / /
Ehrentreiche GH / und al
höchft gefegnet Schöpfer, der ai f
ben unachtbaren:geichaffen bat di
foftliches / das ba mit oen mind.
liſchen oder ergaderlichen das geil
Zeichen hat / in der Natur/ uM
ihm begegnetdie Subſtantz un tl
Cubftang Eigenſchafft / bie es
lein und von feinen andern Ding
bat in der Natur zu befigen: da
es allein das ift / das bas Feuer‘
berivindet / und von demſelben
überwunden tvirb/ fondern in il
befreundlich ruben/ und fid def:
ben freuende: dann daſſelbig alle
| Oder Edelſt Gab GOttes.
mas‘ genglich in ihm des wir bedoͤrf⸗
inis unfer Meiferfchafft : Danndie
indern alle / fo fie verbrennlichfind/
[ocichen fie dem Feuer / unb vere
dd o indem glunfen oder Fun⸗
d
N. j^ Olche Materi ziehe ic auf den
Elementen / ziehe ſie mit meinen
mmeln / und führe fie Durch Länge der
Bit oon ber erften Materi / in Die nechfte
md eigne Materi / von ber ich meine mi-
y am mache: Darnach gehen herauß Sul-
lar unp argentum vivum , welche fid) in
netalla perfebren: nichtaber ein ſolches ar-
ntum vivum und Sulphur wie du.fieheft/
. —* allhier nichts ſolle: Dann durch
) te widerwaͤrtige Qualitäten fcn fie von
ver eigenen tatur ineine andere transmu⸗
| m Amo getrieben. |
if gd Der Waſſerſtein der weiſen.
" Jaf ^as Quedſilber m ibm
j [Ate feinen fixum , oder gehefften
Schwefel.
1 Es iſt nun offenbabr / daß das
Weckſilber in ibm haltet feinen gue
Pe von dem / oder mit
Kt— dem
0 e$ ein Metall iſt / haltet es doch
$17
Q)DyUbiiba tamen aliqui fapientes ; |
Verbis ergo tuis videtur , quod fulphur pot
. & lapidis philofophorum , qui fuper om
. ergo absque commixtione fulphuris com
^» PANDORA, 5»
dem c8 coagulíert und zufamm
gewallet wird zu Gold oder SH
ber / nach ungleicher "IBeiß und Gr
flalt ber Abdeuwmung (d) ©
fimiliter ſophiſtæ contra di&a. fcil, |
efle pars materialis auri & lapidis ph:lofoplgt
rum cum argento vive , qvod negafti :-
fulphur mifcetur & mutatur cum argento
vo: ergo videtur magnam habere (imilitu
nem & conformitatem cum eo. Si ergo Ed
gentum vivum probatur effe materiam auf]
conformitatem habet cum auro in mixtio
Ergo fimiliter & fulphur ‚cum habeatmagn
conformitatem cum argento vivoin mix
ne, prz(ertim cum fulphur fit ficut propri
ceagulamentum ejus, ut dicit philofoshusgg
‚Metaphyf. qui dicit : Et proprium quid
argenti vivi eft, quod coaguletur ex vap
fulphuris , & fortaffe hoc modo gelatuiill
plumbum, &c. Siquisergo voluerit coa
lare arg@fitum vivum , nt faciat. aurum Hj
lapidem, oportet quod hoc faciat cum |
phure, Ergo ficut mixtione fulphuris ci
gulatur argentum vivum, ita ex ejus ablat
ne reddetur currens, & fluxibile, ut pri
gento vivo, & ejus permanentia cum cotinf
e
1 Oder Edelſt Guo i Bottes.
oterit generari atirum neclapis philofopho-
jam. Item cum aurum omne fit citrinung
lect indam magis & minus, & lapis. philofo-
horum rubicundiffimus , ut fuprà diximus,
* auri detur à ſulphure, ut vult
j I hilofophus 4. Mereorum , & Geber & Ka-
15, & emnis Alchemifa: ergo & fulphue
eceflariö erit pars materialis ejus , cum ful-
jM e& , & colorat argentum vivum omni
re, Argentum autem vivum femper eſt
bim , nec alterius coloris unquam vifam
| „Ergo eadem caufa erit pars materialis
/
(i
E. us ut prius, fc, quod folum argentum
liv um ef tota caula materialis , & to-
ge ubftantia lapidis philofophorum. Sed
Hi ciendum, quod argentum vivum in fua
lir ja creatione habet multas partes terrex
b&tantiz, fulphurez , albe , in a&u fubti-
Ifimz, qux funt de ——— materiali ipſi⸗
| *— fine quibus ſubſtantia argenti vivi «on-
Jure non poteft, qua ipfum naturaliter albo
a Morecolorat, fed in magiíterio ipfum colo-
kd alb o albificat & rubificat, ficut velumus,
endo naturam ipfius.
S
J Gà Es ift aller und ieder Recht ſchaf⸗
“net der wahren Weißheit beflieffener/
Niahällig: gefafte Meinung und Außſpruch:
"598 aile Metallen auß dem feuchten
TM des Schwefels und Queckſilbers
Kia erzeuget
.philofopherum, Et nos refpon- -
— Pretioſa.
$15
520
| a in denen Erd⸗Adern ſteiff und veſt ju
a
lerbeſt Ding/ bae. die Alchimifte
QpES in Mace quicquid quati. |
erzeuget werben. Alldieweilen die — |
fut oer Erden mann fie erwaͤrmet il
unb ein toafferiged Weſen angetroffen/ tM
etwas zufammen, geballtt/ fo woln Durch
Kraft und Wuͤrckung der Natur al
Beftrahlung der bimmlifchen Cörper
und vielmögender Mitwuͤrckung des Su
mamenta/ nach dem fie beede / bred
und Dueckfilber/ rein oder unreim fich bt
finden ; Solo Silber Kupffer Zinn
(fen und Blehy / diefe molgeftellte Er:
| Darm (dicht und jtanbbefft gf
macht.) E
| prn «Harflius Ficini
. Dann nad) dem Philoſophen
wann das Duccfilber rein iſt /
wird die Krafft des Weiffen nic
brennen den Schwefels Ddafjelbi
coaguliren oder zuſammen foa
len/ zu Silber) und das ift das ad
-—
durch Die Kunſtwuͤrckung daran
machen ein Clírír zu dem St
ber. (e) TON, A|
apientes
In mir Mercur iſt alle verborge d
| Oder Edelſt Gab Gottes.
ache die Alchymiften forgen
m Ich trag ver — Waſſer und
b Ib bin dn "Erd und Wind
| ohn geheur.
| Und bab ın —— und
Wann du es abe heimlich bea
Michael Sendivogins.
Wann es aber der allerbeft
Schwefel ift / mit einer Roͤthe
bon unbfíar/ und inihmift ein
Krafft einer einfachen nit brennen»
nSeurigfeit/ ſo wird es das aß
1 l^
je dert Ding/ daß darauß werde
Elixir zu dem Gold / und Uns
| irr unb lehrt der Philofophus
Hohl baríun : Zumerfien den focífe
! fen Schwäfel zudem Silber / und
jm arnach den Kothen zu dem Sol
ubrauden. (P) |.
OL ) cimus erga, Bud ficut antea Mer-
^ curium in opere neceffarium docui ,
J aliaque de Mercurio protuli,qug | nulla ante
^ mefecit vetuftass ita iam Snlphur ex altera
arte expeti. notifico, fine quo Mercurius
" aunqua proficuam i — fupernaturali
j| cons
— —
gu
SX
. euierfien/ au dem anderen
PANDORA,
congelationem accipiet, Sulphur hoc in -
pere noftro marisvices gerit, & fine hoc
quicunque artem aggreditur transmutato
riam, in caflum omnia tentat, omnibus Sc
phis affirmantibus, nullam fieri poffe tia-
&uram fine re fuo, quod as éft aurum fiae
ulla ambiguitate fic didum. — Hinc nobili
Sendivogius: Sciens, inquit, & inter fterco-
rilapidem noftrum cognofcit, & ignorant
etiam in auro illum effenon credit; Inaur
puta, quod aurum Sophorum ef, aureitati
fiuctura latet, hoc cum ft corpus digekiffi
inum, tamenin uno folo noftro Mercuric
incrudatur, & amercurio feminis fui multi
licationem recipit, nontam pondere quam
virtute, Et quamvis Sophi&icum plurim
Sophorum hoc negare videantur, ita-tamei
eftrevera, uti dixi, — Aiunt, puta, mortuum d
efle auram vulgare, fuum autem vivum efle.
Auonymus Philalecha
Dann nichts mag zu Hold wer
den / ee fepe. bann zum erfien UT
ber gemefen. Dieweil auch zwa
kein Ding mag hinuͤber gehen oor
dem Erſten zu dem Britten /
eyc dann zuvor ín dem andern
dann es iſt fein Bang von einen
| Gu
ſten / dann afleindurc das Mittleſ
T Oder Edelſt 6ab Gottes.
dann es iſt kein Gang und mag
auch kein Bang geſchehen / von dem
Schwartzen zu dem vollkommnen
Gelben / ce ſeye dann zu dem er⸗
ſten weiß geweſen / von wegen daß
‚Das Gelb von ober. auf viel Weiſ⸗
| fem und aller reineſtem Rothen zur
ſammen geſetzt iſt. Es mag auch
b fein Gang geſchehen von dem Geb
ben gu bem Weſſſẽ / es fepe bafi vorhin
Iſchwartz geweſen: dann bae Gold
mag nicht Silber werden / es fepe
dann vorhin zerftort/ zerbrochen/
‚und ſchwartz: bann das Beſſer
mag nicht ärger werden / dann durch
fein felbft zerbrechung, und zerſtoͤ⸗
rung / dann die Gebaͤhrung eines
iſt em Zerſtohrung des anderen/
„oerhalben welcher Gold Fan vers
3 febrenín Silber, der kan aud) ver»
„sebrendas Silber in &o[b: dann
ihr Schwefel ift nicht brennen: aber
weiß zu demSilber : aber burd)
4 Dt Schwäfelroth werden / zu dem
jm olbebann die Selbungift nichts
Anders dann ein vollkommene Abs
ar
J— deuung
groͤſſere Abdeuung des Feurs mag
523
a cCOURPUWUPoOoRWASO E
beuuna: esift auch die Weiſſe nit
anders dann ein RAR Wt
| Schwertze.
(g) Ne intimede ritedicina quod né
4. * fieri non poffit antequamalba fue-
rit, medicina igitur noftra eft una in eſſentia
& in agendi modo fimiliter, et tamen ne-
ceffarium ut illa eadem medicina fit alba an-
tequam rubea fiat, quia non. potet fieri. ru
bea nift primo I alba, eo quod nemo.
potett tranfire de primo ad tertium, nifi per
fccundum, fic non eft tranfitus de nigro ad
citrinum nifi per album, quía citrinum . ex)
mukaalbo & pauciffimo nigro. eít compo
fitam, ideoque nifi hanc medicinam prim
dealbaveris, verum rubeum facere nequibis
Nan ergo differt inter fe medicina alba &
rubeain effentia ulla, fed in hoc quad me
dicina rubea majore indiget fubtiliatione 84
longiore digeftione ac calore inigae in fac
regimine? &illud ideo quia fmis operatia
nisrubei & quod completum eft in una , inci
piendum eft in glia, nam tótum magifteriun id
uno modo incipitur & finitur : opus ru
beum indiget rubeo; ficutopus album albi:
indiget fermento, | j Tar
Danndie Hitz dieda würdet ft]
den Feuchten / macht zum erften DIT
Schmärge/in dem Trocknen ri |
T Oder Edelſt Gab GOttes.
| bít Gelbe / unb diß zwar mer ín der
talcinierung des Bleies / das ſie zum
ſchen / darnach in weiß / darnach in
Weiß und der Roth Schwefel / al⸗
lein aug einer Materi ber Metallen
von Silber vollkommenlich gerei⸗
Miget / doch ungleicher Weiß und
WGeſtallt abgedeuwt und gekocht /
derhalben ſagt Plato: Dann in ei⸗
Ee |
Alb) A Ccipe igitur przdi&um Mercurium,
1: .* * quem in vitro figillato pone in fuum
f le&um calidum, per menfemPhilofophicum:,
donec in feipfo incipiat putrefcere & coa-
'gulari, omnisque fua humiditas in iplo | fit
f')confumpta, etiam in terram nigram conver-
VB. In i&afublimatione completa eft vera
p Jeparatio quatuor elementorum. — Quia fri-
"gidum & aqueum elementum mutatur in
terram
fit die. Weiſſe / und in bem Weiſſen
Lerften verfebrt in ein ſchwartze Aes
Iminien rotb/ alfo haben fid) der
"s
526
Sulphur naturz Magneliz, ibi fa&a eft no-
: augmentabis j ignem,donec per motum con-
terram calidam & ficcam, qu£ Caput eft cot-
vi, mater reliquorum elementorum. Sie
opus noftrum uihil aliud eft quàmtransmus:
tatio naturz & converfio clementorum, Spi-
rituale fit corporeum, liquidum fit fpiffom,
aqueum fit igneum, — Porro terra nigra
cum fua aqua in lento calore. imbibatur;
& exiceetur, donec fufficienter mundata fi m
& adalbedinem deducta. —
Quz tamen nominatur terra alba folistid
D ye +
va conjundio Solis & Lunz, & refufcitatig
mortui corporis — Quando noftra terra fru»
gifera cum fua propria aqua humedatur in
fua (iti, magna aviditate ipfam bibit, donec
praegnans fiat ac deinde centuplum fructum
ferat.
Jam ulterius procede cum terra alba, cui
tinui caloris in rubedinem excellentifimam
digeratur, quz dicitur corallus rubeus, Sul»
phurrubeum , fanguis, aurum purpureum,
crocus combuftus. Hoc ipfum ter vel quatet
repete cum materia nova, & habebis lapis
dem perfediffimumsrubeum, uti fanguis eff,
quo tinges Mercurium & omnia imperfe&k
Metalla.
Oportet autem ut accipias Sulphuris pra
di&i tres partes, adde auri puri unam partem d.
in calcem fubtilem redadi, aqux ejus duuas
partes, — Hac tria fubtiliter mifce, donec d.
x ipfis fiat una res infeparabilis; Hac igi« |
*
- Oder Edelſt Gab Gottes.
wr in fuo furno digerantur in lapidem ru-
" ! : lnonymms,
Dann daß et allein in dieſen Coͤr⸗
xri entſteht / und darum dieſe Gor;
xr. bereiten wir ſubtil und rein. ()
IC Orpora fua compofitione differune
^ M2 abargento vivo, quz ab ce gene-
"Laundao,
! Si argentum vivum coagulatur ex fulphuz
©: puro, in quo eft vis igneitatis fimplex erit
"arüng.
| Si (ulphur faerit debile, & Mercurius bo-
De fubiantiz,converüt ipfuminzs, ——
"i Si vero argentum vivum fuerit pondero-
Im, terreum & immundum, & fulphur im-
" undum & fcetidum terreum , & fixz fub.
untiz fit inde ferrum, |
i Sic differant corpora metallica ab argen-
! vivofecundum qvodin ipfis ine fulphur
i^xtraneum vel adurcns,
id Multa quantitas fulphuris et eorum | im
jtfe&io, & multa quantitas Mercurii e&
(Worm perfe&io, — — |
i? Sulphur comburit & comburitur, & per-
s IRionem in omni opere impedir, —
i*- Duplex ed fulphur, vivum ícilieet & urens,
zo m | Sale
T
Mantur: eo mudo quo ipfum fuerit purum .
Vel impurum, ex fuipure mundo vel im. _
$17
$1$
PANDORA,
Sulpur autem vivum fimplex caufat at
rum & argentum, & nihil aliud eft quam 4
por calidus & ficcus, qui vapor calidus e
& ficcus & generatur ex puriffima ficcita
terreftri, inqua ficcitate predominatur ign
Sulphur quando magis fimplex eft, tan
magis gaudet & coheret Mercurio fimpli
& mundo; " est OW
Sulphur vulgi femper inficit & denigrdll
corrumpit quoquo modo per artificium pli
retur, quare non eft fülphur philofophorum
Sulphur philofophorum eft ignis mpl
vivus, alia corpora vivificans, & ea matura
Nam ef fuperfluz maturitatis, & per arti
cium magis depuratum,
— — Bernardus S, Penotus,
Daß wir den Schwefel und Da
Ducckfilber von diefer Materi a
der Erden haben’ von welcher DE
Golb und das Silber gemadg
fourbe unter der Erden : Dame
diefelben leuchtenden Cörper 7 /
svelchen da find / die tingierend
oderfarbenden Schein und lang
die fíngíren die anderen Corp
mit wahrer Weiffe/ und foabtel
Köthernachdem fiedan bereitet find,
dann nad) unferer Meiſterſchaf
Ode Edelſt Gab Gottes.
fo (o bilift / das vollkommen Corpus
ben: Unvollkommen / und voll
bringt e8/ unb macht eé vofifonr
ven/ ohne Zumiſchung eines ande⸗
m außwendigen Dinge. (k)
| he zum Zweck / daß nemlich biefe
drey Anfaͤng gantz und gar noth⸗
ndig ſeyen / dieweil ſie Die nechſte Ma⸗
ti ſeyn: Dann ber Metallen Materi ift
' nabe ift Schwefel und Queckfilber/
it weite feynd/ 4. Element; auß — foe.
ibm Gott allem etwas erfchaffen Fan.
Werlaſſe alfo die Element denn du Fanft
nd vermagft auf ihnen nichts zu machenz
WB diefe s. Anfang : in Anfehung / daß
Ach die Natur auß ihnen nichts. anders
j] wegen bringt. So du dann auß den Ele⸗
jenten nichts anders als dieſe 3. Anfaͤng
VW mft bringen / worzu dient dir dann diefe
à je gebene Arbeit / das zu fuchen oder zu
IBachen/ tva allbereit vonder Natur ge-
nt offen ift. Iſt es nicht beſſer / z. Meilen
Ni | t denn vier ? benüge dich derowe⸗
a
un
- m
Tund unter ber Erden machet/ welche
fanfi finden. Auß diefer geböhrlichen
m jerleyy eine nabe/ unb eine ^ weite:
| daß pu Diefe Drep Anfäng babeft/ :
"IB welchen bie Natur alle Ding auf Er⸗
in allen. Dingen vollfomments :
Tiebuns und aufammenfegung sm
| 5
$30
dem vegetabilifchen aber Baͤum / Kraͤute
mehret das euer: Die weil aber meh,
unterdrueket bad Feuer / und zeucht e$ aug
iſt es ein Tinctur / oder Ferbung de
Weiſſe tingierende oder ferbend
set die Natur fo wohl Stein / als Metal:
(e^ in dem Mineralifchen Neich/ W
|
undalles: in den Thieren auch Leib / Geiſt
un&celrmelches fürnemlich dem Philofo
phifchen Werck verglichen wird: Das ord
puͤs ift die Erd: Der Giift das Waſſer
und die Seel ift bad Feuer oder DOR.
Schwefel des Golds: Die Groͤſſe Dei
Nibs vermehrt der Geift die Krafit abel
—
iſt des Geiſtes / dem Gewicht nach / / al
des Feuers / ſo wird der Geiſt erbóbet/ ung:
fid: und alfo wachſet Deren jedes in Dei
Krafft/die Erde aber’ ſo zwiſchen beo.
iſt mächfer an Geroicht und Schwere.
| Michael Sendivogiu
Derhalben dag Gold / fo e
föftlicher iff dann andere Metal
Roͤthe / ferbende und vergeſtaltend
ein jedes Corpus. Das Silbe
aber it ein Tinetur oder Ferbun
der Weiffe / mit vollfommne
die@orper : dann mitdiefen Cord
pern wird ber Mercuriug vermis
(diet unb gebefft Durch) fie mit o |
|, Ot Edelſt Gab 60 res.
t
Mem Verſtand / welches gar nicht
7 E
digen wirckeren fompt. (1) .
J Dey a6 nun das Gold bad beſte fepe
MD unter den Mineralibus, dag ift mir.
"hetouft/ Dod) bat es tveber ati der forma
u I0) materia ' feine Krafft feine perfe&ion'
ju. überfchreiten Dann es hat Feine fo
"Jroffe Wirekung / daß t$ etos mebrerg"
"M8 fid) felbften perficiren Fönne / was auch
Ther Menſch für Kunſt darbey anwendet
Ind wann einer ſagen mo(te / daß man es
J aſte aufffchlieffen/ unb IN argentum!
Wivum bringen fo tbát er toit ein Thor und
"Intotifer :' Dieweil er nit mebr auf pem
Pold haben fan als darinnenift/ mag will
under Menfch darinnen fuchen/ ala gum
nigften allein das / fo darinnen iſt / wann
ug ben hartnäckigen und unverftän,
t
vebentliches Weſen nıchtg ocfto weniger
uff daß Die Thoren ihre Fantaſey an den
n 19 geben / ſo fagen fie / baf durch ihre.
unſt der Leib zurück ín bie erfte Mater
"Moracbt werden mäffe: aber ich weiß auß
Mr Unterrichtung wol / daß die redu&ion -
(E5t aefcbiebet durch Sachen / bie zu einer
Cviſſen Geftaft: fpecie oder individuo ges .
licht / wofern eine folche pecies nicht zur
IM corrumpiret wird / und Dennoch ge⸗
" ieh: f nad ſolcher corrũption feine gere--
T ha í[ 2 ratiog
pos mum
Ir Darinnennicht su finden? Esiftver —
5
p
gemein nicht fagen / daß ein jedes Din
btt corpus , ín bít. erfte Mixtion , Die ihl
BAND OR A
rátion einer gleichen Geftalt / wofern die
fpecies in ihr genus zuvorn micht zurück
fómmt. Und füge noch mehreres / DaB
defruiren der. Weg nicht (ep Gold zu mai
«hen: dann wird e$ einmahlauß feiner Ges
ftalt recht bracht / fo fan. es der Menſch
nicht mehr. darein bringen / c8 müfte auch
noch. mit fubtiler Kunft zugehen / went
man eg zu. einem rechtfchaffenen Pula
machen ſolte. Wer ihm aber fur ſetzen
'
alfo zu diffolviren/ daß er fein compofitum
son ben Elementen: gemacht 7 ſcheiden
wolte / Der wirdes nimmermebr/ ev fagi
auch mas er wolle, dahin bringen, Dany
es leidet Dis; und Froft / und wird im
Teuer jelängerje feiner zalfo perfca ifte
in feiner Satur. Es iſt eine nahend
Greatur der Glementen/ fo Feinen Saamer
potr, Korn hat dadurch eine Redudiot
nach Der Fäulung gefchehe / wieder zukom
men in feine vorige: Geftalt s. Dani ſein
Materiift qu. tuͤcht / es iſt tod 7 uno. t
Todt iſt frin e(fe oder Weſen. Darun
kan auß ihm kein ander Metall oder argen
tum vivum wachſen · Darum Fan man i
feines gleichen gebaͤhre. Dann ſolche
auſſerhalb der: vegetabilien und empfind
lichen Dingen / ſo viel es Die Mineralia he
trifft ^ übel gered iſt: Dann jene empfan
gen Nahrung und Leben / be 5 |
| plan I
P Obr f£oelft Gab Gottes.
fangen fid: Diefeaber empfinden nichts /
* eben fo groß i im erſten als in dem
CE abr.
sro Waſſerſtein der Weiſen.
M (II) Sy mineralifchen Reich Fanft bu
in Metal ſchaffen / und fo Du bid) def
1 n ruͤhmeſt / bift bu ein Lügner / die Nas
Jur bat diefes gemacht/ und mann du fchon
"bie erfte Matert vermög der 9pbilofopben/
qDütteft/ fo währedir doch unmüglich Dafe
elbige Centraliſche Saltz ohne Gold zu
in iltiplicirett/ ben Saamen aber der Metall
innen allein die Kinder der Sunt.
e Michael Sendivogins,
? o6 ein Stein Der Dbilofoe
| Br iſt / auf welchem gezogen
E 0 0 cvi unfer Stein.
| Derhalben fo muß der Suder
ieſer Kunſt / eines ſtaͤten willens
n in der Wirckung / daß er nicht
eines / dann ein andere fuͤrneh⸗
Neguderfüchen und unterſtande. (a)
* Ili hujus indagator fcientiz oportet te
4 | & firmum effe, & nonquzrere pofthoc
tlhoc : quoniam in multis rebus ars ifta
jumquam perficitur. Et ideo tibi dicimus,
i
Di
J
Ir
n
»
l|
ny
um
1
u N
um
ns Iphur, & una folamedicina ‚feilicet compo-
u 213 fitio
mi
b
uod non ef nifi unus folus lapis , fcilicet |
/
533
faperflua demere terreftria & flegmatica,quc
. venitur, convenit,quod pet artificium compo
PANDORA;
fitio fulphuris , cui nihil addere debes, ni
niam ita funt & debent effe feparabilia , &
feparataà noftro argento vivo, quod eft hc
minibus magis commune, quàm argentur
vivum commune , & eſt majoris precii, mer!
ti, & fortioris unionis maturz, à quo & ful
primis formis omne illud , quod non eft «
fequela harmoniaca metallorum. per gradi
Teparationis fcitos & cognitos opus ett ſep⸗
rare, quousque appropinquet, & fit vicinut
primz rei, fcilicer fui generis propinquic
ris, inquantum erit pofhbile eum concordi
reali, debetincorporari cum igne & terra. E
tunc repertum eft multis nobilibus virtatibt
maltiplicatum, & multum ponderofum , nu
lus à natura debct petere, quod non habe
nec habebit unquam, Quiaomne fulphur i
quantum combuftibile,noftroargento vivo e|
extraneum,quia fibi ipfi incomibuftibile eft, t
corruptibile,& à noftro argento vivo alienum
Etideo cumtale fulphur fuper tertam noni |
natur, eo quodin femetipfo fulphur vulgi €
combuftibile,Ergo à contrario fenfu. Res no
eit argento vivo noftro extranea, in quam pt
Msgifterium habet convertí, fcilicet in aurü£
argentum, Nota quod nulla res convenit lapid
nift quz e(t de materia propinqua naturz fua.
quia de homine non generatur nifi unus he
mo & alia animalia nifi fibi fimilia, — Et fi
omnis res , qux concipit, generare di
. Dder Edelſt Sao Gottes.
fibi ſimile. Et idcirco nobili materia habes
WFeperari, Et fcias ubi reperies.
Br Raimundus Lullius,
N
I) Kt
W (aa) gerne mich zu vorn erkennen / efe
"bap ou bid) einen Meifter nenneſt. Folge
Smir nach / Die ich eine Mutter-bin aller
Treaturen / bie ba ſeyn / und eine Efleng
haben / die ohne ben Himmel und bie Ele-
Imentation nicht wachfen/noch eine empfinbe
"Mice Seele erlangen mögen. Dergleichen
Sachen zu erfennen lernen/ muft bu fleifs
fig in der Philofophia ftudieren / machen
und arbeiten : Wenn dunun Durch Übung
"fo viel (erneft 7 daß du ver Himmel Sue
"geb unb groffe Wirckungen erfenneft :
aud) Der &lemeaten pafiones weiſt / und
warum fie folche Wärckungen empfangen:
"Wteeld)t8 Die Mittel der Verkehrungen fern:
Hauch was deß Saamens / gebehrend/ und
ernehrens Urfach ftp : und tas der Ele—
t menten Efleng unb Subftang : fo mirft Du
der Kunft Erfäntnißhaben. Wie wol es
onſten genug ifteinen fcharfffinnigen Ders
land zur_ Betrachtung meiner Werck gu
"eben. Diefe Habe GOttes haben nicht
alle Weyſe von ihrer Wiffenfchafft und
«gena Vernunfft gehabt : fonberm Die
/ yutber&igen / fo mir mit OXernungt nach-
‚efoiget 1 haben fie nach langer Zeit /
- Mid verordne / und nad) [ang getragener
^ Bibulterfanget, Thue Derhalben toit ich
T $4.» wt
a
Ld
"2H
n6
. bir fage / wenn bu diefen Schatz bekom
men wilt / welchen auch bie wahren Philol
fophi und alten Philofophi gehabt haben. i
waſſerſtein ber Weiſen
Dann ín der viele der Dingen
wird unfere Kunft nicht vollbracht
dann es iſt nur ein Ding / tmo ei
Stein/ unb ein Artzney / bem nicht
außwendigs wird zugethan/ / noch
gemindert wird / oder genom⸗
men. (bj | .
Oe orae bezeuget abermals Elermesll
als Vatter und Erfinder Ditfenl
Stunft / tvann er foricht: Ein Stein / ein
Medicin, in welchem unfer Meifterfchaffägt
gan&ift. Lucas fpricht: Ihr bebürfft nicht
mancherley Ding / fondern allein eines 8E
Durch viefe einiges Dings willen feynd oit
Menfchen verdorben. Pythagoras fagt: Es
wird mit allen Namen genennet ; dag da |
nur einen Namen hat. Und der Arnaldus
fehreibt an den Neapolitanifchen König
Alles was in dem Stein zufinden ift / folem
ches tbut ibm Noth / und bebarff Feines
andern / dann esiftein Stein einer einigem
Natur unb ein einiges Ding. Auch das
Bach Lilium : hr bedärfft nicht vieler)
Dinge/ fondern nur eines einigen Dinges/
| | welches
i |
4
Oder Edelſt Gab Gottes.
vides in einem jeglichen Grad. unferer
Bercke in eine andere Natur verwandelt
(rb. Und Rofinus: Bilde bir dieſes für
vif ein; daß nicht mehr bann ein einiges
In fto; außmelchem alles dag gemacht
T iter den Philofophis fehier für ben aller
Ahmereften und dunckleſten geſchaͤtzet wirds
y nicht unrecht : Die gemeine Artilten
| nen es ſey der gemeine Mercurius, Sul-
ir, und Salunb betriegen fich felbft.
Tann diefe Kunft ft nichts anders / dann
Dinge Reinigung von den darinn
allenen Unreinigkeiten / welche ein Zers
tung unb Zerftreuung beB. guten find/
AL b baffebe verhindern/ daß fie zu Ihrer
"Er ollformmenbeit natärlich nicht mögen ges
i gen. Daß id) viel mit wenigem möge
yif, fo bezeuge ich mit allen ver»
ifftigen Philofophis , Daß man genau
j 5 ng auf die 9tatur deß Mercurii und
E Bbhuris geben foll / tveil dieſe bie erſte und
„wbafite Materia alles Metalis : Dann
UM $wnft leydet nicht ein fremdes zuthun
e Wurkel. Diefes Dres ift ote Muͤ⸗
nd groſſer often vergebens / Davon die
|Fenbrenner unb Vaganten ſo viel plaue
» (t wap ſchmieren weil GOtt bat alle
Malla auf einer Materia gefinaffen. Und
ih] Alleandere Planeten ihren Schein von
I J Sornen haben.
dh t £l5 (bb)Mer-
was du begehreft. Geber, melcher |
Incertus «Macrocofm,
$37
558
" (bb) Mercarius. Wiſſe daß die Philo
tige Menfehen tra gemacht tocrben / ul
rum natura warhafftig und gewiß.
UOPANDORA ——
phi von biefem einigen Ding durch t |
Sörfichtigkeit mancherley gefchrieben IM
ben / damit die Jtarren/ (o mur nad) SE
fragen und trachten / und untreue bof
alfo bie hohen gebeimnüB der Natur (iM
die natürliche ráfften dierichten alles auf
darnach viel hohes und niedriges Stan
Perfonen trachten/ defto geheimer büeill
mögen aber fie haben und fönnen auch
feinen andern / ohn allein im einem eingigir
Ding(ift alles inallem) die Warheit fagi
Das ander dienet mehr zu verführen Die LUAM
mürdigen. Darum fag ich dir mit Fur
Worten die lautere Wahrheit/ baf mal
fie in btt concordanf von ihrem Stein o
Tinctur geſchrieben haben / das ift in
Michael Sendivegl
(bbb) Mein Sohn / ich will dir nod) ME
wahres Wort fagen/ nemlich » baB MF
ante Werck von emer einigen gering
chlechten mit ihr felbften vereinigten SMF
feri/ in einem einkigen wohl verfchle
nen Geſchire und einigem Dfen geme
wird. Sie hat in ihr alles / was fit
Vollkommenheit bedarff/ und wird DUM
ein einiges Jiegiment des Feuers aufgllt
beitet, Waſſerſtein oer Wey
| (bbbb)Rf
| Oder £delft Gab Gottes.
Do fe Wir fehen wohl daß der Ealte
- feuchte Mercurius fein Sulphur. jut
—* begehre: Das ift ein gleichförmie
jer Samen oder Sperma homogeneum,
» deme ote Greatur nad) vollendeter Ar-
entſtehet warn ich es alles ertoege/
befinde ich/ daß ıhr nebmet Die eigene
Materiseigenes Gefäß, eigene Mineram,
donen Orth / undeignes Feuer zu geben
geisorm/ Seflallt und Sarbe/ das Leben
gib Das Wachfen/ defien jedes Ding ers
ht ift. Ihr Fennet als eine Werekmei⸗
ein’ Die Wuͤrdigkeit ber Materi / denn
| n Birefende nimbt Feine Wuͤrckung an
b.als allein im difponirten leidendem.
und des widerwaͤrtigen Qualität angu
ben / bie ihr verändert die erfte (Sorm/
Af baf die Materi eine neue Sorm ans
r taf und potentia ein Subjectum,
* Hc i$ oit Subſtantz flefigs in actu unb
FH 2 zuͤrckung eróádlt/ fo zuvorn in po-
ar Barpelen
d | Waſſerſtein der Weiſen.
4 Gobb) Damach fagt ihr (Natur)
4 h daß dieſes Werck gemacht werde
in inem einigen Ding/ in einen) einigen
WE ‚ap, von einer Subſtantz / dann vier
nur eine Eſſentz: darinnen ei⸗
ii 1 ts nes
1
qu
br wiffet fubtil su vermifchen das War⸗
t unb Kalteı Das Truckene und Feuch⸗
Denn das Objedum ift nach _
„539
$40
m d
PANDORA Vf
nes ift/ fo in effe&u. das Werck anf f
und vollendet: nichtsmangelt ihm als
ne Fleine Waͤrme / fo. der Menfch admi
ſtriret und Dadurch vermittelft euer Wei
heit und Kunſt herfür locket was b
nöthenift: So ift alles das/ fo man (f
darff / in biefer Materi in genugfanik
Dollfommenyeit sum Anfang / Mit |
und Ende. |
Wafferflein der woeife
Dann daß allein die überflif
gen darvon gethan werden. (c) |
(Ja Feweil e aber febr ſchwer iſt/ |
nm sufammen gefe&ten Di
tbun/ weil e8 eine fehr aroffe Arbeit 1
fordert fo rathen wir / daß ou von Di
Überflüffigen bintoeg thuft/ fo vielals
vonnoͤthen iſt / oder die Natur erforde ong
Wann alle Überflöffigfeiten davon feyt
fo mifche/ darnach wird ote x
(
!
J
!
|
was du gefuchee haft. Du wirft duc
Fennen ob die Natur die El
wohl ober übel zufammen gefekt:
in Zufammenfeßung der Elementen |
[ien alle Ding. —.—
«Hichael Sois
"Dann eier gemeinen es 1
hi ift den Duedfilber J
| Oder Edelſt Gab Gottes.
) fwiderig+ dann er ift fein Zer⸗
| " bung und Serffobrung. Dar-
| ge fo ift ihm der nit eufferfíc noch
Ibren durch die Meifterfchafft/ als
Imlich in Gold "und iin Silber:
Darum fo iff einem Ding nichte
Aauemers/ dann, das ihm allernáe
Ef iftin der Statut, Es foirb je
| bá jvon einem Menſchen nichts
den Thieren nichts anders ges
hren werden dann ein Thier ifr
Saleichen : dann bierinn wird
meinem jeden feines. gleichen ge»
m tino folgt bernach. (d)
Erben fo lebtet fie dieſer Schwefel weiß
A ' chung. Sagt bem gemeinen Mann/
yBubt ber uno febet 7 jetzt iſt das Waſ⸗
| | geteilt und der Schwefel außgan-
ver wird meiß wieder fommen’/ und
en eintrocknen /verbrennet dero⸗
gen ben Schwefel / von dem unver⸗
Dnnlichen Schwefel / waſchet ihn / mas
M i surius werde /. and om Mercuriug
" : Schwer
i | N S
|
|
fiberig/ín welchein cebat zu vers —
ders geboren / bann cin Menfch/
VAY Ann ihr dann begehret / daß bit
N irn Weiber euere Philofophr
ia weiß und rotb/ bif der Schwefel
$AX
542
|o. fel wird unfer Mercurius "on |
ebrtótrbigé Natur : dann —
o PANDORA, &
Schwefel, welchen, ihr — mit: 41
Goloſeel Fönnt zieren. Dann mann ll
nicht fublimiere den Schwefel om.
Schwefel, und Mercurium vom Mercu.
s habt ihr Das Waſſer nicht gefundſJ
aburd) auß Schwefel und: Mercuß
das ſeuchte Weſen geſchaffen und diftil
wird. Es wird nichts auffteigen alsn
herunter. geftiegen.. Was in diefer Ku
zu mercken iſt in Der Præparation, wird n
pielem außgelaſſen / dann durch den Sch
ſonſt wäre er — AE
———— ſo gebrauchen
wird nicht emendirt oder verb
ſert dann in ihrer Natur / dare
ſollen ihr nichts frembdes hine
fuͤhren noch bringen / weder Di
ver / noch keinerley anders Dinge
dann ungleiche unb mancher
Dingen emendiren und verbef
ren unfern Stein nicht. (e)
GI X f Knee ergo utimini natura, q
| aatura non emendatur nifi in fuam)
tura, ideo non introducas alienum, nec p!
veri
Oder Edeiſt DAD Gottes.
, M m, Rec aquam, nec aliam rem, . Con-
]ntis igitur. efto voluntatis in.opere, ne
"lido hoc modo illud præſumas attentare,
Yan rerum multitudine ars noftra non
feitur, ER ergo lapis nefter uitis, rge-
"be elitio- ejufdem, eui non addimus ^ rem
NR extraneam, nec minuimus, nift I quod
M. yrzparatione ejus Ínperflua removemus,
y I enim ingreditar in eo quod non fit or-
4 ? ab eo, nec in ejus parte nec intoto, fi
iH B extraneum ei apponitur ftatim
T taque lapis nofter unus, aqua videlicet
Ah inens, munda, lucida, clara, caeleftem
3 ipfam emendet, quod quaritis non fiet,
Aigitur quod ifta aqua non poffit Eihen-
abfque Sole, Solem fane honoramus,'co
N id'aqua noftra non emendetur "absque.
ji nam absque Sole & ejus umbra nul⸗
NI li tingens generatur venenum,id eſt ar⸗
um vivum pr¶tum. Qui vero fine‘
'enenum tingens facere nititor, proce-
Idpra&icam ficut & afinus ad coenam,
BUE.
1J i
D lud ideo quia corpus nonagit in corpus,
ineoit impreffionem à forma, nec materia à
|tria; nam fimile non agit in fuum fimile,
ol | heutrum eorumfit dignius altero, nul-
N
"
Ww
Jiha;una, vas unum, unum regimen, & una
impitur, nec fiet ex eo quod quaritur,
1s colorem; verum nifi fit in illa aqua
df fpiritus in fpiritum, eo quod forma non
Lx eorum agit in alterum, - qüia par
tem non habet imperium; veruntamen
| "d. \ N cor·
a
544
emnino fpiritualis. _Aqua igitur no
' gis diruitur. aguaque viva ignea atten
|^ ^éANDORA,
sorpus füfcipit impteffionem à fpiritu , fi
& materia à forma, eo quod apta nata f
adinvicem agere & pati, Corpus itadii
tingit, fpiritusvero penetrat, Ron tamen tli
gitcorpus nifi ringatur, quia fpiffum tli
reum noningreditur propterfuam groffiti
verum tenue aereum id eíl quod ingredi
& tingit, & hoc eft fulphur corporis, exili
&um per fpiritum, Non ergo tingit
tum nifi feipíum, donec fpiritus ejus ocd&
tus exttahatur é ventore ejus , — fiat
viva , ef ignis | aurum. comburi
mortificans , & confringens , magis. qui
ignis elementaris, & quanto magis illi n
cetur & teritur per ignem lenem, tanto ı
tur: cum autem fuerit trita & unum quic
Ga, habet in fe omnem tunc tinctu
ignem patientem. Corpore ergo fpi
fic colorato, colorat, & omnem tin&uilll
in fehabet & donat: ideo. qui € Sole.&. ul
umbra, id eft Luna venenum tingens. co
ciunt, noftrum lapidem perficiunt, verum
lapis haberet, tam ex fubftantia una qi
altera, non haberent. a&ionem & paffior
edinvicem, & unum non tingeret alterui
0o o Rofarium,
Es acbet unb fombt auch nid
in ihn das nicht von ihm
Sprungenift: bann fo etwas ai
wendigs ibm augctban — i
1. Oder Edelſt Gab Gottes.
iro er von. flundan acrftobret/
[ fi fj wird nicht das darauß fo ihr ſu⸗
en / derhalben fo iſt von noͤthen /
aß man außden Dingen (o zu
nCorpern bequemlid) ſind die
à ront) ber Coͤrperen zufammen
alt: bann dieſelb muß ihnen ín der
jl jatur auftimmen und gleich fepn/
wb ihnen affermeiff in die Tieffe
nanamn / unb ein jedes verklei⸗
ers oder geminderts vollkom⸗
P erfüllen. (0)
in
Stein/
4 * welchem ligt die Kunſt allein /
Ihn hat ſo die Natur gemacbt/
peo zur Perfection nicbt
bracht/
Mi uf —— cd bi nícbe
y d i -
E
" 2 ;
waͤchſt nur in der Berge
granden/ |
n Darinnen u Die —3—
d Yon T Mag; en Dinges
nd es MP: M bos gólonen
9 Schein/
(1 Mercurium qanm put und rein,
2 Á im Lino
NWETSL — :
4
4 (t ES if ein Stein imo doch Fein
54)
145 ^ PANDORA;
Und drinn ms röthen Sulphu
nn
Der itas das "game unà
d Sendivold
N
- DemMercurio vor feiner Fiud
zugemiſchet werde / durch bie alle
minſten oder kleineſten: Aber fei i
- Corpus/ fo in feiner Natur bleibt
cvagulirt ben Mercurium / um
hangt ibm auch nicht (teiff an. €
heilet oder artnet auch der Mei
curius nicht für fid) felbft dieblöde
oder ſchwachen Coͤrper:dañ er voir
durchdie Hit des Feuers von ihne
gefondert: dann die dicken Dit
fügen nicht wohl zu den einfache :
noch die einfachen zu den dicken / de
halben foift von noͤthen / daß die
Medicin / oder Artzney einer ſubt
leren Subſtantz / und einer duͤnn
ven Gieſſung ſeye. Dann ebe
die Coͤrper ſeibſt und einer gebef
tern Widerhaltung / dann da
Queckſilber fent in fein ſelbſt! | h
tur. () - PI
(QT |
dert
Oder Edelſt Gab GOttes
de,
> ler elixir completum ad ceræ
4&7 modum citiffimam dat fuionem,ma-
quam aliquod metallorum, ipfum enim
neR nifi ex puriffima argenti vivi fubftan-
in fixionem deduda, & ex fubtiliffima
teria & mundiffima fixa, quz ab argento
o fumphit originem, & ab illo eft creata:
id ideo quia cum fugirivum fit argentum
um defacile absque inflammatione aliqua
dicina eget, quz fubito ante ejus fugam
‚in pr&fundo adhzreat, & eiper minima
jungatur, illudque infpiffet fua fixione &
ga in igne confervet, canvertenstotum per
im beneficium in momento in Solem vel
-:aam veram, fecundum illud quod elixir
Bit przparatum. Si ergo facilis non eſſet fu-
ais,non funderetur ante fugamMercuris
| retineret ipfam, Hoc igitur fecrerum
a: fiautem de fua non effet natura non
Wzreret illiin profundo neque conjunge-
Wit per minima, nam argentum vivum ia
jon recipit nifi quod faz fuerit natutz,
jue aliud eum figet, & fi mundiffimum
| effet, non converteret Mercurium ne-
Qiceteracorpora in aurum & argentum,
'quinihil dat quod non habet, cum non in-
iatur in re quod in ca non fuerit ante.
|uet igitur medicinam noftram neceflario
lere effe ſubſtantiæ fubtilifimz & purifli-
| adhzrentis argento vivo ex natura fua,
acilimz & tenuiffimz liquefadionis, ad
‚lum aqua fix x fuperignis pugnam, quia
» ma hac
547
$49 ;
vel Lunarem convertet,
foonlíd gefragt aug welden Din
v:PANDORA (05788
hzc ipfum coagulabit & in naturam Solart n
| Tofarium,.
Sp wird nun nicht unbillid) d
gen diefe unfere Artzney moge auf
gezogen werden / denen anttoort
und (agen wir alfo : Daß fie auf
denen gezogen und fuͤrgebracht toit
in denen jicifts (b) —— :
S
?
1 7
M
]
£h) T'Ouu igitur. beneficium hujus att
L inSole & Luna exi(tit, fed indigi
quod circa illorum folutionem labores , rt
digens ea ad fuam primam materiam , prim
autem materia eorum eft argentum. vivum !
quia cum kquantur, omnia convertuntur 3
ipfum: certum quippe eft omnem rem eſſe
eoin quod refolvitur ‚in aquam mediantecf
lore, clarum eítergo ipfam aquam prius fuif
Sol eigo e(t tinctura rubedinis,que trapsfa m
omne corpus. Luna vero tin&ura e(t albedinil]
quoniam eft domina humiditatis : cum $0
commifcentur fpiritus, & figuntur per ipſu
ingenio magno quod non pervenit ad attildl
ccm dur& cervicis, fpiritus namque in nat
ram fuam converſus moritur, & mortuo
milis videtur, inde poftea infpiratus venl |
multiplicatur, & creſcit ut res czterz. — m.
* | Rofarıum
Oder Edelſt Gab Gottes.
Es ift aber erlichs alg wol in den
zxpern / als in dem Queckſilber nad)
sciatur] fo ficeiner Natur fino.
unden worden / ín oen Coͤrpern
her / aber nicht vollfomlicher/ und
ig darum) daß das Corpus nicht
irbígcr ober reiner iſt dann die Sol,
er ibr Schaft / obu welche fein
eckſilber gebohren wird / dag
gemeinlich tingire oder Ferbe. (i)
| du
) £7 X iis ergo elicias fecretum , medicí-
J ‘nam noram neceffario ex dela ef -
ffümendam quz argento vivo maxime ad-
Brent in profando ejos , & ei per minima
m nmifcentur ante illius fugam ; ; argentum
‚em vivum argento vivo magisadhzret , &
jé m magis amicatur, poft illud vero aurum,
poftea argentum , alia vero corpora non
> ent tantam conformitatem ad ipfum;
n p defua pura participant natura.
| s Roſarium.
| M
F Becher aber obn big Duedfil
! Punterftebet zu tingieren / ober
erben / der geht alſo blind au
iDractict/ wie cin Ciel zum Sut
in: bann das Gold gibt ein guͤldi⸗
] 2
4! >
merlicher/aber indem Queckſilber
% Mp3 md
- $49
529
welcher nun das Duedfiiber y » j|
. Wird genannt warmer Männlicher
‚oder ja eine geringe Tinctur / und ift de |
PANDORA, .
ne / dag Sylber ein fülberne gati
0Nd es iſt folchs wol zu ndi |
Doce ß derfelben zweyer Eörper 3)
fammenfágung nótbig ſey in dieſer Kı : |
jum Weiſſen und zum SXotben : Und
find zwey Urfachen/ deren eine ift: &
gleich das Gold iff ba& edelfte unter DE
Metallen / und fefter zuſammen / vollfo
men und fir: Doch mann es Diffolond
wird / und in gar Fleine Stücklein geſch
den / fo wird eg fpiritualifch und fluͤcht
toíe der Mercurius : unb folches ttg
feiner Waͤrme / und alsdann bat e8 ei
Tinctur ohne Zahl / und Diefelbe Y- |
men; ann aber das Gilber in tod!
offer foloirt wird, bleibt es nicht de t
weniger fig wie vorhin / und bat I f
fertig und bereit ) eine Tinetur an fi 4
und Falten / unb wird genannt weiblich
Saamen / Falt und trocken ; barum fd
e fich ihre Zufammenfägung fehr mo
Es iftauch eine andere Urſach / dann fe
das Bold und Silber/ cin jedes unter ^
Oder Edelſt Gab Gottes.
werden) flieffen fie leichtlich und zerge⸗
mferm Stein nur einesvon diefen bens
waͤre [o wuͤrde die Artzney nimmer
ch einig Meiſterſtuͤck leichtlich flieſſen /
heine Tinctur geben. Und ſo es eine
Bictur gebe / (o tingirte es nicht mehr / als
nicht angenommen.
Ind in folgenden Worten :. Darum
ipt ich dir / daß bu nicht wirckeſt / alg
Win indem Silber’ und Golde / mit
Dicurio : Denn die gange Güte Diefer
Bft (iebet in diefen dreyen.
! [n Edeardus Kellaus.
] P"
—
Ehmäfel / allerbeſt zu dem Syl⸗
Macht wird / ift cé rother Schwe⸗
Hu bem Gold / darum fo wird
il
|
)nen íft die aller reineſt ſubſtantz
Schwaͤfels. (1)
(8
D: 99m 4 nemlich
E
—J
| für fid) ſchwer ift ju. gieſſen und qu.
mel&en / doch wann fie zufammen gefüs
toit die Goldſchmiede wohl wiſſen die _
Gold zufammen löthen. Daher wann
Leles waͤre / darum / weil es bie Sins
die da genennt wird weiſſer
V / tveler Schwaͤfel / fo er roth
Mi diejen Coͤrpern / unfer weiſſer
Brother Schwefel außzogen fo.
^ As Elipir aber der Philoſophorum /
Dwird aus dreyen zufammen gefeger-
ME
552
nemlich aus bem funarifiben / E oid
Meynung Alberti flarer unb fubi
OPÁNDORXA'
und 9Xercuriatifd)en Steine. 2 fut
sifchen entftehet der meiffe Schw, iffe, |
Solarifchen derrothe Schwefel / undd
mercurialifche Stein begreiffet beyde 9g
turen Die weiffe und rofbe/ unp Dif ift DM
RUHR des gangen Meifterftöcke.
Edoar.dus Kel |
n Sinn der Statut auf N
reiniget / welches zwar nach bi
fer (ft: bann in feiner Außreinigum
iſt die Kunſt ſchwerer dann die 9i
tut / er erfolget die aud) nicht / vol
wol er viel und faft arbeitet / ſe
Vatter ift Sol, fein Mutter iſt Lun
dann außdiefen Coͤrperen mit f
rem Schwäfelund Queckſilber b
reitet wird unfere Artzney
und fuͤrbracht. (m). à
cos finiiin ich Fan nicht alles
dencken / was für eine Materi t
Serm id) anfangs nehmen muͤſſe. J
bábr mich hart geſcholten / daß ich nik
euerem Weg nachfolge / und wiſſet De
wol 1. daß mein Derftand biergu nit
iba iſt / dann ich Fan in dieſer Sut
| Oder Edelſt Gab Gottes.
itandergals euch zumieder handlen / wo⸗
lem ihr mir nicht Kraft euerer Wiſſen⸗
hafft Huͤlffe thut. Ihr faget zwar recht /
Haß euere Giebeimnüfien und bobe Werck /
fem Menschen zumiffen nicht gegeben ſeyn.
Wie werdeich in folcher Laft fort Fommen:
Ind mich felbft leiten Fönnen wofern ihr
| A belffet. Ich ſolle / faget ihr/ euch
Tachfolgen / und td begehre es zu thun :
[gt mir aber / durch was für Mittelund
Mücher 2 Eines fagt : tim bif und dag /
Hasamdere fagt / laffe e8 : ihre Wort feyn
Mnterfchiedlich verdraͤhet und in Parabo⸗
ddarauß nichtslernen Fan. Deromegen
Babe ich zu euch ( 9ratur) zuflucht / und
n
9
Jod frage unb bitte euch von Grund mei
IMS Dergeng / mir bep eurem Gewiſſen zu
Men / wie c8 müglich (enin Ber. Tieffe ber
N
‚ ann ihn fchon einer hätte ob er ein Mes
\ U darauf machen Fönne : Dann. ich
aube nicht / daß cim Menfch fo vernünf-
y guno Funftreich fep Gold zu machen: Es
L
"v | mm s gibt/
Met
ſche Senteng gefeget. Letzlich ſihe ich / daß
e euch mir su rathen und zu helffen was
in diefem wichtigen Werck thun folle:
Biden zu kommen / und durch fubtilen -
leiß den perfecten Mercurium der Metal⸗
nz ſuchen: Wer nun dieſen oder zum
enigſten nur Des Goldes Mercurium ge⸗
Minden hätte, ber möchte ihn wohl als eis
En Schatz behalten: Ich zweiffle aberz
"auriga euer Werck wie e8 die Erfahrung
553
554
bem Duedfilber aber allein wird e£
leichtlicher funden / dieweil es ein
SB ANDORRA.
gibt / und ibr folches / als ihr. von bei
Menfchen Gebährung gerevet/ erwieſen.
Waſſerſtein der Weiſen
Aber auß ihrem Schwaͤfel allein |
oder ihrem Queckſilber bereitet,
mag man diejelb aug den Corperer
zu gleicher Weiß außziehen : auf
naher und volfommner / unti
ein Wurtzel aller zerfchmelglichen.
dann von ihm alle Ding werden
und darum ze — ober reſol
viert es alle Ding: dann je ein Na |
fur liebet als ihr eigne / unb íbremg
freundlicher iſt unb fid) derfelbi
Oder Edelſt Gab G Ottes,
ft: es ift aber jet bicfe Materides
Quedivlberé nit ín feiner Natur /
hod in feiner gantzen ſubſtantz / ſon⸗
| pen e ift ein Theil deffelben gewe⸗
aud) nit die jegt ift / fo unfer
Iestein i£ worden einfach /ift Queck⸗
Ipibet / fondern ift ein Theil deflels
| jm getoefen : dann es erleuchtetihn/
ino behaltet ihn vorVerbrennung/
Toi elches ein Urſach ift der Vollkom⸗
Dienbeit.. Derhalben welcherley ges
"lebte bod) die 9Irgnep fepe / fie
1 |» in den Corperen / oder in des
Meckſilbers ſubſtantz fo wird des
ſtlichen Steins Artzney oder Ma⸗
rierforſchet. (n)
HN N Ujuscunque igitur generis fit medi-
Hug IC CAS ih eve quam in ipfius
iile ge enti vivi fubftantia, lapidis pretiofi inda-
(p ur materia , caufa hujus eft quia non eft
up alıtus de extremo. ad m nifi per
MEE odeur, A ex alecl-
INNE: gompletum. media vero i(torum funt fex
MET hrpora, qua: fe elongant ad malleum , quo-
lm alia aliis magis funt depurata , decocta
Tug lige(la, atque illa funt propinquiora ut te
WE
| j À
goob-
ariffime credimus non ignorare, Noner-
5$ |
| $16
‚go oberres, quia aulla e(t tin&ura vera nifi es
Lapis ergo nofter fecundum diverfitatem: fug
‚coagulans in argentum purum, & fimajorem i
obriſum. | *
PUNDORAacoS
zre noftro, id eft, ex lapide philofophidg
Omne porro aurum eft zs, fed non omne
zs cítaurum , quia de genere ad fpeciem nom
eít confequentia, ficomne aurum eft lalphu |
rübeum , fed non omne fulphur eft aurun
quia nihil eft in auro ex corruptione falphuris, 2
operationis. habet convertere argentum vi.
vum ín verifimum argentum , vel etiam in
aurum puriffimum ut patebit in fequentibus,
Verum cum in opere fuerit dealbatum, opera.
eur operatione fulphuris albi, Mercuriur
habuerit digeltionem , erit fulphur optim m
rubeum , Mercurium conyertens in aurum
Refarium, | E
36 rath aber daß du nimmer
mehr mit wirckeſt dann mit Mer:
curio tib Sole, unb mit Mercurii E
und Luna: bann die gange WolthaM
Die fer Sun(t / beſtehet nur in bna |
allein. (o) — : |
(9) Ex €nn die Tinetur de Soldes u ni
C2) cilbtre bat eine gleichmaͤſſige 9i
tur / nemlid) mit nen Unreiffen oder Unse ot
fommenen / weil fie ihren Urrung a iu
dem "rests wlan haben. J
E 2|
Oder Edelſt Gab GOttes.
"In eadem ; Derwegen tingire mit Gold
nd Silber / denn dag Gold gibt eine gäls
Tener das Silber eine filberne Sarbe und
Wigenfdjafft. Darum folt du das ander
les verachten / in welchen nicht Eräfftig:
Td unb natürlicher Weiſe die Kraffe zu
Ingiren inne iff/ bann in ibuen ift. feine
Wirucbt/ fondern nur BerderbungderDing
nb Zähnflappern.
A
(00) Damit der" Runftliebende diefes
Iſſer begreiffe/ will ichs erläutern mit veg
Fransofen Dionyfii Zachariæ Schrifften/
Melcher in diefer Runft/ wie billich/ hoch
Mimirtwird/ manner fpricht: Der Mer-
Bırius mit beyden metallifchen Schwefeln
jgefchränefet / wird Mercurins animatus
j r ennet/ uno iff der toarbaffte Mercurius
Miilofophorum nach feiner innerften Zu:
immenfügung. Diefes will ich auß
‚ehriftlicher Liebe noch beffer erläutern/ das
N it verftändige Kunftliebende nicht fera
| |
Edoardus Kellaus,
18 bep diefer nothdürfftigen und hinfäls
nen Welt / Geld und Zeit verlieren / und
Mer andeuten / tvieman mit folcher Ma-
Ida muB umgehen und handeln / daß c8
I einer fruchtbarlichen Arbeit und erfreu-
hen Ende fomme Wann man nun
IM tba8 rechte Aquam vifcolam , mie es die
Mahtnefte Philofophi nennen , fo muß
Ins in ein Saltz corpus coaguliren / pra
a " ig
57
558
PANDORA, :
(tat ein feuriger Waffergeift / derfelbe hei
Mercurivs, und tft nicht gemeiner Mera
rus , mie Die Unckenbrenner vermeine
Dann ver Philofophorum meralla fin
nicht gemeine metalla, pa£ ift / gemein oft
Silber / Queckſilber / Bley / zc. fonderl
es wird Das corpus falis pon wegen deßi
ibm wohnenden Spiritus, Mercurius genan
Durch oen Adler wird Aqua Mercurial
verftanden. Durch das Sal verftehen (i
den Saturnum, 4
Intertus Macroce
Daß es müglib iſt unfen
. Stein allein auf der Materi der
Metallen vollbracht |
. werden. (a)
ON 05 mol offtermelte Philofopk
von diefer hochfürtreffiichen Kun
piel und mancherlen difputirt / Diefelbe aux
um angeregter Urfach willen mit vielen un
terfchiedlichen Namen / Parabeln / um
munperbarlichen frembden Sophiftifchet
Worten angebeutet/ fo haben fie Doch al
le einhelliglich mit folchen vertvechfelte!
Reden / nur auff einen einigen fcopur
unb einkige materiam bie zu folcher Kun
gehörig tveifen und zeigen wollen / welche
geheimen Materien aber viel Nachfuche
diefer Kunft offtmahls gefehlet / und fic
darmit verftiegen haben. Dann zu jede
| Zeiten
l
—
Oder Edelſt Gab (Gottes. $5» |
eiten big anbero / nicht allein gemeine / i
ndern auch viel hohe und Xeltwenfe
Juth ſich gefunden die derfelben nachges
Jebt / und die nicht allein mit allem Fleiß /
dern auch mit groffer Mühe und Kos
In gefucht / und zu erlangen begehrt has
n / aber niemahls darzufommen / viet
Fuiger theilhafftig werden Fönnen: Sa
lir mehrertheils an folcher offtmahls noch -_
ru heßlich angeloffen/fich darneben nicht
ein in unwiderbringlichen Schaden ges
Hret / fondern auch Ic&lidpen mit Hohn
ID Spott ablaffen und fid) derofelben vers
hen möfien.
1 Waſſerſtein der Wasfen.
Derhalben / fo wir aug der er.
An Materi der Natur unfer Werck
Jein wollen anfaben / das mare
el zu lang und unmüglich / und
merfuͤllbarlich und wurde auch
Finn groffer / und gar nad) uns
licher Koften gefordert / bargu/
d mare ood) zum letzſten gar vaſt
mmerlich durch Kunſtwuͤrckung
Mr Steinen gemacht / von der
Materi / oder Natur der Metallen’
Moch iff das rein Philoſophiſch
"Xerd angefangen/ fo iſt nothwen⸗
, dig
560
| Impreflion , auß einer liquoriſchen lufftig |
Aib fulpburifd)e Seele / mit Zuthun bi
. gebracht tverbe
dig daß der ‚Stein der Dpilofophe hei
außzogen werdenmöge außder Yu!
tur zweyer Körpern. (b) Dd
(b) Je Mineralia haben nun auch ihr ji
Ciim Saamen von GOtt er
fangen / welcher Saame nun feinen Ol
ginem hat ungdengeftirnten Himmel dur
pie himmlifche Influentz und, foberifalii
ſubſtaotz Durch einen mereurialifchen Geil
irrdifchen Salßes in ein perfect und oll
kommen Corpus geſetzt und eingangen.
Soll nun dieſer Geſchlechte eines zu w
ter Fortpflantzung und Augmentation od
Mehrung kommen / fo muͤſſen fie wiedern
in ihren erſten Saamen unb primam mat
riam gefe&ef werden. Als fo Du Die 9
tallen verändern’ / vermehren unb zu ti
Tinctur oder Lapide Philofophico bring—
wilſt / fo muſt du die metalliſche und u
raliſche Form erſtlich durch die Kunftd
Alchimey wiſſen zu fepariven/ foloiren tl
auffzufchlieffen / nemlich / daß dag cc p
durch Die folutio , coagulatio, fublimati,
ealcinatio , reverberatio, und dergleich/
wiederum aus einer corporalifdjen dor
In einen
Mercurium ,? die muͤſſen alſo Godin N
Sulphur unb bim werden ein jedi
mnſonderheit. 49i
Salem 3
E |
| Oder Edelſt Gab Gottes.
Wa. mercurialifehen Seift und bie fulpbus
she Seele famt bem meiffen Oal& wies
Lum durch die ſpargiriſche und Alchis
ftifche Handgriffe in eine liquoriſche luͤffti⸗
"M Subftans bringen / welches nichts aus
8 denn ein philofophifch Waſſer / in
Michem alle Elementa/ und zuförderft alle
Namliſche / Demnach elementifche unb irre
liche qualitates befchloffen'und verborgen
N!
Marm und frocken/ undiftfolcher Liquor
nfim Die rechte prima märeria, und erfte
T
t Liquor, fonach philofopnifchen Brauch
ity ‚feinem ferment zufammengefeßt/ und
nach des Valcani Kunft zu ber Plusquam-
iutledtionin einefire Medicin bracht / ber
Dre Lapis Philofophorum gebohren wird;
Wife aber folt du nun mercken sum Ende
Moral diefer Taffel ^ daß alle Mines
nen und Metallen eine einige Materien
en / Daraus fie gebobren find: und toer
' Perecht Fennt unb in acht nimmt / dem.
i
Forung zu bringen / unb Durch bie Ele⸗
i
der Wurgel zu fudyn : fondern
JM. einem jeden / ſo der Weißheit an»
s ] t/ und zu lieben begehret / alleine ob»
un demſelben güloifchen Magneten
Nu na
^
p
|
ua
X
3
/
iz ieſes gehet num anders nicht zu Dent —
Men. Denn der mercurialiſche Geiſt iſt
Fund feucht / ſo ifPoie fulphurifche See⸗
aame der Metallen und Mineralien / wel⸗
hid nöthig / bie Metallen (o weit in
a zu juftificiren/ und ihr erfte8 We⸗
701
562
kennets doch nicht.
|
PANDORA,
nachzuforfchen/ daß er ihn richt ded
möge/ fo wird er folches ineinem einigen:
Dinge/ und in einer einigen Materia pite
felbe Wurtzel finden /: Daß unter hunter
taufenden ſchwerlich einer folches gläuben
wird / Diemeil die rechte Wurkel unacht⸗
fam / dem Bold für fehenden Augen une
kaͤntlich / und ohne. vielfältig ermiefene
Probe oem Menfchen im finftern verbors
gen iſt; denn Die gan&e Welt fiehets bip |
Bafılıns — |
(bb) Sollen demnach die Kinder diefer
funt. wiſſen / daß das Sperma der Metall
Fein anders fent / als das fpecma aller ande⸗
rer Dinge / nemlich ein feuchter Vapati ober.
Dampff. Derentwegen fuchen die Arti⸗
ſten vergeblich Metal in ihre erfte Materi
gu reduciren / welche mur ein Dunft iſt:
Die Philoſophen haben Feine folche primam |
materiam gemeint/ fondern.allein Die mate ·
riam fecundam, mie Grave Bernhard ſehr
wol darvon redet / doch nicht gar lauter /
Dann er redet von ben vier Elementen /
aber er bat eben diefes fagen wollen + und]
bat allein mit den Kindern gerebet.
aber/damit ich bie Theorieam heller entdes :
cke / hab maͤnniglich hiermit warnen wollen /
daß ſie ſo viel ſolutiones, ſo viel circulatios |
nes fo viel calcinationes unb ài man
unterlaflen dann ind fucht man. ji
E (Doer Edelſt ab GOttes.
| ches in einem Me welches bait; va e$
dc i) allentbatben für fich felbtien lino und
weich ift. Manfucht nit die erſte / fonberm
Mein Die andere materiam , nemblich eime
folches welche, alsbald fie gebohren ift; in
Feine andere Form verwandelt werdenfan.
Wann bu aber fragejt / wie Dann ein Mer
' tallin eine ſolche Materi gu reduciren fepe; fo
1 folge ich darmit Der Philofophorum Ilaren-
tion unb Meynung Diefes ift vor andern
beſes Orts mein Begehren / baf die Kin⸗
| derder Kunſt den Verſtand der Seribens
jl ten verftehen fernen / nicht die Sylben / und
wo Die Natur auffhöret/ nemlich in dem
.| metallifchen vor unfern Augen vollkomme⸗
nen Gorperm / daß dafjelbiten die Kunſt
| ‚anheben folle. eMischael a a
i | ep: daß voníbn werde ein erfüllt |
Elixir: bann ce ift vonnotben daß
i pov mebr fep gereiniget und
abgedeuet / dann das Gold umb
‚das Spiber/ von deßwegen daß cd
li at rof alle Ding vonder gemin⸗
d fommenbeit zuverkehren in Som)
" unb ín Silber: dann ſie es gaͤmtzlich
4 fit von ihrer Bollkommenheit ei
un J andern geben / fo bleiben als
1a 9n a dann
nderten oder verkleinerten Bol
nicht moͤgen vollbringen und wann
$63
564
'apetallorum tollit , & ea reducit ad fanitatem}
. In lunificum vel folificum verum fecándum
habet corpus, animam & fpiritum: — & fur
non facimus elixir , nec lapidem; fed matr
PANDORA,
bann fie unvollfommen/und deßwe⸗
gcn / daß fie nicht mögen fingieren
oder. ferben s Dann fo vielfie ſich ere
ftrecfen, unb derhalben fo geſchih 7
die Wirkung in unferm Ctein bats
um/ oder darzu/ daß ihm von bejfer
rer Materi die Zinetur oder Fer
bung inihmmehr/dann vorhin war
infeiner Natur / geben wurde/und
aud) daß das Elexir wurde nach Ans
zug und Beyſpiel oder gebr de
Weyſen zuſammen geſetzt / auf law
teren ſchoͤnen Specien. Cc) 4
(c) /^Y Uarte vere elixir ef primum & prin
cipale fundamentum , & radicale la.
pidis preciofi, quod poítea per operatio
nem fecundam convertitur in ipfum lapidem
*
preciofum, vel medicinam fummam, quz fo
la de committo & infirmo, & imperfecto
& perfectionem fummam, fuper qu& proje
&ı faerit, & realiter convertit & transinutat
eoloremipfius lapidis, ^ Philofophi aücem did.
vidunt elixir, vel lapidem ; & dicunt, quod
|
hzc unita in ca unitione natura, cui per ard
tificium miniftramus, quodfic agat, undenoif
ra N
73, cui miniftramus materiam de qua agit.
"Corpus vocant terram debitam lapidis, quod
» dicitur fecretum lapidis, vel elixiris, quod
‚alias fermentum vel nutricem ipfius appella-
‚mus. Ex his colligitur , quod eft fubftantia
' argenti vivi & fulphuris fubtiliffima & puriffi-
mia, & ex terra noftra Elixir componitur , &
! lapis confittit, ;
H Incertus,
^ Ein Eondiment oder Einma-
und eine Reinigung aller Eorpes
ren / [o zu heilen’ zu reinigen und
zu vergeftallten find. (d)
*
yai bag nod) mehr ift/ fo ich das
WGold unter ven fieben Metallen
a den Bollfommenften gemacht bab/unb
bu folches mein Werck nicht verfichefls
wie Darffeft du bid) dann unterftehen zu
machen das fo unvollkommenes perfici-
re, und in das ich Kraffr geleget has
be zu tranſmutiren das gantze Weſen
Der Metallen ia fan Gold / wol unge-
ſchickt biſtu / wenn bu nicht erkenneſt / daß
8 hohe Guth / ſo du ſucheſt / fo viel
die
heimnuß ber Natur iſt / es ſeye gleich
m Metallen / Steinen / Kräutern oder
| inr welches er Tree Tugend
, n
|
Oder Edelſt Gab GOttes.
chung / ein Widergifft / ein Artzney
Creatur anlanget / das hohe Ge⸗
bee
565
5
$68
herkoͤmmt; bann es heifet den Menfchet
von allen Strancfbeiten und nebret. ibn
und es machet unvollfommene Meta
perkect / Durch feine groffe Krafft / Die td
thme auß meinem Schaß nad) meine
Weißheit gebe. a
| Waſſerſtein oer Werfen
(dd) Ingleichen man auch mitben im
peife&:n Metallen / und mangelhafite
Edelgeſteinen 7 auch rine hohe Gradirum
und Tranfmutation zu wegen bringen/bene
ben einem Cryſtall fo hoch tingiren fan
paf er den aller edelften Gefteinen gleicl
gehalten wird. Auch viel andere Din
mebr/ die der goftlofen ZDelt. nicht zu er
öffnen ſind Dadurch verrichtet werde
koͤnnen. J
Waſſerſtein der Weiſen
Oder gehoͤren in ihr wahr Lum
ficum: das iſt / Silbermachig
und in wahr Soliicum? das ift;
Goldmachige: aber die jesigeh
Wircker vermeinen’ es fene bant
am End des Werckes / dann fo fi
het das Werd erff recht an: dank
ſo ſie viel daran gewerckt haben
daß ihr Werck ift. die Natur de
Metallen/ fo glauben und, vermeifl
ne
Ode Edelſt Gab GOttes.
— nen fiey fie Haben das vollkommen
Flirir erfüllt: wann fie aber. Die
ip rojection oder Fuͤrwerffung oder
+ inwerffung machen und tbun fo
finden fte nicht darum fo hoͤren
ifie auff zu mercken eben an bem
|A»rt da fie foßen angefangen bas
i (e)
I (e ep: Sulphure enim Lunz id aperté
N S — teftatur Raym. Lull, inquiens, Quan-
lo falphur Lunz cft circulatum, debes illud
Wimbibere aqua corporis folaris paulatim, &
n 'oquere, donec fuum habeat pondus, Et
| de calce aliorum metallorum ibidem: Fili tu
Üpotes ficere elixir ex calce cujuscunque core
[poris volueris, ad album vel rubeum, hoc
Mmodo: Accipe didum fulphur ad album
ye! rubeum & incera, vel imbibe cx olco
; ;orporis Solis & Lunz, j juxta album vel ru-
2eum quod facere vis, Sed calx Lunz per
i Hi hoc ef Mercurio Lunari deco&a, & oleo
ildemincerata tantum in Lunam feu Elixir
ul ünare digeritur, necalbedinem poteft pra-
all jergredh, nec ad citrinitatem | pertingere,
1 : quamvis poffit per naturam, hominibus
M amen non eft datum tam longum" vit æ ſpa⸗
(ium ut decoctione fola argenti in aurum,five
| ulphuris albi, ut loquuntur Chemißtz, in
ubeum mntationem expectare poffint, Quo
Lj de fi Luna is medicina in Solarem conver-
f Ina ren⸗
$63
quz fit fuz naturz, quz alia non poteft eff.
quam aurum, UP
. Welches das erfie Werck oct
pPbilotspbenfeyer und wie daffelbig
gebunden / verknuͤpfft / angefchloffen und
Arbeiten: unter denen doch zwey die vor⸗
dieſe Arbeiten haben eine ſolche Verwand⸗
PANDORA,
renda fit,id fiet admiftione rei tingentis ea
Anonymas. .|
j
foll verítanben werden, bas ſol⸗
— lendie Wircker der Alchimy
wiſſen.
Das Werck nun der Philoſo—
phen / ift diſſolviren / oder aufent:
loͤſen ihren Stein / in Mercw
rio. (a) | |
gae gantze Circkel dieſes edeln Ma-
| gitterii iſt nichts anders / alg voll
IL
fommene Sublimation: bie bod) an ihe
d E m
.- —
vereinigt hält viel andere abfonderliche
nehmften feyn/ fo den gansen Eirckel ver⸗
Gen und dieſe ſeyn vollkommene Auf⸗
oͤſung und Coagulirung: Denn Dit
Hanse Kunſt iſt nicbt$/ als recht auflöfen
und wol coaguliren / Auflöfung des Coͤr⸗
pers und Goagulirung des Geiftes. Und
fchafft miteinander / daß niemals der
Coͤrper aufgelöfet wird / ohne daß fich der
Geiſt coaguliret. Alſo auch der Geiſt scan Ä
. WE
|
]
E Oder Edelſt Gab Gottes.
| irt ſich nicht / daß ſich der Körper nicht
ugleich aufloͤſe. Und dannenher / wie Lul⸗
der Kunſt nichts ſey / als Aufloͤſung und
Edagulirung.
Monymus Verbum Dimiſſum.
bertus. Ach das ſein kurtze Wort / die
ſchwerlich ſeind zu verſtehen / aber die gan⸗
E fc Kunſt ift darinnen / ich verſtehe / id) foll
das Corpas ſolis folviren / und Durch Die
‚darinnen pie Tinctur verborgen ligt/ das
Frauß zeug den doppelten Mercurtum. Merc.
Nun ift die Des von deinem Augen qum
E Theil hinweg / du haft e$ recht verftans
Eben. NB, da verftehe nun/melches Gor.
pus er meinet. Albertus. Wordurch muß
Ach das Corpus Solis foloiren ? Mercurius.
“durch fich felbft/ und mas ihm am ned»
griff der marhafftigen Solution. Mers
4 bit Mittel und Die Handgriff nicht weis
pe Ns f
8 lus fagt its kommen / daß Die Philoſo⸗
gefagt haben/ daB das ganke Werck
" (aa) Mereutius : folve & coagula. - Als |
und zeig mir an die Mittel und die Hand⸗ :
Fienrins. Schals ein Geiſt kan Dir jegund.
m
969
579
ſen / dennich-Feine Händ bab, Wenn ich
aber ein Leib haͤtte ote du / wolte ich aud
hafftigen Solution, mit allen Umſtaͤnden
dreymal befchrieben/ zweymal gerecht / und
einmal falſch um ber unwuͤrdigen Willen
Michael Sendi vogius
Daß er in fein erſte Natur oder |
Materi wieder einbracht wwerde.(b)
(b) aa Ann es iffnatörlich / daß ein jeg-
C2yicrs Ding / deffen Wurtzel Waſ⸗
fer und Erden iſt wiederum in daſſelbe
aufgelöft/ oder fofoirt werde. Alfo wird
das Erdreich ein ZDa(fer/ und das Waſ⸗
fer wird ein Erd’ und alfo iff die folutio
Des Córper ein Coagulation des Griſtes/
und die Goagulation des Seiftesift eine
folution des Coͤrpers / dann fie haben eine
Operation / dieweil Der. Córper nicht ſol⸗
virt wird / es werde dann der Geiſt coagu⸗
lirt. Darum fo hilff im Anfang des
Wercks der Sonn durch den Mond’ und
coagulir den Mond durch die Sonn.
| Radız Chymia, 0)
Daher fagt der Philofophus int
pirrdten Metheororum / da er die
—
. Over Edelſt Gab Gottes.
Sophiſten und Faͤlſcher dieſer
Kunſt verſpottet / ſprechende: Es
Tollen willen eie Kunſtwircker ber
I Adhimy/ daß fie die Sperien oder
WGeſtallten der Dingen nicht vers
E wandlen mogen/ welcher zwar eins
Ffaͤltig war ift bafelbft der Albertus /
hernach / hinzu thut. (c)
P.
Ogg 3o mir num nicht die Ccieng
der Natur / und haben Feine Er;
Fkaͤntnuͤß Der vier Llementen Vermi⸗
Iſchungen / fo werden wir in denſelben
Separation gleichfals unwiſſend feyn. Sft
iBberobalben bod) von noͤthen / daß wir der
b Satur nachfolgen und ung ihrer Inſtru⸗
Menten / tie fie die Element macyet ge
rauchen: ohne welche Adminiftration mir
Ffonften in edu&ion oder Außziehung dies
Aes Steins Form unb Erfuchung hier
iyu sehöriger Mittels Feine rechte Nachfol⸗
Bger feun werden: durch melche Mittel
man koͤmmet zu dem Inſtrument / deſſen
nich die Natur in den mineren 7 in Deme
fie dem argento vivo feine Formam gies
Bset/gebrauchet. Thun wir ibm nun anberft/
/p feyn wir Defru&ores und Verderber
nes jenigen/fo die Natur auf das Boͤſe
Jsomponirgf unb difponiret bat/ in dem mir
pie
1 mo er nicht felbs die Specien mie -
$72
Eleme nta verkehren follen/ zu finden/ rodt
doch ein Ctement ift affer zeugiger
QU pupcune componit fene fo den
zum erften ein Waſſer geroefen und durch
UO AUN DER:K
bit Fiir! teieber euren ber Natu
rabefelch / fo fchändlicher weiſe fepariren
Gleichwol wir / wie Ariftoteleg faget /
wir ſuchen. | ;
! Waſſerſtein der Weifen
Sw ihr erſte Materi wiederum
einbrasht werden’ / welche Mater
jar it Qu«tfilber / fo e
Dingew/alsdann ſo werden fie wol
(nein andere form und Geftallt)
dann fie vorhin waren) verwand
let, (d) —.— 1
(gest funb unb offenbabr i |
: paf V
ein Werck und Eigenfchafft ift der Natur
halben gleichfalls offenbahr/daß eim glei
ches Ding’ Darauf es zum erften getooti
den ift/ wieder in daffelbig refoleirt werde
Nimm deg ein Erempel. Das Gif ifl
bie Kälte qu einem harten Stein gewor⸗
den / daffelbig wird Dann wiederug
Durch die Wärme in fein erfte Ma:
teri reſolvirt nemlich im fein E
. Ober Edelſt Gab Gottes.
Dann eszuvor aud) ein Waſſer gewefen
iſt / toit ung ſolchs die täglich Erfahrung:
t { net.
mit unfern Steinen. Ein jeglich Metall/
daß wir unfern Steinen nennen/ dag
| T"
4 pr oderein Wafler. Aber bie: weiß guber.
bre einen jeglichen Stein in feinen Mer-
)
fein Waſſer
Raimundus Lulles:
!
T2
d
EIE , ^
Nicht gewißlich in Specien o:
Xt Geſtallten fonder. aber. in. un⸗
jerrheilbare oer Gefiallten s. dann
Hiejelben unzertheilbaren find den
mpfindlichen Wirckungen unier
nen. felbf find verfebrlic: die
Specien aber/ oder Geſtallten/ (o.
ie ſind der Natur unterivorffen,
|o find die andern gleichen empfin
Micben Wircfungen nicht unter-
| urn | worf⸗
Zu gleicher weiß iſt es auch ein Ding,
wird in ſein Mereurium reſolvirt / durch uns
fe Kunſt / folgt derhalben nothwendig⸗
daß fie zuvor auch ein Mereuris geweſen
Peürium/ ift. ein verkehrung der Natur in:
Ihrerſte Wurtzel / darauß fie jum erſten gea:
bohren und gemacht ift worden / nemuch
vorffen oon wegen daß fie in ide
375:
$74
| worffen/ und serum fo Meet fie
PAN DIOR: A, iU
inibnen ſelbſt. ——
gym bat auch ein jedes Cor
pug feinen gantzen Samen / und
daher bat Die transmatation: ihren Srund/
Auf⸗und Abfteigung der Metallen Fünte
fonften nicht geſchehen / too fie nicht im
dem Samen einander verwandt waͤren
Denn Daß einer ſagt / Silber fep Fein Gold,
das alaubet ein Dauer aucb/ denn er fies
bet es aber daß Silberund Gold eine
Samen haben/ der im Auffiteigen Dag,
Silber su Gold madjet/ und im. Abftei«
gen zu Kupffer 7 das glaubet der Bauer
nicht/ denn er hat des amena. Feinen
gründlichen Bericht / tie der auf einem
corpore in ein anders gehen muß, fonft
ift er nicht fruchtbar/er Fan auch natürlich,
nicht ohn eimGörpus ſeyn / darinnen rubet er⸗
| Baflins fr
Beftatigung der Kunſt Acht»
my durch die Meifter/ und von er⸗
fien von unſerm Vater Hermes)
der da dft gemefen ein Konig von
Griechenland zu Conſtantino⸗
pe. (9
(P) damit,
- Oder Edelſt Gab Gottes.
KEN Amit aber gleich. wohl niemand
| «Janbifer geheimen Kunſt gruͤndli⸗
cher Se
fieber gottlofen Welt Gebrauch nach für
*
will id) aufferbalb der jenigen / fo in Heili⸗
laer Schrifft Erwehnung geſchicht / nur
Hallein bie fuͤrnemſten authentifirten Phi⸗
oſophen neben andern ihrer fuccefforen die
(che Kunft varbafftig gewuſt gehabt,
D genofjen/alibier anzeigen und name
Hafftig machen / old ba ſeynd: Hermes,
iſmegiſtus, Pythagoras, Bened Jefu,
Mexander Magnus, Plato, Theophraftus,
(Avicenna, Galenus, Hippocrates, Lucianus,
long: !
iar Kofarii Majoris, Maria Prophetiffa, Dyo-
tliftus, Zacharias, Halii, Morieres, Calid,
N’onftantius, Serapion, Albertus Magnus,
(iftrad, Arnoldus de Villa Nova, Geber,
talmundus Lullius, Rogerius Baco, Alanus,
‚omas Aquinas, Marcellus Palingenius,
mb dieſe welche zu jekigen umb jungeren
Jeiten gelebt / als Bernardus / Treviſanus
J'omes,Frater Bafilius Valentinus, Philippus
"I heophratus, und viel andere mehr / roie
Hann fein Zweiffel / daß noch heutiges
Mags Deren etliche, fo durch Gottes Gea
ym feles tbeilbafftig/ und toierocbl in
Vbeim ftill/ derſelben täglich gemieſſen /
funden merden möchten.
Ju Waſſerſtein der Weiſen.
i N Her⸗
wißheit nicht zweiffeln koͤnte und
ein Gedicht und bloſſen Wahn balten/ /
anus, Rafıs, Archelaus, Rupefciffa; Au-
$76
erſtlich Davon gefchrieben/ und Den lapided
— das Endemachen.
PANDORA, |
Hermes unfer Vater / ſprich
alfo: (g) een MB
Cs) T. Ermes ein Vater aller Philo
Apbenbat die Kunſt gehabt / un
d»
pizparirt qu Mercurio, Sole und Lunafch
licet Philsfophorum, $a |
Solche haben viel taufend Laboran
ten/ wie auch ich! nachgefolget : und f@
ge dir in Warheit bap man ex duab
Ípeciebus velcorporibus Den Lapidem Ph
lofophorum componirt, und mit. Mercuri
Philofophorum muft du den Anfang und
Der iſt nun, nicht die materia prima
benn Die mareria prima gehört Gott allein
und ift in Vifceribus terrz coagulirt, U
wird erftlich zu Queckſilber danach 28
Bley / Darnach zu Zinn uno Kupfſe
folgenó8 su. Eifen und alfo fort.
Alſo muß nun der Mercurius coagulati
Waſſer werden: Das ift dann ein Steiff
unb Dod) Fein Stein’ davon ein fluͤcht
ges Feuer in Sorm eines Waſſers gemach
wird / fo feinen firen CGater / und feit
flöchtige Mutter erträncke und ſolvirt.
Wann: der Leichnam. ‚wird ge |
dloirtim Waſſer / fo heiſſet man
té den Stein / oder bieibendig
Waſſer / das da Mercurium
foagulirt. - (5)
(b) cw As Sal metallorum iff ein impet?
E Ca Corpus, Dag zu Mercurius Phi-
lofophorum id eft fin aqua permanens vel
jenedi&a, wird / und ift der Weiſen Mas
Anet/ fo feinen Philsſophiſchen Martem
uiebet/ anhanget umb bey ihme bleibet.
alle bat auch unfer Gold, einen Magne⸗
em welcher Magnet ift. die erfte Wur⸗
mel und Matert unjerá Steind 5 Verſte⸗
ſPeſt ou biefe meine Rede / fo bift bu reich
por aller Welt. |
ido; fin! | "Hafilius Valentiuni,
Hver befallet zu einer ewigen
wEoagulafión, oder Betallung / und
woe Mercurius if die Seel, und
we Geiſt / und das Gold oder Sib
"het iff der Leichnam. (D.
VRR Ann. toit fo fuperüirios wolten
pas ſeyn / fónntem wir menig gute
a ] loſophos leſen / es heiſſet Toilatur aba-
is & maneat rei fubftancia. Man mu
„u Kind nicht mit dem Bad aupfipütten/
9 Do viel
, T E
! xt
.578
- welchein Warheit nichts anders iſt / als da
PANDORA, ..
viel weniger bat er diefe Hohe Stunft von
Teuffel gelernet/ wie feine Widerſache
fchreiben/ weil folches nicht in des Teuf
fels Gewalt ſtehet. Dann mir lefen/baí
ein curiofer Philofophus, welches etlich
tollen 28 fe. gemefen der Thomas de A
quinate, den S euffel befraget wegen Berei
tung des Philofophifden Steins / hab eg.
ihm geantwortet? Solve, coagula, reirerd
plura dicere prohibeor : b. i. fihließ auf
treib zufammen/ widerhofe es offt/ wich
darff ich nit fagen. !
Insertns, j |
Reihnam/ und foloiren fie / um |
mit diefem Waſſer folrdu die Heil,
mitimbibiren / die da gewaͤſchen
unb gereiniget find/ fo traͤncken fid
bic Geiſt mit ber eícbnam/uno DIN
Leichnam mit den Seiften/ fo fiif
ren fie fic einer frarder ewigen SM
ration. (k) á ó: ; ; T !
M e b ift von nöthen / bie Yı |
diefer Gírculation zu erkennen
Daucius fpricht * Bereiten bí
C ompofitum eintráncfen mit unfermMerd"
curial-SfGaffer mach eem rechten Gewicht N
welches Waſſer die Philoſophen das DI i
|
N
Ode Edelſt (Bab Gottes.
ende. zu nennen befohlen Haben. In wels
Eintraͤnckung das Compofitum Die
irt/ Diffofoire und coagulirt wird zu na⸗
ü licher Vollkommenheit.
* C eM fionimi Verbum Dimffum,.
iu Alphanus ſpricht: Du ſolt die
elchnam vor reinigen und calcini⸗
en! Dann ſo ſoll man ſie zufuͤ⸗
en den gewäfchenen Geiſten / bam
fum.
| optat foricht : Die Metallen
Ayen als ein Ding das da gefrort/
Ind alle andere Ding/ find als viel
le Geiſt / und M nd. als die
Mild. (m) —
| iD Iximus de natura, de arte, de cor-
KA pore,& de Ipermate ac femine: jam
stalla commifceri debeant, & qualis corum
inter fe correfpodentia : Scias ergo tnue
Item .non difcrepare à viro, ex codem fe.
a mn »& in ana matriceambo nafcuntur, ni-
] | dehnt przter digellionem, & ut matrix
= die Geiſt das alfo gefublis.
Ide lupt. Anonimi Verbum Dimif-
3 | praxin deícendamus, quomodo videlicet -
9
"e
. eodem femine cum fole & «eadem matri
SuPEANDIONAC nac p
purior effet in fangvine & fale: fic. lona e] |
ce : [ed matrix magis habuit de aqua]!
quam de fangvine digeſto, fecundum tem] |
pus Lunz cceleftis, ^ Ut vero ea facilius ti} |
bi imaginari poflis, quomodo metall
coeant, ut emittant & recipiant femen, in’
tuere coelum & planetatum ſphæras. |
| Incertus, M
(mm) ift aber nicht bie geringſte Arbe
wie etliche der uhralten Bhilofophen HU
faot/ die es eine Doppelte Alrbeit ‚genen
baben/ vann alfo fagen fie: Es muß
Alchimiſten gangen feyn / wenn man tvi
mit der, Fünftlichen: Arbeit den, Sam
hernach erfennen lernen/ was ift das, ag
derft geſagt / als daß die Reſolutich
zweyerley ſeye; Eine⸗ da bie erfahr
Schmeltzer das corpus friabile ex Coadı
natione naturali, in dudile bringet -/- 008
demfelben kommet aller Unflat hin; Da
nach fo kommt der Alchimift / bringer A
Corpus wieder zurück in feine cinerei
calcem laticem, vitrum, colorem, fuligiieif,
fubterraneas, darinnen rubet. und (ft [
dann der Same der Metallen unb oU.
Ge d) fruchtbarlichen fehen und finden |
Dem. Corpore, umb (id) reduciren in ein f
ritualifch Waſſer oder primam mareriaff,
| ruoli
L _ Oder Edelſt Gab Gottes: |
Pr ad) ber Art und Eigenfchafft des Mes
alls / ja * gantz kuͤnſtlich in ſeine na⸗
t rliche Anfänge (beiden unb Dividiren/
nad) Brauch und Sanhalt ber Alchimi⸗
fra Sun. |
j : Baß lius Valentinus
i Und warn man die Metallen
leiniert/ und foloiert/ und zuſam⸗
ien werden gefuͤgt mit den Geiſten /
o congetirt fi ber Geiſt mit ibn/fo
wird es ein finde Dermifchlung.(n)
NY a fupra Alanum. pag.722,
sd Und ein Medicin bee erften Theil /
(ben. Theil Mercurii congeliert /
a und flarefer Congela⸗
| "Ape lapidis tui perfe&i , ut di&tum
AC cft , albi aut rubri, ac pro medicinz
tate cape utriusvis liminaris partesqua-
io r; funde in crucibulo mundo, tum im-
te lapidis tui jaxta fpeciem luminaris fufi,
p bis tubei , ac immilta effunde in conum,
iique maffa pulverabilis, hujus cape mí&u-
I). partem unam, & Mercurii bene loti par-
" : ;decem; calefac Mercurium, donec ftre-
viti ite incipiat , tum injice mifturam tuam ,
n" x ida oculi penetrabit , eum fande tum
| £90 3 igne
ss
ln
SPCOAUNOJD'ODRSA, 0
igne auo, & tota erit medicina ordinis ĩ
ferioris. Hujus tum cape partem unam, f.
projice fuper quodvis metallum , fufum #
purgatum, quantum nempe lapis tuas vi
tingere, & habebis aurum argentumve addi]
purum, quod purius natura non dabit, — (1)
Anonymus Philaletba, V
Turba ſpricht: Wann ber Reich
nam (cp purgtert/ und foloirt. (p.31
Od viis fciant attifices Alchymiz , que
impoffibile eſt, ex folo corpore me
cinam veram procreare fine fpiritu; :& éco
trario impoffibile eft ex folo fpiritu medicinal.
veram procreare fine corporibus : Ratio eff
quia qualitercunque corpus pr¶tum fui
tit, per fe non pote(t propria virtute fi
fluxibilitatem acquirere, nec fpiritus per
qualitercunque przparetur , non poteft à f
natura alterari , nec perfe&Gé figi , (ine int,
mediatione* corporis, & necefle eft medid,
nam fore fluxibilem, viventem, tingibilei
manentem ? quod nequit omnino etle ,
contingere fine temperantia clementorum,
Ex fine dubie illa temperantia elementi
zum nunquam castingere videtur abſq.
conjunctione corporis & fpiritus, quonia ^
per corum conjundionem fappletur defe&
elementorum , tam cx parte corporis; qualff
€x patte fpiritus, & fic corpus efficitur ſpiritu
le, & Spiritus) corporalis, 1
— in 7 t |
-
J
. Oder Edelſt Gab GOttes. 58%
* €» imbibiert obereíntrandtman
die Geiſt bamit/ und wird ein gants
Vermiſchung diedas ‚Feuer nimer-
mehr von einander fcheiden mag.(q)
fq) A Ccipe terram nigram tritam, & im-
.. *? bileipfam cum Mercurio, & pone in
kinsres calidos ad exficcandum : & hoc fac
ecando,;fcilicetimbibendo, & tertio & quar-
o,donecterra ipfa fit fatisalba & fixa albedine,
| Azoth, id eft, aqua Mercurialis & ignis La-
!onem abluunt & mundificant: id eft. terram
ligram , & ejus obfcuritatem auferunt, Prz-
"laratio enim terrz femper eft cum aqua, Ideo
Üualis erit limpitudo terre, & hoc fiat in de-
Ibatione terre, & ejus ablutione,
In impofitione imbibitionis terrz nigra
"im Mercurio, debet przcaveri de fra&ione
ißtri , & hoc fit faper cineres calidos: tem-
Misque cujuslibet imbibitionis ad exficcan-
i Im, eft viginti vel triginta dies naturales,
Wr Terrg exliccatz pone de Mercurio fextam
Il femptimam ejas partem in vitro figillato,
nd fuper lento calore in cineribus exficca &
tifogela, & quater ad minus reitera, &
J Jantumcunque pluries hxc terra foluta fue-
X & congelata , erit penetrabilior & fubti-
ir in natura fua,
[ N Aqufelt fpiritus, corpus purgans, fubtili-
jM & dealbans, Clangor,
Galienus ſpricht: bereiten die
| DA Leich⸗
584
bann folvieren den &etapnam ual
den Geiſt / unb congelieren fiebat
unb werffen es auff ein zerlaſſe
Corpus; das iſt / Metall / alfo roig
es Gold und Sylber / viel beſſe
dann von dem Erg. Cr)
ER He ut medicinam tuam prejicias fi |
per fermentum tuum, tum erit ill]d
fragibile ur vitrum, -Projice illam frangibil
tatem fupra corpora mundata, tunc habe
metallum probatum omni judicio, - ;
| Riplei |
Avicenna ſpricht: Gafcinicrdg.
die Metall mit Queckſylber / bas UM.
ift die Seiff der werfen’ und (pr
denba8 Mercuriug frißt und ve
zehrt die zerbrochene Feuchtigkt
der Metallen / unb entreichen aui
anhangende Ding der Mietallen/an,
Schwaiel/ und wann die GEH
darauf geworffen werden / Mi
reinigen fid) die Metall oued) tg
Geilt/ und die Geiſt burd) DJ.
Leichnam / darnad) bift bu E |
Oder Edelſt Gab Gastes.
deſto ſicherer / daß ſich die Materi
feulen und brechen mag. (DD
Ocalcinationem | metalla. imperfe&a &
pars lapidis fiza & terrea mundantur & atte-
lmuantur, Eadiffinitur à Gebro reiper ignem
l| pulverifatio per privationem humiditatis par-
dites confolidantis, Sed quid intelligis ö Phi-
i lofophe per privationem humiditas ? num
corpus ita omni fua humiditate privari vis, ut
mon fluat , aut vitrificatoriam tandem det fa-
i fionem ? Scribis enim Cap, de Calcinat, &
jj Vete quidem « Omne corpus propria priva-
tum humiditate nullam nifi vitrificatot iam
'dare fufionem , & tamen eodem capite etiam
„„alleris corpora per reiterationem calcinatia-
nis & reductionis mundari, ficut & Cap. de
Idefcen, & mundat. per. pattillos idem docui-
Ri. Si igitur calces denuo reduci poffunt in
|corpora, quomodo humiditate private fant?
Hærerem ni(i teipfum explicares , dicens:
Cum corpus folidum fir, & propter folidita-
ll concavitate ſubſtantiæ argenti vivi defen-
datur perillud ab aduflione,, neceffe fuit con-
inuitatem ejus feparare , ut ignis liberius ad
quamcunque minimam ejus partem perveni-
ens fu'phureitatem ex eo comburere poffit, &
‚non defendat ipfum contiauitas argenti vivi
iniMo.. Itaque ad calcinationem perfectam
metallorum, non requiritur, ut emni humi-
dw Do dia
| ( en per deítillationem humida, ita per |
Item & latitationem occultz fulphureitatis in
ser.
$36
PANDORA, -
ditate privetur corpus. calcinandum , (ed tan
tum ut continuitas ejusdem dividatur, & i
minimas particulas redigatur. Sicut autem di
verfitas magna ef rerum calcinandarum,ita &1]
caufz calcinationis variz, Calcinatur fiqui:
dem terra Philofophica ut omni unctuoſita
te liberetur , & ut aperta fiat & fpongiofa ull
aqua melius po ingredi, & peragere opu
fuum, & (icut ait Raim. Lullius, ut poffit cref.
cendo dilatati, & inipía przfocari , convol
vi,muadari & purificari,atque i in naturam illiu
convert, Calcinantur etiam corpora metallica
imperfecta: Calcinantur & perfecta. Calcinan
tur item ſpiritus, & aliæ res extraneæ à natur
horum, utpote, ſales, atramenta, alumina
Incertus.
Alphidius ſpricht: dieſe Kunſt wird
in4. Wegvollbracht. Der erſte / daß
man ſolvier die Metall mit den Gei⸗
ſtern. Der ander / daß man ſoll ſolvie⸗
ren die Geiſt / und die Metall ſtercken.
Der dritt / daß man folviere die Me⸗
tall / und ſtercke die Geiſt. Der vierdt
iſt der beſte Rath / daß man ſolviere
die Metall mit oen fpiricus / oder
Geifteren. (o
(ul /^Y Uod diffalvit corpus, inquit, Villa, |
novanus , à fpiricu et, Quod cosga-
lat fpiritum, à corporeet. Hoc ipfum alibi
inculcat his verbii : Spiritus diffolvit corpus |
coat)
DENS D NtN v)
. Doer Edeiſt Gab Gottes,
coagulat, Proximo capite precedenti nos
iteigimus, ac velut tranfeunter diximus; quod
nonnihil huc pertineat, lilic dicebamus, cor-
jus quod folvitut in aqucam formam com-
mutari: hic dicamus, corpus quodante fo-
itionem derfius'erat,poft folutionem per fpi-
itum, id et, aquam, fierirarius, Et contra:
(Qui fpiritus aote corporis folationem exilis &
arus etat,pof: folutionem corporis,denfor fit,
& Ípiffior.Ergo per folutionem corpus craflum
tarefcig, E diverfo fpiritus exilis incraffefcit.
: Hoc dogma notius ut effet , non piguit
Villanovanum ipfum itidem repetere , verbis
Iquidem nonnihil mutatis , fed fenfu non ab-
mili: cumfcribiz: Quantum corpus folvitur,
antum fpiritus coaguiatur. | Quod fi corpus
a0a folveretur ,: neque fpiritus infpiffaretur.
dems alibi, fed paulo obfcurius: Quod à
orpore ſoluto exit, humiditas eft radioía
| quam ergo interpretor tin&uram facun-
la. ) Quod diffolvit corpus , de fpiritu pro
xpoaerc lubet) virtute multiplicandi referta,
| Dum corpus & fpiritus mutuó fefe fubın-
jred:unrar, tanta. eft inter utrumque necefli-
‚do, & conjunctio , ut amplius alterum fine
Itero disjunginon poffit, Propterea cum
"llanovanus dixiflet : Solutio corporis fi
j um coagulstione fpiritus, & coagulaiio fpi-
us, cum folutione corporis, fubdit: Tunc
ilcetur corpus cum fpiritu, & fit unum cura
1»: nec unquam feparanur, non magis
po quàm
—
Wit: virtus ejus e& gerininofa,id eft, (ſic enim
$9
/
588
quam aqua mixta aqu, Idem fentit Clan
. rítus.Ideo inter folutionem corporis & coa-)
madmodum fieri videmus,cum aqua vulgaris)
PANDORA -
gor: Quando fperma mercurii jungitur cum
terra corporis, corpus diffolvitur in aquam
Ípermatis, & fit aqua una fine diviione.
At enim quod dixerim in folutione corpus
& fpiritum mutuó fefe fubire , nolimtamen olg
hoc quenquam exi&imare conjundtionem il
lam & fubingreffionem fieri aliquo temporis
interftitio. Nam ex ipfo tempore quo unum
fit fit & alterum. Villanovanus : Intellige au
tem corporis folutionem , & fpirirus coagu=
lationem , fimul , eodemque tempore fieri,
lähuc ipfuss alibi nusquam ezpreffius legası
quam in rofario philofophorum ; ubi ex pris
mo capite Calidis fcriptum eft ita, — Soluaio'
corporis & coagulatio fpiritus funt duo, fed)
habent unam operationem. Quia foiritus|
nan coagulatur nifi cum folutione corporis;
nec gorpusfolvitur,nifi cum coagulatione ſpi⸗
gulationem non eft differentia , nec diverfumjd
opusia aliquo,ita ut fiat unum finealio,.Ques d
terram conatur fubtiliorem facere, & in ſu-
am naturam folvere , Eodem cnim tempore;
aqua denfior & fpisfior fir, terra autem fube:
tilior & rarior, Lucas —J—
Morienus ſpricht: ſolvieren die
Geiſt und die Metall und conactíte
ven ſie fo mag fib fürbaf —
on
. Oder Edelſt Gab Gottes.
n dem anderen ——
as Feuer, (u)
) p Oi philofophus ait : * Solvite cer-
pora & fpiritus, & conjungite , tunc
b cetero non poflunt feparari per ignem.
ermes inquit :. Primum corpus folutum, &
2a perennis , Congelat Métrcurius perpetua
gelatione, qiiód etiam dicunt omnes phi-
eg aures ad audiendum audiat:
inia metalla fufa fe habent inflär Mercurii,
x ops polfent in ea fulione permanere
i at ipfemer Mercurius,
ln ^
| " focemes forít / dag Mercurius
t if der Kraft des ‚Feuers Latoneo:
as iſt / ein jeglich Metall / bae ba
t ſchwartz worden / macht weiß
pc das iſt / Mereurius / uno
weich. es von feiner Schwaͤrtze / als
de Meißer fprechen : Ihr ſollen
dei machen ‚die Metallen / damit
aß ihr nicht zerſtoͤren bie Lehr cue:
‚er Buͤcher / damit ihr * Kane
eAnonymus.
DER
gi britte dBott/ tx das son pe dis
iet berfómt / ift die Keinigung
1 3 Sauberung der Erde / davon Moric-
nus
T — — —
7$9.
590
magis fucritabluta, tanto magis alba.
PANDOR A,
nus fagt ; dieſe Erde mit hrein Waſſe!
komt zur putrefaction und reinigẽt ſich u n
miro fanber / unb wenn (ie. wohl gercinizgl
get if /. fo wird das gane Geheimnuͤß
Durch die Huͤfffe GOttes wohl regieret
So fagt auch Hermes: Der Azoth ung
das Feuer machen den Laton weiß und be
nehmen ihm die Schmwärge: Und darum
fagt Morienus , machet den Laton tocif lg
unb zerreifien euere Bücher’ Damit euch
euer Hertzen nicht zersiffen werden. Die:
fes ift Die Compofition aller weyſen Phi
loſophen und dag dritte XBort Des gam
haft du das Waſſer und die Erde Die mit
bem Waſſer weiß gemacht mordenifl. —
i Nicolaus Flame 4,
(xx) Idcirco fi terta non fuerit alba, tere
eam eum aqua, & poftea calcina iterato
quoniam Azoth & Ignis Latonem abluuntjd
& obfcuritatem ab eo auferunt ; nam præpa⸗
ratiofemper fitcum aqua, Ideo qualis im)
pida aqua , talislimpida tetra : & quanto
Rofarium
Oder Edelſt Gab Gottes.
Aſtanus fpricht / in dem Buch
f "urbe: der Geiſt foírb nicht au»
perüget ben Metallen/ (o lang bí
fie reiniget von ihrer Unſau⸗
Iberteit/ und fid) die Metall recht
M Äußeren und fubtilig werden’ daß
ie find als der Mercurius / und
iid) zufügen dem Mercurio, Cy)
Des andern Theil beg Sleins /wol⸗
| ten toir Mercurium dag (Queckſil⸗
ie xr) nennen, welcher / meiln er noch te
1 dig und unbereitek iſt gibt man vor/
foͤnne die corpota ſelber aufloͤſen / die⸗
| peiln er fich in ihnen vertiefft / hart ans
ngigift. Diß ift ber Stein’ ohne wel⸗
die Natur nichts verrichtet. Dans
Aero rathen uns bie Philofophi, bag
nicht faboriren folle / dann ín dem
pelb. unb Queckfilber/ weiln fie beyſam⸗
‚order verbringen. Wer mag nun der je»
^ u” feyn/welcher den Mercurium 7 mit
ührendem Lob genugfam zupreiffen
— * waͤre? Da er einig und allein iſt
it jenige welcher das Gold dünn ma⸗
Et / und mit groffer Kraft begabt ift/
WG er das Gold felbften / wiederum in
Jine erſte Natur vermag zubringen:
Priest weiß man fid) nicht guerine
‚en fenn/ den Stein der Xbeifen mitein-
sei
59%
Mercurio, Der, Mercurius máditts. al
. oleum, id: ef, ungventum, quo noftri
cPANDOR4A' |
—* daß irgend din Ding in vom.
abe I
‚Don. Diefem Mercurio feridit man aff. |
Tag, die Phitofophr fuchen vag ſteckt f
gefehlagene Goldhlätfein zu hichte :
(öfer das Gold auf: Er macht strich]
Er nimmt Die Get auf. pun Leib: ‚wahr
fo wird es erzeugt -
| jus arfı lius Ficin
p E aqua — to fic; dick
completut | perfe&é magiſterium, Et aq
dicitur quando abluit, & poftea oleum qua!
do tingit; & aqua dicitur fpiritus, & anin
dicitut tin&ura, quie in fpiritu eft : & idi
feminatur anima in terram foliatam, qua
tinebit cam. Pulvis: Vas [uam —
tur. en m "Dif derabile, E
— * et fílius Corpus porga
fubilians & dealbanus. | |
3 (angor,
Gro Aquiel pürgativam. & caufa: I
fieicas claritatem totius corporis & medi
ng. | Duo operatur in terra, nam la
cam & tingit, In quantum lavat, dici
SuM in quantum tingit, aẽc. "Sn
H Ludus Pperorum.
Biel
Oder Edelſt GabGottes.
Viceberus ſpricht / in dem Buch
genannt zu dem Brunnen / je mehr
man die Metallen ſolvire mit ih⸗
Iren Seelen und Geiſten die ba
nicht fir find/ und werden mifeins
Jandern coagulirt/ fo mehret es fid)
fo viel mehr / nicht allein in diefer
e
^ir out Gold Silber. (z) -
e.
T pt. Mineralogia ſupr. Citat. . unb
a zwar die achte Anmerckung über
‚mas fechite Capitel des erften Theils.de im-
pibitione lapidis,
jd | (zz) Vid, Mineralogia.modc Citat, und
"ear die fechfte Anmerckung aͤber das
rchſte Sapiteldes erſten Theils. delapidis
‚Mukiplicatione. |
" (zzz) Mercurius Kapis Philofophorum
uncupatur à plerisque; & quamquam reve-
|a non fit, et tamen clavis metallorum uni-
Ja? carens nihilominus. tingendi .propfietae
*per fe, nifi ipfemet; prius tingatur cum
; nima Solis aut Lanz.Nullus igitur. Spiritus
git inalium fpiritum,neque etiam ullum cor-
us in aliud corpus. Ars porro hzc iri folo fpi-
tus &cerporis anima conſiſtit. puta fulphuris
| p d
d$
1.594
atque ea ratione Mercurii. fpiritus exaltat
: & melioratur, acanima cum fpiritu confo
'tur ac revivifcunt, idque lapidis no&ri vituli
PANDORA,
& Mercurii: lolphuris enim anima effent
quzdam corporea exiftit. Quamobrer
qui extrahere non norit animam. é corpo:
Solis vel Lunz, atque eandem corpori i
proje&ionc reſtituere, is tota fe fciat aberra
se via, Id autem hoc fit qui fequituc mode
Corporis anima, Solis fcilicet vel Lune, el
citur five extrabitur medio fpiritus Mercur
mis counitur, quam unionem animz & fp.
titus corpus fcilicet Veneris vel Jovis poi
modum in fe recipit,ac vitam inde accipli
perfe&ionis, atque fic. corpora impetfecta
fui imperfe&ione, ad perfz&iSnem deducu
ti & beneficio,
, Alanus ©
Eimixidus PETER Ihr folk
tvi (en daß auf feinerlen Dina ug
fer Tinctur/oder Medicin maa toe
den gemacht / nur allein auß ur
ferem Erg : das ifi : auß unfi
Confect/ ober almaga : dasiſt / au
unferen Metallen Gold ober Si
ber, und aus ihren Seelen / E
aug unjern Gift: vaeift / Syd
curius. (a) wi
() De
> Dover Edelſt Gab Gottes, —
à Eu ift offenbahr der jenigen Irr⸗
AOthum / die ſich unterſtehen die
Areney zu tingiren bie Metallen auf. den
Thieren ober Erd-⸗Gewaͤchſen herauß zu
iehen. Denn weil das Tingirende / und
das fo tingiret iſt / ſollen einerley Urſprun⸗
Ines und Geſchlechtes ſeyn / unb dieſelben
Metallen/ auf welche der Lapis Philofo-
Ushicus geworffen wird, im aufftragen noch
nvollfommen find’ fo muß auch noibs
Mendig gedachtes Pulver des Steins
feiner Wurtzel oder Urſprunge ein Mercus
ins ſeyn. Deñ wie die Ubung im Buch der
WBarheit im erſten Capitel lebret/ fo iff
Uhey lapis Philoſophicus eine metalliſche
it materia / welche das Weſen und die Sor
jen der Unvollkommen en Metallen ver⸗
Hhret: daß aber ſolche Verwandelung
icht koͤnne geſchehen / als allein durch ftiv
itd. gleichen, ift ſchon vorlaͤngſt von at
um Philoſophis dargethan. Damit ich
‚ner beweifes dab das Queckſilber / wel⸗
T ‚fie fonften Mercurium nennen / die
Mte Materia der Metallen fep/ will ich
Y licher Philoſophorum Sprüche hiebeh
pen:
Denn erftlich ſpricht alfo Die erſte Ir
| Ming über Die Turbam im erften Eap. Sit
ſrwegen auf Betrachtung aller Philo
| borum ver Mersuriug ein Anfang al
| i Metallen.
Eben diefelbe fast auch Fur& hernach *
E UE gv
395
96
And alle metallifcóe Górper find Mare
dick gemachter Mercurius im Bauch i
ſchiedliche Metalla geseuget/bod) ift mg
Und toit bag. Fleiſch auff coagulirtem ob]
gelieferten Blut gezeuget wird : alt
wird auch das Gold auf coagulirte
Mercurio geguget: © |
Eben diefelbe am Cube des apitelet
rius / fo wohl die Keinen als die Unreine
denn ſie ſind auß ihm gezeuget. X"
Auch der Arnoldus fehreibt alfo an d
König inArragonien : Nun aber foll]
wiſſen / daß die Materia aller Metall
and derer Same fep ein gefodyter ui
Erden/ durch die Fochende Wärme / ul
nad) dem Interfcheid des Sulshuris uk
feiner Vielheit werden in Der Erde unti
re Materıa alle Zeit nur eine und im 2X
fen einerley uno find doch nur zufaͤllich
Weiſe unterfeheiden/nemlich megen eir
groffen oder geringen 2lbfochung / die J
Serbrennet/ oder nicht verbrennet ol
wegen Vergleichung: Und in dieſ
kommen alle Philoſophi überein. Und (i
ber Sohn / id) will es Dir noch flárergg
gen. Dennes iſt gemiß/daßlein je
Ding auß⸗oder von dem feg/ barinneg.
folviret wird toovon ich dir ein Exem
will ſetzen: Das Eyß oder der Schnee w
verkehret in Waſſer / vermittelft oer ABA
me : barum iſts zuvor Waſſer geweſe
eb 28 Schnee oder Eiß worden. N
i foci
) : Oder Edelſt Gab GOttes,
Mehr ae ng = Queckfilber
„nersehret 7 Darum find fie auch zuvor
"iQuedfilbtr geroefen. m |
T M Edoardus Kellaus,
T (22) Gomponire derhafben unfern aller-
Xheimſten Stein bon diefen dreyen Stüs
een’ und auf nichts Anders: Denn in an«
gpern Sachen ligt das jenigenicht / fo von
qpielen gefucht reirb. Dieſes Amalgama
Qu er natürliche Compofition, ſo es auff bits
Weißtractirt wird Fan man mit War⸗
ptit fagen/ daß ber Stein nichts ale ein
‚Dingfey. Denn dieſes gange Gompofi«
im ift eine Vermiſchung / deren Preißund
Werth nicht fan gefehäget werben. Das
qut zu fagen/ daß deſſen Preiß fo groß ift/
aß man es nicht gedencken Fan. Denn
it unfer Ertz davon in der Turba ge⸗
ngewird. Wiſſet alle miteinander/ dag
Pine warhafftige Tinckur gemacht wird /
48 von unferm Ertz / das ift zufagen / von
„unter Confection/ bie allein gemacht wird
pn Deubrepen obergeblten Dingen: und
sdenn fehltihnen Das andre Theilunferg
r edlen Steins / und der Stein des an-
„am Grads / Derda genennt wird Der Mi⸗
raliſche Stein.
» Aonmmi Verbum Dirniffum.
"* Socrates fpricht/ in dem Buch
NE Pi Turboͤ⸗
|
|
1
|
1
NE
—
-—
597
598
»PANDORA,
Aurbá:. it Heinsligkeit: unfet
Steing und unfer Arbett / das dj
DET fcitote quod arcanum operis au
| ri fit ex mafculo, & fcemina, mafcuff
lum autem jam in plumbo vobis oftend
foeminam veró in auripigmento vobis nun
cupavi, auripigmentum igitur plömbum fcil
te, hic enim mafculus recepta gaudet foemili
na, eo quod maículo adjuvatur. Mafcu
lusveró à. fcemina tingentem accipit fpirill
tum, Ipfos igitur mixtos vitreo import
vafi, & Etheliæ & aceto terite acerrimo, a.
feptem coquite diebus , & cavete ne arc
num fumiget, & per notes dimittite, Et ll
vu:tis ipſum lutum iuduere, videntes iplun
jam ficcum, aceto imbuite. Jam igiturauß
sipigmenti vim vobis notificavi tol e(t fa
mina quà maximam perficitur arcanum.
| Tarba Philophorum.
Glofarius ſpricht: Das Weil
foloire den Mann / unb der Danid
firiert/das Weib / bie geſchihet eig
Stag: was (ff die Ding? An
wort Kalis ein groffer Pbilofo
phus /daß es anders nicht ſey 20m
|
om
|
h
| Cet Edelſt Gab Gottes.
der vier Element Zuſammenfuͤ⸗
Bed und beiffet ein Ding / wann
liber Dietall Subflang / unb des
unzertheilich/ baf fic) eins von bem
andern nicht fcheiden mog/alfo/ daß
iiis, umb Das ander fep. fir / unb
nd
erwiederum des legten; wann cis
es fir ſey daß das ander aud) ſey
Als bae Corpus.
5 Uatuor funt principalia lapidis we
tp pu fcilicet, folvere , abluere;
»Ibnjungere & figere. Solvere ,— e(t corpora
ividere & materiam facere, Abluere cft
humare, diftillare, afcendere, defcendere,
jonjungere, eft imprzgnare, dealbare & ru-
ficare. Figere vero, ck fermentare & de-
Wonfare, Selutio convertit Lapidem in
. imam fuam naturam, it.eft, fuam aquam;
lutio inaérem : Conjundio in ignem:
e in terram fpiritualem & tingentem.
| Scala Phulofophorum.
M Die lolutio iſt fuͤnfffaͤltig / nemlich
yb. Haupt-Solution; bie Solution der
"Krmenten; bie Philofophifche folutioa;
D Solution des (Serment8 / Die Solution
| Steins und Elixirs. |
pa 1. Die
Waſſers Subftang bereit werden
ines fepe ein Geiſt: Dasifi / Vola-
599
éco
» . PANDOR A;
1.Die Haupt-Solution /ift eine redu&ioi
des unvollfommenen corporis in. einen li
quorem oder Chaos. diu |
2. DieSolution der Elementen, ift eine Se
paration oder Abſonderung von feiner
Chaos durch die Deftillatıon in bte Eile
ments nemlich/ in Mereurium / Sulphu
und Sal’ ober in Geiſt / Seel und Leib
oderin Waſſer / euer (oder Del un)Erver
3. Die Philofophifche Solution / ift ei
Slufféfung des Manns und des Weibt
zugleich in der Faͤulung. ^.
4. Die Solution des Ferments / ift eit
redu&ion oder Widerbringung der lumi
pum Schwefel / entweder in meife od
rothe Oel.
5. Die letztere / ift eine Solution obi
Aufloͤſung des Steins / und beederley(
lixir dieſelben augmenticen in ihrer Kraf
und Wuͤrckung. »
Incertus,
(cec) Alphidius enim ait: Cum folv
mus, fine temporis intervallo calcinam
fublimamus & componimus: & inter SH
lutionem & Compofitionem corporis & fpi
ritus, non intervenit fpatium temporis,
Conceptio & defponfatio fit in putredi
in fundo vafis ; Putrefa&ío fit igne lenti
mo fimi calidi & humidi, & ncquaqudf
^^. ita quod nihil jafcendat. Quia fi 2
^. fieret feparatio rerum, 1 |
| Ober Edelſt Gab Gottes.
fieri! non debet donec mafculus & foemiria
fat pe'fe&é conjandi, & unum recipe
iliud : cujusfignum eft, in füperficie per-
U/fe&s folutio feu denigratio, quz eft tin&u-
Ura, & ideo fervanda eít, |
Roſarium.
I) (ccec) Combare in aqua : lava in igne:
(rotam opus ftat infolutione, cum fada
eſt folutio Lapidis, tunc dicitur unum ele-
(mentum, nempeaqua. Cum corpus e& im-
mundum, dicitur fecundum elementum,nem -
[beterra, Cum terra ef calcinata, dicitur
!guis, & cum folutus ignis, dicitur aer.
) Rofarium.
| («cccc) Scias pro vero, quod nunquam
Philofophi intellexerunt, quod lapis nofter
Mivideretur inquatuor elementa feparatim,
it faciunt ftulti Alchimiſtæ.
| Ludus Puerorum.
(cceeccc) Won dem dritten und unreis
ren Theil der erften Materi aber bat Gott
hafft gemacht: underfilich das Feuer / fo
n Tugend den andern vorgehetz fo er im
Lit Höhe unter den Mond gefeket. Es
„at Feine corruption, fondern den reinern
a til von Der quinta effentia in ſich. Tach
, i tefem bat erdie fubtile $ufft gemacht/und
on der quinta cffentie auch darein / nicht
| Pps aber
m Anfang die Element mit ihrer Eigen⸗
‚608
$602
,
-abtr fo viel als in bad Feuer geſetzt / dent
de iſt proprie trucken / appropriate kalt
Waſſer / das Waſſer wircket in die Luff
PANDOR A,
Ach dieſer hat das fichtbarliche Elemen
ceB Waſſers gefolget/ welches fo vielvor
oem fünffren Weſen hat / als es deffen bei
yarff: und uff das Waſſer endlich die Er
de: folches aber alles und bie gange Ne
zur / Die ich die erfte Greatur bin / bate
meinem Augenblickgefchaffen. Die Erd
bat er dick und finfter/ Doch fruchtbar / ge
macht’ und hält fiedasmenigfte Theil vot
pem fünfften Weſen in ſich. Anfänglid
ſeyn auch die Cfementa nur fehlecht uni
fimplicia in ihren Sphzris geftanden. Alf
ift proprie die Lufft und eigentlich nu
feucht ; appropriate aber hilfft ıhr Dai
(euer: Das Waſſer ift proprie Faft / ap
p:opriate aber feuchte / weiche Feuchtig
Feit e8 son Der Lufft entnimmet: Die GI
und nimmete die Kälte von Dem XGal
fer : gegen. ihrer groffen Irunderhel
aber naher fie zu Dein Feuer, Das Feue
aber tft Das fürnehmite Element / gibt
das Lebens und durch feine Waͤrme ver
urfachet e8 das wachfen. Nun muß id
bir auch fagen / daß kein Element ift / ft
nicht in das andere wircke / al(o daß einer
wirckend / das ander leidendfen : als da
euer toircfet indie Lufft / die £ufft in de
unb Grbe/ wenn das Geuer die Wirckum
erregeb Die Erde ift ein Mutter und E
nap"e.
Oder Edelſt Gab GOttes
nährerinaller Ding. Alles mas unter dem
Himmel in die Feulung gehen mag / unb
ibr die Wärme obn unterlaß in ihren
Bauch gibt/ das ernähretfie nach der Ges
hurth. So viel Macht bat mir GOtt
hegeben/daß ich die vier Element wiederum
uruͤck bringe in das fünffte Weſen / welches
nan alsdann die erſte Materi nennet / fo
im einem jeden Element generice vermiſchet
Mtrdurch meine Kunſt reducire ich/ babero
jenerationes ent(ieben / und fepn Dit fpecies
der Seftalten 7 fo herwieder gebracht
/gtrbrm / in der reducirten maffa begriffen.
Derowegen / ba ihm einer fihon die Ms
Venehmen /- und fid) eben hart peinigen
Holte, die Elementa alfo zu reduciren / der
Dirp fie gemißlich ohne mich in primam ma-
Utram mit bringen : Denn allein in mir ift
Nr transmuriren / mer anders Davon hält;
rbetrieget fich. Denn du wuͤrdeſt einer
ubſtantz nimmermehr ihre eigene influeng
eignen / noch die Elementa proportioni-
J ober in eine formam , wie es die Mate-
1 erforbert / zu geben wiſſen.
t (ec cc ecc) Ich fragte noch / Herr /
nen Diefe Frucht nicht auch in andern
aſſern gefocht werden ? oder wird doch
evas bingugeftbt: Er antwortet: Es ift
tano
tie Macht bie Clement und ihre geftaltem.
Waſſerſtein der Weiſen
tr dieſes einige Waſſer/ welches in dieſem
‚603
604
ander Waſſer Die poros Diefeg apffels durch“
Gran Bluts/ und ein jedweder Oran y N
vn
PANDORA; |
£anb ober Jnſel nutz ſey: Es Fan aud) kein
bringen/ ai Diefes / unb foit wiſſen / bo
der Sonnenbaum auch auf biefem paf
fer gewachfen fepe) welches auß den Citrar
[cn oer Sonnen oder Mondes durch Krafft
deß Magneten gezogen worden : Daul
um haben fie untereinander ein groffe
Gleichſtimmigkeit: aber wann etwas fremb⸗
des darzu gethan wuͤrde fo koͤnte
das nicht enden / was es für fid) ſelbſtey
thut / derentwegen ſoll man es fuͤr ſich |
felbften laffen/ und nichts bargutbun / ale
dieſen Apffel/ bann nach der Kochung il
e8 cín unfterbliche Frucht welche Lebe
und Blut bat/fintemal das Blut wuͤrcket
daß alle unfruchtbare Bäume Fruͤchte
tragen eben ſolcher tatur / wie der Apffel
Ich fragte weiter / Herr wird dieſes Waſſe
auch auff andere Weiſe geſchoͤpffet / oder Eat].
mans allenthalben haben? Er aber ſprach
Es iſt an allen Orthen / und Fan nieman
ohne daſſelb Leben / es wird auff wunder
fame Weiſe geſchoͤpffet / aber bag iſt darf
beſte / welches durch Krafft unſers Stahl N
außgezogen wird / ben manin Dem Baud
des Arietis oder widersfindet. Ich ſagte
worzu iff es nutz / er antwortet 60r HR
buͤhrlicher Kochung iſt es das hoͤchſte ift]
aber nach bequemer Kochung iſt es Die hoͤch
fie Medicin / und gibt neun und zwantz
I
FI
Oder Edelſt Gab GOttes.
Dir acht hundert vier und ſechtzig Fruͤchte
yerrach aufftaufend/ uno zehen tauſend / ic.
rhoͤhet werden.
Michael Sendivogius.
Die natuͤrlich Sol / darzu dag
Mercurialiſch Waſſer die je) jv
Fammengefügt / machen Dir alle
Frine oder ergine Dina zu wahren /
fauteren/ puren Gold’ das da ewig
eſtehet / welches nicht verwandlet
foit; fo es (chon tauſent mahl ae
diremit wird / diß ME 4 bu
pn Roinde hoc fpiritu medicus uri.cupi-
ens , in primis cognolcat quibusnam
inveniat morbis , & quorſum ordinatus fit
turaliter in medicinis, Poftremo veroMercu-
M fpiritus, cum nullam determinatam aut
Am rtam formam habeat , precedentibus aliis
manibus , ut cera figillo fubjicitur omni :
nim fpiritum in fe quemcunque recipit , ut
| quum
«di
606
(quz femina hoc opere fixa manet ac incoj
PANDOR A; -
quum folis ipfi fpiritus imprimitur, in flet
tranfıt ; fi Lunz , in lónam; fic de reliquis.
naturam ejus iaduit, cujis fpiritum ample
Gitur metall, Comparatur itaque juxta cof
pus ad alios fpiritus di&os, non aliter quan
ad virum fua femina, non corporali mixtio
ne , fed quum fpiritus e?u&us fuerit ex fui
metallo, acin Mercurium poft przparationer
projedtus, tum demum íaam transmuratig
nem exhibet. Non fecus mortua metalli fi
mina tanquam incultus ager vel terta, (1 ma
ceretur vel aratro philofophico vivificetu
rupta ) corporali fptritu dito per ignis gra
dus uniturin iftius naturam atque fabíftantiam
& hic cum mortuo metalli corpore: quo
quidem cum craffo Mercarii fpiritu minim
fieri potet, Et fi corpus dolis Mercurius wd
argentum vivum exiftat, ac fixum , nihilomi
nuscommunis Mercurius non fixus adliuc
neque mortificatas etam non tefirrexit, Nat
tefurre&io metallorum , eit immortificabil
reg*neratio , mediumque per quod ejusmoc
tiadturz promoventur ad fui generationem
Qua propter cum corporibus mortuis uni
non potett in fixarionzm, at folum cum ex
tractis fpiritibus, uti corporalibus didis; qv
metaliis fabjiciunrar non alıter qaam commu
nis Me:catius fpirttibus metallicis omnibut
Spiritus eaim craffus Mercurii, tinéturat
banc in fubftantia minime generát, non ma
gis quam coacubina legitimos fcetrs, I
pir Gerarans Dorreu
Gat]
|
Ode Edelſt Gab Gottes.
N cov ebers c
v "tbt : s der verborgen Geiſt ift
j bem Bauch feines corporis, der;
felbig Gift it unfer Waffer / und
unfer Atgen tum Vivum unſerF euer/
nd wird geheiſſen unfer Feuer /
und der Geiftzeucht an fid) ven ver;
» zorgen Geiſt / und das Del zeucht
an fid) bas verborgen oleom/ alſo
das Waſſer ein ſtarcker Geiſt / und
auch warhafft / unb zeucht an
ich den heimlichen Geiſt von dem
| jorpore ‚und Diefes corporis ſolt du
[
a in wenig unter die Miſchungthun /
» wirdes ein Waſſer materız/ web
(s Waſſer in der Kunſt vaft nuͤtz⸗
vb iit / wiewohl daß es nicht gang
reject ift : bann cé kommet von
einen Geld darvon es auf wird
im M en’ unb (ft ſcharpff und hart,
Sitterfeit ift noc nicht gewiß : aber
à „de bringet ein Widermahung von
| 2 Ovni Dingen’ darvon
außgezogen wird / Darum Die
ruteria beifiec oie Nothdurfft / und
, t dico) baé Feuer jozergehet Die Ma—⸗
2 und das zerfioret und tooct
"
l
| qu
N
|
d Waſſer /
" T
z 6: Fr |
60%
Waſſer / Leichnam unb machet fi
da iſt ein Stein und iftauchfeinha
gemacht: bann die natur wird, ,
(0
b ,
PANDORA, |
wieder lebendig / unb fuͤget fie toic
der yufammen / das tbut c& nid)
wann es fchlecht Waſſer ift / aud
fanfi du fein ſtandhafftig Corp
machen / babet dann den Geiſt / all
ich andem Anfang gefihrieben / d
Y
—
Stein / ſondern iſt außgezogen v0
den Steinen. Du muſt aber
Natur aug bera. Grunde oder auf
der tieffe des Leichnams außer woͤ
len / denn die Natur uͤberwinden
und wird eingeflantzet daß aug
gleichen gleiches wird geſtaltet ul
freuet / und geſellet fid zu fein
Naturen / uno die Xínctur wi)
anderft nicht wann von bem Dind
und it ein Tinctur oder cine 2full
werffung- (c) P
(c) GOlus (Geber Arabs aliquo ordine atg]
methode hanc artem tradidiffe videt];
fed, ut ipfe fatetur capite ultimo fuz fumt]|
perfe&ionis , ubi magis aperte locutus ef
magis artem fuam occaltavit : plura eti
fophittica & inutilia veris & utilibus 4 uf,
q
Oder Edelſt Gab Gottes,
Qt ex divitibus pauperes evaferínt , & ex ho-
Weftis viris turpes habiti fint, Quod & iif.
Gaflon Claveus,
P. (ee) Rofarius , egiff ein Stein, und iſt
Pin Stein / er iſt ber Stein des Adlers /
auß man redet’ da Arrius pon redet / und
Fein bekannter tein ín welches Bauch
Fein Stein, und manner bewogen wird/
E man ihnlüffte oder auflfdfer,fp Fommt
lirfár fein S'Gaffer , welches da war kogs
gulirtim ibm / alfo ift Der tein ein außge-
gener. Geiſt / von unferm ungerftörfichen
ichnam haltende den Mercurius, Dag iſt
Ai fefte €roe mit 2luffentpatt der gatur
I8 ift ja Teutſch gereve.
1 Stein Clg bain feinem Hauch ift/
d fleiget mit bem Waſſer über ben Dat
D Wird von einander gefcheiden / unb
tch natürliche Warm wieder sufammen
‚bunden/ unb zu Hauff geſetzt und wird
0 foi , Oif / und Seichnam/
t der König Alexander beseuget. day
oa i Gloria Mund;,
Es iff die natur / die hat das aff
4 zumahl
b
T
11
|
|
T quam plerique ex iilius libris meiamorphos
in expe&tsbant in fefe ipfis experti funt : ita
Sem accidiffe video , qui aliorum fcripta nul-
s tationibus fulta, fed per manus tradita, -
Xperiendo miferi. à mendici confpiciuntur,
Braces Pamphilos , merck wol ) denn es iſt
699
áto
^^. & fic natura facit de corpore fpiritum, &
"s ja ON
PANDORA,-.-7
zumahl in ihm / unb tibergebet affe
Element. — Auch ift oie Natur ve d
borgen indem Leihnam/und wann
die Natur zu einem Corpus wird
oder kommet / alfo/ daß die Natur
gang leiden ift/ und feibet / und cin
acbt/ und zeuhet feines gleichen au
ibn/1c. C£. | :
(f) N Atura in metallis creandis & formam
dis habet quandam fubftantiam ve
materiam , videlicet argentum vivum & full
phur ; ut eft di&um: ex qua materia fact
naturaliter exire in mineris illam fümofan
ſubſtantiam, feu materiam fubtilem, quz pol
flea artificio ipfius naturz , ut et dicum
convertitur in metallum. Illa vero prim
materia à qua fumofa prædicta materia ge
neratur & exit, efl quoddam corpus ; & il |
la fumofa ab ea generata eft quidam fpiri ; i
i |
facit afcendere à terra in coelum , id eft regii
corporalem facitfpiritualem. Et quia poflcl,
hanc materiam fpiritualem natura convertitilf.
metallum , ut eft di&um , tunc facit de {pie
corpus : & fic facit delcendere de ccelo in te N
ram, id eft remfpiriualem facit corporalem M
fuis operationibus & a&ionibus, In omnibff
autem iftis operationibusvere non poſſumus
n
i
u
proptie ipfam naturam fequi fed per quant
fimilitudigem ipfam fequi tensmur in - |
i; j E
4 |
I
T'tionibus iius ſcientiæ quod magis proprie
P faciendum. Incertus, —
ANS }
| Das Rep/oder Ding su
füblimiren.
e
[IIS groß als ein Hafelnuß, und le
ohl / unb treibe ihm mit dem wi⸗
At ſo ſtarck / fo gibt es in dem
Fublimiren ein rothen Spiticus in
#5 ober Glaͤßlein oder Guͤtterlin /
Tfi demſelben fo nimm ben quin«
Enellentiam/und behalt ben/ fo
Iu ben. König darvony/ den Koͤ⸗
A zerreib alfo warsn,und leg ihn
hi: der in dein Aludel / und arbeit.
Meltz und reibs ab ind ſcheid
darzu gehört. Jtem bag roth
E Mq: auf
| | Oder Ed elſt Gab Gottes.
f prout expedit arti noflrz, hoc eit attentiug "
| Stem nimm fein ein halb Pfund
Aludel / darauff ein U
En wie vor/bann nimm dieferes/ —
6n
fia
auf roth. Auf Roth gehoͤrt eu
=
PANDORA;
turnus unb Mars/ auf das uU
gehört SDenué. unb Jupiter / da
Weiß auf Weiß. (3) —
#
) (x oO nimm btrobalben bas Sulphur
t 3 iisiotopborom / toelches in der
Ordnung das andere Principium ift / und
mit den fpirita Mercurii außgegogen wird
den geuß auff den weiſſen Leib Des SOT
nigs/ digerirs einen Monat in einem fined
den Balnco, darnach figirá in Der Aſchen
and letzlich Durch den Sand/ bif bir ein fi)
braun Pulver erfcheine/ alsdann fd)mel:
ét e$ miteinem guten Fluß⸗ Pulver / aug.
Saturnus gemacht / fo wird es wieden
ganggefehmadigrund ſchoͤn Gold / als zu
Zor / an Jarb und Krafft nicht zu tadeln.
Baſilius Falentinus, AM»
(gg) Vid. Mineralogia fopr. Citat. unldı
zwar die achte Anmerckung fiber da
(efie Capitel des Andern &beiló. — qr
m"
Res / oder Dinge |
Item das Ding empfähet DAT,
Liecht das wird gctobet dreiffüh,
Tag, in dem Leib des Crbreiy
nimmt es das Leben / und I
ich
n"
!
2
| |
er
Tag, und dann ſo ſcheidet es
a:
j }
] "
j
N
I fogehen bie Elementen voneinan-
poen. |
Rid SPAM |
i D Ber dieſer Mereurius hat in fich alle
Metallen’ er ift Mannund Weib /
t'ifl cin Menftruum Hermaphroditicum,
"bba$ ift/ ein ſolches Ding / ba man nicht
wiſſen kan / ob e$ ein Mann ober Weib
Biey/ die Ehe ober Heurath wird in dem
Loͤrper und der Seelgemacht/ welche Sus
Dammenfügung und Dermifchung / ich
Beine Bhilofophifche folutionem und putre-
Madionem nenne. Das Erdreich mird
ron feinem Geift aufgelöft/ welches in fol-
enden Satz ⸗Stuͤcken abzunehmen.
V Der Córper foll in ber Mitte des allers
ibubtile(tem £uffts/ wie auch durch feine ei⸗
Bene Wärme und Feuchte foloirt mer-
Den. Alda die Seele / als mitlere Na⸗
ar in fchwarger Farb / allenthalben im
angen Gap oen Vorzug bat ; _ welche
Wöchmärse der Natur die alten Philoſo⸗
das Rabenhaupt / oder die ſchwartze
Donne geheiſſen.
Marflius Ficinus,
© (bh) Drdne derohalben big Waſſer im
t Gefehirv/ fo zur putrefa&ion bequem
er melches du aufs befte vermachen fol-
1; wanns gefchehen / fo verfabre in Bal.
IN o$u putreGcire/mit mittelmaͤſſiger Waͤr⸗
; 2143 me
i U
I In
; WES
l
J
|
i
Oder Edelſt Gab Gottes.
68
$i
me / biß Dit Tag der Putrefsäion erfundet
I PANDORA -—
wirft haben welche bag caput corvi ode
Rabenhaupt genennet wird / fo vermehr
ein wenig Des Feuers grad, bif alle Sat
hen / wie zuvor fehon gemeldet worden
erfchienen feyn und die Weiſe wirſt fe
ben anfangen. d sw
| Samuel Norton
(hhb) Vafe enim firmiter claufo,conve
tir humiditas fuper corpus, & folvit ipfun
in menfe philofophoram. Menfis vcro ille
rum fecundum quofdam funttres dies & tre
no&es, Etquidam per decem diss dicunt
& aliiper 4o. dies in circa : & ali etiar
quinque illis addunt. s
| Laurentius Ventura
Tem e foirb gebohren eit
Schlang / und iſt figirenober heff
ten / das das fluͤchtig iſt. ) — -
Q fon ſolches mercken wir auch €
C oieſen Mercurio univerfali, welcht
in feiner micera ernährtsund allegeit wied
erneuret wird / alſo Daß wann erauf toa
Weiß e$ wolle / extrahirt wird/ er Doch fl
fig8 wieder in einer folchen orm waͤch
fet/ in welcher er zuvor gemwefen/ und Wi
hin er auch wird geworffen werden’ roti
man doch de ſſen feinen ange Date Hi |
i habt
Oder Edelſt Gab Gottes
haben. Nicht daß ich fage/ daß ſolcher
(ug der Erden / (befür komme) ge
nerirt voerbe/ fondern in der Erden / durch
deren alle Theil er Ereicht / und durch bie
multiplication und vegetation (tetas fich
ufbreitet. Welches auch die Alten durch
ie Schlange haben mollen zuverffehen
Heben / von welcher Moyſes fagt/ daß fie
fen Staub naͤhre. Und diefes iſts mas
ie Cabaliſten bewegt / daß fie ſolchen
hen Fuͤrſten ber Gräber genennet / weiln
Medi liegenden Coͤrper verzehrt und aufs
Wri/ / wann er ſelbige indie Erden vere
ehit; nicht zwar / daß bie todten corpera
‚der bie Erde feiner Nahrung ſeyn / ſon⸗
“en daß ſolche nur fein Sitz und Woh—
Mähret wird. Diefer Dre iſts / da er be-
egt/ verkehrt, und ohne Aufbören forta
jeſſend wird Davon Medea den Jafonem
Finnert/ wann fie (agt/ (in epitolis Heroi-
[um Ovidii) ,
Schau / wie rauſcht daher der
Schuppen wilde Drach /
N
(p ^^ wnbligetavf der Wach.
Welchen Verß der Authoralfo auß⸗
| M gefpröchen:
Schau wieder bart befchupt/ und
ſttoltʒ und wilde Drach /
i Bu 2 q 4 ‚mie
IN una,
D.
auf der &rben Friecbe/ und fid) von de⸗
ung waͤre / woſelbſten er geſpeiſſet und ers:
Zſiſht / kreichet krumgebuͤckt /
n
616
Mit Augen und Gehoͤr / (fct
PAND ORA, 7075)
. liegetauf der Wach /
Und nimmer nicht entſchlaͤfft dei
weite Rachen fpeyet/ /
Stets Rauch und $lammen
auß / die Angel⸗Zunge draͤuet/
Die krum̃en Zähne auch / er ſchlep
den Schwanz daher /
Ziſcht / kriechet weitbekreiſt
bald lang bald indie quer.
M
|
l
N
‘
j
|
|
|
i:
Ich habe dieſe beede Betrachtungei
berbey führen wollen / nicht allein da
ich beweiſſe toit man ſolchem Mercurli
nachforfchenfolle/ fondern auch var idi
beftetiges bafi bag jenige / was ein fxibill.
in fic) bált/nicbt8 anberft (ep/ als Diehl,
lebmachende Elſentz / welches tvo fie aud.
ebührliche Weiß figiret worden / das
en in allen. Coͤrpern / in welche fie einge
het / lange Zeit erbált/ indem fie mit ibo
Reinigkeit / Die excrementa hinweg treibel|,
unb die unvollfommenen Ding mit fell),
perfe&ion vollbringet. Die andere Cnt,
Urſachen / der fo wohl natürlichen alt k
Funftreichen Siyatieny — ift bie Stetigke
und rbaltung/ weichegefchehen / / vermi
telftder Tinctur / die der Mercurius bull],
—
i
tu
diefe Siration überfommet. E
| — femene u
(i) Figere ober figiren iſt wann du de
) Fig figiren ift (it
J
Muͤchtig wiederum fir machft / auff bag ſol⸗
hes nicht mehr in der Sublimation auf⸗
Steige’ ſondern beſtaͤndig am Boden beg
Sa bleiber und qud) in bem eut Ww
dicit mehr hinfliege, |
U Solvere ift, zertheilen / corrumpiren os
Der gerbrechen das corpus Darauf sumachen
‚Forpus in ein X7. fo(pirc(t. i:
T], Abluere obtr abwaſchen⸗ iſt feucht ma.
hen diſtilliren und ealciniren :
TQ Reducere iſt / mann du einem trucknen
Waſſer und fein aufgesogene
Dlement wiederum gu trincten gibit.
ID itt. sufámmengefüot iſt wieder ſolvirſt
MD coagulirſt mit dem erfien Werck:
emlich mit dem foloiren wird die Natur
| ehrt/ nemlich in Nz/ mit dem
Werck unferer Kunſt wird die
et außwendig / mit Dem brite
Jtatur aber verkehrt, nemlich
nern Stein fublimirft. Mit
| schen wird Die Natur unter-
fib verkehrt, daß die Materi unferg
Woteiné alle bleib im Boden des Glaß/
gb nichts fluͤchtigs mehr aufjteigt/ font
Fralles fix bfeiß : fo baftu bann mit Dite
3 bier fürnemften Wercken unſern
fein ober Werck der Natur vollendet.
[X * Rarmundus Lullus.
Qq3 ‚Sot
| Oder Edeiſt Gib GOttes.
J| Figere oberfigien ift / daß bu bad -
6i
618
, quantum diffolutio expofeitimbibendo. — |
P A N D © R A vo? vx
Sol trincket Mer cur ium / ſucheſt du btt
Die Hige des Holdes/ aiebeft du das⸗
fo giebet das Gold braun roth
Loͤwen. i37 ( 4
(k) E Unde ergo aquam fuper terram fuam,
& permifce conterendo ftatim, pau-
latim imbibendo ». hebdomadatim deco-
quendo, & poftesleniter calcinando, quouse
que terra bibat de fra aqua quinquagefi-
mam fui partem, Scias quod terram opor*
tear nutriri, primo modicé aqua fua, & poli
ftea majori, ficut eft videre de infantis edus
catione. Idcirco multoties contere terram;
& paulatim imbibe eam de oGo in oGo dies
bus: decoque, & poftea mediocriter ca
cina in igne. Ne tedeat te opus mutet
reiterare : quia terra frudum non gen h
absque frequenti irrigatione. , Unde cum
aridum fit & multum fitiens, bibit füum
humidum & aqueum , & trituratio non el "N
bona, donec terra & aqua fiant unum & i:
dem corpus. Ergo non fufpendas manum
tuamätrituratione & affatione , donec tetra
fit ficca & alba: quz albedo generatur ex
tali frequenti & ficca trituratione & affatio-
ne, Caveastamen ne imbibas terram
paulatim, & cum longa contritione, poft fic d
cationem terrz: tantum. decoque a odi nh
d
|
|
f ;
Avicenna U
(kk) Den
É (Dort Edelſt ab GOttes.
(kk) Denjelben Schwefel folt ou ber
aer auffófen in feinem eigenen Blu⸗
e / darauß er zuvor. mit feiner Fixigkeit
elbſten gemacht ift/ nach feinem Gewichte
im fechiten Schläffel angezogen fo haft
iu benrotben Loͤwen mit dem Blute des
ruͤnen Loͤwen gefpeifet und aufgelöfet/
‚aan dag fire Blur des rothen Zómené
ft gemacht auß dem unfixen Blut des grüs
End das unfire Blut macht auch flüch»
g wiederum dag Fire/und das fire macht
Itgegẽ hinwiederum beftändig das Fluͤch⸗
Tge/ toit c$ für feiner Auflöfung gefunden
orden / laß dann zufammen in gelinder
|
Kon firn Schwefel mit den unfiren ges
Jeiſet / wie alle Philoſophi ſagen neben mir.
Bafılıns Valentinus.
h Item zeuhe "auß den quintam
entiam auß dem Reß / oder Ding/
Im erſten das Ding und mache
Ab ift ; bann nimme diſtillierten
Jig des allerbeften, und lege das
Alver darein / das laß alfo lang
Ley
Lon Loͤwens / barum find fie einer Natur /
Bärme fteben/bif ver Schwefelalle aufge
fL worden / ſo haſt bu das ander Fermamt/ —-
beum von Ref, von Ding.
id des Weiß iſt allo. Nimme zu
28 zu Pulver / das unbegreiffent⸗
darinn
=
/
—
‚629
thu es in ein reines Glaß / undnii |
barinn liegen, big baf cs fid) T
in ein rotbe Farb / dann fo — acu
es gar fauberlid) und fittlid) at
dann ben andern gebiftillirten. €f
fig und geuß ihn auch daruͤber / un
ſetz ihn auff ein ſaͤnfft Feur / bi
daß fid) der Eſſig farbt/ dag
alfo [ang bif daß er nit mehr far
bet/ dann nimme die Eſſig bic alf
gefarbet ſind / und tbu fiein ein Guy
curbit / und diftillier eg per Y^
cum auf einem Defelein/ fo
zum erſten der Eſſig / darnach ^ f |
beit bu ein erfährelich 2Bunba
daß durch den Schnabel des Alen
bis wirſt dufehen faufenb Aede
lein von der Benedicten oder geil ;
neten Röthe/ bie ba abgebeno d ,
durch rotb Tropffen. (1)
(I) 6 ift ein toarbafftig Ding/ de
wenn eine irrdifche Materi foit In
euer toerben/ fo iſts vonnoͤthen daß |
ſubtilirt / ragen und einfach gemad
werde. Alſo wird unfer Compo Fi
dünne und fubtil gemacht auf kh.
Weiſe / daß das Feuer in bemfelben f
ſche / und dieſe Sublimation uno Zubent
| d
Wr
HÀ.
3
—
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ERI ILE => -
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eg Ios
—
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— —
—
—
—
—
|
Oder Eod (t Gab Gottes.
ing der Erden wird gemacht mit fubtie
m und vortrefflich feharfien und fauern
Baffern bie Feine Geſtaͤnck oder übele
zumma / daß es Das Waſſer fep von un:
"m ſublimirten und in Die Natur des
uers gebrachten argento vivo, unfer
m Namen des Weineſſigs / Saltzes / A⸗
unb vielen andern febr ſauren Saͤff⸗
und andern vergleichen Sachen / fo
3 anhero verſchwiegen und bedeckt ver⸗
Jeben. Durch welches Waſſer die Coͤr⸗
Wr fubtifirt/ und in ihre erſte / und des
Iteins nächfte Materi ober des Elixirs
ar Phılofophen gebracht worden.
Y ednonymi Verbum Dimiſſum-
al) Derowegen ſo iſt dißMercurial · Waſ⸗
nichts anders / als der Geiſt der Coͤrper /
Iwandelt in die Natur des fuͤnfften
been / welches die Krafft dem Stein
Bit und denfelben gubernirt/ und der
ein oder unfer Compofitum ift Die be⸗
tende Sutter unb der bequeme Dit
Iſchen die Mutter der Erden over das
fühle Der tatur; welches anfich báft die
Umirende Krafft des Steins/ darein die
Mörliche Wärme getban wird / welche
JE Formirende Krafft ift/ fo auf dem
fälle kommt / durch den Gieift des, fünf
Weſens. Dannendero beiff es die
rende Mutter / welche dem RAN
OB €
jeruch haben/ wie Geber faget/ in feiner
SER
U u TU Sn wu c m dla Zu u 08 2 ZU un zn = en Ua el # Le Ge
— fe mehr fie fliehen/ j je mehr. werden fie ver
wandelt und verändert in der Behaltum
von ihrer Verderblichkeit unb Unvollk om
menheit / welche es auch ſeyn möge / um
- balten.
fapientiz, & qui fideliter laborant in hac at
"PANDO R-A, | !
die natürliche Kraft imittbeifet/ und b
felbe fpeifet und naͤhtet. Dieſer nun i
unfer Compofitum in Diefem natürliche!
Gefaͤß in welchen die Gieifler von eine
Pratur zur andern vermanoe(t - werden
dieſes Gefaͤſſes und- ferner abgefonder
nähern fid) mehr zu bem Ende der Neinig |
fcit und Vollkommenheit /fo lange bi f
die Crfüllung des fünften Weſens (i
Anonymi Verbum. Di |
a
(I) Querikur, Qualiter ifla medicinaalb
vcl rubea multiplicatur, Rec, Tibi dixi pa
tec fan&e verbo, Er ideo non dicam fcripte)
dixi enim tibi pater, quod nullus philofopho
rum fuit aufus revelare, Ideo obfecro tua
fan&itatem , & adjuro ne revelesea nifi Ali
te, Per puttefa&ionem augmentatur Lap
Philofophorum, & per frequentem reiten
tionem, Hocfcitoamice — |
«drnoldus de Villa Nova, 1
Gleich als des Menſchen Sl 1 |]
dieſelben gebenedict feuchte behalten |
in cm elag / wann du Das haſt
id. | |
(Doer Edelſt Gab GOttes.
0 bafi bu ein Ding/ daß ver Schatz
der Welt ihm nicht gleicben mas.
Sihe des groffen Wunders das ge
Mrenbaret it dir ſolche groſſe Sup
igfeit von dem Res / oder Ding/
ſe da roth iſt von Der quinta effen-
ja ( m) 2S Los
——
—*
Dde Waſſer / ohne welches nichts
emacht wird; Denn ſeine Krafft iſt ein
eiſtliches Blut / das ſich mit dem Leibe
"teinige£ / und ihn in einen Geift verfehs
IE 4 durch die Vermiſchung / die miteins
aber gefchicht / und menn fie in eina ges
acht worden, vermandelnfie fid) eine in
138 andere ; Denn ver- Leib madjet ben
min Leib in einen Geiſt / tiogiret und färbee
tin wie Blut. Te
2s Nicolaus Flamellss,
Die iſt alfo ſuͤß alg der Ho⸗
Ig / und mag ihr nicht gleichen.
ch fage dir inder Siebe Gottes / des
Renichen Natur magnit begreifen
ze gar fofibarlien Ding quintæ
I&entie Res / als zuvor gefagt ift/
10
aub mir fuͤrwahr / Daß in der Jia»
ie tur
llaye Er Mercurius das ift dag bleibens
heit leiblich und der Ocift verwandelt
Xa
624
— funben wird/ mer zu auß/ id
.fentiam Res/ alsich gefagt Bab. (n
PANDORA, I5 VE
tut nie heimlichers geweſen ift / ode
fag allen Menfchen die da gelabe
tíret und gearbeitet haben / da,
bit (piritus minerales ? dag ifl / di
Ergäaderlichen Seift gefublimert bc
ben modten nie finden quintam e
(yy ber Seift vermittelt der St
le vereiniget unb verbindet fh
mit bem Leibe / unb verfebret fich mit ibl
in Die arbe des Ferments und wird di
ihnen ein Ding. Diefes fälle Elixir / w
Avicenna fagt / das fid) mit feiner eigen
Tin&ur tingiret / tauchet fid) unter ung
verſencket fid in feinem Del/ unb figi
(id mit feinem Kalck / deffen Wafler yg
befunden haben ganó / wie das Dueckfil
ift unferden Mineralien: Und fein Oeln
der Schwefel oder Arfenicum if, —
Nicolaus Flamell
Sprech ich dir zu taufent mal
(n / das ift die Heimlichk
aller Heimligkeit / fo möcht ih If
balber nit gejagen / die Halbe Heu
lichkeit / es beilet ale Wund
bald, und fein Tugend (ff ungerfta]
lich und darab ſich zu DUAE |
|
|^ Doer Edelſt Gab Gottes.
und iſt ſehr nutzlich und bedarff 40.
Tag zu fiehen in den Glaß zu pu»
!teificieren / oder zu faulen / [o wird
es Heiligkeit/ und ift ein groß Wun⸗
‚der / das von dem Res fo groſſe
js dir geoffenbahret bab. (o)
: (o Sede aber ; daß dag Ferment ift
|. "*'pd8 fire Waſſer + welches den
Stein färber und tingiret 7 denſelben
lebendig machetzumbfähet und halt: Dar⸗
um fagt Maria: Der fire tib ift von der
Materie Des Sarurni welcher Da begreiffet
bote Kochung oder Scheidung der Ti&urett
r ver Weifen/ ohne welchen fixen Leib Diefeg
«u Seheimnüß nicht zum efc& fommt /bißfo
ange bie Sonne und der Mond jufams
nen in einen Leib vereiniget erben. Denn
Jd Kunftftück diefer Kunſt wie Euclides -
Igt / lieget und beftehet gang allein in dem
‚47910 unb Mercurio: dann wenn iefelben
mit einander oereiniget und zuſammen ges
het werden’ fo haben fie eine unendliche
Mindun _ N N
| iNseolaus Flamelüsi
Du felt mercken die quinra effer:
2/ ift alé ſuͤß als Honig / oder Zus
le GONE MO
| | i
Ww
VE
mE
|
| . u
‚Süffigfeit/ daß unmtgtic feye/da® _
nd Sarben/ und volibringet bie Weibheit
615
616
ges. (p)
welche von Silk herkommet 7 Deme mat
re BAND OR-A, S081
der) ober eines jeglichen guten Sy
() Ann wir deben / daß gemeiniglic
Y I gemeine Infafiones fehr bitte
ſeynd / welche wir mit Zucker oder Doni
verbeffern müffen/ weilen der meifte Thei
ber Aporhecker 7 anfolchen es Fleiß erman
gelu laͤſt / daß fie oie natuͤrliche Süffigfei
der Ding / welche von Natur darinnen iff
heraus ziehen. Dann alle Bitterkeit
einen bittern Geſchmack Rn fehreiber / ba
Unten im Grund eine Suͤſſe 7 weiche burd
fo fchlechte infufiones, nimmermehr fat
extrahirt werden / ſondern nur Durch bar
euer / und zwar durch nachdencklich
Handgriff / toeilen fonverlich die Suͤſſe
bit perfe&io bet gantzen medicin ift j die
fer Urſach wegen fagt Arnoldus de Vill
nova; mann du teüfteft Das Bittere (üB ji
machen / wuͤrdeſt Du dag ganke magifteriun
erlangen / welches auch Paracelfus mol ver
fanden / wie erin dem tradtar, den er De
mogorgon intitulirf / bezeuget.
Daß ich auf mein Vorhaben wiede
komme / (o kan ſolche verborgene Suͤſſig
keit nicht offenbar werden / mo fie nich,
voͤllig von den irröifchen fascibus , und quc
von der flächtigen und aeriſchen Derbren
nung befrenet wird. ‘Dann Die terreüreit
gibt einenfrembden Giſchmack⸗ ud
I],
|
|
|
| Dow Edelſt Gab Gottes:
der eigenen excrementen des Saltzes / aus
béren Ungieichheit nach Den Unterfeheid der
Arten und Derter / in welchem fie gene-
"irt werden’ die unterſchiedliche Geſchmaͤck
ntftehen: Dann tin jeder, Gefchmack
Jommt vom Saltz her / und jemehr Sal
je) einem Ding ifts je ftärcker ift Der Ges
chmacf. Hingegen macht Das acriſche und
lachtige bie boͤſen und unnatürliche Ge⸗
‚ich / welches wegen der Verbrennung
‚md Cnrjánpung 7 des ſchwirmigen und
Abrennlichen Schweffels / einen ſolchen
beln Geruch vou fic) gibt / den, man iti
Berbrennung eines Dings serfpárt:
deu Nayſemoni
Glaub mir fuͤrwahr / überließ
fle Bücher der Philoſophen (9)
i) gun veto qui ctedünt ſirmiter, hanc
© arem nobilifimam veram effe , fed
lirüm vera fit experiende non attentavérünt;
ic probare ſciunt. Credit quidam eorum
Ixalitercunque debilis, & probabilitet veri-
i confentit & adlizret ; aut multitudine di:
rum ; aut magnitudine au&orurn; fed con-
dus pugtiz cedit. Et autem unáres; qu&
ines ad credendum facile trahit; fcilicet has
indi cupiditas, & voluptatum aviditas; Sos
“kenim voluptas, cupidos maxime facit; Di:
; enim Ludovicus Lezarelli philofophus
Qa ‘ Hönis
T
628
Quia ergo homines univerfi quzrunt delici
hujus aris magifterium pollicentur, utpot
fecretorum ignorantia , & ftudendi neglig
Homines terrenis deliciis. dediti, ante o
nia terrenas delicias optant, & ad eas com:
parandas nihil operis vel laboris prætermit
tupt; juxta illud Vergilii vatis eximii ; |
. Quid non mortalia petlora cogis,
Auri facra fames,
as, & ut quantum poffunt bene beareque vi
vere valeant, omnesfere hujus mundi delicia)
inaxime per divitias haberi poffunt, juxta il!
lud commune adagium : Pecunie obediun
omnia; & philofophus in. V, Ethic, dicit] |
Ad hoc nummus inventus e(t, ut fl
quafi fidejuffor habendi pro eo, quodcungu)
homo vcluerit, Maximz autem divitiz pe
verum aurum & verum argentum, & utrum
que multum fine magno labore , ex quibul
nummi figurentur, per quas omnia habe
tur: idcirco homines fcientes & non ſcient
facile credunt, & probando affedant ac pza
bando acquireretemtant, Sunt tamen pau
quilaborando artis veritatem attiogunt, cuj
rei ante przcipua expofita eft caula , fcili
£a
gentia, Et quoque hujus fpecialis ratio d*-
plex : prima metaphorica locutio, Dit
Avicenna : Confideravi libros affi: mantiul-
artem, & inveni ces vacuos rationibus,
ratiocimationibus, quz funt apud omnem 4
sem, & reperi plurimum ejus quodin eis ca*-
ginctur, alienatjeni fimile, id eft metaphor.
En
- Oder Edelſt Gab Gottes.
tu fimilitndines ; fed cum ego me reduxiad
| principia naturalia , Cognovi tunc attem ve-
effe. Secunda eft fallorum cum veris
mmixtio : unde Arnaldus ait in fuo tefta.
| mento: philofopbi duplicem modum in eo-
| gum libris pofuerunt: Unum verum & alium
fallum : verum autem per verba obfcura , ut
i nifi à liis do&rinz poffent intelligi, neimpi-
lvero fub Veris intelligentibus pofuerunt, &
E. communiter íequuntur operantes in
d Mercurio , Sulphure, Arfenico, & etiam in
ipfis corporibus, & nihil invenerunt, Sunt
q eur plutimi , quiin hac arte laborant in va-
finum: quia nec proprio ingenio poflunt in-
Wivenire opportuna , nec ex aliorum fenten-
ittlis veram intelligere & extrahere queunt. Aut
iienim peccant in debita materia , aut in incon-
ienienti operatione. Quare confulendum
tl talibus , utaut ab operando manus fuas fu -
pendant, autlibros diligentius legant, & le-
maturni dicitur : philofophi non feripferunt
lit bros fuos , nifi filiiscorum , & filios corum
oco, quiperfecte intelligunt dicta eorum,
idt non fecundum literam, Nam operatio fe-
Doandum i intentionem literz, eft diffipatio di,
aitiarum , & temporis perditio,
wi Lanrentius Venturk,
" & ſindeſt du nimmermebr was
i iſt Plumbum Philosophorum.(t)
Nr CR
is ſeilicet, via agendi profanadaretur; fallım
Ala plenius inteliigere ftudeant , unde in libro -
619
60
PANDORA I
Oei aber wolte mir das Gluͤck
daB ich den Kupelciffam fo ein
Stangoß geweſen / zu lefen-überfämeu
Difer iff Der ander geweſen / der der
Handel unverdunckelt erzählet bat 4
ber mich nicht allein z fondern alle pie ih
ne lafen/ gelehrt : Dann von ibmebabeid
gelernet und erforfchet » Daß ein Spani
(cher Soldat / durch das plumbum Phila”
fophorum, die Marchafitam plumbeam ger”
ftanden hat / welche marchafıtam der Ku
peíciffa Antimoniumnennefe ; und erfläre }
auch des Ariltorelis Sprüche im Bud
von dem Geheimnuß aller Geheimnuͤſſen
pa er ſagt / daſſelbe ſeye fein Blei / ob exe
wohl nicht. mit Namen das Antimoniun
nennet. Welches mir trefflich wohl gefalles
hat / und hab ſolches angefangen zu mal
(benz folvirteesin Eifig / und deltillirets / e
tourde aber nichts draus : hab alfo. ver
Irrthum gar bald erfahren z Dann ich ver
meinte / Der defillirte Effig wäre der Phil
kofophifche Eſſig/ welches ich gubor nich"
wuſte / aber darnach hab ichs erfahren dat
man mit ihrem Eſſig / Die q.e. aus dem A
timonio zeucht / von welchen ich in kurtzen it
der Taffel oder Zweigereden will.
Incertus,
So finde du aud) nicht die wal
re Kunſt / wie man es laboriren
.. QoerfEoc(t Gab Gottes.
das iſt / arbeiten ſoll obn allein,
"Mercerium vivum , das mag man
QuB der. miner : dag ift / Ergader/
| arbeiten und fublumieren in ein rotbe
Farbe / Res ift ein Mutter aller
V Syetaffen/ und iſt Plumbum Philofo-
4 pho um: das iſt / Hley der Philoſo⸗
„nben. Nun laborier und arbeit du
(bt gnug und (ob GOtt (1)
M E : kg
1 (gp das haben bie Philofophi auch,
A viel andere grofle und verborgene
Geheimnuͤß ber Sötrlichen Wundermerckz
wi Quch den groffen Reichchum feiner Gori
|
Inr barauf erfennet zund erlernet / dardurch
bann etliche -Der&m von GOtt erweckt /
und angezünder / paf fie ferner zu feinem
Erfantnüß deducirt und gebracht worden
ſeyn / dann fie durch, dieſen Schag feinen
weoſſen Reichthum / weltlichen oder zeitli-
chen Wolluft und Pracht gefucbt haben,
Noder Damit-zuerlangen begehrt / Sondern
vielmehr ihre Luft und Sreud an dem Wun⸗
der in den Greaturen zufehenund zuerkens
nen gehabt haben / welche herrliche Ges
ſchoͤpff unb Werck des Almächtigen fie
‚dann viel anderft betrachtet und angefehen
„ghabeny als (poer bep der jegigen Welt ger
Khicht / die bann diefelbige fehier nicht ans
I! btt$ / als wie Die Ruhe und Selber anzus
N Q9ir4 fehauen
6
632
feines Worte ı fondern nur den Sion
GQBANDONA, (0
fchauen pflegt. Auch diefe edle Kunſt um
ihres Geitzes “Pracht und zeitliche Ehre
und Wolläften willen fuchet und zulernen
begebret 2 mit welchen Gedancken fie abet
vont gefehlet. In deme GOtt folche Ga⸗
ben nicht den Gottloſen und Veraͤchtern
men / fic in dieſer boͤſen Welt erbahr unt
geruhlich in ſtille mit ihrem Leben hinzu
bringen und zuerhalten / auch ihren duͤrffti⸗
gen nádjftea / bruͤderliche Huͤlffreichung
zu erzeigen / mitgetbeilet. — — — |
| — * A Yooffifteinoer Werfen.
(IP) Procek deß gantzen Wercks Burg
angezeigt.
Die erfte oder Vorarbeit
Die Materi dilolvire
darauff sur Hand putrehcirt
vifelb hernach auch difkillire
So wird das Waſſer coagulirt
Die ander oder Nacharbeit.
Ferner zwey Ding conjungit.
uff od Ref denigits,
Auff diß fleiſſig digerie
Biß es cuffs ſchoͤnſte wird. deslos
Und endlich gar bod» robibcirt.
Coagulirt und Kgirt,
Wann diß weiter wird ferment, —
Go ift das ganze Werck abfolvire,
Als dann ein folches Theil ad
(o rr Edelſt 65b Gottes.
Daß tauſent wird mul:iplicirt.
ODder alfo / welches noch Eärger.
Such drey in einem Ding allein
Und wiederum einsindreyen
Schlenß folcbes auff und wider zu /
Als dann die gantze Kunſt haſt du
‚Enigma, in welchem der Proceß auch
u angedeuter wird.
Dem Leib wird geben in der seit
u, Der cif welcher die Seel erfrent.
Wann der Geiſt dieſSeel zu ficb sevcbe
Und in dem keins vom andern
So bleibens beyfammen alle drey.
V Bißder Leib auffgeläft wirt frey
Sauleund erſtirbt / von ibm fícb ſcheid
Seel und Geiſt/ jedoch nach des
m Seit
Kompt allesinder leuten Aig. |
Wider zufammen / und lehret ſein
TEN 13
hantʒ in rechter Vollkommenheit /
Glerikcirt mie groſſer Freud
Waſſerſtem der Wayſen.
ilt Der Roßgarten. (a)
MD JEferzbile defiderium impretiabile
h "pretium, à cun&is Philofophis pofi
ii^ im, quod non d:ponitur nec male propofi-
v Im fuiffe fupponitur, ex libris antiquorum
"i E —— QS hie
|
'
!
I
653
634
. cin&um trademus quicquid ex illorum libr
ES PRN DARM ER
hic in fumma una breviter adunabimus , t
tibi chariffime fufficienter. pateat veritatis ar
umentum, tam excellentifimz partis. phi
Loki effe probauffimum. Atque hancq 1)
dem fummam vocitamus Kofarium , eo quo
ex philofophorum líbris tanquam rofas a fp
nis evulfimustibi ipfam , in quo quidem clar
fermonere&oque ordine, ac de verbo ad ve
bum,cumomnibus fuis caufis fufficicntibus fui
reperimus neceflarium ad operis hujus com
plementum, Et quia nocet veritati quidqui
contrariatur rationi , ideo fententiis verit:
tis per omnia utentes nihil ponemusin co {fi
perfluum , nihilque dimimutum ad rot
máógiterium. Placet Domino noftro Je
Ch:ifto nobis immittere fpiritum (uz intell
gentiz, | | k
[ Rofarium Abbreviarun
Wie man nad) dem Philoſoph
fen Stein foll forfchen. Es ift o
fenbar / daßdie Wirkung der Art
nen foll nachfolgen der Natur / da
bic habe in ihr die wahre Natur d
das Dinges jelbft ift / barum da
pie Artzney allein ift gemacht ur
zufammengefegt auf cer Natur. (I
(be ; ju ieh faae Dirnum frep herau
2 daß ou Laboraut ohne d DU.
| | Del
|. Oder fEodft Gab Gottes,
Werck nichr vollfübren kanſt / und vof ich
ohne Dich meinen Diener Darinnen auch
| nichts verrichtenmag : Durch mich aber
p unb Dich wirftdu das Werck in fchlechter
N ‚zeit. erlangen. i2 "NUT
pe XOeffeftein der Meifen.
QW. bb) Iſt ung Derfelben nicht müglich ;
Bauch nicht nothwendig noch erlaubet / Die
WVermiſchung zu zertreiben / noch Die Eie-
ament zu fcheiden/telche die tatur in bem
wargento vivo eufferlich und innerlich / und
mleicher Geſtalt in dem perfekten corpore
der Sonnen: ſo wol in gebührlicher Quan-
wütät/ eomplexion und Qualität / prepor-
Wdemret / zufammen gefuͤgt und geordnet
a Willen wir nun nicht bie fcien& bet
Natur uno haben keine Erkaͤntniß der vier
Elementen Dermifchungen / fo werden
vir in Derfelben feparation gleichfals uns
n feyn. Iſt derhalben hoch von
jptotben 2 bafi wir der Natur nachfolgen/
Y | nib ung ibrer Inſtrumenten wie fie Die Ele-
N ment machet / gebrauchen : ohne welche
)
|
'
i
!'dmini&ration toit fonften in Edu&ion ober
H
n !
i
|
Mufsiebung biefe Steins Sorm/und Er⸗
chung hierzu gehöriger Mittel /_ feme
echte Nachfolger ſeyn werden: Durch
, lebe Mittel man koͤmmet zu dem Inſtru⸗
‚aents/ deffen fich die Natur in den mine-
i 5, in Dem fie dem argento vivo feine for-
aam gibtt/ gebrauchet. Thun wir nun
J anderſt
N
h
^
1A
"278
6i
6,5
PANDOR A, |
anderft / fofeyn wir deftru&ores und Ber
verber deß jenigen fo die Natur auff ba
böfe componiret und difponiret bat; i
dem wir die Vermiſchung wieder euere
ber Satura befehlich / fo fchändlicher XXei
fe fepariren/ gleichwohl toir/ wie Ariftorele
aget/ bie Elementa verkehren follen / jj
inden / was wir fuchen.
| Waſſerſtein der Weiſe
(bbb) Alſo habt ihr Natura mich nul
auffeueren Weg weißlich geleitet/darfär id
euch groſſen Danck ſage. Dannich von eud
fo viel erlernet Daß alles mein Werc
nichts tauge. Ich erkenne daß e8 groff-
SQ borbeit/ und em Ende des Merderbei
und Traurigkeit (ep / fichin vielerley Ofe
Queckſilber / aquis fortibus, gemeinen dif
folutionibus, allen. mineralifchen Ding |
Roß⸗Miſt und Kohlen- Feuer zu bemühen
Denn alles miteinander nichts nuͤtzet Be
ſchlieſſe veromegen / daß ich hinführo fleiſ
figer auff euer Bücher achtung geben]
unb euch nach allem Dermögen nachfel
genwill: Dann bif ift der ficherfte Weg
ben ein Menſch gehen mag : und iftgemif
Daß diefe Kunft uns von euch herkoͤmmet
wiewol ed um pie / diefes Saltzes Wuͤr⸗
digfeit und Wunderwercks willen langſan
nit zugehet. "n
Waſſerſtein der Weiſen
Oder Edelſt Sab GOttes
. Run if das offenbar /daß alle
us find auß dem darein eg fid
olviert undgibt/ wann das Eis
‚fen wie hart es iſt / gibt fid) und
r oloírt fid) in Waſſer⸗/ burd) das
Mittel der Warme / wann es ift
aug dem Wafler fommen von et
Ren. Aſſo iftauch unfer Steinder
„fölviert fid) wieder zu Waſſer: das
Hl 1/ in unfer Quedfilber durch un:
‚fer Kunft und Meiſterſchafft / wann
es iſt Queckſilber geweſen tie man
ſes zu Queckſilber machet: das iſt /
» aß manbíe Natur verfebrtinibe
erſte Wurtzel / darvon es fommen
RUE wie man aber bieS tatur vete
s fbrt/ das geherin Circkelweiß / 0»
der Bewegung au/ eines nad) dem
: ‚andern. Ge)
9 E quippe et omnem rem efle.
de eo vel ex eo in quam telolvitur
Sum gelu vertitur in áquam calore mediana
s i Clarum eft ergo prius aquam fuife,
, Omnia veró metällaex Mercurio funt gene -
ji gata, ideoinipfum refolvuntür, Primum er-
jo Regimen lapidiseft, diffolvere, ficut
vit roffum i in argentum vivum, ut in ſuam pris
Tur enar materidm, dos autem to ⸗
637
638
wann unfer Werck und Wirckun
PANDORA,
tim fit per argentum vivum, & qüiodipial
habet poffe Solem & Lunam ad fuam nati
ram, & ad imareijam primam rédiger
Scd quia argentum vivuin habet in fe fac
lentia, & aduftionemi, & absque inflam
matione & aqueitaiis fübflantiam :. Necell
eft ideo iftius fuperflua demers, & abfenti
ſupplere, fi 1compleram medicinam ev ill
volueris facere vel ereäre; |
wdlberins Magini |
(cc) E&enim notandum quod mäteri
prima eft duplex, quia- quedam eft propin
qua, & quedam remota. Materia verà pro
pinqua eft argentum vivum. Kemota vei
eſt aqua, quia argenturü vivum príus fuit aq
quam argentum vivum⸗
| | &Albertuá Magnu
tut mag man die Elemente
eins in Das ander wohl verwandt:
len’ darvon ſo gebaͤhren fie unb zei
brechen’ und veraͤnderen und ve
fehren fid eins in dag ander / tué
nun die Elementen xol verfebra 1
und fan fie verwandlen eine in da
ander/ wag der ſuchet / das findet el
if nicht Sanders bann Verfehrun
und Verwandlung der Natur/ a’
VOder Edelſt Gab Gottes:
ſo / daß man die Elementen verkehr
n Hitz/ in Kaͤlte / in Feuchtigkeit / in
Duͤrre / in wunderliche Vereini⸗
3ung/ boc fuͤhrwar fo verkehrt fid)
bann Dürre nicht in Feuchtigkeit /
"8 fene dann vor kalt worden / nach
Her Kalte verkehrt fid) nicht in Hitz /
18 fepe bann vor feucht worden’ das
i.d N Am &xperimentum deftruit format
ML ejus fprcificam : verum ante ele-
Ihentotum divifionem non videtur ex eis
Weicquam, nec tangitur nifi terra & aqua,
la aer & ignis nusquam videntur, nec vir-
tes eorum fciuntur, nifi in di&is prioribus
Mementis, rara quippe funt omnino & fim-
Jicià, quaré ab oculis videri. corporeis pe-
(tus non poffunt, ideo de illo ne eures,
giponium fufficit tibi reducere rem ad fim.
[ ‚ex puritatis, — Elementa tamen funt qua-
"Not, modi item quatuer,& humores quatuor;
b |tafanguis, cholera, flegma,& melancholia,
Modi funt calidum, fiigidum, humidum, &
Wi cum; Elementa fout, ignis, aer, aqua €
N I jr quo-um duo funt a&iva, & duo paſſi-
va; duo aſcendunt, & duo defcen-
id lud ideo quia contrarium remoturh 3 ua
yi nis & aer funt activa, aqua & terra
‚at, unum eft intnedio , alterum ab álteró;
y n : cou⸗
639
649
riantur infimulfrigidum & ficcum ex quib
. gidum & humidum, ex quibus congregat
elementum aque, Sed calidum & trigidk
hr geſagt habt / wie fido Das Elixir. 1
PANDORA
&oritzario non coadunatnr nifi per mediuf
calidum contrariatur frigido, humidum fiec
quare neutrum illorum coadunatur alteri n
pet medium, gitur quod non eft con
rium per fe ipfum adunativum: £c calidü
& ficcum per fe coadunatur, quoniam ín nul
contrariantur ad invicem,& idco ex illis r
[ultat elementum aeris, neque etiam conti
— Re E
n
generatur élementumterrg , neque etiam |
nón coadunantur, nifiper medium vide
cet per humidum & ficcum, quoniam per:
nolünt fimulftate cum unum obtundar al
fum pfopter fuám conttarieratem, ideog
calidàm & frigidum congrcgant & difgi
gant unigenea diflolvendo & coagulandgll
fedhumidum & ficcum aggregäntur &
Bregántur conftringendo & humedant
Simplex etiam generatio & naturalis perm
tato EN elementorum operatio, nam |
gnunt calidum & frigidum vincentia mai
riam, cum véró vineuntut agsotia liqu
Quia fecundum partem violenna, & indig
Bio fit, quáre liquet res univerſas variabi
per calidum & frigidum, & fimpliciter ger
rári & naturalitet᷑ permutati. E
Rojarınm aAbbrewiarum
(44) Denn ich habe verſtanden / E
|. Dott Edelſt Gab Gottes,
| den Hier "Elementen 'atifange und S DF
waͤrtige Ding fid vereinigen: und oq
i an * Sleniene verkehren muͤſſe Wa⸗
je8 gewißlich keines Menſchen Handar⸗
Theit iſt. Dann mer mil roiffen? wie die
Yirtoifche Qualität ihr Weſen nehme mit
der Lufft / aud) mit oer Kälte übereinftims
mnt 7 uno fid) in Seuchtigkeit/ dag iſt / in
nwlderwaͤrtiges verkehre Dann bie
euchtigkeit tvill von bein Falten und feuch⸗
"tt Clement nit Weichen / wiewohl fie
on dem Geuer/ f alle Cormpofira verbef⸗
i'trt/ mehrer Hilfe bat. So ift auch dies
8 ein natürlich Merk 7 bag eg ſich
Wwartz / weiß und rotb má t/ welche
(p fichtbartiche Sarben mit brep Ele⸗
Fienten dem Seuer > ae! und Erden:
le und - Die fufft weiß Diefs
Fdurchfuchen. - pv HE
A; Waſſerſtein der Weifen
Bi: | | |
1, Dann es fan Fein Gang geſche⸗
Hi von einemEnde zudem andern/
ann durch dag Mittel > das ift/
FErbe/. Feur werde/ und bad
Dar guft werde, c) e
| (EHER :
NET impofübilised tranf; à contra:
Ario in Cohträriih, ve] ab extremo
i|
à
Ü
p. mam, ni per dilpolinonen mes -
y. et da
64
. dz complexionis, $i ergo volumus eam fae
& per putrcfa&tionem infpiffatur, & ejushu-
. (eri Arikotelis, eAlberims Ataen
dem Feur / fofi pas Waſſer J—
paNOoOR—
eere. tranfire ad. mediam diſpoſitivnem
neceſſe eſt altera qualitas deftruatur in eo.
Defruitur autem in €o — D
Nam ftigidum & humidum per naturam
miditas vettiturin ſiccitatis nataram ſecun.
—— & fit tränfırus ad mediam
ifpofitionem, que eft frigiditas & ficcitas,
qua. dicitur latitud o! cilicét aque, quia ten 7
à frigido & humido frigiditatem, & à calide
& ficco, fcilicet ignes ficcitátem pritis veru
per.calorem inexitentem, pet frigiditatem
qu& temanfit in, corpore, fit trácfrus &
contraria feu extremä, deſtruendo frigidita
tem, & inttoducendo. cäliditarem,quz dılpo)
fiio dicitur. profundum feu occultum co£
ris, quod opiimé appátet in libre Mag
. Sun oerte etfid) die Erde nid)
in. Lufft / ſie fepe dann guber n
kehrt in Waſſer / dud). verkehrt
fic) das. Sene nit. in Waſſer
Fenesdann, vor verkehrt in: Buff
wann das Waſſer unb der guf
find die mittlen Elementen’ X
Feur und die Erde find an den
den? und oer Lufftiſt naheit b
k
Oder Edelſt ab Gottes.
Erden / unb darum fo iſt das Waſ⸗
ſer von Natur wieder das Feur/
"unb die Erd wieder den Lufft: dann
Das Waſſer ift kalt und feudbt/ und
das Feur hitzig und durr/ und eie
Erde ift trocken und kalt / unb der
ufft feucht unb warm. Num /
pap bas Waſſer und ber Lufft bae
xnein Gemeinſchafft mit der Feuch⸗
"gfeít. Nun das Feur und die
Ede haben ein®emeinfchäfft mit
er Dirrigkeit/ imddarum fo. fino
dit bbrie Mittel Eines in dag ander
birfebren/ vermiſchen dnb hehe
en / ſich eines mit dem anderen (ii
InWeſen / daß man fie nicht ge
injmag gecheiden. Aber her wie⸗
rum der Lufft Und, die Erde)
qué Feuer unb das Waſſer / die neh⸗
ie ſich nicht/ nod) vekehren fid)
dot in einander, es fene dann daß
maneas Feur verfébre in ben Lufft /
nd die Erde in Waſſer / uud wann
dan alfo (HM gat 10
winnet das Feur Gemeinjchafft
idee Erde ander Dürtigfeit/ und
‚Feum warn die Otirrigfeit wird
| 13 e $2 *
64
644
in Hitz / und die Hig in Dürre/ fo
das Unreine / oon bem veínen gefdyeiben/ 9
verkehrt ín Kalte/ in Waͤrme / oder
haſt du und gewinneſt die gantze
Meiſterſchafft: (£) !
HER Cb ift eim Clement: febr wuͤr⸗
I in feiner Befchaffenhtity und
Serrlichkeir. In diefem Element ruhen
Die übrige Dre / infonberbeit aber dag
euer, Sie ift das fürnemfte Element
zu verbergen unb guoffenbabren/ — was ibi
vertraut ift ; fie ift duͤcht / uno loͤcherecht
ſchwer / wegen ihrer Kleinheit/ leicbt/ ihre
Natur halben :fie iſt das Mittel der Welt
und auch der anderen Elementen/ un
pur ibren Mittelpuncten gebet die Ay
der ganzen Welt / und beyder Poln Ster
nen. Sie ift löchericht/ toie gemelde
wie ein Schwamm / ſo nichts von fid
felbft. berfür bringet:_ Was aber die. ám
Bern drey in-fie trieffen / und werffen
ba$ empfängt ſie und teas zu Behalten
behaltet fiev mas aber zu offenbahren/da
offenbahret fie : Nichts / bringet fie fü
fich ſelbſt herfuͤr fondern ift der andern
Sammelfaften darinnen alle Creature
bleiben. und Durch ihre bewegen
Wärme faulen’ auch. durch biefelbige / {
mehret werden: mas ſchwer ift/ wird
ihr verbasgen/ Das Leichte aber treibet 6
?
|| Oder Edelſt Gab GOttes. 64;
I Dißherauß : fie ift eines’ jeden Samens/
mao Bermifchung goutte, uno C jug,
| amme/ bann fie Fan tveiter nicht thun / al
‚den Samen/ unb pie Vermiſchung vers
„mehren / biß jur Zeitigungsfie ift Falg, kru⸗
en unb vom affer teimperire: ihr Auf
ſerſtes fichtbare ift fit/ pag innerfte Unfichs
qpart/ flüchtig. Sie ift eine Sungfrau
991 Erfchaffung der Welt / toit nach dem
‚Dflilliren per binterftellige Sobten Ko
„delcher su Zeiten nach Gotteg Willen cals
nit wird, nad Scheidung feiner Feuch⸗
let doß auf ihm ein neue Erpftaklinie
he Erden ſpringt. Diefeg Clement ift
ds getbeilet / in bag reine unb uns
‚ine bei: Da⸗ rein Theil: braucher
48 3Baffer/ allerhand Darauf. zufchaffen:
48 nreine bfeiber in feiner Kugel,
nem Mittelpuncten ift dag] béllifcfe
Jur / welches pag gane Welt⸗Weſen im
Mm Thun erhalter, in dem e$ bag
Waffer in der &ufft aufitreibet/ undiwird
Dies Feuer gon der erften Bewegung
» det / und von der Sternen Influen
Urfachet,und angezündet. Diefem begeg-
dieSofien Waͤrme / durch benfufit ges
Periret / zu der ZeitigungsundAnziehung
NE in ihrem Gentro empfangen. Dero⸗
sen bat bie Erd Gemeinfchafft mit Deng
| welches ſein innerſtes iſt / ſie wird
Mast gereiniget / a[$ durchs Feuer⸗
Valfo wird ein jegliches Glument durch
IM) e $3 . fein
! | e P ANDO R Ar a
fein innerſtes gereiniget. Das. innen
aber/ der Erden / oder tbr Gentrí/ ift. d
höchfte Reinigkeit / mit dem Feur ver
fehety ba nichts ruhen fan / dann fit
wie ein leerer Platz / dahin die anderen
fementen ihre Wuͤrckung werfen, Und
Biel eon em Element der Erden’ welch
wir einen Schwamm / und der übrig
Sammelfaften tituliret / qu unſerem 5
haben / genug. ss
Michael Sendivog
(££). ufft ift ein gantzes Element |
herrlich in — / fft
(eicot/umo unfichtbar innetficb fit
fichtbar undfir. Sit warm und fa
‚son bem Geur temperirt / die tort
‚als Gro unb Waſſer: € ift zwar f
tig! Éan aber (igit werden / und wan
fix ift; fo macht er alle Corper Durch!
gend. Auß. feiner allerreineften €
ſantz ſeynd die teb haffte Geiſter der‘
ven geſchaffen worden: oer Mirtelmm
ift in ſeine eigene Spher erhöht v9
bag übrige aber ber gröbefte bei.
pem Waſſer verblieben’ und wird
pem Waller circulirt/ teit DAB em
der &roen/ dann fie ſeynd gute St
er ifi gar herrlich. wie gemeldet’ t
vechte Platz und Dre des
Dingen’. c |
Oder Edelſt Gab Gottes.
ub Waſſer ift bag ſchwereſte element)
fchmugiger Feuchte / und ift ein wuͤr⸗
d er pam in feiner Befchaffenheit/
üfferlich flüchtig’ innerlich aber fir, und
bei tandig/ Falt unb feucht von und dem
E Fuffe temperirt: esift der Samen bet
"i |, (Semen) ein anders bie. Saat:
P3 n2) ber Saat Derwahrer, und Ge»
à TR die Erd/ des Samens aber / das
nd behalten wird / bant es bemahret
Bio jeglichen Geſchoͤpffs Samen. Doch
gu wiflen/ daß ein anders ift der Gas
1 ii E"
fn ) Feuer ift das allerreinefte Eles
IN und norallen das LTE voll
hhangenter feifter Schärpffe / fo da
iin (tarde Etzung / duffertic fichtbars in-
1 rlich Ba unficbtbar/ febr fix / hitzig und
wRuden/ ınd wird yon oer Erden tempe⸗
a : defen allerreinefte Goubftan& und
Ten
Wit
villte eb pa die Waſſer der Dimmel
i. It ättiget worden’ darvon im Clement
" 3effer allbereit geredt.e Aus der anbea
Er = Baal Subſtantz feynd bie
gt n: Auß nod, unreinerer
1 E aim en (une die ar
ya mels
MM
q^ darinnen aller Dingen Saat erhal⸗
rdjbringemb/ bigerirenb/ einer Flebriche -
n ift gleich in Erfihaffung der Welt /
en diti Majeftät erhie :
«Michael Sendivogins. EH
LA
“ur
643
mels Liechter und Sternen gemacht: das
weniger rein geweſen iſt ift in feine eigme
leget und beſchloſſen worden / das w
febren/ und verwandlen / das ſu
PANDORAHm .
Spher/ bie Himmel zu. befchlieffen um
auffjubalten / gefeget worden: bie uareim
und feifte Materi aber ift in das Suittt
der Erden / bie flätige Bewegung. gu tre
ben von bem hoͤchſten Werckmeiſter g
das hoͤlliſche Feuer heiſſen: s. 0 0s
| ' Michael Sendivogis
Wie btt aber das regiren | fol
und ein Element indas ander vdd
4» Sachen / bejonberlid)/ durch IM)
das geſchihet. Die erfte ift Soll
Yung: Die ander Wälhungs WT
dritt wieder Reducirung (baó Mj
Einführung) die 4. Fixirung.
Solvirung ift/ bag man tag qum
ſubtil unb fchlecht mache das ur
ſchen daß man das Schyartz
‚chelanter und focig. Die Rei,
. eirung Daß man feucht trodili.
macht. Das firiren iſt daß will
flüchtig? befländig und dire we
het. Die ſolvirung (fl/gcrbredim
und zerthalen / und die efte DR
vienmaden. Die Waͤſchung
„Dre Edelſt Gab GOttes.
je daß man es feucht / diſtillier
un 1d calcinie/ die Reducirung iſt
Wi B brin: Daß cé feit
D
f
D.
d
|
|
q Dade und tverbe fubtil, Die fi
ierung ift Daß man eins mache
ber folvirung und coagulier. es
"(pm felbft zu einen flaren
Stein. Durch dag erſte verwand⸗
‚jet fid) die Natur inmendig: Durch
E vhs außwendig: durch Das
pritt tiber ſich: Durch bag vierdt
M nter fich:
1
@M% vero regiminis funt quatuor
principales, pata folvere, abluere
il eonjungere & figere, Solvere eft corrum-
pere, dividere .& in materiam ptimam re«
—4 tige te. Abluere eft inhumare, deflillare, &
d inare, . Conjungere ef imprignare,
di)
1 bare & rubificare, Figere vero eit fer-
" in ware, defponíare & incerare, Solutio
nvertit lapidem in fuam primam materiam,
— in aquam, ablutio in aefem, con-
junctio in "dine & fixio interram, Unde
4 —E Quando habueris aquam ab
t /a ie, & aerem ab;gne, & ignem à terra,
8 5
it n totum habebis magifterium, quia tune
‚ll abes quatuor elementa in parte una bene
E pna. Klementozum. autem duo. fuat
EAS pis
I als Butter / unb flieffe als.
| 659
SBANDORA nd.
lapidea & duo aquatica , lapidea funtignie&
terra, aquatica vero aer & aqua : aquan
autem extrahes ex fubftantia humida, aere:
. k . LA at jo
vero & ignem ex fubltantia ficca. De terr;
gutem non eures ex qua fit fubftantia, dum
modofit fixa. nam terra & ignis aerem bi
bunt, & deficcant, & figunt, aqua vero &a
terram & ignem abluunt tingunt & pet
ficiunt, Idcirco oportet. ut ſit aqua multa ẽ
oleum multum , quoniam multitudo tin&ut,
tanta erit, quanta multitudo olei fuerit, Igi
tar paulatim folviturlapis, ut in Mercuriut
convertatur, &inquatuor elementa dividatu
nromnino ſaa materia prima habeatur
Deinde abluitur, ut ejus immunditia zufe
ratur, & redeat incolerem argenti vivi ,
cut à principio fuit, & falfedo fui fulphuri
minuatur. | Poftea calcinatur, ut ejus. mate
ría fubtilietur, & poffit converti de groffo it
gracile, & de fpiffo in fübtile, tunc lavatu
«nm aqua Mercurtt, ut majorem. recupere
humiditatem quam perdiditin calce, Ex Hi
de fablimatur ut fua materia attenuata mag
depuretur, | & totum hoc attenuatum t
fulphur & argentum vivum munda habean
tur fuper terram, de illa materia, de qua au
rum & argentum efficiebantur fubtus terram
Tuncadditur (ibi fermentum de illa materie
qu facere volumus, fi ad aurum , aurum
fi ad argentum, argentum Deinde inceratu
gt. fpirituscum, corpore incorporetur, & i
go figatur ,,quouíque fiat. unum. . ec
*
OderEdelſt Gáb Gottes.
[ fans, petietrans in profundo, tingens & per-
manens, cujus una pars fecundum omnes
— Philofphos convertit mille millia parrium
J. eujulvis corporis in veriffimum aurum vel ar-
jgentum, fecundum quod elixir fuum erit
| przparatum, Sic etiam virtutem habet cf-
I e omnes alias Philofophorum
J| medicinas eomnem fanandi infirmitatem,quia
J| figgritudo faerit unius menfis,fanar eam una
J| die, f autem unius anni fuerit, fanat duode-
Jj eim diebus ; qua vero fuerit antiqua à longo
j| tempore contra&a fanat eam uno menít.
j| Et idec hec medicina ab emnibus fuper
j| mundi hujus divitias eft. oppido perquiren-
| da. Hocergo magifterium nos equat re-
jj gibus & mundialtioribus , quia qui babet
J ipſam indeficientem habet thefaurum, .
i A Rofarium eAbbreviatum,.
& ^ Atem / das, legte Kapitels
t fase — fürgli) die Merneues
? tung und Außlegung aller Arbeit
| der gangen Kunſt / und ift das der
j Sinn und Meynung aller Arbeit /
daß man ncehmeden Steinder Phi⸗
i| lofopben / der wohl bekannt ift/ ben
i. fell man von erften fubtilieren mit
!! bem Feuer des erften Gradus / daß
"er gereiniget werde von feiner Ge
| hruͤchlichkeit / und Feuer mehr dar⸗
j| (ad durch alle Grãdus des Feuers
daß
éjà
daß darvon rieche und fliche a
^ (hb) Fatuum eft fane credere. materi
infitus , cujus etiam oportet ut artifex habeat.
optimam rationem, Externus vero , aug
PANDORA,
Geſtanck und Geſchmack. Ch)
QV. fupra pag. 538. Incertum,
hanc fpagiricam non effc prius chemice prae
parandam atque fubliiliandam, quam ad oput
pagiricum aflumatur. Hoc ipfum docent
quotquot funt philofophi naturales ex fpa-
girica, fcilicet przparationes effe neceflarias,
quas operationes vocaverunt mundificatio-
nes, fubtiliaiones, folutiones , & congela-
tiones, Corpus igitur in fpiritum folvi neceſſa-
rium eft, & fpiritus in corpus redigi, & tamem
imitari naturam debeat artifex. — T UNE
| Gerardus Dorneus, —
(lhihb) Spagirorum enim , ut etiam natu-
1% proprium inrumentum eft ignis, qui pe-
nes iftos artifices mulrifariam conlideratur Ef
is internus , aut externus, Internus cft
cuilibet fubftantiz proprius , & naturaliter
violentus et, aut per quatuor gradus tem+
peratus, vel naturali fimilis ac remiffiffimus,
qualemfibi naturapoſcit in rerum generatio-
ne. Utuntur igne violento Chemittz , vel.
inter ealcinaadum ‚ ficciora fublimandum®
aut metalla fua liquandum ; igne temperata
er fuog gradus, inter deftillandum alcen-
oti , vel defcenforié : naturali fimili, quum
| putie-
Oder Edelſt Gab Gottes.
putrefaciunt, digerunt, congelam , aut circu*
noris folvunt , atque fixant; |
Gerardus Dornemt,
| (hhhh) fterumque defcendit in terram,
ac (diceret 2 — Po&eaquam aliquandiu fub.
leſtium virtwtum internarum obedientia,
pagirorum foluta fubftanria per aſcenſus ar-
‚ihicium fleterit, fuo tempore determinoto
naturitatis ,. ad fuam terram redit, hoc eft, -
Ir ritus jte rurfum fit corporeus , qui prius?
„orpore fa&us fuit fpiritus : waigmate hoc
, lim involutum eft àphilofopbis: Fac fixum
, inquiunt ) volatile, & rurfus volatile xum, &
, nm habebis magiſterium. Sunt nihilo- -
ninus alie multe folutiones & congelationes
hemicz in ifto magifterio neceffatig , qua
»rzparationes potius appellanda fuat, '
d sid st Gerardus Dornens,
Darnach ſolvir unb laß (bn durch
In Filß lauffen / fíar lauter/ unb.
cani ihn weiß / und firier ihn
4| ftanbíg in linden Feuer / bag er.
jr beftändig bleibe ; dann nad fir
I8 nicht fix iſt und mad ibn wi⸗
‚de flüchtig / und folvier ibn wider
„ID coagulier ihn / und fixier und
iced
1n Stein fegt ihn zu feinen gleich /
lier ihn wiederum und E 1
65
654
OS Anit wir nun allezeit den ebene
Theil permit
ihn. flüchtig / unb firier (pri gantz
roagulier unb mach ibn flüchtig,
und das niuft ou alfo lang tbun
biß daß er flüflig werde/ als Wachs,
unb daß er warlich und eigentlid
beftande / und tingier weiß ode
roth / als du ihn dann bereit hal
unbegreiffendlih. (i) — |
| Weg ber 9tàtur in acht nehmer
Toann (id) Der Icarus nicht Hank erheben
das ift / fubtil machen Fonte / mäftema
ibme die Fluͤgel wieder erſetzen unb i
friichern Wachs ankleben / das ift dur“
wiederholte diffolutiones, davon die Meiſt
der Kunſt fo vielmahl ſagen / daß fie fal
alle ungeſtimm zu ſeyn ſcheinen / außgenon
men denjenigen / welche Die confequeof utili
ben rechten Verſtand fölcher Wiederh
lung verſtehen 7 welches doch gefchicht
damit Die Ding: deito beffer: vereinig
werden / indem fie ſolche durch bie kleineſt
| frt Dahin man aber fo tt
nig / Als zur Vermiſchung ber beeden gii
langen Fönte / ohne diefes iind jenes RES
higung ^ Döch daß man Die volarilität/ol
von ſeinen irrdiſchenUnreinigkeiten befreyt
Spiritus vollkommlich erhalte / und dem com.
pori, welches von den inwendigen M i
t
E Edelſt Gab ttis,
m) eint gängliche fixátion it tof
Durch die diffolution qutt
Lo Ding gen Himmel und durch
relationes , ſteigt e8 wieder zur Er⸗
1. Die becbeal-
Ojer8 ift angedeutei worden:
ii fixum folves , faciesquevolare ſolutum-
| (ja
[elg
/
M €
e
M mächen fliegen).
| N » boe fidem fiw fo wird es
dich vergnütt
(té. corpus fut / * té alfo glo:-
ines Seiftesgen Himmel fteigenrund
— Vollkommenheit / in welcher es
ffſteiget / wird es hernachmals wiedet zur
"frden ſteigen Dadurch das Gute vom 58.
"i äufcheiden / unb dag eine zu erhalten
'Ótiblebbofit zumachen / das andere ju toͤd⸗
und zuverzehren / das ift / in was für
ii
i ben: ‚dann. Die wiederholte f" lütiónes
bo xar nes, haben in ibme bié Kräfften/
: BS JE er Öuichzufringen mirgetheilet/
p ider es ſonſten ‚nicht eingehen koͤnte.
mI en Dtrómegen ber Syünglig Hermá-
"y tc »di 0s, und feine darte Syungfrau Sal-
íriacis;
t voluerem ges, faciet. ee vivere tutum. .
jb —* fire] fehlieffe éuff / fo voitft eis |
25 worden/ wird es auff den Fluͤ⸗
Arpora ſolches eingehen wird / wird eg
‚deren Unreinigkeiten hinwegtrei⸗
und deren fabftäng verbeffern unb ers
655
636
ber / nur ein Derß und ein Geſicht babel
die Inſul Delus unbeiveglich örfcheiner uti
so PANDORA, |
$oscis, ift den Brunnen eingedaucht tob
den / lamit eines das andere umfaffen mi
g:/ und daß er aufi groffer. Liebergegen ff
fagen koͤnne: Es ſoll die Zeit herbey Fonl
mer /- paf dieſe Jungfrau / nimmermeh
von mir foll geſchieden ſeyn / und ich aur
tion ihr nicht / und daß unfer Lieb / in ur
gewechſelter und ſtetiger Gluͤckſeligkeit (ey
wird: dann alſo werden unſere beyde &
Hernachmahlsmußer dahin trachten / ix
der Apollo und Diana in derſelben fich au
balten/ welche beede die Latona dafelbfte"
geböhren hat. Iſt eine Fabel / tveld
ung nichts anders mill zu verfiehen geber
0187 daß dieſe auffgelöfte. Materi congeli
und figir werde / in welcher Sol und Lu
ber Philofophen begriffen feynd:
MMercurius.
Item ich Mercurius ſprich / i
(toc kalt und feucht im vierbft
Grad / wer von mir nimmt zwe
Srad der Kälte/ unb zwey Gra
der Feuchtigkeit / der bat gut Lun;
unb beſſer banti ander Luna, dbi
nicht beſſer dann in petita linea 1
vecia exaltabor ; das ift / in eínet
s
à Doa fedt Gab otteà.
LR nie Tuͤchlem in vecia wuͤrde ich
| bob tt (9
(1) 9A En. die Phi lofophi von. ihrem
RR Mercuris reden / fo verftehen fie
j urchauß Den Gemeinen wicht / denn ihr
ercurius ift ein Metalifcher 7 nemlich
x Metallen Mereurius 7 ift heiß und
een / feucht und felt / der. gemeine
er ift iei in feinem gantzen Weſen / da-
t faa derſelbe für Dtm Mercarium Philo-
— ihe orum nicht gehalten noch genommen
n nn
EY.
^5
M de Mole art
dici, &. Dif creavit cüm eo örmnes mi.
r D & ipfàm et aereum , ignis fugitivum;
a1 pom quod in igüe alíquántulum fteterit
t mira opera & alta, & ipfüm foium ett
m eft quod poffit operari qualia ipfum
Ih ) per itur, Et ipfum eft quod inträt quoclibet
tli it us, penetrat, lavat , & excellit. ipfum eft
Mitmedtüm carpotibus. idibus adimiícetur, &
n gt erit totum elixir adrubedineni & albe:
lem; | - ‚Ipfum eft aqua perennis , aqua vi-
a lec vitgiois , foris , alumen, de quo bi-
"rts non matitui; Cum vivum fuerit habet
d og Im opera , "cum mortuum fuerit alia;
jeropera maxima. Ipfam. eft ferpens luxu:
mL | € Ps rians
5fritus vivus," & in mundo non eft quale;
67
en
OPANDORA;. N
à $ rv E ne dm lad ^ ii
riansin feipfum, feipfum imprzgnans, id di
uno parturiens , fuö veneno cun& inter
ciens metalla. Ab igne fugit , fapietites at
tem per lua artificia fecerunt ur expectar
jgnemi ,Ccibántes id cum terrá fua; dohec e
pectatet ignem , & tunc facit operá & mut:
tiones. Quia ficut mütatut id eft altératu
fnuta i & licut tingitur ; tingit, & ficut có
$ulatur,coàgulat. — Igitur inter Omnia inin|
ralia argenti vivipr&ferenda eft generatio.
omnibus énim mineris invénitu£ ; & cü
ómnibus fymbolum liabet, Fit autetn. (
terreftri mediocri & àqueó; vel oleo vivo full
tili mediocriter ; & ſpiritu mültum fubti
Ex aqueo terreftri ponderofitátein. habet
motum deorfam; lüciditatem ; fluiditater
& colörem argentéum, — Exit enim de ieri
in terram £efilit, & güttatim fe diffatidit, I
iterum fecontinuathumido; Ex caliditate]
fpiriti exficcato figitur, & omnibus co
inifcétur ; & cui infidet firmiter adiæreb
ünde mineralium & metallorum pátef A
citur. A
| Alberins Adagi
. Batter ich bin ein Datter all
Metallen’ und fo ich nun ein 99090
ter bin / und ein ſchleimig Waife
und ein Schwaͤfel Erdtrih / ui
darum bin ich in der Tiefe oce CAN
trichs / daß ich nicht mag W^
: | . bab
- Bde Edelſt Gab Gottis.
d haben bin ich zuſammen gefügét
“worden und darauß find nibere
"gangen Alle Mitallen/ nach veni
p iedeigang der Natur und des
Erdtrichs o3 ich Unter tbiirb / und
:tt Ain fö ich lebendig bir / wirck
db etlich opération ? das ift / Wir⸗
m ing/ unb wann ich gefublinniret
irde groß unb tounderliche Werd]
ind Der tid) zufügt / wann ich zer⸗
N len wiirde in Waſſer mit éineiti
N Bruder : bae iſt / zerlaſſen Sol / und
el nit meiner Schtwefler: das ift/ zer⸗ |
fen Luna / fó wird es fid) freuen
N wiglich. Wann ich wurde toͤdten
md lebendig machen rich felbfi
10 alle Körper der Meralen/ ít
Mer Stund. Darum ein ſolches
— weil ich bin Ein flie⸗
| tiber Knecht / ſchwartz im Feuer)
ab id) geböhren Einen blauen
15 zohn / tin Aurutn perfetum , Di
gewiß / vollkommen Gold / und
"Affe bag die natürlichen Meifter/
" | " Dorgeri haben / die Wiſſenheit in
JE wann ich toeiffer/ cin rother
a
ote übertreffen / Nicht von dent
T | 2E Waſſet
EN
—
v
. 660
Waſſer des Weins oder der R
ben. (1) in NL ME
neral, fupr. Citat. Und mar die fiebeüg
lac Virginis, und alleheimliche iſt
ren / daß fie hernach nicht Durch nei
Telbften mwunderbarlich und ein fà
(D V Ide fupra Philaleth; p. 3. Nic, E:
melli P. II4. b. Figul. P. 175. & N
Anmerckung über das cilfite Capitel oi
zweyten Theile, — |
Aber von dem lebendigen 48d
fer/ obn Burar oder Bürris / ol
mir, und der da [cbr taufent Ja
ber mochte mich nicht ſtraffen ul
das Ende meiner Gutheit (m) 7
(m) EN Ann diefes Waffer ift das Wa
| deß Lebens / und hai die Mi
die Frucht dieſes Baums aljo zu verbe
Kung oder Propffung / ſondern allein
ihrem Geruch pie andere Bäume ibr ale
machet. Neben dem fo ift. diß Way
bicfer Srucht mie das Weiblein / in kein
anderen Ding/ als in diefem ABaffer/f
nen die Fruͤchte Diefes Baums ocfái
werden: und ob gleichdie Srächte für
Ding ftpnb / jedoch wann fie in bie
Waſſer pusreficisen 7 fo gebehren 5
I
Oder Edelſt Gab Gottes.
tr Putrefadion ein Salamender im
| Seuer beſtaͤndig / deſſen Blut koͤſtlicher iſt
dann alle Schaͤtze unb bat die Macht / die
if ft 58 Bäume die bu alibie fieheſt / frucbte
jr4 umd ihre Früchte als Honig zu mae
NL din. Ich aber begehrte 7 Herr toiegebet
ibas iu 2 9Yib babe bir/ fprach er / aefagt/
DB Gonna Baume frücbte ftpen lebend/
(üt j/ aber an (iatt daß je&o nur einer Davon
fättiget wird / wenn fi t in dieſem Waſ⸗
jr gekocht werden? fo können nachmahlen
faufent Durch fie, gefättiget werden. Ich
agtemeiter / Jon/toito fit Durch ſtarck
Feuer gekocht / und wie lang? Gr aber / die⸗
"i t$ Waſſer bat ein innerlich Seuer / unb
wann cà Huͤlff von beharlichen euer hats
Jb berbrennet e8 Drey Th eil feines Leibs / mit
im Leib oiefer Frucht / unb wird nichts
I rig bleiben / al$ gar ein febr (eines Theilz
i
d
j
3i
a öchlter Kraft / es wird Durch gefehicklie
al yn Verſtand des Meifters gekocht / at
f. b fibra Monat / nachmahlen schen.
IM mmittelft ober erfcheinen unterfchiedfiche
—* niger oder mehr.
d — 2Mücbael Sendivogins,
i KE bin coagulatum fermentums
sit, ein zuſammen gewallet 6e»
J d/ ein Paſt / en, Moſt / in gu⸗
KU: oo
n n ſchmack. a
ſches man kaum einbilden kan/ doch von
Dinge / und allezeit am fünfféigften Tage
661:
662
Vollkommenheit bilfft vollbringen / u
in feinem Beruff ein jeder gnugfam erfa
PANDORA |
| (Ogeyere auch in vielen andern ul
S22 jablicben Sachen muß geſchehe
Daß eines dem andern feine Zeitigung un
ren kan natürlich und vernünftig von qd
nen zum andern marbofftig rufi 4
und urtheilen: Und dieſes Fan man thun
offt man will / alsdann mird dieſer Dh
ſophiſche Stein je längerse beffer. Dich
wird der Unerfahrne in feinen Kopff nich
Fönnen bringen/ fondern jemebrjetieffer E^
Srathum serathen weil er nicht Fan ^
‚greiffen/ wie folchea folte zugehen 7 DE
Qué roenigem Fänte viel werden / unb mi /
feinen Abgang fpüren. Die Philoſon
nennen daſſelbe / was ſoll bereitet nogrdag *
einen Taig oder Paltım: Was bereitet al *
ein Fermeat poet Saurfaig : Dann ael»
tote ein Gauttaíg / mann er gleichmäßig ı
einem andern Taigueremifcher wird Dui ^
pie Fünftliche bewegende Bárme 7 nik
ohne die Waͤrme kein fod)ung/2Bdrcdtul
oder Bewegung vollbracht wird / den gg
gen Taig anſaͤuret. Incerrhy
„Aber das Feuer und Gewig
fto Meifter indem Werck. Co) F
Ko) ^4 Iximus itaque, quod nil (it in opf®
"BF noitro fecretum excepto folo N
| Oder Edelſt Gab Gottes.
, iurio cojus , magilterium e& , rite illum pra-
arare, & cum auro jufta proportione mari-
46, igneque regere ad Mercurii exigen-
i⸗ m.Quia aurum per fe non timet ignem, ergo
eg imen caloris ad Mercurii tolerantiam ac-
(co! mmodarc hic labor, hoc opus.
b. : Anonymns Philaletba, ;
" (oo) Du folt aber auch ferner teif
im 4 daß die Zahl des weiſſen Lilien«
MSaamens mit der rotben febr ungleich
it U welches die Weiſen febr hoch verbors
i" en haben, und nennt es ihr Pondus oder
Jeicbt/ und ohne diefen SDuncten tool»
a fich bit beyde Lilien nicht vereinigen
y per minima zuſammen permifcirn, Die
ralten Araber fchreiben hiervon alfo :
or Bus mafculi fingulare, & fœminæ plurale.
er efto, Solches erflárt der Graff / in
Mer fpricht} Terrena potentia fuper fibi
1
n
uh: Hit tens, & pro refiltentia dilata eft actio a-
‚ nen itis in altera materia, Verſteheſt du es?
AL b antwortet t$ ift etwag Dunckel. Er
* ch bekuͤmmer Did) hierum fo hefftig
Ieht / bann Fomft du zu Erwachſung dieſer
den Lilien / fo wirft Du bann ſelber ſehen
ji 1B ibrer beyder Cigenfibaf und aturz
du ibm thun folt z und brauchte meha
?) Jd jemäffige Waͤrm / fonfien miro. der
|Bnamen Der weiſſen Lilien als ein Dunſt
m. iin iu$ rauchen und alle deine Mühe und
y M Bi umbfonft ſeyn Aerta Arca,
ni Tt4 (ooo} Aber
ym
| ;
66;
664
| | Allent halb. p).
P ANDOR A; n. Lun — iz
(000) Aber weiter vom Handel / ki
nimm nur das Gerichte Pondus ich ach
daran fonderlich viel gelegen ift / Denn I
mußgar eine gewiſſe Menfur in deiner ZH
Tammenfágung dei Philoſophi hiquorifchh
Weſen gejchehen 7 Die uhralten Arab)
fihreiben | hiervon alfo: Pondus Mafculi ü ;
guläre & fceminz piurale femper efto, DE
Das Weib den Mann nicht uͤberherrſch
Der Mann auch den Weihe nicht ju d
tvaíti ſeh / und das Aqua refolvens nidf-
zu eh. / damit ‚Der Saame oder if.
Sperma Hicht ertrincte 7. Gtunitas per D
litatem in Trinitate , faget Paracelfas, DE
in jener Parabel, wird gar fein angeddb
unter den Muͤhlraͤdern und Dero Zahl
Propertio, Mercuriiad Sulphur: Unter ob:
Muͤhlwaſſer aber das Menftruum verdee jr
Sàrl nost |
PE
Nodus Soplicis Erada
Seenach folget der Lapis.
Sem niamt ein Stem g genat |
(p) T^ q 164 attenditur di: quo. |
optinio. témpore adfutiidtur e
enim que: ber res ad. humaoum. venit u
quan.o urſui natura & perf Giffinia elt.
pis aut: mno.ter, ficut ubique reperitur, iE
in omni:zmpore reperitur; led non in o
inpore 1 qu: dis virtutis. el: ficus nein ©
" —J 1
gute Ana
00. Qoeadibet nafcenua fuum tempu
| ópriam habent : quilibet fru&ius & E
Il tz tunc mebores funt , cum maturi funt : hie
apis nolter M-lior et ex duobus : primo ex
ir oorejfcilice: quande paícitur in vere. Alia
gun gummi zítivo colore mutatus & effl sit,
p Noftrum enim gummi verno tempore optimü
X funditur, Quiaenim fanguinis humani na-
Maure maxime approximat , & generationi
[ET nimalium appropinquat: fanguis antem in
ven re maxime augetur, & animalia ad com-
| nis tionem ingitantur, & aves ad cubandum:
leo tunc lapidisnotri materia eligi debet, &
al opus couveuientiffime tunc applicatur , ut
io is nofter volans producanirs five plumata,
uu ive deplumata. Unde dicit Raymundus de
intern Ynis, Ponatur autern Lapis in vafe phyfi-
/ co. jn puncipio veris fole exitente i in Ariete,
loc enim tempore „ut ait Raymundus Mat-
«i jt llien6s, magis augmen:atur calor & humidi-
tas " funiliter fanguis & cholera fimul, Et
dco etiam hoc elementum lapidis magis
ndat i jn vere, & hoc n.odo natura juvat
m; & tempus opus, & plaptz magilteri-
J Secundo ex no vitete fru&us :. recentes
qum eliores ſoht antiqnatis , fi [ut maturi 3
N la éx fi g.lis rebus genitus , , afuıs radici-
|" ap paulatim mitius extr ahitut , quo⸗
159 jue total liter cornimpatur, Nofter antec
tenerrimus c(t, & cto virtus ejus. ex-
E ^ nifi noftro calore nutriatur, Et ideo,
iniquas operi noflte non congruit , fict
Mi, ee RU ee 5
TER
e
666
_ IRcorrüptus,
antea di&um et. Sed recens et omni)
Laurentius Dental,
- (pp) Quare materia toties converti f
una natura in aliam debet, ad omnia facic
daquz in regimine ejus funt, ad eam ad pi
feGionem perducendam. Qaare Sapieng
lapidi multa nomina indidere 3 poltqud.
materiam lapidis refolviffent ac fpiritual
effeciffent , dixere materiam effe rem vile
Cumque ipfam fublimaffent, Serpentem ve.
carunt ac beſtiam venenatam. Cumque e.
dem calcinaffent, dixere effe fal, & hujusm&
di, Et cum folviffent , vocaruntaquam, E :
in omnibus locis reperiri dixere. Cumgß
ad oleum, perduxiffent , materiam rem
eofam dixere, ac paffim venalem. Cum
ro cangelaffent terramnuncuparunt , ac eft.
tam pauperes quam diviteshabere, Cumc.
€i albedinem exuiffent , lac virginum , ac \,
bum quid dixere. Ac cum rubedinem ejf».
furfum fublimaflent,ignem dixere, ac rubr
quid. Atque hoc pacto prout materia lale v.
dis convería crat in peculiarem naturali,
nomen illiindidere , donec ad finem. per
&us effet, A
AM, foann I(aacuso
(ppp) So iſt nun Feine andere Matc
darauf der Philofophifhe Stein WW).
Mercurius Fommt / und Fan fonften na",
gem
— (oer Edelſt Gab GOttes
ends gefunden werden / worinnen bu auch
uc en möchteft/ fep gleich aucb in der gan?
Ben Welt: Du fucheftz findeſt / befommeft
fe überall umfonft ; Aber ihre innerliche
Matur iſt dir unhekand; Auch ift Feine ans
p it zu finden, die folchesaußrichtet / alg
ie unferige einige Materi/ bít da von ei⸗
ale folchen hohen reinen Saamen gebobe
tren 4, bie GOtt felbft vor andern hat auß⸗
ohren / und ift Doch nicht Dafür anzuſe—
"pen Daß fie fo viel vermag / und mit fo bos
Merinnerlicher Krafft begabet iff.
* ' 0 Benedichus Fürulus,
"M |
Q^ fpppp) Sch hielt an / mein Herr / Fette
mam ibrer viel dieſes Waſſer / hat e8 auch
»Winen eigenen Namen ? Gr fehrie aber [aut
mad fprach/ menge kennens / jederman
ntelehets / feheng und liebeng, Es hat Nah⸗
mögen aber viel und mancherlen : Gein eis
‚uhener Name aber ifty Das Waſſer unferg
neers/ Das Waſſer Des Lebens/ welches
dieit Haͤnde nicht neget. Ich begehrte noch
ultiten: Gebrauchen es Andere zu anderen
chen? Er ſprach / e8 gebrauchtsein jeds
grtbere Creatur / aber unficbtbar.
a". Michael Sendivogins,
"ppppp) Syd) bab allein von ber Dinge
Whrzefpondeng / die fie mit einander haben?
q Pad WWürgfungder Sonnen, Mondgund
m! keinen / den unmifienden jum beſten
c hands
y
XQ d.d
XN Vt
gm und wird Dod) nichts afant.
ven Hilff von empfahet. (4)
OPAWDÉORA, [
Handlen/ wollen’ bann ‚die Wiſſenden
doͤrffen dieſer Unterrichtung nicht / un
fubje&am ſtehet jedermanniglich eor 9!
Michael Sendivopil.
(pppppp) Dann die Materia A
ben auch gehört z zum Theil unadotflt
undgeringz und überol / der 9tottbugt?
nah genug / ohne groffe Mühe zu beko
men. Die Arbeit iſt deicót und geru
shätig. Sn Summa die gange Kun"
ben Frommen und von GOtt darzu
wehlten auffs fchlechtejt/ und ein fältıgik!
Den Gottlofen aber und bófen + /
ſchwereſt und unmögfichft zu faffen ubt
zuer forſchen ift.
"eru WERNE
Linb ben ber auß zmeren Sir
gen wadfet / da die Fliegen IH
(9) EX duobus autem compofira, ex (uel
.— :E&-rmate maris & menftruo femina (dd
ek, ex rubeo X albo nafcitur, etiam HER
Quos montes, qui fant pater & mater, |
&amen inter duos mentes , id eft fulphi
argentum vivi:ro, vel folem &lunàm fe
pioprieiatzu lapidis in fe ipfo conſider⸗
ws vero iut o gincm demonflraat ı,
| boe Edelſt Gab GOttes.
a aiculo & femina genitus cft ; & idcà
Datis & femin& proprictates in fe retinet &
| » níctvat |
E" c | Laurentius Ventur à.
NS Die Philolorhi ſagen auch / daß
wiſchen zweyen Bergen generirt ſey⸗
qUaB ei auf oen Miſt geworften tmerder
auch mit unfern Fuͤſſen zertictim caf er
i 3* Maͤnnlein und Fraͤulein gene⸗
| teetbe/ und DAB er in mir / in Dir und
itrgleidyem Dingen fto.
| saber fommt e8 dann / daß bie Eins
ültigeny mann fie foiches hören/ etlicht
"a 4j liche Menfchew Kotbr etliche
ji M etliche Menſchen Blut / etliche alte
Pumpen und dergleichen Ding diſtilliren/
un n ip fegfich [o gewinnt einer als viel / als
[ ander.
T Aber man foil ſch deffen nicht verwun⸗
ttiv weil fie fo tbórict ſind paf fie wol⸗
Jm) und > machen auf Dingen die
4 anſemals ex fpecie: Solis vel Lunz ftint
‚en vefen: dann Feiner gibt das fo er
„el Bou fobringt auch Die Neſſel Feine
monk e
win Wie wollen wir bahn bif Dübium foi-
y n Diß folt Du für gemiß haltın?
B bit SDbitefopbi / die da fageh / unfer
P " Ratter fepe an allen Diten’ unb in al
oit 4 Dingen / recht und tvabr fagen / un
BB in pitfen/ ihren Worten Feine 9 p
v
"
DIES
678
Fein & bier noch einiges Ding iſt / welch
nicht (haden mag Nimm il
Lu ÀNDO RA, "rH
bikcuitát fene / fó bu t$ ttd, N
türlid) betrachteft. Denn weilauf Erd
eine lebende Krafft oder Vigorem ih [i].
bat/ wie auch die Mineralia, dag da Fön
generirt werden/ ohne natürliche vo
che JDige und óbné feine Speciem, — CH)
verſtehen e8 die Philofpphi auch alfo/ :
dieſe Species mit Der innerlichen natüi
chen Waͤrme ſtets germinirt/ ohne welch
Hitze pu qud) nicht das géring(tt hab
koͤnteſt.
Phanix Atropici
Nimm ihn nicht dann frifch nf
einem Blut / unb wann er tic.
luſtiger Natur wäre / er vermiſc
wann darvon das ſich gleichen / |
mengen ſie fid)/ und gleichen !
zuſammen / daß ihn das S
und ſchneid ihn mit einer Cd
in der groͤſſe als eines Finge
breit/ ‚oder eines 9idgelé br
Und nimm feyn ein Pfund eh
24. fotb / und tbü es in UE
Pfund alfali ware, und in 4. Vs
Kinderharn / thu das alles "
|. Gom Edeiſt Gab Gottes:
Hlaſurten S opff mít einem langen
alß / unb feubéee nut einen fenff
en Feuer / biß 88 einſeudet bag
du Oben zu bem Loch einpruͤffen
Magſt / but dich daß bu feinen Ge
M
|
|i
4
a
ema nicht verſucheſt bann. es
merderbete dich wann das alfo
Waſer twerde/ ſo findeft du Kebis
herwehletsußafler: (0) —
X 714. Mineralegià (üpr, Citat] und
I
T
" BV na die fuͤnffte Anmerckung über
i 86 Cilffte Capite des Erſten Theile;
Lt (v) Uáde in libra Sátutnt, de hujus. iá«
nlidis procreätione prima & fecunda dici-
qii Si mafculus cum femina conjungittte
«E " ternperamentum, mediante ſpermate, ne-
jte eſt ex menſtruo generationem fieri;
| f quidám alius Philofophus ait ; — llla res;
I qua lapis fit; vocatuf Rebis, id eft. res
(| Mscompofita, vel res ex duobus compofi-
As Et Vere dixit; quia fimul vel femel in
nggntee terra, id e, matris Compofitüs ut
pi feeretuc , & álterá vice in vafé vitrea
.mponitur, ut in elixir perficiatur,
, is | Laurentius Fentsird
1 Ehre das Waſſer / denn es iff
N oem Volck geehret / laf es - |
67i
367
den und ſiege es durch ein dud |
foann bu wilt/ gelobet fep ED ^
und purger den mit Eſſig um
OPANDORA/
unb bebat die feces / und (ft. of
Stein da alle Miſter darvon ſchr |
ben. Et iſt ein Stein unb nicht el)
fein’ du ſindeſt ihn an uflen &#
pe auffoer €bne/ unb auf og
Bergen/ unb in allen Waſſerc
und hat ihn der Arm ſo wohl di
Schwäche, unb aller dings t i
theureſt / von ihm mag Herren up
Könige vertreiben / du magſt ül
aud) ehren und unehren / mit (iM
uno fein tame aebenebepet /
ihn allertbeureit von allerſchno⸗—
iten Dingen hat geſchaffen. O
Waffer diſtillir ſeben nalen / i
was da feceg bliebén/ bie behalt
inb bann fo nimm Mercurin
Salz wohl ein Drittheil ei
Taßzs / ſo wirdes lauter und il
von allem Unflät/ dann nimm
fen vergieften Hafen mit eif
langen Halß / da thu ein Bf
— und halb als d
Oder Edelſt Gab GOttes.
iore darzu / das von dem Stein
i jemadt iſt und vermad) es gar
Joh! mit gutem luco, bag Hitze in
9 nem kleinen Defelein gar wohl / daß
| ip gie, unb zeuch das cur her auß/
Mund das Kopffiein (es darein / und
toe ritopffe das Defelin gar mol/unb
Mages alio über Nacht ſtehen bes
grim ninim das Kopfflein bee
CD
D
9
| |
*
M
; *
iu
ij (eo it unmögfich. einiges Pamieular
t
| oper Univerfal ohne dem Spirit
M
I:
P
li
Saturnalifchen doppelten Mereurii zu
de à Moni Snyders
NT jebrauchen i(t/ zu wege zu bringen. oder
ii perfeätioniten.
4 N. f T Der Antimonium bat doch mehr
Saltzweſen an ſich gezogen als der Mer⸗
urius vu Igi, darauß ihm ſolche Coagula⸗
1) Ntion entſtanden / Dieweil Das Gals die
i ite giebt in allen. Dingen weiches
uM dem gemeinen Mercurio aber mangelt /
lio wenig Saltz hat’ darum meilein his
rSchwefel⸗Geiſt ibm einverleibet uns
Brborr weiſe / er ſich ſelbſten im
ir ſe / uñ Pan su Feiner Coagulation bracht
:- dem tà —— D denn ein Zuſat
|a $n
Mundi, en welches flate Der Spiritus des
Der
673
(674
ben. (o) à
manifeſte, fatuosautem miferabiliter exc
PANDORA E]
der andern metalliſchen Geifter / weld!
in der Mutter des Saturni am kraͤfftie
fie und mächtigften für den andern au!
gegoſſen ift; und ohne ſolchs nicht Hefe
hen kan er habe denn den Stein of
Weiſen ſelbſten Dadurch er feiner bep ad
fahenden Dinge nach / in ein gleichmäflt ı
ge Eoncordang gefe&t wird / und. ein
folchen Leib uͤberk ommen / der fid) ſchm⸗
tzen / treiben/ fchlagen/ gieſſen / flieſſen un
töten laͤſt / gleichſam andere Metalleil
ſonſten ift der Mercurius ein lauffend
Mercurius, und bleibt ein Mercurius, ſo la
ge big ihm fein Lauff benommen wird.
| Baſilius Valentinus N
So findeft bu erlicher mag Mar
Curium coaguliert (o thu Dee 250
fere darzu aber als viel als voll”
unb fé& es wieder in den Ofen / /
allen Dingen als ju dem erften) di
fo tbu ihm zu dem dritten mal",
auch fo finoeft ou den Mercuriuß)
ftat und ceaguliert/ und ungeſch/
(9) Ue filij cum Geber profundifi i à
. WEmediocribus loquatur, & prudentill T
dat ab intentione vera hujusfcientiz, idee
Over Edelſt Gab Gottes.
ipfum re&e imelligis, hecfubfantia eft illa,
de qua fuperius diximus, & | operati fuimus
wt eit di&um, & per eandem vera funt prz-
, icta, ut patet fubtiliter intuenti: quz fub-
l lantia,ut ipfe dicit,elieiturex corporibus, vel
iihex ipfo argento vivo, videlicet in metalli-
ſcum corpus converlo per naturam: quia ,at-
lgeotum vivum tenet infe naturam fulphurise
Mi& ideoipfe e(t materia omnium merallo-
lilfum, qua ex argento vivo & fulphure fiunt,
lut eft dictum. Et fuppofito, quod exargen-
llo vivo eliciatur itamateria, ipfo. in metal.
Viti cum corpus non conve:fo, ficut ex argento
n, 1 70 communi, ut velle videtur ipfe Geber
qai dicit, & tenet, ut videtur, quod ex ipfo
olo potcít fieri lapis : attamen ipfe dicit,
jc od fisetur prius, ita quod gaudeat in igne
jerleverans, Et tunc e(t idem, oc fi effet
[|
'
li
Tul
nw EN ,.^^ 1; . . . -
p paturaliter in metalli fpeciem converfum, nec
»us, Neque enimaliud ad hoc opus per-
| "ciendum requiritur, quam metallum, ut in-
| uit Geber. non tamen | perfe&tius ab ipfo
WMMercurio fitlapis,nec ab eo plus perfe&e eli-
gitur ita ſubſtantia, quam de corporibus, Ergo
il iX corporibus poteft elici ifta materia ita pere
"te ficut àMercutio eriam elicitur, Ideo ad ip -
i| cerpora, adiftam fub(tantiam eliciendam,
„ienum duximus recurrendum effe, dimif-
^3 Mercurio communi, prout eftin natura
in a, propter longam & prolixam ejus prz-
! V'arationem, & fixionem, circa quam labo-
MEC ^ dua | rayt-
me X
pm Te
|
]j
quU
It
| RL
675
676
- laborare, & nihil finaliter invenimus. Et ide]
und nimmedie feces die oubebaltiN
ſetz das ín ein altienben Dfen /
PANDORA; -
ravlmus quandoque & plures alios vidimu |
de fublimatione iius Mercurii, & alter
fpirituum praparatione, in hoc primo libı]
nihil curavimus, quia nihil valet ad operatid®
nem, vel perfe&ionem unius folius preci.
lapidis, unde nihil perficit, five juvat.
Incertus,
Des fer ein Theil auf 6o. Mia
tis Mercurii ober Veneris purge,
tí/unb wird gut und weiß / des ve
wandleten Martig (et ein Theil af
purgierten Zovem oo. das will!
befjet bann natürlich Zuna. SDBílqi
aber Solem machen fo nim—
purgierten Mercurii 2. Pfun
baftdashalb Theil, und reibe
einen halben Tag / auffeinem Stel
gar wohl mit einander/ und (In.
esinein &opfflein; und geuß be
alsviel des Ißaflers darauf / u
andern Tages ſo reibe es aber
vor / undthu zu ihm die feces unda@l
Waſſers ale vor / die Arbeit thu s.m
deſſelben nimm ein Gewicht aut
* Oder Edelſt Gab Gottes.
| forgerft Silber oo. dag wird qut/
Dderſelben nim — fürbag ein Ges
wicht / und (ege bae auff oo. Theil
ovis purgati, Das wird fein gutSol /
edel und marbafftig immermebr/
"umo ífi ein Elixir daß du verwandleſt
‚ale Gorpora/ in gut Solem und
Lunam in einer Stund. (u) —
N
Pe Docimaftica und “Probier,
Mi Kunft ift eine herrliche Wiſſen⸗
| Iaftt/ denn fie unterrichter mich daßich
i den Halt in alien Ertzen haben kan / allein
Mas Alterthum wuſte auß Dem Wachs⸗
ilum der mineralien und Metallen / weg
imDaltes fie waren totBroegen nun auch Die
et bildung in Der Chymia, Daß Die gt
" Mint uno Durchs euer gegangene Mes
Mlle diejenigen / welche die Philofopht
X Verfténpen/ wären ihrein Propos Die Ats
Shen zu verfolgen feſtgeſetzt hat / wie genau
pim vichtig fie aber treffen / erfaͤhret ihr
f Feutel/ in Verliehrung der Mittel/ unb
| jietole Zeit wird verfpilttert 7 und zu
| | bte gemacht Der von oer Erden
N! Fgte: Mein Patron repet recht / dannenhero
WI hmich herslich über derer Laboranten
neben verwundern muß/ mann fie vorge⸗
m i fie hätten’ Pacticularia ex Venere, Mar-
T und Denen andern Metallen / ba doch
ib
uj
Mer Verſtaͤndiger zugeftehen mußr _
P u oap
e
678
Wercks auch Fein Particular wird auf fert
phico angefuͤlletwaren / Durchgangen f
PANDORA
baB er in erinangelung des Univerfalf
tigen koͤnnen Dod) iſt des Ruͤhmens ſ
dich) wann es aber zum eflect komme
foll, fo ſiehet man wie bie Krafft def
Wercks mit denen Worten verſchwin
dei, Etliche bilden ihnen eine gewiſ
ptis Der Philoſophorum fo fürmlich zu aj
pliciren / daß man ſchweren ſolte / fie to
ven veri Adepti und Der Meifterfchafft t
fie Kuͤnſtler und Außarbeiter / betrüg
nicht allein andere / fondern fid) zuglei
felbft mit / der Anfang läft fie boffem
aber Das Ende machet fie in ihrer Ho!
nung zu Narren. Der Oraf Bernha—
von Tervis ift im dieſem Irr⸗Garten ziet
lich herum geſtrichen / und iſt fich zu v
wunderw daß er im vier und fechgig
Jahre erſt Denverborgenen Faden geft
den / an welchen er zu der Fontina gel
get ift. Triton fagte: Jedennoch i
Buͤcherſchreibens Fein Ende 7 und (ey
immer einer Demandern nach. - Ich
ftehe gar gerne, / daß ich Diefer Sache RR
nachgefucht/ aber Feinen Zweck der
ein wenig vergnuͤget hätte z erhalten FIR,
nen. Cunémalg /nad)bem ich beynahiiik,
Diese Bücher Die oon dem Lapide Philc
te und in Deren mehren. der Satur
^ TM :
Dp
| Oder Edelſt Gab Gottes. 679
Ielobet wurde? habe ich mich über ibn gt»
wadt/ und auf alle Weiſe fein innerftes
waßzichen toollen. Ich betrachtete ibn
i6 einen Vater aller Metallen / ich 408
wm feinen Spiritum , rothes Del uno
dal! qug/ combinirte es zufammen und
ſachte eine herrliche Tinetur herauß / wie
Maber fein Vermoͤgen auf andere Me;
le probiren wolte / fo wieſe er mir / daß
aß hme nichts / was einige Metalle zur
nuerbefferung bringen möchte / Fönne ge-
uacht werden. Ich wuſte nicht ob th
i der Projection verfehlt hatte / denn in der
Eoration zeigten fid) mir alle Die von ber
T
Philoſophen befchriebene Farben / ich
jgimentirte Die mafla mit Golde / in Mey⸗
ing eine transmutation zu erlangen/allein/
mbar nichts mehr als eine colerirumg/
‚min Eurgen vergteng und eine Schwärke
ee Ich fief endlich auff Die
qfiintra Saturni.
Eckardts entlauffener Chymicus.
UN
i) Nachdem ich von Jugend auff su
aj feabren Philoſophia groffetuft und
naliebung 5 — habe / als bin ich auch
war bie Sophiſten und Betrieger /
mil! Cames Bernhardus, und Dionyfius
„ıldaarias on fich felber zeugen) wie ihnen
Mehen / gerathen um etwas von ihnen
Ul TRen. Diemeilichaber durch viel de⸗
amu c -WWa fcm
[un
J
N |
Ni
- 690
PANDORA, |
fenund Studieren erſahe / daß e8. ein G
ſchenck und Gabe Gottes iſt / und fei
$pbilofopbus macht hat bey Verluſt D
edlen Kleinodg feiner Seelen / wie au
vielen Plichern ber Philoſophorum zu €
weiſen / daſſelbige jemand zu ofſenbahre
As verließ ich Die Sophiften und Proce
Derkäuffer, und will auch jeden Liebb
ber diefer Goͤttlichen Kunſt dafuͤr ernfil
gewarnet haben / niemand Glauben zu
ben? der ihm ein Proceß um Geld anbe
welches ich in meiner Zeit viel erfahren |
bes beromegen ich einen wohl dafür wi
nen fans der fídb nur mill warnen [afi
denn ihre Triegerey ifteitel Lügen. D
keiner Fan ein particular machen / ohne
"extra&ion Salis Ammoniacı oder Merc
Philofophici auf der ToNeapboru T
tifchen Waſſer / welchen Gebrauch |
fphitefopbt nicht fo offenbahr entde
haben:
anonymus.
(uam) Siegfried bath um Derzeih
bap er auch feiner. Unwiſſenheit
einig ungereimtesmöchte mit vorbrin
er wäre begierig in Syrrtbum Die corre
und Unterweiſung willig und mit D
anzunehmen: Ich erinnere mich i
vortrefflichen Beccheri feinerPhyficaSu!
ranea geleſen zu haben/ daß einmal ei
toifier Sreund von einem Italiener 4 |
Oder Edelſt Cab Gottes,
befantes Ertz fo ver confiften& und Anſe⸗
üben nach einem rofhgäldenen Ertz gleich ges
chen / um ein Kopfiitück gekaufft batte/
uber Sreuno toirfft Die minera in den Tiegel/
fie faher bald an zu ſchmeltzen / er laufft zu
dern ihm anwohnenden curieulen Beccher,
dun bittet ihn bey Vermelden was paſſi⸗
—— — sd * -— 4
Wret/ ihm etwas Silber zu lehnen. Beccher.
ilgitbt. ihm zehen (ST ber Freund wirfft einen
Mach Dem andern in Den Tiegel / darin⸗
hinendie mineraim Fluſſe ftunde / diefelbige —
Mehet das Silberalles an fich. Er per(anget
qon Becehern noch mehr / Diefer in Args
wohn e8 möchte der gute Schluckbruder
ihm eine feinte machen/ gebet mitibm er
nifiehet Die Begebenheit mit Verwunde⸗
rung an/ toirfft noch etliche Gulben ein /
nlimelche Die mareria allefammt in fich vers
NN ſchlinget. Beccher hieß ihn die maſſa auß⸗
giefen. Nach ber Erkaͤltung ſahen fie
‚mit erfreulicher Beſtuͤrtzung / daß bit gan⸗
une walſa in ein gediegenes Gold gegangen
(par^ von welchem Beccher ein Stuͤcklein
„feiner Schuld nach abgeſchlagen und zum
T pa meißihum. deflen es behalten hat.
den Reſt aberbat der. Sreund durch vie
Surgel gejagt in Mennung es wuͤrde al⸗
le Monat ein Vagant kommen / der ihm
‚mit dergleichen minera regaliren wuͤrde.
Wer willläugnem daß ehemalig ergehltes
jf Bon Dem Viol der Dein Silber ven
BGold⸗Purpur eingepräger/ und jener Oſt ⸗
TT | Mu; In⸗
J
- 68r
. Händen gefüblet hat/ eine Unwarheit fey
— S9 Monf. Siegfried/ verfeßte Der von Del
. fuccurrirt/ und feiner Ernde nachmals i
AN DO RA: r
Indiſcher Schwefel / welcher das Queck
fibi durch cin gelindes Feuer in gebitge
neg feines und in allen Proben beftändiges
Silher cosgulirt bat/ Das Monſ. Kıafl
mit eigenen Augen gefehen und feiner
Erden / fein vorgebrachtes beftätiget alle;
dinges meinen Vortrag / daB ohne Dei
Univerfsl Werck Fein Particular Fan gegel
gen werden / Prima Materia Metallorun
Die dem Steine / Dem Vitrisio und Sul,
phuri bepwefend geweſen / hat allein/ we
gen geichehener Einlegung van der Natur
Die nicht an die matrices fid) binden laͤſt
ermeldete transmutation. außgerichtet
Gluͤckſelig iſt der jeniges "der wann er de
gleichen innen wirds. ein fo(d) Gluͤck ihn
nicht entgehen laͤſſet fondern im _ Nach
finnen und fernern adjumsnto der Satu
viel taufenden als vormals genieffen mag
Eck hardts entlauffener Chymicu
(uuuu) Augmentum Solis Theophrafti
Ein groſſer Schatz in geringer Zeit 2083.
überfommen. Zeuch hinweg indas Se
bürg / genannt Montes Cafpäi /in welckeı
Gebirg die Juden / die man nennet. Di
rotbea Juden / die oon bem groffen Alexand:
der verfchloffen feyd : Diele Juden erneh
ren (id) allein mit dem allerbeſten Gold
"i
Oder Edelſt Gab Gottes.
"ii barum ift ihr Schweiß ſehr koͤſtlich Nim
Ton dieſen Juden / ote aller eife iſteſten und
ekſten / fo viel du wilt / nemlich ein hun⸗
tert oder zwey: Dann hundert Juden
Weben dir vier otf) Gold auff ein malfühs
"rdiefe Juden in ein warmes Yad/ wel⸗
es genannt wird das trucken Waffers
“affelbige liegt außmwendig bem Gebug/
"p waͤſch diefelbigen Juden tvobl mif |
Miefem Waſſer / und reib ihnen die Haut/
nabfie weiß wird. Darnach mad) ein
Darm Waſſer in einem dreyedlichten 8e
Wig/biBeg beginnt zu rauchen Dann. ift
i as Waffer warm gnua/ bam faf. bie
Wuben darein geben/ und (af dafelbft in
chen ein Ave Mariafang/ darnach geuß
Ma Bad⸗Waſſer mit den Juden auß / in
N nandere fchlechte Hütten und. Frave
We mit den Händen oder Bürften bifi fie
oh weiß werden/und ber Schweiß foll
eohl durch daffelbig waſſer aufgezogen.
Merden / und abgewaſchen / und die Haut
nch ohl duͤnn gemacht / das geſchicht in et⸗
pen Juden ein.malin etlichen zwey/
In —5 — dreymahl / mit dem Waͤſchen
er warmen Waſſerbad. Und me!
i^ramn daß diefe Juden alſo duͤnn und aufs
(MP Rict oder außgerieben ſeynd / fo ftreich
( "i8 Badwafler ab ihnen durch ein Buͤrſt
ip fette fie _ an ein Drt/ daß vie
ut'i5onn überauß heiß fcheiner/biß dag Bad⸗
affer wohl von ihnen abtrucknet. Sirio
ı E werden
683
634
mit Efjig und wirff über fie Pulver / da
» rind’ und leite fie abermahls an
JL PAN DOR A,
werden Dann bie Juden Durch Die JO
und Wuͤrckung der Sonnen / gantz ſehwa
gleich wie di Mohren. Darnach nim
dieſe Juden / und bade ſie / oder netze
man Salbe pflegt zu machen für D '
Sonnen’ bif das Pulver eingctrucfa
iſt / darnach toirff fie in ein Waſſer aqua
Colaturz ſanguinis Nobiliſſimi Animali
dann wird ihre Haut purgieret / und wi
wiederum rotb mie vor / und man muf |
mit Juden Sand reiben / darnach fuͤh
fie wiederum ins obgemeldte Giebirg/ 1
fie vor gemwefen ftpab/ und zeichne Die IE
nigen die du noch in gehabt bafi daß 1
fie nicht aber eineft nehmeftz fo das
t$ durch ein Oſterlamm Sieb / fo bfei
der Juden Schweiß in felbigen Sieb, d
Waſſer aber fällt hinweg daflelbig 28089
fer bebaít/ und nimm den Schweiß u
thue ihn in ein Goldſchmidt Siegel/ ul
reducir es in ein Corpus fo wirft Du o
allerbefte © haben. Nota 24. Juden
ben ein Loth Schweiß: Alſo geben ic
Juden 4. Loth Golds / und dag mag
ineiner Wochen von 100. Juden haben
Loth Gold. Go bu es aber ein gan
Jahr Gotft/fo rechne und numm "
| eat
: |
| oer Edelſt Gab Gottes.
JIefbft ab / was du für einen Schag bekom⸗
| Gy ift bie allerheimlichſte Kunſt / von
IW
hlten Philefephis verborgen. GOtt fen
Wb und Danck ber mir ſolches geoffenbah-
let bat. Suirma von 100, Juden haſt du
lit gang 1248. Loth ©. ie. u
l^ Beatus autem & Felixquihzc intellexerit
Maris occultata ab oculisinfipientum, &c.
di "0s » Rofarins N ovm,
ii" Thomas de Aquina.
—J. f
' 3D du allerliebftee Bruder / deis
nee fleiſſiger Bitt / fo bu lang ae
jan haft / bíft du mich uͤberkom⸗
Wen / einer Furgen Xractat / von
nſer Kunft / ein gewiſſe Regel ein
C:
jpur/ unb gewarlid; will id bir of⸗
‚unbahren / unb in act. Capite
niften (a)
| oM h
ME) "T^ Urs rogationibus affıduis , cariſſme
WIE X frater, foperatus tra&atum brev: m
V arte nofira, certas regulas operatienis !c*
NMÄS& efficaces, & tincturas veriffimas conti:
jiffntem , propono tibi prepingere in octo
y ilf oitula patrium , volens te in tribus habere
Mecatum : Primo quod non cures molum
Ie» | de ver-
\
a "s
TU
1%
mM
wiote Wiveung / nuglie Zins
dinellen ‚und toi) dich ura dreyerley
65
en
,
586
tione experimentali, rota ars Alchemica
‚Alberto traditas , ante oculos babue
. riorilibro vulgaribus tradito, philofop
PANDORA,
deverbis Philofophorum modernorum &
tiquorum in hac fcientia loquentium » que
am in capacitate intesle&us & in demon(t
dem fibi conftituit, Philofophi veró cel
volentes fcientiz veritatem , quafi omnia
gurative locuti funt, Secundo noli plural;
tes rerum appreciare , nec compolitiones
verfarum fpscierum , nam natura nung
nifi fimile producit, quamvis ex equo &
no mulus generetur produ&ione imperfe
ficut quidam fcientiam imitantes , ex pl
bus quandam multiplicationem produci
Tertio ne (is garrulus, fed pone ori tuo
ftodiam , & ut filius fapientum, margat
ante percos non projicies, Cum Deo
pacem habendo finem ordinatum in op
tuo femper in mente przhge. Credas
certo. , quod fi di&as regulas mihi à
non oportebit te Reges & Magn
qnærere ſed Reges & Magnates omnem
norem tibi impendent, | Sufpe&us eni
mais in hac arte ferviens Regibus & Pral
sum ipfe non folum iis fubvenire poteft
ram omnibus indigentibus gradatim , c
autem gratis accepit, pro precio nulli ii
ternum przftare debet. Sint ergo re
przfatz in corde tuo fecreto fignaculo ii
birabiliter fignate & figillate , nam inf
locutus fum , tibi autem & filio. fecre
Oder Edelſt Gab GOttes
ino-apcrüus de tua teciturnirate- confifus
F ieh,
4 (a3) Sed vere vere , multi venient pfeudo-
à hilofophipott me, qui feducent operantes,
liorum in £- neretantummodo ducs invenio,
lentiam iam eooperientes, | Prius ef
lnoraus artem, & fophiftigus: fecundus vero
iens & Philofophus invidus. Primus compo:
Tt libros deceptorios, deceptiones fuas & fo-
liticas teftihcanres,& fcribit fuper capitaip-
i um zitulos Philofophorum bonorum,ut vi-
"lantur habere bonam artem , & elixic per⸗
Qum. Et ut magis credantur ab homini-
$, ferunt pulveres lapidum , albi , vel ru-
sentes deficiunt in operationibus , dum
Wipbaat fcripta, illorum, — Secundus eft to -
afgis remota funt à veritate , ad: prolongan-
ulm homines à via vera , quantum potett,
ülfetque probare dia fua per fols rationes,
I videntur ipfipientibus effe ceztiffimz: ille
yid Itartem in herbis, & Plantarüm £zv&ibus,
in, 43 multis vegetabilibus extraneis & :emo-
wl. Vel ut videatur nobis relinquere ve-
mihattern, magis philofophice loquitur, ae-
yh
ique funt materiz Philofcphicz , eaque
Mis extrahit, velut à vegetabilibus , &
ihalibus, & à multis aliis extraneis, videli-
| ser
eo Frallatui*D, Thoma de wAguıno
19fi, & tra&ant aurum & argentum : fed fe”
ns fundamentum fuper quaiugr elemen- -
68 =
688
‚get ab ovo, à capillis, à fanguine, à fterc
eſt atramentum , fal borax , alumen, v
ram materiam, & naturam mineralem,tas
C PANDOR A,
re, aburina, à fpermate, à bufonibus, &
aliis multis , quemadmodum fcripta illor
demonftrant, & declarant, Velponit un
pro alio , vel fimilitudinarie , vel ad plan
& ponit totam artem vel in principiis prz
&is , vel in mediis mineralibus remotis,
chafita, magne(ia, tutia , & alia miner
mula, Et quamvis pradica juvant ad
&inationem quaadoque , & ad mundificat
nem , feu ad colorisaugmentationem, tan
invident, qui ea ponunt pro materia Ph
fophica complete, Et (icdetegunt artem
etiam operiunt, & feducunt infipientes M'
vilipendant attem: & quamvis accipiant
per diverfas eorum operationes ſictas &
poffibiles , feu ineptas, prohibent infip
tem pervenire dd complementum, Eı&
velli Alchemiz artem comparantes per
tam ut fupra , creditis expectandum ho
& transmutationem bonam, & veram
«o, quod cito ab ignis combuftione def
tur? & in cineres redigitur? An non dic
quod fulphur & auripigmentum cito cod
suotur? & ab ignis combuftione eite cc
muntur ? Sed aset femper diutias mant
combu&um, Perfe&uminmerallis eſt ar
tum yivum fixum, utfupra,
Rofarinm
Oder Edelſt Gab Gottes.
Bu dem erften daß dunicht viel
u adeft vieleriey Worten der Philo—
fopben / tie da von bier. Kunfl
* febreiben oder reden. Cb)
(b) ew ?lmit an vollfommener Wiffen-
EL — nichts mangle / und der Le⸗
D fer durch viel und Weitleufftigkeit / ſo wol
i Materiz , Geſchir / Feuer und Zeit halber
mE werde irz gemacht / indem bierinnen bif
"Dato alle Authores febr gefpielet / viel ges
‚dichter und vexiret : Will ich sum Beſchluß
aufs Fürgefte und deutlichfte/ fo. viel dag
Mecht und Kunft Verſchwiegenheit zuläfe
ſet / in diefem allem meine zwar fchlechte/
tinfälfige Meynung / doch Runflıund Na⸗
urmaͤſſig entdecken nicht zweifflend / e$
Iwerden fo wol tiefflinnige / erfabrne und
vahre Beſitzer diefer Kunft 7 als Anfänger
md Tyrones ein Belieben tragen 7 meil es
Fuß tolmeinenbem treuepfirigem Hersen/
Jib Siebe der Warheit. berübret.
ER Incertus Macrocoſ.
I Bann alein die funft ſtehet in
„uöegreifflichfeit und in der Vers
aͤndtnuß / unb in ber Anzeigung
der Wuͤrckung / da bat die suntt
Ihren Stul bin gefegt / und fürs
pie
gU Pblojapbi haben elm.
685
620
. item potiffimum tenax , ne fibi periculum.
. tamen locuples, librorumque magnam co
PANDORA .
die Kunft überbeben und di
Barheit.( —
(9 A Rite prudens fit, & ingenium ha⸗
— 7^ *beat naturaliter. fubule , & profua-
dum , judicioque egregio polleat, Inſupet
fit doGtus,ut quod per ingenium nor adipiíci*
tur, huic defedui per dó&rinam fübvesia-l
tur, Quicungae eaim ad hanc fcientiaralW
pervenire vult, inquit Arnaldus, & non e
philofophus, fatuus eft : quia hxc fcientia®
non eſt nifi de occultis Philofophorum, Sim
indu&rius & laboriofus, 'conítantisque volun-
tatis, In hoc enim negotio fi agendi diffi
cultas & tædioſa fatigatio opificem negli
gentem efficiat, ipfum expectato gaudio pri
vat; fpem fuffocat ; & efhcäciam intetimit
Non bt przceps in iram; fed patiens & lon d
ganimis. Feftinatio enim; inquit Geber, 3)
patre diabolo eft, Sit fui arbitrii. & liber
nec aliis curis aut negotiis diftritus, Secret
cy
E
'arceflat , & aliis maleficii anfam præbeat
Non fit prodigus , nec avarus , fofficiente.
pil
Theobaldus de Hogelan "AT
am habeat,
| (cc) Wie nun Cicero von einem Phil
fopho erfordert / nicht daß er (oll tvolit
dend ſeyn fondern Daß er muf der 3
t
Oder Edelſt Gab Gottes.
chen und Kunſt ein ſattes Genuͤgen thun⸗
alſo muß in dieſer hohen Spagvrifchen
Kunft ver Kunftliebende nicht gaffen auff
taroffe Subtitigfeie 7 Eunftbare Materiaf
|Fönitliche Jnjttumienta / mancheriey Art
Her Grad des Feuers / unb-auff lange
Jehr. / ſondern er muß fleiſſig erwegen/
mag Der Arnoldus de Villa Nova ín einem
Sendfehreiben an ben Koͤnig von Neapolis
gehen laffen/ alſo (autend : D König/
ii ſollet wiffen / daB Die Weiſen in ihrem
Merck viel Daterien und viele: (e Archen
iu arbeiten gebrauchen / nemlich sertbeilen/
iRüfammenfágen ; / unb bieferlep Geſchir?
| anb Gewicht/ welches fie gerhan zu blenz
n die Unmilfende / und den Weiſen diß
i * befand zu machen. Wer mehr be⸗
‚Ein diefeg — ver kan gedachten Autho-
fem nad) ber Länge leſen im Buch Flos
dolorum genannt / welches er an den König
dKobertum gefchrieben/ und fonft genennet
Avid De Erroribus Alchymiitarum.
T h Incertus Macrocoſm.
T eo Syerbalben folle ein jeder Nachfor⸗
ber biefer Kunſt in feinem Sinn befchlicf-
en welches er auß oiefen dreyen fuche/
nd folldemfelbigen zu Huͤlff fomimen/ daß
Eſeinen Gegentheit Fönne überwinden:
Jarnach gebeer zu dem Gewicht oer Nas
‚Out fein Gewicht, daß der tatur Mangel
€x a guid
U
n
ehrt ju wiſſen von der warhafften Mate- -
9:
92
tamen fibi non conveniunt apud vulgares.
| PANDORA, |
durch Kunft erfehet werde / unb alfo wirt]
es fein Gegentheil uͤberwinden. |
Michael Sendivogins
Und follichs gethan den Unwuͤr |
digen / unb habendas alles figura:
dive: das iſt / figuͤrlich und verbor
gendlich geredet. (o) Be
(4) P Hilofophioccultayerunt hunc preci ji
—
- fum lapidem dupliciter; Primo dee 4
fub allegoria loquentes : Unde Morienus il a
Caftrenli. Sunt libri de hanc fcieatia fub HI
gura compofiti: quotum pars major obfcur al
multum , ac fententiis connexa , ut non ni] y
à [uis compofitionibus poffint intelligi : und] j
ipfum multis nominibus nominaverunt, qub ^
fuum autem proprium nomen tacucruni
quo apud vulgus nominatur, Quod fi alt .,
quande eum nominant fuo proprio nomini —
femper tamen aliquid addunt , ut fcilicer if.
telligentes abftrahat , ne cognofcatur, ut d
cit Lilium. Secundo varias operationes | "
pondera fingunt. Unde dicitur in turba :Phl |
lofophi multa ponunt quorum nihil faciunp.
Faciunt autem hoc propter duas caufas, Prim
ut reddant artificem in operando intelliget
*
. tem, & folicitum & cautum. Oportet ent N
artificem qui eoram libros legit, non foluf
| lite
Oder Edelſt Gab Gottes.
litere attendat, ſed rerum naturas confi-
A
\ p" Laurentius Ventara,
|
fen vor vieterlep Ding / nemlicy
"fpecies zu fauffen / und die zu fee
Ben: bannbarum/ nimm war / ein
jegliches Gleichnuͤß gebirt feines
leihen inder Natur / wiewol bae
it / daß von einem Roß / oder von
einem Eſel / bod) von einer unrech⸗
ten Naturen / alfo find aud etliche
Nachfolger dieſer Kunft/ unb neh»
men von Mengeriep Dingen ein
Mehrung zu machen. (e)
(t) ET dicendum e(t , auod lapis philofo-
id ^ phorum, exnatata fuz originis e(t una
fimplex res individua, Quia ficut à natura
generatus eft, ita folus in hoc magifterium
iatrat fine additione alicejus alterius. rei, ex-
tra naturam fuz. fpecici exiftentis. Et hoc
omnes philofophi affi; mant,
Laurentis Ventura,
p gu |
m.
|" (ee) Quamvis autem lapis unus fit in füb-
i Rantia & natura, eft tamen ex pluribus rebus
!eompofitus, ex qnibus faa perfectio canfa-
| T , neg ſolum ficut multz res a'iz in extra-
m, | Xr 3 nca
N
n
«]
al
on»
t Qu dem andern fo bitte ich zu hů⸗
$93.
D
LT
P:AN:D:O.RAM su.
neo occulto, fed & in manifefto partibus fuif
di&incus; unumenim continet, feu conjun
git, duo componunt medicinam: ltaque fur.
uno incorpore juncta tria , utait quidar|
phulofophus, Hercules in Morieno Caftren
fi: Hoc mogillerium ex una propria radiq
procedit quæ pollmodum in plures res ex
panditur , & terum ad unum revertitur, |
Lanrentus Peutura |
——À PET c X
(eee) Et ifta duo funt Scl & Luna: Et Md ;
rienus qui fapra: Non ftudeas hoc magifter] ;
um circa quzlibetalia quzrere, & quarenc
errare : quoniamad ejus cffe&dtumnon pery
nies, usque dum Sol & Luna in unum co
pus redigantur, Er Aliratus ait; Qui verit]
tem vul: [cqui , accipiat Solis ardorem & Lj
c? ſpurum. | Et Hamis in Turba $ Si faf
ris fulphar. & argentum vivàm , quodiibj
ficut eft 1n natura (ua, oportet te illa comm
Cere, quia proportionem debitam ingeniu
humanum penitas ignorat, & poltea coque |
re infolidam maffam, quod nihil valet. 108.
inveniemus quzdam corpora, in quibus pr
dıda duo, fcilicet fulphur.& argentum viv
iuntdebito modoadunata , & hoc eft feci.
tum maximum, & propter hoc dicit Arnak |l
itte lapis vocatur Mirius, id eft Mercuris
fsiphureus, Item inlibro Saturni: Lapis dfe -
fter qui eff Mercurius philofophorum, n
fuvenitüt in cavernis, fed eft corpus & fpile
tus, Secundo lapis continet tria, Joang.
| 1
- (Poet Edelſt Gab Gottes.
Teb. Tota fortitudo artis. deprehenditur
ercurio, cum fuz przparationis caufis z
nia in his duobus corporibus folum reperi -
tur folphur fapientum , utrumque fcilicet
album & rubrum , in quibus natura fagax
'€ontinet femen fuum, | Et in his tantum in-
funt radiitingentes cum adjutorio noftriSolis,
"Lapis autem. Mercurii complectitur utrum-
que. Etalibi: Qui cum trinus fi: in perfo-
Dis , hajus rei verum nomen eft, Alberis vel
albar zris, quod ex tribus componitur, fcilicet
Aterra.aqua & igne, quemadmodum & ovum &
quod rubeum,& aquam, & corticem continet,
Deinde ex dictis tribus unum quidem fiz, quod
et pulus, qui gallina alente exit, Similiter hoc
compoſitam regimine fit & putrefa&ioae, ex
qua ft aer qui cft fpiritus, &c. Item lapis
' hilolaphorum et unus in trinitate, &
*rinur in unitate, quia in fe habet corpus,
Y nimim & fpiritum, Corpus lat, anima vivi-
at, fpiritus tingit,
Laurentius Ventura,
Zudem drit ten ſo bitt ich dich daß
du nicht fepefl ein Schwetzer oder
‚ein Slofer/ fondern Deines Munde
yet brit: bann der Weyſen Sinn
iſt / Die edlen Stein oder Därlein
wit werffen unter die Schwein)
m i: Xra4 fitt
tantum in tribus ‚ fcilicet Sole , Luna &.
69$
696
“wahr / ijt es Sach, daß du DIE)
-jeggenannte Regel und. Ordnung
bic mir tvorben find von meinen
felbe Regel vor Augenbaft/ [o wid
€bre Ct] Pn
(f) ts nun int biefer Kunſt nugbart
GOttes Ehrund deß wuͤrdigen nothot
drigen GOttes Rach und Strofftrohe
RANDORA, |
fittlih folt bu feyn mit deine
Gut / und gib deinem Werck d
ordentlich Ende, glaub mir füp
Herren Alberto Magno / unb Dp
bir nicht gebuͤhrlich / und barfd id auf
nicht Konigoder arojfe Meifter Ib
chen / ſondern Konig und Meile
ſuchen dich und erbieten dir ab.
begehrt zu arbeiten’ Der muß WW
allen Dingen GOtt Den Heiligen Geift
einem Sehrmeifter haben. Vors ande
muß er einen guten Dorfag haben’ oi
Kunſt einig und allein zugebrauchen
tigen Nächften Nutz und Befoͤrderu
Dittens / muß er fich folcber hoben Sal
nicht übernehmen’ damit ftolgiern’ u
feinen Neben Chriſten verachten. Die
tens / bat und trägt bicfe Kunftauff DR
Rucken die Verſchwiegenheit / mlches ib
Philofophi einhällig gebieten / und im ie
pem fie alfo fchreibens Sid bechwere j
Oder Edelſt Gab Gottes. ^ 607
P dem ewigen GOtt alle für welche dieſe
heimnuͤß kommen wird daß ihr e$ fria
m offenbahret / ihr wißet Danny Daß er
it Sohnder Philofophiz ftp / und tn wel⸗
em das Gemuͤth GOtt im Himmel zu
iberfamen / aufs Aufferfte bie Lafter zu
tben/ bem Duͤrfftigen gu helfſen / uno
lle Ehriftliche Tugenden rechtfshaffen zu
den.
Incertus Macrocoſ.
-(ff) Sch bin nicht bedacht gemefen/
DB Urfachen / in meiner Vorrede anges
tat/ Diefes Bach an Tagzu geben / doch
Qt mich entlich beroeget. Die Begierde
teen und Philofophifchen Köpffen dar⸗
dit zu dienen / auffdaß ich Denen / welche
jid kennen / eingut Gemuͤth erzeigte / (o
denen / die die Kunſt koͤnnen / zuver⸗
then gebe / daß ich ihnen gleich / und ihr
3efell fepe / unb ihrer Kundſchafft begeh⸗
. Mir zroeiffelt nicht / Daß viel auffe
tiger aao guthertziger Leuthe/ dieſe Ga»
in GOttes heimlich gemieflen / diefe an
inein Exempel nehmen / und wegen
tiner- auffgeitandenen GefährlichFeiten
I'B Hippocratis Stillſchweigen ihnen lafs
nanbefohlen ſeyn / bann fo.offt ich hohen
Sotentaten mich hab offenbahren mollen/
«8 mir jederzeit / entisedergu Schaden
Der Gefahr geffanpen. Mit viefem
dreibea melde id) mich bey den Kindern
et | &I5 Her
698
Waſſer uno deffen Gebrauch nicht fo
fand eröffnen, Michael Sendivoßh
als ein Zugab «ntt zugefchoflen haben /
PANDORA, |
Hermetisan/ unb unferrichte die Un
fenden / und lernende und weiſſen fie qii
den wahren Weg. Es mwolten die Erik
Diefer Kunſt wiſſen / Daß fie aimmernpt
einen befjeren Weg / Deme fie nachfehn
mögen / antreffen können’ als Dec ibl
allhie ergeigt ift: Dann ich babe es alles of
bahrlich geſagt / allein hab ich bie. E
Gion unſers folis ammoniaci, oder Mei
ri Philofophici , auf unſerem SDartifdiii
fenbahr entdecket: und dieſelb foll all
BOttoffenbahren / ber der Mienfchen Ju
ken und Gemuͤth Fennet/toann bu aber.
ſelben bitten wirſt / fo Faa ec Die durch ei
ferteg wiederholen dieſes Buchs / den &
(FEE) Damit ich aber folgends beſch
ſe / fo wil sch Dir noch zur legte auch
nenlich / maan bir oer. Allmächtigeiäh
Einad ( in Offenbahrung Diefer Go
gen und heiligen Kunſt) mitgetbeifet Jl
als dann diefelbige recht gebrauchen /
darzu verſchwiegen feon / auch deßt
ein ſeſtes Schloß für deinen Mundl
und ſchlieſſen Damit Dich etwann die
praͤchtigkeit oder vielmehr Heffaͤrt—
beydes bey GOtt und den Senf
Gefahr und Schaden auch seitti coca J
ewiges Derderben nicht biingen m
Oder Edelſt Gab Gottes.
pe du Dich dann wohl für zu fehen
‚wer durch * Aunft will werden
Der fey RR ſchlecht / ſtill und
J auch ſchweig /
Wer abet das nicht werd than
Her macht fich felbft sum armen
Mann.
Dann alle die in dieſer Kunſt ar⸗
ten / Die find verachtet / fie ar-
| iten Königen ober Drelaten / de
mer wohl zu Huͤlff tommen niag/
Rd Denen nicht allein / fondern
ah allen Nothtuͤrfftigen bicfe
unt zu geben / und um [obne/
“um GoOtt niemand follgeben/
bern um ſonſt: dann um fonft
2358
|t bi (6 geben dem gefreuen. ic
|torgefproden Regel und Lehre
jfen ſeyn heimlich gezeichnet in
liners. (8)
ff Jerzu ermahnet auch Hermes,
| mo wann er fpricbt: Mein Sohn ich
du fie empfangen / um ſonſt
; "Saba
699
oe
Weißheit amm. Cap ſagt: Die Weiß
Mahometiſten / nicht rechte warhaf
PANDOR A,
haben gegründet feyn foll. Uber ba8 i
folcher Schäfer aller Sünden / gaftehı
und muthwilligen Vorſetzlichkeiten fl
fco : Dann der Solomon im Bucht
Fommt nicht in ein bofbafftige Oe? ii
mohnet nicht ineinem Leibe ver &ünf
untermorffen. Hiervon fehreibet weitla
fig Geber m Samma Perfe&ione eap. 86.
‘Thomas ad fratrem Rainaldum. A!phidiufli
clave Philofe ;phorum unb andere unzehliß
Schließlich muß ein ſolcher C dütu o
pemütbíg feyn / daß er feinen einigen |
fen Dorfag babe / fid andern barbul
vorzuziehen / groffe Söüther und Sedi.
tbum zubefißen / Dadurch ſtoltz / über
tbig/ ungerecht und fricgerifd) mer
Davon ſchreibet der Author Dei sag
Naturz & Filii i hilefopbiz : Die Gto |
und Ehrgeigigen find nicht allen und fl
derift von GOtt / fondern aud) von
Kunſt felbft und allen Gaben GOttes it
worffen / uud unwuͤrdig befunden. J
über werden ſich ungezweiffelt viel The
gi und Philofophi erheben und ſprechen /
fes alles würde ber. Erfahrung gun
lauffen/ in Betrachtung eg Flar und of
babr/ daß diemeiften im erſten Seculo;'
auch bie getoi(feftea und beruͤhmteſten /
ba find Hermes, Geber, Rhafıs, Avicet
und viel Arabes, Griechen / Saracen
à
Oder Edelſt Gab Gottes.
Faͤntnuß GOttes gehabt / und dannoch
iBibren und andern Schrifften Flärfich
fcheinet / daß fie Die allereifanrnefte in
Mer Kunſt getoefen? und folgendserft auf
pP Sareiner kommen / und von dannen
Jdie Teutſchen. Wir wollen ung mit
offer Weitleufftigkeit nicht plagen / fone
t von demfelben ben Anfang machen’
ſen in unferm Secelo am meiften gedacht
ub/ und davon dieſe Kunſt ven Stabmen
omm nenlich von Thzoph. Paracci-
daß eit. Chyoilt nunmehr feinen an2
1 Tamm führer v und ibi jum Spott
Hgered wird / alg ein Umlauffer und Bez
ger. In diefem Daß begehr ich diefer
fon Patrocinium nicht auff mich zu neh.
Abirem / fondern mich deß Apoſtels
diuti Lehr bebelffen. Pruͤffet alles / aben
3 gut ift/ bebaltet. Eines unter allen
Mdencken / fo findet fich gleichwohl auff
Miges Betrachten feines Lebens⸗Lauffẽs /
Jer auch viel gute Tugenden nicht allein
Habt / fondern auch geübet / Daß fein
fibolum geweſen: Omne donum perfe-
in à DEO, unb bof er auff arme / noth-
i jcbauen / da ichs vor wenig Syabren
ma/ vielweniger alle feine Adiones ju ap-
7o!
7or
— flrument/ das find Geſchirr / S
| gen ift unfer Sunft/ der muß)
PANDORA,
Nachdem und ung bewieſen
der Lehrer Avicenna in der &pifi
die ihm gefandt iſt von dem Kon
fein / diealfo lautet: Wir fud
ein gewehre Subflang / und
zumachen von mehr Dingen’ fog
che fubftang als fir auff das Seh
wird acfest / und das Feur [e
it / uno ift in vermijchen fid / ul
eingehende nature mit rechtem CH
wicht / welche Tinctur üibeetrefil
iff allen Schatz und allen A,
dieſer Welt / bann unſer Ding cil
machet drey / und drenztoey / 00
um folt du haben Gedult und”
umfolt du Gedult Haben. Ic:
alsder Meifter Geber fehreibt/ /
alfo priht: Alle Eilung die fou L
vom Zeuffel / barum oer nicht dig
oult mag baben / der ſchlahe feíü
Hände Arbeit auff / ber nad) Mi
ten (ft aud notthürfftig toann di
natuͤrliche Wirkung die danach
ben ihr Weſchung / ihr Zeit / die
auffgeligt iſt / darnach mt ;
€ der Edelſt Gab COttes.
nutzlich / und Doch wenig als du
en wirſt / dann unſer Leib und un⸗
Kunſt wird in einem Ding / in ei⸗
im Faß / und in einer Wirckung
Abracht / und ift doch ein einige
jatur/ feiner andern aufferlichen
pot (8 notbotirfftig. i)
| $6 -Ér nun auffevbalb ber Natur ar⸗
N beitet / ber betreugt fich felbft und
y tre/toeil gleich feines gleichen zeuget / und
ſgantze Kunftnichtin Vielheit ver Din-
II mancherich Gefaͤß und ſchwerer Ars
Fbeſtehet fondern nur in einem unb in
Enſalt. |
Incerti vC il
x) Ohne die rechte Materiam und ti«
$ kommen. Die Materi gtbid) bir:
1 l'ormam muft du indie Ordnung fegen/
" rede Dir allbier nicht von fübftantiali«
| Dion, fondern von rechter Geſtalt
jd Lu Deines Gefaͤß / unb daß du
| Ofen recht macheſt. Handie otra
IE rtig/ und fünredas Wer Tratursges
M kaͤnſtlieh. Hilff tir / fo will ich bir
1 a: Wis du mir thuſt / ſo toitt ich thun:
wie (d) andern meinen Soͤhnen ge
je die ich mit Begnuͤgung beloͤh⸗
| net/
$ Stuer wirſt du nimmermehr zur
703
7Q 4
PANDORA,
net / auß Urſachen daß fie ohn SQ
Datter und Mutter gefolger/ und mei
Sebotten gehorchet.
Waſſerſtein der Weil
Wann allein eines Firmame
weiß ober roth / das da ift faufl
und Ertzlich und in feinem and
Werck gewefen iſt in welcher Ju
gierung des Wercks manche:
Farben nad) ber Zeit fid) efincl
ven/ parum in oen aller ecften i
gen muß man ‚frühe auffiebll
und befeben ob unfer Raben b
unb innadfommeabessoecud i.
verwandlen in Gaͤle / over in vien
len Farben allein zu warten J
Weiſſen. Wann das geſchien
fo ſollen wir warten ohn alle J
rung unſers Koͤnigs Solo
ber wird gekroͤnt mit ſeiner
fbe Diamant: das (ft. der ©
und unfer Elixir / oder dag (chi
fe Dulver das da ungreifik
(fi. (i) "m
(1) 9! non miíces fermentum cum €
nen ecleratur corpus ficut dul
neque qoa, fd aliud ees non petr-
Aret in tinctura naturæ merallicz, nifiip*
t | praparaveris, fcilicet corpus. imperfe«
um, TER
Gi) Si folem facere volumus, "Sole ap:
o imus, & (ri Lunam , Lunam | pro fermens
latur : : & fi non Pac Syn nen futi
linus.
À 2 i ferment,
[ tum uam Mercu-
us co&us ; ee yuitur autem | potatione &
ati a (ic ccum . bibit humidum)
cum | Mer-
rus - Incipit bi fermentum
jur ; projice M "fuper fer-
| entum, & poft move cum baculo, ut fic
il amplius appareat Mercurii, Quo fa-
EL
| m fi quod igniarut, (quia Mercuriusrece-.
zer) fed füflicit quod fit calidus : & dum
materia erit. fices, Et derum 'calé
P2 »-9 X ——
Si fermentum ' non ponas, non colo-
imalgama. cts
; & calefae
JT alefac tantum de Mercurio, ficut prius.
li: fed non amplius calefzcies fermen-
ürius incipit bullire, projice fup: t fers.
movendo ut prius, &flatim imbibe*
d e Meteurig, & Íac ut priüs, fic'quod.
79)
706
PANDORA,
fit tantum de Mercurio ficut de fermente
& tanc pone torum in vafe, ficut fit à prirfd
cipio, ad lentum ignem, & hoc per duc
dies & per alios dies ignem. augendo modii
eum: Etfic fic de duobus in duobus die
bus, ufque ad dies duodecim, & fic tol
materia etit fermentum, Si magis vis auf
gere» fae ut prius in infinitum,
Dominus Fobifcum,
Qo gyrum aber dem Stein ſo bic NY“
| men werden geben / davon ſagt
thagoras in der Turba alſo: Sie hab,
ihn mit vielen Namen genennet / von weg
feiner Natur hohen Wuͤrdigkeit uno LEE!
lium. Bißweilen erfcheinen in des Stein
zu Tag in ber weiten Welt gefunden od
nachmals erdacht werden Fünnen / ul
alſo werden nach folchen vielfältigen u,
terfchiedenen Farben / melche fid) in Dt
Werck ereignen 7 auch feine 9tamenin m
manigfaltige Weiſe verändert/ Durch DIE
und unterſchiedene Philofophos .
a
Ode Edelſt Gab GOttes.
k) Diefe Jungfrau und gebenedepe
aüchern mit vielen taufend ungehlichen
Namen genennet. Nennen es cinea
| D mely bimmlifd) Waſſer⸗ himmliſchen
er / Scheidwaſſer / aquam tegis, corrofi-
[Bfbaquam. fortem, fdjarffen Eſſig Bran⸗
dewein / 2zc. Effentiam vini,einen wachs⸗
H ic p oh Safft / aee Mercu-
ein grünendeg Waſſer / Leonem vi-
idem, ein QDueckfilbers ein Men&ruum,
P3 itbarm/. Rosſaich / Milch’ Syungfrau
RATE Ba sell. Arfenic, Silber Lunam,
| [a Luna &afft/ Weib/ meiblichen Cae
tin Sulphurifchen Dampff / unb
Kauch/ und Waſſer / ein feurigbrennene
t a ein tödliches Durchöringendeg
i 8; fft; einen Baſaliſchken / der alles töd-
Ä 3 "r9: fen. Wurm gifftige Schlangs
1B rad ee fo feine Kinder
ſet en faic Feuer ein euer des
E oBmifte/- Koftmuts ſcharff Saltz / Sa-
noniac, gutes gemein Saltz / ſcharffe
Beiffen Laugen Viſcoſiſch De/ € ti auf
—* der alles frißt und vertaͤutt
In: Adler’ Geyer / Dermetifchen Vogel /
de ISigilum, und Gefäß Hermetis / ein
ttl 2 melt : Und calcınir Ofen / und an⸗
ah € ungehfige Namen Der S bier/ Mögel/
Mm t
4 8 nne ig ro fiealfe figuͤrlicher
Ber:
t iré Wafır haben pie Philofophi in ihren -
Negen/ Himmels Thaus Paradieß Waſ⸗
aͤuter/ Waſſer / Safften / Milch / Bluts
707
P.ANDORAYSD
Weiſe in ihren Büchern gefaget un
— ——— daß ſolches Waſſer auß ſo
n Dingen gemacht werde / uab all
lortvrife) die e& in folden Dingen g
fudbt haben, haben das begehrte vech
Waſſer nicht funden, Aber diß mein al
lerfiebfter Sohn wiſſe / daß es nur alleil]
auß Dem Mercurio vivo gemacht werd
unb fénft Feinem andern frembden Din
ber Welt / und haben ihm darum DE:
Philefophi fo viel Namen gegeben / darm
$$9on den Unmeifen nicht erfanbt würd
b Modus Me Enodan 2
| Oder Magneha Das ri unfi |
argentum vivum; "vi ift. / en
Kid. (1)
duret eft materia hl, : |
VA nens quatuor Elementa. M.
"Dominus E |
QU — eft tota illa mixtio de "
extrahitur noftra humiditas, qua argent
vivum vocatur,
— "gs i "|
Oder Mi der Kinder "von 1M
Stábrem das wa recht bereit iſt / de
da fur ift fommen von ben. ^
| Or Edelſt Gab Gottes
en und in kein Werck nie iſt ge⸗
pefen/ und dasift bas ich geſchrie⸗
e tutze dutz. (m)
— tvill ich euch geben einen wars
hafftigen Bericht von der Urina.
lie erum, und Philofophorum : Du folt
diffen, daß ver Geift auß den Metallen
ogen wird / Das iff der Urin Puerorum,
In es iflSperma Metallorum,tifib ein Ur⸗
mung d Metallen und tviffet fuͤrwahr /
* - obe Das Sperma zu ewigen Zeiten/
Dag wird Feine Tinctur/ weder weiß⸗
» duegen/. ben Sulpher unb Mercurius
iB/ und das ift der Mercurius auf dem
} und Luna der Da figirt allen Merc,
Jiben unvollfemmenen Metallen / auch
| n gemeinen Mércutium macht er beftän«
y denn Der Merc. ift Sel, und Lu-
Eder Same der Metallen’ und der
erc. per unvollkommenen Górper; wird
it Dtm Mercurio das Gold ober Silber
4. Jauff gefeßt/ und verbunben/ ít. eim fio
litior/ fo baftu hohe Tinctur/ dag halt
Iq boe Meet Schatz.
Gloria Mundi
f . *
i P ur-
| M 3» jud.
^ in dem grojlen Werd zu
Kunftnicht gefunden mwird/ denn ob».
x b rotb/ und fürtsahr außSoieund Eu-..
dem Gold Roth / auß bem Silber _
72
A t2 un
\
» PANDORA,
Nennet ich terram. Hifpanicamff
Hiſpaniſche Erden / oder: atrawen
tum/doch meyn ich argentum vivum
Bummi/dag ba etlich mehre brau
chen Sophiſten. (0) ^ E
otr ubralte verborgene «ober u
befante/ natürliches bimmlifdbe / geben
deyte / gefegnete Stein der 9Beifen. SE,
wird genennt der wahre ohne Lügen / DIE,
gewiffe des allergewiſſeſten / der Scheu
aller Geheimmuͤß / ein Göttliche Kraff
fo den Narren verborgen / das Dahl
und feste fo unter dem Himmel ju erfebeug
ein wunderlicher Beſchluß und endt all
Philoſophen Merck. Item er wird g
DER toird genennet Lapis Philofopl
t
n
naunt ein. bequeme vollfonmene De
gleschung aller &iementen ein unfterbl
eorr Leiby fo von Einem Element mag al
gegriffen werden Item das fünfte W
fenlein zweyfacher und Doppelter lebendı 1
und lebendig machender Mercurius f 1 f
nen himmliſchen Geiftin fi bat ^. eM
Heilung aller Kranckın und unperkä
Metallen / ein ewiges Ciecbt / die hoͤcht
Medicin aller Kranceheiten / der edle nce
der allerhöchfte edlefte Schag / oder Di
hoͤchſte Guth ber Natur / der allgemei
breyeinige Uaive-fal. Stein / von Nat
«u$ dieyen zuſam̃en geſetzt umd Doch :
u;
IN
N
-
i
Oder Edelſt Gab Gottes.
einigift: ja quB eins / zwey / drey/ vier und
fünff erjeugt und gemacht wird. tem
M: gneſia Catholica, Dder Sperma Mundi
in Samen der gan&en Welt/ unb was
tibt unfüglich in der allerhöchften unb
bolfommenften Zahl taufent genannt
Ind begriffen werden Fönnen. | Wie num
jag ichy Diefer irrdifche Philoſophiſche
| 5 einneben feiner Materia viel und nav
herley Namen, ja wohl taufend hat / auch
? p wieder mwunderbarlid) genannt
Hird,
E Waſſerſtein der Werfen.
Darum daß es nun etwas iſt /
wird es geheiſſen ein multiplica-
1o, Mehrung. (o) |
(
|
|
|
"^J
v 1i
N cd
J
M Ultiplicatio alia eft virtualis , que
1. VÀ fit per alterationem diffolvendo &
jit oppofitionem novz materiz.
B Scotus.
E
E (20). Multiplicatio quantitativa nihilaliud
iquam atıgmentatio ab uno pondere ad in-
fitum , ita utopus nunquam incipiatur de-
jo & tamenfine diminutiene virium fua-
a wer Incertug, —
er
|
|. 264
yergleichen Namen unb Tituln bey den
Philofophis mehr zu finden/ welche alle _
ingelando ; alia e& quantitativa, que fir
E e m Doch
7ü
Om
Der färben zu rechnen ober zu (dil
gen gegen unfer Meifterfehafft/ un
Weiß übertrefflichen erfreuen u
bet nicht von dem da «8 zugen i
(het iſt dann «8 Begierlihen Ug
undiſt eingehen und burdbringli
PANDORA,: "n
Dodh fo ift cé menigtipgiteii)
wiewohl bod) milden und freych
Koften gibt / und wer dir gefat
darinn zu arbeiten fo findet doJ
darinn die Warbeit? aber c8 bi
— — Y d
rechtigkeit / dann / ſo es fir iſi / ſo th
ein Tinctur auff Roth / ober at
eines Liechtes Scheines/ und [OR
freundlichenden Metallen’ und dj
Mittel der Zufuͤgung der Tincturch
wann cé zu ihn gemiſchet foitlll
igu Grund) und natürlichen an ful
zu haͤncken dieweil nun auß una
xem Mercurio alleine unfer 29€
wird vollbracht / ſo iſt in noth dů
re f£odft Gab Gottes. -
j né irmenté roth ober weiß?
ann es iti fich leichrlich vermiſchen
it Solund Runa/und wird eing/
a arum bas dir zwey Corpus mehr
ud Natur micibn tbeilen / earum
nd fie gerechter dann andere Me⸗
allen, unb tft das die Urſach das
ie Gorper Sol und Luna find cé
er groſſen Gerechtigkeit und has
im mebr von Mercurio bey ihnen
ann ander/darum werden. fie Gc
Iifcher zu ihnen zu dem NRorhen/
der zudem Weiflen/ und wann fie
ji ein bem Feur fteben/ fo werden
kefir/ dann ber 9 afkein ber ijt/
kr da vollbringet unſer Werck /
9 in dem finden wir alles das /
à zu unſerm Werck norhdurff-
I} gef: et ſollen werden / Sol und
ji 1a find ihm aber nicht aufferlich/
Wann fe werden in dem Anfang/
lif à niers Wercks Dractica / ihr
te Materie: das iſt in Mercu⸗
b "wann tarum fie haben von
Mmeder Srauen Milch wird flief;
y es daß du dieſes Ort klaͤrlich
ver⸗
T
[ jit darzu feine aufferlihe Ding |
T
leutert Bold in dem Feur/ bad le
PANDORA,
verſteheſt / und iſt Sach dag du die
Mercutium / und nut feinen ani
ven Dingen er enden wirſt arb
ten / ſo wirſt du eingemunfcher Eh
de erlangen. Item nimm ein
warm feye/ das ift ein Ferm
auff rot⸗. Loth / ſchneid bas in Fleif
Stuclein mit einer Scher vau.
ber tbu 14. Loth Mercurii/den bil,
bißer reucht im Ziegel/ unb fi
das Gold darein/ und folt eg nf
einem Holglein ruͤhren/ alfo fa
big fid bas Gold wohl darein fJ,
vire / unb fid) vermiſche Durch eu"
ander’ dann fo ſchuͤtt ben Siedd
aug in ein lauter kalt Waffer, ol
da fepe ein fteínin &duffel/. oUm"
fonft ein verglaͤſt Geſchirr ul
waͤſch das fo dick / undalfo cic"
ale Schwärge und Unfauberf
darvon fomime/ und die Wal
lauter darvon gehen / miltu balli
mercken / fo ift die Stimme dein
Tauben aller erfien Urfprung e,
pfangen. (p) $i E
*
Oder Edelſt 5b GOttes.
ji Apis noter nominatur apud Fhilo-
; 4 -fophos Mercurius, qui non eit natus,
Im ld putant, fed de Corpore extra@kus, —
n |o Rofarıum,
in) Si Proje&ioriem in Iovem vis facere
—* $ ipfumin eruribulo, ac pones fuper
" — vnam puræ Luna ac fimul
Im m lapiter in veramLunam ıransmutabkiur,
In fum aut param, prot. lapis: tnus fubtilis
. Ac fi rabro tuo lapide operari vis, ip-
W fuper Lunam projicies , liquefaciendo
m ,aerubrum tuum lapidem. mele
iique verusfict, ——
Ya aacns,
‚tium / ober ſchlechten Magneſia /
DD meinen Damit ihr Werck zu
BD tocten ibnin cle / und [ub:
" fnb, und quintam effentiang
Bauzichenmit anderen lemen
n | — ungdblier Marterung
B peinigen / unb vermeinen in
1 'tm29erd etwas zu finben/ aber
Mi n9 ein. wenig leichtes fie
hier folt bu/ lieber leſer vom Ri-
b i P chardo, welcher ein Corre&or. obtt
D: Nichter
|!
uabis,ac lapidem. tuum album füperjicies,ae
[ate etlid) brauchen. allein Mers
Mii yringen/ waſchen ihn inEſſig /
79
UNE ——
316
meinen Mercurio disant
vier Worten/ barum daß es ift (
nicht / fonder die Tugend des Feu
iſt e8/ da
Kunſt ſehr hilffet. Wann er ‚Dur
“P AN DIOR VA, «7%
Site geweſen aller thörtchten Arbeit
fe: nen / baf alle Arbeit verworffen und
Grund verdammt fep/ welche mit dem
dncer Ins, —
her. mein lieber Sohn dial
mir / daß unfer gang Werck ſteht
Werck der Srauen/ und ein Spk
der Kinder / Parum [o i(f nid
Nothſo groß unzehliche Arbeit |
baben/ Damit / dieweil das ung
Werk ſteht auf dem Regin
008 Feurs / und in Begreifflicht |
der Bernunfft/ wann wir wird
Die iſt recht wohl wircken unfe
Stein mit kleiner Arbeit. ()
() or baf ich Natur) alles Pur 9
de von einem einigen Argents
vo,und wircken dem mannlichen Sch
fef made ein einiges wauͤtteruches b.
EUREN CE, Si der Ofen hs ES
mir der Menſch d f a
y [i
4 2 j
ferliche Hitze in Die matricem/ ober Mu
Die Ed reinigend : etwas mri
UMS (AP
|
l
1
E^
ur Edelft Gab Gottes.
wi darbey nicht thun. Alfo ift ed
n m bein Werck befchaffen bann wer
rechte Materi zu erwehlen tveif/ dieſel⸗
auch in wohl verſchloſſenem Gefaͤß wol
p "ünb alles in feinem Dfen
u befehiefen/ der barff das Were?
Qn ‚mehr verziehen. Dann Du
D s möffen (8 perficiren/ (fi bem Du dag
| fuer per roit ed Dit Pbilofophi erfordert.
hun wiſſe für, ewiß./ DaB hieran
Is lieget. Darum muftu allhier
Iht gu fem is SE auff Dag
er / fo man nennt epiehi ja, Au pe-
Mia, und Apte efia, auch natürlich wie⸗
natuͤrlich / und natürlich Bewer" 7 und
| nicht brennetz item auff warm unb
iE n/feucht und Falt$euer/und mache es
! t. Ohne die rechte Materia und tiger
15 euer wirft du nim mermehr jur Sach
en. Die Mater geb ich dir: Die
[nam muftu in die Ordnung ſetzen / und
allhier nicht von Äubkanzialifcher
“aceidentalifcher Forma, onder. son
fer Geſtalt ober Bröffe deines Gefahr
À is f du deinen Dfen recht machefts
j : blt vernuͤ ufftig unb fuͤhre das Werck
emaͤß kuͤnſtlich. Hilff mir fo will
ir helffen / wie duͤ mir thuft/ fo toil ich
gleich wie ich anderen meinen Soͤh⸗
da than habe, die ich mit Degnögung
Wt i auf Urſachen daß ſie ohne T A
|
N
|
1
713
del Daterund Mutter gefofget/ und ul
nen Geboten gehorchet. NW
Waſſerſtein der Weiſg
Und mit kleinen Koſten daruf
daß unſer Stein / fo er wird brag
in fein erſte Materi / das iſt / in
erſt Waller. CO :
(HU bem will ichdich auch mit AM
"heit berichten daß ver Koſten foi
gefährlich in allem auff das gantze Uniy
fal Werck verlauffen möchte (au&Bgenol,
men oer täglichen Narung und Unten
tung ped Feuers) üoer drey lorem. nl
geftehen thut. Dann Die Mareriv i
oben auch gehört / zum Theil unacbtr"
end gering’ und überall/ / der Nothdug
nad) gnug/ ohne groffe Mühe zu befc@
men. Die Arbeit iſt leicht und gering CB
tig. In Summa die ganke Sunft t
Srommen und von Gott. darzu erwehl |
aufs ſchlechteſt / unb einfaͤltigeſt;
Gottloſen aber unb Boͤſen auf fcri
und unmögligft sufaffen und zu erforfall
Waſſerſtein der Wei ü |
(/() Wänn du nun mein Cohn N
Werck angreiffen wilt / fo. tt dir fogri
Verlag darzu nicht von Noöthen-
€ dp Edelſt Gab Gottes.
9/ daß bu fieyen ledigen Gemuͤths⸗
f d an einem fichern Orth feyefl/ ba nite
H d von deiner Arbeit wife. Bereite
bI deine einige Materi zu einem Puls
;; im eingigen Gefäß / ſammt ihrem
x A wohl beſchloſſen / unb regirefie mit
(fer Hitze welche die Wirkung thun
hd, Die Kälte abergiebt Putrefa&iou,
Waſſerſtein oer Weyſen.
der lac virginis: das iſt / Jung⸗
en Milch / Oder in cauda Dra-
| nis : das ift / des ree
iU 0t d 6C).
„Une corpus primi operisnoftri, cum
12 cauda draconis, id eſt lacte virginis, ad-
JB; mercurii novi feptem partibus fuper ma-
B nem nanentem, lecundum pondus pulye-
Agninas,
" tif / fo ift derfelbe Stein fid)
| €oagulieren / fublimieren /
f ooa / veducieren / weſchen/
A coagulieren durch und die Zur
ddes meſſigen Feuers gebiert fid)
hl BoneinomaBopn alice han»
| be
b mann der eines alſo geſol⸗
719
y 28
ven geredt baben: auffdaß ou at
OPANDORÁÀA, o5
be werd. Darum mein aleriag
fier Sohn erfeime toit die PhiloJ
phen von ihrem Werd alle in fi,
—
fier fepeit von dem Mercurio
purgieren und reinigen/ lcehrich dl
in dem Werck ber Kinder / ol
&odteren unferen Mercurium E
meinen leichtiglich zubereit J
"ye nimme Mercutii minerali
Das ıfl/ terram Hifpanicam / un
Antin/oderdas ſchwartz Crorcilll
Das alles ein Ding iff / nicht | iu
nidereft ‚feines Geſchlechtes ub
Das eer in feinem anderen 98g].
fepe geweſen z deß nimme 25. Pfi
Ddermehr/ undthu das drei
truden durch ein leinen Tuch. Cg
u) C Cias quod philofophi multa capital
\ Ses idus ^ fublimarie x, |
ſtillatione, feparatione , putr:fa&ione, Wf
ceratione, calcinatione: que omnia NM.
una & cadem operado in uno vafe, — MP
ud
.
(uv) Córpora. primum fubtilianda €
ger dilfolutionem qua primus eft operis.
E.
Oderwdein Gab Gottes.
15' Diffoluio autem hæc nihil aliud et,
iam ut corpora revertantur in Mercurium
t fulphur , unde of; ginem habuerunt, Re-
ylvi autem in Mercurium aliud corpus non
| oteft quam metallicumMetcurio & fi fulphure
pr fans. 2d ! Pogeli if
Pc
(aux) Non egemus hifi uno vafe , und
yrnace , vnaque difpofuione, quod audi
in Ben primi lapidis,
Nicolaus Flamellus,
| mama iu es trucken durch
in Haſenleder / oder ſonſt / dar⸗
Bach zu dem letzten fo tbu es aber
Juden durch ein leinen Zuch/ dag
4 (rin Weſchung fürwahr / und
Merck / daß etwas bleibe im leder
un feiner Srobbeit / oder erlicher
Wer Wuſt / fo mig daß der Mers
drin / iff nicht guf zu unſerm
! Xrd/ / Mt aber’ daß nichts im $e
er
fius gut / dann afleine von dem
ercurio / und nicht anders darzu
p Uzritur , unt partes debent effe
de aqua, & quor partes de amalga-
fuͤget / wird unſer DIR vols |
| á mate ^
?1i
71%
nenda eſt quantitas ad iguem lentum quousq
vivum, in quo vafe eft ponendum? Ref, |
PANDORA;
mate ad hoc, urtcorpus totum convertatur.
arg,vivam, Et uttotum tranfeat per coriu gi.
i, e, Samifch Leder. Ref. Quod eft. cel
qoentitas ibi, fcil, ad bonum arbitrium, pli:
torum corpus fit converfum in argentum Wii
yum, | |
Quzritur , Tranfeunte corpore imper
Go per corium, & converfum in argentu
vafe vitreo perfc&to in modum parobfidis li
debet cooperiri cum alio fimili magis ampli
Ita quod pars inferioris vafis fit bene inc
fum, Et vas fuperius debet habcre moi
cum collum ,. & debet habere foramen.
collo , & debe: claudi in lineo panuo,
illo modo debet vas poni inter cineresin ful
nofuo, & etiam eineres debert cooper
totam ma:eriam, Et debe: ignis eſſe uni
luminis , qui vocatur ighisfebrilis, debetgl
Bare ad illum ignem quousque apparuerit tll,
gredo lapidis, quz apparebit in fuperficie i
| Arnoldns ad "Bonifacium
Und barum fo fegen die Geld
dung des amalganum / aree
fur zu fagen / etlich verfichen Tal
nicht wol den Philoſoppen / ug
meynen alleine von Dem Mert
rio. (y) "
Oder f£odft Gab Gottes.
) ET ues awalgama i impone diligenter in
beciam vitream, quz fit tantz capa-
| tatis, ut ager tuus Íeminátta & Occatus ter-
ai. duntaxat ejus partem impleat, duabus
atibus vacuis relictis, Poílea conalude
Acium tuz bociz cum lutc faptentia : tanc
1 e(t nifi unum vas, Lapis unis, co&io fola,
" Oreverins,
E" fen Schwefter oder Bru:
4 rd feines gleichen / etwas
cks zu vollbringen/ Das danicht
Eno: / ich fag eir aber ficere
" bafi bu mit Mereurid/ und
uit euſſerliches zufügeft : aber
ſſe baB Sol. unb Luna / nicht
ipfürmabr affer nechſt find / ſie thei⸗
| Fibre 9tatur mit ihm / mehr dann
dere G orper/ darum daß fic wer⸗
h dracht in ihr erſte Diaterie/dar-
werden ſi egeheiſſen/ hre Adi
Ü umb ihr aleich von weichen 3
dung unb 3ufammenaieffuna 7 x
Binis, das Qungfrauenmilc in
| "m Crotrid erhöret / darum
Wi der Regen abgangen / und
Ins ift. Wann das alfo ae
AER
7a
jibebis ovum Philofophorum , quod fcilicet. -
1 ]ricrlche D Dinge findden Mercu⸗
I 8à* waſchen
753
224
. fell fepn indem Leder/ wer cé abl
mehr / (6 mínber eo / ijt es ab
Materie auf dem lederinein Ola
ſchrieben iſt. (aa)
ANDOR
waſchen und trucken worden if
fo tbu das Amalgama durch di
Keder gehn / das da oben hart st
gebunden feye/und truck das A
gama gants durch / biß auff 4. Lo
fotlen bleiben in dem Leder und ig
14. Qotb / das itt ein. Ding zu u
ferem Werck geſchickt iſt / unb mal.
Daß es weder. minder nod) me
u
minder fo thu darzu / und die v
Loth ; die außgerrudet find / op
getrungen fino / werden gehe !
lac virginis ; bir behalten. (z)
GP Hilofóphi vocan folem fıatrem Md
curii, & lunam ejus fororem, |
, Depderabi ,
2 zu der zweheffen qui
dung und operation / fo tbu DM.
und fürbaß in ein Ofen der obj
(22) V admodum folido luto eb ut !
quo ficcato, fornaci fixatoria impdll
Oder Edelſt Gab Gottes.
Er ac ignem admodum tepidum adde , us
lia Martio Iplendet: ac die no&eque in
»c calere retine , donec materiam tuam
grelcere videas inftar picis ,- etiamnum
agis,
Und ein Ampeln darunter an
Zuͤndt / und denmach die tätige
| j ju brennen/ & ag unb Nacht /
IB die nimmer erlofche / unb Die
lammen / ohn bello in einer ſchlech⸗
jn Ban auffgang / und doch nicht
Cappel des Ofens beruͤhrte /
Iib doch in allen Orten des Ofens
jur, (bb)
Tw: ignem tuum exiguum gradum
auge; ac tam multum : ita ut paue
alidior effe quàm ante percipiatur, Ac
€ ignem inco calore, donec vidcbis ali-,
colorem, qui fübrüfe cinericius cft, quafi
it cineres, - Tum i Iguemtuum etiampum
glulum auge , ac non nimium, ita ut Solin
dli fplendor atque ignem in eo calore re-
iiio fubviridem colorem cernes, qua-.
liftcolor plumz pſittaci. Tum adhuc ig-
paululum auge, donec videbis coforem, _
js eft cauda pavonis , Quz centum colo- -
hab di Sas ignem tium auge 0° calo-
| f
Naacus.
"
#
: V.
—
x 716
'bedinem videris , ac lapidem album pek
tritus later ioter rubrum &iufluan T "mig
-auge etiamnum exiguum gradulum, | C
Lapis perfectas (it, Primus color quem;
«undus color, quafi effet rofa , ac paul.
PAWDORAxS
re, quiis efl Solin Junio nec majore, & 2|
nem itlummonaugebis, dorec perfectanji
Gum elfe, Tum adde i ignem, donec "id i:
materiäm colorem cineritium adipifci. "Tig"
ignem auge paululum , tantum gradufi
unum, d-:bec cernes ente heluum, E
indeacfi effet coagulum quo alutarii coria
p £parant, Tumigoem tuum stiamaum
ulum unuem auge;ac illud regimenignis f
donec colorem ceracs peric deac fi eilet q
tuunt auge etiamnum — gradu:
dorec rurfus videas colorem cneriti
quafi glauct cineres foren. Ac tum ig
vei cineritius eft poftremus colorum ot
um reliquorum fcfe oftendens, Ac pum
nem tuum non amplius augebis , priusq
hunc colorem cineritium ceraes ,' eric cul
color iaterdum altior fiet, aut paulatim |
gisque rubebit: adeo ut materia tam mi
ac tam alti coloris fit evafüra , ut nun
talis rabedo ullis oculis humanis con: n
fuerit; Tum cum Philofophis exulta : J
eſt. |
| Oder f£odfi Gab Gottes.
der zween betbauen die Blumen
we Raben / und um der Haupt
Farbe willen / als ich meyn / ſchwartz /
eß gelb unb roth / ſo wird obn alle
Wirckung deiner Hände des Feuers
ificabar wird verholen / und das vete
dien iſt / wird offenbahr. (ec)
li t gy mablem Recip. Halinder Wafe
bier von unferer Erden / im Deme
qu. Baͤchlein und lebendig Wafler ift/
"Wann Du biß an Die Knie / eine Gruben
wgaben wirſt. So nimm nun auß derfels
zn Waſſer / nimm aber Flaresy bierein
Aue denſelben Wurtzel Safft / und fee
min Das Feuer der Putrefsdion und Gents
MUrg / nicht dergeſtalt / wie Du in Der ers
m Operation gethanhaft/ regiere alie8 mit.
nderlicher Geſchicklichkeit / biß Karben
Aicheinen wic ein Pfauen⸗Schwantz / regirs
Merirende / und laß dichs nicht vers
nlieffens biß die Farben auffbóren und
Fein die grüne alíentbalben gefehen werde s
Bauch von den andern: Wann dunun
Boden braune Afchen fehenwirft/ und
Maffer welches fier roth ^. fo thue das
Kichirz auf / negein Feder darinnen/ be⸗
Mich ein Eifen barmit / tingiert «8, ſo
du ein zubereit Waſſer haben / von
Wit deſſelben ſo viel hierein / als roben
Qi4 Luffts
Dow
i "3
INE US
ne bernad). geredet werden folle / und:
$5
|
|
]
|
{
|
19
-ftetb vom iSeuer qu banblen. Das ei
lich Seuer/welcheg Die Materidigerirt‘
RMegiment des Feuers offenbahret bati
‚ Wann pu Die Natur verſteheſt.
Grab gebende und das leicht ſchwe
EANDOUORA Ml
Luffts hineingegangen 7 Eoche es mit eodd
gem Feuer / bi ed wieder titigut. No
Feuer / oder der erſten Operation , ift (ui
Feuer eines Grads beftändig / / welches
Materi umgiebet: Das anderift einnatd
figirt. Sch fage bir die@Barheit/daß ich cole
Michael Senaivogi |
Wann unſer Materie iff ſich fg
berbringen / zu einem rechten E
yir/ und ift ſich felbfi verfebren a
einem fubitien Dulver/ warn eg i
voneinem Todten Erdirich / ob
von einem todten Menſchen in d
nem Grabe, oder Magneſia / ug
ift durſterich wann ver Geiſt
ibm (ft verholen / und die Seele al
viel als hinweg /-barum fo laß dt
ganzen Leib (eben / big indie fed
Mi
unb viergig 2Bochen/ ſo wird de
das Scharffe weich / und das CU
fe bitter / / durch die Dertvandlur
der Natur / wnbburd) die Tuget
des Feuers heimlichen vollbrach
Sdererfület,cd) ^ ^ (9
po Edelſt Gab GOttes.
IM noftra feipfam ad perfe&um
Elixir perficit , vertendo fe in'pul-
bits fubriliffimum, qui dicitur terra mor-
ia, vel homo mortuus in fepulchro , vel
hagnchia (itiens : quod fpiritus in eo occul-
i. eft in fepulchro , & anima quafi re-
ef effi. ‚Permitte ergo ftare wunc à. prin -
Xo, ufjue ad vigintifex feptimanas, &
| * tunc factum eft gracile, leve pon- -
erolum, afperum , molle & dulceamarum,
ünverfione naturarum , virtute ignis occulté
peo
Thomas 1
| (44) Hanc autem folutionem nigri cor-
ts & Mortui , folutionem nominamus,
tee&ionem, aut vivificationem, feu. anima-
nem corporis mortui nuncupamus, & hane
ib i chariffime fili, oftendam inferius, -
^ u * Mo⸗giſter Valentinus.
i
NEU
S i
di ) brennend ift/ und von der mäflrigen
n s audjenbem. In Diefer Verwandnuͤß
"jl Gfáffes der Feuchtigkeit deß Geiftes/
x x eicher das vorgefagte er fe iſt
y jr &lrimigkit oder fehfüfferige
[m Nae
d
(dc da) Dannenher nehmen oder Fleiden
TS mit neuer Natur / "Die da rein und
B ift / entolöfer von aller beiffenden irr⸗
im lolvitur per fe folam , cum vero folvi- -
lir per aquam fuam , hanc folutionem , re-
jen Überflüffigfeit / die da verbrennlich |
2:9 |
bereit angezundete (Seuer und einfache
YOAON DO E A,
Natur / und durch Anbengung oder nat n
liche und fefte Dereinigung bepalten mot.
und fid) erwaͤrmet / alsin feiner wurtzli
ten Seuchtigfeit / bie mit ihm vermiſch
uno getóbtet ift / und hernach erſtehet
tobte Ding mit fröficher Sublimttion uli
Sebährung / indem es fic gänglich al
bebt von Der falgigen und bittern tati
alödennift er mächtig fid) ſelsſt zu erhalt
zu naͤhren / und zu vermehren’ alg Das di
£ur/ weiche mit weniger Milch muß gend
ict werden. Nn
; ednonymi Verbum. Dimiſſu
( dddd) Hiermit toill id) meinen Trac
beſchlieſſen / welchen ich zu feinem ande
Ende als den KRunft » Liebenden zu)
fallen gefcbrieben habe. Diejenigen / w
che.inden Garten Fortunz foasirea und
den Infalis Fortune die glildenen 2lepffel di
brechen / merden leichtlich erachten koͤnn
wie weit ich auf ber Reiſe nach den gdlonpl.
Vellus, dag; ift oem Buche tn der InſulC
ehide in Chymia lieget / unb von Jafon D
dem Kuͤnſtler zuerobern iſt Foren fen: SR
mir nad) arbeiten will / der fchaue gulli
was ich gefchrieben-habe / und beden
genau; was meine Venus ſey Die dem SUB
nige ocrmábler wird / damit Fein Zwie Dog
gebohren werde. Auch lerne er guoor ZUM.
nobr, Vitriol, Niuum muchen / che J
| N
Oper Edelſt Gab Gottes.
Hohe Werck anfanget / fonft wird er gewiß
p ber Praxi febica/ wie mit ſchwerer Muͤhe
gefucher / ich babe zwoͤlff Stationen. ihre
Bücher/ Deren mehr als 2000. Fleine und
zroſſe / fo wohl gedruͤckt als gefchrieben/ ge⸗
veſen / durch geleſen / die allein von dieſer
Kunſt mir zuhanden gekommen. Den vor:
hebmften9lztiften habe ich nachgefraget / und
bre Freundſchafft mich viel Foften laſſen /
Woͤne Handgriffe und Arcana zuerkauffen
Fein Gelb gefpahret / bif folangean bas ere
irterte und vollbrachte Ende.
4 Mathäus Erbinäus von Brandau
Boſarius. (a)
! DIN Au&or libri: qui Rofarius dicitur
T &delcendi in hortum meum, ut viderem
iblantas diverforum nafcentium, & inter flores
zteros Rofarii mei, inveni rofam niveam,
Jeualbam, itemque fanguineam,fen rubedine
; ecoratam , elegi pulcherrimam & infpexi
‚Quodpaucz & rarz , quia non germinaverant
Mala punica. Dixique voce non tacita: Re-
gertere, revertere, Hortulane, revertere & au-
menta Rofarium meum, per totum hortum
t decoretur hortus albis & rubeis rofis fplen-
jf entibus, fuperfuifque abf&ra&is & rejedtis
item Hortulanus rofarum plantas feparavit,
B | &
an
/ & S
und Arbeit id) mit Wahrheit diefe Kunſt
M hultiplica, feu de novo con&rue & planta.
Hlibus & nec«ffariis diligenterintende, ipfe
731
»h
. triplicando, quadruplicando , & hc vicilfi
deinde ad subediuem perf:&am.
. Bet gar mit Furgen und verborgl
Xo men zu diefer Kunſt / genannt Al
J. mía, Und merk’ wilt du mache
‚men dann God uno Mercuriun
und geuß darüber Urinam Vinlem
und weich den Mercurium dami |
- es wol untereinanber/ biß ecran
Amb reib es aber inanes M
PANDOR xU
& replantavit, augmentavitque duplieand li
multiplicando ufque ad albedinem plenam, di
— Reofarius. Mine,
d iſt der Tractat unb odi
Buͤchlein des Meifterg genannt |
noldusvonder Neuitatt/ well
man neanet den Roſarium / unb f
nen Worten / wie man mag fon
Gold / fo ſolt du anders nichts nel :
Wilt du aber maden Syleaf
foit du. nehmen allen Silber un
Mercurium / und folt ibm al
thun. Recipe Mercurium 2. oder
pfundt / thu den in ein irden geſchir
thu darzu ein wenig Saltz und rei
trüb ſeye dann geuß ibnab/ u
ſchuͤtt andern Harn daruͤber un .
tbu Salg darzu alg zuvor » meld
Oder Edelſt Gab Gottes.
a ang bif der Harnabermablen trib
erde dann geuß es aber ab oder
ethan werde / darnach ſo lavier
n mit lauterem Waſſer / darinn
as Waſſer truͤb fo geuß baffeibig
»/ unb allwegen wider friſch Waſ⸗
f darin Sal commune geſolviert
D" über ben Mercurium gegoſ⸗
]1/ lavier und zerreib es biß aber
hs Waſſer trüb wird / das geuß
lieber vom Mercurio/ꝛc. das Waͤ⸗
Ina 7 biB das Waſſer lauter
Irvon thut gehen / dann ſo tru⸗
j den Mercuriun per Coruum ,
4 d ohne aüen Zuſatz thu ibn
Hlimieren / dann (o haſt du dein
ü teurium wolbereit zu diefer
nft/ lauter un? klar alsein Spies
1 und Chriſtall. —
| l Ntentio quorundam i in hac arte ope-
r gone a variis fecibus, alii per fe
ron, ip alfo zum dritten mahl
uid eal geſolviert ſeye⸗ und wann
bien’ auff-und abgieſſen / treib ſo
Mihne in eim ſublimatorium⸗
i rantium ef hzc, ut M rcurium diver-⸗
lpde purgent: nam per falia adiuncta fub- .
tantum 253
e
734.
accelzrat, ideoque conveniens eft. Quare ca
: beatam quavis vice cinere ac aqua; rand e
PANDOR A...
tantum m vivificant, fic repetitis dine
Mercurium Philofophorum fa&um autumat
& errant, quia non in natura emendatur, |
Anronymus Philaler
(bb) Mercurius vero indiget interna ad
effentiali purgatione, qua eít additio fulph
ris verigradatim, juxta numerum aquilarur
tum radieitus purgatur. At infuper acc
dentalem pofcit mundationem, ad extern
fordesa centro ejedtas abluendas, Non al
folute neccffacius ek hic labor , tamen op
Mercurii tui quem parafli per aquilarü num
rum convenientem,& fublimaterra fale com
niac Martis fcorlis , terendo fimul cum ace
& modico falis ammoniaci, usque dum Me
curius difpareat , exficca tum, & dcKiila
ıetortam vitream igne g: dew audo, 1
que dum totus Mercurius alcenderit, Ei
quatet reitera, poftea Mercurium bulliin ac
ei fpiritu per horam in cucurbita aut vie
lati fundi ac ſtricti colli , agitando interdi
ftrenue, Decanta tum acetum, & accu!
tatem elue aqua fontana , 1epeuum afful
Tum exficca Mercutium & Filgorem ejus
rabere. Pofles lavare urina, autaceto & !
ac fublimationiparcere, tum faltem quat
defillare, poft quam ounes aquilas —
bulli in aceto (illato per dimi dium diei , aj
- Oder Edelſt Gab Gottes.
wido interdam ftrenue & nigricans acetum
Hunde , & affunde novum , tandem clue
qua calida , poffisque aceti fpiritum rediftil-
indo a nigccdine liberare & ejusdem virtutis
bere. Hoctotum e(t ad amevendam ex-
tham immunditiem , quz non 2dhzret in
intro, & tamen ef in fuperficie paulo ob.
matior, quam fic percipies; Mercarium
inalgama cum auro purga:iffimo , fiat amal-
ma in charta mundiffima, & videbis, quod
fnalgama chartam nigtedine fufca inquina-
4, Huic fzcitu occurres perdeßillationem
zfatam & ebullitienem ac agitationem, quæ
gparatio opus valde promovet acccle-
ido,
TU
"e
Mbbb) Auffeine Zeit haben fid Alchy⸗
dien verfamlet / und aligemeinen Raͤth
‚Halten wie man den Philoſophiſchen
Itin bereiten ſolle die haben unter ib;
Pbeſchloſſen / es folte ein jeder dieſes
ts fein gutduͤncken an den Tag geben.
Jeſe Derfammlung mar befchehen unter
Aem freyen Dimmel / auff einer Hey:
a / unb zumai an einem heiteren Tag:
"Bi baben viel deren einhelliglich zu geſtim⸗
Anonymus Philaleiba,
|
J
^
| tie Materi fepe / andere aber den
ivefel vermeinten. Andere gleichfals
nbus bargegeben. Jedoch war von
1.‘
B X
k ^ 3r
*
4 va pa8 Duecklilber oder Mercurius
dem
735
736
fonderer Arbeit (Diewweil ein jeder begie@n
hindert angeftanden und verblieben J
-. PANDORA
dem Mercurio ober queckfilber vornehm
gehandelt / fonberlid) aus Schriften:
Philoſophen / dieweil fie es für die wal
Materi angebẽ / wie auch fü? die erſt Mat
der Metahen: Sintemal bie Philofophi rifll
fca und ſchryen: Unſer Mercurius un
Queckſilber. Ja in dem ſie nun dergeſt
mit einander ſtritten / und Fämpfften mit ll
den Endſchluß dieſer Frag erwartete) Ml
83 immittel ein fchtweres Netter / uM
Donner, Blitz und Hagel / und unerh
ten Wind mit Platzregen begeben well
Ungeſtimmigkeit dieſe Verſammlung iM
ſtreuet / einen jeden beſonders in fremi
Finder unb Provingen verfchlagen / d
theilt und gang zertrennet bat / oaB al
die endliche Schluß-Ned dazumahl oll
Nichts deſto minter bat ein jever ibm fa
Babe atit eingebildet / teas Doch Dit
Difpuration und Streits Endſchluß fe
möchte. Derhalben auch ein jeder IM)
Werck getretten / und angefangen / $m.
der eine in Diefer/ ber ander in einer an,
ren Materien ven Philofophifchen St
auffzufuchen / welches noch auff den DM
tigen Tag unabläßlich befchieher. DAB
aber einer fonderlich / fo noch eingede
des gehaltenen Geſpraͤchs / daß nemlich
|
3 *
bem Mercurio oper Queckſilber der Sf
der Weyſen zubereiten waͤre / bat bentile
. Over Edelſt Gab Gottes.
elbften piefe Wort gefprochen : Ob gleich
bol Feine Schlußrede erfolger iſt / fo mill
nichts deſto weniger im Mercurio oder
Weckſilber arbeiten / ja. ich felbft will
tyten Stein zubereiten. Denn er war ein
tbet und murmelt / wie der Alchimiſten
jemobnbeit ift. Deromegen hat er an
fangen / die Bücher der Philoſophen
Klefen/ und fam über das Buch Alami,
at vom Mercurio oder Queekſilber ban-
Mt. Alſo war Diefer Alchymiſt ein Philos
ar.
IN?
e.
y
dpt. Nahm derowegen Das Dueckfilbers
lit an zu arbeiten / thut es in ein Gilag
im euet, Der Mercurius wie feine
W'aturift / rauchet aus und Davon, Der
ümfeelige Alchymiſt / ale der deß Queck⸗
Mbers Art nicht gewuſt / ſchlug fein Weib /
Wdfprach: Es hätte ja ſonſt memand dar⸗
kommen koͤnnen als fie/ derhaiben fage
Maß genommen / das Weib heufet und
Witfibulbiget fi. Sprach Doch heimlich
iv lich felbft zu dem Mann : Es wird die
hen Dreck daraus werden / ber Alchys
ATE nimmt wiederum andern Mercurium,
ih abermahl ins Giaß / und verwah⸗
JS Qei(fig / Damit das Weib ibm ja nicht
s
|
m v
mn
1 ^s.
!
N
|
|
1
en Endfchluß machen / und Diefen gebene⸗
Nenfchs fo viet mit fid) felbften heimlich _
iphus worden/doch ohneendliche Schlußs
uhaft mir das Queckſilber auf dem
u fämeund beruͤhret. Aber das Queck⸗
flog wieder zum Kammin hinaus: —
E V DIT us
737
4738
| in bem bedericket fid) ber. Alchyimuft t |
mit Schwefel’ aud) mit Blut / mit Da
in tieffen ſchweren Gedancken. End
PANDORA,;
die erfte Mater: des Steins füchtig f
müfte/ freuet ſich derwegen hoͤchlich vi
meinend es Fönte ihm nun nimmerm
fehlen’ und er hätte Die rechte Materi uM.
ter Händen fängt beromegen an den MI:
curium Fecklich anzugreifen / lernet feri
denfelben fublimiren / auff bieferten FE:
salciniren / je&t mit Salß / das andern,
bald mit aquaforte / abermals mit STI.
tern / Harm Effig und vergleichen. A,
in diefem allen befindet er nichts zu ſein
Fuͤrnehmen / darüber iftin ber Welt nich
Damit erden Guten Mercurium gder Qul,
filber nicht gepeiniget hätte. Da era
durchaus / ja im geringften nichts gericht,
ift ihm diefer Spruch eingefallen / daB
im Mift gefunden werde. Hierauff hal
mit allerfep Koch unb Miftden Mercure
befchmeiffet / fänptlich und abfonderli
Unter diefen vielfältigen Arbeiten wart
hitzen nach mübe/ und ſtund bep fich felbffl,
entfchlieffer darüber. In dem Schlaf E
ſchien ihm ein alter Mann / gruͤſſet m
und fprach : Sreund mag bet at |
und befümmerft bu dich ? Er aber fpra
Ich wolte gern den Philofophifchen SW,
machen. Darauff der alte Mann frag,
Freund / woraus tvilt bu ihn nahen? Mi
eom. Aus dem Queckfilber oder Mercuil
Ode Edeiſt Gab EOttes.
Ser Alter Ja was füreinen Mercurio ?
hy. Es ut ja nicht mehr denn einer.
yer Alte, Es ift wahr 7 gleichwohl /
ap. nür cin Mercurius. ift / aber berfeíbe ift
sgerheifet in mancherley 7 auch ein S bei
ffeiben reiner al8 der ander. Alchym. O
verc / ich kan Kunſt genug ib zu reinigen
pt der rechte wahre Mercurius. | Es has
t die alten Weyſen und Aysifofopbi eim
ders Queckſilber und Mercurium , und
| Em damit ift ber alte
1 in verſchwunden. |
: AM:ubael Sendiv IR
£2 16 iſt nun der rechte Anfang dies
pu" dans alle Metall von
Hierum willmen ficfebren in
3a | Cole oder £una ein Medicin
r erften gemacht werden / als von
1: 3/ undgefhicht barum / das fie
erſt Weſen unb Materiam. (c)
|
J
y
* ns, fo fange ich an von den Thefe
y
m Mercurio ihren Urſprung has.
bim: baéiff / Golb/ oder in
«nam; das iſt / Sylber / ſo muß
n Urfprung : das iſt / Mercu⸗
er moͤgen gebracht werden / in
len / aai unfer. Magiterium be⸗
Aag-2 ——
739
ifs allerbeſt mir Efiig 7 Salpeter und
Mtríof. Der Alte. glaube mir; das iſt
cht pie rechte Reinigung 7 auch ift diß
749
fielen; unb fonderlich von der Materia, il
ber Teig felber / al8 : der Sauerteig DR:
. fe Subftang welche gefucbt wird / iſt
PANDORA;
derer Erforſchung faft unjeblid vict ve
gebeng fich bemübet, Die Andern abe
welche folche durch Göttliche Zulaſſum
uͤberkommen / haben theilsaus Neid / thein
aus Gorg eines zukuͤnfftigen Mß braud
dieſelbige mit ſo vielen Larffen bedecket / d
nen Nachkoͤmmlingen vorgeſtellt / daß ed €
fo ſchwer einem ankommen ſolte / der (cgi
che ohne einen Oedipo wolie erflären otl
ergründen ; oder aber/ fie haben daffell
ge vut. einem ſtaͤrckern als Hermetiſch
Sigill jederzeit verfchloffen zu halten SO
und der Philofophie ein Geluͤbd gerha
Sid aber will bir zwey entdecken : das CH
nevon der Qlutboritát / das Andere oi
geroiffen Grund entlehriet. Welche wei
bu té nicht verfichen wirſt und dir dag Sl
son den Augen wegnehmen werde 7 B:
wirft du (ang / ja vielleicht immerdar ih:
Kinftern herumtappen. —^- Un
Das Erfteift deß Hermetisin feinent (I
benden Buch feiner Traetaten / von den
mentis und Der Fermentation, Da er alſo ſa
Die Gier oder Sauerteig kommt von nich;
anders / als von feinem Teig / ja (dB
rn
Goldes ift bas Goid / de Sitbers Gau
teig iff das Silber. ‘Das andere ift B
diefem natürlichen Schluß begriffen : DM
dieſer ebeneing / aus welcher fie genomm 4
ENT ss 2
Oder Edelſt Gab Gottes, —
. Arnoldus hat diefes eben mur mit ans
rn orten ergeblet/ im erften Buch feie
'8 R ofarii, im ficbenben Capitel daer fagt:
afere Artzney wird aus denen Dingen ge⸗
en in welchen eg tft. |
B D, Huginus a Barma,
Das iſt / in Mercurium / das
jag aber anderfi nicht geſchehen /
inn allein mit dem Mercurio/der
$ der Soli und Zuna approbírt
jb zugefuͤget wird. (d) 9
)YAm probavi aperte , & fecundum red
| &am veritatem, quod defe&us inmetal-
Net defe&us argenti vivi, fixi & puri, &
li cquid eligitur in bacarte ad perficiendum,
Icauſa illius ; & ergo in ipfo eft perfectio,
Pon in.aliquo alio. Scias hoc, netrade
Wivioni , ubicunque inveneris ipfum, tene
qi lapide majori, cui nulla res fimilis exi-
ill; nec potcít facere quod facit. Sieht cor-
ium, corrigit: fi fixum , figit: fi fpiffum
Mgular: fi tin&tumtingit, ipfum enimprz-
‚it cun&a corpora in puritate, Et fi pof-
Enam futtincre ignis, faceret ex eo cum
hure fuo coagulato elixir excellentiffi-
Bim. Accipitur vivum & mortuum , ſed
im eft femper eligeadum quod vivum eft,
tz operariones exco fiunt, quz dividun-
‚per duo, Primakt cum adjuvamine: fc-
| 914a 5 cunde
;5 gd
ſo iſt ber gemein communis: ME
ritum / den GSeiſt Die Solem
P AND Oo R TW
cunda ex fe folo, fed. natura a prodi 11
fuofulphure. — rH HA
Rofarins Min i
Mann nun das alfo befchiehi
curius / den man nennen thut SH
Lunam ſich un feines gleichen zu Ü
kehren in Mercurium / een qn '
nennet Metallorum. (e).
COS Bermahl bat Trismegiftus ande;
mo aus pen trrdifchen Planeten ofi.
eolifommenen Metallen Subitang fol
auszuziehen erwiefen / fagenb : Gold t
Elder ſeynd Die Wurtzeln Diefer Kun
Derwegen der Sohn Hanuel gelebret/ / J
Lapis Philofophorum ſey em in. Boldt
Ciber coagulirtes | Waſſer. Trevila,
berichtet: e8 wären zwey mercurialif,
Subftangien aus einer Wurtzel her
kommend. Geber bey dem 2adjal
ſpricht: e8 fepein ſobſches Waſſer/ |
máblct durch die Wuͤrckung feines meta
fchen Schwefels. Paracellus in fein L
Buch / von Verwandlung der Metall"
im dreyzehen Gapitelbericot : Es waͤre J
Elc&rum oder Zinnober / das iſt / eme SE
TNAM Mineralien, © o"
bob,
*t nichts anders / als cine Dermifchung
Dep/ bre) ober mehrer Mineralien ober Mer
len / marum folte nun der. Sulphur Solis
| It Dem Mercur;o Lunz auffphilofophifche
TieiB sufammen gefeßt/ nicht ein Ele@rum,
Iht ein Zinnober feyn? Und marlich / ein
Iwerzeugen den andern / gleich tie Rie⸗
Ji bon Rieſen gebohren werden; und wird
n Adler ein Tauben⸗Ey legen. -
ne beyder Saamen/ zur Erzeugung nicht
dig find ; alfo auch Diefer unſer Mann
8 Gold’ und das Weib bag Silber/ koͤn⸗
Ti obue beyder Saamen durchaus nich
Ipfahen. Dannenhero / haben Die Phi-
Dphi endlichen geſchloſſen daß das
‚Fittenothiwendig mü(fe oabep ſeyn /bey⸗
7 / fo dei Manns / als deß Weibs les
Int welchen vae gange Werck tiro vers
Mid) fepn. Dergleichen Saamen aber
allein unfer Mercurius oder Evefttum,
Aiſt: Das immerwaͤhrende und ewige / in
en Elementen der Welt enthaltene
"aane Welt ummwandelt / deffen Na⸗
TM Uriprung/Zubereitung und Gebrauch /
Eich unb Flärlich ich darthun will.
Fluß dem gleichen Fluß und Zulauff der
W Elementen / entweder auff den ober»
| Aaa 4 ſten
Oder Edelſt Gab Gottes.
umb Queckfilber / ſagende: ein Ele&rum.
Gleichwie aber ein Mann und ein Weib /
Tdmachende und Chymiſche Saamen /
Eng/ und der allerreinefte Geiſt / welcher
Auch aller andern 2Infánge / jedes ſon-
745
744
empfangen / die Kunſt gruͤndlich hin
ſten Rand der Erden / ober in ber Luft}
felbften/ unsaber amallerflärften und au
genfcheinlichften auff dem ganken cano:
der Erden wird der philofophifche Merci
rius hervor gebracht, Oder vielmehr aum
bem Zufammenflug der Elementen beſchti
ben / und: befchloffen von dem Din
mel / auch von den Geſtirnen erzeugt. D
fer ft der Natur erftgebohrne/ über alli
aufßgebreiter z und aller ſelbſtſtaͤndige
Saamen Führer / und mit feinem Umfan®
aller Dinge Vereinigung / jeder Seit bo
weglich / undift niemals ruhig Diefer Ge
oder Mercurius / und Fan auch-Durch Fein:
ander Ding eingeswungen werden / fo 00d
uns befanne / als durch die Bande D
Elementen ; derenthalben auch / ob if
feich der Meer⸗ GOtt Neptunus / dur
egen / Thau / Schnee / Reiff/ Blitze /
als aͤuſſerliche Mittel / in den innern Sch
deß Saturni einſencket / ( dannenherot
Sophiſten die Chryſtallos Saturni nehme)
teerben aber darüber betrogen ) fo wird
doch niemals irgendswo rein und entble®,
erfcheinen / biß deſſen Unflat / melcheer au,
der Unreinigkeit der Elementifchen Mutt
nimmt. -——— Bu 2 MM
Ob nun gleich bie Glementa in ihre 3
Mittelnuncten fehr rein find / werden DON
fole uafern Sinnen / ohne Bermittelu
derer Mutter oder Schalen / nicht ori
Oder Edelſt Gab GOttes.
legt. Iſt derentwegen Fein Wunder /
menn das Kleid ober Die Decke unſers Mer-
ieri fo voll Unflats (tet / mit fo vielen
Banden und Fußeyſen zufammen vers
ſtrickt / daß es in folchen Zuftand nicht ans
ders / als von dem einigen Philoſophiſchen
Liecht Fan geſehen werden.
Unpſer Mercurius iſt febr rein / ohne eini⸗
gen Flecken weiß und roth / und von Pa-
tacello, wie auch Ifaaco das Paradeis⸗Waſ⸗
ftr yenannt/ nichtaber unbillich : Denn es
ſeuchtet an den gantzen Nand deß Erdbo⸗
und iſt in vier groſſe Quellen weit⸗
läufftig-außgefpreitet / und erzeuget feine
Kräfftenın den drenfachen Reich / (wenn
du Das verfteheft/ (o verficheft du das gan
Werck.) Wenn du Diefes mehrern Vers
Dinges : denn Das fe&fe der S?atur uns
ſerer Wiffenfchafft nach ift das erfte der
Natur feiber. — — |
Dieſer Philofophifche Mercurius iſt
Dtruden und feucht / ift flůchtig unb fir/ in
ſolcher Proportíon sufammengefe&t/ welche
Palltn bie Kinder des Hermetis / eines von
‚dem andern unterfcheiden Fönnen. Die
Philofophi haben deſſen irrdifche Schalen
betrachtet wieffar und Durchfichtig fie ſey /
md fic) vermundert / daß in einer folchen
Schneeweiſe ; eine folche hohe Roͤthe vers
Iborgen (iege / deßwegen haben fie ihn auch
P. 310a ; ben
|
I
4
ftand fucheft/ fo wirft bu es finden in der
‚philofophifchen Refolution eineg jedmwedern
74$
746.
. in. fic pic algemeine Natur enthält/ urb "d
M curius bált in fid) feinen Schwefel.
bringet. Ex iſt deßwegen der Himmel + je
- Und wenn die gröbern Elementa von ihm
. anperé / als einer Zeitigung: ſondert ab/M
'PANDORA, J
den Himmel genennt/ ge nur/ V/'bieteci ae
gung folches an fid) ziehet / und Daffelbige |
wider.lebendig macht ; fondern auch dieweil
er wie der Himmels welcher gang durchſich
tig/ben Geiſt / oder Schweffel oder das aller
remeſte funffte Weſen in ſich haͤlt / vermittelſſ
deffen alle Seftirne bewegt werden unb bell,
Scheinen.- Alfo auch unfer Mercurius / unte
feiner Decke verbirgt einen himmliſchen
Gift / den wahren Schwefel der Natur
dahero haben bie Philofophi gefagt : Unfer
Uber ba8/ fo fcheinen in denfelbigen alle
Geſtirn der unterm Aftronomie/ und werd!
den geiftlid)/ indem er Diefelbigen von alle"
irzdischen und unreinen Natur reiniget / udd
in einen eigenen und reineſten Saamen
wol der Geiſt der gantzen Welt / und deſſen
fauͤnfftes Weſen. Denn es ift eine feurige
Krafft in ihm / und ein himmlicher Urſprung
abgeſondert ſeyn / ſo entdecket er ſich: ber
darf alfo einer Abfonderung/ und nicht: S"
( fagt Paracelfus) und führer e8 zur Roll i
Fommenbeit. |
Sunmoicfe Materie tote fie ausihrem
Chaos!
Oder Edelſt Gab Gottes.
Chaos herkommt / grasaräner Geftalt/von
welcher du alle falfichte 7 alaunifche/falpes
‚rifche / vitriolirte/ und tartarifche Theile,
mit öfftern Calcinirung / und Solviruns
gen abfoncern muft / melche Laboresin bie»
er Arbeit/ deß Mercuriierfte Sublimationes
dv wirft Du etwas himmliſches haben / wel⸗
bes die allerreineft Seele in fid) hat denn
it hat ihre gröbere Glementa abgeleger;
neiftentheils irzdifche ; auch die unreine
Schleimigfeit und Salßigfeit; denn dag
Saltz ift nichts anders / als ein irrdifches
Weſen / uno Unreinigkeit.
E D. Huginus à Barma,
(ee) Solum argentum vivum. quzrimus,
N ipfo enim totum eft quod defideramus :
tgofuamin fe continet tin&turam, O quam
reciola creaturaeft illa, & delectabilis: De-
s enim meliorem non creavit , prater ani-
pam rationalem. Habet in fe corpus , ani-
|am & fpiritum, Corpus ftat, anima vivifi-
jit» fpiritus tingit. Iftafunt in Mercurio fo-
rentis congelato. ^ Mercurius ergo lapis
ölter et , nec alia res effe potet , quem
"uam ficcam nominamus , eo quod vi
lphurisazymi, vel rubri uniformiter ef in-
piflatus , à quo cun&a corpora trahunt origi-
Kem, ex ipfo enim fiunt , & in ipfum rever-
inr, Verbi gratia: Sol ex Mercurio vivo
E puro
zenennet werden. Nenn Diefesgefchehen/
»tx aquz groffitie, vi fulphuris puri nom
747
748
fo ein Strauß Magen / ber auf der E
‚derbarlichen Gicift Des Lebens 7 einen voa?
deß Alberti Magni :da8 SaturnifcheX&ch
jd Dann alfo wird unter ben Phil
Nard. ſoph
puro fit, & iterum revertitur in argentu
vivum per ingenium & fic de cun&is corpdl
ribusdebet fieri, | ,
hs | Rofarius Minos
Seu Mercurium Philsfophorum.( |.
(£) 7 fer. affo zubereitete unb ger
? eat Coͤrper /wird von Paracel
ben hervor Fommt/ und beffen Geiſt Di |
in der Erden wachſenden Ctraufen genet,
net. Diefen/ daß Du überfommen mil!
geſt / fünre otn Straufen in fein vorig
Chaos, darinnen er verborgen lag / und F°
telchen die Element gleichfam in ein
verborgenen Kercker oder Hoͤle dieſen wu
harfftigen Parurgum und Protheum hein
lich gehalten haben. Diefer Geiſt ift DE.
Lulli feine Lunaria : ba8 Drachen Blu
ſer / deß Bafilii : der Weingeiſt Arnolc
aber mit feinen rearbafftigen rechten 9i
men wird er genennet/ Der wahre Philof
phi[ce Mercurius/ per fauerfte Eifig/ t
Sjungfraue Milchr das ſcharffe Waſſe
das truckene Waſſer / welches Feine Hat
naß macht. | yix ivi A
D. Huginus à Barm
bbíé defaget: Natura natura æta⸗
ir: das iſt / ein Natur erfreuet fid)
ber anderen Natur / das verſiehe
man alſo / die Natur eines Manns
fti tuet fic) in der Natur oder mit bee
Satur der Frawen. Darum fpricht
Ariftoteles der Natürlich Meifter:
Resnon fiunt hifi feeundum naturas
forum, uc horno de homine, Leo de
Ding oder feinerle Ding wird ein
ln: nach feiner Natur / als ein
Dienfd) wird und fommet allein
: eihen. Dann jede Natur im
"fon T berbeit ((t freuen (be Natur / die
dat aift ihr ſelbſt natur. Als alle Men⸗
les
"IT
lt (d
mnm r Adams (f freuen bie Natur
i CU
am / darum haben fie miteinan⸗
dee Freud / unb freuen fib mitein⸗
E
ji
—B u EU *
tone, iſt [o viel gefprochen : die
Febohren von einem Menfchen/ein
Al: v von einem Loͤwen / und des’
von Adam und Eva) die Na⸗
va; Dann Eva iftgefhaffen von:
ander / und wird ihr Saam gemeh⸗
uno iſt gemehret das vonihnen.
yben fommen if / unzahlbarlich
er Menſchen. aa
749
oo | |
"fft auch in diefer Kunſt daß eT
den Metallen zugefuͤget dan:
: | | ver
PANDORA,
unb Luna und alle andere Metal
find gewachſen indem Erdtrich / um
haben ihren Urſprung von der
Sercurio. Hierum der Merc 1
rius heiffet ein Batter aller Metal
len / barum daß fie von ihm en
fprungen find / darum fie stoff.
Freude haben / wann fie mit ibrei h
Urfprung : das ift/ das Duecffilb
vermifcht unb vereiniget werden]
und wachſen und mehren fich/ fedi
ben fid) nimmermebr von einanden
berbalben oíe Meifter den Mercun
um bod erheben mit foftfidben DE
men/ des erften fo beiffen ſie es
Virginis: bae iſt / Jungfraumilch
O wie koͤſtlich iſt die Jungfra
nid / darvon alle Metall ſaugq
undihre Speiſſe nehmen: dann ffc
darvon lebendig merden/ und iili
Speiß darvon empfaben / darnaı
beiffen fie den. Mercuriun aqua
permanentem : das ift alg viel ge"
forochen/ als das lebendig Waſſe
Dann wann der Mercurius coule
- Cort Edelſt Gab GOttes.
s
a arum fie es nennen des bleibendig
vitz: dag iſt / das lebenbig Waͤſſer:
dann wann der Mereuriug wird
H
fi
zugefügt den Metallis 7 fo bringet
Mercurium / ber. dann nimmer
| iebt unb raft / fonbern fid) atfe«
|: m (o beiffen fie den Mercurium
iquam vitz, das lebendige Waffer/
ii
n Rercurio geben haben von feiner
*
nd
"ig
ji
"D
jr
dis unterwegen (aß. (g)
): Qwiſſen/ mit ſeines Lebens Feuchtig⸗
'Feit/ von welcher er eines Theils ge⸗
N
Ir
ee Aquavitz, Dag Lato-
m gereinigt / aber nicht Aqna vitz, dag
n Weinſtock Fommt ; denn bitie ſeyn
éd voneinander unterſchieden. Es
t aber Aquavitz, denn es macht unſern
tin lebendig / unb bringt ibn zur Auf
kehung; Es heift wohl gemachtes Blut /
tt gerotifteé Menſtruum, eine THIS
1
fe
ik
1i
|
MB
|
| paler. | Aush: nennen fie es iquam "
ſie in ihr erft Weſen: das ift in.
it brivcat / und lebenbig iſt / dar⸗
ib viel mehr Namen die fie dem -
FAgenſchafft wegen / daß ich von’ :
bren ift / welche ift unfer bleibend Waſ⸗
7^
I ereiniget fie fid) mit ein / und ſchei⸗
m fi nicht. mehr voneinander/
7951
(tbe ein wunderbarlich Ding / daB b
worzu ift diefes? Gr aber antwortete nf
: freundlich. Mein Sohn / «c8 ift wahl
andern Männer ihr gleich machet.
Ariſtotelis: Sciant Artifiees Alb
beB Kindes / eine Speife deß Hertzen
Meerwaſſer / Gifft der eben "
Soft ber Todten/ Arg. viv. der Philo⸗
pben / welches durch philofophifche Subk
ur m feinem iredifchen Stanckgerh
niget tlt.
| : Anonymus Verbum Dimif, i
(sg) Sch fragte ibn aber / Here :-
Waſſer fehier auß nichts fepe/ ich fh
daß die Srucht des Baums in bemfetbgr.
Dusch fo liebliche Wärme vergehret werde
daß es ein munderbarlich Ding ift / ale
mundere nicht 7 bann es muß alfo ſey
Dann diefes Waſſer ift das Waſſer @
Lebens / und bat die Macht Die Fruͤcht d
fes Baums alfo zu verbeffeven / daß fie hi
nach nicht Durch Derfegung oder Pro‘
fung/ fondern allein mit ihrem Geruch It
Michael Sendivog
Dann [0 bewehrt man Bb
Spruch des natuͤrlichen Meiſte
mie fpecies petmutati non poffe? d
iſt fo viel geredt / willen füllen:
Artiſten der Alchymie / daß "
J
Vet Edelſt Gab Gottes.
der Metallen nicht verfehren
Eo / und das iff wahr / nur ab
fie werden dann verfebret in ihr
den, oRateríam und Cper»
iun / barton fie ihren Urſprung
abe unb bekommen. (h)
E /Lbertus, i inqui: , in libro fao 30, de
| * Mineralibus & 9. hanc de facultate
t fententiam Avicennz , quz fuit hac,
nt (inquit Avicenna ) Aber Alchymiz
— permutari pon pofle ;
iam nvis aliquid illis fimile fieri poffit; Quod
in differentia: ípecifica aliquo tollatur ín-
no, non ct do poffibile; fed exfpoliatio
identium non eft impoflibilis, vel faltem
hinutio eorum. Non enim permutantur
Kies Merillorum , nifi pilus in. primam
" E tiam merallicam reducantur, & fic juva-
ne artis. deducantur in (peciem metalli,
IC bd volueris Atqueidem quoque fenfiffe ait,
philoſophum pr&cipuum in Phyficis
iathematicis Deinde Albertus ſubjun-
micos peritos non aliter operari, quam
& poftea. per media cönfortantia
| do f fanitatem inducant, quz fanitas eft ef-
l^ he. | Bob fc&us
niz queltionem pert: ta&ans, primum -
Eas fequuntur, - Oportet nos dicere _
os Medicos , qui per medicinas purgati- -
= a materias corruptas & nocentes _
am | juvant virtutem naturalem, ut dige-
O8
"71
4
deducunt virtutes elementares & ceeleftes ta
, igitar per hne modum procedit, id eít,co
‚alterius fpeciem insucendo. Quare omnit
PANDORA, 7
fe&us & naturz & artis : fed illius effe&tivi j
& principaliter, hujus autem inſtrumentalite
& organke, Sic Alchymiftz primö ben
purgantes materiam arg. vivi.& fulphuris, in
fitam in omnibas metallis confortant; deind
materiz inhzrentes ad propertionem mixtiof
nis metalli, quod intendunt inducere ,
tunc ipfa natura operatur & non ars,
organice juvando & exfpoliando, ut diximu
& Gc verum aurum & argentum educere & fi
cere videntur. Quod enim virtutes elemer
tares & ceeleftes faciunt in vafis naturalibu
hocetiam faciunt in vafis artificialibus, fi art
ficialia formentur ad modum naturalia
quod facít natura calore folis & ftellarum ‚he
faciet ars caloreignis: dummodo fic temp
retut, ut non excedat virtutem fe. me
ventem & informantem , quz elt in m
rallis. » Hincenim ccelettis inet virtus, q
primo commifcuiteam , & hac inclinatur:
hoc vel illud, per artis juvamen. Alchy
rampens unum, à fta fpecie removendo ,
eum juvamine eorum quz in materia für
operationum Alchymicárum melior. eft il;
quz procedit ex iisdem, ex quibus procei
mara, (icut. expurgatione fulphuris per €
co&ionem & fublimationem , & expurgati
ne arg. vivi horumque bona permixtio
cum materia. metalli, In his enim , &
jr Oder Edeiſt Gab Gottes.
vir firtwibus horum ,'" omnis fpeci- :s metal-
li inducitur. Qui autem per alba albificant,
K percitrina citrinant, manente fpecieprio-
» His metalli in matería proculdubio decepto- -
4$ funt & verüm aurum atque arg, non faci-
: üt, & hóc modo fcre omnes vcl in teto, vcl
in parte procedunt. Propter quod eg^ex-
jetisi feciaurum Alchymicum ( puta manen- _
E ecce prioris metalli) quod ad me dela⸗
um eft, & poftquam fex vel feptem ignes ſu-
inuit, tandem amplius ignitum confumirur
perditur, & quafi 1 ad fzcem revertitur, Hzc
bertus, quibus Pererius addit: Ecce fupra
tisverbis Albertus non folum docet, ve-
^ | aurum poffe fieri per A!chymiam , fed ^
n.quis modus ejus fic efficiendi fit pofi.
lis, & quis impoffibilis , manifcüe de-
b:
| ^" Er c oe Heliophilnsä Poit,
bh) Sana. wann das Argentum vivum
| $39 julitt wird vom toeiffen Sulphur / der
icht brennend (ft fd wirds Silber/ wird
c aber coagulirt auß reynem Sulphur, Dars
die Krafft der Feurigkeit iſt und une
nd/ fo wirds Solt/ift aber ber Sul⸗
y ürbig unb fchwach / und oer Mereuris
pt l 18 c —* fubftang 7 fo verkehrt er fido in
vf 9* up Iſt aber das Arg?ntum vivam
oͤche jn irrdiſch und unten / unb ber
Li Schwefftlauc: unrein/ ftinckend’ irediſch /
| fübirang / ^-^ wird Darauß fen; wel⸗
Dbb2 dé
id
b
—B
dm
.,PANDORA. P
ches darnach nicht gegoflen wird. Dash
Sinnober aber/ läft fich anfeben / ale hab I
t$ gut. Argentum vivum , aber ein boͤſen
Schwefel / nicht wohl gemiſcht / und gleich
als wol congeliert. Das Blei aber hat
boͤß Argentum vivum, und oid / welchs ein
böfen Geſchmack oder Stanck hat und] |,
ſchwacher Kraft iſt. Darummirde durch
bie ſiatige Hefftigkeit des Feuers corrum⸗
piert. RE. ^ Fern T
Alſo haben die Metallifchen Coͤrper ute e
terfcheid von argento vivo : nach dem als in
ihnen iſt ein frembder Sulphur btennend /
Und alſo wird betracht /
was fuͤr Krafft in ihnen fen: dann wann,
Biel lebendig Silbers in ihnen die Perfe—
ction und Vollbringung: dann eg iſt un⸗
brächlich und. (ufftig / weil der Salphut
brat und wird verbrennt / und verhindert
pie Perfection gu jederzeit· VE
Di fino von Wort zu Wort der Philo⸗
fophen Spruͤch unbreben über Ariftotelem
im vierdten Puch Merheororum, Es iff
aberzuglauben’ daß der Philoſophen Wars
heit nimmer im. einer Fügen ift erfunden
toorpen: ber alfo arbeitet / der folget trad)
pem Wege Der Satur / auf welcher Die
arbeit Fan herfür gebracht werden.
Darum ſoll man den erdichteten Gabeln’
noch den erlogenen Wercken / Die vom
Sect der Natur gar fremdd fein / bes |
neh | glau⸗
—
.. Dot Edelſt Gab Gottes.
|: Lu üben: wie man fpricbt/ wer der Fügen
\ glaubt / unb nicht der Philofophen Ge
hehmnuͤſſen / ber verleuret die Scit ſampt
(rem niin unb? darzu pie Arbeit,
s — Richardus "Anglicus,
t D (ftn Dercurium/ bann fo
| moaen die Dietalla ihr Weſen wohl
verkehren: Alſo daß bas Wefen
des Silbers / Kupffers und Zinnes
auch Bleyes ih wohl verfepren
nag in das — des Goldes / bat»
pier der natürlich Meifter Ariſto⸗
feles nicht reden ii: dann alle Die
' té if babeníbren Lirfprung von dem
Mercurio / bierum iol eines in Das
ander oerfebrt werden / fo muß es
Di xéerfienim fein erft Weſen und Mas
il triam vermandlet eroe. () ——
CY Uod igitor ad diftin&ionem metal-
^ M orum attinet , cum amnia pariter ex
| ul phure & hydrargyro concreverint, ut de-
^ ne
rk * ls, ratum eft, & ipfo fa&o deprehsuderi-
‚ea folum quod ad hydrargyron purius
mpurius , &. quo ad falphur Gxum vel
nobile differre , juxta. diverfam contem-
| s tionen carum perfal five tetram mexalli-
T €oncurrentem cum folphare , -non quis.
— improbare poſumus qui,
55 * Rhegáut
737
758
negant eff.nfifica differentia fpeciali meal
— ? Sed de his poftea,
, FANDD KR An.
differre, fed tantum tationt accidentium di N
veffariut; i in mineris fupervenientium , qud.
d'verla metalla faciunt fed tamen dicis cauf N
fupponamus ea differre fpeciali forma, nun i|
quid una forma corrupta alteram inducere auf
nequit? nempe(i fubfternatur materia foil |
mam appetens", & impulfu caufz efficient
naturalis , ac debitis adminiculis in adul
— Perc Pb
. Sicut Gela convertitur in. aquanl
ergo aqua prius fair, & hoc mediail |
te calore: das ifl zu Teutfch fo oído
geſprochen; Zugleicher weiß als da
Eyß wird von der Hig befehrt d
Waſſer: dannesvor 29afferiift ai:
weſen / alfo zu gleicher Weiß we
der die Metall gekehrt in Qued fl
ber / Mercurium: bann fie find vil:
argentum vivum geweſen / und b !
geht dann alfo zu. Ck) T
Ve das if anfänglich, V getedf |
durch Die Kältecoaguliret/ und €
worden / und fo wird c8 vermittelft i
Wärme wiederum foloirt / und wird (
wieder in feine erfte Geſtalt und ef
das iſt X7 verkehrt und verwandelt / |
es zuvor Tgemelen
Oder Edelſt Gab Gottes.
- Zum andern’ das Menfchliche Sefchecht
ift anfänglich von Erden und Einblafung
ptg Geiſtes von GOtt eingeblafen ges
x ſchaffen / das iſt vom Leichnam / Geiſt oder
Seel / dann aus den zweyen ſtehet das We⸗
"ftn des Menfchen / darum vermittels des
N natürlichen Todes wird der Seichnam deg
jd Menfchen wiederum zur Erden oder Afchen
Ie Herwandelt/ bana er von der Erden feinen
| Geiſt oder Die Seel wird aud) toieberum/
|| (ofer ber Menfeh durch fünpigen Leben
das nicht verhindert ober abgetoenbet/) in
hr ihr bren Urfprung / das ift; zu GOtt toits
ih derum wandelnund einfehren thun. Weil
» dann alle Metall durch Meiſterſchafft in ein
‚Argentum vivum fichtiglich verwandelt mera
ii d den/ ſo iſt ein genuͤglich unb gewißlich Zei⸗
chen / daß alle Metalla argentnm vivum ge⸗
T
P
ps Sh — das die Abgůaſtigen / und
y to E biefe Kunftfürmenden/ den Spruch
7 : Cg folen miffen die Werckmeiſter
b rias bab die Orftalten ober We⸗
ſender Metallen nicht mögenvermandelt
i ts "ben. Es folget aber bald hernach: Ce fen
i r itt Dag fie in ibreerfte Materia gebracht
ndelung der Metallen in ihre erfte Ma»
ne lis en gar leicht und müglich / barum be⸗
b idi ich / die Verr andelung iſt auch
T | Bbb 4 leicht
wa *
19 infang bat und herfommen ift / aber ver
p dun / ba8 tft mein Anfang dieſes
vaden. N Nun ift bie redu&io oder Ver⸗ í
759
»fà
- Sbitren / und auch Saamen/ da aug qe
60 I Braut en qui marem Solem cd),
OPANDORA' -—
feicht und mügfidy/ bietveil ale wachſen
ren / als offenbabr ift / an Bäumen url
nem Körnlein wohl hundert tqufenb nor?
- ben / und auseinem Baum ungehliche 205
fle und Zweige / und andere Baͤu
woachſen / das Da alles geſchichtaus Wu—
ckung der Natur aug der Erden / dar
ift das muͤglich / daß die Wechfelungthic
lichen undertzlicher Dinge ſich mehren
gen ohne Zahl. Zu.
| Johannes Teut? Schefehen,
Nimme deß vorgewaͤſchen bere
fen unb ſublimierten Mercurii
Theil / und ein Theil Solis velL
nzlamina feu calcemSolis vel Lung
ein Theil / impaftieres uno amalg
mieres mit. einandern / die o4
Theil calcem feu lamina (2 & ) bi
goa te diefe impaftur unb an
DTTUN S
.. ^ fent accipiendum, feminam Lina
qua duo amalgamant ( liceat enim artis voi
bulis uti ) cum vulgari Mercerio, & ext
bus unum faciunt, illaque decoquunt , CI
mice, fablimant, & ex illis tandem " ;
9 ei
f
Oder Edelſt 6ab Gottes. —
elicianr, quam ultimo fixare conantur, Nam
ja ph ilofophorum fcriptis difcedunt , qui fa-
he in ur omnes uno ore, agens. junctum efTe
i5
a materia? dieuntque unicam effe rem n
jafunt quateor elementa bene proportio-
"a, utibi fit figens & fixum, tingens &tin-
"ta nl cowpofi ta, Efrergo, ut etiam fupra
ilm diximus , quzdam tertia natura commu-
MET & alterata ex diverfa commixtione ;,&
igeftione fulphuris & argenti vivi, in qua
ju vis piperstis ad generandum mixtum,
| Hf ephus Quercetanus Armeniacus,
Bbeil der Matert foflgefüler/ und
^ ‚andern zwey Theil lar unb uns
N; ülfet follen fern / ſigilliers Her:
ei ice / feg volgends diefe Violam
l Jit euer Mafericm)
0) ey Gtreffenb das Gefäß, fo werden
1 198 darzu erfordert tüchtige Glaͤſer.
md die Glaͤſer zu groß / fo zerfleuft vie
Arc tigkeit / daß nichts Daraus Fan gebohs
res Sind fiezu klein / erſtickt die
b / daßeszu keiner Frucht fan fom.
V wie toir folches fpübren an ben Acker⸗
hen’ mann fie an einen. unbequemen/
m pu or faͤen / daß eg nicht rechts
! Sbbs ſchaſ⸗
N
L
T.
iro
qu
"di
"a
|
J
ptoportionatum à natura in mineris, cum -
| lum, ‚album & rubeum, mafculus: & femina |
* Sn ein Viol die auff dem dritten -
à *
771
*
)
‚76
| Fan Srudyt bringt. Hat man nim
die groffe Hitz zerſtoͤret / unb bie Mater,
wachſen ober merden mag. — Woaͤre fig
klein / fo würde der Gieiff der Maten
find tobt unb liegen ftill/ Fönnen ja nit
^PANDORA,
warhaffte Materiam in em rechtes Geht
bracht 7 fo erfordert e8 eine natürli
Waͤrme / welche alfo muß befchaffen fr
daß bie Aufferliche Die innertiche YBäı
nicht übertreffe. Dann wäre fie zu gr
fo Eönte Fein Veränderung geſchehen / vli
verbrennet / Daß nichts tuͤchtiges ball.
rauchen / und wuͤrde durch feine (eut
nicht wuͤrcken / dieſelbe außdoͤrren und
hörten. Dann die Geiſter der Sonet
wuͤrcken / wo fie nicht vom lebendigen (S
febendiggemacht werden, Solches fe
tvir auch an allerlen Saamen / welch
die Frde geworffen werden / diefelben
ben und find tobt/ mo fienicht mit
Duid) der Sonnen? His zum wachfen
fördertwerden. Weil nun hieran groß
vielgelegen / mußder Kuͤnſtler billich
mercken/ Daß er in dieſem nicht ivre/
derft er lehres Stro wuͤrde treſchen.
Incertus e Macros
In dag balneum Matiz , r
in lag dieſe materiam. przdi&a
mcufem Philofophicum . Dig
tn). e
a
Oder Edelſt Gab GOttes.
: )ew Sein Balneo Mariz, dag in Der
» &J ;Jigeition am üblichften ift / labo-
| fchöttenumdas Glaß Saͤge⸗Syaͤ⸗
an der Seiten aber ftebet eim groſſes
nbfag oder Keffel mit einem Hänlein
itin giefien fie friſch Waſſer / welches
| P ni xuirlich Durch Das Haͤnlein ing Bal-
me uno Voͤlle erhält / Damit aber
jT an der Seite des Balnei, eine Roͤh⸗
boben am Rande an machen laffen Durch
Helche pas vielleicht auffichruellende Waſſer
"ludlauffet/ und dem Werck Feinen Scha-
men. ihrem Werck einen befferen Vor⸗
Hi mie Afche/ oper aber mit Afche und
rd zufammen gemengt / tbun / ein jeder
f jeiner Arbeit gewiß ſeyn / alleines feo
it Wärme fo gelinde als fie molle; aus»
a a einen Brand.
E prove entlauffener EEE.
primo gradu ignis, bU. magft
(u
n" laf ; mit eingefchloffener Materi
| m iret baft / oben mit einem irr⸗
yen Dedel bebebfid) darüber qe
1 — und queat e
— acht uͤberlauffen möge, fo has
I1 verurfachet. Andere oermeinen fie -
lommen in Balnco , fü macht fie Der ma⸗
) Das balneum darinn du das
765
m trbpffelt / -und alfo felbiges in emer —
264
fein gleiches und Geſtalt: von dem N
barüber gegeben bat / her fleuft / nun
PANDOR 23
bod) der Dedfel oben in ber Mi
eines Fingers groß ein Loch bat
damit man 25affer möge ín ?
baineum ſchuͤtten / fo fid) daſſe
darinn verzehrt bat. (o) ——
(9) an fagt ihr‘ auch / bag b bí
trc gemacht werde von et
‚einigen E in emem einigen Ge
von einer Coubftang / dann pier geben |
eine Effen& Darinnen eines ift / fo ine
Au das Werck anfänger und vollen
nichts mangelt ihm als eine Fleine Waͤr
fo der Menfch adminikriref / und dadı
vermittelft euer (Natur) eißheit t
Kunft berfür locket / was vonnoͤthen ift.
iſt alles das / ſo man bedarff / in dieſer
teri in genugfamer Vollkommenheit
Anfang Mittelund Ende. Gleich verh
es ſich darmit / als mit einem Menſch
Pferd / Korn oder Obſt. Dann
Menſchlichen Saamen ift menſchliche
ſtalt begriffen / als Bein Fleiſch / 3331
Haar / zc. Alſo auch in jedem eu
fchen kommt der, Menſch / bie Frucht
Frucht + ein Thier von Thier ; Bt
Drdnungin der gangen runden Welt
und von Gottes Weßheit / der tdt o Br
ben will, und euch ( der Natur Gen
Er T ——— a T
Oder Edelſt ab Gottes.
JHB/.bdB wann der Saamen ia berti
Mblichen Gefaͤß verfchloffen / und folches
ME imebr eröffnet wird / e Eciner menfche
Men Mile mehr 7. weder kleines noch
es Sutbung ober Dinmegnehmeng
darf / es bedarff Feines eröifneng / bes
illiefiens ober Beruͤhrens: Dann eg ift
8, fo jut perfe&ion vonnoͤthen / darin⸗
Ik
Li
*
Glelchmaͤſſig ſprecht ihr / verhalte es
mit dem Stein der Philoſophen/ daB
dnicht mehr / als einer einigen zu Staub
achten Materi bedoͤrffte / welche in fich
uiuit und Waſſer / unb die Dige / und
iB fo zu Vollendung dieſes Wercks von
Den 7 auch fep e$ unnörhig es anzugreif⸗
als allein ein klein Seuer hinzuzuthun⸗
| nerficbe Wärme guertorcfen s: Gleich
‚ein Bm ee in Mei
dime liegt. ertet. gebt ihr auch su
debet | 6 Diefe Mater ihre Perfe@ion
Id babe: Allein daß fie ihre Wirckung
FE Menfehliche Kunſt und Huͤlffe niche
hörgeben möge: Diefer Kunft Hulffe
[the ich von Philoföphifcher fcienf unb
Achtigkeit / als durch Joanogriffe bie
dien qu. prepariren / das überflöfige
qn zu fcheiden/ Diefe alábantt compo-
ſchlechte Erde/ fo mit ihrem Waller
worden ift / in das Glaß ober Gefaͤß
L
di geinber Wärme qu fegen. Diefes
Mid) für Das gan&e arificiua ; Und et⸗
s. i was
a
vy
Aruverfehlieffen/ unb in ven gehörigen -
76;
766 |
t , ! ros WM. £a
| PANDORA, |
voa anders Fan der Menfch nicht bar.
tbun/ er fage was er wolle. Wann—
anfanget zu wircken / und daß ihr in
Staub⸗Weſen gangen ſeyd / fo diflolfe
ihr nach verrichter preparation, und made‘
das Trocken waͤſſerig / folcheg führer Br
durch die fublimation bif in die Lufft
groſſem Verſtand / und machet eno.
gang alleine das / fo andere unvollke M
mene ddl perficirt, |[!
Waſſerſtein der wei 4
TEES:
cx balneo rid is weiihe Ma |
inftar capur gang ſchwartze Wr
worden nad) der f(Duteefactil-
Dann als der Rapp von talit
ſchwartz iſt und ibme die Schule
genicht entweicht / alfo mag ville
Schmwärge von feinem Abwaſch
nicht entweichen mehr / dann al
durch Sublimierung / darum Ne
Meiſter ſprechen alo : putrefal )
eftcorruptio materiz , & corruflo
unius eft generatio altcrius : bat |
alſo viel aefagt / Daß die Tau
eines Dings oder einer HN (
Der Edeiſt Gab Gottes.
Zerbrechligkeit derſelben Ma—⸗
tien | und dieſelbige Zerbrechlich.
it if ein Gruͤnung und ein wach⸗
ing unb Widerbringung der Dias
ri / alſo dag fiediefelbe Material
) gereult / barnad) wachſet und
"net/ unb da auß einen Theil
achien fool bunbert Theil / ein
Bleichnuß gib ich dir : Ein Bauer
"da faen (but. einen Saamen
ein Acker / und faulet und bricht /
er darnach feinem Saamen
ehr gleich iſt barnad) fo der
jo mer kommet / fo fabet derſel⸗
t Suamen an au grünen/ und
yret fich wider in fein erft Weſen /
as ift in ein Körnlein und wachſet
er Mehrung und in allen Kräffs
r |/ alfo dag ein Körnlein bringt
‚dder 4o. Kornlein/ alfo ift ihm
ib bierinn in diefer Kunſt: mann
|
|
T
i
lt: das iſt wann bu die Solem
P die Punam/ mit dem Mercu⸗
amalgamirt haſt / unb mitein-
in den Acer geſaͤet / das in
i Bla vicis unb in das bal-
neum
1
I
—9
N
dein Saamen gefüet haft und ger
765
768.
PANDORA, ^:
neum Mariz geſetzt barum daß fi
bie Materi feule / uno fo fie nu
putrefictert 7 fo geben daß d
Sommer nahe / fo fabet eéan j
grünen: das iſt / du folt die Mate
nad) der putrefaction: ex baln«
Mariz herauffer nehmen: dann bi
balneum .Mariz fat alleindie-Matı
das fenlt und bricht : bann ba d
Jis mit feuchte / als der Win
einestheils und Frühling ift: D
Sommer aber bat Hig mit m
macht grünen. und wachſen d
Ding / Das der Winter und Fru
ling: das iſt / die Hitz mit dee Fe
bat gefeulet und zerbrochen pe
(5) (ye. num bie Materi mit ihrer ve t
ten Bde i(. Vide fapra E Tie
à Darma, ——
Hierum p nimme dein Sat
alfo. gefeulet und zerbrochen / die
(ft inftar Capnr Corvi, und ſetz
mit dem Glaß in die Hitz und rofl
ne: das iſt / im Sommer / all
Recipe victum , mit der verfchtof in
nem Materi T und fege das in fom
ud
N
T
|
| Oder JEod(t Gab GOttes.
t af. iblimatori m, UND ſublimieres
arena aut eınerb, je nad dem es
it Materi inder fublimation ( mie
ufehen wirft) erleiden mag. (Qi
» Cur Naturz operationibus ade-
d quata ; & hoc veriffimum ; | poffet
ho ds prolixo fermone probari, verum
evitari Sacramentum , mapis autem raci-
&i gil Hermetici: Hac folum nota, Di-
En | Philofophi. Natura Natura lætatur.
tura duos habet ſpiritus architctongcos,
alorem & frigus. Et hi duo funt prafides
\ A e, Natura fuas operationes 4, anni
| tibus conformes infituít, ut funt Hyems,
‚Ass, Audumnus. — Et hz anni partcs
itio opere Magno Philofophico , riyems
[dc - Corvi, Ver ad colambam vel Cy-
inum; z&as ad pomum citri : Autumnus ar
doynosbatum. -
S (5 7. Cate Chymicut,
Und fublimieres affo erſtlich mit
Linem feinen ‚Teuer / darin eg alfo
h
L
COMMA fublimiere / und
15 auffiteige / dann fo hat ber
ae Alles Solis animam, qup ibreim
4 | €cc Reiche
:
Jy
fi
iat diximus. Nolumus enim elfe rei -
ye lag, big fid) die Materia im
ercurius der geftorbenift mit der
7é9
das geht alfo zu / brich dein Glaß
wider in das Glaf / figillieré Hai
Og: ich dir Die Grad des Feuers e
wovon unfer Feuer gemacht wird. |
‚mehr will ſublimieren laffen. Ce) f
|^ PANDORA:
Leichnam gezogen / und verbleibt ab |
fodiefer Solis Leichnam mortificiert ]
in fundo vitri ligen / als eín pulver /
demſelben Leichnam muft du ben]
Geiſt und Seele wider einaieflen/ |
auff / Recipe das gefublünierte/],
das (ff ber Heift mit (ampr der See⸗
leund den fodten Leichnam undenlı
in den Gag, undreibe esalfes un
dereinander / und tbu es wider ini
tas Glaß / figilliers bermetíce/ und
ſetz es wider ın furnum fublimario-f
nis, fublimierg eodem gradu ignis, ug)
prius, wenn fid) nichts mehr will auf
fublimieren / fo brich es wider auff,
reib was fid) gefublimiert und das
eurpus mortuuminfundo vitri gendg
alles wider undereinander/ tbu ed
metice/ und fublimier diefe Match,
riammider als vor / biß ſich nicht
zehlet habe / fo will ich dir Jagen
Nun in dem Erften dein Seuer ” Mi
£o C
(Doct Edelſt Gab Gottes.
den des er(ten Grades / welches ift in der
| Solution und Putrefa&ion ein sehen Tach
ten / welches ein ewig Tacht genennet
wird / welches gemacht wird de alumine plu-
|. mofo, Das ift Feder · Weiß / welches in (eie
ner tatur firund unverbrennlich ift. Yun
fo du dein Feuer machen wilt/ fo nimm
derfelbigen Tacht einen / hänge ibn in eis
ne Ampel / melche ein Gefäß habe von drey⸗
en Fuͤſſen / daran fie bangen oder ſtehen
mögen / zünde fie. an / geuß Darüber
Wein⸗Oel / welches pur und rein fig fete
ſolche Ampel in den PhilofophifchenDfen/
mit Ditfer Weiſe De8 erfien Grads / wit
sich dir hienächhten oben gefagt babe / mit
[-ber Hand zufühlen / und nach derfelbigen
hen auch den andern unddritten Grad alle
| tecat mit fühlen Durch zwey Löcher / fo in
IOffen hinein zugreiffen darzu gemacht
Kfennd/ Dann du fonft Feinander Regiment
Imit dem’ Feuer halten fanft/ dann durch,
folche Fuͤhlung; und fitbegu/ vana ed ift
Tbonnótben uno Achtung zu haben / bag du
Aim gantzen Werck das Feuer nicht zu groß
Bmacheft/ und fonderlich in der Putreſaction,
[bann in folcher Faͤulung hebt andie inner
Bie natürliche Krafft und Wärme deg
E Górpere. GSubtiligfeit zart und füßlichen
Apáutrtoacben... Damit aberfolchem Górper
Miner Krafft und innerliche Hige/ durch bie
Boufferliche Waͤrme nicht Schaden geſchehe⸗
7 POEM Ceca fe
Waͤrme dein euer zu regieren/ deßglei⸗
l
47H
PANDORA —
(o fco fleiffig in ber Putrea&ioninbe War⸗
en Feuer heruͤber gezogen
IRRE i a 9 nhbannes de Padua M
Lind alsdann brid) das Glatß
widerum auff / urb tbt wie vorge
lehrt bid auffbrechen undereinan⸗
der wider impaſtieren oder vermi
ſchen / wie auch ſublimieren / reit
teriers und treib es ſo lang / biß ſich
nichtsmehr will ſublimieren laffen/®
ſonder alles in fund; fix liegen bleibt/
fo foit du wiſſen bag du Dem todter
Reichnam den Geiſt mit fampt dei
Seelen meifterlich swiderum bate
eyngegoſſen / und folder Geſtalt de
tobt Leichnam wider lebendig UN
"
Oder Edelſt Gab Bottes.
F IN Uno mi fili, de magnis operibus , qua
E Majores noftri fecere nobisfermo erit,
Scies autem , mi fli » ipfos in arte labo.
. raf(le variis modis , atque ita ad unum eun-
.. demquefinem pervenere; verum lapis eorum
| Bon zque magnam projc&ionem fecit: hie
‚altam ille longam, prout opera acuta fecere,
aut ali coloris, Nonnulli diu defudarunt ,
* antequam lapidem produxere: alii acumine
"ingenii tempus abbreviarunt, ur Jam quoti-
‚die fir, multo ſudore aclabore, Ac nottri
1 majores alii tres anmos, afüi 4: laboravere
z antequam lapidem produxerunt, lllis enim
tem poribus aqua fortis erat iucognita, ac
non nif aceto dettillato utebantur, Nunc
| €crem poferi aquas fortes adinvenere, quod
opus multum abbreviavit, Ac tenebis , mi
Jin, opus facile abbreviari poffe ; prima prz-
paratione materia fubtilis efficiatur, ita ut
i Pecies probe uniantur, ur natura fola cam
Moncequere opus non habeat , atque humi-
[gum cum ficco , adee fubtiliter commilcea-
IA:
jlpiritui itauniatar, ut inc vnum quid,Quam-
jporem Mermes Philofophus nefer ait : ia
j litio operum tuorsm ne fis lentus in omni-
|
Bus probe mundificandis, ac elarificandis, ut
polteagaudeas, Geber, Dantynus & Mo-
die 1u5s etiam dicun: : Aquam probe cum ter-
) aconfjunge, ac humidu® cum ficco, utpoft
Mes maris nigredias
[^H
f$
> CS, quem inejus patrcfa&tione cenfpi -
E T Ccc 3 cies
ar, ut fit unum geid, ut anima corporiac _
m, id et, 2trum colo. |
77
774
Gies, quz Get 29. dierum fpacio ad. ignem
puſillum, quod perfe&um Bgnum —
tuas materias rite ae diligenter przpares: iis
' jotes circa amalgamationes Solis ac Lung
gum fi fit: verum tudífimum e& , & mini
unum certum finém pervenerunt, fed nona
etiam acumine ingenii opus multum abbre
XS
PY.
FANDORR 3
jundioniseft,
Ita, mi fili, initio fedulus eíto , ut omnts |
enim in igni collocatis, omni labere pe:fun
&us es, ac tantumrnodo i ignem regere opu
habes.
Sciesitem, mi filt, me commemoratur |
pofthac varia opificia, quz omnia fimul per-
3*
fecta ſunt. Principio laborarunt noſtri má :
quod eft opus perfe&tiffimum, quamvis lon
ına ineo cura, l&as eriam amalgamatione j
variis modis pofucre, & tamen omnts a
zque magnam altitudines proje&ionis. A
viarunt, ut poßthac i in opere do&uri fumus,
: CM. foans Haaca J
Und if alio. ein Medicin
den. (c)
OV Id, Mineralogi x" Cit.unb j T !
die zweyte Anmerckung über Di |
neunte Gapitel deß zweyten Bun ad
Oder f£od(i Gab GOttes.
d gs ifE ein Ding in diefer YOcle/
d So al[entbalben fícb entbále
jns eut; Lufft / Waſſer iſt es nicht,
Doch keins von dieſem ihm gebricht
Denn gleichwolkans zu Feuer werdn
Zu Zuffe su Waſſer auch su Krön,
base! es allerley Natur /
In ibme bat gangrein und pur/
; TXaf / trud'en an gr mannig⸗
| . Yon ihnen wirds ibr Gals denent/
5 ihrer Erd auch aufßgesoun
^ Das hat der Narren viel betroque
‚Denn nicht von oer gemeinen *Eron/
Y Tio Saltzes muß verſtanden
werdodn /
X E efonbern nur vom Salgder Wele/
|| &o alles Reben in fib bäleı /
Kar entftebt die Artzeney/
ie dich macht stet. murem
Setebrft ou "un der Weyken Stein/
» So mußdas Din Met alliſchſeyn /
Die die Natur es bat gemacht/ -
Und in Metalifibe Form gebracht /
So unfer Stein genennet wird/
| "Darauf diß Saltz wird ertrabire.
r enn du nun diefes Ding bekommn /
--
E weiß und roch auch, warm und
Éalt / |
3 er Weyfen Schaar di Mj Ding nur
775
175
Bring auch ans en die ted» Sec
So auch ein füfles berilicbs Oel T
Und wird genannt des :
Doch fag ich dir in hoͤchſter Cra |
Denn ou nun boft oie beyoen Din '" |
PANDORA,' /5
Bereit es recht su deinem frommn /
Und b auf oicfem (bis p. sis edo [1
Das Innerſte fo fü
Blur |
In dieſem Were das bécbfte QutcA.
Denn auf den bevoen dir kan werdn
Der aller bócbfteGcban auff front.
Die aber dudie beyden Sachn / |
Aus dieſem Erden⸗Salcz ſolt machn
ibar(f ich nicht offenbarlich ſchreibn⸗
; d t wil / es ſoll verborgen bleibn
Den Schweinen ſoll re gänglic |
ni
Von Perlen geben ein Gericht.
Es muůß nichts frembdes ſeyn dabe
Gleich wie ein Eyß vons Feuers
Macht
Ins erſte waſſer wird gebracht.
So muß auch dieſer unfer Stein.
In ſich ſelbſt Waſſer worden ſeyn
Ein lindes Bad ibm nur ie uͤhrt
Drinn wird er in ſich ſelbſt ſolvirt
Mic Aülff der Putrefadion m
Denn ſcheyd das aller drauf
darvon 5
Die Erde mad zum rothen del/ /
Das iſt die purpurfarbe Seel.
- >
Be
— Qorr Edelſt Gab Gottes.
Fein freundlich fie zu fammenbring
Und thu fie in der Weyſen Ey/
So auch gar wohl verſiegelt ſey /
Und ſtell es in Alchancs bin?
Nach aller Weyfen Brauch und
E: eim /
Regier es mit gelindem Seur/
Wie eine Haͤnne ausbrüt die Zyrı
So wirddas Waſſer ficb bemübn/
Und allen Schwefel in fich ziehn /
Daß auch darvonnichts mehr zuſehn
Doch kan es fo nicht lang beftehn?
Weil diefer trucken iſt und heiß /
So unterwinder er mit Sleiß/
Sich wiederumsu thun herfuͤr /
Darwider iſt der Lunaͤ⸗Zier /
Und geht nun an der beyden Streit /
I| Daß fie auffiteigen beyderſeit /
Wndfangen an gang wunderlich
7? Auffindie Hoͤh suftbwingenficb /
Der Windfie aber treibt bernicoer/
Doch fkeigen fie zur Hoͤhe wieder!
| [s wenn fie dicfes longe treiben;
Sie endlich unten liegen bleiben,
Und ſchmeltzen nun fag Ich fürwahrı
if Ins erftechaos gana und gar.
Nachdem wird ſolches alles ſchwartʒ
Wie am Camin ein gleiſſend Hartz /
Und wird genannt das Haupt des
ar ebn/ /
Ein Zeichen auch der GOttes
14 Gabn.
Y €cc ; Denn
[—
777
CRABDORA o
Mann 035 geſchehn / fo wirft du bà
Dreuff Sarben feben mannigfalt/
Roth / gelb / blau / weiß / 80 anon
noch / it
Diefich verlichren alle bod. pi
Und wirft Denn vociter feben / Ye
wisd alles grüis wie Ee ant
Gra
Drauff blickt berfür deß "onto
Schein C
2.8 mm die Waͤrme gröffer feynz
1lao laß s in derfelben ftehnn/ v
30 wirds cim alten. — gleid 19.
GanzeygraufaftwieSilber weiß/ i
Wegietbas Feur mit fa annein Fleiß
"- wirddir indem Glaſe da E jd
Santʒ Schnee weiß die fYTateria/
Und ife zum weiſſen nun bereitt /
Wird aber roth auch mis der Zeig,
Drun mehr das Feuer abermahl /
So wird es gelblecht uͤberal/ b
Undendlich gants rubinen rotb/ 4
Denn danck dem HErrn Sebaotl
Du baft einen ſolchen Schauer ch d:
Dem nichts auff gantzer Erde à
gleicht / N
Zinn / Bupffer/ fEvfen/ Cbr) X 5d lh:
Und die Metallen mancberleyi.; Te
Cingieret es ín [suter God, Wi
^j8 viel ein mebrers wiſſen foícz "4,
p
|
3558 elle — noch — |
oder Edelſt Gab Gettcs.
Bon gänzlich hiermit beyler ou.
p danck von Herzen / GOtt
dem HErrn /
und, dien damit dem nácbften ern’
‚Und brauch es wobl zn 8 DttesfÉbrn
Der woll uns bald fein Reich bes
E. Mee ſchern.
gr [4
, ® Michael Segdiverive.
it / wollen wir procedieren und
irfabrengu der Vergleichung und
ubereitung der Argney oder Glerít
» Lebens genannt / ober. ein Ark»
ne» / Etliche nennen es den Stein
Nr Philoſophen / Etliche heiflen es
in Elexir / etlich/ das fuͤnfft Wefen/
Indere aber Albanus / und mit viel
andern ungleichen und unzahlba=
jaren Namen / diefe Argney aber
P genannt vaft mineraliſch oder
Frgäderlih: dann eg macht einen
: ten Menfchen / nad) Münlichfeit
Feiblicher Rràfften / gang wider leb⸗
ls / unbbrinat ihn mieder ín cin
dlchen Standt und Geſundtheit der
| Boesteiim als ware er 2
: unte
E dem Namen der Heiligen
E untheilbarlihen Dreyfaltig⸗
77%
7539
- Die Krandheit ner Nieren / unb pef
Blaren. Sie heilt aud) das we
. wind und Bauchkrinmen/ Da
. SDobaaramunb Cipperlio ecc dg
dia’ uno ale Schnertzen/ un
Wehthum der Ölievern / Gleiche
ua Nerf⸗Adern / es helet das pa
tín/ und Zitteren der Gliederen / um
die iſt auch die Schweinſichtigen
- Wiülgfüchtigen/ Käberfüchtigen: €
beilet auch mit éottlicben T-sunbetu
Iprünglich wurgliche Feuchte abge)
OPANDORA 7
unter den 25. Fahren. Ct belt
lt den Schmergen des Steins
dann flezerbricht den Stein in dei
r
( N |
au
í
it aud) wunderbarlich mit Heilun
der Waſſerſucht/ welcherley odi
und Ericfimigen / Gaͤlſuͤhtigen
werden die gemurgeie Malagelt
ober Außſatz / es machet aud). Del )
Menſchea geſund Leben in gut
Bermoͤgligkeit und lange Zeit allis
daß ber Menſch lebt in der Sejumd
beit und Jugendt / bif daß fein. un)
het. Diele Argney haben gebrauch
pie Dbilofopbi/ und haben lang"
guit geleber auf. Nachlaſſung de
J———
Oder Edelſt 65b Gottes.
erren / und weiß Daß dieſe vorge:
fagte Argney nicht allein Macht hat /
bit obgeſagten Ding zuthun. (a)
9r Philoſophi / fo vor dieſem und
| biß dato yon Der Univeríal Medicin
md materia prima geſchrieben haben, find
nicht allein unter(cbieblicber widermärtiger
Meynung / ſondern darbey Alfo obicur,
bin ihren Reden Fein Grund zu finden:
Dann bißweilen bat es das Anſehen / ob
Meinten fie einen gemeinen Mercurium, vio
Am gemeinen Saturaue , bißweilen abet
Kheint e8/ ob toolten fie dag Nitrum oder
MO die ſes over jenes Namens / da fie Doch
pt ein anderes darbey verfichen. Es
Üezeit methaphorice, oder doch auff eine
dere verdeckte Weiſe die Sache bedeutet
ib befchrieben. Ja mas mehr ift/ tra»
iren mehr von der Medicinalifchen Wir⸗
*u —— und Kraͤfften / als etwan von
Sachen ſelbſt / wie man die recht erken⸗
tn; oder roo man dieſelbe antreffen moͤ⸗
/ unb wie man nad) Erkaͤntnuͤß der ma-
fa, ohne welchenichts außzurichten / auff
a8 allerförgefte und ficherfte procediren
Wr davon gefchicht Meldung / materiam
im celantes folum effe&um patefecerunt,
Ich aber werde allbier folche flare und
| fichere
Arriölum allein andeuten / gebrauchen ſich
781
752
- fidere Anmeifung an die Hand g
glaubet / daß fie zu der Goldmacher Kug
Gleichfoͤrmigkeit /.die otr Urfprung al
MT | Sefün |
DA N DOR A,
geben / ap.
niemahls vor mir gefchehen iff: Dannif:
werde bell und klar nicht oon den Kraͤffte
fondern vielmehr von ber. Materia ſelbſy
und wie dieſelbe ad medicinam zubringen fef
mit einfältigen Worten/ und unter cine]
geringen ſtylo handeln / in Betrachtung / dq
des Lobs ſchier alle Philoſo phiſche Buͤch
vol find und an den Virtutibus nicht / ſon
dern an Der materia bißhero iſt dubiti
worden. | ;
Johann de Monte Snyde
(aa) Ich weiß zwar gar wol / daß DRE
fe Univerfal- Argney von unterfchtedlichE
hochaelehrten und wackern Männern fpi;
tifch Durchgegogen und ausgeflopffet nodi.
den fep / doch gleichwol aber nicht baf cll:
fie eine Artzney iſt fondern indem mi
und Verwandelung ver Metallen gehoͤm
roelches fie meinetroegen immer bin th‘
mógen: fintemahlich nicht die Metalle
fondern die menfihliche Leiber zu curi!
begehre. - Gold und Silber zu mad
fttbet Der Natur und nicht mir / oder de
denen jenigen zu / welche daſſelbe zu eri
‚gen vermeinen. Ich aber mill mich.
dahin bemuͤhen / die Boer die Schnur bi
ende und tiderfinnige Feuchtigkeiten ull
menfchlichen Leibs zu einer natuͤrlich
- Eam
n
^ Oder Edelſt Gab Gottes.
Befundheit iſt / zu bringen. Die nun / wel⸗
b * Diefed trifft antworten /.— tvenn fie
wollen; ich toil auff der jenigen Einwuͤrffe⸗
Die die Warheit dieſer Univerfal - Arkney/
IA fern fic eine Artzney ift beſtreiten / fo viel
ir muͤglich aber Doch kurtzlich (wenn
jj zuvor diefe Artzney felber erde beſchrie⸗
antworten.
Johann Wolffgang Dienheim.
en £ tu gefegnete Arkeney / von
Ott Deinem Schöpffer gegeben: O du
immlifcher Magnet ber großen inibi
n Liebe : O du gültige
tallen wie groß i(beime Krafft / tote
erforfchlich ift Deine Tugend / und tie
Tüpffer ift deine Standhaffrigkeit / wol ift
Ik d auff Erden / welcher bein Licht mit
arheit erfennet / das alle Welt nicht in
Khenimmt / Feine Armuth wirder (pübren/
in ne Kranckheit wird ihn rähren / und
ti i Sebreften wird ihm Schaden bif zu
je gefe&ten Zieldes Todes / unb biß zu
|
I
'
| 9
Ts
m
)
T eis Koͤnige angefegt wird.
I E Me —CBefilims. Valentinus,
( aasa) Da aber: unfer ‚Stein ‚alle
eben heilen koͤnne / hievon feynd
Philoſophen Buͤcher voh. Jedoch
pi | ich folches auch auf natärlichen Urſa⸗
en⸗ y nad meinem beften —— ur
trmóe
ubſtantz der
Jet legen Stunde / fo ihm von feinem Hin»
75
784
be / verderbte uno unheilfame Feuchtigk
Vermögen zu probiren und Daraufhin '
mich befleifien. Eine jegliche Natur ift iv
ber Sonnen / unb bie Sonn in der Natu—
Deromegen Eönnen wir ihren Geift erfor®
ſchen und erhafchen in allen Dingen/ uni:
zwar fürnehmlich im Gold. Und teanill
die Natur Franck und ſchwach ift/ fo curiuE,
unfer Stein’ und machet gefund die Taf:
tur. Cin ber Sortpflan&ung des Golde
lat fid) der Himmel mächtig. bearbeitet
deßgleichen auch die Sonne felbft / fo wol
auch-der Jupiter. Zwar die Sonn hat un
ferm Gold alle Gaben und Kräffte eingl
pflantzet oon wegen ibred feurigen Schein
und Wuaͤrckung. Der Jupiter aber / tot
chen bít Medici einen Patron und Schulf
halter des Lebens nennen / bat ihme elf
vemperamest, UND Bleichförmigkeit berg
menten gleichfam eingegoffen. Von di
(em ift das Gold dermaflen unzerſtoͤrli
gemacht + daß Fein (Seuer feiner (ubllan
und Krafft / es zurerſtoͤren nichts anhebuf
fan. |
Marfilius ficinu
(23224) Was aber in der Medicio un
Univerfal für Wörckung und Verrichtung
habe / das vernehme hiemit : nemlich ME
difpeniret unb bequemet Die wiederſtrebe
deß menschlichen Leibs / fic feyen auch end»
lid) beſchaffen und fo bog, ale fie m Ü
- Oorr Edelſt Gab Gottes.
wollen’ und toit (ie Namen haben mögen
alſo und dergeftalt / daß fie denen Arp-
iepenz welche billid und gemeiniglich ges
braucht werden / nicht allein Feines wegeg
Micht widerftreben / fonbern venenfelben /
ihre Wuͤrckung gewiß zu erlangen auch
hicht wenig behätfflich feyn / es mögen
Auch Dinderniffen da ſeyn / was für eme
wollen’ c8 fei) denn daß fie dar 6on bem
queordctlidyen Willen deß ewigen Schoͤpf⸗
fers verhindert toerben.. |
(àiàà43) Der von Brandau nahm die
minctut 4o. Tage nach einander ein / und
wurde an Fleiſch / Haupt und Haar alſo
erneuert / daß er 20. Jahr jünger. fchiene/
als er war / und würde dem Lobkowitz fo
Annlich/ daß fie duch der gemeine - Mann
Bor leibliche Brüder hielt; Der son Bran-
du [obte GOtt vor die erzeigte Gnade deg
hilofophifchen Steing/ unb achtete feiner
f offart nod) Pracht / fondernreifere hin
ger / mächtige Feld⸗Laͤger groffe Beläges
ungen der Städte und Seftungen. Bauer
teein Kloſter zum Heil: Geift genannt /
darinn er wolte begraben ſeyn / begabte ar»
ite Wittwen und Waͤyhſen / bal(f armen
Handwercks⸗Leuten / Coutirte arme Frans
dt tente um GOttes willen / ließ ihnen
|n : DOdd ſon⸗
Johann Wolffgang Dienheim |
md wider / wo etwas denckwuͤrdiges jufee
jen/als Königliche und Fuͤrſtliche Beyia⸗
785
736
PANDORA, . T
fonderlich bie Spitale wohlbefohlen ſeyn
betet Darneben und fafter fleiſſig / Damit et
das Kleinod Dimmlifcher Freude erlan⸗
gen möchte. | VU 0 AO
Matthäus Erbinaͤus von Brandau
(aaaa aaa) Von dem Oleo Martis wird
erzehlet / daß es in fluxu hepatico trefflich
gut fepe uno ſtaͤrcke vie Leber gewaltig mid
id) denn ſolches an einem vornehmen vom
Adelin Meiſſen obiervirt / Der war ein
geraume Zeit ein Ceeliacus, und funt.
durch febr viel gebrauchte Mittel nicht cu)
rirt werden / endlichen fam Der Auxus Heps
ticus Auch darzu / ward alfo matt / daß ei
nicht mehralleinauß Dem Bette auffitebet
Fonte/ und wurden von unterfchiedlicheue
viel fünfte an ihm probirt / es mar. abe
alles vergebens / unb ob man ihm gleich
Medicamenta Chymica vorſchlug / wolte el
fle / Fannicht wiſſen / auB was vor eine
gefaßten oder eingebildeten opinion , Dod
nicht gebrauchen : als er nunendlichen jo
he / daß Feine Hülffe von den gemachte
Syrupen | erfolgen molte. ^. fondermj
Länger je mebran Kräfftenabnahme ı ſagt
ich / id) wolte noch einften etliche gelind
abkergentia gebrauchen / und darauf da
oleum Martis adminiftriren / wolte er. gleie
mwohlnichtallerdings daran doch aber DE
tr fabe/ daß das Waſſer über die Koͤrlege
hen wolte Dachte er zuruͤck / und — In
PLA gleich
T
|? oer Edeiſt Gab Gottes.
leichwohl am feiner Geſundheit felber
e
gen. / lieB «8 derohalban aefchehen/
\ t ' ; N
(be; daß mein Leben nunmehr an einens
filbenen Faden baunget / und ich doch
I^
"
£u
7
ngen merde/ Da ich Dod) faſt vie gene:
Maltnifche 9fpotecfen mit ſamt den Bü
en / und muß fehen / ob ich unter ihren
| obfer und’ felsam formirten Släfern ct
as gutesantreffen möge/darüber lachte ich
Meiner’ und gab’ ihm in einem Truͤncklein
u
t ein Bluth / auf den Abend gab ich
| wieder fo viel in aqua plantagiais ein/in
1t/ als ic) ibn des Morgends wieder bes
Mlaſſen / daß die Medicamenta Alchymica
T
J
1
b :
4 I
MI) eher gefolget / ich molte fchon fang cue
RE feyn / ich gab ihm eandem dofin aber»
ABl / und. continuirte folches acht Tage,
|
J
MUB Fein Symptoma mehr bey ihm zu ſpůh⸗
m: Ddd 2 rm/
mir hindern / mod) alfo umbs Leben.
auchte barmeben dieſe Wort: Zeil ich -
perlich wieder zu meiner Grfundheitges
| tecker E.
Men außgefreffen / fo muß td) der Alchymiz
ten beichmuste Officinas aud) durchkrie⸗
rmen Bein dieſes ſchoͤnen Olei ſieben
Teropffen / da ward der Wein fo fchön rotb/
Afelben Nacht Fonte er fein ruhig ſchlaf⸗
V/ und Dorffie fo offt nicht zu Stuhle ges
Tüchte/ fagteer zu mir : Ach lieber Herz.Do-
or! Ach mie hab ich mich fo chörlich bere⸗
im meiftentheifs Gifft feyn / nun erfah-
Lich viel anders / molte GOtt: ich batte
Jard gantz friſch und gefund und Durchs.
787.
718
ren deco&is und Syrupis ſo [ande aufhalten,
Zeit richten: dörffte auch binfübro der an.
Golde und deſſen Magneten.
PANDORA, —
ren / fagte auch ferner : O verzeihe es GOtt
den Eſſig ſauer ftbenam ungeſchickten Me- M
dicaftris , Da fie die armen Patienten mit ih⸗
sinb Pónnen fie doch nicht curiren / verfole
gen darneben Die unfchuldigen und gelehr⸗
ten Artifices; / GOtt wird c8 gewiß zu ſeiner
dern Medicorum Feiner mehr zu ihm kom
men / er bauete fich felber ein Laböratori.
um, und dele&irte fic) in der edlen Spagh
sifchen Wiſſenſchafft. EN
UE Nui «Agricola,
Sondern dud) zu bekehren all
ünvolltommene Gorper / und aud/
den Mercurium felbft / in das atleta.
4
N
fvabreft Gold und Sylber / nad
pon End / zu weichem fie bereitetifß,
oder wird, (D) — — o
Gg Uniwerfa Medicin (d allé iili
| tallifche und. menfchliche Krandikl.
heiten curiret / beftebet nicht allein inallt
Metallen conjundim ; ſondern dud) i
Johann de doti Snyde
Bon bicfeni Stein aber / ob
Artzney haben die Pbvloppbi n /
JT
ni
di
1
\ d
Wenyſen gar tunckel und verborgens
lich geredt / ver meynende die Kunſt
"unb Wiſſenheit den gemeinen und
unweiſen zu verbergen. | Wir aber
‚wollen diefelbig fo flat tnb heiter
'berfür bringen und lehren / daß es
aud den unverfiändigen offenbabe
wird, Aber mit beiterem Augen»
‚fthein ber Lehrern und Gelehrten
will ich zu Anfang fegen etliche Verß /
‚In welchen dag gang wiſſen dieſer
Kunft begriffen (Wird, (c).
e ou fi caufas invetigemus hujus a-
"C we yerfationis, odii, calumniarum , tres
)potifimum laudari poflant; Obfcuritas fcri-
ptorum ,' fraudulentia ardelionum , Chimi-
cos fe affırmantium , & paupertas experimen-
itatorum, Verum e&t , noa nifi gryphos,
enigmara & fuaves quafi fabulas legi,fi iuipa-
quidam , € qua evadere femel ingreffo vix
lic eat; | quo plures enimevolvas , eo abieris
Incertier , & omncs tamen amice in po-
loribus conveniunt,
IM
I#
I
di 1757 mS -— Sm»
m Wedeliws.
ratus accefferis, ut videatur hic labyrinthus -
- Ote fÉbd(tGab Gottes. ^ 735
— ES
y'
ſmoten Der verleurt Koſten/ Zeit / und Arbeit /-
2" ien i du das En a — r
arauB Tompr/Leib/und Seel / Geiſt / Farb zuprei 77,
I (Nur Ergliher Mereuriug werden genommen/
Sein erft Geſtalt zu bherſchen mit Sinn betomen.
| So d’finn vergleicht / des andern d natur —
| joe 4 :Da8 dritt fürtrifft/ des z’vielverfehrt /
LES bann gerftort ber Sinn’ verhoͤnet ift/
I6 vierdt — nee el ale (a)
Je im Faat fucht bet Pbilofopben rimliteit /
yn — ^
PAND. toin]
790
, Oder Edelſt Gab Gottes.
gd: Pe: Prima: Materia Lapidis
; Philofophici,
í tbeut /
IM t4 oem zeucht man cin flüctigte
' eur /
gl avon der Gitein (doft ift gemacht /
| 1 Von weiß ‚und, dye ——
siffein Stein ——— doch Eein Stein)
In ihm wird’ die Natur allein /
af darauf Ipringt je FIN
5 Er traͤnckt ſein firen ker gar /
Verſchlinget ibn mit Leib und Tebn /
Bitß ihm dieSeel wird wiedergebn /
u b ibm fein flüchtig fYTutter gleich
15. Wordenin feinem Königreich.
Er zwar such ſelbſt an Starck und
m Macht
| Erlangt hat — aröfferraffe.
Die Sonnim Alter übertriffe/
í E. die gantʒe — hergeht.
(fs nein wirbfanben/ifE nicht
p" mmc nur auf e j und ads eit c
79!
! ein. jtvey und * - m « |
| Yoelcbe hat bereit oer alte cd die
qm San: we. aufi Soda d i
OPANDORA;,:
Verſtehſt dus nib) fo: sri du
| c oBfeins. —
Adam f^n in ein Waſſerbad - i
Darinn V.nostbre gleichen ——
Da er verlobr. ten! er t
fe nichts / ſpucht — N
Denn ein 3vor yfach Mercutius. B.
Ich ſag nichts mehr esift genandt
Wol dem / der FAS bat recht er
Ean
Suchs darin, verb. ipsi mb ned ch
Hn
Hus acia probar, i
geh guber ra ———
unb uns dieſelben klaͤrlich und of
fentlid) / und viret i
werffen ( b) E
Oe Alchymia " eom Theod.
retica UND — Vide fü pe
Dienheim. wc
Darum ſo RE in ES ica
- Oder Edelſt Gab GOttes.
velche mehr Gottlid) iſt bann
Menſchlich. (e) x
Jeie Göttliche geheime Kunft Fan
v s der Menfch im geringften
Yurch fein eigen Fleiß / Witz und Qutbun
licht zumege bringen / mie oben offteré ge⸗
dacht: Sondern wird einhellig von als
| Philofophis ein abfonderliche Gabe
ftesgenennet, Denn an GOttes Se⸗
en / ift alles gelegen/ wer ben nicht bat?
qup Unfall pflegen, |
f. sooo Ireertus eM aerocofms,
Eco Deſſen fic) noch mehr zuverwun⸗
Xn indem etliche eut gefunden/ die fole
Ahern. boben Kunft nicht allein nachforfchen/
Fondern auch fich Derfelben wol underfahs
ben doͤrffen / und darbey (ob e$ eine Natuͤr⸗
Jiche ober recht magifche / ober aber eine
Mnarürfiche und nigromantifche Kunſt / als
u Wegen gebracht werde / fen) noch in
wenffel ſtehen. Onein lieber Gefell / der
Zeuffel / und alle Gottloſen haben ohne
julafjung GOttes die macht nicht + das
Fieringfte von biefer Kunft anzugreiffen/
Jillgeſchweigen / in ihren Gewalt zu brins
en / unb barmit zu thun und gu » ind
vas (ie wollen. Nein (age ib / fie ftebet
Klin’ in GOttes banb/ unb Gewalt / Der
mi bor gibt
enur durch Gieifterunb verbotten Mittel
123
CUPANDORA 9
gibt unb nimmt fie wem er till. € nee
mal zu folcher Kunſt / ſo von und auf Go
ihren Urſprung hat feine Voluptuarii OL
Weltluſtige Menfchen / vielmeniger | ! |
lenputziſche Geiſter / - fonbern ein folcht
Geiſt der daeinfaͤltig / ſchlecht wahr un
ſtandhafft auch eines reinen Gott ſeelige
Weſens / welchen Geiſt aber die itzige rud
loſe Welt nicht kennt / und demnach ve
ſol hem feinem Weſen und hohen Schein
nuͤß ſehr wenig willen thut. Dermege
ihnen dann aud) / fo fie etwas barbon be
ret/ und Daffelb nicht alsbald ihres Gef
ften Sinnes i(t / folches eine Thorhe
heiſſen / und wegen ihrer Blindheit / ki
der Zeit verborgen / und entnommen f ^H
und bleiben wird. |
Waſſerſtein der Wein n
Rum allein ein einige Materie
fordert wird, umb fein andere gam
unb gar nicht. is 4
" H
(M Eros. Du als ein beleſene
Sophikt, und geäber Laborant foll
zum voeiigftát aug deinem fDernbarbo gt n
fernet haben / wie Du dich beduncken laͤſſe
ou kenneſt firn doppelten Mercurii. Spiri
«im gar rol / und haſt dich in primo entes.
und dein azoth feier zum Narren fpeculg
lirtt / fo bift ou aber noch gar weit va |
| edel
— = — —— qe c m - —
S — ==." LII m mn — — = ie, T— z - M
ee. mp -—— EF = — —— 3° A E s — M an t 5
|. Ott Edelſt Gab Gottes.
rechten Centro, in dem daR Du Das Leben
[^ nd umgeriörlichtt Staͤrcke / von aller na
fürlichen ftárcfe / bie ſtaͤrckeſte Staͤrck in
unbeftändigen und zerfiörtichen Dingen
f ücheft. Darum wiſſe in ber Warheit / daß
unjer incur gant roth und rein toirD/auf-
, fjogrn / von dem aller vollfommenften
GefcHöpff/ fo die Sonn jemahls befchies
Welches einig Ding Durch Die allers
eſtaͤndigſten Geiſter / Compofition der
'r unterfihiedlichen Qualicäten oder Ele;
iten / und der fieben Sternen Goncors
x Yang dermaffen compa& zufammen gefü-
Mt unb ohne einiges Menfchen zuthun
der Zuͤlff oder Kunft / in feinen Gradum
ber fectionis perficict und gebracht / . wel⸗
D $ auch mit unglaublicher Chermebrung
E fefbjt eigenen Saamens und Ge—
d öpfie dermafien in der Schöpffung no
ürlichen begabt / daB gleichwohl fein
Ibbcil fo. faft sufammen verbunden / Daß
"f natürlich Durch Fein Element zerſtoͤret
verletzet werde ohne Hälff der Kunſt.
5o doch aufferhalb dieſes einigen Dinges
inften andere alle natärliche Dinge der
T
P
d.
orruption unttrtvorffen / das fep dir auff.
nahl genug zum "Bericht auf waſſer⸗
Ás die Philofophi ihre Sincturen
ti baben/ NB. Wann Dudas verſte⸗
ef % ‚oder erfenneft / was in Díefem erzehlten
Boten begriffen ift/ " verſteheſt bu den
gan⸗
e
y t
bey vta Todten / und die allerheftändigfte.
495
796
3a weichen GOTT Die Augen Öffner 7 bu 1 i
Ergäperlich / umb in fein an : |
Ertzaͤderlich melde Materi 9
gleicher Sarbe.(e) —— —
oder ordentlichen ‚Regierung. )
PANDORA, ^.
sangen Handel unb Summam der $
" nit genug geſagt. | u
"Michael Sendiengin "
Dann unfer Waſſer iftrein/u
Werck geſetzt nod) mit feinem a
dern Coͤrper vermiſcht / ſondern ba
Subſtantz / auf einem Waſſet um
(9 v* Shpre Dienheim, pago. 4
- Und die effegt/oder endtlich Bil) 3
dung eraemen in dem vegiminigl
r
gs! der BoilofophifchenArbeit/(ne en
ch / wenn. die Pz incipia mit dei
Univerſal Menſtruo in‘ ‚forma Liquida cor t
jungirst, muß des Feuers regimen molbegf
achtet werden / Denn deficiente ess J Y
turali ntu der Tod folgen und entſteh i
eine ungcitiae Geburt / und bag gat Une
tige wircket nach ſeiner Natur.
lohann de Mant Soyda, ei il
ul J If
"Und wiß / ji ein ia MN
ve Eiste) (oj
,
Oder Edelſt Gab Gottes:
Iren Augen-underfenneng nicht, fie
Abens in Händen und begreiffeng nicht fcil,
lateriam fie gehen damit um/und toiffen nie
948 fie haben und was fie machen, weil ih⸗
en das Innere verborgen ift- Vid. Mi-
jeralogia fuper, Citat, und zwar Die erfté
ffamtrcung über das neunte Capitel des
wenten Theils RER
ELS LO uunemioWle uk. Dey
Auch ein einig Geſchirr von Glaß
fordert / welches genennet mwird/
ae Geſchirr Hermetis.(h)
)A Nte omnia in operé tnagüó laborá j
b^ in eo enim nulla cuta , nec defillatio;
ee mundificatio, néccorpota petegtinas nec
les perectiriz, néc immundz, fzces haben-
E- calcinas,nihil enim opus rion feparas
ementa, mtiddá quippe funt : nulla re opus
abeiit: Unum eft genus, res una, vasunum,
Dthák una,de unum opus ad album ac rubrum;
em llam periculum in opus pote& incidere,
jpus enirn magnum femetipfüm folvit,femet-
fem fublimat; femetipfum fixat ; liquat &
werficit,, — | eee
ES S o sn Naacus.
—
ein einige laf erfordert tti
b. A
"€
l x
AM
Eu *
Cu —
ftoi Geſchirr / unb ein einigs
En Se NMenſchen ⸗ Kinder ſehens fuͤr ih⸗
Erding’ und cin Seded uber das —
287 |
798
— ein Halber Himmliſcher Dion / wel
| 0) ee Königliche Saal (oder bie Phios j|
UPA NDORA; iu |
din ‚Sefeier erfordert ein einiget
Ofen / nemlich den Ofen Hermen⸗
und den Deckel des Ofens / fo tool
len wir nun zum erſten beſchreiben 1
das Geſchirr oon Hlaß. Sum an T
bern bas Geſchirr von Herd / welches
in ihm halten ſoll bae Geſchirr von
Glaß. Zum dritten / den Ofenden
die vorigen alk inhalten fol. Den J
halben ſo werde zum erſten das ©
ſchirr Hermetis von Glaf/ Yr
ſoll rund feyn/ zu gleicher Weiß /ale |
ches Geſchirr fol haben ein’ *od ín
der Weiß / alébumefo) — du
le) fell auch rein ober klar ſeyn / be à
mit nichts Unreineg zu der aller ſubtileſte
Metalliſchen Es ‚gebr acht werde.
ohann de Monıe Soden
i) Vide. Ina fi P
Pag 229. E221 4 E i: |
Die Befchreibung aber s @ 50 4
ſchirs Hermetis von Glas / iſt e
die oder wann du foilt / fo |"
magſt ou das gemelteGeſchirr tA
ein went tdrtalftdbt machen in
Geſtal
| Oder Edelſt Gab Gottes.
de
4
"
es nod) anberft/ oder län,
haben / fo magft bu das
eſagt Geſchirr zu Gleichnuͤß
it einem kleinen Halß / deſſelben
b dir gefallt: bann ein jedes um
T beneniff gut / der andern hab
adt / bann fienugen nod) für
"m nichts /-3u €rfüllung des
ercks: das ift; fie machen und
ngen dem Sot d td
* ck aW *
4 gAbebis. vinim. LES & Mone! i
A Miam magnum ut aquæ -dettillatz un"
Boo capiat in (ua fphzra ad ‚ulsimum,
it vit trum collum palma unius; altitudine,eflo
rum bene clarum ,. fpiflum,, quo Ipiffius ,.
| ielius. » dummodo diftinguere poffis in
d concavo. adiones, Ne fit fpiffius in
9 quam inalio loco. Eſto materia huic
tc adapta uncia femis auri cum uncia
C AN . una
talt eines: Eyes / deflelbigen Be⸗
eibung iſt diefe / ober wilt : B
r Ampull / oder guttern maͤchen
eſchreibung ift diß / — foertoeble
jj bem vorgeſagten À ein Form.
| irSefibirrenmelhe bu wilt
fane minus, fi poſſis; fed circa illam
ni furam, quam caute poſſis, compara. Ha-
799
. te nod valebit ; quia venti, qui in vafe a
"bus non excedat pretium auteorum triurter
ſabere.
fid treiben. Go aber das Gefäß gut
verhindert; fintemal wegen Enge t
|^ PANDORA
una Mercurii, & fitriplumMerecurii addiderii
adhuc intra binas uficia$ erit totüm compo
fiu; Eftque hzc proportio exquifita, Por®
ro nifi vittum fit fpiffum, in igue perlevera®
|
einbryone noftro formantur, vas difrumpen®
Ett vitrum figillatürn in fumtmiitáte; iini
cum diligentia & caütela, quodnec fiffura f
hedumforámeti; äliter petitet opus; Sic v)
débis , quod opus iti principiis fuis material.
imo in aqu& fabrica ſumtus unius libre 9%
excedit coronatus. duos, ^ Inkfumenta , FAN
teör, fuot non nulla, illa tamen neutiqquua,
Cara, & fi meum inſtrumentum — deftil tc ,
tium habueris, à vitris fragilibus facile exei !
ommus Philal
um» v »5uew ' E
(kk). Man muß aber fleiffig in AA,
nehmen / daß dag Gefäß über Gebühr nid T
róffer fep; fonften würde mit fangfattitg
ewegen / und mit Verluſt vieler Geiſ
ber baiſamiſche Mercurius / melcher imum
nei gar lieblichen Thau fich verkehren mung
zur Anfeuchtung unferer Croen fich ern
ben’ wuͤrde alfo unfere durftige und 309
lechzende Erde ihr Schößling nicht mol üb:
i
i
ſolte feptt / fo würde Der Geiſter tmb t
Materie Außtheilung und 9tufbreitui
,
IH
-M
14
. Oder Edelſt Gab GOttes.
Orts / entweder das Gefäß zerfpränge/
oder würde dag Wachsthum unfers mine-
talifchen Gewaͤchſes verhindert / tvie ed
Pfleget zu geſchehen bey ben Saamen oder
Hols / welche von Steinen bedecket und
verſtecket werden.
D. Huginus à Barma,
Fetzund wollen tor. befchreiben
das Geſchirr von Herd / in welches
fell geſetzt werden / darum / ſo mach
tin. Geſchirr von Herd / das ein
arck Feuer erzeugen moͤge / und daſ⸗
elbig ſtaͤht / mit Durchgluͤhung / als
Bon Herd / damit die Schmeltztigel
gemacht werden zu. gieſſen Gold
Doer Silber / unb werde das gemelt
Seſchirr / fo weit und grog/ daß
98 gefagt Geſchirr von Glaß mol
darinnen gefiehn moͤge / alſo daß
inter dem Geſchirr von Gag unb
auff demſelben / und geríngo bet»
ant man moge geradene Aeſchen less
jen/ zweyer ‚Fingern dic zum min:
en, Es fo(f aberdemfelben irrdinen
Seſchirr ein Deckel gemachet werde/
er fid) alfo ſcharff darauff zuſam⸗
[^ Eee men
das vorgefagt Geſchirr von Gag.
foi
Jl —————€— u2—M—M— 2:
02
berfügen mogeauff das Glaß bins“
ein rühren/ fo darinn (tet. El
ſelben in das Geſchirrꝛ won vorge
ſagtem Herd / zum minſten zweyer
J Pa | E
menfüge / daß kein Feuerflammen
zu feinem Spältlen oder klimſen
|
|
fof aber auch der gefagt Heckel zu
oberft oben au(f ein Fleins Hands
hablein haben / bag man das Gel
fir: abdecken / fo eg von notben
und gelegen wäre/ unb die Mater
befhauen und darzu fehen koͤnne
Die Belchreibung aber des Ge
ſchirrs mit feinem Deckel / if die:
Jetzund fo wollen wir ein irr⸗
din Geſchirr in das ander orbs
Rnen / darum fo hab zum erſten
35:3] ein guten Theil Aeſchen DIE
uz» molgeraden ſey und thu der
finger dick / bart auff. einander).
Gui((() 7^ o
| ji
Oggy aber nun su gebuͤhrender Waͤr⸗
5 me bey unferm Werck sonnótben/ d
haben ihrer viel mit Unterfegung einer a m N
peu/ etliche aber mit Kohlen / ohne Mita Il
tel/andere mit heiffen Afchen folche Wärs vi
me au erwecken geſucht. Es fepno :
egi I
F
|
I
Oder Edelſt Gab Gottes,
wr Hölgern Kugel / welche in Geſtalt eineg
Eyes ausgehölt geweſen in Dampff Def
parmen Waſſers geſetzt; ihrer viel endlich
‚aben nach ihrem Verſtand und Meynung
nit tigenem Schaden / viel unb andere
doͤnſt und Gefahren ausgefonnen / Dies
til fie den Brunnen deß Trevifani, und
eſſen Art und Weiſe / der fie folgen fol:
m / nicht verftanden/ und find von der
parbafften Brunnquell/ wiewol febr dur⸗
iig abgewichen.
| (1) Noch andere vermeinen fie haben
t Hafen bey oen Dhren ermifcher/ und
tftünben des Grafen von Tervis feinen
etheilten/ und Philalethz feinen holen Eis
enbaum gar wohl unb gemiß / warn fie
nen eine von Eichen Holtze gedrechfelte
Düchfe machen lieſſen / in diefelbe ein eie
m oder kupffern Dreyfüßleinthaten/ bar»
Wf die Phiol ( in deren der grüne £ue
ngefchloffen waͤre bod) Damit die Phiol
eb nicht zerftoffe/ und ber grüne Leu auffe
n gen möchte / das Dreyfuͤßlein in der
junbung mit einer Baumwolle oder
inmand umhuͤllen) fe&ten/ unb mit wohl⸗
fuͤgten Deckel nach ver Zufchlieffung die
fie Außfinnung einer der bequemſtem DA
| " € teta geflion,
liche gewefen / welche das Gefäß in eis
E - "D. Huginus à Barma,
Süchfe auff einen bieyernen Ding vem -
neo einlegten/ unb diefeg fep Die accura-
- 803
204
Leym auf. einem Theil Anarron)
ſo bedeck dann daſſelb tuner de
PANDORA TU
getion, Weil wir aber mährender Keife
noch manche Phantaften / da ein jeder eint
fondere Dige&ion ihm außermehlt/ werben
antreffen und wir Urſache ferner papot
zu difcuriren haben merben/ will ich. vor jt»
o fchlieffen / nicht jtoepfelnbe / Monír,
bartb fammtbenen andern Herrn wer:
den vor dieſesmahl mit Diefem wenigen“
vorlieb nehmen. A
Eckhards entlauffener Chymi c
NW
Darnach fe darein bas Geſchir
vonGlaß / inmeldes du vorhin fol
unfer 3Baffer miteinem glafern im”
buco gethan haben,in guter viele”
Alſo d darinn fepen mehr (^y I
dañ ríj. 15. ober jp. ober wie viel
dir gefalll / bae od) aber des (5).
yfagten Geſchirrs von Glag ^.
oll vorhin wol beſchloſſen werden
mit Luto Sapientiæ, und mach Xt |
und zweyen Theilen wol acfodite
Aeſchen / untereinander auff. einen”
Marmol gerieben wol vermiſcht
Co bu nun dag glafern Geſchirr ih
das Geſchirr venherd geordnet baft
h
D
!
i
Ü
Al
(Doct f£od ft Gab GO ttes:
olmit Aeſchen / (att auff einander
getruckt / als du immer magft/ alſo /
daß die Aefchen unter und auff bem
I unb barum ber fepe, (m)
Umolleft aud) nicht mindern Steiff
anmenden/ damit dein Gefäs ges
‚Aufferlichen ABind aller Zugang verfchlofe
en und gehindert werde / damit die innere
lichen Seifter deß Steins / welche ſehr fubs
fi fi nd / nicht einigen Ausgang finden. Und
a ürben alfo pie innerlichen Geſtalten in der
‚Materie aus Mangel Def eigenen Geiſtes /
alt 8 bie verftorbene Aas daliegen. Nim zum
$ pmpel cin Ey / be(fen Schalen ein Loͤch⸗
tin gewonnen / welches, ob e$ gleich oon
get tbübrenber Waͤrm der -Dennen/ bis jut
Beit der Schlieffung erhalten wird / fo
[ rb c8 bod) kein Huͤnlein berporgeben :al-
0 wenn das Glas entweder gebrochen:
der einigen. Lufft zulaffen wird / Fanft du
ein gutes End erlangen.
— D. Huginus à Zarma.
Jetzund haben wir noch vor ung
wu ecyeblen / toic der Ofen Hermes
8 foll gemacht tverben/ das ſoll al⸗
um erfien fol ein unterer fen
a Dam werde / auff daß dem -
d gerchehen auff dieſe Weiß. Dann -
Eee 3 wer⸗
$e
‚866
vem Daumen / und fürbaß "a
CPANDOR a!
werden / unb auff denfelben eit
durchlöchert folarium, ober Blaͤch
auf welchem durchgeloͤcherten Blaͤe
das Feuer ſoll gemacht werden: UN
fad) aber warũdas vorgeſagte Blaͤe
foll geloͤchert ſeyn / iſt die / daß nemli⸗
die Aeſchen durch die geſagten Loͤch⸗
wohl durchfallen moͤge / ínbas um
fer Theil / und der Lufft unde
berauff eingeben moͤge unb bali
Feuer widerfchlabe / und die Kö)
angtinbe : die Be — —
ſchreibung aber des TEM |
gcfagten unberen O⸗ — |
SE
fens ift diefe / dar: |
nad) auff dem geſag⸗ LL
sen Dfen dem unberen foerbe qo
macht derander Dfen/ ín ober d
melden foll gemacht merden eic
Dreyfuß von Herd/ oder Eyſen /
tragen oder enthalten Sontelle
welchem feyn fol das gläfern GT
ſchirr mit der Materi/ ber geſag
Dreyfuß aber fol ſolcher Hoͤhe ſeyy
von dem durchloͤcherten falarıo, OdE |
Blaͤch / als ein gute Spann mit il; .
||
LR
|
Oder Edelſt Gab Gottes.
in bec. Dicke eines Singers / unb
- bern Dfens foll reichen bif zu dem
Deckel des Gefchirrs von Herd / wel⸗
ches ba rubet auff dem Dreyfuß /
und das darum / daß wann du wilt
beſehen die Makeri / und die Zeichen
t iedann follen erfcheinen / die $02
he des gefagten Dfensdich an dem
Geſicht nicht irre ober verhindere/
Die Breite des vorgefagten andern
£ fens/ ſoll alfo weit und groß ſeyn /
daß zwiſchen den gefagten Geſchirr
vom Herd / und den Seyten oder
Wenden des Ofens möge ein Fauſt /
‚oder vier zwerch Finger eingethan
7 C Athanor oder faule — in
I Ichen man allezeit eine hierzu erfordes
tende gleiche Wärme auffführen Fan doch
fiehet einem jeden frey mie er feiner Phan-
"üe gemäß / ihm einen Ofen auffbauen
F Eckhards entlauffener Chymicus.
(na) Diefer Athanor wird auff folche
Artauffgebauet : Erftlich lege id dag Fan-
me Cet 4 da-
wiſſe daß die Höhe des gefagten ans —
Er vornehmfte aber unter allen ifE —
807
808
damert mit Ziegeln,an aí8 zum Afchboden
bent (ege icheine Stepbe berum/ unb alib.
mache ich zu beyden Seiten ein Loch DI
Aſche aufzunehmen / dennfahre ich and“
Derthalb © ya breit und weit ind big
eck in der Mitten in die Höhe einen Zul
gel hoch/und dalegeichden mittlern of?
Hernach gehe ich mit.denen Neſtern auf
pier Seiten auch fort; wann ich komn
unb nicht Durch bie Seiten z Rofte in DE
Neſter fallen / wenn dieſes gefchehen / ⸗
fahre ich in der Mitten mit dem Thur—
indie Höher als hoch ich will / doch ifE
gite haben’ das oberfte Mund⸗Loch abi
e8 S burn wird mit einem wohlgefuͤgte
Deckel geſchloſſen / etliche wollen auch (5
folchen einen Genies baben/ und fügen, à
nt
. Oder Edelſt Gab Gottes.
ne Capelle hinein / die aus und ein Fan ge⸗
E.
|
EA
\
feßt werden / weil aber eine folche Arbeit
feinen Nutzen noch Srommen gibt / halt
V
ficient das gantze Werck zu Ende zu bringen.
Eckhards entlauffener Chymicns.
|.
n — dard
(ann) ER tamen & alius furnus , quem
tommunem appell&mus , qui) aut lateritius,
kK
M
aut ex luto figuli erit conflatus, aut ex la-
mellis ferreis zneisque luto bene loricatis.
Hunc furnum Athanor appellamus, cujus
'orma mihi magis arridens turris cum nido.
€ e&o turristrium circiter pedum altitu-
s, lata novem digitos , feu fpithamam
M
ts nmunem ; poft foleam ftratumve funda-
mer ale efto oftiolum pro expurgandis cine-
ibus trium quatuorve digitorum undiquaque
um lapide adaptato, fupra quod ftatim cra-
icula ftatuatur; panlo a crate fupernefotami-
a funto bina , duorum circiter digitorum,
per qu calor in appofitum Athanor emitta-
ur. Cæterum efto turrisexacta a rimisclau.
à; ‚ fuperne vero immittendi funt carbones,
jui accenfi primo , dein alii injiciantur, tum
»pus pro animivoto poffis complere, Cæ-
trum (i curiofus fueris , aliam atque aliam
im reperire poffis, ignem debitum admi-
Aiftrandi, Fiat ergo Athanorin hunc modum,
itin eo po& impofitam materiam fine vitri
lotione quamvis caloris gradum adhibere
NH. € tt; poflis,
*
A
|
os exa&e obturetur, — Tali futno
809
h nichts Davon/ und dieſer Ofen iſt uf-
$10
auch die Seyten deflelben erben
PANDOR A,. 2
NS pro voto a calore febrili ad-ignem &
que reverberii minoris, inque intenfiffiiB |
uo gradu per fe duret per horasad minus (
cem aut duodecim. Tum patet tibi opel;
janua. Verum cam lapide jam potitus es, p:
fis utilius furnum portatilem confingere, q&-
minori tempore acbenigniore natur pus |
pis femel factus multiplicatur,
Anonymas Philaleıha,
(hoo) Vid. Mineralogia fupr. Citat, tl
iar Die fiebende Anmerckung über dy
vierte Gapitel des legten Theils.
Alſo daß das Teuer nicht alle
deg erdinen Geſchirrs/ barínn b
volle Zune iſt / widerſchlahe / fond
Geſchirrs und ſeinen Deckel. (0).
(o0) Arum ift gu mercken / fo toir t yit
Hau nachfolgen wollen / fo f£.
ber Ofen alfo gemacht fen / wann mir €
Feuer darein machen/ und fo die Gam
davon aufffteiget / daß fie nirgend Feind”
Außgang findet/ und bertoieber abſchlag
und dannreverberire auff das Faß oder Ot
ſchirr / darinnen bie Materi kraͤfftigliche |
PME , Ulricus "Poy[elius, v.
fff.
—. Qt Edelſt Gab Gottes.
‚feinem durchlöcherten Bläch / und
xn andern Dfen mit feinem Drey⸗
ſuß / auff welchen gefegt und geord-
|
iStateri; die Befchreibung aber des
| nbern Ofens / fo gefegt ift auff den
untern Ofen / twollen wir bie bergu
m. TET etzen bat?
net if das herdin Geſchirr mit ſeiner
ordnen das
ſchirꝛ mit der
Materi den
| vollen v4
my Jm na/ unb i
I ſain beſchrei⸗
m bung alshie⸗
vor am nechſten Blat verzeichnet
Webt: Nun ift jetzt uͤberig dag wir
machen den Deckel des geſagten O⸗
ſens / fo werde nun der Deckel des
gefagten Ofens alſo und folder weiß
und Maß / mit feinem Ofen ver:
macht und zufammen gefügt/ daß
die Hitz und das widerſchlahend
Feuer fein Ort noch Statt babe
I binauß
|
Alſo haſt du den untern Ofen mit
ep hinzu
irrdin Ge⸗
f
8i;
U^ PANDOÓRA, |
Hinauß zu gehen / eerfetbia Decl
aber des Ofens follgemacht uno ce
ftaltet feyn wie ein God / aber do
feinem obern Theil fepe nur ee
Loch in fold)er Ruͤnde daß drey
$aunnen gethan Finger dardur
eingeftojfen mögen werdcn: Dati
burd) dajlelbig Loch muß die HE,
des ‚Feuers, und ber Rauch / un)
der Flamm nad) Erforderung DE
Zeit hinauf gehen/ und die Jigdn
an die obern Theil und hohinen atu
ziehen / und die gefagte Hitz des Feun
widerſchlahe das Geſchirr von Her,
darinn dann die Materi iff / bal
umher und darüber. Es ſolle
aud an dem geſagten Deckel 3t
Handheben gemacht werden / bam.
mandenfelben Deckel darbey mod,
faſſen / auff-und ab heben von bero
Ofen / die Materi zu beſichtigen
und die Beichen bie bain bem Wert
erſcheinen follen.. Die Beſchre
bung aber des gefagten Dfens tmi
feines Deckels iſt dieſe: J
*
t **
ge
pv Edelſt ab Gottes.
a: Fegt wollen wir etliche
merdliche Ding hernach (t
2 in unferem Werck oder
e WVurdung/und in einem je
sen oder biftillangen / ober des
gen: das ift / / Abkochungen fae
: 5 iſt / das zwen Theil
as ift der beſte Lotus fapientiz /
unferm Werck mag gemacht
en / bas ift ein Ding / uncias
gas, und wohl gefocbte Aeſchen
: jas tres, Die vermiſch unterein⸗
| t und reibs / unb auff einem
Narmol. So duaberdamit wir⸗
i teilt / fo temperiers unb ma ⸗
T an mit gemeínem 29affer /,
mit anderem duͤnnen Ding/
I nicht ſchmutzig oder fett íft/ ver⸗
E unb Befhleuß das Loch 7
ſenff⸗
tzen und melden. Merckdaß
— ven Achpmiftifchen@Werd/.
Eier dann daß man von ſubli⸗
| over damit umgange/ in weis.
i es E laſes laͤr bleiben. AItem merck /
erden iftder / nimm. Sagiminis.
i; oder Anatron , oder Glaß⸗
nib ſtell es von Stund an zu einer
$5
g14
. man damit madt/ íft mehr ware
darum al(o genannt wird / zu bit
tet Practica und Handelung.
guten Ertzlichen oder Ertzaͤder
am
OOPANDOR'A, TR
fenfften wenigen Warme daß el
trocdene/ und feine Spelt ober klin
fen überfomme. Item merd/da®
je ſchwerer und kecker oder haͤrte
die Kohlen find / je beffer fie zu und
ftem Werd fino: dann das Feur —
ineiner Gleichheit unb Wefen/ bat
um find auchdie eichinen Fohlen un®
beroglcíd)en außzuleſen zu unſere
Wirkung. So wollen wir jegun
ſetzen die gantze Beſchreibung DEE
Ofens / und daſelbſt ordnen u
beſtaͤhten das Geſchirr / und ift oidi
fe Beſchreibung. Fahet an DE
Practicaund Handlung’ und merde
Daß der vorgefagt Ofen Hermeti
—
— = — —
—
— —
— —
fer unſer Wirckung / daß / was de
ſelbigen in einem andern Ofen gi
ſchehe / das ware ein Verlierun
des Wercks. Derobalben fo wolf
fen wir nunin dem Dramen des Al
mächtigen GOttes hinab fleigen gm
Darum [o nimm dolos quag, def,
Oder Edelſt Gab GOttes.
hen / und nicht des kuͤnſtlichen oder
ait Kunſt gemachten / unb zu wel⸗
pen fein anderer getban ober kom⸗
aen [ep in etlichem Werd. (p)
ag ‚Ann bu nun. miffen wilt / mo ich
DI hierzu bie Matert nehme: So fne
A dir / daß ich erftlich auffthue die
hammer meiner hohen / fubtilen Geheim⸗
affen und gehe fuchen bie rechte nechſt Ma-
fiam eine Mineram zu machen: Diefe nes
be ich auß den Buͤchſen meiner vier Ele
jmten / und ift folche ein anfänglicher
namen / der eine mwefentliche formam in
T bat/ componitt ín fim plicitát / prepari-
1: und wohl geordnet zum transmutiren
je iere in eíng/fo ein Genus generaliffimum,
trallgemein Gatbotifd) Ding fep: Als⸗
Jun gebe id) ihme durch meine Guͤtigkeit
jo funft metallifde Krafft / darvon dann
Me und unreine / harte und weiche Mes
Tmerben. Solche Materiziehe ich aug
Elementen / ziehe fie mit meinen Himm⸗
|J unb führe fie durch laͤnge ber Zeit von
I er(ten Materi / in die naͤchſte unb eig:
Materi / oon der ich meine mineram mas
Darnach gehen heraus Sulphar und
«ntum vivum, welche fich in Metalla ver:
ten : nicht aber ein ſolches argentum
im und Sulphur, tvit du fiheft / welches
er nichts folle. ; vio dla
| e YOeffeffein der YOeifen.
: 2. Dfund
pr
$5
816
^PANDORA, [|
2.Pfund auffé vieleft / zu demfe
ben machs durchgehn Durch ein bilo
Leinin Tuch / drey malen/ dernad
mach es durchgehendurcd ein Haſe
láser / und zu [egt wider durch ei
bic Leinen Tuch / und merd bag bi;
ifi feinwahre Weſchung / undfein®
Hüte die wahre und gerechte BE"
mwährung: bann fo in dem Daft.
‚Tall oder Lader oder efivas Gro
heit oder Dieke etliher Trufamki
oper Felſchung oder SSermifdyutg
etwas: anderen Corpers darvc—
bliebe, (o ift bann das gejagt doli
quag gefälfcht / vermiſcht und ug.
nüg au unferer Würckung : mat
aber gar fein Verfaͤlſchung od
grobeBermifchungdarinnen bleib.
bann fo halt und acht vefiglich DM
esgutfeye eg) B
Go nun diefer Mercurius wider.
. SI mit neuem Salgund Vitriol Wild
mirt, und imfiecdenden Waſſer miederul
reſuſcitirt, und fofd)e8 zum fiebenden m
gethan wird fo mag er höher nicht p
gi und renovirt werden. Und das fib
u auch für eine groffe Deimlichfeit pt l
In
E
] TI
| Ober Edelſt Gab Gottes.
Ll.
‚der, Alchimey und Artzney / und dich
nhecharfreniny dann aljo wird von ibi
[nic genommen alle Schwaͤrtze / alle Unrei⸗
j igfeit und Sifftigfeit/ zu Damit ftim2
t aud) überein vorerwehnter Querceränus
n Tetrade. Edit. Marpurg. 1606. p. 458,
Tentificatus Mercurius ex l'aracelfi do&ri-
tom; $; p: 298. ) fit reiteratis Mercurii
lut blimationibus ex Vitriolo & Sale, àc ejus
| TeriGcaionibus Si idem Mcrcutriàs no-
esfublimetur, &tóties refüícitetür, tnm ad
nmam puritatem e(t perdu&ns, omnemque
» venenatam; quà fcatebar, depofuit, cu-
is virtutes ten iminenfz func ( tóm. 6.
(299. ) Necideó tantum ; quod nigris fuis
»-
od illa füblimatione ; fülphure & igoe na-
& impr&gnetur, à quo cceleſtes & cffica-
propric: admirandasque virtutes mu
| Unde vere. Philofophicüs Mercu-
hi & veruni Acetüm nietallicum Philofo-
jörum reddatur a ac vocetur j utpote qui $6:
bs Lunam in prirnàm [uam materiäm re-
are , & ex corporeis Spiritualia ; ; ex mor-
pus. cum eorüm radicalis liumotis;
ittutum feminalium ; ignis ful lhürisque
æ confervatione, reddeie | poffit; Quod
P m din celarunt Philofophi; d.
| Bv fádix Cbymiá:
LI foi da fein ändere ano
" iin (hung
m
p
Jar
ij
il iginibusac ii puritatibus exuatur, at potiu$
317
518
quod non ett fülpliur vulgi, fedeft fulphur
^'PERNDORA OO
(ung von nöthen iſt / dann die od
geſagt. Ne.
() Noms feu Materia lapidis res vilis p.
..&. N cii, ubiquereperibilis; quia eft aq;
vifcofa , cum fit argentum vivam commu
ficut extrahitur déterra; | Et quia aqua ville,
fa ; fcilicet argeritgm vivum geheratu£ in
trinis; dixerünt aliqui , quod in locis vililis,
reperiebatur i Et niulti beftiäles fion iütele
gentes intentüm Philofopliorum , iplumMl;
literam in ftefcöribus quzfiverunt, Hac
tem nàtürà operatur àliquid; ámovendo We.
licet terrefträitätem , Guam liabet; & áliglid
ádpónendo, fcilicet fülphür Philof>phori
vifibilé; ün&ürd fubedinis; Et ego hc
nabo tibi eüm notnine fud & vittloli fci
Romani; Et ifte duæ præparationes funr
mul fic? Recige falis petræ & vitrtoli Rolf
niana lib. duas, &tere ea$ fubriliter, 8l
pm ; deficéá ad ig
lentum aliquantulum; ut aqu humiditas ri.
dat: deinde& lib.i; Mercurii de minera®
tra&i, & non de plumbo facti, & volve
fum in corio: leporis; & fparge ipfum fug"
materiam przdi&am éalidam aliguantul®
quia feminabitur ; & exibit , & mundifi
tur tranfeundo per poros corii predict
rion appareat in co. Et pone totum in gl
sindel ( fea alembico ) ad fublimandüiril
o cum lento igne, donec humiditás per fo
amen capitis vafis recedat aliquantulum;
uod cognöfces cum gladio , fi politus n
$ 2 Pg
Dtámien non recipíát ex fumo afeendetite hu-
t =
i
i
Mam deficcérür; & in aludello nüllum fi
Wrámen; & fortifica igneni per duodecim
jlóras, & in fine dà fortiorem ignem, ut ber
ll
"im albumficut nix eft. . In ifto autem opere
illi duo: Primo enim purgafti ipfum à
Tifreftteitaté & nißredine ac humiditate maxi·
/M ; qu£ dndique currit; & coagulafti eum;
Y! reduxifti albüni üt nix, & contribilem &
Neibilem, aptum àd digeftionem in (tupbá
3: & àpiafti eum ad reducendui id aquam;
jit inferius apparebit, Secundo, poftea
Ifti in ipfum fulphur invifibile Plilofopho-
j, quod eft tib&tutà rubedinis , & fpiti-
Ue Vitrioli Romani: & et ibi miraculum ma-
inum quia curi fpiritus ille invifibilis habeat
uram rübedinis; tamen cöagulat Mercu-
"finr in fublimatione in albedine Bivis: Ec
de et quod multi niaximi philöfopkörum
"ipferunt, quod lapis fit ex Mercurio & i
Jlüre.; quod nón eft fulphur vàlgi ; fed ful-
2
"tone ; füblimiatione , & operatione dixit
lim frumenti cadens in terra mortuum fue-
, Ext Fffz tic:
Ld
Sder Edeiſt Gab Gottes.
lorem : poftea claude foramen cum luto
BER D ED ET OP ns SEL AO ab $^» Yer) uo
üpientiz: fedtutius cft, ut ante mäterid pau⸗
"totus Mercürius fublimetur, & extrahe ip-
Surphilofoplioüm: Et de pradiétiprépi-
i fer Arnoldus de Villaneva : in Tra&a- -
"[parabolico de majori edicto : Nifi gras.
,
$9
820
nempe lapidem magnum, quem omm
ad fenfum per ingenium fic : R, acetum
acetum perlinguas bis vel ter, donec fic cli
-PANDOR-A);
rit, ipfum folum manet : fi àutem mortüuf '
fuerit, multum fruum affert, — Intelligas pf |
granum frumenti in terra mortificandunf
Mercurium mortificandum in terrafalis pet
& vitrioli Romani: & ibi mortificatum, &
cum igne fublimatum multum fructum affe
Philofophi quæſierunt Signum autem qud
fpiritus vitrioli incorporetur Mercurio ef
quia licet Mercurius fublimatus multas fec$
terreas dimittat in terra, tamen fi pofueris &
bram unam , tantundem rchabebis ; fed hg
effet impoffibile, nifi quod Mercurius albi
nive fecum traxit puriffimutn fpiritum vitri?
li predi&i, quod eſt invifibilefulphur, DE
monftratur autem | fpiritus invifibilis vitri
in eo extingue ferrum quatuor vicibus : DE!
inde pone ibi Mercurium fublimatum & t.
tum per unam noctem, in crafino defi
rum, poft mitte inampulla vitreata ad igne
ientum, & amoyecappam nigram ferrea
quz elevabitür , & pott purgationem da igne
& evaporá acetum , & remanebit ibi fpiritl
vitrioli infundo ‚de colore floris gaudii amc
niffimo fupra modum , fi experto credatt
Et ita habebis ad partem Mercurium mort
um effe&um, & éx illa pärte fulphur inyifib
le fupradidium, Quare mihi eft monſttatu
quod Mercurius per vitriolum ſublimatus
«um portat fpiritum ejus , qui fulphur ten |
| : i
⸗
|, et Edelſt Gab Gottes.
jn n 1o fine vitriolo fublımato, non poteris ex⸗
T iere fpiritum przdi&um. -
Joh. de Rupefciffa.
1 "a Er) Es iſt aber bie Schwerigkeit noch
licht vorbey / wenn man einmahl erkennet
B das gantze Geheimnuͤß in Mercurio be⸗
ehet; denn mag ift gemeiners unter den
A| an / als ruffen / unfer Mercurius,
i jf. to. und find gleichwohl in dem Werck
r 9tatur fo blind al$ Maulwörffe? Die
id JFJ / tveil die Natur einen minerali⸗
Safft in dem Bauche der Erden her⸗
ebracht / welcher meiſtentheils mit
ii er dore sHefchreibungen ihreg
WBaſſers überein Eompt / als nemlich / daß
jd b ineralifch ift / (ebenbig / lauffend/ obs
i Benetzung / ſchwer / und dergleichen;
Bde wenn e$ bie gemeinen Alchpmiften
+ veimen fie eg auff ihren nichts wer⸗
1 Mercurium , welcher in feinen inwen⸗
jig a nichte bat + das den
| ie fern gleich ift.
T find derer etliche ^ welche / weil fie
ch $ auff die Meynung der meiffen weifen
te / die von Diefer Kunft gefchrieben
jat aben/ verlaffensund ben gemeinen Mercu-
um dem Wort nach vermerffen / indem
" in Warheit eben fo närrifch damit ume
4 p Reinigungen den Mercurium auff
id aff unters
e lapidis tin&ura appellatur. Nam de Mer-
ehen / als andere / wenn fie Duc). ihre
gr
$1?
- éiniren mit (Larcfen Waſſern / Durch unie
> €tiret mirb/ ift bod) einmahl wie dag and
gegen einander haben, —
Eſſig und Saltz / oder mit ande
nterſchiedliche Weife tradiven/ Durch fal !
imiren, przcipitiren , calciriren, mit DR)
Hand / hiß bar gan ſchwartz wird nf]
ein Ruſt oder Lampen⸗ Schwärge / burg.
Difhliren von fonderlichen Facibus , um,
hernach reiten mit 36r (fig / Durch ex
liges Waſchen / Durch Mermandelunf 7
den Mercurium in unterſchiedlicht eft 1
ten und bernach ibn. wieder lebendig mi
WW Arbeiten alle fie ihn);
chen; Durch tee(d |
einbilden, daß fie bad Geheimnuͤß unfeh,
Mercuri geroifi a Dänden )aben/ babop
alle bieft Wege im SIBarbeit nur betrieglil
inb ; Und der Mercurius der alfo übel tr [
ll
eben der vorige Mercurius, .. |
Alſo daß an dieſen Stein = Self fie fil.
gut geſtoſſen / als an irgend einem ande
inge / biB fie erfennen wie unfer Merch
rius von pen gemeinen / unb unfere Ber
reitungen vondengemeinen Sophiſtiſch
ju unterſche den / toelcbe Feine Gleichh
a
: |
Cyrenans Philalech
À
Und welche ibn unterfteben m
SB eídbungen / wiedieimmer toereib
àu weſchen / die verlieren Zeit uni
a Need
0 Be Edelſt Gab SGottes.
Mirbeit/ eitel / unnuͤtz und vergeblich.
0 nun bit. gefagte. Weſchung ers
(let und volbracht if. So thu
Azoch in das Gefchir vom
Maf / mit einem Ambuco / over
p
5
lá 3
ia
^ mad) das Koch des Gefibirra
init dem vorgelagten Luto Sapien-
le, und ordne over fe das gleſern
E Beihier in die Seutel ober Schuͤſ⸗
1 wie ich sefagt hab / und darnach
hi t Cute mit dem alefeen Geſchirr
den Dfen / und merd daß wie⸗
bohl vier fürnem Farben find / ſo
aM unferen Werd erfcheinen: nene
a) / Sad weiß / Roth und
jl Ml cO
!f U fagte Saturnus o fiebe dann
ad e ul d ferne. AX zwey
Nueckfilber unterfchiedlicher Subftang/
D t einer Wurtzel | die Saturnus mit feinen
: an gewafchen unb genennet Schwes
von denSchwefeln / und vermifchte
3 Fire von dem flüchtigen. Nach der
15 Befchirzgethan/ und Damit der Schwefel
Nicht entfliehe / hat er ihm einen Waͤchter
ff 4 linper
rachter / darnach befblieB ober
Jufammenfügung bat er fie in bequemes
Klett und ———— Bad gar ge⸗
ö25
1A
|
| $t A N D o R Ay
inder Wärme € toit t8 Die Materi er is
erte) getan / und, alles wohl verrich |
Slíjo haben fie den Stein der Weifen gl
macht/auß der rechten npe folget qui?
en rechtes Werck. Der Alchymiſt wa
ſehr froh nahm ven Stein mit Dem Gal)
und verwunderte fid) über feme Garb/toqi
che war tit verbrennet Geblütb ^ und v
groffen Freuden ſprang er im alle Hoͤhg
in welchem Spiung das Glaß ihm au
den Händen auff die Erd gefallen / un
zerbrochen / ift Saturnus verſchwunden,
und der Alchymiſt auf oem Schlaf erw
chet/ fande aber nichts in feinen Hand
als Die Kerklin ^ fo.er auß oem Schnell"
gemacht / per Stein aber ift entflogenzum
With nod) / daher ex fliegend genent
giro»
Waſſerſtein der Weiſe
Welche find in mancherley un
2€ Graben erfcheinen/ ſolche
maß/ nad feinem Grab und Ota.
fel ver Decoction oder Abfochung
dann mif einem anderen ‚Feuer mag
chen wir ein Corpus ſchwartz nif
einem anderen weiß / mit einem ame
deren roth / mit einem andern geu |
machen wirs gaͤlb. ( t )j
oder Edelſt ab Gottes.
Mvon zu ſchreiben/ allein die Re⸗
rung der Hitze nimm in acht / damit du
jt unb warm ju unterfcheiden weiſt.
iffff bu das fo haft bu dag Werck vob
Membet/ und bie Kunft sum Ende bracht /
üfürber Schöpffer aller Natur hachgen
bt in Ewigkeit / Amen.
Bafı lius Falentinus,
P Dann es find vier Grad oder
"E Staffel des Feuers / welche Grab in
bier oder fuͤnff obgeſchriebnen und
zemelten Werfen oder Reimen bé«
| E Affen und erzeblt twerden- (u)
EX Sregfrieb. antwortete : Wie bey
B C9 Herz Vatter befiehlt / fo gehorfame
| jd billich. Nach Denen Operationibus das
—*
Th.
1x
m
ilo
i
: b
folche güt ausgeübet werden / muß
Inan der Grade des Feuers die genauefte
i achricht haben / ſonſten fitbrt das Ver⸗
| pu an ber C5eite: bag Feuer recht zu
teren / haben oie Defen / fo wohl ihre
huͤren als Seiten Megifter/ um demfel⸗
Ä is wohl Lufft su ſchaffen / als auch die
Bergröfferung. ju vermindern. oder gar
Eußzulefchen. Ich will Monf. le Febure
ehren / feinem’ methodo nach / die Gra-
[us des Seuers inneun Claffen theilen / die
ia preme ſeyn nicht nod) eine weit
$ ff 5 eue
Dy Gine fondere Bücher ift north bas —
os
$26
ein / und Fan dieſe Waͤrme nad). Meg
PANDORA |
öffere Yustheilung zu machen, unb eeu
Ale Feuer Den Anfang maden/ bei
ber gelindeiten Wärme aber endigen, Di
erſte Grad ver Die und Wärme ift da
SlamumemGeuer/ welches alle Sachen caf
cinirt; reverberirt , und in einem Mau)
und Dampff austreibet. Der ander
das Kohlen- Teuer / fo zum Igae Rote un
Der Cxmentation adhibirt und gebrauch T
wird. Der Dritte Grad / ift bad von DE
nen auffs ſtaͤrckſte alüenpen Eifen« Gxbldo
deu und GoteineSoblen zubereitet wir
Der vierbte Grab/ hat zum Subje&o gi
file Eiſen oder Dammerfchlag in eine eiſe
ne Caſpel oder Keſſel gethan / dieſes / wan
es einmahl erhitzt worden / hält es fein).
Wärme viel laͤnger /algdie andern. DE,
Fuͤnffte iſt das DfensSeuer/ da man int
ner Capelle oder Afch Sand fchüttet/ und)
barínuen in einer minderen Hitze als oue
rigen Die Arbeit verrichtet. Der Schi
ift Die Hige der Afchenz und der erfte Graff.
in der temperirten Waͤrme / diefem folg
der fiebende Balneum materiz oder Mee
Bad / da in einen Füpffernen Keſſel Ba
fer gegoffen wird. / darein fe&et man DAN,
Glaß mit einem bleyernen Ringe heſchwe
ge
rung des (Feuers Durch die Megifter [qud
ficht / warm und fiedend / nachdem ed BU,
Arbeit erfordert /. gemacht werden umo
piefer Grad ift. der vornehmfle und ji
ini
err Edelſt Gab GOttes.
Innlichftein der Chymie, Der achte Grad
Ioas Rauch Bad / da man die Gefäß in
sen Rauch Des Waſſers ber fib in dem
Marien Bad auffhält feget / unb wegen
X6 neunpten Girab$ / Fan man Sägelpär
if rund um bad Gefälle fehätten. Uber
iejes finder fid) auch nod) Das Lampen:
jtuer/ welches nach der Entfernsumd Ans
täherung ber Sampen Die ein oder mehr
Dachte bat / Fan gerichtet werden. Der
son der Erden wande ein / Diefe Gradus
igais möäften alle durch untergelegtes euer
Itgiert und mit Koften erhalten werden.
|. fEdbarbs entlauffener chwicug
N (ab) Dom erfien Girab des Feuers fies
Jt oben die neunte Anmerckung über dag
MR. Dlad. Der ander Girab / welcher ans
het Das Seuer zumachen um ein Grad
| i melches gefchicht alsbald / fo bie
oui
qyt$ du verftehen foli / DaB e8 gefchicht in
Ber Zertheilung ber vollfommenen Weiſſe /
"ann du Das eine Theil / welches ift. des
Mannes Saamen / fo bu ohne Zuſatz mit
fem ftarcten Feuer zur Roͤthe folt brine
Een / mie dann hierinnen an viel Enden ge-
Jeld / und halt das Feur alſo fürficbtig:
u, mit fanffter linoer Waͤrme / ald wann
umitder Hand, das laf obtr den uns
[rften Haffen antafteft / daß du eine beque⸗
qt beilere Wärme an der Hand fuͤhleſt
nd findeft. (o. QE
—
ommene Weiſſe erſchienen ift / wel⸗
87
|
|
8
&
. poet inmendigen Theil Des Dffend /
^ PANDOR A, 9
itid. dritte Grad des Feurs fot à ab i
mahls gemehret werden / atlobalp nad d
letzten putreta&ion, fo Mann unb Weib
Saamenzufammen vermifcht f. und wor
Den’ als wann bu mit der Hand fuͤhleſt / da
du gar in die Laͤnge die Hand an dem Gl
Hitze nicht wohl dulden mögeft/ und fiel
Doch zu / daB vu das Keur nicht zu gr
macheſt / fonft mie gefagt/ ſablicrt fich
und macht dag Wack zu nicht/ und me |
pid auff, wann du Dein eur wohl um
anfftig macheſt und regiereft / daß es
innerliche Waͤrme nicht uͤbertrifft / fo bI
pu gewiß uud ſicher in Deinem. Werck fai
ches vollkoͤmmlich zu vollbringen Dan
mercke fo die innerliche Wärme des CH
pers von und durch die aͤuſſerſte Hike i Ü
Feuers erwachet / fobat bie Materia. E
guugin ibrer Natur vollkoͤmmlich iu oc
(fen/ und die Frucht obne Zweiffel puren
Krafft der 9taturen berfür zubringen / ur
wann bu das Werck zuvorn zu zehnmalkı
(en smod bátteft/ unb dannoch muft tlf
lobannes de Pas 2
€» wollen wir nun fegen | von:
Grad zu Graben jeden pon de
er
Oder Edelſt Gab GOttes.
Vers und Reimen / in welchen
MeSumma der Graben des Feuers
p prgriren wird. (x)
Boy folget zum fänfftent vom Feuer’
wie das beſchaffen ſeyn ſoll / damit
eſes hochedle Geheimnuͤß möge auslabo-
et / und herfuͤr bracht werden / welches
der anfahenden Schäler/ daß ſie nicht
iff eine irrige Meynung gerathen / ein ſehr
chnoͤthiger Punct iff;
N Denn (dift am Tage bít Autores (bt
jute 9 hierinnen ift 7 trefflich verborgen ac?
ten / und tnit ihren verborgenen Reden
ji itle darvon abzufchrecfen vermeinet;
$ lafft gelten, toas Artehmalef im Buch
Barheit fagt 7 daß unfer Feuer zur
hi t britung feo bae natürliche &lementarifche
"uer; welches auffmundert und wirckend
ji acht, Das afider in Det Materia verborge⸗
immliſch und terreftrifche Dad / ne
| In Araber in feinem Traci; it, SUE
tt/ wenn er fpricht: S bue unfer Gold
) Silber in unfer Geuer / fo wird ein
ffnet Liquor draus: Und diemeil 2.
1— genent werden / ſoll ein jeg⸗
er wol obferviren / daB das gemeine
Ta t viel qu ſchwach ift unfern Pheenicem
|t serbrennen/ 109 nicht das ander Sruv/fó
, n
^e
u
Feuers / und außlegen dieobgefags
feuer/ welches die fürnehmfte gröfte Wirs
$9
x —X
ii der Materia verborgen / (krefflich Sb:
beimt gehalten /, und mit tounderbahrif
Namen geneünt ) das beſte tbáte 7 / dah
die Alten gefágt : Nicht Balneum Maria
Afche/ Sandy ic- ſondern Ignis Calcis
v& ; fine Calor Sulphuris vel Mercürii nfi
Rü&c ſeg das rechte Seuer: Und ifnich
ohne / daß Diefe joco euer eines Ohne Dh
treffen / fonft würde Alle Arbeit vergeben
[on und das Flüchtige vom filen detrll,
ein/ oder / weil utiferé Mala fehr Rüimg/ I
einen Fluß gebracht werden / wie mir untl
fdieblid) widerfahren. daß mein jdn
Werck in Verderben gerathen / ſondern
muß dag Feuer / wie Bernhardus fagt / /
Hleiches digerirendes ftetes Feuer ſeyn
nicht ju gewältig und biBig. - Man mid
im erſten Grad mit der Solurionhicht eile
put / fo dein Corpus nicht recht folvirt
an Feine techte béflünbige Fixation t
flüchtigen erfolgen: . 0. ..
Heinrich von Batsdorff
(xx) Doch muß das unnaturfichegeur DR"
en
Bde Edeiſt Gab Gottes.
atuͤrliche vermehren / und wird mit ihm iñ
nin ‚geiftifchen Weſen einerley durch pie
dus digelionis,und wird fo dann vonetlis
he in das natur liche Feuer das innerliche / und
908 unnat uͤrliche das euſſerliche Feur genen
Eckarth fragte: Was denn das Feuer⸗
Diver die Natur waͤre⸗ Pantaleon ſagte / das
pine ‚und verderbende Seuer wird
z Feuer wieder die Natur genennet.
och ift hoͤchſt noͤthig daß der Kuͤnſtler
ne maͤſſige und continvirliche gleiche
; Bärme nach Befchäffenheit des Wercks
Amterhalte / damit das Werck entweder
dt berbrennet Oder erkaͤltet werde / denn
titt bi ibine verderblich:
Eckharts entlauffener chymicus.
d: | tim merek daß die Philoſophen
? Willenheit oder Meikterfchafft
hie jerborgen. haben / und fein bilo:
in
weiter geredt bat/ fondern alleſa ve
jn uckel und vérbórgenlidi h
allein Meldung gethan von d
étft Hrad oder Staffel indem
Iren der 4: Oder 5; Verſen begrifs
n/ der od alfo zu teutſch lautet:
[e * — zu. nm en mit
)pbué voti. den geſagten Graden
dini tciditen Seuer; So wird nun
Sinn
|
Bi
Te
Ein Weg it bag man Aeſchen Ic
que außgenommen oben darauf
- Sfug bleib/ Dag es fid) füglich u.
ebfich hinauff gebn / und dasgefa®
Aug fol grad ſchlecht obſich aufi
EU
„ERPAN DIOR a
Sinn befömmen Zu Patet
Primus formetur ut fenfus cei dom].
netür, Das maa auch zu Teutfil
auff vorige Meynung verftändif
cher geſprochen werden / alſo 1
Des erſten Feuers Grad werde g ſtallt /
Das d’finn doer ibm d hereſchafft b ha
Dieſen erſten Grad des Feuen
magſt du machen in zween We
an das Ort ba Das Feuer ſoll anal?
macht werden / in guter viele /
der geſagten Aeſchen aber fol €
ſod / Holin oder Gruben gemas
werden: dann ſo hab ein Wag um
wieg die Kohlen / und nimm derſelb
unsias 12, undin die vorgeſagte
ben der Aeſchen thu das Seur/ da
M: et . ©
aß némlid) inder Mitten ein off
befonmlich ergehen und die Jp
febem an den "Boden Des Gejhirihi
: Oder Edelſt Gab Gottes.
darauf fagt jegt Abel der Philoſo⸗
: bug: Wann nicht die €ol/ oder
Sonne das if / das Feuer recht
Imo fchlecht mit feinem geraden dia-
‚nero ben einbefchloffenen alten oder
Saamen anficht/ fo mag nicht cre
a mt werden was geſchehen jol/
and dieſer erſt Grad wird genannt
paé ‚Feuer der fetigen Philoſophen /
ivelches allein und Fein anberéerfore
pert wird in der Nutrefaction oder
gn autung unferer Materi / und
le daß das geſagt Feuer fo alfo
acht iſt / waͤhret zwoͤlff Stund⸗
er dieſer erſte Grad des Feuers
—
| im
*J
hads geſagt. Gin Bad iſt ein ger
mperiert Ding / nicht angezuͤndt
it groſſer Hitz / noch auch nicht
ji dat / fondern es ift in nachlaͤſſiger
| (5 arme’ daher feben wir ein Men.
P en durch ziemliche temperierte
Baͤrme putreficieret oder gefeulet/
mb erſchwitzt werden von feinen
Aberflüffigkeiten/ wann esein ent«
finbte Hitz waͤre ſo ſchwitzet er
| 399 nicht/
‚Herd darinn die Mareri iſt /
:d durch etfíd) Gleichnuß eines
833
334
ſind / nicht berauf gehen’ und oat.
PANDORA
nicht / fonderner verbrunne: man N
aber das Bad falt wäre/ ſo moͤchte
bann die Schleimigfeiten oder acd:
be Settigfeiten fo in dem Menſche⸗
Fits uns noth wendig zu haben ei
nem Grad) und cert ift ab I
derfelb fem Grad: ? Zivar eben de
tübrté die Aefchen oder Sapel / dd
den Deckel oes Dfens / daB fie tj
möcht beftehn ohn einige Letzung
und dig iftder erfie Grad des Feur
welchen die Philoſophi fuͤrnemli
behalten haben / und allein mit ouf
fem Feur / oder einem feins gleiche
und mit feinem andern wird una
Materi gefeult. Nach etlicber DIE
lofopben in 40. Tag / das ic aba
nit glaub. Nach etlichen andern
so. Tagen / das (d) auch nit glau
Nach andern in 7o. Zagen/ DE
glaub ich auch nicht. (5) |
X Ober Edelſt Gab Gottes. 835
N )p Ro ce:to canfıdas , ftudiofe tyro , til. !
^. 1: in toro lapidisopere celatum effepre-
t regimen , de quo verum elt illud Philo:
aphi : Quicunque iliud fcientifice cognorit,
tiheipes & magtátes terri illum honora.
a nt. Et juro ubi fub bona fide, quod fi
loc ſolum proponeretur palam. Rulti ipfi at»
jm riderent, Eo namque cognito, totum
ill aliud eft, quam opus mülie:um , ludus que
ae 'orum ; hoc eit , decoqueie. ‚Ideo fum:
à arte Sophi hoc fecretum occultaront , &
"titer credas , nos fundamentaliter idem
cffe, tamen ex quo candorem propofui in
oe tractatulo, ac prömißi , aliquod faltem fa-
ſendum incumbit ; ne le&orudiffhgeoiofo -
Wü fpem atquelabores fallam.
D. Amonymus Philaletbás
I
1 Der abet/ ber es bewaͤhrt unb er⸗
ihren hat / der Dat die wahre Vutre⸗
Vittion oder Feulung erfüllt in 97:
igery nod) mehr in 00. Tagen / und
Neift wahr, Und mer /daß wie
"lol nit eben vor Augen erfcheint in
"ir gefeulten Materl die Schwär-
7 foift fein Doch nichts zu achten:
Inn für gewiß nad) dem Weſen
e
4
n
Tr Natur iſt ein Haut auff der
Ichwaͤrtze. Lind finejegt find die
1 lement zufammen gefuͤgt / vereint
989a unb
836 |
Centrum / oder Mittelpunet/ imf
PANDORA
und mit fenfftem Seut gefocht/ tod
ben fie georonet undin andere DREI
ferien verwandelt und befehrr. Lin)
Durch den andern Grad eer Deci)
cííion oder Abfochung wird Da
heimlich und verborgen offenbar)
und das baoffenbar iſt das will
verborgen und heimlich. Der agr
der Weg zu machen ein Teuer b
erften Grab int der fo hernach folge
und ift beiler bann ber vorgebend
ba (o werde ein irrdine Scutell obf
ecdiffdgemadbt/ darin feye ee
ben Centro ein 206 / fepe um de
daß durch derfelben eins kaum qi
Singer moge eingeftoffen werde
Aber am aͤuſſern Theilfeyen die 0%
fagten Löcher weiter / aljo / DM
durch dieſelben die Xefchen unb RAR:
len glunfen beraug fommen moglie
| Oder Edelſt Gab Gottes.
€ Schuͤſſel nicht vaſt weit noch groß
yn / dann es iſt ſein gnug / daß zu
pfund Kohlen dareın gelegt ( bas iff
.uncias) bannío laß dir machen
/ tiber diefelb geſagte feurelein Deckel /
Jin deſſen oberen Theil ſeye ein groß
(koch / in der Rinde eines Rinds⸗
1u96/0ber Roſſzaugs / fo du dieſelb
jeurel oder Schuffel haft / fo orone
und fee fie auff ein epfenem. Drey⸗
i in Ofen / unb fobu bie gefagten
Kohlen barcín gethanund angezuͤn⸗
er Deckel, der feutel oder ſchuͤſſel /
i ind bab adt daß das Loch (o in
eren. Theil des Deckels ſchlecht
nd gerad fehe gegen dem Boden
jx (6 Geſchirrs von Herd) ba ber alt
Moerſchloſſen iſt unb bif iff das
[Seuer deserfien Hrads/ und aud)
Xt beſſer Weg derfelben/ als mans
en machen mag. Derder Schreis
jo
| r1
Iſtes oon Stt geoͤffnet:dieſe Weiß /
IX eg und Form des ‚Feuers haben
a 3 gem
Feuer des eriien Gorabe ein —
Bi bat, fo tverbebann auffgelege
xr dig Buͤchleins ift geweſen / dem
I" Pbifo[opbi nit gewußt / ale it
Ög
837
828
cker machen / alſo / daB es muri
‚ein Feuer eins anderen Grads /unp
che einen Scutel / darınnen dr
MO IEASNSDLO RA oo
glaub/ und meiß / dag wann d
foolteft ein ‚Fer machen auff die
Weiß / (o moͤchteſt du es wohl ſte
aud des dritten: Dann fo du mid
ein Feuer des andern Grape me
chen/fo mad ein Scuteloder Schu
felin ſolcher Weite / daß darein m⸗
gen zwey Pfund Kohlen getbap
werden (das iſt 24. uncias.) Es fe!
en auch Die Locher dieſer jestacfagtq
Scutelgrofferdann die andern DE
porigen Scutel. Es ſoll aud) ix
Mittel⸗Loch in bem obern Theil b
Dedels zwey mal weiter und groͤſſ
ſeyn dann das Mititel- Loch des DW
efels in dem Feur des erfter Grade
Daffelbige fepe nun in der Run
und Groͤſſe eines GanßsEyes/d
einer ziemlichen guten Groͤſſe
Wann: du aber tilt fuͤrfahren
dein Feur oec Dritten Grads / fo
d. funb Kohlen ( das ift 36. uncia)
mogen gelegt werden / demſelb
mach aud) zu gleichermweiß " &
"
|» (oer Edelſt Oab GOttes.
der; die auch tveiter und groffer (eye
endann dietocher der andern Scus
tellen. Es fol aud) das 4od ín dem
oberen Theil deg Deckels völliger
und weiter fepn ziven mal / bann
das Loch des Deckels zu dem andes
iren Srad. Doch glaub ich daß
lir geben oder anzuͤnden des Feuers
Hes dritten Grads nicht vonnothen
och nuglich ſeye die Scutel oder
Schuͤſſei zu bedecken mit einem De
nel’ unb Darum wollen wir fein
Nacht. haben feines Deckels. Nun iff
moch ubrig zu fagen und zu lehren /
Wie man das ‚Feuer des vierdten
Srads machen ſolle / und zwar in
Kinem ſolchen Grad iit nicht von:
Wörheneins Dedelg über die Scutel:
Wann das Feur der Kohlen rubet
Des andern halb / unb wirbrauchen
ias Feuer des Flammens So mach
un das Feuer des vierdten Grads
quif dieſen Weg und weiß. Nun
Wab Holz von Eychen oder anderen
esgleichen / und bafi fic in ber Groͤſ⸗
I arfpalten / daß du es mit einer
aano MNT mogeft/ und hau
!y
|
aM
C".
|
|
|^
l
99 4 dann
830
$4o Y»
mad (oou vorbin ein Kohl⸗Feuer ge
ben ein Roc in allem Centro un
OPEOUBX* NODOOUR WPCUN
bann diefelben abeinanbern mit ei
ner Art oder Beihel / zuftuden, als
fo daß die Lange derjelben ſtucke
Holtzen E über Weite oder Breit |
ber Scutel oder ſchuͤſſel gang / dat
macht haſt in der Scutel / fo leg bat
auff von den geſagten ſtucken Holtze
zwey / drey oder viere / nachdem d
ſiheſt und dich dunckt daß es ſich ſch
cken wolle. Wir haben auch geſetz
wie durch die irrdinen durchlochei
Scutel oder Schüffele 4. Grab um
Staffeldes Feuers mögen gemad
foerben, Yun esift wahr / diewe
mir eon ben 4. Graden des Feuer
(o durch die irıdene Surio |
re Es i aber diß ihr Z 3 ,
fcbreibung/ alfo/ ıc. Und merdiod
die Scutel (off baben in ihrem 2507
Mittelpuncten/ gleich einem Knop
an einer Kofen/ und um Do |
oll
Oder Edelſt Gab Gottes.
Loch baé innutten im C entro ift / zu
gleichertweiß acht Locher in gleicher
Weite voneinander / und von dem⸗
elben mittelpunstigen Loch ſtehen⸗
dr.(z) BC |
IT, welcher Zeit aber dieſe Arbeit
ma Fan vollbracht werden / darvon find
D viel Meynungen/ fo viel Seribentem/
luno find: fchier alle hierinn zweiffelhafftig⸗
tei fie aug Hören und £efen fchreiben/und
ict aug Wiffenfchafft und Erfahrung.
Damit auch hierinnen dem Lefer ein fates
Benägen gefchehe / fo muß man auff den
Buceefs der Arbeit fleiffig mercken. Wenn
Oman das Feuer / wie gemeldt, recht regies
Wet’ fo hebt bald bie Materi an zubrennen/
dumb beginnet (ich zu ſchwaͤrtzen. Nach Die
jtm mann die Dürre beginnet zu würden
‚IMdie Seuchtigkeit / erbeben fid) im Olaf
Werley Farben / wie ein Pfauen-Schmang/
Ind fcheinet/ als waͤre es mit einem gülder
Fun Stück überzogen das iſt mas bie
?hilofophi (agen. Der Mann umfübet
|
|
7
as Weib / und ift fo viel geredt / als daß
Der figirte Mercurius in ben lebendigen
Fompt/ und beginnet ibn zu hergen-
1 i Incertus Macrocoſm.
& earum fo haben wir außgelegt
| yn erften Grab des Feuers / welcher
E - 698 5 in
841 :
842
*
als er vertragen Fan / und einen gelind
>: FANDORA, Lr
in diefem Vers und Keimen ve
fanden und bezeichnet wird: — P
Primus formetur ut fenfus ei d?
o minetug L1 i0 |
Deserften Feurs Grad werde g’flallt /
Daß diſinn über ihm d’herzfchafft b balt.(
(2) Jeſes ift Die Wahre Mennung d
Hin Girabe des (Seuré des ?Lrnoli
Primus formetur , ut Senfum ei doroinctug
paf iff weil der Stein einem Menfch
verglichen mird / und fein erfteg feucht
Regiment einem Bade / fo mache ihm b
erften Grad lieblich ^ gelinde als ein DE
vor einem Menfchen/ welches meniger bag
Tertius excedit & cum tolerantia lædit.
der dritte Grab/ welcher brudeln unb aui
tvallen verurfachet/ und mit ber JDige/tt
che Blaſen an eines Menfchen Hand tik
diet züberein Fómmt ; Denn unfer zufand,
men geſetztes Werck fleiget in Diefer 25819.
mein Blaſen auff/mwelche unauffhörlich al"
perfallen und wieder auffiteigen. Der
&or fenfus gaudet procedere quartus, i |
, Oder Edelſt Dab Gortes.
e vierte Wärme der Coagulation , wel⸗
; tr die Empfindlichkeit/ das iſt / die febbaf?
igkeit wegnimmt / und in Trockenheit brin⸗
t / eben wie das brennen mit dem Eyſen
as Fleiſch verbrennet / und die Feuchtige
tit außtrocknet.
Cyrenans Philaleıha,
| Durd welchen Grab des Feurs/
Ind durch fein andere unfer Matert
oll vonnoͤthen wegen putreficiert/
efeult / diſſolviert / entloft/mortifi-
iert/getodet und Denigriret das (ft/
a dr werden. So iſt noch
uſagen durch welche weiß unſere
utrefleierte und gefeulte Materi
den. Derhalben fo wollen
h oir jegt gebn und fürfahren zu uno
nit dem andern Theil des Wercks/
iches da ift unferer Materi weiß:
| ; g ovr Weißmahung. Hie
giberift zumerden/ daß ein zweyfa⸗
be oder zweyerley Weißift: Dann
$5cín Weiß das da wird auff. vic
Weiß unb Geftallt Jovis und Sa:
Furni/ und ſolche Weißmachung
| Kibiroet, nach der TIER
oder
| jn ocalbirtz Tag ift/ weiß gemacht
"
$4 3
Fan
2*8 P
| 844
DUUPOAUDD ORA; 3
oder Tenlung. Daher fagt Geb
bcr Dhilofophus : Man fol da
Jovem unb Saturnum bart mE
chen undden Wartem und Denk,
tem roth machen / dieſe Weißm
dung aber ift nicht eine 26cigmpg
cung: Dann fie (ft nicht beitandi®
noch bafft oder fir. Und diele ad
albarion Oder Weißmahung il
vollbracht und erfüllt bey dem ‚Sei
des andern Grads / inbunbert X
(b) S Ecundo fume philofophorum di&a;
confidera quem calorem dicant |
tum, Unde Theophilusait in Turba : Opc
tet autem lentoigne comburi, & humidita
quadam in ovorum nutricatione. Et Mo
fius ait : Et debet fic comburi & dealb
tanquam ovorutn nuttice, id ct, levi dec
&ione, Sicut enim vincit aqua pugna
ignis prolixitate corrumpendi , continen
& putrefaciendi, & infpiffandi, fcilicet calezs.
Solis , hoc et levi decoGione res congelaff
tur, Balneum enim , id eft , intenfus call
perire facit. B
Ovum coquein ardore: ——
- eoque tantum [olıs more,
traclat cum benevolo.
Laurentius Ventun
(bb) S:
|
Oder Edelſt Gab Gottes,
i (bb) Secundus vero adufivus, acutus &
imnino impertinens: quia fuperius p:ohibi -
jum et, ne flamma eas contingat, eo quod
'm tertius ignis intrinfecus rebus, ut funt
lea & res acutz: & fecundum hoc lapis no-
er fuum infe babet i ignem, fed ef otioíus,
id exteriori calore excitetur & moveatur.
| Laurentius Pentura,
io ;
| A AN ergo Philefophicus de licinio
fle debet, & effe de tribus filis, & fila noa
tgroffa,
!ba veſte confervatar ,
tribus filis ieniatur ,
cnm lunarı radio,
Filis veflis fit quaterna,
rubra lux ut in lucernis
J. lucet a primordio. |
eG | Laurentius Ventura,
$ (bbbb) Cg muf aber mit unferm gebe
wedenten Werck nach der Cop&irution der
Bier Theiledes Jahrs befcbaffen feyn; als
i erſte Zeit — iſt kalt und feucht /
4€ andere des Fruͤhlings warm und
Fucht / bie dritte des tvarm und truckenen
Sommers / unb die Vierdte deß zur
ituchteinfammlung versröneten Herbſts.
Die Wärme dererften Regierung foll feyn
»tt einer Haͤnnen die uͤber den Eyern ſitzet
A 8t Huͤner außzubräten / oder wie deß
| Magens
afaps nofter tenerrimusdamnaretur, Eſt au-
845
ET
€ d
/ E
- Magens fo die Speife daͤuet und ben Poll
CU AUNID'OR A, 3
nebret/ ober gleich der Wärme deß Miſt
oder der Saamen / wenn fie im rice ift
melche Wärme waͤhret biß zur Schwaͤrtz
und auch biß fie in Die Weiſſe verwandt
wirds mo aber dieſes Äberfchritten und DM
Materi zu warm und hitzig ſeyn wuͤrde el
langte man das gewwünfchte Raben⸗Hau
nicht / ſondern eine ſchnelle und davon eii
[rape Roͤthe ober ein. oben auff ſchwin
meno rothes Dels oder auch bafi fid) DI.
Materi begunte zu fublimiren ( bep welcht
$Segebung man Dad Compofium wied
aufnebmen / fofoirem/ mir unfern fung
fer: Milch inbibiren/ und hernach die 9
tige Kochung mit befjerer Vorſichtigkein
bißdergleichen Mängel nicht mehr erfche "
nen, fortftellen mufte ) wenn nun Die Ze
fe erſcheinet / foll das Feuer sermebret nm"
den / bi zur volifommenen Außtrocknun
deß Steins / welcher Caloc der Wär!
der Samen verglichen wird / warn fic dul
dem Stier in Die Zwillinge kommt wen
nun der Stein vertrocknet iſt / wirb de
Teuer abermahl (tárcfer gemacht / biB b
Stein vollfommen rotb wird / welch
Calor der Sonnen Wärme im £órpen oti
glichen wird. NU
Michael Sendivogit
Das Feuer aber des ander!
—— Grad
E. Ces
zrads wird ín diefem Verß oder
keinen begriffen 5 Senfibus æqua-
;gauder nacura fecundo. Laut zu
eutſch alfo: Sod ſinn vergleicht /
s andern d Natur begaͤrt. Moͤch⸗
wohl verſtaͤndlicher alfo gereimet
erden: |
So nua die Sinn vergleicht find wol/
I Sander Seur d Narur freuen foll.
1 Diefer ander Grab aber follfurg
In / Doch etwas (tarder /dann das
puer des erſten Grads geweſen
be: Dann es fell alſo (pn / daB
Wd Anruͤhrung des Ofens / die
Jande oem ‚Feuer fid) gleiche und
Wondiere / und das Feuer der
che Hitz erleiden möge, unb nicht
Ihr / und diefer Grab des ‚Feuers
Bögefchehen/mit zweyfaltigen ober
Jeymahl ſo ſchwer Koblen/ als des
Kien Grabé/ und eingelegt in die
Koen darein die Sod/ Hole esce
Kruben gemacht it: das iff / daß
fn einlege a. Ib. Kohlen: das iſt 24.
cias, und barnad) darumher Ae⸗
en gelegt / bod) in mitten "E
| : en
"
m
and: das iſt / daß die Hand eben -
847
$48
- líde Steinlein machen / in eft
PANDORA,
fen Aug bleibe. Wann du dir abE,
mehr und lieber erwehleſt das ‚Seh
er zu machen des erfien Grades / /
der irrdinen ſcutel / jo bebaltín all
Dingen’ bas íd) bid) oben gelebf
babbebalten/ und warnehmen. €
nun die roo. Tag geendet find /
vollfireeft das ‚Feuer des ande
Grads fo vorgefagt / fo fabet tf
Materian wallen und flieffen/ ooff
gegoflen mwerden/und wird Die o
aefagt Crivallung waren so. Ta
uno bann (o fabet an eic Materi
und Gleichnuß bcc Joiacontben/oog :
gefagten Steinlein erfcheinen / /
ftárde das Feur der Koblen/ ug
mach das ‚Feuer des dritten Grad!
welches in dieſem Verß oder R
men begriffen und bedeutet wird;
Tertius excedit , cujus toleran
M lzdit. A P
Iſt zu Teutſch alſo: Daspritt ft
trífft des zu viel verſehrt. H^ !
un
Ir DIVE TUE DAAD Gottes⸗
dd verftändlicher. verteutfäht t und
eimet werden. |
i^ osrit ift übers ander g'ſetzt /
Wo des zu viel? fchädlich verlegt.
" ſollen aber alsdann die Kohlen
Aff das durchlöchert (alarium oder
i ach gelegt werden in mehrer vie
d fie ſollen auch nicht mit Aeſchen
deckt ober umgeben werden / wie.
den andern vordern zweyen Gras
indes Feuers geſchehen. So du
Waber mehr und lieber erwehlteſt
machen das Feuer des dritten
rads in der geloͤcherten ſcutel oder
ſchuͤſſel / ſo thu ihm in all weiß und
In / wie id) oben angezeigt bab.
AT: gefagt Feur aber des dritten
it rads wirſt du erſtrecken zu incine⸗
ren oder beaͤſchigen / Die vorge⸗
gem Steinlein oder Syacincten /
hundert Zag : dann inner
j] ' pefagten Zeit ber Hunderf Tas
3 werden die Steinlin íncine
t / oder einbeaͤſchiget / und gehafft
J wahrer und vollkommener
afftung und Fixion. So nun
fe Materi inner der gefagten
^ 55^
atit
949
350
ea PANDOR A,
Zeit vollig eingeäfchiget wird / fi
werde fic aud) volliglich eingeaͤſch
get / bann vollfireck daflelbige Teuf
des dritten Grads / biß bag unfer@
wird genannt / der Geift und DE
Seel / nad) der Dealbation un
Weißmahung der Diateri fo. qi
tertio gradu ignis vollbracht. Wolf
Daß man die materiam Rubificic#
welche Rubificatio materiz per quad.
tum gradum ignis geſchehen und ool.
bracht werden iuf / twelchen vier
ten Grab des ‚Feuers mit freye
ganzen Feurflammen vollzogen
dardurchmateria medicine ad pe :
fe&am Rubedinem gebracht unb @
fo ibt volllommne Endtſchafft
gangen Preparation erreichen ttg.
tem wie man aber das Feur il
vierdten Grabu preparieren und 34
richten ſoll / ift zuvor in diefem Ti
stat/nemlich Da de quatuor gra
Ll
Oder Edelſt Gab Gottes.
| przparandis expliciert / ange
Imen. (c) p
radica vom Univerfs! oder gebe:
Ideyten Tinctur Stein oer altem
| Weifen / Rythmice geftellet
T5: Authoris Anonymi,
JS Ert. Leſer / mas ich Dich bericht!
T***. Hiehafleinwarhafftigs Gedicht /
Has ich Dir geichrieben bab zu gut /
Bekomſt dus) ſo halts in der Yut:
ID zeigs nicht jedermann herfär /
Paß allein fcn befohlen dir.
‚Bann du komſt zu dem Schak und Gwin /
ESo wirff all Apothecken bin/
n Fiſchen in die Waſſer ein / |
Oder in Seutrog zu den Schwein.
Men. aber auch gewarnt darneben /
Bann du wilt qu. fuchen anheben/
| 0 geh durchauß Feinandre $5abu/
HALS wie ich bir will zeugen an.
Jann eg. ift ein einiger Weg /
‚Bund ob du fehlſt ceficiben Steg⸗
fint in ein grauſam Gemoͤht ein/ ⸗
W Dir wird nicht wohl zu helffen ſeyn:
um glaub keim der Dich weiſt dahin /
M Ee ift vergebens, trägt Fein Gwin:
Wonbern bringt Armuth / Angſt ind Muͤh /
Dann es find viel falſch Buben hie/
Bt auch zum tbeif nicht all find fium
Mit ibn kommſt du ins Heyderthum
igt worden. Laus Deo femper,
Bbba |. €
318
852
PANDORA;
Es ift alles vergebens (rep /
Berröglich und nur Secterey :
Was nicht bic einig Straffen fucht /
Hat GOtt und die Natur verflucht /
Daß fie nimmer feben die Kraft, Ä
Ich meyn der weifen gmein Goiegbaftlt
Warhafftig folg ou meiner 2tbr/
Und dich mit nichten an pie Fehr)
So zu dirfommen werdentheur/
Sag fie hinweg mit ungebeur,
Dann wann fie wuͤſten mo bínauf/
Es fám dir Feiner in das Hauß. *
Fleuch auch die Stigromantifd) Sott: I,
Du faͤllſt fonft mit in Suͤnd und pol;
Die Kunſt wahrſagens offt betreugt /
Der Teuffels Beſchwerer auch viel leug
Dann er der Luͤgen Vatter ſucht /
Dewm's him̃liſch Heer ſamt Gott verfluch
Fleuch auch falſch Theologiſch Schaarll
Die unſer Seelen bringt in GfahrJ
Seyn Schwartzkuͤnſtler auch folche Dil.
Iſt dann dag mabre rechte Lieb
Gegen dem Nechſten allegit? — |,
Erfenn doch / mie e8 fehl fo weit! ME
Falſch Alchymiften rauben s Glut — B
Entziehen ſolches deinem Blut /
Dann deine Kindleinmäflennah — 8
Entgelten diß Betrug und Sch mad.
Wann du dann bift gefogenauß/. ,
So machft dich demnach auch hinau
Und klaubſt sufammen auf bem Betrug"
Durch welches Dir dag dein hinfiugl |
mU Jo i
- Oder Edelſt Gab Gottes.
nb fagft: Jetzt thuts / und das ift wahr/
Das bringt folgendg dein Ehr und fabr
yarinn lebft bann biß Du wirſt alt /
Und befudelft dich gar mannigfalt.
ann wahr und wahr / glaub du doch mir/
Warhafftig ich Dich nicht verführs
ufferhalb der ſchoͤnen Artzney / j
Da finoft nichts in ber Alchymey /
Hein du treffíff bann den Weg atv
| Wie id) hierinn will zeign die Bahn.
er diß alles ärger. ift |
I
Der Trigromantifch zu ber rift /.
Tenn er fucbt Schaden Seel und Leib /
Wiß DaB ich gwiß nicht Schertzred treib.
b bab erfahren alles das /
Auff daß ich weiß / wie oder was
In den zweyen Facultaͤten feb /
und was der beyden Schelmerey/
holches bat Zeit und Sürmi& gmacht /
Mein Ehr wird drum nicht gering geacht-
ToB tviffen iff nicht unredlich/ |
Aber vollbringen ift fchädlich.
ann GOtt der weiß feibftalles das /
ESo in der Welt geſchicht fuͤrbaß /
as gegenwaͤrtig und zukuͤnfffig
WBedenckt es goͤttlich und vernuͤnfftig.
irum Weißheit / Tugend iſt nac) t€
Das hoͤchſt fag ich dir. ohn Spott:
Her oem nachtringt 7 ihm nicht mißlingt /
Dann hie und dort er Lob erringt /
aher die alten Weiſen rein /
Haben erfunden einen Stein /
I. $55 Durch
S
85 —
qp m C NDA BEER NEE OVI» 78
854
Verſoͤhnten fie mit opffern flar/.
Damit die ſtarcken Winds⸗Kraͤfften il
| PANDORA,
Durch ihr Scharfffinnigfeit fo klug /
. Derinnen bat gegeben gnug. d
9[uff dieſe Weiß Haben fie zugleich —
Piel Länder / Stätt und Sónigit
Gifabren und aud) anders mehr —
Das ihn dus. di Weißheit ull.
ebr | f
Darum fie zuvor lange Seit.
Die Götter anrufften bereit/
Vno beteten an offenbar
Mercurium mit Sonn und Mohn |
Neben GOtt in Dem hoͤchſten S bro
Daß ich nun fomm zum Anfang (dier
Mercurium den fublimir/ 1
Auß Vitriol den Geiſt mit fübr/
Den rechten ſolt wol kennen hier:J
Der ihn hefft an das Creutz mit Schm
Jag ihm Vulc£num hefltig nach /
In ihm vereinigt ſeyn zumal:
Dann nimm ihn oon dem Creutz hernien
Und gib ibm neue Erden wieder /
Wie er zuvor Durchgangen iſt / j
MitSaͤltz nach ibrem Gewicht vermif
Det Laufferg zwey bes andern vier $9
Eins von dem Saltz bierunter rübr
Dann treib ibn wieder aus demFeur
Mit groffem Bemalt und ungeheu!
Zu fl ebenmahl bemeiß ihm dag ı |
€ wird er kraͤfftig deſto baß |
2: iB und fo klar wie ein ora 1.
MR
- Oder Edel Gab Gottes. $$.
— Seins gleichen findft nicht überall.
Wenn dann der lebend gftorben iſt /
Zu ſiebenmahl durchs Seur gewiß /
So behalt ibn rein in einem Glaß /
Bißd' wilt entlich vermehlen das
Mit Sonn ober Mond ſubtiel fein
Damit wird gemacht der Weiſen Stein.
Merckſt du mich recht / fo haſt du ſchon
Erworben dieſes Perleins Gron.
Dann es muͤſt ſeyn erſt heut erneut /
Wann ich dirs alls in Mund einkeut⸗
Auch wers Suͤnd und nicht Gottes Will /
Blillich ſtrafft er meins Lebens⸗Ziel.
Hat aber hieher dich GOtt erwehlt /
Daß ihm bein Gemuͤth und Leben gfállt/
1o wirft du mich gar wohl verſtehn /
I Lakuns im Reden fürbaß gehn.
Ich will dir fagen noch ein Weg /
Der auch fährt zu Der weiſen Steg/
‚Ein Luna fiy gar gerecht und toabr/ /
E Wenn du mich nur verftchn toilt zwar:
Wiewohl ich darinn nichts verhalt/
— Sod) möchftdumich nicht mercken bald /
‚Dann ichs nicht nach Sophifterey
Werd fagen ober bringen herbey:
Diß ift Der g’recht unfehlbar Weg /
— Z»b pu fanft finden diefen Steg. -
‚Timm Lunam wohl reverberirt /
-. Welche wiraus Saturno geführt /
Darinn fie wird dermaſſn verbrennt /
.. SDaf man fie damals nicht mehr Fennf.
Biß daß fie wird herauß ſolvirt / |
Ls | $554 Mit
86
Hab dag aut Aqua fac&itas;
. Und fe& auff warme Afchen lind/
. Biß fid) die Luna gang foloirt:
Mit Aquafort fie bgoffen wird. _
Darnach thuts recht fein gieffen ab, Wi
. Und zeuch bas Waſſer twieder Diab: MV
Zu fiebenmahl folchg reiteriv / 5
Auß daß eg alle Feces verliere — |
Co haft der Lunz genommen d'Schwaͤr
Verſtehſt du mich freu fid) dein Her,
Si wird inniglich fo ſchueeweiß / |
Darmit ecbáttft ou Lobund Spreif:- 1
Die nimm unolaminirdfo dünn’ MW
Daß fit gleichfam möcht flichen hin —
Thufoiches in ein gläfern Faß /
Daß die Dis mög leiden dein Haͤnd
Alsbald gar fanfft erwärmer feinz
So mwirff die Lunam oben drein: — —
In folcher Waͤrm halte obn beruͤhrt |
Des Waſſers Gwicht darffſt achten nich
Danns allein nur d' Lunam zerbricht
Es kommt alles wiederum darvon . ui
Zuviel Fan ibm nicht Schaden thon Äh
Wenn Dann gfolvirt die Luna fein) . I6
Sechs Quart bie du gteorffen hinein)
So ſchuͤtt darein orey Quart Mercuri — f
Go brauchs erftlich voie ein Fui — |
Wann dag dann ift zuammen vermiſcht /
So ſchencks Mariaͤ Dad zur Friſt |
Daß ſie das Aqua Sand außtreib /
Allein D na und Qus bleib: *
Thus m cin Faß gleich Hallauroth /
—
bl
LT |
I " I
D
bo
ud
e ['!
1
| Das auch Bezin fein Namen hot /
Arabiſch fagt man Baadhac, . t
Griechiſch Zung heiſſets offt Albak,
Werſigillirs mit Hermes Kunſt /
Und ſetz ins irrdiſch Meyen Dunſt /
Mic ſtetter Hitz lind ſtets umgeben/
Diß alles merck fleiſſig unb eben /
aß alfo ſtehn ein gute Seit /
| Bißalles trucken am Boden leit /
Ind fich verfehre in einen Stein:
Jetzt iſt Die Luna fir und rein /
Zu Soldfie erft grabirt muß fepn :
Hann es Div bracht fonft Eleinen Gwinn /
F Du mülts für Silber geben hin.
18 iſt doch um ein Furge Zeit T
Daß man dir neunmaf mehr drum geit:
holchs toil ich dich berichten hie/
E Dann e8 braucht auch gar wenig 9205.
Bllem die Lunam Fixam hier /
E Sn Aqua San&a mehr folvier /
ann im Balneo Acris; Ä
B &tib offt hinweg die Waſſerfluͤß /
iBdaßein Liquor wird geſpuͤhrt /
P Und Schneeweiß zu eim Gluten wird /
jo tbug dann mehr nein folch Gfaf^
Wie ich dann zuvor angzeigt befi/
jegeuß mit eim Loth Blut foroth /
Das Mars hergibt mit groffer Noth /
ieihm wird auff ven. Hals gelegt /
Die Welt Fein folchen Buͤrden trägt:
ann cr ift wie ein lauter Feur /
| bb s Doch
Oder Edelſt Gab GOttes
icht Doch noch gleich dem Silber fein /
EM.
8
8
‚PANDORA,
Doch unverbrennlich auch nicht »
Um ringes Seld wird ergefau(ft/ +
Humuliras ift ec getaufft.
Wann nun pif aud) ift fein vermiſcht /
Die irrdiſchheit verrochen iſt /
© ſigillir das Geſchire fein qu /
Und ſetz gleich in die vorig Ruh /J
So balds ermarmt fo wirds gang ſchwag
Gar feuft unb zeh / als wers ein Hartz
Laß alſo ſtehn / biß fid) verkehrt
Gar in ein pure weiſſe Erd /
Und darnach in ein ſchoͤn gelb und roth:
Das erhebt dich aus aller North / €
Iſt das beftändigft Gold in dev Bell
Wird nach tt für all Schäg gez
Dann Darauf wird die hoͤchſt Artzney /
Sür alle Kranckheit wie die fe:
Das recht Aurum potabile
Findſt du allhie / dich gewiß verfeh. | a
Waͤrhafft es ift der Weiſen Gold, MN
Darvonman e$ denn machen folk.’
Gibſts dem Metall ing Feuers 9tof.
Sotheilts fein Tugend / Krafft drinn
Und führts mit famtihmberzlich auf
Solchs muß das Volck erkennen frey /
Daß s^ beſſer bann 8’ natuͤrlich fey-
Wie mehrund offt mit Blut wird gmilll
Je höher auch fein Wuͤrckung iſt
Sch weiß / Dir wirds verfagen nicht) 3
Dann ich habs dich marbafft berie
Allein bitt GOtt recht au leben /
um
-—
- Oder Edelſt Gab GOttes.
^ Somirdesdir groß Wunder geben /
Auch die erhalten hie und Dort / |
Tach faut und Inhalt feines Worts⸗
Warum ihrn Datter bitten werd /
. Sn meinem Namen hie auff Erds
Das alles er euch geben wird.
Derhalben fid) ein Menfch gröblich iret /
Daß cr meynt/ fein Will muß gefcheben/
I Sid) tbu dir warhafftig verjähen /
Daß Gottunb menfchlich Srómmfeit mag
Dem Boͤſen widerftehn all Tag. —
Denn mer Tugend unb Weißheit lebrt/
|. Undböß Anfechtung von fich febrt/
Sich menfchlich hält ın Ehr und Zier /
I £ebttoie ein Menſch / nicht mie ein Thier /
Fleiſt (id) der Warheit und Def rechten,
WiderUnzucht und Schaden hut fechtẽ /
Der wirdzu Ehren genommen gſchwind /
Wer er Mars unb Saturni Kind:
Wenn du nur durch Sorte Ginab und
un
Mich recht vernim̃ſt / eerftebft bie Kunſt /
(5o bitt ich Did) um GOttes tvill/
B. Gen aud fein bbutfam und fein fill /
And halt dich auch auff diefer Erd /
* Wieich dann auch bin worden glehrt/
So mwirddir GOtt gedeyen geben/.
Hie zeitlichs Gut / dort ewig Leben /
Dann ich Dir warhafftig das
= Dffenbahrt/ fo mir frey wiffend toad:
Kein Buchflaben verhalten nicht,
= 3 Maseriv Dfen und das Gewicht /
|" Sampt
859
860
Sondern allein der Art nach führ/
Dieieweil id) Dich dahin betoegt /
PANDORA
Sampt ihrer Bereitung gezeigt att /
Beſſer ich dirs nicht ſagen kan. |
Verſtehſt dus nicht / ß aefált8 mir aat mol
Wie es bann billich auch ſeyn foll ;
So bleibt mir diß mein Perlein rein
Undforg nicht/ daß dus machſt gemein
Wiewol bor ntir nie Feiner mag,’
Der dir fo Flar hätt angzeigt das,
Noch moͤchts bir fepn gu dunckel zwar /
Es foll ſeyn nicht gang offenbar /
Daß nicht ein jeder rüber fall /
Gleich mie ein tauber Stier im Stall
Dann ich den alten auch nachtrab/
Solchs ich von ihnen gelernet hab:
Nicht daß ich dir Den Proceß ftell/
Wie man ihn laboriren foll /
Daßich auch fo anzeige bit : |
Nicht daß auffmich Die Suͤnd mero geltg
Daß ich oir alles hätt offenbahrt /
Und mich hierinn felbften gefabrt /
Sd) will mich deß entfchuldige han —
Ror ar bid) die Schank lq
abn. ;
Dann es ift viel ein ander Ding 7 —
Nicht daß du meynſt esfen fo ring: —
«Daéboffid) du werdeſt bleiben frumm/ Wi
Iſt dein Hertz falfch fo wends GOtt
And richt es nach dem Willen fev — (ou
Hiemit end fic) das Schreiben mein? /
Welchs ich Dir habgethan au gut/ j
3
Oder Edelſt Gab Gottes.
- GOtt halts in feiner gefreuen Hut.
Der Göttlichen Dreyfaltigkeit
‚Sen 2o6/ Ehr / Preißin Ewigkeit.
| Amen’ Amen’ Amen.
B. Anonymms.
Die erſte indago oder Erfor⸗
ſchung / nemlich unſers Himmels /
o oder fuͤnfften Weſens. (2)
») A Lridos , eines jeden Dings / es fe)
A af Erden was t$ toolle / Tugend/
rafft / und herrliche Wuͤrckung liegt ver⸗
Iwgen / in feiner QE. dieſelbe fen gleich
armer kaͤlter feuchter oder truckener Na⸗
It und Complexion, und in der Q E. eines
den Dings wieder fordert / der allerfuͤr⸗
efflichfte / und aller edleſte Geruch / und
römackgfo ba ift/ oder feyn mag/ oder
Dacht werden Fan / dann bierum ift bie
efte Vollkommenheit von Nöthen.
Gloria Mundi,
Das verbédt Ding zufuchen / fo
fo ein geftallt bat gegen den bier
talitären oder Complegen von de;
‚An unfer Leib zuſammen gefegtift/
1 ben vier Elementen. Die Phi—
Wfepbi aber haben den. Himmel
nennet das fünffte Weſen / ae
| gen
ie der Himmel ein Geſtallt hat ge»
ét
das erfte Gapite[ des zweyten Theile.
: haft das aller reinefte Gebluͤt an ftatt Dei
eben faft / wie in vorhergehenden Capite
wo
PANDORA,. |
gen Achtung der vier Elementen Js
und nachdenfelben vieren das fünfft
dannder Himmel für fid felbft und
in ihm ſelbſt unzerbruͤchlich / unzer
ſtoͤrlich und unverwandelbarlich iſt
unb ein Ding das da feine frembog
Eintruckungen anfid) nimmet / ed
gefchebe dann aug Geheiß GOt
tes. (b) | 1
(6) Mi Minéralogia fupr, Citat. un
zwar bie fünffte Anmerckung übe
Du haft zum Sirmament das fünffte ABA"!
fen der vier Elementen / auch des Chao"!
Gaamen in die Mutter gezogen / und iM
die Haut (unter und äber) eerfaffet DE
Feuers! / in welchen der Seelen Sie (af
ftatt des Königs) indem Lebhafften oer».
zu fenn pfleget : Du haft an ftatt der Cup
den darinnen Das elementarifche Geuer fle
tigstwefert / und dag Weltgebaͤuin feinen"
Weſen erhaltet: J
Michael Sendivoginlf‘
(bbb) Mit den vier Elementen/geheteit
hi Cu 7
(Doer Edelſt Gab Gottes.
on ben drey Anfängen gedacht. Da find
fiche/ die Raruisen 2. etliche 3. etliche gar
Elementa / unb wann es um und um
ympt/ijt c$ eben wie vor / und vor wie nach /
eibt Doch alles bey einer Materia, da find
le Clementa in / Du magft ihrer nun fo
lel nebmen / al& bu wilt uno Die Wuͤrckun⸗
hn der Natur; Glementa ober drey Prin-
Pia, oder Corpus und Anima, oder fonft
Ihders nennen’ Das mag Die Natur mobf
den / dann fie gebraucht fich nebenft ih⸗
InGeh ülffen / ihrer werckzeuge / die find
jen auß der Materia als darin fie wuͤrcket.
[Bie in dem Eapitel an feinem Ort gedacht
w à ferner folgend außgeführer wer⸗
n fol. Daß ich eben foll fehreiben wie
Miche / welche fagen eg find zwey fichtige
wilementa al8 Waſſer und Erde und zwey
Michtige als Lufft und Seuer. In dem
Paſſer fen bie fufft / und in der Erd
Ms Feuer. So fage ich Doch in ver
Parheit / daß / ob gleich vier Elementa
on / fiedochin allen Dingen feyn. | In
‚um Waſſer iſt Lufft / Feuer und Erde. In
Br Erde ift Lufft Feuer und Waſſer. In
Bit ?uffr ift Waſſer Feuer und Erde / und
Is Feuer ſelbſt muß Lufft Waſſer nd Gre
haben / ſonſt moͤchte es nicht beſtehen.
d dieſes verſtehet fich von ben Irrdiſchen.
"Wann von Den reinen Elementen zu ſchrei⸗
as dienet zu unferm Zweck nicht / mies
sl Darauf die Grifter gezeuget Daun
bo | at
86; i
" $é.
. ohne Daß die 2eugung derfelben gefchmwir
Chaos , nach dem Willen der ie " .
| e
^ PANDORA 15]
hat aber bod) Damit gleiche Befchaffenheit
der vor fid) gehet als bey ben Irrdiſcher
Das mag glauben Heintz oder Kung / Uf
mir gleich viel / t8 bleibt dabey wie gefaglr
und noch ferner folgen ſoll. a
- . "jobann Berbard Leurſen
— (bbb) Doch bleib ein jeder / fo da wil
Guff feiner Meynung / wir wiſſen aber auff
Dem Licht der Natur / bafi Durch biefe si
Elementen / und ihrer von dem höchfte!
Schöpffer verglichenen Gleichheit/dag Gp
bäu diefer Welt erhalten wird / und Feind
Das Andere in feiner Wuͤrckung ührtriff
Die Waſſer aber werden in dem Sundagil
/
,
|
—
mint ber Erden / als wie in einem Faß / voy
des Luffts Bewegung / gehalten’ unſ
werden bey unferem Pol ſternen zuſamm
gezogen / dann es iſt nichts laͤrs in oer geli"
Deßwegen iſt in der Mitte deß Erboden
das hoͤlliſche Feuer der Waͤrme / aber DB?!
der Natur Koch herſchet. Dann als Wil
. Erfchaffung der Welt GOtt der Allmaͤch
tige auß Dem verwirrten chaos fürnehmlidgitt
Das fünffte Wefen der Elementen erhöht!
and weit hinaus gefübret / bat er barmaqg Ni
des Feuers fubrilefte Subftang zu Det un
Gtul feiner Allerheitigften Majeftät erhdg In
ben / und in feme Schrancken geftelt und
A
4
befeftiget / da ift in dem Mittelpuneten dein
^
D
Qoi Edelſt Cab GOES,
undet worden/ welches nachmahlen oie
harten Waſſer gediſtillwet / demnach aber
t8 allerreineſte Feuer / dag Kirmament/
ad den Thron des Allerhoͤchſten bekom⸗
tn ſeynd bie Waſſer unter ihm geblieben?
Ad ſeynd unter jenem Feuer zu Himmeln
haͤrtet worden / und damit fie noch ſtaͤrs
dr befeftiget mürben/ifi ein groberes Feur⸗
Pdas vorige / herab getropffet / ( Doch alles
Arch Trieb Des Centraliſche Feurs)welches
der ſpher des Feurs unter den Waſſern ge.
eben und ſeynd alſo die Waſſer zwiſchen
Aeyen Feuern / zu Dimmien gepreſſet / und
Leſtiget worden Gleichwohl bat das
aträliſche Feuer⸗ nicht gefeyret + (one
m fort diſtillirt / und hat andere utireinere
| ffr in Lufft sefolvirst / toeldjét unter
B feurigen Spher 7 feine eigene Spher
Jhat / und von dem Element ⸗Feuer / als
I (tárcfeften Sunbarent/ umgeben mırd?
Id wie die Wuſſer ben Himmein / Dag
Bit Himmliſche Feuer mot uͤberſchreiten
Fen / alſo Fan aud) das Clement⸗Feuer⸗
I Oimmeh⸗Waſſer nicht uͤberreichen
Bbber Lufft über deß Feuers⸗Zirckel ſtti⸗
Waſſer aber und. Erd: Bleiben in
At haben / aufgenommen das jenige, fo
euer zu Lufft masber 7 zu tägiicher
irckung und Unterhaltung. Des Welt⸗
igé- Dann ma laͤret Die in
iw4
E
be Goͤttlichen Weißheit / das Feuer an⸗
rRaͤnde/ dieweil fie feinen Platz im
JU dem
32
366
- Schluß deß Allethoͤchſten Schöpffer
ſchaffen / und erhalten worden / undg
Weit / haben wir diriu dem Ende 7
' "n
»J.PÁNDOR A
beh Lufft geweſen wäre / fo todveii di
Waſſer herab aetropffet./ tino ju Luft elf
bet: Weil aber pef Luffts Kugel fon di
iind Außgefüllt / als welche jederzeit bull
die Génttali[djé ſtaͤtige Wärme von D
ab diftillirenden Waſſer gefüllt wird/ eR.
daß die übrige Waſſer / wegen deß Luſg
ftätiges frucken um Die Erd herum lauff
und wit der Erden den Mittelgundten Bl
Welt halten: Und diefe Wuͤrckung
ſchicht von Tag zu Tag / unb alfo voll
Auch die Welt von Tag ju Tag geítárdg
und wird natärlicher Weiſe unzerfte
bleiben / außgenoinmen den endilch
Dann das Centraliſche Feuer wird DUE.
die allgemeine Bewegung und Influg
der himmliſchen en nicht nice
zu brennen / und die Waffer zuerwaͤrm
n erden duch bie ei ed. IE |
en zu Lufft ju werden / auchwird Der&i
nicht dbfteben/ das übrige Waſſer
bit Erd wieder zu trucfen / und alfo itt 0M.
Mittel zuerhalten / daß fie auß ihrem €
tto und Puncten nicht weichen koͤnn
und alſo ift diefe Welt natürlicher tütgl
$on GOttes allernöchften Weißheit hi
chergeftält muͤſſen nach diefem Gyemprllf
fe Ding in dieſer Welt nätärlich gemal
werden. Diefe Erfchäffung der gro:
| Oder Edelſt Gab Gottes.
itr Elementen eine natürliche Verwand⸗
Tf haben / mit ven Oberen / dieweil fie
ende auf einem Chaos herfommen: wer⸗
en auch von ven Dbern/ als den koͤſtli⸗
ern regieret/ unb Daher geborfamet Die
Tntere Spher fo unter dem Mono ift/ den
Dbern : Wiffe aber daß diefe Ding alle
In den Weifen natürlich erfunden ors
|n; wie an feinem Ort fole erzehlet
erben. |
| d
Mbbbbb) Sollen berofalben alle diefer
unft Nachforſcher wiſſen daß Erd und
Paſſer eine Kugel macheny undalle Ding
gleich wircken / dieweil es geiftliche Ele⸗
| t ſeynd / in welchen Die andere zwey ver-
tgene wircken / das Feuer erhaltet die
'D/baf fie nicht ertrincke / oder serflicle:
* fufft erbaltet das Feuer / daß es nicht ers
Be: Das Waſſer erhaltet die Erd / daß
Bnicheverbrenne. Solches hat ung nuce
Eysu fenn gevaucht/zu unferm Särhaben
befchreiben / auff daß bie Saborantın
den’ worauff das Fundament der Eie-
Bnten beſtehe / und Tie bie Philoſophen
l^ miederwärtige Wuͤrckung obferwiret
wahrgenommen, indem fie das Feuer
„der ‚Erden / unb den Luffe mit dem
affer verbunden: Und mann fie etwas
efleren wollen / haben fie das Feur in
T eta Waſſer
ui
|
Michacl Sendivopins,
^
-
E
rklaͤren daß duerkennen mógeft/ caf die
$67
^
——————————————————————
965
bit höchfte Wahrheit / daß cin jedes J
^fammen gefeßt Ding in biefer Weltder 3
ſtoͤrung und Scheidung unterrorffehl
- welche Scheidung in dem Animalifcr:
dert Jahren eingeben / daß diefes natio
- fid) ftp / welches bu von ung alfo verfiel?
das Paradiß war / und ift ein folcher d
" won dem Allmächtigen Schöpffer a
' Ding auf ben warhaffteneingelen Clem l
ten / doch ben allerreineflen / temperirtdh
"unb in höchfter Vollkommenheit verflä V
ten / gefchaffen / daß alles / was in
denſelben ungerftörlichen / unb in redi
^PANDORAa, qh
Waſſer gefotten in Betrachtung / daß Ulo
einen Bluth viel ebeler ald des anderen
toit aud) die Thraͤnen viel lauterer ſeynſ
«Michael Sendivog: it
| | W
(bb bb bb) Dasift einmahl wahr ullis
ii
Ji
Meich der &obt genennet wird / dienfin
. aber der Menfch auch auf viel Elemen
emacht und erfchaffen / wie fat er ballo;
Tónnen unfterblich feyn? Daß es natülk (i
eher weiß Fónnen gefchehen ift. (htl
4u glauben ja gantz übernatürlid. Dh:
her iſt etwas gehandelt worden, / GOtt alf y
hat den frommen Philoſophen vor viel Dill
Paradiß war / und quf denfelben Elem
ten gefchaffen/ ungerftörlich fev : X
felbften ift auch der Menſch erſchaffen
l
WT
lr
L
proponuon perglichenen Clementem d
N
2
1
Oder Edelſt Sab Gottes.
ff feine weiß Fónte gerftöhret werden / dero⸗
egen ift er der Unfterblichkeit theilhafftig
drden / indem GOtt Diefes Paradiß als
n für den Menfchen ohne Zweiffel ers
offen hat. Nachdem aber der Menfch
| rdoie Suͤnd des Ungehorſams des aller
chften Gebott übertretten/ ift er in dieſe
fderbliche elementalifche Welt (p GOtt
jin für Die milden Thier erſchaffen bat /
denſelben verftoffen worden / melcher
Wil er ohne Nahrung nicht leben Funte/
yr ibm vonnöthen / auß ben elementas
E en oerberbtenGlementen feine Auffents
dnt feiner Schöpffung angeftecft und
iiemac) zum Derderben und Untergang
Jacht worden / fo lang bif eine Eigen»
Mrböferung Des. gantzen Gemaͤchts /
Mwachheit / und fe&lid) die Scheidung /
Pder Tod erfolgt: zc.
."
I re d |
Tío aud) das Dingfo wir fuchen
Men Achtung der vier Elementen
B'fen/ ín ihm felbft unzerbrüchlich/
I (chon gleich in Ewigkeit ſtuͤnde /
MT bisía unb troden mit Feur /
Wb kalt und feucht mit Wafler/
LE Ss mie
tung zu fuchen/ Dadurch jene reine Ele⸗
WMift die andere übertroffen » und die.
Michael Sendivogius. .
$ Leibs fepe als das fünfft
869
$55
miügenlib gegen ben Widerrhei T
NPANDORA,
—— umb feudytimt Lufft / fo ,
dern es iſt das fünffte Weſen ve ji
ober widerwaͤrtigen / gleich moie de i
Himmel unzerbruͤchlich / melden,
wann eg vonnoͤthen ift einfleuſt &i
feuchten Regen / etwan ein Falter
etwan ein trocknen. cc) Tq"
(c) 1d. Mineralogia fupr. Citat, ud til
Vau Die vierdte Anmercfung üb
dag erfte Capitel des andern Theile. li
qi
qi
jt
T/
4
(cc) Dann es ift gewiß / wann bie reine
Elementen in Gleichheit ihrer Kräfft
pereiniget werden / daß felbiges Ding. ul
zerftörlich fep / unb alfo fol der Philoft
phifche Stein ſeyn. Solcher menſchlich
E:ifchaffung iff er von den alten Weyſ [
verglichen worden / Die heutige Philofgitl
pbi aber / foallesnach bem Buchftaben bt
ſtehen babens auff diefer Zeit verderb id
Erzeigung gerichtet/ diefer UnfterblichFehk,
ift Die fürnehmfte Urſach gerefen / daß J
Wenyſen dieſen Stein zuſuchen / ſich bemüf
haben / dann ſie wuſten / daß der Men 1
auß folchen vollfommenen Elementen’ :
ſchaffen worden : Haben deromegen piel
Schoͤpffung nachgedacht / und da fü eerfi ei
den / daß fie — geweſen fiengen ſie
Oder Edelſt Gab Gottes,
erftörliche Elementen haben Eönne / over
fie irgend in einem Ding Fónten vereis
iget/ odereingebracht werden/ Denen bat
fer allerbócbfte Schöpffer aller Dingen
Ingeblafen / daß eine folche Zuſammen ſe⸗
ing der Elementen an dem Sold zu fin»
Is welche auf ben gerftörlichen Elementen
ien jerhalten werden: in den vegetabi-
gen iſt fie auch nicht. zc. |
Alſo iff auch Die Wurgel des Les
tne / das fünfft Weſen / welches
Det erfchaffen bat ín der Natur /
aß es möge erfüllen die Nothturff⸗
n/ oder Nothmendigfeiten des
eibs / auffer/ und obn denletfien
ermin ober Endfchafft/ bie GOtt
Merm Leben auffgefegt bat. (d)
IE Erde / daß wir zwey Törper von
.,* **gro(ftr Bolfommenheit/ und die
it lebendigem Sylber erfüllet (epa ^ bae
n / ziehe daraus dein lebendiges Silber /
wirſt du hierauß die Medicin machen / die
metlichen Quinta Eſſentia (welche eine uns
tgängliche bleibende / und allezeit ſieg⸗
te Krafft iſt / jaein helles Licht, fo eine
| iia ítg;
E
ES
Irerforfdjen/ ob man doch dergleichen uns
en / dann in pen Thieren ift es unmuͤglich /
Auichael Sendivogius.
871
$74
cket / mit wahrer Guͤte erleuchtet) gencnr
Wort o(fenbabre/ fo wiſſe / daß bit Qui
pie Sinabe erfanget z daß er ibm in Du
: gtiiBftya/ on a einen folchen Mi
(
T
ji
"Jl
1
I
j Á
i
M
Ai
M
| ii
ul
Wi
i
PANDOR A; |
— Seele / die es nur einmal —
wird. Sie ift der Knoten unb das Bat
aller Elementen / welche fie in ſich begrei
fet / und der Geiſt / der alle Dinge ernebre
vermittelſt welchem Die Natur im de
Univerfo ihre Wuͤrckung vollbringet:&
ift die Krafft ^ Anfang und Ende all
Wercks. Und Damit ich Dir alleg in eine
1a eflentia, und das verborgene Ding
fers Steing anders nicht ift / als unfel
Viſcoſiſche / Himmliſche und herzliche S
le t curd) unfere Meiſterſchafft auß fein
Minera gezogen / die ihn allein seugetfl
And daß ung unmöglich ftp diß Wall
durch die Kunſt ju tege zubringen / den
bie Natur allein gebieret folches / und dig
fte Waſſer ift. der allerfchärffite Wein⸗E T
fig / der das Gold zu einem reinen ES! |
machet / ja fie ift Diefelbe gebenebepete
tur. die alle Sachen gebieret / welche ibre idu
Crfüulung ober Patrefsction allerbeft ti Ln
einiger 'ft/ uno mit ihrergrüne viel Garbti bh
zu erſcheintn verurſachet. |
Nicolas. Flamel ; 5
(I) Wer von dem Datter beg fid te lu
fern,‘
Leben Das unfchäßliche Kleinod den © ci it
der Weyfen verlepbet/ ver fan nicht all eit
9
AP
Oder Edelſt Gab Gottes.
it —* die * Welt mit allen ihren
m en nicht vergelten mag.
Bum andern vertreibt er alle Kranckheiten
ipic fie ſeyn mögen biß zum verordneren
Biel deß Lebens / da dann der Gift deg
Menſchens / gleich einem verlefchenden
ſecht / ſanfft abfcheider / und hindurch in
fie Hand GOttes gebet.
D. Bu dritten tíngirct er alle Metallen in
| jolb/ das beſſer st als es fonit bie Natur
eifür zubringen vermag auch Fönnen das
dir unedle Steine und fehlechte Chryſtal⸗
[n zu allerebelften Steinen warhafftig tins
[i —2
Michael Sendivogius,
uim ich habs gefagt / daß der
| llerhoͤchſte die quintam eſſentiam
ber fünfft Weſen erſchaffen hat /
elches außgezogen wird aug dem
haffen von GOtt) mit Menſch⸗
her Kunſt / zunennen mit dreyen
nen Namen von Philoſophen
m auffgelegt / und wird genennt
iua ardens, dag brennend Wafler /
ima Visi, die Seel des Weing/&
iritus , und Geiſt / & aqua vitæ und
| afi des Lebens / unb foann du
a SM sg daſſelb
orpus ober Leib der Natur (ers
ot
3
874
PANDORA, v]
baffió eecbergen wilt / (o mat d
nennen quinram effentiam bgé fan jd
fc Beien:; Dann es bat fein Na:
tur / und diefen feinen Namen baba 5
die Dbilofopbi niemand woͤllen off
nen/ fondern die Wahrheit mi :
tonem begraben laffen.Co) ———-
ORT verſpottet fie berroegen nur Di
Unmeife + mwelcher den We⸗
rechten Medicin nie geſpuͤret hat. dan
pie Spötter haben nicht hierauß gnug eit
ſolche Wurtzel und edle Medicin zu erken
wen / welche alle Kranckheiten bei "
Gluͤckſeelig iff ber Menfch welchem Sol di
die Zeit unb Dag Leben gibt / zu dieſem fail
bea Weſen i Fommen/ unangefeben/08 In
er möge alt feyn. Dann Geber fagt / to ' nn
wol die Philofophiz fo e8 gehabt/ alt gt T
weſen fenn/fo haben fie Doch in ihren alte
Tagen fid) Darmit beluftiget. Wer folche ii
bat/ ber befißer alle Gitter und gro b
Reichthuͤme. Con einer Untz / ja tinems Eu
Fan er ftetigsreich unb gefund feyn. D liy
muß endlich bie Ereatur fterben / und ſ id f
an GOtt und ber Natur begnuͤgen. €.
ift eine Hertzensſtaͤrck / und mehr bani =
a"
I:
: |
Bu
?
P
T
Guͤldene Tinctur Es ift Dag Elixir/ Q r
Waſſer des £eben/ in welchem alle Were t |
und Jing beſchloſſen. Es ift Dag "m
j
. Oder Evelfi®ab Gottes.
gm vívum , Sulphur; und in meinem fchaß
erborgene Gold / das unverbrennliche
el / das weife beftändige und guͤſſige Saitz
er Stein der Philoſophen / welcher in kei⸗
erley Weg / als Durch natürliche Kunſt
nd menfchliche Wiſſenſchafft / fo hierin
5üiffe thut / mag gefunden werden. Ich
lage dir nun frey herauß / daß du Laborant
fone mich ( Natur) das Werck nicht voll⸗
Diener darinnen auch nichts verrichten
a3 Werck in ſchlechter Zeit erlangen.
: Waſſerſtein der YOcifers.
Fucht als die Element des Waflers/
rd darbey angezeigt daß es vers
Jas Element des Waſſers mibers
»ártíglíd) / widerſtaͤndig / daß es
rr Lufft / wird damit beftábtíaet/
aß der Lufft zerbrüchlich und ver:
mderlich ift / alsdann feheinbar ift
Jj ber Hebäahrung und Wachſung
tt Spinnen und der ‚Fliegen : diß
Aber bleibt ungerbruchlich / fo es
»obl eingefchloifen und behalten ift
J vor
10g : durch mich aber und dich wirft dw
I Und daß es nit falt fepe / oder
rennct wird / demfelbigen ift doch —
(dt warm und feucht fep /. als
875
- — RD RR EAR e Tr e —
&76
wird hiemit augenfcheinlich bedeu
nnd die hitzigen Kranckheiten min
niit angenommener Crfabrnüg am 4
SOPANDORA; : il
oor Verrichung und Außfliegung ſ
Daß es nicht falt und trocken (epe; JU
fie die Erden wird / bieben wiri
angezeigt daß c8 miechtig wircklichſ
iſt und mächtig higiger und todrgui
met. Daß es aber auch nicht bigig:
und trocken fepe / als das Feuer; :
Id
AN
dert und leichtert / als ic) bann ber
nad) beivahrenmill. Daß es abenkil
unzerbrüchlih mache / und vor
Zerbruͤchligkeit behalte, das will ich
tet / daß es hitzige Dinge kuͤhlet/
zeigen und bewaͤhren: Dann. weh J
cheriey Voͤgel oder gemetget;s (eif did:
oder Fiſch darein gelegt verbe / fo) i
bleiben ſie friſch und unzerbruͤchlich y
als [ang fie darinn liegen / mie pie
mehr wird eg ein lebend Sieb
und unferen Leib vor aller zerbruche
lichkeit behalten. Diß ift bas fünf
tc Weſen / ber Menfchlih Himmel
welchen erfdbaffen bat der Allen
bodfte/ zu Behaltung .der: vie
Qualitaͤten oder Complexen b es
| Menſch⸗
n
2
mu
/ J
IN
T
Lo
An)
n
- o Edelſt Gab GOttes.
1 3 enfchlichen Qeibé / wie auch den
L mtr eig / und weiß auch gewißlich /
ß die heutigen oder jegigen ‘Phi
bfopbi und Artzet dieſe quintam cf
iod) auch fein Wahrheit / nod) Tu⸗
henot: ich will dir aber mit. Huͤlff
I^ »tteé hie unten offenbabren fein
Meifterfchafft / und íd) bab dich
iud) bißher gelehrt ein. verborgen
Je eimlich Ding von dem fuͤnfften We⸗
"n: prs (f / der Menſchlich Him⸗
| 4
» Lchym: Dear? was hat er dann ih⸗
Pal gegeben für feine Erledigung?
3
m einer aufflöfee und freymachet / ſo
inem Königreich herfchen ) bindet fie/ und
| Lm fie dem jo ibn erlediget 7 zu Unterthas
ni in die Hand / auch ihre Reich zubefißen?
Ä b Das noch Bielmehr ift / fo ift ein Spie⸗
E feinem Meich 7 darinnen man die
"née Welt befehen Fan 7 welcher in diefen
| lege! fiehet / der Fan darinn bie drey
uheilder XBeißheit ber gan&en Welt fin
"ununpérlernen/ und wird fo weiß indie
A erepen — werden als Ari-
1
1
Himmel zu Erhaltung des gantzen
entiam gang und gar nicht wiſſen /
imm: Dren Königreich dann wann
herwindet er feine Huͤter ( melche jegt in
&e:. "i
378
in diefen Spiegel gefehen haben / wie CE
Seele fepe erfchaffen worden 7 daraus bf
Influenfen in Die unterm Dinge und tul
auch fie e$ gehabt haben / fo Fan er Fei
genug / wann fie Fönen fprechenvalfo hat Art?
OPANDORA |
ftoteles und Avicenna gemefen / und vi
anbere/ / welche wie auch ihr Boifahrei,
ben fieerfernet / der himmlifchen Kräfte,
pie Satur burd) Das Gewichg des euet
alle gu wegen bringt / wie auch den Lauf),
Sonn und Monds / vornemlich aber of.
allgemeine Bewegung, dadurch feine Mug
ter ingieref wird/ Darauf haben fie crfan
pen Girap oer Wärmey Kaͤlte / Feuchte und.
Truckene 7 und bie Würckung der Kräuf,
und aller Dinge’ dahero fie die befte Acıı
te worden feynd. Dann mwarlich fo df.
Arge nicht weiß warum ein Kraut fo 00].
alſo warum / es in Diefem Grad tvarmg ^
warum trucfen/ warum e8 feucht fep/ nich *
aus den Büchern Galleni, oder Avicennff
fondern aus dem Licht der Natur dab"
fundamentlicher Artzt ſeyn. Dieſe Ding
alle haben fie fleiſſig erwogen / und ihnn
Schrifften den Nachkoͤmmlingen Bintelf
laſſen / daß ſie die Menſchen zu hoͤhe
Sachen anreitzeten / unb lerneten DE"
Schwefel erledigen / und feine Band auf!
tbun : Die eut aber biefer Zeit halten ib"!
se Schriften für dag cnblicbe Fundament]
und fuchen nicht weiters / meynende / es fem
ftotelis;alfo hat Gallenus gefehricben. Ach !
j ^im
'—
| (poet Edelſt Gab Gottes⸗
And was fagt ihr mein lieber Herr / kan
5üd) erkennen ? Stimm: Die alten
Shilöfophi ^ haben ihre Recept aus dem
iecht und Brunnen ber Natur geſchrieben.
llicb yiii. Wie dag mein Herr? Stimm:
Merck / daß alle Ding in der Erden auß
lépen Anfängen generitt / und erzielt
Dorden/ zu Zeiten auß zwehen / denen doch
Po "dritte anhaͤnget / wer alſo die Drei
Infäng unb ihr Gewicht verſtehet / toit
jtoie Natur zuſammen feget 7 der wird
Anfehroer auß der Kochung oen. Grad des
Juers in felbigem Ding / ob t8 wol oder
Pel / ober mittelmäßig gekochet / 0b t8
gel oder wenig verfiehen Éónnen / dann alle
| 1b6cddb3 fónüen von denen / fo Die
Ken Anfäng verfteben erkannt werden:
Ilchym Und wie gehet bà84u? Stimm
Birch das Geſicht 7 ven geſchmack / unb
Jeruch / in dieſen dreyen Sinnen werden
drey Anfaͤng und der Grad der Ks
A
Mat / der Schwefel fen eine Artzneh
E Say et iftfelbft der Arkt 7 unb
Wilde ibn ausden Banden erledigen des
n gibt er zur Danckſagung fein eigenes
Blur zu einer Argney. Alchym. Herr
Ann citer die Uníverfal - Mediein bátte/
Wt lang Fönte er fid vor Dem Todt ver»
ihren? Stimm: Biß zu dem Zielfeineg
ſe Artz⸗
|a
# ,
"— a
nan denn ein Kraut obne das Kreuters
Bung begriffen. Alchym. Herr man -
Mbens/ doch muß man vorſichtiglich dies -
87»
Kunſt erfahren / die der Krafft Diefer Ar;
, flieffung und einzugeben den Im
PANDORA. —
fe Artzney nehmen dann es feyn viel mel T
eut durch biefe Artzney vor ihrem Ziel ung
Fommen. Alchym, mas fagt ihr mein Der
iſt ſie bann ein ifft ? Stimm: Halt ol!
‚nicht gehöret/ daß eine aro(fc Slamm Fer!
er eine Fleine vergehret : G6 feynd viel Phi,
lofopbi geweſen / bie auß frembder échrolb,
nep nicht fo tief nachgefinner 7 ja je Frál N
tiger und fubtiler bie Artzney geweſen IE
gefünder haben fie Diefelb gehalten ; fo God!
ein Grad viel hundert Graͤn der Metalle li
durchdringet / mie viel mehr den Menfchläh) i
chen Leib. Alchym. Her2/ wie muß ma m
fie bann brauchen? Die Stimm: Sie hg
ben fie gebrauchen follen Daß fie die natürtiW
che Wärme mit Staͤrckung ernehret ung!
nicht verzehret. Alchym. Herz / ich Fall
Diefe Argney machen. — 7 jJ
AMAT | Michael Sendivogim y
Die ander indago, oder Erfo
ſchung nemlich der Sonnen 3o Sin
fan des Lebens in uns, und si N
| zieren unferen Simmel. UF,
Aber gleichtoie der ober Demi
nicht allein für fich einflöft bie Bas,
haltung in der Weit / und Die mund
verbarlichen Einflüß/ fondern purd E
—
—
Gder f&odft Gab Gottes.
jie Tugend der Sonnen und der an
|n nel / baé fuͤnffte Weſen/ will ge
Id yn / amb vergleihten Sonnen /
oer weihe Sonnen aud dag
i ge nicht wirefen möge bag Ce fie
l |rerebr oder zerſtöhre 7 Und id)
j dir duch i unerdichter deeds
ho mit guter gewißne / daß dieſt
t Teücbtéte Sonn / unb dud) [rem
antz und vom Fkuer unzerbrüch⸗
it b die bà Cinifiopt bit Unzerbrüch⸗
tit und Wurtzel des, Pebéns iri
id ind diftat esm uͤglich it als
llib / tie auch erſchaͤffen it zu De
erting unfers Hinimels/ und zu
)rén die Fnfluerg und Einfliep
g bé? quinte ellentiz; (3)
Tenia cc lata cum terrà, | Oportet
? tonjángi füper thorümiamicitie. Sic
haare per univerläm vitám fegnabit:
"tà e(l corpus grave, inineraliufa rmairis)
| ín fe illa occulte fervet; licei arbotes
|
Al
a
fr
w
Im. Ref | quA
ern Siernen / alſo aud) biefer Him⸗
rt werden rait einer wunderbarli⸗
yn / ſchoͤnglaͤntzen / umzerbruch⸗
) obéi erleutert Bab in Wife.
nimalis niuis 712 Colam eftid,-
881
' dimittit, atin principio. confaía fimul omnl
Javi: Chaos etenim nofttum eft caafí min,
. falisterra, coagulationis fug refpectu, & ti,
"men aöt volatilis, intra quod eft ccelum ph
untern bewegen , ‚serrinigen 7 ſchwaͤnge
f Y £3 a en i6, $i UE Wi i Pol:
Quo luminaria magna cum aris circumvollh
vuntur, fuasque vires trans aera. ad inferioi
ecerechäos, ^ Ecce fan&e veritatem propi
lofophotuin in centro fao, quod centrum qi
zevera a(trale , irradians terram ad usque fil.
peificiem fuo jubare, | T
& Anonymus Philalerhll
(a2) Wann tvir bie Satur betrachteif,,
1o befinden wir / daß fie quB der Ewig
ihren Urſprung / und GOtt ber Allerhoͤch
fte dieſelbe in Das irrdiſche Geſchoͤpff ae
tzet / als ein groſſer vornehmer Kuͤnſtler od
Meiſter feine Geſellen in bie Werckſtan
darinn zuarbeiten was er inen. befihlg
Dieſelbe beſtehet nun bloß in Dem ZG:
Gottes und muß wuͤrcken wozu (ie Go
ordiniret / mit eben Der. Gewalt als DE.
Meiſter über den Geſellen / will GOtt
muß die Natur / will GOtt nicht / fo ftl
get bie Natur; Ihre Giebáütffen. toomit ll,
grbeitet iff das Obergeſtirne ſammt DIE.
Planeten / bie haben ihre. Gieifter fo mol,
als andere Geſchoͤpff wodurch fie fichb
wegen / die müfjfen auff ihren Befehl auf:
and abſteigen / durch ihre Afcendenten ung,
Defcendenten : die oben Kräffte mit DIR
. Oder Edelſt Gab GOttes.
nd alfo herfür bringen auf. der untern
Beltz mas der Schöpffer in der Erſchaf⸗
lung außgefprochen und befohlenhat/ und
Tod) táglicb / ftünblid) augenblicklich befihs
tt; Diefelben Fönnen wir mit unfern Aus
Tea nicht ſehen e8 fepe Dann mie GOttes
Julaffung/ welches doch febr wenig Men;
[ben wiederfähret. Die Natur nun or»
Tuiret jedes Gefchöpffund erhält es bare
Iinen / als e8 der Schöpffer in der Gr»
Ihöpflung befohlen; als Die Animalien
Inimalifch/ bit Vegerabilien Vegetabilifc/
Tt Mineralien Mineralifch und fo fortan;
Much folcher geftalten als es ihr vorgelegt
Tirb/tbeif8 bon dem Schöpfferfelbftstheils
Ich deffen Willen / von beffen vornehm⸗
"in Geſchoͤpff/ ven Menfchen / welchen
Det zum HErrn als einen Vice-Roy über
Pirrdiſche Welt aefebet bat / mit dieſem
"WMiorbebaít / bag deß Menfchen Willen
IGottes Willen gebunden und jener
Win biefen nichts thun / würden / befehlen
Wd vollbringen vermag. Zu dem Ende
Braucht fich die Natur ibrer Handwercks
à ge/ gleich toie Der Geſell inder Werck⸗
tt / welche von eben Der Materia gemacht
Wibie Materia fe[bft darinn gearbeitet wer⸗
Mr foll 7 die von, etlichen tbeil8 Spiritus
di, theild Spiritus Mercurii. genannt
ID / fo daift einunfichtbarespoch wuͤrck⸗
l4
l
j
|
i hes Weſen / hat feinen Siß in der Waͤr⸗
oder A fo durch die Bewegung fich ent:
T FAC NER 2 zündet
E. |
304.
jünbét und. alfo dadurch würcket 7 bad 4
nichts vom Spiritu Mundi oder Spiritu
Das ift fein Natur / ift eben fo gar Ül
turi zu unterſcheiden. Gleich tie ab n
,,BANDORA; . U
nige bérfür bringet was werden fol. Du,
fe Bewegung verurfachet die Trarur 4
tird bon Den Alten die ratur gui
j
mannt. Dahero findet man bey den alte
*,
|
curii, fondern fo (ie gefehen haben / Da
^
burd) bie Nermifchung ber Dinge eit a ]
der Ding herfür kommen / haben fit gefagi J
9m
nicht geredet’ ob ſie es gleich nicht fo gena
betrachtet / man mages nennen mit mal,
will / iſt eben eingund doch nicht eins / dan n
bu fieheit wann die Materien zuſamm—
Fommtn fo exreget die 92atut den Spiritulf
Mercurii 90er Mund# sur $5erocgung un!
bit Bewegung verurfächet die Wöärdungn
tnb durch die Wuͤrckung wird daffelbe Daß
werden foll. Laͤſſeſt du aber bie Materia di
leine fo roüritet die Natur Doch fort ul N
der Spiritus Mundi oder Mercurii [D eiget i |
lichin der Materia ſtecket / und ein Stuͤck
Materia mit iſt / gibt ſich in eine Faͤul t Bun
dann die Natur arbeitet immerfort und ^
Spiritus Mercurii ift ein Gift Derimmerfop
toill/ tnáffet es GOtt fo orbinirt / DII"
es fo feyn muß ; wann nicht die Statut!
einer fteten Bermegung twehre 7 fo tüIm^:
das Welt:Gebäude nicht beftehen Fön"
Darum ift e$ eine fubtile Philefophie, DI"
Natur und den Spititum Mundi prr Mer
Dj |
E
Oder Edelſt Gab Gottes.
ing eroige Natux / alfo muß auch eine irrdi⸗
che ſeyn / welche aufi jener urſtaͤndet und
ieſe Natur bat ihr Handwercks⸗Zeug / bas
nit fie arbeiter. S
(7. e Qebann Berhard Leurſen.
en Gewalt der Dienichen : Undich
Jg auch bey der Liebe GOttes
ann id) folches zu heiligen Evan⸗
elifchen Männern geredt / daß ich
ir dieſe quintam etlentiam mif ih⸗
tin eíanen und verftändlichen Na⸗
in offenbabren will, (b)
D C Mm Philofophorum teftimonio
| S tres funt Elixiris partes, fcilicet, ani-
ja; corpus, & fpiritus, ‚Anima nihil aliud
| quam fermentu vel forma Elixiris; Cor-
i$, eft pafta feu materia , que duz partes
;dolis metallis depromendz funt: utpote
'ma ex fole & Luna: materia ex Saturno,
ve, Venere & Marie, Tertia veró pars
)pidis cít fpiritus: qui cum fit fedes & ve-
culum animz , animam carperi infundit ,
hec duo extrema indiffolubili confcede-
ionis vínculo componit & copulat : quo
)diatore fublata, anima cum.corpore nun-
Jam foedus inire poffet. — Hic fpiritus nibil
| Kkk3 aliud
Mag in die Hand genommen
ino gefaflet werden) und GOtt der
ehren bat die gefegt unb geordnet in
88g
:
38
"nominibusnuncupatus. ^ . - Tanladal\
Stuffen der Erden / oder von de
- Gold Hottes/ Sol, Sonn dialogd
nicht einfach fonber vergleichlie—
PANDORZ -
aliud eft, quàm liquor ille formam & mater
am Lapidis attenuans, & in fpiritualem nat
ramrevocans : qui fpiritus interdum à
lofophis coelum , Mercurius folutivus , mei,
&ruum,azoth, quinta effentia & innumeris alif,
Linddas iff das wahr Gold / vo
der abren Minera / Ader ob!
Fluͤſſen zuſammen geſammlet(da
das Alchymiſch Gold / fo es au
etzenden corroſiviſchen Dingen zu
ſammen geſetzt ift / fo zerſtoͤhret ee
bic 9iatur ) unb wird von dei!
Dpilofophen genannt auram De
98, uo, bann es iſt ein Sohn ode
Kindt der Sonnen des Sinimeler
dannes wird gebohren von dem Ei
fluß der Sonnen des Himmels / 193
den Geweiden des Erdtrichs und
gibt ibm ihr ^3nflueng und Natur
foerme/ unzerbruͤchliche Subftang®
und zufammen gefegt.. Darum
iſt die quinta effentia bae fünffi.
Weſen von der Natur und 3Dártto.
. Oder Edelfi Gab Gottes.
tbi t6 Himmels / und unfer Sonn bes
$ himmiel bezieret / und diefe zwey zu⸗
fanimen gethan einflieſſend in uns.
Ich fagdirin der Warheit bie Ge⸗
f tatit / Stand unb Weſen des Hims
! neisder Himmlen / undder Himm⸗
: hen Sonnen: das iſt / tutiglid
lin der fterblihen oder tödtlichen
P Natur / zu Erhaltung des Lebens/
i, ind zu Erfegung und Widerbrins
Ir
iU Iber[fug und Vollkommenheit der
prison Geſundheit. Ce)
T
ric Reich wieunfer Azothaller Metals
D ien Samen ift/ vnb von der Nies
Jur in gleiche Elementiſche Temperatur
Dar Ib concordang ber fieben Planeten gefes
Pet worden: Alſo ift auch nur allein Date
m ^t Velt / die allerſtaͤrckeſte Starcke zuſuchen /
nd zu finden, Denn in Der gangen Natur
ER nicht mehr dennein Ding, Daraus unfes
| Kunſt gehet / das ift ein Stein und
Hua kein Stein’ und wird Gfeichnäß mets
E genennet / erfklich weil deſſen Mi-
a im Anfang aug der Erden in Warhent
OH» STE 4 ein
eret fit/ wie die Sonn GOttes den
ungder verlohrnen/ und zuerneu⸗
ing der jugendt / und wird geben -
n/ und fonft in Feinem andern Dinge der
$37.
qu
Li
f Stein ift unb tin hart tucken
» à nibh miro; Zum andern weil er nal,
"tm flincfender Sulphor hinweg muß) uuo
— in ſeine Theile ( fo bic Nat
:feiber zuſammen geſetzt) in ein Weſen gi
Wachs fluͤſſigen Stein / der Natur nac
lieblich digeriret werden muß, Weiſt up
nun was Du ſuchſt / fo fenft bu quc) DI
‚en unfen Stein denn was du zeug
totítz deſſen Saamen muft bu haben: rich"
"£t aber dein Gemuͤth ganklich auff das ci
umgeben iff.
* ^ ma ad Yd -d x Qa" "^ N
COUPANDORA,- —
jum, fg wie ein Stein gerftofjen up
erlörung feiner Form .( bic queor d
bracht unb zu einemim euer heſtaͤndig
fie metalliſche Weſen / fo bie Thatur in eif
Metallifche Sorm bracht. aberuarciff url,
unvollkommen gelaffenz darina wirſt
unfer Saltz / Mercurium und Sulphur gai
zart und sein finden / wieguch das ſaltzig
de Mercurial Waller / fo mit Der Foot"
Michael Sendivoginsl
Die dritte indago oder Ergruͤ
dung / nemlicb unferer Sternen /3
ber Zierung unfers Himmels / zu bel"
Fender Infinengunfere Aimm Is uni
Sonnen! zu einflieffen oen erſten
. Anfang des Kebens —
Ut uns.
Attz begguget Salomon Eccle:
Se
Over feeit Gab Gottes.
iam erf Capitel: Alle Ding
jn l p ſchwer / und der Menſch mag
e nit außlegen / noch außſpre⸗
hen mif ber Ned. Unter allen
j^ Dingen die GOtt erichaffen bat
is te 23 under in dieſer Welt hoͤchlich
juerftaunen / und mit Wunderun
uyermunderen find / daß etlich
i B incoiícbe (pecies bít & tafft baberi
am fich zu ziehen die UÜberfluͤſſigen
Aeuctigfeiten von einem Dre dee
Slieveren /-. und nicht von einem
intern unb daß durch die Teram
am gezogen werden die Feuch⸗
Wateiten vom Haupf / vom »alf/
Ai ‚on der Bruft/ und nicht von dem
Mabel / noch anderen Geweiden
[inb heilen. (a)
1o Tegäs hoceft facer. Siquidem Graci Ve-
tes omnia vocarunt digi, quz fuerunt hor»
1 "nda & magna. 7r«gor amarus acer, Deinde
4 i nomen r medicamenti etiam Larinis Hie-
1 on riti, cujus variz proftant apud Aw ho-
1 s& in difpenfatoriis Formulz, Famolio»
funt Hiera Picra, quz & Galeni, necnon
n
N
# Antiochi , Hiera Logadii , Hiera Ruffi,
des à Archigenis , ; T hemifonis , Antipatri ,
Ex Ca Bruno,
SEE s und
eig
Indromachi, Hiera diacolo cynthidos (qug -
Alc
890
4
Nm
OPANDORMA.-.]I
um wie aber dag aefihehe ot J
zugange it (o ſchwer / aud) DW
bodfta Philoſophen / als Toha
nes eben Mefue / der auch ° ofa
nes Damafcenus heilt / in ſeinen
Dud von den einfachten £irgng
en / bey bem Anfang fügt. (b) FE
Melon: Mefues , damalcenus, Fil
Hamach, Filii Abdela, Regis dama
Clatuit A. c, 1163. vixit fub Ponuf, Adria
circa MA 1158, Regiaftirpeortus, |
Mereklinus, |
Daß kein andere Lirfad) zu
chen iſt dann daß fie es vor
Himmel haben / und teíe aber / od
von welchem Theil und rt og
Himmels / baetonnen fie nidf cui
ſcheiden / noch bezeichnen /und ift Gb,
50d dieſer Johannes Meſue fo ch,
treffenlicher Mann geweſen / Dd
ihn die Artzet ihren Evangeliſt,
nennen und aufrüffen/ und bic J
in Der Warheit verſtehen durch DUI.
undegreiflich Richt Gottes die U
fac ber Weltlihen Dingen / ſo
CAS Artzet nicht "ur m.
|, Oder Edelſt ab Gottes.
i erden von ihren Nachfolgern ei
| €boren / Fantaſien geach⸗
llc) Q Ed ut ad ccelum redeamus , iftud. in-
y. corruptibilem mundi partem ac alte-
im, fupersoremque antiqui Sapientes mun*
um appellarunt , & ab inferiori totius alte-
ll
iJ
cet, à Deo fegregatum affirmarunt, Hanc
| am univerfalem effentiam quintam & na-
“iralem formam aptiffime vocarunt : inferio-
im veró mundum , naturz materiam etiam
aiverfalem , fortnarum ejus omnium (ufce-
üvam, Antequam à fuo toto ( quod Cha-
Enominatur ) fejundz partes. ambz fo-
ntquas diximus, confufe continebat alteram
jiraque fic, ut poftea vinculum unionis pri-
la, & amoris in fe retineret , ad alteram
[dies connedi cupiens alterutra. Qui qui-
]tm affe&us atque defiderium , omnis gene-
ionis cauſa ef ,& vere natura dicitur. Hzc
fat Phyfices noſtræ principia, quz meis la-
Wisprzcedentibus libellis tra&ata funt, Nunc
16, qua artificii noftri fupernaturalis prin-
Hüdamentis, qui tam acriter & perperam in
Im invehuntur, . Quia hoc proprie nihil
Hude, quam ars ex naturalibus conftans
Wincipiis , & naturam excellensartificio, ubi
[tino quodam arcano, neceffarium e& *
UE 95530304 : | em
Ze
BE
*
Il parte , inferiore mundo corruptibili vide-
‚Hiafınt, videamus , ne carere fuis dicant. -
‚891
392
":adare manibus non poffumus omne , (nf
"cogimur ad naturz Amilitudinem & imirat
PANDORA .
dem uti principiis, quibus ipfa , qnod alia ls
bricare nequeamus, ' At ubifuam termi®,
vit Phyficam , nas metaphyficam inchoamfi
—— ea quz terminata pet fectaque
turaliter nobis reliquit , & præparavit,
ea ſupernaturali quodam artificio plus quii
perficimus. Etquia czlum nawrz magn.
fttís necorganis elementa cunda concluddi
nein , ex naturalibus venari , magifte
noftro feparationis , noftrum celum. ab j
puris elementis noftris, ut Chaos noftrum|
bricemus: à quo aobis inchoandum eft of
hoc admirabile , quod naturz | magifteril
excellere debeat, Jam ni fallor, intelli
cur dicamus metaphyficam noftram , oj
omne fuperare naturz, Nam feparatio ci
li ab elements, aut prima divifio Chaos , iR"
turale non foirartiicium , fed mere divimu®
ln eo tamen imitari naturam vere dicimg"
quod per modam corruptionis atquc geneifl
rionis operemur in hac arte, & eisdem pri
cipiis utamur y.quibus & ipfa, — Latius; dili
mus, in quovis elementato corpore natural
coslum & elementa pro patte contineri: alijff 4
generari non poflunt, Ergo dum hzc fepf
ramus, formam & materiam fimiles. habe
poffumus illis, de quibus ante fui divifionel
Chaos extitit. Cur igitur in nos | perpera
iatratadhuc Cesberus 2 acfi ferent impoffit
lia,quz per hanc docenturartem, — Si cq
| Ober Edelſt Gab Gottes:
jm fuperius, & inferiora eleménta per natu⸗
m ‚var generant Omnia, cur ex ejusdem
li partibus, & eorundem elementorum ;
fotuin natura mediä , per nes una cum ip:
1 s inclufa hoftris orgänis, fopernaturali ma-
lifterio primi Chaos divifioni fimili , par
ur s mundus Non generabitur? fi Deus tatneh
gan quam annuerit, quo fine petficitür nihil;
i h re&te fit inchoatum. — Hc eft unica via;
petvenire licet ad medicinam vbi:
: i Maler & tnetsphyficam ; indifierenter:
Ines morbos curantem ; de qua deipe-
hr modertii Phy(ici; Nönne vident uni:
rfalibus includi patichlarià quevis; Cum
Jitur medicina alis ex incorruptibili cxlo , &
ietitís incOrruptibilibus, aut ad ihcorru -
Tibilitátem tedu&is fabrefa&ta (it ; & ad uni:
' Te mundinedum fiinilitudinem , fed tefur -
ionis etiäm, cür hon valebit] contta cor:
| xtiones omnes microcoſmi fe refekentis ad
]« dicinam hanc ? Si tefürrc&ionis myfteri-
T intelligerent ifti Zoili , fortaffis non dif.
Mirent à véritate metaphyſica. Verum
jod corum qui refurre&ionefn ignorarunt
atgakunt , fedtantur ferhnia, liujus etiam
áni capaces exiltere rhinime valent, nec 66
nifünt: Quid ádnas, quanto magis ve-
i cef feré conabuntur ; nudius incitare
ác ingenii rüditatem , vel fug meritis
Icoritatem & c&citatem detegent,
| |
Incerins.
(«)9f
T
2
394
Irrthum. Diefer himmliſchen Kräfft
Krafft und Tugend / in die untern Corp!
ratínfüffe. Dana manna ihme einer wo
te einbilden / folche infuentien geſchehg
vergebfichen ober unnüglich und wuͤrdſ
nur über folche Derter ausgebreitet / bate
nicht wuͤrcken koͤnnen wäre es ein grob‘
Einfluß / der ift flätig und immerwaͤl
rend / meilen die Bewegung/ durch welch
er herabſteigt / kreißrund iſt als welch
von (id) ſelbſten anfaͤngt / und in ſich ibd
kehrt. Und dieſes iſt die Urſach warufft
bie Ding / in welche ſolche Einfluͤſſung ik
ſchicht und bie darauß kommen / einerlg
Natur unb Art ſeynd / als welche unaug
hoͤrlich die Krafft und Vermehrung ſolch
Tugenden an ſich nehmen / welche niema
abnehmen: Und weilen dieſe indueng fi
nicht uͤber die Himmel erſtrecket / dafell
ſten wie ich geſagt habe / nichts iſt / fo folgli
nothwendig / daſſelbige in ein unters und.
leiblich Ding gefchehen muͤſſe in das
wuͤrcken Fönne / dann nichts leidet als Dx
was ein Corpus hat : toaé ift aber für &
ander natürliches Corpus inder Welt / a
bie Erd ? Iſt nicht Diefeein Corpus corpi "
rum, und welche allein für fich felbften bua
(icben Fan / als die alle qualitates , welch
ij
t
Oder Edelſt Gab GOttes.
tinam Corpore ſeyn fellen/ befißer / bie
ingt/ pie Breite / die Tiefe unddie Dicke?
t8 nicht Dad Subjedtum, oder der Tas
| 14 vorgeſtrecktes Ziel / in welchem fie
Inmetdar totircket / Damit fie teiblich und
be dig mache. Wo koͤnte fi befer ihre
L
iur
! s
ffelbige untere Corpus, welches die himm⸗
i ye Emfluͤſſe auſſummt / deren Queen
und Kr Affen jeynd/ durchdringen / er⸗
inmen/. reinigen + abfcheiden / lebendig
Machen vergroͤſſern / erhalten / und wider
echt bringen. Es iſt anjetzo Feines dit-
airen8 vonnoͤthen ob die Geſtirn und
Yimmel/ mit iffem corpore in DAS corpus
| i ONERE D die Erfahrung/
Melche machet / daß man e8 aud) mit dem
i ferlichen Sinnen begreiffen Fans hebt
diefen Zweiffel auff.
; Nupfemen, x
^
EN
fi
1.
moungen ein Wahrheit auf zule⸗
nh giſt ober gebort/ fo will ih er⸗
E den die Natur ber nothwendi⸗
An Sternen/ zu der Zierung uns
5 Himmels/ daß gemehret wer⸗
foc Fluß ber jegt geiuchten quin-
ellenue und ihrer Sonnen / oben
erfote
Bnd sslbringen / alsın dem Corpore —
Wer Erden ? So iff num die Erde allein
i.
| Xber leitemal der falſchen Ver⸗
DE
BE .sBANDORA m
— Kfórfdbet/ als vielgemehret wirddR
Einfluß des Himmeisundder Sof:
. nen durch den Einfluß der aate.
| Sternen. Cd) | E
(4) LE reſtat dicere quomado plane
* b faciant impreffidnes fuas ir tito Tag |]
de benedicto. — Dicit autor prælentis opem
tod fant quidam planet& qui groſſant & fi
Pimunt, & quídam qui groſſant & exp
"mufit, quidàm quifabüiliant, & imprimu
-quidam vero qui & lubtiliànt & exprim
quidam tigidát & girat, quidam Re Gre & gig
Satutnüs e& in Ordine Primus ; & iple gre
far & imprimit ; & hoc ek quàndo Ipec
neceſſariæ fünt primitus tritt & àd invici
mixt®; Jupiter e(t fecuridus, & ipfe Erof
- & exprimit; & hoc eft quando fpecies Ad
vicem ampleßuntür ; & lachıymz prime
Rillant, qu£ dicuntur aqua flegrnaticá, q
exit Aute fpéciettim folutionem iti cücirBili "t
. Mars ett tertius; & ipfe fubtiliat & impio
mit, & eft quàndo fpecies folvunut, '& ag:
dettillant, Sol et quartus, & ipfe fubriliat
exprimit, & lioceft quando eft áqua pré parall
& quando folvuntur ifi ipfa Ipecies nofttæ ng
nerales, Venus eft quinta, & ipfá rigida
pitat, & hoc ef quado aqua fepáratut Mi
Gledr manet cum Ipeciebus, & infpiflätin
totum, Mercurius eft. lextus, & ipfe Re.
& dirigit, & hoc ef quando totum de new
VP pe
--— —
M— c
ra — —
NI
.-———
— N»
“Fr
Oder Edelſt Gab Gottes.
4 folvitur & augmencatur. Luna cft ultima , à
& fle&it & girar, & hoe eft quando fit pro-
' habent fuas imprefkones in hoc opere jam
Magiſter Ortholanus,
Und wiß daß alle Sternen des
Bimmels haben ihre influeng / und
Jin jeder Stern hat fein eigne Natur /
and ein jedes Geſtirn bat ſein beſon⸗
ere influentz und Einflieſſung auß
Is Beheiß und Drdnung GDfteg/
Tiber ein gefegt unb gewiß Ding / als
Jer Stern Poli tiber den Adamant/
and uberdas Enfen/ Luna über die
u Baer des Meers. (c)
PE: ut ad penfum revertar, Pyıhago:
ras l'etrz flores collucentes Stellarum
culos vocabat, & fidera cceli flores, Et ſi-
1 it in tetra flores ftellarum colores : íta fin
era in ccelo terre pratum , inquit Porta, o-
1 endunt, imó quodlibet fidus in- calo cum
#0 flore in terra fympathiam babet , ftella-
mque influxus veluti per pyramidem fuíci*
fe dicunt, quz in colo bafim, in terra,
fü T
* 6 em conum habent, atque in hoc conſen⸗
cum ſideribus demotrare, Ut non fit
ull in terris aui non fic ſtella in irmamen-
VA
"BAG
je&io, & totum eft perfe&um , & fic planetz |
£ tl ^00 19,
897
|
398
pote caleftiä aere médiante deotfüm ver
bie Himmel über die Menſchliche
iab N DO RN,
tó;quz influat in eam, jubeatque eandem
&refcere, & ut indicet unumquodque Aftrurm))
infuper haberc angelum prafidem in caelo; &
Íemen in terrà ut cerrenum fidus; |
Hinc neceffe fuit, ut aere mediänte, qui pei
totum univerfum expanditur , cceleftia terre‘
Aribusjungerentur, utomnis rerum inferio
rum fubftantia atque virtus, inde dimanando
modo perenni difribueretür eisdem , ac ve
luti ccelüm terrz maritaretur; päranymphun
hàbens Mercariuin five fpiritum pizfatum
aereum ; atque hoc pato ccelum änimz vi
cem , aer fpiritus, terra autem corporis mu:
nia fubiret, Quaproptet ftatuit Anaxago
ras, aerem omnium rerum feminä in fe conti
nere , quibus cum imbié, lioc et acre den
fato ; demiffis cuncta progigni affeveravict
Quomodo fit üt omnia vitam influentia utl
gant; cuncta aütem vitàm ſortita inſtinctu vill
ciffim ac defiderio quódari fuperiorüm ad ilf
la ipf furfum enitantur ; utpote uüde ort
Vires a(fatim inde aflument, adolefcant afin
perfidantur ab eisdem, — — — ed
Guilielmus AMenüeui icu
Sol aber das Gold/ Luna übel:
805 Spiber und Bilder Menfchen
Coͤrper / das Bild des Himmeli
ſchen Widers / über Die irrdiſchen
Wider. Und wie ein Wagner mit
dem Nauchhobel in ber Hand die
"
d i
I
er ſolchen Einfluß der Sternen geben
„bat / bag fie inn die untern Dina
inflichen / als wenn er aud) will
und nicht weiter, (£)
ub. | |
20 N Am quamvis Spiritus Uaiverfalis , qui
uic 4. Nthefaurus natura e(t, in oimnibus re-
abus fublunaribus refideat , tanquami vitz, con«
ilretionis & vegetationis principium, nihilo-
ılhinus in quibesdam fübje&is ad ipfum reci-
iendum magis difpofitis, magis abundat, Ex»
implo eft aurum inter metalla , illad enim
mnibus aliis metallis plus continet, quia Spi«
Mtus ite univerfalis in hujus rari metalli cor«
Mus, mediantibus radiis & infuentiis folari-
fus e(t infertus : Sol enim ei fpiritus bunc
Matticularius & «cum majori affectione quam
impathiz naturalis inclinatione e:gaillud fer-
Bt. Inter vegetabilia, — vitis plus de hoc
Liritu Univerfali participat ; quàm alit:d ul«
Em. Inter animalia veró homo plurimum
B hoc Spiritu accepit, Et ficuti aurum ia
Bt metalla eft cor objedtum «moris influen-
Di | 2£tl 2 tiarum
||
|. Bode SEdelſt Gab Gottes.
troͤg macht / dieſelben nicht minder.
waußmachet / bana [o ers ohn den:
Rauchhobel machte. Alſo regiert
auch GOtt die Welt nicht minder / ſo
Beteris metallis communicat, quia majori _
355
900
& aptum. Mars qualitates fuas ferro impr
FAINDUORKA,
tiarum pulchercimi iftius altri; ita quoquc ho:
preciofum minerale, potentifimum , adzqua
tum, & conveniens e(tad cor hominis forti
ficandum, & plurimos morbos illud quotidi
infeftantes, per infallibilem proportionem à
analogiam fugandum, :
Luna eandem in argentum habet facult
tem & operationem, quaillud ad cerebri hui
mani infirmitates fanandum reddit idoneun,
1
J
mit, ad effe&us à veſicula fellis procedente"
corrigendos: Mercurius argento vivodomil
natur illudque pro hepatis bono fpecificumg|
reddit: Jupiter influentias fuas ftanno definaff;
eique excellentem virtutem pulmonibus má
xime proficuam communicat , Venus cup
dominatur , illudque potentiffimum redd],
ad renum fanationem, Tandem Saturni
plumbo prafidet pro Splenis confervation
contra morbos ipfam affligentes. Qui
omnia fiunt per fympathiam feu correfponfi
dentiam, quam corpora coeleftia qua fpirit
Univerfalis funt in&rumenta, cum feptem mq.
tallis & feptem partibus corporis humani hi
bent. Henricns de Rochi
Und behalt in deinem Sere
das zwiſchen den Sternen und By
dern des Hinimels auß einen X bed
und zwiſchen den irrdifchen DU
gen / uber Die fie fonderlich m 3
| dfe
«X
- Oder Edelſt Bab Gottes, —
fen / ein folhe Verflaͤchtung unb
Derfnüpffung der Liebeift/ als Ari
ftoteleg fpricht/ Daß der Himmeleh
zerbrech / eb ofcnatur in diefen uns
dern Dingen ein Bruch des (abren
bar / derbalben will ich dir offen⸗
baren Dielen Einfluß / und das
Band diefer Kiebe / zmwifchen den
Himmeliſchen Eorpern/ und die be⸗
Friffenen Ding ín oder auff dem
Erpfrih. = Betracht und fohau
wie die Schiffleut auff dem Meer
lein Nadel anbefften mit bem Stein
Adamant / unddamitfie Fehrenge
Jaen dem Sternen Doli. Woher
ibat die Nadel daß fie fich allweg
kein ander Drt fehrt noch wendet ?
IKommt obn Zweiffel daher / daß
als wol das Eyſen alsder Ada
Mant / auf geheiß und Ordnung
GOttes durd; den Einfluß dieſes
© eir.
mb ohne Mangel gegen viefem -
Sternen febrt / und fid (ont an
9er |
902
. groflus (it , nihilomiaus furfum femper tend;
- dit, quafi à fubftantia corr
\ PANDORA,
Sternens/ darum fo fert fie ſich
gegen demſelben allweg allererſt / ale
gegen feiner gleichen. (g)
(De illa Dez Pallas & VellaDe ignd
Äuperiore & inferiore quarum fupr:
fada et mentio , utraque virgo & caíta
qualis etiam eít ignis, duos mundi ſenſibili,
ignes nobis reprzfentant : Pallas videlicet cz
leitem, fupertorem, & Vefta Elementare li
inferiorem : Hic licet illo magis materialis 8
ili cut alligat.
tus eit feexcricare conaretur, ut inftar animal.
, la corpore incarceratzab omniimpedimeng,
to liberatus ad originem fuam primam und«
prodiit, redeat.
Jgneus eft illis vigor & caleflis origo,
Seminibus, quantum non naxıa corpora tank
dant , ENTE
Terrenique habstant arıns, moribundaquij
membra, z
Alter ignis huic oppofitus , quifubtilior mul
to & eflentialior cít, verfus terram vergit,
quaſi uterque fibi ia mutuum occurfum ve
nite certaret ,, duarum pyramydum inftar
quarum fuperior baíin iuam in Zodiaco collo:
caffet, inquo Sol annuum curfum per dua:
decim figna peragit: Decujus Pyramidis cuff
pide acuminata, defillant in * inferiora
omnia qua ibi prockcantur & vitam habent:
d | | secuu⸗
E. zy
. Oder Edelſt Gab Gottes,
Sccundum veterum Aftrologorum ZEgyptio-
rum do&rinam, quod vidclicet nihil produ
atur in terra &inaqua , quod non ibi femi-
natum fuerit de clo , quod agricole inftar
fe habet , qui ejus culturam exercet, calorem
Huontei inftnuat, & per efficaceminflucntiam,
"totum ad perfedam & completam maturita-
Ntra deducit, Quod Ariftoteles quoque im
fuis de Ortu & interitu libris confirmat, Ignis
Nuten inferior pyramidis faz bafın terra affi-
tam habet & unam ex fex cubi faciebus prz
Me fert , cujus formam & figuram Pythago-
Itici ei attribuebant, propter ejus formam &
linvariabilem ftabilitatrem, De cufpide acu-
Tminata hujus ignis inferioris vapores fubtileg
furfum feruntur , quifoli & czteris corpori=
bus czleftibus nutrimentiloca funt, ut Phur-
[nutus cum aliis fcribit, Veſtæ, ignis inex-
Finguibilis tribuitur inquit , forté ideó quia
jotentía ignis qui eft in mundo, inde fuum
autrimentum capit , & quod per illamfol fub-
Miti. Hoc ek quod Hermes in tabula fua.
maragdina dicit, Quod eft inferius eft ficut
mod eft fuperius & € converfo, ad perpe-
randa miracula rei unius, Rabbi Jofcph
Parnitoli filius , in fuis portis juſtitiæ inquit,
fundamentum omnis ftru&urz inferioris
upra et affixum , & ejus culmen hic infrà eft
icut arbor inverfa. Home igitur arbor fpi-
fflitualis ek, in deliciarum paradifo plantata,
Zyui ek terra viventium , per radices fuorum
=apillorum, Secundum illud quod in Can-
OD la tic, 7.
905
——— Era E CE
‚904
PANDORA;-
, Bey. extat. Come capitis tui ficut purpullli
Regis juncta canalibus, ruri m
| Blafius Vigener
Riber ober fommt bod) da
Daß to oft der Dion allweg auffg
bet; allwegen und ohne geprefien o
Fluß des Meers anfaber auff"
gen / und wann er kommt zu de
Mittel des Himmels / fofabet es qi
abſteigen und mann der Did
kommt zu dem Deewdent / fabet Mi
tpiderun an auffiieigen / bip edba
der Mon fompt zu dem Winckel dir
Erden / dafelbit fabet das Dies
wider an abfteigen / bif der MI
widerum auffgebet / und nad tf.
nen puncten des Mons / fo geſch
bet allweg zwey mal des Tags 0
Fluß und Widerfluß des Dieerefu
und geichiehet doch DIE nicht warf
der Menfch fompt zu den Punch
des Himmels oben erzehlt. Gar"
um aber der Sluf und Widerflig
bem Mon nachfolget / und nichtdN,,
Sonnen, mird damit beivahr!
daß der Mon fonoertíd) einflet
uͤber das Waſſer / und Darum pol
hy
T
Oder Edelſt Gab Gottes.
Sihm nad) mit einem unfichtbaren
‚Band der Liebe / foie aud) em
Mann mit unfichtbarer Liebe na
urlihdem Weib nachfolge / oder
wachlauffs bem er hold iſt / und der
ungerig ber Speiß/derdurfligden
wrand.(h)
4h) gE4 quis emnium przcedentium nature
. mirabilium caufam reddiderit? quis
"alidarum , fontiumque no&u ferventium ,
Ihterdia autem gelidorum rationem affignave-
it? quis zfum marinorum , fluminum tam
llarie reciprocantium caufas unquam explicare
Wat aifignare potuit? nifiLunz aquarum patenti .
: dominatrici illas tribuere cogatur,qu& freta
[itoliendo attrahendoque in altum, elevari, ac
eluti ebullire faciat, eademque denuo flatis
icibus remittendo relaxandoque ad littora
[onfueta devolvi permittat, atque id prolo-
drum fitu, poßtione , atque altitudine varia
Mtiusautrardiusevenire: cæleſti enim virtute
uz regularisac certa eft) id fieri neceffe eft :
pn in vifceribus feu concavitatibus terreftri-
Bis excitato tanto fervoreid fieri confentane-
m, multo minus ZEolos ille fabulofus :
E Lotlantes Fentos, tempe[latesque fonoras ,
B dmperio premit, ac vinclis & carcere frenat,
B Verum Lunz fidus aquas fic exercet , ne
iícendo feu flagnando corrumpantur, M-
: £l, ftum
905
$96
-abíente ceflat effe&io , caufam ommes (
. Xeferri stum, non ad motum : verum urf
PANDOR A;
fum fuper terram fieri , inquit. Fgancif
Voleſius, à corporibus coglefıbus notius Bi
quam ur quispiam poffit addabitare : tanfllun
lios caufam referri in motum Solis maxirähilg
e(t & aperti(fimus Ariftotelis error, non erf
minus auttárdius movetur noGu quam int,
diu, fed minus illaminar, td,
Quare cum eum quo præſente fit , & qii
cenfeant , confat , inquit , ad lumen deb
que non leviter. hallucinatur dum hic S4
lomini, ille verà motui ejusdem accepti
debere referri mari zftum autumat. . Levis
autem Lemnius Zirizzus ,. medicus at
Philofophus egregius, diverfum à przdk
fentit libro de occultis rerum miraculis ,
de Lunz poteflate verba faciens (ic hab
Oceani quoque zftus excitare , videlicet
nam, caulamque reciprocandi illi przbel
non eft quod quis ambigat, Siquidem cd
perfpicimus filenti atqueobfcura Luna, eac
vel medio orbe diffe&ta , vel in cornua falı
ta, five augefcat five minuatur, non ullos pt
pemodum fieri aquarum concurfus, nech
ullam altitudinem attolli oceanum , quzcuß,
que £tiamlittora allait; rurſum ubi cum SE)
congreditur, aut innovari incipit, autin qi
bem circumdata confpicitur , maximos €
citari æſtus, flu&usattolli in immenfum,g
alió , quam in Lunz motum fluxum , ref
aumque Oceani referat ? ut enim —
Oder Edelſt Gab Gottes.
(trum allicit, fic fidushoc proximum, mare
& £ hit concitatque, | |
Nam cum Luna oritur, Oceanus circa
fig plagas devalvitur , nempe orientales, pat-
ll occiduas deferit quum vero ad occafum
Ifpit, inillis partibus crebefcunt flu&us, in
|keró . quz ad ortum fpeGant, detumefcunt,
qjue affluentius vel parcius pro incremento
"eCtuque lucis, quam lunares radiis exhi-
ht. Huc usque ille.
It Ceffat itaque Ariftoteles , ut fertur , ob
Mis atum przli&um , non intelle&um,
Ihnire, qui ne minimum quidem caufz effe-
ſcis (quam in nudas rerum qualitates cum-
mis retulit) vereac reipla ; citra experien-
lin adfequi potuerit, Sequamur itaque fa
Iram literarum documenta , oracula atque
fimonia Vatum „ac inprimis Moyfis atque
vidis, caterorum- Prophetarum theodi-
torum , qug cum veritate atque experien-
Woncordant, Non fané, inquit przdiGus
Minus Lemnius , quisquam ex ollis Philofo-
rum, aut Khetorum, aut po@tarum fcri-
|, tam uberem atque copiofam do&rinz
[rem, tam falutare anima, mentisque pabu-
Jeſt percepturus, quam ex uberrima at-
J| inexhaufto divinitatis fonte; illorumque
tulis , qui divíno afflatu faerint im-
QGulieluiss eI eeuncur.
E | Alf
90
4
in nt nen
— — —— — — —
908
»PANDORA, dL,
Alſo auff mein Sürnchmen |
faa id ohne Betrug/ daß die St;
nen / die ihr influeng haben UM i
das Haupt / Halß unb Bruſt
Menſchen / als da fino bic Stern
des Widers / Stiers und Zwillirh
ſonderlich einflieſſen / uͤber bie 1e ;
pigram , alfo daß fie ein jondh,r
Krafft und Tugend bat/ auf
Heiß des erſchafſenden GOttes
fich zu ziehen die Feuchtigkeiten
den Haupt / von bem Halß/ ul
vonder Bruſt ‚und niht oon iJ
untern Hliedern / und alío fag |
aud) vonden Specien oder Argı
en die die Seuchtigfeiten an ih],
hen von den Anyen/ Schinbei
unb Fuͤſſen / daß diefelben cin
auch von ben anderen gefagt : DE
halben mann ou wilt mit der qu k
1a cífentia und diefer Sonnen,
len deinblod Haupt / fo folt bu il.
Einfluß des fünfften Weſens ub
ber Sonnen mehren mit E "
: /]l
Doer Edelſt Gab Gottes.
p / die geboren find in der
ternen. Einfluß des Zeichens Wi⸗
te/ als es dann iſt in ber Lera Pi-
a, und dergleichen Die au. dem
aupt dienen / und aifo iff auch
Indem anderen zu (agen; alsdann
irft du mit unferer Sonnen und
n irrdifchen Sternen thun ein
zirckung GOttes / die da wunder⸗
rlich iſt in den Heilungen auf vem
dtrich. (1)
i A Stra in horasmutantur, nec ulli homi-
ni tam funt explorata , ut eorum vis o-
às pateat, Quia non poffunt impedire te
‚franges vitrum, quomodo pellent alias
xas? Ef & incertus calculus ; multique.
Kronomi noras in chartis olim defcriptas
Wiaantur, à toto errantes ccelo, aut in eo
W
Libavins,
(ii) Non neceflarium ef Rellarum fitum
'"Mervare, nec expectare ad opus nolirum
mponendum, Geberlib. 1, c.ır. Noac&
WMillliceffarium obfervare ortus & curfus caleiti-
dl i fignorum , aut afpe&us Planetarum, yel
(ul npora anni, aut dies, vel horas : quia hu*
"" lb lapidis noftri generatio cft omnino nata-
UR ralis,
969
E
» PANDORA
ralis, ficut aliarum rerum , quas Natura pre
ducis & ejusefteGus fimiliter, | j 1
L. Ventura.
nen gezieret wird oap ihr wunden
barliche influentz und Einflieſſun
oes Lebens und der Befundbeic un,
fers Leibs gemehret werde, und erſt
lich vonder Meiſterſchafft der Wil
ckung. Die erſt indago / oder Er⸗
for ſchung und Er⸗ |
. gründung/sc. |
Du foltnicht mepnen noch achten
daß ich ein [ug bie fuͤrhalte barunfa
daß ich bít quintam eflentiam genen
nét bab/ ein brennend Waffer/uni
geragt hab / baf feiner von den affe"
»hilofophen und Artzten Daraus.
aud,
einer
Bode Edelſt Gab GOttes.
inennie gefehen / bann einen fiir?
ano / wiewohl aug eignen Heine
jfeit feiner Kunft und. Meiſter⸗
yafft / und ich beſtaͤtige fürmabr/
Iß quinta eſſentia iſt das brennend
Baflct / und GOtt des Himmels
jbe Weißheit in, die Hertzen ver
kbangelifchen Manner / für welche
Pdiß Buch machen’ daß fie nicht
ßbringen / nos gemein machen
1 ehrwuͤrdig Ertzheimligteit des
mmels. (a)
Quà vit& etiatf aQuà ardens vocatur
quia facile flammam concipit & com-
liritur, nam neceffee& utid quoc os nutrit,
|aGioneignis patiatur , nam qoa ratione
Bis calornaturalis, qui igne debilior eft in
d agete poffet ? Per experientiam fcimus
Wi: nullum alimentum ex lapidibus , metallis,
fiia & aliis ſubſtantiis in quas ignis bullam
eractionem capere poffe.
blaſius Vignerus.
E Ads vit& certé magnum fultenta-
3ilim & folatium ef pro ventriculo, five ex
te feu alia de caufa debili , quamvis de
one & lzfione vifcerum corporis nobilio«
d fit ofpe&ia, - qua licet flammam conci-
: piat
efflichen Theologum / dereg vero -
$i
912
PANDORA;
piat non idcirco tamen urit, Cui magn
ejus virtutes indagare animus e(t, Raymunfl
Lullii, Rupecifiz Quintas effentias & cal,
Philoophorum Ul&adii & alios videre p&.,
terit, nos enim huic rei triviali hic non 1g.
morari volumus, Quintam eflentiam a ur
vocant propter conformitatem quam half,
cum natura cœleſti: Cœlum autem appellauf
quia quemadmodum coelum, ( quod e(t qui;
fi elter a&r , (ed tamen multo fubtilior qu
elementaris) fellas continet à quibus divfl..
fas imprefiones & effe&us accipit , quos
Ita quoque aqua vitz qualitatibus & virtutib
fpecificis fimplicium, qua inilla infunduntig
facilé imprzgnatur. |
fein irrdiſchen Wein / noch fein ul
geſchmackten / fonder ein Golen/lie
lihen/ mohlgefehmackten / fooltil
chenden Wein / und den beften derjäll
(b) I Nnoming fanGe Trinitatis, Accif
À Vinum album vel rubeum , clarum #1,
odoriferum ( ficuti in libro noftro de quii,
eflentia docuimus) quod liquorem Lunaltu ;
: .. appel.
- Oder Edelſt Gab GOttes.
"hppellamus , & nigrum nigriss nigro voca-
|nus, Pone in putrefa&ione in Balneo per
lies viginti, ad hoc , nt per putrefa&ionem
bartes disgregentur, & melius poffint fepa-
lari, Potea per defillationem Balnei extra-
1 las aquam ardentem lentiffimo igne , quam
e&ificabis, quousque fit omninó fine phleg*
[nate. Quod cognofeesquando comburit pe-
Tiam licii propterfui ardorem, ut nulla aqua
E Et multi arbitrantur , opus effe
tGificatione usque ad feptimam vicem: fed
‚Jico tibi ( filento igne debito agas) quod
| : vel quater fufficit, nenimia re&ificatione
iquid de. quinta eflentia evaporetur, — Hzc
[qua ardens poft redu&ionem fuam in q.e.
jz per putrefactionem , & circulationem fit,
Pcatur Argentum vivum vegerabile , vel
Mercurius vegetabilis, Et cum habueris ta-
fignum, dividasillam in duas partes, & unam
Wirtem ferva pro creando menftruo : & cum
litera parte abftrahas animam à terra, per
Bodum quem tibi dicam. |
Raimundus Lulliuse
| Lino diftilfier denfelbigen in Ca-
»nibus(inORobr in(trumenten.) (c)
)X7 Af, in quibus defillatio Gt, non fint
| Y plumbea. Hzc enim qualítate mali-
ialiquores inficiunt, eos vomitivosreddunt,
ores immutant nativos , & nonnunquam
Mmm ipfa-
95
414
- fis plumbeis deftillandis quid fentiendum fill
PANDORA, .. . qj
ipfamét à vaporibus acribus , ex re deftillan j
da exfpirantibus, corroduntur. Et fi Galle,
nus, aliique Medici fapientiores , aquam
quz per canales plumbeos fluit, improbanlf
propter malignitatem, vifceribus internis valdlil
infetam,quam inde contrahunt,de aquisin vi
patet, pr&fertim, cum non raro, quando p
aliquot dies ejusmodi Rillatitii liquores imme
t fleterunt, in fundo cerufla ex plumbe
alembico abrafa,, imprimis fi experiundi gré
tia guttam unam ant alteram fpiritus. Victrioli
infundas,reperiatur, Quodautem deplua
beis vafis di&um, pariratione & de ftanneifl
eneis, ferreisque intelligi debet: nififiat d
ftillatio in vefica znea , ubi que deftillantullin,
cito effluunt, | | J
i
| Johannes Beguinusdih vi
aquam ardentem , oder b
Waſſer macheſt. (d)
ON vis éx hoc (Sole, Luna, Mercugioj
facere Lapidem Philofophorum , fi
ita: Separa fpiritus, & quam diligentius px
tes: quia tam fubtilius hoc facere non pote)
ris, quinin ſe tetineat aliquid fubftantia ver
ti phlegmaris, — Ille fpiritus vocatur aqua Al
dens, & eft ficut pix, Eu
| | Garlandius.
E
. Oder Edelſt Gab Gottes.
Als ou immer machen fanfi/unb
pif iier / rep ober fieben / oder
hend Waffer / zu bem die beuti»
jen. Arget fommea find : bif Waſ—⸗
er iſt die Materi / von welchen die
Mani eſſentia aufgezogen wird /
bon deren unfer groͤſt Fuͤrnehmen
lit indielem Buch/ und nachdemdu
jio dein edel Waſſer haſt. (e)
lo" vierdte Wort ber Weiſen iff
das Waller / welches durch, bie
iblimation wird auffiteigen Fönnen/ nach.
em es dicke gemacht und coaguliret wor⸗
mit der Erde / und alfo haft bu bie Erz
8 ift / was Philippus in Der Turba fagt:
Btadet es weiß und biftilliet es gefcmine
] ! durch das euer / biß daß von ibm her⸗
18 gehe ein Geiſt / den ihr in. ihm finden
trbet. Und alfo baftouin Den obgedach⸗
n Saͤtzen oder Vortraͤgen bie vier Ele⸗
| ite/ nehmlich das auffgeloͤſte Waſſer /
‚der auffgeloͤßten Erben / die ſubtile Lufft
| bem calcinirtén euer ; Von dieſen bits
Maltung der Bringen an den Alcxar=
m : Wenn vu wirſt das Waſſer von
gamma pet
D =
A
mehrmalen, und diß iſt das bren⸗
I. das Wafler und bit Lufft 7 und dies
eimenten fagf auch Ariftoteles in Dem .
uch von der Megierung ober Ampts⸗
9g
916
PANDORA |
der Luffterhalten haben / unb die Lufft vom!
euer und das Feuer von der Erden / ſo wirſt
bu gantz und vollkoͤmmlich die Kunſt der
Weiſen haben / unb dieſes iſt das Ende
der erſten Compofitien, al Morienus ſaget
INscolaus Flamellus, lr
So mad) ober laf dir machen in
Glaferofen ein folches ditillatoriump
ober diftillier bereitſchafft / Pellican
genañt / das da gantz gemacht werde
von einem gantzen Stuck / mit einen
einigen Loch indem Haupt / dardurch
mandas Waſſer ein und außgieſſch
und lug dag diß geſchirr alſo wunder
barlich geformieret ſeye daß das fol
durch die Krafft des ‚Feuers auf!
fleigt und diftilliert inner dem Ge
fchire durch bie Canones wider her
um tragen werde / baf cé wider auff
ſteige / unb toiberum abfteige / oit!
unterlag/ ag und Nacht, bí dag
brennend 3Baffer in quintam effen-) i
tiam oder fuͤnfft Weſen / bae tot
fuden/ durch des Herren title
Himmliſch verkehrt werde. Unt
íft das der DVerfiandt und Wir:
dung in diefem / das beffer — Mt
nena
IA
|4
1
Oder Edelſt Gab GOttes.
nend Wafler / das gemacht mag
werden / bann mit gemeiner Wir
fung des gemeinen Volcks / oder
gemeiner 8euten / bie da noch bat
ein materialifhe Vermiſchung der
vier Elementen. Und barum ift
es durch Gottlióe Einblafung alfo
rfunden und außtrachtet / bag die
uiata eflentia, oder das fünfft We
en/ fo wir ſuchen / durch genge
ohnuntertäßliche Aufffteigungen ger
fündert werde von der zerbruchlie
chen Zerfiöhrung der vier Glemene
en. Und das geſchihet alſo / daß
allwegen eben daſſelbig ſo alſo ſub⸗
ímíert oder erhoͤhet wird / iff all
weg mehr fubtiler und glorificierter
and edler / und vonder Zerbruͤchlig⸗
tit oder Zerftörlichfeit der vier Eles
menten gefündert / dann das (o num
auff einmal aufffteigt / und das /
ib alfo offt und bif durch Gänge
Yhnunterläßliche Auffſteigung ge»
ublimieret wird / zu einer folcben
Hohe der edle fommet / daß es ein
anzerbrühlih Sufammenfegung
vird / gat nabe alsder Himmel und
Ba”, 9mm 5 von
9r?
2:
fieri in. vafis claufis , ac errarunt : videbanık
- (££). Hac verb per deftillationem peragi
PANDORxsx . #
von ber Natur des Himmels. Und
darum wird es quinta eſſentia gef‘
nennet / daß es alfo gegen unfermp
Leib ift / als der Himmel gegen bad
sangen Welt / gleich foldber weiß
als die Kunft und dag Werd magi.
nachfolgen der Natur. (£) A
in
: E uh
(gere Geberait in Turba Philofophodlu
rum: cum opusaut lapis aggregatus fae
rit, coniinuo illı fublimationem adde : addi
ignorantes non intelligebant fublimationeag
pES 7
etiam cum guttz rurfum deciderent , adhugfu:
aq'am permanere, tum exiftimabant deftiblliii
lationem nominandam, eratque perfcda dedi
ftillatio, Ideo Morienus ait in Turba; Pofl
fublimationem ei deftillationem adhibe: nei:
hoc quidemigaorentes intellexere, ud
AG | 4M. Joann laacttio)
j "n SUE
ht
Wn
hio
AQ
En
| Xs» -
C Rut
tur. Eftrautemdeflillatio partium . cujusquit
rei humidiorum in halitus feu vaporesá calo:
extenuatio, atque ín zthera fablimatio, qu
frigidis alembici fornieibus, aut recipientis
vahs lateribus occurfantes, & inibi refiden-
tesfrigoredenfantur, coeuntque in guttas;a€ (i
fillatitii fa&ireflaunt , &in humorem abeunt, m
Defillationis ge à Geébro tradita mus,
d
tila poteit videri quibusdam , cum faquit de=
j | — ſilla⸗
E^ «m a
|-— 34 WO WP ' Zu. BB M —
bp
A Oder Edelſt Gab Gottes.
Rillaiionem effe vaporum aqueorum in fuo
tillationes vulgares reſpexit quam phyſicam.
ui hzc definiuo- fufficere putabatur. Cau-
a inventionis duplex defcribitur ab eodem,
Jna quidem purihcatio à fzcibus : altera ,
nim o&endit defillata queque puriora eſſi-
fci & melius à putrefadione prafervari. Maxi-
ne autem indigebant philofophi aqua purif»
ma & mundiflima fine terra, ut ſi quando
Embibenda effet terra five medicina mundata,
quam haberent qua fzcem poft illius refolu-
itus mundati peflent infici & corrumpi, Sed
bbjiciet quifpiam me fuperius paulo docuiffe
x elementis fimplicibus nihil generari , &
Biunc me requirere aquam puram fine terra,
quod fieri vix poteft, terra enim alimentum
quz eft, ficut aquaaeris, & aer ignis, Rey
pondeo philofophos defiderare aquam pu-
‚non quidem abfque omni terra, fed que
»recipi non poffit in operatione, quemad-
1odum Cap. 1. idem dixi intelligi debere de
tra omni unduofitate vacua, quantum ad
'hfum , fed non in rei veritate, |
E Ewaldnus Vogelins.
antzen Kunft / und ift dreyerley / erftlich
Jt$ corporis crudi , zumanderen ber Philos
Tophifopen. Erden/und sum dritten in der
$ ^ —
yale clevationem. | Sed Geber non tam de-
sonfervari» à putrefa&ione ; experientia
lionem non dimitteret, 2 medicinz & fpi* .
| (f&)) Die Solution ift ber Schlüffel dee
9
Me ! ^ PANDORA,
. Multiplication. Weil aber bag jenige /
ealcioniret ift / leichter folviret werden Fat
‚als ein uncalciniited / al muß nothwend
die caleinaion und deftru&ion der Su phui
ſchen impurität uno verbrennlichenStand
des corporis porber gehen/ auch was ern
von bülffliben Waffern oder menttruß
. möchte gebiauchtiwerden / hernach toiendl
‚davon weichen / und gang nıchts frem
Des dabey bleibeny mit durchauß hoͤchſtflei
figer Verhuͤtung / daß nicht etwa durg
außwendige Hitze oder andern fhädlichf"
‚Zufall deß Steing inwendigſte vis gent
rativa & multiplicativa verbrennet / zerftör
und verjaget werde / wie dann die, Phil
fophiin Tuba höchlich Dafür warnen al
part.1. pag. 429. du ſolt dich in feiner Dei
nigung am meiſten hüten und fürfeben vl).
ber Benehmung feiner Krafft/ daß nicht eg"
wa Die virtus activa erftärcket werde / den
Fein Saamen waͤchſt / ober wird vermebreti
wenn feine vis generativa Dutch aͤuſſerlich
Waͤrme hinweg genommen wird ; Xen)
dunun das Sperma haft Fanftduhernad
Die gange Arbeit Durch lindes Kochen voll
bringen. Dann erfilid) Elauben toic auf"!
Der Magnelia Dag Sperma zufammen/ af |
geſammlete putrificirem wir / das putrcfici
ntc folviren wir / das ſolvirte thetlen toir/batboy
getheilte reinigen wir / das gereinigte vereint.
gen wir / und alſo wird das Werck erfuͤllet
Michael Sendivogims
Merd
- Oder Edelſt Gab GOttes.
Mer / die Diftillierung geſchie⸗
bet in drey Seg cine durch den Filg/
Xr Leuterung des Waſſers. (g)
: 9E Iltratio ei, qua humores aquofi per
/ uitorium aut chartam emporeticam,
n modum infundibuli convolutam , aut ma-
licam Hippocratis , laciniam, aut fimile quid-
lam , relictis in filtro aut vafe partibus craf-
[oribus , percolatur. '
Johann Beguinus, |
4 Aber die ander Diftillierung ger
bibet durch den Alembicum / und
3 een Wegverftlih/durd tvarm
[no feucht/ alfo; Setz einen Hafen
Buff ein Dfen/ der ihm gefchickt und
tfüigt (epe am Boden / thu Heu
Barum daßer fleiff und ſtaͤht fiebe/
Imnach geuß Waſſer inden Hafen/
And fe darein die Gucurbit oder
Bolben / niitber Materi die du dis
lembicuns und verlutier/ oder vers
Im die juncteren und fügen gar
Jol / diefe Diftillierung ift gar liebe
h / unb rein: dann durch diefe
a 99mm; mögen
die ift erfunden allein von wegen
illieren wilt / und feg batauff den.
ga
22
as tenulores i Vae
P ANDORA, "qq
mögen die irrdiſchen Theil nich] )
auffiteigen/ und verlutier aud) Dein
receptaculum oder empfaher [
wol / damit nichts barourd) auf
rede ch) | 1
en
(b) D E&illatio per Balneum convenit rebuliii
levioris compagis. Cavendum t "
men in herbis maximé calidis uc in Abfinl,
thio, Salvia, Roremarino & fimilibus , t ü
nimis leni calore utamur , & non tam eff wi
tíam , quam phlegma inutile. proliciamugll
Sedin La&uca, Endivia , & (imilibus tenuichſ
yis fab(tantiz , calor moderatus adhibendu Tm
& f.fficit isnt ibd Balneum KR oris, quod ne 3 do
que empyrcuma imprimit, neque partes ae I:
Johann Beni f E
qi
Dieander Diflilieunggefahieh | I
durch warm unb trocken / nemlic lo
in gefibleter Aeſchen unb fobu t i —T
ein kleberig zaͤh Ding diſtilliren / fiui;
wuftdudas Feur deſto (tarder mm 1 Jr
en. (i) m" am
(à) [ )ERillatio per Cineres vel Aren 'u
«ormpetit rebus confitentiz folidioi n
ut feminibus, Lignis, Radicibus &c. x
lohann Beguim
- Stem / esiß ein andere Siftilla:
rfunben von wegen der Außzie⸗
Ding/ welche durch ein andere Dis
tillierung nicht mag bequemlicher
ſehabt werden / und iſt diß der Weg
peer die Weiß. Laß dir machen
ein eyſern Geſchirr oder Buͤchs dar⸗
intbu cin Ding / darauß du dag
Del haben wilt / und auff baffeib
eſchirr fe ein runden Hals’ als
ann es ein ebner Deckel des Ge
jirıs wäre / unb fepe diefer Hals
ar Eleindurchlöchert/ alfo daß der
quor und Dünnigfeit_durd) bít
chlein fallen moͤge. Darnach fer
arauff einen hohen eiſern Deckel /
Gleichnuß eines Emboti / und
rlutier die Fügen fool mit luto ſa⸗
Mentiz , Leimder Weißheit/ dar:
ach fe es nach toiberfébrter Ord⸗
ing mit Zuthuunge eines mittel⸗
án igen Feuers. (k)
| pei generaliter fic di&a , qua fit
defcenfione, ef duplex, * ‚ve
4 iid a, p
Cui.
Oder Edelſt Gab GOttes.
ion durch das Abſteigen / und alſo
Jung des reinen Sels von’ einem
9
a?
"9
;-.|
921
etiam deftillatio per defcenfum dicitur , & i
ber allerbeften und ftärcfeften €
bange/ und barauff oder Darud ei
zerlaffen wilt / ſolches fepe gar ! —*
"PANDORA
Calida eft, qua partes fubtiles à groffisp
defcenfum mediante igne, feparantur ‚un
picis confe&ione adhibetur , cum ex fi
tzdarum concifarum, obít.u&is undique flf ||
raculis, igneque intra acervum fuccenío, p
defluit , ut videre eft apud Plinium lib.
cap. 16. & Mathiol, qui operationem
exadte defcribunt.
Frigida e&, qua per defcenfum , abfgg N
3gne, partium fubtilium à craffioribus hid |
paratio, -
ohann B eeuind\]|
/ N
Es ift auch ein andere Abſteigun
als da ift die Gieſſung der calcinti
ten Coͤrperen / und geſchiehet alf
làg die machen eine cbne Tafel vt in
den / zu Gleichnuͤß eines Schilts/ r m
babe ein wenig erbebte Seyten/i
orone in ein Gießofen / alfo daß) N
T
(fu das Ding oder Corpus / ſo
1 " *
yj nt
ln
e
jn
den Dingen fo fid) darzu gezi
vermiſchet / alé dann geſchrieb
iſt in den Buͤcheren der D
pben/ unb thu barauff T.
‚Oder Edelſt Gab Gottes.
tiende Kohlen / und von ftunban
af darzu / mit ftarcfem blaft ber
lagbalaen: dann fo du langfam
b ſchwachlich darzu blieſeſt / fo
tbc ſie das orpus verglefen/und
balb cé anfabet zergehen/ fo fieiat
herab / durch die £afel niber/ die
dem geordneten Geſchirr ban:
Puy |
zwar Die erfte Anmerckung über das
yte Eapiteldeserften Theils.
B ar! efte
Lo x
Welcher mid) zufügt meínem
ruber und meiner Schmwefter. (m)
AALchym. Here ift der Schwefel auch
alt? Stimm: Freund wiſſe / daß
Schwefel die Kraffe ift aller Dingen
5 ift der zwey gebobrnee/ bod) älter als
‚andern alle; auch (tárcferunb wuͤrdiger
t ein gehorfamer Knab. Alchym. Herz
: fennet manihn? Stimm: Auff mane
Hep weiß / am allerbeften aber durch
lebendige Vernunfft / ober vernuͤnffti⸗
Leben in den Thieren / durch die Farb
in den
ru. Mineralegia fupr. Citat, unb -
D
"
9:6
- . bieteife Männer gelebet / weiche mit f
Haben. Alchym. wer marem. bann Die
PANDORA. :['
in ben Metallens durch dem Geruch / ít m
den begetabilitm / ohn ihm: totird'et ſein/
Mutter nichts. Alchym. Iſt er ein eig"
ger Erb/ oder hat er noch Brüder ? Dir
timm : Sreunb / feine Mutter hat nu";
noch einen folchen Sohn’ feine anbe^"
Bruͤder ſeynd unter böfe Geſeliſchafft aeraf?
then: Eine Schwefter hat er/ Die er feb"
liebet und wird auch von ihr geliebetd*"
dann fie ift ihm toie feine Mutter. 21(dpmp^!
Herr / ifter allenthalben einerley? Stimm!"
Was feine Natur belangt / ift ev eimerlegpo
aber in Der Gefängnäß verändert er fight
Dochift fein Hertz allwegen rein/ feine lei],
der aber feb beflectet, Alchym. Herr ifti
auch jemahlen ledig gemeft: Stimm: jp.
freylich / fonderlich gu denen Zeiten / - n
M
ner Mutter groffe Sreundfchafft gebe j 3
Stimm : £bnjablbar viel / e$ mar fit
Hermes / mit feiner Mutter gang tini
(ti
war / nach ibm viel König und Fuͤrſten
nicht weniger viel andere Männer / als
unſern Zeiten Ariftoteles, Avicenna , Par |
)
DAI
4
‚AR
celíus &c. welche ihn erlediget habe
| 0 di
Dann diefe habe feine Band Fönnen auff:
dec EU Tid
Michael Sendivog à | |
| 9— jm
* dan
1.
Ly
>. Sulphur volatile,
1. Der Geyer:
| ‚Die Sek obtr
i Spiritus.
5. Der Drachen⸗
Schwantz.
Der Himmel.
Ihr Schweiß.
‚Acetüacerrimum.
Z Sad
‚Die ſchwartzen
4 Nebel.
Oder Edelſt Gab Gottes.
p füdtige. 1. Das Fire.
2. Sulphur.
- 3$ Das unterfte,
.Die Erde c
5 DerMant |
6.Der König.
». Gabricus,
8.Der rothe Knecht
9.Der Brüder.
-.. 4o, Sulphur fixum,
11. Die Kröte.
12. Das Tode. -
15, Nigrum
Nigrius
nigro,
14. Das warme /
trockne.
‚1. Der Coͤrper.
16. Der Drach.
17. ye Erde,
18. 3e Aſche.
19.4208 Ertz oder
Schweffel.
20. Der ſchwartze
Rauch.
2i ihre Eorper daran
fie aufgangen find.
Michael Sendsvogins,
mmm) Wir fagen aber / daß dieſe
d n nichts anders ſeye bann ptr Ele⸗
men⸗
‚97
I Au en Tr
C a meo Ma
$28
btt Turba ; Die Männer zeugen nichlin u
PANDORa, |
menten Kraͤfft gleichlich vermifcht / oet"
Waͤrme / Trückne/ Kälte und Feuchte
Eine natürliche Gleichheit: eine Verm
fhung des Manns und Weibes / ben ebeil
das Weih gebohren hat: Dasift eine Zup!
fammenfägung des Feuers und Wurtze
Saffts der Metallen. In Betrachtung!
daß oer Weiſen Mercurius in ſich bat feine! (i
eigenen Schweffel / gut nachdem er venil
oder viel von der Natur gereiniget und geil
kocht iſt / kanſt du alles aug Demfelben oem
richten. Wann bu aber Fanft dem Gewich
der Natur dein Gericht zu tbun/ den Merl!
curium Doppelt / und den Schwefel dreplPy
fach machen / wird es che zu einem gute?
Endfommen / darnach zu befferem / unir
zu Dem allerbeften : Wiewohl nur eiu
Schwefel fichtbar ift / und ziveen Mercmliiii
rii, pod) einer Wurtzel / nicht robe ^ ode
zu viel gekocht / jedoch gereiniget und aufm
geſchloſſen. ety
—— Michael Sendivog ii id
(mmmm) Deßwegen fagt Ariteusilllnh
Kinder mit einander / fo empfangen Dil
Weiber auch nicht alleine dann bic Ki 1
der Zeugung gefchicht durch Mann mi)
Weib / eben dieſes gefchicht auch in Zu!
In
fammen gefekten Dingen Denn bie Natu 9l
erfreuet fich/ wann die Männer Die e I
ber nehmen und umfaben fo gedichte ly
wann
poo in nárrifrber ee einis
t Iraturen mitanbern frembden und un
leichen Naturen zufammen feßen tvolte.
en Kindern fehr geliebten Sohn Gabri-
jum (id) vereinigen und zufammen fügen
ait feiner Schweſter Beya, welche eine Fals
biebliche und zarte Tochter iſt. Gabi:
us ift der Mann und Beya ift dag Weib / |
5
t unb verbeffert/ weil er von ihr herkom⸗
im/ und ob (don Gabricius wärmer ift
$ Beya, jedoch gefchicht Feine Gebaͤhrung
ne der Beya; Wenn nun Gabricius
it ber Beyafich jufammen [eaet/ ift er als⸗
ib und unverzüglich tödt: Denn die Beya
igt auffden Gabricium, und hält ibn feft
ib verfchleuft ihn in ihren Leib, alfo daß
an das geringfte nicht mehr von ihm ft.
ü fan/ Durch fo groffe und hefftige Liebe
| fit den gemeldten Gabricium umfane
q/ daß fie ihn gang und gar empfangen
d in ibre Natur verwandelt hat / und hat
| ín unterfchiedliche Stücke gertheilee
ID ettenuet. Nicolaus Flamelins,
Bird fid freuen in Ewig⸗
cSulphur Mercurius
| Arfenicus — (St | }
| MArgencum vivüJ £gnta.(0) (o).
ja + Naun (2) Quat-
aß deromegen deinen von Dir und allen deis
elches den gedachten Gabricium corrigi-.
‚PANDORA,.
64 C) | Uarto, quia quamvis philoloplu vi iU T
deantur ipfum afferere. materiam la. »
pidis, tamen loquuntur de ipfo fub metaphó
ra: quod oftendunt alia verba eorundem jJ 5
philofophorum , quz de arfenico vulgi veri ^ |
ficari non poffunt. Loquuntur enim philo
jophi de aliare, quz fe haber in fua compa.
ratione & proprietatibus ad modum arfenich, I:
Et hoc vocatur arfenicum , quandoque ctiam |
auripigmentum: Quia ficut arfenicum prim ]'
e(t citrinum , poftea manifeftatur occultur ni ^
uod eft argentum vivum occultum cum fud"
Mloture occulto : fic etiam illa res, de qualV
lapis philofophorum fit, primain operation il dti
citrinatur & nigrefcit, poftea albefcit, in quap/
albedine eft occulta rubedo: de qua te fup: liu
rius clarius dictum eft, 4.
^
7
f
Laurentius Venim ,
— (nn) Quidam verd eorum nomina val
ant, uthoc, — Et tribus terris. Quarum pr ai m
et margaritarum , fecunda terra foliaru 16H
tertiaterraeft terra auri, Ideo nominaverul i
fiafflier Animam & fpiritum, ex hac ; pet oie lini
tione egredientes Arfenicum citrinum, 1 fl
arfenicum rubeum, Per rubeum volunt anti
rbamtingentem, Similiter vocant hanc and ML
mam tingentem fulphur rubeum, fpiritu m| ! gri
arlenicum citrinum : quia fpiritus dealbatat gi Mi
màs, & dominatur colore fao, Et nom DU
mant animam zs, & ipfa eft fumus gr sl,
& idco nominaverunt it fpiritum. | lermick , " I"
d a
—
|
l
—
Oder Edelſt Gab Gottes.
irgentum, quia dealbat zs eorum, Et quia
lominatur fpiritus colore fuo haic Animz,
, dealbat eam , ficut argentum | dealbat «s
| Senior. Zadith; Filius Hamwelis,
2) von der groffen. Bebeimnüß Re-
is, wie Damit Die wahre Solution zu
machen / unddas Univerfal — —
? zu erlangen. —.—
| IB. Den blauen unb grünen Himmelfar-
"n Stein / derin feiner Erden waͤchſt /
dichts genannt /toelchen bie Weiſen ger
m. Wann fich nun diefe Brunnquell
jnet/ fo gebet fein Geiſt berfür / und feis
Seel / daraus muft du nun ſolche geiſt⸗
be Alta offenbabren/ Damit diefer Stein
en intwendigen Gafft ungetrungen nas
rlich von fich berffir gibt / fo werdet.ihr
Anen himmliſchen Balſam unb ſchoͤnen
Agefaͤrbten Gang fröluch anſchauen / ſei⸗
in grünen und himmelblauen Safft
nk geiftlich / rein / pur / in feinem. eige-
43 v molgezieret / von allen irrdifchen
Beibus rein gefcheiden finden. Das wird
\ pe in Vl. £u In dieſer Zeit wird
nna feine
EEE —
92^ -
PANDORA,
feine Klarheiterlangt: So haft du funden
das Perlein / das du geſuchet unb vong
GOtt erlanget / was du begehret baft ut
bicfem einigen Dingallein. Du wirſt dich
bod) haben zu freuen/ tvann du das Waſ
fer und himmelblau gläferne Meer anſich⸗
tig wirſt / fein Seel/geib und Seift bekom⸗
meft/ der verborgen gemwefen. Den hat
das himmlifche Centrum wunderbahren
Krafft neu gebobren / hoch clarificirt badyi
obere Firmament und das Geſtirn ift feindh,
Farb und feiner Krafft/ von dem allerhoͤch
(ten hat diefer fein groffe Krafft und Wuͤ
digfeit enipfangen. Non folcher prepara,
tion , wie feine Solution zu machen / find),
bet man feinen Droceß Elar befchrieben
dann diefe Aufflöfung gefchicht per feyis
Durch fein ſelbſt eigene SSemegung / ohnalh ;
(c Handarbeit / auch ohn alle Diſtillation
ohn alle Noth / obnallen Gewalt dep tllo,
ers / fo gibt Diefer Dunft Urſach / daß ſich
öffnen feine Band und treibt berfür Dem),
Saft folcher Tebendigen Brunnenquelli,
darinnen Seel, Leib Gift verborgen fagi,
das wird der Natur offenbar und vertratis
et/ dannalfo erfordert folches der Göttlia),
che Will allein / Daß feine Magnalia bekann
werden denen / welche in GOtt ihre ſtarck
Hoffnung haben / daß fie folche hohe Er! |
kandnuͤß wuͤrckende Krafft erforfchen món,
gen. Dann mann fein Spiritualiſch ei),
verborgener Dunft auß feiner Erden reir
gefchie ^
Oder Edelſt Gab GO ttes.
geſchieden per fe berfür gebt/unb auffſteigt /
hebt er fih gen Dimmel/ und offenbabrt
ifo dadurch feinen empfangenen feurigem
Bewalt. Das lebendige Waſſer fleuft
1u8 feiner Quell und Adern / dann es iff
in groffer König / ber eg alfo zu folcher
Wuͤrdigkeit bat gefchaffen. - Wer aber im
Heiſt fo reich ift/dezden‘Balfam ſeines Inge⸗
peydsrecht erkennet / was für grofc Geheim⸗
à
M. 2
di
|]
E
uͤß ın folchen ſchoͤnen zierlichen himmlis
rborgen. Die Alten babens das gefegs
arattus bezeugt 7 e8 wäre nicht gut / daß
e Welt woͤſte was damit außzurichtem
*, Diefen Safft verbergen hoch die Alten
npt der Arbeit / und bie preparation , fie
ibené niemand vertraue dan allein ihren
indern ift Das gegeben / mie alle Schrifle
n andeuten. Welcher diefen himmlifchen
nen Safft Fennet / und die himmelblaue
umen weiß berfür gubríngen / der bat
I: Augen Seel / $eib und Geiſt / dieim
Yin dieſem Balſam wohnet / weiſt du das
oͤffnen / fo haft du ein groß M:gifterium,
eſe SÓrunnenquell ift lebendig / feurig/
duͤberwindet alle Ding. _ Ver Dad ver-
Ébt/ ber magfrölich fprechen/ ich bab ges
Pden der Weiſen Stein/ ihr wahre So⸗
' Mion/ die fchöne gefärbte Fontinam, dag
"W "Nm: — ifi
'teuno das gebenedeytegenandt. Theo-
95
94
PANDORA,. |
iſt zwar ber einige Schluͤſſel aller Dinge
Sob / auch Lebendigmachung / die 23e
befferung und febendigmachende Krafft |
und Die Überwindung aller Dingen. Di
V7 verkehrt alle Ding in jeineg gleichenzun
verwandelts ſchnell tn dag höchite A(run
alſo boc) bat e8 GOtt gemücpiget.
wird Durch fid) felbft gebobren ı dadum
wird Dann fein Primum Ens geoffenbahr
Durch pen Geift der in feinem V wohn
‚der Gift führer Seel und Leibin den Te
unb in den Himmel / verkehrt fich felb
‚zueiner clacificirten Erden / als dann na |
beſchehener ‘Butsefaction fo fteigts vone
ter arb in die anderz biß in fein Dodbfl
Vollkommenheit / laß in ibm felber arb a
‚ten und Eochen/ bif daß es erlangt unb D. !
.Fommif bat pie Nubin-rothe Seftalt.Di
Ding bat inihmdas rofenfarbe Blut / ve
ſteheſt du mich / fo bleibft du gluctbaffti
Diefe Wort nimm zu bergen. Mei‘
ckeſt Du was ich dir befenne / fo wirft DE
finden ben Elaren Durchfichtigen Caid |
funckelſtein ; der muß fubtilirt werden alii
Das aller befte. Auff bag weiß clarificir
Givten gieß das rofenfarbe Blut / lat 1
ſammen verfchloffen Dominiren / auff um |
abfteigen / in ibm felber arbeiten / (o la
big der weiſſe Stein bat fein Dofenfar d
Blut aller in fid) getruncken Darpon wald
unfer Stein bod) rubificirt; gang P ;
BRD: sang fluͤſſig / ſchoͤn bod) gl ii
hr
(
^
T
qi
. Oder Edelſt Gab Gottes.
lurt erfcheinen. Damit hab id) Dir die
Warheit vertrauet / und haft gefundenden
warhafftigen Stein / ein. volllommen
Berck gemacht / bein gang Werck mol
pollendet- —— qe | A
uai Benedictus Figulus,
Die Kunſt und Das Wiflen zu
außziehen die quintam etlentiam vom
- Quedfilber / und dem Roͤmi⸗
d ſchen Dieriol. _ |
. Der großmächtig und oberift
(tt) hats alfo geordnet / bag das
für fft Weſen des »Ditríoló/ und der
zuperrofe außaezogen werde / und
ſichtbarlich mit dem Qucckſilber:
Dann fo daſſelbig mit dene’ unb
mit gemeinem Salg fublimirt und
"rbebet wird / alsdann daſſelbige
yarlich ihre quintam eflentiam Per“
)orgen in der weiſſe des vorgeſag⸗
en Queckſilbers / und diefe unfichte
Màt quinta effentia , oder fünffte
Befen.(a) Nnn 4 ()Vid
|
|
1l
95
1
RB
j|
1
|
236
^
| (3) V ide fopra Baf, Valentinum. E
tum ejus, quià quibusdam magnis Philofo
. eftincorruptibilis ferre ut cxlum, licet fit no
. fiíaco feptem partes aquz vel plus: & ho
. (aa) In ifo autem opere feciſti duo: Pri
mo enim purgalti ipfum à terreftreitate & ni
gredine ( Vide fupi; Rupeíciffam.) Secund
-öpera'o hujus artis eft: Ab illo Mercurio fub.
limato , qui eft albas ut rix ,- extrahe fpiri
phis quinta effentia clamatur , quia fpiritus il
fixus volatilis, quia fic. eft neccffe: extrahi]
tur enim hzc quiota eſſentia, hoc eſt fpirí
tus Mercutii ab illo fupra fublimato, fic; R
libram unam falis Petre, & tantundem vitriol
Komani , & extrahe aquam fortem , & ter
Mercurium fupra limatum, & diffolve eundi
in illa aqua .forti fuper cineres calidos inamf,
phora virri claufa per duodecim horas : qu
fi non diffolvatur, pone intus de fale armoff
e(t maximum fecretum in arte: (N, fiin p 104:
cipio fimatur fal nitrum pro fale petrz , putd
-fore melius, ) Appone ergo cor tuum All)
ipfum , & pott diffolutionem pone in urinalil)
| & defuper alembicum , & mitte fupet ighem
& deſtilla aquam fortem quamrecipe, & poll
totalem deltillationem continua tgnem , &
afcendet per latus urinalis fpiritus Me uri
& hzc ef quinta effentiaalbior nive : in fini?
fortifica ignem, & totum aíeendet ;. deind.
aperi vas, & extrahe quintam effentiam , &in
Oder Edelſt Gab Gottes.
iesin fundo vafis fzces combuſtas & ni«
5. à [picitu. Mercurii dia i
1 : opo. de "Rope
| us) Diciter ergo, qvod ficutantea Mer-
)rium in opere necellarium domi &c,. ( Vi-
Ile € lopra) ‚ednonymus Philaletha.
(aaa). Demnach es GOtt alfo geord-
Jtt/ Daß die Q, E. des Vitriols ober Kupffer⸗
Paſſers unſichtbarlicher weiß mit dem
lercurio, und deſſen Q. E. mit dem Vitrio-
reciproce außgezogen wird / allermaſſen
Pr plzus in pupilla Alchim. fchreibt : Nihil
[foteft extrahere ä Vitriolo Romano tin&u-
| les fuam realem , à fuis duobus extremis,
£ (unt terra& aqua, excepto folo Mereu-
| 0; ; quemadmodum. nullum animal potcft
| trahere mel ex floribus , exceptis folum
ibus, Etpaulo pot: Hic Mercurius et
Ide fortis & multo magis corrofivus , quam
i aus Mereurius ; ideoque non utimur. co
h orpora humana , veruntamen ad opera
rorum , vel ad numifmata. conficienda ,
tit auram perfeGiffimum & fupremz tin-
" tz, &c, Adde Jofeph. Quercetan. de
gnat, rer, inter. pag. 123. So ift es an de-
h / wann der Mercurius oder Queckſilber
it Roͤmiſchem oder Venerifchem blauen
ía tiol , (Venere Vitriolata) und gemeinem
altz / fublimirt mird/ daß er von pu
nemeiß auffſteiget / und das fünfft
m nj Weſen
E ?
32
9j
rum iavifibile) deßwegen fie bann fagen if
verwandele fid mit ibme in überfluͤſſigh
SQUPANDORA,
ofen des Kupfferwaflers mit ito
me auffrübret / alfo daß in ſolchem Subl®%
mat bit Q. E. Vitrioli unfichtbarer wei
verborgen ub / ob wol wie gedacht DE
fublimirte Mercurius in weiffer Geſtalt e
fcheinet. Unddiefes auffgeitiegene unſich
bare fünffte Weſen wird der Philofophe
Schwefel genannt / (Sulphur Philofoph«
Schwefel fep Fein gemeiner Schwefel / dan
auch zu deffen &rfanenüf gar wenig Mal,
fchen gekommen / vereinige fich folh@
Schwefel gern mit dem Mercurio, u
ex es alldieweil fie einerley Natı
OD. Dore m E
Wobey su wiſſen / wann der Mercuri
burdy einen / zween ober prep Adler gega
gen / das ift/ wann er eins⸗zwey⸗ oder Dre
mal / previa femper refufcitatione, fubl
mirt worden ift / Daßer Saturnum, Jovei
und Venerem meiftere; Lunam aber rad
caliter auffzufchlieffen / muß er gehen vo
dreyen biB Geben / und fihließlichen wa
er folis Meifter ſeyn fell / fo gehören dan
fieben big neun Adler ober. fublimationes®
Daher fchreibet Theophra&us Paracelfus df
R cfufcitatione rerum naturalium ( Oper.toriti
1. p.397. ) hievon alfo: bie refufcitation ulli
re(tauration dber De3 iviercurii fublimati, Gf
ſchicht in einem fiedenden Waſſer / bo
daß er zuvor Flein abgerieben fepe: Dank
Ode Edelſt Gab Gottes.
gitum Salis und Vitrioli, daß er. ín der fub-
i maton mit ihme aufffübrt/ unb ber Mer-
uris laufft an Den —— des Waſſers
ls pow t lebendig $ufammen
N
m Wird genannt Sulphur Philofo-
id orum , der Schmwafelder Philo—
dbphen/ welcher unſichtbar iſt / dar⸗
im jagen ſie / daß ihr Schwaͤfel nicht
ſeye ein ſchwaͤfel des gemeinẽ volcks /
Heli gemeiner Schwäfel. (b)
Radix. Clymié
bit Philofophi billig ben Schwe⸗
T iM vornen angefe&t/ als den allerkoͤſtlich⸗
1 ten Anfang /indeflen Bereifung die gan»
je Kunft (tecd'et / dann es ift dreyerley
Echwefel / undsfärnehmlich zu ertocblen:
d Aui mes und fárbenber Schwefel
das Dueckfilber congelirt , der dritte /
selcher bag Weſen geitiget. Bon welchem
[ten / die weil wir aber ben einen Anfang
Bereit gefpräch weiß haben auf gehen fafz
r In | werden wir gezwungen / den anderen
qud alfo außzufüuhren / damit wir jedem
1 edt antbun. Der Schwefel ift
Deverley dann die andern 2Infáng / und
28 Quesffilber wird nicht hart guod
(MA |
|
|
|
das beiffe Waſſer lolvirt von ihme ben Spiz-
bp ben brepen Anfängen haben
ir swar ernftlich tractirea und handlen
939
949
| als durch den Schmwefelv fo ift vie gant
SN
— gefe&t haben dann in meinem Kopff pfllfi
als daß wir Fönnen aus den Metallen e
filber in den Adern der Erden zu
. alfo verbarte / nahm er iin für in ven;
^ PANDOR Ajo
Operation in diefer Kunft nichts andere
|
nen Schroäfel sieben / damit unfer Quec
un!
Silber gebartet wird / welcher Schwer
in unferm Werd an flatt des Manne
ift/ und derentwegen höher geachtet DEN
Mercurius aber an (tatt der Frauen : au
Diefer zwenen Zufammenfögung und Wuͤn
ckung / entſpringen die ‘Philofophifche Merl)
eurif, i lt
-Mir zwar bat der Mercurius nie gefal 1
len / glaubeauch nicht Daß etwas gutes ih
ihm (tet / aber vom Schwefel halt ich!
piel / dann wir haben auff unferem Reich
ag ftattlich vonihm difpuiret/ und toengli
bas Ungewitter ung nicht vertrieben hätt)
duͤrfften wir ihn wohl für unfere Mate,
gen nicht leichte Sache zu ſeyn / meti
Hirn ift voll ſchwerer Gedancken: 3Da tl
Schwefel zu laboriren. Fieng alfo an jill
dißilliren / fublimiren / calciniren / ſieden
und braten / das Del auf ver Glocken
zu machen/ bald allein für fid) / bald mil)
Chryſtallen Eyerfchalen / und verſucht
in ihm viel andere Arbeiten / da er abe
viel Zeit und Unfoften angewendet / uni,
nichts zu feinem Kram finden Fonte) war),
ber arme Sopff fehr traurig. ſchluff Sie),
Bla j Naͤch
13
Ode Edelſt Gab ottes.
Nächte nicht / ſpatzierte fit für Die Stadt
inaug gu fpecaliren / daß er deſto beque⸗
ir in feinen Arbeiten etwas rechts er»
) men möchte
iurmus begegnet / und gefprocben : gut
Feund / tie fteben unfere Sachen. Alchn«
nit / O Herr / ich habe viel Wunderwerck
eſehen / mein Weib wird mir es kaum glau⸗
/ id) bab auch oen. Schwefel funden /
b bitte euch mein Herz / helfft mir den
[Bein darauß machen. Saturnug /'j ja
ern / mein Sreund / bereit derhalben dei⸗
{m Mercurium und Schtoefel ; unb gib
1Gllaf her: Alch. D Herr ich will nichts
iit Dem Mercurio zu fchaffen haben denn
| i ein Schelm / er bat meine Gefellen
Mad viel andere betrogen : Saturnus.
1) L den Mercurium , in deſſen Reich der
Echwefel jegt König ift/ haben die Wey⸗
en nichts außgerichtet / und ich weiß có
fid) anderft nicht. Alchym. Herr faffet
8 ibn auf dem Schwefelallein machen.
Jaturnus: wol / gut Freund/ es wird
ser gerathen/ wie du es heiffeft. Haben
halben den genommen / den ber Alchy⸗
ift gefunden / und haben gebanbelt / wie
| i Alchymift gewolt / und angefangen /
t p auff mancherley weiß su laborirem/
bin feígamen Defelein/ Deren der Alchy⸗
ſt viel batte/ zu tractiren. Aber nach
abgang einer jeden Arbeit feind a
par-
n
- SDiefem Alchpmiften aber ift ber Satu⸗⸗ |
941.
94:
fen. Sie haben von neuem angefäh
toic ibrtoi(fet. Da fagte Saturnus
ich weiß daß bas ſublimiret Zu
A fc an die "alte Weibe
zum Feuer ur gemeiniglich verkau
gen den Schwefel zu fublimiren und
ciniren / toited dem Alchymiften gefallen
aber mie fie e8 gemasht baben/ift es ihne
allezeit am Ende wie zuvor gerathen / Da
was der Alchpmift auf dieſem Schroeft
fuchte / iff zu Kerglein worden Darum)
fagte er su Saturno: warlich Herr / ich fü |
he daß es nach meiner Phantaſie nicht i
angehen / ich bitte euch. machet c8 alieit J
fiehe dann zu / und lerne. Nahm all
zwey Queckfilber unterfchiedlicher Subitan ; |
aber einer Wurtzel / Die Saturnus mit ſe
nem Harn gewaſchen / und genenn
Schwefel von den Schwefeln und ven
miſchte das Sir von dem flüchtigen. — N
Michael Mr 1
uUnd der meinſte Theil der oue
fchen find zu bem wiſſen fommer
und dag ift das / foden Mercur
um fchnell und von flundan befallı J
in weiſſe / tiber die weiſſe des Schn
es / unb dieweil er eben derfelbehi
Natur íft/ ſo zeuhet er mit (oma
er, fublimirf und erbobet wird / u
'
qoe
IE
T
| Oder Edelſt Gab Gottes.
ber Hat.etlicheverbrennliche Theil /
ind hat-ein quintam eflentiam , Die
nicht mag zerbrochen / noc zer⸗
joͤrt werden mit unſerem Verſtand
der durch unſeren Sinn / wir ſehen /
ſo du in das etzent waſſer / ſo von
Hitriol unb Salpeter gemachet iſt /
ueckſilber einlegſt / daß es ſich zer⸗
It und gang in ein keck Ding ver:
hrt, nimm und fbu Dueckfilber
tfublímírt mit cuperrofa/oder Vi⸗
Kiol und gemeinen Salg aller weiß
Alt in das ſcharff egend Waſſer /
ß ſich Das Queckſilber gar alles zu
Waſſer auffentloft / volgend fo
Jigt aufr ein egend Waſſer / bare
Ach fo folgt bernad) quinta effentia,
Wer fünfft QGefen des Mercurit
ſud Vitriols miteinander / alfo
on
' ibt mag vergleicht werden / und
ibt am Boden ein Theil des Mer⸗
‚er nun die Auffloͤſung dieſer quin-
tflentiz in dem vorgefagten aqua
u
eiß / ag ibm die weiſſe des Schnees
rt verbrennt und ſchnoͤd / wider⸗
't/ ober etzenden Waſſer / und
Iu die vorgeſagte ſublimation bre:
ber mehrmahlen / oder fo ua
| BN a
943
944
‚gang alles zu weiſſem gefublimiere
PANDORA, 4
daß nad) der Sublimation fein
feces ober Trufen am Boden de
Geſchirrs bleiben / fonber gar
werde/ fo würdet du auß Geheil
GOttes Haben quintam eflentar
Mereurii / und Vitriol miteinde
aller vollkomneſt geſuͤndert/ welche Ä
fein Meifterichafft gefaſſete/ bag
wäre dag aller qroft : Dann qi
bat groffe Ding, darauß ift es ur,
zerbruͤchlich worden und von dep,
Natur bes ungerbrüchlichen Golds 1
und unjtbrüdlider bann da
Sold. So du aber die quincar
effentiam oder das fünfft wefendel,
Vitriols / oder der cuperrofe aufat
ziehen von der quinta effentia DEU
Mercurii / (o einfundier oder gie
daffelbig in ein diſtillirten Eſſig ot
ſonſt anderen / undlaß es refolviet
und entblöft werden lang mit bet
1;
jl:
Queckſilber / und fo daffelbig an Dt h
den aefitst / fo wirddie quinta effen?
tia des Vitriols ober der cuperrt
ohne Zweifel in dem Eifig bleib d
daſſelbig magft du —
a bewähren: : niímm ein «C
li
!
Ode Edelſt Bab Gottes.
18 aller roͤtheſt Ding haben / und
; M
arauff geberen / zufammen / ſo
! TT iro bir Die quinta effentia in Bo»
|
n
nn alles Gold / diefelb (ft gut die
Piſchen oder freflenden preften/ vie
Mödere Libel mehr.
b
— das foblimitet Gueck⸗
xr oder ſein quintam effentiam geſun⸗
t / in das Waſſer welches bey den
Pbigfophen / Lac Virginum Oder- -
| Jungfrauenmilch ge⸗
nennet vetro,
| E 900 quim:
das mach offt gliiend, und löfch es
rabın einem Eſſig / und darnach
niſch denſelben Eſſig mit dem Eſſig
Darin Die quinta eſſentia deß Dis
Iriols oder cuperroſe ift/ fo wirft our
rdie maflenfchon/ daſſelbe diſtil⸗
durch ein Filtz / und ſetz es zu
Inem gar fenfftigen Feur / uno fama
ibit ſchwartzen nebel / fo fid) oben
| bleiben / büpftber unb ſchoͤner
Schäden zu beilen/ unb Die corro
! !j (b bít quinta effencia des Werturit
Be Fiſtel unbben Krebs heilen / und
je unft zu reducigen und wi⸗
| m jeder fublimierter Gift / als
| " das Quedfilber 7 ober ſein
pays
946
nes Ofens der Philofophen/dafelb
^PANDORN A . ::
&uinca effentia, oder fublinsierfer e:
fenicum / ober Schwaͤfel oder Ar
moniacum/und fürnemlíd) verfich
bie von dem gefablimierten Duet
ST — Seel unb Gift. Das iff
‚auch Sulphur , Mercurius und Arte
nicum, Denn der von fich blafende Schwe—
fel / das iſt ber da von fid) wirfft odeg
ſtoͤßt feinen Rauch durch den Arfenic. De
wuͤrcket. "Vid, Mineralogia fupr, Citar. un
zwar bie erſte Anmerckung über bag viera
teGapitel des zweyten Theile. #
«duonymus Verbum Dimifun
Solt bu alfo reduciren / oed),
wider eynführen inein 2Daffer ood
in Jungfrauenmilch / nach den Ni
ien der Philofophen / und ift di
bie Weiß: Nimm jublimiert Dueq
filber / oder fein quintam effenciaggf
tbu esinein glafern Geſchirr / obg
in ein vergkefts das weit und bref
fepe / und orbne das zrifchen DE.
Fuß eines Antbonorig ; das íft/ d
Wi
ín iff ein wunderbarliher Sinn
Oder Edelſt Gab Gottes,
ia bgedeuet werde vonjedemheil(b)
leere , 3n pritna redudione, ea eft quam fo-
' ationem vocarunt , eftque fundamentum
ftis, Qua de re Rafis air © Nifi corpus re-
lölvas, fiuftralaboras: corpora enim ad ta«
Is aquas funt reducenda, quales funt ex qui-
lus. primam originem duxere , id ef, in.
Ji&ioinfuam eſſentiam.
d e JM. foam lſaatut.
| Und geſchicht alſo. Mach die
In runden Ofen mit Wänden in der
Höhe eines halben Schuchs / und
If bie auffgerichten Wand / da
pone ein rote Eyſern
lb eg es A i
Band, baf ee
| lebé nirgend ans
Joren / an die DIM des ofer
Daß dag / fb bartin getban oder ger
b) | filí, quomodo intelligenda fung, |
«Miis Pbilofophotum di&a? Di-.
uam vulgirem, Hnc vero flutionem .
ilgus non capit. E&que hzc prima ejus re ·
Pend eines runden Dfens / oder
Ld
9
auffſteigen moͤge in dem Umkrei
ſo haſt du den Ofen / das iff getvill
haſt / daß dieſer Ofen gleichlich gef
PÄANDIOR A, ^]
fondern daß cé bloß auff den vien
Armen oder Stilen auffliege/ bafi;
bít Hig fo unden auffſteigt ali
lein beyfeits und an den Orten
ber Lammeloder Blechs und dei,
f fene: dann das Thürlein da mail,
bie Kohlen fol} hinein tbun/ fol zuy
underſt auff dem Herd gemachei,
werden / darnach auff die Waͤnd di
Lammel oder das Blech / und übel,
0d) / bas befchlie mit einen hei
dinen Ihürlein darein gemacht / al
und ohn fehl, fo du den Verſtand
heigt und gewarmet wird in a(feu
Drtenund Limfreif feiner Runde
baf die His vonder Lammel ping
berbalten und gewahrt wird / unto
Oder Edelſt Gab Gottes. "
Inirgend bann durch bie offne der
b Seytn unb eer Portern des
Blaͤchs auffiteigt / und alſo von als
fen Orten gleichlich der Mitte zuge⸗
bogen wird / darum fügen wir wiſ⸗
^fentltd vot einemrunden Ofen: fo
vir aber nun das Geſchirr roollen
i pronen in den Ofen/ ín der Mitte
ber Pammet machen ir. drey Zaͤn
4 bep zweyen Fingern erhebt / gleich
weit von einander fleben / und fe
Ipenbarauff em Schuffelein/ daß eg
| in guffterbebet werde / unb immer
Üder enfern Schüffel andere bre» /
"aber kleinere Zahn / zugleiherweiß
erhebt, unb auff ober über das Ges
! pboram / Geſchirr / oder gläfern
bedecken wir mit einer anberen itze
Pinen €cutel oder. Schüffel / alfo
Maß die Amphora in mitte zwiſchen
fiben zweyen Schuͤſſeln in mitte des
uffts gelegt und geordnet erbe
und dieſelh weder ber Boden 7
; Jtt nirgend anruͤhre / und
Ooo 3 dar⸗
[feirr ordnen wir ein glafern ame
rug wohl verfigilliert / dieſelbe
1 qo die Derier ober Seyten an feis -
DAR
956 PANDORA,
Barum foirb unterſetzt daß da
Haupr oder Mitte des Dfene alil
iſt daß wir ihn aumftbun oder DA)
decken wann mir wollen. Diß 13)
der allerheimlichite /- verborgne
Dien der Philoſophen / ber oa gi
maant wird Anthonor / unb au beg
fea Erkantnuͤß gar menig/ unb de)
ming Theil ber Menſchen fomme
fiio / an diefem geicbieber Die D
‚geition oder Abdeuung gleichlich vo
gesem Thal, So du nun wilt de,
—
mirten Spiocum verkehret werde;
in en Waſſer / oder Jungfrauem
Milch / (t$ auff die Eyſen/ anf
quel oder Blech den Zan tno bal
Schuͤſſelein mit bent Ding das galı
fleiſſig und wol gerieben ſeye uti
beoede es nicht fondern der foarnp
&ufft oder Wind ſoll bie bloffe tay
teri berühren / und gib ibm eil.
‘Feuer dreyer Kohlen / banm eii
fleines Feuerlein tbut dir fein gnug
und ecbalt daffelb Feuer gleich / ad)
Sag urb Nächt / und daſſelbſ
werden Lig Spiricas in der warme
Hund trocknen ftuben gecalcinirt/dars
mad zeuhe es her auß / und reib es auf
"das allerfleiffigeft und reineft auff eis
Inen Marmolftein bag die Materi
Atınbegreiflichrein werde/darnach feg
das in ein gläfern diftillierSefchirr/
Das fer und ordne ín ein Keflel in
Nbalneum Mariæ, und folldas Waſ⸗
fer bey zweyen ‚Fingern bod) nicht
"^anrübren / fondern in £ufft auff
Wh gebendt werden/ uno fepe ein Feur
I uber feucht unb toarm/ wiewohl
Mes das Waſſer nicht berübren ſoll /
die Materi des Queckſilbers wird
Min ein Waffer verkehrt: das ift/bag
es calcinirtift geweſen und wol geri⸗
ben. So nun einAlembicum darauf
geſetzt wird / ſo diſtilliert ſich die aller⸗
und iſt die quinta eſſentia oder das
fuͤnfft Weſen / als wol des Queck⸗
‚filbers als des Vitriols zuſammen
gemiſchet / und ifidarin bie Heime
Mígfeít der Heimligkeiten / und ein
Maß / ein verwunderlich ‚Teuer / in
der Abdauung aller flieglichen in
hn. . Ooo4 un
£
Oder Edelſt Gab Gottes. -
unter dem balneo, und ín einem.
klaͤrſt und ſchoͤnft Jungfrauenmilch /
as
so
fbuft/ dag du fie ohn Letzung mod
flieglchen Dingen in den
qui habeat portap, ut fit latus illius unius pal.
GLATT A N D o Re,
unſerem Anthonore: bas — P
Ofen / alſo / daß du burd) das apud
lein/ dag da ob der &ammelen ge |
madtift/ dein Hand in den Dre
get halten in derjelben Luͤfft werme,
wo das nicht / |o were Das Feuch
zu groß / jo mindere es / und bab i
€5org: in der ‚Sirierung aber atia T
Ofen / fo ift vonnöthen / das Ding
in der gläfern Ampbora zu verſig
len/und ein ſchwach ‚Feuer zu geben:
ſo verfiehen nun oie Außziehungf‘ à
der quintz e(fenix in dieſem Theil
dann es iſt ein Ding groͤſſer dam
geglaubt mag werden.
Explicit tractatus quintæ effenti
Fratris Joannis de ordine minorum
dictus Rupiciffa, (c)
s
E 1 a
(9 C) tava operatio * artis contine di
magifterium furni calcinadonis MUR
curii Solis, A Lui & ficfi:: Recipe larurm | \
fapientiz, fcilicet. cretam , ſtercus equi;
papyrum carminatum, & — in fimul, & |:
fac furnum magnum vel parvum , ficut vi 1
mi
|
- Oder f£ocifi Gab GOttes.
imi circumcirca , & fac ei auriculas feu fpira-
«ula, per quz fumus exeat, & non furfum
alcendat,& poftea accipe unam laminam ferre-
am fortem,&adapta eam fuper caput diti furni
datur totum os forni , [fed dimittatur circa
ipfum aliquod fpiraculum parvum unde calor
pofler exire, & fuper ipfam laminam aptabis.
liquantos gotos, videlicet quantos volueris,
i& omnis hiatus habeat fuum ovum phyficum,
libi ponatur lapis ad digerendum , & in cir-
iru laminz funt quatuor laminz adhuc , ut
Beneant laminam aliquantulum à longe à late-
äbus furni, & ficfacies fieriunam ellam zre-
ia fiet cooperculum furni , quod poffet cle-
ari,&poni fecundum quod erit nec: ffe ad vi-
endummateriam , & nota quod di&a olla
ujusque materi? fit , debet efle lutata intus
t.extea, ad hocut meliusteneat calorem , &
ji&o cooperculo facies unsm portam , per
uar poffes intromittere manum ac calorem
irni;ficut przdi&um eft, fed cave quod non
»X(um, Item nota quod quando pofuifti
ateriam intus tu debes lutare portarum [ al,
irietum ] jun&uras cum luto fapientiz , &
inno lini, & hoc ut calor. non refpiret , &
)n alcendant fumi, Et hoc dicitur Qufa
‘ca, in qua potes ponere omnes fpiritus &
jedicinas, ad operandum feu digerendum, ad
xc ut in balneo poflint diffolvi in aquam. Et
= s Qoos$ Älte
M Fl
IS,
qui et rotundus, hoc modo; quod non clau- _
m vel ferream , aut de terra rotundam , &
ingat vasquoniam eft valde calidum & vene- .-
(95
ww
“fra fcurellam unum tripodem , & ibi pone
I J iJ
PIAND OR
ite vocatur farnus Phy(icus, quia illa laminä
facit afcendere calorem diametraliter ; un
liter fac, quod latus laminz non afcendat a
eaput ollz, ne ignis reverberet ad vafa ei
medio aérem fupra. ciathos & tripedem , (P
fac quod ignis ei fitab omni parte , majc i
- enim ignis alcendit per tria foramina , qua
per unum , & fic poterisignes augere vel df
minuere,fecundum quod tibi videbitur,
ta quod fuper tripodem ubi hiatus eft in lam
a, potes aptareunam fcutellam terream &it
J
nt
)
ovum philofophicum , & fupponere aliai il
-fcutellam , & ita convenit duas fcutellas levagır
se vel erigere in aẽre, ut non tangatlatera fcil
tcllarum, Johann de Rupefciffit:
Sutvi(fen; foman firiren will
oder was man wil wircken mit Seu
ſo iſt nothtuͤrfftig bag man toiffet
welchem Zeich en des Mons Skin
ſeye / und beſonder fo fixier und wi
mit Feuer in dem Wider / n oem Lu,
wen / und in dem Schuͤtzen / in bethsi
Stier / Steinbock / und ín der Fungt:
frauen. — M n
Man mag auch diſtillieren in DOT
ſelbigen Zeichen. (a) iin
(3) A Stronomia per fe eft ars excellens Ji
| laude digna, fi verus ejus ufus obfety,
vati.
|
N
|
N
h
1
"]
u
. Oder Edelſt Gab Gottes.
atur, fcd valde co rupta fut , dum Dcos ex
llla cxitruere voluerunt, (Qt vy
| Prater hac dicta altius & majus quiddam
x Aüronomiaelicito, Nam cum conjun«
fione & exaltatione quoruncam Planetarum
pbfervata , genera ipforum (ui font metalla,
mineralia, rlerbe , Gemma & Lapides)
lub celo cum ipfis uc iuntur , tunc fella-
um radii in hzc co pora intrant , qui
rum — virtués adeo augent & exal
t, ut prf ılla non folum in hominum
porbis fpirrualiter curandis (cum per ta&tum
igillarum de «olo pendentium invihibiliter
norbi tolluntur ) verum etiam in Magia na-
arali €$ admiranda & faGu quafiimpoffibi-
effici poffint,
. Ratio autem, ob quam hzc operatio in
undo conjun&ionisPlanetarum & ftellarum
eri debeat, hzc eít obfervatu digna: Quæ-
bet materia novam formam appetit , hinc eff,
uod quamprimum Planetarum fit conjun-
tio, hac ceele(tis fpiritualis & materialis
jateria omnem formam fübire defiderat, &
b attra&ivam füam naturam feu propriéta-
m ignem iftum cceleſtem, de quo nobis fet-
jo et, tanquam vitam ia momento ad ſe at-
|ahit, & fecum conjungit, adeó ut hoc mo.
> Ípiritus & anima invicem mifceantur & uni-
wur, Terra, quz refpeGu coeli patris, tan-
Siam mater confideratur , fimiliter corpora
lain momento aá fe trahit, adeò ut iſtæ du
Jonjun&iencs in pun&o temporis fiant, unde
- | emnis
91$
e$.
omnia ia Negetabilia 5 Animalia & Minerali
DE GENERATIONE MINE RALIUM
.PANDORA,
originem ducant, $i i iraque tales radii fupra
aquam aut ligna cadunt , quz ipforum natu T
ræ reſpondent , tunc virtutes tales ſeu corpo ii
iu
iar
4
A
ra, fpiritualiter fe in illa inſindant, & tantarum
virtutum magicarum caufa exiltunt, Si verd
huius conjun&tionis , mediante Altrono
gnarus ante fueris, & metalla atque vegetabi?
lia, quz ftellarum illarum inflaentium: natudf?!
ran & complexionem habent, contra&u tue Jui
conveniente affzceris , tunc non in terram?!
Íed in talia corpora (quia fimile fi fimiligaudet)
ingredientur, qua occafione res tàm mirz p: al
tratz füeré per hocnaturz miraculum. Qi if“
libet Philofophus | fu Chymieus hic aliut
quid fabintelligere debet, Sapienti fat, ^ i
‘ [.
di dh
E
ET PEGETABILIO M, .
Cum etiam fupra didum fuerit [cminis fe
radiorum de ftellis feu firmamento — bris
rum in centrumterrg decidere, & parvum glotr
bum tanquam cor tetrz petere , Íciendum diim
ejusmodi radios, tàmprofundé de ME J
multö lubtiliores & fpiritualiores effc qi à: P.
3lli , qui usque có pe:tingere non potuerunt
Hi radii decidendo , per. terram (ficuti a qui |
perarcnam ) porganuur , cujus pu: gauon s
saiohzcet; Omnes res creatz ob ptit
hominis transgreffonem Divigı mandati, hi "
ledi&ioni obnoxiz fa&s (unt , unde de T *
eft ut delle quoque fuà » ficut ur & e o6 M
iom MI.
2 i |
Oder Edelſt Gab Gottes.
omines , imputitate fcateant , hinc fit, ut-
jum radii ia terram mittuntur , fpiritus craſſio⸗
les de hoc fundamenti femine in terre ſuper-
cie mancant, qui omnis generis herbas pros
ucunt, quorum pats aliqua animalia cfficit,
[t varii inde morbi pullulent : Subtilior ve-
) & purgatus fpirites terram inflar fpiritus
irarum tranfeuntis , ad medinm terrz pun«
lum usque tranfit, & terram confervet, &
Bii viribus fuis roborat , centrum enim majus -
; melius quiddam e(t , quam circumferentia,
Bi quo omnes circumferentiz virtutes funt
plle&z , quz in cutcumferentia funt. diſper⸗
M* ^ Exemplotibi fithomo , in cujos medio
5 Similiterin herba latet ignis cceleftis &
! . kiplicationis numerus , reliqua pars do-
| Eadem hic quoque ratio eft, Nam cor⸗
aralis aquaaut mineralis terra, interra ut
! a" llus in ovo jacet, puriffimis, & ut dixi ,
immis & fubtilifimis viribus terrz dotata,
erta de hoc fubje&o aquam capit, ipfum
(à de terra nihil , fed femet ipfüm in fétnet
fo multiplicat, & pheenicis inftar juvenefcit;
iultiplicationis virtus ipfi, zque atque igní
ico à Deo eft conceífa, unde firmámen-
n fuut & proprium motum ih femet ipfo
EU XC t YR TG
A inetalium autem ortum quod attinef $
"P TD Altra
i |
quidem circumferentia ef ex ipfo centro ;
jquieícit anima, & fpiritus, virtus & mo⸗
icilium feu operculum virtutis fuz tantüm -
| aendum ek, quod Gemimg , Mineralia &
HT
\
358
atem de natura illius Planetæ, cum quo co
»)FANDORA,
Altea illorum tardiffime er-fcant , adeà uj
multi in hac opinione fuerint, illa nulo nos
do cteícere , ed originem fuam ex ıranlcufe
fu Mereurii in venas lulphereas habere , & if
venis illis io metallum ccag.lari, quod tamen
falfum et, tàm quia Verbo Divino de Mala]
tiplieatione repugnat , tàm quia Mercurial
metallorum materia nuaquam fuit, multö mi⸗
nüs lulphut, Mercurius enim à Planeta Metal
curio ortum ducit, & per le ipfum fructus)
mineralis eft , & fecundum naturam cóvjong |
Gionisiftius Planet2 cum alio Planctaa gendi
vivum nafcitur, Nam intct czterosPlanerag|!
Mercurius mobiliffimus «ft, & ſe inc juslib
Planeta naturam transmutat, cam qua comel!
jun&ionem inftituit, fecundum Zodiaci dos!
mum,in qua dominator exiftit: M-tallaenim |
nafcuntur fecundum alicujus Plan-t2 dom'na=|!
tionem , & nihilomiuustamenal quam qa ie
n |) |
jun&io interecffit, obtinen. — AT
| Johannes Grafen“
(223) Durch diefen umter(cbieolidem
Lauf der Planeten entſtehen Sommer
und Winter, Veränderungenin den Eles |"
menten/unb auff&coen der Dingen Sebde |!
rung. Ind mag nichts / es ſey empfi dlich
ſichtbarlich oder Unſichtbarlich o ne mich |"
ſeyn ober ſtatt haben. Alſo wirken Die]!
Himmel alle Ding / fo unter dem Mond!"
beſchloſſen und geben ihre lulluentz in die
Kraſſt
|
9
Oder f£od(t ab GOttes.
trafft ver Materi: und diefe ift begierig
(eic als ein Weib gegen ben. Mann die
jormam zu empfangen : Allen Sternen
m Himmel’ foungehlich / feynd der Mas
erien in unterfchiedlicher Zahl untergeben:
heils klar / eins theils dunckel / welches
flc8 ja wunderbarlich Ding ift. Sie wir⸗
een alfounterfehiedliche Ding/nach beme
€ einen unterfehiedlichen Lauff haben /
ftlich oben am Himmel’ darnach bere
inten nach ihrer Tugend in den Elementen;
on dañen die Speciesund individua totrben.
Biffe derhalben / daß fo vielerley infuen-
en nicht vergebentlich herunter Riefen im
a8 Element der Erden / wiewohl fie uns
‚chtbarlich gefchehen und ehe fie herunter
1 die Erden fommen/ fo hart in fid) bez
hloſſen ſeyn daß fie nacheinander mit
zewalt eingehen / und biß in dag Cen-
um durchdringen / in fo unterfehiedlicher
Beife / als fie auch in der minera unter»
hiedliche Generationes durch unterfchied:
Ache impreffiones machen/ und bie unteren
en oberen ohne Irrthum und abwege fot:
em. Alſo ift nun die Erde mit ben Dim
Selm umgeben und geziemet und nimmt
Ian denfelben die influen& und befte Sub.
Hang. Darum auch eine-jede Sphera ihre
ugend von fid) zugeben und bıf in dag
e Bewegung und Dike / werden in der
rden aufffteigende Dänfte gebohren die
pin
mb untertoor(fen : und feind ihrer eins
Nentrum zu dringen begehret. Durch fole
939
| 960
PANDOR RESTE
prime compofitionis feptt. Der Dunft if
Falt und feuchte / auff daß er fich wider
niderfchlage 7 und wird in der Erden bes
halten : Wann er aber in. ein Gewoͤlcke
gehet / fo mag er 7 auch wohl feucht ung
warm feyn. Was darvon irrdifch und in
der Erden befchloffen bleibt / Daß bringe
ich Natur ) Durch Fänge der Zeitin ein
Schwefel / ber Das agens, unb in ein ar⸗
gentum vivum , ſo Dà$ patiens iff, Als
bann iſt dieſes Die andere mixtion ton
ber erften Compofition. Das gan&e aber]
ift gegogen auß denvier Elementen bie ich
in eint Mafam bringe / toit id) dir zuvorn
Hefagt hab» :
difputatio híc nobis offertur, quam non pra
tereundam effe. cenfemus, | Picus Comes à
Mirandula, mirabile ingenium & multa dos,
&tina preditum in 3. lib. contra afrologiam),
judiciariam cap. 25, ex ardenti hanc artem
nimis impugnandi zelo inquit.: Si prom
volumus, omnium ftellarum proprictatem|
& virtutem: unam candemque effe , hanc re⸗
gulam prefupponere debemus : Naruram.
caeli apertiàs & fuccin&ius exprimi non poffe,
quam dicendo, Coelum effe unitatem omni-
um corporum. Nihil enim in univerfo mun⸗
do exiftit quod non dependeat dé certo UNO,
uti deíua prima fcaturigine, Hinc & ex
: Bach 1 pluris.
|
Oder Edelſt Gab Gottes.
juribus aliis fuis premiffis concludere vult;
proprietatem & virtutem cujuslibet flella in-
differenter confideratam, à facultate omnium
compofitorum elementarium dependere; Et
inter ftellas nullam aliam differentiam effe
quam quod una fit alterä major ut videmus
Non veró quod quis dicere poffit, unam re-
bus inferioribus alterá fpecialiüs prafidere ;
quia quzlibet ftella omnibus rebus prafideat,
adeo ut fi omnes (telle inunum corpus con-
unctæ & unitz effent , idem effet ac fi infini»
x flammz & ignes convenirent ad conftitu-
endum ignem unum ? qui fortior quidc. m
foret fed non diveríz proprietatis & natura,
& qui in fubllantiis homogeneis & homojo-
meris percoacervationem non mutatur nec
Mios eff: &us producit quam cum effet fepa.-
atus , ficat ín aqua apparet, & in magna face
eípe&u parvz candelz , quz infinitas alias
Equé accendere potet atque. magna fax,
quamvis hzc potentior fit ad calefaciendum
sequendum & urendum , propter groffitiem
aam, : | | |
Blafıns Pigenernt,
(2323) Hebrzi agbitrantur non effe tara
xiguam herbam fuper terra, nec quicquam
x tribus compofitorum geseribus, videlicet
nineralibus,vegetabilibus & animalibus,quod
iupra non habeat fuam correfpondentem ſtel-
am, quz ipfiaffitat & àqua conlervationem
wi babeat, Sed dicat quis, quomodo hoc
| ^ p qua»
961
96,
‚mento cceli , videlicet Sol, Luna & Stell:
‚ad fepatationem nedtis à die, & fint pro figi
planetas & alias res elementares,
3Dag. : |
—
D⏑ —
quadrat ? Hoc enim videtur derogare, &cd
textu expreffo Gen, r. pugnare, ubi exta
quod tertio die terra de femet ipfa produx
herbas & arbores , lemioa fua fecundum fpt
cies fuas in femetipfis continentes : Cum ti
n
menneque Sol neque Stelle adhuc effent, fe| '
fequenti demum , quarto videlicet die fui :
rint creatz , quorum cffe&us & fun&iones ill"
quoque notantur, Fiant luminaria in firmz
nis, temporibus, diebus & annis, Ubi ill
nulla affi(tentía tribuitmr füper arbores i
Blafits Fignert 5
(aa aa a) Opus hoc non caufaturä mot⸗
fuperiorum; quia omni tempore fieri potef| v
Marg, nov. ^
(aaaaaa) Omni tempore incipe opul
Liber trium verb, | ,
Contemplauo cch non eſt neceffari
Libavins.
Sol, Im Wider und (m Loͤwen ift es all
wieder mit Gold ifl boͤß im 2Baffermann un
Luna. Es iff aut mit Silber wirden/ fo d
Mon iſt in oem Stier und in dem Krebs: ui
iff bóg im Scorpion und Steinbod. 4
Saturnus Mit Bley iſt es aut wirden in de
Wag Steinbock und Waſſerman: uno ifi DOT
im Wider / Krebs u no Löwen. A
„Jupiter. tiu dinn iff gut wirden wan
x
- Oder. f£odft Gab Gottes. "e
Won ift im Krebs / Sifdb uno Schüg : und ift -
boͤß in der Jungfrauen und Swilling. .
Mir xs. 1. Ergift gut wirden in dem Stein-
bock / Wider und Scorpion undifi bögimBrebs/ /
Magund Stier. -
Venus. Mit Bupffer arbeiten iff gut im Fiſch /
Wag / Stier und Jungfrau: uno ifi böß im Mis
Mars. Mir Eyfen ift es flüchtig.
Mercurius. Mit Queckſilber iff es atit wir«
don in der Jungfrauen / Swilling : uno. ift bóg
tin oem Sc) bp und Sifchen,
urum colum Mm pues "x 9 QU
Aurum foliatum gen lamina auri
Aurũ laminatũ ( Bold lamina folis Vvlaͤch
urum malleatü
rgentum
d merum $N argenti malleatum f gehaͤ⸗
Argentum aen folium argenti =’ mert
| een — lamina argenti blat
Argentam | lamina Luna blade
aminat) ,
"Margarita y.
19ina -
Vni sdem,
petlint Perla
J Salem J
ol aurum Elitropia Solfeguium
‚una argentum Petrofelinum
ars ferrum Plantago major
ercurius Argentum vivum Satyrion Hendkraut
piter ſtannum | Barba lo'vis,
enus Cuprum Verbenaabrotonum ®
ainrnns Plumbum » Centum capıa Bold=
b: | | (wurtz.
Pppz Diefer
964
. Dein Salt peinigt mid) nackends
Weib /
e
Dann unſeelig war mein erſter Leib,
Da gwan ic) aller Kreuter Krafft /
» PANDOR Aic
Dieſer Spruch gehoͤrt zu |
der erften Sigur.
Und nod) nie Mutter war geboren/L,
Biß id) zum ps mabl ward
3n aller eric ward ich fig ^
Meines Sohns nani ich eben war /
Und kam mit ihm ſelb ander dar.
Da id) fein ward ſchwanger /
Und gebabr auff einem unfrucht
Anger.
Und ward in rem Weſen anglet
Daß mein — mein Bari)
As GOtt g Vidt bat weſentliche
Die Mutter die mich hat gebert /
Durch mich ward ſie gebohren auf
wundren /
Oder Edelſt Gab Gottes.
| Das bat das Gebird meifterlich
verfch! unden.
kommen vier in ein/
4n unſerm Meiſterlichen Stein.
nd fieben in dreyfalt bedacht /
Und in ein Weſen vollbracht.
28er das bedencken fan gar eben/
Dem ift oec Gewalt gegeben.
Daß er al Krankheit tbut verfreis
ben
Auß Metallen und Menfchen geb
ben
Ohn Bor Hülff niemand das
| mag gebauen /
Nur der ſich Mibsfandurdifhauen.
aum /
Darauf rinnen zwen plaum.
Der ein ftot gen Drient /
nb der ander gen Occident.
brennen ihr Gefider /
nd fallen bloß in die Erde nider.
And werdenda acfiberbinmtber gar
ſchon /
nd ſind ii rthaͤnig Conn und
Auß meiner Art entfpringe ein
Darauß Adler fliegen und vers -
Dpp ; Got
$6;
9,66
‚sernahlten Bildern und Siguren / verbors
nod; jung und in ihrem blüendem Alter war
ſchwartzglitzenden Augen / mit reifen und
rotben Wangen / mit Milchfarben runden |
| PANDORA, M
Gettheedifmáditigeópffer gut) |
Der bate alles infeiner Huf/ :
Wenn er 08 gibt füiriabr/ ’
Der. eon Meiſter Spruͤch
gar |
Daßer bebendt das kuͤnſtlich Leben /
Ale Leib / Seel gefügt werden eben.
Daß ſie —— in ihres Vatters
Reich.
Alſo halt ſich die $unft auff Erd»
| reich.(a)
Cog der alten Phi(ofophea ihre
Nachkoͤmmlinge / haben dieſe Kunſt
nicht allein in tieffſinnigen und nachdenck⸗
lichen XBorten ; fondernauch in vifierlidyr
gen gehalten. Ich bab gefehen mit einem i
überaus fchönen Faden (Pinſel) abge» [i
mablet / eine nacfenbe Jungfrau / die ans P
wif weifen Haaren 7 wie Helfenbein/ mit
Brüftlein, als warn fi € ein SunfbDred)éz B
fer. acorübet hätte: Syn Summa / oiefe J
Jungfrau war an ihrem gantzen Leib fo T
gar uͤberaus weiß / und fürtrefflich ſchoͤn /
und mit allen Gaben der Natur dermaſ⸗ |
fen begabt unb gezieret / daß i e pA |
alles
J
^
e osss9
— — —
fe
u je.
^
-
»-
e
—N if
c
—— —
Oder Edelſt Gab Gottes.
alleweg würdig und hochwehrt geſchaͤtzet
wuͤrde / mit einem Koͤnig zu Tiſch und zu
Bette zugehen. Sin dieſe Jungfraue has
Philoſophi alleſamt alſo und dergeſtalt ver⸗
liebet / als wann die Poeten die Frau Ve-
mmus, oder Junonem, oder ſonſten irgend
ein huͤbſches / holdſeeliges Maͤgdlein zu
beſchreiben und abzumahlen pflegten.
Es hatte aber obbemelte Nympha oder
"Madama sitterende Hände / und in Denens
felben zwo gang hellbrennende Fackeln;
unter ihrem rechten Fuß war ein gäldene
Brunnquell gerunnen 7 undin viel Nleders
lein und Fluͤßlein heraus gelauffen : Unter
pem (incen Fuß / tear ein Silber⸗Waſ⸗
ſer hergefloſſen.
Zur rechten Hand war die Sonne ge⸗
mahlet / die allenthalben mit ihren Strah⸗
len / um bie Jungfrauen her'glänge : Auff
der linefen Seiten ward gemahlet / ber
Mond mit zweyen Hörnern: Dameben
flatterten auch etliche Voͤgelein berum /
ein Theil Aogen über fich in die Lufft / ein
Theil unter fich auf den Erdboden. Hin-
ter der Sjungfrauen Mücken war zu fehen/
Daß ihr angewachfen ein Fruchtbarer
Baum / voller Blühe und Oepfel behaͤn⸗
get / daß man meynen möchte / es waͤre
der Baum des Lebens / der da im Garten
des Paradeyſes gepflantzet iſt / wann nur
jemand feine gnadenreiche Krafft des Le
d Ppp 4 bens
ben ſich auch / beedes die alten / und neuen
ver
968
PORNO ANON
bens Foften uno verfuchen dörffte So
wird ung auch in der Philofophifchen Tia-]
ra abgeriffen und befchrieben/ Hermes. ber
dritte Dber- Mann aller Philofophen, der
fiset auff einer Cachedrä , und hält C über]!
feinen Kopf; andere melden ) auff ſeinen
Knien zwo Taffeln : Auff ver einen ftundelke
beedes per Sonnen / und dann des Monds
Schein in einem Umkreiß; unter ihnen
waren zween Vögel / die loben mie ink
ein Circkel berum/ und biffen fich / als ots
ten fie einander freffen : der obere mar
mit Slügeln/ der andere ohne Slügel ger
mahlet. Auff ber andern Tafel waren drey
Circkel von mancherley Karben entworffen;
mitten in Denfelbeu mar des Monds Bild /
zu melchem Famen zwo Sonnen: Die eine
fiboffe von ihr einen Strahl / die andere]
zween Strahle. Und flogenum des Her-|
metis Stul neun Adler / diehatten in ih⸗
ren (Sü(fen gefpannte Bogen / aug welchen
fie gefiederte Pfitſchepfeil auff das Erdreich!
gefchoffen. E
Allda iff auch sufeben ein zweyſaches
$5i[b/ fo tbeif8 ein Mannes : theils eit
Weibsbild ift/einem Zwydorn gleich / das
fvágt einen Kenferlichen Scepter in del)
Hand. Golcherlen Muſter und Gas)
tung / merden in der Philofophen Birk
chern hin und mwieder gefunden. - I
Marfilins Ficintt,
Erklaͤh⸗
-à
+B.
Rubrum .
Album et RR
ad A
Opus
Ww mi
Qu /
| NU
ag" f
»
E
34
Pag. B.
| Erklaͤhrung des erſten
athoris,
3 Der Baum fompt aug den
Saamen des Manns unb ber Frau⸗
(n. Soder Saanıe geftorbeniftin
dem Erdtrich / (o geht er auff/ dar⸗
aug ein Baum wird / nnauffpre:
chenlicher Frucht / mannigfaltiger
Wuͤrckung. | |
£5 Cont. E Mon.
D Die Vogel find der Sonnen
Saamen / und fliegen durd das
Gebirg des Mons auff in die Ho-
be des Himmels / und beiffen in ihre
Gefieder / und fommen bloß in das
Gebirg wider und Ferben darinnen
eins weiſſen tods.
E Die Vogel find des Mons
Saamen undfliegendurch das Ges
bira ihres Datters und Mutters
auffindie Hoͤhe der Himmelen / und
nehmen den Schein der Sonnen /
unddardurch werden fie Flar / und
fallen ín das Gebirg wider ab / und
fierben darin eins ſchwartzen tona.
5 Dittillatorium der Sonnen.
Q3 Diftillatoriam des Mons.
TPppr; — Ope
\
Pag. B,
»
Unfere Erläuterung.
| Opus ad Album & Rubrum.
K Die erfte Materi.
B DieEalcinirung.
C Die Saulung ——
DD Diefliegende Seifer.
E Der Mercurius.
FFFF Deß Mercurii Früchten,
G Gol. a
H Silber.
VUE ; Pag. C. %
Ecklaͤhrung des erſten
Auch otis,
3 Die Dogel fliegen auf Sons
n uno Mon/ und fchmweben in der
obe ſchon Durch des Geſchirrs kla⸗
' und nehmen darbey wahre / der
onnen und des Mones Reich/ und
'aen wider in das Erdfreich / und
hmen darauf ihr natürliche
peiß und bringen dem Vogel rof
4 weiß / die fterbenin ihrem Saas
sone. :
$5 Wer den Lomwen nimmt ſein
uf/ und der ihme darnach recht
ut/ und verbrennt feines Vatters
ib mit ber, Glut zu Afchen mit
tfoalt / und geuft darinn das ge
inet 3Baffer / fotvírb darauß ein
flaßer / das beílt alle Kranckheit
n £after / unb wird die höchfte
tzney / der Menfchen/ Thier / Voͤ⸗
/ $n. Kupffer/ Stahl / Enfen
ley.
Subli-
'h durch ig der Sonnen und
Pa.
Unſere Erlaͤuterung
Sublimatio.
AA Das Auffſteigen.
BB Das niederſteigen.
C Der Mercurius.
DD Der feſte Leib wird auffgelöft
E Das Cale wird zu Waſſer.
FS Der Saltz Leib wird flüchtig ge
macht / und ſteiget ín Die
use
Pag. D,
acludrung des efia
Auh oris,
* E
Bilt bu die verfperrten Schloß
fchlieffen auff
5o merck fleiffig gar eben auff/
And füg das Haupt zu dem
Schwantz /
So Anden bu die gg gang.
| er Vogel i die außgezogen
Sul unfers Steins.
€
‚Die zween Voͤgel find als Ge
dbrer/ Weibund Mann.
Der Roth — hat genom⸗
nen ein weiſſe Frauen / und in ihr
eyder Vermiſchung ward bie Frau
chwanger / unb gebahr einen Sohn /
erin allen Dingen [ein pou
iberivínot,
Sepas 2
/
AR Pag. D
Unſere Erlaͤuterung.
Separatio & Conjunctio ad Elexir
Rubrum,
*
G Das weile Elixir mit dem rothe
Schweffel zuſammen g
K6t machen das rot)
Elixir.
A.
rubri.
XB
A: Pag. E. |
Erklaͤhrung des erſten
Authoris.
9(. Der Track iſt der Saamen
Nanns und Weibs / der auß ihn
eboren ift worden’ fo er empfind.
er natürlichen Hige der Sonnen
wird er um fid) preiffen und gruͤ—
en / unb fein gebarer verjchlins
en / barau& dann thut entſprin⸗
en / ein ſchwartzer Berg mit rotb
berzwerch/ mit Blumen weiß ac
orenget / mit Berg des grünen
Inger / darauff gal Blumen (vare
ern mit braunen Smopfflein groß
nb ſchon / barauff ein guüldine
ron/ mitlautem Thon! srfcheint
er ale Reich durch die Meifers
d Kunf auff Erdreich / genannt
Ihani / wer ber iff recht Waͤſen
ey / mit Hertz Sinnund Muth /
d fie hebt ab der Glut / als die
»hilofophi darvon (dreiben / dar»
rd) manmag alle Krankheit und
rmutb vertreiben/ unter Metallen
ino Menichen geiben.
Vis
| Pag. E.
Unfere Erläuterung.
Yis Elixir Rubri Sive Lapidis Philo
fophici Vis atque
Virtus,
A Der Schwaͤfel.
B Der Mercurius.
C Das flüchtige Salk.
D Des totben Elixirs Kraft un
Genzratio bium Princpiorum 1
i DDR
!
|
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|
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N fes
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Psg. f. *
Linfere Erläuterung:
Generatio Trium Principiorum, -
AAA Generatio Mercurii Sulphuris-
& folis, Oder mie diedrey
Principia generig(f wer⸗
en. |
ST
WR
Hermap Aro
*
ditus
Rebis
N
‚Pag2G; ’
Ta
Erklaͤhrung des erſten
Authoris.
Der König und die Königin ſind
großmaͤchtig / ſie mögen fein Liber-
laf nicht geleiden / gib ihn nach;
bann fie geben vir (he Augen um
Íbr Haupt/ unfers Königs Haupt
Ift roͤth fein Fuͤß find weiß / feine
Augen die ſind ſchwartz.
Idhr folien ehren den Konig und
kin Konigin: dann ihr wiſſet nicht
hren Zorn / darum daß fie euch
dícbt begriffen / und erzeigen auff
rud ihren Zorn.
. Die König unb die Koͤnigin freu⸗
n fid) und gehn in ihren Koͤnigſtul⸗
»aun fie find von einer Wurgel und
yarum daB dein fremdes Ding /
mter fie / oder mit ihn vernuſcht
ſt fo grünen fie
#
Oqq 2 Kebis —
FAR u
. Unfere Erläuterung.
. Rebis Hermaphrodit.
AB Dann der Leib durch das Wa
fer flüchtig und wider fi),
ift gemachet toorben/
iter wuͤrdig / daß md
ibm die Cron uffici
E
?
Pag. Ex
hor 15,
_ Erfläpeung des erſten
A Das Schwerdt mit der brau⸗
nen Kronen ſchlahet zu todt bem
Werbe Mann. ;
D Der Flügel ſchwebt bey der
'eact/ mit Erleuchtung des Mons
Krafft.
2? € Die zwo Kronen bedeuten
- Sonn unb Mon/ in ihr gelben Far⸗
„ben klar / iſt die Kunſt verbracht gat.
^ 3 Der grün Fluͤgel iſt genannt/
daß gronnon Leben wol bekannt.
|, Die Kron des flüchtigen Geiſts.
lens Die fron des beſtaͤndigen
6G Der Track bedeut der zweyer
Kron / die ob ihme ſchwaͤben ſchon /
die ein iſt blau / die ander ſchwartz /
die machen gar ein guten Artz / wann
ſie vereinlich zuſammen kommen /
das bringt dem Menſchen und Me⸗
tallen frommen.
Qu 3 Rebis
—OPag.H.
8 Aa 655 "ttc IE.
" , Unfere Erläuterung.
t | o1 [ed Putrefa&tio,- |
E AW MM: Rebis ift wider flieht
ern ogemacht worden. ©
BB B. Des Leibes Herrſchafftu uͤ ,
das. Waſſer.
€ 3 ben ren entfptitiat ha
ono Sch
—— —TUqo es
D iie DET hbaff anfese o
ERE ies im RR |
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ge Wu
| nu
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' «$$ . 4
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7 * 1. pel
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474 " * v
31 A . "
ne ^ à "
FLOS . e E
N iu Jii A X :
—
e lid, NS
P ig.
s elabem des erſten Authoris;
— A Der Flügeldes grünen Leben /
tbut fich in den £ufft heben.
25 Der Fluͤgel des Mones erleucht
die Nacht ſchoͤne.
€ Der Stern bedeut bie vollkom⸗
menheit des Steins / durch die Kron
erheben.
D Der Schned die Verwand⸗
Bins bedeut / durch die Verloſung
| feiner Haupt.
> € Der Kelch des Lebens / bat»
auß die Schlangen / fterben und [eto
den —— das lebendig gold.
Der Baum der Sonne /
bringt Freud und. Wonne.
- 6 Der Baum des Mons iff der
Sonnen Stammen.
. HD Duurch das rot Kleid / foll bie Kunſt
-foerben bereit. - (gang bereit.
: eur das weiß Kleid / ift Die Kunſt
Bau
a Bergdarauffwächft btc Sonne
P, * Berg des Mons / erleucht die
acht ſchon.
M Der Track verzehrt die zween Brun⸗
nen / des Monsund der Sonnen / dann es
rechte ſpeiß / duech rot und weiß / wird
pu sende bracht / als die Philoſophi
bata gedacht. $1314 Re
— ——
Unſere Erlenterung,
| Rebis, Putrefa@io,
1 Deß Rebis Vollkommenheit af
Die Lunam oder Silber, |
'B Der Mersurtus/ oder das Flüch
tige.
ne > " . pe
x — —— — E
Y
: € Das Saltz oder das Fire.
D: 2at Golh, | |
5 Das Silber, Bar: |
Da
—
*
II;
A "A.
AVES .
2 [4 4 4 A
Yi, 3
| Pip,
Oa des erſten
oris,
E Das find die Mönel Herme-
(uds, mit dem Geſchoß ihres auff
| a niederfliegeng/ wird die Kunſt
verbracht.
"$5 Hermes ein Vatter / der Philos
(opbi Kunft bin ich genannt,
Manchen Pbhilofophi Sohn gar
- . fvel befannt.
Darum feben die Tafel recht an /
2945 darein bezeichnet Conn und |
Mon
Die me Law regieren die
Mit Hilf - Meifters Gunfſt.
Und durch Mittel ihrer Natur /
Wird vollbracht Die edel Figur.
Damit uf elle Krankheit
ſchwa
| Und ee Geld und Silber
ER mad.
2^ gas Wide
|
wd nn nn
a Maássaffis: citat, pag. 454
Eckhards Entlauffener Chy
, micus ib. Eds . Pag-95t
Matfilius Ficin, pag, m, 4428
*
e V»
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otoict die Coverper
T
F
A,
|
———
-————— —tam, "i
Pag, L.
Erklaͤhrung oes erſten
0» Authors, -
‚Der BrunndesMones tbut gar
ohl lohnen / durch feinen eolen ^
re / madyet er die Sonne
(ip, - | d
Der Brunn auß der Sonne /
lacht Freud und Wonne / und iff
| Bad gut/ und erfrifchet mar
em fein Blur, qn
Auß zweyen Waflern macht ein
zaſſer tver mein Vortheil verfte:
t/bem fino alle Reich unterthan.
D
Sp die Coͤrper geſolviert find /
s freuen ſich die Philoſophi Kind:
1m durch die zwey Waſſer wird
macht das edel Pflaſter / das alle
lanckheit (f vertreiben / ber Mer
llen und Menſchen Leiben.
Gene
‚Unfere Erläuterung.
| Generatio Elixir Albi & Rubri,
AB Auß Ouedfilber / Schwef
CD und Salg/ wird ein König
59$ rotbe Elixir und Go
gebohren.
B.Auß Queckſilber unb Salt
wird eine Königin / das w
fe Elixir / und Silber berfib
gebracht: BERN.
EE Die Philoſophiſche Sublimf)
tion, u |
. Y. Mercurius duplicatus,
: A — .
Pag; M. |
Erklaͤhrung des erſten
horis;
| pic (it das fr eg macht
vorden) das bleibend Waſſer iſt die
pue eines vn
|. Sie (t flüchtig. y^ worden ge
\ acht / der *Dbilofopbi Mittel iſt
: oet eines ca |
Dr grim — 2 bedeut !
ie Kunft ber Philofos |
is ficbabén vollbracht
en —— / ber fleugt bep der
* ben NS. ſchilt ſolt ihr er⸗
ennen
Hermes 20096 ben ich euch bin nem
nen / |
Der ift ber weiß Adler genannt /
Miandemrpbiiofopbo wol erkannt
Putte-
Bag, M.
uUnſere era:
{ Patecfodia y E ! Saltimacios
yon rites
A Der Mercuriug, ;
. 5 Das Calf...
CC Flüdtig.
DD Die Wurcung auff die
vollkommene Metall.
.,E $46 Salgzz if zu Waſſer ub
fluͤchtig gemacht worden
De weile Mercurius ‚wird 1b
odi Ad. SAEI
Platonis Tochter rüfft unb.
hreibt alſo / bewahr míd) / (0 be;
pabt ich bid) / verlepbe mir mein:
echt / daß ich dir helff mein Sohn /
mein (tram find tieff in mir/
‚ine iſt mie gang eigentlich / und -
nein Liecht übertrifft alle Liecht /
md mein Gut aller Gute iſt die
wchft und edleft/ zu freuben und
wohl gemebrt / ich aebahre das
ditt: aber Finfternuß findin mei
itr Natur / es fen bann daß mein
Dietalwerdetrüden. (3) — — —
j i
; EN St gebenede gte Waffer / wird
&
"«J oon den Philafophis die Tochter
| ionis genannt die Dd Macht und Ger
halt bat über alie Schäpe
a Nodus Sophisus £nodatus,
Alle Coͤrper bedörffen mein’ bat»
daß ich fie zerlaß und zerfloͤß /
b ihr Linreinigfeit vertila / und
fubftang außzeubet. (0) ——
Lj] Lixir autem eft quoddam compoti-
— tum bahens in fe virtutem minera-
Im, tubeum , autcitrinum, ex pluribus fpe«
lebus limpidiffimis, & claris (& fic de fpecie
* * equa i
| Dover Edeiſt Gab Gottes: — 55
99%
. éirca medicinam eorum intendentibus e:
PANDOR A,
aquæ conjun&is) fa&um compofitum , k
bensinfe virtutem mineralem inclufam , .
fteris condimentum , antidotumi , & medidk
omnium corporum. purgandorum & traj.
formandorum in Solificum & Lunificam 4
rum, Et dicitur Elixir ab Elicio , elih
qua(i unum ex pluribus , in quibus eft, el;
qum, & in aliis jam converfum & ligatum]
| Inserinss
(bb) Verbi gratia : Élixit et medick
tompofita , five confeda , quz metallori
infemitatés, ficut tyriaca Venenum, Kk
omni: corpora venenofa fanat ; & idco ur].
tas liujus elizir eR duplex , nam & animk
jucunditate ditat; & corpus à paupertatek
fervituge liberat, — Naturam ergo circa 3
lem & Lunam, czterosqué planetas , atq
tafe, falutea, 2
| Q3 Guilielmi Tecerers
So ich unb mein cob mit einand
vermiſcht und vereinigt werden /
magnicht befjers/nicht hoͤhers / no
des Brunnen ſeine Mutter neu
| io
*M
ig
Oder Edelſt Gab Gottes.
in feinem Beth mich ſfreundlich umb⸗
n (e)
Saffeln Hermetis auBgeleget / und
iefe Eden mit fdónen Öleichnäffen ges
l; sieret hat / ſaget unter andern auch folgen⸗
|i
Idee rothen Felſens getruncken / unb bea
Brunnen feiner Mutter wird gefoftet has
| ben / aud) Daher gecopuliret und von mei-
I In rothen Wein runden worden fein /
ind in feinem Bette wird freundlich beyges
de get haben und in meiner Liebe fein Sper-
|ma meinen Kaͤmmerlein unten eingangen :
als denn will ich empfahen und ſchwan⸗
9 er werden / und zu meiner Zeit einen ger
: baltigen Sohn gebähren / ber her herr⸗
Món unb regieren foll vor allen Fuͤrſten
rd Königen der Erden/ gefrönet mit einer
E denen Gron des Sieges.
^ N odus Sophicus Enodatus.
Und in meinen Leib fein Saw
i men cingehet in mein Zellen / ſo
empfahe ich und wird Ihmwanger/
und zu meiner Zeit gebährich den
allermaͤchtigſten Sohn cd)
he
md nit mir oermablet wird / und
— welcher das Gemaͤlte der
Wenn mein Sieber von den Büchlein
Nr Sed
995
994
tamen non ef nifi unum verum , quod ab;
PANDORA,
—R quamvis plura & infinita hujusce-
modi opera fingantur à Philoiophis
elementorum zquali & temperata permiftio- f,
ne folum conftans , firmum & fixum eft: ob fj
quam caufam maximum quoque fanitatis ett |
fubfidium , nec minus inopiz. Fundaturau: |
tem interraauri, quz merità lſir, five Elixir,
five fermentum Philofophorum appellatur, f
Hoc autem fermentum duplex effe , paulòõ
fipra monuimus: Solis videlicet & Lunz,|
Per fermentum Solis intelligitur fperma viri z|
& per fermentum Lunz fperma fceminz ; ex |
illis ft primo conjunctio , poftea generatig |
vera & cafta: fermentum auri, aurum eft: fi-
cut fermentum panis , panis eft, — Et ficut im)
operatione panis modicum fermenti levat & |.
fermentat magnam copiam. paftz : ita etiam |
illud modieum tetrz, quód continet iftela* |.
pis; fufficit ad nutrimentum totius lapidis, |
Unde Avicenna inquit? Fermentum reducit |
fibi appofitum ad (ui naruram , colorem, &
Japorem ad omnem modum , videlicet de
potentia in atum, Nam confe&ionem de-
albat , feu multiplicat , fpiritualitatem corro-
borat , combuftionem annihilat , tin&uram
continet , ne fugiat, corpora leviat , & fe in-
vicem facit ingredi , & conjungi, quod finiseft
operis,fine quo Elixir non peragitur, quemad:
modum pafta fine fermento non fermentatur :
quod dicitur fermentum fermenti,& coagulum
€eaguli, Non enim fermentat tantum cor-
: pora
RÀ — —
^ Oder Edelſt Gab GOttes.
pora inferiora & imperfe&a, fed ipfum quo-
queaurum reddit de perfe&o corpore plus-
quamperfe&um: eftque fcecundiffima mater,
quz quo fzpius imprzgnatur, tantó pluries
Concipit ac paret: & ininfinitum fuz fpeciei
qu£ claudit &aperit ? & itetum claudit, &
nemo aperit, fine qua clavicula nemo in hoc
eculo poteit pervenire ad perfectionem hu-
jus fcientia,
Anonyması
Das da herrſchet und regiert / uͤber
alle Koͤnigen und Fuͤrſten der Er—
den gekroͤnt mit einer guldinen Kro⸗
nen der ewigen Uberwindung. (c)
(e) APER du nun alfo deine 3. mineralis
D [che corpora von einander gefchie-
den, und in gewiſſe Theilung gefe&et/ und
Die feces , Darinnen fie verborgenlagen / ba:
yon abgefondert / fofiehe zu / daß du von
einem nichts verwarlofeft / durch Abgang
der Derringerung des Gewichts / wel:
hes dann in deinem Werck ohne Schaden
md Irrthum nicht abgehen mürbe/ fon;
ern bebalt ein jedes in feiner eigenen Gröfs
eund Diele / fonft wird dein Werck zu
einem gemöänfchten Finde Fommen.
Und dieſes ift Der Zweck / darinnen ihr fo
ek geirret haben / auch viet Bucher. bare
v OE . von
prolem propagat. Ipfa fola c& clavicula,
SAN
|
99$
996
" damit folcher Coͤrper auch zu einem Geift
uno in die höchfte fpiritualifche Krafft fi
PANDORA,
vongefchrieben und erfüllet / dann alle
was aus unjerm Philofophifchen Go!
heraus gehet / und (id) in drey Ding aus
getheilet bat/ das muß ohne Abgang umi
Merringerung in eines allein / welche
ifteine neue Sorm und verbefferte ſubſtaotz
wiederum eingeben / und muß nichts da
von hinweg gethan merden/ alg allein Di
feces terr& , Darinnen Das Saltz der Her
lichkeit ſene Wohnung gehabt. Dero
halben thue / wie ich dich gelehret habe
und fuͤge den Geiſt zu ſeinem Coͤrper / da
aufflöfe und erbebe / fo wird in ſolcher Au
loͤſung der Leib zu einem Geiſt / und derGei
mit feinem Leib vereiniget und verbunden i
eine fubltang und Weſen / daß nach A
wechBlung aller. Welt Farben ein (dne
totiffer Leib / über alle Waſſer erhaben/au
ihnen beyden unterfchiedlich, wird und ei
geber. Diß ift nun das gröfte Gebeim
niß dieſer Welt / Davon unter den Gelehrl
ten und vermennten Klugen fo viel difpufl
tationes yon Anfang ver Welt her gerveil
ſen daß ein Ding / fo mit Händen Fai
betaffet werden’ und mit Augen gefehe
wieder zurück in feine erfie materiam , un
aus folcher erfien materia wiederum in ei
neu clarificirte8 und befferes Weſen dur
Leitung der guͤtigen Natur Fan gebrad)
werden. | n
Un
|
|
|
|
| Oder Edelſt Gab Gottes.
4. Und alfo haft bu gefdjaffen unb sur
Welt gebobren die Königin der Ehren’
„und dieerft neugebobrne Tochter ber Phir
,Mefopben/ melche nach ihrer Vollkommen⸗
heit das weiſſe Elixir genennet wird / da⸗
‚won alle Bücher voll geſchrieben.
„bracht baft / fo bift du billig würdig auffges
‚mommen ju erben in die Schaar Der Phi⸗
„löfophen / und haft mehr Sunft / Weiß⸗
„beit und Wiſſenſchafft in deinen Verſtand
„gebracht weder alle andere Klüglinge / die
‚Biel von Diefen verborgenen Sachen wol⸗
‚len ſchwatzen und doch die geringfte Wiſ⸗
fenfchafft noch nie ergrändet. Derohal⸗
ben du ihnen billich vorzuziehen’ daß fie
mit Schand und. Spott unten an fisen/
und in der Sinfternöß des Unverſtands blei⸗
ben / big die Erleuchtung der Natur her⸗
nach folge.
wol fuͤrſtehen / fo füge oem neuen veredelten
Coͤrper feine Seele, die Du ihm zuvor ent»
sogen haft / nieder zu / Damit Da8 com-
pofitum in feiner Krafit gang erfüller / und
unüberfchmengliche perfe&ion fich am En»
de ergeigen Fan/ fo wird und ift gebohren
Der rotbe König aller Herrlichkeit / in einem
feurigen Weſen und hoch clarificirten Lei⸗
be/ über alle Macht erhaben auff Groen/
Daraus entipringet Der güldene Brunnen’
wer Davon trincet / Der bekommet Cv
| SAU 3 neue⸗
Wann du nun deine Arbeit ſo weit ge⸗
Wilſi bu nun Deiner Arbeit recht und |
997
998
€x quo verus fequitur partus, Ifta autem e
he à radio folis umbram , vocatur, autem à]
PANDORA;
neuerung aller feiner Glieder und wird (rf
ihm gleich etwecket ein gang neu Vica, darf
für GOtt in Ewigkeit gelobet und gedi
dancket merden foll. 3
M Baſilius Lalentinus
(ee) Et tantum &, de aqua rubea, cu
jus pondus übi relinquo, & funde amba
aquas in cucurbitam fortem & fpiffam ; tune
in continenti tota aqua crit citrina, clara &
limpida, & erit vera copulatio , & veru
elixir ad utrumque ibi vera erit impragnati
duabus aquis fa&a una , ut didum eft, no.
minatur aurum noftrum , & argentum no-
ftrum, imo aqua cceleftis , & zs noftrum
magnefia noftra , & fermentum lapidis
utrumque, Et flatim cum has duas aquas
infuderis, debesbene obitruere , donec ben
permifceatur, & fiat res una videl, aqua «lara
rubea,
ltem continua ignem , donec aqua nigra |
fuerit & ficca, — Ec tunc quz prius in primafl
operatione vocabatur fpermata, vel pater aut]
mater ; nunc in hacoperatione vocatur terra, f
velputrix. Ideo dicit Philofophus, Extra-f
Philof, terra ifta umbra folis, corpus mortu-
um, corona vincens, cortices maris, magne-
fia nigra , draco. quoniam comedit caudam
fuam , & infinitis aliis nominibus nominatur,
Aqua
I
Oder Edelſt Gab Gottes.
Aqua autem i&ta quz ab eo exit , nominatur
ıncauda draconis , quz à przdicto dracone co-
neditur , ficut duorum refiduum fpermatum
in prima operatione nominatorum. Etideo
in itam aquam totaliter extractam debes mit-
tere de corporealbo ad folvendum, ut in pri-
ma operatione feciti , & fervare ad partem
cum aliis Ipermatibus ad horam neceffi-
AM. Valentinus,
-(eee) VerumElixir elixat in hora, & cor-
pora remollit, & quicquidin ipfis groflum eft
i& immundum fubtiliat & purum facit, & ad
Ifui naturam convertit,
[ AMagifler Ortbolanus,
- Unfer grüner Schilt ifl der Phi⸗
loſophi Wurtzen / vonder entfpringe
der Track Hermetis, und Ariſtoteles,
der da zerkeut / und verſchlindt un⸗
ſeren Koͤnig und Koͤnigin / und aus
Sachen ihr beyder todt / wird ge⸗
boren die Kraͤy / die in der Schwertz
der Nacht fleugt / und auß ihren
Hertzen wird geboren oder gezogen
ein weiſſer Adler / der wird genant
Hermetis Bogel / und iftder ſcharff
Eſſig der Golb verkehrt in einen ges
‚wahren Seift / und obn den Eſſig
E Arr4 — mag
999
Ioee
dag weder ſchwartz noch weiß odeil
| (gy enn diefer Schwefel alfo fublid;
der Salarmoniac , die Tochter Def. gansenli
PANDORA,"
roth werden. (f ) |
mitt ift / fo ift Feine Weiſſe in de
ganzen Welt / foibu an Weiſſe uͤbertreffe
denn erc itt entblöffetvonailer Verderblieh
Peit / undiſt ein neue Natur / eine quinta ef.
ſentia, bít da kommet aus Denallerreíneftett
S beifen der vier Elementen, Es iff dei
Schmefel der Naturz der nicht brennet 4
Arfenic, ein unvergleichlicher Schaß / und
Sreude Der Philoſophen / ihre fo febr gef
wuͤnſchte Vergnuͤgung / die weiffeund Hardt
geblätterte Erde/ der Vogel Bermetis, die
Tochter Hippocratis, der fublimirte Alaun Al
Geheimniß / unb der mweiffe Vogel / deſſen
Federn an Giang den Grpftall übertreffen!
und iff weiß wie Schnee / von grolfem
Schein’ und ftarcfen febr. fieblidyem Se
ruch von hoͤchſter Meinigkeit ^ Subtilheit
und Geſchicklichkeit. Dieſer weiffe Philodl
fophifche Vogel ift von unaußfprechlichen]
Kraͤfften / denn eg ift die Subftang deß als]
lerreineften Schwefels Der Weit / welche
ift Die einfache Seele des Steins / rein und
edel abgefondert von aller cörperfichen:
Dickheit / und mit groſſer Subtilheit von der!
Grobheit deß Coͤpers ausgezogen.
Anonymus Ferbum Dimiſſum.
Oder Edelſt Gab Gottes.
Ich bin gekroͤnt / mit einer Dias
beni geziert ^ unb ín Königlichen
Bewand gekleidet: Dann oen
Forperen mad) ich groß ‚Freud eins
leben. Kommt íbr Kinder der
Wenfen / freuen euch / und frolo
[ten / wir alle miteinander : Dann
er Tod iſt verzehrt / und unferSohn
berzichet unb regiert € und ift
as Meer / ber Todt / und die Sins
ernuͤß / und der S rac / der bie Loͤ⸗
erbeit umbgebet / fleucht ben
ramm der Sonnen. Linfer tob:
ter Sohn lebt nun / und fompt auß
dem ‚Teuer ein Koͤnig / und freuet
ch mit feinen Geſellen / und offene
bart die verborgen Dingen. — Lim
fer Sohn jegtneu gebobren und ere
quickt / ift ein widerflreifer des Feu—
ers / unb ein ubertreffender aller
Zincturen / in des edlen Golds
Blan / mit des Sylbers wolf ma
dende Rom, (g)
ENS petu o fpatiofi i temporis
tas. KRrrs Con-
|
T
1001.
1002
: implicat; ac tandem pedibus munitus & alis
PANDORA,
Convenit huic operi , vires quod promit ab]
t auro, ;
Ac nonprineipiise primis conficit aurum, |
Quid (1 nobilius quoddam , quod præſtet &
Perficere attifices ? apte cui nomen Elixir
Experti fecere Arabes, verique dedere
Indicium ; id quoniam in melius quodcunque
metallum.
Ducit, & infe&um mira depurat ab arte,
Sineque fpeGandus nobis locusille calorque,
Quo caletinclufum femen genitale metalli, |
Quique diu fertur fpecubus tellure fub alta,
Aft alio prorfum ducendi tramite grefus |
Naturz pariter feceffus inter & aris, -— Jp
Qua fimul ad meram profpedtans utraque fi
ducit. Bi
Deniquenec fpeciem verti , tunc arte putaris, |
Ete vel argento duci fi viderisaurum, HI
Sed privum hoc privo fieri ex are atque ar*|
ento NU
Aurum credideris, veluti fi farris in agro
Infelix lolium & fteriles nalcantur avenz. |
Aut fit forte boum videas per vifcera toto. ||
Stridere apes utero, & ruptis effervere coſtis,
Aut ut plara finu molli fimul eva puellz
Rite fovent , multus tenero fub. tempere |
bombyx | J
Palpitat, & lecta nutritus fronde virentis
De hine mori, tenuis texto fe velleris orbe
F apilio | i
Oder Edelſt Gab Gottes.
pilio de verme pedes volitansque recedit.
Duid (1 cundta etiam fint uni fubdita formz,
uz fpecie vulgo perhibet differre metalla?
,quibus extiterit quodcunque impurius,atque
ordibus infe&um terre(tribus; exuet omnem
rce luem citius, parumque nitefcetin aurum,
fitque ideo haud fcire opus e(t, quibus abdi-
^ tà terris ,
t quibus é caufis lunt, & quod forte metalla,
[2x varie primo fuerint ditin&a füb ortu,
ed quis in arcanos terrz defcendat hiatus?
Quisve referre pedem poffit loca terra re-
meníus,
leridicove queat fari quz viderit ore?
/os Mufz, quas noffe decens & dicere par eft
Imnia, vos divz nulli memorata priorum.
2icite , fic vobis ipfe aurea vafa facerdos
(ima feram , zternum fic aurea carmina
durent,
. Don einem fonígifdyen Vatter
vird geboren pie Mutter Magdin/
yardurch nichts wird verlobren /
und auß dreven Angefichten ein
anfaͤltigs Wefen gefcbibet / von bent
ch der Rapp tbut Ruͤgen / und in
der unjeren Schmwärge begienet zu⸗
fügen /der einen Adlerdann gebiert/
ber eines weillen Gefiders wird/ auß
Ld
| joannes edurelius Augurelins,
DEM
100?
1904
-
alias: Scias pondus totius congelati (icut fci-
fino Thorheit: (b) ki
.tra&dione draconis ab eodem vafe, & deco.
€ongelatum fimili conjundione,& congelatio-
GR PANDORA 71
ben cin rand dann entſpringet / de
fein eigen Schwang verfehlinget (tc
der neuen Sternſchein /und nit beim:
vier Reißlin / Dieanderen Dingen
(h) (^ Um vero completa fuerit ifta deco:
Gio, quz dicitur, veniendum eft ad
vifti, primo per fubtilitarem & diícretionemp'
tuam, Non enim poffumus omnia tibi fcri"
bere, fed multa neceflaria tibi & induftrigll
tuz relinquimus , ut cft di&um, Et poftea!
pone quartam partem ipfius congelati fuper
ipfam terram congelatam, vel ipfum congesfl'
latum de aqua przdi&a vel ſpiritu non fixo;
five de cauda draconis, vel fpermatealbo (qua
omnia idem funt ) in eodem vafe, & fine ex-
1
que ut prius vafe obturato , ut eſt di&um, dos?
nec congeletur & infpi(fetur, & fiat res dura
fieut pix: poftea per fefolvatur totum hoc, 3
ipío ioluto per fe, &atim fuper cineres lento
igne congeletur, ut eft di&um , & eft una l
mala alterius coloris quam prima, & magis|
clara aliquantalum, Et ficfimili modo , fi (
mili regimine,fimilique pondere, videlicet pars!"
totius congelati quarta,de argento vivo noftros)
vel aqua alba prz dicta, deſuper ponatur totum |)
ne, tai per caudam Tuam. quam per fe folum
| | ite
e draco folvatur.& congeletur, Continenter
term regatur & reiteretur hzc difpofitio de-
ationis per hujus aque albz vel caudz pon-
| ra: & per hoc rigationes, adaquationes,
‚ imbibitiones, infpirationes vivificationes,
llutionés; congelationes , tam per aquam
ger fein eodem vafe, & fine extra&tione draco-
is, donec itedraco vel tota ifta maflamor-
412 , quafi homo in fuo tumulo, paulatim &
gaulatim fuo fpiritu, vel vita; aut anima, qua
rivata fuit, denigrando, ut eit di&um , in-
| piffetur ‚ animetur , vivificetur , refufcitetur
X fubtilietur magis quam prius; & fiat lapis
inus cryftallinus. albus participans viriditate
uadam , in igne perfeverans , fundens , flu-
"ns, tingens, &Mercurium congelans, & per-
edterretinens & transmutans etiam quodcun-
ue corpus metallicum imperfe&um in luni.
icum: & vere, fi recte feceris, pervenies ad
intentum,
| |
Incertus,
Aber diß Elixir i cine Wahr⸗
eit. (i)
€) p.t autem in bac fcientia. dupliciter
confideratur, Ef enim elixir ad al.
bum & elixir ad rubrum, De elixiri ad al-
bum prius et videndum , & primo de ejus
Apecibus, ex quibuscomponitur. De fpecie-
bus vero elixiris albi , Philofophi varie tra-
^. dide-
oer Edelſt Gab Gottes.
100,
1006
' Elixiris eft alba, quefitdeterraalba : & fe
^ PANDORA, a
didérunt, & diverfis nominibus ipfas fpeciq.i
nominaverunt, Quandoque enim pro fp;
ciebus nomina colorum ipfarum fpecierurl,,,
ipfas fpecies nominaverunt. Ita quod mul;
tum ampliaverunt nomina iftarum fpecierur].
& intantum , quod ob earum nomina multi],
plicata & di&a ab earum coloribus , vel na
turis, plures & diveríz fpecies convenire vi
deantur, quanquam non oporteat‘ fed fem
per aliquid addeates vel. itubtrahentes , ut fa
tuos deciperent inquifitores.
Insertns,
(ii) Notandum ef, quod prima pars
cunda pars Elixiris e&t rubea , quz de terr
rubeaíit, ut dicemus : Et ideo prima pars]
Elixiris dicitur ad album , fecunda pars Eli
xiri$ dicitur ad rubeum$ & fic videntur effe
duo Elixiria inhac arte, cum ita tamen non
fint, quia in rei veritate hz duz partes non
faciunt nifi unum Elixir, quod e(t ad utrumque;
videlicet primo ad album , & poftea idem &
nonaliud in eodem vaíe dicitur ad rubeum,
Incertus,
| (iii) Operatio nona et , cum volucris.
facere proje&ionem, fic facies, Recipe cen-
tum partes Mercurii cum fale & aceto loti, &
pone incrucibulo fuper ignem, Cum autem
eceperit fervere, pone unam partem hujus.
elixiris ; dito modo praparati , fuper centum
i partes
Oder f£odft Gab Gottes.
lattes illius. Mercurii abluti, & fiet totüm
nedicina fuper ; alium. Mercurium ablutum,
Peiode prejice pattem uham illius medicinz
| oagulatz faper:eentum partes Mercurii ab-
lati, in cracibulo ferventis adjgaem, & ad-
em unam iftius medicinz ultimo congclata ,
juper centum. partes iftius. Mercurii abloti,
x fiet totum aurum vel argentum in omni
ro
m elixir sdalbum velrubeum, In, nomine,
Demini nofri Jefu Chrilli , qui eft benedi-
us & gloriofus in feeula feculurum ,
IMEM, |
ar
I
Bei dieſen drei auff Moser
folgenden Siguren erinnern wir
Ins der Wort / welche Here
Jocter Wedel bem Philalethze
tobemus ;- qua & bic detor-
juent Chimici, & abrepri faıs
'hantafmatis jh allegoriás-e fa-
SE eris
J
Jiuc totum fier medicira. "Poftea pone par. -
adicio optimum, fecundum quod fuit para: .
E — de Pupeſciſſa,
iat voran geſetzt: Abſit veró ut
1907
1008...
cant Principia Materiæ, Sal, Sul-
D Die Geburt aug diefen dreyen
PANDUOR—A, 5)
ctis finis faciunt , ca quo e^
Philaletha nofter) (Epimetheus
nofter) abftinuit penitus, velad
ipfa Divinitatis Myfteria appli-
phur & Mercurium, ubi nil ma-
terialelocum habet ,. vel concie
p Hang rg |
Pag. N.
Linfere Erläuterung
Compofitio Elixir, . .
AB Das Salg unb der Meren
rius. 1j
C Der Schwefel.
Principien.
EE Diedrey principia.
ME pe. rn
Gftalf
F^
^a B
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(Y/ PHAT Aneip LOT1UTTL * Gera at t —
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cma — —
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Pag. O.
Etklaͤhryng des m
Auth OXISs
A N a EA
T des Spiegels der Orey⸗
| Formia fpeculi T rinitatis,
; isses Mercurius— ‚Sol.
Geiſt / ———— Waſſer der
not ei.
Spiritus , Sapientia ; aqua Sandi:
'tatis;
Dies Meteutii ; —
|
Nota Ein akt ít hie ale
Ding / inimer geubet er der Son
nen Seift/ all auB fein Seel der Hei⸗
* aller Heiligen Oreyfautgteit
runn/ Sol / Gold.
Sff: (o Trium
Linfere Erlaͤuterung
Trium Prinsipierum Generatio, 4
AAAA Dei Philoſophiſche Adler
wird durch und auß der ſchwaͤr⸗
tze gebohren und herfuͤr ge⸗
RR ]- ſampt ſeinen Quali⸗
aͤten.
B Die Conjun&ion ober Verenn
gung der Dreyen dini pae
á c Sulphur,
D Der Mereueius.
E Das Saltz. (2)
| Oder Edelſt Gab Gottes.
gewohnet / dann wir wuſten mol/ daß es
die Jungfrau waͤr / deßwegen wir uns
geruͤſtet ſie zu empfahen: die kommet nun
amit gewoͤhnlichen Apparat: auff. ihrem
‚hoben Seſſel daher /und wird ihr von
patent vorgetragen ; ie Die nun vom
P Seffel Fünftiich gefd)roungen / nimmet
‚überliefert denfelbigen von des Königs
Emegen/ mit Dermeldung er wär ung
‚dem zu Ehren berum gehen laffen. Auff
Pocals deckel fund die fSortuna / von
Gold zierlich gegoffen. Die hatte in ber
Hand cim rothes fliegendes Faͤhnlein /
deßwegen ich etwas traurigerg gefruns
«fen / als dem deß Gluͤcks Tuck nun mehr
.gnugíam befandt worden. Es war aber
‚die Jungfrau gleich fo mob! alg wir mie
ber guldin Vließ und Löwen gegieret 7
darauß ich vermercft / daß fie villeicht deß
Ordens præſidentin wuͤrde ſein: Deßwe⸗
| gen wir fie gefragt / wie doch der Orden
‚genannt würde ? hat fie uns geantwor⸗
tt / cà már noch nicht Zeit folches zus
eröffnen / bif die Each mit dem Gefan⸗
genen außgericht werden Deßwegen ih-
e aud) bie Augen gehalten wären :
Y
}
(a) Qo barauff fanget man an zu —
3 Drommeren , Defjen mir ſchon
dem einen Anaben ein hoher gufoiner Be⸗
Icher / von andern aber ein Pergamentin
‚fie den Pocal von dem Knaben / und |
von feiner 9X. gebracht / und folten wir.
€f 3 und '
1018
und was anjeko uns beſchehen 7 fep nur.
ihnen sum Anftoß und Aergernuß / wiewol
es noch für nichts gegen ber Cbr Deren wir
gemürtig zurechnen. Hiemit empfing fie
pas Patent von dem andern Knaben / m
zwen Theil unterfábieben : dem erſten
Hauffen wurde das Patent ungefährlich ſo
‚ viel vorgeleſen. "Va de
"V
Chriſtian Rofencreug:
I
$4
N
A,
*
^
——
en LAN
^
ER de Nhi bre run US
m Pal APR
Erklaͤhrung des b |
Auth oris,
Ehriftus felber fein heiliger Geiſt /
jung / alt / eigen terra, Erd, |
Das bezeichnet alles ein Herg if
der Heil, Geiſt /barauB Wapen geht
Kenfer vor / unb mem m den
Weg ſchoͤn.
Omnia ſunt unum eſſe, ſanctus,
luna, charitas, Alle Ding ſind ein
Weſen / Hallig’ ann] Rıebe.
| herb Blur rear,
Menſchlich íff der 9(bunt deſſen
Sohn fleifhlih / &ottli. Deus,
Filius , Pater, eft unum , $OE/
Cobn/ Vatter / ift ein Ding.
Deflen Sohn Fleiſch Gottlich /
Menſchlich / ift der Morgen rotb
Blut / Sol, pietas, „Serehtigtei
| Off4 limbi
Jung / alt/ —* t GOtt IEſus
vo OPEP.
- 8
Unſere Erläuterung,
. »mbibitio Corporis, |
ABCD Die Dier, Clementa, —
abcd Das Corpus ift fluͤchtig ae» E
macht worden Durch die d
Imbibitionesdeß Mercurii
unb Sulphuris, j
Non
— — —
o Mg
Edllabrung des erſten
Autt hori is,
Non de aquavitz dixit Deus, cus
us nomen fandihcetur, faciamus ex
iua! Rem, |
» ! *
Merck von bem qDaffe des e |
ens bat GOtt geſagt / welches
Rahm geheiliget werde fo wollen’
* machen auß dem Waſſer ein
nid.
€ffs; For
| ; A? v
Pig. he *
j ö CEST
1 » : : 1
Unſere Erläuterung,
Fermentatio,
A PR erfte Schwärg einder Fer
| | mentation, .
B Das reinefte und firefte,
1.23. 456. oit fedis Metall P
C Unſer Mercurius ift ber Anfang.
|o p osmmb das End aller Der
tallen. |
D Das folvi ít Corpus coagulit id
ſelbſten. f
nd
HT à
" a. Cucurb zta.
e ander Fürhis
prima
die Er iar? werde
danin dervolle
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re a vti iouis, Wf ipe
| Pag. R.!
#
| Erklaͤhrung AM -
Der sip it uns bedeuten
die Kuno d : DbilofopBen Schar.
Ind bringt uns dreyerley, ofen
| zwar.
B
Der Track iſt bedeuten zwar /
die Kunſt der Philoſophen Schar.
Bann er ſich thut ſchwingen /
Ind in die Hohe dringen /
^egen Sonne unb Mon/
2 bringt er Srucht ohn abelan,
BR &.. zd |
une Erläuterung,
Univerfum Opus,
À Das Subjedum. |
-B Die Philoſophiſche Tinctar.
c Dir Metalliſche Tinctor.
DE Auß der einigen Wurtzel wer⸗
den Roſen gebohren als da
boͤchſte |
-— — — — — zl qu — — — — —
—— ren nn en —
Hlixi e mp em "n
Frres ——— An ung mene.
—— Bc esten DR terfeher, —
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de IQ PRRBPPIRE SED SR
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E. A Pig S.
gshbrung des ein
Authotis, .
à o- 7
, Absque aqua permanente nihil
idt, Aqua vitz, ctiam fuccus Napcl-
it Unde in Turba, aqua cft argen-
um vivum $ ab omnibus Elementis
Boum, de qua omnia fiunt,
Nichts magin Naturen beftebn/
gebn /
- fnt das bleibend Wafler geſche⸗
Waller des Lebens / auch dag Safft
Mapelli/ darum fat es in Turba/
allen Elementen abgezogen / von
welchem alle Ding werden.
Elixie
8 muß alles aug ſeiner Materien
henichts. Es wird genennt bag.
das 3Baffer iſt das Queckſilber vou
Pag.S.
Unſere Erläuterung —
| Elixir album, . [|
A Das weiſſe Elixir, —
^8 Das Saltz.
C Die Erde oder Martix,
-
Ve
EA. non: flloritur ratre eEforore 7":
—J „per unum. Johrm fed mu Jolum fed ambobz fmul j
: : Vracfhflerbtnitdürc eins alle fordert dent Kassa
uUaufber vwefternit durch eines allein fonder sit een fungi :
—— — —
—— m
— 9g Eh
"E Ld DAL
—
—
—
UM: is L
1 Being S oes efie
d x Authoris,
— Vegetabilia maículus 4 Mulier
|». ‚Elixad uttumque, | |
Pat ter E voßer diademate coronatus, -
J ; Das Weib — beuden/
L n Vatter mít einer Kron be⸗
Per
Ec T.
Unſere Erläuterung. |
Perfe&tio Operis, a
A Das fire Salg.
| bb Mercurius duplicatus, 4
cce Dit flüchtigen Gxifict. ^i
d $us ferri " fh worden
Auff roti. - |
f Auffweiß, —
gg Die — aufn fee
unb roth.
“ Die hoͤchſte Vollkommenheit.
i Wegen der Warme die Son
ober Gold.
k Wegender Sod der Mond oti
Siber
À Der Miercurius,
m ‚Die ſchwartze Farb in der P
tretaction, ;
Da
Oder Edelſt Gab Gottes.
Metallen / uno der Himmel der
Matter deifelbigen/ nach der Mey⸗
nung Hermetis / uno (ff. auch Das
jen / in Bergen / Velderen / Ebnis
al en. GJ ^. : i
(2) £5. € brinaet bie allergroͤſeſte Mühe/
Werk gebet/ dab man auß bem Berge
Sand und allen Unflat / der zu nichts
nase ift /..auff daß man tieffer kommen
mag / hieroben heiſſet man es Schutt / in
Schiffen heiſt man es Ballas. Nun iſt
Beine geringe Koſt / daß man ihn auffloͤ⸗
Itunb zertrenne ibn mit einem Etz-Waſſer /
308 koſtet nicht viel menn man es nut
echt mit vornimmet / daB man zum ers
fen das floͤſſet was am allerleichteſten ift/
dern auch feicht suhelffen/ denn man muß
mn der Erden iſt am wenigſten in der Erz
Saltz / Schäffte / Wachs /. mineralia ,
Steine / und die Erde iſt Das wenigſte / und
doch das edelſte Denn Das ifi das Corpus
J DAC -. 08
"Das Enpdtreich iſt ein Mutter der
Erdtreich noch ſchwanger derſelbi⸗
en Waſſeren / und andern Orten
die über den Menſchen im Berg⸗
Werk außfördere und außziehe. die Stein /⸗
denn nun daffelbige hin iſt / ſo iſt dem an⸗
die. Erden nicht anſehen wie das Graß /
en / ſondern es find allerley darinnen / als
1023
1014
. nequit, ita quoque metallum ex terra fola a
PANDORA,
der Métallorum , batauf werden gemad
alle metalliſche Leiber,
| . Bafilius Valentin
(a3) Siterra (uti. phantaftici quidam,inpr?
mis veró Arifoteles arbitrantur ) metallc-
rum mater effet , res planaforef : Sic eni
Íemen decidens , mox ad originem fua
rediret , aut Mercuriales venas attingeret
in.quas femetipfum feminaret , & de nov
refurgeret , verüm phantaftica hzc opinic
phantafticum femper fortita e& exitum. Na
ficuti herba absque terra ex folo aere crefcer
argento vivo vulgari , quamvis plauftra ej
plena in terram feminarentur , crefcere no
poteft quod quotidiana experientia abun
teftatur, | |
Fieri autem folet, ut quandoque radii fte
larum decidui, ( modó unius ejusdemqu
nature fint) & cum metallis , lapidibus &
mineralibus, qux à ſummo fuo ftatu decid
runt, mixti in illa penitus ingrediantur, & |
cum ipfis uniant, unde Gammahei oriuntu
qui cum i(ta influentia fe infinuant, & Ggnatu
rama natura affequuntur, Hinc eft; quod fupe
lapidibus , lignis , metallis & Gemmis vari
figure inveniuntur, quz nihili zfimantır
cum tamen nulla talis fit figura , quz no
fingularem habeat demonftrationem & vir
tutem, quod eft notandum , Sciendum quo
que ei, nullos nafci Gammaheos , nifi fub
jectuu
Oder Edelſt Gab Gottes.
je&um ipforum fit terminatum & mortuum,
hoceft, confummatum, &äflirpe fua avul-
Íum, fed tamen nondum difhpatum.
i | Johannes Groffens,
Der Mercurius wird fundeinden
Rietten und feuchten Moßgrunden/
bargu lege epfene Rohr oder Kaͤn⸗
nel und ein irrdine Kachel ober
Scherben darunter / und [ea oder
mad Kohlfeur barum fo gebet der
Mercurius daraus. Er wird aud)
oft funden in ben heimlichen Gema»
(ben / oder Sprachhäufern. Syteni
in dem Leimen der Sodbrunnen/
und inden Zachtrauffen. (b) —
BIN rum: Steinfchlang. Mercurius.
j^ ^ RWeiffee Drach / zc. Aquila auch
jaturnus,
\# Sub Antimonio wird allgeit Mercuriug
xerſtanden / heifl Vita nova. Medicina in-
cognita. Arbor vitz cogoitionis boni & ma-
| Arfenicum nigræ mo:tis, Noli metange-
!'€, Cerberus infernalis triceps. |
“a fohann de Monde Snyders,
" (bb) Der Salpeter Nitrum , Hebräifch
INeterpon Natar, folvere , Hem Alumen , ift
FR ſo
auch ein viia Salß/ bevorab dieſer /
1025
1026
kaltes Saltz / fo Fein Feuer erleiden mag
er die Hitz molerdulten/ wird er aber mi
3 BERN. DORT
(oim Bieh und Schaff- Ställen gegrabe!
wird. Der Harn. deß Menfchen ’ wi
aud) deß Viehes / too erfich hinſetzet ode
gelaffen wird / am felbigen Dre wächft z
feiner Zeit ein Nitrum, Theoph, p.1.f.1073,%
Der Salpeter ift nichts anders denn ei
und fan/ fo esihm zugioßift. Eine gleich
maͤſſige Hitz / mag der Salpeter tool ertet
ben/ denn auff einem warnen Ofen, ka
mehrerer Hitz übereilet 7 fo tbut er einem
Stoß’ und baumet fid) auff / und jemeh
er eingeſchloſſen iſt je mehr er hart ſtoͤſſe
Der Salpeter iff nichts anders / den
Spiritualifche Art und Excrement aller Sa
gen / und Wt einer Hermaphroditifchet
Art / ift nicht recht Saltz / und nicht rech
Sulphur, Theoph. p.1. f. 340.
linfer Galpeter iſt nicht moie der Alte
Salpeter / welcher war irdtfch /- unfere
aber ift (Gfftig. Plin. 1. 3r. c,ıo. Theo
phraſtus fohreibet / der Salpeter fepe ei
faíte$ Saltz unb mird auch deßhalbe
gebraucht/ gleichwie das Schieß- Pulver
zu leſchen alle Hitz in ber Bräune / in b
ſchen und andern gifftigen Sibern ; D
Dod) die Alten gefchrieben / ihr Salpet
ftot heiß und trocken 7 im andern Grad
ja was noch mehr ift / fo hält D.Senner
das Nitrum heiß und trocken im E^
ra
X ?
tk Oder Edelſt Gab Gottes.
ln Wie rtimet fich diefes zuſammen /
n bitigen Kranekheiten / hitzige Artzneyen
ugebrauchen/ und alfo- Feuer mit euer
emehren.
Von oiefcm Saltz find viel Heimlichkeis
* in der Artzney begriffen / aber hier nicht
noͤthig zu ſchreiben zc, Was aber in Die
en gehoͤret / daſſelbig iſt nicht
inder / e8 find groſſe Secreta; aber nichts
da / das zur menſchlichen Giefunobeit
Hehöre / allein ins Feuerwerck. Wunder⸗
b ‚barlich iftaber Die Natur / daß fie ſole vom
‚m nenjchlichen Leib / unb aud) vom Dem bitr
jifen Coͤtper ; auf eigener Natur gebos
d | oon ihren Excrementen / eine folche
‚S eneration, Die alfo von Lebendigen fout
Li '£/ und wieder das febenfo ftreng iſt / als
fein Ding fo erdacht Fan werden / als
b in Menfchen fein £eben fo gar ſchnell / und
ſchaͤdlichen nimmt / und für das fo gar kei⸗
| fie Stärde hilft. |
I} = Anonymus.
' (bbb) Nimm on ber wahren Erden /
sen Sonn / Mond und andern Sterns
| — wohlgeſchwaͤngert / tbeil fie in
| gcn Theil / welches barum gefchicht / das
mit der Natur ihr Gewicht wiederum zu
[fomme. Denn auf einem Theil wird das
Philofophifch: Nitrum, quf dem andern
läber das Hächtige und fire Salß gezogen /
‚von toelcher jeden inſonderheit mit weni⸗
Stt s! gen
1027 -
1928
gem geredet werden fol. (uff biefe Art
mer folchen Durchfichtigfeit gelange / di
- rungen fo offt / bif genugfam der Mater
PANDORA,
fo im Bewicht fleiffig gearbeitet mirb/ wirf
bu nicht leichtlich irren / melches ander
mwerts NB. mern man auf einem dere
Theilen allein diefes Saltz ſaͤmptlich aie
ben tooíte/ gar leicht gefcheben wArde
Don dem Philofsphifchen Nitro,
C$ muß folcher Durch die Kochung de
Steins / Filtrivung/ Abdänpffung/ un
Coagulirung auffs höchite gereinigt me
ben / Damit er vermittelg der Kunft zu ei:
auch eine Chryſtallen übertreffe.
rig calcinirten Erden nimm vier und ei
halbes Pfund / deftillire fie nach ber Kunf
durch eine Retorten / in ein groffen Recipi
erten / in welchen von Brunnen⸗Waſſe
2. fund gegoffen worden ; man deftillirt
nach den Gradibus , biß bie Tropffen wi
Süncklein ins Waſſer przcipitirt werden
die Sugenfein wol anlutiret/ Damit nich
außrauche. Wenn eine Deftillation vor
ber / fo muß man den ‚Ofen gang f
merden laffen/ ehe man die Borlag ab
nimmt: und man wiederhofe die Deftill
vorhanden.
Diefi
/
. Oder Edelſt Gab GOttes.
Dieſe Geiſter ſaͤmtlichen ſollen rcáifi-
das iſt die 2. Pfund Waſſer / welch in Re-
ripienten zu deß Geiſts Præcipitirung bins
ein goſſen worden / uͤbergangen. Darnach
ſo ſetze deinen Kolben in die Aſchen / und
treibenad) der Kunſt alle Seifter berüber/
halte fie in einem ftarcfen Glaß. NB. Die
Haft nur darmit angefüllt ^ damit es
ict zerfpringe.
Anonymus.
"^ (bbbb) Don dem Ealpeter. tot)
Elementa werden in mir aa meiften befun⸗
den’ als euer und Lufft / Waſſer und
Erden am meniaften/ darum bin ich feurig/
brennend und flüchtig. Dann ein fubtie
‚ler Gift ſteckt in mir / dem Mercurio bin
ich gänglich zu vergleichen / inwendig beif/
außwendig Ealt fchlipfferig und gan be-
haͤnde außzutreiben meine Feinde Mein
höchfter Feind ift aemeiner Schwaͤffel / und
bod) mein befter Freund / dann fo ich dureh
ihn gereiniget werde, unb geläutert Durch
das Feuers fo ftille ich alle Hihe des Feibeg
innen und auffen/ undbin dieerfte 2lr6ne
' mit wider die höchfte gifftige Kranckheit der
Peſtilentz außzuziehen und zu wehren.
| Meine Kühlung ift äufferfich viel £reffíia
cher denn des Saturni, mein Geift aber viel
| bi&iger dann einig Ding. Sch Euhle und
verbrenne / wie manmich haben will / und
* &tf 4 dar⸗
1029
9%
ein lauter hoͤlliſch Feuer. Danun Plat
den Cerberam beztoingen Fan / daß er i
‚wird erhoben werden.
meine Seele mit Klugheit von mir ausg
a ich. mit der in Freundſchafft vermäbl
‘fen gehalten wird / daß mir beyde wol
wird / fo wir in, "ui Teſtament ol
laſſen.
PANDORA,
darnach ich das werde. "Bann x
tallen ſollen zerbrochen werden / muß
fein eit accidens, fonften Fan Fein Triump
erhalten werden’ es nehme ihm aud) eini
vor pie gröfte oder Fleinefte Materia. Au
ferhatb meiner Serftóbrung bin ich ein Ei
wenn id) aber anatomirt werde / bin fi
der Inſul Thulz wiederum feine Wol
nung haben muß, der fan bann Der Ven
ein Stuͤck derLiebe abjagen / damit fid) M
ergeben und mit der Luna in Reichthui
leben kan auch der Kronedes Ehren⸗K
nigs in Gorm / Geftalt und Regimen
auch in Würde und Ehre gleichfoͤrmi
Ban mir mein Ende beſcheret ifufo m
trieben werden’ dann thu ich alleg/tvag i
meinem Vermoͤgen ift / allein Fon ich i
oni mit Beſtande nichts verrichte
Meine Bulfchaffe aber ift ein frolich Weil
werde / unb unfer Beylager in der Di
ſchwitzen. So wirfft das fubtile allen Un
flat von uns aus/ daß mir Kinder mi
Keichthum verlaffen/ und in unfert
todten Górper der befte Schaf gefunde
Baplıns Valentinum.
(bbbbb) | »
. Oder Edelſt Gab Gottes.
(bbb bb) Der Mercurius. ift feucht und
warm / hiermit ſtimmet er überein mit Der
| 'ufit : lino obwohl der Mercurius das aller
ponderofefte A&rum ift / fo will derfelbige
dannoch ber allerleichtefte ſeyn unb vem
brennenden Seuer entgeben /- über fich ſtei⸗
gen / und fid) in ein ander | Elementum
selolvisen / nempe in aérem , und bleibt
alfo recht der £ufft verglichen / dann wie
der Schwefel durchs Feuer verſtanden
piro / alfe muß Durch bag Nierum die Lufft
werftanden werden / und vice vera , teilen
in Mercurio zwey Elementen / als Teuer
und Luft am meiften und augenfcheinlich
(gefunden werden /und auch beyde aufroene
E inwendig aber feurig und hitzig
nd.
H Hierin nun iftber gantze Zweck / daß
man weiß / dieſes vecbt qu. unterfcheiden/
und dDashgurirte an flatt des gefchriebenen
Dinges juertoeblen. Ich habe allbier fo
dentlich und gröndlich von dem Philoſo⸗
phifchen Seuer geredet / als mir immer
E getvefen/ unb fagebir hiermit abere
mahls / weilen der Sulphur mit Dem Feu⸗
ier? Das Feuer mit Dem Mercurio, und Der
! Mercuriusmit der ufft / diefe aber mit dem
‘Nitro überein ſtimmen / undin ihren qua-
‚htatibus Elementariis durch eine fonbtra
!bare Harmonia concordiren : Alfo iff es
billich daß deren Chara&eren ſich auch vers
| gleichen, fonderlich weilen dieſe in der Er⸗
ib. dero A Den
-
^ Yo3t
1032
tie wie ein. Chrnftallinifch Waſſer / und
—
"PA ND. QCR 2.
den gebohren und formlich worden ; Der
halben feynd Nitrum und Sulphur fingus
laritec den Metallen zugetban / und ihnen
in linea collaterali verwand. |
Johann de «Monte Snyder
r3
| (bbbbbb) Der Philofophus foll wiſſen /
bafi wañ man den Stein machen will / ging!
Vorbereitungen erfordert werden. De
auß unferm Salg oder gemeinem Meines
ral mit unferm. Stahl giehet / bie Hefen
von ihm hinweg nímmet/ welche wir Die”
tobte Erde nennen/ mit einem Dort / fie”
ift die Außziehung unfers wahren Mercu⸗
rii in Geſtalt eines hellglängenden Waſ⸗
fers / wie ein Erpftall oder ſchoͤner Demant.
Von dieſer allbier zu reden ift meine Mey⸗
nung nicht. Sie ift leicht und ohne Schwe⸗
rigfeit : Sd) ſetze vorher daß du die Mare-
daß du es auß unfer wahren Minera mit,
einer feurigen Lange herauß giebeft. Ich
till von der andern reden / welche die in⸗
nnerliche ift ^ und der Grund der Arbeitz!
Das iſt deutlicher zu ſagen / die Vorbe⸗
reitung deß Mercurii der Weiſen / welcher
beſtehet in Außziehung der Elementen / Die”
ba vermifchee find in dem mineraliſchen
Gaamen / unb in Reinigung M
a£
Oder Edelſt Gab Gottes.
38 (ie toieber unter Krafft deß Saameng
‚bracht werden nemlich unter Die mine-
hfche Macht.
ben coagulation taufenderley Unreinig⸗
iten in der Minera an fid) gezogen: Die⸗
muß man ihnen nothwendig benehmen.
Nan muß wegnehmen Die allzu grobe
ringung fónte verhindern; man muß aufi
igfeit / welche ber-Tin&vr , und Hereinis
jung koͤnte ſchaden. Man muß herauß
ration zu wider iff / man muß außtreis
tn die allzuverbrennliche Feuchtigkeit 7
pelche ben Guß oder Fluß unb die Tin-
dur felber würde verderben. Weiter wann
mu unfern Mercurium von Flecken und Uns
tinigfeiten befreyen milt / muft bu ihn
ure toiberbofete Arbeit viel (tarder und
enger machen / und die mineralifche
drafft vermehren » damit mann fie alle
pege Meifterin iff / fie zu aller Zeit der
Arbeir bie Anfänge be Wercks immer bós
" Nimm nun deinen Mercurium / der
»urd bie Kraft unfers Stahls zu Waſſer
orden / thuihnin ein Gefaͤß / und mache
XaB er fid) erbreche /verſchaffe / daß er
— ſehen laſſe ein kleines Bildnuß der
ottheit / begehre daß von einem drey en
| | Ü en /
Die Elementen haben in ihrer minerali -
nb dicke terreitreität z welche die Durchs
haften die allzu fubtife Lüfftigkeit / die der
1033
zufällige Dinge / bie da Dem Zweck um
viel / und mehr / weder du weiſt und lieſeſt,
VES MP" INE
OP AUNODUORA.UM
den / nachdem er in bem Gefäß eine
Philofophifchen Monat blieben. Wan
bu Diefe orepe haſt fo benimm ihm all
fer Wercks fihädlich feyn Fönnen / mam
4
du ſie weg genommen / bekleide ſie vortheil
hafftig / bedecke fie mit der Krafft / oat
fie oer Strenge der Jahrs Zeit widerftchen
koͤnnen / durch welche fie hindurch muͤſſen
ehe fie sum Elixir werden. Ziehe die EI
mente auß / bevecke fie hernach voteper : JR
be da haft du die Norbereitung. Tim
die, Unreinigkeiten Davon / befleide fie toit
der mit Krafft / damit / wann du Diefelbe her
nach wieder vereinigen ſolleſt nicht mdp
chefteine Zufammenfegung nur. einer DM
ge’ und dir zu ſchwach find eine fold)
eollfommene und Fräfftige Wuͤrckung zu
thun. Diefe Wegnehmung nun und bit
fe Bekleidung ift nichts anders alg eim
wiederhohlete diftillation pef Geiftes unt
der Seelen. Das ift viel aefaget.
id Johann Lang
. (bbbbbbb) Mercurius : Außbtündig
Fanft bu arbeiten’ du thuft ihm nur zu
Dann die Philofophi forecben: Man foli
pie Natur mif der Natur vermifchen unt
aufferbalb ber Natur wollen fie nichte
fremböeg haben. Aber du haft mich all
bereit mit ben allerichnöpeften Dingen?
| u
nd wit. Koth vermifcher. Alchymiſt Ich
richte nichts auffer der Natur / fondern
b fähe ben Saamen in feine Erden / wie
heit mich. in S otb/ und wann die Zeit der
Wu. findeft nichts denn Dreck einzuſchnei⸗
enoder einzuernden. Alch. Es haben doch
iim Miſt zu finden fen. Mereurius : was
ie Philoſophi geichriebenv Das ift. mabr/
ber du verficheft den Buchſtaben / unb
ächt den Derftand unb $Seariffober Inn⸗
alt nach. Alchym. jeßund merck ich Daß
iu vielleicht Dev Mercurius biſt / aber pu
pit mir nicht gehorfam ſeyn? Darüber
ange er wiederum an derfelbigen zu be
d woͤren / und ſprach: Ux ux Mercurius:
bet der Mercurius lacht unb fagt/ duriche
fe nichts aus mein lieber Suche. Alchym.
yerbarlicy / unbeftändig und flüchtig. Mer-
urius, Dufagft / ich. fen unbefländig/ ba8
diderlegich Dir: Ich bin beftändig einem
tandhafften Kuͤnſtler und bin fy einem
ren Meifter. Diber bu und deines gleichen
enndwandelbar unb unbeſtoͤndig / kommet
Pon einem Ding zu dem andern / von ti
Bner Materiin die ander.
Mischasl Senhswogins,
it Philoſophi befehlen. Mercurius. Du -
And berben fommen/ fleug ich davon / und
an ſagt nicht vergeblich / bu. ſeyſt wun -
ie Philofophi geſchrieben / daß ihr Mates . -
. 1936
brennen : nimm deijelben wie vi
PANDOR A,
Alſo fo man ben Antimoniu
bu teilt / und leg ihn auff ein ali
end Kolen/ und blaß mit eine
von (tunb an auf dem Feur: da
fo er zulang barinn wer/ fo war
er in die 9tatur des Bleyß ve
kehrt. (c)
() AſCh batte nicht in Willens / no
Miea8 hinzu zu thun: Ab
wenn ich meine eigene uͤberſtandene Muͤ
bedencke / duͤnckt mich doch faſt es fi
noch nicht genug. Derowegen ein weni
klaͤrer zu reden: So wiſſet / daß / wer de
Mercurium Philofophorum in einigem M
talle ſuchet fehon verfehler habe Den
der Mercurius Philof :phorum ifl ein Wa
fer/ in oen. Metallen aberift Fein 2Baffer
Denn der Schwefel bat folches nicht allei
coaguliret /fondernauch gänglich vertrock
net... Diefes ift Flac in Dem gemeine
Mercurio unb Antimonio pie unter alle!
Metallifchen Coͤrpern die roheiten fepn /un
Dennoch ift ihr Waſſer ſchon febr vo
Feuer vertrocknet/ Daß wenn wir fie fubli
miren / fid) Fein feuchter eift / fonber
trockne flores ſetzen. Deßwegen iu
lig
Over Edelſt Gab GOttes.
ielche von fich einen feuchten Dampff ges
J| / und fich in Geſtalt eines Waſſers ſetz⸗
‚weil fie vom Schwefel noch nicht voͤllig
yermeiftert wären. |. Es ift aber fonft fci-
^ folche zu finden als Die Materie, parau&
e Natur den gemeinen Mercurium ma⸗
«t; unb biefe nennen fie aud) Mercurium,
Map ein fchleimiges zaͤhes Waſſer / denn
fo fichet fieauch. In diefer minera ift der
lercurialifd)e Dampff noch nicht fo gar
trocknet ; fondern feßet fich wie ein
Baffer/ damit fie auch Die Metallen auff⸗
löfet- Denn die feuchten Dünfte diefer
inerz machen bie merallifchen Duͤnſte ne⸗
n fid) zu Waſſer / und dieſes nennen fie
Hercurium Philofophorum , und Mercuri-
"n duplicatum, Hievon Darff ich nicht eben
Ael Worte mehr machen und ift unfern
Herall - Derderbern / und Antimonii-
‚Schmelßern (melche fich über dem Dampff
iefer Materie groffe Seheimnöffe träumen
iffen / gleich als wären fie Rauchprophe⸗
In worden/) genug gefagt : Wenn fie
ibt muthwillig wollen dumm feyn. Sich
jugne nicht / DaB bag Antimonium möge
|! einem Mercurialifchen Waſſer gemacht
erden / 0b ich gleich nicht weiß / wozu
nuͤtze. Denn meder unfer Mercurius
och Tin&ur darinnen fieget / fo man dem
afilio Valentino glauben will. Das iff
ttvif / Daß fid) die Philofophi beffen gt
& raue
hilofophi eine rohere mineram gefuchet/ /
1037
. 1038 |
Es iſt in Wahrheit gar ein ander Ant
ten / daB einer faft Darüber. verzmeiffel
zu gewinnen ; Fermenticens Die Philofophi
mif gemeinem Golde. Ich habe faft mel
‚gebrauchen wilt / kanſt du dieſes mew au
IN E NE E.
P ANIDORRA,- 1.9
brauchen; aber alseines bloffen Z Gerda
ges / welcher fo. wenig Dabey bleibet vial
dag gemeine Feuer. Dochiftes nicht if
re Materie: noch vielweniger aber dasg
meine Gold / wie etliche Ignoranten meyne
moniam , barínaen unfer Schwefel um
bit Materie Dergangen Kunſt lieget; Ab
das ift fo ſchwer zu finden und zu przpan
möchte. Doch betrachte mit Craft / td
ich gefchrieben 7 und tag mir an etliche
mit gutem bedacht entfallen ift / fo wirf
du gemißlich / ſo toob( Die Materie ſelbſt
als deren Zubereitung erlernen. ' Dam
ich aber ſchlieſſe; €» merce Daß die Philo
fophi zwey Mercurios ober Waſſer haben)
Der erfte ift. der Geiſt unferd Antimoni
und hier vernimm mich recht / der. ande
iftaus Dem Mercurio und Venete per Philo
fophen : und das iſt fo genug. - Aber ZW
geſagt / al$ id) wohl verantworten Fön t
aber meine eigene uͤberſtandene Mähe hal
mich darzu gebracht. Doch fen bebutfai
in deiner Einbildung / unb laß Dich bd
Wort Antimonium nicht betriegea ; Denm
fonft wuͤrdeſt du Zeit und Stoffen verlieh
ven. Das iſt alles / was ich dir babe melden
wollen; und ſtehets nun bey dir / vote Duet
Dort Edelſt 6ab GOttes.
nr wohl: Wo nicht / fo arbeite nicht /
xr du wirft deinen Unglauben feibft
'affen. " ; Ad ;
P» Eugenius Philaletba,
‚Ariftoteles von den Naturen
richt / ber Glantz ober das weiß
ird auß der Schwaͤrtze und faffer-
eben geboren / die faffergal Farb
it: [0 nun die weiſſe von der ſchwaͤr⸗
tabgefonbert/ fobleibt bas faffere
alverlaffen. Item fo das faffer
alvon der weiſſen ober Glantz ab⸗
kzogen wird / fo wird die Roͤthe
a verlaſſen / und das ſaffergaͤl von
tm Slang bínnimmeft / fo wirft
udie Schwaͤrtze finden/ fo die Roͤ⸗
yt von der ſchoͤnweiſſe bíngetban/
M die Safferfarb da verlaf-
«(3)
Ihr ſeynd vier/ das ift Schwarg /
Big; Gelb und gan& Roth / jedoch zu
gen / daß die Gelb ihre Farben bald oer»
andeln tbut / alfo daß fie wird braun
be/
ympt auf der Weiſſe undRothe bets
883 viel ſeynd der Vollkommenen?
der gelbroth mit brauem vermiſcht / und
3. derfelben nicht fo gar Yu Zeit pit Fürs
E | uu
103g -
ioás
fehlbar die Roͤthe Darinnen verborgen, und)
TM la
hun
! Ma bg
PANDOR A, :
be/ nemlich die Gelbe erhalten kan / ale
wie Dic andern drey vollfommenen Gar
ben / wie ich dann etliche vorhinihre 23 ol
fommenbeit erjeblet. babe. |
Wie viel fennd der unvollEommener
Farben? Der feynd zwo welche genannt
werden mittelmäffige Farben / Die eine ifi
Grau / die andre rotb/mit weiß vermengek)
Diefe zwo werden auch getheilte Farben. ! |
nannt. Ü
82
deyten A ? ar höre fleifftg zu / [
will ich bird ergeblen nad) ver Ordnung
toie fie durchs gan&e Werck geben, unt
fich vergleichenden regierenden 9Manete 1
daB einem jeden das Seine gugrcignt
werde. P
lohann de Padua, |
(2a) Timm die Erde und calcinire fit
in warmen feuchten Roß-Mift / biB fit.
weiß wird und fett erfcheinet / das ift bti
Schweffel der nicht brennet / unb Fan
Durch mehre Digeftion rotber Schwertel
toerben/ es muß aber erft weiß ſeyn / ehe ed
roth wird / denn vom fehmargen ift fein "
Durchgang sum rothen. Ohne durch pad
Mittel nehmlich die vociffe/ und wenn dad
weiffe im Gefäß vorhanden ift/ fo iff obtt
man
|
j
h Oder Edelſt Gab Gottes.
jan muß es nicht außzieben / fondern nür
‚chen biß c8 gan rotb wird.
eh | Michael Sendivoginss
Albertus Magnus ſpricht. (b)
? £85" haben darum diefen Tradar
S nicbt. befcehrieben / daß toir die
ten Weyſen Straffen mwolten / fondern
3B wir vielmehr ihre Schriften beftättige
atemabt Auch die Philoſophi Menfchen
iD/ und nicht alles nach der Schnur
nnen / auch nicht ein jeder Fan von allem
*fübret / wie Dem Alberto Magno , eie
"m trefflichen Mann und Sinnreichen
Hchrieben daß zu feinen Zeiten gäldene
örnlein zwiſchen ben Zähnen, eines tod⸗
Hachen bat Ddiefer einer mineralifchen.
afft in dem Menfchen zu gefchtieben/
*
Yann die mineralifde Krafftift in ihr eigen
(tid) geleget/ wie wir in dem 12. T’tracräte
m dieſelbige Monarchy unterſcheiden /
m luu 2 und
n/ und was fie außgelaſſen / erfülleten-
"ugfamb. Etliche haben auch Mira
el von ben Öraden wegen Der Natur abe:
ailofopho toieberfabren feyn foll / welcher
n Kopffs in einem Grab gefunden tors.
n. Diefes Wunderwercks eigentliche.
ID auff dieſe Meynung ift ibm gum. Des.
eiß eingefallen / der Spruch Morienis,.
ya er fügt: Unddie Materi / O König
irb oon Dir genommen und außgezogen.
1041
pn
PANDORA. -.
und indrey Deich getheilet / dieweilen be
sen jedes / ohne zuthun eines frembden/ ir
fich felbft beſtehet / und fich vermehret.
MR Michael Sendsvogi 2
Daß bif die beft Alchymiſch Wir.
dung fepe / unter allen Alchymi
fen Wirckungen / die da auf beni
Dingen herfuͤr kommt / auf wel
N
en die Natur herfür kommt / ali
der Reinigung des Schaͤfels / durch
Abfochung ober Abfiedung / um
Sublimierung und auß der Reini!
ung des Queckſilbers / unb gute
Bermifchung derfelbigen wird eii
jede Geſtallt eines jeden Metal
berfürgebracht und außgezogen.Le)
(<) Alchemia autem fic diffnitur in libre.
| qui Lilium appellatur, Alchemia el.
ars adminiftrans & oftendens effentiam [epten |
metallorum , continens qualiter quzcungul
— formz illorum imperfe&z ad naturale com
plementum deducantur. Vel aliter ic; A |!
chemia eft opus celatum regirhine quod. n
manifeftum luce filiorum. genitorum , & I6
qued per filiorum generationem juvenelcit;
Vel aliter fic : Alchemia cft fubftantia corpo!
rea ex unolcilicetargento vivo , & uno fcili
e«t fulphure compofita, qua duobus ps
| imi
h
|
I
]
Oder Edelſt Gab GOttes.
mis & humidis five limpidis conttans e& ,
ilicet anima & fpirita , & in luce iliorum
i&torum à fe manifettatur, & juvenefcit : &
uz continens elt effentiam feptem metallo-
um , ut in ea fubftantia fit fpiritus tingens
ortis,quem quzrimus,quo tingamus in quoli-
yet corpore,ac eorum qualibet parte, & eorum
quodlibet à diminutione ad naturale comple-
nentum naturaliter deducamus. Dicitur autem
Alchemia abAlembico & Kymia,quz funt due
ala , in quibus hzc ars in tribus generibus vel
ji Minibus medicinarum ad finale deducitur
complementum. Et patet , quod hoc to-
um Alchemia componitur excorrupto & in-
gro, Non autem eft Alchemia ante eli-
xir, fed poftfemper. Lapis autem phibofo-
hicus fic diffinitur: Lapis eft quzdam fortis
rirtus mineralis , ex pluribus rebus in unum
tonveríis per noftrum artificium alchemicum
congregata ; habens in fe virtutem congelan-
di Mercurium in naturam metällicam veram,
& formaliter convertendi, ac omnia metalla
infirma feu imperfeGa ad veram fanitatem &
;erfe&ionem reducendi , vitrumque mallea-
Dile faciendi , lapidemque preciofum fingen-
di, & finaliter et fumma medicina ómnium
‚corporum humanorum, & confervandi in
€is humidum radicale: quia ab ilto lapide be-
inedí&o defcendit aqua vitz , ut jam fuperius
| tetigimus, & inferius plenius oftendemus,
Incertus,
—*
—
duu 3 (ce) Ale
104%
w'ec-m C——— EN
1044
. Saamen des Metalle fep der Schwefel
. fin» / halb männlich halb weiblich / begie⸗
(aa) Alle / fo von dem Saamen ber
Metallen gefchrieben haben / ſeyn Darin
nen einig / daß fie fagen / der männlich}
und der meibliche Der Merceurius. Das
will nun nach feinem Verſtand verſtander
Ah / und nicht ber gemeine Sulphur und
Nercurius Darbor gehalten feyn/denn eg ifi
per fichtige Mercurtus metallum,ein Corpus
vor fid felbft + aus denen fieben Corpori
bus; fan perbalben Fein Saamenfeyn/ fü
foi(t er auch kalt / unb Fan die Kälte allein
auch Fein Saame nicht ſeyn: So ift bag
Sulphur des Metalls Speife / mie Ean etl
denn ein Saamen fen ? ja oer Saamen
persehret den Sulphur,miefolte dann ein Sa⸗
me pen andern verzehren ? was molte für
ein Corpus barauf werden? Darum ift edi
weit gefehlet / es nach gemeinem Derftan
zu verftehen / fondern der Saamen aller
corporum,ift DerMercurius corporumder von
Natur der alterhigigfte iſt / arum wenn der
Mercuriug corporum in einem Werck iſt⸗
unb hat Speiſe gnug / ſo tzeiben allezeit ſechs
Smtercurit ein Corpus herfuͤr / was es dann
für eins aus den ſechſen ſey / darnach fie im
Auff » ober Abſteigen ſeyn. M
Dieweil dann folcher Mereurit_fieben
bet e8 ſich wo der Saamen Venerisund
Martis pen Vorzug haben / daß fie ein maͤn⸗
lid) Corpus Solis aufforingen / too aber bet
Vds v Saa⸗
a Y um » "
T 29 À
Oder Edelſt Gab Gottes.
Foame Saturni und Jovis Uberhand behal⸗
In; paf ſie ein weiblich Corpus zu wegen
Bringen’ fo Luna genennet wird; Meicu⸗
w hilft ju beyden Seuen.
Baſilius Lalentinus.
| (eec) Dre Anfäng / wie gemeldet /
Poynd erivachfeny welches die alten Philos
Pohinicht fo genau genommen / melchedie
Iwo Wörckungen ber Elementen befchrier
Ben / und ob ſie es auch, wiffentlich vers
hwiegen / mer toill fie Darum verdencken /
| rit fieibre Schrifften nur ihren Kındern
d Be ben uno s eia unb Dueckfil-
Metallen / ja auch ihreg Gi ins Materi
Wienennet haben. Wer derobalben eim ved)?
ger Gifor(cber. Diefer heiligen. und heimlis
Ehen Wiſſenſchafft fepa will / der muß Die
Zufällwiffen und alle wohl erkennen’ daß
Dr lerne / zu welchem End oder Element
Er begehrt zu fommen/ durch mag Mittel
[t babin gelangen ‚muß / teill er anders Die
Nerdte Zahl erfüllen. Dann gleich mie
diefe drey Anfang auf vitren gemacht ſchnd /
alfo muß durch Minderung gefchehen Daß
Diefe rep zwey machen ein Maͤnvlein und
; arbkein. Michael Sendivogius.
(ec cc) Alchymiſt. Herr, in welchem
mg ift diefer Schwefel ? C timm ; bu
Muu4- - gro[»
, stt dor gewiß wiſſen / daß biefer Schr efe.
1045
I046
groſſer Tugend ift; feine Erkgrub ſeyn
ſage mir die Materi/ daraußihn die Vh
verborgen. Stimm. Syd) babe dir gefagtgi
PANDORA, |
alle Dingin der Welt / dann er ift in M
tallen Kräutern / Bäumen / Thieren
Steinen/ Ergen. Alchym. Und melchek
Te --- fan ibn unter fo vielen Dinge
und Sachen herfür Flauben ? Der Ha
lofopbi nebmen. Stimm.gemach an ju
Freund’ nicht gar zu nabe/ jedoch daß ic
bir gnug tbut/ fo wiſſe / daß der Schw
fel allent halben ſey / gleichwohl bat er etf
che Palleſt darinnen er pfleget den 2Gep
fen Audientz zugeben aber die Weyſ
beten ihn an / wenn er in feinem Medi
ſchwimmet / und mit Vulcano fpielet/ toan
fie die Weyſen zu ibm Fommen / da c8 um
unbefand / und armfeliger Kleidung ih
Alchymift. Derzich Fan ihnin jenem Ren
nicht fuchen / dann diefes nähere ift. mil
Daß feine Hüter ibn in die aller finfterft
Kercker gevoorffen / daß du ihn nicht feheik
Fanft / dann erift in einem einigen Ding
und wann du ihn zu bauf nicht findeſt
wirft du ihn vielweniger in den Waͤlden
finden/ auff daß bu aber in oem Suchdl
nicht vergmeiffelft /fo fage ich dir in hoͤch
ſter Warheit/ vaßesin Gold und Silbe
am aller vollfommenften fen / aber in den
Duedfilber am allerleichiten. Alchymiſh
Ach Joerzid) twoltegar gern der We
Steinmachenfönnen: Stimm: Du ^
- ge
Oder f£odft Gab Gottes.
pbre(t nichts böfes 7 der Schwefel tod
auch gern auffgelöft und hiermit iff Sa⸗
amusvon ihm gangen. Den máben Als
ypmiften aber bat cin tieffer Schlaf uͤber⸗
len / und ift ibm ein fold) Geſicht er-
hienen. Er batte in vemfelbigen Wald
inen Bronnen voll Waflers gefehen / um
mfeiben wanderten Salg und Schmefels
tfangen zu fechten/va bat dag Saltz dem
chwefel ein unheilfame Wund gehauen /
IuB welcher an ſtatt des Bluts weiſſes Waſ⸗
?r wie Milch gefloflen / darauß eim groffer
Sluß worden. Demnach ift auf demſel⸗
ien Wald herfür getretten/die aller ſchoͤn⸗
le Jungfrau Diana / melche fich bat ane
Jefangen in demfelbigen Gluf zu waſchen /
Pelche als fie ein voräber gehender Sürft
nd febr ftarcker Mann (auch gröffer dann
eine Diener) etfeben / fing eranfich über
bre Schönheit zu verwunderen/ und weil
iit an Natur ihm gleich war / ift er in fie
serlicbet worden / welches da fie c8 geſe⸗
yen/ ift fie bintotoer in Sieb gegen ibm enta
Prand / derowegen fie in eine Ohnmacht
Jallende gemächlich untergieng : Da der
Fuoͤrſt vieles erfeben / bat erfeinen Dienern
befohlen / daß fieibm zu Huͤlff kaͤmen / fie
aber förchteten fich alle zu dem Fluß zu ge⸗
ben / da fagt ber (Sürft / warum belfft ihr
nicht der Crungfrauen Diana. Dem ant-
worteten fies Herr Diefer fluß ift zwar klein /
I" | uuu s unb
d) mit einander zanckende / bif fie entlid)
1044 -
1o 49
bere ponunferen Vorfahren allbie umfom
fänerlc der Gefahr des ewigen Tode
ertcunnen/ wir wiſſen auch / Daß noch ar
men. Da. legte oer (Sürft. feinen dicker
Rock ab; damit er geroapnet war / uni
89 in den Fluß / daß er. ber ſchoͤne
Diand Huͤlff erzeigte, und reicher ihr di
-Danb/ fie Ar zu helffen verboffenbe:
bat auch oen Fürften zu ihr gezogen / un
fein alfo bepbe ertruncken. &ur& bernad
fein ihre Seelenauß bem Fluß berfür fo
men / unb über den Fluß geflogen / fpre
chende / ung ift febr wohl gefchehen/ fon
ſten hätten wir von unſern Leibern nich
koͤnnen erlediget werden/ welche unrein unt
befleckt waren.
Michnel Sendivogin
(ccccc) Volutis veró & revolutis omni:
bus authoribus authenticis, femper eandem
cantilenam omnes canere obfervarunt fuum-
que Mercurium depredicare. Proptereano
lentes volentes Mercurium vulgi tandem in
ſoam carnificinam deduxerunt, quod bafın
& genus przberet omnibus metallis, cum
auro, tanquam fimili, unicé amicaretur &
eentenis aliis locis Philofophorum armati,
Non ett dicendum , quid perpeflus fucrit hie
bonus Mercurius, niii effet creatura fine pa-
rige
Vott Edelſt DAB DORFES.
;, impoffibile foiſſet ipfi, fub tot lanienis
nergere : Plures enim torturassipfi applicä=
ipt, quam Domitianus, Decius, Nero &
jocletianus fuisMartyribus;quomodocung;
ro procederent adderent aut demerent, fu-
fidem tamen abnegare. noluit, quz erat
t et, Sophiltis imponere. & Philofophis
bedire, Erat autem intentio illorum, Mer -
rium per fublimationes á corporibus falfıs
urgare, cum iis refolvere, fublimare , revi-
care &c. donec ficret albiffimus dulcis at-
ue fic absque acrimoniä & Rrepitü Solem
jlveret,
. Pantal con Exgm.
- Die aber / die durch weiſſe Ding
peißgend ober mweißmachen/ und
urch galbe gilben Ind die Gefallt
er porigen Metalls bleibt in bet
Materi/diefind berrieger und wahr
elt und wahr Silber machen
enicht. (a)
2e Philolophi nennen unfer Gals
pen Ort Der Weißheit / und zwar
icht unbillig / denn es iſt voller Goͤttlichen
lle Sarben ver Welt gewickelt werden / es
aber fuͤrnehmlich außwendig Schnee-
veiß uud inwendig gang blutrotb / mit
RAN aller füffeften ATOM / lebendig
machen⸗
1049
-
1050
| [orig Außfag und Kranckheit b
PANDORA '
machenden Seben/ und Himmlifcher Tin
Gur erfüllet? Wiewohl folches nicht alti
eigendlich" bem Salg zuftehet / denn da
€53l6 gibt nur die Schärffe und das’ Ban
Der Coagulation, Derintoenbige Calor abt
ift einlauter weſentlich Feuer unb Liecht ot)
Natur / ein fchöneg durchleuchtendes Dell
von folcher Suͤſſe / daß keine Zucker nodi
Honig diefelb erreichen mag / fo fern e 00!
den andern Eigenfchafften mag entfchiede
erden. Der unfichtbare Spiritus aber DE
arinnen toobnet/ iff an Penetration wi
ein unauffhältlicher Durchfahrender Blit
wenn nun dieſes alles in ein Feuer beftdnbij
e& Weſen vereiniget unb aͤgiret worden
0 eneitehet Darauf die großmächtige Tin
&ur, Die ba totecin ſtarcker Blitz ploͤtzlich Dil
Coͤrper Durchgehet / unb alles mas den
Kern des Lebens contraire, augenblicklid®
berauf jaget / und folcher geftalt werd
die Metallen in Gold verwandelt ober tim
9itt/ denn fie find zuvor Gold und auß dei
x
"einigen Gold Weſen entftanden / abermil
€
eget/herrührend aug dem Fluch und Zorn
wären fie aber nicht zuvor Gold, fo koͤnt
fie aud) bie Tinctur nicht zu Golde ma
chen, gleich wie auch ber Menfch nicht gt
Golde wird’ wenn er die Tinctur einnim
05 fie ſchon alles Boͤſes aus ihm treibet
und finde fich im anaromiren ber Metalle
gank eigentlich / daß fie —" e
à; Go
h
i
|
| pora Gab Gottes.
fas) Derhalben fehlieffen wir / daß
ur eine einige Natur fepe / fo wohl in
en Metallen als in andern Dingen’ aber
amterfchiedlicher Wuͤrckung / und auch
ne allgemeine Materi, nad) bem Spruch
ermetis ( alfo wird von Diefem einigen
ing’ alles was gebobren ift) jedoch ſeynd
iel Kuͤnſtler / Deren jeder feinem eigenen
im nachfolget/ fucben eine neue Teaturz
ine neue Materi / Darum erfinden Pi aud
ichts frifdot8 oder neues dann fie gehen
icht nach der Natut Möglichkeit / Gaben
erſtehen die Philoſophiſche Schriften
ch dem Buchffaben. Diefe aber alle
ynd von der allgemeinen Verſammlung
nes Mercurius und Alchymiften gelshrie-
en tt die ohne Schluß wieder heim
iehen:: Dann fie fuchen nicht nur ohne
Mittel fondernauch ohne Anfang das End/
nd baffeíbige daher / indem fie nicht auf
n Sundamenten/ oder écfung der Philo-
ephifdjen Bücher / fondern von hör-far
yen / und ber Betrieger Recepten / vermey⸗
en Die Kunft zuerlangen (wiewohl viel
erfelben Bücher von ven Mißgünfligen
unteroructt/unb an vielen Orten vermehrt/
D Reichs⸗Tag / darvon in dem Gelpräch,
oder geuinpat feynd ) wann es ihnen n
1051
pj
PANDORA,- |
nit gelinget / wenden fie fid) auff die Soph
ſtereyen verurfachen wunderbare vergeber | !
Werck/mit weiß und roth machenLunamfif
xam zu machen / des Goldes Seel zu extrahil"
ren / welches in Der Vorred der i2. Tractaͤt
[cin unmöglich zu ſeyn genugfam erwieſtn
Wir laͤugnen zwar nit / ja iit ſagen/ es müf.
fe. nothwendig ſeyn Daß man die Metal‘
liſche Seel außziehe / aber nicht zu einem"
Sophiftifhen Werck/ fondern zu dem"
Stein der Wenfen: Welche mann fit aufal
|
gezogen und purgieretift/ (oll man ſie ihrem
Górper widergeben / daß eine rechte Auffel!
eritehung bef glorihieirten Leibs geſchehen
Das ift niemahlen unfer CGorbaben geret
fen daß man fónne ohne XBeisen Korn
eigen vermehren / Daß aber die aufígezl
gezogene. Seel ein anders Merall nach
Sophiftifcher Weiß tingiren koͤnne cag]!
toiffe / daß es lauter Falſch fepe / und alle]!
die fid) deſſen rühmen / Betrieger ſeyn.
Michael Sendivogsns, q
Die Hit. die da toirdt in dent!
feuchten maͤcht und bringt zum er⸗
fien die Schwärge/ und in dem],
ftodnen die Weiffe / unb in bem
meifendie Gilbe. ¶b) M
(b) en berobalben die Sachen aereis Ih
9 niget; ſo verhoffe daß Feuer und D
Waſſer Freund werben / welches fie in jr i
ni | Fe
|
|
Oder Edelſt Gab Gottes.
Erden / fo. mit ihnen auffgeftiegen
Ehrlich chun werden / bann wirft Du c8
Arser außrichten / als die Natur / fo ou
IWwohl / nach der Natur Gewicht zuſam⸗
Won gefuͤget haft: nicht wie es vor geme-
qi/ fondern wie es die Natur erfordert /
Id dir vonnoͤthen if. Dann die Natur
Bet in allen compoſitionen mehr von dem
dern zu/als vondem (euer: Das euer
immer das wenigfte Stück/aber die Na-
lit tbut nacb ibrembelieben con bem Auffere
hen Seuer darzu / das innwendige zu erwe⸗
"/ viel oder wenig / lang oder kurtz 7
Id nachdem das Feuer überwindet / oder
xtrrounben wird / nach bem werden Die
: Danndem ınnerlichen Materialifchere
tur iff genug daß e8 eine Nahrung Has
^4 und das Äufferliche euer ifl feine
1ben/ daß nicht gar zu groſſes äufferlis
es (euer Dargu Fomme dann wann
ner zuviel und über fein Vermoͤgen iffet/
erſtickt er: einegroffe Flamm friffet eia
eines Feuer / daß Auflerliche u
| | eon
1053
Roo MU U——————————
1054
| totb macher den Mercurium/ E
PANDORA
fein vermehrend / ernehrend / nicht v
zehrend / dann alfo bringet man die Di
zur Vollkommenheit. Iſt alfo bie K
hung in allen Dingen ihre Vollkomme
heit / fo gibt die Natur Kıafft zum G
wordt und machet c8 aug. |
«Michael Sendrungi
Ein aqua fort das da firiert u
fir: Nimm Salpetre / irre
Romani jedes j. W / die zerftoß uf
veibs gar wohl / barnad) thu |
gar miteinander in ein cucurbit w
verlutiert / und thu darauff €
Alembic / und verlutirs mol /
einem [uto der mit Rocen-Mäl a
macht (epe / und fep ee ein zu dift
lieren mit Eleinem Seucr/ fo fonir
fo befchlic von fund an Die Any
Pte Edelſt Gab GOttes.
ni lit ſampt bem Schnabel des Alem⸗
gie : Dann e8 ift ein Zeichen daß
as 18 Waffer ermwallen fepe/ oder ass
btten/ alébann fofompt bas aller-
Verden / unb fo bald der 2ilembi»
umanfahet weiß zu werden/ fo bor
uff ihm ‚Feuer zugeben / unb die
impul hindannen / unb beichlieg
it verrieche / und von dieſem jetzt⸗
tíagten Waſſer nimm j. Untz / oder
qr zu einem ſchoͤnen Waſſer diffol-
iefe Diffolution mit dem wolbe⸗
hloßnen Glaß in ein warm Aſchen
> Ib befalles/ lo wirſt du finden den
tins * vom quet abtoeicht /
0c bíntveg gebt / und in ein Ans
ang der anderen und dritten Nas
Wr / ' und pi vollkommenlich ae
er Areceptacul mit Wachs / daß es
us, i und tbu darein Mer⸗
fitret) und fo es geſolviret iſt / ſo ſetz
Xrr braucht
1056
. mögen firirt und gebefft werden a
— bem Werd Natur ſo blind ale Maulwͤ
-DANDORA 7
braucht werden / zu einem jet ;
theil / und alfo durch denfelben We
le Spiritus mit dem I PRBERABAFN Wa
le) !
Os ift äber die Srütrigfeit no.
nicht vorben / wenn man einma
erfennet Daß das ganke Gebeimnif in Me
curio beftehet ;. denn was ift gemeine
unter Den Sophiften / als ruffen / uni
Mercutius. t. f.t». und find gleichwohl:
fe? Die Urfache ift / teil die tatur cin,
mineralifchen Safft in dem Bauche d
Erden berfür gebracht / welcher meifte
theils mit den Philofophifchen Befchr
bungen ihres Waffers überein Fompt /
nemlich/ daß e Mineralifch iſt / lebendi
lauffend / ohne Benetzung / ſchwer / ul
dergleichen; Welches wenn es die gemein
Alchymiften lefen / reimen fiees auff ibt
nichts werthen Mercurium, welcher in fi
nen inwendigen Eygenfihafften nichts bo
das ben unfern gleich ift. ^
Es find derer etliche / welche / weil ſie
auff die Meynung der meiſten weiſen Seul
die von dieſer Kunſt geſchrieben habe
verlaſſen und ben gemeinen Mercurium De
Wort nach vermerffen/ in bem fie in 28x
heiteben fe naͤrriſch damit umgehen 10
© Doer Edelſt Gab Gottee,
té/ wenn fie Durch ihre naͤrriſche Neir
gungen den Mercurium auff unterfchieds
Her Beife tractiren/ Durch lublimiren, præ⸗
iren , caleiniren mit Der Hand / bif bof
jang (har wird / toit ein Scu bder
i pen» Schwärse/ durch diftiliiien von
m etlichen. Fzcibus , und hernachreiben
Weineſſig/ durch calciniren mit ſtar⸗
Waſſern / Dürch ungehliges waſchen /
h Berwandelung den Mércutium if
Be Gieftalten und hernach ihn
er febendig machen; durch welche Are
i alle fie ihnen einbilden / daß fie das’
nnd unfers Mercurii gewiß in Haͤn⸗
haben / da doch alle dieſe Wege 18
arbeit nur betrieglich find ; Und det
Hcurius Der alfo übel tractivet wird / iff
b einmahl wie das ander eben der vorige
curius.
Alſo daß an dieſen Stein: Ss fie fid
hrgeftoffen/ alan irgend einem andern’
gerbiß ſie erkennen moie unſer Mercurius
m ben gemeinen’ und unfere Bereitungen
Inden gemeinen Sophiftifchen zu unters
Hs den / welche Feine Gleichheit gegen ein?
xr haben.
ió Denn unfer Mercurius. ift unſtrin Leibe
xt ntlich und radicalifd)/ und partic'piret
E ‚der Natur feines innerlichen/ und bt»
Degen wird gefagt / Daß es der Mercu-
t1
d
i
*
"
|
er.
l4,
2
a
»
2 tnn alle Dinge werden von pen Philofo-
ir 2 phis
ME
us fen’ ohne welchem fein Weſen iſt;
d 1058
1959"
| fo contubktantial, daß er eineríen ber 2i
Zeugnuͤſſen der Philofophen bcfráfftigellt
- fintemabl8 feiner/ ber nur ein wahrer AR
PANDORA,
phisdurch Drey Principia unterfchieben (nl
tool etliche Amplicia nicht drey fonoe
nur eines analogice haben ) unter dene
bag allerweſendlichſte Mercurius ift / DEI
Die geronnene Seuchtigfeit alier Din
wird ihr Mercurius genennet/ welche me
alle Dingin ihnen baben/ weil alle Ding dl
ren Anfang dem Waſſer zu dancken babe |
Gleich wie alfo nun der ergendliche fpi
cificirtt Mercurius aller Dinge ihnen fo ı
fential ift 4. daß nichts ohn Demfeiben ull
alfo ift auch unfer Mercurius feinem Lei—
nach iff mit Dem Mercurio , bon Deme
Durch Die Coagulation zuſammen geronne
welches Der gemeine Mercurius nicht. ilg
und deromegen wird Der éeib Durch Die
Mercurium incrudiret / und gibr einen S
men von fich Durch Dermifchung mit Del
felbigen Durch die Mitwirefung der gebl
rigen Aufferlichen Wärme ^. ..g
Alle Philofophi erinnern und fagqii
eben oaffelbige waar zu feyn. : 9
Diefes Fönte ich warlich mit unzehlig
tift geweſen / geſchrieben der nicht eb
dieſes befräfftiget hätte. Geber, Arthephe
us, Haly , Ko(inus, Flamellus, Sendivog
us, der Author des Rofarıi, Trevifanug
3
fampt vielen andern/ welche alle zu erze
fen gank perdrießlich fallen rotiroe —
- oe v. Oyenam Philaleth
an
oet Edelſt Gab Gottes.
"ann du ein Einwerff ung ma»
wilt / ſo wirff zum erſten auff
8 vollfommen Corpus auf diefe
Bei: (Dig ion deſſen Beſſerung
uſucheſt / ſoll geſolviret werden / und
auch geſolvirt werden Die Artzney /
| " dieſe geſagte Solvirung ſollen zu
unen gethan und bekallet werden /
Ja arnad) geworffen auff dag Cor»
1068
8/ oder auff den Mercurium/
? viri du es vollfommenlich vol;
1 ríngen in fvabrer Bollfommung
ft Solarivoder Lunarli. (d)
| » CN Urch folche Multiplication Fan dies
ds: «ft Kunft nicht unbillich übernae
I Mid) und örtlich genennet werden /
ttn der Üübervermunderlichen Wuͤr⸗
ung / toelche mit Der Projedion, wird
(C Dann gleich wie ein wenig
auertaig ben gan&en Taig verfäuert/ .
^ni bin fein Natur bringt: Alfo Fan unfer
MT bilofophifche Stein unzehliche Theil Mes
n I$ verwandeln / davon toit ein außfährs
che 8 Erempel fefe beym Raymundo Lul-
oam Ende feiner Experimenten / ba er
d > fpricht : Nun ift übrig mein lieber
bn / daß mir enden unfer8 Steing
it beroenwunderfiche M ar welches
aw Y ES
NW FE 3 thet⸗
1773: ^- | : A
| thetliche Krafft einer ſolchen Hoheit u
Unbegreifflichkeit / daß id) fehler. glaub
I
‚Durch andere befriegliche | Verblendu
. Denn wie man mit eınem fund Ga
daß er fchier an der Kunft gegreciffelci n
‚bern in ein fchönes Pulver ebenmä
\ X Dr e bu
"BAND DREAM
toplte/ das gantze Meer / wann eg N
curiud waͤhre / koͤnte Durch Diefe perfedte
dicin gefteben undin pur lauter G/olD t
wandelt werten, Derohalben wannm
folches ſiehet muB man ibm nicht ein!
den / als gieng eg mit Zauberey zu / 0
taig hundert taufendmahl taufend Mt
‘Brod faa anfäuern : Eben fo viel rei
und Frafftiger tvürcfet Diefe Medicin ini
unvollfommenen Metallen. Und da
it es kommen daß der Lullius felber/
er die Projection auff die Metal getba
‚lich da er gefehen / daß ver Stein me
feiner unmäßlichen Tugend und Scurig
nicht alsbald die Metall in Gold /
turp als per Ctem felber / vere
elf,
Wenn man aber wiſſen wolte / t
um fo ein Fleines Stuͤcklein deß Phil
phifchen Steingfo unzehlige Theildeß
meinen lebendigen Mercurii in warhafl
Gold vertwandele 7 fo wird mans m
gnugſam erweifen Fönnen : fontern tí
wird mie in anderumbefanten Sacher
ne Zuflucht nehmen zu den unergrün
hen geheimen Eigenfchafften der =
Oder Edelſt Gab Gottes.
Jannenhero der Theophraftus c.8. fue
jetaph. mit allen recht - oernánfftigen Phi-
fophis fagt : Qi omnium rationem re-
runt , hoc! ipfo rationem ipfam tol-
nt atque unà fcientiam abolent atque
pare Urfach zu tviffen begehren / oie be-
t Dadurch Die Urſach auff/ und verrucken
jtgan&e Wiſſenſchafft. Und mann wir
ndiefer unfer Kunſt die Wahrheit wollen‘
MÉennen/ fo müffen mir ja geſtehen / Daß
Je einige Proje&ion bie vornehmſte unb
2 pt⸗Urſach iff / daß wir müffen fagen/
diefes ganke Merck fep ein übernarürliches
Wergk / weil es mit ben Sinnen nicht mag
begriffen werden, Hievon koͤnten viel
Eyempel angezogen werden / wo es nicht
gar zu weitleufftig würde / Doch will ich
ünter allen nur eines aus Dem Raymundo.
Eullio anzeigen/ baeran vorgemeltem Dit
veiter aljo fihreibet : Jam procedemus ad
proje&ionem ; Accipe de hae pretiola me-
dicina partem unam infar magnitadinis fa-
bz,& projice fuper mille uncias Mercurii ,&
illicó fiet medicina converfa in pulverem ru-
brum, De hoc pulvere accipe unciam unam
& projice fuper mille uncias Mercurii novi,
& ſtatim etiam convertetur in medicinam.
De hac medicina rurfum accipe unciam
unam & projice fuper mille uncias novi Met-
euríi, & iterum fiet medicina, -De hac po-
tema medicina projice: denuo unciamjunam
8. Err4 fuper
*
c
ibvertunt: Welche in allen. Dingen die -
1063
ein theil einer Bohnen groß / wirffs ai
gantz Gold vermandelt/ welches beffer um
ber tatur verborgen / ift nicht eines jede
PANDORA, |l
fuper decem mille uncia? novi Mercurii,
hoc totem converteiur. in aurum mel
quàm quod minera peperit, Hzc ille, Di
ift: Nun wollen wir zur ProjeGion fchre
ten : Nim von bieftr Föftlichen Medic
taufend Untzen Mercurii , und alsbald mi
Diefe Mediein verwandelt in ein roth
Pulbder. Don diefem Pulver nimbt me
ein Untz / und wirfft es auff taufend Ung
neu Mercurii, und wird alsbald verwa
delt in ein Medicin. Von Diefer Medic
nimbt man miber ein Ung und tvir(ft
auftaufend lagen neu Mercauril , und wir
wider ein Medicin, Von dieſer legten M
dicin. wirff wider ein Untz auff geben ta
fenb Untzen neu Mercurii , und wird aífo i
hoͤher als daſſelbe was auß dem Der
wercffommt. Biß hieher Lullius, Wan
man nun Die Rechnung hieruͤber wird rech
anlegen’ fo wird man auß wenigen Unge
biefer Medicin viel taufend Pfund Sol
haben. Aber vaffelbe erforfchen/ mas i
Sbun/ und bat folches GOtt auf uner
forfchlichem Math ver unvermeidliche
Mißbraͤuch halber wollen alfo gefchebet
laſſen/ anberft e$ gar leicht währe zuer
fahren. Dann einer der Diefen Philoſo
phiſchen Stein bat/ wie Der Senior ſagt /
gleish deme ber ein Feuer bat / be
à
7 der Edelſt Gab Gottes.
| danon mittbeilen wem er will / manner
an) 17 und wieviel er will obn feinen Scha⸗
en und Abgang / und hierinnen confen-
it n aile Phiiofophi. Weil nun diefeKunft
die und hoͤchſte / mag fie mit Grund ber
Rarheit wohl Dieandere Theologia genen⸗
dein den Zufchauenden zur höchften Ders
. nbrrung bringt / ſondern bewegt auch
Ben jeden halßſtarrigen / unbußfertigen
denſchen zur GOttes Furcht / Reu unb
kaͤntnuß ſernes Schoͤpffers.
J Ancertus Mac rocoſe.
(44) Jedoch muß man den Stein /
u vor mit dem beften Goide fermenciren/
enn ſonſten Die geringen Metallen feine
lig
if
1/ auch müffen bie geringen Metallen
ior purgiret werden/ too e8 Muß ſchaf⸗
E den Stein aber mit Golde zum
then / oder Silber zum meiffen zu fer-
ientiren Fan man folches tool mit einem
uintlein Soldes ober Silbers verrichten,
ind hat nicht vonnoͤthen für folches zu fors
mi womit man bernad) meiter und
peiter tisgiren Fan. Wenn num diefe Me-
icio auch Durch Die Multiplication gehet 7
in mit dem Waſſer ihres weiſſen oder
i E 1 rothen
ach oer Erkaͤntnuͤß GOttes Die vortreff⸗
et werben / nemlich in dem / bot feriche _
imn er diegeringen Metallen tingiren fol -
(t Subtilheit nicht ertragen koͤnnen /
padern würde bey der Proje&ion Schaden .
|. 1064
A
d
tig vermehret welches maa denn fo o.
- cias de plumbo vel anne , & funde fu
dicina non fuerit tantg virtutis, quod tanti |
| pondus poffit convertere in medicinam , ©)
- 3n medicinam, fed non ita fortem, ficut
^ quam primo feciti, Ita um accipe de iM
PW PRONUM, ;. REND
PANDORA, |
rothen Mercurii barauf fie gemacht ift to
ber diffolviret und coaguliret wird / fo wi
ibre greffe Sraffr zu ingiren noch zehnfl
man will / widerholen kan.
Michael Sendivogi
(Add) Fit autem projectio ius. medi
nz fuper. corpora tali modo : Secundu
enim quod fubtilier ef lapis , plus oportet
corpore in projedione , & minus de me
cina ponatur, quz fit ita fubtilis, quod pof
cadere fuper pondera fequentia, & ipfa co
vertere : ita faciendum eft, & hic mod
tenendus eft in omni proje&ione tam ad ;
bum, quam ad rubeum , fecundum maj
& minus pondus ipfius medicinz, — Acci
unam unciam de medicina, & accipe 50, uj
iguem , & projice ifam unciam medici |
fuper itud plumbum fufum vel ftannum ,
totum vonvertetur in medicinam : & fi m
et didum , minus accipe de corpore , Ig
plus de medicina : & fi plus potuerit cc
vertere, plus accipe decorpore, Deikot
to converfo accipe unciam unam , & fim
modo projice fuper triginta uncias plum
vel &anni fufi, adhuc totum iftud converte
"Doer Edelſt Gab Gottes.
ltimoconverfo unam unciam, & iterum ter-
io projice fuper quinquaginta uncias etis, &
lum colorem medicinz,QuiSol five Luna per
ha Ic medisinam generatus, vel generata, ex-
redit omnem Solem & Lunam naturalem in
omnibus proprietatibus , tam medicinalibus,
quam alis. Eteodem modo fit hzc proje&io
lbper mercurio, Ex ito patet, quod Mercu-
feipfum generans & vivificans, Fiat autem
Iptoje&io in crucibulo terreo , & ante fa-
gam Mercurii,
Incertus,
-. (44d) Wenn Biefes alles mol beobachter
worden / fo verbleibet dir einig und allein
‚Die philofophifche Saar über ; ( verfiche
die Proje&tiones, derer Art und Weiſe bie
"Philofophi auffs allerElärfte befchrieben /
"unb als fehi leicht diefelbigen mit Fleiß
| übergeher) ja es Fommen die Fruͤchte von
ſich felber feinem Herrn zum Gigentbum/
wenn fie ihren Derbft erreichet: Denn ob
wol diefe der Krucht Samınlung / welche
dem Banersmann zufället z/ der Erden
Zubereitung / Dummung / Aegung und
dergleichen / welche ehe man die Saas
men in Acker wirfft / vonnöthen / bedarf
fo wird doch folche unter bie Arbeiten nicht
gerechnet; fintemal / wenn ver Saamen
L ; ein⸗
n lunihcum vel folificum convertetur, fecun- _
Br.
dus nofter vere e(t feipfum mortificans, |
1066 |
1067 ——
ben fep / ben begreift in ſi ch der gange
OJPANDORA 7M
einmalindem Schos der Erden rubet 7
wird beffem Bauersmann aud) rub
Wenn nun bie groffen Arbeiten voráo
ſo gebrauche giäclich dieſe unſterblit
und ewige Frucht der Philofophiz , wel
eine Darſtellung ift ber. Goͤttlichen Wein
heit / und eine Frucht deß Lebens und f
diſchen Paradieſes. Und ob ſchon ei
dergleichen abgebrochen wird / fo wi
die andere guldene Frucht nicht mangel
und wird von vergleichen der Stam
immerzu grünen. Wenn du nun fold)
clangtı fo glaube ficherlich 7 daß auffe
halb der Anfchauungs - Wiffenfchaffe o
Goͤttlichen Mefeng/ welche unferer St
in jenem Leben auffbehalten wird / als elg
geroiffes Siegel unferes Glaubens / nicht
pem menfchlichen Derfland edlers geg
Natur Majeftät,
D,Huginus a Barma
EPILOGUS.
Cyreneus Philaletha.
9 ?fo daß ich dieſes mein Werck nich
befihreibe 7. weil e8 nicht fon genui
vorher befchrieben worden / denn ich ge
be nur einen Wiederſchall auff die Red
cll-r. Philoſophen 7 welche zum Pr
| n
fi cin fo klares Zeugnuͤß von der Mit
a ing. der Kunft und Satur bierins
P hinterloffen- haben / daß / wo Det
Ferſtand dieſer Überzeugung fähig wäre/
% tbebie Kunſt nun gang gemein worden
n; Und id) muß mit CBermunbrrung
ie ABeißheit GOttes hierinne anbeten/
eine ſo warhafftige / ſo natuͤrliche / ſo
ichte 4 fo. fehr verlangte und gefuchte
init / fo felten gefunden wird, daß ms
mein fo wohl gelehrte als ungelehrte Leu⸗
Darüber / als über ein Maͤhtlein lachen.
' ift derowegen gewihlich eine Gabe
* tes / welcher iſt / und immerdar ſeyn
Mill Der Außtheilerder ſelbigen / mach feinem
Bolgefall en. |
;
roitnten Philofophis febr unrecht 7 wel⸗
ern Arbeiten viel naͤrriſche Fehler bege⸗
1d als dannd (aftern fie Die Betrieg⸗
Migiien tiber ihre ſchwere Art zu ſchrei⸗
en / und beriachten nicht DaB Die Philofe-
ihnen nichts fehuldig ſind und was
Ene zu unterrichtung ber Lichhaber
efchrieben / nicht gefchicht auff. Schul⸗
A . nb
Oder Edelſt Gab GOttes.
inum ei thun die jenigen otn tob. |
y toti: fie derfelbigen Schriften nit
leben. koͤnnen und wegen Deo Miß⸗
trftanbeé der Muͤgligkeit Der Natur im: -
1 / und Deromegen cine lächerliche Ern⸗
tif der Aathorurn , ober Flagen zum
tafeit oder auß Geitz / denn fie befiten den
roͤſſeſten me der Welt 7 noch *
1068
>
— —
1869.
endlich quB Ehr: Geiß/ denn ihrer ti
-Zulaffung / fo ihnen der Schöpffer alli
c) fi
A
^PANDOR A,
verſchweigen ihre tamen ; ſondern qi
Liebe / und Begierde ben Tachforfchen
per Sunt zuhelffen. Welche Liebe mgl
Scheltworten zu vergelten / ein. Zeiche
groffer Undanckbarkeit ig. | n"
[er weifefte GOTT feine regierende Jar
hierinnen babe/ und alle Soͤhne der uat
haben aleichfam gemeffenen. Befehl‘ ve
ibm; Sie fehreiben und Ichren nach QUE
Dinge gegeben hat, Ich mag diefes aufi
Erfahrung fagen daß wenn id) felbi
einen Borfag hierin gehabt / ich recht
dem mit Schreiben zuvorher unüberleg
ten Gedancken dermaſſen äberherfchet mol
den bin daß ich darinnen die unmitte
babre Hand GOttes verſpuͤhret / dur
welche ich von oem Zweek / den ich mir vo
geſetzet / abgeleitet worden. .»
Und warlich e8 ift unfer Vorhaben gd
nicht / bie Kunft allerley Leuten geme
zumachen / wir fchreiben nur Denen / 0
es würdig find / und haben den Dorfat
paf unfere Bücher nur Weg⸗ SBeifer fi
vor bie / welche auff den Sußfteigen DIE
Natur wandeln / und wir thun was wv
Fönnen die Unwuͤrdigen davon außsufchli
fen: Jedoch fehreiben mir fo deutlich / de
ihrer fo viel / als GOtt zu dieſem Geheit
nuͤß verordnet ung gewiß PN
rt
—
Bde f£odft Gab Gottes,
ſeyn / eor unfere bierinnen erwieſene
Di fcd werden wir von den Söhnen
fer Wiflenfchafft erhalten 7 mir mé»
wollen / und deromegen find unfere,
ücher eingerichtet vor bie erflen 7. und
geben nicht ein Wort ver Die. fefe
Über dieſes fchreiben wir unfere Bü
tr nicht bie. Ungelehrten gu unterrich⸗
1j als menn ein gemeiner Dandivereker/
n Wofferbrenner / Alchimift oder So-.
me Fließ weg führenvoder alg wenn jeder
eitzhalß / weicher den Gewinn vor fei:
h fürnehmften Zweck hält/ bie Aepf
inden Garten der Hcfoeriden alfo fort
öbrechen / auch nicht Daß einer/ ob er
bon gelehrt iſt wenn er nur einmal oder
wen unfere Schriften obenhin und
hlecht weg gelefen / tvie bie Hunde das
Baffer im Nilo aufflecten / alfo fort zum
hilofopho erde gemacht werden : Nein
yarlich die Majeftät diefer Wiffenfchafft
bietet fo groffe Sortlofigkeit / es ift eis
t Gab GOttes / und nicht der Men:
hen. Unfere Buͤcher find vor dieſe wel⸗
de mit Nachforſchung der ratur umb⸗
zugehen. Wir geben den Weo zu
=
Be x *
fache haben werden gegen ung danckbar
n auch von andern befommen / was
ik , alsbald fondere Muͤhe das Guͤl⸗
ar gen ober noch vorhaben find Barmiz.
1679.
= | wy c
1071
verſtehen G:Ott anruffen ^ und mit EM
müffen dieſe Thuͤren Öffnen. Es mi
Segen GHttes / Dfen/ Kohlen, SI
SpA | ND OR oA ac
buít im Gebrauch der Mittel verharrie
beromegen ein tieffes Nachſinnen mit Del
r/ und übermübeten Arbeit bey e
ufifegera ſeyn / oerfelbigen mäffen fie fi
ald Commentarien. über unfere Buͤch
bedienen. Wie id getban habe / alfo b
richte ich Dich wider / und Der Seegen Go
tes wird bey allen der Tugend obligendt
Sucherm auff dieſem Wege
gewiß erfolgen. ^—— ——
E Sé eUR
p d gue — —
4% gecogono SEE
: Be
Bü
E.
H Jum Compendii,
4 Bi Hacf,
p INDEX RERUM
1% &
.. VERBORUM
D — ibus
y A.
Bwaſchung der Philof. foll nicht mit Saltz /
) auch nicbt mit corroſiviſchen / und ſcharffen
Waſſern die nicht oon Metallen iu gerich⸗
‚tet ſeyn / geſchehen / 438
bluitio convertit Lapidem in Aerem, $99
, sereguid, — $99. 617.649
etum acerrimum , $98
etum acerrimum, à dedos MR, Ho
drop oder Dunech , . 17$
Dam tourbe außErden/ Waſſer / Lufft unddeua, |
auf Seel Gieift und Leib / endlich auf Mercurio,.
"Sulphure und Sale erwecket zufammen gebauet
und gebebren. _ 442
Dier der Philoſophen ſeynd fiébenz 473
Ipler wird aqua. mtercurialis genennet $58
id hoc nummus inventuseit, 'ut Gc quafi Gdejuflor
"habendi pro. 1 —“ homo voluerit, 628
J * op — Adler
A
B RE N
Index. cr
Adler der Philsſophen oder füblimationes,
As Hermetis oder Sulphur Philofophorum,
As Philofophorum, eft —————
ÆEs Philoſ.quid,
Æſtas apud Phil, quidꝰ
As eſt aurum,
ES ex quibus, |
Aér omniumrerum femina in fe continet, quib
cum imbre hoc elt aére denlato demifh s cum :
progignuntur,
Aér alimentum eft ignis.
Es noftrum, 9.
Altvätter wordurch fie ihre Leibe Sefundpei ud
Pe geben auch groſſen Reichthum er(angl
en
Alchy:ois ift eite Gabe GOttes / — 23.4.5710.
, Alchymia mird entweder von GOtt ober Dui
hohen Berftandyoder Durch einen guten Sreu
geoffenbahret.
— zu erforſchen wird lange Zeit erforder |
viel Gefhirt / groffe Unkoſten / tägliche Arbı
und mit groffem Nachdencken/ D
Alchymi ift ohne Goͤttl. Seegen gang umü&licfy
Alchymi ju erlangen muß GOtt um Crfaatnuli
gebeten feyn. 5
Alchymi ift ein Schas aller Heimlichkeiten.
Alchymi erfordert 3. Ding und welche |
Alchymi , tie zu derſelben auff Das leichtefte Ju
gelangen fepe/ 28
Alchymi erfordert einen guten Phytinil
Alchymi gibt dem Menfchen CHTUROBETE UU DM '
fo alleg gutes,
| Alte
MY "s
Ri »
ES Verborum.
ten haben ſich ohne groſſe Koſten eines Oft
5 [eind/an einem firn Ortbeflieſſen und demſel⸗
| ben abgewartet / 37
Alchymi ift eine warhafftige Kunft AT.
A Mehymi ifteine Gabe Des D. Oxciflcd/ : — 66.68.
jJAlchymi su erlernen gebóren groffe Koften bargu/6g
- Und warum Diefeg. 79.
Alchymi tft leicht Dem jenigen eer fie verſtehet / 7x
| Dem aber der Ditfelbe nicht weiß 7 ifi nichts —
das ſo bart ju ſehn ſcheinen Fan, 71
li lichy mi warum einige Philofophianff dag aller
| verdeckt Eſſen / den Leuten fuͤrgetragen / 77.78
Achywi ift leicht und auch ſchwer 80
Aliaheft Paracelfi, | wd
Alpbidius Philofophus, 214
'hymi wird veracht von Den Theologis, Medicis,
I Philofophis und Oratoribus, | 282
p llbedo dicitur aer, 321
Dile Philofophi welche in der turba philofophorum
| 'entbaften/- werden von Sendivogio recomman-
diret / LL A 350
(Alchymia pet voloras diverfos ducit fuum magi-
|. ‚Rerium , 358
fAlchymia ift tinte Gabe GOttes 281. YA i
| Bird probiret mit unterſchiedlichen philo-
1
Aller klaͤreſt Waſſer / 388
Alchymiaeft à&io naturalis, quz fuum habet *
Bun & tempus determinatum,
\ Alchymiam haben viel Koͤnige/ Fuͤrſten / Srafıny |
"hohe Potentaten und N ——— Geiſtliche
B 00 2 - unb
| berborgenfle / unverſtaͤndlichſte und mwieein:
"- fophitm Sprüchen — xc
Moͤglichkeit Darauf zuerfehen/ | 42
Alchymia verrichtet drey Ding ; 4
—. Und:welche bie
Alchymia probitet / bafi. realiter und wi mm
(2o Mt Separation der ofer Gtementen geſchehe in der
argento vivo und fole 4
Alchymia iſt eine warhafftige Scieng .— . 428
. Alchymi terminus iff nad) ott Philolophorum 8i
Alchymia e donum Dei aluffimi. _ 4
.. tallicarum permutari non poflunt, 447.4
Alchymiften Buͤcher tono vol —
Om i 44
Alchymia quare non fit vera ars T 4$
Js Index Rerum, M
unb Weltliche getrieben / und gefchret / à au
mancherley Voͤlcker als Egypter / Chaldaͤer
Araber / Aſſirer / Teutſche und ſo weiter — 4
cher / ein langes Leben /
Alchymi ein éiebbaber / geben herauß in offene
Truck mancherley pae und Schrifften d
Alten und Treuen Philoſophen / der Natu
Alchymia requirit, Ingenium fubtile, naturale , ma
nuum operationem &liberusmarbitrium,& hoc rdi
quirit fapientiam divitias & libros, fapientiam ali
fciendum facere , divitias, ad habendum poteftad
tem faciendi Libros, ad intelle&um aperiendut
— diverlum, qui eltin multis gentibus. 427.428
Alchymia toird nicht von allen erlangt, entwede
weil es GOttes will nicht iſt oder weil fi
ihr Vernunfft nicht brauchen wollen / 41
Alchymiz fpecies fecundum Ariftotelem rerum me
Alchymia quare fi hir vera ars, —— 45!
Alchimiſten Fönnen die Spicien oder seite
DM
Be, & Vetborum, |
i der Dingen nicht verwandeen —
Ale andere Ding ohne die Metall/ fon T
Geriſt / und feynd als bie Milch / |
2 Ichemift_bringer das metallifche Corpus — 4 |
| ruͤcki in ſeine cinerem, calcem, Laticem,vitrum,fuli-
- ginem fubterraneas,darinnen rubet und [aft fich
. dann der Saame per Metallen und das Farch
- fruchtbarlich fehen und finden in bem Corpore,
" und fid) reduciren in ein fpiritualifch Waſſer
oder primam materiam , ja alfo Eünftlichin ſei⸗
Tome natürliche Anfänge feheiden und dividi-
| P ren &c. 58r
JAlbedo generatur ex frequenti & ficca trituratione
& alfſatione. 618
Alte / in Glaß verſchlo ſen/ | | 837
"Alte Philolophi haben ihre Recept auß dem
á Richt und Brunnen der tatur gefchrieben 879
Alle Ding werben in der Erden auß dreyen An-
* füngen generirt, | 1.2879
Bichymis cit ars ex naturalibus'conftans principiis.891
Alle Ding feynd von den vier Elementen ge⸗
macht / 488
Alchywia cum folerti — univerfarum retam &c.
* e& inventa 494
p non folum loquitüc de: elevatione & de-
B elementorüm , fed etiam. sien
494
Alban Magnus. if einem "Schüler ber Bones |
Kunſt zu tefen noͤthig /
cm ohne Schwefel und Queckſiber mi |
elend / f42* —
Albers vcl albar zris, quod ex tribus componitur
2993 cete.
Index! Rerum, VAR
ſe. terra! aqua & igne, | |
Alchemiſten verſammlen fich wie man den 35i j |
ſophiſchen Stein bereiten folle/ [
wegen der erfien Materi 0 ibid
^ Alchemiften Gewohnheit / 777
- Alberri fententia; oportet. nos dicere Alchymico
. peritos non aliter operari quam peritos Medicos.
qui per medicinas purgativas purgant materiali
corruptas & nocentes fanitati , & poftea per medial
confortantia naturam juvant virtutem naturalceml
ut digerendosfanitatem inducant , quz fanitas c(l
. effectus & naturæ & artis: fed illius effe&ive 8l
) »jprincipaliter , hujus autem inftrumentaliter 8
organice, fic Alchymiftz , &c, 7
Albula, 968
Albertus magnus ein trefflicher Mann und farei
chen Philofophus, 1049
Alchemiftifche Wuͤrckung welche bie beflez- 1042
Alohymiz definitiones variz, 10428
Alohemiaab Alembico & Kymia dicitur. 104:
Amalgarmatio desGoldes mit unferm Mercurio, 22
Amalgama ober trockener liquor 5
Ainslesiquon der Philoſophen / 422
Amalgama oder natuͤrliche compoſition 597
Amalgama quomodo præparandum 705.7148
; Amalgamatis quod partes effe debent. 72)
Amalgama in bociam vitam imponendum ,
"723, 224
Amalgama von Pg follen vier in im :
bfeibem /
Lud
& Yerborum,
h na’ 'gama Mercurii cum Sole, 260
fmalgama folis in einem Glaß und in dad Balne- x
"um Mariz geíe&t/fanget an guiputreficiren np
I zu grönen,
Ampel Der Philoſophen ſoll Wein⸗Oel eod
werden / 771.
I und derer Gefaͤß / ibid, |.
malgamationes (olis ac Lunz funt neceffariz, 774
mor atque defiderium omnis generationis caufa
Bret, & vere natura dicitur, 891
Infüng der Weyſen zu volbringen / feynd noip-
fimo vor der Sunft 105
Infäng ber Weyſen 7 drey feynd in allen pu
[o en/ 10
tinfang formalifcher befindet fich- a in
| dem Gold/
Ingefichte bier welche einen Q Vatter haben. =
inima in extractione cjus à terra plus purificatur ^
a btilíatur, forificauur, & crefcit, in qualitate, vire
jptute- & colore , —— 302
inima efficitur albiſſima ut nix. — 302
Anfäng oer Metallen ſeynd zwey als Schwefel
und Queckfilber/auch drey ala Saltz Schwefel
und Oueckſilber/ 319
Inacfícbte vier welche einen Vatter haben. 236°
Änimain extra&tione ejus a terra plus purificatur,
fabriliatur, fortificatur, & crefcit in qualitate, -
"virtute & colore, ultimo 302 Auima efficitur 2
> biffima ut nix.
Infäng der Metallen feynd FAM ET nae
^ft vnb Queckfilber /, auch oren als Coalg/
"Ost * Queckſilber. 319
| mA... Aw
Index-Rerum, *
Anfäng der Metallen entfpringen quB den wg
Elementen. — J
‘Anima id eft. tia&ura foluta & in Tpirita depu
ex corporibus extracta, e
Anni 4, tempora, feptem planetarum impreffi ori
.& duodecim figaorum figure conrinentut
operatione Philotóph. & qualiter hzc intell j
debent. ^ 360 €
Anima faturrii, ift nicht bie rechte Surfoder price
. metallorum materia 403 iſt auch nicht Mercuri
metallorum, 404 bat manchen —
iſt nichtceruſſa oder Bleyweiß.
Anfaͤnge der Dinge ſeynd Saltz / Schwe fel u
Queckſulber. |
Anfänge die drey / ſeynd zum Werck gar nochni |
dig / Die weil fie die nechſte Materi feyn. f:
Anfang die drey ſeynd in allem. Dingen ü
Fommentlid) zufinden ( 59
«Anima dicitur tinctura quæ in ſpititu eſft. 5
sima ſeminatur in terram foliatam, qua rein
nebit eam, 5:
4fnimam € corpore folis vel Lanz. extrahere atq
eadem corpori ia proje&ione reftituere nece
' fe ef,
Animaextrahitur medio fpiritus ZZercurii atque car
tione mercurii fpiritus exaltatur & melioratur, $9
Antimomum (ft harter und compader ale D
eJMercurius vulgi bie meilen jenes mel
Saltz Weſen an fi) gezogen hat. 86:
Antimonium, oder das ſchwartze Erdreich. 72
‚Anima ex. amalgamate , per gr dg no
elicienda, T
| Fn Ww. - & Vetborume
Bnni qnatuor partes funt in opere magno philofo-
» = DN ; 7 69
nima eft fermentum vel forma elixiris, ... $88;
Anima i,e.zs & eft fumus gravis, — 930
Antimonium, tad Darunter oerftanbentotrüt.r025
nrimonium deffen Waſſer von pem Feur außge⸗
trocknet, mo 1036 —
ipollinaris, Alexander Sidonius, Cohann Baptiſta
| Macro czphalus und andere mehr tveld)e- en
; Queckfiiber Gold gemacht.
Bölpffel der Philoſophen / Fan allein in denn Philoe
| |. fopbifcben after gekocht werden. 603
idpollo und Diana follen in der Inſul Delus ſich
aufhalten. 6
ipes folam extrahunt mel ex floribus 930
4 qua folvens Der alten/muß ein trockenes Boiler
© oder fpiritus gemefen ſeye. 36
‚Aqua noftra mortificat, illuminat,mundificat, 'yivifi-
id cat & apparere facit colores nigros &c, Die
i fer Wort Außlegung. 47.
‚Aqua vitz. 5 112
Aue fülphuris, | 113
qua fixa, | | 152
Aqua | Paradi&toaged ft) — — 160
Aqua permanens, : 211.300
Aqua alba vel viridis. ia
Aqua perma nens. ift ber Philof, Sig
Aqua vit, Der Philofoph, dieſes haben die Philofe
|^ phiallein gebraucht, darin ftecftaud) Das gan-
e P4 ek 258
ER
Mma corpus &fpiritus, — — oz
atimonium Der Philoſophen. Fosse ROI C
Qus | 4qua
1
41 4 , \
ee Bee ee rPITARTESUMEPUT te ee ee ee
EA
QN
3 Index Reram, . i
| Aquz permantis Krafft (ft eii geiftlich Bluthe 2 258
. Aqua Mercurialis un&auofa, "
Aqua lunaris five aqua argenti in qua radii foliscor
jundifunt, ef neceflaria ad opus Philof, 5
Aquafortis, 398
-Aqua fort,. von vitriol und falpéter — 39
Aqua Mercurii wird qud) Lac Virginis genannt 42
Aqua vitz, Waſſer des Lebens / welches doch vet
gröften Gift in fid) hält / - KE
| Aqua mercurialis oder Mercurtus folis oder Mercul
"5 rius pbilofophorum wird befchrieben 468
Aqua mercurialis pie daſſelhe zu der Medicin foli
2o prapáarirt werden/ | 4€
Aqua Philofopherumnon poteft enudari absque fo
le,folem itaque honoramus ^^ - 54g
Aquanoltra viva eft iznis aurum comburens, morti
ficans, & confringens magis quam ignis elemeni
taris, 54:
Aquam vifcofam muß man in ein falße corpı
coaguliren , in biefem liegt ein feuriger Waſſer
Geiſt / Derfelbe Heift Mercurius; uno dt nicht 0t
gemeine Mercurius wie Die Unckenbrenner oeil
vermeinen/ 5;
Aqua eft fpiritus » Corpus purgans , Wabtiline] 8
dealbans, | 583. 39
Aqua mixta agna nunquam feparari poflunt, 58
Aqua perennis, >
Aqua qualis limpida, talis limpida terra , & quani |
magis fuerit abluta „ tanto magis alba, "
Aqua vitz Der Philoſophen /
Agua Mércurii cocta dicitur oleum five — à
tum. 594
BR E e ^
mot: og Verborum. ,
is dics quando ablut & aqua dios (pii
I
| 592
a eft purgativum & caufa efficiens claritatem
totius corporis, & medicinz, . $92
i laduo operatur interra, namlavat eam & tingit,
án quantum lavat dicituf aqua, i in quantum tingit
Baer. | 592
fqua id circo opottet utfi (it mulra & oleum mul-
ftum, quoniam multitudo tinctutæ tanta erit,
[quanta multitudo olii fuerit, 652
jua vitz lac virginis, fons, alumen, de quo bibens
non moritur 657
| : ipfum eft ferpensluxurians in fe ipfum &c. ibid.
qua relolvens foll nicht zu tieff ſeyn Damit der
Same oder Sperma nicht ertrinde. 664
quz quot partes effe debeat, | 2E
Bquilarum numerus, , - 734
quavitz Das den Qatonem gereiniget. "751
lquafortis majoribus noltris erat incegnita, 773
" am probe cum terra conjunge, | 273.
va vifcoía, | 818
qua fanititas, | .. 856.
— qua vitz etiam aqua ardens evocatur 9u & qua-
| 1€ ibid, magnum ſuſtentaculum & folaium ek
‚pro ventriculo , ibid.
qua ardens licet flammam corripíat non idcirco |
| tamcn urit, 912,
‚qua vitz quinta effentia vocatur & quare gız
"ccelum appellatur & quare ibid,
Aqua ardens, 913, 914 cjus quinta effentía ibid.
‚qua pura fine terra. | 919
Aqua alimentum ef aeris 9i9
un Acca
e - 1
Index Rerum; UE A
Aqua. tübea fit aqua limpida & verum clixir. |
utrumque, E
| qui ccleitis oves ? 4 - |
Aqua nigra& ficca, HE. P
Aqua nominatur cauda Debet iés. j 999,1
^qua alba. | ^. 10044
Aqua permanens, |
Aqua vitz etiam fuccus Napelli | ij
Aqua fort, Das ba figirt und roth machet den M
curium, | ua
Arnoldus Villa novanus Philofophus, wer. er gel |
ſen / unb wo er gebobren/ mm
Araber / Egyptier⸗ Chaldäer unb Aſſyrer / ball
die natuͤrliche Sachen — hoch gradi
Accheus tvag.er ftp /
Aıgre un theil laſſen die Ducaten in War |
—— vivum, -
Arron Philofophus.
Ariftoteles Philofophus, . 43
Artift thut bey dem Phifofophifchen Werck nidi
anders’ dann daß er nur (aet / pflantzet uno J
geuft/ GOtt aber ift. allein Der das Gede
darzu giebet / 3
Argentum vivum dicitur oleum incombuftibil |
. anima & aér & fplendor corporum, — |
Arbeiten in Dem Phitofophifchen Werck foll
Bedacht gefchehen / i
ats Philofoph, potet horis duodecim. addifei:
odidui fpatio in opus ad cffe&um deduci,
Ars philof, in Dei mifericordia pofita eft,
D - ? & Verborum.
| beit - -unb fleiffig ſeyn wird recommendirec
en Philoſophiſchen Werl. 333354
ſpagyrica habet in fuo opere utriusque fexus
Wümulachrum & Iconem. 359
[s Hermetica habet fuam legem Adra&eam
| J contra quam operater non peccabit , & illa -
T ttiam numerum,pondus & menfura refpi iiit 459
[^ Aineram , ratione vaforum , ratione dierum,
| 1 ratione graduum,
^ ondus, ratione materiz &c.
Menfuram , ratione Chryfiidis, Ifidis, Typhoris ,
x * Vulcani, &c.
nic heiſſet Dif wellen Silber und — :
Bs vivum ift Die Wurtzel in der Achen
dann auß ihm / durch ihn / und in ihm ſeynd
ale Metall wie die Philoſophi ſagen 44
ts illa expetenda eft, quz docet corporum na-
'turalium à bínario fuo feparationem & per ter-
marium i in unionem reductionem. 464
Mificialis eorruptio corporum ———
quæ. 464
geutum vivum vulgare, non poteſt effe argemum
Ü nvum Philofophorum, j 481
"g entum vivum vulgare , potcft in igne detineti,
'Bempe per argentum vivuiu Philofophorum ‚ 484
gentum vivum Philofophorum e(t magis . fixz
—— naturæ. 481
gentum vivum Philofophorum ‚ingreditur &
| commifcetur a&ualiter alteri vulgari, de-
hiecando fuam jhumiditatem phlegmaticam &
j tollendo. frigiditatem. ex corpore denigrans
> tàn-
y
Ariftotelis 5. und 4. Buch Meteororum Item fé
Argentum vivum & matetia ' auri. fecundum
Argentum vivum tvirb auB ben vier Elemen
. unb ihrer Materi gezogen
Argenti viri multa quantitas eft. corporum met
B.
La
Index Rerum ,
lanquam carbonem, quod poftea in €
convertit, A
Arikoteli als einem natürlichen Philofopho if
allen Dingen zu glauben / 4
- Phy(ic, fein Buch degenerarione & corruptio
Itém de colo & indndo ſeynd einem Schu
bet Philof. Kunſt zu leſen nöthig/ E"
AR» vivum ift das patiens / -
Argenti vivi Kälte wird Durch bie innerliche t
unverbrennliche Wärme des Schwefels erbii
Argentum vivum commifcetar facillime quibusdi
metallis & quare,
Argentum vivum femper eft album, |
Argentum vivum poteft effe fixam vel volatile,
rum vcl multum, aut zquale,
Argentum vivum mifcetur cum corpotibus iftis, « q |
eft de illorum fubftaniia, — $
Arlenicum eft de natara fulphuris |
Argentum vivum five fixum five non e(t caufa nili
tallicz fuhonis;fed fixum eft caufa duritiei & ca
fuGonis & caufaignitioni: cum liquefactione, 4M
multos eft lapis Philofophorum. j
Argentum vivum coagulatur ex vapore ſalphu
Argentum vivum ex ablutione fulphuris redditur c
rens & fluxibile, 9
P
E fd & Verborum.
Meio. „rn. - $7
i "Philofophorum ! in multis — nunquam per-
citur, i ! 533
;'eütum vivom Pliilolophorum e hominibus ma-
gis cómmune quam argentuin vivum cominune.-
534
jentum vivum Philof, eft majoris preciimeritt &
ortioris unionis naturz à quo, & fuis primis for-
J mis omne illud, quod non elt de ſequela harmo-
diaca metallorum per gradus ſeparationis fcitos &
‚cognitos opus c& feparare quo usque appropin-
et & fit vicinum primz rei fcilicet fui gencris
)opinquioris , in quantum erit poffbile cum
concordia reali , debet à incerporari cum igne &
't ira, . $14
liréncy wird aufgegogen und fürgebracht auf des
[nen/ ın denen fic ift 7. $52.
zney wird auf Sol und Luna, mit ihrem
chmefel unb Queckfilber bereitet / 552
zney oer Philoſophen iſt aller reineſt und ſub⸗
I-tileft Subſtantz bie da ihren Alrferung auB der.
KMateridesQueckfilbers geubct/ 994
stiften fuchen vergeblich die Metall in ibit ere
| fte Materi zu reduciren /. dieweilen ſolche nur
ein Dunftift/ 62
: tit Der Philoſophen iſt eine doppelte Arbeit,
Ip: : 589
H
| ftit.
€
T
p
ja
pr
is
M
Ir
1198
anima fc. fulphuris & mercurii, ibid,
fne) zu tingiren fan nicht außden Thieren oder
"€ Ergewaͤchſen — gezogen werden — $59;
I i | 40 4^
an
MES
NT!
v
nt
»
E
*
noltra in lolo fpiritus cR corporisanima confi.
‚Index Rerum , $e.
Arnoldus Villa Novanus faat : wann bu tof "
Das Bitter füg zu machen mürdeft du D
ganke Magifterium erlangen’ 6
Artzney Wuͤcckung ſoll aachfolgen der Nat T
Artzneh allein gemacht und zuſammen ge |
aug der catut/ , j
“Argentum vivum habet i in fe foeculentia am & adufti
nem. ;
Argentuum vivum eft frigidum & humidum, & De
creavit cum eo omnes mineras , & ipfum ef aci
. um, ignis fugitivum, fecundum quod in igne 3
| quantulum flererit, faciet mira optra & alta. M
Argentum vivum eftaqua perennis, 6
‚Argenti vivi inter omnia mineralia praeferenda |
generatio, In omnibus enim mineris in veri
& cum omnibus fymbolum habet.
- argentum vivum fit ex terreftri mediocri & aq
«^. vel oleo vivo fubtili mediocriter, & fpiritu mil
, tumfíübtili, : eb
Arbeit der Philoſophen ift leicht und gag
thätig/ 65
Argentum vivum tenet in fe naturam fulphuris. 6
Ars alchemica fedem (ibi conftituit in capacitate Mi
telle&us , & in demonftratione experimentali, 6
Artifex prudens fit, & | ingenium habeat natur
ter fübtile, & profundum, judicioque egrel
^ polleat, infuper fir do&us, 3 |
Artifex fit fai arbitrii & liber , nec aliis curis |
negotiis ditriftus, Secreti item potiffimum teg
^ne fibi periculum arcefat, & aliismalcheii anffli
prabeat, Xe | "
p
E.
d
& Yerborum.
tr lrnoldus de Villa Nova hat viel vonder Mateti
Fin bem Buch flos forum gefchrieben. 691
Aitbeiten fol man mit argento vivo — mine.
tali, 71a
Blirgentum vivum "iinienilé fo e8 fir ift ift es eine
[ Sc auf rotb ./ 7ix ſcheidet fich nicht
u Pus da es zugemifihet iff 712 und pur
B^ 1
l beit der Phil, ift leicht unb gering chi.
; i$
Sentum vivum debet tranfire corium. Ph
IMdtgentum vivum in quodnam vas ponendum. 722
h Bion: von der Neuftadt. 7
pen vivum fxum & purum eft lapis ma-
. Jot. | | 74! 747
argentum vivum folum quzrimus, babet in fe cor-
us, animam & fpiritum, corpus flat, anima vivi-
]: ficat, fpiritus tingit.
Aritotelis Spruch von Verwandlung Per Gellate
| D ten oder Weſen der Metallen /25⸗ tit er zu vey⸗
ſtehen / ibid
rtzney der Hhiloſophen iſt mineraliſch *
oder Ertzaͤderlich.
tgentum vivum und ſulphur werden in Mei
"s verfehret/8is werden nicht bie jenige ge
|' meinet melche eins mif unfern Augen fes
| ben. $15
i, Bene vivum generatur in latrinis, 818 *
modo intelligendum,
3 Irt und Weiß wie man ben Phi fob
Stein bereiten folle. - b
pm BRAUN welcher +
Bi
E Arcifi-
inaex Actum, n
Attifex per modum corruptionis & generatio
- eperatur, in hac aite & eisdem principiis uti a.
quibus & ipfa natura,
Argentum ad cerebri humani infiranitares,
Argensum vivum vegetabile vel mercurius vegetal
lis, 9
' Arfenicum philofoph. | 929 9
Adfenicum citrinum & rubeum, 930 per rubcà
animam tingentem intelligunt, :
Argentum foliatum, laminatum,
Argentum noltrum,
Arſenic der philofoph.
Arbor vitz cognitionis boni & mali,
Arſenicum nigrz mortis,
Afchen der Philoſophen was fie ftp. 124 ns 2
Afche weiß als Marmulftein. |
Afche des phoenix quf welcher toirb ein in
gebohren. |
Alchen ift aufgeftiegen in Geftalt des Scans
bag ift Afchen von afchen.
Aſchen Feuer oder Feuer des dritten dab
Afchen welche wohl gerabet iff wird uforbd |
Das Glaß darein zu feren. 802 8
Diefe foll fatt auf einander act
werden al Du immer mágft; Sos 87
Afrum unum quodque habet angelum prafrder
in coelo: ‘89
‚Ara in horas mutantur, nec ulli homini tan
funtexplorata,ureorum visomnis pateat. gOsf
e ftronomia ek asr excellens & laudc digna. — 9f4
aschaner. 345
(rà
| & Verborum,
Ataméntumn der Terra ech oder argentum
"vivum item Gummi, um
Ater colorin putrefa&tione
BAhanor oder faule Heintze 867 809 wie er I
- gu bauen 807 iſt fufficient Dag gang Werck zu
Ende zu bringen. — 809
Athanor oder Philoſophiſcher Ofſen 94€ wie -
er verfertiget (oll werden. 946
IAuthor pandorz recommenditt feine Arbeit. 189
Aurum potabile worauß t8 beftehen fol 199 202
Auri potabilis Krafft und Würdung 28083
‚Aurum noftrum non eft aurum vulgi, 268
Auß Daͤmpffung fo m dem Blafe in die Höhe
N ‚ fitiaet/ iſt dunckel / ſchwartz / himmel blau und.
ri & argenti verum femen, iA
'Avis volàns, | 344
! Autumnusäpud phil, quid | 368
| Avicenna und Plinius merffen bißweil en die a
gar zu weit.
| Auffer den Wercken der Natur und in bini M
| gtufoell man die Heimlichkeit ber Phildfophen
|- nicht fuchen. 495°
Aurum totum eft argentum vivath abfque fülpbute
| exttibfeco, $o8
! Auro abíque hoc metallo nullam meiallum potett
deaurari, 508
darum fophorum aureitatis tinctutam in fe con-
tinet, | % s
' Aurum ex quibus,
rg kan nichts / wann d nicht (uter —*
unter geſtiegen. $42
2 ixi. Abram
Index Rerum; /
"atum non tingit nifi fe ipfum n
Aufloͤſen den Górper und coaguliren den Si ,
die gan&e Bhilofophifche Kunſt / £68 und d
fe beyde Arbeiten find veſt mit einanb
vereiniget. 56
Auripigmentum quid apudPhilofephos, — 59
edurum per fenon timet ignem, ergo ignem in ope
philofophico regimen caloris ad Mercurii tc
lerantiam: accomedare hie labor, hoc opus. 668
Avis philofophorum five plumata five deplumata. 669
Augmentum folis Theophrafti, 687
Avicenaz Epifteljtvelche er von bem König Affen®
empfangen wird allegirt. 70:
efurum alchymicum, | 751
Aurum Dei Gold Gottes. 8840
Aurum pretiofum minerale potentifimum ad aqua
tum & conveniens eft ad cor hominis fortifican
, dum &c. got
Aurum co&um ‚foliatum, laminatum, malleatum, 96%
Aurum noftrum, 99
Außziehung der Elementen, 103;
4fzoth, oder gluten aquila. 174
Azoth & thelon tibi ſufficiunt. "-
Azoth pliilofophorum. 3458
Azoth abluit latonem, — 3498
azoth & ignis tantummodo requiruntur in oper
philofophico. 3
Azoth was e$ nach vielerley Trationen Deutun
gen heiſſen. 3741
Axoth i,e. aqua Mercurialis & ignis latenem abluun
& mundificant i,e, terram nigram & tjus obfcu
ritatem auferunt, $83 sg
| & Verborum, |
dsoth femper diutius manet incomb uſtum 68$
toth follgethan werden in das Geſchirr vom
Glaß. | 823
goth, aller Metallen Samen. y 887
*
Aad temperirtes. 2H
«Daab ift eint temperirte "bim. 834.
Sad) desrothen Coteing. — : 992
zaͤchlein des votben Felſens. 443
alneum Matiæ. 388
jalneum «JM tiz tole e (oll geftaltet feyn. 763
ialneum Mariz hat allein die ratur daß fault
und bricht. 768
zaneum aeris, | 857
lalneum e Matiz, 951
hahılins bat nidt den gemeinen ſaturnum gemeis
net. 406
Baum der Philofophen, 968 1017
Baum der Sonne / 983 des Monde ibid,
deren und Leſen foll der Handarbeit vorges
373
de Bakkus í in dem Veroneſi ſchen Feld. 374
3unfola, p
Behaltend und nehrend Waſſer. |
Bewegung von einem End zu dem anderen dd
ſchiehet durch ihr eigen Mittel. 449
Beftändig Erde. - 473
Bernhardi doppelter Mercurius. 569
Bernhard Graff von Trevis haft erſt im
dir und fechkigften Jahr feines Al⸗
ters Die wahre «Materiam erfunden. |. 678
3383 wu
IndexRerum ; MP 1
— phyfica fobterranea, wird recomm, a-
* der Natur gegen ihre ada
— des gemeinen Mereurii mit faf
fen Waͤſſern iſt nicht - bie vechte Kein:gung
Det? Vhrlofophifchen «MH curii, i
Beja ift bad Weiby Gobricusift der Mann, 928
Berg morauff waͤchſt der Sonnen Baum. 9%
Berg des Monds. 987
Betrieger itm pbilefophifchen Werck welche 10498.
Bitterkeit welche vom Saltz herkommt / hat um
ten im Grunde eine Suͤſſe. 620
Bild des himmlifchen Widders iſt geſetzt iv :
bie irrdiſche Widder.
——— in dem Geſchirr von mancherley $e
Blur wird nicht gebobrén in dem Menfchet
es Durch bie Albdeuung und Kochungin der h
gebe
Bley: Band ber philof. was es fepe.
. Bleymird zu erſt verfehret in eine fchwarke Ach,
ſchẽ / darnach in weiß / darnach in minien rotb.sz
Bleibend Waſſer oder den Stein — beiffel
mon wann Der Leichnam wird gefolvirt t ij
Waſſer. 577
Bleibend Waſſer cosgulirt den Mercurium, 57
tan Waſſer welches die Philofophi nen
5
Hlumen der Philofophifchen Raͤben ⸗
Bleyerner Ming in das Balneum)
legt, a
& Verborum,
S(u rothes welches Mars hergibt / 857
| au und grün Dimmelfarber Stein/ ber in Ru
ner Erden waͤchſt / Nichts genannt/ -
" Syeffen Gift und Seele/
Deſſen gräner und Himmelblauer Saffı ibd.
DeſſenWaſſer und him̃elblau gläfern Meer / 932
Deſſen Seei / Leib und Geiſt / ibid.
Deſſen Auffloͤſung geſchihet per fe.
| E un — hat in ſich verſchloſſen tue
un
llociz vitrez quanta effe debet capacitas. ies
jocix vitrez orficium lato fapientiz concludendü.725
Brunnen h.e, fontana, 248
Brunnen in weichem der Juͤngling Hermspro-
| ditus und feine zarte Jungfrau Salmacis einges
daucht werden, 656
Und diefer Bender Leiber follen nimmer von eins
ander aefdyieben werden / *
Brunnen deß Treviíani, |
Drennend Waſſer wird gemeiniglich ea 08
gefunden /
gw Waſſer ift die Materi von welcher‘ bie
AUN effentia außgesogen wird / 915.916
tutt des Monds / 987. Der Sonnen ibid.
raune Schild — — TP.
runnenfeiner Mutter Koften /
Die der Philoſophen feynd oft zu (efen ;
(o 185.7.6.26.39 2.627. me
- Sollen recht verftanden werden,
Butter / Oel und Gur ber Philoſ iſt nicht 9
| meinem Dlen/
Bücher der Philof. eines fagt : nim Dif unb *
| pas anders fagt/laffe c8 ibre Hei feyn unter⸗
288 schien!
Index Rerum, »
ſchiedlich verdraͤhet 7 und in ipio e t
pes geſetzet / 5
Bücher übtrzooo. welche von ber Bhf de
Kunft gefchrieben / E
Arch Alani. E |
Buͤchſe son Eichen Hol gedrechfelt/ T
Bücher der Philofophen werden untertruckt/ 10d
Bucher der Philoſophen feynd SBegrocifer pello
Dies welche auff den Fuß fleigen der Natufl
Wwandlen / 1068
Bücher der Philofophen fennd vor diefe weld
mit Irachforfchung der Natur umgangen’ ode
vardvtsi ordiri darmit um ju geben 1070
e.
ON Alor agens in humidum , generat ee ín
& agens in ficcum, generatalbedinem, 48
Caput corvi erfcheinet gemeiniglich in 4o, Tagenf:
265.29)
Calce Philof, pofita , mediante calore elevabitur pelli;
licula quzdam i in modum olei 233
Calx alba inqua non eft macula, 320,
... Caput corvi fit $0, diebus. 33.
Calciniren ift nichts anders dann au drockne
| und in Aeſchen verkehren, 5 j
. Calcinatio.
| iz eg gefchiehet dreymahl i im Philoſophiſc
Caloris naturalis.in fixi in ſua humiditate diii !
& efficacia, 394.
Calcination benimmet ben G'órpern alle jeu z
liche und ſchwaͤrtzende Schwefligkeit / dahere
ptr
-
| & Verborum,
bleibt eine Materia in Kalcks Seftalt, 497
x kung wel cujuscunque corporis, 567
cinatio metalla imperfecta & partem lapidis fixam
(terram mundar & attenuat, $85
lginatio fccundum Gebrum cfl rei per ignem pil:
terilatıo per privationem humiditatis partes con-
(olidantis, . jbid.
Icinatio metallorum perfeda et, non ut omni
humiditate privetur cerpuscalcinandem, fed tan-
tUm ut continuitas cjusdem dividatur & in mini-
mas particulas dividatur & in minimas particulas
fedigatur, ib,
lcinatur terra Philofophica ut omni RN
te liberetur, & ut apertä fiat & Ipongiofa ut aqua
melius poffit ingredi & peragere opus fuum, 586
leinantur etiam fpiritus. 51.5 dbid-" |
put corvi oder Raben⸗Haupt / 614,
lidum & ficcum per le coadunantur, quoniam in
nullo eontrariantur ad invicem, 640
idum & f.1gidum non coadunantur , nifi per me-
dium videlicet humidum & ſiccum. 640
auda Draconis, | 719
ipst corvi, ! 268
uſæ averfationis odii, calumniarum ftudii Mrs
miítici quznam, 289
alor lentus , d , 94.4.
anon der ander / | 910
alcination muf Der Solution ERN. gehen/ | 9:0
arfunckel Stein Der Philofophen — — 934
auda Draconisa Dracone comeditur. 999.1004 —
entralifches Coal Fan von dem Künftler Kira
Solo nicht multipliciret werden / o
3i 5 Eentias
3
Chaos, | 968. * |
m p i e Mn amu ames a Nem pa — m e m — :
à
t
Index Rerum, A
Centralifehe euer,
Centrum majus & melius quiddam eft, quam cire t
ferentia, 1
Cerberus infernalis triceps, ds
Chimici intention wie fie beſchaffen ſeyn ſolle / |
Chalybs der Bhilofophen / | 3
Chymía e& adzquatı mature — operationib
290.
Chaos, der Welt * ).
Showiften f Finnen Eofen in Kupfier verwa⸗
en / |
Chalybs Philofophorum ift für fid felöften 1
‚ ber Natur erfchaffen welcher auß ben St
Inder Sonnen Durch wunderbarliche. Krafft Wo
Tugend das jenige herauß bringen Fan wel
fo viel Menfchen gefucht haben und tocldié
der Anfang unfers Wereks ift/ i
Chaos iff der Urfprung aller bier ——
Chymia eſt ars ver, —
&q uare , "
Ehpmift wird nunmehr ein Umlaͤuffer und SSetlp
ger geneanet / i
. unb warum / ig.
Chyimi naturz operationibus adequata, - »
Chaos, .
Chaos Philofophorum e& quafi minerals te
| coagulationis fuz relpe&u , &tamen aér volaiiis
‚intra quod eft celum Philofophorum in cet
fuo, quod centrum eít revera a&rale, irradffi
terram ad usque fuperficiem (uo jubare,
Chaos,
T AR & Verborum ü
len, wie vielerley / 339
ni i) unb am Sirmament drey Sonnen, /
iur en Angeſi chter / was dieſes bedeu⸗
| 359
is, Gefchirrs 388
E erfordert von einem Philofopho baf er 5d
anf ein fattes Gnuͤgen thue /
per werden entbloͤſt in das Waſſer In
ercurii. 261
ra perfe&a non indigere praparslione , cum
E
ie Spruch des Gebers zu verſtehen fey/
1% 162
jnjun&io jteeper Coͤrper if nothwendig 227.
E fennd zu wiſſen nothwendig / ibid.
jun&ion der Serien / uno des Geiſtes mit
Dem Leibe, wann fie geſchehe 229.238
junctio Die legte ift melche die vier Shania
ufammen füget /
Djundion die vierdfe ift Diefe welche ben Eva;
tat in einen Circul bringet und alfo weder
Anfang nod) End hat, (e
-- bieft ifi nothwendig /
on giren zweyfacher modus, der eine feucht J
ander trucken / 237
Onjungiren / pit Philofophi zwey Waſſer zween
Saamen / zwenargenta viva, auf dieſem wird
In lebendiger Mercurius, und Darauf Der lapis
"hilofophorum. 237
Bnjun&iio , folutio, fixatio, 241
njun&ion was fie anzeuge und bedeute r 246
. Orvus e caput artis, 226
| Cor-
V
"SET nt, fed tantum ut magis fübülientur^, -
Index Rerum ,
Corvorum tres fant fpecies. T
Corvorum voces. —— E
Eörperliche werden in uncörperlicheund bie i
‚eörperliche in cörperliche gekehrt. 2.
Contritio non fit manibus, fed fortiffima deco&i
ne,
. Cörper iſt ein Band ber Seelen’
Corpus wann e8 gang zerlaffen / t '
Congelirten metallifchen córperenz müffen fe
ſpiritus gefeben werden. 3
Coagulatio, 323.3
Corpus denigratum, N
. Corporis nigri folutio, qnoque corporis mot
folutio vocatur. : |
Corpora erunt albiífima ad modum marmoris.
- lucentis & fatis albiffimi, |
Corpus de omnibus corporibus facit Lunam, hoc
- quando nupíerit,id , et, quando in vafe fuo cor
mixti fuerint, corpora per minima, & in una
natutam coiverint per ignisexficcationem: t
generabunt filium , qui totam parentejam füa
przvalebit. |
Coíiumba fiet in, ıg@, diebus, .
Corpus wird gefäubert durch bit Caleination t
Feuers/ und wird gemafchen durch die Diſti
rung. ».
Colores omnes mundi spparent ante veram albed
nem. 3
Colorum rubedo in Cyaosbato colorando compl
rentum eft, 3
Corpus anima & fpiritus, oder Salkı Schmefelu
Queckſilber / ift ber Weiſen ihr einiges Din
372 Co
& ———
us "ls wird Durch das Waſſer diffolvitf und
auffactófet / 386
injun&io Phylofophica wird einer Gefpöng und
einem Bräutigam verglichen / 386
nburite £s noftrum cum igne fortiff mo, mas e$
heiſſe / s 4b
ruptio unius e(t generatio alterius, M
nu copiz.
rei der Philofophen wie vielerley fie fen!
| (04
orpora que tarde funduntur cito — &é
'contra, 906
rper ſeynd einer gröfferen Vollkommenheit
‚Die mehr Def Mercurii m ihnen halten/ sis
orallus rubeus , fulpur rubeum , fanguis , aurum
| purpureum, crocus combuftus , quid apud Philo-
'fophos, V
Bp differunt: rarione argenti vivi & pps
oru wird verglichen der Erd / ber Geiſt Dei
Waſſer / bie Seel demFeuer ober — xd
l ftl des Goldes.
orpus Fannicht in feine erfte mixtion wider 2»
bracht merden/ 532
Orpus non agit in corpus, $43
. pec fpiritus in Ípiritum. ibid,
orpus fufcipit impreffionem à fpiritu. $4 4-
Orpus non tingit nifi tingatur, ibid.
örpus Fan nicbt fo es ın feiner Natur bleibt ven
" Mercurium coaguliren noch ibme fteiff pus 4
ga
iorpu£ ift nichts widrigeg ober reiner bann bie sl
oder ihr Schatt/ 549 Corpus
Pact
wu
Index Rerüm ; A
Corpus folis wird von wegen des in ihm toch T |
I den Spiritus, Mercurius genannd/ [|
- Corpus Philofophi vocant terram debitam 1 ji
quod dicitur fecretum lapidis vel elixiris, qi
alias fermentum vel antrimentum ipfius appellllf
-. Corpus ift bt den Philofophen nicht fein Sol
fondern Das darinnen die Tinetur 3
ligt / und darauß wird gezogen der Dopplf
Mercurius. |
Corpus folis wird durch fich felbften und vat |
am naͤchſten iſt / folvirt/ 1
Corpus per fe propria virtute fibi Ruxibiliitem.
quirere non poteft, |
Corpus coagulat fpiritum, 86,
Corpus & fpiritus dum mutuo fcfe ſubingredi n | 3
tanta eft, interutrumgue oeceffitudo & conjuntll
' utampliusalterü finealtero disjungi non poffit,
Conjun&io & fabingreffio non fit aliquo tempx
interítitio, 4 ,
Corpora imperfe&a quomodo ad perfe&ionem | |
ducantut, E
Conjan&io convertit Lapidem i in ignem, E
Conjungere quid, |
—— & defponfatio fit in putredine in fui ur n J
vaſis,
Corpus cum eſt immundum dieitur fecondum, e
mentum, nempe terra, e
Corpus , foll eg ſtandhafftig gemacht werden
muß der Geiſt babe» ſeyn /
Coͤrper ſoll in der Mitte des allerſubtilſten uff
toic auch Durch feine eiger® Waͤrme und gen |
te ſolviret werden/
AS
&
& Verborum, |
A
-
*
)njungere quid, 649
tpus jteigt wider zur Ciben/ roarum dieſes ge
1 " ieh het / u 655
yrpus finon przparas non füfinebit i ignem , 705
n pora primum fubtilianda erunt. per difiolutionem
qua primus eft operis gradus, 60
truptio unius eſt generatio aiprins 766
um Leporis, - $8
elum cum terra oportet conjungi fuper thorum
amicitie, 881
lum eft in quo luminaria magna cum aftris cie- _
cum volvuntur , fuasque vires trans aöra ad in-
feriora dimittit,at in principio confufa fimul omnia
fecere Chaos, 882
, ps c(t pafla feu materia 85$
eum in corruptibilis mundi pars, 89r
niverlalis effentia quinta & naturalis forma voca-
. tur, ; 891
E um Philofophorum , magitterio feparationis , ab
impüris elementis ut Chaos Philofophorum fa-
bricetur; feparandum, 892
elettia terreftribus junguntur acre mediante 898
zlum animz vicem , acr fpiritus, terra autem
pr munia fcibit, $98
E ım-pater, terra mater, 915
poralis aqua aut mineralis tetra in terra ut vitel-
15 in ovo jacet, puriffhimis & ut dixi fummis &
obi mis viribus terrz dotatà, 977
flum eit unitas omnium corporum, 9609
eli Contemplatio ad opus Philofophicum non «&
(neceflaria, | to
: Einer
Index Rerum,
Coͤrper fo ſo lviret ſeyn.
Conjunctio & generatio philofoph.
Corpus ift flächtig worden.
Commentaria über Die Philoſophiſche
welche
Gp ſtalliniſche Erde ſchwimmet oben/
Cuprum ad renum ſanationem.
Cuper Koſe, | joue 941 5 |
$
Bilbao opetis initium eft, totius Corp
Fundamentum & fermentum, a
Dealbatio dicitur imprzgnation,
Dealbatio,
Deco&io prima continuanda eſt tam diu, qui k
que .draco vivificetur, & fiat, lapis Cf |
&c,
Detilliren mas eg feu. |
Deſtilliren heiffet zufammen haftende Feuchl,
keit Durchs Feuer über fich treiben. © 4b
Detillationis humidz effedtus, ij 3
Denigratio eft perfe&a folutio & e(t tin&ira, Qi
Deſttuitur qualitas per putrcfaétionem, 942 |
mode hzc fi. —
Deo cum tuo pacem habendo finém ordil,
tum in operetuo femper in mente pie
4
Defeäus i in metallis eft defe&us argenti vivi, |
xiet pariet quicquid eligitur in hacarte ad ß !
ciendum ef caufa illius, E
Deckels Gieflalt und Sorm/ 4.
Detillatio non debet fieri. per vafa plumbea. xia
ferrea, ftannea, 2 & quare,
& Verbotum.
Éillatio quid, An , gig
tandum Geber, quid | ibid.
Ellata à pucrefactione melius — * 9i9
illatio per Balneum Marie J 922
:t Balaeüm Rotis, ; -ibid;
cifieres vel Afetiami, ibid,
enſio vel deftillatio eff ER ; 923
Mida & frigida, ; —
e &aubtn/
Big alle, haben ibr Wachsthum son trösfenten
| en it ein fehr ſtinckende Materi, : |
alvete , Stm ;€& PIN e(t totum *
T —* tiit € inen Namen bat $36
g nur ein einiges welches in. einem ao
Dad unferer Wercke in eine andere Natur vers
pon wird / ift zu unferer Kunſt |...
f 539
Niza Schrifften werden von jd Phi-
Mophis bod) æſtimiret / ví
tie maxima per hüjus ärtis Mägifterium pol.
ientür, ut pote vetutm aurum & verum Argeti-
1m, & utrumgue mültum fine magno labore,
t quibus nummi figureütur ; ; pet quos oinnia
abeántur; 628
alle ſchnd auß dem darein ſie ſich —
37
Btione warum fie wiederholet werden 6$4.—
ipüle, credas, ptocerto, quod fi dictas Regulas
nte oculos habucris, nori óportebit te Regas &
| Aaaa Maena- —
Diffolutio quid.
Difillirung burd) das Abfkeigeny mic Diefe gl
AM VA AAT AB en
Magriates quzrere fed R eges &cMagnatese om |
honorem tibi impendent. ^m
Digeltion eine [ange wird in dem Werck
dert /
Ding der Philoſophen ift unzerbrechlich / see ,
gleich in Ewigkeit ſtunde / I
Ding der Philofophen ift das fünffte Wefen |
mügenfich gegen den Widertheill ——
Differentia inter fuperiorem & inferiorem ng
dum. b.
Ditillirung gefchiehet in drey Weg 921.
hen fol 4
Difeilliven in welchem Zeichen es gefchehen J
Die bre) Mineralifche Corpora follen am Gem
nicht verwahrloſet toerben/99$ -und toaruml
Ding berPhilof Fan wieder in feine erſte Mareri
bracht werden/ #
Doctrina unius in Alchymia nunquam poteft cdi
prehendi nift per doctrinam alterius.
Docimaftica oder Probier: Kunfl/und deroLob
Dolosquaq des guten Ertzlichen / $
Dolosquaq wann e$ verfälfiht / vermifcht 1
unnüß zu unferer Wuͤrckung ſeye / 4
Drach Philofophifcher/ 182.
Dreyheit iff sur Einigkeit zu bringen/ 3
Drach ftirbt nicht / als mit feinem Bruder i
Schweſter / E
- Drach frift feine Flaͤggel /
Draco qui comedit caudam fuam, '
v0, & Verborunt.
te Zahl in dem Philofophifchen Werck / was
t beveuter / | 378.384
) Geiſter in einem Geiſt follen jufammen ges
get / und im Ehebett ber Wärme big zur Doll
»mmenen Geburt erhalten werden/‘ ^ 31;
vfacbe Metcurius oder fummum univerfale iff
pfache Mercurius bringt in dem Bauch ber Cr
" berfür Metalla, Mineralia, Lapides, uno in
e bL der Erden Baum und aller *
tte der Philoſophen iſt die —
der Saͤuberung der Erde / 589
» Füßlein von Eifen oder Kupffer — 803.857
it Baumwolle umhüllet/ ibid,
y Angefichtmachen eineinfaltiges Weſen / iooz
onis canda... -. | 1004,100$
‚co moritur & vivificatur, | 1008
yerlen Roofen/ 1017.
Eyänfäng feynd Aus vieren genacht 1045
nd auf Dreyen werden Zwey —*
liec viride & liquidum, = |
ech oder Azone, | |
^ Diefes einige Dinges m ſeynd Va
Etenfehen serborben/ — $36 —
Br verfehret fic) nir in Feuchtigkeit es joe
ann vor kalt worden /
rd die Diffolutiones ſteigt diefeg Ding gen
dimmel / 655
td) die Congelationes ſteigt das Ding MEM
ur Erden/ 655
tre beginne zu mürcfen in die Seuchtigkeie/
341 Aaaqa 2 althiet
er erſte Saamen aller Metallen/ 57.’ 0
/ cM
9
Index Rerum
Allhier erheben ſich im Glaß allerley Farber N
ein Pfauen-Schtwant/und fdeinet/ata vill
. e mit einem guͤldenen Stuͤck uͤberzogen /
Durch das Geſicht / den Geſchmack nud Geruch
diefen Dreyen Sinnen werden die 3 Anfäng
der Grab ber Kochung begriffen/ |
Dunft wird i in der Erden zu Schwefel/
A ""
EDelgeftein match Ark feynd aus Demi:
turno zu bringen/ in
Eichbaum ber Phil. ift tool ín Acht zu nehmen,
Eintraͤnckung toie fie beſchaffen fepn folle/ 3424
Eins / vier und zwey / wie folches fieben madje/i n
wie folches auf Phil.2[rt zu verftehen fepe / J
Ein jedes Gleiches nähret fein Gleiches / 4 )
Ein jede Seftalt (reuet fih ihrer Geſtal — 4.
Ein jedes Geſchlecht freuet fic) feines Geſchlech
Eifen wird im Waſſer zu Kupffer/ 446 (d
Ein jedes Ding gebübret feines Gleichen) fani
von den Vegetabilien und empfindlichen Din
gefagt werden/ |,
Ein Ding / ein Stein’ ein Artzney / dem nichts |
| a wird zugethan / 536.58
Eines füngt das Werd an und vollendet à [
daſſelbe /
Einem Ding iſt nichts bequemers / dann daß a
allernäheft tft in der Natur / j y
Eiß/ daß zu erſt Waſſer geweſen / an wich,
durch die Waͤrme zu Waſſer / 26
Ein jedes Metall wird durch die Kunft in fein :
Mercurium refolvirf / 8
Einen jeglichen Stein ober Metall in feinen M
"
N
. & Verborum.
ariom zu verfehren / ift eine Valtehrung der
atur in ihre erſte Wurtzel / 173
itränckung/digerirt diffolvirt und coagulirt dns
ompoficum zu natürl. Bollfommenheit/ 579
Faͤltige Seute diftilliren Harn’ Menfchen- Koth/
yher / Menſchen⸗Blut / alte Lumpen und berglete
hen/ den Lap.Phil. davor zu erhalten, 669
Eung kommt vom Seuffel / 202
t$ jeden Dinges Tugend Krafft und herrliche
Wuͤrckung liegt verborgen in feiner Quinta Eſ.
atia , 861
| Affen Tugend unb Kräfften ſeynd durchtrin⸗
Wen/ erwärmen, reinigen/ abfcheiden/ lebend mas
Ehen, vergröffern 7 erhalten und wieder zurecht
ringen, 895 —_
‚jedes Gieftirn hat feine befondere Influeng/ "
nenta, tvie fie ibr Sperma generiren/
"ir muß mehr gereiniget ſeyn als pag Gold ebic
Silber’ 160,161
r ir ober Quinta- -Effentia nup zwey mahl recti⸗
16
Icitt erden‘ 3
tir das Wahrhafftige/ verwandelt den Mercu-
"ium entweder in Silber ober Gold 171.172
ir, das Rothe / 183
nta, Die vier tote fie in einander verwandelt
verden/ | 251.253
renta Di? 4. vollbringen ihre Wuͤrckung durch
Die Wärme und zwar das Waſſer die Solution,
die Lufft dieSublimation, das Feuer DicLiquefa-
stion,und Die Erde Die Coagulation; 293
j enta Die vier als auf dem Waſſer wird Zufft/
auß der £ufft Seuer / auf bem Geuer wiedtrum
I)
Erden 224 aaa 3 Elixir 1
Index Rerum
; Elixir bas Weiſſe / 4.
‚Element ein jedeg von bin Tieren bát in f à
Centro oder Mitte Puncten ein anders
ment in fich oon Dem es pit Clementifchdlg
tur empfanget/ / ||
Elemenra ſeynd pie ier. ARN. ber Welt /
Elementa halten dieſes Welt. Sebau durch ihr
derwaͤrtige Wuͤrckung in Gleichheit und.
portion. |
Elementa duo fant, lapidea, 'ficca fcil, terra & ill
& duo aquatica fcil, acr & aqua, |
Elixir album oder die totifie Roß / 2448
Elixir zum ÜBeiffen vergeftattct Die unvolltor |
ne Ding in das beſte Silber / 345
Elixir zu dem Rothen /
Element / das iſt / ohne Feuer Lufft und Waſſer / |
das Philof. Werck nicht vollbracht werden ff}
Element ſeynd vier,
klixir wird augmentirf in quantitate & colore.g
Elixir tpann eg wie ein Del iſt / und du ein Si
Blech) glüend darinnen ablöfcheft/ fo wir
inwendig und aufwendig gefärbt ſeyn / fqi
es aber ſchmeltzeſt mit einem zehenden The SM
fo wird es Gold aufallen 3wobengeridt/ J
Elizir ift eine Medicin wider alle Kranckheiten / di
Blizif wann es ju brauchen unb tie viel auf
mabl/ 394- 3215
Elixirs- Wuͤrckung nach dem Geber /
Element Verwandlung it nothwendig zu tif.
Elixir weiches su Zeiten gehoffet wird Fan zu N
Axden / 423
& Verborum
|i wird ) von ber Patur gemacht ohne ede
lung pu Elementeny
airs ober pes Steins wahrer Datter iſt das bos
he rotbe Golb/fo man die Sonne nennet 426 —
ur & Lap. Phil, inter fe differunt. ^4 4
o J der Weltweiſen / | E 2
dr pef. mittelbahren Dinges / worauß es ii 2
titet wotden /
ki à des mittelbahren Dinges if befférpuzcidear |
heifer gekocht / und beffer verdaͤuet — 449
mete Vermwiſchung mit Seel Ocift und Leich⸗
ham, - Ar A
MB menta der Philof. was fie fepen/ 475
ment / alle vier erópfflen ín der erften Opera
„kation und Würcfung der Natur Durch den Ar-
hzum der Ratur / in das Centrum der Eiden / 490
menta drey / als Feuer / Lufft und Waſſer / feynd
in einem ——— Gefaͤß — und einge⸗
Iſchloſſen / 499
| alidam & ficca. sap
Jementen Eſſentz und Sub&anf su wiſſen / iſt zu ber
[Philo(.S'unft notbtoenbig/ $.
jxir non ef nifi ex puriffima argenti vivi (abftan-
tía infixionem deducta & exfubtiliffima materia
& mundiffima fixa quz ab argento vivo fumpfi
originem. & ab illo eft creata. da SAT
Jixir per Philoſophen wird age brepen zuſammen
Igefeßtinemlich aus dem Lunarifchen/Solarifchen
unb Mercucialifchen G5tein/ / 552
und warum folches, Üben
5 Aasa 4 Elixir
Mn Index Rerum ES.
Elixir foll zufammen gefeßt werben auf lauter
fehönen Specien ^ 7 o pl
Elixit e& primum & principale Fundamentum
"radicale Lapidis preciofi, quod poftea per #
perationem ſecundam convertitur. in ipfum L
"pidem preciofum , vel Medicinam fummanı
que fola de committo & infirmo & imperfär
, &o metallorum tollit, & ea reducit ad ſanit
«tem & perfectionem fummam, fuperque ptos
cta fuerit, & realiter convertit & transmutat f.
Lunificum vel Solificum verum fecundum coli
rem ipfiusLapidis, — - (0 $64.56
Elixit yel Lapis habet Corpus, Animum & Spit
Elixir eft fabftantia argenti vivi &Sulphuris fubtilile
fima & purifsima,& ex terna noftra Elixir con
ponitur & Lapis confiftit, bua.
Elixir iff ein Condimenr, ein Wiedergifft / ein Ar:
ney / eine Neinigung aller Coͤrper — $6 d
Elixir maset auch Die unpollfommene Gbelgefitill
eHnect, i5? o.
Elementen Gufammenfügung/ 8c
Element eines voürcfet in Dag andere / 602.638
Elementen fünfftes Weſen wird bie erfte Mate
3111 114 e NN j |. fef
Clement muß man berfebren eines in bag ander
638. ^ wie folches zugehe/ 644
Elementorum ante divifionem non videtur ex ei
quicquam, nec tangitur nifi terra & aqua 69
& quare ibid. | d
Elementa funt quatuor, modi item quatuor & h
pores quatuor, | e
Elemen
&V erborim.
ementornm duo funt activa & duo paffva, due
alcendunt , & duo defcendunt, unum cft i in mer
medio, alterum ab altero. 639
smentorum Operatio eft fimplex: Generatio &
maturalis Permntatio, - 640
ixir fat feinen Anfang von den 4. Slementen/649
n nent verkehren iſt Feine Menſchen Hand⸗
Arbeit. 641
ement eines in das andere zu verkehren ift no⸗
thig erſtlich der Solyirung / zum 2. die Waͤſchung /
im; Die Reducirumg/jum 4.Die Fixirung/ 648
ementorüi duo funt,Lapidea & duoAquatica.649
Lapidea funt ignis & terra, ibid.
Aquatica yero aer & aqua, jbid,
rum ift eine Vermiſchung zwey drey ober
mehrer Mineralien. ober Metalleny 743
menta werden toegen ihrer Keinigkeit/ unferen
Sinnen ohne Bermittelung derer Mutier oder
Schalen nicht vorgelegt! / 744
ementen-Theilung / geſchiehet Durch eine -—
lation auf Der Aſchen /
ltmenten werden nicht bon bem Philof. Serben
aber gezogen /
ixir wird auch genannt Arkneny item ba kürfie
Weſen / auch Stein der Philof. 779 (935.
'ement fepnb in Der Putrefation zuſam̃en gefugt/
'ementen fepno zwoy / ſeynd drey / ſeynd fünff/ 863
ementa alle ſenyd in einer einigen Materi. 836.
emenra alle ſeynd tn allen Dingen / guch ein jedes
Element / hat bie drey uͤbrige in unb bey ſich / 863
lementen wie fie in einander würden! 867
ixiris tres partes, 885
Aaaa f - Elemen«
EG ———
— — — —
c MA
f ^ MNT
.— Kleméntato corpore naturali quovis celum à & E.
‚ Elixir ad álbam & ad rubrum, 1005. ‚1006, 1e !
Elixir compofitio. —4
| End gehet über feinen Anfang, auß /
Erde die da ſtincket /
‚Index. Rerum
" menta pro parte continentur,
Elixir rubeum. 908, pag. D. |
ejus vis atque virtus. pag. £F.
Elixir eft quoddam compofitum.
^ ejus de finitio ibid, & 992.
Elixir dicitur ab Zlicio. 0
Elementorum equalis & temperata permiffio, ss T
Elixir verun elixat in hora & corpora emollit. 9
Elixir quomodo ab Arabibus vocetur. 1006 P
Elementen der Philof, feynd mit Uni
vermengt /
wie dieſelbe zu reinigen / 1033. E
Englifehen Geiſter Wohnung /
End der Alchymiftif. Kunſt wird nicht von alk de
erlanget ober erreichet, 43 |
Endten Brühe wann fie aefotten unb auf bie ei |
ben unter den frepen Himmel gefchittet roit
toerben Krotten Daraus / u
Erdreich Das ſchwartze oder trüßige/ 181.269. jor
Erde wann fie fich in eia ſchwartzes Pulver verát
dert/ was fie bernad) würcke/ | 24
Ertz ber Philof. fell man brennen / 2;
mit lindem Feuer /
Ertz der Philoſ. muß in einen duͤnnen wie i
chen Gift gefehret werden /
Erde geblätterte Hermetis was fie ſeye / 2968 5 :
er wird entlößt in Waſſer / A »
r nid [f
m.‘ & Verborum. |
dreich iſt durch die imbibitiones lebendig gemacht
worden zu gebaͤhrenden weiſſen Sohn 333
dreich wann e$ auf daſſelbe regnet und darnach
wieder trocken wird / durch Pie Wärme ber Sons
nen/fo iſt es viel weiſſer als es zuvor war / ehe der
Regen darauf kommen war / 336
rde Der Philoſ. mas fie weiß macht / y 4 343 i
Erde mird Axirt/hernad) in Citrin⸗Farbe / und dann
in rothe Gro wie Drachen⸗Bluth gebracht / 390
Ide zerbricht oor Durſt / und wird als ein Dickes
Waſſer mit Del vermifcht/ 392
Birfte Werck der Philof. welchees esfeyes $68
Erdreich wird ein Waſſer / und. das Waſſer wird
Eurer / ‚570
ade mit dem Waſſer kom̃t jur Purrefadion, "596
| i b ber Phil, ift ihr Confect oDerAmalgama 594.597
Erde hält das wenigfte Theil oon bem fünfften We⸗
Birde ifi proprie frucfen/6o2. (fen imfich/6o2
Erd i(t ein Mutter ufi Ernährerin aller Dingen/soa
Erdreich wird von feinem Geiſt aufgelößtY / 613
Börde iſt des Mercurii nicht ſeine Nahrung / fondern
J folche ift nur fein Sig und Wohnung / woſelb⸗
E fitm ec geſpeiſet uno ernaͤhret wird / 61$
Ere ift ein Element ſehr wuͤrdig im feiner Beſchaf⸗
© fenheit und Herrlichkeit/ — 644...
Erbe ift ein Schwamm / und der übrigen Goammele
Raſten tituliret / vn KUN 7^
Erd⸗Saltz ber Philofophttt/ 276
8 batin fíd) eine Süffe/ein füffes bert eet 276
Bree foll qum rotben Del gemacht werden / 776. .
Erſchaffung ber gcoffen Welt und ber 4.Efementen
Erde ift ein Corpus Corporum. 894. (86&
BErbt ift allein Daffelbige Corpus welches bít him
—- life Einflirfe aufnimimt/ $9; Erde
Index Rerum,
Erde oder Matrix, |
Erde von Sonn oder Mond und anderen St |
nen Strahlen wohl geſchwaͤngert / 2
Eſſig defullirte ít nicht pet Philof. Eſſig /
Eſſig ber Philofophen/
SER febr nothwendig /
p. — Mthelia quid, Br) |
Euſſerſtem / zu dieſem kan man nicht gelangen! oft.
| ne Mittel / 278.
Eva unfer aller Mutter ift eben tie Adam aus GI
| den Waffer/ Lufft uno euer und auf Seh
| Geiſt und£eib und enblid) aus Mercurio, Suf
| phure und Sale erwecket zufammen gebaut
und gebohren toorben/ 44
Eveftrum oder Philof, Mercurius mag eg ſeye / 74
Experimentum deftruit formam fpecificam. 1
'. Exequo & aſino mulus generatur. 680.
ei gefroren ein Exempel baroon * vorg
bracht/ 114.14
(Cif dte Schnee toirb verkehrt in Waffer ceri il
telft der Warme / Darum iſts zuvor "o 31
ervefen/ I
Eiß wird von der Hik verkehrt i in Waffer/dannı "t
por Waſſer ift gemefen/ 7i
AS nrbe ſeynd manchet ey und erfeheinen m be |
Philofophif. Werck / und mie Diefelbe auf citi
auper folgen/ 43.47.117.291.295.324.34 5.3 Mh
Farben zwey / Die Weiſſe und die Rothe / ſeynd Dell
gantzen Bere End / rechte Elixiria und Tin&uß
r:e;bit weiſſe auf weiß / die rothe auf roth /48.30
arb / Schwartz Weiß und Roih / und Die brief,
wie ie heiſſen / 226. 360. Farb
* | Vetborum.
ig 03
Baulung und Reinigung der Erden waͤhret *
niglich 40. Tag / 309;325
Warben mancherley Fommen her eon den flüchtis
gen Beiftern/ 327
Fäufung bringt mancherley Thier hervor / 446
Warb Schwartz / Weiß und Roth / diefe drey Far⸗
ben/baben mit den drey Elementen / Feuer / Waſ⸗
E fer und Erden eine Gemeinſchafft / 641
Bic fixim volatile; & rutſus volatile fixum, & —*
| ; tum habebis Magifterium,
arben mancherley offenbahren fich in dem pit
E fophifchen Werck / 7%
arben mancherlen/
men / und welche unvollkommen / 1040. (38
tuer nur eines wird zu unſerem Werck gebraucht /
euer zweyerley das innerliche und das aͤuſſerliche
Feuer / 40.149.420
‚euer wie folcheg zu regieren ftot/44.127.242.379
jener Dre Geheime / und welche fie kane 119
euers⸗Wuͤrckung / 126
euer gelindes wird erforbett/ 151,279.288
euer Durch deffelben Regierung werden alle Ding
iu vollkommenem Weſen gebracht / 194
». Fecces
arben I id ſeynd S Schwarh / Weiß, Kai |
823
a welche im Philoſophiſchen Werck ol
t
"ERA
ili
Index Rerum.
Feces Philofophorum, n
Seuer wann es zu groß ift in dem Philofepki bel:
Werck / was bor Schäden Darauf entfichet/27 D
‚Seuer Vaporofifch foll wol regiert werden/ — 29
Feuer wie es indem Ofen zu regieren ſey / /
Fecibus in eſt quod quæris. E
Feces feynb zu veracoten unb zu febelten; 33
ore send A RE oder feßet auch, surudh,
das Philofophifdye Werck / 345
Feuer wird wieder auf Das Corpus gegoffen! /
Feuchtigkeit eme abfonderliche ift durch wunder
liche Handgriff t in den Mineralibus zu ſuchen
wird genannt / Aqua Mercurialis, Aqua Minera
lis, Lunaria, Spiritus Mercurii, Aqua Fortis, Aqu
Vierioli, Aqua Regis, acetum Philofophorumfi
Mercurius Mineralis , Sal vegetabile, Spiriru
Vint, | | b ;
Feces oder Drüfen/ 4,
Fermentum foll von bet Wurtzel des uitium —
genommen werden / ch
Geuer muß in Obacht genommen werden/ — 4m 1,
SeuchteLiquor muß nicht zu ſchneil vertrodenen n [
auch ber meiffen Erdreich mit su bald 4
ſchmeltzen und aufgelößt werden /
Feuer beharrliches in der erſten und zweyten Arb
aber nicht in der Dritten / al
Feuer ift Das Regiment! /
Feuer foll langfam gemebret werden / 19
Feuer natürliches muß Das andere —
ee das aufferliche foll Das innerliche nicht übt
treffen /
Feuers Eigenſchafft iſt von einander feparitfl "B
oder ſcheiden / 444 Ferrüm
UE
id
uo
|
XXX
!
ı J—— & Verborum,
rum ex quibus. | | $25
'mentum erit ut vitrum frangibile ; à $84.
uer erftes Element: hat 6:Dtt in Die Hoͤhe uns
fer Den Mond gefetst/ 6or
utr bat feine Corruption, fondern ben reineren
Theil von der Quinta- £ffentia in ſich / 601
utr ift das fürncbmfte Element/gibet bas Leben)
Buc feine wärme verurſachets das wachſen / 602
ner foll bey perm Caput Corvi oder Puttefaction
ein wenig vermehret werden / biß du die Weiffe -
wirft fehen anfangen’ 614
T farbet und tingiret/denfelbigen lebendig machet /
= umfähet und haͤlt / 625
uchtigfeit hat von bem Seuer groff eHuͤlff 64x
* (ft bas allerremefte Element und vor allen -
Das Köftlichfte/ $8. 647.
mentum oder Sauer⸗Teig / 662
Euer und Gewicht feynd Meifter im Werck/ 662
iftefte unb die allerdickſte Juden pero hundert
fi ober zwey follen in ein tvarmes Bad gefuͤhret
iR erben | 683
| ftinatio à à patte diabolo cft, 690
"rments weiß oder roth / daß ba iſt lauter und ertz⸗
© lich und in feinen andern Werck geweſen / 704
'Tmentum miſces cum Elixir. 794.
rmentum neceffirium.. 705.712
| ‚Tmentum Solem eolorat, | 705
mentum parum fi appofueris parum tindura:
' | habebis, | 70$.
Jl rmentum aliud e quam Mercurius co&um 705
| í menti quatuor partes & una pars Mercurii loti.-
[t DES Fermata-
euer das natuͤrliche kalte / innerliche Feuer 83
| rua dag natuͤrliche /
- Feimentum Solis eft Sperma viri,
| Index Rerumi
. Fermentum quomodo preparanduni;
Beuer wird mancherley genennet /
Seuer von geben Tachten / welches / 7"
wird gemacht de Alumine plumofo; 2
Feuer wie zu regieren big ang En —.. 5$
Feuers Regierung muß wol beobachtet toti ei J
nam deficiente calote; tup ors OU ioo 78 ,
Feuer foll teverberiren / !
| Feuer ein anders wird erfordert — "n did
chen/ ein anders weiß/ ein anders rotb/ citat
ders gelb 4 ri [
Feuers vier Grad oder Staffel! / T
Seuer dad rechte haben bie Alten genannt / fiie
calcis vivz five calorem Sulphuris vel Merctii
noſtri und nit Balneum Matiæ. Aſche / Sand /
9 fi
|
Z n
yl
Geuer fol nit zu gewaltig noch hitzig Itya/s 3048 rs
Feuer wider die Natur welches / al, l
euer beg erften Grade muß 12-Uncen Kohlen bi
Des nd Grads muß 24. Uncen Kohlen [1
E itte Grads muß 36. Uncen — ) r
Des ER, Grads ift nennen Seen ; |
Fehlet —— Werck / wie zu belift j-
ibi
Zeuers fubtilefte Subltang/ bat G$Ott zum ed 4
ſeiner allerheiligſten Majeſtaͤt erhoben / 86 h
| 59
Fermen
D. 2 NWebemm, . ..
nentum Lunz eft fperma feminz 994
nentum auri, aurum eft, ibid,
nentum panis, panis et, ibid.
xentum fibi reducit appofitum ad fui naturam,
s | | ibid,
(M ejusvirtutes, ibid,
mentum fermenti & coagulum coaguli, ib.
Baentum eft fecundiffima mater, quz quo fzpius
Ementum eft clavicula que claudit & aperit. ibid.
itr und Waſſer werden Freund / 1052
"icr das Äufferliche ertvecfet das innerliche / 1053
E Unterfcheid zwifchen beyden / ibid,
&um der Dit’ 239
chaugen der Philoſophen / 310.356
Mter Hauß 7 323.328
Bus totam parentejam fiam prævalet. 325
Bus c(t complementum primi operis, 316
Bation tie Diefelbe zu erlangen / 353
ch⸗Eyer ober Rogen / 350
Bus Artisopus habet Magna ſcientia, ſcilicet re-
yelatione , vel ofenfibili doctrina, ut poſſit noſtri
| agifterii pra&icam intrare, & indiger f.rti ac
Iz, & (i esnegligensperlegere & perlcrutari con-
cam ficuf ignorans. 417
| chtigkeit loͤſet das Gold ohne Gewalt auff
und dieſe iſt / auß welcher das Gold von Na⸗
tur gebohren wird / 439
| Bbbb Fixro
nprzgnatur tanto pluriescancipit ac parit, 995
Ementum Lapidis. 998 -
nagua theorica, quz vires revelet per velle natü-
rentum in noltris libris , cocus ibis ad praäi-
|
j
1
en SEES AA
Jodex" Rerum, . — 07$
j io dssrend Lapidem in. terram fpiritualer
tingentem, c
‚Figere quid, «9 39. 616.617.648,
Fixe Bluth deß Rothen Loͤwens iſt gemacht
dem unfixen Bluth deß grünen koͤwens i
um fennd fie einer Natur / |
Fixe Bluth macht beftändig bag Aöchtigen
das unfire Bluth macht flüchtig das fixe⸗
Fixe Leib iſt von der Materi deß Saturni⸗
Fixe Leib iſt ſehr nothwendig zum Philoſo
ſchen Werck /
- Filii Philofophorum funt qui perfe&e intelligun
&a eorum & non fecundum literam, 66
Gigiren in welchem Zeichen des — gef
ben folle/
Fix iſt fluͤchtig worden /
Fixe Saltz / 1
Sliegender Geiſt als der S FD
Fliegender Geiſt rorh al8 ein Blut /
Flos lapidis non comburatur,
Fliegender Vogel /
Fluͤchtig nennen Die Philofophi aquam (icd
Mercurium, farnum ,acetum acerrimum , aq
Mercurialem, fpiritum Mercurii, märe ficc
Avem Hermetis, fpiritum univerfilem mu
Azorh,und dergleichen mehr/
Flügel des grünen écoen/
Fuͤchtig iſt ſix worden / Me
Slüchtige Geiſter / | Ic
X Slug im Philoſophiſchen Werck welcher ſehr
gefaͤhrlich /
Forma una deſtructa immediate introducitur ii
haac operationem vel ad aliam difpofita,
& Verborum. A
ra non recipit impreffionem à à forma, _ $4i
eemins ín äuripiginento, . 598
or n welche die? hilofophi verftanden, 701.
'ontíaa ſchoͤn gefärbet / E 4
oma ſpeculi Trinitatis. 09
or tuna hat in der Hand ein fliegendes Gibuttiw
n IO1It
ic lernit4t Roſeæ Crücis wird geruͤhmet / i
" uen-Milch/
fen (ebiget Gemuͤth / und bof du an einem fides
"ren Dreh fepeft da niemand non brine? Zirbeit
wiſſe / wird von einem Philofopho bey Antrets
tung EL ss wer Bas 9
Zeugs albos Philofophorum.
Aunfites Weſen (ft in einem jeden Eile ementgene-
price vermiſchet / 603
Vünfit Weſen wie eg duB Dem Res oder TN
u ziehen / 6:9
Sünfites Weſen rot als Menſchen Blut’ 622 623
Sünfiies Weſen ſuüß als Honig over Zucker/ 623 325
Fuͤnfften Weſen oder Res / Krafft / Zugend und
Wuͤrckung / 624
tnus fublimatorius; | 796
'hrnus portauilis, 8:0
Sünfftes Weſen oder quiota eſſentia oder dag vers
. borgene Ding unfers Steing ift nichts anders /
als unfere viſcoſiſche / Himmliſche und herzliche
Seele durch unfere Meiſterſchafft auf feiner
"Minera gezogen / Die ibn alleın zeuget / 872.986
infftes Weſen bat. GOtt erſchaͤffen — 875.876
ag Wırd genennet aqua ardens, anima vini fpiritus
Hs & aqua viiz, _ 873.917 .
‚Phil,haben ſeinen Namen niemand vollen öffnet,
E. 974, $bbba 3 ünfb.
Iodex Rerum $.
Sunffte8 Weſen iſt * kalt oder mul n
warm und feucht
foll wohl eingefchloffen und behalten |
ben vor Verriechungund Außfliegung/
ift Y» falt und trocken / nicht hitzigi
trocken /
Sünfftes Weſen oder der ride Pi
Sünftes Weſen / Krafft und ärkund, ul
Sünfftes Weſen vom Queckfilber und dem Si
Vitriol mie außzuziehen / — 93943. d
Sünfftes Weſen Vitriols oder Kupffer⸗
fer mie e$ mit Dem Mercurio unflchrbaili
Weiß aufgejogen wird.
Günffteà XBefen des Mercurii wie es mit bem Ee
triolo unfichtbarlicher Weiß außgesogen " |
Furnus quomodo conficiendus,
Furnus Phy(icus,
gurft rider vor die Jungfrau Diana verd itr
ehe
ih ibr helfſen / ertrinckt aber auch in »m
ben Fluß /
G.
erden und Beja, 5.246.2
Gantzheit wird mit der fi ebener San *
ret.
Garten Fortunæ.
Gabricus mit feiner in Beja.
Sefäß foll man nicht öffnen.
wuͤrcket "dr in einem andern Geift/ y
- & Verborum.
n itt Leib nicht ineinen anderen Leib /⸗ 83
p wird por titi Sophilt gehalten _ 88
fieneratio muß gefchehen durch Maͤnnlein
Weib! blein — »
"Itt wird in ein Corpus verwandelt / dann dee‘
WW. Cörper i incorporirt Den Geift/ und ber Geiſt
verkehrt den Coͤrper in ein Geiſt wie $Blut/
dann alles toas ein Geiſt hat / das bat auch
Blut / 287
Kunfts 288. 3
Belber Sand ist su Grund /
Bebährung geſchiehet durch Mann und wu
Bemicht ift zu der Philofophifchen Kunft wi
l , totmbig/
| , Sarbenr
IBeicot ift bey der Eintraͤnckung wohl in ad u
I nehmen /
Gewicht der liquorum , bey Ginfe&ung deß Glafe
ſes in bie Aſche mie groß es ſeyn folle/ ober wie
B po von einem jeden foll. genommen piper
E Did Waſſer ni
Beift ſchwebet auff bem Waſſer /
. nung ín ber Faiten feuchten Erden ⸗/417
prs aur einegoder zum ee ER 48
96555 Grat.
" '
‚9 *
Gewuͤrm und kriechende Thier haben ihre hot» o
tide Rerum, , |
Geſtalt eines Metalls wie fie mag in die éd
‚eines pen Metalls nerfehrt werden |
Geiſt toͤdt den Leichnam und jeucbt ihm auf 12
Seel / und wird der Geift wieder lebendig @
macht / das gefchichet Dann durch Sublit
rung xc. E
Sch it €ou vielem weiſſen und allerreineffl
totfen zuſammen gefeßt/
Gebaͤhrung eines / iſt ein Zaſtoͤhrung des ande |
1E
Selb im Gold ift nichts anders dann eine 9
fommene Abdeuung des Schwefelsr- |
Geiſtes ift mehr dem Gewicht nachvals des Feue
Deromegen wird der Geiſt erhöhetz und
terdruckt Das Feuer und zeucht ed an ſich 1
alſo wachſet Deren iedes / in ber Krafft / bic €
de aber / ſo zwiſchen beyden iſt / waͤchſet
Gewicht und Schweere /
Geber wird unter den Philofophis fuͤr ben à
ſchwereſten und dunckelſten geſchaͤtzet /
Geiſt congelirt ſich mit den Metallen/
Geiſt reinigen ſich Durch die Leichnam / |
Geiſt und Metall congelirt/ Fan Fein Feuer mi
ſcheiden / |
Geift veinigee die Unſauberkeit der Metalle
Geift ber. verborgen ift in dem Bauch (cit
.. «orpotis , ift unfer Waſſer / nr Argen
vivum, unfer Feuer / |
Geiſt zweyerley /
& Verborum, -
iſt ein Stein und auch Fein Stein fonberü
i außgegogen von dem Cotein/ 608
E Arabs folus aliquo ordine atque methodo
v bar artem tradidi(fe videtue , fedut ipfe fatetur,
Mi ji magis aperte locutus e ibi magis artem fuam
Loc tavit, - 608
Hi hirr ſoll auffs befte-vermacht ſeyn / 613.614
li tfeguete Roͤthe gebet durch ben. Schnabel des
v Membicks mit taufend Aederlein und rotben
Pi
M /
ropffen / 620
iif tiff vertvandelt ben Leib in einen Geiſt / tingirt
| u nd färbet ibn toic Blut / | 623
» ift Seel unb Leib / verbinden fich mit einon⸗
Wbtr/ und verkehren fic). in die Farbe beg Fer-
Hg lents , ^ 624.
efchmäck entftehen auff der Saltzen Ungleich⸗
j^ it/ nach dem Unterſcheid der Arten und Ot
‚ter / ' 627
jud) die böfen unb unnatuͤrliche entſtehen on.
dem s&ifden und flüchtigen, und von Vers
brennung und Entzuͤndung deß fchmierigen
und verbrennlichen Schwefels b un 627
ber profundifime mediocribusloguitur. 675
jenoicht des Kunftlers wird dem Gewicht ber
Natur zugefegt/ 69r
jebuít und Initrument feynd vonnoͤthen in Du
% Philoſophiſchen Kunſt /
ſchirr wenig ſeynd zu dem Sichem |
Werck vonnoͤthen /
E BIST 4 Sie
N
N
»
| | Index Rerum, |
th und ber Offen follen recht gemacht f
Geſchirr fot geöffnet werden / wann bu
Baden braune Afchen fehen wirſt / |
unb das Waſſer fchier roth / il
Es a auch ein abfonderliched Waſſer tl.
gegoflen werden’ |
Gefäß bet Dhrlofophenfollnicht su groß und ni
‚zu Flein fepn/ |
Gefäß foll aud) nicht zu eng ſeyn /
undwarum. J
a Din Glaß / aber nur ein einiges | "m
Geſchirr Hermetis. ib
von Glaß /
deſſen Beſchreibung /
Gefaͤß foll wohl —5 — ſeyn / inb] d
8
Gefäufte materi ift nicht allegeit ſchwartz /
Gebaͤu der Welt wird erhalten von der Elem
ten Gewohnheit / 8
Zeſtirn und Himmel ob ſie mit ihrem corpore
das Corpus der Erden einflieſſen / 8
Zewicht der Natur und der Sbbbfopbav
Beiſt mohnet in feinem Waſſer / und diefer fü
: ER und Leib inden Tod und in den 5i
^ utet Queckſilber /
Deſchirr wie es foll in den Offen geſetzt werde |
94
.. Generatio mineralium & vegetabilium, 95
| Gen
& Verborum, T
eratiotfium principiorum, — - 978
ratio elixir albi & rubri, 958
het feinem Eörper gefuͤget werden damit
efer Ipiritualifch und auch ein Geiſt —
99
be Farb im Philofophifchen Werck / 1040
reine Reinigung / deß Mercurii vivi iff. um
lonft / 1053
2 * unb warum! 1059
ult im Gebrauch ber Mittel 7 iff in ven
i Bhilofopbifdoen We —— 1071
tin dem Glaß bringet den Kuͤnſtler nicht um
Tau lub warum diefes / 280
lj oder Sauer » Teig kompt von nichts anz
elber 740
Ki fung der calcinit£en Górper/ 924
ib foll nicht eher herauß genommen. merden/
3 mang fichet Daß bie gange Mala in cine
höre blat rothe Farb verwandelt worden
ftot /
je foll. nicht innerhalb hundert und fünffsig
Tag beweget werden, 309
a6 foll vein ſeyn / 07 35473
(iy ocbübret feines gleichen, $41
iches Ding / darauß e$ zum erſten geworden
t vir wider in das felbig refolvirt / $72
—8 gebuͤhret ſeines gleichen in der —
Qbb5; . Gab
Bitter Erde / 1000
ers / als von feinem Taig / ja es iſt der Teig
il ed am Menſchen von ſechs Buätaben,
*
Index Rerum, :
Glaß fol mit Loto fapientiz, sh L
totroci. Ln
Gluten weiß clarificirt, — * RN
Gold faa nicht mittheilen ben andern Met
eine Solche Vollkommenheit wie ver
Philofoph, teil c8 nur fo viel hat / als es
ſich benoͤthiget /
Gold ſo bald daſſelbe in das Feuer gebr
wird / fo bald wird auch fein fpiritualifcher
phur UND ae MWercurius verlohren. |
Goto und Silber Berg. zn
Gold Der philofophen. |
Gold Der — iſt kein Gold / aber *
Wahrheit Gold / e$ ift Metallifeh und Fo
bod) von einem mineral her/
Goldes Phil, doppelte Zerlöfung/ibringt be
des Loͤwens — 5 Weſen.
Gold wird entloͤſt im feine erſte Materi / pai
Schwefel und Queckilber. |
Gold des gemeinen Manns ifttod.
gie ee philofoph.häft in der Prob / 25
oh hit phif. ift beffer als das von den En
dern 364 365 und warum
Gold der philoph.. ift ju vielen Dingen -
unb gut.
rl wie es foll zur fermentation prapariret
Sol: der philofophen ober dag hohe vothe Gol
man die Sonne nennet iſt des Steins
Elixirs wahrer Vatter / deſſen Gobnermár
inferirt/Agirt/digerirt und tingirt Durch Ki
ohne diminution und einige cofrmption. | i
& Yoiborie
Jj I obne. Gewalt aufgelöfet werden. 439
ds bánget Feine Unreinigkeit Qn. 439
j fperm, ift Mercurius, . BER:
n D und Silber (oll man ad primam materianı,
Be und Mezcurium bringen. - 48
os allein zu auf den Elementen (iz
19 ju erfchaffen. | i
bat die tatur berfür gebracht, 488
te nach der Quantität und Qualität Die
Mement recht zuſammen zu bercinigen uno
Adermifchen. 48
it bcr eid oͤpffer und Werekmeifter aller Din
jt wird gelobet und gepriefen, teilen er auf
i elio geſchaffen hat cia Föhli-
516
Ka zu erſt Silber geweſen. 522
bib mag nicht Silber werden / es feye Dann
jj in aerftährer/gerbrochenvund frere. 523
Ip als das Föftlichfteunter ven Merallen fárz
f ein jedes Corpus in Die Köthe 530 531
b. foli man nicht auffſchlieſſen damit. $à ſſeibe
in B argenuum vivum gebracht werde.
1 531 532
13 j Fan nicht mehr geben als in ibme ift. sot
Boo en ift nicht der rechte Weg Gold
-—
= 2
Jr
— =
ii
Igumachen. 572
[Id zu einem rechtfchaffenen Pulver iubringen |
rae $unft.
old wann c8 einmahl redit quf feiner Giefatt
gebracht worden / fo kan es der Menſch nicht
Giott
3 :
i
| [mir parem bringen, — uias
| Index Rerum,
| ot hat alle Metalla au einer Materia 9 Ä
fen. 1
Sold gibt eine güloene/ das Silber eine fi
Farb
Gold ifi Dag edelſte unter den Me «tollen.
Gold wann es diffolvirt/ wird es fpiritual
flüchtig wie der AZercarius,
Goto &inctur wird genannt warmer món
Saamen.
Gold kan kein Menſch wachen / aber die Nat
Gold gibt eine guͤldene Farb und G
ſchafft.
Gol⸗ der Philoſophen hat einen magneten w
Magnet iſt die erſte Wurtzel und Mater
ſers Steins.
Gold der Philophen wird gemacht von
Knaben und von einer Frauen.
GOtt hat ver Natur fo viel Macht geg
daß fie Die vier Element miederum | j
bringet in das fünffte Weſen.
Gold wer will machen/ der fol nehmen
und Mercurium. |
p Silber find bie Wurtzeln der pi
unt.
Gold warum eg in dem Feuer ungerftörlich.
Gott hatauß dem verwirrten Chaos für
lich das fünffte * der Elementen erh
und weit hinauß gefuͤhret.
GOtt hat den Menſchen zum Herrn und
Roy über die irrdifche Welt geſetzet.
Gold vonder wahren minera,
Gold der philofopher,
5 4 & Verborum,
IE muß beym phil.Werck angeruffenfeyn.tozi
iarum a&io, ad plus dandum eftinvitatio, 282
nfeyndalle Ding. 291
n oder Grauͤnigkeit / 371
Affe des Leibe vermebretben Geiſt / bie Krafft
tr mebret Das Feuer. | $30
lin du gefegnete/ Die du gebühreft alle Ding
5 218 219 290
Bernhard was er purd) die Elementen vers
P
Tıisquod quisin noftra. arte accipit pro precio
Iſer Verlag ift zu dem Werck nicht sonnó
| v : 718
übe folftu graben bif an die Knie.
727
füne Farb foll allein und alenthalben gefehen
gerden. 717
Jab ber Philoſophen. 728
Une Farb wie aub unb Giraf. 778
affenvon Tervis getheilter Eichbaun. 803
nt Loͤw. 805
tum frumenti. 820
d Des Feuers werden erzehlt 826 231 832 842
eynd wohl in acht zu nehmen /und warum /
828 829 trfttr Grad wirdin der putrefa&ion er⸗
Jütbtrt/833 wird verglichen einem Bad 834 842
ıd des Feuers erfter iſt der mann ein Hand
inrübrte Die Eſchen oder Capell, oder den Des
del des Ofens / daß fie ba möcht beftehen oba
nige $c6ung/8;4 842 ander Grad Der deco-
Sion, 835 742 847/ Drifter Grad welcher 848
ie er gu regíren/249 vierter Grad wie zu pr=-
pariren. $39 850
| 15777
anden. j62
alin eternum praftare debet. 686 _
Index Rerum,
Sröne Slägel, 3j 2 bdo
Gruͤner Schild. 98
Ganiini Philofoph. iff nicht facha rum faturai,
3 Philofoohorum,
Giüfpene Brunn der Philofoph. 997 deſſen
che Kräften ibid,
Guldene Körnlein zwiſchen den Zaͤhnen
Du 1041 woher dieſes gefcheh
N)
$9.
> And Arbeit die letzte welche geſchiehe
das Werck in das Slaß geiban wird.
Haͤutlein auf dem Waſſer ſchwimmet.
Halß des Geſchirrs iſt das Haupt des
pens,
Kin welcher weiß iſt / zeigt an / daß wir
geſchlaffen haben /
Dane Sarben ſeynd / ſchwartz / weiß / gelb
er Sarben dreh und welche,
Haupt Sarben vier und weiche |
Haupt des Raaben.
Harn des Menfchen/
Heinrici Wolffen und Michaelig Toy
im beſten gedacht.
Hermetis Spruch : der. Vatter iſt fol, die
ter Luna, wird erklaͤret / | |
Hẽrmaphtoditiſcher Geiſt führet Die Anima
feinem Bauch / und bringt Diefelbe i
quali&cirten Leıb/ nempe in vas ga
Pu Saltz, M
DR.” Verborum,
spl aptár, l'araceMus rigat. TQUE Hr ONSE S P
es wird gelobet. 43 prd
mes bat gelebt vor der Sändfurh,
mes ein Erfinder und Vatter der hist
Bien $unft. $36 $76
s cin Vatter der Philofophen, ift gemefen
in Rönig von Griechen Sand zu Conkantino-
e 374 576
lern he foll man im Laborireg nachfolgen / welcher
Eisen preparift auß Mercurio, fole und
D, yu nm
til,
ip
I| una Ícil; philephorum; lon e AR
| mophroditas ber Juͤngling. 655
| utige Philofophi verſtehen alles nad) dem
1 j — 879
mes in Tabula fmaragdina: quod e(t inferius
het ficut quod cft fuperius, & © converfo ad "
petranda miracula rei unius 903
nes Der Dritte Dbermann 7 - aller Philofo-
hen, 608 deffen Taffıl/ Abbildung und Gt»
* 998 pag. B. Erläuterung pag. B. &c.
mes ein Vatter Der philofophen 985
IE deſſen Taffelg Erklaͤrung / ibid.
n imel8 zwoͤlff Zeichen. 2316
Heft wohl qu meſſen. MATT.
Jii&e rote fi biß sur Schwärge fepn foll. 418
künmels ? Influentz in die Erde ⸗/ 498
iimíifagas (euer erwecket das Elementaliiche
nam „begebret.
j murder in Dem Sruchten Schwartz. —9—
ewuͤrcket in dem Trockenen Weiſſe. 525
o wuͤrcket in oem Weiſſen die Gelbe, _ 525
ak: TUM
J m x
ios
) 4
ne
Nd AS
aM.
E als die Materieine gebührliche N gr
"Index Rerdins E
Ay Liechter und Sternen worauß fie
macht
Hitz / Sommer / Winter / Fraͤhling / troi
Feuchte / wird mit oem Philoſophiſchen
verglichen. |
Himmelder Philofophen wird genanntihrfi
tes Weſen / g6t wie folches zu M |
Hierz Picrz Wuͤrckung. 889
Himmels Einfluß in die untere Corpora, —
diefer Einfluß ift ſtaͤtig. |
Himmel feynd gefegt über die Menſchlichen (
per. 9
Hicra Picra ift gut oor ein bloͤd Haupt. 908
Himmliſcher grüner Safft / wer diefen Pen
und die Himmelhlaue Blum weiß berfürgul
gen der bat für Augen Seel Leib und G
Himmel wuͤrcken alle Ding fo unter dem N
befchlofien /
se bringt Die Schtwärge, / die Weiſſe Die
Hoffnung Beftändige/wird zum Doiofonbi |
Werck erfordert /
Homo appellatur minera,
Holtz wird im Waſſer zu Stein
Homines univerſi j quitrunt delicias, |
Höllifche Feuer worauß c8 erfihaffen wore
Homo mortuus in ſepulchro.
Hortulanus augmentat R Kofarium,
Hölgeren Kugel in Geſtalt eines Eyes /
Hoͤlliſche Feuer iſt in der Mitte des Erdbod
| Ho
/
L & Verborum.
Bomo — de fpiritu univerfali accepit, $99
[ow mo arbor fpiritualis e(t in deliciarum paradifo
| I ntata,qui cft terra viventium per radicesfuorum
xillorum , , 903
M iditas vifcofa , ifi bit Wurhel aller Metallen⸗
M die ſe iff Feuer beftändig / 88
imiditas Mercurii eft principium refolvens & mul-
plicaionis, AM . 368
imidum radicale folis & Lunz, 452.
niditas radiofa e(t tin&ura foecunda, 587
F
J.
XAcob Boͤhmens Philofophi Teutonici Bücher
S toerben recommendiret / | 350
on i.e, der Stünftler / hc 830
3 effecit, — 9
| is comburens, N GE, 113
2 ev was es ſeye / 153
mis calidus, : 320
inis duplex Internus & externus » Internus quid,
7 652
| ixternus quid, | 652
axternus triplex, ibid,
m Ibibitio Corporis. 1014
übitio foll fieben mahl gefchehen / 387
| mbibirio Ízpius & quomodo inftituenda, 618
Fit n Philofopbifen Werck Fan auf. menig
Gtte -- 9m
2
lümiditas vifcofa humiditatis , mag fie ſeye ibid,
s pe quid. 360
"quod nos nutrit, ut fuba&ione i ignis patiatur nen.
-—
\
Index Rerum, |
viel werden und wird en Fein Abgang
tet / /
wie folches zugehe,
Innerlich ober verborgenes Feuer iſt Sulphur, 4:
Interficere & poftea vivificare per putrcfüdtione
perficitur.
In fublimatione Philofophica fict vera feparatio qi
tuor Elementorum, | 4
In Impofitione imbibitionis terre nigra cum Merc
rio debet przcaveri de fra&ione vitri, & hoc |
fuper cineres calidos,
Infufiones der Apotecker feynd meiftentheif iti |
und warum / bi
Inful Delus foll unbeweglich erſcheinen / eu
'In opere neflro nil ef ſecretum, excepto folo Me
curie cujus magilterium eft, rite illum pra'pararge
& cumauro jufta proportione maritare , ign
que regere ad Mercurii exigentiam, 6
In Ermanglung des univerfals Fan Fein paria
verfertiget werden/ /
Indianiſcher Schwefel / bat das Querkfilb |
Durch ein gel ——— gediegenes feines u
in alien Proben beſtaͤndiges Silber M
- Amb toit folches $ugangen/
Inſulæ fortunæ,
"In&rumenta neutiquam cara,
. Indago die andere /
Indago die dritte’ — ^ $i
In medio hominis requiele anima * fpiinus, vi
tus & motus, |
/'^ v & Verborum,
D:
ir herba latet iguis cœleſtis & multiplicationis nu-
" meras, yes 00 957
BSinfluen& der C ternen. | 959
d er ftellas nulla eft differentia, 961
lohannes Mefue, ‚Johannes Damafcenus, $90
© Irrweg vom Saturno. 397
Sirrtbum bey Dem Werck wie zu corrigiren. 419
ir J rrbing Geſchirr mit einem Deckel wird erfor
I
- bert. 797.
1 en Sefreisung 8oı 802 Sır
i e ungfräulich Milch. 328 389 945 946°
Muden follen mit pem Bbilofophifchen Wa der
"gemafchen teerben/ und die Haut gerieben ,
biß ſie weiß wird. 683 |
Juden werden ſchwartz wie die Mohren. 684 ——
Juden Haut wird wieder roth. 684
Fuden 24. geben ein Loth Schweiß. 684.
suben hundert geben in einer Wochen 24. Loth
1. Bold. 684
Sjungfrau der phil. wie ein güfbener Becher und
ein pergamentin patent vorgetragen. ICII
B Jungfrau Diana waſchet us im (Slug. — 1047
BE» Aesyfer Rudolphus. 11. dieſe Kunſt geliebet /
EN auch eine Tinctur erlanget/ die man auff
h viertig taufend Ducaten geſchaͤtzt haty dieſe
* Tinctur iff Dem Känfer Matthias uͤberant⸗
wortet morben/ und ift grau Afchen Farb gt
weſen. 333
áo Tiberius hat die officin des Glaßma⸗
chens verbotfen und abgefchafft/ ja bm —
— 9nufter felbfien ums Leben bringen laffen. p |
B. und narum.
eee a | $i» |
Le.
Index Rum 2.0,
Kaͤhſer Tiberius tar ein Lutum fanguine mac
ratum, - 1
Kaick der philoſophen.
Kalck welcher un&uofifch / ſchwartz / weiß / u
roth iſt.
Kalcke magnetiſche 3
Kalck melcher ſchwartz wird Saturnus gan
Kalck welcher weiß wird Zuna genannt.
Kalck welcher roth iſt wird genannt
Kalcke weich und geſchmeidig als Wachs
Kalcken der philoſophen Unterſcheid von ande
n Kalcken. 3'
J apt der philofophen too fie verferfiget 1
Sal muͤſſen ein Jahres Zeit / biß ſie cid
gemacht werden/ etwag beftändig " ting
ren / auf Das wenigſte haben. 9 34
Kälte verkehret fid) nicht in Hitz / es (tik vai
bor feucht toorbetv 639 das iſt Lufft / ibid.
‚Kälte gibt putrefaction,
toit ſolches zu verſtehen. ibid.
Kein Ding mag hinüber gehen von dem €
fien zu dem oritten/ e8 fepe Dana zu Mi
N in oem anoern — — j
| , Kein Gang ift von einem eufferfien go bem à
| dern eufferiten / dann allein Durch De
Mittelſt. ES
Kein Gang Fan gefchehen von einem 6
De zu dem andern dann Durch das Mittel. 64
Keiner gibt Das / fo er: nicht bat 66
| 8 T
E UE «& Vorliofirin;
wb auch die Neſel —* keine Roſen / 669
n natuͤrlich Ding fan generirt werden / ohne
Bri: Hitze und ohne feinefpecien, 670
ia des Lebens / 985
ponigin und Tochter des Philoſophen totldit/
297
line der Weißheit welches fie ſeynd / ib
finder Der zweyten Gieburtb/ 323
Kinder der Kunſt follen ven Verſtand ber Scriben -
ten verftehen lernen und nicht die Sylben / js
ji leine Bauer wird angezogen /
heine Waͤrme mirb erfordertz welche der tenía
rp Jeadminitiriren fol $40
Kleiner Koften wird erfordert 7 / 718
Po mit bem Wuͤrtzel Safft Ki
m 727
j tnechte der philof, wohlriechende Schweſter.245
Bnet Der rothe und feine wohlriechende
"| Erde | ^ 245
FRörner wie Sifch Augen, MINE
König gefrönter. | 320
König Fommt auß dem Feuer. =
$ tochen der philofophen.
mochten, difolviren und füblimiren/ gefchieher. p
dem philoſophiſchen Werck / ohne Hammer / Zan⸗
1. gen oder Feylen / ohne Kohlen / Dampff / Feuer
& He Marien Baadrund ohne der Aber
efen.
"= Diamant,
| quie auf Das gantze univerfal Werck tut
a d nicht ber prep florin befauffen. 718
Seitz Koh⸗
—
(
| König Salomon wird gefrönet mit feiner side |
‚Index Rerum, :
Kohlen folle hart und ſchwer ſeyn. 82
eichene Kohlen ſind auß zu leſen. 8i
König und Königin deſſen Haupt ift rotb / fet
ne Fuß feynd weiß 7 feine Augen feomi
ſchwartz /o79 fie ſeynd zornig / 979 foll nicbti
frembdes mit ihnen vermifcht werden. , 97
Königs der philofoph, Hoheit veflen groffe Krafl
| -unb Wuͤrckung. P
|- Kraut welches briffet Adrop, 4
Kraut ob e$ ohne Kräuter Buch zu fen
N fen.
n. Sion des pflüchtigen Geiſtes / | 4
Kron des beiländigen Geiſtes. 98
Konigin und Tochter Der philofoph. weiche 99;
Kraͤh die in der Schwaͤrtze Der Nacht fleugt. | 59:
Kunft bat nur eig Gefehirr/ ein Dffen zc. vong
nótben/unb wie ſolches zu verſtehen. 35.58. 3%
Kunſt ift einerfen aber Die Kuͤnſtler ſeynd iva
fchiedlich und mancherley/ | |
py fommt der Natur zu Huͤlff. und. tvie (ol
65.135
Kunft des Glaßmachens zu welcher Zeit fie il i
fommen/
Kunſt beftebet allein auß ber Seel deß Leibs / unt
deß Seifts/ verftehe fulphuris und Mercurii, 8;
Kunſt ber Menfchen überwindet bißmweilen —
tuͤrliche Ding/
Kuͤnſtler muß deß Dinges Natur —— "i
ches Natur er nachfolgen toill^ —— — j
Sunft der Philofophen une nichts fiemóbed
i
| nf
3% | & Verborum, 4M
infer muß fleiſſig Achtung geben auf den Mer
B faliffenGaamen. —
ih unft Subje&um, ne
iapünfiler woher er weiß / daß bít iufammengefente
E Ding das euferfte Gifft fepen/
unit merfie gebabt/ -
nit Kan auff einen Tag moe toad bicis
| tur inetlichen Jahren nicht vollbri ingen mag / 354
* Geſchirr/ 189
funft der Alchymi Eigenfchafft / ift theilg oft
bahr / theilg verblämter Weiſe zu reden/ 430
&unft der Alchysmi wird nicht von allen erlanget/
iff doch barum gerechtund wahrhaffti 4337. |
1 hi m mehr alg nur ein blofie — 4]
afft/
ARönftier begehren ihr Gold und Silber auß Mit
- Mercürio und Sulphure Philofophorum zu ma^
Bde .. bid.
Sunt follder Natur. nachfolgen / gute cs
I: nft begreifft nur in fich was ihr nahe und a
ihrer tatur ift /
Kuͤnſtler follen in Der Philoſophiſchen or
vorſichtig / vernänfftig beftändig/ in der Hoff⸗
nung und in ber Außwartung ſeyn // 461
$ Kine follen die Dialecticam toiffen und pon
um
H ünftle foll der vier Elementen &itigaflung/
- Würckung und Kraͤfften / wohl examinirenz482 — |
4$ unft was fie verrichtet beym Philoſophiſchen
Werck | 24494597
5 — kan nur etwas machen ouf den dreyen |
Anfaͤngen / nichts aber auß den Elementen ſon⸗
4
* dern allein Gott 29 y
L Ecce4 Könfter
Index Rerum, | m
Sure fönnen fein Metall fchaffen. .—
Kunft der philofophen wird nicht in Diele |
. Dingen vollbracht- sch
Kunft leidet nicht ein frembdes Thun in ll
Wurgel. A
Kunſt befiebet nur in fola Luna und Meijf-
rio,
Kunſi der philoſophen wird durch der viel 8 |
fer ertotefen. |
Künftier fan die Elemente in primam materi.
nicht bringen. 5
Kunf-Städ diefer Kunſt beſtehet gang ae |
indem Golpe und Mercurio. &
Kunſt der philofopheo ift ven Grommen |
von Gott bargu ermehlten auf fchlechteft u
einfaltigfts den Gottlofen aber und $58
auf ſchwereſt / und unmöglichft / zu faffın, T
ju erforfchen. |
Kunft ſtehet in Begreifflichkeit / in der quii |
nuͤß in ber Anzeigung der Wirckung. €
Fünfter 1 foll mit feinen Gedancken wd al
0d) geben. |
Kunſt leider nicht vielerley Ding.
Stünfiler foll nicht feyn ein Schwäker.
Kunft der philofophen welcher zu offenbabrené
SV unft der philofophen wer fie von Gott ti
ON a
pfangen. ‚|
mie fie zu gebrauchen fene. 6
Kunſt der philofophen folf wieder um fonft 9s
— ben werden’ und warum. |
Kunft und unfer Leib wird in einem Din
einemFaß / und in pe Round ve rM *
| a. ^ . & Verborum.
| ht erforbert milden unb freyen S often. 712. 751
ft bufit der Natur 716. unb tvorburdy/
fi gibt bas Feuer / wie eg Die philofophi et»
E unb bieran [ieget alled, — — 712
' ir iſtler muß die formam in Ordnung ſetzen. 77
- toic ſolches zu verſt eben. gu
| mí der philofophen wird in etficben Verſen be
griffen. — 798, 791
"hn p phil. ifl ein geheime und göttliche
LA 793.
af Be phil. ift eine Gabe Gottes. 793
mr init der philofophen ift Feine. nigromancifche
p "m od) Teufels Kuͤnſt. 793
y L.
6orant kan ohne die Natur das Werd
nicht vollführen/ 635 875
und warum. 635
Tec virginis auf Dem Saturno, - 408
p : virginis 719 723 quid, —
| EB vision. 6
mpen Seuer/ Kohlen Seuer/ auch Wärme i t
| n eiffer Aſchen. 202
Eniena & fortuna e Mercurii communis, ee
yu jidis philofopbici Nahmen,
ipis philofophicus wird in Dre) Grad getheilet
[estis in den vegetabiliſchen / mine raliſchen und
animalifchen Stein. ri “
' M s vegetabilis mag er fepe.
Bipis philofophorum iſt ein mineralifih sen
und warum
: — kc por Unterfcheid zwiſchen *
n
M
a
BS
' ,
Bw:
| xapisphilolof. ift feiner ratur nach eine gewal
Index Rerum; B
fen unb ben Metallen, und den minek
epe. |
Läpis philof, ift ein Weſen von dem nici
Geſchl lecht. "AE
Aedicin und Artzney beydes den Metallen |
ben febenden- $6 149
Lápis philof. ift die vollkommenſte End Urſach
ter denen bloß natuͤrlichen Dingen.
zapis philofoph.har mancherley Namen bef
men megen mancherley (Sarben. |
Lapis philof. wie er verfertiget wird. 0
Lapis philofoph,beftebet auß den 4. Elemen
und warum dieſes. .
Lapi: philof, iff weder heiß noch trocken / te
kalt noch feucht / weder Falt noch trucfenv f
dern aller Elementen eine gefchiekliche vol
mene Bergleichnüß. |
zapishat einen ungerftörlichen Leib und, 5
von Feinen G(ement angegriffen merben.
tapis philofoph. wird allentbalben sum |
toit Diefeszu verfteben. :
Lapis philofoph. wird gefucht im AY] |
im Menfchen Harn und ber‘
i oleicht ſich allen Dingen und wohn
» :
Lapidis generatio foirb verglichen einer AM
ne/ welche ein Ey legt / unb mas mit iM
En vorgehet/ biB es zu einem Jut
wird, s
Lapidis generatio wird rien dem .
abili doen Samen.
E. ,
E 4 & Verborum. '
it d ehilofophorum eft res communis, 21
se T vapor undtuofus. aire rr
pex quatuor par A uin et | compofitus.
+ TR
1% ultas in fe continet proprietates, quas an-
, p p confíectionem nemo tam exacte
' poteft, 281
| sphiofoph, ift ein Schaf folcher Tugend
282
Ind Hoheit:
| Is dt ein "itte Ding zwifchen dem .24e-
is ift das feine/ und vegerabilifche Gold
And murseíbafftige Feuchtigkeit 282
ic dis herrlicher Nutzen. ' datis
i$ philofoph. ef ex anima, «x fpiritu .& "ex
[o pore. 294.
lis e(t clarus» & minidor 1 quando aqua eít
n gindificara à terra fua & tuno habentur duo
lementa lapidis, fcil, terra & aqua, 307
dba converti | N. 325
Ns corrumpitur non ut mortuus maneat, fed
| . ‚ad meliorem naturam & majorem virtutem
et digefionem perveniat. 325
Is albus dicitur aurum album & eft tanquam
E 5leum album ut nix. 219
pis quando fluit: veluti ebra abfque fumo &
Is erit ficut lac. incerans, liquelcens. pene-
ans ad modum aque fixe fuper ignis pu-
gnam, 329
Lapis
2 5 1 — — —
EIER
dh. gc TE
;
urio unb Metallo, 3282
B ie bono in melius & non in pejus de-
lridore, tunc proprie lac virginis dicitur, 329
Index Rerum, |
Lapis vocatur aqua vitz, quia illumibat omne Wf
' dum, j wi
Lapis vocatur aqua perennis,
Lapis fi et. niger, optime eum rexiftis,
Lapis debet regi albo liquore , quod. eft waxi
arcanum,
‚ Lapidis multiplicatio oder Augmentatio,
dieſe gefcbiebet auffzweyerley weyſe /
Lapis Phil, menn er auff. unvollfommene 9)
geworfen wird fo vermandelter oicfefbe ir
tc8 Gold verwunderlich / und iſt mit Demf
gerad beſchaffen mie mit einem Gauertaig
em Eleines Stück den gangen Taig unb |
Prod durchfäuert/ :
Lapis Philof, bringt die Unvollkommene
su Gleichheit des Goldes / |
Lapis Phil. bringet Durch Multiplication des ſ
Aen in ſormirenden Geiſtes in ber Proje&ionfl
(ic auff bunbert/ und hundert aufftaufend
Lapis Phil. mann er foll tingiren muß zu erſt
mentirf und augmencirt werden / 1
' Lapis Philofophorum eine herrlicheMedicin, 3
unb warum / jl
Lapis Philof, corpora metallica zgra & corru
lia depurat, & transmutat in verum aurum
eit incorruptibile,
Lapis Philof. folviret fich felber/
Lapis Phil. heilet alle Kranckheiten vom D
big auff die Fußſohlen / 4
Lapis Philof, wird mit recht ein Spriar gen |
Lapis Phülof, wer ihn bat/toorgu er follangem
totrben / |
He: Verborum, |
s sPhilofophorum non omnibus fed pauciffimis
rima de operationibus eit elixir , & dicitur pri-
um opus. fecunda pats eft de operatione Lapidis
afe fit , 434
is Phil. if ein gefroren Waſſer / das (fJ tin
froren Mercurius, eit &old und Silber/ und
E.
dit
r liberftebet dem Feuer / wann er trucken iſt / 440
s Philofophorum iſt eine metalliſche Materi /
ubi
aiseicoe das Weſen und Subſtantz der M pei
m verfehret /
Jidis Philof, herrliches Lob und Tugend/ is
| B Philofophici multiplicatio,
1
mders Dann allein eine mercurialifche Gub
m lang/ durch Sunft wohl gereíniget/ penetri-
Bend, färbendy beftändig im Seuer /- su
iis ; Philofophorum magnam habet conformita-
Wem cum auro in mixtione, | $18
is rn: in uno folo fophorum mer.
rio incrudatur , & à Mercurio feminisfui multi.
licatior.em recipit, non tam pondere quam vir-
ite, $22
s is Philofophicus rubeus , perfediffimus uti fan-
is quo tingere potes mercurium eft omnia im-
andus fit, $16
Lis i, e, Sulphur.
|
is |Philof tie er fell verfertiget werden / 424 7
dtum datur. 428. 433. & quare, ibid.
idis magifterium habet duas partes operationis, |
Bt dicitar fecandum.opus quod aliter &in alio.
idem Philofopb. zu machen bebarff man dd |
rf Ga metalla quomodo & ex quibus clabo -
3
sidi nulla res convenit , nifi quz. eft de materis
AN j propin.
— — AX CI NL CL —Ó ow cu m
Index Rerum,
propinqua naturz fuz , quia de hominé no
'neratur nii unus homo, & alis animalia. ni
fimilia, 11
Lap!sunus, medicinauna »vas unum, unum regii
& una difpof uo, m.
Lapisunusi,e. aqua permanens , munda, -
clara , caleiteım habens colorem, |
Lapis Philofophorum wird componirt ex d
Ípecicbus vel cot poribus, 1 «|
Lapis Philofophicas ift eine mefallifche Mat
roelche das Weſen und oie Formen der ut
Fommenen Metallen verfebiet /
Lapis Phil.fophorum nsn dividitur in quatuor
menta fcparatim,
— Lapis Philofophorum augmentatur per putrefa
nem & per frequentem reiterationem ,
Lapis nofter e(t frigidz & humidz cowplexionisilf
Lapidis Elementa lapidea funt duo,
Lapidis Elementa Aquatica fant duo,
Lapis igicur paulatim folvitur, ut ia mercurium
vertatur & in quatuor elementa dividatur,ut om
- fua materia prima habeatur , deinde abluicu:
Poßea calcinatur &c. Tunc lavatur, &c. End
fublimatur, &c. Tune additur (ibi fermentum
deinde inceratur &c, 5 n
Lapidis ufus & virtutes , 2)
Lapis no(ter ubique reperitur & in omni tem
reperitur,
Lapis nofter non in omni tempore zoll
eft, ficut nec in omniloco,, ET
Lapis nofter melior ett, ex duobus, il
Lapidis Philofophorum materia eligi debet
tempore. | |
0 o-——n
Lot
A
» B. ox Verborum, |
bis n. ofter tenerrimus eft, & cito virtüs ejus exha-
i I 3 nifi noftro calore nutriatur, 66
s,Der da auf zweyen Bergen wachſet / ba bte
liegen ihre Hilff von empfahen / 668
* ex duobus i.e, ex ſpermate maris & menſtrus
eminz, ibid.
is is nafcitur ı etiam inter duos montes, qui funt pa-
er & mater , alii inter duos montes i,e, fulphur
1j
argentum vivum, . -» 668
Wbidis materia non plus petfe&e ab ipfo mercu-
) quam corporibus elicitur, 675
i P'iof ex naturafuz originis eft una fimplex
res s individua, 693
s folus in hoc magiflerium i intrat (ine additione
Micojus alterius rei, extra naturam fuz fpecieicxi-
E- |^. 693
po" unus fit in ſubſtantia & natura, & ta-
n expluribus rebus compofitus ex quibus fua
= caufatur, 693
i vocatur Mirius i, e. mercurius fulphureus, Sol
X Luna Sulphur & argentum vivum, 694.
is qui eft Mercutius Filo Q PREDA non inve-
niturin cavernis, ; 694
dei iseft corpus & fpiritus, ibid.
— eſt unus in trinitate& trinus in
anitate, 69$
| b: Philofophorum mancherley Namen / 710
sPhilofophorum wird auch magnefia Catholi-
ca Bore Sperma mundi genennet / 711
E Philofophorum e(t mercurius de corpore ex-
12 Gus Bi | 715
1 ee Lapidis
va
Indi Retüm dus. |"
| Lapidis Philofophici Satben wie fie auff cin T |
folgen / 2g
Lapis Philofoph orum ift einin Gold und Cu
| coagulirfes Waſſer _ "n
‚ Lapis Philof. feynd $ met mercurialifdjen S bit
gen/ auf einer AB ur&el hervor kommen Mk
Lapis Phil, ift ein Vifcoßfches affer / vert |
"db. de Wuͤrckung feines metalliſchen 50
ii hilf ift ein Elcdihugi;
Lapis veterum non zque magnam. projedi |
fecit, & quare,
Lapis Philof. quomodo faciendus, 2
Lapis Chry&allinus albus participans viriditate
—. dam, in igne perfeverans, &c. |
transmutat quodcunque metallicum corpus;
Lapidis Philof. definitio, 1
Lacon was es fene / 252
Zaton wird gemafchen von Waſſer und A |
3358
Laion iſt das unfaubete Corpus oder Erdreich
Laton das iftein jeglich Metall / |
raton machet weiß und zerreiffet euere Buck
damit eure Herken nicht zerriffen mwerden/ B
Ser * den Appollinem und Dianam g
is tiefe Gabef ben Philoſophen bedeute / ll
Leidend und wirckend / zwiſchen dieſen bei
wird der Unterſcheid angezeigt /
Leib verbindet die Seele mit ſich /
Leimen der Philof.gibt einen herrlichen Geiſt/
éibift Soldy fo den Saamen gibt/ J
Arch L
IB |
L E: | M Mborahl..
(i
"v
fares Feuer erbulben Fönnen/ /
t muß ſchwer / und Gxiff nicht Geiſt 12
4:8
1 5 (of zurdick und in feine erfte Materi gi sie
M berben. - u 31
buam (oll ſolbirt werden / unb mit vitm
s | jen unb geríniget werden/ bif. bie Geiſter
fine OMIM ewigen Fixation rd toerben/
QW Ve 8 7 3. $82. $85
[n hnam foll man rei inigen und calóuinü. ^ $29
i » ren Der — ſollen in acht Qr oin
L^ erden. —
I"
To
|
tuf geböhrliche weiß fisive worden’ Das Les
ben in allen Górpern/ in welche fie cingebet/
ange Zeit erhaͤlt / 614. uab marum. &:5
her oed Mermaphroditin und Salmancıs haben
'
1 in Geſicht. 1
B
T p 728 biß ſechs und zwanzig pen
| bitter’ 728.000 modurdh diefeg. 728 729 730
Beste ver Natur unſer Wiffenfchafft nad /iſt hie
erſte der Natur ſelber /
^t ei idliche Fundament. 378
he and ahige Ding: muͤſſen mit Vers,
tand in Dem euer erhalten; merpem/pamu fie —
olea defto eher gewohnen /bih fir endlich 2 x
Maffer follen die Geiffer mit imbibitt; gene —
nam das ſeynd Metall un © $84
machende effent Der philofoph en 7 ne fi |
dach genauer Vereinigung nar ein Hertz und.
der ganefofl eben biß in Die fe und vier -
| tol ſchwet / das Scharffe weich/ daß Sie
ithe diefer Zeichalten ihre Söriffen für —* |
S DDD. — 7 embed
—
J
Todes Rérutii E.
m Seel und Geiſt / das iſt / falphut, Merá
und Aríenicum,
Leib wird zu einem Geift/ und der oui
Ximni five terra merallorum, ^ 3 |
E
Limofitas. — "a
Lilien Safft der Rothe / ftti fülghocffit iti
brandtliche / wird auch Saton oder Leo tub
genannt .3&
siet per Weißheit / »
Liecht und Gang foll den unterſten dine]
— ben vollkomlich den emagefübret toerben.4 411
Lilien der Philoſophen follen alle beebe mit Wi
ander vereiniget unb per minima zuſamt t"
permiſcirt werden. ‘6
Löw grüner; wird Das fabje&um und Die ri 2 |
«Moateria Cap, Phil, B wid und |
i
umb.
TM der Gold tit ——— o
$óto erzeuget den andern,
Lömen Blut / 998, pag. C,
Loͤw Philofophifdjer.
Luna Safft /
zunaria trifolium
Lufft ift das Leben.
Lufft * zuforderſt gekocht und zu si
Pee. en
t ift das Waſſer unfers Thaues.
m tmuf zu Pulver tero. — — dM
rusa ber Philof. iſt nicht gemtined Silber. *
Lunaria mit den gefund behaltenden Me
haltlichen Bingen E:
/
o
=
ZN
7-4 (M
NC
m.
E & Verborum,
lide fulcos eft nondum lapis at fulphat PAR"
| 5 orum verum, 388
llus, Avicenna und Geber feynd in ihren: See
en für einen anfahenden Schuͤler weit
———— 413
n de mehr Waſſer ald die Sonny —* Sonn
fab jer mehr des digerirten Bluts. 454.
qreitnura albedinis, act B
Wuaris medicina in folarem quomode tonverten-
Te 567
la |à Hader in quonam difcrepet, 580
J hat auch etwas von der quinta eſſentia.
| 602.
It ift proprie tur feucht 0080642
ift ein ganzes Element / dar herrlich in
ier Eigenſchafft / äufferlich leicht /und une
pie y innerlich - ae / fidtbar und
t
2 646
i" fi facere volumus, lunam pro fermento ap-
Donimtis; 208
[: iff ber Samen bet Metallen. 70s
u fapientiz $04. 819. 823
wie er zu machen. 815
n fic $55 —*
2s fchnet weiß zu machen. 856
T» Aft geft&t über die Waſſer des Meeis/ über
[d Silber und Bilder ver Menfchen-
857 898
ad cerebri humani infirmirate, - 960
Marie liquor, - 912
^ : fápientiz, : 923
um fapicatiz quomodo patandunt, 95» —
B «D bbDa | . Mar
E VRR |
AMalchamech Philofophus. .
N ündexRértum, ^ ^
41 M. NEE am
Mein der Welt—⸗ Meifen wird auffr
| tig und deutlich Eund getban/ — du
Magnet der Weiſen / ift Mercurius Philofoj opi
rum. i^
Magnet ber Philof/ oder ‚Chalybs - r Uc
Magncfis. í | i !
Magnefia nigra, | i; m
Magifterium uno modo incipitur & finitur, o |
rubeum indiget rubeo , ficut — album. indi
albo fetmento, ... di
Mäflige Wörme foll man brauchen / fol h
wird der weiſen Lilien Coaamen alé ein Du |
herauß-rauchen/ :
Magifterium ex una propria radice procedit, € E |
| (poft modum in plurcs res expanditur , & item
ad unum revertitur, SE:
Magnch a bag ift unfer. Argentüm vivum , bai I
Ertzlich / |
Magnefi ja e(t matería generalis. continens quat
elementa,
Magnef ia iff Harn ber Kinder‘ voti öl Cjaf tt |
| 0H
; Magnelia fitiens, 1
Magnalia. Dei werden denen pei welcht
GBOtt ihre ſtarcke "Daiinungibaen: vs
Magncfia noftra, 4
| u
Mannes Coaamen und Weibes Saamen⸗ 1
Bun unb Weib vereinigen ich / 3
Mann fixirt das Abeibre E
: "108 G. - 99a
E C& Verborum,
iu fot dem Weib nicht zu gewaltig feyn.664
ala Punica, - 73
ores noftri alii tres. anaos,alii quatuor labora-
Wivere, antequam lapidem produxerunt, 77
Bann umfábtt das Weib / und ift fo vielgeredt/
als Daß ber figirte mercurius in Den [ebenbigen
1 : ptunb beginnt ibn zu herken. 841,
€patens quid. : 28t
irmor relucens & fal albiffimum., VM age
i ps Besoin bell glán&eaper, 355
ats und Venus Fönnen leicht zerſtoͤret wer
ü 4 498
I is nigredo. 3
| ars five ferrum ad effedtus à veficula fs (lis pro- |
/cédentes corrigendos,indoneuu & apium. 900
alculus quid apud philofophos,& quid per foro-
fftem, quid per fratrem a&ivum ilti intelligant
ho: n 2IE
Bafculus retinet volantem & volans e& fami-
jo
| | 324
Malculus i in Bimbo. $99
* à foemina i.e, auri Pigmento tingen-
em accipit fpiritum. - 598
Bs & fcemina debent efle perfecte conjun&i
[& unum dcbet. recipere aliud, 608 ,
laículus cum fcemina conjungitür per temperamen-
4 „tum, mediante fpermate, 671
teria philafoph, ift Bor Der fermentation. mars.
lbafftig Catholica oder allgemein nach der
"fermentation aber - fpecifica oder gue
ders
E wegẽ / muß ber un — randi
|» E
b
a MENS
er niemals in fobe und unvermoͤgende :
fall arbeite weil darauß nichte Fan mer
Materi einer[ep/ aber auß gweyerfen Gubfianll
wird gebraucht su unferm Werd, —
Materia Die wahre wird mit 6iel taufenb £egi
Namen genennet / 6v, und warum. ON
. Materia prima ift. von Dtr materia fecanda una
(dieben. — | | E
Materi De lapidis iff nur ein eingiges Ding.
Materia prima p hilofoph. ift ein doppelt armigg
und geivaffneter saturnus ober doppelter mia
Eutius welcher feinen . eigenen Coterfel dU
ſich hat. | | p.
Lu *
"28
v
Au
4
a
eu
> D
Materiam primam gu reduciren tag eg briffe J
Materia prima aller Metallen foag fie. ftp. B
Materi in dem Glaß /wird mit einem Jungen Ach,
‚fein verglichen /_melcheg durch fein NIS
bid) von aller Kragckheit heilen wird um
Wit feinem Fleiſch dich zur Sprife füttigeh
von feinen Federn tvirb t8 dich bekleid
2 für ber Kaͤlt bemafyen, — y
*
e A
"attt Der Weiſen ihre. erfte woher fie ea
fpringe, ia "
Materia prima metallorum, wie fie auf manch⸗
[en df bon ben Philofophis genenmi,
wird. |
Materiam primam Fan Fein Menſch mach
Materi des Steins was fie fer,
Materialiſcher Anfang / hefindet fij meif
. teile indem Waſſer. ? os
I | & Verborum, '
j D philofbphen ift die warhafftige medi-
na ber Weiſen. ie
tia prima wird an alien Orten und £onben -
yfunben. 260
| E prima bat alle fieben Planeten a
des fes hat von den Philoſophis mancher Ri
abmen.
eria prima wird ín Dreyen Stücen —
tt/ und witd wieder zu einem Stuͤck / Stein/
Ding oder Materi und ſeynd in ihr Die allers
RAchſte drey Ding’ als mercurius, sfulphur,
R Salky oder terra, 261
üteri der. Philofop. in ihre erfíe bat Gott un-
i tußforechlich verborgene groffe Arcana und
‚Seheimnöß gefäet und gepflantzet. 258
a terider Philefoph. übertrifft alle Greaturem
Fund Naturen zwiſchen Himmel und Erden / 268
tti Der Philofoph. iſt der rechte Schluͤſſel al
fer vegetabilien/ und mincralien wird auch lap.
il.genennet, 259
k ütert der phil, ift von Anſehen gering. — 259
Hia prima iftein Stein / und auch Fein Stein/
li lac vitginis, der grüne koͤw / ſie richtet tn zwey⸗
Ben’ und im orepen/ auch in vieren / fte ift in einer
tunden Kugel umfchloffens und miteiner ada-
| mantifchen Mauerumgeben: 260 -
E toirb in Erde verkehret 29%
uteri muß ing Balaeum zu putreseiren id
erden 150. Tag
ateri aller Metallen ift Schwefel und Qu
eU.
i . -Qbbb 4 : gas
4
|
T
x Nerums,^ ©... 0
Noten erfte » s Sota zweyerley / ein
feucht mit Waͤrme der sufft. pese e,
genenner ‚Mercurius, Die andere ift der 6
* Waͤrme / welche Schweſel ge
wir u”
Materi zum, Poifofophifchen Wercke it.
das gange Corpué noch ein Stuͤck bab »
— — de in uno E & in. ui
» igne, in fimo equino calido & humido, . don
materia folvatur, iterum congeletur ac. infpifi
tur in maflam clariífimam & albi coloris, QI
in frigido induratur ad modum picis, vel gui
mi duri, -
Matrimonium & conceptio apud phil, quid,
Materi die da volatilis, foll firwerden. -. 4
Materia Bhilof muß Anfangs unſers Tot c
wohl und auff dag hoͤchſte gereiniget /
. dann aufgefchloffen und ——
ſtoͤret und zu Staub. und Aſchen 1 m
dun.
Materia prima metallorum eſt vapor humidus Wl à
&aofus, utriufque naturam, fcil, folphuris ©
argenti vivi in fe continens
Materia der philofophen (t nur eine cing à
Materia Philofophorum fecundum ‚ Bachon 3
Anglum quid? T
Materia. nulla modo pote& deftrui, quin fub | B
qua remaneat forma,
Matería ex qua oder — iſt innerlich zw
ati
fn. ^ ;
ENS
iR M & Verborum. ^. |
ate nio Cilinmug ift ſchwer wegen quet
i Eee S'tatut/ 454
tria debita foll mit Feinem anderen Metall vere
nifchet/auch nie in Seuerfommenftgn/ / 484
ateri die erfte wird aufi den Elementen gezo⸗
Bus dann on erften in Die ned fte unb eigene
Ó Materi/ von Der/ wird die Minera Philoloph,
iuf welcher herauß gehen Sulphur und a argentum .
üynm , nicht aber ſolche welche man (ibct/ und
arum/ * gi
ueri muß einerley TT quf welcher Schwe⸗
Mel uno Queckſilber unter der Erden von Der
| » tatur gezogen werden / alfo auch. Ober der
Erden werden Durch die Kunft auß eben der
gleichen Materi Schweffel und Queckſilber
be ervor gebracht / 523
b lateri der Philofophen hat in ihr alles mas fie
] 1
|
—
E J—
AS
I"
T
zur Vollkommenheit bedarf / und wird durch
BR ein einiges Regiment des Feuers augen ·
Be
fe ria non recipit i cd ionem à materia, \. -
|:
J 343 |
| cria füfcipit impreffionem à forma , eo pe |
' lo 'apta nata funt ad invicem agere & pati, 5 |
n eri bec Philoſophen iſt ein Theil des Au
Blilbers gerwefen/
Rateri bec Philoſophen ift von vielen Alain, |
m bon wenigen gefunden worden / .— 558
i eria prima gehört GOtt allein unb ifi in
ilceribus terrz coagulirt / und wird erfilicb zu
E Quickſilber / hernach zu Dd und zu. Zi un’
| | à4ndex Kerum, |
iu Kupffer / folgende su Eyſen und J
Materia ſubtilis fcu (ubflantia fumofa generat 'ü
. exit ex corpore quede. qued eft prima ma
: metalloram ,
Maxcria prima et duplex. — & rem ;
— eſt argentum vivum, remota ea
Materia fpagyriea ehemice prius ef prepara
atque fubtilianda. quam sd opus —
fumatur ,
Materia lapidis eft res viis , ef. ferpens & bef
venenata , orf
ei fal, E Ü |
elt aqua in omnibus locis reperibilis, - s
eft ges vifcofa ac paffimeenalis,
‚et terra, camtam pauperes quam divites pef
. dentes. N
cit. lac virginum ac album quid,
eft ipnisac rubrum quid,
Materi des Philoſophiſchen Steins iſt bera
Materider Philsfophen ift von einem hohen
nen Saamen gebohren 7 ibie
undiftdochnicht bafürangufeben / ib ji
Materia der Philoſophen ift zum Theil unad
fam und gering’ und überall / der 2totbous (fi
nach gnug / ohne groffe Mühe zu bekomm ven
Matería lapidis elicitur , ex argento vivo in Meta m
cum corpas non converfo,
Materiam vermeinen fen viel fi — 4
5 |
3; ^ & Vetborum,
yt gank wohl / aber fie werden betrogen unb
I" Biondi andere / 678
ia lapidis non ex vegetabilibus & anímalibus aut.
liis extraneis videlicet ab ovo, à capillis, à fangui-
be à Rercare, ab urina, àfpermate &c. exuahi- . -
| da |
ateri und Gorm werden angestíget /
: | 3 des Phlloſophiſchen Steins gibt. die —*
E: ift zum theil unachtfam und gering und
btrall/ der Nothdurfft nach genug / ift ohne
En Mühe zu befommen / 718
i tí foll zu emem Pulver acbracht werden /
verfchloffen in einem einkigen Gefäß fampt
brem Wafler wohl verwahret werden 719
Bateri foll mit ſcharffer Dig regiret werden / dc
teria pigreícere incipit inftar picis ,
eri verkehrt fich ſelbſt au einem fita gf
Due, tno warum / 79
eis prima iſt Der Mercurius, oder endi
T | "Ms
B cernens den Schwefel / p n
andere etwas anders/
eri die Erſte des Philoſophiſchen Stine
| a" ug flüchtig ſeyn / 738
eriam Philof. nim dieſelbe wie fie auß ibi
Chaos herkommt / graBgrüner Geſtalt / von wel»
p alie falßigte / alaunifche / fafpetri-
i: / vikrichlite unb Tartarifche Theil mif
EM Calcinirung und folrirungen abfondern
^ hr
ds
I:
ii
746
N Beaphiolophics fol per menfem Philofopb. un
alneo Mariz digeriren. | | 762
Index Remi; c M
| Materi foll fid in bem Glaß mit einander
renund auffſteigen / | he
^ Matetiz rite ac diligenter preparandz funt, E »
Materia prima an Diefer ift. bißhero dubit ig
ota / ro
Matan fehen die Menfchen Kinder und a
nens nicht 7 ſie haben Diefeibe in "incen t ti
begreiffeng nicht / 7
‚Miteria vitro adaptata efto uncia femis auri, cu 4
cia una mercurii , & (i triplum mercurü addid
: tis, ad intrabinas uncias erit totum —— J
Maten der Philoſophen wird auß den Elm it
‚ten gezogen / E
Materia lapidis res vilis precii, ubique reperibili,8 :
pide beg Queckſilbers wird in ein waſſer t [|
kehret / sa
Matería morauß bie Natur den gemeinen me te |
- v riam machet/nehmen fie auch Bere |
fchleimiges zehes Waſſer / 1
. Materider Philoſophen wird von dir o Sónig 9%
nommen’ :
Medicin , fo durch dag Bhilofophifche af
auf demfelben gemacht wird / ift die hoͤch
Argenen in der Welt / | 16 4-16 0a
Meer der Philofophen / 3
Mediein wiefie auffroth zu bringen " $4]
Medicin / wie mit Derfelben bep der multipli
tion zu verfahren / 3
Mediein wird durch bit folutiones, (blica n
coagulationes, ünpaffationes, Dtflo befier i
an
rut/ gehgire und —— idi
41 3 ONERE 7 ohnehin;
Ibicia zum weiſen / wird zu gethan ber rothe
ulphursder jetzt fir und calcinirt iſt mit dreymal
ffo viel feines przpariren ferments , tnit einer
groffen Sörfichtigfeit / einer vollkoͤmmlichen
T adminiüration , unb mit einer feinen Ordnung
‚Solution; und mit dem sielfältigen fublimi-
i 26
jicina poteft ivl: imperfiáo & argentum "
yum ad perfe&orum naturam trànsformare, 451
‚Miedicina fupra argentum vivum projecta, producit
| * metallicum — PR omi natu-
ER jf Pali. 1 , 452
le icina eltalba antequam rübez "n 34
Bii 'dicina noftra é& ena i in eflentia & in.sgendi mo⸗
a do fimiliter $24.
J
j
»
»
| N jw
Iba, 4. Beh €» N nt $24.
I"
|giore digeltione ac calore ia igne in fuo regimis
m
s quare, did NEN; inam
dec dieina i, c, compofitio ide. i
— edicin Der Philoſophen muß eraer ſubtilen C Cub. ;
pftangunb einer dünneren Sieffung ſeyn . 546
, edicinam elicias ex iisdem rebus quz argento vivo
;B laxime adherentin prefando ejus. 54
" | ei per minima kanıghifarutan ante illius fugam,
ibid,
Ae edicina ei de natura. mercurii, | "$43
A edicina noftra. eſt fub&antiz fabtiliffiina & pu-
friffime , adhzrentis argento vivo ex natura fua
saei & al liquefa&ionis , ad
g^
dicina non potef fieri. rübea ; nifi primo - fuerit.
b idicina rubea majore indiget ——— & *
nc. E ln quo MEDIEN AMI C
zT. | modum.
IndexRerum ; bu
modum aquæ fixz fuper i ignis p'gnam. qui⸗ al i
ipfum congclabit & in natüram folarem ve
narem convertet, - "= se
Medicin deffen ein Theil schen Theil cé sche
| mercurii ewiger congelation e M. ^
Medicina. inferioris ordinis" quomodo pro
da fuper quodvis metallum. ca
Medicina vera ex folo corpore fine fpirita pto cse
nod poteft, er
M:dicina vera ex folo. fpiritu; fine corporibus pr
creari ion poteft,
medicina debet effe flaxilis, po tingibiüis, m
nens,
Medicinam tuam projice fupér fermentum tui
Medea erinnert den Jalonem , E
. Medicina alba vel rubea. quomodo maléplica
à philofophis non revelatur.
Medicina mineralia ut attamentum, fal, Bora,
men, margafita magne(ia, tutia, &c,
Medicin muß vom erſten von fol und luna g
macht werden. | :
unb warum OON
Medicamena alchymica werden recommendirt.78 |
»edicin wie fie Fönne im tingiren bermehret ot
ben. 109
speifterfchafft der philofophen iff Dit eit
traͤnckung fublimiruag und Bratung, — 2
Meifterfchafft gantze /beftebet und wird tolli ch
nur in einem Ding / in einer niedicin , 1 P
einem Stein.
— der phil. iſt nichts anders als Ba =
E
" E ni & Verborum: |
ürium unb Sulphur zu kochen / 42
terfchafft muß einer den anderen lehren 192
eferichafft toill Gedult und Weil haben / 198
Meifierfchafft beſtehet nur auf einem Ding / 297
1 pon wann fie foil angefangen n
ft der Philoſophiſchen Kunſt ſeynd gene
/ Flermes und viel andere /
avi fan Feines gröfferen Gluͤcks fähig o
dan ev auffer demStande oer Gnaden betrach?
ttt wird, al8 Die Geſundheit und ber Reich⸗
hum / undwarum —— $7
ruum etiam aqua itern phlegma vocátur& vet
| i
J
hfchen möffen wider jur Erdẽ tuer den / weil e.
(le materi und Sperm ift bie Erde/ 442
inl was er wird ſaͤen dafelbe wird er *
ge / was fie weiß / nicht achtet / und alle
tit ein anders ſuchet vielmehr aber der Men⸗
then Sinn peine die Natur unterworfſen / 486
| enfchen fein Corpus wird Dem Mercurio pete
lichen / wann nun einer einen Menfchen gene-
Ziten will / fo muß nicht mercnrins welcher eins
c .orpus iſt / ſondern Saamen tin zu fanmen
jeronnener Vapor Waſſers genommen "T
xn 4
ho Sio
| T
"m bat (cine Wohnung auff dem enug |
— ——
——
TEN mx.
CNRC —
— —
— RM EA A Tu
gilt dnam Menſchen / ein Lite amen u
— latur if fo befchaffen daß fie bas jt.
Menſch gebühret nichts anders dann einen
Te s Rerum,
fchen ein Thier nichts anders dann ei
Men6 $ Philofophorum | fecundum quosdam fi n [
. dies & tres no&es, quidam decem dies, 2 lii.
d'esin circa, alii quinque illis addunt.
Menſchlich Geſchlecht ift von GOtt geſche à
oom Leichnam /&eift oder Seelen ^ 8
Menſch hat zum Firmament das feuchte "i
der ier Elementen/ auch das Chaos Goat
Manfch hat bit Bier Elementen in * is fid ich, »
Menſch ift erſchaffen auß unzerförlichen 7,
in rechtes proportion verglichenen Clement
r
* 0 .
nm!
db
derowegen unſterblich /
Menſch warum nunmehro evi or iis
an Willen ift an GC Attes Willen g
— Fan nicht zu Gold werden! unb mod
Mercurius der Philofoph, if rin i berácbtfia N "
7
T
i
*
S 4
"T
|
||
Mercurias wird genannt der Stein der s 1
' und Der einige 2ercurius wie er von |
Wuſt zu reinigen’ / | os
€xttáfel aller Metall > Y |
Metcütins Dt Philoſophen und ber gemeine "
voneinander unferfchieben / WE
Mercurii Phüof. ſchoͤne Befchreibung. — 2 |
Mercurius duplicatus PAABIop hair wer er feld
A |
LU
hM c
n ie & Verborum; .
Bitbuicu und mit feines @leichenweldhes das Feuer
/ in die? Aſchen / ſo das Stroh iſt / ſeßen in cin eini⸗
T Gliaß / ſo bas Neſt (tiene andere Ding / in eim
hatichen Offen / der das Hauß iſt / 98
"Micurio und Azoth ſtecket allce/ 104.
j ca urius iff ein Hermaphrodit oder Zwifpelkind/
N | 116
Lr muial- Waſſer reiniget alle Ding / 18.122.123
"A enrius iff Die Marexia und der Couipbur/ Des
incipium movens 144.
1 |rcuríus Philof. fan auf alle Dingen gezogen
Iperben/ gleichwohl in einem Ding näher dann im
E | 258
curius dealoatus , Suiphar album Phi lofapbó-
um incombuftibile, contínens in fe venenum 331
I tcurial-Q8affer/ - irt LETS an
1 curiusPhilofophorum oder Metcurius duplica-
jatus. 249. (375
tcurius -hi'of. wie er in der Erde penerirt werde/
rcuríus mi if C. balijtindy v: landen werden. 385
(eoe Mat-
cu ürium fol man nit mafdin / fendern ihn
rcurio ineft , quod quærunt fapientes, - 355.
| curius Philof. welcher der nicht fege/ ^ 144
4 eurius-Philof. wird auff Erden nidyt gefunden
| Maj.
Iicuciali(dyer weiſſer Lilien⸗Safft / 875
Bicurius der doppelte, TR IEHB
Wicu ius Philofophorum 223.
keurius vocatut aqua, terra, ser, ignis , fermen-
m, Spiritus, 238
[ teurij Unterſcheid zwiſchen dem Gemeinen und
nſerm / 262
*
IIIVICX IXCIUIL, o0
Maii Philofophorum fanguis appropria DU M
Mercurius, welcherroth.
. Mercurius vulgi, tie er ju machen:
Mercurius currens, quf Dem Saturno. 401; oi
Mercurius, mit Salß/2llaun un AAN fabli . T
| Wit e zuverfichen.
Mercurius ift dag rein Waffer. | 5
Mercurius oder Dà$ Queckſilber hat die Natun
Gold und Silber in Pulver pudo —
verkehren. LT
Mercurius ift der Urfprung/ AZateri; oder (per '
fer Metallen. — —— 438. 441,48
Mercurius ift die erfte Matert des Philoſophiſ
Wercks. E!
Mercuríus fat das Gold geztuget und machet
lebendig. 4
Mercurium wer den wird ſetzen zu feinem Srl
oder Schweſter / ber wird leben unb fid) f N
Mercurius haͤlt in (ib die Werck der Planeten
u macht Die grobe Ding gleich
mm mache bic Coͤrper fubtifund nad t
Mercuriushält in fich tva$ die Weiſſen fuchen
zerftöret bas geblätterte Gold gantz cr foh
er weichet / und nimmt bie Seel vom Coͤ
Mercuriussichet das Metalliſche Gold auf t
Dadurch wird bag Gold gu feiner. erften $ Na
wieder gerad t.
ET
m & Verborum, |
rcurius btt rohe/ diffelvirt die Coͤrper und brin⸗
et fi ie wieder in ihre Materi oder Natur.
441
B urius der robetvirb auf larem Waſſer von
A Infang gemacht. 441
'rcurius perrobe zerreift Sold und Silber / nem⸗
ich 1và feiner Jraturammechiten if. 441
#rcoriusphilofophorum quid. 456
Wercurium mit dem Leichnam foll man tóbfen und
Biiever lebendig machen. 439
rcurius wann erdem Gold oder Silber "tu ger
fügt wird fo ftirbt. er. 459
W'rcurius der gemeine tft nicht Z4ercurius d
fophorum.
Mercurius philofophorum ift beftdnbiger unb I
Ekiger 9tatur.
Bercurius ber gemeine Fan durch einen andern i
poralifchen welcher hitzig / trucken und beſſer ge⸗
kocht iſt im Feuer erhalten werden. 462
ercurius Philofoph, iff ein Schluflel aller Ope-
rationen / 473
ercurius iſt in ſeiner erſten Wurtzel —
E: nen geſetzt auf weiſſer Erden / ſubtilem
479
krcurius wird durch Coublimirung sun
set.
ke tcurii Zeichen Der Bonkormmehhei
| 480
ercurius wird Durch Die Wärme fublimis
ret. 480.
ercurius wann er iſt abgekı cht und
eue
Index Rerum, " (DN
‚verdickt / f wird er in cinen weiſſen oder sche
Schwefel nad) und nach) befallen, 4
Mercurius íff eine Materi aller Metallen /
und warumb / ib
Mercurius communis fat in fid) einen San
welcher Saamen der Merallen Saamen (ft IM
——— nach dem er rein oder unrein (t ac
bind werden bic feiner reinen ah i j
hafftig finb/ Sol
Mercurius nachdem er ín groffer oder geringe
Duanritär bey den Górpern iſt nachdem ift
aud) eine Urfac der Bolfommenheit in ben]
ben/ oder aber eine Urſach der Zerbrechung t
Serftöhrung/ 4
Mercurius & Sulphur funt Sola principia meta
rum,
Mercurius wird gehefft dureh die Pracipitation oill
Abſtuͤrzung und tn Erden vereanbelt/burd) na |
kommende Sublimirung acáfferten mahlen/ /
Mercutius hat eine zaͤhe / ſchleimigte und diekeS
ftang/ E
Mereurius ift dick und ſchwer /
Meréurius ift (dytoerer al das Gold /
Mercutius láffct fid) nicht — wie (id
verſtehen / | |
Mercurius elt radix omnisrei, & ipfe folus eft. pr
parandus, & erit ex eo tinura bona, & impt
fio vehemens & fortitudo, J
Mercurii fixatio,
To 86 Merbomil,n,
" ercacii Gefpräch mít cínem Alchymiften ..jr2
ercurius wird von einigen Alchymiften gemars
tert / $13
ercurius iſt ein emitte zuſammen zu fügen die
Tincturen ober Färbungen/ $15
ALeccurius ift yon den Metallen ihrer Natur / aber
iPod) mit Sol und Luna wird «8 leichter
¶ſchet / f!
WB ercurius wider ſpeyet und (cider das Frembde nicht /
516
lercurius hält ín ihm feinen fixen oder gehefften
‚Blercurius mit feinem und von wegen feines aute
Schwefels wird coagulitf zu Gold oder Silber/
| nad ungleicher Weiß und Geſtalt der Abdaͤuung /
Uns TS
4 ercurio ineft quicquid quzrunt Sapientes. $26
lercurius eft in operePhilofophico neceffarius,$ 21
Mercurius in vitro figgillaio pofitus,in terram ni-
" gram convertitur. ' 223
Ee vitro inclufus i intra menfem —
| | tandem nigram convertitur. $25
Mercurius wird durch Gold und Silber geheffter mir
rechtem Berftand/. $30
Mercurius communis, fulphur & fal, dfefe werden
Hn Bon den Philofophis nicht acmeínet/ 537
Mercurius und Sulphur feynd die erfte und wahr,
IK haffte Materia aller Merall/ 537
V ercurius weil er falt unb fsucht bedarff den Sul.
| “ phur. 539
Mercurius s fof Schwefel werden / $41
i: hece 3 Mer-
‚Schwefel ar
—
er
Mer ortus welcher zu Schwefel terden f olt.
— Index Rerum , A
der Gold⸗Seul gezieret voerben/ $2
T wird durch den Schwefelg geſch M
ef 4
AMercurius Wird von den blöden ober PEN h
chen Coͤrpern durch die Nik des Stu
abgefondert. $$.
Mercurius der Philofophen tingirf und. fii !
und nichts anders. 5
Alercutius debet per medicinam ante ejus 4
gam infpifliri & figi, ut convertatur in
lem vel lunam, fccundum illud | quod BE
fuerit preparatuun |
MEE Tani Stein begreifft die tvciffe u |
rotbe Natur. Su
Mercurius ift ein ater uno ein St uc&Laller g |
fchmelßtichen. 5‘
Mercurius zerſchmeltzet und. refolviyef ici
Mercurius mit beyden wetalliſchen Schweſt |
geſchrencket / wird. Zercurius animatus f
nennet. | $$
unb ift der wahrhaffte Mercurius philo |
| phorum nach feiner innerfienZufammenfögun
i ii
4ercusiali [bey Pos bte falphurifche Seele i
das weiſſe Salg müflen wiederum durchd
fpagiviftbe Handgriff ın eine liquorifche luͤffti⸗
Subffans gebracht werden. $6
Mercurialifcher Gift ift Falt und feucht. se
Mercurius uno fulphur tt bit techte prima: —
ri
ag
a & Verborum.
Wa unb erſte Sameder Metallen und minera-
tm; welcher liquor, fo nad) philofophifchen
Brauch mit ſeinem fermene zufammen gefert/
End des Vulcani Sunft zu der plusquam per-
R-Gionin einefiye medicin hracht ber wahre
Wipis philofophorum gebohren wird. 561
Bircurius Philofophorum macht den Anfang und
E95 End im püilofophifcben Werck. $76
curius. philofophorum ift nicht Die materia
"ornma. — $76
'teurius coagulatus ein mineral muß Durch die
Kunſt zum Waſſer in feine p*mam. materiam
hoc eft mercurial⸗Waſſer werden. 676
?rcurius philofophorum id eft aqua permanens
Bivel benedicta. — : $77
rcarius iſt die Seel unb der Seift, 577
Bercurius mit der Krafft deg Feuers Latonem
das ift ein jeglich Metall/ das da iſt ſchwartz
Wworden / machet weiß, | $92
Vercurius fan nicht gnug gepriefen werden. $91
lercurius vermag allein Das Gold dünne ma
chen / und in feine erfte Natur zubringen. 591
lercucius nimmt die Seel auB Dem Seb. 592
lercutins lapis philofsphorum ^ nuncupatur.
lp | $93
fercurius tingendi proprietate caret. $93
Mercurius ift vit erfte Materia ber Metal
len / Rh $9$
|o piro erwiefen. ibid,
: Geee4 | Meis
llercurius eft clavis metallorum unica. $93.
Ta
^e
pa | — Reum,s | ; 4
— Mercuriilift Waſſer mit Luna verwandelt die
in wahre Lunam, H
Mercurius Philofophorum fat in ſich alle Metal i |
€
er ift Mann nno Qbeib/ er if Menftuum E He |
. maphroditicum, Op
Mercurius wird von den Cabaliſten ein Süm t
Gräber senenner/ und tvarimb/ B
Mercurius vermittelſt der Tinetur überfommt cl
xition, ' 6 |
. Mercurial-WBaffer ift ber Geiſt ber Coͤrper / verto
delt ín bie Natur des feuchten Wefens / teddi
hie: Kraft dem Stein gieber und denfeiben g
ernitet/
Mercurius dag bleibende Waſſer / deſſe n Krafft it
aciftticbes Blut /
Mercurius verkehret den Leib in cinen Geiſt / 6
Mercurium vivum fell man auf der Minera, d
ift Ertz Ader arbeiten und fublimiren in: in
che Sarbe/
Me:curio neceffe cft (upeıflua demere & zb
fapplere, íi compleiam medicinam ex illo voli
ris facere vel creare. —
Mercurías iſt kalt unb feucht im vierten Grad /
Mercurius wie er zu zerlaſſen daß Daraus gut L "
werde/ T
Mercurius Philofapljonim ift der Metallen Mere
o-rius, 6 j
Mercurius ich bin cin Batter aller Derallen und.
ſchleimig Waſſer und ein Schwefel, Erdreich/6g
. Mercurij Bruder das (ft zerfallen Sol, 659.723, 72%
Mercurij Schweſter dag fft serfoffen Luna, 6p ie
Meu)
6 Verborum.
;curius ein nfi egender Knecht / ſchwar im Sun Hu
T $9
lucum prp m, A 9
tad: die Seuche vires Baums zu verbeſſe⸗
n/ 660
reurius iſt ein Coagulatum Fermentum, ein zus
ammen gewallet Hebel / 661
zcurius hat ben ſich einen hizigen Schwefel ⸗Geiſt /
deßwegen kan er zu feiner Coagulation gebracht
Merden/ 673
ereurius fan coagulirt werden durch Zufas an⸗
deren Metalliſchen Geifter/ welche in der Mutter
ef Sarurni am Eräfftioften gefunden werden/auch
durch den Stein der Weifen ſelbſten / 674.
ercurius wie er zu coaguliren/ 674.
ercurius deber figi, : A or
&rcurius purgatus fofe et Martem, Venerem vel
Jovem in Sifber unb Gold verwandle / 676
ercurius anf Sol und Luna gezogen figirf allen
Mercurium in den unvollkom̃enen Metallen / 709
auch bet gemeinen Mercurium 709
ercurius iſt Sol, 709
jereurius Philofophorum vollbringet allein das
‚Philofophifche Were 712.713
à Eece 5 Mercu-
ein hat asbohren einen blauen Schn / ein
|
Index Rerum; ——— b
Mercurius oder ſchlechte magnefi a ift nicht e der
die Philofophi fuchen. no
Mercurius der gemeine wird verworffen. b
Mercurius foll mit Urina vinliunb Salß gera
ſchen werden. w
Mereurius foll mit offer und Salt gewa d
werden. 7
Mercurius folf per corium. getruckt und ſublin
werden. |
Mercurius philefophorum i in natura deber. em|
dari. L
Mercurius indiget terra atque effentiali purk
tione, qua cft additia falphuris veri gra
tim.
Aercurii accidentalis mundatio non abfolute 1
ceflaria. /
Mercutius cum fole & — fcoriis martis purge
CMS.
Mercurius purgandusper acetum, 7|
Mercurii vera purgatio. 934. 7
— wie ſeine Natur iſt / rauchet auß und
| M uda ober Queckſilbers mancherley Pereitt
7)
Mercurius ober Queekſilher iff nicht bey Philo
pben Mercurius. 7
Mercurius metallorum, — — '
* Mercurius philof. fam nur von dem a
lofopbifd)en Licht gefehen werden. |
ift febr rein ohne einige Flecken weiß, »
yotb/ ib.
wird Paradeig Waſſer genannt. 7.
und varum. ü |
d | & Vetbordi. |
utii erſte fablimationes welche genannt wer⸗
747
leuius aqua ficca nominatur & quare. . 747
puri philofophorum mancherley Namens
8 Lunaria/ Drachen⸗Blut / Grurnifche Waſ⸗
ein Gift ſauerſte Eſſig / Jungfrau:
Rilch / ſcharffe Waſſt By Waſſer / wel
x$ Fein Hand naß macht. 748
zeuriusheift. ein Bateraller Metallen. 759
|. un? warum, ibid,
Auris philofophorum (oír genennet/ aqua
yrmanens , aqua vitz. Z$t
und warum Diefig ibid.
i urius Philof. wird genennet wohl geniadhz
es Blut ober geweiſtes Menftruum, eine Nah⸗
g des Kindes’ eine Speiſe des Ertzes /
Meer Waſſer / Gifft der lebendigen / Koſt der
| oden / acgentum vivum Der Philofophen. 251
rcurius debet per medicinam ante ejus fugam
dfpiffari & Fgi ur convertatur in folem vel.
unam fccundum iilud quod Elixir fuerit pra -
pa ratum, $47
'Tcurius ziehet ipfam folis animam auß ihrem
Bonam auf. 769
rcurius wanner mit dem Leichnam in Den
Phil oſophiſchen Werck figirt iſt. 772
ercariustoann er am hoͤchſten purgirt und re—
novirt ſeye. 316. 819
Srcurius eſſentificatus quomodo faeiendus ſecun-
dum Paracelfum. 817
etcuriusphilofophicus five verum acetum me.
‚allicum philofophorum, 817, ejus vires, — 8: ?
[« Merca
6
1
le
ifi
i Index Rerum, n
Mercurius de Minera. ' A
Mercurius per vitrioium fublimatus fecum |
tat Spiritum ejus , qui Sulphur inyifibile la
tinctura appellatur, W
Mercurius fine vitriolo fublimatus non Ds N
trahere Spititum vitrioli, — |
, Mercurius (oll fieben mahl auf dem Feuer gett |
| fecroen/[o wird er weiß und klar wie ein Chryn
Mercurius pro hepatis bono pecificum, BR
Mercurius fublimati fpiritus à quipdsgamm
Quinta-Effentia appellatur. —
quomodo extrahendus. |
Mercurius folus exrrahere poteft à vitriolo Rq
na tincturam. u
Mercurius mit Vitriol fublimitet/fübtet das fei
er des Kupffer⸗Waſſers mir fido in die]
Matcudg foll gehen durch einen / zween oder | |
Adler / das íft/ wann er eíng/ zwey oder dreyn
pr&via femper refufcitatione , fublimirt wo
iſt /
Mercurij ſublimati Reſuſcitation und Reftaura |
geſchiehet in einem firdenden Waſſer / |
nnb warum _
Mercurius íft ein Schelm und hat viel Tm
. Mercurius weiß als der Schnee/ (2
Mercurius tie er foll in ein Waller oder Zunafi
Milch verkehret werden / 1
Mercurius metallorum materia nunquéni fait) |
to minus fulphur. 21
& quam ab caufam. -
\ :
BH &Veiborüüi. di :
| cui ius à Planeta Aetcurio oftum ducit, 3$
| pa inus jnter ceeteros Planetas Wobitif uus eft,
T 958
a iius ift qut su wuͤrcken in der A,
ni Zwilling / 963
cürius iſt der Anfang und das End alla Metal, ;
4 Uc : 1616
T ius duplicatus. 1022.1037
eurius wird finden in Rieten / feuchten M oß⸗
jtünden/heimlichen Gemachen ober Sprachhaͤu⸗
wen / in den Sod⸗Brunnen / Tach Trauffen/
1025, 103$ s
; Butius ift fencht und warm), 1031 (S
curius ponderofifte Aftrum. _ 1031
icurius Phil iſt wie ein bell, glänzendes Waler/
n. 1032.1036
ffcurius is der Pbilof, wird auß ihrem Saͤlt oder
K einen Mineral mit ihrem Gora, aufgesogen/
103 2
* curius if unbeftändia/aber auch beſtaͤndig/ 035
h Icurius Philof. was e8 feye/ / 1037
[ gt nicht in dem Antimonio verborgen/ 1937
: curius communis fan fein Saame ſeyn / und
R
rum/ —J 1044
curius roth and fip / 1056
fercurius Philof. íft nicht der. Gemeine / 1057
Der Unterſcheid wird angezeigt / 1059
p wird bekraͤfftiget mit Gebet. —J
ibid
Jetall koͤnnen qug feinem andern Ding als nur
à AupMe gemacht werden/ 31
pu aBurie Safft ift ſehr kid ibd m. r5
; MAC.
Index Rerum, >
Metallen Urfprung / Geburt/ Unterſcheid /Fi [|
ſchafft und Feindſchafft muß der jenige A
wiſſen unb eerftebeu wer in dieſer Kunft ei
will fort bringen. E
Metal ale wachſen auf einer Wurtzel / und
. nfangtide Materi ift einerley ^"
Metall wie Diefelse auf Mercurio ynd fulphur@®
nerirt werden. ig
Metall die reiche ſeynd die vollkommene Comp
als Gotb und Silber, die Arme feynd bit J
vollkommene Metallz als die fünf übe
. 939
. Sfittalfa wie fie in der Erden generirt werden
Metallen materia, beſtehet von Dreyen zuſam
geeetzt/ als einem metallifchen CxbroefcUbi
liſche einem metalifchen Aercurio, geift
und einem metallifchen Salg , leiblich.
d Ug werden durch die mineralia quf. gef
e
Metalla und mineralia haben einerfey | fpe
metallicum,
Metallen Geftalt nie fie vertwandelt toerben PI
nen.
Metall erfies Weſen ift Mercurius. n
pap Verwandlung ift leicht unb mi
Metallen und Ertz Natur if vor allen Dingen ll
erforſchen.
Metall ſollen nicht ſolvirt werden / damit tan d»
DAR Vermiſchung ein Metall hernach mach
wolle. | . 3
Metall teines iſt ſo rein dag nicht aud) feine Un
reinigkeit hätte, |
1° & Verborum.
( tal der philofophen feynd lebendig und haben
Minen Spiritum, . 318
stallen eben ift Das Feuer / wañ fienoch in brem
Metallen tod / ift bas euer des Schmeltzens : 18
etallen erfte Materi ift. eine Beuchtigfeit mit
Emarmer Lufft vermifcht/ undein Form / unb
Seftalt/ wie ein fett Waſſer. 318
Ertallen erſte Materi Fommt unterwerfen fr"
P 3%
# ktal welchetod: —
tal entfpringen nicht auß einer Muri.
I feren oder geringeren Abkochung unter ſich utt
‚terfchieden: 441
Metal muͤſſen in der Alchymi wieder ju Mercu-
m gemacht werden / bag. (ft zu einem aid
ſilber.
etalliſcher Same Fannicht wircken/ nod fich
vermehren / es fepe dann folcher merallifche
‚Same zu vor inund Durch fich felbften allein
ohn einigen Zufaß und Vermiſchung zu der
vollkommenen Säulegebracht worden. 442
Netall haben ihren Urfprung aug. Schwefel und
Queckſilber. 444
T——
qne
nineren unb Ersgruben fen. — 318 .—
iL fio felbften an das Licht, und etwas et |
1 odi
Ietallifbe Coͤrper fepnb allein 'nach einer gröfe
, p" ſeynd nichts anders als Mercurius, 448
Seat Vermehrung ift feídyt/aber fiidj bie X
Merall haben eine immerwährende Zunepmung
Metalla dıffrun: per majorem vel minorem
Metallorum prima Materia cft argentum vivu
Metall wie fie gebohren werden in ihren Min
Metalliſcher Saame iſt Sulphur und AZercurius
. ias perrumpit formas. fpecificas,
x s Index Rerüfi |
derung /
Metall wachſen auß der Erden /
Vermehrung /
Aetalla omnia communicant in unà materia.
e(t argentum vivum cum fuo fulphuie,
geftionem, — 451.
Meralla quomodo transmutari poffint.
Metalla an transmutari poflint,
fulphur,
Merall weldye zuſammen gehören’ und welcher
tur mit ber andern Natur oe
wohl zu mercken / 3
Metallen Anfang ift ein vitrioliſch falshafftta
fer / welches vom Sulphure jegliches Befchke
geſchwaͤngert / und folgends in ein Metall /
den der Sulphur iſt / verwandelt wird /
Metall wie ſie generirt werden unter der Erden
456.
Metall koͤnnen wieder zu Queckſilber gebracht
den / 458.
Metallorum generatio in ventre terra.
Metallen deib ift auf dem 24ercutioPhilofo pho
geſchaffen /
Aetallorum forma generalis æqualis eſt omni
at propter Materiæ variam diſpoſitionem it
' 4 Weborod:
ü did gepflantzet /
E
"à
E A daß er fid) mit einem jedwedern Ding s
iniget/mercurius genannt/
egen feiner innerlichen Wärme / 491
allen Saamen ift nad) der congelirung das
lumidum radicale, oder folche Feuchtigkeit / fo
re
)-
Smefel nach eines jeden condition generire
erden /
(i
allorum quoad colores diverfitas unde , so
3
M tall werden auf dem feuchten Dunft *
Echwefels und Dueckfilbers erzeuget / fo
N n Italien Materi ift zweyerley / eine nabe er E
tt weite /
n
d
NT
Avivum, & exalio elixir completum,
‚dietallorum media funt lex corpora quz fé elongant
talla ber Philofophen ſeynd nicht gemeine 24e-
"i
Qi ſeckſilber /
Ir Sal gebracht werden / $60
tal m eine —— zu en und ihr eté
E d Sfff fies
| allen: Saamen ift. in ihnen warhafftig nd |
lien Saamen wird wegen ſeiner Stüffgfeitr-
fallen Saamen wird dem fulphur Bergliten
op Anfang der Natur eingepflantzet — aot
tall alie ſieben / wie fie aug Queckfilber unb.
492
(fall wie fie in Det Erden generire werden/ 498°
ie nahe iff. Schweffel unb. Queckſi (oefibie a
weite ſeynd vier Element / 29.
isllorum extremum.ex uno latere eft argentum —-
a id malleum, ibid. .
tlla das ift/ gemein Golb/ Silber / po :
talliſche und mineralifche (Sorm / muß 6
Die Kunſt fepariret und im mercurium, falphur
Index Rerum, i
fs jM der Wurtzel zu ſuchen / if nicht |
thig / 1
Metallen Wurtzel iſt in einem einigen Ding/ |
in einer einigen materia zu finden/ ME
Metallen Wurtzel ift unachtfam / unkaͤntlich nj
dem Menfchen verborgen / |
Metallen Wurtzel ſiehet die gange Welt undi t]
nets doch nicht / L
Metall wie folcheg in materiam (ccundam ju re
eiten ſeye / ;
E [oiu vof mercure geweſen / wird e
eotr ein Waſſer / ic:
‚Metall feynd als Ding die gefroren /
Actallorum qualis inter fe fir correſpondentia,
Metall muß zuvor durch die Hand des Schn
tzers / — durch Die Hand des Alchymil
gehen wann man toill mit der Fänitlichen 2
beit ben Saamen hernacher Fennen lernen /
* ie Schwaͤrtze darinnen ift ihr Zerbrechli
eit/ j
- Metallreinigen fich durch bie Geiftz
eMeraila fula te habent inftar mercurii , & fi frig
poflent in ea fulione permanere. eilent ipfe j
x mercurius.
Metall wann fie mitihren Seelen und Geiſten |
virt werden / fo mehren fiefich nicht allein in
Groͤſſe fondem auch in der Kraff/ 3
Metall „erden in — verkehret / da
ratio,
& Verbort m,
I t all werden auß dem argento vivo und (ulphuré
wmoebohren/ — Sie.
nt all welche Durchs Feuer geaangen ſeynd nicht
n tt Philofophen ihre Metall / 677
N
I|
|
1 all haben ihren Lifprung von dem Mercurio.
I^
P 739
I" tfall werden verkehrt in ihre efte Weſen / ma-
eriam oder (permam. 753
| I tta al wie fie quB Dem argento vivo generi wer⸗
d N ER
jt tal "ingen i in einander verwandelt und vers
ehret werden / 757. und warum. ibid.
—4 eralla ratione accidentium diveríorum in mineris_
üpervenientium tantummodo differunt, — 758
4 ttall werden gekehrt in Duedfilber/ 758
; \ u warum / |
; |n tienem; m.
4 Netallifche Sinctur /
IR heit in fich / 10$0
Eietallfennd zuvor Gold gewefen / 1050
Jh ttallen Seel muß außgezogen werden , 1052
Moll yurgiret und ihrem Coͤrpern wider geben
doi roin 3 - jbid.
R ttall die gering müffen vor der proje&ion stt
| jor purgiret tottoen / 1064
der Erden ober ihre Fettigkeit $2
! | 1:5fet in Den $5rá(len der Erden, i13
AMineralia ſeynd eben Des Schläts/der Eigenfehafft
Bund der Natur fo bit Metallen auch (ind / 103
fineralien in Diefen ift Der Geiſt eben fo mächtig
etalliſch/ alsi in ben vollkomenen Metallen/ 105
SIE «Mine-
Tn
|
N
| 759 .
WMetslla nafcuntur fecundum alicujus planet donui-
JN ttall habenfiebenfaltigen Außſatz md — |
ladex dnd 5
Mineralia find unter allen fablunarifchen H
Pbermbiealkroollfommen(te. — E!
«Mineralien und der Metallen Saamen wert
ſelten erſchaffet / | 2
Mindere Metall haben auch den Saamen i
Univerſal⸗Werck wie die anberm/
Aixtio fan nicht geſchehen ohne Die 9Infát 1
ber Natur. A
Mittels oder mittelbahren Dinges extrema fi
Schmeffel und mercurius, 44.
«Mineralium prinicipia funt argentum vivum &ÍE
phur, — A
M ineralia ab influxu cœleſti virtutes tim b
AMiverz haben in (id) die Geheimnoͤſſe J
Philoſophiſchen Kunſt
Ainera poteft effe munda aut immunde, five cori
pta & caloris exafperantis temperati , fecunduli
. magis & minus,
'Mixtioomnis fit ratione fimilitudinis, que acqui
tur in digefione à natura, quamvis prius fue
diverfa, propterea metallum cum metallo , &1
trum cum nitro & fibi fimilibusmifcentur. 5
Mineralia empfinden nichts / und feynd eben W
groß imerften als in dem letzten Jahrh /
Mineralia haben ihren erſten Saamen von GE
empfangen’ welcher Saamen feinen origim
bat auß dem geftirnten Himmel durch I
bimmfifeóe Influentz und Iyderifche impreffi
auß einer liquorifchen luͤfftigen Subſtantz / du
einen mercðrialiſchen Geiſt / und Selphurift
Seele / an des irrdiſchen Salges
| perf
D^. - & Verborum,
1. jet unb vollkommen Corpus gefegt unb ein
E jegangen / s60
it ^ Cineralia mann fie follen augmentiren / fo mif
* f en fie wiederum in ihren erſten Saamen umb
rimam materiam gefeßet toerben/ 560
incra eines Italiaͤners tie ein rotb gulden e
680
* hat in Gegenwart D. Brohers Siber in ioi
t ansmutiret, \
Äineralium ortus.
prone Krafft ift in ihr eigen Reich sh
104E.
m nbrafifcher Safft welcher in dem Bauch der
Erden wird herfuͤr gebracht / vergleichet ſich
meiftentheils mit oem Waffer der Philofopho-
p zum, 1057 und auff was vor weiſe. ibid.
denos COollfommenbeit oder Dronuag ber
2 ji: Metallen/ / 449
" js Drs Chymiftica quid. 5 464.
odi regiminis funt quatuor principales,putafolve- —.
bi Te, abluere, conjungere & figere, 649
^ | " ons le Febure , 8:5
werden bie Gradus des Feuers in un Claffen
E | | $9
ontes Indie.
1? Mond verurfachet den Fluß und mie ber gůß
9 des Meere $/ 904.905.905
| ju und fan nicht von einem unter irrdiſchen Feuer
geſchehen. — ———
m inu nicht von ber Sonne. — — 906
odicum terre, ſuſſicit ad nutrimentum totius Lapi-
Ya dis, "5 994.
L3 Sfff 5 Multi-
l|
^
-
| Sy Aendes ob nir vorgeftellt/ 964. )
. Multiplicaiio per fermentationem ift gefchtoit
Mundus parvuscur non generabitur ,
Mutter Magdin. ui
4UBUEA INVILL, d M
Multiplicatio. zu bem weiſen und zu dem tor
wie fie gefchehen ſolle. D
Mulierfepeliatur cum Dracone, |^ *
Multiplicatio lapidisin qualitate & quantitate ,
zu erlangen
Muktiplicatio Lapidis wie fie geſchehe / und old |
komme / |
Holtiplication in det fermentation if ridge |
getoiffer / E
Mulu funt vocati, pauci veto ele&i,
Maher in quonam diícrepet à viro;
Mutter der Erden ober Gefäß ber Natur. ' |
Multiplicatio älia eft virtualis,alia cft quantitativ, |
quantitatiya quid, E
virtualis quid, |
Muliz operationes ex stgento vivo fiumt , quz v
dividuntur per duo, prima fit cum adjuvamine
fe folo,fed natura przcedit cur fuo "e J
Mundus antiquorum ſapientum,
N.
Nadel der Schiffleut kehret ſich gegen bi
Pol⸗Stern /
und warum / t
914ffe tvann fie anfängt fid) qu verlieren / fo fi i
die Materi an weiß zu werden. 3
Natur mug man recht erkennen / auch m
Kun D & Verborum, An
IN
yan in berfelben arbeiten/ 50. fl. 52.26, x. 27.
- 28. 49. 156. 158,
7 folgt dliet der rechten Natuͤrlichen ni
1 nu! l
i 5 ur iteinig/ wahr / ſchlecht⸗ und in ihrem Ber
4 fe vollkommen /
Natur verwandelt fic nicht anders / ale í in ihrea
eichen / | 30.554
E:
ud
tura non emendatur nift in fua natura, 51.64
|
ds
tur in derfelben ift nichts ſchweres und alle,
Wahrheit iff einfaͤltig / 52.137
atur. Sefpräch mit bem fo genannten Alchj us
fen’ $9
fur wo dieſe auffhoͤrt / da fängt diekunf an/ég -
atur Fan feine &inctur. machen/ ’ ibid.
latur Mäffigkeit / die Natur weiter zu erſtre⸗
ixfen/ die bat ihrer Bichtigfeit unb Beſchwer⸗
hkeit halben viel Bücher gebracht 7 Die gum
heil auf Dergunft odesauß Neyd hinterbalz
I werden / 26
latur wie fie bie vier Elemente. zu erſt gine
i Nt bab / | $9
cur bac Sotterfchaffen / 96
fatur würdet nichts ohne ihr fperma, ' 91.
eturen toic fie in einander verkehret —
4
| di
?! M
"i li
"1 »
| id
ratur fommen mir gu Huͤlff durch dag hun 136
i
n latur obugefegnete/ — alg.290
Matur groffe Wurckung /
| l4 atut bat aller Dingen Nahmen / 221
Matur (t theilhafftig aller Sarben. - 221
Natur mag fie ſeye ⸗ 222.223
d | Sfff4 . Natur
*
$e
p v
index Kerum,;
Natur bic cine leidend / die andere wuͤrckend ^
Natur wird zu Waſſer / und dieſes an ii
limirt fid) in der Lufft wird alfo daſſelbe
einem Dunft/ bernad) verbindet fic) ein Duff
mit Dem anderen Dun óWHe
Statur muß man zu Hälfte Fommen ^ 322.
Satur m feine Bewegung / dann burd) J
Hise Wuͤrckung /
jy Had t Grumd hb Wurhel iſt mit fleiß zu tu pn
ym/ |
Natur fol man nachfolgen / und was tiber
Satur gearbeitet wird / iſt iren 1
4.552.553,
Natura habet in operibus (uis perfici & abi |
. vendis ut plurimum determinatum — da
finiuntur, . E
- Natura babet fagm fatum phy (icum, - E
Natur Spiegelwie er zuerlangen/ —
Natörliches bat feinen erfien Anfang vom üt
natürlichen und ift Doch alles nichts zuſa
., mtm den eitel natürliches zu befinden. — 4
- Natur gebieret und bringet herfür / "eine ín
Alchymiam gehörige Materi. — |
Natur binterläfts unb Die Kunft nimbts D
|. AB d ,
Satur arbeitet allegeit zum Vollkommenen 4
Natur was ji Hindernöß halber /_ unvollfem
aj en muß / das Fandurch die Sunft und l
abläffigen Fleiß zurecht gebracht werden’
Natur ſtaͤrcket und erhöhet/und macht aud) 59 -
Satur bat auf zweyen Wachtlen zwo Krott
gemacht. — P
Na
| A Be. & Verborum. ;
fur machet Durch ihre Kochung und Laͤute⸗
JE
EN
du J ing auf pem Schwefel und Queckſilber / Gold
ih Br ID Silber / 447
"atur dererminirge materia, if ſchlecht und ein⸗
fifi; — 447
atur "Arenaurt P i ide Mer
itur feyert nicht ein Augenblick / 457
E" an faum in taufend Sahren ein Se N
fall hervor aa.
M f i bringe allein herfuͤt die Anfaͤng bringe
à
m
b
Bx
Lo
)
T. 482
Jj " E. vermag mehr als die Kunſt / 483
Mätur foll man nachfolgen/ — — 483.484. 485
* tur arbeitet ſtets auff Verbeſſerung / und nit
auf Perböferung / 484
atur foil man ———— die Ration und
WT Philofophis ſeyn fol, _ 49$
D: tur machet alle Ding auff Erden und unter Der
hs Erden auß Den dreyen Anfängen’ 529
up Ta fur geböhret auß natürlicher Scheidung und
Zuſammenſetzung fo mohl Stein afa icis
if fen in dem mineralifchen Keich/
ala Metah ſchaffen / der Sünftfer de
tur foi man fernen erfeanen und ibr sif
ym / 536,
iur ihre Werck follen mit ſcharfff huge |
Merftand betrachtet werden’
l I atur pef Mercurii Sulpharis ift wohl zu siad»
4 tm
p latur toirb nicht emendirt oder verbeſſert / baam
in ihrer Natur / X42...
Natur leidet aidé frembbet ^ Nibid, -
| E S(ffr.- - 9r
Natur ifti. der Aufreinigung Elarer und (obl
Run, materiam fpiriruslem € convertitin metallı
LEI A PXUSTLIIA!,
Dann die Kunſt.
Natur too Diefe aufhsret/nemlichen m den J
talliſchen vor unſeren Augen vollkomenen QI
pern / daſelbſten foll die Kunſt anheben. J
Satur ſollen wir nachfolgen / inſonderheit wi
bie Elementen madjeC;71. und warum iM
Natur was fie vermifher das follen toit n
fepari:en |
ratur, bie erfte Greatur bat Gott in en
Augenblick erſchaffen.
Natur hat allein die Macht die Element unb.
Geſtalt zu tranfmuriren/ / \
Nathiuch fol, und mercarialiſch Waſſer ma
. diralle erßine Ding zu purem Gold. «
Satur muftu au& Dem Grunde oder auf ,
Tieffe der Leichnams außermählen. ;
Natur wird erfreust und geſellet ſich m fci
Naturen, N
ratur ift verborgen in dem geichnam unb f
"tin Corpus: .—
Natura facit de corporé fpiritum, & fic faeit afc
dere,aterra in br. E rem aaa |
^ fpiritoalem. j
atque fic ficit de fpiritu corpus & fic facit &
fcendere de ccelo interramid eft rem fpiritual
* corporalem in fuis oper, non Pol
gnacrlich Gefäß mas dadurch verſtanden wer
und tote bie Geiſter von einer Datur zur an
ren in bemfelben verwandelt werden,
hi ML
n OK verocerum.
ni at muß man verfehrenin ihre efte Worhel
darvon ſie kommen iſt. ART
h itur wird verkehrt Circul weiß / oder die Be⸗
J wegung gefchiehet eines nad) Dem andern. 637
Mcentia fuum ipe Ye proprium habent. 665
4 tura nunquam, nit fimile producir, 686
at r bedarff indem Philo ſophiſchen Werck kei⸗
i der anderer auff erlichen Dingen. 703
^ fondern nur in einem Ding und in Der
A 4 €infatt beſtehet ſe. 7
datur foll man nachfolgen.
Matur fpricht su oem Kanftler teanble vernänft
Miguno führe das Werck latur. gemäß
J ͤnſtlich / hilff mir fo toil ich Dir helffen / wie
du mir thuſt / fo toil] ich Dir thun. 717
" atura natura íztatur, 749.269
i unb toit ſolches zuverſtehen / 749
atura quod facit calore folis & fellarum, hocfa.
eit ats calore ignis,' 754
ıra duos habet fpiritus archite&onicos, calo-
D: — 769
Ha ra fuas operationes quatücr Anni partibus con-
| formes infitui, — ^ 769
latur ift in der Sonnen / uno die Sonn in. der
J 49 atur. ‚784. "
Natur wann fic Franc inb ſchwach ift/ fo curnt
unſer Stein / und machet geſund die 9tatur 784
datur welche mit. ihrer Gräne viel Farben qu er:
ſcheinen verurſachet. 37
Atur fon ohne ben Laboranren als ihrenDitzer
+ I im Philoſophiſchen Werck nicht överrichten. 875
ütur bringt Durch, Das. Gericht des Feuers
‚als zu wegen. 873
Natur
Index Rerum,
Natur Urſprung
Natur worinn ſie beſtehe.
Natur Gehuͤlffen ift dag rg -
Statur 2Bürdung. "U
9 ratur Handwercks Zeuge fennd PER: i 3j
fpiritus mercurii, fo da ift ein unfichtbarest
wuͤrckliches Weſen. "n
Natur Handwercksgezeug / fi nd eben von
materia gemacht als Die Materia ſelbſt Dan
gearbeitet werden ſoll. m
Natur wie das Wortdie Alte verſtanden habe !
ratur iftin fitter Bewegung und warum. 7
Natur und den fpiritum mundi oder « Hercuri
unterſcheiden ift eine fubtile Philoſophi.
Natur zweyerley / eine ewige und eine irrdifche. B
Natura ubi fuam terminavit Phyficam, nos int
phyficam inchoamus. |
RUE methaphyfi ica noftra dicitur,
Naturam imitari, h
ratur erfreuet fid) wann die Männer die 2 3
‚ber nehmen und umfahen. M
Naturen follen mit anderen frembden Natu
nicht vermiſcht werden / Bi
Snatür ſoll mit der Natur oermifht werden, X
- SRütur befördert das Werck. T
Nebelder Schwaͤrtze.
Nebel / Geiſt oder auch feynd uͤber der m
Nebel währen 4o. Tag. 3
Nebula eft movenda paul mund beiten vel |
trea,
SruePhilfopt und bero exgiifitavals W f
E x Wachottian.,
lti itinbe: Weyſen / gloria Mundi, Bernhardus Trés.
| * PFlamellus, Dion, Zacharias und Hollan-
B! dus! werden von Sendivogio recommandiret. 350
"t lo poteft tranfi rede primo ad tertium nifi per fe-
i a ndum, ficnonefttranfitus de nigro ad citrinum
: ili per album, quia citrinum ex multo albo &
auciffimo nigro eft compofitum,. - $24.
fis garrulus, fed poneorituo cuftodiam, & ut fi-
Tii us fapientum, » margaritas ante: Doreos non pro-
ces, 0.686
Wicolaus 27i Rudpléues bat zu Bononien Silber/
und zu Carpi feines Gold auß Kupffer ges
h
igredo apud philofophos vocatur- INN Ma
: ur, t
E * eft principale fignum complete putrefa-
T 6 tionis ‚folutionis, commixtionis, impragnationis,
| ay
[ SEMEN Kunſt / 8j2 853
ihil producitur interra & in aqua, quod non ibi
1 li^ eminatum fuit de colo, 993
| Vi rum nigtius nigto. 913
i mno in naiverfo mundo exi(lit quod non depen-
i | LA | 960
Mitrum Stein Schlang / ior5 1026. 1027;1029 1030
IR [itrum und fulphur feynd den Metallen fingulari -
ter berroanb/ 1032
Nocet veritati quicquid contraríatur rationi, 634
Voli metangere, i; | 1025
| Nubes ac pluviz, | | EL 329 339
od ‚Ob. |
B. -
m
deat de certo uno, uti defua prima — —
Index Retum, |
(x Bic&umi(t nach ber Krafft und potentia,
fubje&um, welches die Suͤbſtantz ſtetigs
acta und in der Wurckung erhall / ſo zu vorn
potentia geweſen / BR
Deere uno untere Elementenn
Obergeſtirn ſammt ben Planeten bie haben i
Geiler fo wohl als andere Geſchoͤpff /
Ofen fol. man recht machen, | 1
fen Hermetis . 798 |
wie er auf zu bauen / 1
Oſens Befchreibung welcher auf
geſetzet werden / y^:
Ofen der Philoſophen wie er foil verfertigetim
den / N: J
Oel citrin braun / gewinnet oben ein Haͤutle
welches aber wieder zu Boden faͤlt / gleich
nem gelblichten ſubtilen Sand/
Oel eit in braun / wird zueinemgelben Sandy
nach graulich / und dann je länger je mi
ſchwartz / | 44. 4
Oel liebliches / ale Fein Balfam Fan teyn) Fan a
dem VitrioleRomano herauß gezogen werden /
‚Del zweyerley/ - 6t
Del wieder Schwefel ober Arlenicum. 6
Oleum philofophorum, | 182 ir 3i
Oleum philofophorum nihil aliud eft quam hun
dum radicale merallorum, purum & incombußik
le, in quoeffentia & forma metallica potiſſim
conpfiftit, | j E
Oleum philofophorum fecundum Raimundum |
lium cft fubRantia corporis per àquam depur
tám deportata in Ventre venti, à |
3 €
|
3 0 |
ben unteren |
(& Verborum. d du
1 quare füb82ntia 3 £c IS 312
MM; *
"i B rebus furfum elevatur & levigatur, reduci-
| "
hirque ad venti hoc et, ad aeris & ſpiritus naturam
{ } J 312 :
philof. et limofitas ow nium ———
gans ſaper menſtruum poft diſſolutionem ipfo:
22
Im omne congregatür * aquam ſuam, 313
perfecti ſigna, 313
Wii na
|:
ji s
al :
alida impreff one aliarum qualitatum per conjun-
s ionem 25 iliis fufceptarum;, | 313
J qi id per aUasqualitates, ' | jbid,
‚ #inatura e(t calida & bumida, 6
ui tiPhilofophorum definitio, 214.349
"lee 3 Saturni der Philoſ. welches / und deifen
f [a Bärckung/ | 406
N "lom dicitur quande tingit , | $92,
Ae his Ics qua pom generare poteft fi bi fimile,
535
neaurum eft 25, ed non omne zseft aurum, 556
inc aurum eft fulphur rubeum, fed nonomte ful -
hur c(t autum, quia nibil etinauro ex corruptio:
ne E 556
i
bi
a
*
alla ; qua procedit ex isdem, ex quibus procedit
atura, i pn 754
usprimum eft opus mulierum & Ludus puerorum
f cil, po& przparationem, _ 326
perationes operisPhil, à paupere pariter ac egeno &
lvite preßari potontneis ctiam epus eft,ut memo-
a | | riz.
"g
de
"
1%
‘
[^
Tr
7
u
mauare Corpus, (5. EY E aH PEE
m portatur in Ventre venti id.eft, deftillationte -
fum nihil aliud eft quam aqua mutata in acrem ,-
iium operationum Alchymicarum melior eít
rm)
Index Rerum , ids
riz confervandz caufa literis hoc artificium & 51
tut, fed vel ipfa viva vocis iraditione openl@.
hes aognoſci poflunt, ^ - OM
Operatio Phil, fere mulieribus ut veteres dicd |
convenit, "
Opus nofrum uhi aliud eft quam transmilli
. paturz & converfio elementorum, E
Operatio fecundam intentionem liter et diffigll
divitiarum & temporis perditio, |
Opus Philofophorum facile abbreviari poteft. J
| & quomodo, - il
Opus Philofophicum alii acumine ingenii mul
abbreviarunt ;
Opus magnum femet ipfum folvit , femet ipfun
xat ,liquat & perficit,
Opus in principiis fuis materialibus non exe
pretium aureorum trium, |
Operatio quare in pun&o ConjundionisPlane 7
& ftellarumfieii debear, 3
Opud Philefophorum t non caolatur à à motu füpe
ram , |
Opus Philofophorum omni tempore incipe, -
Opus ad Album & Rubrum, 968. pag
« Ovitres fant partes, mE
| one Podlefophorum i / ,349«
P.
SY odefopbifebe Meerift Waſſe⸗
Philoſophiſchem Werck iſt der Natur
lichkeit wohl zu beobachten /
Philoſophiſche Kunſt / iſt nichts anders als
Rraͤffte der Elementen gleiche Vermiſchun
odex eine natürliche M aes | eine E
Eco dua Verborum.
fd hung des Manns und ZBeib3 / eine Zufams
ii gung des Feuers und Wurtzel Saffts
n lofophi _ haben diefe. irfenfchafft siot
L] Tauß Begierd Silber und Seldez/ ſondern der
Natur Erfündigung hatben/ja vielmehr des
j Tester: ſelbſten / (o hoch Rear 21
Ji |
1
ilofophifche Schriften feheinen bißweilen eins
nder entgegen zu feyn/und warum. 22.
Weleget uno toarum/ 24 —
) 4 lofophus foll ein wider gebohrner und
Menſch ſeyn/ |
m ilofophifcbem Stein fommet nichts / was nice
T arvon aufigangen und herkommen iſt / 33
? lofophi: ch Werck erfordert nicht groffi en Koſten /
: To och mit Unterſcheid / 33
m) Door Stein / warum er Stein —
ird /
x| Ion verftehen Durch die Nacht in San
Weraͤnderung welche ſich in der Schwärge zu
traͤgt / 45
BU Magnefia und in bem philofópho -
Mr um Saturno ligt der Mercurius und Lapis phi-
ha olophorum Univerfalisverborgen. Moe
i ilofopbifbe Kunft warum einige Diefelbe verbie⸗
Ften und verkieinern/ / 74:75
1 filofophi mwannfie von einem Dina rebem/ ture
| l oldes zu verfieben/ 104.
i" lofophi wann fie von zweyen Dingen reden Bi |
R i verſtehen / 04
| —* lot an es foit nichts fremdes darzuk feme
108
Gggg
Jlilotophorum Fluch / melden fie aufdie Alchymi —
index Rerum,
Philofophifd) Werck wird ein Kinderrpiek t |
Weiber Arbeit genennet unb warum dieſes
| Philofophen Que Biber und ihr wohl gekod
Schwefel / i 5
Pallas & vefta, 4 |
Pandora was Dadurch Yerftanden wad⸗/ und fid
weit ſie ſich erſtrecke / J
Particular Feines / Fan nebé dieſem einigen Weg
natürlicher AZateri zu megen gebracht tert )
und warum’ t
Partes que elevantur in fublimatione, non deb
- feparatz manereab his qua inferius funt, °
Par in parem non habet imperium,
ParticularoderUlniverfal fan ohne den Spirit
mundi oder an deffenftaft / Den farurnalifgf
doppelten ZZercurium nicht su wegen gebra
werden / |
Particular fati nicht gemacht werdẽ / ohne bie e :
&ion falis ammoníaci oder Mercurii philofopk
auf oer philofopliorum pontifcben Waſſer €
Particular fan ohnedem Univerfal-Q8ercf nicht:
macht werden / 2
Paranymphus Mercurius, five fpiritus aereus, 8
Pafta oper Teig / €
Paftafine fermento non fermentatur 9
Pater genetatur inter maícalum &foeminam, :
Pater philofophorum eft Mercurius, 2
Pater & Elixirdiffetunt. — N
Pauci laborando artis veritatem SE AE 628.
quare, ibid. 6
- Pellicaa ein deftillit Gefaͤß / 2
Per pr;vationem humiditaus qM philofophi int)
disant, $ 8 j
/ Jj
p^ i20. DM Rerüiii, *
| Biete Wiſſenſchafft kommt nidi N)
Pi tape Sunt ift eine Gabe des sand
| ſten / 23
Phenix und falamander,
Philoſophiſch wircken was es fey/ -
Philofophi müffen ihren Stein beſſer fi eoi:
. braten wie ſolches zu verfichen/ )
Philofophi treffen alle zuſammen in dem einige
—— ver weiſſen Goals Schreefelun
Queckſilber/ 37
Philofophen Wurkel/ 38
Philofophifdj tvaffer und Philo ſophiſch Gold
miſchen ſich in ————— ſo lieblich um
fein wie Eyß in warmen Waſſer / 38
Philofophifcy Meer in welchem eine Eleine Inſu
- Philofophi ſeynd auch zum Theilherrfchende Kon
ger regirende Sürften und gewaltige
geweſen /
pPhuolophi ſeynd fleiſſig und bedachtſam zuleſen 39
Philoſophiſcher Saturnus ift nicht der gemeine/40
Philofophi wann fie fagen daß außjeglichem Mi
fall eine Tinctur zu wegen zu bringen ſeye
ſolches zu verſtehen / 4
Philofophifcher Schluͤſſel muß einig undallein 00
des Saturni Geblüt genommen werden’ 41
Philofophi haben von fo vielen Arbeiten foie = |
zu tag nichts gewuſt / n
Philofophifcher Stein foll gant und deffen funi
Subſtantz genommen werden / 41
| — ya ſoll der Mund bre
E . & Verborum.
4 gptrbén/4t4. . follgefet werden ín ben Boden |
k der Philofopben u Untergang der Sonnen. 414.
niffiailofophi fc Wer foll angefangen werden von
Der Mitte des Chriſtmonats bif in Mittedeg
d Xenners unter pem Zeichen desSteinbocks/ T 4
Noſophiſch sum c 418 |
à bilofoyl hi wann fie nurson einem Geſchirr gere⸗
det / mie fie es verſtanden / 422
hilofo phiſch Werck wird auf bas laͤngſte in. 4o.
Tagenuñ Naͤchte erfuller gu. bem ABeiffen/ 422.
zudem Rothen aberim 9. Tagen und Naͤchten
| aufdas längfie/ 224
i fic in 140.diebusabfolvatur opus,
J — Werck ann es mit Gottes — *
ii Ende gehracht foll man Gott davor Danck ſa⸗
1
!
I
gen / 424
p ilofophorum enler Phoenix, | 424.
Bhhilc(ophi baben gefekt die Kunſt mit verbot genen.
1 '$orfen/429. und warum ibid.
1 Philofophi baben niemahls Phıgen gefchrieben! 429
| p llofophorum Schrifften ſeynd nicht nach dem
1 Buchſtaben / fonvern nach per Wixckung ber
d Natur zu verſtehen / 429
olophiſche Arbeit ſoll nicht eher angehoben wer⸗
- ben man habe dann zu vor begriffen Der Philof,
^. einiges Ding’ welches ft ihr Sally Some |
and Suedfilber 429
3 hilofophihahen bit Ding nicht genennet welche
- fit gemeinet / ſondern nur Geheimnuß weiß ſolche
su verſtehen gegeben / 430
E — libris ſuis aliquando primo tradide-
14 runt fecun iun opus, feilicet operationem lapidis,
poft: a primum To quod eft de Elixir. 434
|i 6999 3. Philos
ar
TD
nn 00 1
Philofophi quandoque vocaverunt in libris fuis e
xirl;pidem & lapidem elixir. AA 4:
Philofophi wann fie fagen nimm Schwefel Arfen
‚ cum und Queckfilber per gefublimiret iſt i
Saltz / Alaun und Bitriol und deßgleichen / m
brenn und ſolvirt und coagulir in mancheif
Weg / ſoll nur Oleid)nág weiß verſtanden tot
DW S | 435-436.43
Philoſophi warum fie zu weilen obfeur oder dunck
gefchrieben,/ | RR 43
hilofophi warum ſie das Queckſilber genenn
haben Saltz / Vitriol und Alauny — 43)
Thilofophifcd Waſſer (E der wahre Samen alli
Metallen⸗ AM
Philofophifcher Spruch : qui mecum oritur mei
cum moritur toit fofcheg zu verftehen/ 46
Philofophica adminiftratio non fit nifi occidendo 8f
. ^ pollea vivificando, . . | . 464
Philofophen Lob/
46:
Philofophorum resquadrina ift geyiertes /in qu
terra, aqua, aer,ignis, 474
|. Philofophorum quinta effentia, in Welchen bie vie
| Element €rb/ Waſſer; Lufft/ und Seuer zwey un
ichtbare in zweyen fichtbaren verborgen find mild
| ber Natur allgemeinem Geuer GSüncfefein obti
fünften Weſen informirtt und begabet & fic re:
compofita, A
Philofophifch waſſer / | 478
. Philotophinetmen ber. Metalln Samen Oder pri-
mam materiam metallorum ein vereinigtes oder
. "Dicto waffer/ 484 ; (ſes 4.84)
Philofophifche Arbeitift fehr ſchwer und warum Die
Philofophifches Subjedum iſt Das jenige allein dat
u
uS . . & Verborum,
bas Feuer uͤberwindet / und eor bem felben nie
(albe rwunden wird / ſondern in ihn befreundlich
i ruhet / und fich deſſelben freuet/ 516
dm ulofophiftbes Subje&um of [chen es ein Metall
mullfL/battet es doch gängtich in ihm des mir bedürfe
wf ten zu unferer Meifterfchafft/ $17
„„Mulofophifcyes Studium fernet erfennen ber Him⸗
name Tugend und groffe Wirckungen / $35
falofophi, aber nicht alle!haben bieft Gabe Got⸗
M Ete von ihrer Wiffenfchafft und eigenen Ver⸗
E Runfit gebabt/ fenbern die guthergigen / fo der
; i 9tatur mit Bernunfft nachgefolget/ haben ſich
ad langer Zeitz Die ich verordene und nad
lang getragener Geduft erlanget/ 13
i hilofophifcbe Kunft iſt nichts anders bann derer
JU Dinge Reinigung von der darinn gefallenen
FH InreintgFeit/ welche eine Serftóbrung undZer
AE freung des guten find/ und Daflelbe verhinderny
A ba fie gu ihrer Vollkommenheit nanırlich nicht
E mögen gelangen/ 537
Thilofophi haben von ihrem einigen Ding durch
à | eine Sürficbtigteit mancherley gefchrieben unb
raum 00 $28
nu ilofophi wann fie in der &oneorban& von ihrem
I Stein oder tinetur gefehrieben haben’ das iſt in
B. rerum natura tvarbafftíg und getvtg/ $38
BPhilofophifdbeg toercf wird von einer einsigen ges
F ringen/ fehlechten / mit ihr felbften vereinigten,
Bo Materi gemacht / 438
Philoſophiſches Werck wird in einem einigen,
wohl verfihloffenen Geſchirr und einigen Ofen
| ganadt/ $38
E 9989 4 Phil
EC
IndexRerum, _ [^
Philofophifches Werck foll nicht angehoben tul
den auß der erſten Materi oer Natur — Sb
. un warum) EL
Philofophifehes Waſſer hätt in fich alle Elemen
himmliſche und irrdiſche qualitates. 58
Philofophinon faciunt Elixir neclapidem fed nam.
ra,cui miniftrant 'materiam de qua agit, $9
Philofophi follen die Elementen verfihren ſo wi
ven fie finden mas fie fuchen/ 9
Philoſophiſche circulation iſt nichts anders als DAR
Eompofitum einträncfen mit unferem Merc
rial-Waffer nad) demrechten Gewicht SA
Philofophi babenpurd) Die materiam primam | fi
. cundam verflanden/ - T je |
Philofophiratben man folle arbeiten in oem. Cog
. uno Queckſilber — ^ (58
Philofophi was fie ſuchen ftecftím Mercurio 5
Philofophifchen Waſſers Multiplication. 6a
PhilofophifchjeSolution und putrefaction was fi
ſeye / 61
hiloſophi duplicem modum in eorum libris pofui
runt, Unoum verum, & alium falfum: veruf
autem per verba obfcura ut. nifi à filiis doctrin
poflent intelligi, ne impiis fcil. vía agendi profa
naretur ; falfumverofub verbis intelligenti
bus pofuerunt, & hunc communiter fequuntu
operantesin Mercurio, fulphure, Arfenico, &
etiam in ipfis corporibus;& nihil invenerunt, 62«
Philofophi marum fiediefe eoe Kunſt erfernet / um
wie fie Diefelbebetrachtet baben/ —
Philofophifches Waſſer hat ein. innerlich euet
und wannes Hulff von beharrlichen Gcuer ha
^
a | & Verborum.
E fo verbrerinet es drey theil ſeines Leibs / mit dem
eib dieſer Frucht / 661
‚ Wlofophifches Waſſer wird mit Verſtand des
ng Meiſters gekocht 661. erfilich fieben Monat /
laomablen zehn / 661
er | Biochotuin pondus oder Gewicht/ 663
; lloiophifagtn Daß der Lapis philofophorum
E wiſchen zweyen Bergen generirt ſeye / daß er auf
den Mit geworfſen werde / aud mit unſerẽ Fuͤſ⸗
^n gertteten/ daß er zwifchen Männlein unb
Sräulein generi. werde / und daß er in mir / in dir
" und dergleichen Dinge feye/ | 669
u ilofophifches XS affer ſoll man ehren 671
lofophus bat nicht macht bey verluſt Des edlen
Kleinods ſeiner Serlen bie Aareriam jemand
uoffenbahren — — N30
d lotophi omnia figurstive locurifunt 636
Tilofophi haben inihrer Kunft mancherley Wort
" gebraucbt/viel gedichtet und vexirt | — 689
]ilofophi baben in ihrem werck viet Materien und
vielerley Arthen zu arbeiten gebraudiet/ 69r
. Ji Bor baben alles figurative un yerborgendfich
ee / 692
J i Doni haben ben Stein it vielen Nahmen
J genennet / 692
in eon haben entweder den Stein mit feinem
Samen. nicht genennet/ ober aber wann fie ihn
Mgenennet haben/ etwas darzu 9eft&t / wipes |
"iba verdunckelt/
p multa ponunt, eb suh nihil P
a -&quare,' ibid.
Wi ilo lofophi ſeynd verachtet/ 699
E 9889 UE Phi
"mE
Index Rerum, | F
Philofophi fuchen ein fire Subftang in bem $i |
Philofophorum Ding/eines machet drey / unb i
zwey / 1
Philoſophiſche Kunſt bat auch ihrezeitweichendg
in obacht zunehmen, d
Philofophifch werck ſtehet in vier worten 4
Philofophifch Werck iſt ein Werck per ra |
und ein Spielder Kinder / 1
Philoſophiſch Werck beſtehet auß bem Regin
rg und in BegreifflichFeit der QW
unfft.
Dicen haben von ibrem Werck ín Figure 11
redet / 1
Philofophifdie Mercurius wie er leichtlich zu zug
reiten ſeye / | ;
Philofophi egent uno vafe, una fornace,unaque
pofitione poft przparationem primi lapidis, "M
Philofophifcher Regen / 1
Philoſophiſches? amd foll nicht ehender angefll
gen werden / man babe bann. zuvor lernen iii
chen Zinnober / Vitriol / und Nitrum. 1
B—————— unſer Mercurius, unſer Qu |
ſilber /
Philoſophi warum fie fo verdeckt von der Matg
Lapidis geſchrieben /
Philofophorum Artzney wird auß denen Dingen
zogen / in welchen es iſt /
Philoſophiſches Werck erfordert annoch zu MM
und Weib oder Gold und Silber den lebg
machenden und Chymifchen Samen/ |
Philo ſophiſcher Mereurius ae auf dem ES |
—
& Verborum, “
I anb der Erden hervor gebracht / 744. item
B dem zuſammen Fluß der Eiementen/ 744
yer ift Der Natur erſt gebohrner/ 744
Morbi AMercutiusoder Diefer Geiſt wird
ein Durch die Bande per Elementen gezwun⸗
1 744. Dieiem ſencket ein in. den inner
Pos des Saturni Den Meer Gott Nine
à
..
Gul
Kr 9
5 Cophifche Adercurius tft trucken und, PR
fluͤchtig und ſix / 745
dlophifcher AZecc. verbirgt unter feiner De
feinen himmliſchen Gift; den wahren Schwe⸗
" der 9tatut/ 246
s - halt in fich feinen Schwefel ibid.
„gofophifcher Aercuriusift der Himmel / ja wohl
"a Geiftdergansen Welt/ und deſſen fünfitee
" fen/746. uno warum otefes/ ibid.
Ap beoodfrnicors anders / als einerdeitigung/740
boſophiſche Wahrheit ſeynd Feine Luͤgen / 756
tel 2.theil leer und ein theil angefuͤlet ſeyn⸗
"n 761
M U 1o Hermetice figilirt fenn/ 76i
» ‚mit eingeſchloſſener Materi foll eingeleit
erden / 76x
€ ophifbe Materi wie bamit st.procediren/z65.
ofophi. tva8 fie bey dem philofophifchen werck
athun haben/ 765
Y Tc ophifderOfen soll zwey Loͤcher haben dadurch,
18 euer mogeregirt werden. 971
i 5 haben vonder Univerfal Mediein und |
In: teria prima obícur gefehrieben/ — 7:
l ofophi materiam celantes folum cffeium pate-
" I: erunt Be EZ
« Paick
3.
’ Philofophifch«s Werck / wie es erfüller wird / E
| rallifchen Schwefel/und unfers Queckſilbers j
Index Rerum, |
Phiol oder der Königliche Saal | E
Philofophifdjcr | Mercurius iſt ein anderer m"
meine’ 821,
Philoſophiſchen Feuers Wuͤrckung / 1
Philefophi haben von den Graden 685 Feuers ? |
ckel geredet! /
Philofophifchen Wercks andere Theil) pag iſt | x |
figung oder Weißmachung / 4
Philoſophiſch Werck muß nach der confit |
der vier Theile des Jahrs befchaffen ſeyn /
Philofophifdyn Steins bebe Krafft und d f
2
A
4
| mancherien Dahmen/ . u
Philofophifd) Werck wird durch die Natur "m "
Labaranten in fdyfecbter Zeit erfanaet/ 4
|
Philofophi haben ihre Schrifften den SET | 1
hinterlaſſen / daß fie bie Drenfchen zu höheren d
chen anreiseren/ i J
Ph.lofophifdje Kunſt was fie eigentlich ſeye /
Philofophorum wahre Solution.
Philoſophiſcher Mercurius entfprínget auf bem. 1
fammenfügung und QBürfung ^ ^ 9
Philoſophiſche Tinctur / . Adi.
Philoſophtſches Nitrum, 1027. 1028. ofen SE
fingi a
Phlioophiſches Seien i i
Philoſophi haben eine Mineram zeſucht / welch
* ficheinen feuchten Dampffgebe/ —
RB nalen Haben zwey Mercurios steal
Philofophifche Materi iſt nicbt gemein Bold / i
Fhofpphi ſeynd Menſchen gere unb fam,
!
!
ii
|
4 2 s cé&Verborum — ; |
Blichr alles nach der Schnurmachen koͤñen 104r
lofophifche Schriften ſeynd niche nad) dent
Wuchſtaben zuverſtehen / 165 1. warıım dieſes / 1051
loſophiſcher Stein „fan unsehlich viel Metalle
erwandeln/ 1060,
» dieſes wird probirt mit Erempeln/ 1061
dofophifches Wert iſt ein übernarürliches
| | SUAM was die projection betrifft.
la : 1062, 1063. (1063
ſoſorhiſcher Stein wird einem Feuer verglichen.
loſophiſche Kunſt wird die andere Theologia ges
Mennet / 1064. und warum / 1064
N
4
IN 15 en / und warum / 1266
p loſophiſche Saar’ 1066
Bhilofophifcher Gebrauch nuͤtzlicher Gebrauch 1067 |
i j loſophiſche Kunſt wird ſelten gefunben/ nnb tva.
J E Ittít/ 1068
bitofophifche Kunſt ifteine Gabe Gottes/ 1068.
T 1070, dieſer iftder Außtheiler derfelben/ — ibid,
| 4 iloſophi haben nicht auß Schuldigkeit oder Geitz
j oniefer Kunft gefchrieben/ 1068. und warum /
1068. 1069
| bohiſche Kunſt foll nicht allen Leuten gemein
Eemacht werden. 1069
+ loſophi fchreiben deutlich / 1009
iloſophi / vor welche ſie ihre Buͤcher ſchreiben / 1009
cus Comesa Mirandula laudatur, 960
Iemæi& homunculi Paracelfi, - _ 218
ito vermahnet / daß man in allen Dingen / ſo wohl
Binden geringften/als groffen und vornehmſten
Sot um ſeinen milbveichen Seegen / Huͤlff
; E ootanb ences (od 3 431
Pla-
flofophi haben die projectionam flarften befchries |
-
(e;
Plumbum depurgatum in — 3 |
Index Rerum, — 5
Plabetatüm generatio -docetur, 479. (ned
Planeten haben all ihren Scyein von der
Planétz quoinodo faciant imprefliones (uas in’
Lapide benedicto, $936; (Luna |
Saturnus Jupiter, Mars,Sol, Venus, Mercu T
Planeten $auff und Wuͤrckung /
Platonis Tochter/
titur,
-Plumbum Philofophorum, iſt Matchafita plu
Plumbum pro fplenis conferyatione, Ü
Pontifchr Keurigfeit: 4
Pondus aqua efto plurale; terra vero foliatz J
gulare; T
Pondus mafculi fingülare & famine plica (d
efto, 6635.88
ondusift wohl (t acht zu nehmen/ 64
St Stern iſt geſetzt fiber ben BiU Soo über! |
Eifen. 87
Pondustotius congelati, 10]
Principium movens & coagulans, _ |
Procesf Bruders Beorgen aug Armenien
Primz materiz Mildy Blut und Schweiß)
Truckne Sulphur oder mánnlídy/ nad) der Ke
und Feuchte Mercurius oder weiblich genenier/4 d
Principia metall ica triplici ftatu differunt. auc fü
remotiffima, velutiterrecumaqua mixtura, \
remota, prout vitriolum, aut funt hes
cutargentum vivum & falphur, :
Pradicam ſol man nicht allzu frühe anheben’ r
Pra
E:
t
& Verborumi.
‚Mina materia foll nicht in einem hartes Ding de
nacht werden. | $63
na materiaift ein Stein und 09d) fein Stein,
avonein flüchtiges Seuer in Sorm eines Waſ⸗
as gemacht wird/fo feinen firen Vatter / tmo feis
Wie flüchtige Mutter ertraͤnckt und ſolvirt / $76
Ieesſdes gantzen Werecks kurtz angezeigt / 632
lum Regimen lapidis eft diflolvere, 637
B:parationes ad opus philofophicum ſunt neceſſa-
Hi quas operationes vocaverunt philofophi mun-
lificationes, fubtiliationes, folutiones & conge-
ationes; ADM 652
iportio Mercutii ad Sulphur wird in jener Pas
Abel gar fein angedeutet unter den Muͤhl⸗Raͤ⸗
ern / und dero Zahl unter dem Muͤhl⸗Waſſer / aber
Eyas Menſtruum verdeckt. 664
Bces( welche vor Geld feil gebotten werden / ſeynd
Betriegereyen / 685
pjedio injovem ac lunám quomodo infituen-
da, \ 715
jje&tio in folem quomodo inftituend. 715
jma matería lapidisphil, 791. (851
i&ica oder Handlung der phil. Kunſt / 792. 814.
incipiorum mancherlen Namen. 927
ectio quomodoinftituenda; 1006
,dioje&tion wie diefe auf Silber und Gold aefchehen
Aſolle - 1060. 1062
llojedtio auf ben Mercutium, 1066. (688
ii :udophilofophi quigam, 687. illorum doá&tina.
in lvisfine tactu, _ 321
lllvis niger fuatn ingreditur aquam, $92
d trefactio in diefer if equalis calor vom Anfang
biß zum End / 46. Putte⸗
VE:
2220. THERME Rerum, Ri 1
Putrefadio, Solutio, . | E
Putrefadio fibt nothwendig / — 2 d
Putrefactio fol währen 42. Tag / doch e 4
beſſer / weilen der Coͤrper fid) in derfelben au
rem aufloͤſt —
- Purrefatio ift dag ſchwartze Segel / mit wechen
TheſeiSchiff ſieghafft auß Creta Mh
fo cine Urſach feines Vatters Tod geweſen 2
Putrefactio in diefer muß warm und tcucen Fall
feucht ſeyn / a
*Purefadio & thefaurus rei, 2
| Putcefacio fol geſchehen in inte tomus Xl
miſt ideft. Adercurio, 2
Putrcfa&tio non eft fordida nec Anand
- Parrefaction Wuͤrckung /
Putrefactio perficitur in 36. icbus; (cedunt !
in 70. fecundumalios in 8o. incirca; — - 3l
Putrefactio fit igne lentiflimo fimi calidi & humifj.
& nequaquam alio, ita quod nihil aſcendat
uare hoc,
‘ Putrefa&io foll geſchehen i im Balneo mir mitteln
| ger Waͤrme.
^ Putrefactio fol 40. Tag währen, 6
.Putrefactioeft corruptio materi@, = 766 S
Putrefa&io macht den Samen gruͤnen / 71
Putrefaction ſoll das Feuer nicht zu groß haben / zu
unb warum /
Putrefa&ion wird erfuͤllet in 97. gioo dagen 8 |
Putrefadtio,Sublimatio,coagulatio, )
—— iſt das End der warhafften Qe
rung und ein Vio der rechten Tinctur/— 9
Ei
[
SR ]
| D
P. |... & Verborum. EM
bentopff ober nigram nigrius nigro, 46
ibenhaupts in dem philofophi[d)er Werck
——— 267
* DD
7, 1
uh
"Mipy fleugt beh Tag und Nacht ohne flügel7 276
4 ; pp Bitterkeit in feiner Kaͤhle / 276
benhaupt iſt ein Kennzeichen einer vollkommenen
(i tl
Corruption, 278. 310
imundiLullii, Rupefciffe quintz effzntiz, & cœ-
lam philofophorum Ulftadii, 912
iii Stellarum purgantur, — | 956
—- —
5 app fleugt in der Schwaͤrtze / 1003
bis eſt res bina confecta, UN E
$ men operis eftunum Regimen, inyidi tamen .
N Tuo reminun) diverfirate hoc ccelarunt, 342
Ss per purrefaltionem, & per debitam decodio-
: em ac longam d:geftionem, aliam & nobiliorem
formam acquirunt, uv"
Es und Circulatio der Natur quid; ^ 457
lefurre&tionis Exemplum; E 464
H furrectio id eft perfectio, "M 464
Mebis ein ander Matert / 469
r bis oder Res bina item doppelter Mercurius, 4
ealgar de Arfenico & auripigmento, —' 50
Kaudion durch welche Sachen fie gefchehen i tolle
unb fönne. 33. 5a
| r tsnon eft argento vivonoſtro extranea, in quam
r Magifterium habet converti, fcil. in aurum
" '& argentum, $34.
ses oder Ding gt ſublimiren / ————
es oder Ding wird gerddrer und PU gemacht /
educere quid, | 617
te Suͤſſigteit / | M ABER I
$89 4 da
i13
t
Reben der phil. ob fie bluͤhen / 3 7o |
index Kern,
Res ift éin Sutter aller Metallen und ift plumbH |
philofophorum, : / 63
Reduciren was es ſeye /
Rebis wie zu præpariren / | E
Rebis i.e, res biscompofita, A51 (pofitz, 68
Regulæ à Thoma de Aquin & Alberto Magno pre
Reglen welche nothwendig bep der Kunſt maa A
. ebadyt genommen werden/ $t
Refolvi in —— aliud ‚Corpus non oum |
ftans, na
Regiment des Feuers nachdem Sendivogio, 7
Res nonfiunt nifi fecundum naturaseorum, urhe
mo de homineleo deleone, ( 7A
wie folcheszu verſtehen / 748
Regirung der Hiseift wohl inadit zu nehmen / 82]
Regimen quicu: que illud fcientifice cognorit,prit
- cipes & magnates terræ illum honorabant, 83
Deine Elementen darauß werden gebohren die Ge
ſter /
Reſurrectionis Myſterium, 88
Receptaculum fell wohl verlutiret werden / 92
Resilla de qua Lap. phil. fit, vocatur Arfenicum. 93
Rebis. 93
Redudio prima eft folutio,
Rebis Hermaphrodit,
Rebis putrefactio, 982,
Richardus Anglicus, Raimundus Lullius, són
Geber werden recommenditet und warum / 7
Ringelblumen Farb unb endlich in Amaranten Fat
verwandelt. 15
Richa
en... -
E
3 "ba s Metboruii.
irdus Angl.cus ein Corredor oder Richter als
m thoͤrichten Arbetter. | 716
gationes ‚adzquitiones, imbibitiones, infpiratio-
Hlies,vivificationes, folutiones,cóngelationes. 100$
Bos caieftis, 113
1 ofe Schnee⸗weiß / 150345
he Mann und fein (donee weiſſes Weib / 245
lett fire Knecht und das weiffe Weib/ oder Mer-
'curius und Sulphur. * in
she geher der Weiſſe vor/
örhe foll feyn braun roth wie Bocks Flur) N
AM ilg roth oder wie ein fdóner SXubín/ — 347
tore Roſe / | 362
Mother K König oder dagrorhe Elixir. 362
Borh Elixir in dieſes foll nichts eingehen/dann was
| | rotf) iſt / | 364.
| totbe Medicin wie fie Lunam oder Mercurium in
get tranſmutire. 365 (deuung / 371
d törhe wird er ſchaffen auf der Erfuͤllung der Abs
T lot gebührer die Roͤthe / 372
lot wie Zinnober. ı 372
Kó jb bebeut die vollbrachte — 385
Di I: her Mercurius wird zu der rothen Erden gethan /
und wird durch die Circulation erſtlich zu einem
ODel/ hernach zu einem truckenem pulver gebracht /
1 A de
Roſe von Sericho/
ZR toches Del wann es aufber Mareri ſchoimme f
A ee cín böfes Zeichen / 4'9
m tber Schwefel/ weiſſer Schwefel/ | $etf-
Rother Loͤw tiit dem Blut deg grünen Löwen ge
ch i eiſet und Me " | —
Index Rerum, "
Roß⸗Garten / ——
Warum dieles Buch alfo genennet wird 6
Rothe Juden welche waren in dem Gebirs/ N Mor P
Cafpii genannt, d
URofurius ^ d -
. Roíaniveafeualba, d 4. X
Rofa fanguinea feurubedine decorata, "
Rothes £cl ift die purpur Sarbe Seel 7
Rothes Del welches oben auf bcr Mareri [mil
met /
Sofenfarbes Blut der philofophen,
Rothe Knecht / 968. D.
Rothe Kleid / 9
Rother Wein der philofophen, 9d
Rothe König der philofophen welcher/ 9l
Q
Go
EX
ofen werden gebohren/
Rother Schwaͤfel welcher /
Rubeus color fiet 150. diebus, a
. Rupefciffa verſtehet durch plumbum philolopi |
rum Ántimonium, 643
Rubificatio Materiz aurae perquartum graduß
ignis, | $4
Rupeciffa, | «9
(e. 4
(eis ber philof. oder Laton, |
San&us Thomas tín wahrhafftiger phil,"
Saltz / Schwefel uno Queckſilber / vie alle drey feni
in einem ſubjecto.und das Subjectum ift
philofophen Saltz / 3
‚Satz ber philofophen wird gefunden in pest A
ſtern Kercker der Merallen/ | u
Fan? der En PEN eade werden / |
a ius
rH
San
E. o ..% Verborum.
iti x Irnas de canalibus, . 394.398
18
rnus wird ein Vater affer Metall genennet / 400
n urnus fatínfid) alle Farben fo die philofophi in
J AK diein ihm die Materiam philof, ſuchen/ 400
Paturnus wird in der calcination ſchwartz als ein
[ing Raab/ 401
llaturnus der affe Kinder freſſer / | 400
| al vitrioli unb Saccharum Saturni . auf dem Satur-
- 110, 401
iatarnus fat viel gelehrte ——— des Sub-
id jecti philoſoph orum hetrogen/ 401
arucni, minera iſt nicht bas rechte Subjedum phil.
Iq . pf 403
Ic
; nod) Saltz erwas/ 406
4 aturnus fat nur ein Bein / 406 (406
ib [Saturni Kraͤfften über den Mercurium communem,
Sal folis & Lunz fixum, muß refolvirt feyn / daanı
den fol — -
i Saturni Gebluͤth ift deredfen Jungfrauen —
gantz nahe verwandt/ ^ o o 408
Saturnus fan fein ander Corpus gut plusquamper-
\ fe&tion bringen/ "408
! | Saturnus zu Tu bátt fein Silbery - 499
[5 jituraus ü der Wegweiſer zu der edlen Jungfrau⸗
Hhhh
E.
p.
n
Ir
auff Seuer von Jnfaug/ ME e 391 |
t T ni Lobfpruch/ 399.
m gradibus befchrigben/ und betreugt Dod) al⸗
i turnusein after, Cammerſchleicher 403.
uürnus ein alter. hinefender Gruntze ^ 49$.
j jatur nus communis bat weder ín iem Schmaltz
ders bet Mercurius dadurch ſtehend gemacht wer · |
an
saturnus iſt das erſte Metal inder generation, 408
3 Schoß
. Salmerallorum ift ein imperfe&t Corpus, dag gu
ger teta A-MwAMRE 29 "
Schoß / aber doch nicht die edle Sftngfrü
e fibt 1
^ Gb oa philof. wird Mercurius genannt/ a T
Saturnus der Kreyſe / ATE.
Saltz ift an feinerinneren darb Blutrochinach feine
Zubereitung aber/ weiß’ hell und Elar und durch
ſcheinend / toiro von ben philofophis fal fa piential
genannt / 46€
Saponis generatio, | 478
Samen dir merall iit din evitar vapor oden
Dunſt Waſſers / 490
Samen der Metall wie er in der Erden gener
wird / und wiefein Wachſung su gehet/ 459
Samen der —* kennen allein die Kinder —
bo rft 33]
Succer diefer Sunftmufi eines ſteten Willens f
(o. tnber Wirckung / 533. (num, $58
Saltz dardurch verftchen die philefophi den Sarur-
( Samen ber Merallen ift einander verwandt / pabeto
| hardie T'ranfmutauon ihren Grund / 574
Mercurius philofophorum, id eſt ein in —
manens vel benedicta wird/ $72
Sal metsllorum ift der Weifen Magnet / welcher ſei⸗
nen philofophifchen Martem liebet / anhanget / mnd
bey ihme bleibet / $77
"amens Berwährer und @efäf ift das Wafler’647
|Imaeis def Hermaphrod: cen zarte CYungfrau/ 656.
Imander (im Feuer beſtaͤndig deſſen Blut koͤſtliche
ſt / dann alle Schäße/ 661
M giebt die Härte allen Dingen / 673
imus fat níd)tín fid was einige Metall zur Xen
‚llerungbringen koͤnne / — Sauer⸗
& Verborum , 3
Auerteig des Geldes iſt Das Gold / dee utes
Sauerteig iff bag Silber, |
llalift nichts anders als ein irrdiſches Bein
Und LUnreinigkeit/ 747. ^4 (fz64 .
same cinc8 jeglichen Dinges mag er in fic A Pus
‚Walt der philofophenmelches/
Aurnus bat mit feinem - Harn zwey Aucekfiiberr 5
Junterſchiedlicher Subftang aber einer Wurtzel ge
Wwaſchen / unb genenner Schwefel von bert
Schwefel / "823
Maltz / Mereuriusund Selphor wo gantz zart und
rein zu finden / nnn 2
Aaltzigte Mercurial- Waſſer⸗ ſo mitd der Fontin um:
| ‚geben 17 >
erae (cripturz encomium, EM |
Pefft der Zhilot.haben verboraendie. Alten fürrimt !
A "der Arbeitund Dieprzparation, |... 5 943
Balf der⸗Herrlichkeit bat feine 28 obnung gehabt
Jj E den facibus tertz, 996
Jalarmoniae Dé philotz- c7 "" 1000
y limi Farb kommt auf be : Weifte und Roͤ—
Mamen der Metallen Der Maͤnnliche und Weib⸗
„(Damen Veneris und AZaruıs bringen cin Ep
ſolis hervor. 044
Launæ hervor / i1 1044
(Schwefel der phil. if afteuthalben/ 1048. ſchwimt
| - inftinem Meer/ 1046. iſt ein Silber Gold unb
Queeckſilber. ibid.
| als uno. Schwefel haben fio mit einandır ge.
|. gandt. ! RT. 7T. NUN
r 5654 (SM
f
k'
tbe herfür/ 1039 (iche 1044
Samen Saturni und Jovisc bingem ein:Corpus
Index ikerum , v
Saltz fat dem Schwefel ine unheilſam qp Uf
gehauen) auff welcher an (fart des Bluts veil
Waſſer wie die Milch gefloſſen / o
als er philof. iſt voller goͤttlichen Kräften tle
Wunder / 1049. es iſt außwendig Schnee weiß J
wendig Bao DA OR dem aller ſuͤſſeſten
ſchmack / 1049.10
Saltz iftdas Band der coagulation, 1050. |
dieſem ift ein Spiritus, ein: unaufhaltlicher vl
durchfahrender Blitz 1050. Muß fir werden / J
Sanerteig ein wenig verſauret den gantzen Teig / 10
Samen undſperma ſeynd nuterſchieden /
Sal eft primæ materiæ materia,
Sanguis philofophicus Paracelfi,
Salpeter ber philofophen/
Sal alkali. der Philofophen,
Salz und Schwefel der philof, werden 4
ſchloſſen / und i in ein braun rothes oleum refolvi
2
Car bringet den Sulphur in feine Natur / das m
einen truckenen harten’ $eíb/
Saluno Sulphur werden durch gebührliche fu
reichung des Vulcani in eine hochweiſe nno d |
lich roche fire Aedicin gebracht / |
Sauere und wunderfame ſcharſe Tugend bis Si |
unſers Mercucii, 2702 tnb wöher/ibid. (rim 27]
Same wird verglichen dem Duis 279.1nb w
Saffran gelbe und trußaͤchtige Erde. 29
iier oder. Spermatis. Punct oder Ceptru
(n einem jeden orem ift allezeit der 28
Theile» ;
54 naturæ. — | 32
l2 wm u M
NE
1 HEAT — & Verborum.
dhwaͤrtzer ſchwartz/ 328
Mhwarse Nebel ſeynd hinab Militari su ihrem
Torpus / 334
tt I eel welcher flüchtig i — ds
Y wärse ift ein Anfang der Abdenuna/ 419
ſa hwefel heiſt bißweilen Gold / 436. und warum |
i 5 436
Sd descfcte Dunft coagulirt das Queckſilher sv
ſammen / 477.479 \ (4 80
4l Atvefel wird coagulirt durch ein ander Dueekfüber
yulibrocfef welcher außwendig/ ift eine Urſach der
Unvollfommenheit ber Merallen. 1.496
Aib (ft zweyerley in den Metallen / der eine ift
innerlich oder die würnfih Schwefelheit / bie
fe fan auf den Coͤrpern gang und gan: nicht
"Moeber durch Sunft und Verſtand / noch durch
des Feuers Gewalt außgetilget werden /- und
i Ifcac verbotgen in ber Tieffe des Queckſilbers / 496
Ja hwefel welcher euͤſſerlich⸗ iſt ſeiner Natur nach
il — oder zerſtoͤr ich bann der wird mit cal
inirung des Feuers aud) von den Cörpern außge⸗
filget/ 496. 500
chwe fel / der kochende uñ zertrennliche ligt nicht nur
jin allen Materien/fondern verhindert auch diefelbe
T ander Bollfommenheit/ | 497. 502
hwefel der flüchtige/ vetbrenntídye wird durch
| is Feuers Machr abgeſchafft /
Ichwefelheit die —— beſchrieben vor Bar
^ brennung und warum ss 0o 4 p
Jebroef: (t btt agens/ t
hwefel fat. in ihm zwo Urfachen: der —
ioc Zerſtͤhrung wie eine entzuͤndliche Subltang —
j" | LIE
XM BE
Index Rerum,
une eine irrdiſche Trufigfeir/
Schwefel ift der Voltommenheit Zerbrechung u
Zerfiöhrung/sıo _ ($
Crede ie der —— unſerer E d
B
wird ein bari zum nU ?
Schwefel weicher weiß diener zum eub (1
Schwefel welcher rot dienet zum Gold/ sa
Schwartz fan nidyt vollkommen gelb terben/ es |
dann zuvor weiß geweſen. 51
Schwefel der weile und der rorhe werden aufi |
ner Mareri der Merallen/ vom Silber vo
fommlich gereiniger/ 54
Schwefel nicht ein jeder iſt weiß oder roth.54
Schwefel der gemeine iſt dem Queckſilber em
- lid) und widerig/ 54
Schwefel der innerliche kan verfehren durch, i |
Meifterfchafft in Gold una Silber / 4i
Schwefel foll weiß gemacht werden/ | 54
Schwefel foll. Mercurius werden/ 4
Schmeltzer bringet das Corpus friabile ex coadı |
tione naturali in dudtile,von demjelben — 4
(er Unflat ber/
Schwarzen Erden Trockenheit/ wird mir ber Sie uͤc
tigkeit ihres eigenen Waſſers gekochet / bigpapt
ſchwartze Erde weiß gemacht worden / alsdann h
fin das Waſſer und die Erde / die mit dem Ball |
weiß gemacht worden ift/ $$
Schwaͤrtze ber Natur in dem Glaß / haben die alt
philofophi bít ſchwarze Sonne Be
Mor ditat
3 " & Verborum, à
j ang wird dein Mercurio verglichen 614, 615.
i it dii ſoltu auflöfen mir ſeinem eigenen >Hlutı
-619. (phorum, 690
» tia oos non eft nifi de occultis philofo.-
à iler der philofophifd)cn Sat wie et ud n h
41 affen ſeyn / | 699.
" iniourf wird. erlaͤutert/ | non
! net weiſſe häffi in fich eine. hohe 9X cher. 743
at ar ifices Alchymia (peeies peemutari non pof-
yii wie foicheg zu verſtchen 752
hivärse hat oben eine Haut / k 835
T oper irrdene edi derer Form unb Oo
31836
i hi » iff cine Arteeneh / a rif fiif ber Artzt/ 87:3,
V bufen Blut ———
Jota ob er alt / 492 $
Wefel iff die Kraft aler SERVER wie er alle
kennen’ : 92j
i edite Sitter Bruder) unb Pepe! ga
[ ift einerleh ibid. fein Ders ijt fret, ibid
| feine Wlerderjennh fbr. beſſeckh “/ ibid;
| jexfolé Band haben einige philofophi fönuen
h p ,926
: n der philefephen, welcher⸗ 938 feq.
PWefel Pet philofophen von ibren. dreyen anfänı
h iſt oer efi 939.4 à S RAM
Wh yt tif broperfen/ uno. welche/939. áft zweyerle y⸗
n befel bat den Alchymilin betrogen / 2945,
wp nd von den Oben) 4,7 942
M
954. Rellarura radii in. ‚gorpara fubluna«
li So hub: és IN
il JoeiT if Bar agenssund Haan dft cas -.
P $60. ts Sehwerdi
Fx P
Schwärse welch: durchſcheinend und leuch
Index Rerum x
Schwerdt mit der braunen Stone
Schneck was fie bebeute/
Schwanger werden bey den philofophen
Schwefel der fublimitt ift/ ifte gang weih /
deſſen Hoheit und Krafft /
Schwaͤrtze in der fermentation,
Schwartze Farb in der purrefadtion,
Schwefel der nicht brennet/welcher
— 9 wird Ns einem ! Oiaaben; f
Flieger! - Bi A
Schüler wie fie sefchaffen b may wann ji
Alchymi erlernen wollen. B
Schwärze auf dieſe muß nothwendig das t
folgenr.188. (t)
Schwartze Farb ift leiche zu haben tmo fan fi
auf allen Dingen der Welt fo mic Sedi |
vermiſcht feni eurd) das Feuer zu wegen
bracht werden/ /
Schwärge der Phil. muß auf ben volifómm
metalliſchen Górpern hervor kommen / und |
Monat lang dauren. 1
Schwaͤrtze ift. ein Anfang der Wirckung 170
Schwaͤrtze wie fie in der Purrefr&ion eda
Schwefel ber ſchwaͤrtzet Die Materi /
Schaͤrtzeſte Schwaͤrtze /
Schwaͤrtze die auf dem Qa fce erſcheinet muß
— gekocht werden / biß ſie in il
Waſſer unterfinder 287° — (
Shwaͤrtze wird verglich der Schwaͤrtze des Bl
Schaduns bey den Philoph iſt sing "inte
L3
4 & Verborum.
| EIC andere/ nicht aber daß die Elementen von
nander geſchieden waͤren / 293. 294
Yang Martis, welche die sefangene be Cadmi
erfchlungen/ 296
wartzes Pulver der Philof. . 300
Botvárge wann fie gar verbleidiet und vergehet -
as ift ein Zeichen der gaͤntzlichen Faͤulung des
| teins | 306°;
"Mibrárse dauret länger oder minder/ entweder —
had Vielheit der 2Zateri, 307. oder auch nach
Pleiß des Meifters/ - — 308. 209
yreefel der weiſe / 310
hwaͤrtze iſt ein Zeichen der Solution, Eu
hwefel der Philofophen / 323
xU Geiſt / und Leib / werden in eine unauff^ —
oͤßliche Einigkeit Vereinigkeit / —6
/ und Geiſt muſtu mit ſeinem eigenen
Salı wiederum dikilliren/_ auch congeliren/
me T abermahl ein einiges Ding werde
:
IM
d
|
- 459
Maration íft ein Schluͤſſel aller unſer operationen /
N} 473
unis matetia alsbald fie gebohren fan in feine
andere Gorm verwandelt werden / $63
E der Werfen, - | $84.
itus diffolvit Corpus, 775$86; 487 |
lutio- Corporis fecundum Villa Novanum,s$7
le(e als mittlere Natur ir Ichwarser Zarby
do: allenchalben im ganscn disi bert
Vorzug / 613,
j ndivogias - geconimcadirg dns Finfchweigen
CN IL
Index Rerum, 3
in der p hilofophi'cben Kunſt / unb auch D |
gen die groſſe Gefábrlicbteit/ OU
. Sendivogius zeiget den beften Weg / M '
Sendivogius batdieexrradion unſers falis am
niaci oder Mercurii philofophici quf unfe
pontifchen Waſſer / und deſſen Gebr
nicht fo offenbahr entbecfet/ J
Gott aber kan ſolches aber allein offenbal
| wen er toill/ | |
Sententia Avicennz, ſpecies metallotum perm |
ri non poffe, : É
quomodo intelligenda, ia
Seelefoll dem Coͤrper wieder zugefüget toc
Seele — bts Górptr Solis oder der Ld
wie fie auß zu ziehen fepe/ |
Seele iſt des Geiſtes Bande /
Seele ruhet in Spiritu als in ihrem Stuhl
Stelle / da fie hin gehoͤrt /
Seel ift. ein Band des Beifies/ —
Sepulchrum Draconis,
Siccitas ſulphutis Mercurii, (ft das: —
coagulans,
Siebenfaltige Zahl vollbringet den herrlic
dreyfaltigen Zahl / 1379. 381,
Sieben mahl das iſi unterfchiedlichen fie
mahlen / foll bag Waſſer auf ba$ Cor
Solis gegoffen werden / und AL
| 386. 5
Sit
j , & Verborur. |
berg Sperm iſt Queckſilber / 7 458
ber zu finiren bedarff- man fein Re
iper Cement.
Biber das wahre banget dem Queekſilber 9—
En als das Gold / en
ber zu erſt hernach Giolb/
[ber und Gold muͤſſen eben auß aan
Jel und Queckfilber über ver Erden gemacht
Poerden/ tie auch unter Der Erden deßglei⸗
chen gefchiehet/ $28
fiber tingiret Die Corper mit vollkommner
Weiſſe / $50
falle non agit in fuum. fimile, cum neutzum
wfeorum fit dignius altero, nullum ergo eo-
jum agit in alterum, TE M
Willber warın es fofoitet in warm Wafler / hat
lentweder Feine oder gar eine ‚geringe ar
jctur.
| Faft unb trocken, | ibid.
ilber und Gold muͤſſen PE zu unſe⸗
sem Stein / unferer Arkeney/ unferer bue o
‚genommen moerben/
silber gibt eine filberne Sarb und Eigenfeaft
$17
Silber wird im Aufffteigen zu Bo. Re im
4 Abſteigen zu Kupffer / 574
ſxum ſolves, faciesque volare ſolutum, Et -
' volucrum figes faciet te vivere tutum, - 655
N i unitas per qualitatem in Trinitate, ^. 664
Sie⸗
| Index Rerum, |. - «T
Sieben TheilMercurii zu einem Theil Pulver J
Srilber wer will machen / der foil nehmen E |
. ^. Aanb Mercurium, E.
Silentium in Chymia, i
Sidasin celo cum íuoflore in terra fympat
habes ^. "
utnon fitres ullain terris cui non fit tell |
firmamento, o4
Sigilla de collo pendentia invifib ilie morbos
iind. ; E
Simplicia nicht alle haben die rep Princi |
Sigillum Hermetis, was esfene/
Signat- -Stemm/
Sal & Lumaper fe non tingunt, | 3f
Solis oper Sonnen⸗Luſt / oder Sorten Stun |
Solviren und figiren varum fie offt geſchehen
unferm Werck / 3
Solutio wann fie rechtſchaffen iſt / wie ſie beſch |
fen ſeyn foll/ 7
. Sonn bringt der vegetabilien/animalien und |
neralien Krafft ad effetum oder Wincklicht Xt
Sonne iſt der Mineralien Barker) |
Sophiſt ſagte daß Die rechte Materi nichts ant
ſeye / als gant rob / doch rein Queckſilber 1g
ee foll man fleiſſig mit Queckſilber vet
chen ——
- Sophiften ihre falfche calcinationes, fablimat il
| 'nes diftillationes Die Die JT im Rauch j
jagen/ ⸗
Sol & ejusumbra i,e. Luna venenum tingens Vs
SIR PIAGEN noftıum, 544 )
&Verborum.
) s& Lung prima. materia eft argentum vivütn,
s J-
eſttinctata rubedinis, - Mes
we & coacula wie fole? guberfteben/ 569
Sution Handgriff ſeynd im Bernhardo begriffen /
H 79
iion ded Coͤrpers iſt eine coagulation des Geis
ſles / und die coagularion be Geſſtes ift ein. i35
dilution des Coͤrpers /
| onne wird geholffen durch den Mond/ e and
Mond wird coagulirt durch Die Some 370
lari o corporis & coagulatio fpiritus funt duo,
fed babent unam operationem, 88. 600
ILlatioconvertit lapidem in primam ſuam natu-
ram i,e. aquam, $99
Bilvere: 399.602. 617
" Fr: dft fünffevicp/ apo 90
- Daupt-Solarion quid, 600
» ilatio ber Elementen quid, 600
Philoſophiſche ſolution quid, 600
Solutio des Fermemsiquid. 600
Solutio des Steins und Elixirsguid, 600
jlc io Lapidis dicitur "unum elementum mempe
/aqua, |» «60i
ljolutus ignis dicirur zer, 601
Sonnen Baum. auf dem Philofophifchen gd
fer gewachſen /
welches auß den Strahlen der S Aa
oder Monde Durd Krafft des Magne⸗
TB,
| ten gezogen worden! 604
Sonn und Mond müffenin einen Leib vereiniget
werden / | | 624 —
olviren mas un 6 643. 649
- etii so Sebnt
Sl ‚N
T
Index Rerum,
| Solvir,coagulir,figir, mach flüchtig und ba t
rire / bif daß e fluͤſſig werde⸗ als a
Some Baums Fruͤchte/
Solund Luna muß auß denen —
werden / auß welchen Sol und Luna 1
fprungen/ | |
Sophiſten foll man meyden / |
-Sol und Luna feynd einer groffen Sa
und haben mehr oon Mercurio Dann anb
9 1 |
1
7734
‚Sol und Luna feynd dem Azercurio äufferl
Bi 1
und toarum/ibid. } (ri 7
-&ol und Luna werden bracht in ihre eiie s
«Solutio per.fe quid, j
Jolutio per aquam, refurre&io aut ——
animatio corporis mortui nuncupatur,
Sol ex Mercurio vivo puro fit, & iterum reve
‚tur inargentum vivum per ingenium, & fic'
cunctis corpor ibus debet ficti,
Solis£eichnam ‚bleibt -morti&cirf in dido :
liegen’
Solis Leichnam als ein Pulver / muß der Sl
und Seel wieder eingegoffen werdeny / 7E
utto wie folches zugehe/ i
Sol in Zodiaco annuum . curfum per - duodecim |
- gna peragit, |
Solutio cerporis ift btt GS ftergantm sur Ü
..919. ift dreyerley / il
| Solutio eft Fandamentum artis, | E
Solvirte opa — ſich ſelbſten/ XQ
- s
|
4
|
& Verborum.
opbiften ibre fixationes, füblimationes, congela-
i liones ‚amalgamationes,&c. muß man metben xi
Ee brauchen ber Philofophen Schriſſten
jum Deckel ihres Betruge 7 — 7- Tis y
Mhiften foll man: ing gemein meyden / 17
" en was fie fepe/. x16. 12T.
lutio Phil. foll anders nicht geſchehen als in
feinem eigenen Blut oder Spiritu, eigenen
MWaſſer oder fudore, qui fit de própria na-
tue, — 178
; lis umbra quid, y sehe ME
fif iLoffa mortuorum in (epiilchiis: attenuat, 212
lidaturx ad aurum autifabrorum, 233
rtiod der Philofophen, N RBS TS. y
9 lutio, putrefactio. 266
lutum indem Glaß ift fo gifftig/ oap e "
to Fiebendige umbringen Fan/
Futio wann dieſe gefchicht/ fo gebet bad m v
rum (in Dem Olaf) um / als ein fidend Waſ⸗
fi fer, fo ift der Leib fo wohl oben / als un⸗
Kten/ dann die Natur laͤſſet keine Statt
leer darzwiſchen / und das iſt feine Diftilli-
img und Sublimirung/ 288
dtutionis perfe&a fignum, . 286
ponen Baum / J 305
Il five aurum per excellentiam. votru⸗ metallicum
li d vocacur, BLZ
onn und Mond ift Mereurius in der Materia,
Mals bit Sonn iſt heiß und trucken / der
E kalt unb feucht 2c. 134
utiö zweyerley Feine wahre und ^ natürlich
die ander aber geteattfam/ 12/5 5924
i ; | iiia C Solutio
Sperma der "Metall "und aller anderer 4i i "
Spiritus. Mercurii üfusquo ad Medicinam,
boss Du MM E EROR: D
Solutio welche natürlich was ſie ſeyh — 3
Spiritus eſt aqua, quæ aqua extrahit animam ©)
pore, & anima illaefttincturafoluta, —— %
Spiritus Saturui ein ſtarckes Gifft / E
Spiritus terre, 1 .
Spiritusà corpore non debet avolare, Be
Sperma lapidis generativum, ; m.
Spirituale in fublimatione philofophica Fir-casj
reum, liquidum fit fpiffum, -aqueum fit jgneg
<
E" d
Spiritusin naturam folis converfus moritut-&cm |
tuo fimilis videtur ., inde: poftea 'infpiráty
venit multiplicatus, & crefcit ut res cate
M
y
einfeuchter vapor ober Dampff/ j
Spiritusper fe.perfe&e non potéftfhigi, |
Sperma Mercuríi - quando jungitur : cum tetra el
poris, Corpus diffolviruriinaquam-fperm i 3
fitaqua una fine-divifione, 3
»
E
ER.
|
Spiritus AMercurii ut cera ſi gillo ſubjicitur om
BB
Spiritus Mercurii‘non.aliter quamad virum fua
minacomparatut, 100. 8
Spiricus ex fuo"metallo edu&us ^ac:in Mercurif
poft przparationem :projedus , tum Sf
mum . fuam tranſmutationem exhibet, 606. pll
batut., nam
Spiritus Mercurii, cum corporibus: mortuis; uU |
non potéft.in : fixationem;at-íelum cum exi
eis pintibus, — /
eti
4
D. & Verborum.
| p minime generat, non magis quang
cubina legitimos foetus, a 606
bie Erde /
ermametallorum ift der Urin puerorum, —*—
EL is
pitgel/ darinnen man Die ganfe Melt sen
tan; 877
Würitus dxdidi fpiritus Mercurii, bat feinen Sig
Ain der Wärme ober Seuersfo durch bie Ber
f wegung fid) entzündet, und alfo dadurch tolit
cket / das jenige- herfuͤr bringet / was werden
ſoll / 888. 884
tus puriſſimus vicrioli eft inviſibile s
| . corpori infundit, $85
eftliquor formam & materiam Lapidis atte-
nuans & in fpiritualem naturam revocans,886
E. folutivus, menftruum , Azoth , quinta effentis
| nuncupatur , — $86
lbiritus univerfalis eft "T hefauntis. naturz, $99
zefider in omnibus rebus fublunaribus,
kan 3 899
i rum omnibus metallis plus continet,
& quare, "eu $99
. 920
liit 3 Spiritus
rituscraffas Mercutii, tincturam philofophicam |
P minerales geben niche Die quintam gsx :
! e er Sat maf
iſt febr nothwendig zu der Kunſt / 209
jirítus e(tfedes & vehiculum Ania AP animaın
L inteidum à philofophis coelum, Mercurius |
J
|
|
Index Rerum,
Spiritus werden in ber toarmen und fro
Stuben) getafcinirt/
S» erma der Philofophen,
Sperma aliaspatet vel mater, nunc terra vel ^ |
' trix vocatur,
Spirititus toit fie Finnen figiétonibni) ” 25r
erm uen Elixir eined jedweden Dinge) t »r
fein volffommenfte deco&ion uud digefti
- Ober. ein Ballam des Schwefels / sel
eben fo viel ift als das humidum : rdic ap
in metallis, .
Sperma mafculindm), rubeum & calidum,
Sperma foemineum, album & frigidum,
Spiritus domini ferebatur fuper aquas,
‚Stein Der Philofophen ftetgetin pit boprin in 5l
ſtalt eineg weiſſen Schnees ^ 33
35
L
|!
|
* * p
* N) per
|
4
tein von dem Stein / j|
Steins Derfertigung, muß al der conftitutidj
ber vier Qr des Fahre HAUEN fei 33]
Strauſſen Ey / 798
Steing Reinigung / —4 — |
Stein der Philofophen wird 9 eine TU
ctur / eine Medicin, einElixit, 42
Stein der Philof.hat nichts frembog/ "45
Stein wachfen auf den Elementen n 42
Stein der Philofophen bedarftalles was er
fit hat / J
Stein der Philofophen wird nicht emendi
um verbeffert Durch ungleiche und ada
ley Dingen
Stein leider nichts fremdes, | T :
etti
& Verborum ,
gi btrPhilofophen wird gefunden in der Ber⸗
eGruͤnden — | id
ein tnb Dod) Fein Stein,
€ ines Dunſt / deſſelben rothen Loͤwen ahipte
Echein / item Mercurius umb oer rothe —
P piefe Stüd ſeynd des philofophifchen Wercks
lo ‚Metallen vollbracht werden, una ps
tein — in feinem ‘Bauch einen Stein! 609
kein: hat in feinem Hauch ein Stein Saltz /
Ä ‚welches mit dem Waſſer über ben Helm
M ficigt/ und wird von einander geſchieden / und
durch natürliche Wärme toieder zufammen
Jverbunden und zu hauff geek) und wird als
| fo warhafftig. Geift und Leichnam’ 609
Ptein ber Phiofophen folvirf ſich wieder im
ER 99affer).bas ift/ im Queekſilber / dann er ift
Queckſilber geweſen/ | 637
Etein genannt allenthalby — | 664.
Stein undnicht ein Stein wird gefunden an
"allen Orten auf ben. Bergen/ in den Waſ⸗
fern auf ber Ebene / 8 bat ihn der Arm wie
D Reich /
Poen per theurſt / 672
Stein oder Elixir oder dag ſchlechte Pulver qe
: due surge (t 704
Jiii 4 Stein
— —
. 720. im einem eintzigen Faß ohne alter: Jd ^
IndexRerum, —— P
Stein der philofophenben fel mate von erft fu
lizen mit bem Geuer des erften gradus,bif daß ch
gereiniget torbem tem feiner Gebrüchlichkeh
darnach Durch alle Gradus Des Feuers / Daß boli
t rite oder fliche aller Geſtanck und“ [ e
t/ ‘
Stein ober Perlein folle wicht geworffen p;
. ben unter Die Cocbtoeim/
Stein bat fo viel famem / al& Ding; in b
Weltſeynd / 706. und warum biefes/; d
Steinwirdin feine erfte Materi gebracht das
in fein erſt Waffer- ale
Steinder Phil-coagulirt fid» felbften, Gablia n
diftillirt/ reducir / unb. waͤſcht fidy felbfke t
durch die Qugend des. mäÄffigen Feuers /7
beg Bed
Straufen Magen: Patacel(i, 748. foit tt e jb
fommen/
Stein der Philoſophen welcher 77$ — E
Stein der Philofophen muß zu Q'Baffer toerbe
Steins Phi. Krafftund Wlrkung778779- 7
732.783.78$. 788. Br
Stein warum er fliegend genennet mil) 32
Steinlein: erſcheinen im. Glaß wie —
dieſe Steinlein werden innerhalb er ti
Tag incinerigt und gebat mit wahrer un
vollkommener Hafftung und fixion,
Stein der Weiſen iſt in dieſem Leben das afa
liche Kieinody
Stan euch
"n.
& Verborum.
lien der Weiſen tingirt alle Metallem in Gold/
b i mé beſſer iſt al& es fonft bie Satur berfür gue
ringen bermag/ 873;
Mein der Weifen: tingirt unedle Steine und
ch E ns Cryſtallen zu aller edelften ri
| war afftig /
t X kein Stein wie ſolches zu 24
hen) 887
fernen des Himmels haben ihre Influentz 897 -
Jlarum influxus veluti per Pyramidem. fufeipe--
tedicun, quz in calo bafin, in terra autem.
conum. habent, 22 892-
h ſtannum ex: ellentem; virtutem pulmonibus.
iaximeproßeuam habet, un 90
ll: rum ſitum obíervare nom neceflarium eft,
Inec expedare ad opus Bofirum comparendum,
1 909. & quare, 909
i
li
ili
N
inte Philofophen toit er zu verferfigen/ 33 M
nud
1 aficca, ; 0:353
| Tm qualibet omnibus. AR prefidet, 96:
probaturconuarium, || | — 962
ellz omnes ín unum corpus conjunctz & unitz,
‚barumque virtus, — Vo 5 AMETE
item mas er bedeufe/ | 983
| po ber Phil 1032,1032
Stein der Weiſen bált í in fid» alle Singe / 30
9 bteins Bereitung befiehetin folatione & coagula-
| tione, 3%
stein fan feinen eigenen Namen haben/ 62.
| m um
E. Bui Stein -
J B1 5
Ei
Index Rerum,
Stein ber Philoſophen tft ber vp
curius und nicht der gemeine —
Stein ber Phil. muß mit Gold fermentiret f
den / 1064. tnit Silber jum. weiſſen / 1
‚Stein ber Philofophen wird getheilet in ei u
Seift/in einen Lorper und in eine Seele lá
warum dieſes / inira
Stein der Eni dpAen drin einem jeden Ding
an jeder Statt nad feinerMacht/ aber md:
fem — allein gantz vol koͤmmlich ^ J
Stein de: Phil. wird getheilet in Dae fluͤchti
und fire / oder in das Waſſer und fuf
und tm die Erde und Geuer/ von dieſen pf
Elementen werden nür zwey als Waffer u
Erde / aber nicht Seer und Lufft mit |
gen gefehem — 'g
Stein dir Philofophen , hat unterfijiebt :
Nahmen/ und warum ^ ; "^ 99.176,17
Stein der Philofophen ift zufammen gefek
auß Leib/ Seel und Gift unb toit-- fold)
zu verſtehen | "mo 50847104; TE
San der Phil. beſtehet auß den iei '
Stein der Philofophen ift teuer und ToObIR i|
Steins groffer Nutzen wer ibn befikt/ , d
Stein der Phil. wird verbeſſert durch dns ‚fol
viren und coagulirn/ . 6l
fein wird genennet Adrop, Pop |
Bley/ Antimonium. | |
Stein ?hilofophifcher wird genehnt Philofophif :
Waſſer / item Philefophifd)er Z4ercuiius, 7’
eta
& Verborum.
UM. wird genennet fal alcali, a armoniacum no-
| rum, cinis de cinere, fulphur de fulphure, 176
ug tns Bereitung wird befchrieben/ unter A. *
"lation des Weins / |
4 (iH wird gefunden auf ben allerhoͤchſten r^
Murgen — 211
^ sj Philef. wird "gefunden allenthalben / e
"eim Phil ift ín allen Dingen) wie foldyes
‚gm verfiehen/ | oie
ii in ber Phil.fat alle Namen,
kein der Phil. fat die aller gröffefte Sand
die aller groͤſſeſte Kaͤlte/
E tin der Philofophen ín der Putrefadion 3
Mirt und coagulirt fid) felber/ 24% .
kin ber Philof. fommt nichts‘ —— 243
T mU
a le: ſchwartze Hefen / 252
" ernlein erfeheinen in dem ia 3
fiphar folum zs dealbat,
blimitens / difillireng und cilciniseti wi
1 «fung ift einerlen.
ilphura feynd der Grund der radice
[: — 2 338
Bilphura werden Del. und Salben genennet / 338
Jiecus Lunaríz wird aud) aqua fulphuris, aqua
Wi permanens und aqua benedicta- genenner/ 349
Ä üblimatio Philof warum fie fo efft sefehicher
' : 3 67
m hur eft lornia imerallorürà prafiedtis auri, " I
Wulphur merallerum non ei fulphur vulgi. fed:
[ aueraum, | 45%
mu^
T (00 Subje-
| | ladexKerim,- —— ^.
Ab je um iſt hleichen Farb / fat: ein metalliſcht
ſtalt / klar und: fluͤſſig⸗ iſt in: feiner R ai
warm. und: feucht waffericht unb: doch. bu
nend/ifkein: lebendiges: Del] unb: PA M
ctur / ein: mineraliſcher Stein / und: ein.“
des. Lebens wunderbahrer Tugend/ EC
— iſt im Grund der Natur des
— welcher. weiß machet Sas Silber /
Sulphur mann er roth machet das Gold / 4 |
Sublimiten heiſt bey den Philofophéh ,. want
hinterbliebene Kalch Durch: ftárcfer cuts "
Entſcheidung der Unreinigkeiten. und: befhi
digen Schwefels über (icy wird: getrieben: 4)
Sulphur facileadhzrer metallis. ſed non. omnii
jor. | & quae, ib
Sulphur eftcoagulamentum argenti vivi
Sulphur eft diverfi coloris. 5
Sulphur fixum tardat fufionem,, 5o$.. probi t
i
Sulphur.n non fixum: accelerat fufiones;. fog.
Sulphur non fixum ek caufa. duritiei metalloru
$
Sulphur fixum eft cauía fixionis metalloru
Sulphur fixum five volatile corruptionis
caufa & perfectionis, dum. remanet in metal d
Sulphur am fit pars materialis auri & Lapi 2
" Philofophosum, cum ABER, vivo,
Sulpt
& Verborum, |
phur éit proprium :coagulementum 'argenü
vivi, 2 | 518
Miphur necéffario:eft pats «materialis Lapid's Phi-
i lofophici, probatur iper-varia:azgumenta, $39.-
NR refpondetaur., bid.
Iphu rad coagulatianem Mercuriiin copere fuper
d
"n: urali-eft necéffarium, va
Iphur in:opere Philofophico, rmarís vices getit,
ilphuris multa : quanititas efl «corporum :metalli-
B'corum imperfectio, 437
llphur: eit vel «extraneum vel adurens,
l
ap
li "in omni opere impedit, | 327
“Zulphur duplex vivum feilicer'& :urens, o P d
tulphur vivum'fimplex-eft:vapor:caliduss& ificcus,
"quigeneratur ex puriffima | 'ficcitate iterreitri,
ff inqua ficcitate ;predominaturignis, ^- 528
"alphur 'fmmplex :gaudet :& :cóhzrer "Mercurio
"fimplici & mundo, ^ S o RE
fulphur vulgi femper "inficit & :denigrat, cor-
f rumpit quoquomodo :per:artificium paretur,
T : : e $28
| Sulphur “Philofophorum :non eſt Yulphur "vulgi.
E : SEES; $38
R ulphur-Philofophorum'elt ignisfimplex vivus, alia
^ corpora "vivificans -& ‘ea maturans, nam eſt
B uper ! |
ip depüraum, 7 RER E
"Sulphuri -Philofophico :nihil-addere :debes niſi
»fuperflua «demere terreftria & — ;phlegmatica
*
ülphur comburit:£zcomburitur /& perfectionem ..
ſuperfluæ maturitatis °& :per "artificium mags
4
uc _
4Daex Acrum,
quoniam ila funt. & debent effe (eni "arabi
| & feparata à noftro argento vivo, |
"Sohn combuftibile noftro argento vin
extraneum, b
Sablimir den Schwefel vom Schwefel und H
curium vom Mercurio, fo fjabt ihr das Wall
. gefunden, dadurch auß Schwefel und un "
rio das feuchte Weſen gefchaffen und.
firet wird /
Sulphur corporis extratum per iiim
corpus, t
Sulphur album coagulat AMercurium in argeni
purum,
Sulphur album per majorem dige fondi
fulphur optimum rubeum Mercurium toj
vertens in aurum obrizum, .— Ni.
Sulphuriſche Seele — iff warm unb. ode)
Sulphur Lunz, five fulphur album, quon moc
in fulphur folis vel rubeum fit tranfmut all
dum, so
Sulphur album five argentum in fulphur t |
beum. fine auri decodtione fola mutari |
poteft, quia hominibus tam longam *
fpatium datum non el, 6
Sulphur Philofophorum welches in der 4 Or
nung dag andere principium íft/ wird mi "
|. Spiritu Mercurii außgezogen /
Sulphur Philofophorum wird auf bet. weil:
Lib des An gegoſſen /
N
t
E
7
|
I
iu
dd
Süblims
7 M
: .&x VecrbDUruimm. 5
»limation und Zubereitung der Erden wird
gemacht mir fubsilen und vortrefflich ſcharf⸗
fen und, fauren Waſſern / die feine Geſtanck
der übele Geruch habın/ 621
nie Elixir / tingire fid) mie feiner eigenen
Tinerur /staucher fid) unter. und. verſenckt fid)
Fin feinem Oel / und figire fid) mit feinem
Raf, — 1 RES ait eR
fije fat nur durch das Seuer extrahiref. were
den/ und zwar durch nachdenckliche Hand⸗
griff / * 626
le iſt die Perfection der ganzen Medicin,
f 626
Mmmam Philofophiz vocitamus Rofarium,
eo qued ex Philefophorum libris tanquam
rofas à fpinis evulíimus tibi ipfum ‚ in quo
qudem claro fermone re&oque ordine ac
‚de, verbo ad verbum , «um omnibus fuis
caufis fufficientibus fuccindum trademus,
|quicquid ex illorum libris reperimus — necef-
Marium. ad operis hujus complementum, 634.
Ibjedum der Philofophen, . ficfet jebermánnís
alid) ver Augen / und wird bod) nicht er
kandt - | 668
Abftantia Lapidis elicienda eft ex corporibus
s& non ex Mercurio ^ communi, & quare,
: 675.
alphur Solis mít dem Meicurio Lunz auf Fhi-
Jofophifche weiß zuſammen acfent/ift sin Ele&rum
— argentum vivum expurgatum & horum
bona permixtione cum materia metallifit metal-
dum, 754 (o Sulphar-
Index Rerum, |.
Salphuris Dielheit iſt Urſach einer Vergifftigu m
undverhindertdie mperfedion ^^ —— 9
SulphurPhilofophoram,non eft fülphur va! iif n
TR un poaturvioids MN — m ;
Sulphur Philofaghorüm vitriolum Romanum al
ipellatur,
. «Sublimatio & :diftillatio, Mi
Sulphur Philofophoram warum er alſo e m
wird / n
sSublimatio, 968. P328.
Sublimirter Alaunun N
Subjectum artis,
a dd kan kein Same ſeyn 7
Summaröe‘ Begriff umd Saint di 4
gantzen Kunſt /
— — Alckymi wird ein einiges Ding
nnt /
Sulphur folis mulciplicardm, was er fepe) / 4
Sulphur bindet den Mercurium zuſammen ICH
-ulphurift felbften ein Artzt / 17
‚Sublimarioprima, Hecanda -diftillatio, infpiffaci
putrefactio, ablutio,coagulatio,oreatio,deco@til,
alcinatio, quid fint, UM |
-Sablimation DerPhilofoph,
Sulphur: nature, NES s T
| T.
| TAube wird gebohren / 3:
Terra wann fie ſchwanger ift gemacht wodi
ſo getage der Farben ſeynd nicht gewiß zu!
NUN UR warum / bia
l
^ & Verborum.
Meet fic einen Sohn / denſelben fofttr nehmen bif ex
Was euer leiden wird koñen und alsdann wirſtu da,
uit tingiren und färben koͤnnen / was du wöllen wirft,
Werra nigra was fie feye/46.321. (27
WetraPhilofophozum. 213.214
erta cum aqua puttefit & aqua mundificatur.294.
Ih erta nutrix vocatur, foex, magnefia. 301
erra inanet deformis & mortua , nec vivificatuc
wl. hi(i reddatur anima fua. 302
erra quando eft habilis & patata ad recipiendam
qf animam. — WEGE 820 -
bier das allerſtaͤrckeſte fol nit gefpeifet werden’ 324
erra omnium nutrix, — | . 324
Fetrtam oportet prius fepiliri in petia panni Ægy-
" : ptij, KU uS Ey. 330
fferra gefolirte und weiſſe (ff zu coaguliren 334
erra berPhilofophen je mehr diefelbe mir unſerem
M. putreficitten und gereíntgten Waſſer beſchuͤttet
"I. toítb/fe weiſſer und kraͤfftiger wird ſie / 336.356
errta eft mater Elementorum, 347
Merra foliata quid. ; 392
Ii. L — oer eet : f ?
Terra calida & ficca capüt eft Cotvi, tnater teli-
' quorum elermientorum. $26
Terra nigra in fublimatione Philoforhica cum fua
Jaqua in lentocalore imbibirur & exhiccatur, donec
I fufficientet mundata eft & ád albediné deducta.$26
Terra alba foliata eft Sulphur nstutz Magnefiz, &
| ibifa&aeít nova conjun&io Solis & Lutiz,& re-
|, fufeitatiomortui corporis. : $26
Terrta no&ra frügifera quando cum fua propría aqua
| humectatur in füa Ati, magnaäviditate ipfam bibit,
| donec pregrians fiat ac deinde centuplum fructum
P ferat, $26, Kkkk Terta
J
b
PR
Index Retum
Tetra alba pet — — de
tum continui caloris in rubedi.em excellen
fimam digeritur, que dicitur cerallus A
becas. í
Teuffel kan keinen die Philofophifche $unft
rem.
Teuffel fat dem Thorriz de Aquinate aeantwon
Soive;cöagula, reitera, plura dicere pro |
beor. "
Temperantia Elementorum nunquam continf
abíque conjunctione corporis & Spiritus. 4$]
Terra nigra imbiberido cur Mercutio fitalba. 54
Tempus imbibitionis ad exírccandum, ett vigit
veltriginta dies naturales, Y
Teırz exficcara pone de Mercurio (extam vel. fe a
lento joo in cineribus ve & congela,.
quater ad minus reitera , &quantumcungf
p'uries bec terra foluta fu:rit & congelatı, ei
penetzabilior & fi ubtiliorin natura fua, $1
Teira calcinata — ét |
Terra deba bibere de fua aqua quinquageſi imá !
Íui partem. 5|
Tertafrudtum non gerit abfque frequenti irrigll
done. |
'T .rrena potentia fuper fibi refiltens, & pro re
ftentia dilata efta&io agentis ín altera materia 6i
Terra Hilpi inica oder atramentum, Oder arpel
tum vivum, Gummi. ^
oder Mercurius min;ralis.
Terra mo:tua.
Terva eft corps J—— matrix , qc
in lc ılla occul etervet, |
Y & Yerborum. |
Baalimentum aque. — ———— 919
rriplexx. 9250
a auri zfic five Elixir five fermentum philo-
phorum appellatur. 994.
f iaiftaumbra folis, corpus mortuum corona
ncens, cortices maris, magnelia nigra, draco
tc. nominatur, — 998
tiac, der gemeine ift von groſſe Tugend, — 166
r das allerftärckfte fol nicht gefpeißt tocrben. 324
Ikheit / und ein End des Verderbens /und traurig
| M
res fib in vieterten Defen / Queckſilbet / aquis
den Dingen Roßmiſt und Kohlen euer zu bes
Muͤhen. | 63
mas de Aquin tractat. 684
Jophraſti Paracelfi tvírb in dieſem Seculo am
eiſten gedacht / 7o1. wirdrecommendiret. ibid.
honum perfe&um à Deo. »oi
i&aren der Philof. gehen al ati einer Wurtzel. 13
fictur wann diefelbe in cin Del ober zu einem rei:
[ien liquori gebrachte worden, iſt diefeibe mehr
fnedicinalifdy alszu den Merallen bíenfich. 169
actur ift sin fimplex corpus, und har keinen
Mangel / iſt dag genusgeneraliffimum,&c. 244
Ictur iſt entweder auf weiß oder auf roth / vermiiz
Belt der Seele / welche weil fie Gener und Lufft iſt /
faͤrbet in Koch unb Weiß / in dem das RotheFeuer
hat / das Weiſſe Lufft. 278
nctur gehet auf das Waſſer herauß in der Geſſalt
eines zerſ chmoltzenen ſchwartzen Bechs. 286
haͤnglich / unverderdlich. 340
$ ftra Tinétur
brtibus, gemeinen d.ffolutionibus, allen minerar ⸗
RBl'ophra&. Paraccifi Symbolum íft gewefen Omne
herr der Philofophen ift Feuer beffändig / unver: -
! Index Kerüni , E
LTinctur Philof. wie fie zu probteren’ / E
Tinctur fft der Zweck ber Fixation und téarttit/ 3
Tinctur iſt das lebendige Gold / und nicht von au
fundern von feinem innern Sulphure genon ur
welche in multiplicatione,als eíngDunft vomp J
cipio movente muß gefangen werden / 3
Tin&ura oder Anima Solis. 3)
Tinetur Hoheit und groffer Nutzen /
Tinceur muß auß den Metallengenomen werden 14
Tin&ura univerfalis fan nicht aus den mind
Metallen verfertíaet werden/
Tinctur oder Medicin verwandelt einTheil Queckſ i
oder Kupffer in hundert Theil fein Gold oderSil
Tin&ura nulla poteft fieri fine aere.g22. d
Tingens venenumi.e.argentü vivum praeparat, $
Tin&ura nulla eft vera nifi ex ere noftro ex Lapil
. Philofophico.
Tinctur des Holdes und Silbers haben ihren M
fprung auf dem Mercurio, í
Tingirend und das fo tingirt (oll werden foll
[ey Urfprung und Sefchlechres ſeyn /
Tinctur Krafft und Wuͤrckung /
Tieffes Nachfinnen mir dem Seegen Gottes / O
Kohlen / Glaͤſer und unermuͤdeter Fleiß / iſt zu d
Philoſophiſchen Werck nothwendig / 10
Todter Sohn / 3:
Tollatur abufus, & máneat rei fubftantia. b
Tochter Hippocratis.
Transmutatio Metallorum foll auß metalliſ. sm
gehen/ und nicht aus den Spiritibus.
Trockenes Fener oder trockene Calcination, A
Trockenes Waffer der Weiſſen / 1
\
1
i
;
D & V erborum.
na oder Teiuna der Philofophen gedrittes/ exSale,
Mercurio, &Sulphure, vel corpore, fpiritu &
inima conftans. 470
infitus de extremo ad extremum non fit nifi per
nedium. 555.641
ituratio & affatio continuanda & reiteranda 618
9$4.
mg.E. Bedeut der zweyen Kron / 281
ad versefrt die zween Brunnen / 983
Aach verſchlingt unſeren König und Königin/ 999
jium Principiorum Generatio, 1010
ach thut ſich ſchwingen gegen en und Mond/ ıcı7
4 V
| Aganten und Landbetrieger fell man menden/393
Vas debet eſſe figillatum figillo Hermetis. 416
por un&aotus wird zu einer Magnefia. 457
verfliliges ſoll darvon gethan werden / $40
Marier iff Sol, die Mutter iff Luna, 552
atter oer Philofophen ift an allen Orten und in ale
Bici Dingen, 669
as vitreum & ejus firudtura. | 722
as vitreum debet poni inter cineres in furno fuo,
722,724.
as unum, Lapis unus, co&io fola, 723
Bas folido luto obtura. 723.724
; jas Aludil. 818
Benenum tingens, 113
Je getabilia & Mineralia, rubeum ſanguinis inſtar
oleum in ſe continent. 217
B colorem vertit. 217
E Kkkk 3 Vegas
1poS, $
Bac ift der Saamen Mannes und Weibes/ 968
l'egetabilium natura fagaciffima aquas in Citrinum
Index ROG, ^
i
Vegetabilium & mineralium | viriditate dii per E
per ignaviumArttificum, effentia paritcr & Spit a
N
j
J
. olei — ique atcanorum t nobiliffimi perit lu
Venenum,in Mercurio fplendori marmorielt für
TE
^
n
lj
Venenum in Mercurio invidi Ethelia vocant d
ripigmentum &rindturam, _ | 3
‚Verapud Philof. quid. J
Bereinigung pes Leibs mit dem Geiſt und ber Ol
wann folds: geſchehen / wird alsdann geſehen
groſſer Verwunderung ein neu auf erwecktes ⸗
bendiges / volllommenes und gloriticirtes Corp
Diefes Coͤrpers groffer Nutzen. Ri |
Vernunfft und Berftand foll man. brauchen bey) |
fung der Philoſophiſchen Bücher.
Berirehrung der vegetabilien und Animalien iſt le li [ |
aber nicht die Veränderung.
Verkehrung oder Verwandlung der Metallen f
nicht geſchehen dann durch) feines aleichen. 4
Veritas in arte chemica per manualem practica cal
& pyromantiam, feparatione partium à fuotg
facta, quzritur, quod ftudium Alchym. eft. 48 j|
Vegerabilia und empfindliche Dinge — ^
vilan: 'en ich. 3i
Venerabili ut;mini natura, quia natura non emet
datur nifi in fua natura, idco. non introducasali
num, nec pulverem,nec aquam,nec aliam reme:
Verum tempus pro lapide couvenientifimum, 4.
& quare ibid. | (Kbon 3d
Venus die dem Koͤnig vermähler wird / iſt mach suft
Venus vitriolata. 937, (ducant, 91
Vegetabilia Animalia & Mineratia unde erigine
|
|
|
& Verborum. |
ion nicht ber rechte grüine Loͤw. 173
rioli nobihffimus, fubriliffimus ac fragrantif-
imus fuccus latet in occulto, 216
rioli fuccus viriditate fua ion non debet,217
eus color in vino. 217
‘or vegetabilium per fe iplum in ruborem deber
sedtificari. | 217
tiolum Philofophorum. 149
'riol caleinirrer foll. gleich wie eine Aſchen calci:
nirt und puivisimpalpabiis jpg, _ 389
trum mallzabiıle. 395
ta Cnemiftia, c 64.
Ita corpo: um infenfatorun:, 404
ſcoſiſche Feuchetgkeit if die wahre Wurtzel clie
Merallen. Sur
ſcoſiſche Seuchigfeit it ein bleibendes oder halten⸗
des Din auf dem Feuer. 511
Witrum figi latum eft Mercurii lectus calidus. $25
lier geben nur cine Cif: ng. $39
neraSeg mit welchẽ pif: Kunſt vollbrachtwird. 586
| grosgerni: oai e, virrute muluplic.referta, LE
hierio! Der bem Silber den Hold Purpur vingıpräs
| aet hat / Silber in Gold verwandt. 681
irtutes elemen ares & cœleſtes quod. faciunt in
! vifisnituralibus, hocetiav faciunt in vafis artis
|! ficialibus,fiartici lia formentur ad modum natu-
^ raliu m, 7 j4.
"it: um ficípiffum & quare, vitrum fit figillarum in -
| fummitate & quare. | $05
it. ioli Spiritus uviſibilis ad fenfu. & per inges
- nium, »
rei Geiſt weicher den Mercurium sn das C Creun
h.fitet, & 4
* Kttt4 Via
. Mec
B.
4
Index Rerum,
Via qua pervenire licet ad Medicinam univerl
&Metaphyficam,indifferentesemnes morbos
rantem,de qua defperant Phyfici modes no N
flratur.893. Wl | oni
Vitis plus de fpiritu univerfali participat quam al | 1
Vinum album vel rubeum clarum & odoriferum 9j A
Vierte QBort der Weiſen / | i ah
Vier Elemente, ]
Vis generativa & multiplicativa ſoll nicht verbr
tiet / zerſtoͤhret noch veriager werden / 4
.. Univerfal tft ein einigeg Ding’
Univerfal iff der Drach und der Adler / efti
und ber Loͤw / der Geiſt und der Leichnam TI
Univerfal-Medicin Krafft und Wuͤrckung /
Unſer Stein wird gezogen ans dem Stein ber Phil.g
Unckenbreñer und Vaganten werden heſcholen
Uno in corpote ſunt juncta tria. 68 |
: Unica eft res in qua funt quatuor Elementa ben
proportionata.
Univerfal was es in der Medicin fürWürefna un um
Berrichrung habe. 784.78°.786
Unfterbtichete ift die fuͤrnehmſte Urſach geweſen / d
die Weiſen dieſen Stein zu ſuchen ſich 64 i
ben/870. — mb warım/ 871
Unserfiöhrliche Elementen können in bae Pol cn
gebracht werden/ A
Univerfal-Medicin Kraffe und Wuͤrckung / FR i
deren Gebrauch / 380
Univerlalibus includuntur particularia quavis. 89!
Univerfum Opus. 107
Voͤgelin Hermetis Zunamen/ 28!
Volans etiam vocatur fpiritus propter ſubtilitaten
fuz naturæ. 324 Bor
1.
N
rb
di
| & Verborum.
Arbeit was fie feye/ 460
Altommen Corpus hilfft dem Unsollerienen/s3o
Miuntas conflans in Opete, ies
IMiuptas Sola cupidos facit,
ael oder gemetzget Flaſch / oder andSifhmenn ; C
das fuͤnffte Wefen der Philof. geleger werden / fo
Bleiben fie frifch und unzerbruͤchlich / $76
ael ber Philofophen/ | 968.pag.B.
gel Hermetis, 985.1000
Miberettung des Phil.Steins ift zweyerley eine äufe
Wetlíd) die andere innerlich / 1032
nie aͤuſſerliche was ſie thue / ibid.
die innerliche welche / 1032
ina puerorum und Philofophorum fft der Geiſt /
Mwelcher aus den Metallen gezogen wird/ — 709
Afprung aller Geſundheit ift die über die Schnur
Hauende und widerſinnige Feuchtigteiten des
Minenfehiichen Leibes zu einer natürlichen Gleich
foͤrmigkeit zu bringen/ 783
T X die Himmliſche / 236
Eyern fine / 47148. —
| Mrme die aͤuſſerliche iſt nothwendig zu der Putre
rme aͤuſſerliche muß ſanfft und gelind ſeyn 272.
Ind warum diſe zu derPutrefaction nothwendig⸗ 272
Paͤrme tvann fie wuͤrcket in die Feuchte / ſo gebuͤhret
T fic endlich eine Schwaͤrtze / wann fie aber wuͤrcket in
das Trockene fo gebuͤhret fie eine Weiffe/undinder -
E MWeiffe iſt die gelbe und rothe Sarb verborgen 27«
Wärme ín der Vor⸗Arbeit gefchicher im SR
9 und wird genennet rg
(s Wire
Waͤrme in der Nacharbeit geſchiehet im gred t
und wird genannt/ Aflatio, 3
Warhaffte Philoſophi welche / a
Warmnes Bao wird das trucken Waſſer aenaiitz
Waͤrme wie ſie ſoll beſchaffen ſeyn. 762.5
iftoaran viel gelegen.ibid. 845,846 (gen.
Wärme des Balnei Marie wird anderen vorg
Wann die reinen Elementen ín Öleichheir dd
Krafften vereiniger werden / ſo iſt daſſelbige
unzerſtoͤrlich.
Was einan der in demUrſprung gleich / kan und
auch eines ín Das andere verwandelt werden. «
Was in hoͤhern und gröiferen müglich/ das fan!
mehr imb cher gefchehän in wenigern und na
Verwandten. 4
Mag oben ift/ift eben wie bag unten. 108.253,4
ER, affer uno die Erde feynd unten die Lufft uno
— ſeynd oben. 1084
Maler ber Philo ſophẽ toas es fepe 111. 116. 174
deſſen unterſchtedliche Namen. 1
Waſſer welches rein und klar iſt.
Waſteweide⸗ ſich ſelbſt waͤſchet und reiniget.
Waſſer der Phil. reducirt und coagulirt.
Waſſer der Phil. iſt der gifftigen Schlang Tig
gleich / und mit ihm wird Der gewaltige Theria
reitet. 164 (genenner/ 1
Waſſer der Phil. wird der wahre Baum des Schr
Waſſer der Phil.ift ein Iebendiges waſſer unb "
corrofivifd).
998 ſſer der Phil. Eigenfchafften werden ER ı
Waſſer Milchfarb. 182 (ihren Urfprung haben. 2
Waller toad bas eor eines feye/davon alle minera
Waſſer gebenedeytes wird die Tochter Platonis ^
nannt: 247: Wa
Index Rerum, |
|
-—- d.
Lenennet. "248
zaſſer wird wie ein Augentran ober. «in durchſich⸗
tig a affer als ein Cryſtall. 249
Paſſer das fire. 249
aſſers Reinigung. | 249
Paſſer das bleibende, 246. 263
zaſſer das bleibende unb lebendigen Waſſers S raffe
Hund Mache muf men wohl wilten. 257
sajfer bleibendes opne daffelbe mag in diefer Kunſt
gar nichts acfd)cben. 2/7
Baflersbleibendes Kraffe und Mache iff ein geiſt⸗
ídy Blur. 2:7
Safkrs der Phil.herrfiche Namen. 283
Safer muß wieder in Waſſer gekehret werden / das
E wt/ es muͤſſen alle beyde Coͤrper wieder zu Waſſer
werden. 286
WBaſſer das aufgeloͤßt ift ſchwartz worden. 289
| Ballerals ein Cryſtall. 295 (295
Baffer coagulirt fic und wird zu ſchwartzem Pech,
Vaſſer der Phil.ift nicht ein Waſſer der Wolckẽ. 300
Bafferoer Phil.if ein Waſſer des Goldes / item ein
Jfeuriges Gifft. | 301
Waſſer der Phil.wird zu einem Leib. 302
ajfer der E hil. ift unfer Waſſer / himmliſch Waſ⸗
ſer / Waſſer welches die Haͤnde nicht netzet / nicht ac,
] meines Waſſer / ſondern faſt Regen Waſſer. 322
| affer der Phil.wird durch das ohn ablällig Feuer
I fitben Monat lang / auch untermweilen schen Monat
I lang regirt. 322
ais (Sur feynd dir genug in der Dirk
Y erſcha fs , xd
.F PRINT
Index Rerum, 7; .
Waſſer fo in der Lufft wohnen / E Í
Waſſer vertehrt fich in Erden / 3
Waſſers wie viel Theil / und des Fetments oder
phuris Solis wie viel Theil bey Einſetzung / ſo
genommen werden / —4
Waſſer zweyer Naturen /
Waſſer mit Silber zuſammen — 9 |
Metall ín fcn lauter Silber / 4
einander gefchieden werden,
Waſſer fol klar ſeyn /
Waſſers Proportion, 4
Waſſer der Philof. wird durch die ft [er geſch f
und durch die Schärffung gereintger) 4
Waſſer der Philof. welches geſchaͤrffet iſt / Krafft mi
——* / 4
Waller dus Dritte Element hat fo viel vont
Quinta-Effentia a[8 eg bedarff /
Waſſer (ff proprie faft/ T
Waſſer der Philof. ift an allen Orten / unb kan n
mand ohne daſſelbe leben / es wird auf vounberfat
Weiſe geſchoͤpffet / aber das iſt das beſte / weich
duch Krafft unſers Stahls außgezogen wird, 6
Waſſer der Philof.fft bag hoͤchſte Gifft / aber andi |
höchfte Medicin /
Waſſer Mareriz iſt in der Kunſt faſt nuͤtzlich c
Waſſer iſt ein außgezogener Geiſt und war zuvor
dem Bauch des Steins coagulirt /
Waſſer welches die Coͤrper ſubtilirt / und in chi
fie und in des Steins naͤchſte Adareri ober b
Elixits der Philoſophen bringet / 6
Waſſer wie das Queckſilber unter den Miner.
lien / 924. all
& Verborum, —
afer ift dag ſchwereſte Clement vol ſchmuriger
geuchte/c. TOSS 64.5
Aſchen was eg bep benPhilof.fep/ 648
alfer ber Philof. wenige fennen es / jedermann fie
iet es / ſehens aud) Und liebens / 667
Es hat Namen mancherley / fein eigener Namen
iber iſt das Waſſer unſers Meers / das Waſſer
88 Lebens / welches Die Hände nicht netzet / 667
8 gebrauchts ein jedwedere Creatur / aber unſicht⸗
yar/ ibid.
aſſer foll gereiniget/ tnb mir gereintarem AZerca-
eurio ver mifcher werden’ 672,
Paſſer der Philof. ihre Jungfrau und gebenedeytes
Waſſer / haben fie in ihren Büchern mit viel tau⸗
Aſend unzehlichen Namen genennet / nennens einen
WMimmel / Himmliſch Waſſer 16. 207
J' nb warumb/ — INFOR
Woicfee Waſſer wird nur allein aus bent Mercurio
‚vivo gemacht/ | 708
zaſſer von unſerer Erden / 727
Safer der Philoſ. iſt das Waſſer des Lebens / 752
daſſer der Philoſ. iſt rein und Ertz aͤderlich / 796
Zaſſer werden in dem Fundament der Erden / als
wie in einem Faß / gehalten/ $64.
Waſſer feynd zwiſchen zweyen Seren du Himmlen
gepreßt umb befeſtiget worden, 865
Vaſſer und Erd bleiben in einer Runde 865
B uno tearumb/ ^. ibid.
fer der Philof iff unmöglich durch die Sunft zus
wege zu bringen/ 872. und warum / iſt der allem,
ſchaͤrſſeſte Wein, Effigrder das Gold zu einem rep
E nen Gift machet / 872
| Waſſer
| Index Rerum, 7"
Maler der Pbilofophen/933. deſſen primum 4 |
Waſfſer des Lebens. 1015 (den. 108]
Waſſer der Philofophen fol ín. drey gebracht &
Weißhett hilfft der Kunfl. B
Weiſſo Sarb/ vor diefer erfcheinen Sarben / well
wie Steinlein auffeben. 47 [c
Weiſſe Satb it eine haupt farbe in unferem 8B ul
Weg zween ber Philofophen der najfe und trockt
MU 192. —
afes Weib wird mir eínem —— iga
vermaͤhlet.
Weißeit hilfft der Wuͤrckung.
Weiſſer Schwefel / 310. 34
Welb nehmen / ſie ſchwanger machen/ die Geſtalt
toͤdten unb lebendig machen / cin Licht einfuͤhre
das Angeſicht vonder Schwärge reinigen / tod
es heiſſe / 34
cpi: une rot) kommen auf einer Wurtzel hervo
346.347.364.36
Weiſſer Stein’ weiß Gold / voller Mond / ealciní
weiß Silber / das weiſſe fruchtbare Erdreich fo €
gereiniger und caleinirt tft/ weiller Kalch Sa
der Merallen/ caleinirted Corpus &c. wird d
weiſſe Sarb aenennet. 3
Weiſſe Zarb wird auch eine lebendige Erde / ein
bendiger und weiſſer Schwefel genennet. 35]
Weiſſes Elixir, in dieſes ſoll nichts eingehen /
(vas weiß iſt / 4
Weiſſe kan allein iu Roͤche durch die Abtochn
kommen. 3
Weiß Erztz. 3%
2c f gebaͤhrt die weiſſe.
& Verborum:
es Samenund Mann Cami, ^ ^ 183
Me Sarb warn fie anfängt zu erſcheinen / ſoll das
uer gemehrer werden unempfindiich. 41%
[alic Ding fich vermehren’ und gr nehmen,
irch ihre Geſtalt / ſo fan fich ebenfalls das Mer
gu vermehren und zu nehmen und zwar ohne
nterfcheid/ 448
ib im Philoſophiſchen Werck fol vem Dann
Vicht zu wider feyn/ 454
Ib und Mann im Philoſophiſchen Werck werden
iß einerley Samen und in einer Mutter geboh⸗
1.44. Queckſilber und machts su Silber, j20
‚Miller nicht brennender Schwefel coagulirt das
Pr Gold kan verkehren in Suber / der fan auch
Ferkehren das Silber in Gold. $23
iſſe im Silber ift nichts anders dann eine Ab
Paͤſchung der Schwaͤrtze / 524
"Tref der Philofoph.iftein Werck der Natur. 572
"Iib folvirt den Mann. $98
Miſſer Leib des Königs wird in einem linden Pal.
1e0 ein Monat lang digerirt/&arnadoín oer Aſchen
agirt/ und letzlich in dem Sand zu einem fiy brau⸗
nen Pulver gebracht. 612
ein Eſſig / Saltz / Alaun und andere der gleichen
'Ffaure Säffteund Sachen toas dardurch verſtan⸗
den werde. 621
Toile Lilien Saamen. 663
Peib fell den Mann nicht uͤberherrſchen. 664
Ber das Philoſophiſch werck anfangen darff. 717
Perck der Fhilofophen wird allein mit dem ar
frio vollbracht.
Peiſſer Sulphur der nit brennend iſt welcher *
Pergentum vivum coagulirt/macht daſſelbe zu Sit,
ber. 755. rg
Index Rerum;
Weg der Natur iſt Warheit /
Weiſſen Ey / *
QD Farb wird bem Mond ſchein/ — à í
Dann verglichen / Pi:
Weiſſe iſt zweyerley / a
f ift beſtaͤndlghafft ober fix / die andere nídyt
ei Materi wird genannt das bleibend Wa
item der Gift und die Seel / $
Weg ein anderer den Lap.Phil. zu machen,
Welt wird von Tag su Tag geſtaͤrcket /
Wein der Philof. teeldyer/
Weiſſen Azercurius,
Weiß Kleid/
Weiſſe Adler /
Welcher würdig ſeye in die Schar der Philoſ.a
genommen zu werden/ )
Weiſſer Adler ober Hermetis Vogel — 999.10
4 " ſcharffe Eſſig der Gold verkehrt in in
quan Vogel deſſen Federn an Glantz den Srofl
übertroffen / 1900,10
Weiſſer Drach/
Weiſſe haͤlt in fid) die Roͤthe verbargen/ 14
Wind fat ihn getragen in ſinem Sandy233.23
Wind ift der Lufft / 3
Wideraͤffen alle Ordnungen viermahl / 33634
Wiederholte Solutiones was fic verrichten |
Woran Gott die Element erfcbaffen/ |
Wuͤrckende / Agens wird den Männlein oder das l
dende oder Patiens bam Weiblein sugsuiane] í
3
$
5
9
9
—
e "co
—
ICON ALCHENMIE,
DH, «MICHEAELIS FeAUSTIL.
«Ned, Doktorss & Phyficı, Fran-
| cofurt, Ordınars,
A,
Abam ) ) Capricornus, (afıza-
e^dbartamen( tus,chibor, Puoplum,
Aaragat Draicıam, elerator,
: Accib. ) Plumbum , Bley/
y Araxat, abufa Rub, Alech, Ahonoc,alabrs,
| alokor,amiec, amie, amioch amitich, ara-
| xat, Acoro, Balamba, Gartifhlium Koal,
ME molybaos, moſquet dei, molıbra, mofider,
IB rafas, rafafa, rolos,roc vocis,
Me[amum, i.e. lutum rote, Mad: Leym.
beffiidem quod. Rebts nempe ultima ciborum
| materia Die let. übrige Materi von
| der Dergehrung und verdorten Speiß.
Ibefins \ calx non extincla, vel calx viva,
Ibefam SF ungelöfchter ober lebendiger
Kalch / albeſten abeſten, acmorago, aſbeſtus.
\brcum 1,2, coopertorium ein Deckel.
MM. Abm
N LEAIUVUN
Abnelectem i, e. alumen , af, — M
Aboit vel. abiti, e, ceruſſa, Bleyweiß / al N
rad almachabat, alfıden, j
Acacia ferrea 1- e, cochlear ferreum, Dag)
ein eifener £offel. di
Accatum i, e, anrıchaleum. Moͤſch/ | accatlı
Acahı, i, e, aqua aluminis, fefeol, A
Acaid i, e. acetofum, 008 iE Eſſechtig / 1|
faur/ stem acetum C fig. 4
etalac i.e, Sal, Saltz. 4
Acalai 1, e, Sal, Sally Acet idem.
e^fcali i.e, apua aluminis fefeol, N
Acalmia vel acabema i, e. fuperfluitas ara
"1, Uberfluͤſſigkeit des Silbers.
Acameh, Acemech, 1, e, Stannum, item alc]
Aomba, item faperfluias argenti,
Aarnech acernech i.e. eg 4
azarnech.
Acartum i, e, minium, Mingen ure |
nien/ azemafor,
Acato, araxos, 1, e. ex og
e^" dcaz dir, i. e, Slannum, 008 iſt 3i nn/alke
alomba,
Acetabalus, efd menſura quanam tefla |
capit, iſt ein Meß fo viel in cine en
(daten. gebet.
ediceum, 1. e, bai,
Acetum amineum ı. 6. album,
Acetum philofophor nm 1,6 lac virginis ſi five ai
Mercurialis, qua metalla felventur b
faphorum.
Aelam plulofophorum, quod fit de recenti
ALCHEMIıI& 3
ſtudinibus marinis per [ablimationemo &
sflillatienem, Eſſig der Philoſophen / der
a wird von friſchen Meerſchnecken /
uch Erhöhung und Diſtillirung / vers
ertiget. | |
uum radicale, dicitur etiam. aqua folvens,
es, Stahl.
ordina, i.e, tuthia jnda, Indiſche tutzia /
alcordine,
rtinus, 3, e, lupinus, Seigbonn.
fuo $, e, Gorallum rubeum, votb Coral
ien. |
ureb i, e, vitrum, Glaß.
-uffe, acuflo, 1,e. nitrum Saipeter.
amatut,s. e. : Helmeſſe.
larnceb 1. e. auripigmentum.
lanis efl flos aquæ maris. ein Blum beg
Meer Waſſers.
ec i.e lac acetoſum, ſauer Milch.
Meberocfl, ajsherec, alhekonec s. e. lamina,
Plech. | ;
leps ve. liguor gui. difhillatur ultımo, Die
I Dünnigfeit bie suteGt Diflilfiret wird.
Her 1. e. lac recens fine butyro. friſche Milch
M ohne Butter, |
che, adhede, i. e, las acero/um, fauere
PMilch.
Aho, vel adoc, 1, e. lac, Milch.
lıbat,i.e, Mercurius!
Adachos, adıdealarcos, adidalarchos, i. e. cal-
cecumenon,
iliis vel adebext i. e, teſtudo, ein Schneck.
IE (QU 2 Adin-
N
4 - LEXICON!
Adinge, Le. armoniacum, C.
Adm: furab, i6, Erde. x
Adorat, i-e, pondas quatuor librarum,
Gericht von vier «Dfunbemn. —
Ados i. e. aqua ubi ferrum ee AX tu i
fer darinn &ifen gelöfcht wird,
Adram, ie, Sal gemma.
Adrariges, iſt grün Atrament. lj
Adraragt, i,e. crocus bortulanus, Garf
Safſran / alfar, afur, alfan,afan, — T
Adrop, ift azar, lapis spfe, az.are. Nd
^ e4djamar,i,e, lotum vel lotium, lotio, gew
ſchen oder Bruntz. >
«der, 1.0. Ventus, vel fpiritus , aura, bali
Wind oder Gift; Wetter.
Aeris,z. e, arugo,
Aeris,fcobs lımata, Kupffer feilich-
ass, ie. as uflum gebrannt Ertʒ.
adfragar, ie, viride eris —— 4
Afrob, ef plumbum nofirum, corpus im
dnm. pu
Affarx, Affrax, ve, ART ROTER | amat
aff aris, idem,
Affemicum, i.e, anima, bie Dell. L
Affzos, i.e. puma, Schaum, affros,
A ffiara, i.e. ceruſa, Bleyweiß / almat ide
Affrengs, $e, minium, 4
Affrodinayi.e, veuut,
Affronitrum eft [puma nitri, ber Schaum.
des Salniters / quad Arabice dicitur Be
rach, heilt in Arabiſch Baurach/ vel ij
fronurum, [puma nitri 454 eft ſalſa, der !
al
ALCHEMIE s
len Schaum des Salniters 7.e, Glaß
Balz ar quidam dieune, als etliche fae
"den.
Afınitrum, i.e. [al Cappadocium, Salt auf
À appadocia.
L nitri, i.e. [puma vitri Schaum des
Lilaſes. DEN
Moetoni. e. [pumens, ſchaͤumig.
ba, iſt praͤparirt Saltz.
ar, id efl, Calx, Kalch / algit, algerit,idem
M sal iſt arſenicum ſulphuris, Auch ver2ldfer.
Arazath, albenot, ift Bley.
bot i.e. falphur, Schwoäfelvalchibit,alchi-
Tat.
à iori, Aloanacb, ift Bley.
Ächafchec 1. e. tribulus,
B freg eff ſpeciesceruſſæ iſt in Gattung Bley⸗
och, alrachas, alaſtrob, alomba, alooc, i.e,
umbum, Blehy / allabor, alcamor, alconot,
"dem,
Bıkarib, eft lapis rubens, ein rother Stein /
Llaharib idem.
Brhic, etliche ſagen es fepe ein Ofen der
Alchymiſten / etliche ſagen es fepe obf.
rior. i. e. 45 uſtum, gebrannt Ertz.
Wafalet, ze. armoniacum.
lA", t. €, lythargyrium plambi Bleyglett /
Hafnerglett.
aurat, 1 e, fal nitrum,
jantina, is e lapis falis lacti, albani. idem.
(A) 5 Ala
Kor, i.e, fal alcait, alafort idem (weiß.
Mibab ar , alabari, alehonor allarinoch, alhoho —
a
U V ULEO DE QUNM |
Albanum, i. e. [al urine, Harn Saltz. H
Albaras, i. e. arfenicum,
Alberzch. 1, e, album arıs, weiß Ertz.
Albeflon, lebendiger Kalch. |
Albetad, 3. e. [albanum. |
Albi, i.e. fablimati, des fublimirten,
albir, 1. e. prx de corticibus taxı, Bahr
ben Mieden/ credo qued fit. [ubflansia
qua fit incauſtum, id) glaub paf eg fep
C^ubftan& oder ꝓag damit man Din
macht. | |
albor, 1, e.urina, Harn, |
Albor, i, e. crucibulum aurifabri , ein Sol
fchmide Siegel. |
Albotat, alfıdas, 5, e. ceruſſa, Bleyweiß /
fideque, | :
Albatim vel albotas d. e,terebinthura,terpen
albuhen, altilibat, albotra, bora, deburu
helcabatan, helkabeni, helcalibat,helcalıd
Kytram. |
Albuhar, Bleyweiß.
Albuta i.e, Pärlein.
Album i. e, weiß Kupffer.
Alcabris, alcebris vivum, i,e.[ulphur, alner
anerit, antric.
Alcadp.i.e. atramentum album,
Alcalt, principium chymicorum fymbolicum,
exomnium rerum cineribus fine caltei
corporum extractum. idque omnibus vet
inefl proprium, [ive liquida [mt five cali
Alcaol i. e, lac acetofum, fauer Milch / o
Mercnrinsy
Alch
Ichutrams vel alchieram i, e, oleum jumpe-
ırıpix liquida, arfenicum praparatum, ad
B abinendum.
Ichitran, i.e. fex deflillationis, Drüfen der
Diſtillierung / dieser etiam oleum jumpe-
inum, Wackholder Del. -
\luımad, i. e. antimottium, alcofel, alfacıo,
BSpie (af.
| —* «bo lac aceto/am, fauer Milch.
Akohol, efl pulvis [sbtilffymus.
Miobol eft ſtybium five antimonium.
Mtobol vini (five vini exficcati epitbeton) ef
W^ quando ommıs (uperfleitas: a vino ita fepara-
lur, ut accen[um ardeat, | donec totum con-
(3
l
li
il
! i,e.acetum Eſſig.
Alcone. i. e, aurichalcum Möfch.
Alcor.s.e. &t uſtum quafi grana, gebrannt Cr
als Körner. |
Alcore, quidam lapis, babens folia argento fimi-
lia, ein Stein der ‘Blätter bat/ dem
- Silber aleid)/ Spat / altores idem. |
lcubd.s,e. butyrum crudum, raue Butter /
alumbair.
Alcubrid vel alcur aut aluzar, efh idem
(. qnod fulphur, Schwefel,
lex 1. e, vitriolum.
Alechariti, e, Mercurius,
IAlechil 5. e. tripes, cin Dreyfuß.
Alrfantes, ie. flos falis, Galgblum oder
Bluſt.
(QD 4 | Ala
^ S0 cu LEXIGO- Na.
Als 1.6, Sal compofitum, rie gefe |
Saltz.
Alembacı i,e. gebrannt Bley.
Alembic, 1e. «Mercurius. 1
Alembicum, 1.0. das Geſchirr/ darinn 3
ſenwaſſer gemacht wird,
Alembscus fen capstellum , ein Helm/ guod v |
inferioribus ad vapores reuipsendos impon
aur ,alembicus aliusvoflratus ef alius coec,
roftratus eft, qui humores reſolutos per can (
lem att vuflrum ad vas rwipiens dimit
alius coecus boc eft, fine rofro.[ublimanonibi
inferviens. Hic in [ublispationibus nonnum
quam in vertice perforatus. alignantuiumh
eft, humores alcendentes emittens.
Alembrotb, efl fal Mercuris vel fal phiefi
borum & clavis artis, bilo! ophife
Saltz ober Weißheit Saltz der S ot
fel zu der Sunft. |
Alembroth deſiccatum, quidam appellant (al tar
tari magiflerium magıflrorum, QertroQ
neter Weinſtein Nd Saltz alle
Meiſter Meiſterſtů ck.
Alexantht, altingat i.e, flos aris, Blum ode
Bluſt des Ertzes.
Alexır i. e. medicina alchymice praparata, €
ne Artzney Alchymiſch bereit,
Alezaram,1.e, lotura pl umlbı, Bleyw aſchem
Alfacta. t.e, 4eſtillatio, Diftillirung.
2 ed If adtdam i,e, [coriaauri Ott Solo.
y Alfamadı, i,e. cinericus. n
Alfafit, se, alvalır, 1, e, tefla, tine Scale obt
dut. A
AUCHEMIE %
Mifarida. i.e.ceuprum flum, vel laminatura
"vereriss, Kupffer Blech. |
Mifai de d.e. fol armoniacus, falmsax, alacap
VW alozap, alfol, aliſteles aleob, azonec, anoxa-
| dic, anacob, andex, aquila, Butrum, alızo-
les. :
altfufa, i.e. lucia,
Ya Schilff.
“lgali, 1. e. Nærum falaiter,
Memet, i.e. carbones, K ohlen.
"Mlgnrice, z.e. calx, Kalck.
Mulus, i.e. confectio, cin Confect ober Zu
Jſammenmachung. |
"Modiima, iſt etwas fonders foin den Gold
I Metallen gefunden wird’ darauß das
T $5tep wird.
an zadis, ift Faft und trocken zerra, heiffet
IM 2trabifch Zorreza, tinerkar, Arles nennt
-eg /almiac. |
I bocob iſt [alarmontacum.
MUT aes e. (ubrilis pelvis alchochos, ein ſubtil
MPulver.
fial, t.e, antimonium,
Blaklıa, i.e, vas cin Geſchirr.
Mkale, i. e. ovum galline, ein Hüner Ey.
Mikalir, i.e. vitriolum f2ffile vel fufile,
| Be alkes, i.e. as uſtum. gebrannt
rg.
| E. ift ein S1am eineg Philsfophen.
Mkant ef Mercurins oder ein Coattung
| attrament,
Alkanıum, i, c, 4s uflum, wel [pecus
3) 5 aro"
9
10 LEXICON
aromatica vel fecundum | alios arfe
cum. X
Alkara, alcarana, 1. e, cucurbita,
ed haranum i. e. duenec viride,
Aikaa, 1.6. albot,alkaxoal.
edikıbric, albibert, algibic, alkıbie i. e. fi
prar vivum, \ebendiger Schwefel / alck
ric. |
Alkı, alkti eſt materia. dulcis ex plumbo,
Alkımia, ift Srölichkeit/ oder froͤlich
muthig machen. |
Alkın, s, e cinis ecavellatus, Weid⸗Aeſch
alkal.
Alkır, ef fumus, Rauch / alis carbones 9
Kohlen.
Alkitram i. e. pix liquida, dünn Bech.
Ai boel, d, e. plumbum. exquiſitum de mine
Bleyauß dem Gr& erfudyt/ etliche
gen es fen Zapıs laralı,lafar- Steine
che aber es fen antimonium.
Alkole[fh tartarus, Theophra[lus fic ait: Al
efl purior. ſubſtantia rei fegregata ab impu
tate ſua. fic Alkol vini efl aqua ardens re&
ficata c mundiffima, bag reineite und
fies dag fubtilefte und edelfte.
Alkofor, i, e, (ampbora.
A lkymia, ift ein Pulver Fünftlich genac
auß dem Bafılifeo/pulvis de 'Bafili[co,
Allabrot, eff. quoddam genus [alis confelln
eine Gattung gemacht Gal.
Alma, i, e, aqua Waſſer. |
dim
| ALCHEMLZE, I
Pairia, iſt ein Steinderambregleich.
| Imagra i. e. bolum, cuprum, laton, Yoth
| Erdreich⸗ ef vel lapis ıpfe vel terra rubea,
damit die Wagner ihre Öhrt netzen
oder feuchtigen/vel tdem ef almagra, quod
! gel lotium,.v. losiogeroäfche oderwaſchung.
| Umak:f, almakanda Le, Iythargirum.
P 5e cinericius Aeſchin oder aͤſchin
Far
* almarchiat al merchalz, almarchax
ar r.c. Iythargt: IR Glette.
Mmarcat, ijc. ſcoria anri, Goldſchlacken c
calhmia aurt.
Pmarcaxida, i. e. hihargirium argenti, argy-
nitis, EM 4 id
dumarkafida, almatkafita, 3. e. e Mercurius,
- (ft eta, mineralifcher Stein.
Um Argen, almatryon, armagal, armalgen, 1. €.
orallen/ item almarago,
| Mwartack, almarchat, almareıh, Aeſchen oder
Silberglett.
lmartak, i. e. lytharginus cinis,
Almatalica, i. e. Metallum cupri, roth Kupf⸗
- fer Metall’ das in Der. sizera ober Ertz
Fafunden wirds wie das Eifen Metall
oder
Almechafi de €, cuprum.
Imene,s.e.fal lucidum, Flat lichtig Saltz oder
. Salgemma.
Almetat i.e, [coria auri, Sindel ober e chla⸗
cken des Goldes.
Almiſadir, aſanon, meradum almiſadu amitA-
.. lir fal armoniacus praparatus falmiax stem
viride aris, Alnæ
- Alfecb, e. alumen jamtt.
Alimar, aycaphet, i. e.as uſtum.
n1 LEXICON
edinec, allenec, alkalop, ie, ſtannum, ale
almıa, a[erebran, a[cbam, |
Aloe, feynd breperfep Gattung : aber i
Diefer Kunft wird Epolicum verftand
das iſt alae epolicum, aleratio.
Alofel, i.e. pannus quo vas operitur €
Sud) damit man ein Geſchirr bebe
ober vermacht,
Alohoc, alofohoc, alofot, alohar, i.e, Merch
rius, Queckſilber.
Alos,alo, alıx, almole, alec, se. [al Sal
alcalat, alcalac, !
Aleſanthi, i, e, flos falis, Saltz Bluſt / ba
die Barber brauchen.
Alrambus, ie laps rubeus, ein roth
Stein / ſcilicet fangvis venarum hominu
di Blur von den Adern der Me
chen. |
Althanacha ıe, auripigmentum, alernet ,'alb
mec, alemet,
Altımio, 1,0; fex plumbi, Bley Truſen.
Altingact, ie, flos aris, Erb Bluſt / Spa
grün.
Altinaraum, 1.0. vitriolum.
Aludel efl vitrum ſublimatorium, ein In
firument ober Geſchirr zu fublimire
oder alutel.
Audir & aludit, autaric, axomſes azon t.e
Mircurius.
Aucch, eſt jovis corpus purum alnach idem.
LE
Au
I ALCHEMIZ AH
ımdlufır, eff rubedo, Roͤthe.
|Uumbori, i-e, plumbum uſtum, gebrannt
ed Bley. -
nMdlwenbur ift Luna,
alumen alap ı.e. alumen elaciſſe,
lumen de alep, vel Jal gracus, vel de macedo-
- ma, Griechiſch oder Macedoniſch Cal.
Mumen lamenum i.e. feiffam gefpaltener
- Alaun.
|Mamen, lofe ie, alumen plumoſum, Feder
weiß. : |
MAamen alkori i.e. nitrum alumenalkals idem.
Alumen [carolum i.e. ſciſſum.
Alumen fcarsole ie, gipfum Jamenicum, Jan-
meniſcher Gips. |
lumen de pluma i,e, Jameni vel alumen fca-
" r:ola,
Alumen [ciffem, unfer Frauen Gi.
alumen de pluma i.e. jament,
Alumen ſciſſum i.e. amales,
Alumen albedane $,e. alumen Jacharınum.
Alumen de crılallo, i,e, alumen voce Alaun.
lumencalcilien, efl aunb arabice,
Aumen alafuri, vel alafor, i. e, (al alkali, ala
— adem,
Alumende "Babylonia, $e, zucharınum ro-
! tunduns idem,
lumen liquidum i,e, amomum, vel limpart,
Al umen. fafcioli ie, alkali de cabia idem.
HAlumen crepum ie. tartarum vin boni,
Weinſtein von gutem Bein.
» MAlumen alexandrınam i.e, mitram ſalſum.
Alu-
14 LEXICON
| fuflumbrannter.—
Alumen albumi.e.cearto )Cotium kochter.
Alumen vo[a i.e alumen )Combaflum verbra
| ter Alaun oder Al:
alumen rotundum,quod ſcinditur, runder
(aun der zerfpalten wird mit dem fi
die Weiber färben und mahlen / «4
eiiam zuccharinum vogatar, welcher au
zuccharinam heißt.
Alumen alafran, i.e,altimum der leht alat. p
Alumen [yrach, [yfarach, alkokar, alfurint,
niofumi,e,combuftum, 1, e. verbrennt.
Alumen lonid,i. e. limpart. |
Alumen bulganum, i.e.glaffa, ut dicitur v
garüer, wird gemeinlich aenennt Au
ftetm/ein Gattung oder Geſchlecht/ vei
ifii, Verniß / iff roth / und durchſicht
vote Maſtix / ood) roth. |
Aluminum quatuor [unt genera, viererl
Geſchlecht ſeynd Alauns / Amplex albut
weiſſer zigrum, ſchwartzer perſcriptum
- boc, darvon iſt geſchrieben im fuͤnffte
Buch Alberti von ben mizeralibus, v
ben Singen (o auß ben Ertzen kommen.
Alumen ı,e Antimonium.
alumen philofophorum, Eyerſchalen Kal
amofa, anicora. |
Alunfelyi.e.[Hlla ein Tropff/item alunſul,
Alufen i.e. ſulphurata, geſchwebelt / alufinen
vel adnuſen, fecundum quo[dam, nad) etl
Vider Meynung tf es cin Ding.
Al vit, alafor, $, e. rabs. ;
Alufar efl manna, A
ALUNME MIZ, 1$
Meegi, i. e. attramentum, attrament, :
li mafor, £e, (ynobium 3iüober. ?
Plat, i. e. pondus trium granorum, DAR Ote
wicht dreyrt Gerſten Körner eem alzılar,
Hirmar, iji vas Graͤne.
oſar, i. e. as uſtam, gebrannt Ertz.
Mwalgama, eft auri vel argenti cum argento vi.
IU vo zmpofßario, des Goſdes und Silberg
Verleibung mit dem Quecfiiber.
Mlimandınus lapis efl,gemma coloris varit: ex-
M, inguis omnia venena, & reprimit, quare
| nor efl cemmasontemnenda de qua ceonínle
Klbersum,
rmimojfa i, e, confice binc amoſſare.
jma/]are, i. e. conficere, ein Pulver zu einem
Iw Zeig machen
ilumbra efl Sperma cets, ift ein Sperm oder
‚Sam des Walfiſch / das iſts nit: aber
- obn Zweiffel ift e8 en Gummi von ci
$ uem Daum der im Meer wacht.
mene i.e. Sal commune, gemein Saltz / vel
| Apoffolus,
iumentum fe. alumen [fefam, gefpaltener j
Alaun.
mon Gabriel i.e, Zynobrium, Zinober.
(pater: ſulphur.
\naton ı,e, amatron ie, [al mitrz,
atris uel antaris efl Mercnrins.
Anatroni,e,fex vitri, Glaß Gall
[Urairon i e baurac haurac. fa» eim
Anatronsise Jagimen vitri, Ding.
Boo Gifaggallen/ "e vitri, Saltz ber
Natur.
wd ncinar vel arecinar, — Anoc
A LEXICON -
Ancorai.e. calx, Kalch.
Ancoſa s.e, lacka. |
Andarac ı.e, auripıgmentum rubeum.
ther auripigment. ;
Andena efl chalybs ex regionibus orientalu
addutia, |
Anfaka i.e. coagulum,
Anfalcaidem,
"fir, filius Mercurius,
Anſirarto, [piritus fal, 4
e nontagins, lapis eff philofopbicus, donum
fulphar fixum à natura, Philoſophi
GBottes Gab + Stein / natuͤrlich
Schwefel.
Anora 1, e. calx de teſtis ovorum, Gi
ſchalen Kalch / vel calc viva oder feb
piger Svald)/ aora,
Anvtafier, altocab, alem zadat i.e, [al art
BIACHHA,
Antal lotto pura; reine Waͤſchung.
Anterıt $,0, Mercurius.
Anıhonor, atbonor, 1e, furnus, ein Ofen
‚ anthous proprıe Rojmarınus efl, [ed ad
talla tran(latus quintam. e[Jentiam five &
xir apri hansficat, interdam mediıname
trallam notat, !
| Anthrax i.e. carbo Sob.
Anthiſides, ift der Kaich des Metalle, —
Antimomum i.e. alko for.
Antimonium ef? lapis de venaplumbi vel à
marchabta, fatarnı, uten Stein von
Bley⸗Ader / Spießglaß.
-* T
| ALCHEMIAZE, 17
Inn ini, flylium, Spießglaß. ar
wingar, altingar antscar, ie, bor ax Borraſt,
| ancticar,
Incar idea.
Ens e En. er
penfalus, ift ein Geſchirr darein Del goi
than wird) hat. einen engen Mund.
Iphebriok i.e. Julphur Schrortels
ohrodifia, i,e atas venerea, DAS Veneriſch
„Alter ober Wolluſt.
4244 i.e. liquor, eine Duͤnnigkeit.
qua alma, ift ein Waller das vonWein
T gemacht wird Durch rblimanon —
Igua alregi i, e, aqua calcıs, find hikige
Waſſer. ER ;
Ina cerebri 1, €, agua tartarı, Weinſtein⸗
uaelſabon i, e. aqua [alis communis,
Iqua fætida, i.e, aqua Mercurii- der
Strauſſen Magen: _ |
" Iqua bolfobon, i.e. aqua [alis panis idem, aee
, 8 mein Saltzwaſſer. ——
I c i 6, auripigments, Auripigment⸗
Walſſer. MD JR
na marina, i. Saltzwaſſe.
qua mercari, ift. Det lapis zerlaffeh/mit (eto
] nem eignen Waſſer / das indem Stem
fir ift/ und laufft weiß ie Waſſer.
qua nitri, i.t [al alkali vel aguafort.
uA palaflına ie flos arss vel. viride. &nii,
"Cyangrün. — | ea
qua permanens, eft ea, qua ex duobus perfe-
| (85) amr
\
4$ BERICON
ctiſſimis corporibus metallicis fit per phil
fophicam [olutionem. Ef Sol, & luna ]M,
Inta in. aqua, fimulque juncta, dicti
etiam aqua caleflina & Mercurius ph
—.— lofophorum, h
Aquapluvialis i.e, aqua dulcis, ?
Aqua rubicunda, aqua megi, aqua [egi i,e, aq
vitrioli, T
Aqua [almatina i.e. de falefatia, Waffl
von Salg gemacht. |
Afquarius ie. ferrum, Eifen.
Aquila ie. aqua fortis. aquafort, (8 toi
auch genennt Salmiax / ſal avmoniacus d
Aqnıla $e, aurum, gnuttendo, fidelo, edel feda
Aquila i.e. arfenicum, vel ſulphur.
Aracon, ift Der Lato. |
Arcanum res efl feerera, incorporabilis, arg
immortalis, qua ab bomine cognoſti nonp
teft nifi per experientiam, Eſt emm virti
enjusque rei, qua mallefies plus operata
quam ves ipſa. |
Arcanam materiale, eſt extrallum [pecifici
enaterie corporis vicinum, (um autem m
teria corporum mixtorum fit ex duplici. eli
mento, humido ſcilicet & ficco, (aer. eui]
& ignis formalia potius [unt, & effcienteil
babentrationem) staque & hoc arcam
amulans ipforum conditio eff. duplex : A
qua [hillatitia & coagulum [pectficum. — At
« cams [pecifici deferiptarem vide Rulan
Lexic, à
/1rcos i.e, as uſtum, aglophes, ezaphora, —
| Arema
-
T
| AL CHEM I ££. 19
remaros ift Zinnober.
Arena, Sandy ift der reine Eörper des
] Steine.
| vena metallıca goldbergica, in qua ramenta
- & glebuli aurirepertuntur Darinnen man
- Gold fehen und Körner findet.
pena metallica, ex qna. lavatur aurum in
Albi, Goldſchlich.
enamen 2.e, bolus Armenus.
lirenar mei }
Trfar i.e, arſenicum arſag.
Mirgentum vivum chymiſtæ Mercu-
rium.vocant, Eflque nihil aliud, quam
aqua viſcoſa, in vifceribus terre, ſubti-
lis ſubſtantiæ, alba terra, calorem tempe-
ratiſſimum unita totals unione perque. mi:
nima, quouſque ficcandum fuerit, tempe-
raum A fieo, cr [ficum ab humido
equaliter, — Eflque argenstum vivum
Altera pari — lapides. phslofophorum ; e&
principium — Alterum, matergus omnium
| enctallorurm, & [ecundum quod | coit cum
, patre, & maſculo [no [ulphure, cau[at
| perfetlionem, & imperfellionem in me-
B tails, & metalla. quoque. (ut. - fats)
JM ples a matre, fic. loquendo, quam patre
babent : Hinc — plurimum | trabunt
| originem, in hoc plurimum rejolven-
tar. 65) à dene
20 LEXICON
"Argentum vivum i. e. [piritusvel Mercuri
qui [ervusfugitivus, derfluͤchtig Knech
aföc, ydrogıros, [arlatum, anzaryg, zayla
azöhac, Kyreetros. fumus albus, alfohoc [aii
äzor, azec,alozet.azoAr, aurarid, dracos i |
06.
— $6; fpiritus. Moor
Argentum populi 1.0, (al amarum bitte: Sal
Argilla, laͤtt / zaͤherHaffnerleim over Erd
Argiſtata 16, incerata, (in Gewaͤchß.
Arg yroi. 1, e, argentum, Silber / daher hei
litbariyrós, — lapis. argenteis, filberm
C ten : dann Zyehös betBt Stein,
erg yrui, ides 7x b
Armoniat [al.i.e, Bella Stern genzır idein]
Arohor ift Queckfilber. |
Aroph ift Mandragors, pn |
Arfenicumi.e, nitrum gratum y efl fulgur m
iallorum, efl eliam [al ipforum, & (aturm
guod alias arta vocant meh, reperitur ne]
«ulli; in loci Griechiſch nitet.
Ar[enicum rubeum, i.e, auripigmentum evà
ceum, Säfferfarb; |
‚Arfenii, i. cauripig lacten. ro
Artaveck, artanech, 1.6, arfenicum, eujus ive
funt. [pecies, album, flavum, feu luteum, d
cierinum, der Arſenick Rauſchgeel—
Goldgelb / operment, Jyáttenvaud) item
rubrum ſandaracia Græcorum Feu
Schwefet / roth — operment, rothé
Schwefel / Rauſchgelb / Roſtgelb.
Afabon s, e, [apo, | :
Ape.
|| ALCHEMIZ n
Mfafotida, ein Gummi; Teuffels Dreck.
Jagen, afegen, i.e, fangvis draconis,
agi joe, vitriolum, vel atramentum rubeum,
4 rotbatrament/ azeps idem.
f famar,i,e. flosarıs, —
Mem. 1.e, viride eris.
/ * aſep, i.e. alumen. Alaun.
\feb, febel, alpar, alumaic, arabice, feipterea,
1 grece alumen, Alaun / calidum & ficcum 4.,
I gradu, avıcen, calid. c£ ficcum 3. gradu,
W aativumin fodinis ex aqua limoque falfaga
terre, eft aut candidum aut mgrum. in cy-
pro, quo purgatur aurum, Candidum eft
dE fpufum vel concretum & liquidum quod
vocant alumen de rocha velrocca, vel cipari-
num, ſciſſum eſt triplex, globoſum, rotun-
dum, ſciſſile vid, ruland lexicon,
fed arabice leo latine, Loͤw germanicè.
"Wedenigi :.6.amaatites, "
W fenec i.e. fol.
Mephb, afeb, i.e, alumen ſciſſum,
| t(Faltos vel alphaltos grace, latine afpaltum,
Mingar, vel afugar, afnuar, afıgı, £6. viride
- eris, Örünfpan. | |
Wifmaga afmaga, i.e. permixtio, vel commix-
| tio quorundam metallorum. adinvicem,
Afoper i.e, fulıgo, ek ug.
W/paltum, afphaltum i.e. flos arıs,
. vel bitumen rubeum,roth Bach / vel bitu-
ven lIudaicum, Judiſch Bach.
| Afanegt,ajlanıngi, aj aragi, das Pulver fo 0d
| fàlt eoa ben Wenden des Saltzes.
(35. Afer,
Ex
3^^ XEEXLDCOXN
Aſſor, iſt Alaun / ſagt Morienes, ift di
gemachter Alaun/ von der Materi D
Stems / nemlich weiß, N
Alub dye. galaxia, Enderung der Stern.
Aufbedegi, eſt lapis ſtindens alios. lapides, ei
Stein Der andere Stein zerfpaltet. —
Aſul, aſulci i.e, lapislazuli, lafurd : arabi
idem Yofurftcin.
A fuoli i.e. atramentum dicttur etiam fuligo, e
beift auch Ruſt.
Atac, s.e, talch vel nitrum. ET
Atbapor, qui & philofophicus, & arcanus dil
^ enter, efl furnus compo[itus.arcano phslofe |
phorum lapidielaborando calorem, ubi igm |
.. adwvas mon pertingit, convenientem tribuen
Atanor, i.e. olla perforata, ein Hafen bel
s Boden und an der Seiten Loͤche
at.
Atebrari.e, utucus aquinus five vas [ublimalı
ctorium,
Atınkar.atincar i.e, borax de petra, Borat
von Felſen/ item Baurach, Boras.
Atragar i.e, lapis ein Stein.
Arramentum i.e, duenec, malagiſſaca, fva.
/— de Kreide.
Atramentum album ie, calcadis,
Aıramentum citrinum i.e, colcotar,
atramentum, — Hi[panicum, credo. effe vitrio-
ium.
Arramentam rubeum dicitur. a[aric, n
vel afagr,
b e —
| 4
ALCHEMIZ, 2
ramenium «iride i. e. calcantum,vitriolum
- Romanum,
Jitramentum i. e. malagiffaca, ſchwartze
Kreide/ iden, /
tramentum, Griechiſch Bäch.
ftramentorum eft. akata, alınd Alſtein / aliua
kalkadıs, aliud, calcanınm, atramentum ef
s et. ‚Yptiacum. 2
Iramentum [eriptorium librarium, fchreib
Dinten.
Es fuligineum , *5udjbrude
Iramenum ſutorium, Schuſter Schwaͤrtz.
plura vide apud Rulandum, l.c,
ditagar, i. c. lapis, stem atragir ein Stein.
ttingar attingat, ie. flosarıs, _
Attingir,id eff capfula terrea, tin irrdin
Troͤglein.
ureb ı.e. vitrum, Glaß / AZUZEZE, AZAZEZE,
ivec, allenec, alkalap i. e. flannum, Zinn /
aletb, azeth, alimba,allener, aferebran aſe-
bum.
4dvis Hermetis,ift dag rothe Bley / mitten
in dem Ey / das nuͤn uͤber ſich will und
ſoll ec. Es iff auch die Eſch in der a-
erice, heiſt aud) anſer und, as Hermetis,
avis volans, quia in altum evolat
| (b tamen iterum in terram propter nu-
trimenta deſcendit. Vnde nutrix omnium
ef terra.
C5)4 Aura“
/
F Aura ebrızum,ise, limatura aurt, Solpfeile
24 Lu LE o4 BR U WANN, =
ABT ABC i.e,mercurins, axoch, 42.00, axet, D
fech, befec, tdem, due Ri
eAsrıchaleum.|o viel gefprochen / als 7«d:
- Cry dann «ram heißt Gold/ um
chalchos Griechiſch / das iſt / Ertz. J
Auripigmentum fugativum, fluchtig / Daß p
das Feuer fleucht. | |
Auripigmentum cemprias, aqua lili.
Aurıpıgmentumrubenm (Healgar
famuscafe, 3 IHüttenraudk
Aurumvivamifi firirtar- Rußgaͤl
gentum vivum. N
Aurum latss, i.e. Gold in weicher Tinckur,
oder Faͤrbung / die da Die Gorper tingirti
durch das ſo ihr zu gemiſcht wird.
Aurum coctum i. geſchlagen Sold. |
Ayrum experirı argento vivo, anquicfen. 4
oder pur Gold. 1
Anrum philofophorum i. v. plumbum, der
Philoſoohen Solo ift Bley. |
aurum potabile eff liquor [ine corrofivoy quod,
pauciſſimi norunt, eorum etiam qui. par an
quotidie in hominum per nitiem potius, quam
— ** | P
Anner i.e, aqua pura, vel lenis, rein oder mil À
Wafler. :
Ataaıye. magra, terra rubea, vot) Er dreich⸗
Azagor, i.e. viride æris, azragar. EN
Azamar ie. vermilio, azymar idem, vel mea
num.
Azamo, te, color indus. |
Az
N:
— uei
j 4, " atramentum 3s
anec, i. €. armontacus,
eg, d.e, vitriolum, azezi,azegi,
Regi, arec, i, e, aqua atramenti,
ei, 1.6. atramentum.
em, ie, butyrum collum, gefottene But⸗
ter.
If $e. alumen ſciſſum.
mator i.e, minium, vel cynabrium,
ulerfali, i.e. ein ſchwartzer Stein der um
Hold funden tviro / es it aud) Moß
0 auf den Felſen wachſt.
Zernea, 5,6, alfarida,
imar, i ie fet arit vel es uſtum.
das, ift. ein Stein darauff Saltz wacht
agen, afegen, i.e. fanguis draconis ——
1h efl argentum. vivum, ex quovis corpo-
*e metallıco trallum: & proprie. Mercu-
ns corporens, Mercurius corporis me-
allici, Paracelſo vrafertim eft. aniverfa-
45 CT indifferen medicına, rerum [peciem
munem exuta & intenfiffimam tmantavım,
ique centralem quandam virtutem genera -
limam, veliquas omnes medicinas in fe
Wroncludit, non aliter , quam. prima veliquas
"unes fabflantias, exclufis — accidentibus.
quc in. enfis pomo conclufam, quocunque
acorum serit, gefaaffe ſe cum perbibetur,
arabice, laline alumen. azol,
Wubo ie, tit vas (hyraicum, bedigar bedogar
idem,
amen i.e; point Gewicht / baccat,
$9.5) Azur
LEAXILILON
ehm vide Turbam fel. 30.
eAhric ie, Vitriolum rubeum,
AXymar ie, vermilio,az amar idem vel minit
B.
je das Gewicht. — . |
Bagedia eff lıbra 12. unciarum, 008 A l
ney fund hält 12. Unk-
Bajac, 1,6, ceruſſa Bleyweiß. |
Baktam 1.0. faba eine Bow/ — |
Balınötera i.e, terra vsbea, rothe Erde.
Balitiſtera idem.
Waſſer.
Balrach panis, i.e, nitrum (alis.
"Earcata 1.6, meatus ignis,
Bardadiai,e libra, - : P
Barnabus, barnaas, i,e, ſalpetræ wrinarimi
urına (alis petrae, acetum acerrimu
Salpeter / darauß der wird obj
ſcharffer Eſſig. D
Barnrac, ift. Glaß.
Bafed, befed, 56, carallus Belefis.
Bafura, 1,0. (emen,
Batunra, Battitura aris, i.e, [guama metà
lorum, der Metallen Schäppen / teil
Griechiſch genennt/ Zepzdor,Arabifch a
bel, vel tubel, velfuligo,teutfch Jam (
ſchlag / item cubeletus. 4
Battitura rami i. e, ſquama veneris, Kupfft
ſchlag / oder Kupffer Aeſch.
Baul i,e, urina, Harn. N^ E
Baurac i,e, attinckar. u
Banrac, burac, banrachi.e, omne. genns A
‚ ALUME M IlezZ 237
fein jedes Gefchlecht ober Gattung Sal-
Aes aig etliche fagenvetlicheaber unters
| ſchedens/ als Baurac, denequat, borago,
Jor AX uritar, angar,
wrac, s.e, bores,
srac ie. fal gem.
furac, i.e. faphırium litbargyrum. albifica-
tr», weiß gemachte Glett. j
wrac efl genus falis algedi & diabedfir, d.e,
Juefüedo argenti vivi, cin Schnecken eg
MQueckſilhers.
Merac s.e, fal vitri, fex vitri, ſpuma vis,
[Gag Saltz / Glaßtruͤſen Glaßſchaum /
fel vitri: Glaßgall.
arac. i.e. quodlibet genus [alfupinis, ein je⸗
[bee Geſchlecht Saltzes / oder Geſaltzen⸗
Mheit / und mag von jedem Saltz verſtan⸗
"hen werden. |
sırac, baurach, acutum i,e, [al cotlum,
wrac, banrack, ijt Pflaſter damit bícfüs
gen. umftridyin toerben/ als des Golds
mit Eyerklar und Med. |
Marac, iſt auch gefalgen Merum, arme-
Weifd) und Schwefelich.
Miurac wird vom Schaum des Glaſes
IB DET niters.
el
ıfıs i.e. katanos,
lefon t.e, Bal(amus,
cos, $.e, rotundum rund.
Irnai.e, vas vitreatum, eit vergleßt Ges.
ſchirr / Birmina.
ix, vernix, elafa, Bummi junipers
iden⸗
a8 "LEX Ic Q N
idem & bernix, ein Ding Das uf
oͤhl undelafa gemacht wird/ da
man bie Sarben glänget und fterd
Berrtonss d.e. colophonta i.e. gummi jump
& bernix,
"Bezar vel bejlar je lapis viridis, ein gii A
. Siem.
Bıar cheturfim, Pythium cerufjaBtepweißif
Biladenı.e, calıps velcalybs, Stahtl.
j; Bıjematum, eft omnium levilimum, p«lidi ;
mum cr vilfimum plumbum,
Birumen, Bergwachs.
Bnamen a gracis aſphalton diciur —
lace afphaltite en fudaa,gwinunc vod
tar mare mortuum ubi (cilicet olim. Soda
c? Gomorra fuere, nam exidllo lacu len b
' alle afphalton eruitur in ufum. mortali
cum cotera [it omnino ſterilis. Prater h
bitumen ın ajlyria & chaldaa copiofe. amy
pa[cuur ut pro namento ft in muris condelli
dis, Eflque duplex piſſa phaltum — [cili
natiralequod crefcit, & factitium, p :
ex pice c bitumıne arte,plura lege fub le
Blatlara i 1.0, cerulla, Bleyweiß / vel blanti: I
Blicare 1.6, prafil praparatum, ein bereite) i)
Preſilg. E.
Blincta, Ihe Erde.
Bodagi 1.8, alınd vas. ein ander Grim, 3
Bodid, i. e, ovum, ein Ey. |
Bof, i.e. calx viva, Kalch í ungeldſch
CORBIS
ii
T
b
11
ji
T
"
ALCHEMIZ/, 29 .
l eis, Corallen. |
Mus armenns, terra Garpemariorum, Roͤ⸗
h telftein. !
* dicitiur lutum, quod minerale nullum
in je babet, —
des it die Drüfen vonder Schwaͤttze.
quus eff coagulum [pecificum, quod eff. eſſen-
sale, cbymıcum At fit eſſentia quædam libe-
Pata ab imparis& alsenitälsbis per toa-
Wulationes, quam netefJario antecedit ſolatio
modus fegregaia. conſtitutaque ánomodo
E buo Lol: elutt in j ecte feri, ut fot. &us con-
Biltent:a, c forma, bomogenea, gualıs eff bo-
laris, novumque etiam tabulis id quad ad
Mentiam parum inter; jh
ees jndiacus à &€. 4l, .
"d tah 1.6. vitreati, QC gleßte.
dl raco vocatur etiam capiſtrum ABS
" rádes i.e. limatura feyleten / item Borates
il AX, — auri, heißt Arabiſch Tın-
E A
M
L
I |
Ji
BRUN Rafa FAN MS
| E ons i.e. fcri — 4
jas ifteinOummi/Datüit bag Gold unb —
" | ilber conſolidirt wird có" vocatur at
Hinckar naturale, natuͤrlich / etlicherley
über iſt avzificiale, das Fünftlich gema—
het wird / das iſt beſſer zu derſelben
unſt dann das Natürlich, ze bora-
num 1,2, plumbum uſtum, brannt Dley.
Wiybolia, botus barbatus if oet Cacurbithe
| | Bolus
d. |
fi
30 | LEXICON 7
— olus barbatus i.e. vas fuper vai,tinGie dw
ob dem anderen 7 ein Sefchire (ll
das ander geflür&t/ im odo funditur atri
barein man Gold geußt. E.
Bolus barbátus, ein Geſchirr auf das antp
geſetzt / vel vasfuforiem gieß Geſchirr/
vas defcenforium, abſteig Geſchirr /
eraſibulum, tiegel / vel juncofactum ad fal
dendum. b.
"Bracium i e. cuprum.
Braricia, bracia,i.e. vitram, Glaß.
Brafe $.e. carbones, Kohlen,
Brumati terreum, vas vitreatum, din terbl
vergleßt Geſchirr wie ein Buͤchs.
Buccatum i.e. Vitreatum. 1
Bucellare es fruſtitare, gu ſtaͤcklen / biß t |
oder mümpfflen/brechen, —
Baccellare, i.e, cibare fpeıfen/vel bucorlar£]?
Bulbus bulbi, i. capa "marina, & bulb
idem, credo quod fi fr [grilla, Meer Zib 1
Burac ie. omne genus falis, ali vero. di 7
guunt, nt. bauras, denequat, borago, Uu 4
uritar, angar,,
Burina ie. pix Baͤch.
Baßa, ie, cola cum veneno, kocht
Gifſt.
Bustyrum faturni, althei plumbi,i.e, dulc
die Suͤſſe des Bleves.
Kos
C" je. aurum, Bold,
2225 IR
ALCHE M I £I, 3
bala , cabalia, Ars cabalıflica, ef
ientia vetu[liffima, gua divinitus una
um!leoe Mofi tradita fuiffe fertur , que
vobis Dei doctrinam, de Meſſia patefecit.
kum ancelis amicitiam cultoribus [uis con-
ahit. rerumgue naturalium omnium cog-
uitionem tradit, ac divino lumine mentem
pulfis tenebris illuſtrat. Pox eſt Hebraa,
latine dicitur receptio quod. una cum lege,
quam poflea[criptampopnlo tradidit. [ecre-
trorenm quoque & veram legis enarratio-
nem Mofes in Monte divinitus. acceperit,
gnam [cribere nefas erat. Sed ordina-
ris revelationum | facceffronibus alter ab
altero, q. hereditario — mre veciperet, ne-
gue prophana multitudine divina myfte-
via cognita vilefcerent aut violarentur,
EPerfa fuerunt diligentiſſimi bujus cultores :
wt patet ex appellatione [uorum fiprenm,
Magos vocant (uos facerdotes & arcano.
um peritiffimos viros, quales. fuerunt. illi
tres, qui Berklehemum ex ortente Chri-
flum adoratum | venere, c non — reges,
wt flultum vulgus: haltenus exiflimavit.
De bac muita Renolınus — nofter &
"Picus halus Mirandula Dominus, d
Petrus Galatinus copioſiſſime feripferunt,
Quin idem Galatınus aſſerit, — veteres
‚Rabinos per haneCabale ſtientiam trinitatem
Chris
"e
pouus [eientia certa & cœleſtis. per qm
degeneraffe , ut in dotlrina dei, ita etia
dn bac fcientia, quare in veram — pofi
Cabala, ift einheimliche Kunſt dem Mi
Cabalatar cabalatus 1,0, fal nitrum. J
Cabeli i.e, ſquama ferri, Eiſen Schuppen
(abek, idem cum cabebi.
LEXICO'N .
Ghriflum Dei Filium agnoviffe. A
igitur ſtulta eſt multorum opinione ars,
Theophraftus , at de fe ipfe fcril
Dei beneficio dodrinam [nam | tu
fecutus efl, neane a (iritibus malis gm
quam habuit : quarefalfo hac calumn
ab invidit gravatur, Hoc tamen. conc
etiam banc [cientiam apud mulıos in ab,
fum deveniſſe, velnti alias quoque aft
Scribit enim Theophraftus, Hebraos [emp
feientiam, fal[amque artem diviſa caba
fait. Acceſſit ctiam literalis, quà meri
inter artes incertas numeratur, praferti|
fi ex Hebrao fonıe non procedat, Da
enim cabala in $, literis [unm babet funds
mentum, Ralandas in Lexic, Alchym
fe von GOtt verlieben bie er nachmal
ohne Schriften 7 auf feine Nachkon
mene von Mund zu Mund laſſen kon
men/ welche durch Erkantnuͤß des gi
lichen Weſens / aller Gefchöpffe rd
ten’ wunderlicher Weiß Pan wiſſen
und ihm und anderen zu heyl gebrau|
chen. vid. Raul. Lex, SE
cL
Eifen Fletſchen.
4
ar,
_ ALCHEMI 7E 33
bel, i.e, ſtercus. — |
„Brcabus i.e. vas continens chores tresein Ge⸗
‚Efchire das drey ebore: hältı fonft heiftes
5 ein Pfann. | M
acbimien, ſeynd wie Schaum vom Fleiſch
E ringer Krafft / Feind und Nauber der
ES Metallen magnichts darauß gemacht
B merden/ als Marcaſie, rot) Sonn und
weiß Monas Kiß roth und weiß Kobold,
Tutia oger iſt der Wuſt vom vereris
Spießglaß/ perfe und imperfect. arſeni-
E calsfcher Schwefel im Leib des Mercus
BE vii/ zalck, roth weiß und gelb/ im Leib
E des Saltzes. Theophraflus de minerali-
bus ſchreibet alfo : Wißmath / conterfir
und Marcafıh ſeynd Spiritus, vermiſcht
quB Vezere und Mercurio, Wißmath
JA bat ein irrdifchen Schroefel des Martig
Natur / Marcaften werden in allen Ger -
5 fchlechten gefunden’ und find als ein
A Uberfluß der Metall : Der Materi
Jl ift zu viel Fan nicht zu Metall werden/
WE twann der Archeus fcheiden foll / alfo
M feyad auch die Cachimieny unvollkom⸗
JE mene Metall / errores monflra in Mar -
IR cafıten, it nig Venus und RER iti
1 pen (acbimih/ ift mehr Saltz uno ift fie
B reruno beitändiger als Der Martaſith.
Acia ferrea 5,6, cochlear ferreum ‚ein gieß
Löffel. , c: —
lacinpericon, calidus equi. fumus, warmer
Roßmiſt. à Nh T
p.- (€) Cad-
/44 LEXICON jg
Cadmiaeſt duplex, foil. Nativa & fatlifl,
Cadmia nativa sierum efl dnplex, ſcil. anl,
ue reperitur in montibus & rivnle, X n
nonnungnam törrentibus, altera, cadmil,,,
Hativareperstar in fodinis metallorum,
folhlis & lapsdofa, & cernere licet sn va
je. ad fodinam, cui nomen efl. Venore; Eſſ,
que ille lapis quem Germanı vocant oe St], à
bald/ nomine daemonis, qui ades inbabitd,,
aliquando, ut in. Saxontá, vidimus, Pll,,
nius lapidem arofum vocat, & ille lapit, [el,.
illa Cadmia nativa, foffilis, der Kobalt "
non multum differt à. pyrite fem. marchafıtı "
von bem tig. ober Kupfferfteinveßgee ill.
ferme fimilis, pluralege in Kul, Lex ‚Alaı y
Cadunia cadania, £e, tutta, Je
Cal ie, acetum. | du
Calamina ie, lapis. caluminaris Galmeh.
Calcadinum ie, atramentum rubeum iie, jh
triolum, ; | m '
Calcadıs ie, vitriolum album, wid auch
fal alkali genennt. - D WM "
Calcacos grace, latine ai, teutſch Cr& J.
Calcanthos vel etiam. éalcantbum . i.c, fla),
arii, : d N
Calcantum ie vitriolum iride, grün),
€nitriof, | | om '
Calcantutm c — ealeitit, Griechiſch ift el),
Gattung Bitrioli . EI
Calcanıhum i;e, es uſtum, vel petrinum.
Calcantbum 4.6, vitriolum. | |
Calcanihum ie, eris fiis, 4
Gal
;
ALCHEMIeıSL, 3$
canthum viride Ye, vitriulum.
antbum et vitriolum wel atramenium
Bat in dlexandro, |
Hoanchum calcadis, ſeynd Geſchlechter
Ider atramenten.
Ica d.t. atramentum citrinum, gelb atra»
Iment.
catar vel c MAcatar, atramentum rubeum
"pel vitriolum. |
Weston ce, trochifeide Arſenico.
Äslcecamenen, calcucementum, caſticum Ve,
Wes ufum, valoatum, voflicinm, calcute,
Icædebaſtum, Kupfferſchlag.
inae corporum, iſt eine Verbrennung
Ider coͤrperen mit ſtarckem Feuer und
Saltz/ daß ihr Schwaͤfllichkeit außge⸗
Itilget werde. —
elemeri we, fal alkali caload fdewmm als
Litheos caleitbos $e. ærugo aris, Roſt des
Erbes oder feine Reinigung. srem
| arkalıta, |
Adcitheos, vasitebfa dj. cithargyrium.
Walcitis, calticis, calcota, ie, atramentum vite
J| | beam, rn "
Wudar i.e. ſtannam, Zinn.
li je, alamen jameni, "
hls efl étiam. cinis. claoellatus, Wehd⸗Ae⸗
ſchen.
dlidwum talsidıcum it, medicamtn de ar-
\fenicö, ein Artzney von arſenico,
Aslena, [pecie ſalis Petra,
Cal:
36 LEXICO M : Mi
Galmet, cofmec ise, Antımoninm, afe di
met, p T
Calufax , efl oleum Indi. Mo
Calufa, cyptas, eryflatlus, fpedres idem, —. i
(alx. peregrinorum auß Mufchlen s gil m
beinen. item Tartarus. 4 Ami
Camer oder cames 46. argentum vivum.
Cancer celeffis, At
((ancinperican i.e, calidus cani fimns. qu
Canfora ift Summi eines Baumd. — du
(antacon, i.e, erocus, bortulanus, Giatte]o
Saffran.
Calx gramme, calx meri. 6) tartarum, — du
Calx folis, Gold Kalch⸗ aurum 54 f
Galx luna, efl argentum, calx | argenti, Wy.
Adurinus flos ejus, SiberKald. Ih
— €alx Mercurii, efl «Mercurins pracipitatu, ,
Calx wenerii, ef viride arıs, Spangtundi I
-Calx martis, i.e. crocus chalybis vel ferr
die Roͤthe vom Eifen. í
Calx | jovis, efl fpiritus | jovis, ‚Zinn Kale
darinnen des Zinns Geiſt ſteckt. 4
(alx, faturni, minium , QUU Bley geel. |
Calx major von Eyeren. d
Calx aflata, alumen ex pomis, Ó ii
(anutum i. e,.calamus vel canna, caunttum f 4
Canze, carmit, canna, cu[anum, mancherl [m
Gattung Sefchirren.
Capillus i.e lapis Rebis, d |
Captflrum Auri i.e, Berax,
GapitelInm, $.e, aqua [aponis, Seiffen a I, fu
fet/ ixivium, Laugen. ) 7
u
"I
Y
"ALCHEMIA, 37
gdoven; art ‚Safftan oder fein.
Saamen.
Üerena eff vicefima quarta pars gutte,
wniti Le. obulas eim Joeller.
ría ie. aqua falis, Saltzwaſſer.
yr Jil Bott £e comiandrum, caffit
Bott.
arhimia , t ein Ader der Erden / darauf
Gold / ober Silber wird genommen/
nach Sagung etlicher Meifter 2: Ca-
zhinsia waͤchſt in den Gold und Silber
m Sefen/ 3. Aurum, 4. Argenti [puma
5. der Rauch fo fib von der Ders
brennung Des e wh, an bit oben
waͤnde anhaͤngt.
MWarhimia ofiasm i.e. cathimia, des Silbers
nach der Warb beg — ubargyrii, id ef
| plumbi uſti, verbrannt Bleyes.
jathimia catbmia , Gled / Gold oder Kupf⸗
fer Schaum / item Silberfehaum/ oder
Truͤſen
athimia ferri, Sindelſtein.
atinus arenarius, vulgo Sand capre, ef
vasterreum, in modum pilei rotundi cum
| margine trium vel quatuor digitorum, ex
| terra tenaci factam.
Atma, i.e. limatura auri Soldfeileten.
"atrobi i.e, terra,
"auda vulpis rubicundi, efi minium ex plum-
bo. |
dria se. Gummi cedr:,
| : G )5 Cedue
—
38 LEXICON /;
Ceaase ?ufft. jr d
Ceneſicatum, camficatum,caleinatum, n a8 ei
ein? iſt. | E * Ms
Centrum ovi i.e. vitelum ovi, Eyerdott
Cepa parci. i,e, quilla, Meer⸗Ziebel.
Cepini, Eſſig.
Cerdac:,e, Mercurius, Ly
Cerarei,e corporare vel miſcere einleiber/t
Cerario, ift eine Subtilirung/ oder Suly,
tılmachung der Theilen auf daß il
Tugend und Krafft außgegoffen ur
zerfpreitet werd in Die Cörperzund
Seuchtigfeit/ die nothwendig ifts in Di
Kunſt des Complements oder Eırfü
dann allein mit Zertheilung und Sprig,
tzung / daß es werde wie ein Wachs/daf,
da anfaher fchmelge oder lind werden al,
temperister Waͤrme / uñ mercke daß folchh,
seratson oder Wachſung gänslich vol,
den je&ige Meiftern erfunde iff. morden
Cerebrum arietisAft Waſſer von Eyer F(ai
Cerebram bovis, 1,6, tartarum combuſtu
gebrannter Weinftein, j
Cerober,o.e.agua Waſſer. I
Ceruſæ eft plembs arugo, Bleyweiß / Grat
Cbalcos, Schwefel Waſſer / item er. |
Chelidonia, Kraut der Schwalmen / ode
ein Ader der Erden/ stem Gold. |
Chalcitis lapis efl,unde as cogmitur, nam be
vocabulo generali, multæ intelliguntur @
farsficantur (pecies & res: Er una eff la
M ALCHEMI!IA, 359
pi chalcitis je, lapis ararıns 1,0, Marcha-
i fıra,. fen spfapyrites, unde as coquitur quem
| €8 plumbumyex obmiob , «Magnefia, Mor -
d oreecb, es album,
Wibambor, Gifft i(t die Srüchte ober 444-
WE gnefia, Tarba fol, 66. fagt:t8 feye der
"E tei(je Stein/ und fr. 92. nenneté auri-
© promentum,
'ambelecb iſt Elixir,
Whbanchedeefl, Stahl.
Wibazef. tefta fieuli, Hafner Scherb.
hezi, "Paracelficum abfolute poſitum ſi de mine
W^ ralibus fermo ft argentum vivum denotat,
| fi vero de wegerabilibus floves — vegetaliles
eum per adjectionem reperuur ut flos ches -
yi, ex argento fignicat album | Elixir, vel
| ejus quintam. eſſentiam, ut flos anthos auri
rubeum Elixir, Alii aurum | potabile e[fe
"T voluni,alii Antimonium,
Themia. Etliche derSprach kuͤndig fagen/
chemia (et umb heiſſe ein ſchmeltz und gieſ⸗
fe Kunſt / ein Scheid Kunſt / u. das afe
ein pareicula emphaticac completsva gleich
wie dz wort Manach heiſſet zehlẽ / ſo ſpricht
man Almanach,darnnen bag gantze Jahr /
E unb alle Tag gezehlet / und piel. anders
(€) 4 mehr
4e LEXICON LE
mehr gerechnet wird. Etliche wollen:
von bem Sriechifchen herfuͤhren bali
- foll beiffen Archimia vel Archodımia falyW
phia & fapientia principalis voie e8 auc) Din y
bodie und wunderlichſte Gebeimndfhii:
in fich bat/unp oen Preiß vor allen ai?
bern Kaͤnſten leichtlich wird bebaltetpir
Theophraftus in lib, natura fagtı man bat T
. t8 vor zeiten genannt C/opos und fein
paica, it ein fchmelß und gieß Kunfkkk
deren die Welt gar nicht entbebren Faupi
als daher alle Gürter und Reichthum
komt / Artzney Kunſt / Handwerck umi
Handthierung/ wird aud) fpagyrica gell
nannt / eim fcheid Kunſt / da mat
[ertet erfennen aller mineren Art uni.
Eigenſchafften / principia, cauffas, effectut:
tie fie wachſen / gereiniget/ gebeffertähi
veraͤndert / verderbet / vermifchet / bereit
niget / auch gemehret / und geminderklh
werden: Die gemeine Defizizie lautet
alfo : Chemia eft ars feparandı, ex quoli-hy
bet mixto effentias, cancinnandıque magisch,
20 fleria artificum, Docet id auferre, quodi
- gradum diminuit ‚ detinet d impedit, Da«|i,
cet falfum à legitimo feparare & ad peres
fectionem res adducere. — Theophraflus bt
^3. parar, fagt: Der dritte Grund Det
Artzney / iſt Die Alchemia / pie Natur |
gibt nichts an Tag / das auf ſein Statt
vollendt fey: fondern der Menſch muß
vollenden vie Vollendung heiſt A/cherh,
nis mid,
1 ^ E
d |
t
|
-
|ALCHEMIAZ. .4
Moa. Denn cin Alchemiſt / ift ein Beck /
noun er Brodt backet Der Nebmann
"En dem foer Wein kaͤltert: der Weber /
in dem fo cr Tuch machet. Alſo ma
auß ter Natur wachfer dem Menfchen
au Muß) verfelbig der e8 dahin bringet
Dabin es verordnet wirds von der 91a
Ftur / der ift ein Alchemift ^ tie grob -—
np ungefchickt. were der / Derein une
bereite Schaffhaut anhaͤncket für ein
Beltz / alfo ift auch ein Ars ohne die
Alchmi, Quidam derivant a xéaj
: Car vero, quia omnia corpora
quat, ut conflat ex diclis, Quidam dicunt
mutatum eſſe ex Archımia vel Archoda-
Mensa, cum fr: ars principaliſſima. Ruland,Le- —
x:c. Alchym,
rion vel Chryfos i.e. aurum Gold. |
rıfocalchos 1.0, aurichalcum, Möfch/
MGuldin Ertz: Chryfocalcos,
roma i.c, color, *
mus, i,e. maſſa.
Wryfocolla, terra viridis Gracis & latinis. eft
ÜChryfacolla, quafi. gluten auri, a Germanis
dicitur Steingruͤn / Schiffergruͤn / Berge
gruͤn / eſtque duplex, nativa & factitia.
js deſcriptionem leg. Rul. Lexic. pag.
146. fea. |
Matıo 1.6, corporatio, ift als viel/ als cera-
Fo in cörpere Vermiſchung auf ftin
mr velchybur, eft Sulphur, m
es Eimen-
4t LEXICON >
(rmentare ice, in coments weiß eonponig
oder zufamen machen. | |
Cinefaltio efl qua finntcineres, B
Cinis, der unreine Górper/ wann ber Aal!
gs carıns Die Luminaria todet / fo bleibet Wi
ne koͤſtliche Aſehen und heiffet clem] n?
sro, cribratio, Die Afchen iſt ein weiſſſe⸗
Pulver.
Lintruium, eft eimentum auri vel. argeni
a nonnullis regale vocatur , ab. alits iſt e|
Goldsſchmidts Scherb / darinn bi"
Gio opt Silber außgebrenmk
wird, JT
Cinis clavellatus i,e, Alkali, fü
Cinis ex cinere, it Saltz / agnaextratia, T
Afchen ift fix / darinnen ciis. cineris po
toirD genennet congelatum coagulans DE no
t8 coagulirt Das Waſſer zur Erden, G12
- beiffet auch fermentum. fermenti, das Vj
es fermentirt das Gold als Rofpınas (ag
Senior fol. 40. Die gereinigte Aſchen mt
Dröfen: Dann mir dörffen ihr nid
mehr/ und heiſſet Kalch / Glaß / Sil sel
glett/rein Waſſer / Aeſchen / dieweil
von den finſtern gefäubert iſt / dann DJ
unaitige Irrdiſchheit wird weg gerhatln
und das ſeynd ihre Blätter ung
Blumen / nemlich der Geiſt un
| Seel, 21
Cinis beder à, i e cinisclavellatus, Weydaſch
Eırcumlatum majus aquavita, Branden
wein.
ALCHEM I. 43
Wimisereps ie, cathımia auripigmenti, eg
bat auch ein glängende Farb / oder az aras,
‚und ifigleich Der Carkimıa des Silberg:
oder Cabimia, Einfach allein für fid
il felbft genommen beveut cretam. argen-
"ul 75 das were Silber Kreide.
bazulum i.e, Mercurius.
obafoli $.e. cinis Aeſchen.
sMgulatio per comprebenfionem efl cum | 10-
Wl. zum fimulcomprehenfum, vemiflamque ad-
| wmifionem fubflantiam coagulat,
locilso i.e. pondus undecim unciarum ‚tin Ote
wicht von eilff Lingen.
enum i.e, fimus, Mift.
lobob, ift Staub Sand. (natürliche.
olcator colcadis, Hattung des Vitriols / der
plcocul, d. e. minium montanum Berge
Minien. | Nes
plofonia, $.e. pix græca, Griechiſch Baͤch /
B Gummi pi vel reſina.
Lomi[^i, 2,e. Gummi Arabicum.
cha ie. eine Slaßfchale-
dar, (onder, i,e. thus, olibanum, Wey⸗
m raud. — |
allus, belifis, baffad, befed.
lor, ignis vel maximus ardor, calor, faft
| groffe Dies inter metallaCor dicitur. aua
| rum.
er faffla, iſtdie Unreinigkeit der Eörper.
orium. i.e. Saw. ——
Morium Terra, Erde.
Vrru cervi, ef in Chymicis alembiei vo»
F from, ott Schnabelam, Alembic,
Coro-
44 LÉXTCONM %
Corocrum, i.e, fermentum, Hebel / Saurteill
Corrus, clang,buce, Der Eörper ift ein ml!
tallifch Weſen / darinnendie Svafft D]
mineralifchen Seiftes rubet und fig
die Spiritus. Darum alleg/ was fir ilf
wird Corpss genennet: Es beift auf
Subftang und Aeſchen / dieweils fiy iffl
und hat ein firen Schmwefel/ heift auf
Erd / Ertz Bley / magnefia, Kalck/ 90m
ter / Schlüffel 7 heilige Jungftau / dy
RKoͤnigs Kron / Talck / Balck / amer
Glaß / Goldholtz / Spies des gan&t]!
Meer / Saltz / Urin / Alaun / Samma ſcot
Schwefel / Waſſer / [putum,Gumma alb
dann ed ſeyn viel Coͤrper. 2-
Eörper find nicht von Natur dundel
finfterund ſchwartz mann fie lebeup
werden / fennd fie weiß / heil und Liechſ
«Der perfect. Coͤrper iſt ferment und 72
ktur, das weißift imperfect, ba8 votb. il!
perfect. 3. (orpus ift die Erd / bie aij
$3open bleibet/al8 geftorben/ dann D
Krafft fteigt auff mit Dem Geift.
Die Seelift die Krafft des Leibes / d
mit dem Geift fublimirtift des Górper
ol, der Oleift ift agua Mercuris, der DI
- Seel außzeuchtund fublimirt. 1
Cortex aris, efl bracitura, flos aris.
Cortex maris,efd acetum Philoſophicum.
Creta nigra i,e, ſulphur nigrum, ſchwart
Schmöfel. | *
Cruor [alis efl fal egeflum five ſcparatum
X pr "^
/
ALCHEMI.M vc4$9
rimo ſale vitio fecunda digeflionis, 6a8 ge⸗
i fconittene Saltz von dem erften Salß
an vem Dauung.
Wubi cerra rubra, roth Erdreich,
kcurbita coeca, (ft ein Geſchirr oder Ha⸗
fen / darinn Die Difolationen ober Ent-
Jloͤſungen der Saltzen ober anderer
Dingen mit dem Dunſt colire oder
Möurchgefiegen wird.
Aal ji ie, Erdaͤpffel.
uculatuma majus aquæ vite. Branden⸗
ng rocin. |
Mælaium i.e, calcinatum, calcinirt.
1 uperoſa, i, e. as uſtum, item K upffer⸗Rauch.
aperoſum, iſt ein Ader der Erden’ ein
JErtz⸗Ader. | |
uprum i,e. 45, Venus,cancer, :
Mrcuma, ift cine gelbe oder Die da genannt
wird / fradonia, das bie Färber auch
brauchen⸗ a
Surtuma, curluma , chelidonia minor,
üycima 1.0. litbargyrum, Silberglett.
Eydos i.e. Jupiter. —
Pmolea vel chymalea, Schilfft.
Pymolia, iſt etwan ein Subſtantz weiſſer
JErden / unb heiſt wergre weiß Silber⸗
glett / weiſſe Waͤſch⸗/ Erde.
Dnnabor, Zingifur, i.e. cynobrium.
zynnia,cymia, carora, i.e.vas ſimile urinali
Bein Geſchirr einem Harn Glaß gleich.
Droenia, crocomma, ie. fex olei & de croco,
Mierinum i. e. pallidum, bleichgaͤl / ſchwefel⸗
Egal: * 7 Dabat
46 LEXICO»
« | D. 1
Abat, i.e. vifcus T t
^ Daib, deheb, deb, hebe,deab i.e, aurun
Gold. | 7
Danic ie, pondus [ex granorum bordel, t
Gewicht von 6. Gerſten Körner.
Danıti idem,
"Danfir, denfir, €. e. arena, Sand, —
Daram, daran, i, e, cemma, ue
Daran, damatan, eff gama, d
Daura,elleboras, Chriſtwurtz/ alii. anra l
foliaram — intelligunt, gefchlagen Soll,
Blätter. t |
Debeſſis, ie. tefludo, eine Schneck.
Decimar, ift Bley in der Natur Simnfi]
Deben. Arabice, ift ein jederley oder allerlen
Oels / aufgenommen. Baumoͤl / daſſelt
heiſt zaie oder Zaͤick.
- Dehene se, Jangms Blut.
Dehenes ie, atramentum, duenet.
Dehenet, duenec, dubenec, i.e "vitriolusa Kö
manum. |
Dem, dehin, i.e, Janghis homini, Menſchet
Bl
Denequat, denegnar, £e, barax, — |
Denodatio, EntEnÄpffungss.c. Difolntio, Auf
entlöfung/
Dergnet, i.6. vernix. ; 4
Peſtillatio efl proletlatio, qua eſſentia extr
bitur forma liquoris. & coagulata defertail
per ſtallicidium tranſlata a vaſe materis ifi)
excipnlum deorſum locatum, — Quis
E
LEAICUN 47
taque defillandum efl, vefalubile in conſi-
noretfjo. [ive is connatns tive foris adjectas.
Sunt antem folia maxime vapóroja, & quæ
piritàs oleofos babent, "Onde fi. deflillan-
Ma per naturam nón font zalia, per orbem
»o [art deänienda, Et efl inventa defhlla-
tio, effentia extrabenda gratiá principaliter,
quamquam & famuletur abſtrattionibu-
deporatioimbus & fimilibns,
Billario per afcenfam, ef, cam antequam
Heſtullet extrattum, [nblimaturfpecie aerea.
EDebergae ta effe continaa, ab initio. ad fi-
wem cum opere iutérrüpto vi aſcendat id,
quod veliquam eſt
illatio per deſcenſum eft, cum abſque ele-
vatióne prolectatus humor deorſum defhillat,
ſtellatio per inchnarionens efl, qua fü vaſe
continente materiam in latus inclinato, vo-
ro deorſum vergente. Illad vai, cumque
lerumque (u verorta, atiam deſtullatio per
retortam opas nominatur, nonnunquam
deſtillatio per defcensum dicitur quod
parvafiat elevatio, indegue maxime deor-
Nam reflexio, vel aued fpiritus maxime
deorfuns revöcentar, & fine alembico in
curvatara coagulantes deſcendant. wart,
‚Ralandi Lexíc, wAlcbim, |
, peus delton, £e, Mersarins pracipita:
ES.
1
ylpetir beift cine Enderung u.ptrtoan etu». g
T | eines
entiam humidam ejle neceſſe ſtaut, tum hu-
\gegi,5,e. gallına, eine Henne oder Hun.
^
45 LEXICON
eines Dings in ein anders /- durch €
toallung unb Kochung der Natur.
Dicalegi, i.e ſtannum Zinn / ditalem, dics e
dicalegi, | :
Difeus folis. i.e. argentum vivum eX aura, |
: Doal i.e, fol vel elemptis. 1
Dolet i.e, vitriolum rubeum vel atrame
ium rubeum.
Dunequet, Borax.
| unb E
| Gold t
Silber. ^:
Duo fratres, bit zween Brüder find ‚En
und Michatis
Dracatiumi.e. Saturnus, Y
‚Draco it Mercurius, auch der fedwarg)
Raab / ober bie Schwärk am Boden)
friffet den Schwan trinc'et den Merca
rium, beiffet Salg und Sae phar dratt
nicum, ift ein Erd/von der Sonnen Coͤn
per wird getoͤdtet / wann fie bie Seel vd
líeret und auf erwecket / wann fie wiede
Fomt. Er frißt denMercurium, als di
unb toiro lebendig/ und fo legt er ab all
Unreinigfeit / bann er wird tet]
und lebt. Dieſer wird auch das2b
N
ALUMEMI 2. 4)
V genenuct; die ihren Dann toͤdet Darum
| fie widerum geröder wird.
ragantum ut en Gummi/ etlich wollen
es ſeye Vitriolum
ragantam, vitriolum, vulgo Legi.
Wagantum, dragantium 1,e. — —— fpa
nicam, Spaniſch Vitriol.
ragantum, Des find viererley Gattung/
Cjapifdj, Arabifih pag pa gelb ift! capre-
num! das da grünift/dag vierdt iſt zerra
Franciſca: das iſt / ſchwartz atrament.
)uamis iſt ein Geſchlecht Schlangen / damit
man pen Teriae macht.
Duenecb, azot, Der Stein / gruͤn dann er
beginnet zu wachfen.
wenech 1.8. Antımonium.
MPoenege iftein grün Vitriol.
Iuenes i. t. atrameutum.
qpuenez., daeneck, aveneck ie, limatura ferri,
Erſen feyleten / oder feyel.
i uberes duenec, dehener, 1,c. vitriolum Roma-
num.
nlcedo [aturni, eff altei vel ceruffa, Bley
weiß.
| — i, e. flos æris, deliatiteos,
E.
Bel, ie. ſalviæ vel femen juniperi. ,
*— Eclipfs, ift oer RaabenKopff.
Idesi.e. aurum. elempıus. |
dızi.e. aurum Gold / eleirum idem,
dic, edich,ebdame | s. e, Mars,
P» Edir
so LEXICGCOwW.:
édir e, ferrum hue. chalybs, Eiſen E
Stahl. )
xffides i. e. citis gium], Bleyaͤſch / vel cert
f^ oder Blehweiß. |
Egilops, ee. avena. Haber.
Ejieb $, e. aurum. Gold/ effebeb. filon,
Elanula ift hart alumen, tote Eifen. N
Elaquir, à.e, vitriolum viride, grüner Ci
ttiol.
£lectrum eſt fuccinum,gummi arboris.
Electrum ift auch Gold / darinn der fünf
Theil Silber. ; |
Elemptis, &.e, fol, ez eph,
Elepodatum i. e, limatum, gefeilet.
Eler[ua, die Handlung des Gilberd/ sbü
ein Silber: Ader/ oder Bley⸗Ader / €W
Silbergang/ und heift molibidana.
Elefmatıs ft gebranndt Bley.
Elidrion, ift Mercurtug gleich Dem Aha.
Elidrium ' i.e. Gummi / maſtix,
Elidrium ifi ein Confert Golds und Ei
bers das wird auß zweyen Theilen
Silbers / unb einem Theil Goldes / und
einem Theil Kupffers gemacht.
Elixir, ifl das ferment. Urheb/ denffendy
Sauerteig / iſt das fo auf Waſſer
wird. Dann elixir iſt Waſſer / es iſt ein
hefaͤrbet Waſſe r gemenget mit den Ci
peren / ift auch der weiſſe Coteín/o^ und
Pulver/ dann das ift alles ein Ding)
heift auch oer. Schatz / heift auch primalı
materia, " imperfect elixir, wanns perfeäh
und
> x —
— — —
nn ED Le
—
——
ALCHEMIA mg
W unb bereit ift/ fo ift es frehlich ein dag.
Lacmiusforicht : éüxir wird gemacht
auß dreyen / fole, lana und Mercurio. Es
ſoll aber mittelmaͤſſig ſeyn / zwiſchen
| bart und weich / weicher und ſubtiler
als Mercurius, ſonſt das Gold / ſo darauß
gemacht / iſt ungeſchmeidig. Auß dem
Elixirwird Acoth, und ift dag erſte
Theil des Wercks. Alſo iſt das erxir
B zweyerleyr weiß und roth / wanns roth
Fiſt / ſetzet man das Ferment zu / uno wird
multiplicixet. Lex. Ral.
Uxir vel eles 1e, medicina, Artzneyh.
Hixir vel xir, iſt ein durchdringend und
vergeſtaltende Artzney un wird gemacht
von Den wegerabilibesi.e.vonDden vier Jpi-
riibus oder Geiſten / mit Zufuͤgung und —
Zuthuung eines corporis. welches Corps '
iſtein Ferment einer Artzney.
eme t.e, auripigmentum.
Mopitinum, dragantum, vırrielum:
| T marit, i,e. plumbum ufum, gebranné
Bley.
—* 2,6, ſcoria argenti, Silber Schlacken.
BZ, £e, flos aris.
Wizimar, 5e. flos aris.
Miema ie. ſanguis Blut; Man
Phatitesi, eclapis [angnizens, Slutſtein wird
WE gefunden, va man den Schwefel auß⸗
ER in at, .
nmbala, iſt ein Geſchirt gleich einem Rohr
69) 2 ou nady
,
/ ;
!
$8 LEXICON . M
nad eines Philofophen Sag / ift all
viel alsein cana ein Rohr / vel fta
ein Pfeil. ; 7
| Bun? áe. vas titl ——
Enur, efi occultus vapor aqua ex. quo lapidi 4
| generantur, ei oerborgener Dampff de
Waffers/ darauß Steinwerden. — —
Epar i.e. aer, Lufft / vel ether, der Himmel
oder oberiſt Element. |
Epatum, i.e, aloe epaticum«
Epo/i lingai.e, [guama ferri, Eiſenſchup :
Efebon, i,e,fal commune, gemein alg.
Erhees, ift Rheiniſch Golb/ Föftlich Gold
aurum Rhenanum pretioſum. up
Exaltatio ef. terminus [pagyricusdenetans feb
limationem, Efl eperatio , qua res affectio
nibus mutata, ad altiorem ſubſtantiæ & h
virtutis dignitatem perducitur , vel efl ſub
tiliatio, ves fenfim diſſolvendo, in. purioren
C majorem virtutis [ua gradum tran[pa|
nens, & fit circnlatione aut ablutione ve
fermentatsone Serm, Erhöhung oder Du
befierung.
Ezepb, ef fol vel aurum, Gold:
Ezezich, efl. fal, in
/
- Aba, tertia pars pear grammes, e
Dritter Theil einegSerzpels oder auch Al
nes Quintleine. T
Faba agreflus se, lupinus, geigben.
| Facit
|^ JABCHEMI^ , 53
acinuta, i Ertz. vi
Jalcanos, alio nomine eft. ar[enicum, vulgari»
"rer auripigmentum, das mit einem andern
Namen drfenicum heißt / und vom gemei⸗
ven Volck auripigmentum.
Wosfzsr, fafdir, cafdir, t. e, Jupiter.
Fazlex te. chalybs Stahl.
Breccs, Toden Kopfl-
Pecescandid& se.rubee & crocea funt. aque,
f find rotbe oder fafferfarbe Waſſer.
fría ef fex win vel aceta Truſen des
Weins oder Eſſigs far !
vdum, i.e, erocus, Saffran,
Felilech, faucts i.e, ferrum, falex, Eyſen.
Fel vitri, efl [puma vitri, Glaßgall.
'
Fel draconis, argentum vivum ex anno, —
Wrzla, ift Schwefelwaſſer / 274. fulphurea
B welfulphucrata. D
BR Femina t.e. felphur! Schwefel.
ÜFermentatio eh fermenti cum re fermentanda
E. inearporatio, dicitur autem fermentum à fi-
E mili [icut enim parem fermenti, pafla mul -
U tam farinam, in fuam naturam, © paftam
B convertere potefl: ita & fermentum chymi-
cum. fermentandum ‚cui adjuntium eft. fibs
affimnlat, | Quale itaque fermentum, tale
erfermtntatum, Intelligunt antem Philofo-
phiper fermentum verum corpus & veram
materiam, qua proprio [uo Mercurio con-
untla, illam in [uam naturam cenvertits
Minde etiam lapidem ipfum volunteſſe fer-
Aentum corporis ims (um enim ica
| N 2 adco
-
54 LIRKALCON S.
adeo ſubtilis fit, (ut philofophi | afferunt)
ut [uper corpus imperfectum projetlum, in;
modum olei. ſupernatet, neque cum illo per.
miſceatur, opus d Corpore aliquo, Prim
piat, atque sn aliacorpora REN IN am,
quam primum corpus illud lapide infe Lamps |
e fermentatum eff, flatım intındluram ab t |
Rul.Lex. |
Fermentum album, i ie, argentum, ilber/felst;
da, '
Ferrugo. — feri, cacaferri, Sindelſtei t.
Ferrum Indicum, Indiſch Gif ift, das ale |
lerhaͤrteſt Eiſen welches etwan für à» Sta⸗
hel geſetzt wird. —4
Fea Zei, due. flannum metallum, X |
Metall,
* uur2 te, fal vitri, Glaß Saltz / aff
Sal.
Fida sv, aurum, Argentum, Gold und Ei
ber, d
Fidda, fidhe $e, Luna, —
Fıder, fidex, fidez i.e. ceruſa Bleyweiß.
Fido, t. €. argentum. vivum, nonnunquam
eur n, \ |
Eihes enis: Diei, t.e. ovum. ein En’ ein |
Sohn des Tags / item Lapis philofiphis
cus. |
Eilins venerisi,e, aurichalcum, Moͤſch obw
Meſſing. |
Filletin i.e. Lamina ferri,Eifenbläch. |
Fileriren, durch ein wuͤllen Tuch ober 5i
reinigen. Flo
A u u 213 A iv 3$ 4L, 55
lum «Arfenicale, arfenicum ſublimatum, di“
citur quoque lapis philofophorum,
Tum ex alumine plumofo. Jungfrau⸗Faden.
mus equinus, Pferd⸗Miſt / iſt eine feuch⸗
te Wärme. | |
ola, ein Glaß miteinem fangen Halß,
Wrrex, i. e, ole um fX.
karfır 1.6, color rubens, rothe Farb.
irmamentum i,e.-Lazurınum, gout,
ſarum ie, confeöhe fabis armoniacı, — Cim
JA Gonftct Sotmiayes.
Vix: oder fixario, oder Stetmachung.
iere, figiren befländig machen.
Fyada, i.e, Mercurins, fumus albus,
las eft bolus per [ublumattonemm extratius, ita-
« que etiam ex centro & £mis partibus. ele-
— vandusefl & producendus,ut in [ummntate
forma ficca. coagulet, fos ſpirituoſa res
B /ubRantia ef, turbuh vero magis terrea,
^ emnisflos per fe volatslis eff & ſpirituoſus
^ quanquam ingenio magıflralipoffufigi,c ad
— naturam turbirh aliquando adduci,
Flos eris Kupfferfchlag ober Copangrün/
^ viride aris.
los eris iſt das ceagulum ober der Mann
fo überdas Weib wuͤrcket / iſt der Geiſt
des Mannes / ber das Werck vollens
| btt.
IFlosbfum ift Das Gyfract.
Flos cheiri i.e. Aurı effentia.
Flos falus, Saltz Blum oder Bluſt Grie
chiſch laſanthos.
S
y cv
6. TERICONT og
Floxi.e, flamma, Flamm. B
Fœnix vel Phenıx, (lius: unius Diei,
BDhtlofophiiche Cte.
Folia datura quaft ı folia aurea, L.
Folia Blätter ift dag rein abgefonderte !
mann fie fagen/ vertite aurumin folia og]
dfi/ felvitt zu Waſſer daß die Coeelilv
möge rein Außgezogen werden / Di
tingit. "
Ei» £y: fonus vel vox, ein Gethoͤn od
Be und Stimm. 4
Fornax prıma vitgariarum e etiam ea in in qud
exco quuntur vena, Schmelg Dfen. |
Fornax, ta qua plumbum ab ER — ^il
Treibherd. |
Fornax. ıngua argentum, ei plumbum ab are
fecernuntur, Seiger⸗Ofen.
Foruax in qua ferrum ex coquit, Kenne i
Heerd. |
Fornax in qua panes areitorref acl; —
Gerherde.
Fornax inqua calefunt panes ere, waͤrm
Oefen. E
Fornax quæ faraminibus vento —
Wind Oefen. P
Fornax furno ſimilis, Schweiß‘ Oefen.
Faligo, Ruſt.
Famus caſæ vel caſſe, Huͤtten⸗Rauch.
Fumnui citrinus, iſt gelber Schwefel.
ALCHEMIZM, 57
mus rubems ift roth aurspigment, wird auch
Gold genennet.
amus vırojus, vel virus, Schmaren
ares caudis heiſſen rothe Waſſer.
yans panis, hitziger Ofen.
Wernus ſabuli, hitziger Sand.
arogi «e, gallus, ein Jan.
j yj " Gh
NAlaielac Milch! quia liquor EM
- dulcis & tennis eff. ung.
salaxia, Sternen Ferbung — ober ei
jafar, 1.6, comus.
jatrinumi.r, cinis clavellatus, Weydaͤſchen.
jaz.a fumi. 1.6, Huͤtten⸗Rauch.
Miebulum ı1.e.reparandıum, coagulare idem.
jecharfer, difdahai.e. rana Froſch.
ver[a, t.e ceruſa. Bleyweiß.
Tefor i,e, galbanım,
i Le, terra, Erd,
i. das pit Mahler brauchenvift dag das
W fid) inden Glaß⸗Oefen / Kaminen/ oder
"in den Glaßhuͤtten / mie ein Glunſen
anhaͤnget.
Tıbar .ı.e. medicina metallica,
—* e, caſeus Kaͤß.
Sich, gephn 1.e. gıpfam, Gips.
aulla ‚grillas, efl Fitriolum frajpante vefolutum
Bomaquam.
dn er e, armeni(d Erdreich / vel Spans
l
alch.
m» gib, i. e. calx viva (ebendiger Koh...
girgies, albi lapides fluminıs, weiß bad Kiß⸗ |
1 sim. (D) $ Gir«
48. LEXIC'O 4
Girmer i.e. tartarum, Weinſtein. Y —9
G:fifm, 1, Gummi. | di
Getenon, i, 0e lutum commnne, gemeiner fcit n"
Glacıes duras.e, cryfallus, U " v
Glaſſa, efl genus verasciu. tto ckener Verniß e 4
Glfomargo 1.0, creta candida ein ſchoͤn »et
ſe Kreſde / und ift ein Kreiden der Sieh
Kehren / mit einer fetten Erden 0t '
miſcht. !
Glow i6, votundum, YUND, | 4
Gisten ve. fel auri, Ochſengall. T
Glaten iftrba8 zuſammen haͤlt / Leim Blut
Gnomi te. fiygmai, eubirali vix altitidim
Bergmaͤnnlein.
Goberas —
Meſpila jn vis Pulver / ober Puloerechtig
Agabor
Gofel, ne. animal cornitum, EN gehört, 17
& bier. E
Granum viride eft frußus arboris terebinthn j|
die Frucht lr Kirchbäumen. T
Granum nil eſt femen Indici, Damit tat
die Tücher färbt. i
Grafa i.e, attinckar velborax, 3 N
Gravus,marmor, porpkyrites,marmor porphyrel! jT
tıcus.rubens ad modum purpura, cujus u "d
eft in [pantaneis verum | folutionibzs, votl|
Mamelitein/ Porphirſtein. J
| Guaril ie, ſtellio ein Mol. J
Guma i.e. Mercurius, argentum 4 "i
Ducckfilber i» Turba foi. iff auflge),
[oft Gold / auplex Mercurius,
Gol
^"
ALCHEM LA. $90
mA, gumi eff oli [ulphzr und coagulum , e$
ftillet die Milch / und wird non ihr (ol;
Moirtiift auch Serment.
ma paradıfı iſt aurıpigment, Dpperment.
Hmm: alımar i.e. gummi amygdali, Man⸗
Wpelbaum/ Gummi.
WMummi arboris nucum ie. Tremule arboris,
ummi cedri Y Cearia vel cedrina latine,
von Erden Lkrdria l grace
‚kyarıia
umm: cedri cKirran
sontes der ae
e .| xeroin ſetzt Avicenna,
H,
Adıd i,e, ferrum, Gifem.
| A Hages ne, lapis, Ur
Wal d.e. acerum Eſſig / etlich nennens Hol,
lal dicitur fal, Saltz.
'alimar i.e, cuprum Kupffer.
alinırum, Salniter / eff (al. nitrum.
Jara æ. juniperus, Näckholder.
dd i.e, fructus jumpers, Käckholdere
er,
Blafaicum 1.e. [al armoniacum, Salmiag-
Bleniricus rubeus,efl vurıolum ad vubedinem
calcinatum, rother Heintz / das ift/ rotb
N ealeimirter Fitriol, eff colcothar vitrioli
lel ; je, mel, *
| lelle i,e, vicus,
Mleinefed i.e. Gorallus.
lelunhai eff annulus Salomonis ig obi negro-
ımantie, Hef-
60 LEXICONx |
Hefmic, quarta. parslibra ein Miertheil
nes Pfunde. r
Hidus i.e. flos aris, P
Hıfmat 1,0, [puma argenti, Silberſchau del
Hıfpanıcum viride; ve. viride ari. Kod
gruͤn / H fpalenfi Mie a 4
Holfebon, helfabon, befebon, hefelon ie. fh
commune praeparatum, bereit gei ie
Caf. |
Horizon, Mercurius auri, das Queckſi
auß dem Gold.
Hunc, hucci, hucco, d.e, Iupiter, | flan an
Zinn. x
Hyaritbte.luna, Silber. i
Hyacinthina Antimonü gemma, efl. vitra
Antimonii, Rolfinci Chymia,
‚ Hydor, ana Waſſer.
Hydrargirus eff argentum viuum fen
Curins vi vus. 3
Hyems dicitur tempus anni frigidum.quod L
terdum (iccum effe folet, der Winter. Bm
I,
Alfa ia 5e. PAPA Trinitatis, Dreofaltigfe,
] Stömtein. j
Mam i.e. pulmentum, ein Muß. -
Idroagira ie, aqua alkali, - j
Idraogiros. ie. unter ein Miſtgoͤllen / od
Miſt ſetzen und thun. M
-Mfider ise.cerufa vel ciuis plembi SB (eyroti |
. éber Bleyaͤſch. p
Ignis algir i.e, ignis fortiffumus, aller ftärc ‚Fell
Feuer. gn
ALCHEMI+ ca
us elementaris i. e. Sulphur, fed non vulgi,
Schwaͤfel / aber nicht des gemeinen
Qnoldts. |
rlapientum de, famus eguinus calidus,
warme Roßmiſt. !
Wis clare ardens 1,0, Sulphur.
iex tinctus, i. e. Sulphur, extintlum, ge⸗
foͤſchter Kalch.
ms, it nach etlicher Meynung das Dil
fo auf der Diftillation ſchwimmet.
liafler 1n genere dicitur occultanatura virtus,
W ex qna res omnes babent. incrementum, a-
[| duntur, maltiplicantur & vegetant :. De
qd quo legeſt 15. de. Meteorici generat Porac,
dt ——— Krafft oder Tugend
der Natur / auß welcher alles erwaͤchſt /
genehrt und gemehrt wird. rero iliaſter
eliaſter, iliadum eſt prima verum omnium
Exe es fale, [ulphure conflans
hoos, ;
gs ie. terendo inſpiſſare, iſt mitreißen
dick machen smbebıren, eintrincken.
i pcuba, 2, e, fpronfa folis,
indicis color, weyten blau Farb.
Indicum [al i i.e. fal gemina, Indiſch Saltz.
Ip marmore vel in marmario terere, quf et
[ pem Marmel ober in einem eme fel
reiben.
fos 1, e. venenum Gift.
lota ‚jora i.e. viride rama,
l'pacedes. 1.e. barba hircina Bocks Bart,
umnılum, jumuiz em 1.6. fermentuns, Hebel
Sauerteig/ Treiſam.
Inpi-
(à "DRXrPUON.A
lupiter ie, ſtannam. Zinn. |
Iuſſa i.e, lapis ipfas —
\ K, n P,
" Ham Zeffvelxachf i.e, teſta figuli, Ü
Hafner Scherb: b
Kal ve,[al de torrente.
Kald i.e, acetum, *
Kalzz,e,. cinis clavellatus, alkali DIUI
äfchen/ ober Die Aeſch die da heift 4! £alliy
Kali arabıceufnen, Khafıs aber forscht oq
kalı fent alumen affur. 4
kal ift ein gefal&en Rraut ober gewaͤcht
welches Aeſchen / fo man eg verbrennt]
fichzu fammen knollet an cin ma ‚Dill,
felb wird in unfer ſprach oda genenntl
auf welcher man das Glaß machetl,
aber das Salk fo in der Kochung del
Glaßmachens berauf fleußt / das d
fel. alkalı, |
Kalnos i.e, fumus; !
Kamar vel camar i, e.arge. gin:
K amar, kamıor 1.6, fermentum,
Kanfor i. e, flannum,
Kaprili ie. Sulphur, |
Karabe i.e, gumma [icut fafferara,ift Agſten |
Kiafam 1,e. ferrum , Eiſen. p
Katamia heiftim Griechiſchen admia in ge
meinem Sateınaber calamına, vel Lapis ca
laminar i -Galmy, ift aber tin Wurtzi
Tutia ja viel mehr nach der Wahrheit
ift Die Zetia ſelbſt rau⸗ bann eg iff De
& till
ALCHEMI:, 63
tein damit das Eitz zu Möfch geferbt
and tingirt wird / in welcher Wuͤrckung
das fo fid) zuden oberen Wänden des of
en? anbengt/ ifl die wahre Taria vie
man nennt pompholyx.
9 1e. lac acetofum, (aute. Milch / kabio.
yfir i. e. [puma maris, Meerſchaum, pro:
‚Horse pumex ‚eigentlich beift es Bimbſt.
Mrdır, kafdır, kacır , kafliceros, d.e. ſtannum.
bric ift des Mercurii und aller fluͤſſigen
Dinge Battery und die erſte Marert
darauß eHercurius wird / WILD auch
Wer Lapss felbft genennt. -
Wer ith 1.6. [ulpbnr,
Mma, komartos ie. calx viva, lebendiger
7 Sac. |
omis, i.e, cinis, "et
ehul, Turba fel. 21, ift der Stein’ darauß
das "Bley gemacht wird/ p/ambum phalo-
fophorum. |
Weria vel kymia i.e.majja, Daher heift Diez
elbe Kunſt/ Achimia, Alchymia, eAlkymia,
ybrig ‚kebrick, d.e. arfenicus,
menna i.e. e" dmpulla: |
ymia, iſt das ober Geſchirr oder cucurbit,
dardurch die Diſtillirung geſchiehet.
mit elevatum, cinabrium album ſublima-
tum.
ymolea ift der nium, der fid) unter dem
Schleiffrad ober Schleiffitein daran
man die Waffen fcbleifft oder poliert
verſammlet und heißt auch go ola.
Kyas
es . DEXICON!Z
| Kynnum 'kymınnm i i. e. coadunatio, eine zu : m i
men Vernuͤgung kumen. I)
Kymus i.e, maj]a. d
Hram ie, nix, Schnee. 4
Kyva t.e. PER E r
* E. I
[5 papaveris i.e, opium. —
Lac virginis, iſt aqua Mercurialis. D al |
Drachen Schwang/ waͤſchet und coa] t
gelnt ohn allerhand Werck / iſt Mercu
TE
riuy phiofophorum fuccus lanarıa et fola a
auß Satholifcher Erd unb Waſſer.
Lacerta rubra, colcotar, iſt roth Vitriol
gleich wie die grüne Eidex heiſſet Ungal
riſch Vitriol.
Lacune i, e, terra. fſigillata.
Lama: ie. Summi FR,
Lamare, Lamne, lampe ift (C Schwefel.
lamina t.e, auripigmentum (otl operment -
Lannai,e, aurtpigmentum.
Lans i.e, argentum mortuum, tob Silber,
Lanx i.e. amyg dala Amara, bitter Mandel
item Golf: ELEM 1
Laos ie, flannum. i
Lapis in Chymiaomnis ves fixa, qua non eve:
porat, !
Lapis calaminaris i.e. Tutia, fe Wah perra ar
"agnum. B
Lapis calcis te. feoria &ris, vel balitura 4n "
Supffer &rüfen ober Kupffe ıfchlag.
Lapides calcis ferrum, "ud
Lapis ya Pr Salmiax.
|
pA —
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-——— Eco. tend
|
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1
l
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La-
A
"
ALCHEMIA &
is aurem, votatur ipfa urina, wird von
‚den Philoſophen genennet der Harn /
die es lateiniſch entdeckt baben/e8 fage
aber ein Author/ daß Lapis aureus Fey
Haar / oder daher vag Dlurh ber Thies
ren ift. | !
„apis famofas, vel lapis preciofus fen Die
| felbea Haare capilli, oder lapis preciofus
i oder famofnus, eft fal de Urina, Saltz vom
Harn. — —
pis animalis, ein ſeeliger Stein / lang uis
baumanus Menſchen Blut / ovum cin Ey.
apis philoſophicus i.e. Elixir. x3
Lapis major it. Dit Geiſter außgezogen auß
- pen Górpern. JA
Woepis major, find nach etlicher 9» eonung
- bit ca/cizitten und gereinigten Korper.
sapis major, ift gufammen gefeßt auß otet
W^ Elementen’ unb miro genennt £u
- unins d:ei, wer Sohn. des Tage.
‚MLapıs judaseus, Harnflein/ vellapis azapis.
Lapıs philofovhorum, find bie Saat Des
Menfchen: Lapis phulofophieus, G (igit.
Lapis qui extrahitur ab bomine, ott Stein
- fo vom Menfchen aufgegogen wird / ift
das Blut des Menfchen.
Lapis occultus, lapis beneditlas, 1.6; óvum.
Lapi: luna, afrifelsnum, & [pecularis idem,
‚apıs animal s,e, curenta quæa ſcutum portat -
in dorfo,eine Schildkrot.
Laois vini 1,6. tartar um,
Lapis bamatiris , Plutſtein / a(fo genannt /
€
66 LEXICO N
‚darum daß fein Leib. Blut Farb ift/ oder
daß erfür Blutfluß dient. —
Lapisrebis i.c. teſtudo. MI
wapis rebis, ift das Maar von ben Choleris
fchen oder anguiniſchen Menfchen.
Lapısnon lapis i.e. Elixir : dann Cligirbei(t
ein grofjer Schatz.
Lapis non lapis, wird von etlichen genennt
Mercurins : Lapis heißt er / das iſt / Stein
nach feiner Krafft / mon lapis nicht Stein
nach fenem Weſen. Avscerna aber
und Rodar fagen/ daß lapis non lapis (coe)
Elixir / und heift Zapss Stein’ daß er
zengert Oder gefärbt wird / zonlapis nicht].
Stein’ barum daß er gegoffen wird.
Lapis philofophicns eff. virtus intenfifima, &
velut in Centrum arte Coarélata, qua ex-
sen[a tincturam exbibet, ab/que numera,
vel eff medicina. illa univer[alis, per quam
veteres & metallá tran[fortmarunt, & mor *
bosomnes ſanaverunt, Iſt ein Stein bet |
Weiſen / darmit fie Die zmperfelta metal -.
la verbefiert / auch alle Kranckheiten
vertrieben haben. |
Lapislazuli, Laſurſtein / ift zweyerley / der
ein ſo hart daß er dem Eiſen nicht
weicht / himmelblauer Farb / der iſt loͤb⸗
lich / der ander ift muͤrb / huͤbſcher Farb
DIE terra azarına. N
Laton i. e. Aurıchalcum, 3
Lebeten, Geiß Troͤgle. | |
Lechezech oper Mois, ifl. reine Gold G8.
—oLom*
,
|
ALCHEMIE ©
WLewpria iff. ein Erdreich darinn Gold
waͤchſt / ober es ifl Gold Trüfen.
Wiemprias calciss.e« batitura eris, Kupflers -
ſchlag.
mprias, lempriai,e, auripigmentum.
emprias haben etliche außgelegt es fepe
auripigmentum, iſt aber falſch dann e$
ift. terra fillara, das da rother Farb ift-
entiſcus arbor. ise, Efchenbaum:
eo Viridis i.e. Vitriclum,
"E eo i.e dirum.
W.eo citrinus foliatns, 146, auripigmentum.
eo viridis i(t Hermes Ertz“ Glaß und —
f Clitriol/ und das Blut vom Schwer
fel/ Ber ev(le Mercurins auri, Durch, dent
lunariſchen Górpet verändert. Sftem
. ba8 grüne Waſſer / welches den leben»
digen Kalck auftófet/ die grüne ift. das
Vollkommen andem Stein/und Fan
leicht zu Gold werden. Alle. wachſen⸗
"W8 be Ding find gruͤn / alfo auch unfer
"E lapi, daher wird er. genennt Germen,
ein Gewaͤchs / der /apis Fan nicht bereis
tet werden/ oba gruͤnen / flüflig Dae-
UM. nech, vor der Weiſſe ift. er grün.
Wes viridi, ift nach ericher Meynung 4=-
WM rum.
WLep: ferrei, eff [quamtmaferris Eiſenſchup
uno heift auch Zepizos. s
Lepoi calcis i.e, pulvis áris,
Lepfta 102. arfenicum.
Leza eff calor rabens.
£a (&) 2 Lenca-
: : epo, 7 Vi
Leucafıa, leucalia 1,6, calx viva, ^ X i
j j
Leux, üt. amygdala,
Libda ie. ſilirum, QUE E
Lignum érucis, i.e. Eichen Miftel. 3
Liam eſt eMercurıns und feine — flores,
pellucarnitehili in untiara philofopborum, iſt
quimta e[fentia falphuris, farejerr ter fulphur.
fixum. |
Limpidum i.e, purum vel purgatum, iſt rein
oder gereinigt / lauter.
Liquor aquilegius 1.e, vinum, *
Liquor berbarum fit ex kerbis cum p^ fabflan .
dia contuſis, & janstro contl» (ii, in bal-
neo maris aliquot. diebus coctis, —* colato
per pannum calore cinerum mellis ſpiſſuudi
nem acquirit.
Liquor Mercarü eft balfamus verum ommiun,
.. fn quoconfi flit. vis fanationis, Talıs Mer
carius valde potens. ejl,ın terentab ın & :
Noſtoch, ift ber Balfam in allen Din |!
gen/darinm alle Heilung fitbet/ und iſt
dieſer Mercarins gewaltig in den zere- |!
nıabın und Nofloch, s
Liguor Jalıs efl Balfamus Natura, quo /uſten |
tatur corpus, ne putre [cat iſt Der batuͤrli⸗ |
die Balſam / der ven Leib behält. — -
Liquor & multarum rerum oleum efl cum ade
jectione ejas ves, cujus eff. | ar
Liquor terebintbina efl equs ANY
Liter i.e lapts calamınarıs,vel lapis aurichalet,
Lirbargyrium vel almarach, iſt eines jeden
Metalls
l
L
Lihar- |
AUCHEMI.. ép
Lithargyrum vel litbargyrus, ef [puma anre
Bon Silberglett. -
Lirhargyrum, bey Stein darinn Gold
B wait.
de lai lithargyram | (neutro vel. potius
IE. Lybargyrus faminino genere) five [puma
argenn, Argyritis, Silberglett. 2. 2uod fit
quando: argentum à plumbo Jeparatur
3. emixtura plumbi & auri, 4. € mixtu-
raplumbi & argentis,e mixtura auri &
argenti, 6, Ortum ex plumbo & ave, 7 Re»
crementuta hitbargyri — Topffer⸗
ſchlacken.
IE Litbargyras, qui mineras quaritat invenit,
|^ der Gre findet,
Lithargyrium Paracelfi, eft (puma Mercurii,
alias Argenti vel Los an yw Argentum
repurgantis, |
TLorus i.e. mercurius,
"Letici '1.e. Orina,
! 3 Lotium i.e. Urina Simi Kinderharn. 4
TLuban, luben, 1,0, thus, ex meynet ven ven |
hbano,
Luna ie, argentum
E Lana. beiffet bißweilen monech ‚Bit 4.
Wochen.
| Pita compadla eft argentum Gil. vel aurum
- album, (ix Silber oder weiß Gold.
Latum Armenicum i.e, bolas.
Latum Magifterii $t der Meiſterſchafft
2. 5e.von Kreiden und Eyerklar gemacht.
Lutum armenum, i,e, bolus armenus,
Mes (©); Lu-
"o LEXICON ^
Lutum. magra,3.c.Mötelftein. É
potum figilatum ie. terra [igvlata, Im
yuan. flelle ift Gips. f tt
Ms
VÀ
Achal ie, fixum, hafft / flet.
l
d «Madic $e, lac poft butyrum, Butter⸗
Mich. — . ) P
Magia, Perfica vox efl latiuc fapient iq: E. fque
d«plex ; Naturalis & licita, materque ve |
ra miedicına, & efl occulta nature [apien-
pa in centrum uſque latens & abdita, cum
qua [i humanam rationem conferas nihil pra:
ter meram ſtaltitiam in hac reperies, — Pere
donum dei efl , qua nobis rerum. faperae-
pguralium cognitionem exhibet, non demonum.
sn[pirarione , qui nibil perfeltum babent,
eque docent, Alıa vera eff illicita, ſu
per[Etiofa cfr à tota Ecclefía Chrifliana pra-
bibita, quam | Necromantiam appellant, |
exfecrabilis & nullibi tolleranda. — Ande |
occultata fapientia, Lex Raul,
Aagiſter i.e. fal. conficiens, Wircker.
Magıflerium eft [pecies Chymica ex tgta citra
extratlionem, impuritatıbus duntaxat ex-
ternis ablatis elaborata, exaltataque, ſervan-
pur staque bic omnes concretionis naturalis
€ bomogenespartet, Sed ita exaltantur.
st dignitatem effentiarum prope attingant.
Magiſterium aliud eſt qualitatis, aliud ſub-
antıE, \ :
Mag'efia, ift ein Stein in der Srafft des
Marcapıa, oder eg ift ein Steindem ha-
matitg
^M © ALCHEMI«e An
. sas gleich. Atem magneka i.e fomi-
na Weib / magnefia Wißmat ober Taubs
ro
| ipsc etiam ef} argentum PIOS "mix-
tum © fühle metallum valde, ut cera ligua-
bile, miræ albedinis, quod dicitur —
lia philofo phorum.
| Magnefia 1,0. tefludo vel Jelphur,
AMagrai.e. terra vubea, votl) Erdreich.
Magra i.e. car niolus vel carneolus.
Malanther i.e. opium.
AMaleck ie. fal, &al& Arabicum eſt,
Malthedorum, maltheorum, i.« ſal gemma.
Manbruck i, e, argentum,
AManbeb,i.e, fcoria, Sindeiltein.
. Manna, manna, iſt das/ womit bie Geſchirr
verglaͤßt werden.
"P Marcafi tta plumbea i.e. Antimonium,
qm 141.0. Trufen des Ertzes / wie chimsa
Truͤſen des Golds / und Antimonium
Truͤſen des Bleys ift.
Marcaſua alba heiſt Silber Kiß / oder
Wyßmat.
Marchaſita i.e. caleitheos,
esMarcellus, i.e, malleus magni, ein groſſer
Hammer.
Marched, marchech, s.e: lithargyrium.
Mar i.e, ferrum.
Martach, vel marthat eff ljthargyrium, Gif:
berglett.
- Maruck, i.e, oleum metall, idem,
— fæmininam (emen männlich
.(&)4 und
I
— a
und weiblich Samen/die mittel Sub⸗
ſtantz / Mercuru unb Sz/pharis, Dann per]
e MHercuriusppird oermanblet in Schwe⸗
ftU es ift ein Geifk /per beyderley Na⸗
tur hat und wird genennet Mercurium
und qu eim Pfund wird Faum ein Loth
gezogen / man nennetsauch Cr Pfem
nig Bley/albor aris, Turb.fol.16 mcfyet das
Weib magnefa, dag Weiſſe den Mara
das Roth⸗ Sulphur. Wann bie ADI
wieder sufammen fin fo beißt e8 im⸗
mer magzeha, bif. zum Ende per $05]
hung: ift bag Micrel itvifcben. fire f
‚und unfiren, a— S. E.
HM afeulus 56, argentum vivum, ^o M
afalıs, me[el mallerium, mater i.e. ,"Mer- |
CHF 10$,
ater metallorum i.e, argentum, viuum, N
Ateria prima, & hujus vocabula, die Phi⸗
Iofophi haben fid) über diefe Creatur
Gottes / die (ie primam materim neas |
nen über ihre Krafft und Gebeimubf fi
der maffen verwundert, daß fie ihr vict
und ſchier aferfep Namen geben baben/
beni ſie nicht gewuſt / wie fie e$ gnug
lohen ſollen. Habens erſtlich genennet
Morocoſmum, ein kleine Melt / darinn
Himmel /Erden / Beuer/ Waſſer und al⸗
le Element ſind / die Geburt⸗ Klanctheit/ |
Tod utib flerben/ die Greatur/ auch vie |
Aufer ſtehung und andeis mehr / Lul. Lax.
Mathedoram i,e, (al gemma, i
* Mediwss |].
Medium . cali, Mittel — Mit⸗
tag / ift Luna und weiſfe magnelia,
Aefel i.e. flannum Zinn’ mofel,
EMiehelum , ift das Glaß mit einem "em
Jai IE/ Phil,
aM cla, it bles
Aelanter, 1,6. opium.
elcethon i. e. mulctra,
WMMelecb, ie, Sal.
N Melibocum, melibaumy 1,0, cuprum,
MMellipodium , mellıfodium, i.e. plumbum uſtum
gebrannt Bley,
! Melaß i.e, Mercurius, albach, mejlalis,
IMenfric, ie mafßıxz,
Menſis phitoſophorum, ein Monat der Phi⸗
"| lofopben/ ift 40. Tag
Menji philefophicus ef} d digeffionis,
[Menfruum, i darauß alle Metall ihren
J Urſprung haben,
Mercurius | ie, argenium vivum, item
lulphur.
ie (ft in allen Ehimiftifchen Buͤ⸗
chern vorn und hinden / er hat alles ge⸗
than / macht jederman viel zufchaffen/
|. greift manchem tiefin Saͤckel und in
|. ?a$ Gehirn. So ift nun) Mercurat
ein zaͤh ſchleimicht Waſſer / Flebt Doch
| nict/oann es ift trockner Natur / feucht /
warm / es ift Waſſer mit Erden gang
veſt unjzertrennlich vermenget / alſo
daß fie entweder bey einander verblei⸗
ben / oder mit einander verſchwinden.
Be; X: (&) 3 Mir.
74 ji LEXICON 1
Merdafengi,i.e.de aduflo plumbo pulvis, li
“Pulver von gebranntem Bley.
Mere, ;.e. fulphur. AC M
Mergen, baffec, 3.6. Corallus, — 55
Me/ora, 1.e. Tatia Alexandrina, ^
Mefel, mofel, i,e. ſtannum. e
Meſt. ie. lac acetofam, mifal , mafal.
Metallum, vena, Ertz.
Metallum., e. conflarum argentum, zuſa 1
men geblafen Silber. |
Metallum currens ,ejd mercurius vivus.
- Metast,e. pondus Gewicht mecal, mekal,
Micha i,e, venus. 7
Michack, michach i,e. venus cuprum. !
Microcofmns efl parvus gi medius mundusi
ter firmamentalem & elementalem fitusn
| turaliter, quia de utroque participat, Ulı
bomo ; quiaquidquidin illis vea p
allu continetur. inbomine 9ariter hab hi
ſpiritualiter & potentia, Quo. fit,ue una |
iſtius & eademque. de sllis fiers poteft. :
debet anatomiaphilofophica, vera non mi
ınacadaveris ſed vivayeffentialis pariter
efata, Lex. Raul, Á
ifres i,e, alpaltum,
M ar iid terre, ein Ader der Erd
ein Erg-Ader/ irem Eyfen.
Mineralia, Die Ort Der Mineren.
Minium, ift eine gemeine rothe Farb /
gebrannt Bed —
Minium, mercurius [aturni præcipitatus,
crocus, Minii. b
Mj
vun.
ALCHEMIEA. Fay
ifadiv,mix adir, i.e. fal armoniacum,
if[adan i,e, argentum "vum,
ıferafi 1.e. gipſi.
ffuraexare & argento agualis,
Kobalt.
loliboto, calchum, as plumbi.
folipdides i.e. lapis plumbi. vel plumbeus.
loipdina i.e, Goldhaat / Silberhaart zi eber
B Iron: Plinius (agt/e8 f£. die gemein
Ader oder Gang des Bleyes oder Sil⸗
berg,
Mos i,e, myera,
iulcedar, mulesvdat, mulcodar i.e. and,
Auria, Ö Saltz Waſſer / menfiruum fetus,
4444 fertis.
ufadi | |
42, adir Sal aArmoniacum,
uladır ;
dxandram"
yß, gelb Arament.
N,
N Abaſaphar, i.e flatus miner& $, 6 auri-
chalcum, Moͤſch / war baſaphar.
N afaa, hnopra i.e. petroleum vel aſpaltum.
apta ı.e. Gumma.
Napta alba, 1.e. petroleum album, Stempber. -
Mar, pir, ignis Feur.
ardinum oleum, ein Del alſo genannt .
IN ataron, i.e, strum vel natron.
ecrocomica, funt prodigio[a præſagia, ves futu-
fáenjuspiam pranuntia, pev (igna ex were
i"
26- ER OT CUDUN
interram decidentia, ut cruces olim » Ä
vibus Maximiliani: primi, dn
Nigella, ie. Naten. B
Mgrom antia olim ars erat naturalium. ve 4| y
in terraab[conditarum, ur minerarum (hy;
anetallorum, — Poflea diaboli inflinilu ^ R
malorum bominum nequitiain NN ab
arsqne diabolica faita ef, | T.
Nutron ie, fex vitri, Gag « Truͤſen.
Mitrumi. e. "iter,
. Nutrami,e,fal albus, eim weiß Saltz fm )
Baurac, MN
4 ,
"
í
1
^3 y
Nitram Jv Rabo
Taick,
Nitram ift ein Sefchlecht Saltzes / uch
es Borax, und etlicherley Geſchlecht am
seni, etliches ſchwartz / etliche rot
fica faphirinum,
Nitrum di lapis falus, eingefalgener Steit
i.e. Sulphur album... |
Nitrum nlexandrınum 1.6. cinis ————
— 6e, Zinear,
AN rum, Baurach.
AN itriales quicquid ealcinat & adurit ut ja !
phur, [alpetre, was brenmct und calcini t
als Schwefel und Sapeter / dam
man die Perlein und Edelgeſtein um
"Sorallen calcinitt zu einem Salpeter.
Noas Arabifch/ Kalcos Griechifch/ «s- att tet
niſch / Ertz teutſch. S
MNoas i.e, vel cuprum. Noac idem. A
DR nocafır i.e, crıbram, vel vas -€—
Mu
1
|
tum ein Sieb ober durchlöchert Geſchirr/
mit dem man unter blast.
char , nuchar, Venus, as, Ertz nuchorznochat,
chat.
pera, is. coopertorium vafis deflillatoris, ein
'B Deckel über ein diftilliv Geſchirt.
l'ora 1.e, calx Kalch.
ara i.e nitrum, ein Gattung Saltzes.
ora-eft quodlibet fal, eim jedes al
Wofizsdach i.e, artum, |
Miuba i.c, cuprum.
Wubar & nubar t.e. venus, as, nuag idem.
po s APR
|| fadi, ££, wolle adas ‚nefmdar, i.e fal armaz
Ben Salmiax.
J O,
?
Belchera, i.e. cucurbita, obelkara item,
Obrizum aurum, ie, purum aurum,
4 Harold, -
Irizum aurum purum, vel in colorem [pa-
diceum arte calcínatum vel pulveri[atum.
Decidens i,e, acetum,
Deeidens flella 1.e. fal armoniacum
Pcecidens, Niedergang / Mercurius, Saturnus,
Wurtze, Winter / Hermaphbrodu. Kaas
benkopff / aqua viſcoſa, aqua viva.
cob i.e, [al armoniacum,welocep,obac, ocab.
Dchra attica, Doktergelb. |
Dchra Bleygelb.
Dera, gelb Erdreich / des Die Mahler brau⸗
chen / uno heiſt ⸗ger.
| Ok m
7 . LEXICON ®
. Oleum beneditlum. macht man mit Ziegle ir
Oleum frumenti, Dinkel RörnernDel mach
man in zween Weg / nemlich mit ei ei),
gluͤenden Blaͤch / und durch abfteigen.
be Diftillirung. 8
Oleum ſulphuris, ſind fublimirte obererbódi
te Trebel von dem bereiten Schwefel.
Oleum wird auch genennt dag erfie Wall
fer, das da diſtillirt von /argwine: Dagifl:
OSfut/ve/ lapilis,sdervon Haaren.
Oleum und Aqua, diftilliren fic) mit einatti
Der: aber das Del ſchwimmet empor!
stem olenm i.e. ignis Dag wird außgezoge
von einer trockenen Subſtantz: abel
das Waffer von einer feuchten Cub
ftan&/ und alsdann fo wird das / ſo am
Boden des Geſchirrs bleibt / heiſt erra
reine Erd. i
Oly ift die Seuchtigkeit/ ber Schleim det
Metallen / flieffet 05 dem Menffruuml
wann fie folvirer find,
Onix ie unguts.
Operculum ein Treibhut. NA
Opilare i.e. operire, bedecken oder verſtopffen
Ops metallum 1.6, argentum vivum. J
Optos i.e. aſſatus, gibraten. T
Orale i.e. das, Geſchirt.
Orıens d.e, urina.
Qriens, der Auffgang/ roth ol, der Natterl
roth Vitriol / Reben. Der Manny fel urimæ.
Sonn / guͤldener Schwefel / der Wid⸗
der / Somer Krebs / Weinſtein / Eſchen /
Ertz / Wein / Eiſen / els. Ori
T
ALCHEMI.E. 79
iza. i.e, rifum, Reyß.
izeumi,e.aurum Gold. |
zeum foliatum ‚aurum in tenuiffimas bra-
eas malleo cuum, gefchlagen Gold.
zum pracipitatum efà aurum in crocum
ſuum redactum adminiculo croci Mercurii,
nesi.e, Gallina, ein Dun.
Mrobos.e. vitrum metallicum.
ogamo 1,6. aurum.
ator , ofaror, i.e. opinm,
han, Bogelt Mercurium philofophorum.
vnm i.e, lapis beneditlus.
umphilofopkicum fen Hermetis efl, auod
ovıforme philofophicis operationibus sufer-
vit.
051,6, acetum, oleumpalafınum, —
xy, Grineſiſch / heift acutam, ſcharff
zemani,e. album, weiß von Eyern.
04.0 arfenicum. ke:
P.
y net ex pyrite uel. cadmia conflat; Stein.
Pater ante filiune,der Datter bor dem
| obw üe. inrerfethio patris, dag iſt Um⸗
| bringung des Battersis.e.faryrıon.
ter tse, felphar,
rdagra s,e Tartarus.
atras ie, fquamma, Metallſchüp / lepida
dem, | A
legernns vel peregrinus $e, Mercurius,
egerams, ift Kalch oou den aller weiſſeſten
Ohren der Meerfiſchen.
lacide, i.e, mel coctum, gekocht Honig /
peludse. Penes
Polos £e, argilla, lati, terra vimida, friſch
| Erd.
Piſare, i.e. colare, durchfeihen/durch ein ud
^
. Poronac, ie, Gummi / ein Gummi alfo ge⸗
Porfireticum, ift ein Deriner oder stuff: tfi
$0 LEXICON |
Penetratio ie, ſubmerſo, Durchdringu Yi
das ift/ Unterfindung. b
Pe: lucuſte, locuſte. vwelpes brufße, i.e. alum
24me ni.
Petrafangninaria, i.e, hematites,
Phalene i.e. ferrum. Eifen. phalee,
Phibitise, rapax raͤubiſch.
Phraſium viride, praſium i,e.flos aris.
oder ſonſt.
Piſtare i.e,contundere, ſtoſſen.
P illum, piflellum 2e, ein Stoͤſel (^
Mörfel Kolb.
‚Pix liqmda, terbinthina, glorian,
Pixarii,e, pieem,
Plumbum alkati iſt Hermaphrodit,
Potius. ein brenn Faß.
Porpholix C fpodues, & tutia unum d idenl
nannt.
Porfiligon, i.e. batitura ferri, Hammerſchlag
von Eiſen.
Moͤrſel / ober Reib⸗Eiſen.
Praſa ift grüne Kreyden.
Praſium praſinum viride, ie. flos eris;
Pres nord prés enackis, ceruſſa, Bley⸗
wei
Principia Chymica, Der &lchymiflen anfaͤngli⸗
ehe Ding find drey. 1. Saltz / ꝛ. Schwe⸗
ALCHEMI x, 8:
fel/ 3. Mercurius: das ift/ Leib/ Seel
4 und Seift/ darauß werden alle Ding /
die find und Fan, man zeigen in allen —
Dingev/ und in Diefe werden aud) alle
Ding reflveret:e Saltz giebet Deftäns
f bigftit/bie Farb / die Staͤrck / die Haͤr⸗
- te/0d8 man ein Ding fehen und greife
fen Fan font koͤnte es nicht gegriffen
werden. | Schwefel gibt die Waͤrme/
Liecht und Srafftı dem Leib und | Ges
a bdwaud den Ouf und Tinctur. Mer-
qp curis macht es luck / fubtil und giefig/
gibt das Gewicht / und Geſchmeidigkeit /
daß ſichs gußdehnen / haͤmmern und
Jeſchmieden laͤſt / gibt auch die heimliche
I Wirkung und Tugend.
Pfamos, Sriechifch/ ze. arena. Sand
1Pfmichum, Bleyweiß.
IPfinens, pfinckis. i. e. ceruſſa.
Eſiubos, Grichiſch⸗.e. Frigus Kalte.
IPyoma: homunciones vel ſubterranei fpiritus,
|» «uos & faculas & ſcintillas vocant. Nor
| matos eſſe perhibent, neque. babere paren-
res, fed non aliser ex corruptione terræ quam
ex eghinofimo prtrefatio (carabas generariz
|. Erd ober Bergmännlein. —
|Pyrites lithos Grace, marckaſita,
Md Ww Dani, plumbum. :
à Q Quars ie, petra fellis, — |
" Quebricum fur Kebrst, etliche fagen es fep
| | NUS ($) ; eda
—
32 LEXICON
Arfenicum, und gehöret zufchreiben mil
einem X. aber Stephanus ſagt / e8 (eyt
Sulphur. | | 4
Onebrit, quibritb, quehiit/i.e. Sulphur,
Quianos 1.e. vena terra, ein Ader der Erd
den/und wird genent cæperoſum. D
Quinta e[fentia efl naturayvires, virtus, color,
vita, [piritus, ipſa medicina, e proprietas
rerum à corpore fuo per artem extralta,alus
, formam [pecificam,qua fi a [pecie removea-
tur, ad [uum genus accedit, altiusque progree
ditur, donec in centro quiefcat. É
R,
Kar Rohel, robiec.i.e, fanguis draconis;
Drachen Blut.
Rabira,radıra. i,e. flannum, Zinn. |
Racki vel racho i,e. Mercurius,
Racri i. e. [al armoniacus, Raan, vel ranat.
Radix, heißt Rettig. | |
Rabix,ié, vus, te. lapis, Stein/ raebidem. |
Si ein Stein darauß »zifer gemacht
wird.
Ramad, romae, cinis, Eſchen. |
Ramigi, i.c. colofonia vel ramigiri, rotigenig.
Rhaponticum &. ver Coͤrper in Waſſer
und ſchwartz verwandelt. 1
Rafaheti, rufatagi, ruſangi i.e, af uflum, gto
brannt Erg/ Kofange,gebrannt Erg. |
Rafar, raflıs, 1.6. ſtannum, Zi nn.
Raflol. i,e. as,;rafoes idem.
Roflal, 1,e fal, Saltz.
=
Au — —
> = m ms c:
ko Cu ap —— "uA «^ nn. em uL. >
—
ELCHEMIE' 4
ni ie. auripiomentum rubeum, Ruß⸗
- gd. UPS IE
Rebis üelap rebus, nemlich capis Die
Haar. ^ |
Recha i.e. mármor, Marmel.
Redux eff pulvis, quo calcinatametalla & mi-
A meralza liguanur, iterum in metallicum re=
gulum redeuntia. _ imi:
Rel rebus, i.e. acetojusm, faure Milch.
| Refina terra, porabilis, ef? ſulphur ſublimatum
B i5 liguorem,Bal[amum vel oleum redatium,
Schmefelin einen Safft ober Dil ge:
bracht:
Rillus Inftrumentum chymicuns in guod. me-
talla liguefalla funduntur, in formas ob-
longas, ein Inguß Rizar, Grichiſch/ 3.8
U limatara, feyleten Doer feul. rion.
Robes i,e. acetum, rofcad dem, Ql8 etliche
wollen / ſonſt robes, Saturnus.
oni.e, libra, rotula idem,
o[a i,e. Tartarum. » \
Rorumha, rötumba, ein Geſchirr gleich einer
cucurbit. OR Gode S
ARub eff. juccas infpiffaras, Safft der biß auff
‚na bie Dicke abFocht- wird. j
Rubedo de nigro, i.e, de Talco nigro, bit außge⸗
zogene Roͤthe aufi dem ſchwartzen Talck
abigo, Roſt / heiffet im anderen Werck
Hırado, eine füffe Gall. und wird auf
Gold gemacht. Bl 1 CNN
Rubrum agrum, falfam, cupram Tinctum
S2 Gold
$4 LEXICON p.
Soldfarb Kupffer von Achomifien
gemadt. . N:
SR vel fallend i.e. fapo, vel lixivinn
unde [apo fieri folet, Seiff oder die e
Damit man Die Seiffen macht. s:
Sadır i,e. coria, Sinvdelftein-
Sactim ijt. Vitriol. 2p
Safatum ef? fpecies falis, iſt ein Gattung a
Saltzes.
Sagani funt ſpiritus n Eliiooiorun, edi V
ber vier Elementen.
Sarımen vitri d.e. [al virt, Glaß⸗Saltz.
Salamandri, ſaldini, howines vel p^
ignei, Seuerleut ober Geifter.
Sal ue, Aas Grace i Salk in teutſch
DAE Aunt
Sal alabrot i,e, nitrum atrum, ſchwartz Nitere
wird auß drener Kräuter Safft gemacbt/|*
und wird» genennt der Meiſter aller
Dingen diß Wunder wircket es / daß|“
es verwandelt ven Mercurium in wahrt
Lunam oder ſolem. Es wird aud) gt M
nennt /alboroch, |
n albus i,e. borax. [
Sal alkali ie, fal vitri, Glaß⸗Gaktz un
mwird gemacht auß der Afchen, (i
Jtez [al amaritudinis, Truͤſen Der Bil] |
terkeit beiffet auch oleum philofophor um, $i
und Sale oer Weißheit / machet bali
Die Piritus wohl eingehen / und pie Fre |
per durchdringen.
‚Sal
ALCHEMILZP.
Isal allecapb i.e. fal armoniacus. Al
Isalalumınofum 1.0. ex alumine plemofo tra-
1 um, Sal auß Federweiß.
Sal amaram, bitter Saltz / Acali & nitri,
Tal anathron vel anatbron efl ſal & uſnea
- lapidea Tractum, Glaß⸗Gall vel fal nitri.
1Sal armoniacns i.e, (al ſaparic ius vel defoſſum
} vel fal de eArabia, btt aufgelöfte Stein.
JiSal. atrum i.e, fal tbaber. |
Wal coſtus 1.6, [al communis præparatus, gemeint
1. Salk das bereit if. !
Sal colsorharınum vel colcothacium, DAB
Saltz auB Chitriol.
Jal congelatum nafcitur in shermis, fontibus &
d aquis medicatis, dag in. Bruñen wachſt /
I als in Wildbaͤdern.
Sal eriflallinum, quod. ex Vrina bominis de-
coquitur, dag augMenfchen Harn wirds —
beiffet Cryſtallen Saltz.
N Sal enixum ie, refclutum. das ſich ſolvirt
$ bat. |
| Sal entali, if vom Saltz / wie ein fir als
T pte. ,
Il Sal ex barbarum falfarum eimeve fatius i.e
; fal alkali, :
Sal factuium efl idquod coquitur vel fit arte,
idque efl dnplex, 1, Marmus 2. quod ex-
coquitur arte, ex muria nativa fontium fi-
d ^ euticoguitur , Halls in Saxonia.
Sal gemma i.e. (al agon. stem adrom, ſendar.
J| Sa! gemma ie. [al Cappadocıns, Salk aus
Cappadocien. x7
(sa - Sal
|
| €
eo CRAICO NS
Sal gemma, fabachi, fal metallinas, [al Uns
garıcam, fal lucidum, Flar Saͤltz / idem.
Sal Gracum i.e, alumen de alap vel de lacaph,
Sal Indicum a loco dısitur, Saltz auß India
unb das iſt roth. MER
Sal Indiens 1,e. Mercurius, der gefolbitt und y
coagslsyt pP, j 1j
SalMarınus ie, (ul. gemma, [al Metallinum |,
idem, KEN: ".
|
|
|
|
|
|
Sal Mercurii ie, fpiritus vini, qui inebriat, |
der Geiſt Des Weins Der truncten machte
Sal Metallinumi,e, fal gemma. OU
Sal Metallorum i.e, lapısphilofophorum, E
34 napte, ein Salg/ miro außgszogen vom
"P'etroleo, J
Sal Nitri ex. terra decoquitur, in qua Urina
diuttffime conjetla efl, nt in caulisovium
flabulis equorum, boum, das man auf der
Erden kocht / und auß Harn der Mens
ſchen und Vieh, gemacht, ober ift (al
alcalı,
Sal nominis ie, [al gemma, Ó
Sal panis i.e. [al commune non praparatum,
gemein Salk das nicht bereit ift. h
Sal Petra ef quad in teſtudinihus cellarum na "a
Jeitar in conos oblongos ex. calce refoluta vel.
ex [pura (alis UND wann er praparstt iſt /
heiſt er als dann /alNuri, — m
54 plumofum, iftoer Schatten vom.Her- !
Sal pratlicum fit ex Mixtura [alis petracum
fale armoniaco , partibus /— aequalibus, -
| um
ALCHEMI#&
- in olla ſigulina non vitreata, floincella vi-
naria fu[pen[a, refolutione penetrat fal ex-
irenfecus adbarens olla, qued [ingulis decem
el duodecim diebus abradendum- e[Hin[lar
pruinæ. j
du) refolutum extermum efl, quando quis. quod
I comedit.[aleffe arbitratur,
l4) rubeum India à. Nüurumvubeum, votber
3 Suter.
Walſa i.e. argilla, Laͤtt.
Sal ſapientum, Salz oet Weyſen / ze.fal
Amoniacus, ſal penſum, Salmiax.
Bal ſeiſſum. [al entalı, alumen ſciſſum, unſer
Wal fedo murorum 16, falpetra. Mauren
Salk.
Mal tartari i. e. tartarum album calcinatum.
Sal tripolinus, ſal ſyrus, ſal thabor, ſal metalli-
|^ num,S«l grandino[um idem.
"Sal vitri i.e. [agmen vir, Glaß⸗Gall.
Sal de Ungartai«t. [al nitrum.
d Sal unum exc tribus primis, quod corporaverum
"M conjungit, das Saltz eines auß Drepen
—— erften/ das allen Dingen ein Leib gibt/
|J unb zufammen hefitet.
W Sat ufnale y* fal panis, Brod⸗Saltz.
Sal Mafe S |
! Salebrot Y fal acutum, ſcharff Saltz.
4 Sa
| Saltabari i. [al alcinbrot, Philoſophiſch
Sal tabarz.et.e[l omnium tartarum albiffmum. -
C) 4 Sale-
Salefur i, e, crocus bortulanus, Garten Gaf
- Tan. AR :
Samech. i.e, ſal tartari, veltartarus ipfe, reme- IN
dium omnium vulnerum , Weinſtein. ^i
Samen i,e. hordeum, Serften. uM
Sanc, fol atium idem, Ec 7
Sandaracha vel [andaraca 1,e, auvipigmentumsy
nach Gag der Grichens ober Hätten
Rauch / ober Ruſtgelb / quatuor hu-
jas ſunt ſpecies. N
pole uil nativa, Rauchgelb oder Ruſt⸗
| |
— Vitruvii, vel ſandix Gracorumg
Mennige —— ba
Imperfecte cotía, bleich Mennige, :
Nativa cum auripigmento mixta, Roſtgelb
. mit Opermene vermifcht. . —
Sandarach, [andaraca Arabice i.e. Gummi)
vemisis, item) fandarica, trockener. De 4
r
nißden fie nennen Den versicem. 3
Sandaros,fandarasa. deferiptionem v. Rul. Lex.
Sanderich, Manns Speichel/ weiß Ertz⸗
etbelia alba, magnet otv Eifen zeucht/ if):
das Ding/ das wir fuchen/ Raußgeel
Bergroth / Nienning / ſpiritus Der roth
macht / es iſt auch eme weiſſe andaracha
Sandixi,e. olus agreſte, ein Wild Köhl:
Fraut von den Sriechen genennt / stem
serrarsbea roth Erdreich / Paulus Phile-
— fophicus, item auripigmentum rubeum
vftum, ‚gebrannt aurspigment, €8 ift ei⸗
ne alte Außlegung, |
iALCHEM!2A $e .
iy po fapientia, ej ell fal | commune praeparatum .
in aquam, gemein Sala iu Waſſer be⸗
‚reitet.
jarajlı 1,0. Gipfa,
Barca,vel fayr(a. farra i.e, NS Cofta;-
arnicum, fechten, [acen i.e, draconis,
Wsarfar ie, ferrum, Eifen.
Saturnus, ie, plumbum Bley.
Pbeſten ie. ealx viva ungelöfchter Kalk.
ceb i. e. alumen, [el idem,
ap 2,6, sanabis, d femen ejes,
Hanff ober fein Caamen.
| Sciden Bleyweiß.
B Scofes i.e. cinis clavellatus, stem alhali.
Scobes i.e, ſcoria cujusſcunque metalli, Unſau⸗
berkeit eines jeden Metalls oder Sin⸗
delſteins. |
| * fılla ie. C:teréfeber, SON EET
WE Seoraxi i. e. Gumma «licale.
Scoria Schlackẽ / daß jeder erflenGempoßr; ion,
7 zu des Mercurii Subflant nicht gehör e£.
IE Scorith, £e, Sulphur. :
W Scerrius conftriius. i,e. ferrum praperatum,
> bereitet Eyſen.
| s Seule, Bley.
I] Scuma i.e. fquama,
WE Scmta tobefr, 1.. teſtudo.
ij Sebheißt auch auum Gold / item belft auch
— Alumen,
Hl Seb immutati coloris i.e, ſcabioſus.
N Secur i.e, Gold. T
E Sed affss, e, concha marina, Meerſchnecken.
: qum i 6, jan iod |
| " ( "f. is ISed-
2
90 LEXICON
Seahe i.e, cymobrium, Zinnober.
Scdina, ſeden, t.e. fanguis draconis,
Sedma ı,e. hamatites, [cedune idem, |
ı Segax, tse. fanguis draconts, Drachen Bl | |
Segub, feruech, ı,e, vitrtolum, ſagith. |
Sel, 1,e, (ambucus Holdern. T.
Selatus fair, false, folar 1,6, argentum vivu 1
Selfas 1,0, fiac Harn. 1
Semafor, i.e, lucidum carici i,e. femar, idem|
Semen Peneris 1.0./quama | aris,
Sendonegum, ſendanegi, æ. hamathites, Blut
ftein,
Septentro,i.c, aqua fortis,
Septimen, i.e. [erapınum,
Serapinus i Le Gummi Àrabicum
Serex Le cacaceto[um, !
Sericiacum, (dr Zerri[ch, bad (ft^ arſeni-
€um.
Serrcon,. te, minsum, Minien.
Seritis ve! fidentis, das Saut deflen Ca
DrachenBlut genennf wird.
Serpens, Schlang/ lpiritus ceflitatis , Geiſt
per Reinigkeit ze. Mercarıns,
Seruns fugisivns, der fluͤchtige Rache, ze.
e Mercurins, Hermes nennt ihn einen
fluͤcht gen Onech t / von wegen ſeiner fluͤch⸗
tigen Feuchtigkeit.
Sibar 1,e, argentum, vivum, Queckſilber.
Scdiai.e. lima ei Seitan.
Sifantis i,e,terra argentina ſimphus. Silbet⸗ "
Erd.
C Sigiants florax liquida, vel fiera,
Sicil
AL CHEMI-«Z o
gillum Hermens iſt/ wann man bag
Mund Koch des Slafes fleuſt durch
das Soblfeuer/ und ſtoͤßt eszufammeny
und vermacht alfo Das Oriaum vurs,
lipit ift Kupffer.
lo eft terza,
liqua &c.
Lqua, pondus quatuor granorum, ſiliqua iſt
Gewicht vier Gerſten Korn, rem fimali-
indınes dicuntur. figura coleffes, qua rebus
| allımilantsr nos concernentibus, —
immitinm 1.6. cerufla,
"ts 2.e. gilla, "
inopijis i.e, bolus armenus, Det Nötelftein,
inopida 2,6, Roͤtelſtein.
mopis.1, e,minıum ‚a ſynope urbe.
ra Operment, 9
ricon, de plumbo i, e, Cinis plumbi, Bley⸗
aͤſch ober gebrannt Ertz. ib
vingt, ie.calx, Kalch.
trt [andacıtas idem.
I, i.e, aurum, (oniv.1dem iſt auch. ein Tag /
vel ſol in homine eſt inviſibilis sonis influens
‚| A fole cœleſti. ſoueng nativum ignem in homi-
| 9€.
later i..e, argentum vivum,
Vlolelafar , 1.6, alkali,
blſequium. i.e. ſulphur,
blutum gelöſt/ 1.0. liquefactum, zerlaffen,
ulereres.. Schwefter und Bruͤder Sonn
^| unb Mon. |
elutio eff. prior Cbymica | pars pratlice, qua
| verum coagulasarum compages ſolvitur &
actenuatur. SR Spagina
MM
^
| Spara, vis minerals ex ılech prima ſubſtanti
i Specilicum formale eflquod fpeciem per forma
Speculusa Indicum i.e, Limatura ferri &yle |
92 LEAILUVUN
Spagina fve ars fpagirica efl, qua parum :
ımpuro fegregare docet, ut rejectis fecil
virtus remanens operetur, oie Kunft
Diftillireng und Scheidengz Die
Gut vom Boten fcheidet.
Spagıras ditur quicunque novit. difcern ,
verum à falfo, a bono fegueflrare malm !
impurum a puro [eparare & abjicere bind
rium ſervata unitate,
s.e, mineralibus majoribus,
les proprietates ſaltem refert. Licet itaqu
les tamen excellunt, & ılle potiffimum elabi
rando rejfpiciuntur, & efl tintlura
ez- oleum. |
Spenslar, etliche [egeng. auB es fepe-Laps
: Lane Der Da effrofleinum heißt / etlichl i
andere ſagen cà fege Talk, etliche nennelj
t$ Gips.
Speculum album i,e.arfenicum deſcenſum, QD
geftiegener Arfenicum, |
Speculum ciutriuum ie, arfenicum citrinum
gelber Arfenic,
felleten. |
Sperina aqua fortis, ie. fœculentiae jus, das UN!
ten im aqwefort, — ,
Spharafalis Luna fagtsenior ft bie gemeil
Materi / zween Samen’. darauß De
Stein gemacht wird / Dem. Zheophraſ
it der Himmel die quinta efentia, — Spi|
-—
/
ALCH.E:MIE. 197°
itus ef. aqua folvens E ve fimplici, & acri
produlla cum ignei balitus natura,
Writus fotens, ofr ſtinckende Geiſt / £s.
felphur. _ |
diio :. e, arngo aris, Erkroft/ ios dem.
MAdium 1.6. cinis antri, Goldaͤſchẽ / Goldſtein.
Modinsift ein Gattung Tætiæ ſuccudus idem.
aſus i,e. Mercurius, [ane idem. |
dence, ift Afıhen mit Waſſer ange
taucht/ bie man ia pen Dfen ſtreuet / 0
j man Gold und Silber feit.
Mama i.e, cinis Aſchen.
puma argenti, Glette. |
oapnur2A Maris/ tec rſchaum⸗ Je, balcyonium,
das find fuͤnfferley Geſchlecht oder
Gattungen.
buma nitri, Hiterſchaum/ Griechiſch afro⸗
nitram, Arabiſch Baurach.
Puta i.e. ſulphur.
utum de campis i.e. galaxia, Sternen
nigung.
buatam boletorzm, zuſammen geſetzt außdem
Schwefel und Magrefar heiſt auch au-
rum ſpiſſum Schwefel — wann
f tdim Aercurio verwandelt iſt.
quama ferri, batitura ferri, fuligo ferri, Ham⸗
merſchlag oder feylen.
quilla fixane, cepa marınd, Meer Zwibeln
Mgaillinum, acıza ie, fmus egquinus Roß-
miſt.
Meac vel ſtaoci. e. coagalatio vel congelatio, iu:
4 ſammenwallung oder zuſammen Be—
kallung. sctabei
94. L'EXT CON '
stackti Grece i.e, cinis, Efehen [podos ide)
stem ſputum. d COME.
Stannum Zinn £ e. afebum, Der reine Co pi |
wird auch Sand genannt. |
Stannum dives, treib / Werckbley.
Stannum mediocre, Reich / ein Streich.
Stannum pauper. friſch ein Streich.
starmar ef} mater metallorum, eſt fumus occu
tus, unde metállagenerantur. ein verborge⸗
tier Rauch / darauß die Metallen roachfenf!
Stella occidens, s.e. der Untergang | teri
fal armon iacus, Salmiar.
Srella terra i.e, tat, |
Sıellio aduſtus, Cinobrium, pulverifrtkt 8i UN
‚ nober oder calemirter. Zinnober. |
giercorum ezeff, lithargyrium.
stibami,e. antimonium, [ulphur nigrum.
Stulbus 1.e, antimonium, :
Supte viéljHpterai.e. alamen ſciſſum, geſpalte⸗
ner Alaun. PS Cr ]
| Stomamato i.e [guama eris, Erkfchüp.
Sıraram (uper ſtratum. notum cbymicis, WANN
manein Lege um bit ander lege, — —
deridor, Guͤnſterung Ruͤſtung.
Stupio i,e. flannum, caldida idem, ZN) cal‘
dica, ' \
Sublimare, ſublimiren heift nicht allemahl
hoch über fich fleigen/ fondern koͤſtlich
gut/unherrlich werdẽ / doch iſt wahr / daß
per Dampff uͤber ſich gehet. wel [ublimi-)
ven heiſt ein Ding beſſer und herrlicher
machen / als wenn auß LanaGold wird⸗
ALCHEMILZ, 9)
darum heift dag nichterhöher/das oben
Tín der. Höhe iſt / ſondern das verbefier it:
Es iſt aber dag Dberft wie Das Unterft/
Amann fie cing find- —
Pveſperus, argeſtes, Weſt⸗Suͤden.
Sccus albus i.e. Argentum vivum. |
Eder, Schweiß / ift aqua permanems.
‚Upkur vivam, lebendiger Schwefel / ie.
Amon carelatum nicht geroͤrlet.
$ phur, chibur velalbufao. Aabice dicitur
[pari lapidis philofophorum, apud Chymifkos,
principium & pater metallorum, calidum
Gfiecum quarto gradum. Efgne nibil
„halınd, quam pinguedo terra.per temperatam
decoctionem inſpiſſata, quouſque indur ata fu-
T erit, co ſicca facla: Et fi ‚achte confiderás,
Vulphur generatur ex puriſſima ficcitate terra
velterrefri,in quà modis omnibus pradomi-
J metr. ignis, eftque quali vapor calidas ci fic -
Tens,caufa c pater. Metallorum, vel brevi-
alubflantiam fulphuris immutata, aquoſis,
Ju terreflribs, & igneis tranfeuntibus. Rul.
Juno ift zweyerley ein euſſerlicher / oat»
durch der innerlicheim Mercurio geboh⸗
ich / unnuͤtz wird weggethan / wie das
Menſtrualiſche Waſſer von dem Kind.
"^| SDer innerlich iſt die Krafft / Die ben Got
per macht und zubereitet / und Fan nicht
cöon-
Ver ſac: ſulphur efl terra calore excocta, & in —
ILex, vel fulpburift ver Sam die Steins /
Iren wird / der ift irrdifeh und. oerbream —
"davon -gefcheiden toerben/ denn es iſt
x
—
Tain iſt geſchrieben für bolo arme no
95 .-LEXICON-
Sulphur rubeum (e, avfentcss,
CSymar ie. viride homanum, vel | MM 7i
| Tl dba y — ift odium
congenit um ohngeboren / in ber Wo j
und Subflang/ und ift anfaͤnglich wei
wird roth durch Die Hitz als Die Spe
fea im Magen durch bie. Lebers fo ift De
Schwefel Meifter morben/ und p ift C
ma rei, Dit Seel / unb fft das Fermen
ám biefem Stein / der Manns Kong
und Bräutgam wird genennt vof) Ar
ſenic, gebrennt Efchen/ unfer. p
Philoſophiſch Bold Bley Soldbtu
ein trucken ſteinern Waſſer / Seuer/Ert
‚ein rotbet Stein coagulum Mercurii, un
Tindur, Rul.Le». |
£g
—
Sumbi, i. acetoſus, ſaur / crocus Caffia
Supernas Nord Oſt.
Superficies, s.e, albu m ovorum, Eyerklar.
Superna- medicina cum purum ‚ab — f.
- virins a ſubſtantia [uperatur. :
Serie & afurie atramentum rubeum, rot
atrament.
Sydia i.e, Luna. |
Spangrün,
T.
Tabergeta ie, albificans, weiß mache x
raica velitica &e. bonum Qut.
Talise. lutum ‚pavorum vel alkali.
Tal i.e. nitrum dulce, ſuſſer Niter eft [pei
PPS ein Geſchlecht des eh E
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T4. a ; - ix
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